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    Ehrengarde Callindor's Avatar
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    May 2007
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    Skills:(5/12) Magie Innos 3; Stabkampf 2 --- Gilde Innos' --- Rang: Innospriester --- Waffe: Schwarzer Kampfstab --- Lehrmeister der Innosmagie I & II
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    Callindor is offline

    Taverne nahe der Burg

    Es war zum verrückt werden!

    Niemand aus der Gruppe hatte auch nur einen Funken Erfolg gehabt, in das Anwesen von Marek hinein zu kommen und so waren sie mit hängenden Köpfen und schwachen Schultern wieder auf Rückzug gegangen und Callindor hatte sie überzeugt, doch wieder zur Taverne zu gehen, auch wenn der Wirt zu einigen doch recht unfreundlich war. Trotzdem war es die einzig logische Alternative, denn nur der Wirt konnte ihnen weitere Informtionen liefern.

    So hatte der Feuermagier in den sauren Apfel gebissen und *amüsierte* sich mit den anderen, auch wenn er nicht vergessen hatte, dass wohl einer oder mehrere unter ihnen, gegen ihn und seine Ziele arbeiteten. Noch war Callindor unschlüssig, wer der Verräter war, doch er würde schon über kurz oder lang darauf kommen. Er konnte im Moment irgendwie keinen wirklich ausschließen und so musste er taktisch vorgehen und fing mit dem Erstbesten an, der in diesem Fall der Gardist Hiroga war.

    Keine sonderlich erquickliche Wahl, denn dieser Typ, war er am Anfang, als Callindor neu in Vengard war, noch sympathisch und nett, schien er sich nun mit jedem Tag mehr und mehr gegen den Orden und die Magie zu verschwören. Wieso sollte er auch nicht gemeinsame Sache mit dem Wirt gemacht haben, nur um ihm und den anderen Magiern eins auswischen zu können.

    Umso dringender musste Callindor seine Standpunkte heraus bekommen. Daher ging er nur mit einem möglichst natürlichen Lächeln zu dem Miesepeter herüber und klopfte auf den Holztisch.

    "N'Abend Hiroga, na, wie geht's so? Alles klar? Irgendwelche Sorgen?"

    Im gleichen Moment war sich der Feuermagier sicher, doch ein wenig zu dick aufgetragen zu haben ...
    Last edited by Callindor; 24.02.2009 at 23:16.

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    Ritter
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    Hiroga is offline
    „Deinen trockenen Humor scheint dir nichts zu verderben wie? Ich hasse rhetorische Fragen. Wer hat uns denn auf dieses Stück Nichts gebracht?“, antwortete er schnippisch, obgleich er genau wusste, dass er es seiner Sturheit und Neugierde zu verdanken hatte, dass er nicht in Vengard hockte. Und war nicht auch ein wenig dieser Reiz, diese Abenteuerlust da gewesen? Missfiel ihm das alles wirklich so sehr?
    „Aber wenn du’s genau wissen willst. Ja ich habe Sorgen. Ich bin nachdenklich. Hier läuft irgendetwas falsch. Anders als du es geplant hast, du scheinst verunsichert. Bisher hattest du die Zügel in der Hand. Deine Zuversicht ist geschwächt. Und…“ Er wurde leise, schloss die Augen, verharrte einen Augenblick.
    „Nun, ich frage mich, wie dieser Wirt auf einmal von deiner…Zielperson wusste. Seltsam, nicht wahr? Was wird hier gespielt, Callindor?“, meinte er und seine Miene verfinsterte sich. Ihm war klar, dass Callindor aus keinem anderen Grund zu ihm gekommen war. Er verdächtigte ihn. Der übertriebene Tonfall, die rhetorische Frage. Ein allzu deutliches Zeichen. Eine schlechte Taktik. Der Feuermagier hatte zu wenig Übung darin misstrauisch zu sein. Wenn er weiter so auf mögliche Verdächtige zuging, würde der Übeltäter Wind davon bekommen bevor Callindor die Chance hatte die Wahrheit in seinen Augen zu lesen.
    „Deine Menschenkenntnis ist nicht gerade berauschend. Du gehst die Sache falsch an. Hättest auf mich hörn’ sollen. Hätt’ uns viel erspart.“, brummte er und wandte dem Feuermagier den Rücken zu. Sein Blick schweifte umher,…die unbekannte Ferne.
    „Mein Wohlbefinden hat dich die ganze Zeit nicht interessiert. Welchen Grund sonst solltest du haben um deine Zeit mit mir zu verschwenden? Kein Wort hast du an mich gewandt. So plötzlich…ich liege richtig, das weiß ich.“

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    Ehrengarde Callindor's Avatar
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    Callindor is offline

    Taverne

    Mist, verdammter!

    Dieser Gardist hatte doch mehr Gehirnwindungen in seinem Schädel, als man ihm von außen hatte ansehen können und entblätterte Stück für Stück Callindors Absichten. Und das in einer Präzision und Genauigkeit, dass es den Feuermagier erschaudern ließ.
    "Was redest du denn da? Ich hatte bisher nur noch keine Zeit. Falls du dich erinnerst, wir sind auf Riesenmistviecher gestoßen, auf ein Massengrab und dann diese Tortur in der Taverne. Denkst du da wirklich, ich lege es auf einen Smalltalk an, nur um dir zu gefallen. Also bitte ..."

    Callindor gab nur ein leises *Pfff* ab und schaute gar nicht weiter zu dem Gardisten rüber, erst jetzt merkte der Kirchler, dass Hiroga sie in eine der ruhigerenn Ecken geschafft hatte und nun war Callindor gespannt, was dieses Schmierentheater sollte.
    Mit der Tatsache, dass Hiroga sofort mit der Sache mit dem Wirt und Marek in die Offensive ging, hatte er viel mehr erreicht, dass er nun noch verdächtiger war, als vorher schon. Es war von jeher eine gute Taktik, mit der Tür ins Haus zu fallen, um dann eine Art Verwirrung auszunutzen.
    Doch so einfach wollte er es dem Spitzel des Wirtes nicht machen.
    "Erinnerst du dich noch? Damals in der Kasernenküche, da hast du mich hart abserviert und glaubst du wirklich, ich komm dann angerannt und tätschel dir zur Begrüßung seine Stirn? Du solltest mich besser kennen. Du hast was gegen die Magier? - Schön - Du hast was gegen mich? - Auch schön - Nur verlange dann nicht von mir, dass ich dir etwas vorspiele, das habe ich nicht nötig, das nun wirklich nicht. ich wollte nur freundlich sein und mich nach den harten letzten Tagen nach deinem Befinden erkundigen, aber wenn es einem so gedankt wird, ziehe ich gerne mein Angebot zurück. Das muss ich mir nicht geben ..."

    Callindor wandte sich ab und entfernte sich langsam von dem Magie(r) hassenden Gardisten, er war gespannt, ob Hiroga sich noch zu einer verräterischen Ausage hinreißen lassen würde, nachdem Callindor ihn so angegangen hatte ...
    Last edited by Callindor; 24.02.2009 at 23:41.

