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    Einleitung

    Ciri war erst sechs Jahre alt als sich bei ihr die ersten Anzeichen magischer Begabung zeigten. Ihre Eltern brachten sie höchstpersönlich zum Turm im Calenhadsee wo sie unterrichtet werden sollte. Bei ihrem Abschied versprachen sie Ciri so oft es ginge zu besuchen was sie auch einhielten. So verlor sie nie ihre Verbindung zu der Welt außerhalb der Turmmauern.


    Bei ihrer Ausbildung zeigte sie ein besonderes Talent für Urtümliche Magie und auch die Heilkunde fiel ihr leicht. Doch trotz ihres Talents hatte sie in ihrer Ausbildung oft Probleme was an ihrer Neugier, ihrem frechen Wesen und ihrem überquellenden Humor lag.


    Mit 15 Jahren erhielt sie vom Ersten Verzauberer Irving die Erlaubnis ihre Läuterung abzulegen und bestand sie als eine der jüngsten Magierinnen bisher. Als sie grinsend aus dem Nichts zurückkehrte wurde sie von Gregoir, dem Kommandanten der Templer nach dem Grund ihrer Heiterkeit befragte. Mit der Antwort "Es war lustig einem Dämon in die Eier zu treten" ließ sie einen vollkommen verblüfften Templer stehen.


    Sie war 17 als auf den Ruf des Königs hin Magier nach Ostagar gerufen wurden. Irving lehnte ihre Freiwilligmeldung jedoch aufgrund ihrer Jugend ab. Eines Tages jedoch kam ein Fremder in den Turm der ein langes Gespräch mit Irving führte. Im Laufe des nächsten Tages lief ihr der Fremde über den Weg und Ciri begann ein langes Gespräch mit Duncan so war sein Name. Duncan von den grauen Wächtern. Duncan erzählte ihr von den Wächtern, seiner Befürchtung das sich eine Verderbnis abspielte und das er hier war um Rekruten für die Wächter zu finden. Nach einem langen, hitzigen Gespräch zwischen ihr, Irving und Duncan wurde ihr erlaubt sich den grauen Wächtern anzuschließen.


    In Ostagar, dorthin brachte sie Duncan, überlebte sie den Beitritt und, wenn auch knapp den Verrat Logains. Ihr gelang es, zusammen mit Alistair, einem anderen Jungwächter und anderen Verbündeten eine Armee für den Kampf gegen die dunkle Brut auszuheben. Alistair opferte sein Leben um den Erzdämon zu vernichten und so wurde Ciri plötzlich die leitende weil einzige Wächterin in Ferelden.


    In Vigils Wacht, einer Festung nahe der Stadt Amaranthine, der Hauptstadt des gleichnamigen Arltums welches den Wächtern zugesprochen worden war, begann die schwere Aufgabe die Wächter Fereldens wieder aufzubauen und zusammen mit einigen neuen Wächtern gelang es ihr die dunkle Brut, die sich ein weiteres mal erhob, erneut zu besiegen.


    In den darauf folgenden Jahren blühte das Arltum unter ihrer Führung auf und auch die Zahl der Wächter Fereldens stieg wieder an. Dann kam es zum Magieraufstand und zum Magier-Templerkrieg. Ciri gelang es sich selbst und die anderen Wächter aus dem Konflikt herauszuhalten und als die göttliche Justinia ein Konklave einberief um den Krieg zu beenden nahm auch Ciri in ihrer Funktion als leitende Wächterin daran Teil.

    1 Ankunft

    Als Ciri in Heaven ankam kam ihr die Vergangenheit in den Sinn als sie, Leliana, der grimmige Kunari Sten und Alistair dieses Dorf und den Tempel der heiligen Asche weiter oben am Berg von den Drachenkultisten befreit hatten auf der Suche nach der Urne Adrasteas um mit Hilfe der Asche Arl Eamon zu heilen. Damals war sie als blutjunge Magierin und frischgebackene graue Wächterin in das kalte Wasser einer Verderbnis geworfen worden. Doch sie hatte schwimmen gelernt und war jetzt leitende Wächterin Fereldens. Ciri strich ihre Wächterrobe glatt und betrat das Dorf auf der Suche nach etwas essbarem. Die kleine Schenke war leer und so setzte sie sich an einen Tisch und bestellte ein leichtes Essen.
    "Ciri?"
    Ciri sah sich um. In einer der Türen stand eine Frau. Mehr konnte man nicht erkennen da sie die Sonne im Rücken hatte.
    "Ja ich bin Ciri und wer bist du?" Die Frau betrat jetzt die Schänke "Lel!" Ciri sprang hoch und die beiden Frauen umarmten sich herzlich. "Lel was machst du hier und wo warst du die letzten Jahre. Komm setzt dich zu mir!"
    Leliana lachte "Ich war hier und dort im Auftrag der Göttlichen und deshalb bin ich auch hier. Ich bin jetzt eine ihrer Hände und diene ihr wo sie mich benötigt. Und das Konklave wird sicher schwer genug so das sie alle ihre Kräfte braucht. Und du?"
    "Ich bin hier um als leitende Wächterin an dem Konklave teilzunehmen. Ich wollte nur eine Kleinigkeit essen bevor ich zum Kloster hochgehe."
    "Schade, ich hatte gehofft wir können uns unterhalten. Ich hab leider hier in Heaven zu tun also kann ich dich nicht begleiten. Aber nach dem Konklave können wir reden meinst du nicht?"
    "Solange wir dort oben nicht totgelabert werden machen wir das." Die Bedienung hatte inzwischen das Essen gebracht und zwischen zwei Bissen unterhielten sich die beiden noch ein wenig. Als Ciri endlich fertig gegessen hatte erhob sie sich "Ich muß jetzt weiter aber wir sehen uns Lel." Die beiden Frauen umarmten sich noch einmal dann machte sich Ciri auf den Weg zum Tempel der heiligen Asche


    Der Aufstieg war deutlich einfacher als damals und so war es nur eine kurze Wegstunde bis zum Tempel. Oben angekommen betrat Ciri die gewaltige Anlage und begann, von ihrer Neugier getrieben, sich umzusehen. Die Anlage sah immer noch so aus wie sie sie in Erinnerung hatte nur Schutt und Schnee waren entfernt und zerbrochene Fenster ersetzt worden. In der Bibliothek arbeiteten einige Kirchenschwestern die sie freundlich begrüßten. Tiefer und tiefer ging es in die Anlage. Plötzlich. Der Schrei einer Frau. Ciri langte nach ihrem Stab den sie auf dem Rücken trug und ging in die Richtung aus der der Schrei erklungen war. Hinter einer Tür war eine grausame Stimme und ein weiterer Schrei zu hören. Ciri riss die Türe auf "Was geht hier vor?"
    In der Luft schwebte eine ältere Frau, umstanden von Männern und Frauen in Uniformen der grauen Wächter. Eine grausige Gestalt mit einem kugelförmigen Gegenstand in der Hand näherte sich gerade der Frau. Die jedoch trat die Kugel aus der Hand der Gestalt in Ciris Richtung. Instinktiv bückte Ciri sich danach. Dann war da noch die grausame Stimme die "Tötet sie" rief dann eine Explosion und dann ... nichts mehr.


    Soldaten und Freiwillige durchsuchten das Trümmerfeld das einstmals der Tempel der heiligen Asche war aber alles was sie fanden waren grotesk verstümmelte Leichen und eine Frau in der Robe der grauen Wächter.


    Ciri erwachte frierend und mit hämmernden Kopfschmerzen. Als sie die Augen öffnete erkannte sie das sie auf dem feuchten Boden einer Zelle lag. Und diese Zelle wurde nur durch eine Fackel dürftig beleuchtet. Beim Versuch sich auf die Knie zu hebeln bemerkte sie das ihre Hände gefesselt waren. Und ihre linke Hand leuchtete grün. Sie hob die Hände zum Gesicht und versuchte zu erkennen woher das Leuchten kam. Aber alles was sie erkennen konnte war das dieses Leuchten nicht oberflächlich war. Ciri ließ die Hände wieder sinken als ihre Linke plötzlich aufflammte. Es war ein Gefühl als ob der ganze Unterarm in Flammen stehen würde.


    Ein rasselndes Geräusch dann wurde die Zellentür aufgestoßen und zwei Frauen traten ein. Im schwachen Licht der Fackel erkannte Ciri eine dunkelhaarige Frau mit Schwert und Brustpanzer und ... "Lel! Beim Erbauer! Wo bin ich und warum ..."
    Die Dunkelhaarige fiel ihr ins Wort "Ihr habt hier keine Fragen zu stellen sondern nur auf unsere Fragen zu beantworten. Was ist im Tempel der heiligen Asche geschehen? Was habt ihr getan?"
    "Was getan? Wovon redet ihr? Wer seit ihr überhaupt? Lel? Bitte!"
    Die Dunkelhaarige machte einen Schritt auf sie zu und knurrte zornig" Keine Fragen! Antworten! Sofort!"
    Leliana trat ebenfalls heran "Ciri, der Tempel wurde zerstört. Die Göttliche und alle anderen die zu dieser Zeit oben waren sind tot. Nur du lebst noch. Wieso?"
    "Zerstört? Und alle tot? Erbauer. Aber ich weiß nicht was geschehen ist. Das letzte an das ich mich erinnere ist ein Raum in dem eine ältere Frau in der Luft geschwebt ist und ... und ... graue Wächter die um sie herumgestanden sind. Und eine schreckliche Gestalt mit einer Kugel in der Hand. Die ältere Frau hat ihr die Kugel aus der Hand getreten und ich hab sie aufgehoben. Und dann ... dann nichts mehr bis ich hier aufgewacht bin."
    "Die grauen Wächter sollen das getan haben. Lächerlich! Und was ist dann das?" Die Dunkelhaarige zerrte an Ciris linker Hand.
    "Hast du die Wächter erkannt?
    "Keinen einzigen. Es waren auf jeden Fall keine Fereldener die würde ich immer erkennen. Und was das in meiner Hand ist weiß ich nicht. Es war jedenfalls vorher nicht da."
    "Cassandra ich glaube ihr. Ich kenne Ciri jetzt seit der Verderbnis, sie hätte niemals so etwas getan. Nimm ihr die Fessel ab und komm mit ihr zum vorgeschobenen Lager. Ich warte dort auf euch." Leliana wirbelte herum und verschwand.

    Cassandra half Ciri auf die Beine und schnitt den Strick der um ihre Handgelenke geschlungen war durch. "Leliana mag euch glauben aber ich habe noch Zweifel. Folgt mir!"
    Ciri massierte ihre Handgelenke während sie der Dunkelhaarigen über eine steile Treppe hinauf folgte. Am oberen Ende führte eine Tür ins Schiff einer Kirche. Ciri sah sich um und entdeckte einige bekannte Merkmale. "Wir sind in Heaven, richtig? Ich erkenne die Kirche von früher."
    "Ihr kennt diese Kirche?"
    "Ja. Wärend der Verderbnis haben Lel, Sten, Alistair und ich hier einen Drachenkult bekämpft. Egal! Lange her. Wie soll ich eigentlich euch nennen?"
    "Ich bin Sucherin Cassandra Penthagast. Gehen wir weiter."
    Die Sucherin öffnete einen Flügel der schweren Doppeltüre und Ciri musste einen Moment die Augen schließen weil sie von hellem Sonnenlicht geblendet wurde. Vor der Kirche wies Cassandra nach oben "Habt ihr so etwas schon gesehen?" Am blauen Himmel über der Stelle wo früher der Tempel gestanden war zeigte sich ein gewaltiger grüner Riss der just in diesem Moment wild aufflackerte. Die Schmerzen in der linken Hand zwangen Ciri in die Knie und sie umklammerte ihren schmerzenden Arm. "Dieser Riss wir nennen ihn die Bresche. Jedes mal wenn sie aufflammt wächst auch das Mal in eurer Hand und das bringt euch langsam um." Cassandra half ihr wieder auf die Füße. "Die Bresche ist nicht der einzige Riss aber der Größte. Und jeder dieser Risse spuckt Dämonen aus."
    "Nicht einmal im Nichts habe ich etwas ähnliches gesehen. Was können wir dagegen tun?"
    "Euer Mal. Es scheint als hätte es die Macht Risse zu schließen."
    "Dann sollten wir uns auf den Weg machen."


