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  1. View Forum Posts #1 Reply With Quote
    Ritter YoTcA's Avatar
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    Post [M-Story]Short Stories

    Da ich mich einfach nicht zurückhalten kann meine Shortstory zu posten, und ich auch schon von anderen gehört hab, die au noch was derartiges auf Lager haben, dachte ich mir, ich erstelle hier mal einen Bereich, wo jeder posten darf, solang die Geschichte nicht zu lang ist .
    Last edited by Stonecutter; 26.12.2005 at 14:54.

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    Ritter YoTcA's Avatar
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    Werden
    Gewaltige Hitze umfing mich. Um mich her peitschte der Feuersturm. Ich sah die Flammen an mir empor kriechen. Wie sie sich nach mir streckten, mit ihren lichten Zungen an mir leckten. Es wurde immer heißer und heißer.
    Dann Stille.
    Keine Hitze mehr, keine Flammen. Das Rauschen des Feuers war verschwunden.
    Doch eines war geblieben. Der Schmerz. Jemand hatte mich gepackt und begonnen mich zu schlagen. Ohne Unterlass drosch er auf mich ein, hart, gezielt, unerbittlich.
    Ich bog mich unter seinen Schlägen. Das Stampfen jedes einzelnen Schlages hallte in dem Raum wieder, in dem ich gefangen war. Immer weiter trieb er sein grausames Spiel, doch ich schrie nicht. Ich hielt stand. Widerstand dem Hämmern, dem Dröhnen.
    Dann Stille.
    Fluten umfingen mich. Kein Geräusch drang mehr zu mir. Nur mein eigenes Pochen war geblieben. Mir wurde kalt, sehr kalt. Ich drohte zu zerspringen, doch ich widersetzte mich. Hielt stand. Kämpfte gegen die innere Kraft, die nach Außen dringen wollte, mich zerfetzen wollte, mich in Stücke reißen.
    Dann Leben.
    Es umfing mich. Geräusche. Gerüche. Licht, Schatten. Alles drang auf mich ein. Überwältigte mich mit der Schönheit, die sie mit sich brachten. Ließen mich mein bisheriges Sein vergessen. Zeigten mir, weshalb ich gekämpft hatte, weshalb ich standhaft geblieben war, weshalb ich widerstanden hatte. Sog alles in mich auf. Die ganze Pracht des Seins, wie sie nun vor mir lag.
    Dann Stimmen.
    „Ein Meisterwerk. Noch nie ward mir ein solch Werk gewahr. Nie sah ich solche Kunstfertigkeit. Nie streifte mein Auge solche Perfektion. Nie erblickte ich solche Vollkommenheit.“
    Dann mein Name.
    „Fortan wird man dich kennen, dich verehren, dich bewundern, dich anbeten, dich führen. Voll Stolz voll Ehre, voll Macht. Unter deinen Feinden wirst du Furcht verbreiten, fortan wirst du bekannt sein unter dem Namen Uriziel!“

    Nachtrag:
    Uriziel ist eine Schwert aus dem Spiel Gothic.
    Last edited by YoTcA; 01.09.2006 at 00:53.

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    Ritter YoTcA's Avatar
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    Magie
    Ich spürte ein Kribbeln. Nicht unangenehm, aber ungewohnt. Eine seltsame Wärme breitete sich in meinem Körper aus, konzentrierte sich, begann zu wandern. Floss durch meine Adern, langsam, näherte sich meiner Hand, welche die Rune, den kunstvollen Stein, das Manifest der Magie, fest umklammerte. Kroch in die letzten Spitzen meiner Finger und verschwand. Ging über in die Rune. Nahm Form an. Bekam Gestallt. Wurde wirklich. Und Schoss auf den Mann zu der vor mir stand.
    Er zuckte nicht einmal mit der Wimper. Um ihn verdichtete sich die Luft. Begann zu flimmern und der Feuerball zerbarst.
    „Gut gemacht.“

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    Schwertmeister Snakeshit's Avatar
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    Macht
    Ich fühlte wie sie mich umgab. Die Macht der Magie. Konzentration war das oberste Gebot. Sie breitete sich aus, die Macht. Sie wurde stärker und stärker. Mein Mana wurde mehr. Es erneuerte sich. Stück für Stück. Bald würde ich wieder in der Lage sein, die mächtige Magie der Runen wirken zulassen. Meine Gegner werden dann wieder vor meine Macht erzittern. Feuer, Blitz und Eis werden, durch mir, kommen und siegen.

