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  1. View Forum Posts #21
    Schwertmeisterin Selara's Avatar
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    Oct 2005
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    Selara is offline
    Selara wollte gar nicht wissen was aus ihr werden würde, sie war froh sich selbst, vielmehr ihrem älteren Ich begegnet zu sein. Es war nicht vorgesehen, das Menschen wissen sollten, was mal aus ihnen werden könnte und was nicht, es war einfach nicht gut.
    Es war auch gar nicht abzusehen was für Auswirkungen ihr Dasein in der Zukunft haben würde. Die Vergangenheit würden sie sicher nicht ändern können aber auch hier gab es wieder eine Zukunft, die verändert werden kann und Selara war überzeugt davon, dass dies nicht zum positiven wäre. Umso mehr sie darüber nachdachte umso verwirrter wurde die hohe Magierin. Einige Fragen waren beantwortet worden, dafür hatten sich wieder andere aufgetan.

    Acht Jahre waren sie in die Zukunft gereist, die Orks waren bezwungen und Innos soll gewonnen haben. Wenn sie das aber richtig einschätzte hatte niemand gewonnen, sie hatten eher alle verloren. Acht Jahre nur und alles an was die glaubte, für das sie lebte und auch sterben würde lag in Schutt und Asche, Chaos herrschte vor, anders konnte sie es nicht beschreiben.

    Selara wusste nicht wie es weiter gehen würde, das Warten aber hatte sie satt. Hunger hatte sie schon, schaffte es aber gerade ein Stück Brot in sich rein zu zwingen, der Appetit war ihr längst vergangen. Zu viele Ungereimtheiten gar es. Selara glaubte an das Schicksal, für sie gab es keine Zufälle, alles war vorherbestimmt.
    Ihr Ausflug in die Zukunft aber auch?
    In diesem Fall würde es ja wieder heißen, dass sie sich einmischen müssten, weil es eben vorbestimmt ist.
    Sie musste warten wie es weiter gehen soll, momentan war die hohe Magierin einfach ratlos. Die Magie war mächtig, sehr mächtig, nahm in diesem Fall aber seltsame Formen an.

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    Abenteurer Der Rat's Avatar
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    Der Rat is offline
    Callindor war unsicher. Ein seltsames Gefühl. Er hatte es lange nicht. Meist war klar, was getan werden musste, um jeden Preis. Doch hier? Die Begegnung mit seinem ehemaligen Ich stimmte ihn nachdenklich. Zu gern wäre er noch einmal *er* gewesen, doch dies war nicht länger möglich. Zu viel lag zwischen ihn. Dinge, Menschen, Leben und auch der Tod.
    Es würde nicht gelingen ...

    Zum Glück betrat Vic sein Gemach und lenkte ihn so von weiteren *Was wäre wenn ...*- Geschichten ab.

    "Was machen sie jetzt?", fragte Callindor gerade heraus und Vic antwortete ihm nur eben so direkt, dass sie wohl auf dem Weg zur Lichtung seien.
    "Die Lichtung? Du hast ihnen doch hoffentlich nicht zu viel erzählt?"
    "Nein, nein, ich habe nur so viel gesagt und angedeutet, wie nötig war, um sie ruhig zu stimmen. Wir brauchen nicht noch einen Unruheherd. Davon gibts schon außerhalb genug. Sollen sie sich ihre Gedanken machen und uns unsere Arbeit. Wie gehtes IHM?"

    Callindor schaute nachdenklig, wusste ganz genau, was Vic jetzt hören wollte.

    "Sie wissen nicht, was schief gelaufen ist. Mehr als in Phase halten können sie ihn nicht. Sonst passiert es noch mal.", fügte Callindor noch an und versank in damalige Erinnerungen.
    "Hör bloß auf, wenn die das rausfinden, was hier wirklich passiert ist, könnte es besonders mit deinem Ich Probleme geben. Du weißt, wovon ich spreche ..."
    Und Callindor wusste widerum ganz genau, was Vic andeutete.
    "Jaja, er wird wohl nicht von sich aus anschließen, oder?", stellte er die zwingende Frage in den Raum und Vic schüttelte nur bedächtig mit seinem Haupt.
    "Nein, ich denke nicht ...", war die eindeutige Antwort seines Freundes und Callindor seufzte. Es gefiel ihm nicht. Aber es musste getan werden.

    "Dann finde einen Weg ...", und Vic nickte. "Und die anderen?", schloss der Blonde das Thema und Callindor winkte nur ab.

    "Überlass die mal mir ..."

    Callindor

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    Knight Commander Nero's Avatar
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    Nero is offline
    Die Gemeinschaft war nun auf dem Weg zu der beschriebenen Stelle, an der sie speisen konnten und sich von den Ereignissen der letzten Tage erholen konnten, viele hatten es einfach nur noch nötig sich ein wenig zu sammeln. Nero jedoch war da anders, ihn beschäftigte eine weitaus andere Sache, nämlich den Quatsch den Callindor ihnen zum Fall Vengards und dem Sinneswandel gegen Innos. Kan war zwar ein Ork, doch er war weitaus cleverer als viele seiner Artgenossen. Für ihn war die Hochburg der Menschen sicher keine Spielwiese die er nach seinen Wünschen zerstörte. So wie Nero es damals bei der Belagerung mitbekommen hatte, war nur ein winziger Teil der Burg beschädigt worden. Kan war sicher darauf aus gewesen die Burg zu besetzen und zur Vergrößerung seines Einflussgebietes zu missbrauchen. Da stimmte etwas nicht, die Ruinen sahen einfach nicht nach Krieg aus, Magie war hier im Spiel und davon reichlich. Callindor war in seinem jetzigen Verständnis treu ergeben und würde Innos, seinen Herrn, nicht verlassen, und eins musste Innos wissen, er hätte viele Gründe dafür, bei weitem genug um Beliar seine Seele anzubieten und den unterlassenen Beistand zu rächen. Da beide älteren Ichs von Callindor und Vic mehr suspekt als vertrauensseelig waren, war für Nero eine Sache glasklar, hier lag etwas im argen, und Kan hatte die Stadt sicher nicht zerstört. Sie kamen gerade auf der kleinen Lichtung an, als auch die Alten zu ihnen traten und Callindor zu sprechen wünschten.

    "Bevor ihr mit ihm redet, so lasst mich bitte eine Frage stellen!"

    Callindors älteres Ich nickte entnervt, Vic jedoch trat näher und gewährte ihm das Wort.

    "Sagt mir, was ist aus mir geworden? Ich war dein engster Vertrauter Callindor, wo ist mein älteres Ich?"

    "Das ist eine wahrlich verstrickte Geschichte mit uns beiden. Nachdem Kan die Stadt eingenommen hatte, hast du die restlichen Magier um dich geschart und die Garde ebenso wieder vereint, jedenfalls den kläglichen Rest. Du wandtest dich gegen mich ob meiner Abneigung gegen deinen Herren, sowohl wir auch nicht gut zu sprechen waren, nachdem unsere Affaire dich beinahe in den Ruin gestürzt hätte. Schau nicht so, ich wusste Mittel und Wege dich mit meiner Magie gefügig zu machen, doch irgendwann brachst du den Bann den ich dir auferlegte. Du wurdest zum mächtigsten Magier Myrtanas und lebst nun mit deiner Truppe draußen an der Küste und koordinierst kleine Scharmützel gegen mich und die Orks. Ich denke das Problem war deine neu gewonnene Macht, und deine Augen. Du warst mir seitdem nur einmal ganz nahe, als wir uns duellierten und ich stark geschwächt wurde."

    Neros Blick hatte sich verdüstert, mordlüstern griff er sein Schwert und wollte es schon ziehen, als Callindors jüngeres Ich ihn am Arm ergriff.

    "Wie kannst du es wagen Callindor? Du warst wie ein Bruder für mich, bist du so scharf darauf? Sagte ich dir nicht oft was ich davon halte? Gnade dir Innos wenn du es jemals versuchst! Und du! Innos hat dich nie verlassen, immer hatte ich dich in meine Gebete mit aufgenommen, immer würde ich es tun!"

    Er riss sich aus Callindors Griff, trat zurück, ließ ab von seinem Schwert, atmete tief ein und aus und wandte sich dann erneut an den Kimonoträger.

    "Du wirst nicht alleine mit Callindor reden, diese ganze Sache stinkt mir, wir alle werden bei ihm bleiben, was er wissen soll, das werden auch wir wissen, was er tut, das tun wir und was du denkst, ist mir scheiß egal, hast du mich verstanden alter Mann?"

    Seine Stimme war wie Eis, die anderen Mitglieder dieser illustren Gemeinschaft atmeten nicht einmal mehr wie es den Anschein hatte, egal was alt Callindor nun sagen würde, sein jüngeres Ich war in der Tat wie ein Bruder für ihn, niemals würde er ihn in die Hände dieser Männer geben, auch wenn er nun wusste worauf er sich vorzubereiten hatte. Dann wandte er sich an alt Vic, noch eine Sache die ihm sehr suspekt vorkam, der Dämon war nicht mehr in ihm, doch war das ursprünglich und so wie er nun vor ihnen stand nicht der Verdienst der vermummten Kuttenträger gewesen.