    Mit eiligen Schritten durchquerten sie das Dorf und eilten den Berg hoch. An einer Stelle, sie mussten den gefrorenen Bach überqueren, wurden sie von Dämonen angegriffen. Wärend Cassandra mit ihrem Schwert gegen zwei davon kämpfte näherte sich ein dritter Ciri. Die sah sich schnell um und entdeckte einen verlorenen Magierstab. Ciri hechtete los und bekam den Stab zu fassen. Mit einer eisigen Umarmung stoppte sie den Dämon um ihn anschließend mit einem wuchtigen Schlag zu zerschmettern. Cassandra kämpfte derweil immer noch mit den beiden anderen Dämonen.
    "Sucherin! Zur Seite!" Cassandra hechtete nach links und Ciri wirkte einen Kältekegel der beide Dämonen erwischte und sie einfror. Wärend eine Steinfaust den einen Dämon zerspringen ließ zerschmetterte Cassandra den zweiten mit einem wuchtigen Schwerthieb. Dann näherte sie sich mit drohend vorgestrecktem Schwert Ciri.
    "Werft ihn weg! Werft den Stab weg ihr braucht ihn nicht. ICH beschütze euch!"
    "Jaaa na klar! So wie gerade eben. Ich hab gerade euren Arsch gerettet, schon vergessen. Also wie war das mit dem beschützen?"
    Cassandra stieß ihr Schwert zurück in die Scheide "Ich denke ich kann es riskieren euch den Stab zu überlassen. Weiter!"
    Etwas weiter oben kämpften ein glatzköpfiger Elf und ein Zwerg mit einer seltsamen Apparatur bei einem Riss ebenfalls gegen Dämonen. Wärend sich Cassandra wieder in den Nahkampf stürzte vernichtete Ciri einen Dämon mit einem gut gezielten Blitz. Nachdem auch hier die Dämonen niedergekämpft waren griff der Elf nach Ciris linkem Arm und richtete das Mal auf den Riss. Ein zischender Energiestrahl schlängelte sich von dem Mal zum Riss und ließ ihn verschwinden. Ciri sah den Elf verwundert an "Wie habt ihr das gemacht?"
    "Nicht ich, ihr wart das beziehungsweise das Mal in eurer Hand. Ich bin Solas, ein Abtrünniger so wie ihr. Nicht wahr Sucherin?"
    Cassandra zog nur ein mißmutiges Gesicht, erwiderte aber nichts.
    "Tja ich bin aber keine Abtrünnige sondern ein grauer Wächter."
    "Egal. Ich habe jedenfalls euer Mal untersucht während ihr Bewusstlos wart und habe eine Verbindung zu den Rissen festgestellt. Und wie dieser Versuch gezeigt hat habe ich richtig vermutet. Ihr könnt mit Hilfe des Males Risse verschließen."
    "Es wäre interessant mehr zu erfahren aber dazu sollten wir uns mehr Zeit nehmen, Zeit die wir gerade nicht haben. Wir müssen weiter."
    "Und wir kommen mit" warf der Zwerg ein was sofort ein Streitgespräch mit Cassandra auslöste. Doch die Sucherin sah ein das jede Hilfe von Nöten war und so zog man gemeinsam weiter.
    Beim Weitergehen fand sich Ciri an der Seite des Zwerges "Ein interessanter Apparat den ihr da habt."
    "Meine Armbrust? Bianca ist mein ganzer Stolz. Nicht wahr meine Liebe." Der Zwerg streichelte zärtlich den Kolben. "Varic Tetras, zu euren Diensten. Schriftsteller, Lebenskünstler und gelegentlich Abenteurer."
    "Ciri, leitender grauer Wächter von Ferelden. Erfreut euch und Bianca kennenzulernen."


    Auf einem Talübergang trafen sie endlich wieder auf Leliana die gerade ein Streitgespräch mit einem Mann in Kirchenrobe führte. Dieser verlangte auf der Stelle die Verhaftung Ciris und ihren Transport nach Val Royeaux wo ihr der Prozess gemacht werden sollte. Nach einem heftigen Streit zwischen ihm, Cassandra und Leliana verschwand er zornig Richtung Heaven.
    "Man fragt sich direkt warum er verhindern will das die Risse geschlossen werden."
    "Ach Kanzler Roderic ist nur ein kleines Licht in der Kirche. Er plustert sich nur auf. Ignorier ihn einfach Ciri."
    "Wir sollten weitergehen."
    "Und ich begleite euch mit einigen Männern."
    "Deine Männer?"
    "Meine Späher!"
    "Gehen wir."


    Auf ihrem weiteren Weg waren noch zweimal Dämonen zu bekämpfen und Risse zu schließen und Ciri bekam langsam Übung darin. Als sie das Trümmerfeld, welches früher ein großer Tempel war, erreichten war es totenstill. Vorsichtig pirschten sie weiter, immer auf der Hut vor Dämonen. Aus dem Boden wuchsen hässliche rote Kristallformationen.
    Varic wandte sich panisch an Cassandra. "Seht ihr das, Sucherin?"
    "Ich seh's"
    "Das ist rotes Lyrium. Dieser Dreck hat in Kirkwall erst meinen Bruder und später Kommandantin Meredith in den Wahnsinn getrieben. Wir alle wissen was dann geschehen ist. Was macht das Zeug ausgerechnet hier? Seit vorsichtig und berührt es nicht!"


    Im Zentrum des Trümmerfeldes flackerte die gewaltige Bresche und spuckte immer wieder Dämonen aus die in harten Kämpfen niedergemacht werden mussten. Endlich waren sie nahe genug das Ciri die Hand ausstrecken konnte. Ein mächtiger Energiestrom baute sich auf und die Bresche schloss sich, verschwand aber nicht vollständig. Es gab eine Explosion und Ciri wurde zurückgeschleudert. Durch den harten Aufprall verlor sie das Bewusstsein.


    Fortsetzung
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    2 Heaven


    Ciri erwachte wieder einmal mit hämmernden Kopfschmerzen. Wenigstens lag sie diesmal in einem Bett und nicht auf feuchtem Zellenboden. Als sie das Öffnen und Schließen einer Tür hörte hob sie den Kopf. Eine junge Elfin mit einem großen Paket stand im Raum. Als sie bemerkte das Ciri wach war fiel sie auf die Knie und verbeugte sich tief. "Verzeiht Herrin ich wollte euch nicht wecken. Ich sollte nur dieses Paket abliefern und sehen ob ihr schon wach seid."
    "Du hast mich nicht geweckt, Kleine. Ich war schon wach. Und steh endlich wieder auf, ich mag dieses Gebuckle überhaupt nicht."
    Die Elfin erhob sich "Verzeiht bitte nochmals. Aber da ihr schon wach seid soll ich euch ausrichten ihr mögt zu Sucherin Pentagast in die Kirche kommen. Wenn ihr erlaubt werde ich jetzt wieder gehen." Die Elfin verließ das Zimmer.
    Ciri schwang die Beine aus dem Bett, stand langsam auf und sah an sich herunter. Sie trug eine bequeme Kombination aus gesteppter Jacke und ebensolcher Hose. Ihre Füße steckten in weichen Strümpfen. Sie sah sich in ihrem Zimmer um. Ein einfaches und dennoch bequemes Bett, eine Truhe, ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen. Als sie aus dem Fenster sah wusste sie sofort das sie wieder in Heaven war. Ciri ging zum Tisch und öffnete das Paket das die Elfin dort abgelegt hatte. Da war ihre Wächterrobe. Frisch gereinigt, ausgebessert und nach Kräutern riechend. Sie warf die Robe über und sah sich noch einmal um. Da waren auch ihre Stiefel. Ciri schlüpfte hinein und schloss die Schnallen. Fertig angezogen öffnete sie die Türe und blieb verblüfft stehen. Draußen standen Leute und beobachteten sie. Als sie nach draußen trat öffneten sie ein Spalier. Die Soldaten unter den Leuten salutierten während sich alle anderen vor ihr verneigten. Mit entschlossenen Schritten marschierte Ciri durch das Spalier. Von beiden Seiten hörte sie ein geflüstertes 'Herold Andrastes' worauf sie sich keinen Reim machen konnte. Ihr Weg führte sie über ein paar Stufen hoch zur Kirche. Davor waren einige Zelte aufgestellt. In einem davon stand Leliana über einen Tisch gebeugt.
    "Lel!"
    Leliana hob den Kopf "Ciri! Schön das du wieder wach bist. Ich hab mir schon Sorgen gemacht." Die Frauen umarmten sich "Du hast es also geschafft und die Bresche verschlossen."
    "Wirklich? Wenn ich nach oben schaue seh ich sie immer noch!"
    "Solas hat gesagt sie ist verschlossen aber nicht richtig. Aber um sie richtig zu verschließen brauchen wir Hilfe. Aber vorher ist etwas anderes zu tun. Gehen wir zu Cassandra in den Besprechungsraum."
    "Sag mal kannst du mit dem Begriff 'Herold Andrastes' was anfangen?"
    "Klar das bist du!"
    "WAS???"
    "Ja! Die Leute denken das du der Herold Andrastes bist weil du die Bresche verschlossen hast"
    "Autsch!!"


    Im Besprechungsraum, einem Raum in der Kirche stritt Cassandra gerade mit Kanzler Roderik der immer noch verlangte das Ciri in Val Royeaux vor Gericht gestellt und hingerichtet wurde.
    "Langsam frage ich mich Kanzler was IHR mit dem Ganzen zu tun habt wo ihr unbedingt die einzige Person hinrichten wollt die die Risse verschließen kann."
    "Das habt ihr gerade nicht gesagt Sucherin! WIE KÖNNT IHR .... "
    "Ich KANN und ich WERDE Kanzler und ich brauche euch nicht dazu!"
    "Das werdet ihr noch bereuen Sucherin!" Roderik stürmte aus dem Raum, nicht ohne Ciri einen mörderischen Blick zu zuwerfen.
    "Worum ging's da gerade?" fragte Ciri die Sucherin.
    "Kirchenangelegenheiten." Cassandra ging zu einem kleinen Kasten an der Wand auf dem ein schwerer Foliant lag.
    Zwei weitere Personen betraten den Raum. Die eine war eine Frau mit dunklem Teint, aufwendig geflochtenen Haaren und edler Kleidung. Die andere Person ...
    "Templer Cullen!" Ciri stöhnte gequält auf "Das letzte mal als wir uns gesehen haben hast du mir besser gefallen. So schön in deinem magischen Käfig."
    "Magischen ... Moment! Ihr seid Si .. Ci .. Ciri, die Magierin die zum grauen Wächter wurde und den Turm im Calenhadsee von Dämonen und Abscheulichkeiten gereinigt hat."
    "Stimmt! Und du warst der Templer der bei meiner Läuterung dabei war, bereit mich totzuschlagen wie ein Stück Vieh. ICH erinnere mich noch gut daran." Ciri war kurz davor auszuspucken.
    Leliana legte ihr die Hand auf die Schulter "Das ist Vergangenheit Ciri."
    "Du hast Recht Lel aber DU .. " Ciri deutete auf Cullen ".. hältst dich von mir fern! Verstanden?"
    Cullen hob abwehrend die Hände "Verstanden Wächterin!"
    "Jetzt wo das geklärt ist, das hier ist Josephine Montilyet, eine gute Freundin."
    "Erfreut euch kennen zu lernen Mylady." Ciri verbeugte sich leicht.
    "Ganz meinerseits Wächterin."
    "Gut! Wenn ihr fertig seid .. " Cassandra hatte den Folianten aufgenommen und lies ihn jetzt schwer auf den Tisch fallen ".. erkläre ich hiermit im Namen der Göttlichen Justinia die Heilige Inquisition für wieder eingesetzt! Gehen wir und teilen es den Leuten mit." Sie verließen den Besprechungsraum, marschierten durch das Kirchenschiff und traten ins Freie. Zwei Soldaten befestigten gerade das Banner der Inquisition an der Kirche. Cassandra trat vor und deutete auf das Banner. "Lasst es alle wissen das die Heilige Inquisition wieder eingesetzt ist. Wir hier sind die Inquisition!"


    Nachdem sich die Leute wieder zerstreut hatten stand Ciri alleine vor der Kirche und grübelte darüber nach was das Ganze für sie bedeutete. Immerhin war sie die leitende Wächterin von Ferelden und somit Angehörige einer anderen Organisation. Sie ging zu Leliana die wieder an ihrem Tisch stand.
    "Lel."
    Leliana sah ihre grüblerische Mine "Was ist los Ciri?"
    "Ich kann kein Mitglied der Inquisition sein. Ich bin doch der leitende grauen Wächter Fereldens. Ich BIN ein grauer Wächter! Ich könnte zwar mein Amt niederlegen aber nie aufhören ein Wächter zu sein."
    Leliana sah sie nachdenklich an. "Daran haben wir nicht gedacht. Wir brauchen dich weil du die einzige bist die Risse schließen kann. Wir müssen einen Boten nach Weißhaupt schicken. Wir brauchen einen Entschluss des Ersten Wächters. Rede am besten mit Josie, sie soll das Ganze in die Wege leiten. Du findest sie in der Kirche, die letzte Türe links."
    Ciri ging zurück in die Kirche und klopfte an der besagten Tür.
    "Immer herein!"
    Ciri betrat Josephines Büro. Die saß hinter einem wuchtigen Schreibtisch und lächelte sie freundlich an.
    "Womit kann ich dienen Wächterin?"
    "Zu aller erst damit das ihr mich Ciri nennt."
    "Aber nur wenn du Josephine oder kurz Josie zu mir sagst.
    "Damit kann ich leben Josie." Die Frauen grinsten sich an. "Es gibt ein Problem das scheinbar niemand bedacht hat. Ich bin die leitende graue Wächterin in Ferelden und kann nicht gleichzeitig Mitglied der Inquisition sein. Wir müssen uns mit Weißhaupt und dem ersten Wächter in Verbindung setzen. Er muss entscheiden was passieren soll."
    "Hmm. Das haben wir tatsächlich nicht bedacht. Ich werde sofort ein Schreiben aufsetzen und einen Boten losschicken."
    "Wenn du das tust dann schreib auch bitte das ich Nathaniel Howe als meinen Nachfolger vorschlage. Und noch etwas muss getan werden. Wir müssen Vigils Wacht verständigen das ich am Leben bin und meine Sachen brauche."
    "Vigils Wacht geht schnell. Leliana hat einen Agenten in Amaranthine, ihm können wir einen Botenvogel schicken. Sprich mit Leli darüber."
    "Mach ich! Wir sehen uns Josie." Ciri winkte zum Abschied und eilte wieder nach draußen.
    "Lel, Josie sagt du kannst einen Botenvogel nach Amaranthine schicken. Ich möchte meinen Leuten eine Nachricht zukommen lassen."
    "Kein Problem Ciri. Hier ist Schreibmaterial. Du setzt die Nachricht auf und ich schicke sie los. Morgen wissen deine Leute bescheid."


