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  1. View Forum Posts #61
    Kriegerin Snak gra-Bura's Avatar
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    Oct 2006
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    Snak gra-Bura is offline
    In völliger Schwärze zu Kämpfen war das letzte, was Snak wollte, doch ihr blieb keine andere Möglichkeit mehr. Immerhin konnte sie ihren Gegner deutlich spüren – zu deutlich, einer der Dorne des Geweihs bohrte sich noch immer wie ein grobes Messer in ihren Oberarm und verursachte höllische Schmerzen. Gleichzeitig versuchte das Vieh sie mit mit dem Geweih auf den Boden zu drücken. Ein wildes Scharren und Schlagen in der Nähe ihres Bauches verriet, dass das Tier sie mit seinen Hufen erschlagen wollte.
    Für ein kurze Zeit leuchtete die Höhle hinter ihr auf – doch dann war es sofort wieder Dunkel. Ein Ork, der ihr zur Hilfe gekommen war? Gorbag? Sie hörte einen dumpfen Schlag, als ob etwas Massives zu Boden stürzte. Nein, sie musste sich selbst helfen.
    Aber auch das Biest aus Beliars Reich schien durch den kurzen hellen Fackellschein irritiert worden zu sein und verringerte kurzzeitig den Druck auf die Kriegsherrin. Snak nutzte den Moment und riss mit all ihrer Kraft an der Axt, die immernoch in der Geweihkrone verkeilt war.
    KNAARRCKK
    Mit einem Geräusch, als ob ein Baum umknickte, brach eine komplette Hälfte des Geweihs ab. Durch die ungewollte Hebelwirkung ihrer Axt hatte Snak das stolze Geweih entzweigeteilt. Irritiert zog sich der Hirsch einige Fuß zurück, während Snak auf ihre Füße sprang. Im fahlen Dunkel der leuchtend roten Nase und eines schwachweißen Kristalls konnte Snak gerade genug erkennen, um zu sehen, dass diese Ausgeburt Beliars nun große Probleme mit ihrer Körperhaltung hatte. Dadurch, dass eine Hälfte des Geweihs fehlte, hing der Kopf zur anderen Seite grotesk herüber. Das Tier konnte kaum mehr seine Bewegungen koordinieren und schlug wild mit den Hufen umher.
    Nun sah sich Snak im Vorteil, die sich langsam näherte, die Axt vor sich kreisen lassend. Die Aggressivität des Tieres hatte aber noch überhand über der Vernunft (wenn das Tier jemals so etwas besessen hatte) und so versuchte es auch noch jetzt, anzugreifen. Der Hirsch wuchtete seinen Kopf herum, Snak duckte sich geschickt und drückte mit der Rückseite ihrer Axt das Geweih gegen eine der Steinwände. Behände warf sie ihre Axt herum, holte aus und hieb auf den bloßliegenden Hals der Kreatur, die nicht mehr in der Lage war, schnell genug das halbe Geweih hochzuhieven. Ein breiter Schwall tiefroten Blutes ergoss sich aus der Wunde und als ob dies die Quelle des Leuchtens war, erlosch nun auch die rote Nase dieses Wesens, als es röchelnd zu Boden stürzte.

    Snak wischte sich mit einer Pranke Blut von der Stirn, verpasste dem Vieh einen ungalaten Abschiedstritt und machte sich auf, den Rest der Gruppe wiederzufinden. Sogleich fiel ihr eine Fackel ins Auge, die herrenlos vor sich herumfackelte. Gütig nahm sich Snak ihrer an, doch die Vermutung, das ihr Besitzer immernoch in der Nähe sein musste, lag nahe. Um die Fackel zu halten, wechselte sie auf ihr Beil und schaltete ihren Kreislauf von „Kampf“ auf „Wachsam“ herunter.
    „Gorbag? Steckst du hier irgendwo?“, schallte es kurz darauf durch die Gänge.

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    Schwertmeister Uglúk's Avatar
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    Mar 2006
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    Uglúk is offline
    Gezwungenermaßen musste Uglúk langsamer machen. Die Höhle mochte zwar groß genug sein, damit auch der Riesenelefant hindurchkam, aber das hieß noch lange nicht, dass sie auch wirklich viel Platz hatten. Dementsprechend ging es von Zeit zu Zeit auch nur schleppend voran. Wenn man bedachte, dass das hier eigentlich eine Verfolgungsjagd sein sollte, rutschte das Ganze ziemlich ins Lächerliche ab. Noch viel deprimierender wurde es, als Uglúk vor sich Kampfeslärm hörte. Ganz offensichtlich hatte die Vorhut bereits damit begonnen, den Feinden die Schädel einzuschlagen. Und er war nicht dabei.
    So ging es natürlich nicht. Da es aussichtslos war mit dem Riesenelefanten hier vernünftig zu kämpfen, entschloss sich der Kriegsherr der Schlacht zu Fuß beizuwohnen. Kurzerhand schwang er sich vom vierbeinigen Koloss herunter, befahl ihm an Ort und Stelle zu bleiben und rannte mit einigen veglargh in Richtung des Lärms.
    Es dauerte auch nicht lange, bis der Oberst im Dunkel der Höhle Fackeln und rote Lichter ausmachen konnte. Urplötzlich sprang von der Seite her ein großes Etwas aus dem Schatten und warf den Kriegsherrn fast zu Boden. Gedrillt darauf sofort zur Stelle zu sein, nahmen sich die veqlargh dem Feind an und machten gemeinsam kurzen Prozess mit dem Angreifer. Wie sich herausstellte, war es eines von diesen komischen Viechern, die den Troll begleitet hatten. Ohne dem toten Tier weiter Beachtung zu schenken, machten sich Uglúk und seine Elitekrieger weiter zum Lichtkreis der Fackeln auf. Dort stachen und hieben die Truppen gegen noch mehr von diesen rotnäsigen Hirschen und hatten so manches Problem dabei.
    Hier war es nicht leicht den Überblick zu behalten. Die Fackeln wurden wild umhergeschwenkt und die Lichter der Hirsche taten ihr übriges zum Drunter und Drüber der Szenerie. Trotzdem sprangen die Elitekrieger rund um Uglúk sogleich in den Kampf und setzten den Angreifern zu. Uglúk selbst war natürlich daran interessiert, wo der seltsame Troll sich versteckt hielt. Er konnte nicht weit sein und sicher wartete er nur darauf aus dem Hinterhalt anzugreifen, während sich die Truppe ihre volle Aufmerksamkeit den Hirschen widmete. Darauf würde Uglúk natürlich nicht reinfallen.
    Angespannt starrte er ins Halbdunkel der Höhle und erkannte dort etwas glimmen. Da er vermutete, dass alle beisammen waren, konnte das doch nur ein Feind sein. Die beiden schweren Claymores in den Pranken, rannte der Kriegsherr auf das Glimmen zu. Offenbar war es eine Fackel. Die Gestalt, die sie anleuchtete, konnte Uglúk allerdings nicht erkennen. Ohne weiter zu zögern preschte der Orkhüne auf sie zu, hob eines der Schwerter zum Schlag und stoppte urplötzlich.
    »GORBAG! Ich hätte dich fast erschlagen!«, knurrte der Kriegsherr, als er dem Elitekrieger gegenüberstand. Viel mehr Zeit für die Standpauke blieb aber nicht, denn just in diesem Moment brach aus dem Dunkel ein weiterer Gast herein.

