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Manga / Anime / Visual Novel / Zeichentrick - Review Center

  1. #21 Reply With Quote
    Halbgott Mephistopheles's Avatar
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    Casshern Sins

    Genre: Action, Sci-Fi, Drama

    Hauptfiguren:
    Casshern - ist der Hauptcharakter im Anime. Wer oder was er genau ist erfährt man erst im Laufe der Serie bzw. am Ende detaillierter.
    Luna - ist ein junges Robotermädchen. Sie wird im Anime als eine Art Göttin dargestellt, die zerfallenden Robotern neues Leben einhaucht.
    Lyuze - ist Lunas Schwester. Sie will Casshern töten, wird aber eine wichtige Begleiterin für Casshern.
    Dio, Leda & Braiking Boss - verkörpern in der Geschichte die bösen Gegenspieler von Casshern und seinen Weggefährten



    Handlung:
    Der Anime beginnt mit dem Tod Lunas. Nach wenigen Sekunden kommt es zu einem Zeitsprung in der Handlung und man sieht, wie eine Horde Kampfroboter auf Casshern zuläuft und "Casshern töten! Casshern verschlingen" ruft. Sie alle haben keine Chance und nachdem die meißten tot sind, erfährt Casshern, dass sie glauben mit seinem Tod den Zerfall aufhalten zu können. Kurz nach dem Kampf zeigt sich ihm Lyuze, die ihm schon seit langer zeit folgt und auf den richtigen Moment wartet, in dem sie den Tod ihrer Schwester rächen kann, verschwindet dann aber wieder.
    Später kommt es aber doch zum Kampf zwischen den beiden und Casshern gerät in eine Art Raserei. Er kann sich nicht mehr kontrollieren und setzt dabei derartige Kräfte frei, dass Lyuze so beeindruckt ist, dass sie sich geschlagen giebt und einsieht, dass sie nichts gegen ihn ausrichten kann. Casshern stoppt kurz vor ihr und bemerkt, dass er sie eigentlich nicht töten will. Unter dem Vorwand weiterhin auf den richtigen Moment zu warten, um ihn zu töten, wird sie seine Begleiterin. Auf die Frage hin, wo er eigentlich hinwill, erklärt ihr Casshern, dass er Luna sucht um den Zerfall zu beenden und sich nicht mehr daran erinnern kann, sie angeblich getötet zu haben.
    Auf ihrem Weg treffen sie auf weitere Gefährten, die sie Zeitweise begleiten und geraten immer wieder in Kämpfe mit Dio und Leda. Braiking Boss übernimmt dabei eher die Rolle des Beobachters.


    Fazit:
    Der Anime erinnert mich an Ergo Proxy. Beide Hauptcharaktere sind Helden mit unbeschreiblicher Macht, wissen aber nichts über sich selbst und ihre Vergangenheit, was oft zu unerwarteten Richtungsänderungen im Handlungsstrang führt - so wird der Anime nie berechenbar und bleibt spannend. Es ist auch interessant, wie sich die Charaktere, welche am Anfang eher "Charakterlos" wirken, entwickeln.
    Die Leblose Welt, beinahe ohne Menschen, gibt dem ganzen auch ein ganz dramatisches, postapokalyptisches Flair.

    9/10 dramatisch, spannend
    Mephistopheles is offline Last edited by Mephistopheles; 24.12.2009 at 16:09.

  2. #22 Reply With Quote
    Halbgott Mephistopheles's Avatar
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    Samurai Champloo

    Genre: Action, Drama, Comedy

    Hauptfiguren:
    Fuu - ist ein 15 jähriges Mädchen, welches in einem Teehaus arbeitet. Vater und Mutter sind tot.
    Mugen - ist ein chaotischer rücksichtsloser junger Mann. Er ist einer von Fuu's Begleitern
    Jin - ist Fuu's zweiter Begleiter. Er ist im Gegensatz zu Mugen gebildet und zurückhaltend.



    Handlung:
    Samurai Champloo erzählt die Geschichte eines 15 jährigen Mädchens (Fuu), dass in einem Teehaus arbeitet. Ihr Vater ist fortgegangen als sie noch ein kleines Kind war - wenige Jahre später ist ihre Mutter an einer Krankheit gestorben. Seit diesem Tag wurde sie bei einer anderen Familie als Teestuben-Aushilfe aufgenommen.
    Als sie eines Tages von ein paar Männern in der Stube bedroht wird, weil sie einen unabsichtlich mit Tee beschüttet hat, steht ihr ein seltsamer Typ (Mugen) zur Seite und verjagt die anderen. Ein weiterer Kerl (Jin) betritt die Teestube - dieser wirkt jedoch ganz anders als die vorherigen Typen und ist eigentlich nur rein zufällig hier vorbeigekommen. Mugen hält Jin für einen weiteren Gegner, welcher zu einem Duell auch nicht nein sagt. Im Laufe des Kampfes brennt das Teehaus nieder. Da keiner der beiden aufgeben will kämpfen sie im brennenden Haus weiter. In der nächsten Szene sind Mugen und Jin schon vom Landvogt festgenommen und zum Tod durch Enthauptung verurteilt worden. Mit Fuu's Hilfe können sie sich aber befreien und fliehen Dorfauswärts.
    Gerade als sie am Dorfrand ankommen, wollen sich Mugen und Jin erneut Duellieren. Fuu hält die kampfwütigen auf und bietet ihnen eine Wette an. Sie will eine Münze werfen: Bei Kopf dürfen sich die beiden sofort duellieren, doch bei Zahl müssen ihr die beiden Helfen den Samurai zu finden, der nach Sonnenblumen duftet. Sie wirft die Münze und so ist es besiegelt.
    Die drei erleben auf der folgenden Reise viele Abenteuer. Die Handlung der Geschichte kristallisiert sich erst zum Schluss der Serie heraus.


    Fazit:
    Der Anime scheint zu Anfangs sehr ernst und blutig zu sein, doch nach den ersten paar Episoden wird klar, dass in den simplen Handlungsthemen Diebstahl, Mord, Vergewaltigung, Betrug, etz. auch eine idyllische Reise und viele wahre Worte in den Dialogen stecken. Zwischendurch gibt es hin und wieder kleine humorvolle Rückblicke und eine Art Handlungs-Gimmicks. Samurai Champloo hat mich immer wieder überrascht, vor allem zum Schluss, da sich hier die Serie an Abenteuern zu einer Handlung zusammenfügen und dem Zuschauer sozusagen die Augen geöffnet werden.


    9/10 dramatisch, spannend, humorvoll

    Zweit-Meinung:
    Quote Originally Posted by one-cool View Post
    Meine Cent zu Samurai Champloo

    Nun, Meph ist der Meinung, der sei großartig... Und bei den Lorbeeren, die der Anime erhält (er ist von Watanabe aka dem Macher von everybody's darling anime Cowboy Bebop feat. awesome music). Doch nun zur Serie. Eine Hip Hop getriebene Samurai-Geschichte. Doch leider ist das bis auf wenige Ausnahmen leider kaum zu erkennen. Rhymemeister kommen kaum vor, und es wird sehr wenig in diese Richtung versucht. Vielleicht ist es im japanischen besser, doch für mich nicht ersichtlich.
    Allerdings, was ich richtig schade fand ist, dass die Story irgendwie zusammengebastelt wird. Flashbacks, weil warumauchimmer. Wer ist dieser Samurai Typ, das erfährt man in eine der letzten Folgen... Auflösung der Auflösung willen. Die Action bringt einen zu keinem Zeitpunkt näher an ihn heran und so wundert es auch nicht, dass nach einer Weile man das Gefühl hat, dass die Serie ihr eigentliches Ziel aus den Augen verloren hat, beginnt es irgendwann als Ausrede für Schwertkämpfe und Blutseen herzuhalten. Der Kampfstil der beiden Hauptcharas ist so beeindruckend und faszinierend, sie aber in zu begutachten wie sie jede Folge unverletzt eine kompletten Armada niedermetzeln (trotz der vielen tollen und lustigen Momente)... Auch bizarr. Eine Episode endet mit einem tragischen Tod - nächste Episode, alle fröhlich.
    Insofern bin ich mir nicht sicher, ob die Show an vielen Stellen das Genre parodiert, oder selbst was neues im Genre sein will (Baseball Episode, die so viele Stereotypen hatte, so morbid war, dass ich eigtl. die Serie droppen wollte). Ebenso sind ungefähr alle Nebencharaktere komplett uninteressant. Nichts memorables neben dem Trio. Kaum Auflösungen, keine Entwicklungen, nur jede Episode neue strange Typen.

    Klingt als ob ich nur was daran auszusetzen bisher. Nun komplett mies ist es nicht. Es gibt einiges, was man daran lieben kann. Die 3'er Hauptgruppe ist einfach nur großartig und das Zwischenspiel untereinander, vor Allem Jin, der teilweise der einzige glaubhafte Charakter manchmal darstellt. Fuu ist warmherzig und ihr Appetit ist immer für einen Witz gut. Und dann kommt Mugen, der berserker. Des Weiteren ist der Soundtrack großartig. Passt sich perfekt in die Szenerie inklusive Intro und Outro. Animation ist für die Zeit auch mehr als gut und trifft das Thema auch gut... Ein Manko hier, die drei Main sind hübsch designt... Alle anderen sind unglaublich unschön anzusehen teilweise. Des Weiteren hat die Serie einfach ein überragendes Setting.

    Diese Serie ist im Gesamten immer noch gut, aber so viel schlechter wie Watanabes erstes Werk... Es ist einfach an vielen Stellen inkonsistent und man kann sie manchmal einfach nicht ernst nehmen. Die Story ist nicht so gut, wie viele es mir immer erzählen wollen... Nun, vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen, gerade was das Ende angeht (Bang das Ende von Cowboy Bebop... und im Vergleich dazu das hier...)
    Da es mich aber sehr oft gut unterhalten hat, ich oft lachen musste und meine Zeit nicht verschwendet wurde durch die Serie...

    Verdict: 6/10 (mit Strafpunkt Cowboy Bebop Enttäuschung) -> 7/10 (ohne)

    Ps: Wer Samurai Champloo/Cowboy Bebop mag, der wird auch Kids on the slope (Film) und Space Dandy mögen, beide sind auch Watanabe. Letzterer läuft gerade in der aktuellen Winter Season. (It's a dandy in space!). Oh und hab ich schon gesagt, dass ihr euch Space Dandy anschauen müsst?
    Mephistopheles is offline Last edited by Önee-sama; 23.01.2014 at 01:48.

  3. #23 Reply With Quote
    Halbgott Mephistopheles's Avatar
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    Tokyo Magnitude 8.0

    Genre: Drama, Reality

    Hauptfiguren:
    Mirai - ist ein junges Mädchen, dessen Eltern kaum Zeit für sie haben, da sie hart arbeiten. Mirai fühlt sich von der Welt allein gelassen in der sie lebt.
    Yuki - ist der jüngere Bruder von Mirai. Er leidet sehr unter ihren Depressionen und versucht ihr ein guter Bruder zu sein.
    Mari - ist die spätere Begleiterin der beiden. Sie ist eine erwachsene, ca 30 Jahre alte hilfsbereite Frau.



