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    Knight Commander Nero's Avatar
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    Nero is offline
    Da standen sie nun also, alle mit ausgrebreiteten Armen und wirkten die Magie die Calidor entsteinern sollte. Für Nero visualisierte sich diese Magie als feine Fäden in unterschiedlichen Farben die von ihren Magiern kamen und auf Calidor trafen. Wie die Anderen es sahen, wusste er nicht, für ihn jedoch offenbarte sich die Magie in dieser Weise, andere rochen sie, wieder andere sahen sie ganz anders als er selber. Langsam schlängelten sie sich um Calidors Körper, hüllten ihn ein, bis sie schließlich in ihn eindrangen und begannen, Magie aus ihm herauszufördern, wieder zu den Magiern zurück. Nero nahm die Magie in sich auf, leitete sie durch seinen Körper und wieder zurück, sodass ein Kreislauf entstand. Es war wie eine Heilung, denn je mehr Energie er aufnahm, desto mehr Schmerzen litt er. Erst kroch dieser Schmerz nur in seine Hände, doch bald schon würde er seinen Kopf erreichen und ihn dort peinigen, doch davon konnte er sich nicht ablenken lassen, seine Augen waren starr auf das Geschehen gerichtet, sein Geist fokusierte nurnoch darauf, Magie zu empfangen und abzugeben. Ebenfalls sah er die Magie in Calidor, wie sie dort wirbelte und sich ausbreitete. Er wusste nicht wie lange sie nun schon so standen, wusste nicht ob Tage oder nur Sekunden vergangen waren, alles was zählte, war nun, dass Calidor frei kam.

  2. View Forum Posts #82
    Schwertmeisterin Selara's Avatar
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    Selara is offline
    Selara wusste ganz genau was sie sich zumuten konnte, sie verfügte über genügend Erfahrung. Diese Grenze würde sie auch niemals überschreiten.
    Niemandem war geholfen wenn sie nicht mehr helfen konnte.
    Wie ein Nebel kam es ihr vor, der den versteinerten Calidor umhüllte
    Sie kam sich in diesem Augenblick vor wie eine Destillationsapparatur, ein seltsamer Vergleich aber der war ihr so spontan gekommen.

    Die Magie in Form des Nebels nahm sie in sich auf, reinigte ihn sozusagen und gab ihn dann wieder ab.
    Es war Kräfte raubend, die hohe Magierin konnte nur hoffen, dass sie nicht zu lange brauchen würden, sie war sich aber auch sicher, dass es den Anderen ähnlich ergehen würde. Kein Magier, der hier anwesend war, dürfte über solche enormen Kräfte verfügen, dass es ihm nichts ausmachen würde. Darüber dachte sie aber nicht nach, verwarf die Gedanken gleich wieder.
    Sie konnte nun aber auch etwas fühlen, dass sie so vorher nicht wahrgenommen hatte, zumindest nicht so intensiv. Es schien sich wirklich etwas zu tun, jetzt hieß es dran bleiben.

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    Knight Commander Nero's Avatar
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    Nero is offline
    Immer mehr füllte sich der versteinerte Calidor vor Neros Augen mit der gestauten Magie. Nero konzentrierte sich stark seine Magie zu kanalisieren, doch langsam aber sicher ging ihm sprichwörtlich der Saft aus. Sein Geist arbeitete auf Hochtouren um die Magie umzuleiten, zu reinigen und sie so zu speisen, dass sie gegen sich selber arbeiten konnte. Den Anderen erging es bestimmt genauso, doch darüber konnte er nicht nachdenken, er war voll und ganz auf sein Ziel fixiert, gerade deshalb, weil es voranzugehen schien. Immer stärker wurden die Farben der Magie in Calidors versteinerten Körper und immer stärker wurde die Magie, die die Magier in sich aufnehmen mussten, es war nurnoch eine Frage von Minuten, bis der Bann gebrochen und Calidor berfreit war. Und da geschah es. Wie ein Eimer sich mit Wasser füllte, so hatte sich Calidor mit Magie gefüllt, dann hatten die Magier diese Magie noch gestärkt und dann war sie einfach verebt. Verdutzt hatte Nero sich die Sache angesehen, unfähig etwas zu tun und dann war sie mit einem Ohrenbetäubenden Schlag zurückgekehrt und die Magie war von Calidor weggesprengt worden.

    Mit einem langezogenen und lauten nein, ging Calidor zu Boden, er war bewusstlos, zugleich waren Selara und Nero über ihm, beide keuchend und schweißnass von der Prozedur und mit einem Gesichtsausdruck der Freude, der jedoch nicht lange währte. Wiede brandeten Angriffe gegen die Barriere. Selara und nero wiesen die anderen an diese abzuwehren während sie sich um Calidor kümmern würden.

    Nero überprüfte die Vitalwerte, Puls und Atmung waren normal, ein Einblick in seinen Geist würde er aber vorerst nicht bekommen, er war ausgelaugt und nicht mehr fähig Magie zu wirken, es würde etwas dauern bis er wieder bei Kräften war.

    "Was sollen wir tun Selara? Alles was ich habe sind noch einige Tränke verschiedener Sorten und einige Verbände, sonst nichts. Wie steht es mit dir? Hast du noch die Kraft Magie zu wirken oder bist du auch so fertig wie ich?"

    fragte er schwer atmend rüber zu Selara, während er versuchte Calidor auf eine Bare zu heben.

  4. View Forum Posts #84
    Schwertmeisterin Selara's Avatar
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    Selara is offline
    Selara war natürlich auch ausgelaugt aber im Vergleich schien es ihr noch gut zu gehen, während die Anderen sich um die Barriere kümmerten wollte sie einen Versuch wagen.
    In den Geist wollte sie, nein musste Selara eindringen. Äußerlich schien es ihm gut zu gehen, allerdings schien er zumindest noch nicht wahrgenommen zu haben, dass er wieder frei war.
    Da die hohe Magierin keine Erfahrung in diesem Bereich hatte wusste sie natürlich auch nicht ob das normal war oder eben nicht.

    Selara konzentrierte sich voll und ganz auf ihre Stärken, versuchte sich wie schon oft zu vor von der Außenwelt abzuschotten. Ihre Augen waren geschlossen und beide Hände berührten den Kopf von Calidor. Das war wohl mehr ein psychischer Vorteil aber es half ihr eben sich zu konzentrieren.
    Es war einfacher als sie zuerst gedacht hatte, kein Widerstand, gegen ihr Vorhaben. Vorsichtig machte die hohe Magierin weiter, drang weiter in den Geist Calidors ein.

    Es schien alles normal zu sein, jedenfalls auf den ersten Blick aber wie es aussah hatte sein Hirn wirklich noch nicht wahrgenommen, dass er nicht mehr versteinert war, die Nerven hatten diese Information nicht weiter gegeben oder das Gehirn war nicht in der Lage diese Information zu verarbeiten. Selara glaubte an die zweite Möglichkeit, wenn sie damit Recht hatte würde sie es vielleicht wirklich hinbekommen. Beschädigte Nerven wieder zu richten war da schon eine ganz andere Geschichte, so mal sie keine Ahnung hätte wo denn die Verletzung überhaupt sein könnte.

    Der ganze Körper wurde gut durchblutet, das wunderte sie etwas aber was Magie anging durfte oder sollte man einfach nichts ausschließen. Er schien wirklich die ganze Zeit in einem Tiefschlaf gewesen zu sein, so unglaublich es auch klang. Er war nicht wirklich lange in dem Zustand gewesen, vielleicht war das wirklich ihr Glück, Selara konnte nicht einmal abschätzen was bei einer längeren Versteinerung geschehen wäre.

    Selara hatte keine Kraft mehr, hier musste sie nun doch über ihre Grenzen hinweggehen. Etwas Reserve rechnete sie immer mit ein aber einen gewissen Punkt durfte die hohe Magierin trotzdem nicht überschreiten. Die Heilerin gab ganz langsam, nach und nach etwas Energie an Calidor ab. Nicht viel aber sie musste auch nur das Gehirn wieder zum arbeiten bringen, den Rest würde es dann schon von selber schaffen.
    Selara wollte schon abbrechen, da tat sich endlich etwas. Schnell klinkte sie sich wieder aus, überließ nun Calidor sich selber.
    Gespannt achteten sie nun wie er reagieren würde, sicher wäre es möglich, dass er noch etwas verwirrt sein könnte aber das musste sie mal abwarten.

  5. View Forum Posts #85
    Schwertmeisterin Selara's Avatar
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    Selara is offline
    Selara stand da uns starrte ins Leere. Sie hatte sich wieder etwas erholt, trotz Schlaflosigkeit. Es hatte sie wirklich sehr mitgenommen und auch wenn es ihr wieder etwas besser ging hieß das noch lange nicht, dass sie wieder in Hochform war, ganz im Gegenteil.

    Selbst mit ausreichend Schlaf hätte sie eine Weile gebraucht, hier war es aber nahezu unmöglich wenigstens mal eine Weile zu schlafen. Entweder ein erneuter Angriff weckte sie auf oder ihre Alpträume rissen sie aus dem Schlaf. Die Alpträume sah sie als ein Zeichen an, dass sie einfach nicht hier sein sollte, nicht in dieser zeit, sie gehörte einfach nicht hier her.
    Die Alpträume hatten erst hier begonnen und schienen immer intensiver zu werden, fast schon so als wären sie Realität. Fehlten eigentlich nur noch die Verletzungen, die sie sich auch in Wirklichkeit zu zog.

    Calidor schien es besser zu gehen, sie wusste nicht ob ihm klar war was geschehen war oder nicht, das überließ sie aber den Anderen, sie konnte sich momentan nicht wirklich darum kümmern.
    Es musste langsam weiter gehen lange würden sie sicher nicht mehr Stand halten können. Die hohe Magierin entschied sich zu meditieren, wenn sie schon nicht schlafen konnte würde sie vielleicht so Ruhe und Erholung finden, viel mehr blieb ihr momentan so oder so nicht zu tun.

  6. View Forum Posts #86
    Schwertmeisterin Selara's Avatar
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    Selara is offline
    Einer der Angriffe schien Selara aus ihrer Meditation gerissen zu haben. Es war ein seltsames Gefühl. Erst war die hohe Magierin auch etwas desorientiert, musste erst wieder einen klaren Kopf bekommen.
    Offensichtlich hatte sich noch nichts geändert. Die Barriere hielt und Calidor schien es den Umständen entsprechend gut zu gehen.

    Die hohe Magierin verstand immer noch nicht so recht wie es weiter gehen sollte, wenigstens hatte sie aber inzwischen auf die meisten ihre Fragen auch Antworten bekommen. Das war ja schon mal etwas, sie fragte sich aber immer wieder wie hatte es überhaupt so weit kommen können.
    Es fing ja schon damit an, dass sich scheinbar niemand erklären konnte, wie sich Vic aus seinem Eisgefängnis hatte befreien können. Die Wassermagier verstanden schließlich auch was von ihrer Kunst und hatten sicher ganze Arbeit geleistet. Was dann in Vengard passier war oder angeblich passiert war, sie hatte es ja nicht miterlebt, zumindest nicht das Ende.

    Würden sie sich an das Abenteuer erinnern, wenn sie es wieder in ihre Zeit zurück schaffen sollten?

    Selara wollte es gar nicht wissen, am liebsten würde sie alles vergessen und ihr altes Leben wieder aufnehmen. Das ging natürlich nur wenn sie auch Erfolgreich sein würden, das war schon klar. Wieder dachte die hohe Magierin über so vieles nach, Dinge die sie eigentlich gar nicht beeinflussen dürfte, davon war sie nach wie vor überzeugt aber die Vorstellung an eine Zukunft, die so aussah wie hier, da konnte oder musste vielleicht sogar nachdenklich werden.
    Selara ging es schon besser, trotzdem wollte sie weiter meditieren, es schien ihr gut zu tun, es war zwar keine wirkliche Alternative zu Schlaf aber momentan ging es eben nicht anders.