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    Ritter YoTcA's Avatar
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    Arena

    Meine Adern durchschoss Adrenalin.
    Mein Herz pochte so laut, dass es alle anderen Geräusche übertönte.
    Mein Magen krampfte sich zusammen.
    Meine schweißnasse Hand umklammerte den Griff meines Schwertes.

    BumBum,
    BumBum,
    pochte mein Herz.

    Das Tor hob sich langsam vom staubigen Boden.
    Das helle Licht der Sonne flutete den dunklen Raum in dem ich stand.
    Das Tosen von Applaus brandete über den Arena Boden zu mir herüber.
    Das Tor mir gegenüber entblößte das Gesicht meines Gegners.

    BumBum,
    BumBum,
    pochte mein Herz.

    Seine Muskeln waren angespannt.
    Sein Blick war starr und furchtlos auf mich gerichtet.
    Seine Brust hob und senkte sich unter seinen Atemzügen.
    Sein Schwert blitzte mir mordlustig entgegen.

    BumBum,
    BumBum,
    pochte mein Herz.

    Wir stürmten aufeinander los.
    Wir hörten die Schrei des Publikums.
    Wir vergasen die Welt um uns.
    Wir kämpften unerbittlich.

    BumBum,
    BumBum,
    pochte mein Herz.

    Der Schock ließ mich erstarren.
    Der Griff seines Schwertes ragte aus meiner Brust.
    Der Blick meines Gegners durchbohrte mich.
    Der letzte Atemzug verließ meine Lungen.

    Stille.
    Last edited by YoTcA; 05.04.2006 at 18:15.

  6. View Forum Posts #6 Reply With Quote
    Drachentöter Grimward's Avatar
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    Wolfsjagd

    Wolfsjagd
    Ich fühlte jede Faser meiner Muskeln, mein Fell schütze mich. Dann sah ich die Beute, herrliche Verführung aus Fleisch und Blut. Die Beute verstömte einen wunderbaren Duft, das Wesen ging auf zwei Beinen. Ich legte auf das Wesen an und sprang los. Die Beute fest im Blick biss ich zu, schmeckte das herrliche Blut, doch es war nicht das Blut des Wesens. Es war das Meine, das Wesen stellte etwas mit mir an, schlitze mich auf. Der letzte Atemzug entwich mir, alles drehte sich und mit dem herrlichen Geschack des Blutes im Mund, starb ich.

  7. #7 Reply With Quote
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    Gast
     
    Tod

    Da lag ich nun. Unbekümmert von Schmerz und Gefühlen. Lies alles an mir vorbeigehen, blickte nur geradeaus hinauf in den Himmel. Blau...ja er war blau. Langsam spürte ich wie die letzte Kraft, die mich an diese Welt band verschwand, und ich in den blauen Himmel entschwand. Drei Gestalten waren da. Die eine schwarz wie die Nacht, die andere blau schimmernd und die dritte in feurigem Rot. Der dunkle Gestalt packte mich und riss mich durch ein Tor, so ward ich nun im Totenreich.

  8. View Forum Posts #8 Reply With Quote
    Ritter YoTcA's Avatar
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    Kontrast


    Das Licht begrüßt mich an einem wundervollen Sommermorgen.
    Warm streicht es über mein Gesicht, scheint mich zu liebkosen. Die Lichtstrahlen Tanzen auf dem Waldboden und spielen mit dem Wasser, das in dem Teich vor mir sanfte Wellen schlägt. Fasziniert blicke ich in die endlosen blauen Tiefen des Weihers.
    Ein Wind kommt auf und streicht durch die Baumwipfel und über die Wiesen.
    Spielerisch treibt er die Wolken vor sich her, die ihren Schatten über die hügelige Landschaft ziehen lassen.
    Die frische Briese wühlt mein Haar auf und weckt meine Lebensgeister. Dann fällt der erste Tropfen eines herrlichen Sommerregens. Ich strecke mein Gesicht dem Himmel entgegen und fange die Regentropfen mit meiner Zunge. Welch Wohltat.

