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Results 1 to 7 of 7
  1. #1
    Altair
    Gast
     

    Exclamation Das Weihnachtsspecial [WS]

    >>> Das Weihnachts Special <<<
    [WS]

    Es wird kalt, die Tage werden kürzer. Regen wird zu Schnee und oft heult ein bitterkalter Wind wie in Nordmar. Ganz Recht! Bald ist Weihnachten. Um euch die Zeit bis dahin versüßen zu können, haben wir uns etwas Besonders ausgedacht: das Weihnachtsspecial.

    Hier findet ihre eine Sammlung an Bildern, Soundkompositionnen und Kurzgeschichten, die euer herz doch hoffentlich schon etwas höher schlagen lassen.

    Wichtig dazu! Die Regeln:
    Bitte niemand hier reinschreiben, Lob und Kritik und andersweitige Diskussion über das releaste Material gehört hier rein:
    -> Diskussion zum Weihnachtsspecial

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    Das Esmeralda Modteam wünscht euch eine frohe Zeit und viel Freude beim Stöbern
    Last edited by Gadarol; 29.11.2009 at 11:05.

  2. #2
    Altair
    Gast
     

    "Erwachen im Sturm"

    Heute als erstes Special eine Kurzgeschichte zum Prolog
    Der Prolog
    "Erwachen im Sturm"

    ...Es regnet. Der Wind heult. Der Regen weicht den Waldboden auf, kleine Rinnsale fließen zwischen dem durchweichten Laub, eine kleine Maus huscht durch das Unwetter zu einem bemoosten Stamm eines entwurzelten Baumes. Ins Trockene und sichere Versteck. Die Pflanzen hängen tief unter der Last der abperlenden Tropfen. Ein Blitz erhellt das Szenario für einige Sekunden, graue Bäume, die im Sturm peitschenden Zweige und ein regloser Körper am Boden. Zwischen Steinen und Farnen und Gräsern am Boden liegt ein Mann. Ein Tropfen Wasser fällt auf seine Stirn, perlt ab, läuft über die Wange nach unten, sucht sich einen Weg Richtung Boden. Ein Jammern des Windes, der sich in den Kronen der Bäume fängt.

    Dann ein weiterer Blitz, der den Körper erhellt. Verkratzte Arme, eine tiefe Wunde, am Oberarm. Das Gesicht, markant, von
    Kratzern und Wunden entstellt. Dunkle, kurze Haare. Blutige Lippen, die Augen sind geschlossen.
    Im Halbdunkel bewegt sich der Körper ein winziges Stück,… ein Scavenger hätte dieses Stück wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen sondern aus Dummheit einfach ignoriert… doch sieht man, wie der Mann sich leicht dreht, oder dies zumindest versucht. Vor Schmerz stöhnt er kurz auf. Dann herrscht wieder Stille und das Dunkel umfängt den Gepeinigten erneut.


    Mehrere Stunden später…. Die Strahlen der Sonne bahnen sich ihren Weg über die Baumspitzen. Alles scheint aufzuatmen nach dieser Nacht. Immer noch ist alles feucht, schwere Äste liegen über den Boden verteilt, kleinere Pfützen und haben sich gebildet.

    Ein Käfer klettert an die Spitze eines Grashalms und breitet die Flügel aus um wegzufliegen …..“Kratsch“ - Ein schwerer Stiefeltritt von oben beendet das Ganze.
    Es sind vier Söldner. Der eine an der Spitze scheint der Anführer zu sein. Er sagt etwas, und der Letzte schließt ein Stück auf. Die Männer sehen entspannt aus. Der eine sagt etwas, die anderen lachen. Auf einmal hält der Vorderste inne. Seine Hand hebt sich, langsam, fast ehrfürchtig, weißt zwischen den Bäumen hindurch, auf etwas am Boden. Der Zweite Mann läuft bedächtig los, der Rest der Männer folgt, die Hand am Schwertknauf.

    Die Vier stehen im Halbkreis um das etwas am Boden. Es ist ein menschlicher Körper, übersäht mit Wunden. Wieder reden die Männer miteinander, in diesem Moment geht ein schwaches Beben durch den Mann am Boden. Seine Augen öffnen sich ein winziges Stück, er kann die blutverkrusteten Lieder kaum heben. Durch den schmalen Spalt sieht er verschwommene Gestalten, Eine beugt sich zu ihm hinunter. Verworrene Gedanken rasen durch seinen Kopf, Furcht, Wut, Verzweiflung….