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    Ritter Gorbag's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Gorbag is offline
    Auf einmal schallte sein Name mehrfach durch das Dunkel der Höhle. Waren seine Brüder auf den Weg zu ihm? Egal, er musste die Sache hier schnell zu Ende bringen.
    Ein kaltes Rinnsal Schweiß rann Gorbag durch das Fell und die Schläfe hinab, als er sich ruckartig umdrehte und mit erhobener Waffe in die Finsternis hinter ihm starrte. Nichts.
    Plötzlich hörte er in seinem Rücken lautes Gepolter und schwere Schritte, die schnell auf ihn zukamen. Sofort drehte sich der Elitekrieger erneut um und war sich diesmal sicher, das feige Drecksvieh endlich zu haben, als er plötzlich den großen Ork erkannte, der kurz davor war, ihn mit seinen beiden großen Schwertern in Stücke zu hacken.
    „GORBAG! Ich hätte dich fast erschlagen!“ Uglúk war anzusehen, dass er weniger erstaunt war, seinen Waffengefährten vor sich zu haben, sondern eher enttäuscht, nicht eines der monströsen Tiere erwischt zu haben.
    „ Hier ist irgendetwas, Kriegsherr. Etwas lauert im Dunkeln!“ Flüsterte Gorbag und trat näher an den Oberst heran, damit dieser ihn im Kampflärm, der durch die Dunkelheit zu ihnen drang, verstehen konnte.
    „ Ich denke, es ist eines dieser Hirschungetüme...Eines hat Kriegsherrin Snak mit sich ge…“
    KRRAAWWUMMMM
    Bevor Gorbag zu Ende sprechen konnte schnellte plötzlich eine große Keule aus dem Dunkeln hervor und schlug knapp neben dem Ork auf dem Höhlenboden ein. Uglúk hatte den Elitekrieger gerade noch zur Seite ziehen können. Mit gehässigem Grinsen trat das hässliche Mistvieh von Troll in den kleinen Lichtkreis, den die Fackel spendete. Sein rot-weißes Fell verriet den Orks, dass ihr alter Freund wieder aufgetaucht war.
    „ Jetzt habe ich aber keine Lust mehr..“ Knurrte Gorbag und steckte seinen im Vergleich kleinen Einhänder wieder in das Wehrgehänge an seiner Seite und zog das schwere, orkische Kriegsschwert vom Rücken, das der Elite der Orks vorbehalten war.
    „ Aus deinem Fell mache ich mir eine Decke!“

  4. View Forum Posts #64
    Schwertmeister Uglúk's Avatar
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    Mar 2006
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    Uglúk is offline
    Es war immer wieder sehr erheiternd zu sehen, dass es auch Viecher gab, die noch größer als Uglúk waren. Sogar viel größer. So gab es auch weiterhin immer jemanden, der noch eine Herausforderung darstellte. Und dieser seltsame Troll mit dem blutroten Fell gehörte zweifellos dazu.
    Genau wie der Orkhüne vorhergesagt hatte, wählte das Ungetüm sich einen Zeitpunkt aus, in dem seine vermeintlichen Opfer unaufmerksam waren. Wären sie tatsächlich so unaufmerksam gewesen, hätten sie jetzt Gorbag-Sülze. Aber nicht mit Orks. Sie waren für den Kampf geboren und wussten, wann es Augen und Ohren offen zu halten galt.
    Die beiden Krieger trennten sich und flankierten den Troll von gegenüberliegenden Stellen. Hin und her gerissen welchem der beiden Orks er nun mit den Augen folgen sollte, wählte der Troll den größeren von beiden und somit Uglúk. Ohne jede Angst setzte der Koloss dem Orkhünen hinterher und schlug mit seiner riesigen Keule mehrfach tiefe Locher in den Boden. Indes wich der Kriegsherr den ankommenden Schlägen so gut es ging aus. Er wusste, dass es nicht gut enden würde, wenn er sich die volle Breitseite des Trollknüpels genehmigte.
    Gerad als der Riese wieder zum Hieb ausholte, schien hinter ihm auch Gorbag ein wenig herumzuschlagen. Denn der Troll ließ vom Oberst ab und drehte sich ein wenig schwerfällig herum. Uglúk wurde die Sicht völlig versperrt. Gorbag hätte sogar lustig tanzen können ohne dass er es mitbekommen hätte. Nichtsdestotrotz nutze der Orkhüne die sich ihm bietende Chance gnadenlos aus, machte mehrere große Sätze nach vorn und ließ die beiden Schwerter auf den breiten Rücken des Trolls einhämmern. Just in dem Moment, als der Kriegsherr noch zustechen wollte, drehte sich der Koloss aber schon wieder um. Und aus der Drehung heraus riss der massige Arm den Orkoberst mit sich und schleuderte ihn durch die Höhle als wäre er leicht wie eine Feder. Es dauerte nur wenige Augenblick, in denen Uglúk sah wie er sich unweigerlich vom Troll entfernte und nichts dagegen tun konnte. Ein lautes Donnern kündigte an, wie der Kriegsherr gegen die Wand knallte und dann auf den Boden klatschte. Der Blick war schwummerig und Uglúk schüttelte sich mehrfach den Kopf, während er auf allen Vieren am Boden lag. Ein Stück weiter hörte er den Troll brüllen und raffte sich auf. Immer noch war ihm vom Aufschlag schwindelig, kurz sah er sogar drei schemenhafte Trolle vor sich herumwirbeln. Noch einmal schüttelte sich Uglúk und spurtete dann wieder zurück zum Troll, sonst gäbe es am Ende doch noch Sülze.

  5. View Forum Posts #65
    Veteran Syrias's Avatar
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    Syrias is offline
    Syrias hauchte sich in die Hände und versuchte sich, warme Gedanken zu machen. "Das is hier aber auch verdammt kalt..." fluchte der Söldner leise, während er mit einigen anderen auf die Rückkehr der Orks wartete, die sich in das Höhlensystem gestürzt hatten. Der Waffenschmied hatte mit einigen anderen Orks so Position eingenommen, dass sie sowohl den Höhleneingang, als auch das Drumherum im Auge hatten. So konnte nichts in die Höhle, was nicht rein sollte und sie wurden auch nicht überrascht.
    Die Kälte hier draußen biss einem ins Gesicht und der Wind versuchte, einem das Fleisch von den Knochen zu schälen, wenn man es zu lies. Syrias fragte sich, wie es sein konnte, dass jemand freiwillig hier lebte. Selbst den Orks musste es in Nordmar doch zu kalt sein, sonst wären sie doch sicherlich nicht nach Myrtana gekommen.
    Ein lautes brüllen schallte aus der Höhle heraus, riss sie alle aus ihren Gedanken. Sowohl die Orks als auch Syrias waren sofort hellwach und rissen ihre Waffen hoch, bereit alles, was nicht Ork war, zu Brei zu verarbeiten, wenn es aus der Höhle kam. "Das nicht gut. Ganz und gar nicht gut..."

  6. View Forum Posts #66
    Ritter Gorbag's Avatar
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    Jun 2007
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    Grobaghausen
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Gorbag is offline
    „ Das kriegst du wieder…“ Presste Gorbag zwischen zusammen gebissenen Zähnen hervor und stieß anschließend ein wütendes Knurren aus. Während Uglúk kurzzeitig den Boden unter den Füßen verlor und zur Seite geschlagen wurde, stieß Gorbag einen Kriegsschrei aus und preschte auf den unachtsamen Troll zu, der dem zu Boden gegangenem Oberst nachsah. Mit einem kräftigen Hieb schlug der Elitekrieger auf den linken Arm des Trolls ein, der von beachtlicher Größe war und schaffte es gerade mal, der dicken Haut einen roten Schlitz zu verpassen, aus dem ein wenig Blut zu Boden tropfte. Dieser im Vergleich kleine Schnitt schien dem dicken Ungeheuer jedoch gar nicht zu gefallen und mit einer Drehung und viel Schwung ließ er seine Keule auf Gorbag zurasen. Im letzten Moment schaffte dieser es noch, sich zu ducken und spürte, wie die schwere Waffe über seinem Schädel hinwegsauste. Ein Luftzug streichelte das Fell des Orks, ehe sein rechter Arm plötzlich nach hinten gerissen und ihm das Kriegsschwert schmerzhaft aus der Hand geprellt wurde. Seine Waffe war nicht weit genug eingezogen gewesen und war von der Keule erwischt worden!
    Scheppernd hörte Gorbag das Schwert irgendwo im Dunkeln der Höhle auf dem harten Felsen auftreffen. Ohne nachzudenken machte der Elitekrieger rasch einen großen Satz nach hinten, um der außer Reichweite der langen Trollarme zu kommen. In diesem Augenblick stürmte der Kriegsherr jedoch auch schon wieder heran und zog die Aufmerksamkeit des weiß-roten Ungetüms auf sich.
    Nun sah Gorbag die Zeit gekommen, seine neue Waffe zum ersten Mal an einem Gegner auszuprobieren. Grinsend und in Erwartung einer bösen Überraschung für den Troll ergriff der Elitekrieger den Griff der Armbrust, der über seine linke Schulter hinausragte und nahm die Waffe in die Pranken. Wie ging das nun noch mal? Oft schon hatte Gorbag die Armbrustschützen der Orks bei ihrer Arbeit beobachtet, doch wie genau schafften sie es, in so rascher Folge ihre Bolzen nachzulegen…Gorbag dachte nach. Wie war das noch mal?
    Erneute Einschläge der großen Keule auf den Höhlenboden ließen den Elitekrieger aus seinen Gedanken aufschrecken. Mit einem orkischen Fluch warf er die Armbrust zu Boden und zog sein Krush Varok. Wenn er sein anderes Schwert hätte, hätte er wenigstens mit beiden Waffen auf den Troll einschlagen können…
    Mit einem erneuten Kriegsschrei stürzte sich Gorbag in den Kampf, griff sein Schwert mit beiden Pranken und schlug dem Troll seine Waffe mit voller Wucht in den linken Arm. Mit Genugtuung spürte er, wie der Stahl sich in das Fleisch bohrte und die Klinge stecken blieb…