    "Und du Vic? Was ist damals geschehen? Wie ist der Dämon gebannt worden? Warum ist er nicht mehr in dir? Was ist wirklich geschehen? Lass dich nicht von Callindor beeinflussen, erzähle die Wahrheit, ich erkenne wenn du lügst, was ihr beide ja anscheinend wissen solltet! Warum ist diese absurde Zeitreise nötig gewesen?"
    Last edited by Nero; 06.08.2009 at 21:04.

  4. View Forum Posts #24
    Abenteurer Der Rat's Avatar
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    Der Rat is offline
    Vic verdrehte nur entnervt die Augen. Was hatte sich dieser Callindor nur wieder erlaubt? Er wusste doch ganz genau, dass Nero so auf solche Anspielungen reagierte. Wollte er sich nur etwas Erheiterung verschaffen? Schließlich waren sie seit langem ein Paar. Es war ihm neu, dass Nero es je zugelassen hätte, ihn auch nur rankommen zu lassen, an seine Kronjuwelen ...
    Aber so hatten sie wenigstens was zum diskutieren und stellten nicht unnötige Fragen. Was aber Nero nicht davon abhielt, genau das zu tun.

    "Hat ziemlich lange gedauert, bis einer gefragt hat. Wundert mich nicht, dass du es bist, Nero. Du warst schon immer intelligent und konntest für wahr Lügen durchschauen. Also gut, ich werde dir antworten."

    Es versprach spannend zu werden, die Gruppe schien darauf fast sehnsüchtig gewartet zu haben, so angespannt war die Stimmung.

    "Du hast recht. ich habe den Dämon nicht mehr in mir. Doch wurde er nicht verbannt. So wie ihr es vorhattet, in eurer Zeit. Er hat sich einfach jemand anderen gesucht, jemand mächtigeren, nachdem er mich ausgezehrt hatte. Ich war damals mehr tot als lebendig, doch Callindor hier hat mich zurück geholt ins Leben und ich bin ihm dankbar dafür. Und was die Zeitreise angeht, so kann ich nur sagen, dass wir das vollbringen wollten, was euch nicht gelang, doch selbst unsere Magie konnte ihn nicht aus Vics Körper zwingen. Es war uns nicht möglich, den Dämon von Vic zu trennen, ohne das er es selbst zuließ. Deshalb haben wir die Mission abgeändert und werden Vics Körper solange hier in der Zukunft in Stasis halten, bis wir einen Weg gefunden haben. Mehr werde ich dir darüber nicht sagen."

    Und nun solte Nero sich an den Worten ergötzen und sie mit seiner ach so tollen Magie nach Lügen durchforsten. Doch würde er kein Glück haben, denn was er sagte, das war die Wahrheit gewesen. Wenn auch nicht ausführlich. Aber es würde genügen. Vorerst.

    "Und da ich dir nun Rede und Antwort gestanden habe, möchte ich euren Callindor um etwas bitten." Dieser wunderte sich und nickte.

    "Callindor, wir müssen ergründen, weshalb unsere Magie nicht funktionierte. Deshalb werden wir Vic näher untersuchen müssen. Und damit er nicht panisch wird, braucht er ein vertrautes Gesicht und das bist nun mal du. Würdest du uns den Gefallen tun. Es ist sehr wichtig ..."

    Doch wie erwartet blieb Callindor skeptisch.

    "Was soll das heißen, untersuchen? Ihn aufschneiden, magisch verändern. So etwas? Nein, auf keinen Fall. Ich werde das auf keinen Fall gestatten. Dieser Junge hat nicht verbrochen, wofür man ihn wie eine Ratte sezieren müsste. Das werde ich nicht zulassen. Neimals! Das ist mein letztes Wort!"

    Vic nickte und fügte nur ein *Verstehe ...* an und seufzte. Es war offensichtlich, dass ihm die Antwort nicht gefiel. Aber er hatte damit gerechnet. Genau damit, dass Callindor sich dagegen sträuben würde, etwas im Bezug auf den *ach so armen* Vic zu tun.

    "Gut, vielleicht reden wir morgen noch einmal darüber. Dann sieht es vielleicht anders aus."

    "Ganz bestimmt nicht!", antwortete Callindor entschieden und nahm eine aggressive Haltung ein. Doch Vic wusste indessen bereits, dass er morgen anderer Meinung sein würde. Das würde einfacher werden, als die Gruppe vielleicht dachte. Und da Callindor für die Gruppe sprechen würde, hatte er damit gleich alle im Sack. Hätte dieser Nero-Verschnitt nur nicht die Klappe zu weit aufgerissen. Das war schon seit jeher sein größtes Problem ...

    Callindor
    Last edited by Der Rat; 06.08.2009 at 21:26.

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    Schwertmeisterin Selara's Avatar
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    Selara is offline
    Durch das was Nero hatte erfahren müssen war ihr Entschluss nichts von sich in dieser Zeit wissen zu wollen nur noch gestärkt worden. Es war einfach nicht vorgesehen, dass sie es wissen sollte, das reichte der hohen Magierin.
    Zu viel war über sie und auch über die anderen hereingebrochen, zu viele Informationen und noch mehr Fragen. Jeder ging damit wohl anders um, Selara aber war wirklich ratlos. Was sie alles erfahren hatte konnte Selara einfach nicht recht verarbeiten.
    Wenigstens aber schien sich endlich etwas zu tun, vielleicht hatte da das was Nero erfahren hatte, wie unwahrscheinlich das auch für sein mochte etwas ins rollen gebracht, das nun seinen Lauf nahm.

    In ihren Gedanken wiederholte sich alles immer wieder und wieder. Vielleicht eine der Schwächen der Heilerin, vielleicht sollte sie wenigstens mal ihre Gedanken von dem Geschehenen lösen und so Platz machen, für das was vor ihnen lag.
    Stand sie sich selber im Weg?

    Selara hatte auch mitbekommen, um was Callindor gebeten wurde. Sie konnte sich schon vorstellen wie die Untersuchung aussehen würde. Eigentlich hielt sie das für einen schlechten Scherz aber die hohe Magierin fürchtete, dass sie das vollkommen ernst gemeint hatten.
    Mal abgesehen davon, das Vic niemandem etwas getan hatte, für die Machenschaften des Dämons konnte er schließlich nichts, glaubte die Heilerin nicht, dass es etwas bringen würde. So oder so hatte sie ein Gefühl, dass sie manipuliert würden oder man es zumindest versuchte. Nach wie vor traute sie keinem aus dieser Zeit.
    Vielleicht waren es Dämonen oder mächtige Magier, die nur das Aussehen angenommen hatten.
    Das war aber wohl wirklich zu weit hergeholt. Nach wie vor blieb ihr nichts anderes übrig als erst einmal abzuwaten und die Augen offen zu halten.

  6. View Forum Posts #26
    Schwertmeisterin Selara's Avatar
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    Selara is offline
    Selara war hoch geschreckt. Es musste mitten in der Nacht sein aber so genau konnte das die hohe Magierin nicht sagen. Einen Schatten hatte Selara gesehen oder wenigstens geglaubt einen gesehen zu haben.
    Jetzt, da sie wach war, nahm sie nicht mehr war, es war ruhig. Außer den Wachen schienen alle zu schlafen oder täuschte sie der Eindruck.
    Schwaches Licht erhellte die Höhlen, bei Nacht nicht viel, eigentlich gerade so, dass man nicht über seine eigenen Füße stolperte.

    Sie wird wohl nur schlecht geträumt und sich den Schatten sicher nur eingebildet haben.
    Jetzt hatte Selara aber wieder Schwierigkeiten einzuschlafen.
    Die Untersuchung ging ihr nicht aus dem Kopf, der besessene Vic hatte eine mords Wut auf Callindor, glaubte er doch von ihm verraten worden zu sein. So jedenfalls hatte es Selara verstanden, es fiel ihr aber immer noch schwer die Teile des Puzzles an die richtige Stelle zu setzen.
    Warum also sollte er dabei sein?
    Wenn die hohe Magierin richtig lag konnte das doch nur kontraproduktiv sein. Irgendwie kam es ihr so vor, als wollten sie die Gruppe trennen.
    Warum aber ausgerechnet Callindor?
    Hatte das damit zu tun, dass sein älteres Ich auch anwesend war?
    Schon wieder mehr Fragen als Antworten aber sie würde weiter beobachten.
    Vielleicht irrte sie sich jetzt ganz gewaltig aber eben, in einem kurzen Augenblick war es ihr so vorgekommen, als wenn die Zeit anders vergehen würde. Das war aber sicher nur Einbildung, Selara gab dem weiter keine Beachtung.

  7. View Forum Posts #27
    Abenteurer Der Rat's Avatar
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    Der Rat is offline
    Vic konnte warten. Im Gegensatz zu Callindor war er geduldig und suchte sich die passende Gelegenheit. Und er hatte sie gefunden. Die Gruppe schlief noch und mit seiner Hilfe würde sie dies noch weitere Stunden tun. Er hatte aus seiner Kammer etwas von dem Schlafstaub geholt und überzog mit leisem Murmeln einer Zauberformel den gesamten Bereich ihres Lagerplatzes.