  7. Visit Homepage View Forum Posts #87
    Ehrengarde Callindor's Avatar
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    Skills:(5/12) Magie Innos 3; Stabkampf 2 --- Gilde Innos' --- Rang: Innospriester --- Waffe: Schwarzer Kampfstab --- Lehrmeister der Innosmagie I & II
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    Callindor is offline
    Tage waren inzwischen ins Land gegangen …
    Oder waren es Wochen?
    Callindor hatte jegliches Zeitgefühl verloren und stierte nur geradewegs in die dunkle Leere der finsteren Gänge da vor ihm. Es war ein komisches Gefühl, seltsam beängstigend. Nur zu gern hätte er sich hier heraus und an einen angenehmeren Ort teleportiert, aber es war schon Wunder genug, dass sie allesamt wieder in dieser zukünftigen Realität gelandet waren.
    Dabei verlief gar nicht alles so, wie es von Callindor und Vic wohl beabsichtigt war.
    Natürlich hielten sie sich während ihres Aufenthalts in der Vergangenheit vornehmlich zurück, ließen diesen Callindor mit seinen freunden das Abenteuer bestehen und mischten sich erst ganz am Ende ein. Sogar sehr nah am Ende. Letztlich mussten sie sogar Sorge tragen, nicht selbst dabei zu Schaden zu kommen.
    Doch glücklicherweise waren Callindor und sein Vic erfahren genug, die Magie Karissas zu kontrollieren und den anderen so genug Zeit zu verschaffen, den versteinerten Calidor aus seinem Herrenhaus zu befreien, ehe es in einem großen Knall dem Erdboden gleichgemacht wurde.
    Der Feuermagier selbst hatte darauf gedrängt, Calidor sofort zu befreien, doch sein älteres Pendant gab nur zu bedenken, dass sie vor dem anderen Callindor wieder aus der Parallelwelt draußen sein mussten und dafür mussten sie die andere Gruppe überholen, ohne selbst gesehen zu werden. Am besten ging das, als die anderen nächtigten und so hieß es für die Zeitreisenden, ohne Pause dieses Khorinis zu verlassen und nebenbei auch noch die versteinerte Statue des Calidor zu schleppen.
    Auch wenn es manchmal eng wurde und viel geächzt und gejapst wurde, letztlich erreichten sie die Vortex durch einen der drei Tunnel, bevor der jüngere Callindor mit Fay und den anderen mit dem Zepter Calidors das Portal zerstörten. Genau genommen hatten sie dies gar nicht mehr gesehen, all das war nur in Callindors Erinnerung, denn zu dem Zeitpunkt hatten sie die Insel Khorinis durch das Zeitportal schon längst wieder verlassen …

    Und nun war er wieder hier. Mit den anderen, die genau so den Mut zu verlieren schienen, wie auch er. Ale waren sie noch erschöpft von dieser irrwitzigen Zeitreise und auch aufgrund des Entsteinerungszaubers, den Fenier für sie kreiert hatte. Es musste wirklich viel an Magie und Heilkraft aufgeboten werden, um Calidor von diesem unheiligen Zustand zu befreien.
    Und nun war er hier …
    Calidor.
    Sein Bruder!
    Jedoch nicht mehr sein Zwillingsbruder, denn Callindor selbst war nun etwa zwei Jahre älter als Calidor, auch wenn sie äußerlich an gewissen Punkten sicher identische Merkmale aufwiesen, waren sie doch nicht mehr eineiig. Besonders seine blonden Haare und das scharfe Gesicht, durchzogen von harten Linien und tiefen Falten hier und da machten deutlich, dass sie zwar ähnlich waren, aber keinesfalls identisch. Und doch waren sie seit jeher Innos verpflichtet, jeder auf seine Weise …
    Calidor war seiner Zeit sogar zum Priester ernannt worden und ein Meister der Magie. Es blieb abzuwarten, wie viel noch in ihm steckt, nachdem er von Karissas Erdmagie so gebeutelt wurde…
    Nur er konnte jetzt noch helfen. Nur Calidor!

    Und während er so in Gedanken versunken auf dem Stein saß, tippte plötzlich ein Finger auf seine Schulter. Es war Callindor, sein älteres Ich.

    „Na, wie geht es?“, fragte dieser nur einleitend und Callindor zuckte nur mit den Schultern. Es war wirklich nicht einfach, für niemanden.
    „Wenn Calidor aufwacht, wird er jemanden brauchen, den er kennt, deshalb dachte ich mir, du seiest der Richtige dafür. Nur mit deinen Narben und Brandverletzungen könntest zu ihn noch mehr verunsichern. Deshalb dachte ich mir …“, setzte der Priester nach und ließ nur seine rechte Hand über das Gesicht des Magiers gleiten. Er konnte richtig fühlen, wie die Magie aus der Hand von seinem Körper aufgesogen wurde. Ungläubig fuhr er darüber, und stellte er staunt fest, dass seine Verletzungen durch die Explosion seines Magierzimmers seiner zeit von seinem anderen Ich geheilt wurden. Lächelnd nahm er die Freude zur Kenntnis und würde fortfahren, Callindors kompletten Körper so zu behandeln und diese Begebenheit so praktisch ungeschehen zu machen. Zumindest körperlich …

    „Danke …, nur weiß ich nicht, ob das reichen wird. Calidor könnte sich gegen uns stellen. Was machen wir dann?“, fragte Callindor nur den anderen Callindor und dieser ließ dabei gar nicht von seiner Heilkunst ab, er bearbeitete inzwischen die Brust des Magiers.
    „Wenn ich mich richtig erinnere, dann hatte er sich im Moment seines Todes auf deine Seite geschlagen. Also lass es uns drauf ankommen lassen und sehen, was passiert. Schlimmer kann es nicht mehr kommen, denn ich denke, die Barriere wird nicht mehr lange halten. Es wird zu einem Kampf kommen …

    Der Priester hatte dies gerade geäußert, da kam nur Carston eilig auf ihn zu.

    „Callindor, ich habe Nachricht von draußen erhalten. Frag nicht wie, ich habe meine Mittel und Wege als Wandler, nur wollte ich dir sagen, dass es nicht irgendwer ist, der dort einzudringen versucht. Brutus und Jun sind mit einem Aufgebot an Paladinen und Magiern dabei, den Zauber, den zu entwickelt hast, zu umgehen oder zu zerstören. Und über kurz oder lang werden wie Erfolg haben. Wir müssen handeln! JETZT!“

    Carston wurde dabei ganz unruhig und Callindor konnte spüren, dass sie beide, auch sein älteres Pendant, sehr besorgt waren.
    „Wer ist dieser … Jun?“, fragte Callindor nur kleinlaut und bekam nur ein erstauntes Gesicht präsentiert.
    „Weiß du das denn nicht? Hast du Jun denn nicht kennen gelernt, in deiner Zeit? Wie dem auch sei … Jun ist einer von Francoise Günstlingen, hat sich ihr mit Haut und Haaren verschrieben und deshalb nicht minder gefährlich. So weit ich weiß, kocht er aber immer noch sein eigenes Süppchen und versucht meist, nur seinen eigenen Vorteil dabei zu erringen. Er verfolgt seine Vorhaben rücksichtslos und unfähiges Pack bestraft er ohne zu zucken mit dem Tode. Gerüchten zufolge soll er damals einen aus dem Orden wegen Unfähigkeit erschlagen haben, da er in seinen Augen Innos nicht gefällig genug war. Natürlich ließ sich das nicht beweisen oder er hatte alle zeugen beseitigt, auf jeden Fall fiel Jun so zum ersten Mal negativ auf. Seine Auffassungen sind … radikal, um es nett zu sagen, und niemand ist gern in seiner Gesellschaft. Ich denke auch nicht, dass er nur aus Nächstenliebe mit Francoise kollaboriert, da steckt noch etwas anderes dahinter. Aber allein die Tatsache, dass Brutus dabei mitmischt, ist schon gefährlich genug, diese alte Hexe kann dann nicht mehr weit sein. Vielleicht hat sie nur ihre Vorhut vorgeschickt, um Klarschiff zu machen. Wie es auch sei, Jun wird nicht aufgeben, ehe er seinen Plan in die Tat umgesetzt hat, oder seine bebende Leiche zu unseren Füßen liegt, es kennt kein Pardon und genauso wenig dürfen wir zögern, wenn es hart auf hart kommt.
    Die Miene von beiden verfinsterte sich, das waren wirklich denkbar schlechte Nachrichten. Brutus und dieser Jun waren schon gefährlich, aber dann kam Carston noch einmal zurück und offenbarte den beiden, dass auch noch Nero, also der von dieser Zeit, ebenso gesichtet wurde. Mit einem ekeligen Grinsen überließ er es dem Priester, ob der jüngere Nero davon erfahren solle, auch wenn sich dies wohl über kurz oder lang nicht vermeiden ließ. Es blieb abzuwarten, was der Magier dann tun, sagen oder eben nicht sagen oder tun würde. Es war wie das Tanzen auf Messers Schneide und links und rechts thronte der wartende Abgrund. Ein falscher Schritt und es würde vorbei sein. Hier gab es nur einen Versuch, und der musste sitzen.

    Sich die Schläfen reibend und seufzend erhob sich der ältere Callindor wieder von dem platz neben dem Magier und dachte wohl, was nun zu tun sei.
    „Wenn ich einen Vorschlag machen darf, so ist es wohl besser, Nero sofort davon zu erzählen, damit er sich damit abfinden und auf die drohende Konfrontation vorbereiten kann. Wir sollten ihn nicht ins kalte Wasser werfen, das könnte ihn nur verwirren und zu falschen Taten verleiten …“
    Der Priester nickte zustimmend und lächelte dabei.
    „Gut, dass du es erwähnst, nur hatte eich diese Entscheidung bereits getroffen, dennoch danke für den Rückenwind. Vielleicht schaust du mal nach Calidor, während ich Nero aufsuche und ihm die Situation zu erklären versuche. Hoffentlich gelingt uns beiden unser Vorhaben. Es wäre uns zu wünschen, denn viel Auswahl haben wir nicht mehr …

    Der Magier verstand und würde Calidor aufsuchen und versuchen, ihn zu wecken und auf den neusten stand der Dinge zu bringen und ihn zu überzeugen, für sie zu arbeiten und sie zu unterstützen. Vielleicht hatte die Magie der Heiler schon genug gefruchtet, dass dieser Zwillingspriester genug bei Kräften war. Es war nämlich unübersehbar, dass die Gegenwart von drei Callindors oder Calidors eben doch zu einem gehörigen Lagerkoller führten.
    Und dabei ließ Callindor seine Probleme mit dem alten Vic noch völlig außen vor …

    Denn gerade das beschäftigte ihn trotz aller Widrigkeiten am meisten. Und wie er sein älteres Ego inzwischen kannte, wusste dieser das genau.

  8. View Forum Posts #88
    Schwertmeisterin Selara's Avatar
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    Selara is offline
    Vor ihren Augen sah sie ihren Vater, wie er sie als Kind wieder schlug, es war fast so als wäre sie in diesem Augenblick dabei, als würde sie wirklich beobachten können was gerade geschah.
    Ihre Mutter weinte, wusch gerade das Geschirr vom Abendessen ab und traute sich nicht sich einzumischen. Heute noch verstand sie das Verhalten nicht, sie hatte Recht getan wegzulaufen. Selara hätte ihre Kindheit womöglich nicht überlegt.
    Es verschwamm alles, ein Strudel auf unzähligen verschiedenen Farben hatte sich gebildet. Die hohe Magierin wusste damit einfach nicht anzufangen. Weit entfernt sah sie ihre Eltern noch mal, nur kurz, dann waren sie weg.

    Selara erwachte aus der Meditation, sie fühlte sich gut, gestärkt konnte aber mit dem Traum nichts anfangen. Es war kein Alptraum gewesen, wie sie ihn im Schlaf hatte, es war etwas anderes gewesen, etwas Neues, noch nie erlebte.

    Seit sehr langer Zeit mal wieder musste sie an ihre Kindheit und ihre Jugend denken.
    Was wohl ihre Eltern heute machten?
    Lebten sie überhaupt noch?

    Vielleicht lag es an der Zeitreise, Selara wusste es nicht. Sie hatte aber mitbekommen, dass es nun wirklich ernst wurde. Brutus hatte scheinbar Verstärkung bekommen und gemeinsam versuchten sie die Barriere zu durchbrechen.
    Lange konnte es nun also nicht mehr dauern. Die hohe Magierin war sicher noch nicht wieder die Alte aber die Meditation hatte ihr geholfen, sie konnte sich auch wieder besser konzentrieren, trotzdem musste sie nun abwarten, wie es weiter gehen sollte. Calidor sollte ihnen helfen, konnte sie nur hoffen, dass dies wenigstens so aufgehen würde, wie es geplant war.