  7. View Forum Posts #67
    Schwertmeister Uglúk's Avatar
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    Mar 2006
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    Uglúk is offline
    Laut knurrend drosch der Kriegsherr auf seinen riesenhaften Kontrahenten ein. Ohne jeden Zweifel war Uglúk stärker als die meistens Orks, aber bei diesem dicken Fell schien selbst das noch nicht auszureichen. Trotzdem gab der Orkoberst nicht auf und schlug mit den beiden Klingen auf den Troll ein. Er sah noch, wie Gorbag sein Schwert verlor, dann schob sich der massige Körper des Trolls in sein Blickfeld. Die Keule donnerte herunter, ließ Eis und Fels splittern und auf den Kriegsherrn herabprasseln. Dieser nutzte die Chance und hieb mit beiden Claymores auf das Prankengelenk des Ungetüms ein. Er musste es durch sein dickes Fell gespürt haben, denn der Troll brüllte auf und zog den Arm fort. Gefasst auf einen neuen, mächtigen Angriff machte Uglúk einen Satz nach hinten. Wieder konnte er Gorbag erkennen. Er fuchtelte an irgendwas herum und schmiss es dann zu Boden.
    Ein Knall zerriss die Luft und Felssplitter flogen umher. Im Verlangen seine eigene Stärke mit der des Ungetüms zu messen, schlug Uglúk seine beiden Schwerter auf die große Pranke des Trolls und presste sie mit aller Kraft auf den Höhlenboden. Die Muskeln des Orkhünen spannten sich dem Bersten nah und Uglúk biss knurrend die Zähne zusammen, während der Troll seinerseits versuchte die Pranke freizubekommen. Geistesgegenwärtig preschte Gorbag heran und hieb wie ein Wilder auf das Prankengelenk des Trolls ein. Den machte das allerdings nur noch wütender und Uglúk spürte, wie seine Klingen wegglitten. Seine Kraft war der des Ungetüms nicht gewachsen, obwohl er sein bestes tat. Zu ihrem Glück schaffte es Gorbag das dicke Fell zu durchdringen und dem Troll nach vielen Schlägen auf dieselbe Stelle eine tiefe Wunde am Prankengelenk zuzufügen.
    Beide Orks wurden zu Boden geworfen, als der Riese seinen verletzten Arm wieder hob. Die große Keule blieb dabei auf dem Boden zurück. Sie durften jetzt keine Zeit verlieren. Tollkühn schob sich Uglúk zwischen Keule und Troll, damit dieser bloß nicht wieder seine Waffe in die Pranken bekam. Der Koloss brüllte dem Kriegsherrn entgegen und Uglúk erwiderte das Brüllen, ehe seine Schwerter gegen den Troll schlugen. Aber es schien trotz des verletzten Arms aussichtslos. Zwar taten die beiden Orkkrieger ihr bestes, aber der Troll ließ sie nicht mehr nah genug herankommen, um ihm weitere Wunden beizubringen.
    Ungezügelt schlug das Ungetüm mit der unverletzten Pranke vor sich her und verschaffte sich viel Platz. Dann drang Getrappel aus dem Dunkel und Lichtpunkte näherten sich dem Geschehen. Das Schlimmste, was Gorbag und Uglúk jetzt noch geschehen konnte, wäre, wenn die Hirschviecher sie angriffen. Gemeinsam mit dem Troll wären sie ihnen zahlenmäßig weit überlegen und selbst Uglúk machte sich wenig Hoffnungen für diesen Fall.
    Es preschten schwarze Gestalten aus den Schatten und schlugen sich an die Seite der beiden Orks. Es waren die pechschwarzen Rüstungen der veqlargh und in ihren Pranken hielten die Elitekrieger Fackeln bereit. Der Erste bemerkte knapp, dass die Hirsche besiegt waren. So ging es also gemeinsam gegen den blutroten Troll. Es war nun ein leichtes den Koloss zu umringen. Für ihn gab es jetzt keinen Ausweg mehr. Offensichtlich war sich das Ungetüm dessen bewusst und verfiel geradezu in Raserei. Wild schlug es mit seiner Pranke um sich und mehr als einer der veqlargh flog oder schlidderte durch die Höhle. Stück für Stück schloss sich der Kreis enger um den Riesen, bis von allen Seiten die Kriegsschwerter der Orks auf den Troll einprasselten und dem Ungetüm ein Ende setzten.
    Triumphierend brüllten die veqlargh und Uglúk und ließen es in der ganzen Höhle widerhallen. Den Jägern unter den veqlargh war der tote Troll ein Geschenk und sie bedienten sich nach Herzenslust, nahmen Hauer, Fell und Krallen und alles was sich ihnen bot.
    Indes gab Uglúk weitere Befehle, denn zu lang hatte sie dieser Kampf bereits aufgehalten. Um weitermarschieren zu können, mussten sie aber erstmal wieder alle beisammen sein. Und so startete die Sucherei und fand so manchen Ork allein durch die Höhle laufend. Sehr zu Uglúks Überraschung war auch Snak gra-Bura darunter. Bei all der Hast, die sie bei dem Marsch an den Tag gelegt hatten, musste sie dem Kriegsherrn ganz entgangen sein. Aber Uglúk wusste, dass er in ihr eine starke Mitstreiterin an seiner Seite hatte.
    Während sie weiter nach Kriegern suchten, fanden die Orks noch etwas interessantes. Ein fahles Licht am Ende des großen Hauptgangs drang ins Dunkel der Höhle. Es rührte aber nicht von Fackeln oder leuchtenden Nasen her, sondern waren die letzten Reste Tageslicht.
    »Fünfter!«, rief Uglúk als sie am Riesenelefanten angekommen waren. Ein veqlargh trat vor und salutierte. »Geh zum Eingang zurück und hol die anderen. Wir werden den Weg durch die Höhle nehmen.«
    Knapp nickte der Elitekrieger und machte sich davon. Bald schon waren alle wieder beisammen, Wunden wenn nötig versorgt und alles bereit zum Abmarsch. Zwar wurde das Tageslicht immer schwächer, geleitete die Truppe aber sicher aus der Höhle heraus. Sie fanden sich auf einer weitläufigen Ebene wieder, da und dort bewachsen von hohen Tannenbäumen. Während sich der Tross weiterbewegte, hielt Uglúk Ausschau nach dem Weg. Er meinte in der Ferne eine Bergspitze wiederzuerkennen, die er auch von der anderen Seite schon gesehen hatte. Offenbar befanden sie sich immer noch auf dem richtigen Weg oder zumindest liefen sie in die richtige Richtung. Gerad als der Kriegsherr den Blick über die Wälder schweifen ließ, hörte er ein langgezogenes Trompeten, das ihn aufmerken ließ.
    »HALT!«, brüllte er, um die Truppe zum Stehen zu bringen. Und dann sah er sie. Mächtige Gestalten, die sich im Nebel bewegten. Sie waren der Grund für das Trompeten.

  8. View Forum Posts #68
    Waldläufer Norwin's Avatar
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    Norwin is offline
    Solch ein Ochse. Wie konnte man nur so verbaut sein in seinem Denkapparat wie Faren? Das Problem waren ganz offensichtlich die Sklaven gewesen, die Argumentation des Hünen war total schwachsinnig und Faren war ihr aller Tod. Es war eiskalt, es war windig, es schneite oft und sie alle froren wie ein Baby im Eiswasser. Und warum? Wegen den Sklaven. Sie hielten alle nur auf. Sie waren unterernährt, viel weniger bekleidet als sie selbst und daher langsamer. Sie hatten eine Menge Lasten zu tragen, was sie noch langsamer machte. Und der dämliche Anführer? Der ließ natürlich das Tempo runter schrauben, wenn die Sklaven nicht hinterher kamen. Sie würden ihn nicht interessieren, hatte er gesagt. Warum passten sie sich dann deren Tempo an und nich umgekehrt? Je langsamer sie alle wurden, desto größer wurde der Abstand zu den Urkmas und desto länger waren sie im Eis unterwegs. Und das bedeutete, dass sie noch geschwächter wurden, was sie noch langsamer machen würde, was sie noch mehr schwächen würde. Und wenn jemand zu schwach wird, stirbt er. Dazu musste man nicht viel drauf haben, um so weit kombinieren zu können. Das war das einfache Gesetz Beliars, das jeder kannte. Und Leute mit ein wenig Grips konnten sogar diesen Teufelskreis erkennen. Und da Norwin der einzige war, der es angesprochen hatte, war für ihn zusätzlich noch klar, dass er der cleverste aus diesem Trupp war. Doch es brachte ihm nichts mit seiner Intelligenz zu prahlen, wenn der Geist stark, das Fleisch aber schwach war. Sich jetzt mit dem Leiter der Söldner anzulegen war tödlich. Nicht nur, weil er schwach war, das waren sie mit Sicherheit alle hier, sondern auch, weil er nicht wusste, wie gut Faren war.

