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    Ritter Tat'ank'Ka's Avatar
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    Dec 2007
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Tat'ank'Ka is offline
    Sie waren nicht in die Berge marschiert, sondern in Beliars Reich und sie lebten. Ob das Beliar gefiel? Mit jedem Schritt durch den von Bodennebel geprägten Krater kamen sie der Wahrheit näher. Urkma musste was bedeuten, musste etwas hinab gebracht haben, aber war der Preis dafür vielleicht die Sterblichkeit? Seine Mutter hatte ihm von untoten Orks erzählt. Damals im Tempel von Krushak waren sie Krushaks Wächter. Aber selber so einer werden?
    Sicher nicht so einer, wie die Untoten auf ihren Wegen durch die Berge. Nein, es musste gut werden - gut für die Urkmas. Und da war der springende Punkt vielleicht. Diese dämonischen Gobbos waren vielleicht nur da, weil sie Morras dabei hatten. Es war die Strafe, weil das Geheimnis von Urkma den Orks bestimmt war und nun, nachdem sie geschlossen vorbei an unzähligen dieser Gobbos geschritten waren, vor einem glühenden Teppich standen, der Gefahr verhieß. War Urkma ein Geschenk? Oder eine Prüfung des Schöpfers, eine Aufgabe von Ruk'Kar an der diese Generation des Urkmaclans gemessen wurde?
    Als sie den Dämon erblickten, sein gehässiges Lachen hörten, erkannten es viele als Prüfung. Hier fand eine Auslese statt, nur die die das überleben würden, würden Urkmas Segen erlangen - was immer dies auch war. Einen Ork und dazu noch aus Khorinis Bergen, wie es Tat'ank'Ka war, musste man nicht erzählen dass sie nun kämpfen würden. Grinsend packte er an seinen Hörnerhelm, als er das Gelächter des Dämons vernommen hatte, legte diesen an und klopfte einmal drauf. Er hatte jetzt auch Hörner auf dem Kopf.
    Zwar nicht diese glühenden Augen und eine Art Hochofen hinter seinem aufgehenden Mund, aber der Schwarzork würde den ganzen Drecksgobbos und wenn es sein musste auch diesem Dämon zeigen, was ein Ork aus dem Stamm der Ka-Orks der Südberge Khorinis und Urkmaclan drauf hatte.

    Während Brosh samt derer die um ihn waren in jeden Moment den Dämon fordern würden, forderte diese Dämongruppe die Shaks, die Urkmas und auch die Morras. Unteroffiziere und Offiziere brüllten Kommandos, Orks knurrten und brüllten drohgebärdend die dämonischen Gobbos an, hoben die Waffen, machten sich gemeinsam Mut und hetzten sich gegenseitig auf diese Shuttas von Gobbosbrut. Als dann Dämon und Orks aneinander prallten, prallten auch die anderen Orks mit den kleinen Teufeln aufeinander. Schnell waren sie, während die Orks zerstörend und diszipliniert waren. Keiner stürmte kopflos los, wie einst jene Orks des 1. Orkkrieges, nein, in Rotten stürmten sie zunächst los. Versetzt, immer die Flanke des Vordersten schützend und dann beim Zusammentreffen den Rücken deckend.

    Tat'ank'Ka schwang vorne seine schwere Tarach. Wurde flankiert von Rasaffs Axt und Punkas Varok, gefolgt von zwei Shaks die Tat nicht kannte. Von vorne kamen dann die dämonischen Viecher in großer Masse. Ausweichen tat die Welle der Hellebarde Tat'ank'Kas. Sie sprangen zur Seite oder einfach zurück. Der Waffenschmied setzte Schritte nach vorne und schwang wieder die Tarach, ließ die Welle dieser Viecher verstummen, während an seiner Flanke Rasaff und Punkas die ersten in Stücke schlugen und nachrückten. Ihnen hinterher kamen die zwei Shaks und zermalmten die Gobbos die den beiden Urkmas entwischen konnten. Entwischten jenen auch noch Gobbos so rückten die Orks mit Kommandos wieder mehr zusammen und bildeten einen engeren Kreis, deckten sich den Rücken und trieben dann weiter wie ein Keil durch die dämonischen Gobboreihen. Mit ihnen all ihre anderen Brüder, egal ob Clansbruder oder Shak. Hier kämpften Orks und das mit all ihren Tugenden. Tat'ank'Ka schwang immer noch die Brok Tat, wie der Senseork persönlich. Erwischte ein paar der dunklen Schergen und wurde von der Seite geschützt und unterstützt. Mit jedem Hieb verklang der Ansturm dieser Wichte, kostete aber auch Blut. Jener der Tat an den Hals sprang, biss auch zu, ehe Tat'ank'Ka zurück biss. Andere die an sein Bein sprangen wurden von Rasaff wieder gepflückt und jene die versuchten frontal durchzukommen verzweifelten an der Orkrüstung. Trotz allem wurde es immer brenzliger, je chaotischer die Wichte umher sprangen und die Rotten teils zum stehen brachten. Auch die Rotte in der Tat'ank'Ka war, musste dies erfahren und umdenken.
    Jenes machte Tat'ank'Ka zuerst. Er preschte vor, trieb die Gobbos auseinander um eine Schneise zu bilden, wartete dann bis er als Einzelner fokussiert wurde und begann dann die schwere Tarach über seinem Kopf zu schwingen. Kamen sie näher, holte Tat'ank'Ka aus, kamen sie von hinten oder der Seite, setzte der Ork zum Fegeschlag und riss im besten Fall ein paar Mistkerle mit, ehe es doch zu viel wurde und er eine schnellere Waffe zücken musste. Das Timing seiner Mitorks hätte aber nicht besser sein können. Diese stürmten dann an, überraschten einen Halbkreis dieser Gobbos und eilten zum Urkmakrieger. Dieser wurde von beißenden und kratzenden Anhängseln befreit und erst einmal in der Mitte geschützt. Gegen fast die Hälfte von vorhin, ging es besser. Tat'ank'Ka hatte seine Morok gezogen und befreite sich von einen Gobbo der versuchte wie ein liebestoller Köter auf seinem Helm irgendwas zu reißen.

    "Oraks! Wir stürmen durch! Kesh Tar! Shaka Khaz!", wies Rasaff an, schwang befreiend seine Axt und rannte los. Mit diesem die vier anderen und alle wirkten sie zusammen wie das, was ihre keilähnliche Formation darstellte. Der Vordere war das Horn, die vier dahinter die reißenden Pranken eines stürmenden Khaz. Treffen taten sie nicht alles, es galt durchzustürmen wie ein echter Sturmtrupp nunmal. So brachten sie Bewegung rein und die Möglichkeit für die anderen sich aus der Umkreisung zu befreien. Wurden nämlich die Gobbos von zwei Seiten bedroht, mussten sie gehörig davonlaufen oder riskieren von einer Seite erwischt zu werden. Als sie dann bei Gorbags Trupp waren und sie unterstützten, trafen sich die Blicke der beiden Waffenbrüder. Man wünschte einander was mit einem Klopfer auf die Schulterplatten, ehe beide Rotten sich wieder in Bewegung setzten. Gorbag übernahm die Methode von Tat'ank'Kas Gruppe und trieb lautstark seine Leute an, während die Gruppe um Tat'ank'Ka sich kurz bei einer verteidigenden Gruppe erholte, dann noch zwei dazu nahm und wieder in Sturmformation sich zu neuen Bluttaten aufmachte.
    Gezeichnet waren sie schon jetzt. Manch Ork hatte gar sein Auge verloren, andere wie Tat'ank'Ka hatte Bisse und Kratzer an fast allen ungeschützten Körperstellen. Hier fallen wollte er aber nicht. Die Stürmer fegten weiter in Richtung Dämon und Morras, damit die mal sahen wie man sowas machte.
    Last edited by Tat'ank'Ka; 07.01.2009 at 01:47.

  2. View Forum Posts #162
    Schwertmeister Uglúk's Avatar
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    Mar 2006
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    Uglúk is offline
    »Wurde aufgehalten.«, bemerkte Uglúk knapp als er neben Brosh zum Stehen kam. Für lange Erklärungen blieb aber keine Zeit, denn die Gefahr kam von allen Seiten auf sie zu. Neben dem Koloss von einem was auch immer es war, strömten noch unzählige kleine dieser Goblinviecher von irgendwo her. Wo Uglúk sich anfangs noch darüber geärgert hatte, dass es keinen richtigen Kampf für ihn gab, kam jetzt erst richtig Stimmung auf. Es stand außer Frage, dass sich der Kriegsherr genauso wie Brosh mit dem kolossalen Etwas anlegen wollte. Der bettelte geradezu danach und den Gefallen tat Uglúk ihm nur zu gern.
    Um auch gleich mit dem richtigen Kaliber anzufangen, steckte der Orkhüne die Claymores auf den Rücken und wählte statt dessen den mächtigen Streitkolben. Verglichen damit waren die beiden Klingen Leichtgewichte gewesen. Und das bräuchten sie sicherlich, denn der Koloss schritt näher und wetzte seine langen Klauen. Völlig unvermittelt kam der erste Hieb. Brosh und Uglúk wichen aus, die Klauen gingen ins Leere und rissen schließlich tiefe Furchen in den Boden. Die Kraft, die hinter diesem Angriff steckte, war gewaltig. Ohne auch nur berührt worden zu sein, wusste der Orkoberst bereits in diesem Augenblick, dass dieser Kampf das Äußerste von ihnen verlangen würde. Genau was ein Ork brauchte. Extreme und ungezügelte Gewalt im absoluten Übermaß. Morras konnten sowas natürlich nicht nachvollziehen.
    Hatten sich die beiden Kriegsherren nach ihrem Ausweichmanöver gleich neu formiert, um direkt zu einem Gegenschlag auszuholen, tat es der Koloss ihnen gleich. Ihre Schläge endeten im Nichts. Ein dumpfer Schmerz folgte und Uglúk wurde unsanft zu Boden geschleudert. Er schüttelte sich. Das war nun schon das zweite Mal, dass ihn jemand auf dieser Reise durch die Gegend warf. Er sprang augenblicklich wieder auf, sah sich nach dem Koloss um und erkannte ihn unweit von sich entfernt mit Brosh herumtoben. Der Kriegsherr der Urkmas war ein guter Kämpfer, das wusste Uglúk aus Erfahrung. Aber hier hatte Brosh einen mehr als ebenbürtigen Gegner für sich gefunden. Der Orkhüne zögerte keine Sekunde, um dem Kriegsherrn ein wenig Luft zu verschaffen. Bei den Klauen und Reißern des Biests leichter gesagt als getan.
    Mit großen Schritten rannte der Oberst dem Koloss entgegen, hob den gigantischen Streitkolben in die Luft und schmetterte ihn mit aller Wucht seinem Feind entgegen. Ein lauter Knall war zu hören, als das Metall der Waffe gegen die Panzerung des Kolosses prallte. Uglúk spürte die Vibrationen den langen Griff entlangschnellen, seine Arme hinauf und den gesamten Körper erfassen. Ein solcher Hieb hätte einen wilden Eber in tausend Stücke zerrissen. Der Koloss aber schien davon nicht beeindruckt zu sein. Er wankte einen kurzen Moment, wirbelte herum und fegte gleichsam Brosh und Uglúk hinfort. Entmutigen ließen sich die beiden Krieger von diesem Schlag jedoch nicht. Sie rappelten sich auf und sahen dem Feind erneut ins Auge. Keine Übermacht der Welt konnte den Kampfeswillen der Orks brechen. Uglúk war dafür auch viel zu stur. Wenn es jemand stärkeres als ihn gab, musste es eine Möglichkeit für ihn geben mindestens genauso stark zu werden.
    Wieder preschten die beiden Kriegsherren heran und wurden vom seltsamen Gebrüll des Kolosses begrüßt. Er warf ihnen seine Klauen entgegen und sie ihm im Gegenzug ihre Waffen. Ein Klirren von Stahl auf geradezu unzerstörbare Klauen hallte über den Schauplatz, während um die Kriegsherren und den Koloss herum der Kampf ebenso in vollen Zügen tobte.