    „Er ist schwer verwundet, lebt aber noch“. „Meine Güte, was das war!“, „Was sollen wir mit ihm machen?“. Die Söldner beraten, der Anführer steht ein Stück weit abseits davon und sieht zum Boden in das Gesicht des Verwundeten. „Wir bringen ihn zum Weg, da findet ihn schon jemand“, „Ob er was Interessantes dabei hat“, gierig beugt sich der eine hinunter.

    „Finger weg!“, eine harsche befehlsgewohnte Stimme. Der Erste hat aufgeblickt und sieht mit strenger Miene zu dem Angesprochenen. „Wir nehmen ihn mit nach Aridonia! Er wird sich an das harte Leben auf dem Hof gewöhnen müssen.“ „Hebt ihn an, aber mit Vorsicht!“.

    Starke Hände schließen sich um Arme und Schultern und heben den regungslosen Körper an. Der scheint sich derweil seinem Schicksal fügen zu wollen, die Stimmen scheinen zu verschwimmen, es wird dunkel, und wieder fällt er in eine Welt des Dunkels, die kein Tageslicht kennt, fällt weiter und weiter, in die nächste Bewusstlosigkeit. In tiefe Bewusstlosigkeit. Eines steht fest, nach dem Erwachen wird alles anders sein, nichts wird so wie vorher sein.


    by Centurion
    Last edited by Altair; 27.11.2008 at 19:19.

  3. #3
    Altair
    Gast
     

    "Zum Tanzenden Oger"

    Heute gibt es Screenshots
    Caduon - Kap Valon
    "Zum Tanzenden Oger"

    [Bild: Taverne%20I_thumb.jpg]

    >> Der Innenraum mit gefüllten Tischen


    [Bild: Taverne%20II_thumb.jpg]

    >> Die Theke


    [Bild: Taverne%20III_thumb.jpg]

    >> Ansicht auf einen gedeckten Tisch, Lecker!


    [Bild: Taverne%20IV_thumb.jpg]

    >> Eine Wasserpfeife gefällig?

    Zu sehen sind vier Ansichten aus dem "Tanzenden Oger", einer Taverne in Kap Valon.

    Hier trifft ein durch und durch gemischtes Völkchen aufeinander: Die Bunte Kundschaft besteht aus Seeleuten, Soldaten aus der Hauptstadt, Minenarbeitern aus den Stollen unter dem Dorf, Flüchtlingen und allerhand anderen Genossen.

    In der Gaststätte wird erzählt, diskutiert, gegessen, getrunken ( öfters auch zu viel ) und es wäre sicher auch nicht das erste Mal, das es eine Schlägerei unter raubeinigen Minenarbeitern und Seeleuten gegeben hätte. Die Hauptgespächsthemen sind momentan die neue Lieferung "Caduonisches Edelbräu", das frisch aus der Hauptstadt angekommen ist, die Geschichten des Kapitäns, der Gestern Abend mit seinem Handelssegler von den Nachbarinseln angekommen ist, und zuletzt natürlich wie immer das Gerücht um eine Banditenbande, die sich in der Küstenregion herumtreiben soll.

    Dann gibt es auch wieder Tage, an denen es friedlicher zu geht. Dann holt Einer seine Laute heraus, und das Publikum genießt das Naturschauspiel, wenn sich der rote Feuerball ins Meer einzutauchen scheint und sich der Barde an seinem Instrument beweißt.

    Die Screenshots sollen einen ersten Eindruck von der Atmosphäre in Caduons Außenregion schaffen. Kap Valon ist der Verbindungspunkt zwischen der Hauptstadt, die auf einer eigenen Insel liegt und dem Festland, wo auch Aridonia liegt. Hier kommen Schiffe an, gehen Schiffe weg, hier wird nach kostbarem Erze gegraben und eine rege Handelsbeziehung, sowohl Übersee, als auch mit dem Umland bestehen.


    Ich hoffe, wir konnten einen Guten Eindruck vermitteln und euch eine kleine Adventsüberraschung bieten. Wie immer würden wir uns über ein Feedback im passenden Diskussionsthread freuen.
    -> Diskussionsthread zum WS

    Viel Spaß beim Anschauen und einen angenehmen Ersten Advent wünscht euch das Esmeralda Modteam.