    Dieses mal erwachte Ciri ohne Kopfschmerzen und gut ausgeruht. Gutgelaunt hüpfte sie aus dem Bett, zog sich fertig an und machte sich auf den Weg zu der kleinen Taverne um zu frühstücken. Die Bedienung hatte gerade aufgetischt als einer von Lelianas Spähern zu ihr trat. "Verzeihung Wächterin aber ihr sollt euch mit den anderen im Besprechungsraum treffen."
    "Sobald ich fertig gefrühstückt habe. So viel Zeit muß sein."
    Ciri ließ sich das Frühstück schmecken und als sie fertig war schlenderte sie gemütlich hinauf zur Kirche. Hinter der Tür zum Besprechungsraum waren schon halblaute Stimmen zu hören. Ciri öffnete die Tür und trat ein.
    "Ach habt ihr auch schon her gefunden" Cassandra war mehr als ungehalten das sah man ihr deutlich an.
    "Hoo! Immer langsam mit den jungen Pferden Sucherin. Wenn dir etwas nicht passt kann ich ja gehen. Niemand kann mich dazu zwingen hier zu bleiben, du schon gar nicht!" Ciri hatte nicht vor klein bei zu geben und so war die Atmosphäre in dem Raum sofort konfliktgeladen.
    "Ihr werdet gefälligst bleiben, ihr habt eine Aufgabe zu erfüllen."
    Im Raum wurde es bei diesen Worten totenstill und so war Ciris Knurren wie Donner. "Ich habe über euch Sucher gelesen. Ihr seid schlimmer als die verdammten Templer. Du kannst das Mana in meinem Körper entzünden? Na los, mach schon! Aber pass auf das du meine linke Hand nicht beschädigst denn die braucht ihr noch zum Risse verschließen."
    Leliana flüsterte entsetzt "Ciri."
    "Nein Lel das wird hier und jetzt ausgemacht. Also was ist Sucherin ... "Ciri streckte den linken Arm aus "... hol dir die Hand und versuch dein Glück! Oder sind da vielleicht zu viele Zuschauer? Wir können die anderen gerne hinausschicken. Also was ist?"
    Cassandra wurde bleich "Was? Ich wollte nicht ... ! So war das nicht gemeint! Ich ..."
    "Aaach so war das nicht gemeint" Ciris Stimme triefte vor Sarkasmus "Na wie war es denn gemeint, Hmm? Uuups so was aber auch. Eine kleine Magierin die nicht sofort kuscht wenn die große böse Sucherin was sagt. Ich habe gegen die dunkle Brut gekämpft, zwei mal. Ich war dabei als der Erzdämon erschlagen wurde. Ich war dabei als wir den Drachen besiegt haben der seinen Hort oben beim Tempel hatte. Ich war im Nichts, mehrmals! Glaubst du wirklich ich hätte Angst vor dir Sucherin?"
    Cassandra hob geschlagen die Hände "Nein das denke ich nicht. Und ich entschuldige mich für das was ich gesagt habe. Wir brauchen euch. Ihr seid wahrscheinlich die wichtigste Person hier im Raum. Und ich werde das nächste mal besser auf meine Worte achten." Cassandra ließ den Kopf hängen.
    "Gut dann können wir also tun was immer getan werden muss. Weshalb sollte ich hier erscheinen?"
    "Wir müssen unser weiteres Vorgehen besprechen."
    "Was meinst du damit Lel?"
    "Die Bresche! Sie ist nicht richtig verschlossen wie ich dir schon sagte. Um sie richtig zu verschließen brauchen wir aber Unterstützung. Entweder die Magier oder die Templer. Aber um das zu erreichen müssen wir Einfluss haben. Bisher sind wir nur wenige. Die Inquisition muss wachsen um zu einer Macht werden der man Beachtung schenkt."
    "Verstehe! Und wie erreichen wir das?"
    "In dem wir tätig werden. Es gibt unzählige Risse, wir schließen sie. Magier und Templer ziehen marodierend durch das Land, wir beenden das. Banditen und Wegelagerer greifen Hilflose an, wir machen dem ein Ende. Irgendwann kann man uns nicht mehr ignorieren."
    "Und wo fangen wir an?"
    "Hauptmann Cullen hat einen Vorschlag."
    "Und der wäre?" Ciri sah Cullen an.
    "Bevor ich mit meinem Vorschlag beginne. Ich bin kein Templer mehr. Ich habe den Orden verlassen. Und bei eurer Läuterung hatte ich mehr Angst vor dem was ich vielleicht tun muss als ihr vor dem Nichts und den Dämonen. Das wollte ich gesagt haben." Ciri nickte ihm verstehend zu. "Und nun zu meinem Vorschlag. Hier .. " Cullen deutete auf eine Karte " .. an dieser Wegkreuzung sammeln sich Leute die durch den Krieg ihr Zuhause verloren haben. Immer wieder kommt es dort zu Übergriffen durch Magier und auch durch Templer. Wir befestigen diesen Ort und machen ihn zu einer sicheren Zuflucht. Von hier aus können wir uns langsam ausbreiten indem wir die Gegend Schritt für Schritt säubern. Außerdem gibt es hier eine Anzahl Höfe von denen wir Nachschub erhalten könnten. Dort bei den Höfen lebt auch Meister Dennet, der beste Pferdezüchter weit und breit. Er könnte uns mit Pferden ausrüsten."
    "Das Ganze klingt nach einem guten Plan. Ja so machen wir es! Wie viele kampftaugliche Soldaten haben wir eigentlich?"
    "Gut eine Kompanie. Genug um die Wegkreuzung zu sichern und die Flüchtlinge zu versorgen. Außerdem können Streifen die nächste Umgebung sichern."
    "Wie sieht eigentlich unsere Versorgung aus?"
    "Schleppend. Wir bekommen gerade das Nötigste."
    "Josie setz ein Schreiben auf. Hochoffiziell. In meinem Name. An den Kämmerer und den Truchsess der Feste Vigils Wacht. Leg dem Schreiben eine Liste bei mit allem was wir hier benötigen. Dem Arltum geht's hervorragend also sollen meine Leute ein bißchen was rausrücken."
    "Und du glaubst das geht so einfach?"
    "Hey! Das Arltum gehört den grauen Wächtern und ich bin die Chefin des Ladens. Also!"
    Josephine grinste breit. "Du bist ein Goldstück!"
    "Und das merkst du erst jetzt? Gut gibt es sonst noch etwas?"
    Josephine, Cullen und Cassandra schüttelten den Kopf. Leliana sah sie an "Wir müssen reden. ALLEIN!"
    Nachdem die anderen gegangen waren. "Wie weit wärst du gegangen vorhin?"
    "Lel, wenn du das fragen musst kennst du mich doch nicht so gut. Ich gehe immer bis zum Äußersten und das verlange ich auch von meinen Leuten. Hätte nicht Alistair damals den Erzdämon erschlagen hätte ich es getan, ohne zu zögern. Und so war es auch hier. Ich lasse mich von keinem, entschuldige den Ausdruck, Kirchenbüttel herumschupsen weil ich eine Magierin bin. Ich bin mehr als nur das. Ich bin ein grauer Wächter."


    Fortsetzung
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    3 Wegkreuz


    Die Wegkreuzung sollte also der erste Außenposten der Inquisition werden. Ciri sah sich um. Ein paar einfache Hütten und eine Menge Zelte und Notschlafstellen. Und über dem Ganzen hing der Geruch von ungewaschenen Körpern und menschlichen Ausscheidungen. Ciri fluchte in sich hinein. Hätte der Champion von Kirkwall Anders nicht getötet würde sie es tun, grauer Wächter hin oder her. Für das was er getan und ausgelöst hatte gab es nur eines. Den Strick!
    "Also Cullen. Wie willst du beginnen?
    "Als erstes ziehen wir einen Palisadenwall ..."
    "Bullshit! Schnupper mal die Luft dann weißt du was als erstes gebaut werden muss. Wir brauchen tiefe Latrinen und ein Badehaus. Außerdem bessere Unterkünfte für die Leute. Hier fehlt nicht mehr viel dann bricht eine Seuche aus. Das Badehaus kommt dort hin wo der kleine Bach vom Berg herunter kommt. Daneben eine Zisterne für sauberes Wasser. Verstanden?"
    "Aber wenn ...."
    "Schhhhht! Latrinen, Badehaus, Zisterne! Dann kannst du Burgen bauen!"


    Ciri, Cassandra, Solas und Varic kletterten dem Bach entlang in die Berge. Weit oberhalb der Wegkreuzung öffnete sich eine bewaldete Hochebene. Hier lag auch ein kleiner See aus dem der Bach abfloß. Plötzlich hielt Ciri an und schloß die Augen.
    "Was ist? Fehlt euch etw .. "
    "Schhht ich versuche mich zu konzentrieren. Ich fühle etwas. Verderbtheit. Aber nicht die Verderbtheit der dunklen Brut." Ciri öffnete die Augen "Hier oben ist ein grauer Wächter. Aber keiner von meinen Männern. Muss ein Orlaisianer sein. Gehen wir zu ihm."
    Sie marschierten das Seeufer entlang bis sie zu einer Hütte kamen. Hier trainierte ein Mann mit prächtigem Vollbart eine Gruppe anderer Männer in Umgang mit Beil und Schild. Als sie dazu traten wurde das Training gerade beendet und die Männer verabschiedeten sich.
    Ciri trat vor "Von allen orlaisianischen Wächtern treffe ich ausgerechnet den mit dem schönsten Bart. Hallo Blackie, wie geht's?"
    "Na wenn das nicht das rotzfreche fereldische Gör ist rasier ich mich ab heute. Freut mich dich wieder zu sehen Ciri."
    Die beiden umarmten sich kräftig und Blackwall drückte Ciri einen Kuß auf die Lippen.
    "Hmm. Das kannst du immer noch perfekt!"
    "Ich hab nur für dich geübt Kleine."
    Ciri stellte Blackwall den anderen vor. Auf ihre Frage ob er sich ihr und der Inquisition anschließen würde antwortete Blackwall nur "Ich hol mein Zeug."


    Im Besprechungsraum studierte Ciri die Karte als es an der Tür klopfte. "Herein!"
    Ein älterer Mann trat ein "Wächterin Ciri!"
    "Rabek. Was führt dich hier her?"
    "Deine Botschaft. Ich bringe die Sachen die du angefordert hast. Und eine Nachricht hab ich auch für dich. Von Truchsess Boar."
    "Und was sagt unser Truchsess?"
    "Die orlaisianischen Wächter sind verschwunden. Alle! Der Truchsess meint du solltest das wissen."
    "Einer von ihnen ist hier aber der Rest? Hmm! Das ist beunruhigend. Ich werde mit Blackwall und Leliana reden. Wann reitest du zurück?"
    "Wenn du erlaubst dann Morgen früh."
    "Gut. Wenn du zurück bist sag Nate er hat meinen Job bis ich wieder zurück bin."


    Ciri sprach mit Leliana und Blackwall über die verschwundenen Wächter und beide waren überrascht was vor allem für Leliana verwunderlich war da sie ja die Informationen für die Inquisition sammelte. Und jetzt machte auch ihre Entdeckung im Tempel plötzlich mehr Sinn. Anscheinend waren die orlaisianischen Wächter irgendwie in die Sache mit dem zerstörten Tempel und der Bresche verstrickt. Die ganze Sache wurde immer undurchsichtiger.
    Ciri ging zurück in die Hütte die man ihr zur Verfügung gestellt hatte. Hier lagen die Pakete die Rabek ihr von Vigils Wacht hergebracht hatte. Sie machte sich an's auspacken. Die Kettenrüstung aus Silberit die ihr König Belen Aedukens Meisterschmied angefertigt hatte. Ihr Kampfstab, ein Magierstab aus Kernholz mit einer gewellten Klinge am unteren Ende. Ein Werk des Schmiedemeisters Wade aus Denerim. Und zu guter Letzt das Schwert aus Meteoritenmetall das der Schmied in der Wächterfeste für sie angefertigt hatte. Alles war in perfektem Zustand. Natürlich!