    Seine Zehen konnte er schon gar nicht mehr spüren, dennoch trieb ihn die Gier immer weiter durch die Dunkelheit der Nacht voran. Es war jämmerlich kalt. Kein Wunder, dass kaum ein Getier hier leben konnte und wollte. Man konnte schon fast meinen, dass der Komet mit Absicht hier irgendwo eingeschlagen war, damit sein Geheimnis unberührt bleiben konnte und niemand all das Gold finden würde. Allein bei dem Gedanken wäre dem Bogenschützen schon fast der Speichel über die Lippen, doch bei diesen Temperaturen würde ihm das wohl festfrieren, genau wie das Eis an seinen Augenbrauen.

  9. View Forum Posts #69
    Ritter Tat'ank'Ka's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Tat'ank'Ka is offline
    Das Lager der Urkmas stand endlich komplett und die Truppe stand angetreten, um Brosh' Anweisungen zu vernehmen.
    Nach vielen Stunden des eiligen durchmarschierens, konnten die Krieger endlich wieder etwas ruhen. Der gesamte Marsch war wahrlich keine Kaffeefahrt samt Sightseeing gewesen. Nein, Brosh trieb seinen Clan mit stählerner Faust immer weiter gen Urkma. Sie alle wollten ihr Ziel erreichen und das Tempo, das sie durch dieses Meer aus Schnee und grünen Nadelbäumen einschlugen, war gleich des fegenden Nordwindes. Gut, bei dieser Vorstellung übertrieb Tat'ank'Ka ein wenig, aber ein Ork mochte es nun einmal episch. Schnell waren sie aber allemal, für eine marschierende, gefechtsbereite Orktruppe.
    Brosh' Ansprache handelte dann vom weiteren Weg und dem Ziel, welches nicht mehr fern war. Desweiteren wurden Späher losgeschickt um den weiteren Weg zu erkunden. Die steile Klippe über dem Lager würde ihren weg wohl drastisch abkürzen, doch wie hoch? Hinaufklettern und einen nach dem anderen hochziehen? Eine Möglichkeit, aber gefährlich. Als Ork samt Rüstung wog man nunmal nicht so viel wie ein Morra. Deswegen sollten Schleichpfade erschlossen werden, um eine Abkürzung zu finden. Ansonsten blieb der längere Weg um die Ebene die sich auf der Klippe erstreckte und wo sich allen Anschein der Krater befinden sollte. Der Marsch offenbarte immer wieder Brocken in der Schneelandschaft, um die es keinen Schnee mehr gab. Konnte es dann anders sein?

    Tat'ank'Ka bekam das aufgetragen, was er am Besten konnte. Mit einem Dutzend Urkmas ging es auf die Jagd für den Clan. Man hatte zwar noch Vorräte, aber frisches Fleisch mundete einen Ork doch viele Male mehr. Der Trupp bewegte sich in Richtung Westen, wo es bergab in ein noch tiefer gelegenes Tal zwischen so manchen Bergen ging. Dort war immer mit Beute zu rechnen. Als sie über dem Tal standen, ergab sich ein herrliches Bild einer wilden Schneelandschaft die leicht im dämmernden Nebel lag, wie man sie nur hier antraf. Wind wehte Tat'ank'Ka ins Gesicht und die wilde Mähne. Gerade wollten sie los, als sie aus dem Tal heraus von ganz fern ein Tröten vernahmen.

    "Was ist das?", fragte Muzuk der den Trupp mehr oder minder führte, jedoch das Jagdgedöhns, wie er so formulierte, Tat'ank'Ka überließ und auf seinen Rat hörte.
    "Ich kenne so ein Tröten nur aus Faring, wenn es Nachts Hunger bekommt.", meinte Tat'ank'Ka.
    "Wieso sollte ein Kriegsmammut sich hierher verirren? Es ist uns doch nicht gefolgt?", schlussfolgerte der Elitekrieger.
    "Muss es auch nicht. Schau dir das Gebiet an. Wäre ich so ein zottliger Riese, dann würde ich mich hier wie ein Ork im Schlammbad fühlen.", meinte der Jäger. Muzuk verstand endlich und nickte.
    "Gun'Ka! - Lauf zum Feldlager zurück und berichte einem Offizier oder gleich Brosh, dass wir vielleicht ein wenig länger brauchen. Im Tal sind wilde Mammuts. Wir werden unseren Weg mit Schlagkanten in Bäume markieren, dann findet ihr uns leichter. - Das könnte den Kriegsherrn interessieren.", versprach sich Muzuk und rieb sich grinsend den kurzen Bart. Ob er sich ausmalte wie Brosh diesen mit Orkinnen bewarf? Tat'ank'Ka würde es dem Elitekrieger zutrauen.
    "Und wenn Brosh die Viecher nicht interessieren? Sondern mehr Urkma?", hakte der Jäger nach.
    "Dann geht das auf meine Kappe und auf dem Weg hin, können wir Beute machen - die Aufgabe erledigen wir trotzdem.", meinte der Elitekrieger. Tat'ank'Ka nickte brummend und setzte den ersten Schritt den Hang hinab. Wie weit das Tröten war, konnte man nicht abschätzen, aber schnell waren die Viecher ja auch nicht und tiefe Spuren würden sie allemal hinterlassen.

  10. View Forum Posts #70
    Knight Commander Brosh dar Urkma's Avatar
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    Feb 2003
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    Orklande, Rang: Kriegsfürst
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Brosh dar Urkma is offline
    "Rok'tar, Kriegsherr!" es war mal wieder Gurk, der den Kriegsherrn und Ur'Gosh im Kommandozelt aufsuchte. "Was? Der nächste Jungspund der sich mit Neffarr anlegt?" fragte Brosh direkt, de Gruss ganz vergessend und zum Schöpfer betend, dass es diesmal bessere Nachrichten waren.
    Bisher fehlte der tote Krieger zwar noch nicht, aber das konnte sich jeden Moment ändern.
    Ruk'kar würde sie bestimmt nicht einfach ihr Ziel erreichen ohne sie zu prüfen. Und nein, das was ihnen bisher aufgelauert hatte war nichts im Gegensatz davon, was er vom Begründer der Urkmas erwartete.
    "Nein keine Grund zur Aufregung Brosh, Gun'ka, der die Jäger begleitet hatte ist zurückgekehrt, alleine und hat mehr oder weniger interessantes zu berichten." meinte Gurk ruhig um den Kriegsherrn nicht allzu sehr zu reizen.
    "Soso, was hat er denn zu berichten, das mich interessieren könnte?" fragte Brosh, diesmal eher interessiert als böses vorahnend.
    "Wilde Mammuts, Muzuk soll sie entdeckt haben und dachte das könnte dich interessieren." meint Gurk, im Moment wohl nicht sicher ob er neidisch auf Muzuk oder froh nicht in seiner Haut zu stecken, sein sollte. Der Elitekrieger Broshs war sich sehrwohl bewusst, dass sein Kriegsherr unter anderen Umständen sofort darauf angesprungen wäre. Wenn er nämlich sein eigenes Mammut hatte, hätte der Shak-Kriegsherr Uglùk nichts mehr, was Brosh nicht hatte, ausser vieleicht ein bisschen mehr Grösse, aber was nutzt Grösse, wenn es auf Muskelmasse, Kampfgeschick und Taktik ankam? Und sosehr Brosh Uglùk auch respektierte, trotz seinem Clan, so würde er wohl keine Möglichkeit auslassen, diesem zu zeigen, dass er der bessere war.
    So antwortete der Kriegsherr auch nicht sofort. Ja er stockte sogar einen Moment. Was sollte er tun? Das wäre die Möglichkeit ein richtiges Mammut zu bekommen, eines aus dem Norden, kein nacktes hässliches Südmammut, nein eines mit dunklem zottigen Fell. Aber sie durften sich nicht aufhalten lassen. Wenn ihnen dieses verfluchte Söldnerpack gefolgt war, dann gab es bestimmt auch noch andere, allenfalls Orks, die auf der Spur Urkmas waren.
    "Hmm, auf jeden Fall geben Mammuts viel Fleisch. Ich werde mich selbst drum kümmern. Ur'Gosh übernimmt solange das Lager. Wenn die Morras eintreffen, sollen sie einen Ring um unser Lager bilden. Sobald wir zurück sind, geht es weiter. Ich will, dass alle möglichen Wege protokolliert werden, damit wir den besten nehmen können." gab Brosh dann von sich. Er wollte nachsehen ob Muzuk auch gut genug geschaut hatte und ein Mammut darunter war, das Brosh gefiel. Dann konnten sie im Rückweg immer noch dort vorbei und es zum mitkommen bewegen. Falls keines dabei war, konnten sie fette Beute machen und im Lager vor dem Krater einen kleinen Vorrat anlegen, den sie im Rückweg gebrauchen konnten. Schliesslich wusste Brosh nicht was für und wieviele Kreaturen noch lebten im Krater. Er rechnete ja eigentlich mit nichts lebendigem, aber vieleicht hatte Ruk'kar ja etwas mitgebracht.
    "Gurk, schnapp dir den grossteil der Elitetruppe, Ur'Gosh du suchst dir diejenigen die du sicher brauchst und bewachst bis zum Eintreffen der Morras das Lager mit ihnen, dann sollen die Söldner übernehmen, wofür sie bezahlt werden!" befehal der Kriegsherr dann und begann schliesslich seine Sachen zu packen, die er für die Jagd brauchte. Er würde dann auch gleich seine Jagdfertigkeiten verbessern können. Ausserdem war ihm langsam aber sicher vom ganzen Marschieren langweilig geworden. Es war an der Zeit für etwas leichte Action.

