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  1. #1 Reply With Quote
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    https://www.spektrum.de/news/mittela...b-global-de-DE

    Hier ist ein interessanter Artikel von Spektrum über die Sekte der Assassinen und welche Rolle sie wirklich gespielt haben. Vielleicht für den ein oder anderen AC-Spieler interessant. Eventuell auch als News/Artikel interessant.

    Was haltet ihr von den Assassinen? Interessieren euch die realen Gegebenheiten oder seid ihr eher an der Isu-Geschichte dran? Ich muss ja ehrlich sagen, das ich mir AC: Odyssey wegen Griechenland gekauft habe.
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  2. #2 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Almalexia View Post
    ... Was haltet ihr von den Assassinen? Interessieren euch die realen Gegebenheiten oder seid ihr eher an der Isu-Geschichte dran? Ich muss ja ehrlich sagen, das ich mir AC: Odyssey wegen Griechenland gekauft habe.
    Von den realen Assassinen halte ich nicht viel. Sie waren Sektierer die ihre politischen Ziele mittels Mord durchsetzen wollten. Zur Verteidigung kann man sagen das sie keine Massenmörder und auch keine Terroristen im modernen Sinn waren. Aber so richtig nette Zeitgenossen waren sie auch nicht. Allerdings war es eine brutale Zeit. Morde aus politischen und/oder religiösen Gründen waren nicht gerade selten. So gesehen unterschieden sich die realen Assassinen gar nicht mal so sehr in ihrer Umwelt. Zur Legende wurden sie erst später durch die Berichte der Kreuzfahrer und anderer Chronisten.

    Die realen Assassinen interessieren mich nicht besonders. Aber die Isu interessieren mich überhaupt nicht. Die Isu-Geschichte finde ich dermaßen lahm und öde, das es schon unheimlich ist.

    Ich spiele die AC v.a. wegen des Gameplays, wegen der Storys (v.a. AC II) und nicht zuletzt wegen der geilen Schiffskämpfe. Ohne die Schiffskämpfe wäre ich nach AC III aus der Serie ausgestiegen. Na ja, und Ägypten war einfach nur wunderschön. Seitdem geht mein Interesse allerdings wieder steil bergab. Odyssey habe ich tatsächlich als erstes AC nicht komplett durchgespielt und bei Valhalla habe ich bis heute nicht mal ein Viertel geschafft.
    "Vittoria agli Assassini!"

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  3. #3 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Alexander-JJ View Post
    Von den realen Assassinen halte ich nicht viel. Sie waren Sektierer die ihre politischen Ziele mittels Mord durchsetzen wollten. Zur Verteidigung kann man sagen das sie keine Massenmörder und auch keine Terroristen im modernen Sinn waren. Aber so richtig nette Zeitgenossen waren sie auch nicht. Allerdings war es eine brutale Zeit. Morde aus politischen und/oder religiösen Gründen waren nicht gerade selten. So gesehen unterschieden sich die realen Assassinen gar nicht mal so sehr in ihrer Umwelt. Zur Legende wurden sie erst später durch die Berichte der Kreuzfahrer und anderer Chronisten.

    Die realen Assassinen interessieren mich nicht besonders. Aber die Isu interessieren mich überhaupt nicht. Die Isu-Geschichte finde ich dermaßen lahm und öde, das es schon unheimlich ist.

    Ich spiele die AC v.a. wegen des Gameplays, wegen der Storys (v.a. AC II) und nicht zuletzt wegen der geilen Schiffskämpfe. Ohne die Schiffskämpfe wäre ich nach AC III aus der Serie ausgestiegen. Na ja, und Ägypten war einfach nur wunderschön. Seitdem geht mein Interesse allerdings wieder steil bergab. Odyssey habe ich tatsächlich als erstes AC nicht komplett durchgespielt und bei Valhalla habe ich bis heute nicht mal ein Viertel geschafft.
    Kann es sein, dass du dich sehr für Geschichte interessierst oder beruflich was mit Geschichte machst?