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    Ritter
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    Hiroga is offline
    Ausflüchte! Nichts als Ausflüchte!
    „Und du solltest mich genug kennen um zu wissen, dass ich dir kein Wort glaube. Irgendwas läuft hier falsch. Deine Augen verraten dich, deine Worte, dein Verhalten. Du suchst ihn. Du willst wissen wer es war. Deine Argumente sind plausibel, doch bist du in der Lage die Wahrheit vor deinem gegenüber zu verbergen? Du weißt wie misstrauisch und pessimistisch ich bin. Du kennst mich als einen Menschen, der immer vom Schlimmsten ausgeht und nur das Dunkle in der Seele eines Menschen zu sehen fähig ist. Ich sehe keine guten Absichten, ich sehe nur welch andre’ Dinge dich antreiben könnten. Es gibt nur ein Grund einem Teil der Anwesenden auch nur einen Hauch Vertrauen zu schenken. Innos hat euch seine Magie geschenkt. Obgleich ich überzeugt bin, dass Innos Wille seit jeher fehlgedeutet wurde und nur deshalb diese Narren euch führen und stärken und euch das Geschenk seiner Magie zu Teil werden lassen, kann ich nicht ausschließen, dass es seine Absicht ist. Das ist der Grund, warum ich nicht der bin, den du suchst. Sind alle meine Zweifel diesbezüglich beseitigt, so glaub mir, werd’ ich der Erste sein, der den wahren Willen des Herrn durchsetzt.“
    Schweigen. Seine Worte sollten Wirken. Ein Hauch von Wahnsinn funkelte in seinen Augen.
    „Innos ist der Grund. Der einzige. Glaub mir, wäre unser aller Herr nicht, nichts würde mich hier halten. Du tust gut daran mich zu verdächtigen. Aber dennoch, ich bin nicht der den du suchst.“

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    Ehrengarde Callindor's Avatar
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    Callindor is offline

    Hinterhof / Gasse; Callindor, Camille

    Mit seinen Hassreden auf den Orden sammelte der Gardist bei Callindor zwar nicht gerade viele Sympathiepunkte, aber dennoch schien er so überzeugt davon zu sein, nicht der Verräter zu sein, dass Callindor es bald auch glaubte ...

    So winkte der Magier am Ende nur ab und suchte Trost in einem Spaziergang, denn Nero hatte mit seinen Rollen bald die ganze Luft verquarzt und so war es draußern um einiges angenehmer. Leichter Regen hatte eingesetzt und der Magier war froh, seinen schwrzen Mantel zu haben, der auch seine Robe gut verbarg. Zu dieser Nachtzeit war niemand mehr auf den wenigen Straßen unterwegs. Insgesamt waren es sowieso wenige Gassen, Viertel und Winkel, ein Verlaufen war hier so gut wie ausgeschlossen. Trotzdem ging Callindor nicht ohne Waffe nach draußen, nicht nachdem, was ihnen nach dem gestrigen Abendmahl hier alles passierte. Da hieß es Wachsam sein und genau das wollte er auch sein. Wachsam gegenüber alles und jedem, denn auch wenn Hiroga beeindruckende Hetzreden verfassen konnte, so strich ihn das noich nicht selbstredend von der Liste der Verräter, da konnte er beteuern und lobpreisen, wie er lustig war.
    Doch nicht nur er kam in Frage, irgendwie jeder konnte es sein und so musste Callindor entsprechend vorsichtig vor gehen, wenn er denn seine Mission erfolgreich zu einem Ende bringen wollte, ohne am Ende noch in die Falle des Maulwurfs zu treten. Im Moment stand noch immer Grendal an oberster Stelle, dicht gefolgt von Corax. Sie beide hatten ihm gestern beim Essen arg zugesetzt und ihre allgemeine Haltung dieser Aufgabe und Callindors Persönlichkeit gegenüber war schon mehr als suspekt. Wenn der Magier nicht aufpasste, hatte er noch einen Dolch im Rücken, den sie beide partnerschaftlich hinein gestoßen haben würden.
    So im Nachhinein resümierte Callindor, dass er doch merklich mehr gegessen und getrunken hatte, als es die beiden zusammen, also konnte das Schlafmittel bei ihnen unmöglich so lange gewirkt haben. Es bestand also die Möglichkeit, dass sie sich eher wieder regten und dann dem Wirt, im Tausch für irgendwas, wovon Callindor bisher nichts wusste, den Namen verrieten, weswegen sie alle hier gewesen waren. Es ergab alles einen Sinn, aber irgendwie auch wieder nicht ...

    Callindor seufzte nur schwach und lief weiter in eine unbestimmte Richtung, als er plötzlich das Miauen einer Katze vernahm, gefolgt von Kistenscheppern, in der Gasse ging etwas vor sich! Auf einen Hinterhalt gefasst seiend, schritt der Magier langsam ins Dunkel und packte hart den Griff seines Kampfstabes, um im Zweifel auch gerüstet zu sein.
    "Wer ist da?!", sprach er laut in die Dunkelheit hinein, doch außer dem Krächzen eines Vogels war da nichts, oder doch? Callindors Unsicherheit wuchs und er schluckte nervös den Klumpen herunter, der inzwischen in seiner Kehle steckte. "Ich warne euch zum letzten Mal!", trat er nur gespielt mutig auf und vernahm dann aus allen Richtungen eine Art Kichern, er konnte unmöglich sagen, woher es kam und drehte sich wie ein Wirbelwind, um ja alles im Blick zu haben, den der Mond so schwächling beleuchtete.
    Und dann geschah es!
    War es in dem ersten Augenblick nur ein seltsames Gefühl, so wurde es bald ernst, denn was ihn da hart traf, das war eine Welle aus Wind, die ihn umso stärker gegen die steinerne Mauer hatte fliegen lassen, woraufhin er den Kampfstab hatte fahren lassen müssen. Scheppernd fiel die Waffe zu Boden und Callindor war nun wehrlos.
    Im Dunkel der Schatten sah er eine Gestalt langsam näher kommen und er fasste wirklich die letzten Reste seines klaren Verstandes zusammen, denn diese Situation konnte noch brenzlig für ihn werden, wenn er denn nicht aufpasste.
    "Im Namen Innos verbanne ich euch aus meiner Gegenwart!", brüllte er verzweifelt und prophetisch dem näher kommenden Wesen entgegen und ernetete dafür wieder nur ein Kichern. Selbst die beschworene Lichtkugel, die er erschuf, entgegen seiner eigenen Richtlinien aufgrund des Magieverbots auf der Insel, hielt dieses Wesen nicht vom näher kommen ab, auch wenn der Lichtschein für etwas Gegenwehr zu sorgen schien.

    Doch leider nicht für lange, denn schon ein Handgriff genügte und die Lichtkugel zersprengte sich in tausende kleiner Funken, wie hatte er das gemacht, denn Callindor hatte nicht einen Moment etwas davon gespürt, dass seine Magie angegriffen wurde ...
    Und so trat die Gestalt endlich näher in den Mondenschein und offenbarte sich den Augen des Kirchlers, der es inzwischen mehr und mehr mit Panikattacken in seinen Gliedern zu kämpfen hatte. Nervös schluckte er erneut und versuchte, sich zu bewegen, doch auch das schien nun vollends zu versagen. Wie eine Marionette an Fäden, stand der Magier dort und wusste nicht, was noch kommen sollte.