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    Schwertmeister Uglúk's Avatar
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    Uglúk is offline
    Es war dem Kriegsherr ein Nachtlager wert gewesen. Nicht jeden Tag bekam man solche Viecher zu sehen. Obwohl er selbst ja eigentlich auf einem saß, aber das war etwas anderes. Der Riesenelefant war ein ziemlicher Einzelgänger, zumindest hatte Uglúk ihn noch niemals mit anderen seiner Art zusammen gesehen. Was vermutlich auch damit zusammenhing, dass die anderen seiner Art durch den Ozean von ihm getrennt waren. Umso interessanter war es jetzt zu sehen, wie andere Verwandte sich hier gemeinsam tummelten. Zugegeben, sie waren nicht ganz so riesig, für Uglúks Geschmack und Größe jedenfalls. Trotzdem blieben es schon ziemliche Brecher. Ein imposantes Schauspiel, wie sie durch die weiße Schneelandschaft stapften. Würde man alle einfangen und dressieren, so wie es Uglúk getan hatten, wären die Morras im Handumdrehen besiegt. Aber der Kriegsherr wusste niemanden hier, der stark genug wäre, um sich auch nur das kleineste Mammut Untertan zu machen. Auch wenn er große Stücke auf manche Krieger aus seiner Truppe hielt. Nichtsdestotrotz bedurfte es schon einen außergewöhnlichen Krieger, um so ein Tier zu führen. So wie er selbst eben einer war. Ja, Uglúk fand sich toll.
    Aus dem Grunde verleitete ihn seine Neugierde auch, sich die ganze Sache näher anzusehen. Vielleicht auch um dem Riesenelefanten einen Gefallen zu tun und er einige ferne Verwandte zu sehen bekam. So gab der Orkoberst Order, das Lager zu befestigen, während er allein einen Ausflug zur Herde machte. Nun, nicht ganz allein. Er nahm selbstverständlich Platz auf dem hohen Rücken des Riesenelefanten. Ein wenig Verdruss bereitete dem Kriegsherrn dabei aber der Nebel, der aus dem nahen Waldstück herüberwehte. Ganz geheuer war ihm dieser Ort nicht.
    Den vierbeinigen Koloss schien das nicht weiter zu stören. Ganz im Gegenteil, sah es fast so aus, als würde er nur darauf warten, endlich zu seinen Artgenossen zu kommen. Uglúk fand es seltsam. Schließlich hatten sie die Tiere nur aus der Ferne beobachtet, ohne näheren Kontakt zu suchen. Vielleicht konnte der Riesenelefant aber mit seinen Verwandten reden, ohne dass es der Kriegsherr mitbekam. Es stand außer Frage, dass der große Rüssel und die riesigen Ohren zu sowas bestimmt gut zu gebrauchen wären. Und in Ermanglung von Mitelefanten wusste Uglúk auch nicht, wie sie normalerweise miteinander redeten, falls man das hier überhaupt so nennen konnte.
    Bald schon tauchten die beiden in den Nebel ein und suchten nach der Herde. Zuerst ging Uglúk davon aus, dass sich das als schwierig herausstellen würde. Als sie ein Stück weit durch den Schnee gestapft waren, ging es aber völlig unvermittelt los. Lautes Brüllen und Quietschen drang aus dem Nebel unüberhörbar an die spitzen Ohren des Orkhünen. Noch deutlicher konnte man nicht darauf aufmerksam gemacht werden wo es lang ging. Und kaum hatte das Geräuschkonzert angefangen, fiel der Riesenelefant mit ein und brummte ebenfalls los. Uglúk wusste das Zeichen zu deuten und steuerte den Vierbeiner weiter, als kurze Zeit später die massigen Körper der Mammuts aus dem Nebel kamen.
    Für einen Moment hielten sie inne. Die Rüssel hoben sich und schnüffelten in der kalten Luft herum. Vorsichtig setzten sich die Vierbeiner in Bewegung und näherten sich einander. Zwar blieben einige auf Abstand zum Neuankömmling, aber andere schlackerten mit den großen Ohren, so wie es auch der Riesenelefant tat. Rüssel fanden zueinander und betasteten sich neugierig. Der Kriegsherr blieb davon nicht verschont und wurde als Teil des Riesenelefanten mitbeschnuppert. Ganz so fremd schienen sich die Tiere nicht zu sein. Jedenfalls hatten die hier weniger Probleme mit behaarten oder nichtbehaarten Viechern als so manch andere Rassen.
    Von lautem Brummen und weiterem Quietschen begleitet wanderte der Riesenelefant durch die Herde und rüsselte hier und da einen Artgenossen zur Begrüßung. Es sah immer wieder gespenstisch aus, wenn einer der Kolosse aus dem Nebel kam und der riesige Schädel mit den langen Stoßzähnen für einen Augenblick wie ein ausgemergelter Totenkopf vom Nebel weiß verschleiert wurde.

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    Ritter Gorbag's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Gorbag is offline
    Nachdem der Trupp endlich das dunkle Tunnelsystem verlassen und an die eisig kalte, aber immerhin frische Luft gelangt war, hatte der Kriegsherr sofort das Lager aufschlagen lassen. Die Zelte der Knochenjäger des Shak-Clans, der Veqlarg-Leibwache Uglúks und der wenigen mitgezogenen Morras standen dicht aneinander an einer Hand voll Lagerfeuer, die die Kälte vertreiben sollten, die auch hier auf der Ebene auf der anderen Seite des steilen Gebirgszuges herrschte. Zwischen eingeschneiten Tannen und Eis verkrusteten Felsen hatte der Trupp zum ersten Mal für längere Zeit die Möglichkeit, sich auszuruhen und vielleicht würde während der Rast auch endlich dieser verdammte Nebel verschwinden, der Gorbag bereits gehörig auf die Nerven ging.
    Die Hellebarde in beiden Pranken haltend arbeitete er sich durch den tiefen Schnee vor, der die ganze Ebene in Beschlag hielt. Ein Kriegselefant, wie Uglúk einen hatte, störte sich wahrscheinlich nicht besonders an dem an manchen Stellen Knie hohen Schnee, doch für einen Ork stellte er schon ein Problem dar und Morras würden sicherlich gar nicht erst vorankommen. Und das dunstige Leichentuch, das sich Nebel oder einfach nur dicke Suppe nannte, das während dem gesamten Marsch durch Nordmar bereits das größte Ärgernis für Gorbag gewesen war, gab noch seinen Beitrag hinzu!
    Der Elitekrieger hatte nicht eingesehen, warum er sich mit den anderen im Lager die Beine in den Bauch stehen und warten sollte, während der Kriegsherr alleine auf Erkundungstour ging und seinen Spaß hatte. Kurzer Hand hatte sich Gorbag ein paar Krieger und Späher geschnappt und war aufgebrochen, um die Gegend ein wenig auszukundschaften und den abhanden gekommenen Oberst vielleicht wieder zu finden. Es wäre ein großes Unglück für den Shak-Clan, wenn ihnen während der Suche nach dem fliegenden Feuerstein ein Kriegsherr verloren gehen würde. Nug Na Shak wäre nicht erfreut!