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    The Netherworld, Dood!
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    Nero is offline
    Nero war in schlecher Verfassung, seine Wlt brach mitlerweile regelrecht über ihm zusammen. Oft überlegte er, was er in seinem leben vollbracht und vermasselt hatte. Überragte gerade das eine, fand sich ein Grund der die Führung zu Nichte machte. Wie hatte es soweit kommen können, dass er seinen engsten Freund verriet und sich gegen ihn stellte als sein verbitterster Feind? Wie hatte er zu solch einem Fanatiker werden können, dass er sich als Oberhaupt der verbliebenen Gilde Innos behauptete und so erbittert in den Kampf gegen seinen Bruder gezogen war? Er zermaterte sich schon die ganze Zeit, seitdem er dies erfahren hatte, das Hirn und kam einfach zu keinem Ergebniss. Jun, der war ein solcher Fanatiker, was war mit ihm? Wo war er als die Gilde einen solchen Fanatiker gebraucht hatte? Warum hatte Nero diesen Thron bestiegen? Er war ein fähiger Kämpfer und Magier, hatte auch so einiges in Sachen Taktik drauf, aber konnte er wirklich eine Gruppe führen? So wie er sich kannte, hätte er sie sicher in den Tod geführt, was war ihm nur wiederfahren? Oder hatte er Stärke bewiesen, als es wirklich wichtig gewesen war? Er wusste es nicht und je mehr er darüber nachdachte, desto schlimmer wurde die Ungewissheit, die sich noch mit dem Stress vermengte, den sie alle durchleben mussten. Die Angriffe häuften und verstärkten sich, lange würde die Barriere nicht mehr standhalten, es blieb nur zu hoffen, dass die Seelen der orks, die sich für sie geopfert hatten, stark genug waren noch eine Weile durchzuhalten.

    Irgendetwas war faul an Calidor, sein Gehirn schien noch vom Rest des Körpers isoliert, es arbeitete, aber es verarbeitete die neue Information wieder wach zu werden, nicht und so kam es, dass er noch immer in einem Schlaf gefangen war, den nur er selber brechen konnte. Die Nerven jedenfalls waren nicht stark beschädigt, schienen aber partout nicht arbeiten zu wollen, blieb nur zu hoffen, dass sich das richten würde. Er und Selara konnten ihm nicht helfen, und die Anderen waren damit beschäftigt sich um die Verteidigung der Barriere zu kümmern. Es hieß also weiterhin abzuwarten und unter Beschuss Däumchen zu drehen, irgendwie erinnerte ihn das an die Belagerung Vengards. Er zündete sich eine Zigarre an und schloss die Augen für einen Moment, weg zu kommen von dieser Situation und wenigstens einige Minuten Frieden zu finden.

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    Abenteurer Der Rat's Avatar
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    Der Rat is offline
    Es wurde Zeit ...

    Zeit, um sich zu entscheiden. Und wenn man Glück hatte, sogar für das Richtige. Callindor hielt es nicht mehr aus. Viel zu lange schon hatte er sich herumschubsen lassen von dieser Drecksschlampe von Priesterin und hier war nun endgültig Schluss!
    Es gab genug Anzeichen, die ihnen hätten Warnung sein müssen, genug Hinweise und Taten, die an der Glaubwürdigkeit Francoises zweifeln ließen - und doch ließ man sie gewähren. Es kam fast einer Diktatur gleich, wer unliebsam war, wurde einfach mundtot gemacht oder am besten gleich unter die Erde befördert.
    Doch hier ist nun Schluss!
    Sollen sie doch kommen und sich zum Kampf stellen, wenn sie es so wollten. Callindor würde nicht länger wegschauen oder zögern. Mit dieser Verhaltensweise hatte er schon viel zu viele Opfer bringen müssen - und Leben auf dem Gewissen. Es war eindeutig genug, und er wollte - und konnte - nicht mehr länger die anderen machen lasssen, während er selbst nur teilnahmslos am Spielfeldrand den Spielstand notierte, wie ein kleiner Schuljunge hin und her geschoben wurde, wie es gerade passte.
    Diese Zeiten waren ein für alle Mal vorbei. Endgültig!
    Mit schwirrendem Blick passierte er einige der Gruppe, wen genau, spielte für ihn keine Rolle. Nur einer versperrte ihm am Ende den Weg. Es war Vic ...
    "Kann ich dich davon abhalten, das zu tun, was du zu tun gedenkst?", sprach der blonde Bursche ruhig und behutsam, doch Callindor schob nur die Barriere zur Seite.
    "Das dachte ich mir ...", quittierte er es nur nickend, mit einem Lächeln begleitet und ließ seinen Freund passieren.
    "Macht euch bereit!", rief Vic nur laut durch die Gänge des Untergrunds und sofort waren die Lauscher auf Empfang gestellt.
    "Jeder, der es sich zutraut, möge mich begleiten, alle anderen bleiben hier und schützen Calidor und vor allem Vic. Von ihnen hängt alles ab. Was aus uns wird, ist nicht wichtig, diese beiden müssen überleben. Und ihr natürlich ...", schob er noch nach und meinte damit Nero und auch die anderen.
    Es war alles gesagt, nun galt es, zu handeln, und Taten sprechen zu lassen.

    Gestärkt durch diesen Appell durch Vic, schritt Callindor zielstrebig auf das Tor zu. Vor einiger zeit hatte er hier den zugangscode verändert, doch nun würde er das Tor preis geben und mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben. Es gab kein Zurück mehr und er wollte sich auch nicht länger wie getriebenes Vieh verstecken müssen.
    Schon halb meditierend und Silben unbekannter Sprache murmelnd, tastete er nur die Wand ab, drück hier und da und das Gestein schien kurz zu leuchten. Kurz geschah nichts, doch dann rumpelte und rumorte es und der Innospriester konnte sich sicher sein: der Zugang war nun frei.

    Lange würde es nicht dauern, ehe Jun und seine Kumpanan davon Wind bekamen und daher blieb nun auch keine zeit mehr zum säumen. Vic war schon hinter ihm, drückte ihm nur seine Waffe in die Hand und tätschelte ihm fürsorglich die Schulter. Es war inzwischen zu einer Art Losungswort geworden, was so viel hieß, dass er hinter ihm stand, was immer nun auch passieren würde. Sie verstanden sich eben auch ohne Worte.
    "Für Innos?", fragte Vic nur beiläufig und Callindor lächelte. "Oh ja, für den auch ...", antwortete er nur knapp und machte sich auch schon bereit.

    Das Gepolter von außen war inzwischen auch verstummt, sodass sich die beiden Priester sicher waren, dass Jun und Nero und wie sie alle hießen, wohl geschnallt hatten, was passieren würde. Erhobenen Hauptes schritten sie Hand in Hand und nebeneinander durch die Pforte des Gesteins ins Freie. Das Sonnenliche blendete sie für einen ersten Augenblick, und er er verklang, wünschten sie sich, es wäre dabei geblieben, denn was sie sahen, war unschön anzusehen.
    Die Ruinen Vengards waren über und über von Menschen gesäumt, und Callindor kannte einige von ihnen nur zu gut. Auch Vic nickte nur und wies mit dem Finger in eine Richtung, als er auch Nero erkannte. Hoch zu Ross schien er den Überblick zu haben und auch so etwas wie die Kontrolle. Mal abgesehen von Jun, der fast gegenüber von Callindor und Vic stand.

    "Na? Endlich zur Besinnung gekommen?", fuhr der Fanatiker den Priester nur an und Callindor lächelte ob der Formulierung.
    "Das gleiche wollte ich dich gerade fragen. Oder warum seid ihr sonst hier. Hättet doch nett fragen können. Wir hätten euch auch so eingelassen, ohne großes Tamtam. Was wollt ihr?"
    Jun grinste nur dreckig und Brutus tauchte wie aus dem nichts hinter dem abtrünnigen Paladin auf.
    "Das ist doch wohl sonnenklar, oder hat dir die Dunkelheit deinen geist vernebelt? Der Junge, was wohl sonst? Ich bin nur wegen Vic hier ..."

    Callindor war überrascht, dass sie noch immer miteinander sprachen. Für gwöhnlich war Jun und sein Gefolge kürzer angebunden. Sie mussten wohl erst kürzlich etwas zu Fressen bekommen haben, denn sonst verhielten sie sich für wahr wie Raubtiere.
    "So das so? Du wirst verstehen, wenn ich dir das nicht erlauben darf. Vic bleibt bei uns. Und keine Diskussion. Francoise wird ihn nicht in ihre dreckigen Griffel bekommen ..."

    Wieder lachte Jun nur finster und seine Mannschaft versammelte sich näher. Wohl so eine Art Machtdemonstration. Und sie wirkte, auch wenn Callindor und Vic es sich so gut es eben ging, nicht anmerken ließen. Sie waren hier deutlich in der Unterzahl ...

    "Vielleicht habe ich mich falsch asuegdrückt, aber das war keine Bitte. Ich werde Vic mit mir nehmen, ganz egal, über wie viel Leichen ich dafür klettern muss. Das macht mir gar nichts. Ich bekomme immer, was ich will ..."
    "Was du willst? Doch wohl eher, was diese Konkubine von Priesterschlampe von dir verlangt, Bastard ...", schrie Vic wütend, doch erneut fühlte sich Jun davon eher belustigt, als angriffen, nach seinem Gefeixe zu urteilen.
    "Nein, nein, Vic gehört mir ganz allein, damit hat Francoise gar nichts zu tun. Soll sie doch nach iohren Artefakten suchen. Ich krall mir derweil den Dämon ich Vic und werde genau so mächtig, wie sie es ist, oder noch mehr und dann wird sie vor mir kriechen! Du siehst also, das ist ales aus purem Eigennutz und hat rein gar nichts mit Francoise zu tun. Wenn du also so freundlich wärst? Meine geduld hat Grenzen, wie du sehr wohl weist. Am besten schließt du dich mir an und wirst mein privater Haussklave und darfst mir die Schuhe sauber lecken ..."

    Es war mehr als offensichtlich, dass Jun dies mehr im Spass gesagt hatte und Callindor ging darauf auch gar nicht ein. Statt dessen nahm er nur seinen von Vic bereit gestellten Fächer und öffnete die Flügel. Golden glitzerten die Streben im Sonnenlicht und die Edelsteine schimmerten in der Reflexion der sich brechenden Strahlen. Wenn man bedachte, dass Morn vor urzeiten mit einem Gerüst aus Holz begonnen hatte, dann Hiroga mit Metallbeschlägen fortsetzte und schlussendlich sich noch ein Goldschmied und ein Juwelier, der auch noch etwas vom Verzaubern verstand, darüber hermachten, war dies wirklich ein Kunstwerk in Perfektion, welches ihm shon so manches Mal den Allerwertesten gerettet hatte. Hier sollte er also erneut zum Einsatz kommen. Vic hatte sich bestimmt auch schon entsprechend präpariert. Als Heiler und Alchemiker hatte er sicher ein paar Trümpfe im Petto.

    "Nun, wie klingt das?", fragte Jun nur gespeilt interessiert und Callindor riss nur seinem Kampffächer nach oben.
    "Was glaubst du wohl?", gab er nur zurück und Jun grinste breit, Zähne fletschend und kurz vor der Explosion, als könnte er es nicht länger aushalten.
    "Na endlich. Hat aber auch ewig gedauert., Lass uns etwas Spass haben und heute ein paar Menschenleben schlachten. Für Innos, für den Dämon und Vic und natürlich für mich, der ihn schon bald in Besitz nehmen wird ..."

    Brüllend riss er nur seine Hände nach vorn, zog sein schwert und sein Gefolge folgte ihm wild um sich schreiend. Callindor und Vic sahen sich mit einer Übermacht konfrontiert, doch auch ihre Leute würden tapfer an ihrer Seite stehen und sie begleiten. Bis in den Tod, wenn nötig. Denn sie würden nicht zurückstecken. Bis hier hin, und nicht weiter. Nie mehr ...

    Innos würde heute Blut weinen, anders konnte dies gar nicht enden. Es war ungewiss, wer an diesem Tag noch den Abend erleben würde.

    Callindor
    Last edited by Der Rat; 23.08.2009 at 13:58.