    Das Licht brennt mir in den Augen, als ich an einen schwülen Sommermorgen aufwache. Geblendet wende ich mich ab schaue in den Teich, dessen Fluten sich nach mir verzehren. Er will mich haben, er zieht mich an, will mich in die Tiefe reisen und mich in unendlicher Stille ertränken.
    Doch das lass ich nicht zu. Ein kalter Wind kommt auf. Durchrüttelte die Wipfel der Bäume und schiebt mich mit seiner unerbittlichen Kraft auf den Weiher zu, der so trügerisch still vor mir liegt.
    Mich fröstelt, als die ersten Wolkenschatten über mich ziehen und mir alle Wärme zu entziehen scheinen. Der immer stärker werdende Wind zerwühlt mein Haar und lässt mich hinter einem Baum Schutz suchen.
    Dann fällt der erste Tropfen und das Chaos bricht los. Ein wahres Unwetter entlädt sich über der sommerlichen Landschaft. Furchtsam presse ich mich an den Stamm des Baumes, der unter den Windböen bebt. Kaltes Wasser läuft meinen Körper hinunter. Widerlich.
    Last edited by YoTcA; 21.04.2006 at 17:41.

  9. View Forum Posts #9 Reply With Quote
    Drachentöter Grimward's Avatar
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    Me? I'm in the wild!
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    Grimward is offline
    Einsam im Dunkeln

    Nun sitz ich hier!
    allein
    Im Dunkeln!
    allein
    Die Finsternis umfängt mich doch ich suche das Licht!
    allein
    Die Wärme der Freundschaft verblasst! Die Einsamkeit frisst mich von innen!
    allein
    Alle Reichtümer die ich anhäufte um mich herum!
    allein
    Doch Ich sehe sie nicht da mir das Licht der Freundschaft fehlt!
    allein
    Und so sterbe ich, im Dunkeln der Verlassenheit!
    ALLEIN
    Last edited by Stonecutter; 20.04.2006 at 08:48.

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    Mythos Ritley's Avatar
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    Schwertblitze

    Schnell zuckende Arme, muskelbepackt und zu allem bereit. Keine Gnade, so lauten die Regeln. Es siegt der, der überlebt. Schwerter, die in Schärfe und Gefärhlichkeit nicht übertroffen werden können, in den Händen eines Schwertmeisters. Die ultimative Waffe, wohl ohne Magie, dennoch von tödlicher Natur. Es gilt zu parieren, auszuweichen, zu kontern. Versäumt man solches, ist man sich des Todes sicher. Zuschauer, welche die Kämpfer die sich wie einem Tanze gleich bewegen beobachten, ohne zu reden, denn keiner traut sich diese Konzentration zu stören, in der der sichere Tod mitschwingt. Der Überlebend, voller Ruhm, wird sich noch lange an einen solchen Kampf erinnern, denn der Körper vergisst genau so wenig wie der Geist. Auge in Auge stehen sich die Kontrahenten gegenüber, unsicher ob der heutige Kampf ihr letzter sein wird. Die Luft wird von hellem Surren erfüllt, welches sich bildet, wenn die Schwerter mit dieser unglaublichen Geschwindigkeit aufeinander einschlagen, um größtmöglichen Schaden anzurichten. Waffen, die nur zum töten gebaut wurden. Man sieht sich so gut wie fast nicht mehr, hat man nicht ein geübtes Auge, so schnell bewegen sich die blanken Klingen aufeinander zu. Klirrender Stahl, Hitze. Ein Treffer, bald auch zwei. Der Ausgang des Kampfes? Ungewissheit macht sich breit, auch bei den Zuschauern, denn beide Kämpfer liegen am Boden. Zuckend zwar, doch noch sind sie am Leben. Wie lange noch, vermag keiner zu sagen. Das ist der Fluch der Schwerter...

  11. View Forum Posts #11 Reply With Quote
    Deus Laidoridas's Avatar
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    Laidoridas is offline
    Später

    Der Atem fliegt dahin, verlässt den Körper.
    Den Körper des Mannes, der in zwei Kriegen gekämpft, fünf Kinder gezeugt und dreißig Jahre lang Brot gebacken hat.
    Er stirbt.

    Die Seele fliegt dahin, verlässt den Körper.
    Den Körper der Fliege, die einen Tag lang umhergeflogen ist.
    Sie stirbt.