  3. View Forum Posts #163
    Ritter Calintz's Avatar
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    There is no point in hiding
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    Calintz is offline
    Brüllend warf sich der weißhaarige Attentäter nach vorne und wirkte somit dem Sprungangriff eines Dämonengoblins entgegen. Das verrückte Mistvieh hatte sich zu einem fliegenden Angriff auf die ungepanzerte Brust des Säbelschwingers entschlossen, doch hatte sie wohl nicht damit gerechnet, dass jener einen überaus robusten Schild besaß, gegen den der kleine Angreifer nun mit voller Wucht prallte. Trotzdem ließ sich der kleine Quälgeist davon nicht beunruhigen und klammerte sich nun an dem rostroten Schild fest um besser an sein Opfer heranzukommen. Leicht verzweifelt schüttelte der Hashashin seinen Schild wie verrückt hin und her um den Dämonengobbo wieder loszuwerden. Ohne Erfolg. Das kleine Wesen hatte sich zu gut festgekrallt. Selbst als der Maskenbauer mit seiner Waffe versuchte seinen Gegner zu erwischen, wich der flinke Diener Beliars hinter dem Schild aus und entkam so den Schlägen seines Opfers. Schließlich blieb dem Schwarzauge nur noch eine einzige Möglichkeit: Mit einem derben Fluch auf den Lippen warf er sich mit seinem gesamten Gewicht zu Boden, den Schild (inklusive Goblin) direkt vor seiner Brust haltend. Ein hässliches Krachen ertönte und das laute Kreischen des Miniaturdämons zeugte von dessen qualvollen Tod.

    Hektisch rappelte sich Calintz nun wieder hoch und versuchte sich einen Überblick über die Situation zu vermitteln. Er war innerhalb eines großen Rings, der aus Söldnern und Orks gleichermaßen bestand. Verbissen versuchten sich die geeinten Truppen ihren Widersachern zu widersetzen, doch inzwischen gab es sowohl auf den Seiten der Grünhäute, als auch auf den Seiten der Menschen Verluste. Nicht, dass Cal auch nur einem einzigen Sterbenden eine Träne nachgeweint hätte, doch angesichts der vorliegenden Situation waren lebendige Kämpfer wohl doch noch besser als tote. Immerhin war nun dieses unerklärliche Angstgefühl von den Söldnern gefallen. Ob hierfür die Schamanen der Orks oder einfach nur dieser übergroße Dämon verantwortlich waren, wusste der Hashashin nicht. Für ihn war lediglich von Bedeutung, dass sich seine ohnehin schon unerträglichen Kopfschmerzen mit dem Auftauchen dieses Dämons noch verschlimmert hatten. So kam es, dass sich der Kopfgeldjäger des öfteren mit einem schmerzverzerrten Gesichtsausdruck an die Stirn griff und mit dieser Geste hoffte eine Linderung seiner Schmerzen zu erwirken. Unglücklicherweise war dem nicht so. Die Kopfschmerzen waren so stark, dass der Säbelschwinger nicht einmal in der Lage war zu sagen, ob er überhaupt schon eine körperliche Verletzung erlitten hatte. Trotzdem musste sich der Beliargläubige auf den Kampf konzentrieren. Wenn diese Krieger um ihn herum fielen, so war auch er verloren. Hier half eigensinniges Denken in keinster Weise. Einmal in seinem verfluchten Leben musste sich der Dieb anpassen und das tun, was für die Gemeinschaft den meisten Nutzen brachte. Also tat der Attentäter was in seinen Augen den meisten Sinn hatte: er kümmerte sich um die Dämonengoblins, die zwischen den Beinen der Orks und Söldner innerhalb des Ringes gelangten...

  4. View Forum Posts #164
    Ritter Gorbag's Avatar
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    Jun 2007
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Gorbag is offline
    Unter dem Hieb seiner Hellebarde zertrümmerten die Knochen des Goblins und die Dämonenbrut wurde in zwei Hälften geteilt. Laut und schrill schreiend fiel ein weiteres Mistvieh durch den nachfolgenden Schlag. Den Sieg willkommen heißend brüllte Gorbag laut auf und ließ seine große Waffe für einen Moment schlagbereit in beiden Pranken ruhen, während er das Schlachtfeld überblickte.
    Gemeinsam mit einigen anderen Elitekriegern der Urkmas und Shaks hatte er sich langsam in Richtung des unheimlichen Altars gekämpft, den der große Dämon bewacht hatte. Diesen Ort schienen die Gobbos zum Einen zu fürchten und zu meiden, zum Anderen aber bis auf den letzten Lebenshauch zu verteidigen. Je näher Gorbag sich in Richtung des Altars gekämpft hatte, desto mehr dieser hässlichen und widernatürlichen Viecher schienen aus ihren Löchern gekrochen zu sein. Die Orks befanden sich nun genau in der Mitte des mit Nebel und unheilvollen Kreaturen gefüllten Kraters. Es konnte kein Zufall sein, dass sie hier auf den Dämon trafen, der diesen Ort zu bewachen schien. Der Altar, der aus nur einem großen, dunklen Stein geschaffen zu sein schien, musste etwas bedeuten. Die Prophezeiungen, Gerüchte und Geschichten der Schamanen hatten die Krieger genau zu diesem Ort geführt! Die Orks würden sich nun von keiner Macht der Welt mehr von hier vertreiben lassen.

    „ Es werden immer mehr!“ Knurrte der Elitekrieger neben Gorbag plötzlich und veranlasste diesen, sich wieder auf den Kampf zu konzentrieren. Der Rüstungsschmied war in der Kampflinie weiter nach hinten gerutscht und so für den Moment von den Angriffen der Monstergobbos geschützt. Tatsächlich richteten sich immer mehr der kleinen Höllenbiester gegen ihre Gruppe, die nun mit der von Tat´ank`Ka dem Altar am nächsten war. Nur ein paar Orks waren noch näher dran…
    Ein gewaltiger, markdurchdringender Schrei überschallte den gesamten Krater und überall konnte Gorbag Morras und auch Orks kurz zusammenzucken sehen. Sofort richtete sich der Blick des Elitekriegers auf den Ursprung des Gebrülls, wie es Gorbag noch nie in seinem Leben zuvor gehört hatte und das ihm einen eisigen Schauer den Rücken hinunter jagte.
    Jenseits des kleinen Lavastroms, dessen Schein den nahen Nebel und das Gestein rot schimmern ließ, nahe des Altars wirbelte der gewaltige Dämon im Kampf umher. Sein Stachel bewehrter Schwanz peitschte auf und ab und zerschlug Steine. Die großen, ledernen Flügel, die Gorbag an die von Fledermäusen erinnerten, schlugen bei jeder Bewegung des Ungetüms und wirbelten Wolken von Staub auf, in denen ein paar wenige Orks versuchten, sich gegen diesen mächtigen Feind zu behaupten. Das Blinken des großen Streitkolbens von Uglúk löste Gorbag aus seiner Erstarrung und sofort fasste der Elitekrieger einen Entschluss.
    „ Haltet die Stellung und lenkt so viele Gobbos wie möglich auf euch. Lenkt sie vom Dämon ab und lasst sie hier nicht durch!“ Brummte Gorbag seinen Kampfgefährten zu, umklammerte mit seinen in Eisenhandschuhen steckenden Pranken den Schaft seiner Hellebarde fester, atmete tief kurz durch, stürmte in Richtung des Lavastroms und übersprang das Hindernis mit einem großen Satz.
    Scheppernd landete der Ork sicher auf dem Boden. Seine Rüstung, die er in mühevoller Arbeit selbst gefertigt hatte, drückte kurz gegen seinen Körper, ehe sie wieder in ihren normalen Sitz rutschte. Sofort rannte Gorbag weiter. Neben Uglúk erkannte er nun auch Brosh unter den Orks, die sich nicht mit der geringeren Beute zufrieden gaben und sich dem Dämon entgegenstellten. Nun konnte der Schmied auch zum ersten Mal richtig einschätzen, wie groß das Biest war und wie gefährlich seine Klauen und krallen wirklich waren. Ohne zu zögern stürmte er weiter auf den Rücken des Dämons zu, der wild nach den Kriegern hieb, die ihm nicht mal ansatzweise an Größe das Wasser reichen konnten. Gerade sah Gorbag Brosh zu einer erneuten Attacke ansetzen und den Dämon zu einem Gegenschlag ausholen, als der Elitekrieger das Ungetüm endlich erreicht hatte und seinen Kriegsruf ausstieß. Mit lautem Brüllen stieß sich Gorbag von einem Felsen ab und sprang auf den Dämon zu. Als Broshs Waffen gerade am steinharten Panzer des Monster wirkungslos abprallten und die Klaue des Dämons erhoben war, ließ Gorbag aus der Luft heraus mit voller Kraft die große Klinge seines Krush Tarachs auf den Nacken des Feindes hinabsausen. Unter lautem Splittern prallte die Klinge vom Panzer ab und zersprang in tausend Teile.
    Der Dämon schien den Angriff auf seinen Rücken gar nicht lustig zu finden. Er ließ von Brosh ab, der einen Satz nach hinten machte und erwischte mit seinem Schwanz aus Gorbag, der noch nicht einmal nach seinem Sprung einen Fuß auf den Boden gesetzt hatte. Hart wurde dem Ork die Luft aus den Lungen geprellt, als er getroffen und zurück geworfen wurde. Was für eine Kraft! Wie von Beliars Faust getroffen wurde Gorbag aus der Luft geholt und flog mehrere Schritte weit weg, kam auf dem Boden auf, wurde erneut hoch geworfen und schlitterte noch etwas über den felsigen Untergrund, ehe sein Schädel schließlich gegen etwas unheimlich hartes stieß. Kurz tanzten grelle Lichter vor den Augen des Elitekriegers, der eine Weile lang einfach regungslos am Boden lag, gequält ein und ausatmete und sich mit der Pranke über die Brust strich. Einer der Dornen des Schwanzes schien ihn erwischt und seine Rüstung durchdrungen zu haben. Das Atmen fiel dem Schmied schwer, doch zu bluten schien er noch nicht…
    Langsam rappelte sich Gorbag schnaufend auf und stütze sich an dem Felsen ab, der seinen Sturz gebremst hatte. Kurz warf er einen Blick auf diese Stahl harte Barriere: Der Altar! Dem Elitekrieger stockte der Atem, als er das Objekt erkannte, von dem sich die Monstergobbos fern hielten und das der Dämon bewacht hatte. Hier war der Ork ganz alleine. Um ihn herum kämpften überall Morras und Orks gegen die Goblins, während sich ganz in der Nähe ein kleiner Trupp Orks beim Dämon aufrieb, doch am Altar stand nur Gorbag alleine. Er war alleine an dem Ort, der das Göttermetall versprach und wo die stärksten und besten der Orks belohnt werden würden!
    Mit großen Augen untersuchte der Schmied den Altar. Mitten auf der Platte, auf der man so etwas wie Zeremoniekrams und Weihgegenstände ablegen konnte, war ein breites Loch eingelassen, das mitten in den Altar zu gehen schien. Den Kampf um ihn herum ganz und gar vergessend kletterte Gorbag auf den Altar, krabbelte vorsichtig auf den Knien und sich mit den Pranken abstützend über die Platte und schaute schließlich in das Loch. Eine silbern glänzende Flüssigkeit wirbelte im Innern des Altars umher! Als würde der Ork in ein mit Wasser gefülltes Fass schauen, dessen Inneres mit einem Kochlöffel immer in Bewegung gehalten würde, floss die Flüssigkeit in dem Loch umher. Was war das? Langsam streckte Gorbag den Arm in das Loch und wollte das silberne Zeug gerade berühren, als er plötzlich inne hielt und seine Pranke wieder zurückzog. Stattdessen zog er sein orkisches Kriegsschwert von seinem Rücken, betrachtete es kurz und tauchte es schließlich in die Flüssigkeit. Mit einem silbernen Überzug zog er es wieder heraus und betrachtete es eingehend. Dies musste das Göttermetall sein, von dem ihm die Schamanen berichtet hatten! Dies war das Geschenk des Schöpfers an das Volk der Orks! In heller Begeisterung und mit neu erwachtem Kampfgeist wandte sich Gorbag wieder dem Dämon zu, der bemerkt zu haben schien, dass sein Altar entweiht worden war und nun auf den Elitekrieger zukam. Brüllend sprang Gorbag von der Felsplatte und rannte mit hoch erhobenem Schwert auf den gewaltigen Feind zu, der in diesem Augenblick erneut von den anderen Orks bedrängt wurde. Mit einem schnellen Hieb schlug der Elitekrieger nach dem Körper des Dämons, der den Angriff mit einer Klaue abwehren wollte. Mit der silbernen Flüssigkeit überzogen zerschlug die Klinge Gorbags die Krallen des Dämons, der kreischend einen Satz zurück machte. Der Panzer konnte durchdrungen werden!