    "Was seid ihr? Eine Dämonin der Hölle?", fragte er nur verwirrt ob dieser Gebahren und Zauberkunststückchen, doch die Antwortz gefiel ihm noch weniger, als seine angestellte Vermutung.

    "Ich bin das Ende, der Anfang, der Schöpfer deiner Widergeburt. Komm und umarme die Dunkelheit ..."

    Doch Callindor bäumte sich gegen die mentale Attacke dieser Dame auf, mit Mühe wehrte er den Angriff vorüber gehend ab, fühlte sich plötzlich wieder sicher. "Ich kenne eure Art, Dämonin, und ich weiß, wie man euch bekämpft ...", war nur seine gekonnt zusammengstellte Antwort, denn inzwischen hatte er mit Vic, der einen Dämon in sich trug, doch viel erlebt und dabei auch viel gelernt. Hastig ließ er seine Magie spielen, erschuf unter Schmerzen und tauben Gelenken zwei Lichtkugeln und ließ diese auf der Dolchspitze kollidieren, sodass das Ergebnis nur der Zauber des Glühens war und die Waffe nur eine Wärme abstrahlte, dass es dem Magier bald die Finger verbrannte, als er den Griff von rechts nach links in seine andere Hand schob.

    Doch leider schien auch dies die junge Dame da vor ihm nicht sonderlich zu beeindrucken und so wischte sie nur einmal mit der Hand durch die Luft und die Waffe entschwand aus seiner Hand und versenkte sich laut krachend im Holz der Kisten neben ihm, das glühende Metall ließ die Schnittstelle gleich ankokeln, doch der leichte Regen sorgte rasch für Abkühlung.

    "Komm, ich bin die Mutter deiner Wiedergeburt ..", sprach sie nur ebenso prophetisch, wie es Callindor just zuvor versuchte und schwänzelte um den gefangenen Vengarder herum. Kaum war sie hinter ihm, das Mädchen legte nur verfühererisch ihren Kopf auf die Schulter des Kerls, da passierte etwas, womit sie wohl nicht gerechnet hatte. Jemand hatte die Taverne verlassen, wohl um sich an einem der wenigen Bäume zu erleichtern und Platz für mehr Bier zu schaffen, doch das half dem Magier in seiner misslichen Lage nichts mehr. Und anstatt hier und jetzt über ihn herzufallen, griff sie hart in seine Seite und erhob sich im Dunkel der Nacht in die Lüfte, als ob es für sie eine Leichtigkeit war. Noch ehe einer seiner *Freunde* etwas mitbekommen konnte, verstummten Callindors Schreie auch schon und wurden von der Finsternis gnadenlos verschluckt.

    Einzig der Kampfstab und der Dolch blieben am Tatort zurück, als stumme Zeugen der Grausamkeiten dieser regnerischen Nacht...

  6. View Forum Posts #66
    Abenteurer Der Rat's Avatar
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    Der Rat is offline

    großer Altarraum gesäumt mit Fackeln; Callindor, Camille

    Mit einem Blick der Unschuld auf den Lippen trat Camille an diesem Morgen in den großen Raum, an den Wänden flackerten die Fackeln und malten, je nach Blickwinkel, häßliche Fratzen an die ihnen gegenüber liegenden Wände. Doch die dunkle Schönheit fand eher Gefallen daran und schaute diesem Treiben noch eine Weile zu, ehe sie schließlich an den Altar trat und dort ihren Gast noch immer regungslos liegen sah.
    Für wahr, auf der steinernen Anhöhe lag Callindor, völlig unbekleidet, wenn nicht sogar nackt, mit überkreuzten Armen auf seiner Brust, als würde er zur letzten Ruhe gebettet. Und vielleicht war es das für ihn auch gewesen.
    Das musste sich Camille in ihrer grenzenlosen Weisheit erst noch überlegen ...
    Andererseits konnte man mit diesem Spielzeug noch so seinen Spass haben, wenn man wusste, wie man es am besten anstellte und an einem kurzweiligen Zeitvertreib hatte sie immer Interesse.
    "Mäuslein, Mäuslein ...", flüsterte sie nur in das eine Ohr des entblößt da Liegenden, doch dieser rührte sich nicht ein Stück und dennoch genoss sie diesen Anblick der Hilflosigkeit, den Magier, der er doch war, so sehen zu können.
    Mit einem verführerischen Griff tasteten sich die kalten Fingerkuppen ihrer rechten Hand auf dem Oberkörper des Mannes vorwärts und kamen schließlich dort zum Erliegen, wo das Herz des Vengarders schlug. Sie spürte, wie es bebte und regelmäßig schlug und es verschaffte ihr eine Art von Erregung und ließ nur ihre Zunge über ihre dunkel gefärbten Lippen gleiten. Dieser Happen war nicht zu verachten ...
    War er doch noch so unberührt, in gewisser Weise unschuldig und es war nun an ihr, diesen Zustand so schnell wie möglich zu ändern. Camille wusste genau, was man anstellen musste, um einen Mann wie ihn auf ihre Seite zu locken und sie hatte Mittel und Wege, dies zu bewerkstelligen.

    Trotzdem konnte man nicht davon reden, dass Callindor zu diesem Zeitpunkt wach oder ansprechbar war. Ihn hatte die Erfahrung der letzten Nacht wohl völlig ausgeknockt und so ließ sie nach dieser Einlage von ihm ab und wandte sich wieder anderen Dingen zu, die auch mit ihm in Verbindung standen. Denn in ihrer anderen Hand trug sie die ganze Zeit den roten Kristall ...

    Doch brauchte sich nicht nicht mal, wie zuvor angenommen, davor zu fürchten, denn im Vergleich zu früheren Exemplaren, mit denen Camille es zu tun bekommen hatte, war dieser Stein noch im Anfangsstadium der Gefährlichkeit. Doch für gewöhnlich waren auch kleine Mücken lästig, das hatten diese nervigen Biester so an sich und genau so verhielt es sich auch mit diesem blutrot durchtränkten Glas. Sie würde entsprechend Vorkehrungen treffen und ihr neues Werkzeug würde der dunklen Schönen dabei helfen.

    Callindor ...

    Callindor
    Last edited by Medin; 25.02.2009 at 11:54.

  7. View Forum Posts #67
    Abenteurer Der Rat's Avatar
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    Der Rat is offline

    Speisesaal gesäumt mit Gemälden, Kronleuchtern und Spiegeln

    Was für ein herrlicher Morgen!