    Am nächsten Morgen erwachte Ciri wieder gut gelaunt. Heute würde sie den Leuten eine Show bieten. Eine Magierin in Kettenrüstung und mit Schwert UND Stab. Sie kicherte in sich hinein.
    Sie legte ihre Rüstung an, die passte immer noch wie angegossen. Schwertgurt um die Hüfte und Stab auf den Rücken. Grinsend marschierte sie hinauf zur Kirche und genoß die verwunderten Blicke. Vor der Kirche stand ein junger Mann in schwerer Plattenrüstung und hielt sie an.
    "Verzeiht bitte. Ich suche nach jemanden der hier etwas zu sagen hat!"
    "Immer heraus damit junger Mann!"
    "Ich bin Cremisius Aclassi, Leutnant der Sturmbullen des eisernen Bullen. Wir sind eine Söldnereinheit und bieten der Inquisition unsere Dienste an. Wir sind nicht billig aber jedes Kupferstück wert. Wenn Interesse besteht findet ihr uns an der Sturmküste. Sucht einfach nach einem Kunari mit Riesenhörnern."
    "Ich bin mir sicher wir sehen uns wieder. Die Inquisition braucht gute Leute. Teilt das eurem Anführer mit."
    Der junge Mann salutierte und wandte sich ab. Ciri ging weiter zum Besprechungsraum. Drinnen wartete man schon auf sie. Cassandra riß die Augen auf als sie die gerüstete Ciri sah. Diese beantwortete den erstaunten Blick mit einem frechen Grinsen. Dann eröffnete sie die Besprechung.
    "Also. Wie sieht es in Wegkreuz aus Cullen"
    "Die angeordneten Arbeiten gehen schnell voran da wir eine Menge Unterstützung von den Leuten bekommen. Latrinen sind fertig, Badehaus und Zisterne dürften in den nächsten Tagen ebenfalls fertig sein. Die Leute sind erfreut über unsere Anstrengungen und das zeigt sich in einer leichten Zunahme an Freiwilligen für unsere Truppe."
    "Wunderbar! Solas, du hast dich doch mit der Bresche beschäftigt. Ich möchte das du sie weiterhin beobachtest und uns meldest wenn sich etwas regt."
    "Ich werde es tun."
    "Josie, wie sieht es mit dem Nachschub aus?"
    "Immer noch schleppend aber Lelianas Späher berichten das ein Wagenzug von Vigils Wacht in spätestens zwei Tagen hier eintreffen wird."
    "Wird aber auch langsam Zeit finde ich. Lel gibt es sonst noch etwas?"
    "Nichts von meiner Seite aber warum dein kriegerischer Aufzug."
    "Ich denke ich werde die Rüstung noch oft benötigen also gewöhne ich mich besser gleich mal wieder daran. Ach ja, versuch etwas über die Sturmbullen herauszufinden. Blackwall hast du Zeit für ein paar Trainingsrunden mit dem Schwert. Ich glaube ich bin ziemlich eingerostet."
    "Jeder Zeit Ciri!"
    "Einen Magier mit Rüstung und Schwert hat es noch nie gegeben" ließ Cassandra vernehmen.
    "Doch" grinste Ciri "Bei den alten Elfen. Man nannte solche Magier Arkane Krieger!"


    In den nächsten Wochen wurden weite Teile des Hinterlandes von Banditen und sich bekämpfenden Magiern und Templern gereinigt und es konnten dadurch reiche Jagdgründe erschlossen werden was zusammen mit einem Teil der Vorräte die aus Amaranthine geliefert worden waren die Versorgung der vielen Flüchtlinge erleichterte.
    In einer versteckten Bergfestung hatten sich ebenfalls Flüchtlinge angesiedelt von denen sich viele nach dem schließen zweier großer Risse der Inquisition anschlossen. Der Rest konnte als Emisäre gewonnen werden.
    Auch das Badehaus bei der Wegkreuzung wurde fertiggestellt und von Anfang an gerne benutzt. Durch den Bau weiterer Hütten und einer kleinen Taverne entwickelte sich der Platz zu einem geschäftigen kleinen Ort der von den alten wie neuen Bewohnern Wegkreuz genannt wurde. So änderte sich die Lage für die Flüchtlinge von tragisch zu gut was auch daran lag das eine Heilerin für die Kranken und Verletzten gefunden werden konnte und ein erster Händler sich hier niederließ.
    Der Einfluss der Inquisition breitete sich bis zu der alten Festung Fort Connor aus in der ein Stützpunkt für die Streifen entlang der Straße zu den Höfen eingerichtet wurde.
    An einer eingestürzten Brücke entdeckte man das Hauptlager der Templer in diesem Gebiet. Ciri eröffnete den Kampf gegen die anstürmende Templerschar mit einem Feuerball dem sie sofort einen Sturm hinterher schickte. So beschäftigt konnten die Templer ohne größere Probleme niedergemacht werden.
    Jetzt war der Weg zu den Höfen frei. Meister Dennet der Pferdezüchter, der als Sprecher der hier lebenden Bauern fungierte, machte Ciri auf drei Risse in diesem Gebiet aufmerksam. Nachdem auch dieses letzte Problem vom Tisch war und auf Wunsch des Pferdezüchters einige Aussichtstürme errichtet worden waren überließ Dennet den größten Teil seiner Pferdeherde der Inquisition und konnte sogar von Cassandra überzeugt werden selbst ein Teil von davon zu werden.
    Ruf und Ansehen der Inquisition hatten sich so weit entwickelt das man sich jetzt auf die Suche nach Verbündeten machen konnte. Doch bevor Ciri nach Val Royeaux aufbrach machten sie und Blackwall einen Abstecher an die Sturmküste um sich mit den Sturmbullen zu treffen. Nach einem Kampf mit unbekannten Soldaten besprachen Ciri und der Bulle die Einzelheiten für einen Vertrag der Sturmbullen mit der Inquisition. Die Bonusinformationen die der Bulle, der ein Agent des Ben Hassrad war, anbot sollten sich ebenfalls als nützlich erweisen. Von ihm erfuhr Ciri auch das ihr alter Freund Sten wohlbehalten in seiner Heimat angekommen und auf den Platz des Arishok befördert worden war.


    Fortsetzung
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    Ciri war erst sechs Jahre alt als sich bei ihr die ersten Anzeichen magischer Begabung zeigten. Ihre Eltern brachten sie höchstpersönlich zum Turm im Calenhadsee wo sie unterrichtet werden sollte. Bei ihrem Abschied versprachen sie Ciri so oft es ginge zu besuchen was sie auch einhielten. So verlor sie nie ihre Verbindung zu der Welt außerhalb der Turmmauern.
    Bei ihrer Ausbildung zeigte sie ein besonderes Talent für Elementare Magie und auch die Heilkunde fiel ihr leicht. Doch trotz ihres Talents hatte sie in ihrer Ausbildung oft Probleme was an ihrer Neugier, ihrem frechen Wesen und ihrem überquellenden Humor lag.
    Mit 15 Jahren erhielt sie vom Ersten Verzauberer Irving die Erlaubnis ihre Läuterung abzulegen und bestand sie als eine der jüngsten Magierinnen bisher. Als sie grinsend aus dem Nichts zurückkehrte wurde sie von Gregoir, dem Kommandanten der Templer nach dem Grund ihrer Heiterkeit befragte. Mit der Antwort "Es war lustig einem Dämon in die Eier zu treten" ließ sie einen vollkommen verblüfften Templer stehen.


    1 grauer Wächter


    "Erster Verzauberer Irving! Erster Verzauberer!" Wie ein Wirbelwind stürmte Ciri in das Büro des Ersten Verzauberers ohne zu bemerken das dieser gerade Besuch hatte "WynnehatgesagtsiegehtnachOstagarweilderKöni ... Oh Verzeihung, ich hab nicht gemerkt das du beschäftigt bist!"
    Irving lachte herzhaft "Duncan, ich darf dir Cirielle vorstellen. Eine der jüngsten Magierinnen die je ihre Leuterung bestanden hat. Auf großartige Art und Weise muss ich dazu sagen. Sogar unser guter Templerkommandant war verblüfft. Cirielle, das ist mein Freund Duncan von den grauen Wächtern!"
    "Eine Freude dich kennen zu lernen Cirielle" Duncan verbeugte sich leicht vor ihr.
    Ciri winkte nur ungeduldig ab "Ciri! Nur Ciri! Dieses 'elle' dahinter gehört zu wem anderen."
    Jetzt war es an Duncan zu lachen "Also gut, Ciri."
    "Also was wolltest du sagen, Kind?"
    "Wynne sagte sie geht mit einigen anderen nach Ostagar weil der König nach Magiern gefragt hat. Es geht gegen die dunkle Brut heißt es. Darf ich auch mit?"
    Irving schüttelte den Kopf "Kind, auch wenn du eine der Besten bist, du bist zu jung!"
    "Aber ich könnte gewiss helfen. Ich kann kämpfen und heilen! Und du hast selbst gerade gesagt das ich eine der Besten bin."
    "Und du bist erst 17 Jahre alt, vergiss das nicht. Die Magier die ich zum König schicke sind alle älter und erfahrener."
    "Oooch Menno! Wie soll ich Erfahrung sammeln wenn ich hier im Turm verstaube?"
    Irvings Augenbrauen zogen sich zu einem strafenden Blick zusammen und Ciri schrumpfte ein wenig. "Wenn du einmal älter bist wirst du es verstehen aber für jetzt ist diese Diskussion beendet! Aber weil du gerade hier bist, geleite Duncan bitte zu den Gästequartieren."
    Ciri murrte leise und wand sich an den Besucher "Wenn ihr mir bitte folgen wollt." Mit Duncan im Schlepptau verließ sie Irvings Büro. Auf dem Weg zu den Gästequartieren fragte sie Duncan über alle Aspekte zu den grauen Wächtern, der dunklen Brut und anderes für sie Wissenswertes aus. Duncan, entzückt über ihren jugendlichen Elan und ihre klugen Fragen, gab ihr bereitwillig Auskunft und so kam auch zur Sprache das er den Turm auf der Suche nach Nachwuchs für die grauen Wächter aufgesucht hatte.
    Ciri sah ihn an "Wie müsste ein Magier sein um grauer Wächter werden zu können?"
    "Hingebungsvoll. Entschlossen. Loyal. Bereit alles hinter sich zu lassen."
    "Könnte ich ein grauer Wächter werden?"
    Duncan sah sie lange an "Ich bin noch ein paar Tage hier, wir reden später nochmal darüber."
    In den nächsten Tagen widmete sich Ciri mit aller Kraft ihren Aufgaben. Und es fiel ihr auf das sie dabei öfters Duncan begegnete der immer in ein Gespräch mit einem der Verzauberer zu sein schien.
    Ciri widmete sich gerade intensiv ihren Übungen in der Kunst der magischen Heilung als eine der Schülerinnen zu ihr kam. "Ciri! Du sollst zu Irving ins Büro kommen."
    "Danke Hildi."
    Auf dem Weg zum Ersten Verzauberer überlegte sie was das Ganze bedeuten konnte denn sie hatte sich in den letzten Tagen nichts zu Schulden kommen lassen. Im Büro kam sie zu einem Streitgespräch zwischen Duncan und Irving.
    "Nein Duncan! Das Mädchen ist zu jung! Das ist mein letztes Wort!"
    "Dann lässt du mir keine Andere Wahl! Ciri ist es immer noch dein Wille ein grauer Wächter zu werden?"
    "JA! Das ist mein Wunsch!"
    "Dann berufe ich mich auf das Konskriptionsrecht der Wächter und rekrutiere Magierin Cirielle!"
    "U..u..und was bedeutet das?"
    "Das du ab jetzt ein Rekrut der grauen Wächter bist."
    Ciri stürmte zu Irving und umarmte ihn "Danke für alles erster Verzauberer!"
    "Ich denke immer noch das es falsch ist aber wenn du gehst dann geh mit meinem Segen und dem Segen des Erbauers Kind."
    "Ich mache euch alle Stolz das verspreche ich!"


    Ciri verabschiedete sich herzlich von ihren vielen Freunden im Turm dann machte sie sich zusammen mit Duncan auf die beschwerliche Reise nach Ostagar. Auf dieser Reise bewies sie ihre Zähigkeit auf eindrucksvolle Weise indem sie nicht nur keine Beschwerden über den Weg oder das Schlafen auf dem Boden hören ließ sondern auch ein Tempo marschierte das Duncan einiges an Bewunderung abforderte.


    Bei ihrer Ankunft in Ostagar wurden sie direkt von König Cailan begrüßt der Stolz darauf war mit Duncan Seite an Seite in den Kampf ziehen zu können. Auch Ciri wurde von ihm herzlich willkommen geheißen. Duncan erörterte noch einige Fragen mit dem König dann ging er mit Ciri weiter in die große Anlage hinein. Am Anfang eines langen Überganges gab er Ciri den Auftrag einen grauen Wächter namens Alistair zu suchen und mit ihm und zwei weiteren Rekruten zu Duncans Lager zu kommen. Dann ließ er sie allein.
    Im Nordwesten der Anlage traf sie einen Mann auf den die Beschreibung dieses Alistairs zutraf bei einem Streitgespräch mit einem Magier. Nachdem dieser verärgert abgerausch war trat sie vor.
    "Verzeiht bist du zufällig Alistair?"
    "Wer will das wissen? Moment! Ihr seit doch kein Magier oder?"
    Ciri verdrehte die Augen "Sieh mal genau her. Robe! Magierstab! Nein ich bin kein Magier ... " sie deutete auf ihre Brüste " ... ich bin eine MagierIN!"
    Der junge Mann wurde schlagartig rot und begann zu stammeln.
    "Ist ja schon gut mein Junge. Also falls du Alistair bist soll ich mit dir und zwei anderen Rekruten zu Duncans Lager kommen."
    "Dann seid ihr Duncans neuester Rekrut?"
    "IN mein Junge! RekrutIN! Schaut noch mal ganz genau hin. Na? Endlich bemerkt?" wieder deutete sie auf ihre Oberweite.
    "Uuhm jaah! Ich meine natürlich ja ich bin Alistair. Und wer seid ihr?"
    "Ich bin Ciri."