    Ägypten fand ich auch wunderschön. Origins empfand ich als sehr atmosphärisch. Schiffskämpfe waren tatsächlich nicht so meins. Wenn du magst, kannst ja gerne meinen Speicherstand haben und dann alle Alpha-Schiffe in Black Flag machen.
    da_irga is offline
  4. #4 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by da_irga View Post
    Kann es sein, dass du dich sehr für Geschichte interessierst oder beruflich was mit Geschichte machst? ...
    Ich interessiere mich privat und persönlich sehr stark für Geschichte. Aber beruflich mache ich was ganz anderes. Da verschicke ich eher langweilige Dinge von A nach B.

    Quote Originally Posted by da_irga View Post
    Ägypten fand ich auch wunderschön. Origins empfand ich als sehr atmosphärisch. Schiffskämpfe waren tatsächlich nicht so meins. Wenn du magst, kannst ja gerne meinen Speicherstand haben und dann alle Alpha-Schiffe in Black Flag machen.
    Ja, Ägypten ist eine Wucht (also das aus dem Game, das reale Ägypten hat ja auch seine Schattenseiten).

    Und vielen Dank für das Angebot. Aber Black Flag habe ich nicht mal mehr auf der Festplatte. Ich hänge gerade an Metro Exodus fest (schon wieder!) und danach ist dann nochmal SW: Fallen Order dran. Und danach vielleicht endlich mal Valhalla. Irgendwann muss ich das ja auch mal durchspielen ...
    "Vittoria agli Assassini!"

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  5. #5 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Alexander-JJ View Post
    Ich interessiere mich privat und persönlich sehr stark für Geschichte. Aber beruflich mache ich was ganz anderes. Da verschicke ich eher langweilige Dinge von A nach B.



    Ja, Ägypten ist eine Wucht (also das aus dem Game, das reale Ägypten hat ja auch seine Schattenseiten).

    Und vielen Dank für das Angebot. Aber Black Flag habe ich nicht mal mehr auf der Festplatte. Ich hänge gerade an Metro Exodus fest (schon wieder!) und danach ist dann nochmal SW: Fallen Order dran. Und danach vielleicht endlich mal Valhalla. Irgendwann muss ich das ja auch mal durchspielen ...

    Da könnte dir AC Landmarks gut gefallen. Die recherchieren Geschichtliches nach und veranschaulichen und fassen das zusammen. Ich finde im Moment keinen entsprechenden Tweet. Aber es kommen immer wieder mal Tweets mit richtig Input.

    Ich hätte auch gern ein ausgeprägtes Interesse für Geschichte, aber bei mir bleibt es dann oft bei emotionalen und gesellschaftlichen Themen. Mich interessiert viel mehr, wie damals kommuniziert wurde, und welche Trends sie hatten. Ich bin da mehr so der Wirtschaftstyp, wenn es um Geschichte geht.

    Wie findest du, hat Ägypten mit der Story um die Assassinen harmoniert?
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    (Die Gründung der Bruderschaft.)

    Würde mich mal interessieren, was du davon denkst. Ich werd demnächst auch in einer News noch was schreiben, was ich auch ganz interessant fand, was mit Geschichte und AC zu tun hat. Ist aber nichts großes.


    Ist das SW: Fallen Order gut? Ich bin immer ein wenig skeptisch bei Spielen, deren Basis ein Drehbuch eines Filmes ist. Wobei ich im Moment auch sehr gerne Jurassic World Evolution spiele und das wirklich toll ist. Ich kenne es von früher noch so, dass die Spiele zu den Verfilmungen eher mau waren.

    Metro Exodus hört sich interessant an, aktuell spiele ich zwar keine Shooter, aber ich steh total auf Postapokalypse. Kann dir da Horizon Zero Dawn empfehlen, mein absolutes Lieblingsgame neben AC.

