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[Gedankenexperiment]Schule verkauft Aktien an ihre Studenten
Abend.
Ein zweiter kleiner Auszug aus dem französisch Unterricht; der Erste behandelt den krankheitsbedingten Tod innerhalb von drei Wochen.
Der Punkt ist folgender:
Eine Schule verkauft einen Teil ihrer Aktien direkt an ihre Studenten, und zwar zu Beginn des Schuljahres. Der Wert der Schule, und somit Jener der Aktien, wird von dem Notendurchschnitt am Ende des Jahres beeinflusst; je besser die Noten sind, desto besser läuft der schulische Kurs, und desto mehr Wert haben die Papiere. Am Ende des Schuljahres werden den Schülern ihre Aktien wieder abgekauft, und sie erhalten den vollen ökonomischen Wert.
Wie werden die Schüler im Laufe des Jahres arbeiten? .
Ist es eine Idee, welche sich in die Praxis umsetzen liesse?
Wärt ihr als Schüler für die Umsetzung?
Wärt ihr als Direktor/Finanzminister/Ökonomist für die Umsetzung?
Gruß, Siddhartha
There are no rules, there's only passion
My passion gives me energy
My dreams guide me to my future
My determination will break my chains
My thoughts will set me free
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nettes Thema
Also ich wäre durchaus dafür, dass man das mal als Experiment einführt.
Der Schüler steht dadurch zwar durchaus unter einem Langzeitdruck aber wenn es ein einigermaßen schlaues Kerlchen ist, würde sich das für denjenigen lohnen.
Natürlich hängt das vom IQ des jeweiligen Schülers ab.
Deswegen sollte man sich das auch bei jedem Schüler gut überlegen.
Die Schule würde daraus sehr großen gewinn machen, wenn sie nur den Hyperintelligenten Schülern Aktien ver und abkaufen würden.
Jene die eben nicht so schlau sind, würden das Budget und den Notendurchschnitt der Schule ja nur in den Dreck ziehen. (also jetzt hart ausgedrückt)
Also einen Versuch wäre es durchaus wert.
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Da tut sich aber eine Frage auf: Wo kommt das Geld her?
Die Schule produziert, mit Ausnahme des Wissensstandes der Schüler nichts.
Das wäre etwas anderes, wenn die Schule in direkter Verbindung mit einer Firma stünde und die Firma jeden in den Betrieb aufnimmt.
Aber, dann wäre es keine Schule mehr sondern ein stinknormaler Aktienkauf bei einer x beliebigen AG.
Es würde, theoretisch gesehen funktionieren, aber nur wenn die Gemeinde (Staat) dafür aufkäme. Im Endeffekt müssten die Steuern erhöht werden.
Das heißt im Klartext: Geld geht von den Eltern der Kinder an den Staat, der Staat gibt der Schule Geld für den Kursgewinn der Aktien, die Schüler bekommen dieses vermehrte Geld.
Einfach: Die Eltern geben den Kindern Geld (welches nur über einen riesigen Umweg nach einem Jahr wieder in die Familie zurückkommt. Sprich: Taschengelderhöhung.
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 Zitat von Raderion
Die Schule würde daraus sehr großen gewinn machen, wenn sie nur den Hyperintelligenten Schülern Aktien ver und abkaufen würden.
Jene die eben nicht so schlau sind, würden das Budget und den Notendurchschnitt der Schule ja nur in den Dreck ziehen. (also jetzt hart ausgedrückt)
Entweder hast du etwas missverstanden, oder ich.
Die Schule verkauft den Schülern zu Anfang des Schuljahres Anteile, d.h. die Schüler geben Geld und die Schule bekommt welches.
Am Schuljahresende dann kauft die Schule die Aktien wieder ab, deren Kurs von den Noten der Schüler abhängen, ich gehe mal von einem Durchschnitt aus.
D.h. die Schule gibt Geld aus, und die Schüler bekommen welches zurück.