    Marek genoss die frische Briese, das laue Wetter und die Fenster des großen Zimmers waren weit geöffnet gewesen, um mal für Durchzug zu sorgen, was das miefige alte Gemäuer auch dringend benötigte. Er hatte sich hier ein schönes Stück Land zu seinem Eigen gemacht.
    Marek, Sohn des Exregenten Darek van Dun, nun neuer Herrscher über Therenia, fühlte sich in seiner Rolle wohl und biss genüsslich in die Scheibe Brot, die ihm von der hübschen jungen Dame erst vor wenigen Augenblicken serviert worden war. Ein Talent für das Darreichen von Speisen konnte man ihr nicht absprechen und vielleicht zeigte sich Marek ja bei Gelegenheit dankbar und würde sich bei ihr revanchieren. Schließlich brauchten auch Könige ihren Spass ...
    Und sollte sie sich zieren oder ablehnen, so würde ihr Kopf schneller rollen, als sie es für möglich gehalten hätte. Über diesen Punkt gab es gar keinen Zweifel. Da gab es keine Diskussion und Marek ließ da auch gar nicht mit sich reden.
    Erneut biss er ein Stück des belegten Brotes ab und genos den Wein, es war ihm ein Rätsel, wieso die Bevölkerung des Eilandes Hunger leidete, wo er doch hier in Hülle und Fülle alles hatte. Doch was scherten ihn die Belange von solchen niederen Kreaturen? Er hatte wesentlich elitärere Ziele ...
    Lumpenpack und Gesocks kamen bei ihm nicht mehr an die Türe, nach den Massakern des Putschkrieges war er es Leid, sich irgendwie rechtfertigen zu müssen. Inzwischen hatte er dieses Flecken Erde sowas von satt, die frische Luft kam jetzt einem giftigen Nebel gleich und die morgentliche Sonne einem brennenden Feuer. Selbst das Essen verwandelte sich in Abfallfraß und schnellen Schrittes schlug Marek alle Fenster wieder zu und ließ sich nur entnervt auf seinen Thron sinken, der nicht weit davon stand.

    Eigentlich konnte er froh sein, denn davon, was er besaß, träumten unzählige jede Nacht. Worüber ärgerte sich der junge Mann, er kam höchstens auf gute dreißig Jahre, dann so? Vielleicht wusste er das selber nicht und strich sich nur durch sein hell gefärbtes Haarkleid, welches, gut gewachsen, ihm bis auf die Schultern reichte.
    Doch gab es lästige Tagesordnungspunkte zu Hauf, so zum Beispiel die Sache mit dem Magierorden, der sich unantastbar in Therenia breit gemacht hatte und auf Erlass seines Vaters, auch uneingeschränkte Macht inne hatte, so sie denn, den Gesetzen der Insel folgend, notwenidig waren. Es stimmte schon, sie hielten sich vornehmlich zurück, doch wenn sie einmal auf den Plan traten, dann mit entsprechender Durchsetzungskraft. Oh wie er sie verachtete mit ihren Möglichkeiten, hier zu schalten und zu walten. Am Ende war Marek hier noch der Gefangene auf seiner eigenen Insel und das als Regent, dem Anführer einer Gemeinde. Blanker Hohn!
    Doch im Geheimen waren die verhüllten Magier des Ratsordens die wahren Führer und Leiter dieses Eilandes. Und Marek war sich dessen bewusst ...

    So nervig und belastend diese Tatsache für den neuen Regenten war, so war es auch das laute Klopfen an der großen Türe zu seinem Thron und auf ein Geheiß des Königs hin, schob sich das schwere Holz nach innen und eine mit Metallplatten über und über behangene Gestalt banhte sich langsam, er musste schließlich gehöriges Gewicht mit sich rumschleppen, ihren Weg nach vorn, ehe der alte Mann, einen Anflug einer dienerischen Verbeugung imitierend, vor dem Sitz des Throndiebes zum Stehen kam.

    "My Lord, ich bringe euch Kunde über eine Begebenheit. Am gestrigen Tage wollte eine Gruppe von jungen Leuten mit euch sprechen. Die Wachen sagen, sie hätten sie noch nie zuvor gesehen. Was soll mit ihnen geschehen? Sie könnten noch Ärger machen.", meinte der weise alte Rüstungsträger, doch Marek wiegelte nur mit einer Handbewegung ab.

    "Nein, nein, lasst sie ruhig ziehen. Doch die Order bleibt bestehen, hörst du, niemand wird zu mir vorgelassen, niemand!", sprach er nur in lautem Ton und erhob dabei den Zeigefinger, sodass die Wache nur nickte und sich langsam wieder entfernte.

    Und kaum war sie verschwunden, huschte ein Lächeln über das Gesicht des Regenten, denn so neu war die Nachricht für ihn gar nicht. Er wusste über die Vorgänge in seiner Stadt bescheid, dessen war sich Marek bewusst und es war auch recht und billig, wenn es vorerst so bliebe. So gesehen hatte er anscheinend doch mehr Einfluss, als man zu glauben vermochte ...

    Außerdem wollte er sich das Spiel nicht entgehen lassen, wie sie einen Weg in seine Burg zu finden versuchten und allein die nutzlosen Anstrengungen zu beobachten, war für Marek ein Augenschmaus, jedes Mal wieder ...

    Callindor
    Last edited by Der Rat; 25.02.2009 at 11:10.

  8. View Forum Posts #68
    Krieger Fenier's Avatar
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    Fenier is offline

    Taverne nahe der Residenz Mareks

    Mit einem Ruck fuhr Fenier aus seinen erneut schlechten Träumen. Hechelnd und leicht verschwitzt saß er in einem Bett, fades Sonnenlicht drang durch die Fensterscheiben. Es musste so in etwa um die Mittagszeit rum sein … er hatte verschlafen!
    Nach dieser doch eher kurzen Nacht war es auch kaum verwunderlich, vielmehr störte es ihn, dass er nicht geweckt wurde. Na wenigstens war diese Schlafphase gewollt und angenehmer gewesen als die der letzten Nacht. Fenier hatte sich in diesem Kerker so unwohl gefühlt, dass er seine Schwindelgefühle und damit verbundenen Brechreiz nur schwer unterdrücken konnte. Er wusste nicht genau woran das lag, in seiner Gefangenschaft bei den Orks waren die Kerker sogar noch kleiner und herabgekommener und es hatte ihm wenig ausgemacht. Die besonderen Umstände könnten etwas damit zu tun haben.

    Dass er es gestern sogar noch geschafft hatte sich zur Bettruhe zu entkleiden schien ihn leicht zu verwirren, aber in seiner Hektik die anderen Mitstreiter nicht zu lange warten zu lassen wusch er sich rasch und verwischte diese Gedanken. Schnell noch kleidete er sich in seine Novizenrobe – nebenbei fiel ihm auf, dass auch dieser eine Wäsche gut tun würde – nahm seine Tasche und eilte aus dem Zimmer.
    Mit Magie ging doch alles viel schneller, Schwebe-, Verschluss- und andere kleine Hilfszauber erleichterten den Alltag allgemein, aber er wollte nicht wieder einer von Callindors Straftiraden zum Opfer fallen. Außerdem war diese Enthaltsamkeitsphase sicherlich auch eine gute Übung, schließlich sollte man mit Magie weise umgehen.

    Schon wieder in Gedanken vertrieft stieß er sich an einer Diele den Fuß, verfluchte eben jene und wäre fast mit einer Person zusammengestoßen, die ihm wohl gerade entgegenkam.