    Ja, bei Valhalla hab ich komischerweise auch mehrere Anläufe gebraucht. Aber das fiel mir auch schon bei Odyssey auf. Ich finde, zum Schluss hin wird es nochmal interessanter. Gerade in der Mitte der Ländereieneinnahmen zieht es sich meiner Meinung stellenweise ganz schön.
    da_irga is offline Last edited by da_irga; 02.05.2021 at 19:18.
  6. #6 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by da_irga
    Ist das SW: Fallen Order gut? Ich bin immer ein wenig skeptisch bei Spielen, deren Basis ein Drehbuch eines Filmes ist. Wobei ich im Moment auch sehr gerne Jurassic World Evolution spiele und das wirklich toll ist. Ich kenne es von früher noch so, dass die Spiele zu den Verfilmungen eher mau waren.
    Star Wars Jedi Fallen Order ist gut. Es spielt zwar im Star Wars-Universum hat aber nichts mit den Filmen an sich zu tun. Ich kann es nur empfehlen.

    Quote Originally Posted by da_irga
    Metro Evolution hört sich interessant an, aktuell spiele ich zwar keine Shooter, aber ich steh total auf Postapokalypse. Kann dir da Horizon Zero Dawn empfehlen, mein absolutes Lieblingsgame neben AC.
    Das Spiel heißt Metro Exodus und nicht Metro Evolution und hat noch zwei Vorgänger: Metro 2033 und Metro The last Light. Die Serie basiert auf dem Roman Metro 2033 von Dimitri Gluchowski. Die Reihe spielt in einer von Nuklearwaffen verwüsteten Welt. Das Spiel hat nichts mit Horizon Zero Dawn zu tun. Auch wenn das sicherlich kein schlechtes Spiel ist. Metro ist ein klassischer Shooter.

    Metro Exodus muss ich mir auch noch holen, habe es ja noch nicht, weil die Entwickler der Meinung waren, sie müssten es für ein Jahr exklusiv im Epic Game Store anbieten. Außerdem mit der Zeit werden die Spiele ja billiger.
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  7. #7 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by da_irga View Post
    ... Wie findest du, hat Ägypten mit der Story um die Assassinen harmoniert?
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    (Die Gründung der Bruderschaft.)

    Würde mich mal interessieren, was du davon denkst. Ich werd demnächst auch in einer News noch was schreiben, was ich auch ganz interessant fand, was mit Geschichte und AC zu tun hat. Ist aber nichts großes. ...
    Historisch gesehen ist das natürlich Quatsch. Andererseits ist die Antike sowohl kulturell als auch sozial und natürlich zeitlich so weit von unserer Zeit und Gesellschaftsordnung entfernt, das man die Gründung von Geheimgesellschaften und Meuchelmördern durchaus glauben kann. Es hätte ja so sein können. Immerhin ist das im wahren Sinn eine "fremde" Welt. Deswegen passen die Assassinen auch besser ins antike Ägypten als z.B. nach Nordamerika, Frankreich oder England des 17. bis 19. Jahrhunderts.

    Aber InGame ist es nicht soooo schlecht inszeniert. Hätte natürlich auch besser sein können. Immerhin gründen Bayek und Aya die Verborgenen/Bruderschaft aka Proto-Assassinen in einem kleinen Hinterzimmer mit drei anderen NPCs. Keine Große Sache also, aber ok, jeder fängt mal klein an. Ansonsten sehen wir ja nicht viel vom Aufbau der Verborgenen. Aya kennt plötzlich Brutus und Bayek hat auf dem Sinai plötzlich eine ganze Organisation hinter sich, während er in Theben wieder allein unterwegs ist. Das alles ist also ziemlich uneinheitlich und verwirrend, wie so vieles bei AC. Die Autoren waren sich wahrscheinlich mal wieder nicht sicher, wie sie mit der ganzen Sache umgehen sollen.

    Also alles in allem zeigt Origins weniger den Aufbau/Gründung der Bruderschaft als vielmehr den Lebensweg von Bayek. Und das macht das Game ganz ordentlich, auch wenn natürlich fast kein Klischee ausgelassen wird.

    Alles in allem ist die Story um die Assassinen-Gründung im antiken Ägypten glaubhaft umgesetzt worden. Das passt schon. Man hätte es vielleicht besser machen können, aber insgesamt denke ich, das die Autoren sich hier noch die Mühe gaben das alles halbwegs gut umzusetzen. Natürlich steht Bayeks Rachegeschichte zu stark im Vordergrund. Aber ok, es ist ja ein Game und die Story ist wie in fast allen ACs nicht die Hauptstärke des Spiels.