Wenn nun der Kurs schlecht steht, weil die Noten der Schüler miserabel sind, dann verlieren die Schüler Geld und die Schule mehrt ihr Kapital, wenn die Noten der Schüler gut sind und der Kurs somit hoch steht, verliert die Schule Geld und die Schüler mehren ihr Kapital.
Ich wäre dagegen.
Zuerst einmal ist es, je nach Anzahl der Schüler und der Summe, ein ökonomisches Risiko für die Schule und die Schüler (vielmehr deren Eltern), dass man nicht leichtfertig eingehen sollte. Denn die Summe muss stimmen, andernfalls wird kein Schüler sich verführt fühlen. 
Weiterhin mag es vielleicht ein Lernanreiz für die Schüler sein, andererseits auch ein Leistungsdruck, und vorallem können Probleme innerhalb der Gruppe entstehen. Schlechte Schüler könnten gemobbt werden, da sie den Schnitt drücken und somit den intelligenteren Schülern das Einkommen versauen. Außerdem werden damit falsche Werte vermittelt.
Wenn du fleißig lernst bekommst du Geld. Das funktioniert vielleicht, aber es wird kein eigentliches Interesse für das Lernen und das Wissen selbst geweckt. Bildung wird zum Mittel zum Zweck, einmal gewonnenes und umgesetztes Wissen muss nicht gehalten werden. Es wird sich nur damit beschäftigt um das Konto aufzubessern. Zugegeben vermittelt unser jetziges Bildungssystem auch kein Interesse am Wissen selbst, aber es schafft auch nicht das Gegenteil.
Und dann ist da noch der Faktor Intelligenz der Schüler.
Intensive Beschäftigung mit einem Thema kann zwar auch von Haus aus weniger intelligenten Schülern voranhelfen, dass sich ein deutlicher Unterschied zwischen "Dümmeren" und "Klügeren" herausstellen wird, ist aber klar. Und ich nehme an, dass es in Sachen Intelligenz unter den Schülern an einer Schule, denn wir gehen ja von mehreren hundert, wenn nicht tausend, Schülern aus, auch so etwas wie Gaußsche Normalverteilung gibt.
D.h. die Dummen und die Intelligenten gleichen sich mit geringen Abweichungen noch oben oder unten aus, der Notenschnitt bleibt in etwa bei 3,0 und keiner, weder Schule noch Schüler, erleben langfristig große finanzielle Erfolge. (Führt zu einem Hängenlassen der Schüler, etc, den Rest kann sich jeder selbst ausmalen)
Fazit: Ich als Schüler bin dagegen. Als Direktor (der ja nicht nur die Finanzen hütet, sondern auch Pädagoge ist) wäre ich ebenfalls dagegen. Ich glaube weder, dass es sich reibungslos durchführen ließe, noch, dass es bedeutende Erfolge erzielen könnte.
"There on that scaffolding reclines / Michael Angelo. / With no more sound than the mice make / His hand moves to and fro. / Like a long-legged fly upon the stream / His mind moves upon silence." - W.B. Yeats
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Dem Beitrag meines vorgängers nus kann ich nur zustimmen. häts nich besser formulieren können.
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auserdem müsste das pflicht sein sonst würd ich nix kaufen am anfang da man ja zur vermvermährung arbeiten muss und mit meinem pech schreib ich wieder nur 6 weil die scheis themen dran kommne
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 Zitat von nùs
D.h. die Schule gibt Geld aus, und die Schüler bekommen welches zurück.
Wenn nun der Kurs schlecht steht, weil die Noten der Schüler miserabel sind, dann verlieren die Schüler Geld und die Schule mehrt ihr Kapital, wenn die Noten der Schüler gut sind und der Kurs somit hoch steht, verliert die Schule Geld und die Schüler mehren ihr Kapital.
An dieser Stelle sehe ich noch ein weiteres Problem...
Da gute Noten finanziellen Verlust für die Schule bedeuten würden, könnte dies dazu verführen, schlechter zu benoten als man es sonst tun würde.
Schlechtere Noten = mehr Geld für die Schule. Und wer gibt die Noten?
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