    Handlung:
    Tokyo Magnitude 8.0 befasst sich mit einem Szenario, welches gar nicht so unrealistisch scheint, da Japan und speziell Tokyo an einem tektonisch sehr angespannten Gebiet liegen und ein Erdbeben nicht unwahrscheinlich ist.
    Da Yuki seiner älteren Schwester eine Freude bereiten will, schlägt er vor zu einer Roboterausstellung zu gehen, da er ihr auf dem Weg dorthin wieder die Brücke zeigen könnte, die auf dem Familienbild auf Mirais Schreibtisch abgebildet ist. Er glaubt, dass er ihr so wieder neue Hoffnung geben kann. Das weiß Mirai zu dem Zeitpunkt noch nicht und sträubt sich gegen Yukis Wunsch, muss dann aber doch mit ihm hingehen, da ihre Mutter, so wie immer, keine Zeit hat. Yuki weiß, dass sich Mirai von ihren ständig arbeitenden Eltern allein gelassen fühlt und so auch an sich selbst zweifelt.
    Gerade als die beiden das Ausstellungsgebäude wieder verlassen, beginnt ein sehr starkes Beben, welches ganz Tokyo erfasst hat. Es scheint als sei die ganze Insel komplett zerstört worden - viele Brücken sind eingestürzt, die Fähren fahren nicht mehr, Hochhäuser sind zusammengebrochen, Gebäude stehen in Flammen. Wenige Augenblicke, bevor das Beben angefangen hat, ist Yuki unwissend noch schnell in das Gebäude gegangen, da er etwas zu Trinken holen wollte. Als Mirai panisch versucht ihren Bruder zu finden wird sie von einer Frau angesprochen, die sie vorher schon flüchtig getroffen haben. Sie bietet ihre Hilfe an Yuki zu suchen. Gesagt, getan, gefunden. Gemeinsam mit ihr bestreiten sie die Gefahren des mehrtägigen Marschs durch den sterbenden urbanen Tschungel.


    Fazit:
    Der Anime ist anders als die anderen. Hier wird man vergebens nach riesigen Glubschaugen, komischen, humorvollen Gesichtsausdrücken, Action oder großen Brüsten suchen. In der Geschichte geht es darum ein Beben in Tokyo mit all seinen Auswirkungen so realistisch wie möglich darzustellen. Dennoch ist es keine Dokumentation, sondern eher eine Geschichte über das Schicksal der drei.
    Wer auf Realismus und eine spannende dramatische Geschichte steht, ist hier sicher richtig.


    9/10 dramatisch, spannend, emotional
    Mephistopheles is offline

  4. #24 Reply With Quote
    Drachentöterin Tesri's Avatar
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    Darkside Blues

    Genre: Mystery

    Inhaltliches:
    Eine nahe Zukunftsvision: Der Großteil der Welt steht unter der Herrschaft der „Persona Corporation“. Nur eine Handvoll Menschen leistet dem unethisch operierenden Megakonzern aktiven Widerstand. Einer der wenigen Orte, auf den die Firma keinen Einfluss hat, ist das ehemalige Vergnügungsviertel Tokios, genannt „Darkside“, geprägt von Anarchie, gefährlichen Gangs und Außenseitern der Gesellschaft.
    Hier verknüpfen sich die Geschichten der Bandenchefin Mai und die der ehemaligen Krankenschwester Selia mit der des Anti-Persona-Terroristen Tatsuya, welcher die beiden Mädchen eher zufällig in seinen Freiheitskampf verwickelt. Dabei kreuzt auch immer wieder ein mysteriöser junger Mann mit außergewöhnlich großen psychokinetischen Kräften ihren Weg. Geflohen aus der Gefangenschaft des Konzerns, benennt er sich nach dem Ort seiner Freiheit und scheint ein undurchsichtiges Ziel zu verfolgen, indem er u.a. seltsame „Traumtherapien“ anbietet…

    Storybewertung:
    Im Grunde eine eher ruhige Story mit sehr wenigen, aber überlegt platzierten Aktionszenen (FSK 16). Die verschiedenen Haupthandlungsstränge - zumindest die der Hauptcharaktere - sind im Großen und Ganzen und für sich alleine stehend nicht so sehr komplex (außer der des geheimnisvollen Darksides – das wandelnde Enigma), aber sie sind gut überlegt und verweben sich gegen Ende zu einer gemeinsamen Auflösung. Die Dramaturgie der Einzelschicksale und der Weg der Charaktere durch den Film lässt den Zuschauer auf jeden Fall nicht vollkommen kalt, da es sich um die Ausarbeitung von tiefgründigen Psychogrammen handelt, hinter denen der Plot eigentlich zweitrangig wirkt.
    Einzelne Szenen können dennoch ausgesprochen verwirrend wirken, aufgrund der ausgeprägten Symbolik, die zeichnerisch wie auch in Dialogen oder Wortwahl dargestellt wird. Aus dem Zusammenhang gerissene Bemerkungen, die mehr andeuten und suggerieren als wirklich erklären, sind nur ein Beispiel von vielen.
    „Darkside Blues“ ist von der Story her definitiv ein Film zum Nachdenken, Puzzeln und Philosophieren und nichts, was man sich mal eben so „reinziehen“ könnte. Ich persönlich musste mir den Film mehrmals anschauen, um tatsächlich alles zu begreifen (bis auf die letzte Szene; die will sich mir einfach nicht erschließen).

    Zeichnung und Darstellung:
    Story und Zeichnung stammen von Hideyuki Kikuchi (Vampire Hunter D) und Yuho Ashibe. Der Graphikstil ist entsprechend klassisch – ästhetisch und geizt nicht mit liebevoll ausgearbeitetem Detailreichtum; er ist klar, zart und für das eher romantische Auge gedacht. Die auf diese Art entstehende Welt erscheint als eigenwillige Mischung aus Schauer-Gothic des Victorianischen Zeitalters und endzeitlichem Cyberpunk. Die entstehende Atmosphäre ist aufgrund stimmungsvoller Bilder sehr dicht, oft sehr düster, zumindest aber melancholisch.

    Syncro:
    Der Film wurde leider nie ins Deutsche synchronisiert, aber die deutschen Untertitel wurden gut lesbar eingefügt. Was dennoch überaus befremdlich wirkt, ist des Öfteren die Wortwahl. Aufgrund meiner mangelnden sprachlichen Japanischkenntnisse kann ich leider nicht sagen, ob hier bewusst auf symbolische und assoziative Sprache gesetzt wurde - was ja durchaus zu dem Konzept dieses Animes passen würde – oder ob der Übersetzer einfach keine besseren Möglichkeiten gefunden oder sogar grob geschlampt hat - zumindest wirkt es manchmal so.


    Persönliches Fazit:
    Story: 8/10 (gerade wegen der Symbolik eine interessante Herausforderung; recht einfacher Plot wird von Charakteren verdrängt)
    Zeichnung u. Darstellung: 10/10 (wunderschöner ästhetischer Stil und dichte Atmo)
    Synchro: 6/10 (wirkt zuweilen recht "linkisch")

    Wenn jemand mit Verwirrspielen und philosophischer Tiefe nicht so viel anzufangen weiß, dem rate ich von diesem Film eher ab - auch wenn man sich zumindest an schönen Bildern berauschen lassen kann. Für jeden anderen kann es durchaus mehr als nur ein Augenschmaus sein. Vom Anspruch her „am ehesten“ vergleichbar mit „Ghost in the Shell“ - und daher eine Gesamtwertung von: 8/10
    [Bild: nrsAdy6ao4KuThief_Sig_Waldf_rst.gif]
    Willkommen in der Welt der Diebe, Bettler und Mörder...
    und wo nicht der Abschaum der Straße die finstersten Schatten wirft.
    --> Thief-Universe.com
    Tesri is offline Last edited by Tesri; 31.01.2011 at 14:05.

  5. #25 Reply With Quote
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    Bamboo Blade

    Genre: Sport, Comedy, School

    Hauptfiguren:
    Kojiro - ist ein junger Kendo Lehrer. Über ihm fliegt schon der Pleitegeier und er versucht alles um positive Ergebnisse zu liefern die seine Kündigung verhindern sollen.
    Tama - ist ein kleines, stilles, streng erzogenes Mädchen - aber auch die stärkste im Kendo Klub.
    Kirino - ist der Teamkapitän. Sie ist sehr verantwortungsbewusst und meist die erste im Dojo und die Letzte die wieder geht.
    Yuji - ist ein alter Schulkollege von Tama und ein geübter Kendo Kämpfer.
    Dan - ist ein Freund von Yuji und Kendo-Anfänger
    Miya - ist Dan's Freundin, ebenfalls eine Kendo Anfängerin. Sie wirkt immer etwas schizophren.
    Saya - ist eine Freundin von Kirino und eine gute Kendo Kämpferin, sie weiß nur noch nicht so recht, was sie eigentlich will.
    Satori - ist ein weiteres Mitglied des Kendo Klubs. Sie taucht wie Saya erst später im Anime auf.



    Handlung:
    Bamboo Blade handelt, wie der Name schon andeutet, vom Kämpfen mit Bambus-Schwertern, genauer gesagt: Kendo. Die Handlung beginnt mit der Szene, in der der beinahe mittellose Kojiro eine Wette mit seinem alten Lehrmeister eingeht, bei der er ein 5 köpfiges Kendo-Frauenteam aufstellen soll und gegen das seines Lehrmeisters gewinnen soll. Sollte Kojiro gewinnen, darf er ein Jahr lang in einem Restaurante gratis essen, da es dem Vater seines Lehrmeisters gehört. Kojiro willigt sofort ein und schildert Kirino seine Lage, dass sie unbedingt neue Mitglieder bräuchten und dass es vorzugsweise Mädchen sein sollten. Kirino versteht sein Drängen zwar nicht, ist aber auch froh, dass es mit dem Klub wieder etwas bergauf gehen könnte und willigt ein. Gemeinsam können sie Yuji und Dan überzeugen beizutreten. Nach einem Zwischenfall mit den bekannten Unruhestiftern im Klub tritt auch die äußerst begabte Tama bei. Sie trainiert normalerweise alleine oder mit den Freunden ihres Vaters und fühlt sich zu Anfangs fehl am Platz, hat nach den ersten Wochen aber auch ihren Spaß im Klub.
    Über einige Umwege treten dann auch Miya, Saya und Satori dem Kendo Klub bei - dies aber sehr verstreut in der Handlung.
    Zum besagten Stichtag sollte sich entscheiden, wer die Wette gewinnt. Durch Tamas Fähigkeiten ist nicht schwer zu erraten, dass Kojiro gewinnt. Es stellt sich jedoch heraus, dass der Vater seines Lehrmeisters sein Restaurante verkauft hat und der Wetteinsatz nichtig geworden ist.
    Wenige Episoden später steht jedoch ein neues Problem an: Kojiro soll gekündigt werden, wenn er keine Erfolge, wie gewonnene Wettbewerbe vorweisen kann...