    Das Ergebnis ist das gleiche.

  12. View Forum Posts #12 Reply With Quote
    Lehrling
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    Geburt eines Helden

    Es ist warmer Tag, und die junge Mutter steht kurz vor der Endbindung. Plotzlich verdunkeld sich die Sonne. Der Himmel fängt an zu weinen Schwarze Tränen. Das Wasser färbt sich Blut-Rot, Blut-Rot wird auch der Horizont und Dämonen erheben sich aus der Unterwelt um ihm, der noch nicht geboren ist, ihre Macht zugeben. Engel steigen auf die Erde und kommen zum Kind, selbst die Wesen des Waldes wollen es sehen, das Neugeborenen das alle retten kann.

  13. View Forum Posts #13 Reply With Quote
    Ritter YoTcA's Avatar
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    Hier mal eine Geschichte der etwas anderen art ^^:

    procedure Mittagessen
    var BigMäc, Cola, Ich, Stuhl, McD:integer; Personen:string; Gothicbezug:borlean;
    begin
    Gothicbezug := 0;
    Personen := Personen + 'Ich';
    Ich := Menu.Maxi.BigMäc.Cola;
    McD := McD + 4,99;
    Stuhl := Ich;
    while BigMäc>0 do
    begin
    beißen(BigMäc);
    kauen(BigMäc);
    schlucken(BigMäc);
    dec(BIgMäc);
    end;
    while Cola>0 do
    begin
    schlürfen(Cola);
    schlucken(Cola);
    dec(Cola);
    end;
    Stuhl := Stuhl - Ich;
    Personen := Personen - 'Ich';
    //Scavanger
    Gothicbezug := 1;
    end;
    Last edited by YoTcA; 30.04.2006 at 15:55.

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    Drachentöterin Dark_Okri's Avatar
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    Willkommen im Bürgeramt von Khorinis.
    Sie werden von unserem automatischen Telefon-Service-System betreut.
    Wenn sie Fragen im Bezug auf finanzielle Themen haben, drücken sie jetzt die 1.
    Wenn sie Fragen im Bezug auf Dienstleistungen des öffentlichen Dienstes von Myrthana haben, drücken sie jetzt die 2.
    Wenn sie Fragen im Bezug auf rechtliche Themen haben, drücken sie jetzt die 3.
    Wenn sie Fragen im Bezug auf Leistungen unseres Sozialsystems haben, drücken sie jetzt die 4, und warten sie bis sich ein freier Mitarbeiter meldet. Bitte haben sie Geduld und rufen sie gegebenenfalls später noch einmal an.
    Wenn sie sonstigen Fragen haben drücken sie die 5.
    Wenn sie die Einstellungen und Sprachänderungen auf Orkisch, Varrantich oder Alt-Jharkendrich wünschen drücken sie die 6.
    Wenn sie sich um eine Anstellung bei den khorinischen Ämtern bemühen, drücken sie die 7.
    Wenn sie den khorinischen Ämter mit einer Spende oder einer sonstigen Unterstützung in ihrer Arbeit helfen wollen, drücken sie die 8...ein freier Mitarbeiter steht ihnen dann sofort zur Verfügung.
    Falls ihre Belange noch nicht genannt wurden drücken sie die 9.
    Wenn sie diesen Text wiederholt haben möchten, drücken sie die 0.
    Bei Beschwerden drücken sie die rote Verbindungstaste an ihrem Mobiltelefon oder legen den Hörer wieder auf die Station.

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    Schlachtwerk

    „Guten Tag, werter Fritz. Wie läuft das Geschäft?“
    „Sehr gut. Danke das ihr fragt. Was kann ich euch geben?“
    „Hm ... diesmal würde ich gerne etwas von dem Schweinenacken haben. Meine Kinder wollten ihn unbedingt nochmal essen.“
    „Verständlich. Er ist ja auch sehr schmackhaft.“
    Mit einem Lächeln drehte sich der Metzger Fritz um und verschwand in einem Hinterraum. Nach kurzer Zeit kam er mit einem kleinen, gefüllten Leinenbeutel zurück.
    „So. Hier.“ Er drückte ihn dem Käufer Innstian in die Hand.
    „Was macht das?“, fragte dieser anschließend.
    „Genau sieben Goldstücke.“
    „Gut. Weniger als erwartet.“ Innstian gab Fritz die Goldstücke.
    „Na ja, in Zeiten von hohem Gewinn kann man die Preise auch mal senken. Bin ja kein Unmensch.“
    Innstian verabschiedete sich freundlich lächelnd und verschwand nach kurzer Zeit aus Geralds Blickfeld.