  9. Visit Homepage View Forum Posts #69
    Ehrengarde Callindor's Avatar
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    Callindor is offline

    verdunkeltes Zimmer mit dem Steinaltar; Callindor, Camille

    Finsternis ...

    Alles umfassende Dunkelheit umgab den Magier, als er langsam und noch benommen seine Augen öffnete. Nur langsam gewöhnten sich seine Pupillen an den Mangel an Licht und sichtlich nervös versuchte Callindor etwas in dem Dunkel zu erkennen, das ihm einen Ansatz gab, wo er sich hier befand.
    Tatsache war, dass er nur noch schwache Gedankenfetzen zu dem gestrigen Abend zusammen bekam, da war Hiroga und die Taverne und dann ...?
    Dem entführten Kerl wurde mit jedem Augenblick klarer, dass er hier irgendwo eingesperrt war und zögerlich nahm er seine Arme von seiner Brust, die dort noch verschränkt zur Ruhe gekommen waren. in dieser Position sah es aus wie ein Toter ...
    "Oh nein!", entfuhr es Callindor abrupt und da waren sie wieder, Bilder seiner Entführung und der jungen Dame, die ihn da bedrängt und nach allen Regeln der Kunst kampfunfähig gemacht hatte. War das das Ende ...?
    Die Antwort darauf sollte er sogleich erhalten, als sich auf ein Fingerschnippen hin die Fackeln entzündeten und eben jene zierliche Dame den großen Altarraum betrat und nur ein Lächeln zu Callindor herüber schickte, der noch immer nicht ganz begreifen konnte, was hier vor sich ging. Erst jetzt merkte er, mit Hilfe des Lichtes der Fackeln, dass er völlig unbekleidet auf diesem Stein lag und sich nicht davon erheben konnte, obwohl seine Gelenke nicht angekettet waren.
    "Wie ich sehe, bist du aufgewacht. Ich bin Camille und du bist heute unser Ehrengast, du darfst dich, wie bereits gesagt, geehrt fühlen", sprach sie nur bemerkend und trat noch näher heran, sodass dem Magier auch keine Zucken des Weibs verborgen blieb und er sah, was so mancher nie für möglich gehalten hätte.
    "Egal, was ihr wollt, ich sage euch nichts!", fuhr er die Geiselnehmerin an, doch diese lächelte nur unberührt.
    "Oh doch, du wirst reden, ganz sicher sogar, ich habe da so meine Mittel und Wege. Oh, wie ich mich darauf freue ...", meinte Camille und ließ sich dann nur einen Becher voll Wasser geben, an sich nichts besonderes, doch dann passierte etwas, womit der Magier nicht gerechnet hatte. Sie nahm nur den Nagel ihres Daumens und presste ihn gegen das Handgelenk ihrer anderen Hand und wie zu erwarten, quollen erste Tropfen ihres Blutes hervor, dunkel, fast schwarz und färbten das Wasser des Bechers in die entsprechende Tönung, wenn auch etwas heller.
    "Ein Trank zum Erwachen? Bitte sehr, er wird dir munden.", sprach sie nur gespielt ernst und presste den Pokal an Callindors Lippen, doch seine Zähne versperrten beharrlich den Eingang zu seinem Mund und keine Tropfen fand einen Eingang.
    Mit zornigem Blick ließ Camille nur zwei ihrer Helfer kommen, die sich rechts und links neben ihn gesellten und plötzlich die Arme des Nackten ergriffen und beherzt zubissen, und zwar mit einer Inbrust und einem Verlangen, der nicht von dieser Welt war. Und begleitet von dieser Inbrust dieser Tiere durchfuhr Callindor ein Schmerz, ein Gefühl der Qual und er schrie sich ermattet die Seele aus dem Leib, nachdem die ersten Topfen seines Blutes seinen Körper verließen und so hatte Camille ihren neuen Diener soweit.
    Scheinbar dankbar den Kelch erwartend, floss das getrübte Wasser die Kehle des mental gefesselten Callindor herunter und die zwei Bestien zu seinen Seiten ließen auf einen Befehl ihrer Herrin von ihm ab und es ward still.
    Doch nicht für lange ...
    War es erst nur ein Gefühl des Erbrechens, potenzierte es zu einem Drang des Würgens und der Magier wand sich auf dem steinernen Tisch, die Fesseln waren gelöst, denn schon längst zappelte Callindor im Netz der Spinne. Der schwarzen Witwe mit Namen Camille.

    "Nun, mein Freund, wirst du kooperartiv sein und mir alles sagen, was du weißt?", fragte die dunkle Herrin kindlich und mit einem gespielt fragenden Gesichtsausdruck und Callindor konnte nicht anders, er wollte sich zwar dagegen sträuben, aber sein Körper gehorchte ihm scheinbar nicht, zumindest nicht so, wie er es wollte. Sein Gedanke war *NEIN!*, doch aus seinem Mund kam nur ein *Ja* hervor.

    "Jawohl, meine Herrin, wie ihr befehlt."

    Und so lag der Magier dort, in mitten des Steinaltars, während seine Handfesseln weiter bluteten und sich sein Geist einem Verlangen hin gab, dass ihm völlig fremd war. Er musste mehr von diesem Wasser bekommen, es war wie eine Droge, und er würde dafür alles tun ...

    Alles!
    Last edited by Callindor; 25.02.2009 at 16:54.

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    Unter den Fittichen Innos'.
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    "Aufpassen angesagt", schnaufte Dragan schnippisch als ihm irgend so ein komischer Kerl entgegen rempelte. Mit einem kurzem Blick konnte der junge Novize erkennen, wen er denn da eigentlich so dumm angemacht hatte. Ja, dieses Gesicht war ihm bekannt, ein wenig, er gehörte zur Gruppe, die Callindor hierhin mitgeschleppt hatte, und dennoch hatte der Novize in all der Zeit noch nicht die Möglichkeit gehabt, dem Typen mal wirklich in die Augen zu sehen. Schon beim ersten Mustern konnte er die, für ihn, ängstlichen grünblauen Augen erkennen, hagere Statur, blonde Haare. Nichts besonderes, ein ganz normaler, junger Mann. Allerdings sein Bart, versuchte der Kerl etwa dadurch älter auszusehen? Wäre denkbar, müsste aber nicht.
    "Sag mal, ich nehme an du bist Fenier, ich hab deinen Namen vorhin irgendwo aufgeschnappt, gestatten...." Leichtfüßig deutete der Räubersohn eine Verbeugung an. ".. mein Name ist Dragan, ich gehöre wie viele hier zum selben Verein, aber wie mir scheint, steht wohl ein Großteil über mir." Nach diesen Worten legte er eine kurze Pause ein, zuvor fiel es ihm nie auf, aber nun war beinahe jeder schon ein Feuermagier oder Gardist, vielleicht sogar schon Rittern, jeder von seinen ehemaligen Kumpanen, und er, er saß immer noch auf dem Novizen fest. "Nun jedenfalls, könntest du mir helfen Callindor zu suchen?"