    Fazit:
    Der Anime dient rein der Unterhaltung des Zuschauers. Er ist weder gespickt mit Weisheiten, noch Überragt er mit abwechslungsreichen Kämpfen oder umwerfend guten Zeichnungen. Zeitweise merkt man auch sehr deutlich, dass er für etwas jüngeres Publikum gedacht ist. Dennoch ist der Anime mit seinen vielen Slapstick-Szenen äußerst witzig und die Charaktere sind keinesfalls "steif", sondern eher Emotional und "glaubwürdig". Ich finde der Anime wird erst dann sehenswert, wenn man die ersten Episoden "überdaucht" hat und die Handlung ins Rollen gekommen ist.


    6-7/10 witzig, unterhaltsam
    Mephistopheles is offline

  6. #26 Reply With Quote
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    Heroic Age

    Genre: Sci-Fi, outer space, war, mecha

    Hauptfiguren:
    Age - ein auf einem einsamen Planeten gestrandeter Teenager der vom goldenen Stamm großgezogen wurde
    Deianeira - ist die Prinzessin der Yunos Familie und hat starke telepathische Kräfte



    Handlung:
    Der Anime baut auf eine Sage auf die als Vorgeschichte angesehen werden kann. Diese Fama besagt, dass im Universum fünf Zivilisationen hervor gekommen sind: der goldene Stamm, der silberne Stamm, der bronzene Stamm, der eiserne Stamm und der Stamm der Helden. Der goldene Stamm ist den anderen in seiner Entwicklung am weitesten voraus und hat die Gabe neue Sterne zu erschaffen und in die Zukunft zu blicken. Als der goldene Stamm alles erreicht hat, was es für ihn zu erreichen gab, hat er alle anderen Stämme aufgerufen zu den Sternen aufzubrechen, dieses Universum verlassen und dem silbernen Stamm seine Nachfolge angeboten. Gleichzeitig hat der goldene Stamm eine Hand voll Nodos erschaffen und diesen Verträge gegeben. Nodos sind die letzten Nachfahren des Heldenstamms, welcher sich durch seine zerstörerische Macht selbst ausgerottet hat. Als letztes hat sich der eiserne Stamm, die Menschheit, erhoben und ist dem Ruf gefolgt.
    Der silberne Stamm, welcher sich vom goldenen betrogen fühlt, reißt die Macht der Nodos an sich und setzt sie als Waffe gegen den eisernen Stamm ein, da dies der einzige ist, der sich dem silbernen nicht beugen will. Ein langer Krieg überschattet die Geschichte der Menschheit, doch als die Prinzessin Deianeira, die schon lange auf der Suche nach der Vollendung der Prophezeiung ist, Age, den letzten Nodos findet, scheint sich das Blatt zu wenden. Mit der Kraft des Nodos will die Menschheit in den Krieg gegen den silbernen Stamm ziehen. Durch das Handeln von Deianeira und dem Zusammentreffen aller Nodos entfacht sich ein heiliger Krieg und die Verträge scheinen sich wie ein Puzzle zusammen zu fügen.


    Fazit:
    Die ersten Folgen des Animes sind interessant und spannend, da sich die Handlung erst aufbaut und man viel Neues erfährt. Leider hält das nicht lange an und die Bilder wiederholen sich immer wieder: große Material-Weltraum-Schlachten, Nodos-versus-Nodos Kämpfe und Laser über Laser. Dennoch macht der Anime im letzten Drittel eine Kehrtwendung und wird somit wieder sehr sehenswert. Wer auf Sci-Fi und Weltraumkram steht und sich "The Irresponsible Captain Taylor" in ernst vorstellen kann sollte sich Heroic Age ansehen.
    Die lanweiligen Episoden würden von mir 5 Punkte erhalten, die spannenden 8-9...ich bin echt unschlüssig.


    5-9/10 spannend, beeindruckende Bilder
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  7. #27 Reply With Quote
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    Bakemonogatari

    Genre: Drama, Splatter/Kuriositäten, Romanze

    Hauptfiguren:
    Koyomi - ist ein Oberschüler. Er ist zu 1/10 Vampir und der Hauptcharakter
    Hitagi - sie geht an die selbe Schule wie Koyomi. Die erste Szene beginnt mit den Aufeinandertreffen von Koyomi und ihr.
    Tsubasa - ist die Klassensprecherin und eine der Notenbesten in Koyomis Klasse.
    Oshino - ist ein seltsamer Exorzist, der in einem verfallenen Gebäude lebt. Er weiß die Probleme um die Kuriositäten zu lösen, ist aber kein handlungstragender Charakter.



    Handlung:
    Der Titel setzt sich aus den Worten Bakemono und Monogatari zusammen, was soviel bedeutet wie Geister/Monster-Romane. Im Anime wird für diese wahr gewordenen Sagen immer der Begriff "Kuriosität" verwendet. Der Anime baut, wie viele dieser Art, auf allgemein bekannten sowie japanischen Sagen, Märchen und spirituellen Kulten auf, die im Lauf der Zeit entstanden sind.
    Die erste Szene wird in Zeitlupe abgespielt und macht klar, dass Koyomi kein gewöhnlicher Mensch ist, die folgenden vergehen dafür im Zeitraffer und zeigen, wie er zu einem Vampir geworden ist und Oshino ihm geholfen hat, sich von seiner Kuriosität zu retten. Nach dem pseudo-Opening sieht man wie Koyomi die Treppen eines schier endlos wirkenden Stiegenhauses erklimmt und gerade noch rechtzeitig bemerkt, wie ein Mädchen von weit oben herunterfällt. Instinktiv fängt er sie auf und bemerkt, dass sie nichts wiegt - gerade einmal 5 Kilo lt. ihren eigenen Angaben. Koyomi lässt es auf sich beruhen und geht in seine Klasse um das Kulturfest vorzubereiten und seinen Aufgaben als Vizeklassensprecher nachzukommen. Drinnen ist nur noch Tsubasa, die schon auf ihn gewartet hat, doch statt mit den Vorbereitungen zu beginnen fragt er Tsubasa über das gestürzte Mädchen Hitagi, aus, erfährt aber nichts interessantes. Just als Koyomi vorzeitig weg will steht ihm die Fremde gegenüber, bedroht ihn mit einem Tacker und einem Skalpell - beides steckt sie in seinen Mund und fordert ihn auf die Sache von Vorhin zu vergessen. Um zu zeigen, dass es ihr Ernst ist, tackert sie eine Klammer in seine Wange, danach läuft sie davon. Koyomi will es aber nicht darauf beruhen lassen und rennt ihr hinterher, woraufhin sie ihn erneut bedroht. Doch bevor sie ihn angreifen kann zeigt er ihr seine Wange, welche schon verheilt war. Koyomi bietet ihr an ihr zu helfen. Gemeinsam gehen sie zu Oshino, einem eigenartigen Exorzisten, welcher ihr gegen Bezahlung helfen will, sich selbst zu retten.


    Fazit:
    Der Anime hat mich etwas an Mushishi erinnert, jedoch vermag mich dieser noch mehr zu beeindrucken. Die Szenen im Anime scheinen sehr lange zu dauern, wirken teilweise sogar etwas zäh - ganz im Gegensatz zu den Bildsprüngen. Alle paar Sekunden wird die selbe Szene aus einer anderen Perspektive gezeigt oder gar Dialoge durch Schwarz- oder Rot-Bilder unterbrochen, damit das Geschehene beim Zuschauer besser einwirken kann. Hin und wieder wird auch Informationstext im Zeitraffer gezeigt und man muss stoppen, um ihn lesen zu können (sollte man übrigens unbedingt tun!!!). Die Handlung setzt sich aus einigen Kuriositäten zusammen welche sich am "Roten Faden" auf-fädeln.
    Man sollte sich von Bakemonogatari keinen Anime Splatter a la Ga-Rei-Zero oder eine Führung durch die Spirituelle Welt wie in Mushishi erwarten. Bakemonogatari ist Kunst, auch wenn man diese nicht immer auf Anhieb versteht.


    9-10/10 spannend, beeindruckende Bilder, fordert den Zuschauer, kunstvoll gestaltet
    Mephistopheles is offline Last edited by Mephistopheles; 25.01.2010 at 22:47.

  8. #28 Reply With Quote
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    Spice and Wolf

    Genre: Mittelalter, Fantasy, Romanze, Comedy

    Hauptfiguren:
    Lawrence - ist ein umher reisender Händler
    Horo - ist ein Wolfsmädchen und die Begleiterin und Handelspartnerin von Lawrence.
    Chloe - ist eine alte Bekannte von Lawrence, hegt aber noch immer Gefühle für ihn



    Handlung:
    Lawrence ist mit seinem ein-Pferd-Transportwagen auf dem Weg zu einem ihm wohl bekannten Dorf, da dort gerade die Erntezeit zu Ende geht, das Dorffest ansteht und er sich einen guten Handel erhofft. Außerdem besucht er ein paar Freunde. Schon als er die Feldwege entlangfährt erblickt er Chloe, die beiden begrüßen sich kurz, doch dann ist sie auch schon wieder verschwunden. Im Dorf ist es Brauch, dass derjenige, der das letzte Weizenbündel abschneidet, die Nacht über in die Scheune eingesperrt wird - in jenem Fall war es Chloe.
    Er beschließt die Nacht im Freien zu verbringen und will sich gerade in seinen Wagen legen, als er beim abmachen der Plane eine schlafende junge Frau entdeckt. Erst glaubt er, dass es sich um eine Streunerin handelt und fordert sie auf zu verschwinden, doch als er ihre pelzigen Ohren sieht ist er wie paralysiert und kann es gar nicht glauben, dass sich ein nacktes Wolfsmädchen in seinem Karren räkelt. Sie stellt sich ihm als Horo, der Fruchtbarkeitsgöttin der Felder vor, was ihr Lawrence nicht glauben will und kann. Dieser fordert sie auf, es ihm zu beweisen, worauf hin sie eine Handvoll Weizen in den Mund nimmt und darauf rumkaut. Wenig später verwandelt sie sich blitzartig in einen riesigen Wolf.
    Lawrence fällt vor Angst vom Wagen, kann sie aber nirgends finden, als er sich wieder aufgerappelt hat. Schnell packt er seine Sachen und fährt ins Dorf, wo er sich mit Chloe trifft, die sich heimlich aus dem Schuppen geschlichen hatte. Sie bietet ihm an seine Gefährtin und Handelspartnerin zu werden, aber Lawrence will nicht einwilligen, da er sie noch für zu jung hält und findet, dass sie noch nicht alles so leichtfertig auf eine Karte setzen sollte. Nach dem Treffen der beiden quartiert sich Lawrence in einer Taverne ein und wird auf seinem Zimmer abermals von Horo überrascht.
    Diese macht ihm ebenfalls den Vorschlag mit ihm gen Norden zu Reisen, jedoch hat sie einen triftigen Grund: im Dorf wird sie nicht mehr gebraucht, da die Ernteerträge schon ausreichend und die Leute nicht mehr auf den Erntegott angewiesen sind. Lawrence willigt ein und erhofft sich durch Horo noch mehr Glück bei seinen Geschäften.
    In weiterer Folge reisen beide gemeinsam auf Lawrence' Karren Richtung Norden und versuchen durch diverse Tauschgeschäfte und Spekulationen zu Geld zu kommen. Abenteuer bleiben dabei auch nicht aus.