    Quote Originally Posted by da_irga View Post
    ... Ist das SW: Fallen Order gut? Ich bin immer ein wenig skeptisch bei Spielen, deren Basis ein Drehbuch eines Filmes ist. Wobei ich im Moment auch sehr gerne Jurassic World Evolution spiele und das wirklich toll ist. Ich kenne es von früher noch so, dass die Spiele zu den Verfilmungen eher mau waren.

    Metro Exodus hört sich interessant an, aktuell spiele ich zwar keine Shooter, aber ich steh total auf Postapokalypse. Kann dir da Horizon Zero Dawn empfehlen, mein absolutes Lieblingsgame neben AC.

    Ja, bei Valhalla hab ich komischerweise auch mehrere Anläufe gebraucht. Aber das fiel mir auch schon bei Odyssey auf. Ich finde, zum Schluss hin wird es nochmal interessanter. Gerade in der Mitte der Ländereieneinnahmen zieht es sich meiner Meinung stellenweise ganz schön.
    Fallen Order hat eine gut inszenierte Story, Metro Exodus auch. Zudem ist Metro Exodus auch ein guter Shooter. Weiterhin finde ich, das die Charaktere viel besser aufgebaut sind als in allen ACs seit AC II. Wenn z.B. Anna und Artjom in Metro Exodus einfach nur dasitzen und sie sich an ihn kuschelt, dann wirkt allein diese Szene glaubhafter und realistischer als alles, was AC jemals geschafft hat. Allein in dieser Szene baut man zu den Chars eine viel engere Beziehung auf, als man das z.B. zu Eivor und Co jemals könnte.
    "Vittoria agli Assassini!"

    - Caterina Sforza, Rom, 1503
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  8. #8 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Alexander-JJ View Post
    Historisch gesehen ist das natürlich Quatsch. Andererseits ist die Antike sowohl kulturell als auch sozial und natürlich zeitlich so weit von unserer Zeit und Gesellschaftsordnung entfernt, das man die Gründung von Geheimgesellschaften und Meuchelmördern durchaus glauben kann. Es hätte ja so sein können. Immerhin ist das im wahren Sinn eine "fremde" Welt. Deswegen passen die Assassinen auch besser ins antike Ägypten als z.B. nach Nordamerika, Frankreich oder England des 17. bis 19. Jahrhunderts.

    Aber InGame ist es nicht soooo schlecht inszeniert. Hätte natürlich auch besser sein können. Immerhin gründen Bayek und Aya die Verborgenen/Bruderschaft aka Proto-Assassinen in einem kleinen Hinterzimmer mit drei anderen NPCs. Keine Große Sache also, aber ok, jeder fängt mal klein an. Ansonsten sehen wir ja nicht viel vom Aufbau der Verborgenen. Aya kennt plötzlich Brutus und Bayek hat auf dem Sinai plötzlich eine ganze Organisation hinter sich, während er in Theben wieder allein unterwegs ist. Das alles ist also ziemlich uneinheitlich und verwirrend, wie so vieles bei AC. Die Autoren waren sich wahrscheinlich mal wieder nicht sicher, wie sie mit der ganzen Sache umgehen sollen.

    Also alles in allem zeigt Origins weniger den Aufbau/Gründung der Bruderschaft als vielmehr den Lebensweg von Bayek. Und das macht das Game ganz ordentlich, auch wenn natürlich fast kein Klischee ausgelassen wird.

    Alles in allem ist die Story um die Assassinen-Gründung im antiken Ägypten glaubhaft umgesetzt worden. Das passt schon. Man hätte es vielleicht besser machen können, aber insgesamt denke ich, das die Autoren sich hier noch die Mühe gaben das alles halbwegs gut umzusetzen. Natürlich steht Bayeks Rachegeschichte zu stark im Vordergrund. Aber ok, es ist ja ein Game und die Story ist wie in fast allen ACs nicht die Hauptstärke des Spiels.
    Jetzt wo du es sagst, weiß ich auch, warum mich diese Teile nicht so angesprochen haben. Wobei mich Syndicate von seiner Atmosphäre her schon gepackt hat.