    Zusammen mit Alistair machte sich Ciri auf dei beiden anderen Rekruten zu suchen. Den ersten fanden sie beim örtlichen Zeugmeister. Daveth, so hieß der Mann, hatte keine Probleme eine Frau zu erkennen und begann sofort mit Ciri zu flirten. Die hatte trotz ihrer Jugend kein Problem mitzuhalten und so amüsierten sich die beiden prächtig. Den anderen Rekruten, Ser Jory, fanden sie im Gebet mit einer Kirchenschwester. Zu viert begaben sie sich zu Duncans Lager.
    Nach einigen einführenden Worten zu etwas was 'der Beitritt' genannt wurde schickte Duncan sie hinaus in die Korcari-Wildnis um drei Phiolen mit Blut der dunklen Brut und vergessene Verträge zu besorgen.
    Das mit dem Blut sollte kein Problem werden da sie gleich am Anfang ihrer Suche von häßlichen, grunzenden Kreaturen angegriffen wurden.
    "Dunkle Brut!"
    Ciri reagierte sofort und bekämpfte die erste Kreatur die auf sie zustürmte mit einem 'Flammenschlag'. Alistair schlug dem Ding den Kopf ab dann widmete er sich zweier anderer Kreaturen. Ser Jory beschäftigte sich wärenddessen mit einem größerem Exemplar.
    "Daveth! Hinter dir!"
    Daveth traf den ersten Neuankömmling mit einem Pfeil zwischen den Augen, der Zweite jedoch hob schon das Schwert zum Schlag.
    "Nix da du Ratte!"
    Bevor die Kreatur zuschlagen konnte wurde sie durch Ciris 'eisige Umarmung' eingefroren und durch einen Schildschlag Alistairs zertrümmert.
    "Sind alle in Ordnung?"
    "Wir schon, die nicht!" antwortete Ciri
    "Du scheinst dich nicht gefürchtet zu haben?"
    "Daveth! Ich hab's bei meiner Läuterung mit Dämonen zu tun gehabt. Da hab ich doch keine Angst vor so hässlichen Biestern!"
    "Ihr seid eine wahrlich mutige Frau."
    Ciri wandte sich an Alistair "Siehst du, sogar Ser Jory hat bemerkt das ich eine Frau bin!" Was Alistair wieder erröten ließ.
    Alistair erklärte ihnen das graue Wächter die dunkle Brut spüren konnten, sie aber auch von ihr gespürt würden. Ausserdem wieß er sie darauf hin das die kleinere Art Genlock und die größere Art Hurlock genannt wurden. Nachdem sie das benötigte Blut gesammelt hatten machten sie sich auf die Suche nach den Verträgen.
    Auf ihrer Suche fiel Ciri zum wiederholten Male eine wunderschöne weiße Blume mit blutroter Mitte auf. Daveth machte sie darauf aufmerksam das ein Mann bei den Hundezwingern nach so einer Blume gefragt hatte und so nahm Ciri einige Exemplare mit.
    In einer Ruine entdeckten sie eine zerbrochene Kiste und eine junge Frau die sie darauf hinwies das ihre Mutter die Verträge aus der zerbrochenen Kiste genommen und aufbewahrt hatte. Morrigan, so nannte sich die Frau, führte sie zu einer kleinen Hütte in der Wildnis wo sie schon von einer älteren Frau erwartet wurden. Die händigte ihnen einige Schriftrollen aus mit der Warnung vor einer Verderbnis. Morrigan führte sie durch die Wildnis zurück nach Ostagar.
    In Ostagar angekommen machte sich Ciri auf zu den Hundezwingern. Der Betreuer der Hunde dankte ihr für die Blumen und belohnte sie mit einigen Silbermünzen. Außerdem bat er sie noch einem der Hunde der sich mit der Verderbtheit angesteckt hatte einen Maulkorb anzulegen was sie auch tat. Dann begab sie sich mit den anderen zu Duncan.


    In einem abgelegenen Teil der Anlage sollte das Ritual des Beitritts durchgeführt werden. Wärend Ser Jory nervös zappelte waren Ciri und Daveth schwer mit Flirten beschäftigt. Duncan, einen großen silbernen Kelch in den Händen, und Alistair traten zu ihnen.
    Duncan begann zu sprechen "Ich will euch nichts vormachen. Der Beitritt ist gefährlich. Er kann euch umbringen!"
    "Ist er deshalb geheim?"
    "Das ist ein Grund für die Geheimhaltung. Weitere Gründe werdet ihr erfahren wenn ihr den Beitritt überlebt. Wer will beginnen?"
    Noch bevor sich ein anderer melden konnte trat Ciri vor "Ich hab das Nichts und die Dämonen überlebt, ich schaffe auch das."
    "Dann tritt vor Cirielle. Du wurdest ausgerufen dich der Verderbnis zu einem höheren Zweck zu stellen. Von diesem Moment an bist du, Cirielle, ein Grauer Wächter."
    Ciri nahm den Kelch aus Duncans Händen "Möge der Erbauer mit mir sein" nahm einen großen Schluck und ... brach wie vom Blitz getroffen zusammen.


    Als Ciri wieder zu sich kam sah sie undeutlich Duncan und Alistair die sich über sie gebeugt.
    "Daveth? Jory?"
    Duncan schüttelte den Kopf "Haben es nicht geschafft."
    Die beiden halfen ihr auf die Füße "Wie fühlst du dich?"
    "Als hätte ich gleichzeitig einen Blitz und eine Steinfaust gegen den Kopf bekommen. Nichts was ich bisher erlebt habe hätte mich darauf vorbereiten können." Ciri schüttelte den Kopf.
    "Ruh dich noch ein wenig aus, ich muss zum Kriegsrat des Königs. Wir treffen uns bei meinem Lager." Duncan und Alistaire gingen weg.
    Ciri sah sich um. Außer ihr war dieser Ort jetzt leer und verlassen und nichts wies darauf hin das hier zwei Menschen bei einem geheimen Ritual gestorben waren Sie schüttelte noch einmal den Kopf und verließ den Ort ebenfalls. Auf dem Weg zu Duncans Lager traf sie auf Wynne die ihr zu ihrem bestandenem Beitritt gratulierte und sie gleichzeitig mit guten Ratschlägen bombardierte. Ciri musste einfach lachen. Sie umarmte die Ältere "Bleib immer wie du bist Wynne!"


    Fortsetzung
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    2 Der Anfang eines langen Weges


    Bevor sich Ciri zu Duncans Lager begab besuchte sie noch den Quartiermeister weil ihre Robe in der Wildnis doch sehr gelitten hatte. Von ihm erhielt sie eine leichte Lederrüstung. Im Lager der Magier fand sie ein leeres Zelt in dem sie sich umziehen konnte. Als sie in ihrer neuen Rüstung aus dem Zelt trat trafen sie die strafenden Blicke der anderen Magier. Als sie ihnen jedoch erklärte das sie jetzt ein grauer Wächter sei gratulierten sie ihr und so mancher war ihr heimlich neidisch.
    Anschließend ging sie noch zu den Hundezwingern. Der Mabari, dem sie den Maulkorb angelegt hatte lag im Stroh und sah sie mit seinen braunen Augen dankbar an.
    Der Betreuer kam zu ihr "Er sieht schon viel besser aus. Dank euch wird er überleben und seht ihn euch an, er weiß es auch. Wir können versuchen ihn auf euch zu prägen."
    "Auf mich prägen? Ihr meint ich hätte dann meinen eigenen Mabari?"
    "Ja!"
    "Und würdest du das auch wollen mein Junge?"
    Der Mabari hob den Kopf und blaffte zustimmend.
    "Dann machen wir es so. Kommt nach der Schlacht zu mir und holt euch euren Hund!"
    "Ich freu mich schon! Du auch mein Junge?"
    Wieder blaffte der Mabari zustimmend.


    An Duncans Lagerfeuer fand sie ihn schon in einer heftigen Diskusion mit Alistair.
    "Du und Ciri, ihr beide begebt euch in den Turm von Ishal. Das ist mein letztes Wort!"
    "Und der König braucht wirklich ZWEI graue Wächter um ein Signalfeuer zu entzünden?"
    "WAS? Heißt das das wir nicht an der Schlacht teilnehmen werden?"
    "Nein Ciri! Ihr beide werdet im Turm von Ishal auf unser Signal warten. Wenn ihr es seht entzündet ihr das Signalfeuer um Loghain das Zeichen zum Angriff zu geben!"
    "Maaaaaaaann! Schon wieder in einen Turm! Auf dem Schlachtfeld wäre ich bestimmt hilfreicher!"
    Duncans Augen begannen wütend zu funkeln.
    "Können wir uns wenigstens danach der Schlacht anschließen?"
    "Ihr beide bleibt im Turm und helft den Soldaten falls es, was der Erbauer verhüten möge, notwendig ist!"
    "Duncan! Möge der Erbauer mit euch sein!"
    "Möge er mit uns allen sein!"


    Ciri und Alistair wandten sich Richtung des Turmes. Auf dem langen Übergang explodierten schon die ersten Feuerbomben so das sie gezwungen waren im Zickzack zu laufen um nicht von den Flammen erwischt zu werden. Noch bevor sie den Turm erreichten stürmten ihnen zwei Wachen entgegen.
    "Dunkle Brut! Die dunkle Brut hat den Turm überrannt!"
    "Reißt euch zusammen Männer. Wir sind ja jetzt da! Also Schwerter raus, Schilde hoch und kommt mit!"
    Ciris Worte rüttelten die Soldaten auf und sie folgten ihr entschlossen in den Kampf. Auf dem Weg zum Eingang des Turmes trafen sie immer wieder auf dunkle Brut im Kampf mit den restlichen hier stationierten Soldaten und ihr Eingreifen rettete so manchen von ihnen. Mit einer entsprechend verstärkten Truppe stürmten sie den Innenhof des Turms wo sie anschließend kurz innehielten.
    "Haben wir uns tatsächlich beschwert nicht bei der Schlacht dabeisein zu können?"
    "Tja Alistair, wir haben hier unsere eigene Schlacht. Männer! Ich weiß nicht was uns dort drinnen erwartet aber wir MÜSSEN die Spitze erreichen. Der König zählt auf uns und ich habe nicht vor ihn zu enttäuschen. Seit ihr dabei? Seit ihr alle dabei?!?"
    Die Soldaten rissen die Waffen hoch "JA!!"
    Sie kämpften sich durch Horden der dunklen Brut die einzelnen Stockwerke hoch. Ciri merkte schnell das sich ihre magische Energie, ihr Mana, gefährlich verringerte. Auf einem Stockwerk fand sie bei einem toten Magier ein kleines Fläschchen Manatrank und konnte so einen Teil ihres Manas regenerieren. Vor der Tür zur Turmspitze wirkte sie 'Massenverjüngung' auf sich, Alistair und die restlichen Soldaten dann stürmten sie durch die Tür. Eine riesige Gestalt stampfte zusammen mit einer großen Horde der Brut auf sie zu.
    "Oger! Drauf Männer!" Alistair stürmte auf das Monster zu. Ciri schaffte es noch einen 'Feuerball' in den vorbereiteten Holzstoß zu schleudern dann war die dunkle Brut über ihnen. Das letzte was sie sah war ein gewaltiger Schatten am Himmel dann wurde es dunkel um sie.


    Etwas abseits vom Schlachtfeld stand Terin Loghain und sah das Signalfeuer auflodern. Er hob die Hand "Blast ... zum Rückzug!" Ser Cauthrien, seine Adjutantin wollte widersprechen doch er griff hart ihr Handgelenk "Rückzug! Diese Schlacht ist verloren!"