    Fazit:
    Der Anime hat mich sehr beeindruckt, da die Charaktere allesamt äußerst glaubwürdig rüberkommen, die Story interessant ist und der Zeichenstil mit den vielen idyllischen Bilden/Szenen schon in einer ganz eigenen Liga ist. Mich erinnert das alles sehr an das Buch "Aus dem Leben eines Taugenichts". Was mir auch noch positiv aufgefallen ist: die Personen verwandeln sich nie in Comic-Anime-Smilie-Gesichter wie in Soul Eater oder Fullmetal Alchemist.
    Spice and Wolf ist kein Thriller, Fantasy Streifen, Romanzen- Soup oder hochgradig Mittelalter-philosophisch - Spice and Wolf ist von allem ein bisschen. Sehr sehenswert muss ich sagen!



    9-10/10 von allem etwas
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  9. #29 Reply With Quote
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    Eden of the East

    Genre: Thriller, Action, Neet

    Hauptfiguren:
    Akira Takizawa - ist die Hauptfigur der Handlung, er hat sein Gedächtnis löschen lassen und erwacht mit einem seltsamen Handy und einer Waffe nackt in Washington DC
    Saki - ist ein junges Mädchen, das zu dem Zeitpunkt gerade eine Amerika-Reise macht und den nackten Takizawa trifft.
    Juiz - ist die seltsame Person, die den Selecao nahezu alle Wünsche erfüllt - dafür wird jedes mal Geld vom Guthaben des Handies abgezogen.



    Handlung:
    Saki will eine Münze in den Brunnen des Weißen Hauses werfen, schafft es aber nicht, da er viel zu weit vom Zaun entfernt ist. Gerade als sie es mit einem Quater erneut versuchen will wird sie von zwei Polizisten beobachtet und befragt, als wäre sie eine kriminelle. Just in diesem Augenblick kommt ihr Takizawa zu Hilfe und wink ihr von der anderen Straßenseite zu. Noch während er dies tut merkt er, dass er einen großen Fehler begangen hat, da er erst wenige Augenblicke vorher sein Bewusstsein wieder erlagt hat, nackt ist, einen Revolver in der einen und ein Handy in der anderen Hand Hält. Gerade noch rechtzeitig schafft er es hinter einem Lastwagen zu verschwinden und so lange versteckt zu bleiben, bis die zwei Polizisten weiter gelaufen waren. Saki ist erst total perplex, gibt ihm dann aber ihre Jacke.
    Die Wege der beiden trennen sich, doch nicht viel später sieht sie ihn erneut in der Stadt umherlaufen und verfolgt ihn. Takizawa hatte mittlerweile via seinem Handy eine Information, seine Wohnadresse, von einer seltsamen Frau erhalten, die sich ihm als Juiz vorgestellt hatte. Dort angekommen treffen sich Takizawa und Saki wieder. Seiner Wohnung zu urteilen kann er nicht jemand mit einer weißen Weste sein, da er mehrere Pässe besitzt. Diese macht er sich zu Nutze und fliegt noch am selben Abend gemeinsam mit Saki zurück nach Japan.
    In Japan verbringt er noch etwas Zeit mit ihr, anschließend suchen sie sein dortiges zu Hause auf. Als sie am Ort der Adresse stehen finden sie sich vor einem riesigen Einkaufszentrum wieder. Takizawa's und Saki's Wege trennen sich, doch sie treffen sich immer wieder und telefonieren miteinander. Jedoch bleibt er in dieser Zeit nicht untätig und bekommt es mit anderen Rettern, auch Selecao genannt, zu tun und erfährt, dass einige Menschen auserwählt wurden Selecao zu werden. Er war einer dieser Menschen.
    Je mehr Takizawa über sich selbst herausfindet, desto sicherer ist er sich, dass ein Zusammenhang zwischen den Selecao und einem Terroranschlag besteht, außerdem geraten er, Saki und dessen Freunde ins Fadenkreuz der anderen Selecao...


    Fazit:
    Mir hat der Anime gefallen, da er den Zuschauer genauso im Dunkeln tappen lässt, wie die Charakete im Anime selbst und man sich so sehr gut in diese hineinversetzen kann; wie sie sich fühlen, was sie wissen, oder eben auch nicht wissen. Obwohl das mal was ganz neues ist und einen schon etwas beeindruckt, ist es nicht immer befriedigend, da man gern mehr erfahren würde und besonders der Schluss etwas verwirrend ist und ziemlich unerwartet kommt.



    7-8/10 definitiv kein 0815 Anime, mal ne ganz neue Story, spannend
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  10. #30 Reply With Quote
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    Bounen no Xam'dou

    Genre: Retro-SciFi, Drama, War

    Hauptfiguren:
    Akiyuki - ist die Hauptfigur der Handlung, er wird während einer Explosion von etwas getroffen, das eine Symbiose mit seinem Körper bildet und ihn in ein Xam'd verwandelt
    Haru - ist eine Freundin von Akiyuki, sie spielt in der Handlung ebenfalls eine tragende Rolle
    Furuichi - ist ein Freund der beiden, Akiyuki, Haru und er sind eine Clique
    Nakiami - ist ein eigenartiges Mädchen mit tätowierungen im Gesicht, sie scheint über das Geheimnis der Xamd bescheid zu wissen


    Handlung:
    Die drei Freunde Akiyuki, Haru und Furuichi sind mit dem Bus unterwegs zur Schule. Als dieser an der Endhaltestelle hält und alle ausgestiegen sind, explodiert er und eine seltsame grüne Substanz trifft Akiyuki. Im Bus hatte sich doch noch ein Mädchen befunden, welches die Explosion verursacht und die Substanz freigesetzt hat. Akiyuki klettert unwissend in den Bus, um ihr zu helfen, doch sie ist dem Tod nahe. Kurz bevor sie stirbt, tippt sie ihm mit den Worten "Dir wird nichts passieren" auf die Stirn und auf Akiyukis Gesicht bildet sich eine organische Maske. Daraufhin verwandelt er sich in ein Xam'd, einem roboterhaften Wesen. Zeitgleich wird die neutrale Stadt vom Süden angegriffen. Im Kampfgewirr taucht ein fremdes Mädchen auf (Nakiami) und rammt ihm eine spezielle Nadel in dem Arm, wodurch Akiyuki vorerst zurückverwandelt wird. Sie verschleppt ihn jedoch mit auf das Post-Luftschiff, auf dem sie selbst angestellt ist...
    Akiyuki erfährt, dass sie einer fremden Kultur angehört, und ihm geholfen hat, weil sie selbst wissen will was das Ziel der Symbiosewesen, der Xam'd, ist und welches Ziel hinter den fanatischen Anschlägen steckt.
    Während sich Akiyuki auf seinem Selbstfindungstrip auf dem Luft-Postschiff befindet, schreiben sich Haru und Furuichi beim örtlichen Militär ein, da dies die einzige Chance ist, die Insel verlassen zu können um Akiyuki zu suchen.



    Fazit:
    In vielen Animes ist es oft so, dass der Anfang völlig unverständlich ist, a la Ergo Proxy, oder auch bis zum Ende ziemlich verworren bleibt, siehe Heroic Age, doch bei diesem Anime hab ich vergebens auf den Zeitpunkt der "Erleuchtung" gewartet. Am Anfang tun sich viele Fragen auf, wodurch der Anime enorm spannend wird und diese Spannung auch bis zur letzten Episode aufrecht bleibt. Deswegen hatte ich auch große Erwartungen in das Ende und hab gehofft, dass der Rätselhaufen aufgelöst wird.
    Dem war leider nicht so.
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Wieso kommt es zu den Terroranschlägen? Was bezwecken sie? Alles nur religiöser Wahn? Kann Nakiami wirklich in die Vergangenheit reisen oder sind das nur Illusionen? Warum gibt es die Xam'd und was suchen sie - die Frage wird auch nie geklärt. Ist Akiyuki schizophren oder sind die Szenen am Ende "real"? Was bezweckt die Szene a la Full Metal Alchemist09 mit Akiyuki und der "Dunkelheit"? Wieso wird er dann doch noch zu Stein und wieso schließt sich Nakiami trotz des Sieges über die "Dunkelheit" ein. Und wieso verwandelt sich Akiyuki uuuurplötzlich nach genau 9 Jahren zurück?

    Trotzdem lässt sich nicht leugnen, dass die Retro-SciFi Atmosphäre ziemlich genial rüberkommt und der Anime, bis auf das Ende, mindestens 8 Punkte verdient hätte.