    „Nein! Konstantin! Was hast du da gemacht?“
    Der Lehrling des Metzgers sah beschämt auf den Boden. „Es ... es tut mir leid.“
    „Du hast das beste Fleisch in den Dreck fallen lassen! Das kann man wegwerfen, verdammt nochmal!“
    „Ja, es tut mir ja leid.“
    Fritz sah Konstantin kopfschüttelnd und traurig an. „Nun gut. Sammle das Fleisch auf. Dann sehen wir weiter.“
    Konstantin hockte sich vor die blutigen Brocken und begann damit sie in einen Leinensack zu legen.
    Das was ich gleich machen werde tut mir leid, dachte Fritz. Aber ich muss den Verlust wieder wettmachen.
    Er ging aus dem Hinterraum in den Verkaufsraum, schloss dort die Tür und kehrte zu Konstantin zurück.
    Es tut mir leid, dachte der Metzger und nahm ein Beil von der Schlachtbank. Aber es muss sein.
    Er schlug seinem Lehrling die Axt in den Rücken.

    „Guten Tag, werter Fritz. Wie läuft das Geschäft?“
    „Sehr gut. Danke das ihr fragt. Was kann ich euch geben?“
    „Hm ... heute ist es mir eigentlich relativ egal. Sucht ihr etwas vor mich aus.“
    Fritz ging in den Hinterraum und kam kurze Zeit später mit einem gut gefüllten Leinensack zurück. „Das macht zehn Goldstücke.“
    „Zehn Goldstücke? Für so viel?!“
    „Tja, die Geschäfte laufen eben gut.“
    Mit erstauntem Blick gab Innstian dem Metzger das Gold, nahm den Sack und verabschiedete sich.
    Lächelnd blickte Fritz ihm nach. „Tschüss, Konstantin.“
    Last edited by Poison; 10.06.2006 at 18:46.

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    Poison is offline
    Der Reiche lässt sich ein Essen bringen
    Der Arme stiehlt es notgedrungen
    Der Reiche kann sich Freunde kaufen
    Der Arme verlor seine Freunde an den Tod
    Der Reiche kauft sich eine Frau im Bordell
    Der Arme muss seine Frau dort arbeiten lassen
    Der Reiche geht am Ende des Tages zufrieden ins Bett
    Der Arme stirbt

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    Seelentod

    Der Schmerz von tausend Klingen
    Seelentod
    Der Schmerz von tausend Feuern
    Seelentod
    Der Schmerz einer Zigarette
    Seelentod
    Der Schmerz eines spitzen Steins
    Seelentod
    an meinem Geist.
    Seelentod.

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    Ehrengarde TruckerB's Avatar
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    Heute hier morgen dort
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    TruckerB is offline

    Fabel

    Eine Harpie saß auf einem Baum. Im Mund hielt sie ein stück schinken, den sie aus einem Lager gestohlen hatte. es begab sich aber zu jener Zeit, das der Warg des Weges kam. Vom dufte des Schinkens angelockt sah er hoch und überlegte sich, wie er der Harpye den Schinken wegnehmen könne. Da verviel er auch eine list und sprach: "Frau Harpye, ich habe gehört, ihr solt eine begnadete Sängerrin sein. Fürwahr, ich will es nicht glauben. Wollt ihr mir nicht eine kostprobe eurer Stimme geben?"
    Die Harpye, die nicht wusste, was an ihrer stimme so schön sein sollte schüttelte nur den Kopf. Da verviel der Warg auf eine noch viel größere list und sprach: "Ist es also war, das ihr nur ein schreckliches gekreische von euch geben könnt?"
    Dieser provokation konnte selbst die Harpye nicht standhalten. Sie öffnete den Mund, hielt den Schinken mit ihren klauen fest und fing schrecklich an zu krächtzen, sodass der Warg schon balt reisaus nahm.

    Und die Moral von der geschichte ist: Macht nicht alles nach, was ihr in Büchern lest. Es funktioniert eh nicht.