    Ciri erwachte mit hämmernden Kopfschmerzen. Langsam öffnete sie die Augen und griff sich an den schmerzenden Kopf.
    "Aah ihr seid wach!"
    Ciri sah sich um und entdeckte die Sprecherin "Ich erinnere mich an euch. Die junge Frau aus der Wildnis. M .. Morrigan nicht wahr?"
    "Ich sehe euer Gedächnis hat nicht gelitten. Was ist das letzte an das ihr euch erinnert?"
    "Dunkle Brut und ein gewaltiger Schatten am Himmel. Was ist mit der Schlacht?"
    "Verloren! Der größte Teil ist tot, der Rest wurde von der dunklen Brut unter die Erde verschleppt. Dieser Mann, Loghain, er und seine Männer haben euch in Stich gelassen."
    "Tot? Der König? Duncan? Die anderen Wächter?"
    Morrigan schüttelte den Kopf
    "Erbauer! Das ist schrecklich."
    Morrigan zuckte mit den Schultern.
    "Aber wie komme ich hier her?"
    "Mutter hat euch und euren Freund von der Turmspitze gerettet!"
    "Meinen Freund?"
    "Den blonden Dämlack!"
    "Dann könnt ihr nur Alistair meinen und nein er ist NICHT mein Freund!"
    "Dann könnt ihr euch glücklich schätzen. Er ist draussen, mit Mutter."
    "Dann sollte ich wohl nach ihm sehen." Ciri erhob sich stöhnend und sah an sich herunter. Sie hatte nicht bemerkt das sie nackt und ihr Körper mit verschiedenen Verbänden umwickelt war. Mit Morrigans Hilfe legte sie ihre Rüstung wieder an. "Danke für alles Morrigan."
    "Das .. gern geschehen aber das meiste hat Mutter gemacht


    Ciri verließ die Hütte. Draußen sprach Morrigans Mutter gerade mit Alistair. Als er sie sah kam er zu ihr und begann mit weinerlicher Stimme "Ihr lebt! Beim Erbauer. Ich dachte schon ihr würdet mich auch verlassen. Alle sind tot. Der König. Duncan."
    "Ja ich weiß. Aber es hilft uns nicht weiter hier herumzuheulen. Wir müssen etwas tun. Loghains Verrat muß bekannt gemacht und die dunkle Brut vernichtet werden. Also hör auf zu Jammern und reiß dich zusammen. Ich allein kann das nicht!"
    "Aber ist meine Trauer nicht verständlich? Habt ihr noch nie jemanden verloren?
    Ciri wandte sich von Alistair ab "Ich möchte mich bei euch für unsere Rettung bedanken."
    "Ihr braucht euch nicht zu bedanken. Zur Zeit einer Verderbnis werden die grauen Wächter gebraucht. Nur ihr könnt sie beenden!"
    "Aber wie? Ich bin erst seit kurzem Wächter! Wir beide allein können es bestimmt nicht schaffen!"
    "Seid ihr wirklich allein? Denkt nach!"
    "Die Verträge" warf Alistair ein.
    "Welche Verträge?"
    "Die Verträge der grauen Wächter die wir finden sollten. Habt ihr sie gelesen?"
    "Ja wann denn? Erst der Beitritt dann die Schlacht!"
    "Wir haben Verträge für die Zwerge, die Dalish und die Magier. Die Verträge verpflichten diese Gruppen zur Hilfe wenn die grauen Wächter rufen."
    "Also wo ich die Magier finden kann weiß ich. Aber wie finden wir Zwerge und Dalish?"
    "Wegen der Zwerge müssen wir nach Orzamar um mit ihrem König zu sprechen. Und die Dalish? Angeblich wurde ein Clan von ihnen im Brecilianwald gesehen. Wir sollten auch mit Arl Eamon auf Schloss Redcliffe reden. Er ist ein guter Mann und muss von Loghains feigem Verrat erfahren!"
    "Also Zwerge, Dalish, Magier und dieser Arl? Für mich klingt das nach einer Armee!"
    "Können wir das tun? Können wir wirklich eine Armee aufstellen?"
    "Wowowow! Immer einen Schritt nach dem anderen sonst fällst du auf die Schnauze. Erst müssen wir aus der Wildnis hinauskommen."
    "Und dabei kann ich euch helfen. Morrigan wird euch begleiten!"
    "Habt dank für alles was ihr für uns getan habt aber wir sollten uns auf den Weg machen!"




    Morrigan als 'nicht begeistert' zu bezeichnen als ihre Mutter ihr befahl Ciri und Alistair zu begleiten war schlichtweg eine Untertreibung. Aber schließlich gab sie nach und schloß sich ihnen an. Sie schlug auch vor als erstes ein Dorf namens Lothering aufzusuchen um so an dringend nötige Informationen zu kommen. Ciri war froh darüber ihre Robe gegen eine Lederrüstung eingetauscht zu haben, kam sie so doch besser in der Wildnis zurecht. Auf ihrem Weg durch die Wildnis verbrachte Ciri viel Zeit damit zu üben ohne ihren Magierstab Magie einzusetzten. Bald wurde sie so geschickt darin das sie ihren Stab, der immer noch oben im Turm von Ishal lag, nicht mehr vermißte.
    Irgendwann kamen sie zum kaiserlichen Hochweg doch bevor sie diesen betreten konnten wurden sie von einem bellenden Mabari aufgehalten.
    "Hey! Du bist doch der Junge dem ich den Maulkorb anlegen musste." Ciri kniete sich hin und der Hund kam zu ihr. "Es scheint dir ja wieder gut zu gehen mein Junge."
    Der Mabari blaffte zustimmend.
    "Es scheint als hätte sich der Mabari auf euch geprägt."
    "Stimmt das? Willst du mit mir kommen mein Junge?"
    "Blaffblaff!"
    "Heißt das ja?"
    "Blaffblaff!"
    "Also gut mein Junge ich freu mich wenn du mitkommst. Und wie soll ich dich nennen?"
    "Blaff!"
    "Na gut mein Junge dann nenn ich dich ab jetzt Blaff. Einverstanden?"
    "Blaffblaff!"
    Auf dem Hochweg kamen sie wesentlich schneller voran als in der Wildnis und so dauerte es nur wenigen Tage bis sie in Lothering ankamen. Bei einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe von Loghains Soldaten erhielten sie unerwartete Hilfe von einer Laienschwester der Kirche die, wie sich herausstellte, auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit war. Nach einem kurzem Hin und Her akzeptierten Ciri und die anderen das Angebot von Leliana, so hieß die junge Frau, sich ihnen anzuschließen. Durch die Auseinandersetzung erfuhren sie auch das Loghain die Schuld am Tot König Cailans den grauen Wächtern in die Schuhe geschoben hatte.
    Von örtlichen Templerkommandanten erhielten sie die Auskunft das der örtliche Ban mitsamt seinen Leuten sich Loghain angeschlossen hatte als dieser mit seiner Truppe durch die Gegend gezogen war. Ciri gab ihm den Rat Einwohner und Flüchtlinge zu sammeln und Lothering schnellstmöglich zu verlassen. Als sie ihrerseits das Dorf verlassen wollten kamen sie an einem Käfig vorbei in dem ein sehr großer Mann mit grauer Haut eingeschlossen war.
    Auf die Frage wer er denn sei antwortete er "Ich bin Sten der Beresaad vom Volk der Kunari!"
    "Ich habe über euer Volk gelesen. Ihr seid ein bemerkenswertes Volk mit einer mächtigen Armee. Seid ihr vielleicht auch ein Soldat?"
    "Wie ich euch schon sagte bin ich Sten der Beresaad, das sollte eure Frage beantworten. Falls nicht ist eure Unwissenheit nicht meine Schuld!"
    "Aah Ja! Ihr seid ein Soldat. Wäre es möglich eure Freilassung zu erwirken? Ich kann eure Hilfe gebrauchen."
    "Zweifelsohne! Wobei?"
    "Beim Kampf gegen die dunkle Brut."
    "Dann seid ihr ein grauer Wächter?"
    "Ja Warum?"
    "Weil mein Volk Geschichten über die grauen Wächter kennt. Kluge Strategen und mächtige Krieger. Wenn ihr also ein grauer Wächter seid werde ich euch helfen sofern ihr meine Freilassung erwirken könnt!"


    Bei einem Gespräch mit der örtlichen ehrwürdigen Mutter konnte diese überzeugt werden den Käfigschlüssel herauszugeben. Der freigelassene Sten konnte schon bald die anderen von seiner Kampfkraft überzeugen indem er unbewaffnet gegen zwei Banditen die Oberhand behielt.


    In einem kleinen Wäldchen abseits des Hochweges wurde ein Lager aufgeschlagen. Ciri wälzte sich die ganze Nacht von einer Seite zur Anderen bis sie am frühen Morgen mit einem Schrei erwachte. Sofort kam Blaff zu ihr und schmiegte sich an sie. Ciri strich mit zitternder Hand über das kurze braune Fell.
    "Böse Träume?"
    "Und so verdammt real."
    "Das ist die Verderbnis! Wir Wächter hören den Erzdämon."
    "Dann war der Drache ..."
    Alistair nickte " ... der Erzdämon. Und somit haben wir den Beweis das es sich hier um eine echte Verderbnis handelt."
    "Dann hattest du ... "
    " .. den selben Traum? Ja wahrscheinlich. Und auch Duncan hatte ihn."
    "Hören die Träume irgend wann auf?"
    Alistair schüttelte verneinend den Kopf "Aber sie werden erträglicher. Wenn ihr schon wach seid, laßt uns weiterziehen!"
    Als sie weiter zogen kam Leliana an Ciris Seite. "War es ein schlimmer Traum?"
    "Ich sah unzählbar viele der dunklen Brut und einen Drachen der sie angeführt hat. Alistair hat mir gesagt das ich vom Erzdämon geträumt habe. Wir haben es mit einer Verderbnis zu tun Leliana!"
    "Erbauer schütze uns!"


    Sie marschierten den Calenhad See entlang bis zu der kleinen Anlegestelle von der aus man zum Turm übersetzen Konnte. In der kleinen Taverne 'zur verwöhnten Prinzessin' wurden die einzigen zwei Zimmer belegt denn Ciri wollte am nächsten Morgen allein zum Turm um den Vertrag der Wächter mit den Magiern einzufordern.


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    3 Der Turm




    Am nächsten morgen lief Ciri mit Alistair und Blaff zu der Anlegestelle von der aus immer ein Boot zum Turm abfuhr. Kester der Bootsführer war nicht zu sehen, nur ein Templer bewachte das Boot. Im Näherkommen erkannte sie Carrol, einen etwas zurückgebliebenen aber relativ freundlichen Templer der Ciri nicht all zu unsympathisch war.
    "Hallo Carrol. Wo ist Kester? Ich muss zum Turm."
    "H .. halt! K .. keinen Schritt weiter! Niemand darf zum Turm! B .. befehl von Kommandant Gregoir!"
    "Aber warum sollte niemand zum Turm kommen? Das Verstehe ich nicht?"
    "I .. ich weiß auch n .. nicht. Gregoir sagte nur Carrol, n .. niemand darf zum Turm. Wirklich n .. niemand!"
    "Carrol ich muss hinüber! Ich muss unbedingt mit Irving reden!"
    "N .. niemand!"
    Ciri wurde ungeduldig "Ich habe hier Verträge für die Magier. Die grauen Wächter brauchen ihre Hilfe!"
    "Dann werdet ihr warten müssen bis Gregoir die Erlaubnis gibt!"
    "Carrol kannst du in deiner Rüstung schwimmen? Denn wenn du mich nicht sofort zum Turm bringst kannst du es ja einmal versuchen!"
    "O .. oh! Wenn das so ist dann steigt halt ein."
    Carrol, Ciri, Alistair und Blaff bestiegen das Boot und der Templer griff zu den Rudern.
    An der Turminsel angekommen sprangen sie aus dem Boot und eilten hoch zum Turm. Dort angekommen deutete Ciri Alistair das große Tor zu öffnen. Der sah ihre Sorgenvoll gerunzelte Stirn "Ihr macht euch Sorgen? Glaubt ihr wir sind in Gefahr?"
    "Hier stinkt etwas, ungeheuerlich stinkt etwas! Das Ganze ist mehr als ungewöhnlich! Normalerweise sind hier im Freien meist Magier und Templer zu finden aber jetzt ist alles wie ausgestorben. Mach endlich das verdammte Tor auf! Ich will wissen was hier los ist!"
    Mühsam stieß Alistair das Tor auf und die Vier traten ein. Drinnen hasteten Templer hin und her und einige Magier kümmerten sich um Verwundete. Gregoir, der Templerkommandant des Turmes bellte gerade die Anweisung die Tür die in den Turm führte zu verriegeln. Dann drehte er sich zu Ciri und den anderen.
    "Ich gab die Anweisung das niemand den Turm betreten darf! Carrol, was soll das hier bedeuten? sind diese Leute etwa Niemand!? Euch kenne ich Magierin Cirielle, ihr habt vor gar nicht langer Zeit mit einem grauen Wächter den Turm verlassen. Warum seid ihr hier und wer ist das?"
    "Ihr dürft Carrol nicht böse sein, wir haben ihm gedroht ihn in voller Rüstung in's Wasser zu werfen. Wir sind hier weil sich die grauen Wächter auf die alten Verträge berufen die die Magier zur Hilfe verpflichten. Aber was geht hier vor? Was ist mit dem Turm?"
    "N ... nun e ...eigentlich hat nur ..."
    "Scht!"
    "Der Turm ist gefallen! Dämonen und Abscheulichkeiten haben ihn übernommen!"
    "Dann haben die Templer wohl geschlafen?"
    "Wir wurden überrascht! Mit einer oder zwei Abscheulichkeiten wären wir fertig geworden. Aber es waren zu viele. Ich habe einen Boten nach Denerim geschickt und um das Recht der Auflösung gebeten."
    "Das ist wiedereinmal typisch für euch Templer." Rief Ciri wütend "Kaum verwandelt sich ein Magier heißt es gleich 'Schlachtet alle Magier ab'. Ich GLAUBE nicht das alle meine Magierbrüder und -schwestern tot sein sollen. Ich gehe da hinein und sehe nach ob es Überlebende gibt. Und haltet mich bloß nicht auf Gregoir sonst landet ihr auch im Wasser!"
    Gregoir zuckte wegen Ciris Ausbruch leicht zurück "Was glaubt ihr alleine erreichen zu können, Närrin?"
    "Ich bin nicht allein, ich habe Blaff bei mir! Und vielleicht ...?"Ciri sah sich um.
    "Auch wenn es wie Wahnsinn klingt ..." Alistair stellte sich neben sie. Auch Carrol und ein weiterer Templer sowie einer der Magier kamen zu ihr.
    "Also siehst du Gregoir? Und nenn mich bloß nie mehr Närrin! Ich hab einem Dämon in die Eier getreten, das kann ich auch bei dir!"
    Unwillkürlich zuckte Gregoir zusammen aber als er Ciris entschlossenen Blick sah antwortete er nur "Beim Erbauer! Wenn das so ist dann habt ihr meine Erlaubnis weiter in den Turm vorzudringen. Aber ich glaube erst das alles wieder in Ordnung ist wenn es mir der erste Verzauberer Irving selbst sagt. Geht mit dem Segen der heiligen Andraste!"
    Ciri und die Anderen traten durch die Tür die hinter ihnen verrammelt wurde. die Räume der Schüler waren in chaotischer Unordnung. In einem weiteren Raum waren einige Magier zusammen mit den Schülern versammelt. Wynne trat ihnen in den Weg.
    "Halt! Keinen Schritt weiter! Was wollt ihr, warum seid ihr hier?"
    "Wynne drehst du jetzt vollkommen am Rad? Der Turm war einmal meine Heimat und ich bin hier um ihn von Abscheulichkeiten und Dämonen zu säubern. Du kannst mir helfen oder mir aus dem Weg gehen aber bedroh mich nie wieder, verstehst du! NIE WIEDER!!"
    "Und Gregoir hat euch einfach vorbei gelassen?"
    "Einfach war es nicht. Ich musste ihn mit der Drohung ihm in die Eier zu treten überzeugen das es mir ernst ist. Er hat einen Boten nach Denerim geschickt und um das Recht der Auflösung gebeten. er glaubt erst das alles in Ordnung ist wenn es ihm Irving selber sagt."
    "Dann ist klar was wir zu tun haben. Wir müssen den Turm säubern und Irving finden!"