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    Knight Commander Nero's Avatar
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    Der gestrige Abend

    Nero saß noch immer mit seiner glimmenden Zigarre nahe Calidor und dachte darüber nach, was wohl wirklich geschehen war, als der alte Callindor sich zu ihm gesellt hatte. Mit ernster Miene hatte er sich neben ihn gesetzt und ihn um sein Gehör gebeten. Langsam und bedächtig hatte er dann die volle und ganze Wahrheit ausgespuckt, nicht gerade zu Neros Belieben:

    "Nun, da das Ende nahe scheint, will ich dich über das aufklären, was wirklch mit dir in den letzten Acht Jahren passiert ist. Wie ich schon sagte, ist es ungewohnt deine leuchtenden Augen nicht in abgrundtiefem Hass und Verachtung auf mir haften zu haben. Auch stimmte, dass du kleine Scharmüzel gegen mich leitetest, doch bist du nicht der Drahtzieher hinter diesen Geschichten. Nachdem Vic seinen Wirt wechselte passierte es, dass du zwischen Den Fronten gefangen wurdest. Da jedoch der Dämon in Form von Francoisenicht nur optisch sondern auch psychisch so wie sie verhielt. Eine Marotte von ihm, das kann er wirklich gut. Da du an sie gebunden warst wegen des Ordens deklarierte sie mich als Feind und du schlugst dich auf ihre Seite, begannst mich zu jagen und seitdem leben wir in tiefer Feindschaft. Dein älteres Ich weiß jedoch, dass er einem Dämon dient, doch da der Dämon vorgibt in Innos Namen zu agieren, ist er ihm loyal ergeben. Jun, der Fanatiker seit jenen Tagen unserer ersten Begegnung, tat sein Bestes um dich in deiner Entscheidung zu stärken. Du bist eine wahre Persönlichkeit geworden, nur leider auf der falschen Seite. Es tut mir Leid, dass ich dir das verschwiegen habe, doch da wir bald gegen unsere Häscher antreten, wollte ich, dass du das weißt und deinem anderen Ich gegenübertreten kannst wenn du willst, doch bedenke, du darfst nicht sterben!"

    Dann war er ohne ein weiteres Wort gegangen und hatte Nero in seinem Schmerz über diese unbedachte Wendung alleine gelassen. Wut hatte sich in ihm angestaut und die Verzweiflung bohrte eine Nachricht in sein Hirn. Hilf Callindor und wenn du dabei draufgehst, dein Leben soll nicht Grundlos verwirkt sein, räche dich selber, räche dich an deiner Zukunft

    Das Hier und jetzt

    Nero stand Seite an Seite mit Callindor und Vic, kämpfte gegen Brutus' Gefolge und bot mit ihnen daher eine wahrlich prächtige Unterhaltung für den Dämon und sein eigenes Gefolge. Blut foss über den Boden wie ein kleiner Bach sich über Steine ergoss und auf beiden Seiten kam es zu herben Verlusten. Als Nero aus den gröbsten Kampfhandlungen herauskam, suchte er sich einen Überblick, verteidigte sich jedoch weiter gegen anstürmende Gegner, schickte sie in den Tod und verwünschte ihr Leben. Als er sah, dass sich die Gruppe noch am Eingang der Höhle befand, und nichtmehr vollzählig war, machte er sich große Sorgen, hatte jemand von ihnen mit in den Kampf eingegriffen? War jemand gefallen? Er trug zur Zeit die Verantwortung mit Callindor, doch vergaß er seine Gedanken, als er plötzlich in zwei weiß leuchtende Augen sah und erschrak. Sein älteres Ich sah verwegen aus, gehüllt in eine stählerne Rüstung und mit einem mächtigen Schwert am Gürtel sah er auf seinem Ross aus wie ein Kriegerkönig aus alten Tagen. Nero ließ seiner Wut freien Lauf.

    "Wie bei Innos konnte ich so verblendet sein und mich diesem Dämon anschließen? Was hast du in Aussicht gehabt, dass du deinen eigenen Bruder verraten und dich dieser Ausgeburt der Hölle angeschlossen hast? Steig von deinem Ross runter und ich köpfe dich, nein MICH, eigenhändig!"

    "Komm mal wieder runter, ist es nicht herrlich Macht zu haben?"

    "MACHT??? Du bist nur eine Marionette des Dämons und nennst das Macht? Was regierst du? Das Reich der Mörder und Verräter? Sand? Stein?"

    "Das weißt du ganz genau, ich habe das gelebt, was ich einst träumte, ein wahrer Kriegerpriester Innos' zu sein und das Böse aus der Welt zu schaffen!"

    "Dann hast du kläglich versagt! Der Dämon ist das Böse, wir bekamen einst den Auftrag Dämonen und böse Kreaturen zu jagen, was meinst du, wieso dein Arm aussieht wie er aussieht? Schlage dich auf unsere Seite und hilf uns den Dämon, diese Missgeburt in Gestalt von Francoise, zu vernichten!"

    "So redest du nicht über meine Herrin!"

    Gerade noch rechtzeitig konnte der hohe Magier einen Schild aus Magie wirken um sich vor eine gewalltigen Entladung in Form eines leuchtenden Pfeils zu schützen den sein Ebenbild auf ihn schoss.

    "Bist du wahnsinnig? Wenn ich sterbe, dann stirbst du auch! Zieh dich mit deinen Männern zurück wenn dir dein Leben lieb ist, ich werde nicht zögern mir meines zu nehmen um eure Reihen damit zu schwächen!"

    Prustend und keuchend kam der Magier wieder auf die Beine, sein älteres Ich war wirklich stark geworden in diesen Acht jahren, ein Grund mehr ihn unschädlich zu machen bevor er alles gefährdete.

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    In der vergangenen Nacht hatte die Front oft den Standort gewechselt und viele Männer waren gefallen, doch noch immer wurde erbittert gekämpft. Nero wies gerade einige Männer an, sich neben den schwächeren der Gruppe zu postieren, als sie von einer Windböe zur Seite gedrückt und einige Meter weit geschleudert wurden. Ihnen fehlte nichts, doch nun stand Nero ohne Rückendeckung da, zog sein Schwert und drehte sich in die Richtung des Angriffs. Er blickte sich selber an, als sei es ein dreckiger Spiegel der ihm gegenüber stand, er versteifte sich, ging in Angriffsposition und sammelte Magie in seinem Arm, doch sein Gegenüber schüttelte nur den Kopf.

    "Ich habe nachgedacht, lass mich dir etwas erklären. Die Macht die ich lebte, war das, was mir, und somit dir, immer zustand. Was ist so verwerflich daran?"

    "Es ist verwerflich sich gegen seine Überzeugung und gegen seine Freunde zu wenden und dem Wesen zu folgen, dass man bis da verbissen bekämpft hat. Du hast in deiner eigentlichen Aufgabe versagt, und das ist es, was mich in rage bringt."

    "Dann soll es so sein, wir werden das nun hier klären. Nur du und Ich, keine Magie. Es ist feige, meine Magie gegen dich einzusetzen, da ich an Macht gewann und nur ein Feigling vertraut in einem Zweikampf auf die Magie Innos'. Das Schwert, die mächtige Waffe eines echten Kriegers, soll hier die Entscheidung bringen. Ich weiß, dass du erkennst, dass ich es ernst damit meine, du hast schließlich schon die Fähigkeit Wahrheit von Lüge zu trennen."

    "Was passiert wenn du gewinnst? Wirst du dich selber auslöschen?"

    "Nein, weitaus besser. Sollte ich gewinnen, nehme ich dich mit und werde dich dazu bringen es mir gleichzutun und meine eigene Zukunft noch Ruhmvoller zu gestalten. Gewinnst du, so will Innos es so und ich nehme meinen Tod in Kauf."

    Dann gingen beide in Kampfposition. Kurze Zeit verharrten sie still, musterten sich quasi selber. Nero führte noch immer sein Meisterschwert, das mit Erz überzogen war, Nero der Zukunft jedoch, führte einen etwas größeren Einhänder, eine Klinge, die oben gebogen war wie ein Säbel, jedoch trotzdem nahezu gerade war. Über ihre Seiten zogen sich rote Intarsen, die die Macht Innos zeigten und der Griff war aus rotem Leder gefertigt und endete in einer mächtigen Parierstange. Wenn Nero das richtig einschätzte, dann war dieses Schwert eine wahre, prachtvolle Arbeit. Er hoffte inständig, dass sein Ebenbild in den letzten acht Jahren mehr Magie gewirkt hatte, als sein Schwert zur Hand zu nehmen und ein wenig aus der Übung war. Der Kampf begann langsam, erst umkreisten sie sich nur, doch bald schon wurden sie in einen Takt hineingesogen, aus dem sie mit ihren Klingen eine Melodie formten. Der Kampf war hart, denn Nero war nicht so eingerostet, wie es den Anschein hatte und schon bald war der junge Nero aus der Puste und verteidigte sich nurnoch verbissen. Ohne es zu merken, hatten sich Neros Schergen um sie gesammelt und bildeten einen festen Kreis um sie, in der Hoffnung sich mit einschalten zu dürfen, doch der alte Nero wies sie zurück, er wollte dies alleine erledigen. Dann kam es dazu, dass sie so wield auf einander einprügelten, dass sich ihre Schwerter verkanteten und sie nah beineinander um den Sieg über dieses Kräftemessen rangen.

    "Hör zu... was ich gleich tue, hätte ich schon lange tun sollen.... ich habe Callindor niemals verraten!"

    und damit riss sich der alte Nero los, wirbelte herum und versengte mehrere Feinde in einer Lawine aus Feuer. Nero traute seinen Augen kaum, doch tat er es ihm gleich und wirbelte nun auch herum und heizte seinen nächsten Feinden ordentlich ein.

    "Was soll das???"

    "Ich schlich mich bei dem Dämon ein...."

    "WIE???"

    "Ich kann nicht nur Ja und Nein unterscheiden, ich kann meinen Geist auch so drehen, dass es aussieht wie die Wahrheit!"

    Ihre Rufe übertönten den Kampflärm in ihrer Nähe, die Feuersbrunsten, die über den Feind hinweg glitten und alles vernichteten, was in ihrer Nähe stand.

    "Callindor weiß das nicht und ich fand keinen Weg den Dämon zu bannen. Glaubst du, Callindor lebte noch, wenn ich die Scharmützel nicht geleitet hätte? Ich war immer daran schuld, dass sie nicht funktionierten, ich sabotierte alles."

    "Aber unser Kampf?"

    "Darauf abgezielt, dass sich diese Idioten hier sammeln und die Anderen vielleicht ein wenig Zeit bekommen, VORSICHT!"

    Hinter Nero kam nun ein wütender Schrei zu Tage, der von einem brennenden Kämpfer kam, der mit erhobenem Schwert auf Nero einstürmte, jedoch an seiner Parade scheiterte und dem grausigen Tod einer Köpfung erlag. Nero war mehr als verwirrt, doch kämpfte er mit seinem anderen Ich gegen den eigentlichen Feind, es wurden schon Rufe von Verrat laut und immer mehr Feinde stürmten an. Viele vielen den Flammen zum Opfer, doch lange konnten die Beiden das nicht mehr durchhalten, Rücken an Rücken standen sie und verteidigten sich gegenseitig gegen ihre Feinde, immer darauf achtend selber nicht getroffen zu werden und das eigene Ich zu schützen, dabei aber immer wieder Feuer auf die Feinde werfend den kämpfenden Rückzug anzutreten. Ihre Rufe drangen immer wieder durch den Lärm.

    "Wieviele Männer gehören deinem Trupp an?"

    "Das sind längst nicht mehr meine, die haben schon den Löffel abgegeben, das sind die Truppen von Brutus, kämpf so gut du kannst, sie sind zäh!"

    Jetzt konnte ihnen nurnoch ein Wunder helfen, entweder das, oder sie wuchsen über sich hinaus und erledigten eine vielzahl von wütenden Feinden, die einen Feind und einen Verräter in tausende kleine Fetzen zerstückeln wollten...