    Auf mich wirkte die Story in Origins an der Stelle mit der Bruderschaft auch ein wenig verwirrend. Vor allem in den letzten Teilen ab Origins ist mir aufgefallen, dass die Story mehr bausteinhaft rüberkommt, als erzählt.

    Soweit ich weiss, reist Ubisoft in der Regel auch zu den Orten hin, welche sie entwickeln, um ein Gefühl für den Ort zu bekommen. Deshalb sind sie für Valhalla auch von Norwegen nach England gereist, um nachempfinden zu können, wie es sich angefühlt haben muss, als Wikinger plötzlich grüne satte Wiesen zu sehen. Das wollten sie in Valhalla eigentlich gut rüberbringen. Hast du von diesem Effekt etwas gemerkt? Ich wusste davon ja schon, also war ich voreingenommen. Für mich hatte es keinen Wow-Effekt.

    Ach, die Storys aus den ersten Teilen haben mir schon zugesagt. Ab Black Flag ging es für mich bergab. Am besten fand ich die Story von Revelations. Da kam die Gemeinschaft der Assassinen für mich auch am besten rüber.


    Quote Originally Posted by Alexander-JJ View Post
    Fallen Order hat eine gut inszenierte Story, Metro Exodus auch. Zudem ist Metro Exodus auch ein guter Shooter. Weiterhin finde ich, das die Charaktere viel besser aufgebaut sind als in allen ACs seit AC II. Wenn z.B. Anna und Artjom in Metro Exodus einfach nur dasitzen und sie sich an ihn kuschelt, dann wirkt allein diese Szene glaubhafter und realistischer als alles, was AC jemals geschafft hat. Allein in dieser Szene baut man zu den Chars eine viel engere Beziehung auf, als man das z.B. zu Eivor und Co jemals könnte.
    Wirklich sehr interessant, ich soll dir übrigens ein Dankeschön von einer Freundin von mir ausrichten, die sich Metro Exodus anschauen wird. Sie steht auf Postapokalypse und zockt gern Shooter.

    Habe mir noch den Trailer von Metro Exodus angesehen. Wirkt sehr atmosphärisch. Was du beschreibst, ist mir auch in Horizon Zero Dawn aufgefallen oder bei anderen Spielen, deren Entwickler noch recht klein sind. Habe mich dazu erst vor ein paar Tagen mit einem Kollegen aus der Spieleentwicklung unterhalten, warum kleine Entwickler sowas besser hinbekommen als die großen. Finde das sehr interessant. Ich denke, zwei der Gründe, weshalb AAA-Titel wie AC nicht so sein können, ist dass sie bei der Masse Anklang finden müssen und die Kommunikationswege in kleineren Firmen besser sind.
    da_irga is offline
  9. #9 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by da_irga View Post
    ... Soweit ich weiss, reist Ubisoft in der Regel auch zu den Orten hin, welche sie entwickeln, um ein Gefühl für den Ort zu bekommen. Deshalb sind sie für Valhalla auch von Norwegen nach England gereist, um nachempfinden zu können, wie es sich angefühlt haben muss, als Wikinger plötzlich grüne satte Wiesen zu sehen. Das wollten sie in Valhalla eigentlich gut rüberbringen. Hast du von diesem Effekt etwas gemerkt? Ich wusste davon ja schon, also war ich voreingenommen. Für mich hatte es keinen Wow-Effekt. ...
    Das wusste ich noch nicht. Danke für diese Infos. Vielleicht war das auch nur eine Entschuldigung um mal eine sehr lange Dienstreise machen zu können.

    Aber im ernst: Dieses England bzw. Engla-Land sieht dem realen England nicht sehr ähnlich. Dito bei Süd-Norwegen. So viel Eis, Schnee und Wald gibt es da doch gar nicht. Die Unterschiede zwischen beiden Ländern sind in der Realität meiner Meinung nach nicht sehr groß.