    Doch speziell für Callindor hatte Vic noch etwas anderes im Petto, ebenso fein zerriebenes Pulver, dass beim pusten nur so stiebte und Callindor hustete schlafend und atmete es unterberwusst ein. Genau das, was Vic wollte.
    Mit sachtem Rütteln weckte er ihn auf und Callindor schaute nur verwirrt, während Vic nur seinen Zeigefinger auf seine Lippen legte und ihn aufforderte, mitzukommen.
    Ein Nicken als Zusage reichte und schon kurz daraus schlenderten sie wortlos nebeneinander aus der Höhle raus, in Richtung Ruinenfeld. Der erste Schritt war getan.
    "Was machen wir hier?", fragte Callindor verträumt und schmiegte sich an die Schulter seines Nebenmannes.
    "Wir gehen zurück, zurück nach Vengard."
    "Ja. Ja, zurück ...", antwortete Callindor nur flehend zustimmend und weiter gingen die beiden, tiefer in die verwüsteten Gassen hinein.

    Callindor

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    Ehrengarde Callindor's Avatar
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    Callindor is offline
    Es war wie im Himmel!

    Callindor Seite an Seite mit Vic. Davon hatte er immer geträumt. So lange hatte er darauf gehofft. Am Ende es nie mehr zu träumen gewagt. Und nun war es endlich soweit.
    Sie lächelten sich beide an, wie sie so Hand in Hand durch die Strassen Vengards spazierten. Leute um sie herum führten Ihr Tagwerk aus und schienen sie zu ignorieren. Es war so, als würden sie sie gar nicht bemerken. Die Sonne schien wärmend auf sie herab, Wolken zogen dahin und ein laues Lüftchen wehte. Es war wie im Himmel. Das musste der Himmel sein ...
    "Hast du nicht davon immer geträumt?", fragte Vic schließlich und Callindor nickte.
    "Ja, ich wagte es kaum zu hoffen. Schon damals, in Gotha, spürte ich, das da etwas war, zwischen uns. Ich kann es nicht beschreiben, aber deine Gegenwart ist Balsam für meine Seele und es beruhigt mich. Ja, ich habe davon geträümt, mit dir zusammen diesen Strassen ohne Einfluss des Dämons beschreiten zu können. Oh wie ich mich danach gesehnt habe, dich nicht länger mit diesem Dämon teilen zu müssen ..."
    Es war, als lagen diese Worte schon ewig auf seiner Zunge. Callindor wusste selbst nicht, weshalb er so frei und offen über seine Gefühle sprach.
    Vic lächelte. Vic lächelte ihn an. Vic lächelte ihn an und sah in seine Augen. Oh diese Augen. Sie schienen so einladend, so friedlich, Callindor glaubte, sich in ihnen zu verlieren.
    Und aus dem Lächeln wurde ein breites Grinsen, ehe sich Vic losriss und in Richtung des Tempels lief.
    "Hey, warte ... Vic", rief Callindor ihm noch nach, lachte laut und nahm die Verfolgung auf. Es war herrlich! Es war sein Leben. Es war das Leben, dass er sich im Grunde wünschte. Es war das Leben dass er sich mit Vic zusammen wünschte. Er war nun wieder jung, süße siebzehn oder achtzehn und in seinen Augen glitzerte die Unschuld. Denn nichts Böses lag mehr auf seiner Seele, er war frei und hier. Bei Callindor. Das war es, was für den Feuermagier am meisten zählte.
    "Hab ich dich ...", rief Callindor nur laut und tippte Vic von hinten auf die Schulter. Er war so weit gelaufen, dass er inzwischen gar nicht mehr wusste, wo sie eigentlich genau waren. Die anderen Mitglieder des Ordens hatten sie schon längst hinter sich gelassen, wenngleich es einem so vorkam, als würde man direkt durch sie hindurch rennen. Als wären sie ... nicht da ...
    Doch diese nebensächlichkeiten interessierten Callindor im Moment nicht. Er war im Himmel. So wie er ihn sich vorstellte, und zusammen mit Vic. Die Sonne schien und ein laues Lüftchen zog vorbei. Es war einfach angenehm.
    "Wo hast du uns hier hingebracht?", fragte Callindor erstaunt, denn es kam einer Sommerwiese gleich. Wie waren sie hier hergekommen? Die Erinnerungen verschwammen und Callindor schien verwirrt, doch nicht für lang, denn er war hier. Mit Vic, das zählte.
    Und er lächelte, so wie schon lange nicht mehr in seinem Leben, völlig unbeschwert und frei.
    "Was hast du?", fragte Vic seinen Freund und dieser kicherte nur.
    "Nichts. Gar nichts.", bekam er als Antwort und beide lachten.
    Es war einfach herrlich, wie im Traum.
    So war es letztlich Callindor, der Vic an die Hand nahm und mit sich zusammen auf das weiche Gras zog, dass hier überall wuchs, die Schmetterlinge flatterten hin und her und es roch nach Sommer.
    Momente zogen vorbei und sie betrachteten einfach die vorbei ziehenden Wolken, jeder für sich, doch waren sie zusammen, sehr dicht sogar. Jeder hing seinen Gedanken nach und es war eine Wohltat. Man sog die frische Luft förmlich ein.
    "Was?", fragte Vic schließlich etwas verwirrt und Callindor antwortete wieder nur *Nichts ...* und betrachtete diesen jungen Mann da neben ihm genauer. Sein Gesicht strahlte Wärme aus, lud zum Verweilen ein, in seinen Augen hatte sich Callindor schon längst verloren. Seine Hände waren zart und einfühlsam, eine Wonne, jedes Mal, wenn sie sich berührten. Und wieder lächelte Callindor nur, denn dies war der Himmel ...

    Und plötzlich passierte etwas, womit wohl Vic nicht gerechnet hatte, denn Callindor schaute ihn nur ernst an, sehr ernst und schaute einige Augenblicke seinem Freund nur in das ebenmäßige Antlitz und war fasziniert davon. Fasziniert genug, um einfach immer näher zu kommen. So nahe, dass sie sich bald mit ihren Nasen berührten.
    "Was hast du vor ...?", fragte Vic, doch Callindor grinste nur schelmisch und drückte ihm einen Kuss auf den Mund, direkt drauf, ohne Umschweife direkt zum Ziel. Er schloss seine Augen und genoss den Moment. Oh diese Lippen ...
    Und kaum war das geschehen, riss Callindor sie verstört auf und löste die Verbindung, entschuldigte sich vielmals dafür, erhob sich und suchte einfach das Weite. Vic war wohl selbst noch zu überrascht, schaltete aber schnell und rief ihm nur ein *Warte* hinterher.

    Was hatte sich Callindor nur dabei gedacht? Er hatte die Obhut über den Jungen und sollte ihn nicht für so etwas gebrauchen. Noch immer neben sich, lief Callindor einfach, lief, irgendwo lang, so schnell er nur konnte und von Vic war nichts mehr zu sehen oder zu hören. Doch plötzlich, der Magier wusste nicht wie, hatte ihn der junge Bursche, den er ohne Nachzudenken geküsst hatte, eingeholt, legte nur eine Hand auf dessen Schulter und riss ihn herum.
    Doch statt der erwarteter Unsicherheit war dort nur ein angenehmes Gefühl. Er war froh, dass Vic wieder bei ihm war. Doch warum war er dann geflohen? Es war ein Rätsel. Vic lächelte sanft und Callindor beruhigte sich schnell in seiner Gegenwart. Mit seinen Händen strich er über die Wangen des Magiers und er genoss diese Liebkosung, sehr sogar, denn viel zu lange mussten derlei Gefühle hinten anstehen. Und doch blieb Vorsicht.
    "Tu das nicht. Es war ein Fehler. Es tut mir Leid ...", wollte sich Callindor noch entschuldigen für seinen Fehltritt, doch Vic verneinte dies entschieden.
    "Ich weiß, du willst es und ich will es auch. Wehr dich nicht dagegen, gegen deine Gefühle ..."

    Und so kamen sie sich erneut näher und diesmal war Vic derjenige, der die Initiative ergriffen hatte. Und er würde Erfolg haben, denn Callindors Gegenwehr, so er denn je eine besaß, war durchbrochen. Oh ja, er wollte dies. Aus tiefstem Herzen sogar, nur wieso hier? Und wieso jetzt? Doch zählte das im Moment nicht, denn jetzt waren nur er und Vic wichtig, wie er seine Lippen auf die seinen presste und dies erst der Beginn sein würde. Der Beginn von etwas tollem, etwas wunderbarem und Callindor konnte und wollte nicht länger warten.
    Es würde ein Liebesreigen werden, wie es Callindor in seinen kühnsten Träumen nicht gewagt hätte. Einfühlsam strich Vic über die Schultern seines Freundes, küsste und liebkoste ihn weiter, bis auch die letzten Hüllen fallen würden. Und Callindor gab sich ihr hin. Der Lust, der grenzenlosen Lust und Gier auf ihn.
    Vic.
    Obwohl er nicht wirklich wusste, wieso ...

    Und all dies passierte in mitten von Vengard, fernab von den anderen der Gruppe, irgendwo im nirgendwo, denn rings um sie herum waren, wie schon seit Betreten, nur Ruinen. Ruinen des ehemalig so schönen Vengards. Nur bekam Callindor davon nichts mit. Er gab sich vollends seinen Emotionen hin und spielte damit Vic und Callindor direkt in die Hände ...
    Last edited by Callindor; 07.08.2009 at 09:29.