  5. View Forum Posts #165
    Knight Commander Brosh dar Urkma's Avatar
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    Feb 2003
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Brosh dar Urkma is offline
    Eine wahrlich harte Prüfung hatte Ruk'kar sich da für die Urkmas ausgedacht, oder hatte er sie gar für all die Orks ja gar Morras konzipiert? War sie gar so schwer, weil Brosh die Morras und Shaks mitgebracht hatte?
    Nicht, dass es ihn störte, dass er hier seinen Meister gefunden hatte, nichteinmal gemeinsam mit Ur'Gosh, Uglùk und dem ersten veqlargh hatten sie eine Möglichkeit gefunde, dieser Kreatur zu Schaden. Doch auch hier zeigte sich das typisch orkische Phänomen, das so manchen Morra nie in seinem Leben verstehen würde.
    Anstatt vor dem übermächtigen Gegner zu flüchten, kämpften die Orks noch motivierter. Sei es nun aus dem Glauben, den Sieg trotz aller eigenen Schwäche dennoch erringen zu können oder der Tatsache, dass sie sich wohl keinen ehrenvolleren Tod vorstellen konnten, als gegen diese fast unbesiegbar wirkende Kreatur zu verlieren.
    Bei Brosh war es eine Kombination von beidem. Er wollte seine Ahnen nicht enttäuschen und diese Kreatur besiegen aber er wäre auch erfreut hier zu sterben, für seinen Clan, für seine Vorfahren im Kampf gegen die geballte Macht Urkmas.
    Doch diese Ausgeburt des Schöpfers Reich hatte einen dicken Panzer und den schien keine Waffe der Orks durchdringen zu mögen. Weder der schwere Kriegshammer Uglùks, die brutale Kriegsaxt Ur'Goshs, die Klinge des ersten veqlargh noch Broshs Äxte schienen eine zufriedenstellende Wirkung zu zeigen. Zwar war es offensichtlich, dass der Dämon die Wucht der Schläge spürte und ihn diese auch nicht gerade streichelten, aber es war ebenso klar, dass sie diesen dicken Panzer durchdringen mussten, wenn sie den Sieg erringen wollten, denn nichteinmal die scharfe Klauen und Zähne liessen sich beschädigen.
    Plötzlich war Gorbag aufgetaucht, Brosh war überascht über den Mut des Elitekriegers, auch wenn er seine törichte Aktion wohl fast mit dem Leben bezahlte, so hatte er den vier besten Kämpfern im Krater eine Verschnaufpause verschafft.
    Und diese hatten sie bitternötig, der rechte Schulterpanzer Broshs lag irgendwo im Krater, aber bestimmt nicht mehr auf seiner Schulter. Sein Brustpanzer hielt dreigeteilt zwar noch an der Brust, würde aber auch nicht mehr lange dort bleiben und die beiden Äxte schienen mehr als schartig nach dem intensiven Gebrauch gegen den Dämon. Seine Kameraden sahen etwa ähnlich aus.
    Doch der Moment des verschnaufens war nur von kurzer dauer, nach Gorbags Höhenfluges beharkte der Dämon erneut seine vier Widersacher.

    Dann passierte etwas seltsames, Gorbag schien sich wieder aufgerappelt zu haben und kam mit einer seltsam schimmernden Waffe zurück, als der Dämon dies bemerkte, liess er sofort von seinen Widersachern ab und stürmte auf Gorbag zu. War es das Ende des tapferen Shaks? Ging es wohl allen vier gleichzeitig durch den Kopf, denn im gleichen Moment sprangen sie alle dem Dämon nach und versuchten ihn zu bremsen.
    Zornig schlug dieser mit seinem Schwanz zur Seite aus und es war wohl das erste und letzte Mal in dem man Uglùk so hoch und weit durch die Luft fliegen sehen konnte, dazu wäre nichteinmal sein Elefant in der Lage gewesen. Doch Brosh machte sich wenig sorgen um den Kriegsherrn der Shaks, dem halboger würde der Aufprall nichts ernstes anhaben können, er war ein zäher Bursche.
    Und dann geschah das Unglaubliche, Gorbags verteidigungschlag trennte eine Kralle des Dämons von seiner Klaue und die Kreatur schreckte erstaunt zurück.
    Rahahaahahaahahaahahahaahahaaha
    Der Schrei des Dämons liess den ganzen Krater erzittern, Orks und Morras ja selbst die Dämonenwichtel schienen sich die Ohren zuhalten zu müssen. Gorbag schien gerade nachschlagen zu wollen als er vom zornigen Dämon zur Seite geschlagen wurde, statt sich erneut mit den vier besten Kämpfer im Krater abzugeben, schien der Dämon nun eine neue Taktik gewählt zu haben, wie in einem Blutrausch stürmte er auf die kämpfenden Orks und Morras zu, mit einem einzelnen Schlag fand er gleich mehrere Opfer, darunter sogar seine eigenen Minidämonen. Aufgescheucht versuchten die Morras vor dem Dämon zu flüchten und verzeifelt wehrten sich die Orks.
    "Gorbag wie hast du das gemacht!" herrschte Brosh den Elitekrieger an, es war nicht böse oder gar zornig gemeint, aber es galt zu handeln und da gab es bei Brosh nur einen Ton, den aggresiven! "Im Altar, die Flüssigkeit!" drückte der erschöpfte Kämpfer heraus, keinen Moment zögernd rannten Brosh, Ur'Gosh, der erste verqlargh und auch Uglùk, der hatte sich inzwischen wieder aufgerappelt und war seinen Kampfgenossen gefolgt, in Richtung Altar. Jetzt zählte jede Sekunde, es galt den Dämon zur Strecke zu bringen, sonst war von den beiden Clans nicht mehr viel übrig.

  6. View Forum Posts #166
    Schwertmeister Uglúk's Avatar
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    Uglúk is offline
    Der Zorn des Kriegsherrn hatte sich ins Unermessliche gesteigert. Er war schließlich keine Puppe, die man nach Belieben hin und her schleudern konnte. Und mit viel Befriedigung hatte er dann gesehen, wie Gorbag dem Dämon eins auswischte. Es steckt ein richtiger Krieger in dem kleinen Kerl, dachte Uglúk bei sich, als er mitbekam wie der Dämon seinerseits auf den Angriff reagierte. Ein markerschütterndes Brüllen ließ die Erde erzittern. Gleich darauf schlug der Koloss Gorbag nieder und widmete seine ganze Aufmerksamkeit dem Rest des Trupps, der mehr oder weniger chaotisch darauf reagierte. Etwas anderes blieb ihnen auch nicht übrig, denn die schwarze Bestie fegte nur so über sie hinweg. Was konnten sie sich überhaupt für Chancen ausmalen, wo nicht einmal die vier besten Krieger weitergekommen waren? Der Koloss würde kurzen Prozess mit allen machen, soviel stand fest.
    Der Schmied brachte die Lösung. Eilig hasteten die vier Krieger zum Altar und blickten hinein. Sie zögerten nicht lang. Zuerst kam Brosh, dann Uglúk und Ur'Gosh und der Erste. Ihre Waffen glänzten nun silbern, schienen sich sonst jedoch in keinster Weise verändert zu haben. Jedenfalls kam es Uglúk nicht so vor, als wäre sein Streitkolben jetzt noch toller als er vorher gewesen war. Sie durften nun keine Zeit mehr verlieren. Gemeinsam stürmten die vier Orks zurück zum Trupp, wo auch weiterhin der Koloss sein Unwesen trieb und Orks wie Morras auseinandernahm.
    Als er die vier Krieger und ihre Waffen sah, hielt er für einen kurzen Augenblick inne. Im nächsten zerriss er das Opfer zwischen seinen Klauen in zwei Hälften. Viele liefen Kopflos durch die Gegend, auf manche traf es sogar bildlich zu. Die vier Orks ließen sich nicht von dem Chaos beeindrucken, sondern hielten weiter auf das Ungeheuer zu. Es wusste offensichtlich, dass nun auch ihre Waffen in die Flüssigkeit getaucht gewesen waren und ihm somit zu schaden vermochten. Anders als zuvor schienen die Bewegungen des schwarzen Kolosses deshalb viel bedachter zu sein, um nicht in die Quere der Waffen zu kommen, sondern ihnen auszuweichen. Es war aber nur eine Frage der Zeit, bis jemand den Sack hier zumachen würde. Offen blieb nur, wer diesen Treffer landen würde.
    Uglúk tat jedenfalls sein Bestes, um dem Dämon zu Leibe zu rücken. Zweimal hatte er es geschafft den Kriegsherrn durch die Gegend zu schleudern. Ein drittes Mal würde Uglúk verhindern. Um nicht zu nah an den Orkhünen heranzukommen, setzte der Dämon gegen ihn vor allem seinen stachelbewehrten Schwanz ein, der jedes Mal wie ein Donnerschlag auf die Erde knallte. Wehe dem, der sich dabei in seinem Weg befand. Derjenige konnte nur noch hoffen, dass es zumindest sofort vorbei sei. Uglúk indes ließ sich nicht davon abschrecken, sondern kämpfte in orkischer Tapferkeit weiter. Sein großer Streitkolben wirbelte in die Luft und donnerte gleichermaßen zu Boden, wie es der Stachelschwanz des Dämons tat. Wieder peitschte der Schwanz in Richtung des Orkhünen und mit einem gezielten Schlag wehrte Uglúk ihn ab. Der Streitkolben hob sich in die Lüfte und raste herunter. Ein lauter Knall war zu hören, als die Krone der Waffe auf den Boden traf und den Schwanz des Kolosses unter sich begrub. Wie wild zog der Dämon daran, um ihn wegzuziehen, aber die Gewalt war überflüssig. Ganz leicht konnte sich das Ungetüm wegdrehen. Der stachelbewehrte Schwanz blieb abgetrennt unter dem Streitkolben liegen.
    Ein weiteres markerschütterndes Brüllen dröhnte über den Krater hinweg. Auch ohne den Schwanz schien der Dämon noch immer über riesige Kräfte zu verfügen.