    Mit dem Schaft seiner Hellebarde durchstieß Gorbag einen größeren Schneehaufen direkt vor sich, ehe er ihn mit der breiten Klinge einfach zerschlug und seinen Weg fortsetzte. Zwar war der Ork in Nordmar aufgewachsen, doch folgte er den Horden Kans nun schon lange genug im Süden, um eine immer größere Abneigung gegen das weiße, nasse und kalte Zeug zu entwickeln. Seine Vergangenheit schien immer mehr in den Schatten zu treten, während seine Zukunft immer deutlicher wurde. Seit sein Heimatclan vernichtet worden war, war Gorbag zu einem Elitekrieger aufgestiegen und hatte so die höchsten Ehren erreicht, die ein einfacher Krieger anstreben konnte. Er war zufrieden mit dem weiteren Verlaufs seines Lebens und würde nun nicht mehr trauernd zurückblicken müssen.
    Mit einem Hieb des Krush Tarachs zerteilte der Schmied für kurze Zeit den Nebel vor sich, zog eine Schliere in den Dunst, ehe er sich wieder zusammen zog. Sich nicht zu verlaufen, war eine Meisterleistung! Wie schafften es wohl die Tiere dieser Gegend, bei solchen Bedingungen zu Recht zu kommen? Das eine Hirschviech des Trolls hatte mit seiner roten Leuchtnase sicherlich weniger Schwierigkeiten gehabt, ehe ihm von Snak gra-Bura das Fell gegerbt worden war. Gorbag spürte einen Stich, als er an den Troll und sein Gefolge dachte. Dieses verdammte Mistvieh! Bei dem Schlag, der die dicke Haut des Biests durchdrungen hatte, war das Krush Varok, das Schwert das ihn schon durch so manches Scharmützel geführt hatte, zerbrochen! Ein Grund mehr, sich über den Tod dieser Missgeburt der Natur zu freuen. Welcher Troll hatte schon ein rot-weißes Fell? Wenn Gorbag wieder zurück in Faring wäre, würde er seinen Nachbarn Tat`ank`Ka mal nach einem neuen Schwert fragen.
    „ Elitekrieger! Es ist etwas in der Nähe!“ Hörte Gorbag plötzlich das Zischen eines der Ork-Späher, die seine Gruppe begleiteten. Sofort befahl der Schmied dem Rest mit einer Geste, stehen zu bleiben und ruhig zu sein.
    „ Was hast du gesehen?“ Flüsterte Gorbag und überprüfte kurz, ob Armbrust und Kriegsschwert noch gut auf seinem Rücken saßen.
    „ Ich weiß es nicht. Da war ein Schemen direkt vor meiner Nase, als ich ein Stück weiter regungslos im Schnee hockte und auf verdächtige Zeichen gelauscht habe. Es waren mehr als einer und sie sind ebenfalls durch den Schnee gestapft.“ Berichtete der Späher, der zu den erfahrensten Jägern zählte, die Gorbag hatte mitnehmen können. Für einen Moment herrschte absolute Stille, während der Elitekrieger nachdachte und schließlich zu einem Entschluss kam. Er konnte mögliche Feinde nicht einfach so durch die Gegend stapfen lassen, wo sich der Kriegsherr ohne Begleitung aufhielt und wo ihr Nachtlager stand.
    Rasch teilte Gorbag seine Gruppe in kleinere Abteilungen zu je zwei Orks auf, die die Gegend nach Feinden absuchen sollte, um sich bei Kontakt sofort zum Lager zurückzuziehen. Nachdem der Elitekrieger seine Leute aufgeteilt hatte, stellte er fest, dass nur er ohne Partner geblieben war. Typisch.
    „ Los, bewegt euch und verhaltet euch ruhig. Je weniger sie von uns merken, desto besser und passt auf die Mammuts auf!“

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    Geißel Farings  Faren's Avatar
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    So langsam war die Geduld des Hünen am Ende, hatte er nicht schon Varius klar gemacht das er sich die Frage nach dem Sold sonst wohin stecken kann. Genervt drehte er sich zu dem Ork um, sah ihm mit ausdruckslosem Gesichtsausdruck an und packte ihn dann ohne Vorwarnung am Hals. Dabei verwendete er einen Würgegriff, den ihm Calintz bei seiner Einführung in den Orden der Hashashin beigebracht hatte. Dabei setzte man die Finger so an, das es einem die menschliche und orkische Anatomie leicht machte dem Opfer die Luft abzuschneiden.

    »Dein mangelndes Vertrauen beunruhigt mich.«

    Der Ork keuchte auf, und wirkte für einen Moment recht verwirrt. Rok Shar kam jedoch schnell wieder zu sich, und packte den Hünen ebenfalls am Hals. Sein Griff war allerdings ungenau, weshalb er dem ehemaligen Feuermagier nicht wirklich die Luft abschnitt. Kurzerhand verstärkte Faren den Druck seines Griffes, worauf der Ork in unkontrolliertes Röcheln ausbrach.

    »Lass mich los Rok, wir wissen beide das ich den längeren Atem habe als du.«

    Nach kurzem Zögern und erneuten verstärken des Drucks auf seine Atemwege lies der Ork Faren endlich los, worauf auch der Hüne ihn schließlich los liess.

    »So, und jetzt hör mir genau zu denn ich sage das nur einmal. Euren Sold könnt ihr euch sonst wohin stecken, bis wir wieder in Faring sind. Dann bekommt jeder von euch seinen Lohn und vielleicht auch eine Prämien falls wir beim Meteoriten irgendwelche Beute machen können.
    Und was deinen Schosshund Varius angeht, du kannst ihm ausrichten das von mir nur Sold bekommt wer auch für mich arbeitet. Ich habe nicht umsonst die entsprechenden Stellen in Faring bestochen, damit die den Sold meiner Männer an mich weiterleiten. Solange sie zu mir kommen müssen um ihren Sold zu bekommen, werden sie nicht daran denken mich zu hintergehen. Hast du das Prinzip verstanden?«

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    Ritter Tat'ank'Ka's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Tat'ank'Ka is offline
    Sie waren nur noch halb so groß. Fünf schickte Muzuk zurück. Zwei Ripper hatten sie erlegt und diese wurden an prankendicken Baumstämmen gen Lager nun getragen. Der Rest, worunter auch Tat'ank'Ka war, sollte die Mammuts suchen. Im dichten Nebel selbst für die hochgewachsenen Orks schwer. Riechen konnte man wenig und sehen noch weniger. Einzig hören tat man etwas und das Letzte was sie vernommen hatten, war ein Schatten der sich entfernte. Was es war, wusste keiner, aber sie waren seither gefechtsbereit.

    In Keilformation formierten sich die sechs Urkmas und schritten durch den Nebel. Die Sinne hellwach um alles wahrzunehmen so gut es ging. Nicht lange und die linke Flanke zischte leise, um ein Zeichen zu geben. Die Blicke gingen über auf zwei dunklere Konturen im Nebel, die sie wohl auch sahen. Einen Augenblick später, erhaschte Tat'ank'Ka von seiner Flanke aus, ebenso zwei solcher Konturen. Nicht vor ihnen, sondern seitlich. Sein Zeichen kam und sein Blick ging über auf Muzuk. Der schaute sich um und entschied.
    "Alle mir folgen! Gazak und Palas Nachhut bilden!" - "Kesh tar! Urkmas!" sofort darauf stürmte das halbe Dutzend durch den Schnee los. Vier vorne, zwei hinter ihnen versetzt. Egal was da im Nebel war, Muzuk hatte hoffentlich lange genug überlegt.