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    Taverne nahe der Residenz Mareks

    „Ja, ich bin Fenier, Adept Adanos’!“, unterstrich Fenier noch einmal die Vermutung des fast Umgerempelten. Etwas überrascht von der Ausdrucksweise und dem Umgangston den Dragan anschlug, wunderte er sich über die Frage nach Callindor, ihrem selbsternannten Anführer dieses Abenteuers.
    „Callindor ist noch nicht da?“
    „Zumindest nicht unten.“, antwortete der Novize. Fenier schien wirklich in bester Gesellschaft. Der gesamte Haufen bestand zum Großteil aus Anhängern der ‚heiligen’ Kirche Innos. Vielleicht war wenigstens er nicht so fanatisch wie einige andere, deren Bekanntschaft er in Vengard machen durfte. Sein Äußeres erschien ihm sehr angenehm und auch die eben erst zuvorkommende Reaktion verhieß schon mal nichts Schlechtes.
    „Ich weiß nur noch, dass Callindor gestern Abend irgendwann die Taverne verließ. Ich bin dann irgendwann zu Bett gegangen.“
    Dass eben jener Anführer ihrer Gruppe sich den halben Tag nicht hatte blicken lassen, beunruhigte ihn merklich. War es doch Callindor der in den letzten Tagen immer wieder zu Vorsicht gerufen hatte, ja sogar das magische Wirken untersagt hatte, allein um nicht aufzufallen.
    „Vielleicht sollten wir die Zimmer hier oben abklappern. Was macht der Rest unten?“

  12. View Forum Posts #72
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    "Keine Ahnung, nen paar sind eben raus gegangen, andere reingekommen, komisch", antwortete Dragan unverblümt und ging ohne weitere Worte an Fenier vorbei um an die Tür zu gelangen die fast am Ende des Ganges lag. "Wenn ich das richtig mitbekommen habe sollte das sein Zimmer sein, da bin ich mir eigentlich recht sicher", gab er bekannt und begann demonstrativ zu klopfen. So wie es sich für ihn gehörte, laut und fest, und ohne auf Tür oder Handknochen zu achten. Vielleicht schlief Callindor ja noch, denn dann hätte diese Taktik einen tollen Vorteil. Doch die erwünschte Reaktion blieb es.
    "Er ist wohl nicht da, unten ist er nicht, in der Umgebung der Taverne auch nicht, ich mach mir langsam Sorgen", sagte Dragan bestimmt, während er wieder zu dem Wüstenvolkler stapfte. "Wir sollten vielleicht mal nach ihm suchen, wie wärs?"

  13. View Forum Posts #73
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    Taverne nahe der Residenz Mareks

    „Einen Moment noch.“
    Bei diesem alleinigen Versuch wollte es Fenier nicht belassen. Wenn Callindor wirklich nicht in seinem Zimmer war, dann wäre die Tür auch sicherlich nicht magisch gesichert. Nach allem was er von ihm gehört hatte und was er vom Wirt gehört hatte musste man hier mehr als vorsichtig sein. Außerdem erinnerte er sich an das Schutzprozedere mit dem Callindor den Raum der Teleportation versiegelt hatte.
    Also legte er seine Handflächen auf das Holz der Tür und konzentrierte sich. Er schloss die Augen, sah aber keine magische Verflechtung, die einem Schutz- oder Versiegelungszauber entsprach.
    „Scheint wirklich nicht hier zu sein.“, sagte der Adept mit resignierendem Unterton. Da kam ihm ein mulmiger Gedanke: Hatte es der Feuermagier tatsächlich gewagt, sich alleine in das Anwesen Mareks van Dun zu schleichen?
    „Ich habe eine Vermutung, wo er sein könnte.“, begann er eher laut zu denken, als sein Gegenüber direkt anzusprechen. „Callindor ist doch so versessen darauf diesen Marek van Dun, den Gutsherren oder König dieses Landes, zu finden. Vielleicht hat er allein versucht sich in die Residenz zu schleichen?!“
    Ohne auch nur eine Antwort abzuwarten forderte er Dragan auf ihm zu folgen.
    „Wir sollten den anderen Bescheid geben. Ich kann mir nicht denken, dass Callindor einfach so verschwindet. Vielmehr würde es wie die Faust auf's Auge passen, wenn er seinem Ziel nachstrebt, zur Not auch ohne Hilfe!“
    Ein wenig Wut lag in seiner Stimme, aber das wollte er sich nicht anmerken lassen.

  14. View Forum Posts #74
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    Und nun plötzlich herrschte eine Spannung, eine Hektik, alles musste schnell gehen. Die beiden überwanden die Treppen in beachtlicher Geschwindigkeit und machten sich auf in den Gastraum, wo ein beachtlicher Teil der Gruppe versammelt war. Hiroga war auch darunter. Einen Moment lang überlegte der Novize, ob er den Gardisten mitnehmen sollte, doch dann entschied er sich dagegen, warum auch immer. Den Blick von seinem Freund abwendend fing er an zu reden:

    "Wie vielleicht ein paar von euch gemerkt haben ist Callindor seit einer beachtlichen Zeit nicht mehr anwesend. Deswegen haben Fenier und ich uns überlegt, dass wir ihn suchen. Fenier, und ich", betonte er noch ein mal und sah in die Runde, doch vor Hiroga stoppte sein Blick", wenn er wieder kommt, während wir weg sind, sagt ihm er soll sich keine Sorgen machen, noch nicht."
    Ohne weitere Umschweife machte er auf dem Absatz kehrt und ging in Richtung Tür, ob sich vielleicht noch eine halbwegs brauchbare Waffe finden ließ?

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    Altarsaal; Callindor, Camille

    Es war ein Gefühl der Freiheit, ein Gefühl des absoluten Glücks, dass Camille ihm da beschert hatte und er sog diese Lust, dieses Verlangen und diese Gier förmlich in sich auf. Sie wollte Antworten, die konnte sie gerne haben!

    So hatte er, ohne auch nur einen Funken Vorsicht walten zu lassen, seine Ziele, seine Ambitionen und Absichten Preis gegeben und sie nickte nur immer abwägend, ob denn seine Vorhaben eine Gefahr für sie darstellten.

    "Du wilst also zu Marek? Da wirst du es aber schwer haben ...", meinte sie nur leicht amüsiert und Callindor nickte schnell. "Ja, das ist mir bekannt, aber wenn ..."
    "Du kannst jetzt gehen!", befahl sie in einem zuckersüßen Unterton und Callindor wollte noch etwas sagen, vergaß aber was es genau war und nickte nur dienerisch und bekam von einem der anderen in ihrer Runde seine Robe und auch den Rest seiner Wäsche zurück. Inzwischen waren seine Handgelenke wieder gesundet, zumindest stoppte der Blutfluss nach einiger Zeit, doch er machte sich nicht die Mühe, sich zu säubern.

    "Tu, was ich von dir verlange, dann wirst du dein Ziel erreichen!"

    Mit diesen Worten und darauf folgenden Instruktionen war Callindor frei, oder zumindest weniger unter der Kontrolle des dunklen Weibes, dessen Blut die Sinne des Magiers zum Kochen brachte und der ihr am liebsten ihre Wünsche von den Augen abgelesen hätte, doch sie beschäftigte sich schon wieder mit etwas anderem und hatte ihm, nachdem er wieder bekleidet erschien, den Kristall ganz freimütig zurück gegeben.