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    4 Säuberung


    Wynne wandte sich zu einem Durchgang um der von einer schimmernden Wand verschlossen war. "Diese Barriere habe ich erschaffen. Ich bin direkt stolz auf mich. Petra, Kinnon, kümmert euch um die Kinder!"
    "Wynne! Glaubst du das du stark genug bist?"
    "Keine Sorge. Ich habe noch nicht vor abzutreten. Dafür gibt es noch zu viel zu tun. Gebt Acht, ich lasse die Barriere jetzt fallen!"
    Die schimmernde Wand verschwand und Ciri und die Anderen machten sich auf weiter in's Innere des Turmes vorzudringen.


    Im großen Studierraum stürzten die ersten Abscheulichkeiten auf die Gruppe zu. Wärend Alistair mit dem Ruf "Für die grauen Wächter" und gefolgt von Blaff die grauenhaften Gestalten angriff schoben sich die beiden Templer mit erhobenen Schilden vor die Magier um ihnen Deckung zu geben. Alistair hatte die erste Abscheulichkeit mit einem mächtigen Schildschlag zur Seite gestoßen und durchbohrte gerade die Zweite mit seinem Schwert während Blaff der Dritten an die Kehle sprang und sie umriss. Wynne unterstützte die Beiden mit Heil- und Stärkungszaubern während Ciri und der dritte Magier mit Blitz- und Eiszaubern in den Kampf eingriffen.


    Vom hinteren Ende des Raumes schob sich eine Gestalt nach vorne die wie flüssiges Feuer aussah. "Achtung! Ein Dämon des Zornes! Benutzt Eiszauber um ihn einzufrieren!"
    Ciri, Wynne und Kehlen, der dritte Magier bombardierten den Dämon mehrmals mit 'eisiger Umarmung' und bremsten ihn endgültig mit einem dreifachen 'Kältekegel'. Alistair nahm Anlauf und zerschmetterte ihn mit einem heftigen Schildstoß.
    "Du bist ja doch zu etwas zu gebrauchen Ali, auch wenn du keine Mädchen erkennst wenn sie vor dir stehen" grinste Ciri ihn an.
    Alistair bekam rote Ohren.
    "Was denn? Ist er etwa noch Jungfrau?" kam es von Wynne und Ciri zuckte mit den Schultern.
    Jetzt wurde Alistair puterrot und stammelte etwas das sich entfernt wie 'weitergehen' anhörte.
    Kehlen legte ihm mitleidig die Hand auf die Schulter "Mach dir nichts daraus. Wynne allein ist schon schlimm aber sie UND Cirielle sind ein infernalisches Duo."


    Auch in der nächsten Abteilung wurden sie wieder von Abscheulichkeiten angegriffen die schnell niedergekämpft wurden. Jetzt war die Treppe zum nächsten Stockwerk frei, jedoch war die Türe verrammelt. Bevor sie sich allerdings mit der Tür beschäftigten durchsuchten sie noch gründlich alle Abteilungen des Studierbereiches um keine Feinde plötzlich im Rücken zu haben. Dann widmeten sie sich der Tür.


    "Ali! Klopf doch mal so fest du kannst."
    Alistair bemühte sich die Türe mit der Faust zu zertrümmern brachte allerdings nur ein dumpfes Wummern zusammen.
    "He! Hört mich da drüben jemand? Macht die blöde Tür auf, wir haben etwas zu erledigen!"
    "Was sollten Kreaturen wie ihr schon zu erledigen haben?" ertönte es von der anderen Seite.
    "Hast du mich gerade Kreatur genannt?! Ich kenne diese Stimme! Du bist Verzauberer Bertram, stimmt's? Hier spricht Cirielle und bei mir sind Wynne und einige Templer."
    "Wenn das stimmt dann nennt mir die Namen der Templer und eurer anderen Begleiter Magierin Cirielle."
    "Du bist Leutnant Thomen, stimmt's? Bei mir sind außer Wynne noch Magier Kehlen und die Templer Carrol und ... wie heißt du eigentlich?"
    "Templer Bors, Leutnant."
    "Außerdem sind da noch grauer Wächter Alistair und mein Hund Blaff. Und falls es euch interessiert, auch ich bin jetzt eine graue Wächterin. Duncan von den grauen Wächtern hat mich für die Wächter rekrutiert. Ihr wart bei meiner Abreise am Anlegesteg und habt mir viel Erfolg und Glück gewünscht."
    Hinter der Tür begann es zu rumoren, dann wurde sie langsam geöffnet. Der Raum hinter der Tür war eigentlich ein Lagerbereich doch jetzt waren hier einige Magier und Templer versammelt und die Regale zu provisorischen Barrikaden aufgehäuft. Die Magier zielten mit ihren Stäben auf sie während die Templer sturmbereit die Schwerter erhoben hatten.
    "Boh da bekomm ich ja gleich Angst."grinste Ciri Bertram und Thomen, die ihnen direkt gegenüberstanden, an.
    Templerleutnant Thomen zuckte mit den Schultern und steckte sein Schwert ein. Auch die anderen Versammelten entspannten sich .
    "Wir konnten ja nicht wissen WAS durch die Tür kommt."
    "Und warum habt ihr sie dann geöffnet?"
    "Weil kein Dämon das mit der Anlegestelle wissen hätte können. Also war die Möglichkeit groß das ihr es wirklich seid. Was machen die grauen Wächter eigentlich hier."
    "Wir sind gekommen um den Vertrag der Wächter mit den Magiern einzufordern. Als wir dann erfahren haben was sich hier im Turm abspielt haben wir beschlossen uns der Sache anzunehmen.."
    "Und wie genau wollt ihr euch der Sache annehmen?" fragte sie jetzt Bertram.
    "Wir kämpfen uns durch den Turm, vernichten alle Dämonen und Abscheulichkeiten und retten wen wir retten können. Vor allem müssen wir Irving finden."
    "Den ersten Verzauberer werdet ihr höchstwahrscheinlich in der Kammer der Läuterung finden als persönlichen Gefangenen von Verzauberer Uldred:"
    "Uldred'? Was hat der glatzköpfige Trottel damit zu tun?"
    "Als er und dir anderen überlebenden Magier von Ostagar zurückgekommen sind hat er seine Anhänger um sich geschart und mit Blutmagie den Turm in's Chaos gestürzt."
    "Blutmagie? Verflucht! Das macht die Sache nicht einfacher. Wie können wir uns vor den Eigenschaften von Blutmagiern schützen?"
    "Die Litanei von Adrala. Sie müsste sich hier im Lager befinden."
    "Es tut mir Leid aber die Litanei wurde ausgegeben an Magier Niall."
    "Dann müssen wir ihn oder die Litanei finden. Bis dahin müssen wir sehr vorsichtig sein wenn wir weiter in den Turm vordringen."
    "Wenn ihr es erlaubt werde ich euch mit einigen meiner Männer begleiten" kam es von Thomen.
    "Auch ich komme mit" meinte Bertram einfach.
    "Gut! Der Rest von euch begibt sich zu Petra und Kinnon. Sie beschützen die Kinder und können sicher Hilfe gebrauchen."
    Thomen wählte vier seiner Männer aus und so, durch fünf Templer und Bertram mit zwei weiteren Magiern, verstärkt ging es weiter den Turm zu säubern. Bevor sie jedoch weiter gingen versorgten sie sich noch mit einer großen Menge Lyriumtränke die hier gelagert waren.

    Dieses und das nächste Stockwerk, hauptsächlich Schlafräume für die Magier, waren schnell von allem Übel gesäubert. Doch als sie in das nächste Stockwerk vordringen wollten wurden sie von einer Horde Abscheulichkeiten und Dämonen des Zornes daran gehindert. Dank ihrer Verstärkung und dem Einsatz von Lyriumtränken konnte auch dieses Hindernis Überwunden werden.
    Plötzlich stand eine Magierin vor ihnen und hob ihre blutigen Arme. Noch bevor Ciri etwas unternehmen konnte legte sich ein betäubender Druck auf ihr Gehirn. Aus den Augenwinkeln erkannte sie das es den Anderen genau so erging als eine Stimme von der Seite begann Strophen eines ihr unbekannten Textes zu rezitieren. Die Magierin schrie ihren Zorn hinaus und Ciri, die Wieder frei von dem Druck war sagte nur "Blaff! Schnapp sie!" worauf hin der Mabari nach kurzem Anlauf der Magierin an die Kehle sprang. Ein gurgelnder Aufschrei war das letzte was man von ihr zu Hören bekam dann das Knirschen von Knochen die zermalmt wurden. Dann war es vorbei.
    "Es freut mich das ich noch rechtzeitig eingreifen konnte. Ich bin Niall und dieser Text ..."
    "Ist die Litanei von Adralla. Danke Niall aber was machst du alleine hier oben?"
    "Ciri, nicht wahr? Ich habe gehofft Uldred mit Hilfe der Litanei von seinem Vorhaben abbringen zu können. Aber ich kam nicht weiter also hab ich mich versteckt. Als ich dann den Kampflärm gehört habe, hab ich mein Versteck verlassen und bin hier her gekommen."
    "Und gerade rechtzeitig, danke Niall. Wir sind auf dem Weg um dem Ganzen ein Ende zu bereiten und den Turm zu säubern. Schließ dich uns an, du kannst uns mit der Litanei unterstützen wenn wir wieder auf Blutmagier treffen."
    "Oh! Oh ja das werd ich. Aber allzu viele Blutmagier wird es nicht mehr geben. Die meisten haben sich in das hier verwandelt ..." Niall trat nach einer Abscheulichkeit " ... und der Rest ist sicher bei Uldred."