  9. View Forum Posts #29
    Schwertmeisterin Selara's Avatar
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    Selara is offline
    Eben war Selara erwacht, sie fühlte sich nicht gut, hatte schlecht geschlafen, vielleicht waren wieder diese seltsamen Träume daran schuld gewesen, die hohe Magierin konnte sich nur nie daran erinnern. Vielleicht hatte es was mit der Zeit zu tun, sie gehörten einfach nicht hier her, schon möglich, dass das Auswirkungen auf das Unterbewusstsein hatte.

    Die Anderen schliefen noch, Selara wurde jetzt erst bewusst, wie lange sie geschlafen hatte, konnte es kaum glauben, war sie sich aber doch sicher richtig zu liegen. Nachdem sie aufgestanden war, streckte sie sich erst einmal und schaute sich dann um. Alle schienen noch zu schlafen, nur Einer fehlte.
    Einen Augenblick stockte ihr der Atem, für diese Moment schien die Zeit still zustehen.

    Callindor fehlte, Selara glaubte nicht, dass er sich nur umschaute, was aber geschehen war konnte sie auch nicht sagen. Sie hatte ja schon den Verdacht gehabt, dass man sie trennen wollte. Es steckte nur so gar keine Logik dahinter, zumindest Keine, die die hohe Magierin momentan verstehen konnte.

    Selara wusste nicht was sie machen sollte.
    Weckte sie die Anderen und schlug Alarm, stiftete sie vielleicht nur unnötig Unruhe. Das könnte schlimm ausgehen aber wenn sie gar nichts machte und Callindor würde ihre Hilfe brauchen…
    Die hohe Magierin wollte noch nicht vom Schlimmsten ausgehen. Sie war sich sicher, dass Callindor gezielt von ihnen getrennt wurde aber sie glaubte auch nicht, dass m an ihm etwas antun würde.
    Selara beschloss noch etwas zu warten, bevor sie etwas unternahm, dann würde sie die Situation neu beurteilen und dementsprechend handeln.

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    Callindor is offline
    Es war sicher ...

    Dieser Gedanke ging dem Magier immer wieder durch den Kopf, als er mit Vic zusammen zurück in den Untergrund kam, nicht etwa Arm in Arm oder noch dubioser, nein, völlig unabhängig voneinander. Die vergangenen Stunden waren schön gewesen für Callindor, einfach schön. War es nun beabsichtigt oder nicht, sie liebten sich, dort oben, an der Oberfläche, inmitten der Wiesen und Wälder, mitten im Grünen ...
    Jetzt, da Callindor es genauer betrachtete, schien es wenig Sinn zu ergeben, denn dort oben waren doch nur Ruinen. Hatte er es sich nur eingebildet? Naja ... Es war schön und das war im Moment alles, was zählte. Callindor lächelte. Er lächelte schon die ganze Zeit über und bevor ihn die anderen zu Gsicht bekommen sollen, richtete er seinen Kimono noch einmal neu, um nicht verdächtig zu wirken. Aber was hatten sie schon gemacht? Es war das Normalste auf der Welt. Sex ...
    Und er war gut ...
    Aber Callindor zwang sich, nicht mehr daran zu denken. Etwas anderes war jetzt wichtiger, nämlich, den jungen Vic zu retten. Sein altes Pendant hatte ihm die medizinischen und magischen Notwendigkeiten noich einmal erklärt. Und was sollte Callindor nun noch viel dazu sagen? Genau, dass sie es machen sollten. Niemand sonst würde dem dämonisierten Vic noch helfen können, da musste er in den sauren Apfel beißen und auf sein Glück hoffen. Vic war sicher erfahren genug, ihm nichts gefährliches anzutun. Damit schadete er sich am Ende nur selbst. Er würde es schon richten und es würde eine Ehre für ihn sein, ihm bei der Durchführung beiwohnen zu dürfen. Callindor lächelte wieder, doch eigentlich gab es nichts zum lächeln, denn diese Situation war ernst. Er hatte keine Ahnung, wie er jetzt darauf kam, lächeln zu müsen. Aber was machte das schon, hauptsache, Vic konnte gerettet werden und die Operation war dafür die einzig richtige Maßnahme.

    So betraten sie also den Gemeinschaftsraum, in dem die anderen schon warteten, scheinbar noch verschlafen, aber das kümmerte den Magier herzlich wenig.
    "Hey ihr Schlafmützen. Ich hoffe, ihr habt gut geruht. Denn es gibt einiges zu tun. Vic hat mir das mit der Operation noch einmal erklärt und ich bin inzwischen der Meinung, dass wir es wagen sollten. Welche Wahl haben wir denn schon? Sie werden die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Und egal, was ihr sagt, ich ziehe das auf jeden Fall durch, wenn nötig auch ohne eure Hilfe, mir wäre aber wohler, wenn ich wüsste, dass ihr auf meiner Seite steht ..."

    Sie glaubten wohl, sich verhört zu haben. Allen voran Nero schien aus allen Wolken zu fallen, doch Callindor bat sich ein wenig Ruhe aus.
    "Nicht so stürmisch. Relaxt und esst etwas. Dann sieht die Welt gleich besser aus. Ist es nicht schön? Ach ja ..."
    Und so ließ Callindor sie wieder diskutieren und reden, er selbst genoss lieber den Moment und erfreute sich des Lebens. Es war einfach herrlich. Und einen Augenblick später wunderte sich Callindor über sich selbst, wie er nur solchen Stuß denken konnte. Hier war etwas komisch. Aber bestimmt lag es an den Hormonen, die hatte Vic bei Callindor heute nämlich ordentlich in Wallung gebracht ...
    Last edited by Callindor; 07.08.2009 at 18:34.

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    Selara is offline
    Noch schwieg Selara, sie konnte noch immer nicht glauben was sie da gehört hatte, alleine schon als Heilerin musste sie sich dagegen aussprechen. Das war ein Experiment, das kaum Hoffnung auf Erfolg hatte.

    Nein, sie würde diesmal nicht schweigen, auch wenn es Unsinn war dagegen zu sprechen, es würde sicher nichts helfen aber wenigstens ihre Meinung sollten sie kennen.

    Ich bin dagegen.
    Ich bin überzeugt davon, dass die Behandlung, so wie ihr sie vorhabt sicher zu keinem erfolgreichen Ende kommen wird.
    Ich weiß nicht was hier geschehen ist, momentan ist mir das aber auch egal, ich bin aber überzeugt davon, dass wir nur Spielfiguren sind, die manipuliert werden, wie es gerade nötig ist.


    Das hatte mal raus müssen. Vielleicht lag sie ja völlig daneben, das konnte Selara aber nicht glauben. Zumindest teilweise hatte sie recht, nur verstand sie die Hintergründe noch nicht.

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    Abenteurer Der Rat's Avatar
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    Sollten sie so viel reden und diskutieren, wie sie wollten. Vic konnte sich sicher sein, dass Callindor nun keinen Rückzieher mehr machen würde. Und darauf kam es an.
    Er ließ die Gruppe ihre fingierten Dispute ausfechten, denn hinter den Kulissen war schon alles bereit. Wann würden sie wohl merken, dass sie hier keine Wahl mehr hatten und die Welt sich auch ohne sie und ihre Einmischung weiter dreht? Sie durften ihre Meinung haben, zu allem anderen hielten sie lieber die Klappe. Die Stimmung war ohnehin schon gereizt genug. Zu allem Übel hatte er sich auch noch gehen lassen. Das hätte nicht passieren sollen ...

    Und wie Vic so durch die unterirdischen Gänge schritt, hielt ihn plötzlich ein wohl bekanntes Gesicht auf. Es war Brutus. Seines Zeichens ebenso Führer dieser Gruppe - und mitunter ein Dorn im Auge von Vic und Callindor.
    "Was willst du?", war Vic kurz angebunden, doch Brutus gab sich betroffen. Natürlich gehörte das zum Spiel und Vic wusste das.
    "Hab gehört, es wird ernst ...", warf dieser Brutus nebulös in den Raum und Vic stöhnte nur entnervt.
    "Wenn du das mit Callindor und seiner Hilfe meinst, ja das ist richtig. Wir werden ..."
    "Ah, ah, ah ... wer wird denn so übermütig sprechen. Genau deshalb wollte ich mit dir reden. Du weißt genau, dass es innerhalb der Gruppe Meinungen gibt, die mit denen von euch beiden recht weit auseinander gehen. Euer Glück, dass ihr bisher immer im Rat die Stimmenmehrheit hattet. Doch wie es der Zufall will, habe ich gerade heutze Nacht eine weitere Besprechung und Abstimmung einberufen. Im Geheimen natürlich. Nur die Hochrangigen werden zugegen sein ..."
    "Und was erzählst du mir das jetzt. Es wird nichts ändern. Was willst du ...", wollte Vic schon fortfahren, doch Brutus fiel ihm direkt ins Wort.
    "Ich will, dass du bei der Abstimmung für unseren Vorschlag votierst."

    Vic traute seinen Ohren kaum und fing schon zu kichern, die Miene Brutus' jedoch blieb eisern. Eiskalt verharrte er, kein Muskel bewegte sich.