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    Ritter Gorbag's Avatar
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    Gorbag is offline
    Am Ende seiner Kräfte versuchte sich Gorbag ein letztes Mal an dem kantigen Fels des Altars vom Boden aus hochzuziehen, gab schließlich jedoch auf und blieb mit dem Rücken an dem Himmelsgestein lehnend sitzen. All seine Stärke und Kampfeswut hatten ihn verlassen und die Wunden, die die Strapazen auf dem Weg zum Krater gefordert hatten, forderten ihren Preis. Drei Mal war der Elitekrieger in den letzten Tagen von übergroßen Ungetümen durch die Luft geworfen worden. Aus der dicken Delle, die einer der Dornen des Dämonenschwanzes in seine Rüstung gehauen hatte, sickerte Blut an Gorbag hinab. Auch konnte der Ork den Lebenssaft in seinem Mund spüren und er fühlte, wie er ihm aus dem Mundwinkel rann. Fast all seine Waffen waren zerstört worden. Der Sieg über den weiß-roten Troll hatte das Krush Varok gekostet und nun hatte der Dämon sowohl die Hellebarde, als auch das Kriegsschwert zerschmettert. Nur die Armbrust war ihm noch geblieben. Der Elitekrieger hatte seinen Weggefährten, seinen Brüdern und den Kriegsherren so lange beigestanden, wie er konnte, doch nun war es vorbei.
    Immer noch hatte es keiner der Monstergobbos gewagt, dem Altar, um den sie so verbissen kämpften, zu nahe zu kommen und auch kein anderer Ork hatte sich bisher bis zu dem Götterartefakt vorgewagt. Brosh, Uglúk, Ur`Gosh und der oberste der Veqlarq hatten ihre Waffen in die silberne Flüssigkeit getaucht und jagten nun dem Dämon hinterher, der ein wahres Blutbad unter den Kämpfenden anrichtete. Gorbag blieb von dem Gemetzel unbehelligt und war gezwungen, seinen Brüdern beim Kämpfen zuzusehen. Sein Körper verweigerte ihm den Dienst. Er war wohl zu oft gestürzt.
    Was war das für eine Flüssigkeit? Sie schwamm im Inneren des Altars, als würde sie das Blut des schwarzen Steins sein. Es musste ein Geschenk des Schöpfers sein, etwas anderes kam gar nicht in Frage! Es war so…besonders, einzigartig. Gorbag, der sich selbst zu den besten Schmieden Farings zählte und bereits Rüstungen für bedeutende Kriegsherren und Krieger gefertigt hatte, hatte so etwas noch nie gesehen. Wenn die Flüssigkeit ein Metall wäre, müsste sie unerträglich heiß sein, doch von dem Gestein des Altars ging nur etwas mollige Wärme aus und die Flüssigkeit hatte nicht besonders erhitzt gewirkt, als Gorbag sein Schwert mit ihr getränkt hatte. Es musste Magie im Spiel sein. Der Silberglanz hatte den Orks den Weg zum Sieg über den Dämon gezeigt und konnte daher nur vom Schöpfer stammen. Die Ahnen würden stolz auf Gorbag sein…
    Dem Schmied fielen beinahe die Augen zu. Er hatte sich noch nie so schwach gefühlt…Mit einem letzten Blick betrachtete er einen besonders großen Brocken des Gesteins, das einmal ein Teil des fliegenden Feuersteins gewesen war und versuchte anschließend angestrengt seine Augen offen zu halten und den Kampf der Anderen zu verfolgen.

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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Tat'ank'Ka is offline
    Knurrend erhob sich Tat'ank'Ka. Irgendwas fegte an ihnen vorbei, wie ein stürmendes Urviech. Kaum sah er wieder was, stürmten an ihm sein Kriegsherr und die anderen die sich mit dem Dämon befasst hatten vorbei. Die Waffe packend, versuchte sich Tat'ank'Ka aufzurichten, musste aber wegen der Luft raubenden Schmerzen jedoch stocken und aufhusten. Er wusste nicht wie viel er von diesen Gobbos zerschlagen hatte, aber genug für ein Orkleben war es allemal. Seine Morok war komplett rostrot und wie er aussah wusste er nicht, nahm aber ähnliches an. Als er wieder stand wollte er Punka aufhelfen, doch der wollte nicht, konnte nicht, musste nicht mehr. Klauen hatten den Ork den Arm abgerissen und sich auch in den halben Oberkörper gebohrt. Metallsplitter der Rüstung steckten in Punkas tiefen Wunden, der nur noch Blut röchelte und auf dem Weg zum Schöpfer war.
    Rasaff kam dazu, humpelte leicht und schaute mit versteinerter Miene. Ein Hieb und Punka musste nicht mehr leiden.
    "Der Schöpfer wird dich empfangen, Punka von den Urkmas.", sprach Tat'ank'Ka zu Punkas Geist und stützte Rasaff kurz. Rasaff verlor hier den Sohn seines Bruders und man sah im Veteran an, wie er lieber gestorben wäre, anstatt der viel jüngere Punka.
    "Bleib hier und halt die Stellung.", sprach der Waffenschmied, spuckte Blut aus und lief los. Ihm hinterher auch andere Orks die sich wieder erhoben hatten. Sie folgten der Spur des Dämons, bei der man kein Fährtenleser sein musste. Was in der Quere war und nach Gobbo aussah wurde niedergemacht, es schien gar als ob die Gobbos ihrem Herrn zur Hilfe eilen wollten, doch ohne die entstandene Nachhut der Dämonentöter. Ohne es zu ahnen halfen sie nun jenen die in der Lage waren den Dämon zuzusetzen.

    "Oraks sammeln!", brüllte Tat'ank'Ka mehrere Male, auch wenn er kein Unteroffizier oder Offizier war. Der Befehl war auch mehr ein Aufruf, denn man sah offensichtlich wie sich die kleinen Bastarde zusammenrotteten und sich ein neues Ziel setzten. Während ihr Meister langsam in die Enge getrieben schien und immer wieder Befreiungsschläge wagte, um dann wieder über das Land zu fegen, zielten die Gobbos auf Brosh und die anderen der besten Kämpfer unter ihnen.
    Viele Orks sahen die sammelnde Bedrohung, viele gingen auf die Gobbos los und versuchten sie einzukreisen und endgültig nieder zu machen. Ein paar entkamen und wurden gejagt. In einem Manöver der Orks und auch Morras die die Zeichen der Zeit erkannten, wendete sich jedoch das Blatt scheinbar zu ihren Gunsten. Die Umkreisung gelang. Hinter der ersten Reihe bildeten sich eine weitere die durchschlüpfende Gobbos empfing.
    Doch dann vernahmen sie alle wieder das Kreischen des Dämons und das hinter ihnen. Dieser fegte auf den Kreis und nur mit Mühe konnten sich viele retten.

    Retten tat sich auch Tat, aber zugleich wollte er auch dem Dämon noch ein Abschiedsgruß mitgeben. Kaum war dieser kurz nach der Menge wieder von Brosh und Co. gestellt worden, hatte der Jäger an seinen Speerköcher gegriffen und seinen letzten Wurfspeer gezückt. Mit ein paar anderen mutigen oder vielleicht auch leichtsinnigen Orks wollte er dazu stoßen. Doch nicht direkt in den Nahkampf gehen. Stattdessen drosselte er seinen Lauf, wartete auf den richtigen Moment, nachdem der Dämon sich wieder Platz verschafft hatte und nahm erst dann Anlauf. Brüllend und mit aller Kraft die er noch hatte schleuderte er den Speer aus nächster Nähe und zog sich in der selben Bewegung dann gleich zurück. Der Speer drang nicht ein, war in der Hinsicht ein Nadelstich, doch die Wucht dahinter war wie ein Stein den man gegen den Kopf geworfen bekam. Den Dämon machte das nichts schmerzhaftes, doch wurde dessen Kopf etwas von hinten nach vorne gedrückt und der Bursche für einen Augenblick irritiert. Ausreichend damit einer auf der anderen Seite wieder einen echten Treffer landen konnte. Das schmerzerfüllte Kreischen ertönte, ehe der Dämon wieder losflog. Leider in Tat'ank'Kas Richtung und der Waffenschmied sah keine andere Möglichkeit, als zur Seite zu spurten, sich hinzuwerfen und auf Krushak zu hoffen. Als der Dämon vorbeisauste wurde der Krieger vom Flügel erwischt und flog selbst ein paar Meter. Mehrere Rollen auf dem Boden vollziehend, fand sich Tat irgendwo zwischen hier und jetzt und dem Kampf wieder. Rasaff kam mehr oder minder angelaufen und zog Tat hoch. "Kämpfe!", brüllte Rasaff und trieb den kampfesmüden und -gezeichneten Jäger an.
    Last edited by Tat'ank'Ka; 07.01.2009 at 14:32.

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    Geißel Farings  Faren's Avatar
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    Faren is offline
    Verfluchte Dämonenbrut, selbst wenn man ein Diener ihres Gottes war versuchten sie einem noch das Leben schwer zu machen. Und zu Farens Pech gelang es ihnen das recht gut, denn von den zwei Dutzend Söldner mit denen er seine Reise gen Norden angetreten hatte waren nur noch etwas mehr als ein halbes Dutzend am Leben. Doch der Hüne hatte keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, benötigte er doch seine ganzes Geschick um den Ansturm der Monstergoblins standzuhalten.
    Neben ihm fochten Snak gra-Bura, die ihre Axt gegen ihren schnelleren Zweihänder getauscht hatte, und Gorin der sich mit Schild und Breitschwert der dämonischen Brut erwehrte. Im inneren der kreisförmigen Formation aus Orks und Menschen hetzten Rok Shar und Calintz umher, jeden der Goblins erschlagend der es schaffte durch den Verteidigungsring zu schlüpfen. Erneut fegte der Dämon über ihre Köpfe hinweg, und riss eine breite Lücke in ihre Formation. Innerhalb von Sekunden strömten Goblins durch die Lücke, sodasss Calintz und Rok in arge Bedrängnis gerieten.
    Auch Snak war die Gefahr in ihrem Rücken nicht entgangen, und machte sich zusammen mit dem Hünen und Gorin daran Calintz und Rok zu unterstützen. Während Hau-Drauf, Du'um und Un'um ihren Platz in der Formation einnahmen warfen sich die Drei gegen die Horde der dämonischen Brut.