    Screenshots and Spacering by Centurion, Thanks to Vatras
    Last edited by Vatras90; 30.11.2008 at 20:50.

  4. View Forum Posts #4
    Krieger Call It Karma's Avatar
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    Caduon-Prolog-Medley

    Heute gibt es nichts zusehen, sondern etwas zum hören.
    Um euch auch zum 2. Advent etwas bieten zu können haben wir ein Medley zu unserem Soundtrack zusammengestellt.


    Alle Stücke wurden von unserem unvergleichlichen Vonti komponiert und dann passabel zusammengeschnitten. Ich hoffe ihr findet Gefallen daran. Feedback von euch gibt es wie immer hier, hoffentlich:
    -> Diskussionsthread zum WS

    Bis zum nächsten Advent ...

    Das Esmeralda Modteam
    Last edited by Call It Karma; 07.12.2008 at 14:40.

  5. #5
    Altair
    Gast
     

    "Talrons erste Jagd"

    Heute eine weitere Geschichte aus dem schönen Königreich

    Caduon
    "Talrons erste Jagd


    Talrons erste Jagd

    Schritt für Schritt setzte der Junge auf dem steinigen Weg vor sich, die Gräser strichen um seine Beine. Er atmete tief aus. Was für eine Freiheit. Als er sich umdrehte sah er die Landschaft in warmes Licht getaucht. Über dem Dorf in den Klippen und dem grenzelosen Ozean sank der blutrote Feuerball in die Fluten. Der Himmel hatte sich rot-orange gefärbt. Irgendwo dort am Horizont musste Cendor, die große Hauptstadt Caduons liegen.

    Als er so zurück sah musste er an seinen Vater denken: „Aber pass auf dich auf, du bist doch mein Einziger.“ Die Muter hatte ihn unterstützt und letztendlich seinen Vater überredet. Marrok konnte oft stur sein, vor allem wenn es darum ging, mit anderen Händlern über die Warenpreise zu streiten. Doch die Mutter hatte ihm die sorge genommen: „Marrok, du bist wie ein altes Mütterlein, lass ihn doch gehen, sein Onkel ist dabei, zwei andere Jäger und außerdem kommt er in wenigen Tagen wieder zurück.“ So hatte Marrok am Ende doch Ruhe gegeben und Talron ziehen lassen.
    Der Junge war am Mittag aufgebrochen, sein Vater hatte ihm einen schönen langen Dolch geschenkt, den er für ihn beim letzten besuch in der Hauptstadt gekauft hatte. Er hatte seine Lederkluft angezogen und den Jagdbogen seines Onkels aus der Truhe geholt und in über die Schulter gespannt und an seinem Rücken befestigt.

    Jetzt streichelte er gedankenverloren über das fein gemaserte Holz und das mit rotem Faden umwickelte Griffstück. Der Bogen lag ideal in seiner Hand. Bald würde er seinen Onkel Vanor und dessen Jagdkameraden sehen.

    Er lief an dem grasigen Hang entlang. Fast wäre er auf eine der kleinen Pflanzen am Boden getreten, vorsichtig beugte er sich nach unten und schnitte die rundblättrigen Pflanzen kurz über der Wurzel ab. Scavengerblatt, lecker! Eines der gängigsten Gewürze in diesen Landen. Die Jäger würden sich freuen. Während das Licht immer spärlicher wurde sah er in den letzten Strahlen ein rundliches Tier über den Weg hoppeln. Vermutlich ein Molerat, vorsichtig zog er den Bogen heraus, griff a seinen Rücken, fühlte den Schaft eines der Pfeils und hob ihn nach vorne. Langsam schlich er auf den Fußballen weiter, das Molerat kauerte am Wegrand und strich verspielt mit seiner Schnauze um einen Grashalm. Der Bogen spannte sich. Ein leises verräterisches Geräusch entfuhr dem Holz. Talron hielt die Luft an, doch das Molerat war viel zu sehr beschäftigt, als das es ihn bemerkt hätte.

    Ein Surren, der Pfeil zischte davon. Das Geschoss schlug dicht über dem Nacken des unglücklichen Opfers ein. Die vier kleinen Beine knickten ein und ein Röcheln entfuhr dem Tier, dann war es still. Mit wenigen Sätzen war der junge Jäger bei seiner Beute. Während er das Tier auf die Schulter hob durchströmte heißer Stolz seine Brust. Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, die Jäger würden Augen machen.