    "Oder soll ich Callindor von deinen Aktivitäten erzählen?", sagte er kühl und berechnend. Vic wurde unruhig, wollte aber die Fassung bewahren.
    "Was denn für Aktivitäten? Ich mache nicht mehr, als was vom Rat so abgesegnet wurde."
    Doch sein Gegenspieler wusste es besser.
    "Wirklich. Vielleicht sollte ich Calindor dann einfach von heute vormittag erzählen. Muss ich dir erst auf die Sprünge helfen? Die Ruinen. Du und er. Allein ..."
    Vic war also gesehen worden. Und das von der unangenehmsten Person im ganzen Stützpunkt. Grimmig sah er zu ihm herüber, schon eine Art Eingeständnis.
    "Ganz egal, was du sagst oder tust, ich werde nicht für euch stimmen. Auf gar keinen Fall. Das kommt nicht in Frage. Außerdem ist es viel zu gefährlich."

    Doch Brutus gab sich scheinbar unnahbar.

    "Du hast die Wahl. Entweder, du stimmst für mich, oder Callindor erfährt, wie genau du deine Aufträge nimmst und wie verschäft du mit seinem jüngeren Ich in den Ruinen rumgefickt hast. Mich würde es brennend interesieren, was Callindor wohl dazu sagen würde ... Also entscheide dich schnell. Die Sitzung ist in ein paar Stunden. Und spekuliere nicht darauf, dass ich Skrupel hätte, dich zu verpfeifen, denn die habe ich ganz sicher nicht, wie du weißt ..."

    Vic hatte genug gehört und wandte sich angewidert ab. Er mochte nicht Mittelpunkt einer Intrige sein und schon steckte er mitten drin. Und das nur, weil er sich nicht unter Kontrolle hatte. Dieses eine Mal. Als ob sie nur auf etwas dieser Art gewartet hatten ...

    Doch was sollte er nun tun? Sein Vorhaben torpedieren oder riskieren, dass es Callindor erfuhr. Es gab nur eine logische Entscheidung in seinem Fall. Er musste zu aller erst an sich denken. Und wie er so den entgegengesetzten Weg einschlug, hatte er Brutus schon fast vergessen, doch dieser manifestierte sich mit aller Gewalt in sein Hirn zurück.

    "Und denk dran. Ich erwarte ein JA von dir, wenn es drauf ankommt, vergiss dass nicht, sonst ...", rief er ihm noch unter Gelächter nach und kam aus dem Gackern nicht mehr heraus.
    Am liebsten hätte Vic ihm dafür den Hals umgedreht, doch fehlte ihm bei jemanden dessen Ranges ganz einfach die Handhabe. Niemand legte sich leichtfertig mit Brutus an. Das hatten schon andere versucht. Manche hatte man darauf nie mehr wieder gesehen. Er war einfach ein unangenehmer Zeitgenosse und Vic war im Moment Mittelpunkt seiner Zielscheibe ...

    Callindor
    Last edited by Der Rat; 07.08.2009 at 19:58.

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    Nero hatte still in einer Ecke gesessen und eine Zigarre geraucht, ab und an den Kopf geschüttelt und sich die Spekulationen der anderen angehört, allen voran Selara, die sich bereits gegen die absurden Ideen der Kultisten, wenn man sie so nennen konnte, geäußert hatte, nun war Neros Stunde gekommen sich gegen diesen Schwachsinn auszusprechen. Er erbat sich Ruhe und wandte sich direkt an Callindor, indem er sich auf eine Sitzgelegenheit nahe ihm setzte und mit lauter Stimme anfing zu reden.

    Ich weiß zwar nicht, was genau hier gespielt wird, jedenfalls noch nicht, doch eines möchte ich nun loswerden. Ich glaube, du hast vollkommen den Verstand verloren Callindor, was immer Vic mit dir gemacht hat, es war nicht normal und hat dich beeinflusst, in welcher Weise auch immer. Ich möchte dir jedoch meine Weigerung begründen und wieso ich dich davon abhalten werde eine solche Behandlung zu billigen. Zum einen, Selara und ich sind Heiler, wir wissen, dass eine solche Untersuchung zu einem schwerwiegenden Ende führen kann. Der Dämon in Vic lässt sich nicht kontrollieren, und seine Macht bringt Vics Körper zu beachtlichen Leistungen. Ist einer der Leute unachtsam, kann er den Körper Vics verletzen und ihn töten. Das führt zu meinem anderen Standpunkt. Was wenn Vic stirbt? Wir bleiben davon nicht unbehelligt. Die Zukunft wird sich drastisch ändern, ich las nur über Theorien der Zeitreise und wenn die Aufzeichnungen stimmen, dann könnten wir in dieser Welt sterben wenn sie sich schlagartig verändert, unsere anderen Ichs sterben dann mit uns im selben Augenblick, ausgelöscht in einer einzigen Nanosekunde. Ich bin ganz klar gegen diesen Eingriff und ich werde nicht billigen, dass wir hier behandelt werden wie Bauern auf einem Schachbrett. Schon die Sache mit Vengard und Kan kam mir suspekt vor, dies hier ist noch viel stärker.

    Ohne auch nur eine Antwort abzuwarten stand er wieder auf und setzte sich auf seinen alten Platz, nahm sich eine weitere Zigarre und schmauchte wieder den dunklen Rauch aus. Er hatte es einfach sagen müssen und er wusste, dass er Selara zur Verstärkung hätte, hier würde niemand operiert, dafür würde er sorgen....

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    Noch immer waren die Mitglieder der zeitreisenden Gemeinschaft wild am debattieren und diskutieren ohne auch nur einen Schritt weiter in ihren Überlegungen zu gehen. Noch immer saß der Magier in seiner stillen Ecke, er hielt sich nach seiner Ansprache aus dieser Sache raus, seine Ansichten waren klar unterbreitet und seine Meinung war unumstößlich, wie man auch an ihr rüttelte, es kam nichts neues dabei raus. Er machte sich nun schon den ganzen Abend seine Gedanken über diese Sache und hatte schon eine umfassende Theorie aufgestellt, wenn er auch nicht sicher sein konnte, dass dies stimmte. Zum Einen war da die Ruinenstadt Vengard, die nicht nach Krieg sondern Magieangriff aussah. Dann war da diese komische Geschichte um Vic. Alle Überlegungen führten ihn zu einer zusammenhängenden Fassung:

    Vic erzählte, dass der Dämon sich einfach einen neuen, mächtigeren Wirt und Avatar gesucht hatte, möglicherweise einen hochrangigen und mächtigen Magier des Rates oder gar die oberste Feuermagierin selbst. Daraufhin wanderten seine Gedanken zu der zerstörten Stadt Vengard. Er war sich sicher, dass der Dämon die Kontrolle über seinen neuen Avatar übernommen und ein wahres Inferno der Wut entfesselt hatte und in seiner blinden Wut auf Callindor dann doch die Stadt in Schutt und Asche gelegt hatte. Hier kam dann diese Zeitreise ins Spiel, als wollte Callindor verhindern, dass dies geschah, doch dazu war es nötig einen Weg zu finden den Dämon zu Bannen und Nero war sich sicher, dass die acht Jahre nicht forschungslos über die Bühne gegangen waren. Es war noch kein Weg gefunden worden und ihm erschloss sich nicht, wie es möglich werden sollte, wenn Vic untersucht würde, auf welchem Wege auch immer, ginge etwas schief, dann würde womöglich alles aus dem Ruder laufen und sie alle würden ausgelöscht, die Zukunft ausradiert und der Dämn entfesselt. Zwei Feuerdämonen von dieser Macht? Nicht auszudenken was dies für Folgen haben würde. Und dann die Sache mit der Vereinigung von Menschen und Orks. Orks waren stolze Krieger und in ihrer Kultur weit fortgeschritten, vielleicht mehr als die Menschen in ihrer eigenen, wie also könnten die Orks nach ihrer Niederlage an eine Vereinigung denken? Unwahrscheinlich. Callindor und Vic der Zukunft belogen sie nach allen Regeln der Kunst, doch langsam begann Nero diese ganze Sache zu durchschauen, wenn auch noch einiges im Schatten der Unwissenheit verborgen lag.

    Sein Kopf drehte sich von all seinen Überlegungen. Er hatte tausende Szenarios durchgespielt, und hatte nun nicht übel Lust seinen Kopf einfach abzuschrauben. Er nahm einen tiefen Schluck Wasser und zog an seiner Zigarre, etwas komisches ging hier vor, und solange er nicht genau wusste was, war er nicht in der Lage etwas zu unternehmen, er würde die Augen offen halten, irgendwo würde er einen Hinweis finden, und dann würde er den verworrenen Plan der Zukünftigen auf den Boden der Tatsachen holen und sie entlarven, doch dazu benötigte er noch mehr Zeit.