    4-8/10 spannend, einzigartiges Flair, tolle Bilder, scheiß Ende
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  11. #31 Reply With Quote
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    To Aru Majutsu no Index

    Genre: Action, Super-Power, Antihero, Shounen, sudden girlfriend appearance

    Hauptfiguren:
    Touma - ist ein Mittelschüler in der Bildungsstadt, obwohl seine Esper Fähigkeiten bei Level 0 liegen, kann er mit seiner rechten Hand alle anderen Esper Kräfte neutralisieren
    Index - ist ein seltsames Mädchen in Ordenstracht, Touma findet sie urplötzlich auf seinem Balkongeländer hängend.
    und - viele mehr



    Handlung:
    Da Touma wahrlich vom Pech verfolgt wird, stecken ihn seine Eltern in die Bildungsstadt, da sie hoffen, dass es ihm dort besser ergeht als in der "normalen" Welt. Die Bildungsstadt ist eine künstlich erschaffene, abgegrenzte Stadt die nur einem Zweck dient: der Forschung und Bildung. Ein Großteil der Einwohner sind Schüler, gefolgt von Lehrern und Forschern. Die Wissenschaft hat es inzwischen möglich gemacht übernatürliche Fähigkeiten, sogenannte Esper-Fähigkeiten, zu trainieren. Toumas Fähigkeiten liegen jedoch bei Level 0, trotzdem hat er eine unglaubliche Kraft inne, die nie wirklich gemessen werden konnte. Seine rechte Hand kann Esper Fähigkeiten neutralisieren, doch nicht nur die, sie scheint auch alle anderen Kräfte, wie Glück, von ihm fern zu halten.
    Just als Touma die Balkontür öffnet, um seinen Futon hinaus zu bringen , sieht er schon etwas weißes über dem Geländer hängen. Erst denkt er es wäre ein vergessener Futon der schon eine Weile draußen ist, doch er bemerkt, dass der Futon in Wirklichkeit eine Nonne eines englischen Ordens ist. Nachdem Touma ihr etwas zu Essen gebracht hat, will er wissen, was sie auf seinem Balkon zu suchen hätte und wie sie überhaupt heißt. Sie stellt sich ihm als Index vor und sagt, dass sie die Bewahrerin der 103000 Bücher ist und ihre Kluft eine wandelnde Kirche sei die unzerstörbar ist und dass sie von Magiern verfolgt wird. Touma will Beweise und fasst die Ordenskluft mit seiner rechten Hand an, die kurz darauf in kleine Stücke zerfetzt wird.
    Dennoch glaubt er ihr nur halbherzig, bietet ihr jedoch an bei ihm in der Wohnung zu bleiben, bis er von seinen Nachhilfestunden wieder zurück ist. Als er dann am Abend zurück ist, liegt Index blutend vor seiner Wohnungstür und ein Feuermagier erscheint. Nachdem Touma den Magier und seinen Golem besiegt hat, bringt er Index zu einer Freundin. Mit Index' Wissen über die 103000 Bücher wird sie schlussendlich geheilt.
    Nach einem weiteren Kampf mit einer Magierin stellt sich heraus, dass Index sterben wird, wenn nicht jährlich ihre Erinnerungen gelöscht werden und die beiden Magier die Erinnerungslöschung durchführen wollen, um sie zu retten. Touma will Index aber nicht verlieren...



    Fazit:
    Ich denke, dass allein schon die Stichworte zur Genre-Angabe aussagekräftig genug sind um die Animeserie einzuordnen. Ein noboby- Junge im pubertierenden Alter lebt in einer Stadt in der übernatürliche Fähigkeiten völlig normal sind und er die einzigartige Macht besitzt andere Fähigkeiten zu neutralisieren...? No Index ist eine typische Antiheld Geschichte bei der am Ende von jedem Kampfe eine Diskussion über richtig, oder falsch, bzw. gut und böse abgehalten wird und diese dann ein eigenartig zusammengefügtes Happy End ergibt.
    Die Story ist alles andere als Komplex, aber humorvoll und schön gestaltet - vllt. ist no Index deswegen so unterhaltsam. Guter zeitvertreibs-Anime, keine schwere Kost.


    6-7/10 unterhaltsam, so lala bis sehenswert
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  12. #32 Reply With Quote
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    Vampire Princess Miyu

    Genre: Vampire, Drama,

    Hauptfiguren:
    Miyu - ist eine Wächterin, sie ist eigentlich auch ein Shinma, hat jedoch die Pflicht streunende Shinma zurück in die Finsternis zu verbannen
    Larva - ist ein Shinma aus dem Westen, er ist ein Miyus Diener
    Reiha - ist eine alte Bekannte von Miyu und hilft ihr immer wieder in diversen Kämpfen, tut dies aber nicht aus Freundschaft zu ihr
    Chisato - ist eine gute Schulfreundin von Miyu
    Hisae - ist ebenfalls eine gute Schulfreundin von Miyu
    Yukari - ist auch gute Schulfreundin von Miyu



    Handlung:
    Schon zu Beginn ist klar ersichtlich, dass es sich um einen stark episodisch orientierten Anime handelt und viele der ersten Folgen nichts mit der eigentlichen Hauptstory zu tun haben. Desswegen ist es auch schwierig den Plot einleitend zu schildern ohne einen Vorgriff auf das Ende zu machen.
    Die Kurzgeschichten beginnen entweder mit einer kurzen Einleitung, oder steigen direkt mit dem Auftreten des Shinmas in die Geschichte ein. Shinmas sind Götterdämonen, deren Bestimmung es ist, den Menschen zu schaden, bzw. diese negativ zu beeinflussen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Kommt ein Mensch zu Schaden, oder ist das Unheil bereits vorherprogrammiert, ist es Miyus Aufgabe den Shinma in die Finsternis zurück zu verbannen. Diesen gilt es meistens jedoch erst auszuforschen, was für Miyu nicht immer leicht ist, da sie ihre Wahre Identität vor ihren Freundinnen verbergen muss.
    Mit der Zeit tritt Reiha immer öfter auf und man bemerkt, dass eine seltsame Bindung zwischen ihr und Miyu herrscht und die beiden in Wirklichkeit nicht so gefühllos sind, wie es in vielen Episoden den Anschein macht. Obwohl Reiha immer sehr zynisch erscheint und harsch, bzw. konsequent auf Miyus Handeln reagiert, hilft sie ihr oft aus der Patsche. Die gemeinsame Vergangenheit und auch die Bedeutung von Reihas Puppe wird erst ganz zum Schluss geklärt.
    Durch das Auftreten von bestimmten Shinmas wird Miyu an ihre Vergangenheit erinnert und man erfährt mehr über ihren Begleiter Larva, bzw. ihr Haustier und sie selbst.



    Fazit:
    Da die ersten Folgen sehr wenig bis nichts zum Gesamthandlungsstrang beitragen, kommen sie einem eher "sinnlos" vor und dienen sichtlich nur dem Zweck zu zeigen, dass Miyu eine Wächterin ist und sozusagen auch über Leichen geht um ihr Ziel, die Verbannung der Shinmas, zu erreichen. Später wird dieses Bild, widerlegt. Vampire Princess Miyu ist ein schon etwas älterer Anime in dem der Bild und Bewegungsablauf nocht nicht so dynamisch war. Dementsprechend werden die Kämpfe eher kurz gehalten und fallen leider öfter ziemlich unspektakulär aus, auch wenn die Folge ganz gut war. Meines Erachtens gibt das vielen Folgen einen etwas (nicht bitteren sondern eher) zwiegespaltenen Nachgeschmack und lässt den Ablauf der Mini-Stories eher ident wirken.
    Ich glaub ich hab das mal sehr treffend beschrieben:
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Nach der ersten Miyu-bei-der-Arbeit Folge, weiß man wie viele dieser Folgen ausgehn: das Unglück bahnt sich an, shinma zeigt sich, lage der Menschen ist hoffnungslos, die Flöte ertönt, Miyu besiegt Shinma, beteiligte Menschen sterben.

    Zu meiner eigenen Verwunderung muss ich jedoch sagen, dass ich die letzten 8 Episoden in mich aufgesogen habe und dieser im Gegensatz sehr spannend waren. Ob das daran liegt, dass sich die Handlung am Ende mehr um Miyu dreht, kann ich nicht sagen. Vermutlich. Fakt ist, dass der Anime trotz seiner teilweise gemächlichen Art überraschend emotional und Spannend wird. Grundsätzliche wieso und warum Fragen werden aber nie geklärt.


    7-8/10 emotional, traurig, mal keine 0815 Handlung a la gut gegen Böse
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  13. #33 Reply With Quote
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    Kaze No Stigma

    Genre: Superpower

    Hauptfiguren:
    Jûgo - ist das Kannagi Familienoberhaupt
    Kazuma - ist der Sohn eines Kannagi-Clan Mitglieds, er wurde von seinem Vater verstoßen und ist nun zurückgekehrt
    Ren - ist Kazumas Bruder
    Ayano - ist Jûgos Tochter, sie soll später einmal das Familienoberhaupt sein
    Misao - ist eine Kannagi-Clan Angehörige



    Handlung:
    Die Geschichte handelt von verschiedenen Magier-Familienclans, welche sowohl gegen Dämonen kämpfen, als auch untereinander rivalisieren. So hat der Kannagi Clan als einer der gefürchtetsten und mächtigsten Clans viele Feinde. Als Kazuma wieder nach Tokyo zurückkehrt geschehen einige Morde und Angriffe auf Kannagi Mitglieder, die eindeutig auf ihn hinweisen. Kazuma selbst kann seine Unschuld zu Beginn auch nicht beweisen, was ihm in dem Moment noch relativ egal zu sein scheint. Doch als sein Bruder Ren entführt wird, tut er sich mit Ayano zusammen. Gemeinsam finden sie heraus, dass hinter den Vorfällen ein anderer Clan steckt und dieser wiederum von einem Dämon besessen ist. Mit vereinten Kräften kämpfen sie gegen den Dämon...
    Obwohl der Fall mit den Mysteriösen Morden geklärt worden ist, will Misao, eine Clanangehörige, nicht wahrhaben, dass Kazuma nicht der Mörder gewesen ist und hegt einen solchen Groll gegen diesen, dass sie ihn töten lassen will. Kazuma ist jedoch viel zu mächtig, als dass ihm Menschen etwas anhaben können und so erkennt Misao, das sie ebenfalls stärker werden muss. In ihrer Depression verkauft sie ihre Seele an einen Dämon und will alles tun, um Kazuma besiegen zu können...




    Fazit:
    Die Story ist stark geprägt von japanisch-konservativen Ideologien und baut zum Großteil auf Themen wie Ehre, Pflicht und Schicksal auf, was dem Anime einerseits ein authentisches Flair verpasst und ihn andererseits wieder sehr abgedroschen wirken lässt, was er meiner Meinung nach auch ist. Der Anime ist stark episodisch und bietet neben den aneinandergereihten Mini-Stories auch eine folgenübergreifende Lovestory, welch Überraschung. Manche Episoden sind auch einfach nur "daily-life" Filler.


    5/10 naja bissl spannend, abgedroschene mini-Story-Reihen-Story
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  14. #34 Reply With Quote
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    Chaos Head

    Genre: Thriller, Sci-Fi, Drama

    Hauptfiguren:
    Takumi - ist ein Hikkikomori und eingefleischter Otaku
    Shogun - eine Mysteriöser alter Mann in einem Rollstuhl der Taku zu verfolgen scheint
    Rimi, Nanami, Ayase, Yua, Sena Kozue - sind Takus Schwester, Freundinnen, Klassenkollegen und andere seltsame fremde Mädchen, die er in kürzester Zeit kennen lernt.