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    Ehrengarde Callindor's Avatar
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    Callindor is offline
    Behutsam half Callindor dem noch immer nicht ganz bei Bewusstsein seienden Calidor auf, der sich in den ersten Augenblicken nur verwirrt umsah. Irritert stieß er Callindor von sich.
    "Wo bin ich hier? Ist das die Himmel? Beliars Reich? Soll das meine Bestrafung sein?", fragte er nur wieder und wieder und taumelte zurück und konnte gerade noch so von Callindor vor einem Sturz bewahrt werden.
    Freundlich schauend versuchte er eindringlich, schnell das Vertrauen des wiedererwachten Priesters zu gewinnen.
    "Beruhige dich. Du bist hier in Sicherheit, mehr oder weniger. Aber zumindest weg von Karissa. Die dich töten wollte ..."
    "Ja..., ich erinnere mich. Sie hat mich versteinert und dann bin ich hier aufgewacht. Aber dich hatte ich doch fortzgeshickt. Und mein Schloss?"
    "Alles zerstört und ich bin nicht der Callindor, den du meinst. Ich bin von dieser zeit aus gesehen ungefähr zwei Jahre älter. Das ist alles sehr kompliziert und ich weiß selbst nicht, ob ich da richtig durchsteige. Aber das Wichtigste ist, dass wir dich gerettet haben. Aber nicht, weil wir so selbstlos waren. Nein ..."
    Misstrauisch hörte sich Calidor die Geschichte an. Hier war doch was im Busch. Seine Augern sprachen Bände ...
    "Wir brauchen deine Hilfe bei einem Feuerdämon. So weit ich noch weiß, bist du doch ein Fachmann darin. Bitte, hilf uns, oder unser aller Welten werden für immer zerstört werden ..."
    "Zerstört werden? Was redest du da für einen Blödsinn? Ich glaube dir kein Wort!", stieß er Callindor erneut von sich, doch dieser ließ sich nicht abwimmeln und zog seinen blonden Zwilling in die Richtung eines der Höhlengänge.
    "Dann muss ich es dir eben zeigen ...", sagte er nur bestimmend und riss Calidor förmlich den befackelten Weg entlang.

    Während dessen kämpften die anderen wahrscheinlich um ihr Leben oder hatten es bereits verwirkt. Doch Callindor durfte darauf kerine Rücksicht nehmen. Er wurde mit der wohl wichtigsten Mission von allen betraut und diese würde er erfüllen, komme, was da kommen möge ...
    Last edited by Callindor; 24.08.2009 at 18:18.

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    Abenteurer Der Rat's Avatar
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    Der Rat is offline
    Die Schlacht tobte und Callindor war mitten drin. Inzwischen hatten sie schon so oft den Schauplatz verändert, doch immer ging es eng aus, und nicht nur einmal mussten sie fliehen. Diese Fanatiker waren in ihrem Glauben und ihrer Entschlossenheit wirklich zu allem bereit und opferten sich nur zu gern für ihre Ideale und Überzeugungen. Oder sollte man eher Francoises sagen. Denn einen eigenen Willen hatten sie schon lange nicht mehr. Nur noch hirntote, gesteuerte Marionetten. Und allem voran Brutus, Jun und Nero.
    Nero ...
    Callindor konnte noch immer nicht glauben, dass sein bester Freund ihn so hintergehen und verraten konnte. Zählte denn ihre gemeinsame Vergangenheit gar nichts? Er konnte es nicht verstehen und mittlerweile hate er auch den Sinn darin verloren, nach einer Erklärung zu verlangen. Er hatte genug Zeit und sie nicht genutzt. Jetzt würde er dafür zahlen müssen, sich so von Innos abgewandt zu haben ...

    Vic hatte der priester schon längst aus den Augen verloren, doch zum Glück hatte dieser ihm noch einen Satz seiner *Spezialmittelchen* mit auf den Weg gegeben. Mit dem breit geöffneten Fächer bahnte sich Callindor unter Einsatz von stürmischen Windschlägen den Weg zu seinem Feindfreund und würde ihn nicht noch einmal davon kommen lassen.
    Und da sah er ihn auch schon ...
    Zusammen mit dem jüngeren Nero standen sie zusammen und beharkten einige der Paladine, Ritter, Knechte und auch Magier des Ordens. Mächtig war ihre Zerstörungskraft, doch das konnte unmöglich wahr sein! Nero hatte seinen jüngeren Zwilling unter einem Zauberbann, dass musste die Erklärung sein und die, die sie bekämpften, waren nicht Callindors Feinde, sondern seine Verbündeten.
    Das musste er so schnell es ging unterbinden ...
    Aus tiefster Seele sog er seine Magien zusammen, aufgestaute Wut und Enttäuschung, weinte fast dabei und stieß auzs seinem Rachen eine scheinbar nicht enden wolende Wolke aus schwarzem Rauch aus. Immer stärker verdunkerlte sich seine Umgebung, doch die position seines Feindes hatte er dabei nicht vergessen.
    Als schlussendlich seiner Meinung nach genug Rauch den Platz einhüllte, schnappte er sich zügig seinen Fächer, ließ über seine Hände Magie in die Verwebungen der Waffe gleiten und erzeugte damit einen heftigen Windstoß, der den Rauch direkt zu Nero und seinem Zwilling transportieren sollte.
    Im fadigen schein sah er ihn noch, mit dem Scharfsäbel in der Hand, als Callindor bereit war, den letzten Schritt zu tun.
    "Nero!", brüllte er über den ganzen Kampfplatz, "...., dein Ende naht! Ihr anderen, verschwindet da!"
    Und mit diesen Worten warf er das kleine Fläschchen, das Vic ihm gegeben hatte, mit Kraft in den Rauch, wartete einen Sekundenbruchteil und nutzte dann nur seine zwei Hände und einen Stoß von Magie, um das Glas der Phiole zum zerbersten zu bringen.
    Und die Wirkung war gewaltig!
    Denn in dem Fläschchen war ein hoch entzündliches Gemisch und durch die Explosion verwandeklte sich der Rauch binnen Sekunden in einem Flächenbrand, dem niemand entkommen konnte. Schon ein Atemzug würde genügen, um die Lungen nachhaltig zu schädigen. Das hielt neimand lange aus. Schon gar nicht dieser Verräter Nero. Und das war alles, was im Moment für Callindor zählte.

    Er sollte brennen! Brennen und Buße tun für seine verabscheuungswürdigen Taten. Und genau dies tat er jetzt auch ...

    Oh ja! Und es war eine Genugtuung für den Priester, es mit ansehen zu dürfen. Das hatte er mehr als verdient ...

    Callindor

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    Schwertmeisterin Selara's Avatar
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    Selara is offline
    Anders als sie es erwartet hätte war es zum Kampf gekommen. Es war so entschieden worden, sie hatte keine Möglichkeit gehabt sich dagegen zu wehren. Überhaupt ein Punkt, der sie wirklich wütend machte. Die Kerle, die bisher alles was nur ging verbockt hatten, bestimmten weiter über das vorgehen. Alleine das wäre schon ein Grund ihnen mal ordentlich in den Arsch zu treten.

    Selara war immer noch dagegen in die Zeit einzugreifen, es war fast verantwortungslos. Das Schicksal zu ändern konnte weit schlimmere Folgen haben, die nicht abzusehen waren. Vielleicht war das was geschehen war nichts im Vergleich zu dem war kommen könnte.
    Wenn es hier nicht um ihr eigenes Leben ginge hätte sie sich gar nicht in den Kampf eingemischt, so aber hatte die hohe Magierin keine Wahl gehabt.
    Es war ein erbitterter Kampf, beide Seiten schienen nur eines im Kopf zu haben.

    Selara kämpfte vorwiegend mit ihrem Stab, setzte ihre Magie nur ein wenn es unbedingt sein musste. Wie es aussah würde sie sich ihre Kräfte noch einteilen müssen. Wie lange der Kampf andauern würde konnte wohl keine sagen. Auf den ersten Blick schien es eindeutig zu sein aber der erste Eindruck hatte wie so oft getäuscht. Die ersten Gegner waren meist Fußvolk, Knechte und andere niederrangige die im ersten Angriff fast schon verheizt wurden. Selara wusste auch, dass der richtige, der endgültige Kampf erst noch kommen würde.

  16. Visit Homepage View Forum Posts #96
    Knight Commander Nero's Avatar
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    Nero is offline
    Nero hatte alle Mühe sich und sein älteres Ich hinter der magie zu verbergen, die einerseits die Flammen draußen hielt und gleichsam vor den Dämpfen absicherte.
    Sein älteres Ich stärkte ihn derweil mit seiner Magie, es war, als sammle er einfach weiter ohne Fremdeinwirkung zu verspüren.

    "Ich hab gewusst, dass er so reagieren würde, er weiß es nicht besser und ich kann es ihm nicht verübeln."

    sagte der Alte, um sie herum tobten die Flammen und verbrannten jeden nahen Feind zu Asche und selbst unter der magischen Kuppel konnte man die Hitze spüren.

    "Keine Angst, ich werd ihn davon überzeugen, wenns sein muss mit dem Schwert, du hast das richtige getan."

    "Das weiß ich, und ich bedaure sehr, dass er mich so in Erinnerung behalten hat, nachdem ich meine Tarnung antrat, gut nur, dass du hier bist. Woher hast du das gewusst?"

    "Weißt du noch, die Anschläge auf Callindor vor acht Jahren?"

    "Ja, wieso?"

    "Was auch immer er getan hat, es roch nach dem gleichen Gemisch, dass für die Explosion in seinem Zimmer sorgte, ich erinnerte mich sofort daran. Weißt du was ich meine?"

    "Ja, da hast du recht, doch ich konnte darauf nicht achten, da mir gleich zwei von Brutus' Männern an der Backe klebten."

    "Hmph, mich selber retten, was für eine Ironie."

    "Wir müssen noch ein wenig durchhalten, ich glaube nicht, dass er uns durch die Flammen sehen kann, wahrscheinlich vermutet er, dass ich nun Asche bin."

    "Wir beide, er muss uns gesehen haben, hat aber anscheinend nicht erkannt, dass wir beide gegen den Feind antraten, sondern gedacht, du derigierst die anderen."

    "Er war noch nie ein klarer Denker, doch das soll uns jetzt nicht kümmern, konzentrieren wir uns darauf, diese Kuppel aufrecht zu erhalten!"

    Es war dem hohen Feuermagier, als führe er Selbstgespräche und sicherlich war dies nun auch so, da er wirklich mit sich selbst redete, dabei musste er matt lächeln, aber dann überkam ihn eine Welle des Zorns. Callindor hatte ihn auch beinahe auf dem Gewissen gehabt, das galt es nun zu sühnen, dem würde er etwas erzählen.

    Er merkte, dass sich die Flammen schwächten, sprach sich kurz mit seinem älteren Ich ab und ließ dann die Kuppel fallen und wirkte sofort einen heftigen Windstoß, sodass sich die Flammen in allte Richtungen verteilten und vergingen, sprintete los und überraschte Callindor, als er gerade dabei war mit Vic einige Gegner zu bezwingen, sein älteres Ich folgte ihm. Heftig riss er Callindor zu Boden und hielt ihm einen Feuerball vor die Nase.

    "Du dämlicher vollidiot! Um ein Haar hättest du mich umgebracht, und mein älteres Ich auch ohne auch nur zu bemerken, dass wir gemeinsam kämpften! Du wirst dir nun, hier auf dem von Blut verklebten Boden, anhören, was er zu sagen hat!"

    "Hallo Callindor, es ist schon eine Weile her...."

    begann sein älteres Ich seine Ausführung und erzählte ihm genau das, was er schon seinem Vorgänger erzählt hatte, Callindor war erstmal ruhig gestellt, sodass er sich genau anhörte, was Nero zu sagen hatte, natürlich immer mit dem wohligen Schein des Feuerballs behaftet.
    Last edited by Nero; 24.08.2009 at 20:25.

  17. View Forum Posts #97
    Abenteurer Der Rat's Avatar
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    Der Rat is offline
    Callindor konnte gar nicht glauben, dass Nero seinen Anschlag überlebt hatte ...