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    Es war schon früh am Morgen, doch Callindor fand keinen Schlaf. Die Ereignisse der letzten Stunden wühlten ihn auf und ließen ihn nicht zur Ruhe kommen. Es war vorbei ...
    Sein ganzer Plan, sein bis ins letzte Detail vorausberechneter Plan war hinfällig, für die Katz und Schuld daran war Vic. Callindor konnte es noch immer nicht glauben.
    Alles begann damit, dass Brutus zu einer Sitzung des Rates rief und ein letztes mal darüber abgestimmt haben wollte, was denn nun Phase sein. Callindor hatte die Versuche dieses aufdringlichen Burschen schon lange nicht mehr mitgezählt. Es endete immer gleich. Mit einer Niederlage.
    Deshalb war er auch mit der Regelung einverstanden, die Brutus vorschlug. Ein letztes Mal und das Ergebnis sei bindend. Natürlich ging Callindor darauf ein. Er hatte schließlich zuvor auch schon jede Stichwahl gewonnen. Wieso sollte es diesmal anders sein? Er schrieb diese kühne Regelung Brutus' Ungeduld zu. Das er dann damit auch noch Erfolg haben würde, hatte Callindor nie und nimmer erwartet.
    Und Schuld daran war einzig Vic, denn seine Stimme war ausschlaggebend. Seit jeher war der Rat gespalten und bisher reichte die Mehrheit durch Vics Wahl doch diesmal entschied er sich für Brutus' Plan.
    *Nach reichlichem Überlegen, bla bla ...* hatte er da als Rechtfertigung angegeben. Unsinn. Callindor hatte die Vermutung, dass hier Brutus seine Finger im Spiel hatte, doch wie genau, dass konnte er in der kürze der Zeit nicht heraus finden.
    Grund dafür war der baldige Aufbruch. Sofort nach Wahlsieg hatte Brutus sich zum neuen Ansprechpartner in der Sache heraufgeschwungen und befahl, die taktischen Pläne durchzugehen. Er hatte doch tatsächlich die wahnwitzige Idee, Keral aus den Fängen der Frosthexen zu befreien. Keral war ein Mitglied des Widerstands, seines Zeichens versiert auf den höchsten Stufen der Feuermagie und im Beschwören von Dienerkreaturen. Man sah ihn selten ohne sein Teufelchen oder einem Feuerkobold. Irgendwas hatte er immer dabei, dass ihm den Arsch nachräumte. Meist vergesslich, unordentlich und zerstreut. Eben das perfekte Genie ...
    Doch eines Tages hieß es, Keral sei getötet worden, bei einem Attentat, wie es so viele zu dieser Zeit gab. Man trennte Wahrheit von Lüge, Glaubhaftigkeit von Schund, doch letztlich legte man die Akte Keral beiseite und akzeptierte den Verlust.
    Doch dann, man hatte es längst vergessen, kam das Gerücht auf, Keral sei noch am Leben und ein gefangener der Eisdiener. Kalte Adanosgläubige, die im Religionskrieg zwischen die Fronten geraten waren und daraus ihre eigene Ideologie entwickelten. Sie haben seitdem nicht mehr viel von den Legenden wie Saturas oder Vatras gemein, dennoch waren sie der Eismagie mächtig und damit schwierige Gegner. Für gewöhnlich tolerierte man ihre Gegenwart und nur selten war jemand so dumm, sich offen mit ihnen anzulegen. Es konnte nichts bringen ...

    Komischerweise tauchte Brutus kurz nach Aufkommen dieses Gerüchts im Lager auf und war einer der ersten, der von einer Gefreiungsaktion sprach. Und er sammelte damit viele Anhänger in seinen Reihen. Doch Callindor blieb der ganzen Sache skeptisch gegenüber, schließlich musste man sich zweimal oder dreimal überlegen, ob man sich wirklich mit diesem eiskalten Adanoszirkel anlegte. Ließ man sie in Ruhe, so hörte man auch von ihnen nur sehr wenig. Sie bestanden wohl auf ihre Privatsphäre.
    Darüber hinaus hatten sie sich auch nicht gerade das einfachste Terrain als Rückzugsort erwählt. Nichts anderes als die Burg der Paladine Innos' im ehemaligen Gotha war ihr Domizil und mit dem Wahlsieg der letzten Nacht hatte Brutus zum Kampf ausgerufen.
    Und Callindor konnte nichts mehr dagegen tun.
    Daher überlegt er nicht lange, ließ Vic zu sich holen und forderte ihn klipp und klar auf, dieser Reisegruppe alles nötige zu berichten, denn zurücklassen konnten sie sie unmöglich. Es würden keine Wachen zu ihrem Schutz abgestellt, da waren sie in der Gruppe, draußen auf dem Schlachtfeld noch am besten aufgehoben.
    Wenn es schon sein muste, dann wollte Callindor wenigstens den Kopf frei haben und sich nicht sorgen müssen, was diese Dumpfbackenpatrouille nun wieder anstellte ...

    Er hatte es letztlich Vic selbst überlassen, wieviel er sagte und was nicht, auch wenn er dem Urteil seines Freundes nicht länger völlig traute. Denn dieser Bruch durch die Fehlentscheidung hatte ihre Beziehung auf eine Belastungsprobe gestellt und es blieb abzuwarten, ob sie es aushalten könnte. Erklärungsversuche seitens Vic über das Wahldebakel hatte Callindor bewusst völig abgeschmettert. Es änderte sowieso nichts mehr daran. Sein Plan war gestorben. Aber so kamen Callindor und die anderen wohl zu ihrem Recht. Der Alte hatte etwas von einem Aufstand wegen der Operation vernommen und lachte darüber, zu der Zeit konnte er das auch noch.

    Sollte Vic also leben. Brutus' Plan war nun inzwischen Tagesgespräch und sichr die Wahlentscheidung, wenn auch nur unter der Hand und im stillen Kämmerlein, dennoch hielten sich für gewöhnliche Gerüchte und das würde auch hierbei nicht anders sein.Es blieb abzuwarten, ob es gelänge, Keral zu befreien. Callindor zählte schon einmal die Leichensäcke, denn eines war ganz klar, dies würde nicht ohne verluste einhergehen. Aber sie wollten es so haben, da war Callindor plötzlich ganz stille. Er wusste, wann man in Würde seine Niederlage zu akzeptieren hatte ...

    Callindor

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    Selara is offline
    Selara fühlte sich an diesem Morgen wie gerädert, seit die hohe Magierin hier in der Zukunft war schlief sie einfach nicht gut. Inzwischen glaubte sie beobachtet zu werden und, dass sie deshalb so schlecht schlief.
    Es herrschte eine gewisse Aufregung, Vic, der Vic aus der Zukunft, hatte sie zusammengerufen, sie sollten sich fertig machen. Viel mehr hatte er dazu nicht gesagt, was Selara aber auch nicht wunderte, hier hielt man es ja schon von Anfang an nicht für nötig sie zu informieren.
    Zugeben musste sie aber schon neugierig geworden zu sein, über Nacht schien sich etwas geändert zu haben. Die hohe Magierin hatte nur von einem Treffen des Rates gehört aber nicht um was es ging.
    Sicher aber hatte es um die so genannte Behandlung von dem besessenen Vic gehen müssen.

    Für sie gab das alles kein Sinn!
    Warum verließen sie das Lager?
    Kein Mann würde zurückbleiben, wie es aussah, würde wirklich alle mitgehen. Selara riskierte es einfach und hatte einer der Männer gefragt. Der schaute sich erst einmal um, entweder hatte er nicht glauben können, dass wirklich er gemeint war oder er hatte Angst, was wahrscheinlich eher zutreffen würde.
    Viel hatte der auch nicht verraten, wenigstens aber wusste Selara jetzt, dass es sich um eine Befreiungsaktion handeln sollte. Offensichtlich wurde nicht offen über das Thema gesprochen, Selara konnte das nicht ganz verstehen, hielt sich aber weiter im Hintergrund.

    Jemanden zu befreien war eine gute Sache, die die Zustimmung der hohen Magierin fand. Allerdings war es kein gutes Gefühl nichts darüber zu wissen. Vic würde ihnen nichts erzählen, Selara mochte ihn nicht. Er schien mit ihnen zu spielen, nur das allernötigste sagen, wenn überhaupt.
    Selara hatte keinen Grund, auch nur einem der Bande zu trauen, sie mochte es nicht hinter das Licht geführt zu werden und so kam sie sich auch vor.
    Nur immer die Drohung, dass sie sterben würden, wenn sie sich mit den Orks anlegen würden, dann, dass sie in Gefahr wären, wenn nicht aufpassen würden. Das war doch nichts Halbes und nichts Ganzes, sie konnten doch nicht erwarten, dass sie ihnen trauten, wenn sie so behandelt wurden. Den Anderen schien auch nicht ganz wohl bei der Sache zu sein, nur bei Callindor war sich die hohe Magierin nicht ganz sicher. Seit dem Vortag hatte er sich verändert, fast so als würde er unter Drogen stehen aber das konnte sie sich auch wieder nicht vorstellen.
    Selara spielte eben mal noch mit, zurück konnten sie momentan nicht, das stimmte wohl, daher hatten sie nicht viele Möglichkeiten. Außerdem hatte sie jetzt die Neugier gepackt, jetzt wollte Selara auch sehen wie es weiter ging.
    Mental stellte sich die hohe Magierin schon auf einen Kampf ein. Sie wusste zwar nicht so recht was auf sie zukommen würde aber Selara war gerne auf alles vorbereitet und wenn sie wirklich jemanden befreien würden, ging das wohl nicht ohne einen Kampf.

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    Ehrengarde Callindor's Avatar
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    Callindor is offline
    Es herrschte Unruhe im Lager. Sehr sogar. Scheinbar war alles auf den Beinen, was möglich war. Männer, Frauen und auch die Orks, Krieger und Schamanen und sie hatten wenig Zeit und waren allgemein kurz angebunden. Dabei wollte Callindor doch nur bei Vic sein, Ruhe haben und entspannen. Und dann kam sowas ...
    Völlig unerwartet obendrein. Was wurde denn nun aus Vic und der medizinischen Analyse? Gestern schien sie noch so wichtig zu sein. Doch jetzt hieß es nur noch *Klappe halten und mitmachen*
    Zu Glück war Vic einverstanden, mit ihm noch einmal kurz etwas besprechen zu dürfen, auch wenn es Callindor eher darum ging, bei ihm zu sein. Allein.