    Handlung:
    Der Name des Animes "Chaos Head" verkörpert im Grunde genommen das Kernthema des Animes und beschreibt den Hauptcharakter nahezu perfekt. Taku ist ein Otaku und Hikkikomori, spielt hauptsächlich online RPG's, sammelt Anime Figuren und geht nur so oft wie unbedingt nötig in die Schule. Eines Tages bekommt Taku von einem mysteriösen Mann eine Chat Nachricht mit Infos über die New Gene Morde in der Stadt. Er bekommt auch einen Link zu einem Bild. Aus Interesse klickt er auf den Link und sieht ein Foto auf dem ein Mann mit vielen Eisenkreuzen aufgespießt worden ist.
    Da Taku an für ihn sehr real wirkenden Wahnvorstellungen leidet ist er nicht sicher, ob er sich das alles nur einbildet, doch einen Tag darauf sieht er in einer versifften Nebengasse genau diese Szene und läuft im Schock mit einem der Eisenkreuze nach Hause. Kurz darauf lernt er ein sehr extrovertiertes Mädchen kennen, das genauso an Animes interessiert zu sein scheint wie er selbst. Zur selben Zeit trifft er auf eine Klassenkameradin, die angibt, sie sei eine Freundin von ihm. In der selben Woche kommt auch eine neue Austauschschülerin in seine Klasse. Sie alle haben ein gewisses Interesse an Taku und es stellt sich bald heraus, dass seine Wahnvorstellungen gar nicht so imaginär sind, wie er glaubt - er hat sogar Zweifel an sich selbst und vermutet, dass er Schlafwandler oder schizophren und sein zweites Ich Shogun (ein alter Mann im Rollstuhl der ihm immer wieder erscheint, bzw. nachstalked). Taku hat sogar die Befürchtung er könnte der New Gene Mörder sein, oder sich das alles nur vorzustellen.



    Fazit:
    Der Anime erinnert auf den ersten Blick an "Welcome to the NHK!", da Taku schlicht und einfach Irre zu sein scheint. Gleichzeitig wird dies von der ersten Episode widerlegt und Chaos Head wird richtig spannend. Das ganze Real - nicht Real Thema macht den Anime interessant und lässt den Zuschauer richtig im Dunkeln tappen. Ab dem Zeitpunkt, an dem Chaos Head zum Sci-Fi-Superpower-Kristallschwert-Anime mutiert war mir alles klar. Aus der ernst zu nehmenden Story wird ein mehr oder weniger pseudo-psychologie-wissenschaftlicher Nachmittagsanime. Ich persönlich war etwas enttäuscht - so ein toller Auftakt und driftet so ab...


    4-8/10 Anfang richtig toll, lässt aber leider stark nach...
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  15. #35 Reply With Quote
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    K-On!

    Genre: Music, School, Comedy

    Hauptfiguren:
    Yui - ist quasi der Hauptcharakter des Animes, wobei sie mehr eine Art Drehscheibe für Ereignisse und die Handlung ist; in der Band spielt sie die Lead Gitarre
    Ritsu - ist die Clubpräsidentin, sie ist aufbrausend, eigensinnig, vergesslich; in der Band spielt sie Schlagzeug
    Mio - ist ein extrem schreckhaftes und schüchternes Mädchen, aber die vernünftigste der Truppe; in der Band spielt sie Bass
    Tsumugi - ist der Ruhepol des Animes, im Vergleich zu den anderen ist sie immer gelassen und passt mit ihrer Art und dem leichten bisexuellen Touch doch recht gut in die Girliecrew hinein; in der Band spielt sie Keyboard
    Azusa - ist ein Jahr jünger als die anderen und am Anfang des Animes noch nicht einmal dabei, sie erscheint erst im zweiten Schuljahr ehe sie dem K-On Klub beitritt; in der Band spielt sie die zweite Gitarre
    Nodoka - taucht im Anime immer wieder mal auf, sie ist eine Kindheitsfreundin von Yui und ist sozusagen ein Nebencharakter mit allen typischen Nebencharaktereigenschaften, die so in der Klischeekiste zu finden waren, sie spielt nicht in der Band mit


    Handlung:
    Yui und Nodoka besuchen nun die High School und sprechen sich bei den Pausen und beim gemeinsamen Mittagessen immer wieder ab, wie es dem anderen so ergeht und was sich so tut. Dabei ergibt sich eines Tages das Thema, ob der jeweils andere schon einem Klub beigetreten ist. Klubs beinhalten außerschulische Freizeitaktivitäten die in der Schule angeboten, bzw. zumindest gefördert werden. Yui gesteht ihrer Freundin, dass sie noch immer nicht wisse welchem Klub sie beitreten soll, da sie eigentlich nicht wirklich etwas anstrengendes machen will und ihr ein ernst zu nehmender Klub gänzlich gegen den Strich geht. Nodoka überredet sie wortgewandt dann aber doch, sich das gut zu überlegen, da sie ohne Klub in Zukunft sicher einsam sein wird, wenn alle anderen ihre Freizeit schon fix verplant haben und keiner Zeit für sie hat. Das rüttelt die naive Yui wach und sie informiert sich am schwarzen Brett der Schule und entscheidet sich für den K-On Klub, da ihr Musik Spaß macht und Unterhaltungsmusik wie sie im K-On gespielt wird, generell unbeschwert wirkt - exakt das, was sich Yui erwartet hat und sie tritt dem Klub endgültig bei.
    Einziges Problem dabei: sie kann kein Instrument spielen, entscheidet sich aber für die Gitarre, kann aber nicht üben, da sie keine hat, kann sich aber keine kaufen, weil ihr Taschengeld nicht ausreicht. All das und ähnliche Situationen beschwingen die Handlung in den ersten paar Episoden. Als alle ihr Instrument haben und schön langsam als Band zum Üben beginnen, bemerken sie, dass sie nicht einfach spielen können, sondern auch Songs schreiben müssen. Diese Aufgabe wird kurzerhand Mio zugeteilt, welche den Text gleich am nächsten Tag den anderen präsentiert. Ab diesem Zeitpunkt war beschlossen, welche Art von Musik sie in Zukunft machen würden und wo sie überall auftreten wollen, doch bis es soweit ist, liegt noch ein langer weg vor der K-On Klub Band "Afterschool Teatime".



    Fazit:
    K-On ist ein Mädchen- Schulklub der sich mit Unterhaltungsmusik beschäftigt. Das lässt sich eigentlich schonmal auf den ganzen Anime übertragen dessen Handlung hauptsächlich das typisch klischeehafte Mädchenleben widerspiegelt. Was in der Handlungs- Kurzfassung und auch Charakterbeschreibung exakt hervorgeht: es geht nicht wirklich um Musik, Fachbegriffe, Kreativitätsflauten...sondern um Unterhaltung und das macht der Anime richtig gut. Er ist schön flüssig, nicht zäh, nicht zu sprunghaft, einfach, hat sympathische Charaktere und ist witzig. K-On ist definitiv nichts für jemanden der bei einem Girlie-Anime das Grausen kriegt oder sich eine spannende Handlung a la Band-Selbstfindungstrip erwartet. Wenn man den Anime in Berücksichtigung der angestrebten Zielgruppe und Genre bewertet ist er sogar ziemlich spitze.


    5-8/10 nicht sehr anspruchsvoll, perfektes Häppchen für Zwischendurch

    Zweit-Meinung:
    Quote Originally Posted by HappyTurtle View Post
    Kleine Zweitmeinung zu K-On!:

    K-On! ist Moe. K-On! ist Girly-Kram. Vom Grundsatz her war es das schon. Die Mädchen entsprechen voll dem Moe-Schema, jede mit ihrer kleinen Schwäche. Mehr Tiefgang besitzen die Charaktere nicht, erst Recht keine Charakterentwicklung. Der Großteil der Serienhandlung besteht in der Bemühung das Proben mit Kaffee trinken und schwätzen auszugleichen. Ein roter Faden ist nicht vorhanden, denselben Spannungsbogen findet man auch in Marx' "Kapital".

    Warum hat mich die erste Staffel aber trotzdem wunderbar unterhalten?
    Einmal haben die Witze meinen Geschmack getroffen. Für mich hat man sich nie zu ernst genommen, nette Überzeichnungen ziehen ins Lächerliche, wirken aber trotzdem nicht deplatziert. Zum Zweiten ist da die Musik. In- und Outro, vorgeführte Songs und der Soundtrack waren genau mein Ding, ähnlich wie bei Angel Beats werde ich hier wohl lange nicht von los kommen.
    Und wenn K-On! eines grundsäzlich richtig macht, dann ist es genau dass wofür es produziert wurde. Nämlich seichte und lustige Unterhaltung ohne Anspruch. Alles in allem bereue ich es kein bisschen doch mal reingeschaut zu haben und empfehle Mephistopheles Review hier oben drüber.

    Persönliche Wertung: 7/10
    Mephistopheles is offline Last edited by Önee-sama; 23.01.2014 at 01:46.

  16. #36 Reply With Quote
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    Michiko e Hatchin

    Genre: Action, Crime

    Hauptfiguren:
    Michiko Malandro - ist eine gesuchte Verbrecherin und sucht gemeinsam mit ihrer Tochter Hatchin ihren totgeglaubten Freund Hiroshi Morenos
    Hiroshi Morenos - hatte kurz nach Hatchins Geburt einen schweren Unfall und ist darauf hin verschwunden, er war ein enger Freund von Satoshi Batista
    Hana "Hatchin" Morenos - ist Michtiko's und Hiroshi's Tochter und mehr oder weniger die Hauptfigur in der Geschichte
    Satoshi Batista - ist ein Gangster und im ganzen Land gefürchtet
    Atsuko Jackson - ist gemeinsam mit Michiko aufgewachsen und hat sie stets als Rivalin und Freundin zugleich gesehen, sie ist nun Polizistin



    Handlung:
    Michiko und Atsuko sind beide elternlose Kinder und in einem korrupten Heim aufgewachsen, das Heimbeihilfen für Kinder bezieht, die schon längst versteigert wurden. Kurz nachdem die Beiden das Heim verlassen, lernt Michiko ihren zukünftigen Freund Hiroshi kennen und bekommt von ihm ihr gemeinsames Kind Hana, welches im Anime meißtens Hatchin genannt wird. Michiko hatte nie wirklich eine weiße Weste und ist außerdem die Freundin eines Mannes der wiederum der engste Freund des Ganovenbosses Satoshi ist. So kommt es, dass Michiko von Atsuko, welche mittlerweile Polizistin geworden ist, verhaftet wird und in ein Gefängnis für Schwerverbrecher kommt. Nicht viel später ist Hiroshi in einen schweren Busunfall verwickelt und scheint dabei gestorben zu sein, ist aber zugleich von der Bildfläche verschwunden. Es bleibt unklar, ob er das Unglück nur für seine rätselhafte Flucht benutzt hat. Während Michiko im Gefängnis sitzt wächst Hana bei einer sehr wohlhabenden Adoptivfamilie auf, die sie aber wie eine Sklavin hält. Von der leiblichen Tochter der Familie wird sie stets misshandelt und muss nahezu alle Erledigungen im Haushalt für den Pfarrer und dessen Frau übernehmen. Jetzt, 12 Jahre später erfährt die Familie, dass Michiko ausgebrochen und auf dem Weg ist um ihre Tochter abzuholen. Der Pfarrer rüstet sich mit seinem Gewehr und will Sie bei ihrer Ankunft erschießen, dazu kommt es jedoch nicht und Michiko fährt mit ihrem Motorrad mitten ins Esszimmer des Hauses und verschwindet mit Hana wieder. Gleich in der zweiten Episode wird Michiko ein weiteres mal von Atsuko geschnappt. Es ist nicht wirklich ersichtlich, scheint aber so, als hätte ihr Atsuko indirekt zur Flucht verholfen. Von nun an beginnt eine nahezu aussichtslose und riskante Suche nach Hiroshi, bei der die beiden ständig auf der Flucht vor der Polizei und anderen Ganoven sind. Es scheint als würden die beiden eher vom Zufall als durch ihre Recherchen geleitet und kommen nach einigen anfänglichen Rückschlägen auf die richtige Spur. Die beiden übernachten oft im Freien oder einer schäbigen Motel-Absteige, wo sich die Farbe schon von der Wand ablöst. Zeitweise arbeitet Hana auch in einem Restaurant um sich Schuhe kaufen zu können, die sie unbedingt haben will.
    Nach der kleinen Mini-Story geht die Suche weiter.