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    Knight Commander Brosh dar Urkma's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Brosh dar Urkma is offline
    War das alles, was diese Kreatur konnte fliehen? Oder sollte jeder anwesende hier geprüft werden. Brosh wusste nicht mehr so recht weiter. Was sollte er glauben, was sollten sie tun.
    "Uglùk wir müssen ihn umzingeln, sonst entwischt er immer wieder! Ich und Ur'Gosh werden von hinten kommen, ihr beiden nehmt ihn von vorne in die Mangel!" gab der Kriegsher knapp von sich. Es war ein ziemlich simpler plan, aber jeder der vier hatte genug taktisches Geschick um dem ganzen mehr würze zu verleihen als es auf den ersten Blick zu haben schien. Uglùk und sein erster gefolgsork nickten und stürmten dem Dämon hinterher, währenddessen gab Brosh seinem ersten Offizier zu verstehen, er solle sich links um die Menge herum bewegen, während Brosh dasselbe rechtsherum tat.
    Aufgehalten wurden sie dabei nicht, die Wichtel schienen einerseits schon ziemlich dezimiert zu sein und anderseits waren sie schwer beschäftigt mit den übrigen Orks und selbst die Morras schienen wieder zu kämpfen.

    Dann war es soweit der Dämon drehte sich zu den beiden veqlarghs um, einer kam von links der andere von rechts auf ihn zugestürmt, vorsichtig trat der Dämon rückwärts, er wusste, dass die waffen der beiden gefährlich waren, sodass er mit bedacht vorgehen musste.
    Brosh und Ur'Gosh hatten gleichzeitig einen Höllenspurt zurückgelegt und nickten sich nun aus der ferne zu. Sie befanden sich nun hinter dem Dämon und auf das Zeichen Broshs stürmten die beiden ebenfalls los. Sobald der Dämon alle vier bemerken würde, hatte keiner der beiden Gruppen einen wirklichen Vorteil mehr, zwar hatte der Schwanz durch Uglùk einiges an gefährlichkeit verloren, aber die langen Arme reichten immer noch genug weit um die Orks zu erreichen.

    Der Dämon erkannte schliesslich die Falle in die er gelockt wurde, wild um sich schlagend drehte er sich immer wieder und atackierte einen Ork nach dem anderen. Zwar traf er so selbst, wurde aber auch getroffen. Ur'Gosh riss mit seiner Kampfaxt eine Tiefe Wunde in den Arm des Dämons und der erste veqlargh verpasste dem Schwanz eine weitere klaffende Wunde. Uglùk seinerseits hatte ebenfalls erneut erfolg und zertrümmerte irgendwas am rechten Arm der Kreatur zumindes zögerte sie beim nächsten mal ihn zu heben und da kam der Moment auf den Brosh gewartet hatte. Gerade schnappte der gehörnte Kopf des Dämons nach Ur'Gosh, als Brosh vorpreschte und sein Mush'Rok tief in den Hals des Dämons schlug. Brüllend riss der Dämon den Kopf hoch, die Axt im Hals steckend schlug er mit seiner linken nach Brosh, welcher im letzten Moment zurücktreten konnte sodass der Dämon nur noch den Brustpanzer, der ohnehin schon ziemlich übel aussah, wegriss. Zwar hinterliessen die vier Krallen eine Rote spur auf der Brust Broshs, doch tief waren sie nicht.
    Dann kam vom Dämon nur noch ein Gurgeln, die Axt hatte sich wohl in seine Halsinnereien gebohrt und liess keine weitere Schreie mehr zu. Und schliesslich taumelte die Kreatur Beliars etwas rückwärts, normalerweise hätten die Orks dem Schauspiel zugesehen, wenn ein grosser Gegner zu Boden geht und seinen letzten Kampf mit sich selbst focht, aber sie alle hatten gesehen, was mit den Untoten geschehen war und so nutzten sie die Gunst des Momentes.
    "Jetzt!" brüllten Brosh und Uglùk gleichzeitig worauf die vier Kämpfer auf den Dämon zustürmten und ihre Waffen ihn ihm vergruben.
    "chlhrlrhchlr" gurgelte der Dämon und eine seltsame Flüssigkeit floss aus seinen Wunden aber vorallem aus seinem Mund, dann begann er gefährlich zu schwanken und schlug schliesslich hart auf den Boden auf. Das Blut des Dämons floss über den schwarzen Felsen und verdrängte dabei jeglichen schwarzen Nebel, währenddessen entstieg seinen Nüstern roter Nebel.
    Die vier Orks traten einige Schritte zurück und beobachteten das Schauspiel unsicher was es zu bedeuten hatte.
    Im Hintergrund nur ganz gedämpft hörte Brosh die Schreie der kleinen Wichtel die, als hätten sie den Verstand verloren sich gegenseitig umbrachten oder sich sogar selbst das Leben nahmen, sofern man das überhaupt Leben nennen konnte.
    Als das letzte Stück roten Nebels aus den Nüstern entschwand, bewegte sich dieser Nebel in Richtung Altar, was würde da auf die Orks warten?
    Brosh trat an den Dämonen heran, riss ihm die Axt aus dem Hals, worauf aus einer weiteren Öfnung die seltsame Flüssigkeit rann, und machte bewegte sich schliesslich, fast wie in Trance, dem roten Nebel nach.

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    Ritter Calintz's Avatar
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    Calintz is offline
    Stille war plötzlich in dem riesigen Krater eingetreten. Mit dem Tod des Dämons waren offenbar auch die letzten lebendigen Dienergoblins dahingeschieden. Wie genau dies von statten gegangen war, wusste der Hashashin nicht, aber wahrscheinlich waren sie entweder einfach nur tot umgefallen in dem dichten Nebel oder sie hatten sich gegenseitig den Rest gegeben. Für Calintz war dies vollkommen unwesentlich. Er hatte selbst noch einen der Dämonengoblins zur Strecke gebracht, bevor diese "Gottheit" der Orks ihr letztes Brüllen von sich gegeben hatte. Die Leiche dieses letzten Opfers prangte immer noch in der linken Hand des Diebes, mit der er die Kehle des bissigen Wesens gepackt hatte. Im Kopf der kleinen Kreatur steckte das Stilett des Attentäters, welches den Schädel komplett durchbohrt hatte. Wie gemeißelt stand dem toten Wesen nun die Angst vor dem Tod ins Gesicht geschrieben. Calintz selbst hatte kaum Verletzungen davongetragen. Ein paar Kratzer hie und da, aber ansonsten war wohl sein Schild ein größerer Anziehungsfaktor als sein Körper gewesen. Trotzdem war der Schwarzäugige von Kopf bis Fuß mit dem Blut der Dämonenbrut besudelt und auch seine Maske war mehr rot als weiß inzwischen. Dies alles fiel dem Maskenbauer jedoch nicht einmal auf. Ihn beschäftigte vielmehr der Tod dieses vermeintlichen Gottes der Grünhäute. Waren sie etwa den weiten Weg bis hier her gelaufen, nur um einen armseligen Dämonen zu Strecke zu bringen? War dies die Erfüllung dieser Prophezeiung? Zumindest schien sich keiner der ranghohen Orks dazu verpflichtet zu fühlen, dass er eine Erklärung abgab. Auch die übrigen Orks schwiegen erfürchtig und nur hie und da war leises Getuschel zu hören.

    Schließlichertrug der Dieb die Stille nicht mehr länger, warf den Kadaver in seiner Linken zu Boden und entnahm dem Kopf der Kreatur wieder seine Waffe. Anschließend erhob er sich wieder, ging ein paar Schritt auf die Kriegsherren zu, welche dem Dämon endgültig den Rest gegeben hatten, und fragte mit lauter Stimme:

    "War's das jetzt? War das die Erfüllung eurer Prophezeiung? Ein Dämon?!"

    Brosh sah seinen Leibsklaven an, machte jedoch keine Anstalten ihm eine Antwort zu liefern. Stattdessen rief er seinen Kameraden ein paar Worte auf orkisch zu, worauf diese zu Jubeln begannen. Verärgert über die Ignoranz der Grünhäute trat der junge Mann mit voller Wucht auf den Schädel eines toten Söldners, worauf ein lautes Krachen von diesem ausging. Am liebsten hätte er sich einen dieser selbstgefälligen Orks geschnappt und ihm langsam und genüsslich die Kehle aufgeschlitzt. Da der Maskenbauer dies jedoch mit Sicherheit nicht überleben würde, wandte er sich lediglich von den Kriegsherren ab und machte sich auf die Suche nach seinem Schild, der im Verlaufe des Kampfes verloren gegangen war.

    "Na los Männer. Schnappen wir uns alles was wertvoll sein könnte...", hörte Cal noch Faren hinter sich befehlen, bevor er sich vollends in sich selbst zurückzog um den Kampf mit den Wesen der niederen Ebenen zu verarbeiten.

  12. View Forum Posts #172
    Knight Commander Brosh dar Urkma's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Brosh dar Urkma is offline
    Immer diese voreiligen Morras, so jetzt ist fertig was war jetzt los? Immer diese hetzerei, woher sollte Brosh wissen was jetzt geschah? Sie hatten einen haufen Untote, einen Horde kleiner Dämonenwichtel und einen nur schwer besiegbaren Dämonen besiegt, die hatten irgendwas mit schwarzem Nebel, einer seltsamen Flüssigkeit die aus dem besiegten Dämon auslief und einer silbrigen Masse die irgendwelche magischen Eigenschaften zu haben schien, zu tun zu haben.
    Mal ganz davon abgesehen, was der rote Dampf, Nebel, Rauch oder was zum Geier das jetzt war, für eine Rolle spielen würde.
    Wer weiss vieleicht war die Reise noch lange nicht zu Ende? Vieleicht hatten sie gerade einen von den Lieblingen des Schöpfers umgelegt und damit seinen endlosen Zorn geerntet, vieleicht war es ja ein Fehler gewesen die Morras mitzunehmen, vermutlich war es sogar ein Fehler Neffarr mitzuziehen. Ruk'Kar und der Schöpfer waren mächtig und sahen alles. Vieleicht waren sogar die Shaks zuviel da und nun, da er all diese Drecksblüter und Missgeburten mit an einen heiligen Ort geschleppt hatte würden sie bestraft werden. Was wen sie hier nicht mehr raus kamen? Wenn diese Flüssigkeit sie alle umbrachte, so wie es den Nebel verdrängte, was wenn dieses silbrige Zeug etwas mit dem Morragott zu tun hatte, was wenn das hier alles ein grosser Fehler war?
    Der Kriegsherr durfte gar nicht daran denken, je länger er das tat umso grösser wurden die Zweifel. Zweifel an sich selbst, an seinen Orks, an Uglùk und seinen gefolgsleuten und allem was er in den letzten Wochen getan hatte.
    Er musste sich fassen. "Wir haben gesiegt meine Brüder!" meinte er zu seinen Kriegern, worauf diese laut hals in Siegesgebrüll ausbrachen, dann schritt er schweigend zum Altar, er wollte dieses Geheimniss noch lüften, wenn sie hier nichts antrafen, was mit Urkma zu tun hatte, würde er vor ziemlichen vielen das Gesicht verlieren. Uglùk würde ihn verspotten, wenn es hier weder einen Schatz noch die erfüllung einer Prophezeihung gab. Wenn der Dämon alles war, dann... nein dieses Dann gab es gar nicht, hier war noch mehr, die Sache war noch nicht gelaufen! Es konnte nicht anders sein!
    Brosh dar Urkma, Kriegsherr des Imperiums, Feldmarschall des Faringregiments und Häuptling der flammenden Faust, hatte sich wieder gefasst, zielstrebig näherte er sich dem Altar, an dem noch immer Gorbag lehnte, matt und kraftlos und dennoch erfreut über den Sieg sass er da.
    Brosh wollte ihn grüssen, doch ihm blieb in diseem Moment der Atem weg.