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    Ritter Gorbag's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Gorbag is offline
    „ Elitekrieger!“ Hörte Gorbag erneut ein Zischen, als sich plötzlich zwei Gestallten aus dem Nebel lösten und sich schließlich als zwei Orks seiner Gruppe zu erkennen gaben. Brummend ließ Gorbag seine Hellebarde wieder sinken und wartete darauf, dass seine Brüder sich ihm weiter genähert hatten. Wie hatten sie ihn entdecken können, ohne dass er bemerkt hatte, dass sie in der Nähe waren? Immer noch hatte der Schmied die Geheimnisse der Jäger nicht lüften können, die diese hartnäckig und eifersüchtig hüteten.
    „ Wir haben sie gefunden. Vier von uns haben sie aufgespürt und folgen ihnen in einigem Abstand. Sie rennen nun und sind leicht zu verfolgen, aber verdammt schnell! Das sind keine einfachen Morras.“ Berichtete der Späher und sofort kribbelte es Gorbag wieder in den Fingern.
    „ Lauft vor! Wir müssen hinterher. Die Kerle haben uns entdeckt.“ Knurrte der Elitekrieger und sofort darauf preschten seine beiden Gefährten in die Richtung los, in die die andere Gruppe aufgebrochen war. Darauf, leise zu sein, mussten sie nun nicht mehr achten. Sie waren Orks und ein baldiger Kampf lag in der Luft! Irgendwer hielt sich im Nebel versteckt ebenfalls in der Ebene auf und nach dem Bericht des Kundschafters waren es keine wilden Tiere oder neuerliche Ungetüme. Sicherlich hatte sich ein Trupp Nordmorras in diese Gegend verirrt…oder aber…Gorbag lief es einen Moment lang eiskalt den Rücken hinab. Was, wenn die Orktöter herausgefunden hatten, dass die Orks durch diese Ebene zogen? Was, wenn sie ebenfalls nach dem Feuerstein suchten? Wut stieg im Elitekrieger auf. Der Stein gehörte ihnen! Niemand sonst würde sich das Göttermetall aneignen. Es war ein Schatz für das Orkvolk!
    Immer weiter stürmte Gorbag mit seinen beiden Brüdern durch Schnee und Nebel und bald schon schlossen die anderen vier Orks, die zur Gruppe gehörten, ihnen wieder an. Die Feinde mussten nun ganz nah sein.
    „ Wir dürfen keinen Morra entkommen lassen!“ Brummte Gorbag und glaubte, vor sich bereits ein paar Schemen im Dunst erkennen zu können.

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    Krieger Rok Shar's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Rok Shar is offline
    »Michse haben Prinzip verstanden, Chefchen. Bitte nich nocht mal würgen.«, scherzte Rok, fasste sich selber an den Hals und tat so, als würde er erwürgt werden. »Aber nicht noch mal machen, Chefchen.«, begann der Ork und wirkte ernst. »Michse dich respektieren und michse Chefchen niemals angreifen, aber, wenn Chefchen michse behandeln wie dreckige Söldner, dann michse werden böse.«, erklärte Rok Shar und Faren blickte kurz in die Augen des Orks, ehe er sich wortlos umdrehte. Er hatte verstanden, da war der Tätowierte sich sicher.
    Stolz, wenn auch nicht mehr ganz so stolz, wie vor Kurzem, stapfte Rok Shar durch den Schnee zu seinem Zög- und Schützling Varius. Die ganze Zeit über hatte er das Geschehen beobachtet und blickte nun mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen zum Jäger herüber. »Ach, so kriegt man also seinen Sol, verstehe.«, scherzte er und lachte stumm in sich hinein. Laut zu lachen würde ihm nicht gut bekommen, das wusste er wohl mittlerweile. Einen Ork lachte man weder an noch aus, wenn man noch mehr als dreißig Sekunden leben wollte.
    »Ja, so beommt man seinen Sold. Jetzt bist du dran, Mor...Varius.«, scherzte Rok Shar und deutete einen Würgegriff bei dem Verbrannten an. Beide lachten sie herzhaft.

    »Hey, ihr da...«, unterbrach ein Sklave die beiden Lachenden und stellte sich keck zwischen sie. »Der ehm... der Schwarzhaarige Riese da hinten hat gesagt, ihr beide sollt euch ein paar Leute schnappen und was jagen gehen...«, kurz wartete er und blickte abwechselnd dem Verbrannten und dem Schamanenlehrling in die Augen. »Ehm... sofort, fügte er hinzu und grinste die beiden an. Nur ein einziger Zahn hing in seinem hässlichen Gebiss noch. Und selbst der wackelte schon verdächtig.
    Die beiden nicht grinsenden schauten sich kurz zu und nickten dann. Den letzten Zahn würden sie ihm auch ziehen.

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    Ritter Calintz's Avatar
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    Calintz is offline
    Was war schon Leben? Was war schon Sterben? Ein Teil des Lebenszyklus, zweifelsohne, doch konnte man wahrlich sagen wer die Entscheidungen über Leben und Tod fällte? Manch einer sagte, dass die Götter über das Schicksal ihrer Lebewesen. Andere wiederum behaupteten, dass nur Beliar die Macht hatte ein Lebewesen in sein Reich zu rufen. Er führte Buch über jedes einzelne Leben und war die Zeit für ein Lebewesen gekommen, so schrieb er das letzte Wort...und besiegelte ihr Schicksal. Auch Calintz war ein treuer Diener Beliars, doch wusste er es besser als auf solche Vermutungen zu vertrauen, denn wenn er eines auf seinen Reisen gelernt hatte, so wusste er dass jedes Wesen sein eigenes Schicksal in der Hand hatte. Nicht die Götter bestimmten über den vorzeitigen Tod...das taten die Entscheidungen jedes Einzelnen. Entscheidungen, die manchmal weitreichende Folgen hatten. Manchmal bedeuteten sie den Tod eines Einzelnen, doch manchmal konnten auch gesamte Nationen daran zugrunde gehen. Calintz hielt das Schicksal fest in seinen blutbesudelten Händen. Ja, an seinen Händen klebte Blut...eine Menge Blut. Das Blut Unschuldiger, das Blut der Rechtschaffenen, der Unwissenden und der Wissenden. Blut seiner Kameraden, seiner Diener, Helfer und Begleiter. Ob Orkblut oder Menschenblut...durch die Hände des Diebes war beides geflossen. Doch das machte sie nicht gleich. Vor seiner Klinge war jedes einzelne Wesen anders. Viele hatten in der Vergangenheit Furcht gezeigt, kurz bevor die Klinge des Attentäters dessen Lebensfaden durchtrennt hatte, doch manche unter ihnen waren stark geblieben. Kein Schrei, keine Furcht. Starke Krieger, die sich ein Leben in den Hallen ihrer Gottheit verdient hatten. Doch auch törichte Narren waren durch die Hand des Schwarzauges gestorben. Narren, die bis zum letzten Atemzug geglaubt hatten ihn zum Guten bewegen zu können. Sie hatten ihm von der Erlösung erzählt...an seine Ehre und sein Mitgefühl appelliert, doch die Ehre, welche der Hashashin seine Eigen nannte, konnte kaum jemand verstehen. Er hatte sich seine eigenen Grenzen geschaffen und innerhalb dieser Grenzen...nur innerhalb dieser Grenzen...existierte ein Gefühl, dass sich mit dieser so genannten Ehre vergleichen ließ. Und Mitgefühl? Calintz hatte vor langer Zeit vergessen was diesen Wort überhaupt bedeutete. Er kannte Rache, Hass, Gier, Neid,....Furcht, doch war es ihm fremd zu Lieben. Empfindungen für andere Lebewesen hatte er kaum und wenn, dann beinhalteten sie höchstens Hass. Trotzdem gab es einige wenige, die das Privileg ihr Eigen nennen durften, den Weißhaarigen als Waffenbruder zu gewinnen...als "Freund". Manch einem dieser...Vertrauten würde Cal ohne weiteres sein Leben anvertrauen, doch die meisten würde er wohl, wenn es zu seinem Vorteil wäre, verraten. Dies war sein Leben...sein Schicksal.

    Eine Weile verfolgte der Dieb noch seine düsteren Gedanken über sein Leben, bis er sich wieder dem Hier und Jetzt zuwandte. Es war immer noch eisig kalt und der Mantel des Hashashin war von unzähligen kleinen Eiskristallen bedeckt. Glücklicherweise war das Kleidungsstück noch nicht von der Kälte durchdrungen und auch seine Handschuhe und Stiefel trotzten dem eisigen Klima noch immer. Ansonsten hätte sich das Schwarzauge wohl schon von einigen Fingern und Zehen verabschieden können....und das wollte Calintz nun wirklich nicht. Trotz alledem war dem Kopfgeldjäger eiskalt. Die Lagerfeuer waren schon entzündet worden, doch um die meisten von ihnen saßen die Grünhäute dicht an dicht. Keine besonders vorteilhafte Situation für einen Menschensohn. Zwar respektierten einige wenige unter ihnen seine Kampfkraft, welche er inzwischen schon beweisen hatte dürfen, doch wagte es kein Ork sich die Blöße zu geben und mit dem Weißhaar zu sprechen, geschweige denn ihm einen Platz anzubieten. Also musste sich der Beliargläubige wohl oder übel mit ein bisschen Bewegung aufwärmen.