    Fazit:
    Michiko e Hatchin spielt in einem "fiktiven Brasilien" wo der Abgrund zwischen Arm und Reich nicht größer sein könnte. Das verkörpert einen großen Faktor im Anime und lässt das ganze Geschehen dramatischer, als auch authentischer erscheinen. Michiko ist mit ihrem Motorrad, ihrem äußerst reizvollem Auftreten und ihrer gesamten Art eine wahrhaftige Rebellin, während Hana noch sehr kindlich ist, dennoch viel rationaler rüberkommt als ihre Mutter. Auch der Tod wird im Anime sehr nüchtern gehandhabt - so sterben immer wieder Personen mit denen die beiden direkt oder indirekt in Kontakt getreten sind. Was Anfangs eher unwahrscheinlich aussieht bekommt nach einer kurzen "Bildungsphase des Zuschauers" rasch Hand und Fuß. Bis auf manche Michiko-Superwoman-Szenen ist der Anime sehr realistisch und im Vergleich zu den ewigen Japan-Gesellschafts-Familien-Schul-System-Stories erfrischend anders. Ich war erstaunt mit wie wenig Haupthandlung man eine so verstrickte, spannende, unterhaltsame Geschichte basteln kann, aber anscheinend ist es gelungen.


    9/10 spannend, realistisch, tolles Flair, anspruchsvoll
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  17. #37 Reply With Quote
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    Brave Story

    Genre: Magic, Fantasy-World

    Hauptfiguren:
    Wataru - ist der Hauptcharakter, er geht in die 5. Grundschule
    Mitsuru - ist gerade in die Parallelklasse von Wataru gekommen
    Keema - ist ein Eidechsenmenschwesen in Vision, er wird Watarus gefährte
    Meena - ist ein Katzenmädchen und Akrobatin in Vision, sie wird efenfalls eine treue Gefährtin von Wataru



    Handlung:
    Watarus bester Freund und er erkunden ein verfallenes altes Haus, das von den Kindern auch das Geisterhaus genannt wird, um dort selbst etwas übernatürliches zu erleben. Durch einen Zufall werden die beiden getrennt und Wataru trifft Mitsuru, einen Magierjungen der gerade in einem imaginären Tor verschwindet. Hinter diesem Tor, so hatte er ihm geschildert wird einem ein Wunsch erfüllt, wenn man alle Aufgaben besteht. Am nächsten Tag erfährt er, dass dieser Junge in seine Parallelklasse kommt. Wataru hatte bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Handlung des Animes beginnt, eine sehr glückliche Kindheit. Er hat viele Freunde und führt ein unbeschwertes Leben, doch eines Tages, gerade als er selbst nach Hause kommt sieht er schon seinen Vater vor der Wohnungstüre warten. Dieser will ihm klarmachen, dass er seine Mutter und ihn gänzlich verlassen will, da er mit seiner Situation unzufrieden ist und auch etwas vom Leben haben will, wie er es beschreibt. Watarus Mutter will ihn schützen, verdrängt ihre Gefühle und versichert ihm, dass alles in Ordnung sei. Das macht ihn so wütend, dass er wegläuft und erst am Abend wieder kommt, wo er seine Mutter regungslos am Boden findet. Es ist anzunehmen, dass sie aufgrund der starken Belastung zusammengebrochen ist. Von der Welt verraten entscheidet sich Wataru für das Tor in die Welt von Vision um die 5 Perlen, 5 Edelsteine, zu finden, die ihn zur Schicksalsgöttin bringen sollen. Diese, so sagt man, erfüllt einem dann einen beliebigen Wunsch. Schon sehr kurz nach seiner Ankunft in Vision lernt Wataru den Eidechsenmenschen Keema kennen, welcher ihn auf seinem Ochsenwagen mitfahren lässt. In der nächst größeren Stadt, in der sie bald drauf ankommen, lernt er Meena kennen. Diese verrät ihn anfangs an die Highlander, die Polizisten von Vision, wird dann aber nach der Aufklärung eines Missverständnisses seine Freundin.
    So begeben sich die 3 auf die Suche nach den restlichen Perlen.


    Fazit:
    Mich hat die Geschichte stark an die des Films "Mirror Mask" erinnert. Die Eltern streiten sich, bzw. die familiäre Situation ist äußerst angespannt. Jemand erkrankt und das Kind flieht in eine andere fiktive Welt um alles wieder gut zu machen. Doch als so simpel lässt sich der Anime auch nicht einfach abstempeln. Die Bilder sind hervorragend und haben einen gewissen Touch von gesunder Detail-Verliebtheit und die Handlung wird sehr flüssig und straff gehalten, obwohl der Anime fast 2h dauert. Mir hätte es nichts ausgemacht, wenn man den Film als Episodenhäppchen serviert hätte und dafür viel mehr auf Mini-Stories eingegangen wäre, dann wären die Kämpfe und Watarus Prüfungen bestimmt auch spannender gewesen und man hätte viel mehr über die wundersame Vision-Welt erfahren.


    9/10 schöne Geschichte, unterhaltsam, tolle Bilder - tolles Flair
    Mephistopheles is offline Last edited by Mephistopheles; 30.05.2010 at 00:43.

  18. #38 Reply With Quote
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    Toki wo Kakeru Shoujo

    Genre: Reality, School, Romanze, Sci-Fi

    Hauptfiguren:
    Makoto - ist eine etwas verworfene Teenagerin, sie ist der Hauptcharakter um den sich die Story dreht
    Chiaki "Chucky" - ist ein Freund von Makoto und Kosuke, sie alle drei gehen in die selbe Klasse und spielen beinahe jeden Nachmittag Baseball
    Kosuke - ist ebenfalls ein Freund von Makoto und ist mit Abstand der Vernünftigste in der Clique



    Handlung:
    Makoto träumt wie sie mit ihren beiden Freunden Chucky und Kosuke Baseball spielt, als ihr der Wecker ins Gesicht fällt und sie ihre Schwester daran erinnert, dass sie schon längst auf den Beinen sein sollte. Blitzschnell zieht sie sich an, läuft zum Esstisch und trinkt die Milch in ihrem Glas mit einem Zug hinunter. Mit dem Fahrrad gehts dann ab zur Schule. Gemeinsam mit Chucky kommt sie gerade noch rechtzeitig ins Klassenzimmer und kann kaum glauben, wieviel Glück sie heute Morgen schon genossen hat, doch gerade in diesem Moment beginnt der Klassenlehrer einen Test auszuteilen. Verschlafen und unvorbereitet hockt sie vor dem Zettel und kann keine einzige Frage beantworten. Auch in den Kochstunden geht es ihr nicht besser. Sie bespritzt sich mit heißem Öl, stolpert rückwärts und schleudert einen Krauthäuptling in die Pfanne, welche überquillt und in Flammen aufgeht. Auch der restliche Tag verläuft nicht besser, bis sie im Chemielabor stolpert und auf einer seltsamen Nuss landet. Ahnungslos fährt sie mit dem Fahrrad nach Hause und bemerkt nicht, dass die Bremsen defekt sind. Am Bahnübergang, welcher am ende einer steilen Straße liegt kann sie nicht mehr rechtzeitig bremsen und wird im Flug noch von dem herannahenden Zug erfasst. Im Geiste geht sich ihren letzten Tag noch einmal durch und dass sie vieles besser gemacht hätte. Sie hätte den Test nicht vermasselt, hätte sich beim Kochen Mühe gegeben und ihr Leben generell mehr genossen.
    Doch in diesem Moment erwacht Makoto kurz vor dem Übergang am Boden liegend. Nach weiteren Selbstversuchen ist sie sich sicher, sie kann in der Zeit reisen. So lebt sie diesen Tag so lange, bis er optimal passt. Auch den nächsten und die darauf folgenden genießt sie, als ob es ihre letzten wären. Immer stärker wird ihr Drang alles zu perfektionieren und bemerkt, dass sie mit ihren Zeitreisen auch Schaden angerichtet hat und statt ihr, den anderen Menschen die schlechten Dinge widerfahren...


    Fazit:
    Ich denk mir das bei Animes echt selten, aber dieser hier hat etwas von Kunst. Schon am Anfang merkt man, dass der Anime ein hochqualitativer ist. Die Dialoge sind dynamisch und flüssig und wirken nicht so hölzern, bzw. schauspielerhaft wie bei vielen anderen. Die Bilder sind gut, detailliert, aber nicht überladen, die Charaktere sind im Gegensatz dazu eher minimalistisch ausgeführt und kommen, welch seltsamer Anblick, auch mal ohne Cosplay Outfits und Möpsen gut an. Wer sich einen aktiongeladenen Mecha-, Ecchi-, Sci-Fi-, Fantasy- Anime erwartet ist hier an der falschen Adresse. TwKS hat nur das reale Leben zu bieten und stellt euch die Frage: hättet ihr es auch so gemacht wie Makoto, wärt ihr auch in der Zeit gesprungen um das Schöne auszukosten und dem Schlechten aus dem Weg zu gehen?
    Schon fantastisch wie man eine eigentlich so simple Geschichte so spannend rausputzen kann.


    10/10 lässt den Zuschauer mitleben, spannend, dramatisch, einfach gut

    Zweit-Meinung:
    Quote Originally Posted by Ö aka Messias View Post
    The Girl who leapt through Time

    Handlung:
    Tja, Makoto's Tag beginnt schon mal 'schlecht'. Mit den weiteren Ereignissen über den Tag, würde wohl jeder zum Schluss kommen, dies ist so ein Tag, an dem man lieber gar nicht erst aufgestanden wäre! Und zu allem Überdruss gipfelt der Tag dann in besagtem Zwischenfall an den Bahnschienen! Doch plötzlich erwacht sie und sieht, wie der Zug vorbei fährt...
    Ich habe die Story um Zeitreisen echt gemocht! Und während das Ganze anfangs noch wie eine reine Comedy wirkt (allein, WIE Makoto durch die Zeit springen muss, mit dieser 'Rolle á la Sam Fisher' ), merkt der Zuschauer, wie Makoto plötzlich Konsequenzen aus ihren Sprüngen klar werden! Der Anime verliert sich aber nie in den Zeitsprüngen und wird dabei nie unübersichtlich und man kann auch den Konsequenzen gut folgen.
    Zwei Kritikpunkte von mir:
    - wahrscheinlich Lamentieren auf hohem Niveau, aber als alter Sci-Fi-Fan musste ich ständig über ein Zeitparadoxon nachdenken, bei Makoto's Sprüngen in die Vergangenheit. Inwieweit man darüber nachdenken will, überlasse ich jedem selbst.
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zeitparadoxon als Stichwort! Müsste Makoto nicht sich selbst bei einem Zeitsprung begegnen???