    Auch Gorbags Blick fixierte den Altar, hätte in dem Moment jemand auf ihn geachtet hätte er sich gefragt ob ein solch verränkter Hals gesund war, aber in dem Moment schauten wohl alle, zumindest die Orks auf den Altar.
    Der rote Nebel hatte die Form eines Orkes angenommen, der auf dem Altar thronte. Es war ein junger, kräftiger Ork, sein Kopf war kahl rasiert und ein einfacher Lendenschurz war alles, was er trug, dennoch wirkte er majestätisch, wie ein herrscher und grosser Krieger, obwohl er keine Waffe zu besitzen schien. Seine rechte Hand schien in flammen zu stehen und sein Gesicht wirkte freundlich, auch irgendwie froh und dennoch würdigte er nur einem einzigen der Orks, die sich langsam um die geisterhafte Gestalt versammelten Beachtung.
    "Der jüngste also." waren die ersten Worte die er sprach, sie waren direkt an Brosh gerichtet. Seine Stimme drang dem jungen Kriegshäuptling tief ins Herz und erwärmte dieses, es konnte sich hier nur um einen handeln. Er hatte doch recht gehabt, er sollte sich selbst schelten für die Zweifel!
    Ehrfürchtig ging Brosh in die Knie vor dem Altar. "Ruk'Kar, es ist mir eine Ehre!" brachte der Kriegsherr gerade mal hauchend heraus. Dennoch schienen seine Worte Wirkung auf die anderen Orks zu zeigen, jeder Urkma tat es seinem Anführer gleich und ging in die Knie.
    "Deine Freunde haben tapfer gekämpft, jüngster meines Blutes." sprach Ruk'Kar weiter, seine Stimme war unglaublich deutlich und Brosh schien es, als könne er keines der gesprochenen Worte je wieder vergessen, obwohl er Mühe hatte, das alte orkisch, das er benutzt zu verstehen.
    "So hast du die erste Prüfung bestanden, junger Krieger. Du biste deinem Herzen gefolgt und hast es vom Schlamm freigewaschen!" fuhr der imposante Geist fort, der Altar wirkte wie ein Thron für den mächtigen Krieger und begründer des Urkmaclans.
    "Doch ich sehe selbst hier Dreck, Kreaturen die nur widerwillig dem Schöpfer dienen, sie sind aus auf Macht, mit allen Mitteln wollen sie diese erreichen, sie halten nichts von Ehre und orkischer Tradition. Es ist deine Pflicht dem gegenzusteuern! Doch schäme dich nicht, ein anderes Volk mitgebracht zu haben, sie sind lernfähig, so meint der Schöpfer! Lehre sie unseren Weg, sie werden verstehen!" der Geist Ruk'Kars machte eine Pause, da schoss es aus Brosh heraus.
    "Verzeiht, oh grosser Ruk'Kar, aber ich bin ein einfacher Krieger, erklähre mir Unumas Worte, ich glaube sie nicht verstanden zu haben!"
    Als hätte er diese Frage erwartet, oder gar als ob er all die Fragen die in Broshs Kopf herumschwirrten lesen könnte, antwortete der Geist, ja es schien fast als würde er lächeln.
    "Unuma war verrückt, sie war gut aber sie war alt und verwirrt als sie meine Zeichen endlich zu ordnen schaffte. So vergass sie einige Details." Ruk'kar schien jetzt wirklich schmunzeln zu müssen. "Deine Interpretation war nur logisch und dennoch nicht ganz richtig. Ich bin nicht hier um das Böse zu zermalmen, das überlasse ich dir, mein Jüngster! Ich bin hier um dafür zu sorgen, dass du es auch schaffst. Aber vorallem bin ich gekommen um zu schauen ob du es überhaupt schaffst. Ich meine du bist stark, unbesiegter Kämpfer, du kannst deine Brüder in die Schlacht führen, aber ich wollte wissen, ob du einer wirklichen Gefahr trotzen kannst. Mein Spielzeug hier war nur eine Jux meinerseits, ich wollte dich an deine Grenzen bringen. Die eigentliche Gefahr lauert unter euch Orks! Traditionsloses Verhalten, Verrat, Machtgier, Hinterhältigkei und Feigheit! Du bist rein und dein Gefolge ist auf dem richtigen Weg! Wenn ich das nächste mal zuschlage werden nicht ein paar armseelige Tiere meine Opfer sein, nein ihr Orks und eure seltsamen Dienerkreaturen werden es sein! Solltet ihr denn versagen natürlich!" der Geist schlug zornig mit seiner Faust auf den Altar, doch da sie keine feste Masse besass entstand kein schaden.
    Etwas beruhigter fuhr Ruk'Kar fort. "Natürlich habe ich dir auch etwas mitgebracht! Abgesehen vom Panzer meines Dieners natürlich." fügte er Augenzwinkernd hinzu." das Erz, das du hier findest ist mächtiger als alles was du kennst! Ihr selbst müsst fähig sein etwas daraus zu machen, doch sollen die Waffen und Rüstungen die daraus gefertigt werden, euch auf eurem Weg dienen!" die letzten Worte waren schliesslich an alle Orks gerichtet, dann erhob sich der rote Geist, schritt auf Brosh zu und sprach schliesslich "Ehre und Stärke!" darauf umarmte der Geist seinen jüngsten Nachfahren und verschwand langsam im Nichts.

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    Norwin is offline
    Wenn er mit vielem gerechnet hatte, mit einem Dämonen hatte er wahrlich nicht gerechnet. Er hätte mit kleinen grünen Wesen gerechnet. Goblins vielleicht. Aber nicht sowas monströses und mächtiges, obwohl das nach der großen Welle, die die Untoten vernichtet hatte, wohl eher zu erwarten war. Allgemein hatte er das alles hier nicht erwartet. Es waren viel mehr Lebewesen auf dem Weg hierher verstorben, als er es erwartet hatte. Alles war vollkommen anders gelaufen, wie gedacht. Von magischen Gegnern hatte er nicht mal geträumt, ein Krater so groß wie ein Tal ... das konnte er noch nicht mal glauben, obwohl er schon lange darin stand. Alles war irgendwie unglaublich für den einfachen Aufseher der Orks. Dabei wollte er nur in Frieden sich bereichern und dann musste er sich zum Überleben auch noch einer großen Gruppe, die ebenfalls dorthin unterwegs war anschließen. Im Nachhinein war es sicherlich richtig, anders hätte er nicht überleben können, aber vor hatte er es trotzdem nicht gehabt, als er kurzfristig entschied dorthin zu reißen. Sein Ziel war es stinkend reich nach Faring kommen zu können, was seine Arroganz sicherlich noch weiter gesteigert hätte. Das einzige was er nun davon getragen hatte war eine Wunde an der Wange, eine dicke Lippe und blaue Gliedmaßen. Das hätte er sich auch bei einer Kneipenschlägerei in Faring zuziehen können, ohne so bitterlich zu frieren. Norwin machte daraus kein Geheimnis, dass er mehr als enttäuscht von diesem Ausflug war, hatte ihn seine Gier doch erst soweit getrieben. Das einzige, was ihn nicht dazu brachte sich wie die Axt im Walde auf zu führen war es sich den Sold in Faring abholen zu können, wenn er wieder dort war.

    Trotzig hatte er seine wenigen Pfeile, die er überhaupt auf das Ungetüm geschossen hatte, versucht wieder aus dessen Körper zu bekommen. Doch selbst wenn einer unter die oberste Schutzschicht dessen Körpers gelangt war, waren sie nun vollkommen nutzlos. An einem Stück bekam er sie nicht mehr. Und wenn noch einer nicht entzweit worden war, war der Pfeil vollkommen verbogen oder angebrochen. Sowas konnte man nicht mehr gebrauchen. Dafür konnte er sich zwei Pfeile sichern, die auf dem Boden neben dem Dämonen lagen. Sie waren wohl einfach an ihm abgeprallt. Ob es nun wirklich seine Pfeile waren wusste er nicht. Es interessierte ihn eigentlich auch nicht im geringsten, wessen Pfeile es vorher gewesen waren, auf jeden Fall waren es nun seine Pfeile gewesen. Wenn die anderen Schützen das Geld hatten sich nicht nach den verschossenen Pfeilen bücken zu müssen, Norwin hatte es nicht. Er war ein sparsamer Fuchs und versuchte immer das noch zu verwenden, was seinen Ansprüchen gerecht wurde. Und Pfeile waren immer darunter, wenn sie noch gerade waren und eine Spitze hatten.

    »Na los Männer. Schnappen wir uns alles was wertvoll sein könnte...« ertönte es von weiter hinten. Es klang wie die Stimme Farens, die von hinten seinen Männern diesen Befehlt gab. Das erste mal, dass er dem orkgroßen Mann verstehen konnte, doch war nun Geschwindigkeit gefragt. Wer schnell war, konnte sich die wertvollsten Besitztümer schnappen. Und genau aus diesem Grund hatte es ihn eigentlich hierher gelockt. Hastig nahm er seine Beine in die Hand und rannte herum. »Gold! Gold! Gold!« dachte er sich, doch zu sehen war auf den ersten Blick nichts davon.

  14. View Forum Posts #174
    Ritter Calintz's Avatar
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    Calintz is offline
    Mit wechselhaften Gefühlen betrachtete der Schwarzäugige das Schauspiel, das sich ihm da bot. Sämtliche Orks hatten sich um diesen eigenartigen Altar versammelt und schienen nun allesamt wie gebannt auf einen fixen Punkt in der Luft zu schauen. Es schien, als ob die Grünhäute den Worten eines Unsichtbaren lauschten...eines Geistes. Prinzipiell nicht so unwahrscheinlich. Schließlich hatten sie es bislang schon mit Untoten, Dämonen und anderen bizarren Auswüchsen der Natur zu tun gehabt. Da hatten Geister ja schon beinahe gefehlt in diesem ganzen Szenario. Ungewöhnlich war lediglich, dass Calintz nicht einmal einen Schemen wahrnehmen konnte, geschweige denn irgendwelche Wortfetzen, die der Wind mit Sicherheit zu ihm getragen hätte. Schließlich stand er nur ein dutzend Schritt von dem Schauplatz des Geschehens entfernt. Halluzinierten die Orks vielleicht?...unwahrscheinlich. Eine namhafte Schar Orkkrieger, die alle zur selben Zeit die selbe Halluzination hatten. Dieser Gedanke klang wahrhaftig absurd. Blieb nur noch die Möglichkeit, dass dies hier die erhoffte Erfüllung der Prophezeiung des Urkma-Clans war...