    Und so packte Vic seine Sachen zusammen, suchte Materialien für notärztliche Behandlungen und schien in Aufruhr. Einem Vergleich zu gestern konnte er unmöglich Stand halten. Etwas Schreckliches musste vorgefallen sein, das sein Vic so aus der Bahn geworfen wurde. Daher musste sich der Feuermagier auch damit begnügen, dass er nur wortlos an dem Tische sass und einige Kleidungsstücke zusammenpackte. Ob sie schon einmal getragen waren, wusste Callindor nicht genau, hier sah vieles sehr ähnlich aus. Und wie er so einem Hosenbund nach oben zog und die Hose wendete, fiel ein kleiner Beutel auf den Boden. Ebendso ein Stück dunkles Holz. Callindor wusste nicht, was es war, doch ehe er auch nur reagieren konnte, hatte Vic schon seine Kleider geramscht und zusammen gepackt. Das Säckchen und das Stückchen verbranntes Holz oder was es genau war, würde Callindor ihm später zurück geben. Wenn es ruhiger wäre und sie Zeit hatten.

    Doch leider hatten sie davon gerade denkbar wenig und Vic war auch nicht zum Verweilen aufgelegt, arbeitete nur befehlsartig seine Aufgaben ab und erkundigte sich abschließend, ob die Gruppe auch abmarschbereit sei. Es gab zwar wieder Widerstand, besonders Nero schien sich mit den immer wieder veränderten Gegenbenheiten Schwierigkeiten zu haben und äußerte dies auch ohne Umschweife. Offenbar tat er sich schwer, sich dem Ausflug anzuschließen. Aber sein alter Ego und auch Vic hatten ganz klar bestimmt, dass Freiwilligkeit keine Option sei, auch als sein jüngeres Pendant nachfragte. Und so war jeglicher Protest unnütz und nur Verschwendung von Luft.

    Glücklicherweise sollten sie davon in absehbarer Zeit ausreichend zur Verfügung haben, denn sie betraten geschlossen den Außenbereich. Vengard, ein Mahnmal aus Schutt und Ruinen. Callindor zumindest war froh, endlich wieder raus zu kommen und sich die Beine ordentlich vertreten zu können. Da spielte das sich bietende Panorama eine untergeordnete Rolle.
    Dennoch ging ihm dieser Beutel nicht aus dem Kopf, der in seiner Innentasche seines Kimonos hin und her schlackerte. So weit er informiert war, verstand sich Nero ausgezeichnet auf Pflanzen und dergleichen, zumindestr besser und spezieller, als es Callindor tat. Er würde ihn bei Zeiten danach fragen. Vielleicht war es ja nur eine Teemischung und Callindor machte sich umsonst solche Gedanken.
    Doch leider musste er sich mit den Dingen beschäftigen, denn etwas war anders als vorher. Sowohl Callindor, als auch Vic, führten die Gruppe nicht an. Wenn es Callindor aus dem überzogenen Auftritt dieses Kerls richtig deutete, gab es sowas wie einen Führungswechsel innerhalb ihrer Gemeinschaft. Und diesen Kerl hatte er auch noch nie gesehen. Und seinen Namen noch nie gehört.

    Brutus.

    Und dieser Brutus führte sie. Führte sie an. Direkt nach Gotha, denn das war das Ziel. Mehr wussten sie aber inzwischen noch immer nicht. Diese Widerstandskämpfer waren für wahr sehr maulfaul ...
    Last edited by Callindor; 08.08.2009 at 10:47.

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    Einerseits erkannte Selara die Gegend wieder, sie wollte aber nicht glauben was auf der Landschaft geworden ist. Die Hoffnung war da gewesen, dass es vielleicht ja nur vengard betroffen hatte, jetzt aber wusste es die hohe Magierin besser.
    Die Stimmung war seltsam, nicht nur, dass sich der junge Callindor verändert hatte, zumindest in ihren Augen, der Alte schien sich auch verändert zu haben. Selara hatte ihn gleich nicht gemocht aber jetzt war er ihr noch unsympathischer geworden. Da stellte sich ihr noch eine Frage.
    Wer war dieser Brutus, der augenscheinlich die Führung der Gruppe übernommen hatte?
    Selara hatte beschlossen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Einfach mal mitzuspielen und warten was kam. Auch wenn es zumindest im Augenblick nicht so aussah als würde sie wieder zurück in ihre Zeit können, glaubte die hohe Magierin doch ganz fest daran. Außer der Hoffnung war ihr wirklich nicht mehr viel geblieben.

    Selara beobachtete und zog ihre Schlüsse daraus, schlauer war sie aber auch nicht geworden. Niemand hatte etwas gesagt aber sie konnte ganz deutlich spüren, dass es intern gewisse Spannungen gab, das war aber auch recht offensichtlich. Vielleicht könnten sie diese Tatsache mal für sich nutzen aber noch nicht jetzt. Während des Marsches würde es nicht viel bringen. Nein, das musste gut durchdacht sein und dazu war Selara jetzt nicht wirklich fähig. Die neue Situation, die Tatsache, dass sie quasi Gefangene waren und an einem Kampf teilnehmen sollten der sie überhaupt nichts anging. Vielleicht sollten sie sich ja weigern und es darauf ankommen lassen aber das hatte wahrscheinlich wenig Sinn.
    Schritt für Schritt marschierten sie durch das zerstörte Land und näherten sich nach und nach ihrem Ziel Gotha.
    Selara war noch nie dort gewesen, war es n ihrer Zeit einfach zu gefährlich. Dies schien hier auch so zu sein, allerdings aus einem anderen Grund.
    Faring an dem sie gerade vorbei kamen kannte Selara nur vom sehen her, sie hatte die Stadt in der Kan seine Residenz hatte nie betreten gehabt und das war auch sicher gut so.
    Selara versuchte die ganze Zeit schon so viel wie möglich aufzuschnappen aber die Informationen, die sie dadurch bekommen hatte waren eher dürftig gewesen. Eben hatte sie noch etwas von Wassermagiern gehört gehabt, es aber gleich wieder verdrängt. Alles Positive wollte Selara aus ihrer Situation ziehen, viel gab es davon aber nicht. Lediglich die Tatsache, dass sie noch lebten war eine positive Tatsache.

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    Ehrengarde Callindor's Avatar
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    Callindor is offline
    Sie sammelten sich am Fusse der Bergkette, etwas abseits des Hauptweges zwischen Faring und dem ehemaligein Montera. Es stimmtte, dass sie keine Probleme hatten, kein Lebewesen kreuzte ihren Weg, es wirkte wie ausgestorben. Auch waren von den damaligen Wäldern vor vengard nur noch morsche und zerstörte Überreste übrig. Etwas Gewaltiges musste hier gewütet haben.
    Doch konnte sich Callindor darüber keine Gedanken machen, denn dafür war keine Zeit. Sie hatten etwas Großes vor. Nun ja, nicht er persönlich und auch nicht seine Mitreisenden, aber der andere Callindor und der ältere Vic waren da an einer Sache dran. Wie Vic es andeutete ging es darum, einen Mann namens Keral aus den Händen seiner Folterer zu befreien.
    Beim Anblick dieser festungsgleichen Anlage überkamen den Magier Zweifel, ob es wirklich so klug war, diesen Weg zu gehen.
    Doch im Gegensatz oder gerade weil sie so waren, legte Brutus, der neue Anführer der gruppe, wenig Wert auf ihre Meinung. Als ob er sich davon auch durch nichts auf der Welt abbringen lassen würde. Er wollte diese Burg erstürmen. Er wollte die gewaltsame Lösung vorantreiben. Es offensichtlich, dass dieser brutus ein hitzkopfwar, gerissen sicher, aber auch mordlüstern und wenig kooperativ. Dabei musste ihnen doch klar sein, dass diese sache nicht ohne Verluste geschehen konnte. Dies zu glauben war pure Naivität, sonst nichts.
    Doch wie er sich selbst und auch Vic kannte, hatte diese mit Verlusten schon gerechnet. Ein letztes Mal wurde innerhalb der Gemeinschaft der Plan durchgesprochen und sich noch einmal Mut zugesagt. Es war auch biter nötig. Man sah den meisten an, dass es eng werden könnte und das manche ihrer Kameraden diesen Tag wohl nicht überlebten. Aber Brutus wollte es so, so unnachgiebig und es war hoffnungslos, darauf zu bauen, dass das Unternehmen noch abgsagt würde.
    Laut den Notizen Brutus' würde Keral, der Bursche, um den es hier ging, wohl am ehesten im hinteren Bereich in einem der Zimmer in inneren Innenhof festgehalten. Callindor hatte Schwierigkeiten, den Ausführungen zu folgen, schließlich war ihm die Beschaffenheit und die Lage des ehemaligen Paladinstützpunkts völlig fremd. Leider schien es , als würde das Gitter sicher verschlossen sein, sodass an dieser Stelle wohl mit dem meisten Zeitverzug zu rechnen war. Zum Glück waren auch einige Akrobaten innerhalb der Gruppe, die dort Abhilfe schaffen konnten, wenngleich das Öffnen des Gatters sicher nicht aus dem Handgelenk funktionierte. Außerdem konnten diese Eismagier alles Mögliche dort an fallen eingebaut haben, schließlich wolte man, den Beschreibungen Viucs folgend, gern seine Ruhe und entsprechend waren sicher die Vorkehrungen ausgelegt. Es würde nicht einfach werden.