    - das Ende war nicht so ganz zufriedenstellend. Nicht, dass die Konsequenzen nicht zunahmen, nicht dass es nicht dramatisch genug wurde, nein, sondern, inwieweit die Ära's auseinander sind! Ich lass das mal so stehen, will euch das Ende nicht zerspoilern! Aber es nahm mir auch etwas vom Romance-Aspekt!

    Charaktere:
    An sich erstmal Slice of Life Charaktere, aber Makoto zeigt eine richtig gute Chrakter-Entwicklung - quasi wie ein Reifeprozess! Ansonsten haben der Main-Cast genug an Tiefe und wird seinen Rollen gerecht. Auch die Neben-Chars sind gut in ihren Reaktionen auf die Veränderungen, die Makoto bewirkt.

    Optik:
    Auch wenn der anime wahrlich nix in der Optik an den Charakteren von meinen üblichen Genre's benötigt, so sind mir die Figuren doch etwas 'zu' einfach gezeichnet. Auch wenn es dem Setting allgemein zuträglich wird und so keine unnötigen Sachen (á la Ecchi, Überzeichnung etc.) die Handlung stören, hätte ich mir doch für etwas von 2006 mehr an Details gewünscht.

    Sound:
    Sehr schön. Auch wenn der Anime jetzt nicht unbedingt soviel Sound bringt, wusste er mich doch im Schlussviertel mit den Sounds zu überzeugen! Vor allem das eine Lied bei dem Sprung fand ich sehr, sehr passend und stylisch!
    Die Stimmen waren ok, nix weltbewegendes, aber zumindest dem jeweiligem Geschehen angepasst.

    Abschließend gesagt:
    Ein richtig guter Anime, mit leichten Abzügen in Sachen optischer Details und einem Ende, das mich persönlich in letzter Konsequenz nicht so zufrieden stellte! Ansonsten macht der Anime in seinen knapp 100 Minuten verdammt viel richtig und weiß auch allgemein zu Überzeugen. Auf jeden Fall sehenswert.
    Achja, meine nächste 'Walnuss' werde ich mir mal genauer Anschauen - schaut den Film, was es damit auf sich hat

    Persönliche Bewertung:
    8/10

    MAL - Score:
    8,57/10
    Mephistopheles is offline Last edited by Önee-sama; 19.07.2014 at 03:59.

  19. #39 Reply With Quote
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    Genre: Action, Crime, gene mutation

    Hauptfiguren:
    Tatsumi Saiga - ist ein leidenschaftlicher Fotograf der früher hauptsächlich in Kriegsgebieten tätig war.
    Kagura Tennozu - ist ein 15 jähriges Mädchen, sie trägt einen genmanipulierten virus in ihr und wird auch "die Göttin" genannt
    Shinsen Tennozu - ist Kaguras Mutter, behandelt sie jedoch sehr schlecht, da Shinsen von ihrem Mann verraten worden ist und ihren Hass an ihrer Tochter auslebt
    Hibari Ginza - hat mit Saiga eine Sexbeziehung und sich dennoch in ihn verliebt
    Chōji Suitengu - ist neben Shinsen ein weiterer Gegenspieler von Saiga



    Handlung:
    Saiga, der sein Verlangen zu Fotografieren nur dann wirklich ausleben kann, wenn er extreme Situationen vor die Linse bekommt fühlt sich nach seinen Einsätzen als Kriegsfotograf in Tokyo-Stadt regelrecht unterfordert und langweilt sich zu Tode. Er arbeitet zwar weiterhin für die selbe Agentur und trifft sich regelmäßig mit Ginza, doch er sucht schon lange nach einer neuen Herausforderung. Durch einen Zufall erfährt er von der mächtigen Tennozu Gruppe, einem Firmenkonglomerat, welches von Shinsen Tennozu geleitet wird und dass diese Gruppe in geheime illegale Machenschaften verwickelt sein könnte. Saiga geht der Sache sofort auf den Grund und folgt einem Politiker, welcher Mitglied des geheimen Clubs ist. In der Tiefgarage, welche in einen weiteren Tunnel führt, überwältigt ihn Saiga und zieht dessen Umhang inklusive Erkennungszeichen an. Im Club angekommen kann Saiga seinen Augen nicht trauen. Es ist beinahe die gesamte politische Führung des Landes hier versammelt und lässt sich von leicht bekleideten jungen Frauen mit Wein, gutem Essen und Sex verwöhnen. Saigas Erkundungen führen ihn in einen weiteren großen Raum, der einer riesigen zylindrischen Halle gleicht. Gerade als der Fotograf eintrifft wird ein Ritual ausgeführt und ein Mädchen schwebt von der Decke auf den Altar herab. Saiga kann nicht widerstehen, fotografiert das Schauspiel und wird dabei entdeckt. Sofort wird er gepackt und von Suitengu, dem Oberhaupt des Clubs zum Tode verurteilt. Noch bevor es dazu kommen kann küsst ihn das Mädchen er eben noch vom Himmel schweben sah. Ehe er es bemerkt hat ihn ihm eine Mutation stattgefunden und er ist ein Wirtskörper für den Euphoria Virus geworden. Das Bedeutet das sich Saigas sehnlichster Wunsch erfüllt hat und er nun mit seiner Kamera alles zerstören kann, was er fotografiert. Mit letzter Kraft kann er sich und das Mädchen das offensichtlich unter Schock steht retten.
    Von nun an beginnt eine ununterbrochene Hetzjagd bei der Saiga erst einmal herausfinden muss, was mit ihm geschehen ist und was das alles mit dem rätselhaften Mädchen Kagura Tennozu zu tun hat.
    Die zweite Episode erzählt von Kaguras Alltagsleben, ihrer Schule, ihrer Mutter Shinsen und dessen Liebhaber Suitengu. Es wird klar, dass Tokyo nach der Wirschaftskrise noch gespaltener ist, als es ohnehin schon war und das Leben der Menschen käuflich geworden ist.



    Fazit:
    Die ersten Beiden Episoden haben mich so gefesselt, dass ich unbedingt den ganzen Anime sehen musste und ich muss sagen...ich bin innerlich etwas gespalten. Auf der einen Seite war er wirklich spannend und auf der anderen Seite hat sich der "rote Faden" immer wieder mal blau und grün gefärbt wenn ihr versteht was ich meine. Die ganze Genmutation-Sache wird am Anfang so hochgepushed und ist am Ende nur noch ein Nebenprodukt eines dramatischen Racheaktes.


    6/10 geht so bis sehenswert, hat mich beeindruckt, aber nicht wirklich aus den Socken gerissen
    Mephistopheles is offline

  20. #40 Reply With Quote
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    B Gata H Kei

    Genre: Comedy, Romance

    Hauptfiguren:
    Yamada - ist eine der beiden Hauptcharaktere, sie wird nahezu immer von sexuellen Phantasien verfolgt, ist aber aufgrund ihrer hohen Ansprüche und rgoistischen Art noch sehr unerfahren was Beziehungen und Sex angeht.
    Kosuda - geht in die selbe Klasse wie Yamada, er ist ein durchschnittlicher Oberschüler und versteht seit seinem Zusammentreffen mit Yamada die Welt nicht mehr
    Mihru - ist eine sehr Enge Freundin von Yamada, im Gegensatz zu ihr ist sie eine erfahrene junge Frau und hat schon länger einen festen Freund



    Handlung:
    Das kommende Schuljahr steht vor der Tür und die Schüler werden neuen Klassen zugeteilt. Kurz vor Schulbeginn geht Yamada mit ihrer besten Freundin Miharu shoppen. In der Stadt wird Yamada auch gleich von zwei Jungen angesprochen und eingeladen etwas mit ihnen zu unternehmen. Yamada lässt diese aber eiskalt abblitzen, da sie, wie sie Miharu erklärt, nur etwas mit gut aussehenden Männern zu tun haben will. In Wirklichkeit war sie mit ihren Gedanken aber schon ganz wo anders und kann es nicht verkraften, dass vermutlich schon jeder in ihrem Alter mehr Erfahrung hat als sie selbst. In einem Laden klettert Yamada auf eine Leiter um ein Buch von ziemlich weit oben zu erreichen, gerät dabei aus dem Gleichgewicht und fällt rücklings auf Kosuda, der zufällig vorbeigegangen ist. Auf diesem liegend kommt sie zu sich und stellt sich dem verwirrten Jungen vor. Noch im selben Atemzug fragt sie ihn, ob er noch Jungfrau ist. Geschockt springt Kosuda auf und läuft davon. Ein klares Ja für Yamada und somit gleichzeitig ein fester Beschluss mit ihm ihr erstes Mal zu haben. Am nächsten Tag treffen sich die beiden unverhofft in der Schule in der selben Klasse und sitzen auch noch neben einander. Nachdem die erste, wieder aufwallende, peinliche Atmosphäre verflogen ist folgt die nächste und Kosuda, sowohl als auch Yamada werden von der Klassenlehrerin zum Bibliotheksdienst verdonnert. Dort kommen sie sich abermals näher und Yamada verwirft ihren Plan, mit mindestens 100 Männern zu schlafen und will sich vorerst nur auf Kosuda konzentrieren, der die Welt nicht mehr versteht und sich einfach nicht erklären kann, wieso sie genau ihn ausgewählt hat. In den nächsten Episoden kommt es zu einem stetigen Hin und Her, doch als sich eine Austauschschülerin an Kosuda ran-macht, fängt Yamada an für ihr Glück zu kämpfen.



    Fazit:
    B Gata H Kei ist ein typischer Slapstick-Romanze-unter-Highschool-Schülern Anime mit einer Menge peinlicher Szenen und einem Berg Libido, gemixt mit einer Ladung Unreife. An sich ist die Story im Vergleich zu Lovely Complex gar nicht mal so schlecht, bringt aber bei weitem nicht so viel Emotion rüber und wird wegen den unzählbaren "ich will dir etwas sagen, bin aber peinlich berührt, lasse es bleiben und mein Kopf wird hochrot"-Momenten langweilig. Dennoch muss ich sagen, dass ich BH amüsiert bis zum Schluss mitverfolgt habe und als zwischendurch-Anime als geeignet weiterempfehle.


    7/10 amüsant, nicht anspruchsvoll, gut für Zwischendurch
    Mephistopheles is offline

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