    Auch dieses Stockwerk wurde gesäubert dann begab man sich in das letzte Stockwerk vor der Kammer der Läuterung. Vor ihnen in der Luft schwebte eine teils betörend schöne, teils abgrundtief hässliche Gestalt und strich sich mit lasziven Bewegungen über den schlanken Körper und die großen Brüste. Noch bevor die Gestalt anfangen konnte zu sprechen trat Ciri vor.
    "Titten wie eine Kuh, Hörner, Schwanz und Hufe. Eine schwebende Kuh! Sag 'Adieu' Dämon, dein Ende ist gekommen."
    Ciri eröffnete den Kampf mit einer 'Steinfaust' die den Dämon der Wollust gegen die Wand schleuderte. Auch die anderen Magier beteiligten sich und nach kurzer Zeit verging der Dämon mit schrillem Geheul.
    "Man darf so einen nur nicht zu Wort kommen lassen dann ist er oder sie, was auch immer, kein Problem. Ein Raum noch dann kommt der Aufstieg zur Kammer. Sind wir bereit?"
    Die anderen bejahten die Frage auf die eine oder andere Weise. Der nächste Raum war angefüllt mit schimmernden Zellen in denen Magier und Templer eingekerkert waren. In einer der Zellen kniete ein Templer auf dem Boden und betete laut. Ciri ging zu ihm.
    "Na wenn das nicht mein guter Freund Cullen ist, der Templer der bei meiner Läuterung dabei war um mich totzuschlagen. Freut mich dich zu sehen, vor allem so!"
    "Templer Cullen hat nur seine Pflicht getan Magierin Cirielle."
    "Schon gut Thomen, deshalb muss ich ihn aber nicht mögen! Wir müssen die Leute aus diesen Zellen befreien."
    "Das geht nur wenn ihr Uldred tötet ..." sagte einer der gefangenen Magier "... er hat diese Gefängnisse erschaffen und an sich gebunden. Er ist wahnsinnig geworden und opfert einen nach dem anderen um ihn in eine Abscheulichkeit zu verwandeln. Ihr müsst ihn aufhalten aber seid vorsichtig, da oben befindet sich ein gewaltiger Dämon den ihr bezwingen müsst."
    Sobald sie die Kammer der Läuterung gestürmt hatten zog sich Niall zurück und begann so laut er nur konnte die Litanei zu rezitieren. Wärend die Templer und Alistair den Riesigen Dämon umzingelten und begannen auf ihn einzuschlagen duellierten sich Ciri und die anderen Magier mit Uldred und seinem Gefolge. Nachdem die Blutmagier durch die Litanei von Adralla ihr Fähigkeit der Geistkontrolle verloren hatten und auch nicht mehr im Stande waren Dämonen zu beschwören fielen sie schnell einer nach dem anderen. Als letzter stand Uldred der noch zu einer Rede ansetzen wollte. Doch Ciri kam ihm zuvor.
    "Friss das, Arschloch!" Mit einem Feuerball beendete sie Uldreds Existenz.
    Jetzt wandten sich die Magier dem Dämon zu und die gemeinsame Anstrengung von Templern und Magiern ließ diesen mir dumpfen Grollen vergehen.


    "Beim Erbauer, ich werde zu alt für so etwas!" Irving erhob sich mühselig vom Boden.
    Ciri eilte zu ihm um ihm zu helfen. "Bist du in Ordnung erster Verzauberer?"
    Ja Kind, nur meine alten Knochen schmerzen. Nanu Cirielle! Ich hab dich in dieser Rüstung gar nicht erkannt. Heißt das das du jetzt ein grauer Wächter bist? Und was ist mit Duncan?"
    "Langsam langsam erster Verzauberer. Ja ich bin jetzt ein Wächter und Duncan ist bei Ostagar zusammen mit dem König gefallen."
    "Der König tot? Und Duncan auch? Aber wer ..."
    "Später erster Verzauberer. Erst müssen wir dich zu Gregoir bringen damit er sieht das der Turm wieder frei ist. Danach ist noch genug Zeit zum Reden."


    Gemeinsam mit den jetzt befreiten Magiern und Templern begab man sich zum Eingangsbereich des Turmes wo schon ein sehr besorgter Gregoir auf sie wartete.
    "Ich muss gestehen, nie hätte ich eure Rückkehr erwartet. Aus Denerim ist die Nachricht gekommen das das Recht der Auflösung durchgesetzt werden soll. Verstärkung der Templer ist auf dem Weg."
    "Aber der Turm ist wieder sicher!"
    "Ja, und der Papierkram wird mich Jahre meines Lebens kosten."
    "Keine Sorge Gregoir, Wir werden beide unter Papier ersticken. Aber warum bist du zurückgekommen Cirielle?"
    "Weil sich die grauen Wächter auf die alten Verträge berufen. Einer davon verpflichtet die Magier zu Kommen wenn der Ruf erschalt sich einer Verderbnis entgegen zu stellen."
    "Eine Verderbnis? Beim Erbauer! Wie sicher ist das?"
    "Wir Wächter hören den Erzdämon also ist es sicher!"
    "Und die Magier werden dem Ruf folgen, so wenige wir auch jetzt sind."
    "Und auch die Templer werden euch unterstützen nach dem was ihr für uns getan habt. Ihr habt mein Wort. Und damit ihr meinen guten Willen erkennt ... Leutnant Thomen, bist du bereit in meinem Namen und im Namen des Ordens diese Magierin zu begleiten?"
    Leutnant Thomen salutierte erst vor Gregoir dann vor Ciri "Sagt wohin und ich führe euch. Wenn es sein muss in's Nichts und wieder zurück."
    "Na das werden wir schon verhindern, versprochen."
    "Und von den Magiern wird dich ..."
    "Ich werde sie begleiten, Irving, wenn du es erlaubst."
    "Erlaubnis erteilt, Wynne:"
    "Ich müsste noch mit deinem Zeugmeister reden Gregoir."
    "Tu das Wächterin Cirielle. Er soll dir herausgeben was immer wir erübrigen können. Umsonst selbstverständlich."
    "Ach ich brauche nur eine Rüstung für einen wirklich seeeeeehr großen Mann."
    "Mit einer solchen kann ich dienen. Wenn ihr mir folgen würdet."



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    5 Der Weg nach Redcliffe


    Ciri und die Anderen marschierten zusammen mit Irving und Gregoir zur Anlegestelle. Alistair und Thomen schleppten den Sack mit der Rüstung die Ciri vom Zeugmeister erhalten hatte. Wärend Alistair und der Templer die Rüstung in's Boot luden und es bereit machten sprach Ciri ein letztes Mal mit Irving und dem Templerkommandanten.
    "Sei immer vorsichtig da draußen Ciriell, Ferelden braucht dich. Wir werden den Turm fertig säubern und uns auf das Kommende vorbereiten. Ich werde mich auch mit anderen Türmen in Verbindung setzen um Verstärkung zu bekommen. Wenn de Zeit kommt werden wir bereit sein, verlaß dich darauf!"
    "Wenn der Tag kommt dann ruft, Magierin Ciriell, und Templer und Magier werden an eure Seite eilen."
    "Danke erster Verzauberer, danke Kommandant. Es ist mir jetzt schon etwas leichter da ich euch für das Kommende an meiner Seite weiß!"
    Ciri hob noch einmal grüßend die Hand und kletterte zusammen mit Blaff in das Boot wo die anderen schon warteten. Alistair und Thomen übernahmen das Rudern und so waren sie schnell wieder zurück in dem kleinen Hafen.


    An der Anlegestelle warteten schon Leliana und Kester. Als Ciri dem Mann sein Boot zurückgab grinste dieser über das ganze Gesicht und bedankte sich überschwänglich.
    "Wo wart ihr so lange? Ich habe mir schon Sorgen gemacht und ich glaube auch Sten und Morrigan werden schon unruhig!"
    "Ach nur ein paar Tänzchen mit Dämonen und Abscheulichkeiten, nichts besonderes Leli" meinte Ciri und hakte sich bei der jungen Frau ein.
    "Dämonen und ... ? Du musst mir diese Geschichte unbedingt erzählen. Das ist sicher etwas worüber wir Barden berichten werden."
    "Du bist eine Bardin?"
    "Ja ich bin ..." Leliana senkte den Blick "... war eine Bardin. Wenn einmal Zeit ist werde ich dir meine Geschichte erzählen aber noch bin ich nicht so weit."
    "Lass dir Zeit Leli, ich glaube wir werden noch lange Zeit gemeinsam unterwegs sein."
    In der Taverne hob Morrigan, die mit einem Glas Wasser am Tisch saß, den Kopf. "Wird auch Zeit das ihr endlich kommt. Die Verderbnis vertreibt sich nicht von selbst."
    Aus der Ecke in der Sten stand ertönte ein gebrummtes "Wir verschwenden Zeit!"
    "Sten, hier ist eine Rüstung für dich. Sie sollte passen."
    Der Kunari stampfte heran und warf einen Blick in den Sack. "Ausreichend" Dann warf er sich den Sack mit einer Hand über die Schulter und stampfte zu den Zimmern um sich umzuziehen.
    Ciri ging zum Wirt der Taverne und verhandelte mit ihm über Reiseprofiant und andere Dinge die sie noch benötigen würden. Endlich zufrieden überreicht sie ihm einige der Münzen die sie von Irving bekommen hatte. Den Sack mit dem Gekauften drückte sie Alistair in die Arme.
    Der jetzt gerüstete Sten kam von den Zimmern zurück. Die Rüstung, wenn auch etwas eng in manchen Bereichen würde den mächtigen Körper gut genug schützen. Der Kunari gab sein Einverständnis zu seiner neuen Rüstung mit einem wortlosen Nicken. Morrigan erhob sich vom Tisch und nachdem sie sich vom Wirt verabschiedet hatten verließen sie zusammen die Taverne. Vor der Tür sah Alistair Ciri fragend an.

    "Also? Wohin jetzt? Ich würde vorschlagen nach Redcliffe zu gehen und mit Arl Eamon zu sprechen. Anschließend können wir von dort weiter nach Orzamar gehen."
    Sten brummte missmutig.
    "Gibt es ein Problem Sten?"
    "Es erscheint mir unlogisch herumzulaufen. Unser Feind ist die dunkle Brut und wir sollten gegen den Feind ziehen!"
    "Mein lieber Herr Kunari! Sogar mir als Magierin ist es bewusst das wir hier alleine keine Chance haben uns durch die ganze dunkle Brut zu kämpfen um den Erzdämon zu erreichen denn dieser ist unser Hauptziel. Wir müssen ihn besiegen um die Verderbnis zu stoppen. Und dazu brauchen wir eine Armee. Und diese Armee müssen wir erst zusammensuchen. Oder lehrt man bei den Kunari den Soldaten etwas anderes?"
    Sten sah Ciri mit zusammengekniffenen Augen an. "Ich gebe zu euch unterschätzt zu haben. Ich hatte die Befürchtung ihr würdet uns mitten in unsere Feinde führen und ich müsste euch töten um dies zu verhindern. Aber eure Taktik ist klug und ich stimme euch bis jetzt zu. Brechen wir zu eurem Arl auf."


    Sie machten sich auf den Weg zurück nach Lothering um von dort nach Redcliffe zu kommen. Die Nächte verbrachten sie in Gehölzen neben der Straße. Sten, Thomen und Alistair übernahmen ungefragt die Bewachung des jeweiligen Lagerplatzes und so konnten die Frauen sicher wenn auch ungemütlich schlafen.
    Nach einer Woche anstrengenden Marschieren erreichten sie die ersten Gehöfte die zu dem Dorf Redcliffe gehörten. An einer steinernen Brücke kam ihnen ein junger Mann entgegen.
    "Reisende? Seid ihr ... seid ihr hier um uns zu helfen?"
    "Helfen? Was meinst du, Mann? Wir sind hier um mit Arl Eamon zu reden."
    "Mit dem Arl? Niemand weiß ob der Arl noch lebt! Seit Tagen haben wir nichts mehr vom Schloss gehört. Und in der Nacht kommen die Toten und greifen das Dorf an. Bitte kommt mit, ich bringe euch in die Kirche zu Bann Teagan. Vielleicht kann er euch mehr sagen."
    Sie folgten dem jungen Mann der sie mit eiligen Schritten in's Dorf und zur Kirche führte.
    In der Kirche stand ein Mann in feinen Gewändern der sie Überrascht und erwartungsvoll ansah. Den jungen Mann schickte er sofort wieder fort dann sprach er Ciri an.
    "Ich bin überrascht Fremde zu sehen. Schon lange ist niemand mehr nach Redcliffe gekommen und auch verlassen kann niemand mehr das Dorf. Ich bin Bann Teagan der ..."
    "... Bann von Rainesfere und Bruder von Arl Eamon" ergänzte Alistair.
    "Was? Wer ...? Alistair? Bist du das?"
    "Ja Bann Teagan. Meine Gefährtin von den grauen Wächtern und ich sind gekommen um mit Arl Eamon zu sprechen."
    "Die grauen Wächter? Loghain hat erzählt das alle grauen Wächter bei Ostagar zusammen mit dem König gefallen sind."
    "Das hätte er wohl gerne damit niemand von seinem Verrat erzählen kann."
    "Dann habe ich richtig vermutet. Und ihr braucht meinen Bruder um gegen ihn vorgehen zu können? Aber das alles ist jetzt nebensächlich. Niemand kann in die Burg und niemand kommt aus ihr heraus. Es ist unbekannt ob dort oben überhaupt noch jemand lebt. Und jede Nacht wird das Dorf von lebenden Toten angegriffen. Unsere Lage ist verzweifelt und wir haben kaum Hoffnung die nächste Nacht zu überleben."
    "Habt Hoffnung, jetzt sind wir da und helfen euch bei der Verteidigung. Wie viele Männer habt ihr?"
    "Den Rest der Miliz und eine Handvoll von Eamons Rittern."
    Ciri sah nachdenklich zu Sten.
    "Die Kirche scheint das stabilste Gebäude im Ort zu sein. Wir sollten alle, die nicht kämpfen können hier unterbringen. Dann ziehen wir alle Kräfte die wir haben ebenfalls hier zusammen. Wir versehen den Platz vor der Kirche mit einer Barrikade und wehren die Untoten ab. Morgen früh rücken wir dann zum Schloss vor."
    Sten nickte bejahend.
    "Ihr seid euch sicher das wir die Nacht überleben?"
    "Natürlich werden wir das! Es gilt immerhin eine Verderbnis aufzuhalten, da sollten ein paar Untote kein Hindernis sein."
    Bann Teagan lachte bitter.


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