    Und wie sie so beratschlagten, ereignete sich plötzlich etwas, womit auch Brutus nicht gerechnet zu haben schien. Am vorderen Eingang erschien plötzlich ein junger Mann. Allem Anschein nach ein Acolyte des Zirkels, er war in hellen, blauen Gewändern gehüllt und hatte sich mit einem Reisigkorb bewaffnet. Offenbar war er auf der Suche nach Feuerholz oder Nahrung, die es hier wahrlich nur spärlich gesät zu finden gab.
    Doch war der neue Anführer flexibel und ließ zwei seiner besten Taktiker aussenden, um den Burschen gefangen zu nehmen. Zum Glük war dieser Anwärter mit sich beschäftigt, er hatte die Gruppe am hang des angrenzeden Gebirgszughs noch nicht bemerkt. Sodass die zwei Spione ihr Werk vollbringen konnten. Callindor selbst hate nicht verfolgen können, wie genau es vonstatten ging, letztlich hatten sie aber Erfolg und der frostige Anwärter war in ihrem Gewahrsam. Und entsprechend seines Glaubens war auch seine Auskunftsfreudigkeit. Eisig ...
    "Widerstand ist zwecklos!", hatte er nur einmal gesagt, ansonsten blieb der Gefangene still.
    "Vielleicht sollten wir ihn weiter fragen, fragen wegen Keral, jede Information könnte uns nützen?", fragte Callindor nur Vic und dieser nickte zustimmend. In der ganzen Gruppe kam die Meinung auf, man sollte den Anwärter entsprechend behandeln und auf Informationen hoffen. Callindor wunderte sich sowieso, wieso Brutus so gut Bescheid zu wissen schien, oder ob das alles nur Hörensagen war und auf Vermutungen beruhte.
    "Wir brauchen keine Gefangenen!", beendete der eiserne Anführer den Tumult, warf den jungen Mann vor sich auf die Knie und ließ zwei seiner Männer dahinter postieren. Vic schien die beiden zu kennen, sie waren wohl Brutus Leibgarde oder seine Bluthunde.
    "Erschlagt ihn!" fuhr er nur mit leicht amüsiertem Unterton fort und seine Handlanger taten das grausame Werk. Mit Hammer bewaffnet prügelten sie auf den wehrlosen Gefangenen ein, bis dieser sich nach nur drei Schlägen nicht mehr rührte und sich das Blut, dass aus seinen tödlichen Wunden sickerte, langsam auf dem dreckigen Boden verteilte.

    Callindor war sprachlos über soviel Lüsternheit. Das war ihm fremd. Er versuchte solange wie möglich eine friedliche Lösung zu finden. Ganz im Gergesatz zu Brutus, der an diesem inszenierten Spektakel sichtlich Gefallen fand.
    "Mit Anbruch der Dunkelheit schlagen wir los. Jeder der zögert, wird von mit höchst persönlich niedergestreckt. Dies wurde vom Rat so beschlossen, also lasst uns als Gemeinschaft handeln und Keral befreien. Auf in den Kampf, meine Freunde."

    Es war erstaunlich, wie leicht sich manche zu dieser sicher grausamen Tat anstacheln ließen. Regelrecht abstoßend. Callindor fand kein Gefallen daran und empfand Mitgefühl für die arme Seele, die da irgendwo im Getümmel erschlagen ihr Leben aushauchte. Das hatte er nicht verdient, auch wenn dieser Verein beliars Schergen persönlich wären. Ein wenig Anstand oder die Möglichkeit, im Kampf zu sterben, sollte ihnen vergönnt sein. Alles andere war einfach entwürdigend. So sah Callindor dies zumindest, und auch Vic schien betroffen, gar nicht zu reden von seinem alten Ich, dass nur seine Augen geschlossen hielt und etwas zu murmeln schien. Vielleicht ein Gebet als Begleitung für die viel zu früh entrissene Seele.

    Callindor lächelte. es war wohl doch nicht unmöglich, dass er gewisse Eigenschaften in seinem zukünftigen Ich entdeckte. Sie waren sich eben doch ähnlicher, als er anfangs dachte. Auch ihm war diese Handlungsweise zuwider.
    Brutus allerdiings geilte sich daran fast noch auf und würde wohl das Blut von den Schlagflächen der benutzten Hämmer lecken, wenn er nur könnte ...
    Einfach nur abstoßend.
    Last edited by Callindor; 08.08.2009 at 20:27.

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    Die Truppen sammelten sich um ihren Mann zu retten, die Gemeinshaft selber sollte wohl kein Teil des Angriffs sein, wurde jedoch mitgezogen und war dazu verdammt mit den Kriegern aufs Schlachtfeld zu gehen. Als die Truppen sich bereit machten sammelten sie sich ein wenig außerhalb des Tumults und versuchten so gut es ging Licht in diese Sache zu bringen. Gerade wollte Nero wiedereinmal seine Theorie äußern, als Callindor ihn beiseite zog und ihm ein Gespräch unter vier Augen aufdrängte.

    "Ich weiß du kennst dich mit Pflanzen und Krätern aus, sag, was ist das hier?"

    Callindor hielt ihm einen kleinen beutel hin, in dem er eine art Blasrohr und einen Stängel mit Blättern fand. Er nahm diesen Stänge heraus, hielt ihn sich unter die Nase, schnupperte daran, rieb ihn zwischen den Fingern und sog den Duft des Blattsaftes in sich auf. Dann überlegte er kurz, riss ein Stück ab und zerkaute es. Unter ahas und hmhms kam er dann zu einer Lösung, die unbekannte Pflanze war ihm gar nicht so unbekannt.

    "Das ist Draudenkraut, ähnlich dem Sumpfkraut wie du es wohl kennst. Es gibt viele Arten es zu verwenden, sei es in einfachen Stärkungstränken oder als Puder. Zerreibt man diese Pflanze, lässt sich damit ein starkes Aphrodisiakum herstellen, dass neben der eigentlichen Fähigkeit auch noch einen bitteren Nachgeschmack hat, da der Geist so benebelt wird, dass egal was man gesagt bekommt auch dann tut.... moment mal... von wem hast du das?"

    "Ich fand diesen Beutel in einer der Kammern auf dem Boden liegen, warum?"

    "Das ist nicht gut. Was immer du gesagt hast über die Behandlungsmethoden und das Vorgehen mit unserem Vic, es war rein gar nicht die Wahrheit. Es war das Kraut, dass dich dazu veranlasste! Und wer immer es dir untergejubelt hat, er hatte anscheinen erfolg! Darüber reden wir jedoch später, jetzt können wir ohnehin nichts tun, wenn du erlaubst werde ich unsere Gemeinschaft sicher durch den bevorstehenden Kampf leiten."

    "Sicher, tu das."

    "Komm mit, ich brauche deine Hilfe dabei."

    Nun war es Nero der Callindor mit sich zog. Wieder bei ihrer Gruppe stellte sich Nero breitbeinig und mit hinter dem Rücken verschränkten Armen vor sie und ermahnte sie zur Ruhe, bat um ihr Gehör und teilte ihnen dann seinen Plan mit.

    "So wie ich das verstanden habe, stehen wir heute mächtigen Wassermagiern gegenüber. Dieser Kampf wird hart, doch sind wir nicht dazu bestimmt zu kämpfen sondern nur zu überleben. Ich werde nicht zulassen, dass einer von euch Schaden nimmt, und daher brauche ich Callindors Hilfe dabei. Wir drei schirmen die Gruppe magisch ab, tasten uns von Deckung zu Deckung und bleiben dicht beeinander. Kommt es zu einer Konfrontation, wird Callindor die Deckung übernehmen und ich werden den Feind zurück halten. Ich kann die Stärke der Magie nicht einschätzen, weiß nicht wie stark sie in dieser Zukunft noch vertreten ist. Dies ist nun keine Zeitreise mehr, sondern eine militärische Operation, und dort läuft nie alles nach Plan. Daher rate ich euch ständig euer Umfeld im Auge zu behalten und sofort zu melden wenn Gefahr droht. Haltet die Köpfe unten, seit auf alles gefasst und bleibt dicht bei eurem Nebenmann. Jeder ist für sich und seine Kameraden verantwortlich und zusammen werden wir das durchstehen. Möge Innos, sofern er uns erhört, unseren Weg nun segnen und ihn frei halten von jedem Widersacher und Feind der sich uns in den Weg stellt. Möge er uns tärken und segnen. Der Herr sei mit euch! Macht euch bereit zum Abmarsch!"

    Zusammen mit Callindor ging er vor der Gemeinschaft in Stellung und wartete auf den Beginn des Angriffes. Seine Beweise waren nun komplett, sie waren in eine ernste Verschwörung geraten, das Draudenkraut war das letzte Puzzleteil gewesen. Jetzt ging es jedoch darum die Leben der Anderen zu schützen, alles weiter würde er später überdenken.
    Last edited by Nero; 08.08.2009 at 23:57.

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