    Da musste doch der Freund seine Finger im Spiel haben und allem Anschein gefiel es dem Kerl auch noch, sein jüngeres Ich weiter zu missbrauchen. Jetzt redete und redete er auf ihn ein, aber diese Worte hatten für den Priester keinerlei Bedeutung mehr. Nun nicht mehr!
    Viel zu viel Zeit war vergangen, Möglichkeiten verstrichen und er konnte - und wollte - Nero nicht mehr zuhören.
    Mit zornerfülltem Gesicht ballte er nur seine rechte Hand zu einer Faust und zerstörte damit den Feuerball von dem jungen Nero, der der Magie Callindors keinesfalls gewachsen war.
    "Steck dir deine Worte dahin, wo keine Sonne scheint ...", gab er beleidigt und kalt an Nero ab, stützte sich schnell linkerseits ab und war dann schon wieder in der Senkrechten. Hurtig wandte er sich um, um ein paar letzte Worte an seinen ehemaligen Weggefährten zu richten.
    "Ich hasse dich, aus tiefstem Herzen hasse ich dich, Nero und das kannst du auch durch gute Worte und Schönfärberei deiner Taten nicht ungeschehen machen. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll ... Die Attentate, Mordanschläge, Meuchelmorde und abartigen Straftaten und an allen warst du beteiligt. Ich weiß es, ich war dabei, habe dich gesehen, so oft, wie du vom Tatort geflohen bist und jetzt plötzlich sollst du nur zur Tarnung bei Francoise sein? Um was zu tun? Sie von ihrem Vorhaben, was immer es ist, abzuhalten? Das kann niemand und für wen willst du es überhaupt machen? Der Widerstand ist tot, falls du es noch nicht gemerkt hast. Dein Freund Brutus hat dafür gesorgt. Egal, was deine Beweggründe waren, sie sind inzwischen längst nichtig, denn auf dieser Welt gibt es nichts mehr, um das es sich zu kämpfen lohnt. Schau dich doch um ... Hier kämpfen Magier und Ritter gegen einander, wie eigentlich Freunde sein sollten, vielleicht sogar mehr und dieser Dämon in Menschengestalt hat das alles zerstört. Unser Bündnis des Ordens ist vor langer Zeit zerbrochen und es gibt nichts mehr, dass uns verbindet. Vielleicht sollte es so sein. Lass uns den ganzen Hass aufsaugen und uns gegenseitig vernichten, so wie es wohl von unserem Herrn vorgesehen war. Keine Reden mehr, Taten müssen jetzt sprechen ..."

    Und mit diesen Worten griff Callindor nur nach seinem Fächer und öffnete ihn schon halb, als ein Ruck durch seinen Körper ging. Es kam und so plötzlich, dass man es fast nicht bemerkte, nur waren die versandeten schwarzen Schuhe Neros plötzlich rötlich besudelt, kleine Tropfen liefen daran herunter und Callindor konnte gar nicht anders, als zu lächeln. Eine sonderbare Situation ...
    Er verstand es selbst nicht genau, aber sein Kopf sagte ihm einfach, jetzt darüber schmunzeln zu müssen und langsam verlor sein Körper an Stärke, seine Muskeln wurden schlaff und er sankte ein wenig zusammen. Sein Blick wanderte an Neros Körper entlang, stetig abwärts, ehe es abrupt endete und Callindor schließlich auf den Knien kurz zur *stehen* kam.

    "Sieht so aus ...", stammelte er noch, "..., dass wir unseren Kampf verschieben ... müssen."

    Dann fiel er einfach nach vorn in den Staub der weiten Kampfarena und man sah nur die drei Einschusslöcher in seinem Kimono. Dunkelrote Fäden liefen daran bereits herunter und beschmutzten den ohnehin schon wenig reinlichen Anzug noch mehr. Man kam wohl nicht umhin, diese Linien als Blutspuren zu indentifizieren und ehe einer der beiden Neros wirklich schalten konnte, was da gerade passiert war, war es Vic, der die Szenerie unerwartet betrat.

    "Callindor!", rief er nur laut über den Platz, doch dieser rührte sich schon nicht mehr.

    Wild rüttelnd fiel er neben ihm auf die Knie, mit Tränen in den Augen, hasserfüllt und von seinen lange versteckten Emotionen völlig überwältigt, riss er nur seinen Körper herum, sah Brutus mit seiner Armbrust hantieren, wie er die nächsten Bolzen in dieser Todesmaschine präparierte. Scheinbar hatte dieser Dreckskerl drei Bolzen mit nur einem Schuss abgegeben. Da hatte Callindor keinerlei Chance. Alle hatten ihr Ziel voll getroffen.
    Und Vic roch noch etwas ...
    Gift!
    Diese Bolzen waren vergiftet worden ...

    "Das büßt du mir ...", kam es ihm nur unterschwellig in den Sinn und mit einem schnellen Griff an seine Kampfmagierrüstung hatte er bereits eine Vielzahl von Stiletten, Dolchen und Atamen zur Hand, manche verzaubert, andere sticknormal, aber tödlich geschärft und Vic würde sie einsetzen.
    Er wusste genau, was er tat und Brutus war noch mit seinen Bolzen beschäftigt und seine Handgriffe würden schnell abfolgen. Viel Zeit hatte dieser Verräter also nicht mehr.
    Kräftig warf der Innospriester sie in die Luft, alle hintereinander, schloss nur kurz die Augen und hielt sie geschlossen, um dann nur seine Arme und Hände ruckartig zu bewegen und die Dolche und Messer in alle Richtungen fliegen zu lassen. Wie in einem Rausch trafen die Todeswaffen ihre Ziele, verfehlten kaum eine Kehle oder ein Herz und wie die Fliegen fielen die nahesten Magier, Knechte und das andere Gewürm, das es gewagt hatte, sich mit Callindor und ihm anzulegen.
    Nur Brutus entkam der Attacke ...
    Er hatte seine Armbrust wie einen Schläger gebraucht und damit die Flugwerkzeuge elegant an ihm vorbei manövriert. Fies grinsend sah er nur zu Vic herüber, der hier aber noch nicht fertig war. Noch lange nicht.
    Sein Gegner war direkt vor ihm und ohne seine geladene Armbrust kaum eine Gefahr. Hurtigen Schrites beschleunigte Vic seine Bewegungen, setzte zu einem Handstand an, machte einen Flickflack daraus und hatte so bereits gut die Hälfte des Abstands überwunden. Nun noch eine Folge von weiteren Sprüngen, Luftrollen und er hatte Brutus genau da, wo er ihn haben wollte.
    Mit einem Fußkick beförderte er ihn zu Boden, flog gleich hinterher und saß nur auf dessen Brust, lächeln und stieß dem Überwältigten nur den letzten Dolch von seinem Bund in die Kehle. Röchelnd und Blut spritzend würde dieser Verräter an Innos hier seine letzte Ruhe finden und Callindors Tod würde gerächt sein.
    Von Vic, und das war gut so.
    Es dauerte nur Sekunden, dann war der Todeskampf von Brutus beendet und mit dem schlitzenden Klang des sich lösenden Dolches erhob sich Vic von der Leiche, einen Moment um sich schauend.
    Die beiden Neros waren bei Callindor gebleiben, wagten wohl nicht, sich bei Vic Raserei einzumischen und das war ihnen auch bestimmt besser bekommen.
    Heftig atmend und doch mit dem Gefühl einer gerechten Tat beseelt, wollte er schon zu Callindor eilen. Er wollte ihn nicht so sterben lassen. Es gab noch Hoffnung, wenn auch nicht mehr viel. Das Gift hatte sich bestimmt schon sehr weit verteilt. Er musste sich beeilen. Und in eben dieser Eile übersah er einen seiner Erzfeinde.
    Jun ...
    Scheinbar wie aus dem Nichts war er hinter Vic aufgetaucht, schien nur eine Hand zu bewegen und etwas flog durch die Luft. Das kurze Zischen konnte man noch hören. Und ehe Vic fähig war, zu reagieren, fühlte auch er nur einen Ruck in seinem Körper und sein Blick fiel auf diese lange Spitze, die da aus seinem Körper ragte.
    Schlaff und ohne weitere Worte fiel er nur nach vor, und blieb schräg verkantet stehen, als die Spitze des Sperres in den Boden eindrang. Es musste ein verstörendes Bild sein, doch Vic konnte daran nichts mehr ändern. Ob wirklich Jun der Werfer war, oder einer seiner Günstlinge, war unklar, es interessierte den Priester auch nicht länger ...



    "Hey ihr zwei ... rührt euch!", rief plötzlich eine Stimme aus dem Hintergrund und die beiden Neros entkamen schließlich ihrer Starre, blickten um sich und sahen Carston, wie er auf sie zugeeilt kam. In ständig wechselnder Gestalt bahnte er sich seinen Weg schließlich zu Vic, sammelte nur seine Magien und ließ einen Feuerball nach oben steigen, der schließlich in einem gleißenden Lichtfeuerwerk explodierte. Noch zügig atmend wandte er sich um und sprach nun zu den Neros, die beide ob der Geschehnisse der letzten Minuten scheinbar kurzzeitig abwesend waren.
    "Ich kam so schnell ich konnte. Calidor arbeitet mit Callindor zusammen bei Vic. Und keine Sorge. Hilfe ist im Anmarsch. Es tut mir nur leid, nicht früher hier gewesen zu sein ..."
    Sein Blick fiel auf Vic, wie er noch immer aufgespießt an dem Speer hing, sich nicht weiter rührte. Ebenso wie Callindor, der dort drüben reglos im staubigen Dreck und seinem eigenen Blut lag ...

    Was für ein Ende ...

    Aber würdig war es gewesen, denn um sie herum türmten sich die Leichen der Fanatiker, sie waren ehrenhaft gestorben, für ihre Überzeugungen und Werte. Carston konnte nicht anders, als ein kurzes Gebet zu sprechen. Der letztendliche Wandel in Callindor hatte wohl auch Auswirkungen auf seine Gedanken.
    Und mitten in den letzten Worten, griff der junge Nero plötzlich nach der Schulter des Wandlers.
    "Was meinst du? Welche Hilfe?"

    Doch ehe er zu antworten brauchte, hörten sie bereits von weitem das Heulen. Unzählige Stimmen von Heulerei. Und sie kamen auf sie zu. Das waren eine Vielzahl an Wölfen ...
    Jun selbst wandte sich nur irritiert um, als ihn einer der großen Wargen erfaste und zu Boden riss. Das waren wirklich schnelle Biester. Und reihum tauchten plötzlich die Waldtiere auf und mischten sich in die letzten Scharmützel mit ein. Grimmiges Geknurre und Gebelle hörte man bald aus allen Himmelsrichtungen.

    "Ich habe Ornlu und seine Sippe auf meinem Weg von Braga nach Vengard getroffen. In einer Art Unterschlupf für die letzten Überlebenden Sildens, irgendwo im Süden, an der Grenze, Passland von Trelis. Kez hat sie aufgespürt. Es hat mich viel Zeit und Engelszungen gekostet, Ornlu davon zu überzeugen, uns zu helfen. Er hält nicht viel von uns, schließlich haben die Mitglieder des Innosordens während des Orkkrieges auch vor Silden nicht Halt gemacht. Er verachtet uns, doch Jun und Francoise und ihre Anhängerschaft verachtet er noch mehr, nach dem, was sie in Varant angerichtet hatten und die Waldläufer und Druiden nun tagtäglich mit den Späher der Untoten zu tun haben, wenn sie sich denn mal aus der Wüste rauswagen. Trotzdem, erwarte nicht zu viel von ihm. Es ist eine brüchige Allianz ..."

    Und während Carston in Callindors Gestalt nur davon sprach, kam Kez auch schon aus dem Dunkel des um sich greifenden Staubes und eilte zielstrebig auf Vic zu. Abwechselnd jaulend und seine Hand leckend, betrauerte sie den Verlust ihres vertrauten Meisters. Immer wieder die schlaffe Gliedmaße anstupsend, hoffte sie wohl auf eine Regung, doch diese blieb aus.
    Mit einem letzten Jaulen ließ Kez von Vic ab und hetzte nur auf Jun zu, der gerade einen der Wargen auszuschalten schien. Mit klaffenden Wunden lag das Tier auf der Seite, Blut rann herab, doch kam dieser dreckige Bastard zu keiner Verschnaufpause. Wie eine Meute hatten sich drei oder vier Wölfe an ihm verbissen und nun würde Kez sich auch noch dort einmischen. Jun würde keinen leichten Stand haben, das war sicher.

    Und während all dies passierte, drang Carston plötzlich zum Rückzug ...

    "Es wird Zeit, was geschehen ist, ist geschehen. Trauern könnt ihr später. Fenier und die anderen Wassermagier, die sich entbehren konnten, werden uns bei der Flucht helfen. Es ist jetzt nur noch wichtig, dass Vic von seinem Dämon befreit wird und Calidor ist drauf und dran, wenn auch mit Mühe durch Callindor. Ihr könnt ihm wirklich dankbar sein. Vergesst nicht .., all das wird nie passieren, wenn ihr bei dem jungen Vic Erfolg haben. Und nun lasst uns gehen ..."

    Und ehe einer der Neros was sagen konnte, spürten sie anscheined schon die Welle der Magie und um sie herum bildete sich eine Barriere aus Eis, sie wuchs und wuchs und würde als Hindernis solange ausreichen, bis sich die Überlebenden des Widerstandes in den Katakomben wieder gesammelt hätten.