    Immer noch leicht verwundert betrachtete der Dieb weiterhin das seltsame Verhalten der Orks. Plötzlich zog der Weißhaarige erstaunt eine Augenbraue hoch. Umarmte Brosh tatsächlich die Luft? Unglaublich...aber wahr. Der hünenhafte Krieger schloss die leere Luft in seine Arme, brummelte noch irgendetwas, für den Söldner unverständliches, und kehrte dann in eine leicht verkrampfte Haltung zurück. Anschließend beschäftigte er sich mit seinen Stammeskollegen, die inzwischen das Schweigen gebrochen hatten und sich nun angestrengt unterhielten. Calintz hingegen versank erneut in seinen Gedanken. Die Orks hatten tatsächlich Recht gehabt mit ihrer Prophezeiung. Zwar kannte er weder die genauen Hintergründe, noch irgendwelche Details, doch erschien ihm jetzt vieles klarer. Diese Entschlossenheit in den Augen der Orkkrieger, dieser feste Glaube...alles in allem hatte sich ihre Treue wohl bezahlt gemacht. Cal war solch ambitioniertes Verhalten nicht bekannt. Er selbst war ein gewissensloser Mensch, der nur danach trachtete seinem Umfeld Schaden zuzufügen, ohne jeglicher Bindung an irgendwelche Traditionen. Trotzdem erschien ihm das Verhalten der Grünhäute nicht als falsch. Diese Männer hatten etwas woran sie glaubten. Etwas, das sie vorantrieb, wie die unstillbare Mordlust des Meisterdiebes. Diese Krieger glaubten an etwas...und aus diesem Grunde waren sie stark.
    Mit einem Schlag wusste der Maskenbauer, warum er Brosh folgte. Warum er all diese Erniedrigungen über sich ergehen hatte lassen. Er, ein Attentäter, der es weder gewohnt war Befehlen zu folgen, noch sich dem Willen anderer zu unterwerfen. Es war diese ungewöhnliche Stärke, die von dem Kriegsherren ausging. Dieser unerschütterbare Glaube an Ehre und Tradition. Dinge, an die der Hashashin niemals glauben konnte und wollte. Und deshalb folgte er dem Ork.

    Geistesabwesend hob der junge Mann nun seinen Schild vom Boden auf und schritt in die Richtung der versammelten Orks. Er spürte es förmlich, wie die Blicke der Orks ihn mit Misstrauen besahen. Sie wollten nicht gestört werden, das war dem Dieb vollkommen klar, doch was ihm jetzt im Sinn lag, das konnte nicht warten. Wahrscheinlich würde er dieses Gefühl der Erkenntnis nie wieder haben und deshalb musste der Kopfgeldjäger jetzt handeln. Also schritt Calintz unbeirrt weiter, bis er nur noch an die fünf Schritte von seinem Meister entfernt war. Dieser hatte ihm den Rücken zugekehrt und erst als ein nebenstehender Ork ihn auf seinen Diener aufmerksam machte, drehte sich der Hüne um. Schon wollte der Kriegsherr seinen Mund öffnen um mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit ihm zu befehlen, sich vom Acker zu machen, als der Maskenträger seinen Säbel zog, ihn in den nebelumwobenen Boden rammte und sich vor seinem Meister hinkniete. Sprachlos beobachteten die umstehenden Orks das Geschehen. Dann nahm sich der Hashashin seine Maske vom Gesicht und ließ seine raue Stimme erklingen:

    "Brosh dar Urkma. Kriegsherr der orkischen Horde. Ich....entschuldige mich für meine harsche Bemerkung über den Ausgang unserer....eurer Suche. Zwar war wohl nicht für meine Augen bestimmt, was ihr hier schauen durftet, doch trotzdem habe ich erkannt, dass eure Prophezeiung in Erfüllung gegangen sein muss. Ihr habt euer Ziel erreicht und ich bin zu einer Erkenntnis gekommen. Eine Erkenntnis, die mich wohl mehr verwundert, als euch. Ich bin kein Leibsklave, der stets an eurer Seite weilen kann und ich bin mir sicher, dass ihr das auch nicht wollt. Trotzdem werde ich da sein, wenn ihr nach mir ruft. Meine Klinge ist die Eure. Für eure Ehre...für euren Glauben...und für meine dunkle Seele..."

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    Kriegerin Snak gra-Bura's Avatar
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    Snak gra-Bura is offline
    Verwirrt blickte die Kriegerin auf den Kriegsherrn Brosh und die Reste des verschwindenden Geistes und starrte ins Nichts, dort, wohin der rote Geist verschwunden war. Seine Erscheinung war beeindruckend gewesen, seine Worte hatten sich tief in die Köpfe der Orks eingebrannt. Eine Erscheinung, die aus dem Altar zu stammen schien, die dies alles erschaffen hatte – welche Macht konnte sie haben? Was war es gewesen? Nur ein Geist? Oder gar ein Gott? Snak schaute um sich herum: Soweit sie blicken konnte, nur Zerstörung, verbranntes Gestein und Schmerz. Der Kadaver des dämonenhaften Wesens, dessen Wunden ihn wie ein Fass auslaufen ließen – und das alles war Werk dieser Erscheinung? Unglaublich.
    Ohnehin wusste Snak nicht mehr, woran sie glauben musste oder sollte. Sie hatten gesiegt, zweifellos und zweifellos war es eine weitere Heldentat der größten Krieger, die je dieses Festland betreten hatten – aber zu welchem Preis? Oder viel mehr: Was hatten sie davon? In den letzten Stunden hatten sie viele Orks und Morras verloren. Der große Dämon und diese kleinen Quälgeister um ihn herum waren zähe Gegner gewesen. Und ebenso, wie die Elite Farings den Dämonen bezwang, war es nicht minder eine Leistung all jener anderen Krieger, den Dämonenbezwingern den Rücken freizuhalten. Aber das war keine Antwort.
    Snak fühlte eine Leere in sich. Was hatten sie nun davon? Welchen Sinn hatte diese ganze Aktion gehabt? Ein paar leere Floskeln und kistenweise glänzendes Gestein. Der Preis war der Verlust von Kampfkraft der orkischen Armee. War es das wert gewesen? Die Erkenntnis, dass die Führung des Reiches der Orks mehr als nur inkompetent war, lag auf der Hand, dazu hätten sie sie nicht wochenlang durch die Nordlande kämpfen müssen. Dies alles war nur eine Prüfung für Brosh? Meine Güte! Was machten sie denn alle hier! Welche Verschwendung von Mitteln!

    Derweil konnte Kan in Faring dafür sorgen – Gobbokacke. Was, wenn Kan bewusst die Shaks ausgeschickt hatte, nicht um die Urkmas auszuhorchen, sondern um beide Clans für eine Zeit los zu werden? Vielleicht wusste Kan gar um die Loyalität – oder das Fehlen derselben – unter einigen Mitgliedern der Clans? Welche bessere Methode gab es, um nun in Faring alles vorzubereiten, der Schöpfer selbst wusste wozu? Und ihnen waren die Hände gebunden.
    Snak ließ ihre Waffe auf den Boden fallen und schaute sich müde um. Blut triefte von ihrer Rüstung wie Regen in einem Schauer. Die kleinen Dämonen, einmal richtig getroffen, platzten wie Fleischwanzen, wenn man versehentlich auf sie trat. Blut war selbst in ihre Rüstung gedrungen und klebte nun zwischen den Lederschienen und ihrer Haut. Widerlich. Am wenigsten schien die Morras dies alles zu interessieren. Hatten sie doch am meisten verloren – so machten sie sich jetzt daran, möglichst viel von dem zusammenzuklauben, was herumlag.
    Auch Faren war dabei, sich unter den Trümmern etwas Schönes herauszusuchen. Wenn diese Schlacht eins gebracht hatte, dann die Erkenntnis, dass es richtig war, den Morra als Schüler zu nehmen. Er besaß einen eisernen Willen, ein treffsicheres Händchen und genügend Autorität, die Morras und Orks, die auf ihn hörten, sinnvoll zu befehlen und sie nicht sinnlos zu verheizen. Wenn Snak ihm jetzt noch den rechten Schliff verpasste, mochte aus ihm eines Tages einer der mächtigsten Morras in Faring werden. Das hatte zwar unter den Orks nicht viel zu bedeuten, aber schließlich war jeder darauf aus, sein bisschen Macht zu vergrößern.
    Die Frage war nur, welchen Preis er dazu zu zahlen bereit war.

    „Alle Gliedmaßen noch dran?“, Snak hielt Gorbag eine Hand hin, um ihn aufzuhelfen. Er sah wirklich nicht gut aus, „das wird schon wieder. Du hast gut gekämpft, Nug wird stolz auf dich sein. Wenn er irgendwann mal wieder auftaucht.“
    Das schmerzte wohl am härtesten. Der Shakclan hatte wieder einmal in einer großen, wenn auch recht sinnlosen, Schlacht gekämpft und ihr Anführer war nicht dabei. Demgegenüber strahlte Brosh gegenüber seinen Urkmakriegern eine Macht und ein Heldentum aus, das selbst Snak beinahe beeindruckt hätte. Ja, daran fehlte es dem Shakclan zweifellos, an Glamour.
    Langsam kehrte die Kriegerin wieder zurück zu ihrer Waffe und befestigte sie an ihrem Rücken. Für sie war dieses Kapitel nun abgeschlossen. Ihre Meinung, dass diese ganze Aktion ein Fehler war, wurde durch dieses Ende nur bestärkt, aber dass war nicht die Schuld desjenigen, der dafür verantwortlich war. Der Urkma hatte seine Beweggründe gehabt und sie waren für ihn gut gewesen. Wenn er dafür bereit war, seine Leute zu verheizen, war das seine Sache. Aber das Kan die Shaks damit hereingezogen hatte, dass war ein Fehler gewesen. Noch ein Fehler in der endlosen Liste grober Verfehlungen. Außer Kan plante tatsächlich Schritte gegen seine Widersacher in spe. Dann war es genial gewesen.
    „Un'um, Du'um, Hau-drauf – macht euch für den Abmarsch bereit, ich denke, das wars.“
    Snak drehte sich um und entfernte sich etwas aus der Mitte, wo irgendein Morra gerade Worte an den glorreichen Sieger dieser Schlacht wandte. Wen interessierte schon Morrageschwätz.
    Last edited by Snak gra-Bura; 07.01.2009 at 23:34.