    "Benimm dich völlig normal, so wie sonst auch und gedulde dich ein paar Tage, dann sehen wir uns wieder."

    "Wie ihr wünscht, Herrin. Ich gehorche ..", sprach Callindor nur unterwürfig und verließ dann den Altarsaal, einige seiner neuen *Freunde* begleiteten ihn noch nach draußen, insoweit es in ihrer Macht lag, er würde den Weg zurück zu den anderen schon finden.

    Mareks Refugium war ja nicht sehr groß ...

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    Dorf unterhalb der Residenz von Marek

    Fenier stand quasi schon auf der Türschwelle als Dragan der restlichen Gruppe noch mitteilte, dass sie nach Callindor suchen würden. Alle schienen damit einverstanden und er konnte noch hören wie sie sich wieder in ein Gespräch über die Möglichkeiten, irgendwie in das Anwesen zu gelangen, vertieften.
    Indessen schien Dragan nach etwas Bestimmtem Ausschau zu halten. Vielleicht eine geeignete Regenkleidung, denn im Gegensatz zu heute Mittag hatte das Wetter umgeschlagen. Statt der herrlichen leicht von Dunst verzogenen Sonne, zierten dicke Regenwolken den Himmel. Jederzeit hätte es anfangen können zu regnen.
    Somit war auch nicht viel auf den Wegen und Gassen los. Nur vereinzelt schauten ein paar neugierige Gesichter die Fremden genauer an, viele verschwanden sofort in ihren Häusern. Insgesamt befand der Adept es für zu ruhig, eine angespannte Ruhe. Ob es daran lag, dass beiden quasi anzusehen war, dass sie der Magie mächtig waren?
    Es war nur eine Vermutung doch Fenier zog sofort den dreckigen und eingerissenen Reisemantel enger um das aquamarinfarbene Blau der Novizenrobe zu verdecken. Das Dorf, wenn man es so nennen wollte, hatte eine Grundüberholung dringend nötig. Überall zerfielen die Häuser, viele sahen nicht mehr sehr stabil aus und würden den nächsten Sturm wohl nicht überleben. Wie man hier leben konnte war ihm ein Rätsel!
    Dragan schlug plötzlich in eine der Seitengassen ein. Verständlich, denn auf offener Straße würden sie sicher keinen Anhaltspunkt finden. Sie schien sich irgendwo hinter einer Biegung zu verlieren, doch sie gingen weiter. Einer weiteren Abzweigung folgend gelangten sie wohl auf einen Hinterhof, zumindest eine Sackgasse.
    Plötzlich zupfte Fenier am Mantel des Novizen und deutete mit dem Finger auf etwas Längliches: Ein Kampfstab!

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    "Hm?," machte Dragan als er von Fenier auf etwas aufmerksam gemacht wurde, das auf dem Boden lag. "Was ist?"

    Der Adept deutete mit durchgestrecktem Zeigefinger in eine Richtung, und wenn man dieser ungefähr folgt, dann.. nein, tatsächlich. Ein Stab wie er ihn schon so oft bei Magiern gesehen hatte. Unglaublich. "Meinst du, das ist der Callindor", erkundigte er sich und beugte sich nach unten, um das gute Stück zu beäugen. "Sieht so aus", antwortete Fenier als Dragan den Stab ein wenig nach oben hob, und eine kleine Magiekugel erschuf.

    "Schau mal, da hinten ist noch was, im halbdunkel", erkannte der Innos-Novize, übergab den Stab an seinen Kollegen und machte sich an das Gut, das noch auf dem Boden lag. "Ein Dolch", stellte er fest", und wahrscheinlich ein gar nicht so alter. Auch von Callindor, wie es aussieht." Den letzten Satz sagte er in einem unruhigen, leisen Ton, jetzt begann er damit, sich wirklich Sorgen zu machen. "Ich finde wir sollten zurück gehen, un zwar schnell!"

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    Dorf unterhalb der Residenz von Marek -> Taverne

    Nun war es also gar nicht nötig gewesen bis zur Residenz vorzudringen, denn so wie es den Anschein hatte, war selbst Callindor nicht soweit gekommen. Sein Kampfstab und sein Dolch lagen hier im Dreck auf einem Hinterhof. Wenn man nun bedachte, dass das Wirken von Magie strengsten untersagt war und der Feuermagier sich diesem Verbot beugte, so war er quasi kampfunfähig.
    Eine Entführung? Das konnten sie besser in der Gruppe beurteilen und auch das weitere Geschehen abschätzen. Schnell machten sich beide auf, um zurück zur Taverne zu gelangen. Ein lautes Donnern deutete das kommende Gewitter an.

    Fast alle Bewohner waren von den Straßen verschwunden und da fielen auch schon die ersten Tropfen in den Dreck und auf die Dächer. Am Horizont zeichnete sich ein roter Farbstreif der untergehenden Sonne ab, als wäre das ein letztes Zeichen das Hoffnung machen wollte. Der Winter schien hier tatsächlich nicht ganz parallel mit dem in Myrtana zu verlaufen, schon eher mit dem in Varant, aber dafür war es hier zu kühl.

    Dann erreichten sie die Taverne, dicke wärmende Luft fiel ihnen entgegen als sie die Tür aufrissen. Alle Anwesenden waren sofort ruhig, doch um nicht auch Unbeteiligte an ihrem Gespräch teilhaben zu lassen, gingen sie zum großen Tisch ihrer Gefährten und platzierten darauf den Kampfstab und den Dolch Callindors.
    „Die haben wir auf einem Hinterhof gefunden.“, sagte der Adept mit ernster Miene.

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    Callindor is offline

    Friedhof --> Taverne --> Schlafgemach

    War Callindor doch erst so kurze Zeit fort von ihr, so verspürte er doch diese Sehnsucht, dieses Verlangen, nur noch einen Moment länger bei Camille Verweilen zu dürfen. Sah sie auch noch so düster und uncharmant aus, für Callindor strahlte sie ein Leben aus, dass alles andere in den Schatten stellte.
    Sie hatte ihm etwas befohlen. Etwas, dass der Feuermagier auch ohne Widerworte erfüllen wollte, so es denn in seiner Macht stand. Doch diese Aufgabe war schwieriger zu lösen, als man vielleicht dachte, denn Callindor hatte nicht gerade den besten Stand innerhalb der Gruppe, auch wenn er sich als Anführer ausgab, wirklich folgen taten sie ihm nicht. Viel mehr dümpelten sie in ihrem eigenen Tran herum und betrauerten ihre missliche Lage. Hätten sie doch nur das erlebt, was er erleben durfte, diesen Neuanfang, dieses Nichts und dann war es doch Alles.

    Ging er auch noch so zielstrebig an den Gräbern, Kreuzen und Krypten vorbei, er konnte nur an eines denken, nicht den rechten Weg vor ihm, nicht an die Pfützen, die der Regen gebildet hatte, nein, seine Gedanken kreisten nun mehr nur noch um sie, Camille. Mit ihrem lieblichen Antlitz hatte sie ihn im Sturm erobert und er war Wachs in ihren Händen ...