    "Helft mir, Vic und Callindor hier wegzubringen. Vielleicht gibt es noch Hoffnung, auch wenn es ausweglos erscheint.", sprach Carston nur eindringlich und machte sich schon an dem Todesspeer zu schaffen, an dessen ungefährer Mitte Vics lebloser Körper baumelte. Auch Callindor wurde im Huckepack auf Neros Rücken gewuchtet und getragen. Er vermochte es zwar gut verbergen, aber die kleinen Tränen, die dem alten Nero über das Gesicht liefen, entgingen Carston nicht. Er konnte es ihm nur zu gut nachfühlen, denn auch Carston selbst hatte Callindor viel zu verdanken, letztlich sogar sein Leben ...

    "Grämt euch nicht ...", versuchte sich der Wandler nur an einer Aufmunterung, scheiterte damit aber kläglich, "..., es gibt noch Hoffnung, wie ihr wisst. Ihr dürft nur das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verlieren. Wenn ihr aufgebt, ist alles verloren und Vic und Callindor haben umsonst all die Jahre gekämpft ..."

    "Und was hat es ihnen letztendlich eingebracht?", fragte der junge Nero nur beiläufig, ebenso geschockt, erhielt jedoch von niemandem eine Antwort. Nur beklemmende Stille ...
    Weil keine Antwort nötig war, denn diese war ofensichtlich. Sie trugen sie nun zusammen zurück zu ihrem Lager, um die schlechte Kunde zu verbreiten.

    Die Waldläufer und Druiden, ebenso wie die Wassermagier würden die restlichen verstreuten Gruppen noch ausreichend beschäftigen und dann nachkommen. Das war so mit Carston abgesprochen, und eigentlich wollte sich Ornlu und sein Clan daran halten, schließlich stand auch für ihn eine bessere Zukunft auf dem Spiel.
    Und Carston konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich der Waldhüter nicht doch etwas Besseres wünschte, als das, womit er hier zu kämpfen hatte ...

    Callindor
    Last edited by Der Rat; 24.08.2009 at 23:25.

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    Callindor und Calidor arbeiteten weiter daran den Dämon zu bannen und anscheinend waren sie darin auch ein wenig weitergekommen wie es sich unter den Gefährten herumsprach, doch dafür hatte er nun keine Ohren. Zusammen mit Selara arbeitete er nämlich daran, Vic und Callindor nicht einfach sterben zu lassen, auch wenn sie es durch die Verbannung des Dämons ungeschehen machen konnten. Beide hatten noch ein schwaches Lebenslicht und Innos schien nicht die Laune zu haben es auszulöschen. Er selber hatte sich um Callindor gekümmert, zusammen mit seinem älteren Ich, die nun beide die Hände auf seinem Körper hatten und die Magie wirkten. Zuerst hatten sie die klaffende Wunde des Bolzens geschlossen und sich dann ein Bild darüber verschafft, wie weit das Gift vorgedrungen war, sie hatten es wenigstens gestoppt, als es versuchte Hirn und Herz zu erreichen, die inneren Organe schienen dem Versagen nahe, sie mussten handeln. Während der hohe Magier versuchte das Gift weiterhin aufzuhalten, machte sich sein älteres Ich daran, das Gift aus dem Körper zu entziehen. Das Aufhalten des Giftes machte keine Mühe und war somit nicht mit Schmerzen verbunden, doch dem Alten stand der kalte Schweiß auf der Stirn und dunkle Ränder hatten sich unter seinen Augen gebildet, er litt Schmerzen, litt an dem Gift, dass er in sich aufnahm. Als es ihm unerträglich erschien, begann auch Nero etwas davon aufzunehmen und wieder abzugeben, sie reinigten gemeinsam das Blut des Alten und litten gemeinsam Schmerzen. Dann endete der Schmerz und beide glitten nach hinten auf eine Reihe von Steinen.

    "Was denkst du? Wird er es nun schaffen?"

    "Ich kann es nur hoffen, seine Organe sind geschädigt und ich weiß nicht ob er den kommenden Tag überstehen wird."

    "Hoffentlich erlebt er noch mit, wie wir siegen, das hat er verdient und somit ändern wir das Ganze auch."

    "Bevor das jedoch geschieht möchte ich dir etwas geben... Es hat mich in den letzten Acht Jahren sehr weit gebracht und ich denke, dass du es haben sollst, wer weiß, ob du es sonst überhaupt fertigen lässt. Es ist ein wenig Magie darin gespeichert, sodass dir eine kleine Reserve bleibt, wenn die Situation ausweglos erscheint."

    Nero zog sein Schwert und hielt es mit der Klinge nach unten seinem jüngeren Ich hin, der es nahm und bewunderte. Dieses Schwert war eine wahre Form der Kunst, mit den rötlich schimmernden Intarsen und dem großen Griff.

    "Ich danke dir, sei gewiss, ich verwende es nur zum Guten. Aber eine Frage habe ich, wann ist dein Arm rot geworden?"

    "Was meinst du, woher ich wusste, dass ihr hier seit? Ich habe es mit gedacht, da sowas, wie mit unseren Augen, nur vorkam, als die Magie in uns noch nicht stark war und wir uns verausgabten, du hast ihn schon einmal gerettet seitdem du hier bist, nicht wahr?"

    "Ja, er war dem Tode nahe."

    "Das war es, hoffen wir, das unsere Arbeit nicht umsonst war und er durchkommt."

    Aber auch Vic sah nicht besser aus, er war schwer verwundet und auch er schien dem Tode nahe, so wie Selara ihn immer wieder ansah. Dem Magier standen Tränen in den Augen und er rammte das Schwert wütend in den Boden, auf einen irritierten Blick seines älteren Ichs schloss er die Augen.

    "Ich hatte mir am Anfang dieser ganzen Geschichte geschworen, alle lebend hier herauszubringen und auch Callindor und den alten Vic zu schützen, ich habe in beidem Versagt und bin vielleicht sogar schuld an ihrer beider Tod...."

    "Das bist du nicht, alles was geschehen ist und gerade geschieht hat die Vergangenheit vorrausgesagt, das Schicksal ist geschrieben, doch wenn sie es schaffen den Dämon zu bannen, dann starten wir alle mit einer leeren Seite im Buch des Schicksals, alles ändert sich und wird neu geschrieben, zu einem Besseren. Denk immer daran, was geschieht, das geschieht aus einem bestimmten Grund, auch die Zeitreise, mein vorgetäuschter Verrat, vielleicht sogar der Tod der beiden, doch ihr, ihr habt nun alles in der Hand, wenn ihr die Zukunft ändert wird alles anders kommen und die beiden werden leben!"

    Sie gaben einander die Hand, dann trennten sich vorerst ihre Wege, nachdem der Junge dem Alten sein eigenes Schwert gegeben hatte, eine Geste nichts weiter, doch es schien beiden viel zu bedeuten...

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    Es muss ein Traum sein ...

    Dieser Gedanke ging Callindor wieder und wieder durch den Kopf, einmal zwicken und er würde aufwachen, in seinem Bett und alles, was hier passierte, würde sich als bitterböser Albtraum herausstellen.
    Ja, das, das musste einfach so sein.
    Verheult kauerte Callindor neben seinem Zwilling und sah noch neben ihm den golden Fächer liegen, so prächtig verziert und ausgearbeitet, und doch hatte er ihn nicht vor Brutus' Grausamkeit schützen können. Irgendwie ging hier aber auch nichts mehr so, wie es beabsichtigt war. Eine verkorkste Welt und Callindor hatte die Schnauze gestrichen voll von ihren Intrigen, Machtspielen und dem ganzen anderen Kram, von dem sie noch gar nichts wussten.
    Wieso musste es nur immer so laufen? Wieso? Was hatte Callindor oder die anderen verbrochen, dass sie es so hart treffen musste?
    Callindor hatte keine Antwort darauf und wollte auch gar nicht mehr verstehen, was hier vor sich ging, nur noch nach Hause, das war sein Ziel. Weg von all diesem Scheiß ...
    Seufzend sah Callindor aufwärts, als er plötzlich diesen Jungen burschen kommen sah, etwas jünger als er, vielleicht einer der überlebenden Novizen, der freundlich grüßte und dem Magier dann mitteilte, dass *die anderen* ihn zu sehen wünschten. Es war alles recht schwammig formuliert, aber vielleicht war es wichtig und er wollte sie ungern warten lassen.
    Nickend machte sich Callindor schließlich auf den Weg und überließ dem aufmerksamen Novizen die weitere Wache über den alten Callindor, als dieser sich dafür anbot und der Feuermagier das Angebot dankend annahm.
    Die Gruppe war nicht sofort erreicht, denn zur besseren Genesung hatte man Vic und Callindor getrennt in einzelnen Katakombenbereichen untergebracht , damit sie sich in Ruhe auskurieren konnten. Das hatten sie bitter nötig.
    Deshalb stapfte der Magier nun auch durch den befackelten Gang und überlegte sich schon, was Nero und die anderen wohl wollten.
    Sein Freund sah ihn zuerst und grüßte schon von weitem, auch wenn die Stimmung am Tiefpunkt war und noch weiter abwärts rutschen würde, wenn sie es nur könnte.
    "Hey Callindor, wie geht es ihm?", fragte Nero lächelnd und Callindor wehrte nur beschwichtigend ab.
    "Keine Sorge, der ist zäh, den haut nichts so schnell aus den Latschen ..."
    "Dann ist ja gut ...", meinte sein Freund nur darauf und dann entstand eine Art Stille, ein wortloser Moment und Callindor wunderte sich schon, schließlich hatten sie ja angeblich etwas dringendes zu besprechen.
    "Nun, was gibt es?", fragte Callindor schließlich ungeduldig und erhielt von Nero nur ein Stirnrunzeln.
    "Was meinst du?", gab er nur verwirrt zurück und nun war auch der Magier völlig irritiert.
    "Der eine Novize da meinte doch, ihr hättet was Wichtiges mit mir zu besprechen und deshalb bin ich so schnell wie mögich zu euch geeilt ..."
    "Tut mir leid, nein. Wo ist der Kerl denn jetzt?"
    "Der ist bei Callindor ... und ... hat meine Wache ... ... übernommen ..", bekam Callindor gerade noch so zusammengestzt, als in ihm ein schrecklicher Gedanke aufkeimte.
    "Oh Innos, nein ...", rief er nur flehend aus und rannte nur so zügig es ging den engen Gang entlang, Nero und einige andere folgten ihm und was er dann sehen musste, ließ ihm kurz den Atem stocken. Ein Brechreiz trieb in ihm auf und er hatte Mühe, sich nicht hier und jetzt zu übergeben.
    Sein älterer Zwilling war grausam zugerichtet, über und über mit Messerstichen übersät und fast schon unmenschlich ausgeweidet. Obwohl es nicht viel Zeit war, stank es bereits bestialisch, vielleicht die Reste des Giftes, dass sich verteilte, ein grauenvoller Geruch ...
    Und in all dem Trubel übersah man fast die verkohlte Leiche, die direkt neben dem zugerichteten Callindor lag und noch zu rauchen schien. Sie war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt gewesen. Was war hier nur geschehen? Callindor hatte dies unmöglich bewerkstelligen können. Doch wer war dann für dieses Massaker verantwortlich?
    Fragen über Fragen und ehe Callindor einen klaren Gedanken fassen konnte, kam der alte Nero schon von hinten auf die Gruppe zugeeilt.
    "Ihr wolltet mich sprechen?", rief er ihnen schon von weitem zu und wurde bei dem Anblick von den Gesichtern der anderen gleich langsamer. Auch ihn traf dieses Bild mit voller Wucht.
    "Bei Innos ...", brachte er nur heraus, ehe Callindor ihn am Kragen packte und mit scharfen Augen ansah.
    "Wer ist bei Vic?", flüsterte er nun fast zu Nero und dieser wurde auch schon ganz kleinlaut.
    "Der Novize, der ...", wolte er noch antworten, als Callindor bereits genug gehört hatte und sich nur den goldenen Fächer griff.
    Schreiend rannte er durch den Gang, riss dabei einige der Fackeln aus der Verankerung und musste sich beeilen. Vics Leben war in Gefahr. So schnell ihn seine Beine tragen konnten, überwand er Meter um Meter und seine Gefolgschaft war aufgrund der verbreitenden Hektik stetig angewachsen, Murmeln erfüllte das Untergrundlabyrinth, doch blendete Callindor das völlig aus.
    Dann war es nur noch eine Biegung ...
    Und mit Schrecken musste er sehen, wie der vermeintliche Novize nur über Vic kauerte und ein Skalpell rechter Hand aufblitzen ließ.
    Ohne nachzudenken und mit einer unendlichen Wut und Trauer im Bauh riss er einfach den Fächer herum und ließ so einen mächtigen Windstoß entstehen, der den Novizen von Vic fortriss und das ganze Mobiliar gehörig durchschüttelte. Das war eine starke Windboe ...
    Doch hatte er scheinbar noch nicht genug, denn der Novize rappelte sich trotz des Sturzes nur auf, grinste fies und tat dann schon den ersten Schritt wieder auf Vic zu, als Callindor erneut den Fächer mit aller Kraft durch den Gang zischen ließ und sein angeblicher Ordenskollege von einer zweiten Boe erfasst und weggeschleudert wurde.
    Mittlerweile waren auch die anderen angekommen und sahen mit Schrecken das Bild. Sie hatten nun die Oberhand und der Novize schien dies zu bemerken. Er unternahm nun nichts mehr, zu Vic zu gelangen. Statt dessen stand er nur da und sah ihnen in die Augen. Ein Angst einflößendes Bild ...
    "Ich finde euch ...", sprach der Novize plötzlich und grinste wieder dreckig, "..., egal, wo ihr euch versteckt. Ich werde euch finden und euch auslöschen. Ihr könnt mir nicht entkommen. Aber das werdet ihr noch lernen und euch mir anschließen. Oder sterben ..."
    Unter einem schauerlichen Gelächter erbebte der Boden und Callindor zitterte am ganzen Körper. Er hielt es nicht mehr aus.
    "Helft mir!" Bitte ...", waren dann nur noch die letzten Worte, als sie alle bemerkten, dass mit dem Novizen etwas nicht stimmte. Er war fern gesteuert und richtig verstörend wurde es, als sich plötzlich seine rechte Hand erhob und das scharfe Messer wieder aufblitzte. Langsam näherte es sich dem Hals seines Führers.
    "Nein!, Oh nein, helft mir, doch bitte. NEIN!!!", schrie er noch, als er der erdrückenden Gewalt seines rechten Armes nichts mehr entgegen zu setzen hatte. Mit einer ruckartigen Bewegung erschien plötzlich dieser rötliche Schnitt am Hals dieses jungen Mannes und wie ein Wasserfall floß der rote Lebensssaft unaufhörlich nach und unter Röcheln erstarb auch dieses noch aufblühende Leben binnen Sekunden.
    Alle waren noch wie gelähmt, der Schock über das Erlebte saß tief, als Nero nur mit seinen Ellenbogen einen Gang freischaufelte und dabei auch Callindor unsanft zur Seite schob. Doch auch sein schnelles Eingreifen würde es nicht mehr ändern.
    Denn ehe er überhaupt die Leiche erreicht hatte, ging sie auch schon wie durch Zauberhand in Flammen auf. In einer alles vernichtenden Stichflamme blieb letztlich nur noch eine verkohlte Gestalt übrig, wie bei dem anderen Attentäter ...