    Etwa eine halbe Stunde später kam der Junge im Lager an. Eine überdachte Holzbehausung, nach vorne hin offen und etwas abseits davon ein Jägerstand. Einige Strohmatten lagen aus, die Landschaft war weithin zu sehen. Wiesen, einige Büsche, und weit im Osten Kap Valon. Der große Wasserfall war noch im Dämmerlicht zu sehen, sein Wasser reflektierte jeden einzelnen Strahl. Das funkeln war wundervoll. Um das Lager herum wuchsen einige niedrige Büsche. An hölzernen Gerüsten waren Lederstücke zum Trocknen aufgehängt.
    Er war so beschäftigt, dass er gar nicht merkte, wie sein Onkel neben ihn trat.
    „Ich hoffe du hattest unterwegs keine Schwierigkeiten?“, Vanor schielte mit freundlicher Miene auf das Molerat auf den Schultern des Jungen. „Oh Vanor, ich freue mich sehr dich zu sehen und nein, keineswegs.“ „Das lief mir über den Weg, also dachte ich, ich besorge das Abendessen. Grüße von Mutter und Vater“.

    Später an diesem Abend saßen sie zu viert mit den beiden anderen Jägern um das Feuer herum. Loran spielte wunderbar Laute während Rian herrliche Geschichten aus seiner Vergangenheit erzählte. Zwischen ihnen knisterte das Feuer. Darüber das Molerat, von dem ein herrlicher Duft nach Scavengerblatt und gegrilltem Fleisch ausging. Dazu tranken sie Met aus dem Fass, das Vanor anlässlich des Besuchs angestochen hatte. Der Abend hätte nie aufhören müssen, wenn es nach Talron gegangen wäre. Nachdem Lorans Laute verstimmt und auch Rian den letzten Satz gesprochen hatte kehrte Stille ein.

    Nach einer Weile regte sich Vanor: „Nun Talron, du wirst für die nächsten Tage bei uns bleiben, du weißt des es jetzt Sommerzeit ist, die Zeit, zu der normalerweise die Scavengerwanderung beginnt.“ Talron sog die Luft tief ein, Scavengerwanderung das bedeutete morgens früh aufstehen und den ganzen Tag auf der Suche nach Vögeln, Eiern und ihren weiche Federn durch die Wiesen streifen. „ Als ich heute Nachmittag auf dem Turm war“, er deutete, mit einer Geste in Richtung Jägerstand, „konnte ich in der Ferne die ersten Vögel erkennen. Wir werden morgen sehr früh aufstehen und wohl den ganzen Tag auf den Beinen bleiben, daher solltest du jetzt wohl am besten schlafen. Wir hauen und jetzt auch auf Ohr.“ Nicken von Rian und Loran.

    Dann wurde es langsam still im Lager, jeder kuschelte sich in seine Decken und bald schliefen alle. Die Stille der Nacht umschlang die Landschaft. Unten im Tal konnte man ein leises „Gruhen“ hören. Die Scavenger waren angekommen. Jetzt ruhten sie in ihren Kuhlen im Gras. Die Muttervögel auf ihren Eiern, die Jungvögel bei sich. Hier würden sie ihre Eier wie auch das Jahr davor legen. Genauso wie das Jahr davor, und das davor, und dieses genauso wie all die Jahre davor, über unzählige Scavengergenerationen zurück. Hier versammelte sich die Kolonie jedes Jahr.
    Aus allen Teilen des Landes kamen die behäbigen Laufvögel zusammen.

    Ein Schütteln. Talron grunzte unwillig und drehte sich auf die andere Seite, die Decke über das Kinn gezogen. „Willst du jetzt etwa nicht mitkommen?“ fragte sein Onkel mit verschwörerischer Miene. Sofort war der Junge hellwach. Als er sich umsah konnte er Rian am Lagerfeuer sehen, der bereits heißes Wasser augesetzt hatte. Nur sein kantiges Gesicht wurde von den Flammen erhellt, der Rest war noch von den Schatten der Dunkelheit überzogen. Neben sich hörte er Loran herzhaft gähnen, er wischte sich gerade den Schlag aus den Augen und tapperte hinüber zu seinem Bruder am Lagerfeuer. Nachdem sich Talron gestreckt hatte setzte er sich mit seinem Onkel hinüber ans Lagerfeuer. Während das Land noch in Dunkelheit getaucht war kaute er auf einer Brotkrumme herum. Dann standen sie auf. Das Feuer wurde gelöscht und sein Onkel ging hinüber zum Unterstand. Als er zurückkam brachte er ihre Bögen und Dolche mit sich. Talron bekam einen Köcher mit guten Pfeilen.