    Es war ruhig geworden in dem großen Kriegslager. Anscheinend war ein Großteil der Truppen verschwunden. Wahrscheinlich gab es wieder irgendwo irgendetwas zu töten. Egal...in solche Aktionen wurde der junge Attentäter sowieso nicht involviert. Allerdings fragte sich der Weißhaarige allmählich warum ihn Brosh überhaupt hierher gebracht hatte. War es tatsächlich nur aus dem Grund, dass er als einziger Morra die Ankunft ihres "Gottes" miterleben sollte? Oder steckte hier mehr dahinter? Außerdem waren inzwischen einige Söldner ebenfalls in Nordmar angekommen und hatten sich zu den Orks gesellt. Also war der Dieb bestimmt nicht mehr der einzige Menschensohn, der sich die Absturzstelle des Meteoriten ansehen durfte. Rein theoretisch hatte Calintz nun seinen Wert verloren. Also...warum war er immer noch hier und nicht bei seinen Söldnerkollegen? Nicht, dass es ihm etwas ausmachte nicht bei dieser geldgierigen, biersaufenden Bande sitzen zu müssen, doch irgendwie beunruhigte ihn das Verhalten seines Meisters. Fast so, als hätte der hünenhafte Krieger seine ganz speziellen Pläne mit ihm...

    Als Cal so über dieses Thema sinnierte, bemerkte er nicht einmal, dass er sich plötzlich unter einer Gruppe von Sklaven befand, die sich im Schnee dicht aneinander gedängt hatte, um nicht zu erfrieren. Erst als einer der ausgemergelten Männer ihn berührte und er dem Kerl, rein aus Reflex, seinen Dolch in den Arm rammte, wurde ihm klar, dass er in das Lager der Söldner gegangen war. Leicht verwundert besah er nun den Sklaven, der sich schreiend vor ihm in der weißen Pracht wälzte. Erst als er seinen Dolch besah, welcher durch das Blut eine rubinrote Färbung erhalten hatte, wurde ihm klar was geschehen war. Achtlos verpasste er dem Verwundeten noch einen kräftigen Tritt und kümmerte sich dann nicht weiter um die heranstürzenden Söldner und die aufgebrachten Sklaven. Stattdessen schob er sich durch die Orksöldner, welche sich hier versammelt hatten und hielt Ausschau nach einem großen, schwarzhaarigen Typen. Schließlich waren all diese Männer nur aus einem Grund hier: sie erhofften sich von diesem Himmelsgeschoss Profit. Und wo es um Profit ging, war Faren nie weit davon entfernt...

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    Ritter Tat'ank'Ka's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Tat'ank'Ka is offline
    "Krothak!", rief Gazak hinter ihnen. sofort hielten die Urkmas, die den Schatten folgten. Jene sahen sich nämlich im Nebelmeer überrumpelt von den anstürmenden Orks und liefen davon - oder lockten sie in einen Hinterhalt, wie sich nun rausstellte.
    "Hinter uns, Muzuk!", rief Gazak und zeigte auf eine kleine Schar sich nähernder Schatten.
    "Fubak! Gazak, Palas! Lauft einen Bogen und stürmt von der Seite an. Los! Tat'ank'Ka, Urgas mir hinterher! Zomk du auch, aber pass auf die zwei hinter uns auf, wenn sie zurück kommen! Angriff!", knurrte Muzuk und preschte mit gezückter Waffe vor.
    Tat'ank'Ka hatte seine Brok Tat gezückt, heißer Atem quoll aus den Nasenlöchern und Mund, die Mähne war feucht vom Nebel und die Schritte schwer im dichten Schnee. Doch der Kampf stand an. Die Konturen wurden deutlicher. Gazak und Palas eilten so schnell sie konnten wirklich einmal im Bogen um die sich Nähernden. Diese stoppten, als sie Muzuks Manöver mit den Flankenangreifern scheinbar rochen oder hörten und formierten sich neu, wie eine Herde Büffel um ihre Jungtiere.
    Nur noch wenige Schritte, die Schemen wurden immer klarer. Waren es Oger? Nein, auch keine Morras. Bergschrate? Zu dünn!
    "Raaaaaaaaaa!", brüllte die Urkmas und bekamen selbiges zu hören, ehe alle Anstürmenden stoppten, als sie ein "Krothak Jabarth!" von den Verteidigern hörten. Doch zu spät war es um abzubremsen.
    "Runter die Waffen!", brüllte Tat'ank'Ka, ehe er mit dem erstbesten zusammenstieß und an anderen Stellen Waffen nur einmal sich kreuzten und dann ruhten. andere bekamen es noch hin abzubremsen, doch Tat'ank'Ka hatte irgendwem umgerannt oder wurde durch den Aufprall umgestoßen. Wobei nicht irgendwem. Einen Ork. Als er die Augen öffnete und sich den Schnee aus dem Gesicht wischte, sah er erst nur verschwommen, roch aber schon.
    "Fubak! Orak du riechst wie Gorbag und stehst auch so hart wie eine Wand da, bist du ein Vetter aus Nordmar?", grummelte er und rieb sich die Stirn.

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    Geißel Farings  Faren's Avatar
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    Faren is offline
    »Was ist den jetzt wieder los, hab ich euch Idioten nicht gesagt das ihr euch ausruhen sollt?«

    Genervt näherte Faren sich der Meute aus Sklaven und Söldnern, und hielt Ausschau nach dem Unruhestifter der meinte er müsse einfach so zum Spass einen Sklaven verletzen. Vielleicht sollte er die Rationen kürzen lassen, um diesen dämlichen Idioten mal etwas Vernunft bei zu bringen. Zu seinem Erstaunen tauchte vor ihm ein Weisser Haarschopf auf, dessen Besitzer ihm nur zu gut bekannt war.

    »Calintz, du altes Schlitzohr was machst du denn hier. Kann ich nicht einmal etwas unternehmen, ohne das du auftauchst und meine Männer oder meinen Besitz beschädigst? Naja, wenn du schon hier bist können wir auch gleich zusammen einen heben. So wie es aussieht werden die Urkmas für eine ganze Weile beschäftigt sein, da können wir uns solange die Füße am Feuer wärmen. Und Gorin, lass die Rationen kürzen.«

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    Ritter Gorbag's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Gorbag is offline
    „ Und du hast einen Dickschädel wie Tat, Nebelork. Dies hier ist nicht Khorinis.“ Brummte Gorbag, als er sich nach seiner Hellebarde bückte, die ihm beim Aufprall des anderen Orks aus den Pranken geglitten war. Ein Ork, der seine Waffe verlor. Eine Schande!
    Erneut warf der Elitekrieger einen Blick auf die Orks, auf die er und sein Trupp im Nebel gestoßen waren und gegen die sie beinahe gekämpft hatten.
    „ Hey, Tat! Endlich hab ich dich gefunden!“ Rief Gorbag mit freudiger Stimme auf Orkisch und klopfte seinem Freund auf die Schulter. Nach einem kurzen Blick zu den Begleitern des Jägers stellte er fest, dass es sich bei diesen ebenfalls um Krieger des Urkmaclans handelte. Sie hatten Brosh und seine Leute eingeholt!
    „ Uglúk und Snak müssen erfahren, dass wir auf euch gestoßen sind. Ist dein Kriegsherr in der Nähe?“ Fragte Gorbag und klopfte seinem Waffenbruder, mit dem er schon in einigen Scharmützeln gekämpft hatte, den Schnee von der Rüstung, die er ihm gefertigt hatte. Ganz deutlich fiel die Anspannung von den umstehenden Orks und die Mitglieder der beiden verschiedenen Clans gingen aufeinander zu, lachten über den Vorfall und prahlten damit, dass sie den Anderen beinahe zerfleischt hätten.
    Kurz berichtete Gorbag Tat`ank`Ka von den Zwischenfällen, die der Trupp Uglúks bereits überstanden hatte und erzählte vor allen von den Zwischenfällen mit den Trollen, die sich wohl besonders gern in diesem kargen Gebiet breit machten. Anschließend wandte sich Gorbag den sechs Orks zu, die er hierher geführt hatte.
    „ Geht zurück zum Lager und berichtet Oberst Uglúk und Kriegsherrin Snak gra-Bura, dass der Trupp Brosh dar Urkmas ebenfalls in der Ebene lagert. Ich werde mit den Urkmas zu ihrem Lager gehen.“ Befahl der Elitekrieger und fügte noch hinzu, dass seine Leute auf die Gefahren der Ebene achten und auf die frei laufenden Mammuts aufpassen sollten.
    „ Diese Gegend ist gefährlich. Wir sollten uns zusammen tun, bevor noch weitere Bestien auftauchen und noch mehr Orks verletzen. Bisher hatten wir Glück.“ Sprach Gorbag ernst zu Tat`ank`Ka.

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