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    Knight Commander Brosh dar Urkma's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Brosh dar Urkma is offline
    Brosh musterte Neffarr innigst. Er war noch etwas benebelt von der Geistererscheinung, und benebelt konnte man ziemlich wörtlich nehmen, schliesslich lösten sich gerade noch die letzten Resten des roten Nebels um ihn herum auf.
    Brosh schüttelte den Kopf und rieb sich die Augen, ehe er nochmal auf Neffar blickte, er stand wirklich vor ihm, und wirklich Zweifel daran, dass er gerade das gesagt, was Brosh gehört hatte gab es nicht.
    War es ein Zeichen? War es Zufall? Oder war es Ruk'kars Wille, dass Brosh hier den ersten Schritt machte?
    Er hatte gesagt er soll die Morras den Weg der Orks lehren und sie anführen. War er dazu überhaupt in der Lage? Dieses nieder Volk? nun Ruk'Kar und der Schöpfer waren der Meinung, dass sie eine Chance verdient hatten, also würde er sein Bestes geben.
    "Neffarr, du recht, ich nich mögen wenn du immer in nähe, du stinken!" begann der Ork, er versuchte nicht lustig zu klingen, es war sein natürlicher Humor, ob ihn Morras verstanden wusste er nicht, auf jeden Fall grinste er selber. "Dunkles Augen von Neffar aber mehr erkannt und das zählen. Was du sein? In Rang meinen!" sprach der Kriegsherr dann ernst weiter. Stirnrunzelnd gab Calintz seinem Meister bekannt, dass er einfacher Orksöldner war. "Du sehen, ich nicht wollen duse Klinge sie mikrig, besser lernen mit richtiges waffe kämpfen, was mir gefallen sein Einstellung von Neffar. Desshalb du recht, nicht bleiben persönlicher Morra von Brosh dar Urkma, werden mein Morrakrieger. Aber ich nehmen nur gutes Morra als persönlicher Krieger. Und gutes Krieger sein Elite. Also du sein Elite. Das aber nicht ändern, Morra weiterhin mir gehören." meinte der Kriegsherr dann zwinkernd. "Wenn Elitemorra nicht sprechen falsche Worte, er bekommen vieleicht Überaschung wenn Urkmas zurück in Faring!" fügte er noch an, ehe er Calintz auf die Schulter klopfte und sich wieder an seine Krieger wandte.
    "Schnappt euch was ihr braucht, versorgt eure Kameraden und jeder der kann, hilft den Schmieden beim Erztragen! Tat'ank'ka, zu mir, wir schauen uns den Dämon genauer an!" befahl er seinen Leuten. "Kurzer Rast, wenn alle versorgt sind, ziehen wir ab!" gab er dann an die Urkmas weiter. Er würde es Uglùk überlassen, was die Shaks taten, den Kriegsherrn interessierte erstmal nur zwei dinge, er wollte sich die Hörner und die beiden nach wie vor rot glühenden Augen des Dämons unter den Nagel reissen und das zweite war, er wollte sich mit Uglùk absprechen, schliesslich wollte er wenn auf dem Rückweg nach dem schwarzen Häuptling aussschau halten und diesen endgültig Massentauglich machen, um schliesslich in Faring mehr zu lernen.

  17. View Forum Posts #177
    Ritter Tat'ank'Ka's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Tat'ank'Ka is offline
    Husten tat der Waffenschmied, müde und verwundet war sein Körper und doch ging es Tat'ank'Ka gut. Die Schmerzen würden wohl in der Nacht kommen, doch nachdem Ruk'Kar erschienen war, war alles anders. Die Worte die er hörte und noch mehr die Gestalt des großen Urkmas vergangener Zeiten, füllten sein Herz mit Stolz. Stolz ein Ork und ein Urkma zu sein, denn sie die hier gekämpft hatten und hierher ihrem Kriegsherrn folgten, waren in seinen Augen das, was das Orktum so stark machte.
    Stark war auch das Erz, das hier lag. In fester Form, aber auch in der flüssigen Form im Altar. Wenn man allein mit dem Klingenüberzug solch Wirkung besaß, war es sogar für einen Narren ersichtlich, was eine Waffe aus diesem Erz des Schöpfers machen konnte. Er als Waffenschmied sah sich darin verpflichtet so viele Waffen wie nur möglich herzustellen. Viele würden es zwar nicht werden, aber er wollte Gorbag orkisch und brüderlich überlassen. Sie waren die einzigen Schmiede unter ihren Clans und es wäre Verschwendung, daraus Zangen und Kelche zu machen. Nein, das sollten Werkzeuge und Trachten des Krieges werden. Noch bevor er zu Brosh eilte, wies er die Späher an alle großen Erzbrocken teils auszugraben und zusammen zu tragen. Beim flüssigen Erz im Altar würde er später noch sehen.

    Ordnungsgemäß grüßte er seinen Kriegsherrn und hörte auf dem Weg zum Dämonen was er wollte. Vorm Dämon standen sie dann da. Mittlerweile teilten ein paar Orks Nahrung und Schmelzwasser aus, immerhin brauchte man etwas Stärkung.
    "Der Schöpfer allein wird wissen ob es noch mächtigere Dämonen gibt.", meinte der Jäger, ehe er aufhustete und eine Mischung aus Blut uns Speichel ausspuckte. Später am Feuer, würde Rasaff hoffentlich seine Wunden mit dem Feuer schließen.
    "...einen Dämon habe ich noch nie ausgenommen. Ich denke aber es wird mir gelingen. Mein Vater Tab'lok'Ka zeigte mir oft, wie man großer Beute das Horn abnimmt und auch die anderen Trophäen.", meinte der Jäger und zückte sein Messer. Brosh kniete sich wie Tat'ank'Ka vor den Dämonenkopf und blickte in die tote Fratze. Immer noch schienen die Augen zu glühen, aber er war kalt und somit wohl tot. Nach reiflichem beäugen und erklären, wie er vorgehen wolle, zückte der Urkma sein Jagdmesser, sowie seine Axt. Mit der umgekehrten Seite der Axt, hämmerte er auf den Knauf des Messers und versuchte wie mit Hammer und Meißel, das Horn am Ansatz zu trennen. Leider ging dies nicht einfach oder kaum. Brosh erinnerte Tat'ank'Ka an die Waffen, die dem Dämon töteten. Nachdem dann das Jagdmesser ebenso den Überzug bekam, ging es wesentlich einfacher - er brauchte nicht mal die Axt zum reinhämmern, sondern musste nur mit viel Kraft das Jagdmesser hineinstoßen. Tat'ank'Ka stieß die Klinge an vier Stellen um das erste Horn und knackte so den Dämonenschädel auf. Mit kräftigen Ziehen und beihelfen des Jagdmessers, löste er das erste Horn.
    "Den unteren Ansatz kann man dann abschleifen oder verzieren. Ein großes Horn nimmt man, indem man rundherum es vom Schädel löst. Das ist sicherer und gelingt gut. Es gibt noch eine andere Methode mit herausbrechen, aber die macht meist mehr kaputt oder die Klinge bricht - wenn man Zeit hat, also unnötig.", kommentierte der Jäger, ehe Brosh nun an der Reihe war und es selbst versuchen sollte. Tat'ank'Ka setzte sich, der Schmerz kam langsam auf.
    Brosh machte sich aber gut daran. Der Rat es in aller Ruhe zu machen, beherzigte er und wusste an den richtigen stellen anzusetzen. Er hatte gut beobachtet. Das rausziehen des Hornes war dann keine große Sache mehr.
    "Nimmt man die Hörner, tut man das mit der Absicht den Schädel zu zerstören. Es führt nichts daran vorbei. Bei einem Khaz ist es genauso. Bei einem Geweih muss man dem Hirsch genauso die Schädeldecke aufknacken.", erklärte der Urkmakrieger, ehe er sich auf den Dämon setzte und Brosh bat mit seiner Axt bedacht den Restschädel aufzuschlagen - wie bei einem Scavengerei, dessen Inhalt in den Ork-Wok sollte. Danach färbten sich Tat'ank'Kas Pranken mit dem Dämonenblut, als er das Gehirn entfernte und die Augen dann mit aller Vorsicht frei schnitt. Das hätte zwar Brosh auch machen können, aber er sah es wohl zum ersten Mal und würde beim nächsten Mal bescheid wissen. Vorsichtig übergab der Jäger die glühenden Trophäen und erfüllte die Aufgabe seines Kriegsherrn mit Bravour.
    Brosh klopfte seinem Clansjäger auf die Schulter und schickte Tat dann an ein Feuer. Er sollte sich erst ausruhen und versorgen lassen, er zittere ja vor Schmerz seiner Wunden schon. Tat'ank'Ka lächelte, Brosh sagte es ja im guten Ton und folgte dem Befehl seines Anführers. Später würde er sich um die anderen Trophäen kümmern, wenn man seine Kenntnis denn brauchte. Der Dämon war nicht seine Beute, deswegen hatte er sich auch keine Trophäe davon verdient. Auch wenn selbst die Knochen wertvoll sein sollten – so hörte er.

    Dämonenknochenpulver in einem Gebräu aus dem Inhalt von Sumpfhaieiern und zerriebenen Orkblättern, vermochte einem alten Ork die Orkkraft zurückgaben und er ein junges Orkweib damit viele Nächte lang beglücken konnte. Bei einem jungen Ork sollten es sogar drei Orkweiber auf einmal sein. Schlussendlich brauchte Tat es aber nicht. Drei Orkweiber auf einmal hatte er schon lange nicht mehr gesehen und ein Orkweibchen würde ja genügen - wenn man eins fand. Faring hatte da durchaus so seinen Mangel und die Konkurrenz war groß. Doch der Schwarzork verzagte da nicht.
    Im Frühling gäbe es in den Bergen Khorinis ein Treffen aller Ork-Stämme, eine Jagd und aus den verschiedenen Orkstämmen echte Orkprinzessinen, als Preis für die besten und tapfersten Jäger - wenn sie einen auch wollten bzw. der Ork das Orkweibchen niederringen konnte bis sie sich ergab und akzeptierte(Dies war manchmal genauso schwer wie das zähmen eines Kriegsmammuts oder beim Ripperrodeo auf den Ripperbullenrücken so lang zu bleiben, bis dieser entkräftet aufgab.).
    Doch daran zweifelte Tat'ank'Ka nicht. Er hatte genug Winter nun erlebt, viele Kämpfe bestritten und das er ein Urkmakrieger war, würde Eindruck schinden. Mit leichtem Grinsen, abgelegter Rüstung und dem ausmalen seiner Orkprinzessin, blickte er in die Flammen, ehe er Rasaff an ihm vorbeigehen sah.
    "Wo willst du hin?", fragte Tat.
    "Punka die Ehre erweisen.", sprach der Urkmakrieger, Veteran und Onkel von Punka. Der Waffenschmied nickte und versprach auch noch zu kommen. Sowieso stand allen Gefallenen Orks eine letzte Ehre zu. Augenblicke später spürte er eine Pranke an der Schulterplatte. Es war Gorbag und so wie er aussah, ging es ihm eher noch schlechter als Tat. In aller Freundschaft und Ruhe, besprachen sie wie sie das Erz aufteilen würden und wie sie den Kampf erlebten. Bis ein Heiler oder Feldärzte an ihrem Feuer wären, würde es wohl noch etwas dauern.
    Last edited by Tat'ank'Ka; 08.01.2009 at 01:59.

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