    Während sie sich ihre Bögen um die Schulter hängten und die Dolche befestigten setzte sich Vanor in Bewegung. Talron folgte ihm. Auch die Geschwister folgten.



    Auf dem Weg ins Tal instruierte Vanor seinen Neffen. „Du pirschst dich geduckt an, aber sei vorsichtig, schau immer auf deine Beute und auf den Boden, wo du hin trittst. Leg den Pfeil auf, bevor du dich anschleichst, jede unnötige Bewegung kann die Tiere in Panik versetzten.“ „Außerdem wollen wir heute neben ein paar Scavengern auch noch Eier sammeln, dazu müssen wir ihre Gelege möglichst ungesehen erreichen, die Muttertiere werden sonst aggressiv!“ Talron nickte Beeindruckt von dem Wissen seines Onkels. „Und einer der Händler aus deinem Dorf braucht auch wieder Federn von den Vögeln für seine Decken und die Kundschaft in Cendor. Ein Sack voll sollte genügen“.

    Eine Stunde später erreichten sie die Ebene. Gestreckt war die Kolonie der etwas menschengroßen Laufvögel. Mit viel Zwischenraum hatten sie sich in der Graslandschaft versammelt. Ihr Geschrei und „Gurren“ war in der ganzen Ebene zu hören, es schien von den Bergen zurückgeworfen zu werden. Inzwischen hatte die Sonne ihren weg in den Himmel angetreten. Ihre Strahlen brachen über die Spitzen der Berge. Es musste ungefähr 6.30 sein. Eine Feder hing an einem Grashalm, ein Windstoß und sie flatterte los, wiegte sich sanft im Wind und wurde weiter getragen. Als sie an Talrons Gesicht vorbei fing er sie geschickt mit der hand auf und steckte sie in seinen Lederbeutel – als Erinnerung an diesen Tag.

    Dann teilten sie sich in zwei Gruppen auf: Rian und Loran würden losziehen, und Vanor gemeinsam mit Talron jagen. Um die Mittagszeit würden sie sich hier wieder treffen. Dann schlugen die Brüder einen weiten Bogen nach Osten ein, während sich Onkel und Neffe Richtung Süden bewegten, auf den Wasserfall zu.

    Nach kurzer Zeit sahen sie in dem hohen Gras das erste Gelege, es war unbewacht und für sie daher keine große Schwierigkeit, die mehr als handgroßen Eier in ihren Beutel zu tun. Als sie sich auf eine kleine Kolonie der Tiere zu bewegten, machte sein Onkel ihm ein Zeichen sich zu ducken. Jetzt strichen ihm die Grashalme und Gräserblüten über das Gesicht und kitzelten ihn an der Nase. Ein weiteres Zeichen seines Onkels und die Beiden zogen ihre Bögen und legten fast zeitgleich einen Pfeil auf.

    Es waren drei Scavenger, die auf der Fläche weideten. Ganz genau konnte man sehen, wie sie ihre Köpfe nach hinten hoben um die Halme zu schlucken.

    Wenige Augenblicke später schlugen zwei eiserne spitzen in die Hälse zweier Vögel, die fast lautlos zusammen brachen. Bevor der dritte Vogel die Flucht antreten konnte, oder sich an den Jägern rächen konnte hatte Talron einen weiteren Pfeil gespannt und in die Brust des verdatterten Vogels geschickt.

    Später an diesem Tag erreichten die Zwei den ausgemachten Treffpunkt, an dem die anderen bereits warteten. Sie besahen ihre Beute. Insgesamt hatten sie sieben Scavenger erlegt, mehrere Dutzend Eier gesammelt, und mindestens ein Sack Federn hatte ebenfalls einen Weg in den Beutebestand der Jäger geschafft.
    Nachdem Vanor ein Feuer entfacht hatte wurde ein Scavenger gegrillt und Talron bemerkte, wie köstlich Scavengerspiegeleier schmecken konnten. Dazu gab es eiskaltes Quellwasser.