    Noch wie betäubt taumelte Callindor auf Vic zu, der noch immer scheinbar reglos am Boden lag. Mit jedem Schritt schien sein Puls zu hüpfen, sich nach diesen Augenblicken zu potenzieren und alsbald den Geist aufzugeben. Denn ein mulmiges Gefühl machte sich in dem Magier breit.

    Vic! ... Vic!?"

    Und dann sah er es. Die schreckliche Wahrheit. Vic war schon längst tot ...

    Ein kleiner Schnitt führte an dessen Hals entlang und an den Seiten floßen ebenso rötliche Linien und in den Augen des Jungen war inzwischen alles Leben erloschen.
    Sie waren trotz aller Anstrengungen doch zu spät gekommen ...

    Und unter stoßweisem Atmen und mit Tränen in den Augen versagten seine Beine dem Magier plötzlich den Dienst und es wurde dunkel um ihn herum ...
    Last edited by Callindor; 25.08.2009 at 17:37.

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    Nero is offline
    Nero war am Ehesten bei Callindor und fing ihn gerade auf, als seine Beine unter ihm versagten. Mit Tränen in den Augen zerrte er ihn weg und stürzte mit ihm zusammen zu Boden, als Callindor zu schluchzen begann. Nero wiegte sich mit ihm vor und zurück und murmelte dabei immer und immer wieder "..es wird alles gut, wir werden sie noch retten, wir werden sie alle retten.... wir schaffen das... es war nicht umsonst..." Dann fasste er sich wieder, wischte sich über die Augen und stand behutsam auf, klopfte dabei auf die Schulter seines Freundes und drehte sich zu den Anderen um, auch sie waren mehr als geschockt von dieser Wendung, manchen standen ebenfalls die Tränen in den Augen und auch Nero kämpfte noch mit sich selbst.

    "Sie sind für unser aller Wohl gestorben und haben bis zuletzt tapfer gekämpft... Ihr Tod soll uns eine Mahnung sein und uns dennoch nicht von unserer Aufgabe abhalten... Nie habe ich solchen Mut erlebt, nie solch bewundernswerte Menschen getroffen die ihr Leben hingaben um der Sache zu dienen.... Was geschah, ist das Werk des Dämonen der durch Francoise an Macht gewann in den letzten Jahren... Ihr Tod soll nicht sinnlos sein, doch möchte ich euch nun um etwas wichtiges bitten... Die Magier wissen um die Gabe eine magische Barriere um einen geist zu weben, sodass dieser sich nicht beeinflussen lässt. Schützt euch damit und erhaltet den Zauber aufrecht, wer kein Magier ist ist jedoch nicht der Gefahr ausgesetzt sondern wendet sich bitte an mich oder einen der anderen Magier, und lässt sich von diesen schützen... es gibt nun nicht mehr viele Optionen...."

    dann versagte ihm die Stimme, er drehte sich weg und begann leise zu schluchzen, sie hätten es fast geschafft, dann drehte er sich wieder um, da er eines spürte... Freude über den Tod der beiden, war es wieder eine Marionette des Dämonen oder war ein Verräter in ihren Reihen? Er erkannte schnell, wer es war, Ornlu. Innerlich feierte sein geist, da er, soweit Nero das wusste, nicht viel von den letzten Innosgetreuen hielt. Wut staute sich in ihm auf, Wut auf den Druiden und den Dämonen gleichzeitig. Er ging auf ihn zu, packte ihn und sah einem mächtigen Schwert entgegen, das ihn jedoch nicht wirklich beeindruckte.

    "Das dachte ich mir doch, von euch kommt nichts gutes..."

    "Das kann ich nur zurückgeben, Baumknutscher. Doch lass dir eines sagen, auch wenn du dich nun innerlich freust, bald könntest du dies schon bereuen. Wenn du nichts zu sagen hast, dann verschwinde von Vics Leichnam, und zwar schnell!"

    "Ich hätte etwas zu sagen, doch wenn ich solche Manieren erlebe, dann vergesse ich recht oft was ich eigentlich wollte.... wie war das noch?"

    Nero ließ von ihm ab und trat mit einem geringschätzigen Blick nach hinten, musterte den Naturmenschen dabei kühl und beruhigte sich ein wenig. Dann sah er ihn ein wenig netter an und sagte mit schleimigem Ton

    "Ich bin ganz Ohr, teile dein kolossales Wissen mit uns, großer Ornlu!"

    "Es gäbe einen Weg wenigstens Vic zu retten, doch anscheinend scheint euch nichts an dem gelegen und ich bin auch nicht bereit euch ohne weiteres davon zu erzählen, oder euch auch nurnoch einmal zu helfen. Ihr habt uns Leid zugefügt und das werde ich nicht mehr tollerieren, ihr sollt Leiden für das was ihr getan habt!"

    "Dies ist aber nicht unsere Schuld, es geschah als der Dämon die Macht übernahm, es geschah nicht durch den Willen der Innogetreuen, sondern auf Befehl und selbst du solltest wissen, was die Disziplin verlangt!"

    "Aber ich weiß nicht, ob man euch trauen kann, ich weiß noch nicht wie ihr denkt, was ihr tut und wie ihr handelt. Alles was ich weiß ist, dass ihr kämpft wenn es sein muss und daher weiß ich nicht, ob ich euch in zeiten der Not vertrauen kann oder ob ihr die Seiten wechselt, wie soll das laufen? Einer der mächtigsten eurer Magier ist dahingerafft, was bietest du mit also um eine potentielle Gefahr zu erhalten?"

    "Ich kann dir nur eines bieten! Einen erfolgreichen Abschluss unserer Mission, und das Versprechen, ein Bündniss zwischen euch und den innosgetreuen zu schaffen. Acht Jahre in der Vergangenheit und diesen zu erhalten!"

    "Ich kann dir nicht vertrauen... euch allen nicht... es sei denn, du unterziehst dich einer meiner Prüfungen!"

    "Und du denkst, dafür haben wir zeit? Mein Wort ist dir nicht genug?"

    "Wenn du es ernst meinst, dann wirst du es machen müssen, lass mich dich einigen Fragen unterziehen und deine taten beurteilen, stelle dich meinen Fragen, tu was du für richtig hälst und zeige mir, dass du damit richtig liegst."

    "Wenn es dein Wunsch ist, doch sei gewarnt, die Anderen sind hier, sie werden dich nicht einfach davonkommen lassen wenn mir etwas zustößt."

    "Fangen wir an, die Zeit drängt und ich will wissen ob doch Menschen mit reinem gewissen in euch stecken!"

    Damit setzte Nero sich auf den Boden und gab sich den fragen des Druiden hin.

    "Du bist auf einer Lichtung, die Sonne ist dabei unterzugehen und es ist still, als plötzlich ein Waldläufer an dir vorbeiläuft, der von einem Assassinen verfolgt und verwundet ist. Was tust du?"

    "Das ist einfach, ich rette den Waldläufer, doch kann ich den Assassinen aufgrund meiner Ausbildung nicht töten, ich muss ihn in gewahrsam nehmen und an euch überstimmen."

    "Hmm, nungut, machen wir weiter. Ein hochrangiger Magier lädt dich zu ihm ein um mit dir die neusten Trankrezeote einzustudieren, als du jedoch auftauchst, befiehlt er dir, einen gefangen zu verhören und ihn anschließend umzubringen."

    "Diese Fragen bringen nichts, du weißt, dass ich niemanden ohne grund töte, nicht einmal, wenn es innos selber befehlen würde, was soll das?"

    "Hmm, gut, da hast du recht. ich werde dich nun vor eine Wahl stellen, bei der du nur eine Wahlmöglichkeit hast. Du bist mit drei anderen Menschen in einem Raum eingeschlossen, ihr seit alle angekettet. Sieh es dir an, du bist in ihm, siehst die ketten, und die eigentliche Aufgabe. Jede kette ist mit den anderen verbunden, sie führen in Todesfallen aus Stacheln. Zieht einer an seiner Kette,, werden die anderen auch mitgezogen. Vor euch sind Urnen mit Schlüsseln für die Fesseln. Rettest du dich, indem du Stärke beweist und tötest damit mindestens einen deiner Mitstreiter, oder gibst du dich hin und stirbst um die anderen zu retten?"

    Nero überlegte lange. Es musste doch einen Weg geben alle zu retten! Er konnte nicht viel tun, nur immer und immer wieder daran denken, dass sich die Anderen nicht bewegen sollten und er auch nicht. Dann kam ihm eine Idee.

    "Ich muss nicht sterben und die anderen auch nicht. Es gibt nur einen Weg sie zu retten.... Sie alle müssen weit an die Falle heran, die Ketten dabei mir mitgebend. Ich werde eine Urne öffnen, mich befreien und den anderen helfen. Wenn dies möglich ist, würde ich es so versuchen, auch wenn ich dazu die anderen erst einmal davon überzeugen müsste. geht dies nicht, so würde ich mich opfern, denn so gebietet es Innos und so würde ich handeln. Lieber sterbe ich, als die Gewissheit zu haben für den Tod eines Unschuldigen verantwortlich zu sein."

    Was Ornlu davon hielt, gab er noch nicht preis. Nero hatte aufrichtig geantwortet und hoffte nun, dass ornlu ihnen helfen würde.

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