  19. View Forum Posts #19 Reply With Quote
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    In einem teuflischen Hühnerstall natürlich
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    Au...
    Sarah erhob sich stöhnend aus ihrer Rückenlage. Wo war sie denn nun wieder gelandet? Sie konnte sich bloß noch daran erinnern das sie gestern Abend von hinten gepackt worden ist und eine kalte Stimme geflüstert hatte: „So Mädchen. Das ist MEIN Stand! Du bekommst was dir zusteht.“
    Panisch blickte sie sich um, sie befand sich in einem dichten Wald, das Licht brach sich in den Baumkronen grün. Nebelschwaden zogen über den von verrottendem Laub bedeckten Boden. Vereinzelt standen bemooste Grabsteine herum Kalter Angstschweiß trat ihr aus den Poren, glaubte sie zumindest denn plötzlich legte sich eine feuchte Hand auf ihre Schulter. Aufschreiend sprang sie herum und sah einem Zombie ins Gesicht der sie aus verwesenden Augenhöhlen anstarrte. Das tote Gesicht verzerrte sich zu einem Lächeln. „Willkommen bei uns...“

  20. View Forum Posts #20 Reply With Quote
    Drachentöterin Dark_Okri's Avatar
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    Der Prozess- Teil I

    "Ruhe, Ruhe im Gerichtssaal."
    Leicht verärgert tönte die Stimme des Ehrenwerten Richters von Khorinis, dessen wahren Namen seltsamerweise niemand kannte durch den großen Raum.
    "Ich möchte die Anwesenden nun bitten sich zu setzen; wir verhandeln heute den Fall *Der Wirtschaftsverband der myrthanichen Erfrischungsgetränkeindustrie und Speiseeishersteller*, kurz WVDE gegen den *Gott Adanos*, offizielles Aktenzeichen "MGVmD-45s".
    Der Richter schaute in den überfüllten Saal, dies würde eine schwierige Verhandlung werden, das spürte er bereits.
    "Wenn ich nun die Vertreter der WVDE in den Zeugenstand bitten dürfte..."
    Ohne zu zögern erhoben sich 3 Männer in sehr feinen, dunkelgrauen Maßanzügen und ebenso dunklen, aber eher weinroten Kravatten aus dem Zuschauerraum, welcher aber weniger von "normalen" Zuschauern als von hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Politik, darunter Präsident Rhobar und sogar der Kanzler der Vereinigten Orkischen Republik; Ur-Shak, einigen Vertretern der Kirche Adanos und natürlich jeder Menge Jourunalisten gefüllt war.
    Gemessenen Schrittes begaben sie sich auf das kleine Marmorpodest vor dem Richterpult.
    Leises Getuschel ging nun durch die Reihen der Adanos-Anhänger, welches jedoch durch einen abrupten Hammerschlag des Richters verstummte.
    Nachdem sich die drei Vertreter gesetzt hatten begann der Richter die Anklageschrift zu verlesen:
    "Im heutigen Fall klagt die WVDE den Gott Adanos an, ihnen einen Geschäftsausfall von 80% zugefügt zu haben, ausgelöst durch den kalten und verregneten Sommer.
    Die WVDE verlangt Schadensersatz in Höhe von 4,6 Milliarden Gold, sowie eine Neuwahl für das Amt des Gott Adanos."
    Kaum hatte der Richter zuende gesprochen erhob sich bereits der Verteigider der Kirche Adanos; Vatras:
    "Das ist unerhört, eine solche Beleidigung haben wir uns noch nie Anhören müssen. Ich plädiere für Freispruch und ein Disziplinarverfahren gegen die WVDE."
    "Ruhe, RUHE, DARF ICH SIE BITTEN SICH ZU SETZEN, SIE SIND NOCH NICHT AUFGERUFEN IHRE ANSICHT VORZUTRAGEN."
    Zaghaft setzte Vatras sich, jedoch nicht ohne leise die Mutter des Richters und eine Ziege in ein intimes Verhältnis zu stellen.
    "Ich möchte nun darum bitten dass die Vertreter der WVGE ihre Klage etwas genauer begründen, da sich hier noch einige Fragen...", der Richter warf einen herablassenden Blick in Richtung Vatras, "...auftun."

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