    Jetzt stand die Sonne genau senkrecht über ihnen. Ein strahlend heller Ball. Als er sich zurücklegte, satt und zufrieden schloss er für einen Moment die Augen. Es war herrlich, so glücklich war er schon lange nicht mehr gewesen. Hoffentlich würde es nie enden. Ein Halm kitzelte ihn und er musste niesen. Neben sich hörte er das zufriedene Grunzen der anderen, die ebenfalls dösten.
    Als er seine Augen einen Spalt öffnete war er geblendet. Die Grashalme um ihn herum nahmen ihm zwar die Fernsicht, doch gleichzeitig war es sehr behaglich. Immer wieder kam eine salzige Brise von der Küste, die durch das Gras wehte und sein Gesicht streichelte. Er holte wieder seine Feder heraus und hielt sie sich unter die Nase. Sie war warm von seiner Körpertemperatur, roch nach nichts und war wunderbar weich. Als er sie zwischen seine Auge und die Sonne hielt, wurde das Licht in der gemusterten Feder gebrochen. Der Sonnenball stand genau im Zenit über ihm. Die Sonne war so gleißend hell, das man sie kaum anstarren konnte, Doch er tat es trotzdem, es war wunderbar. Ihre Strahlen überflossen sein Gesicht mit Wärme.

    Diesen sonnigen, wundervollen Tag erlebte ganz Caduon. Wer sollte auch wissen, was dem beschaulichen Königreich bevorstand. Wer sollte wissen, dass sich zu dieser Zeit bereits erste Anzeichen dafür zeigten. Die Dunkelheit bereitete sich auf etwas vor. ….
    Nur Eines stand fest: Veränderungen würden folgen. Zum Guten oder Schlechten, das konnte nur einer bestimmen, und der war in diesem Moment noch genauso unwissend wie all die Anderen. Eine Offenbarung würde alles verändern, doch bis dahin würde es noch dauern. Tage oder Wochen, Monate oder Jahre, - Wir werden sehen!

    by Centurion


    Viel Spaß beim Lesen wünscht euch das Esmeralda Modteam
    Last edited by Vatras90; 14.12.2008 at 14:02.

  6. View Forum Posts #6
    Provinzheld Gadarol's Avatar
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    Gadarol is offline
    Hallo Community,

    Ihr fragt euch sicher, warum heute, am 4. Advent, kein neues "Kläppchen" an unserem Adventskalender geöffnet wurde. Wir haben unter Anderem heute die Zeit effektiv genutzt, um ein kleines "Geschenk" für euch zusammenzubasteln. Allerdings gibt es bei uns nicht die Möglichkeit, dass 24. Kläppchen wie früher "heimlich" zu öffnen, und dass große Leckerlie schon vor dem Heiligen Abend zu naschen.

    Daher solltet ihr auf unserer Seite www.caduon.de und auch hier in den kommenden Tagen noch einmal vorbei schauen...

    Bis dahin angenehme Ferien- oder Urlaubstage, und ein gutes Händchen bei der Wahl der Last-Minute-Geschenke!
    Last edited by Vatras90; 22.12.2008 at 11:21.

  7. View Forum Posts #7
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    Gadarol is offline
    Wir haben am 4. Advent versprochen, dass heute ein besonderes Geschenk unter dem Weihnachtsbaum liegen wird.
    Umso mehr freuen wir uns, euch die ersten bewegten Bilder der kommenden Modifikation „Caduon“ zeigen zu dürfen.
    Genauer gesagt: Unser Trailer zum „Prolog“ steht für euch zum Download bereit!
    Er zeigt Teile des Landstriches „Aridonia“, in welchem die Reise unseres Helden, und somit auch euer Abenteuer in Caduon beginnen wird...

    Ihr könnt euch das Video auf Youtube ansehen...

    ...oder einen der folgenden Links zum Download auswählen(wird noch erweitert):

    • Caduon.de Server
    • Rapidshare
    • Megaupload
    • WoG Server

    Eure Meinung ist uns wichtig! Nutzt einfach eine der vielen Möglichkeiten, mit uns in Kontakt zu treten:

    • Unsere offizielle Webseite findet ihr hier: www.caduon.de
    • Über den Trailer könnt ihr in diesem Thema diskutieren.
    • Ihr habt Fragen zu unserer Mod? Fragt uns!
    Ideen zur Modifikation nehmen wir gerne hier entgegen.

    Das Esmeralda Team wünscht euch, euren Familien und Freunden erholsame Weihnachtstage!
    Last edited by Vatras90; 24.12.2008 at 22:43.

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