    Doch warum musste er nur immer weiter an sie denken? Callindor versuchte, sich loszureißen und betrachtete das steinerne Bildnis einer Göttin, einer nackten Frau, wie sie in Pose aus einem Stück Fels geschlagen wurde und dieses Kunstwerk nun den Eingang des Friedhofs säumte, in dem wirklich unzählige, wenn auch wenige, Gräber zu finden waren, die meisten eher karg beschmückt und in Stand gehalten. Neben diesen gab es auch noch die Krypten und Katakomben unterhalb des Friedhofs, Gänge über Gänge, die wohl den gesamten Untergrund durchliefen, denn aus diesen war er empor gestiegen und blinzelte nur in das flaue Mondlicht der Nacht, nachdem sich seine Begleiter verabschiedet hatten.
    Insgesamt recht freudlose Geselllen, hatten sie nicht ein Wort gesprochen und waren auch sonst eher steif geblieben. Callindor war es einerlei, denn er zog seine Kraft, sein Selbstvertrauen und seine Zuversicht nur aus der Tatsache, dass Camille ihn für treue Dienste belohnen würde. Belohnen, mit einem weiteren Kelch voll dieses Lebenssaftes, den der Magier nun nicht mehr missen wollte und deshalb beschleunigte er seine Schritte, fort vom Freidhofsgelände, hin zur Residenz von Marek van Dun und nicht weit davon war der Ort gewesen, wohin Callindor nun musste.

    Fast mit geschlossenen Augen hätte er den Weg gefunden, hatte nicht einmal aufsehen müssen, bog links, erneut links und dann noch einmal rechts und er war da! An dem Platz, wo Camille ihn genommen und zu dem gemacht hatte, was er nun war. Ihr Günstling, ihre Nummer Eins, ihr Patron und Glücksritter ...
    Doch etwas trübte das glückliche Bild, dass Callindor hier noch einmal empfinden wollte, etwas, was ihn doch sehr in Erstaunen, Angst und Rage versetzte. Sein Kampfstab und sein Dolch waren verschwunden, über den Tag hinweg einfach verloren gegangen und der Magier fand gar keine Worte, um dies zu beschreiben.

    "Hurensöhne!", entfuhr es ihm nur erbost und in einem Eiltempo machte er kehrt marsch und würde schon noch heraus finden, wer hier seine Sachen gestohlen hatte. Nicht viele wussten, wo Callindor an gestrigen Abend gewesen war, sah man mal von ihm selbst und eben Camille ab. Demnach hatten sie es nach einer Suchaktion gefunden und demnach mussten sie jetzt wohl alle beisammen hocken und beratschlagen, texten und wieder diskutieren. Es war so öde. Öde und berechenbar ...

    Kraftvoll stieß der Feuermagier nur die Türe der Spelunke auf und erntete gleich zwanzig Augen, die sich allesamt auf ihn richteten.
    "Callindor! Da bist du ja endlich! Wo hast du gesteckt?", tönten sie bald im Chor, wie dumme Gänse, die zur Schlachtbank geschickt werden mussten und Callindor hätte liebend gern den Metzger dafür gemimt. Er würde auch ohne sie zu Marek kommen, wenn er nur auf die Hilfe von Camille baute und diese war hundertprozentig vertrauenswürdig.
    "Jetzt nicht! Ich bin müde ...", würgte er nur Trauerspiele, Danksagungen und Freundschaftsbeteuerungen ab und schritt bedächtig, aber keinesfals gebrechlich, die Treppe zu seinem Gemach nach oben und ließ die gesamte Sippschaft dort unten ohne ein weiteres Wort zurück. Callindor hatte sich das letzte Zimmer ganz rechts genommen, es war am besten hergerichtet, als hatte noch niemand in dem Bett geschlafen, was hieß, dass die anderen aus der Gruppe in anderen Zimmern nächtigten.

    Mit einem Lächeln der Dankbarkeit auf den Lippen schloss er die Tür und wob einen kleinen Sicherungszauber um den Knauf, ihn sollte jetzt niemand mehr stören. Nicht, wenn gerade der Himmel wieder aufklarte und sich die Wolken brachen, um dem hellen Schein des Mondes freie Fahrt zu geben. Verträumt lehnte sich Callindor an das kleine Fenster und sah hinaus, in weiter Ferne lag der Friedhof und hatte dabei nur einen Gedanken ...

    "Ob sie auch an mich denkt, so wie ich es tue?", fragte er nur in Gedanken und lächelte verliebt, denn mit Camille hatte er die Frau für sein restliches Leben gefunden. Mit ihr würde er zusammen sein. Für ewig!

    Oder zumindest solange, bis die Wirkung der Droge nachließ ...
    Last edited by Callindor; 25.02.2009 at 23:01.

  20. View Forum Posts #80
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    Daryn is offline
    "Verflucht sei diese dreckige Insel! Einfach alles hier!" fluchte Daryn, als Dragan und der Wassernovize Fenier den Kampfstab und den Dolch auf den Tisch legten und verkündeten, dass sie den Feuermagier nicht gefunden hatten. Sein erster Gedanke galt wieder dem Wirt, dieser war, trotz dessen, dass er die Gruppe über diesen Marek aufgeklärt hatte, für den Novizen nicht vertrauenswürdig und würde wohl immer im Blickwinkel des Innoslers liegen.

    Es war eine Zeit vollkommene Ruhe in der Runde der Abenteurer, doch dann wurde plötzlich die Tavernentür aufgeschlagen und eine Gestalt trat ein. Es war der Stabkämpfer, der Feuermagier, der Diener Innos' und gleichsam dieser verfluchte Bastard Callindor. So man ihn ansah, konnte man auf den ersten Blick keine Makel erkennen, keine Wunden. Als der Erwählte Innos' dann auch noch ohne irgend einen Aufklärungsversuch die Treppen hinaufstieg um sich ein Bett zu nehmen, war der Händler schon drauf und dran dem Kirchler hinter her zu stürmen, schließlich hatte er sie hier rein gebracht, hatte sie in einen Dschungel voller riesiger Insekten mit dem anschein nach lebenden Pflanzen, einem Massenfriedhof und in ein Dorf gejagt, dessen Taverne wohl eher einem Gefängnis glich. Er war es ihnen verdammt nochmal irgendwo schuldig!

    Schließlich hatte sich der Schwarzäugige dann doch noch zusammen gerissen und ging die Treppen ebenfalls nach oben. Sein Ziel war nicht Callindor, sondern sein Zimmer. Beim hinaufsteigen konnte der junge Mann noch einen kurzen Blick auf Callindor erhaschen, ein Blick auf seine Handgelenke. -Vielleicht war er ja doch entführt worden...Pah! das kann genauso von etwas anderem sein und wenn könnte er uns wenigstens erzählen was war!- Wütend stapfte der Südländer zu seiner Zimmertüre, ungefähr in der Mitte, öffnete dieses mit dem Schlüssel und verschloss eben jenes Schloss wieder - Mit einem Schlüssel und noch einmal mit Magie. -
    Last edited by Daryn; 25.02.2009 at 23:35.

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