    Quote Originally Posted by da_irga View Post
    ... Ach, die Storys aus den ersten Teilen haben mir schon zugesagt. Ab Black Flag ging es für mich bergab. Am besten fand ich die Story von Revelations. Da kam die Gemeinschaft der Assassinen für mich auch am besten rüber. ...
    Ja, in Revelations war das wirklich gut gelöst worden. Da war das wirklich eine Bruderschaft. In Origins war es eher das Abenteuer von Bayek plus ein bisschen Aya. Aber gut, ich mag Origins. Nur die "Gründung" der Assassinen wird in dem Game eher so nebenbei behandelt. Das hätte man vielleicht zum Hauptthema machen sollen statt der x-ten Rachegeschichte.

    Quote Originally Posted by da_irga View Post
    Wirklich sehr interessant, ich soll dir übrigens ein Dankeschön von einer Freundin von mir ausrichten, die sich Metro Exodus anschauen wird. Sie steht auf Postapokalypse und zockt gern Shooter.

    Habe mir noch den Trailer von Metro Exodus angesehen. Wirkt sehr atmosphärisch. Was du beschreibst, ist mir auch in Horizon Zero Dawn aufgefallen oder bei anderen Spielen, deren Entwickler noch recht klein sind. Habe mich dazu erst vor ein paar Tagen mit einem Kollegen aus der Spieleentwicklung unterhalten, warum kleine Entwickler sowas besser hinbekommen als die großen. Finde das sehr interessant. Ich denke, zwei der Gründe, weshalb AAA-Titel wie AC nicht so sein können, ist dass sie bei der Masse Anklang finden müssen und die Kommunikationswege in kleineren Firmen besser sind.
    Ja, das könnte gut sein. Große AAA Produktionen sind oft etwas, wie soll ich sagen, steril vielleicht. Die Chars sind 08/15 Abziehbilder. Man will ja niemanden auf die Füße treten. Darunter leidet dann auch die Interaktion zwischen den NPCs und am Ende die Bindung von Gamer an NPC.
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  10. #10 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Alexander-JJ View Post
    Aber im ernst: Dieses England bzw. Engla-Land sieht dem realen England nicht sehr ähnlich. Dito bei Süd-Norwegen. So viel Eis, Schnee und Wald gibt es da doch gar nicht.
    Es war jedenfalls genug, um eine Völkerwanderung auszulösen und 400 Jahre später immer noch dafür zu sorgen, das die Vik-inger auf den "Viking" gingen. Das taten die imho nicht, weil sie gerne ihr Leben riskierten oder ihnen soviele Alternativen (Ackerbau) offenstanden. Irgendwas muß da also gewesen sein.

    Quote Originally Posted by Alexander-JJ View Post
    Die Unterschiede zwischen beiden Ländern sind in der Realität meiner Meinung nach nicht sehr groß.
    Meines Wissens waren wir um 800 immer noch in derselben Kaltzeit, die auch zur großen Völkerwanderung und damit indirekt auch zum Untergang Roms geführt hat.

    Wie es inmitten einer solchen Wetterphase am nördlichen Rand Europas aussah, will ich glaube ich gar nicht wissen. Aber ich kann mich natürlich auch täuschen. Nur, wie es jetzt da oben aussieht ist in diesem Zusammenhang glaube ich eben nicht wirklich relevant.
    Diese Welt ist darauf ausgerichtet, uns all das zu geben was wir nicht begehren, während sie uns gleichzeitg alles verwehrt was wir unbedingt besitzen wollen.
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  11. #11 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Thorn1030 View Post
    Es war jedenfalls genug, um eine Völkerwanderung auszulösen und 400 Jahre später immer noch dafür zu sorgen, das die Vik-inger auf den "Viking" gingen. Das taten die imho nicht, weil sie gerne ihr Leben riskierten oder ihnen soviele Alternativen (Ackerbau) offenstanden. Irgendwas muß da also gewesen sein. ...
    Viele der Wikinger, zumindest die Edlen, taten es meist um Beute zu machen und damit zuHause eine gehobene Stellung einzunehmen. Um mit König und Jarl zu konkurrieren. Die wenigsten Wikinger-Anführer wollten sich irgendwo ansiedeln. Wenn es zur Ansiedlung kam, so in der Normandie, in Friesland oder der Bretangne, dann ging der Anstoß dafür von festländischen bzw. fränkischen Herrschern aus. Sie wollten ihr Land schützen. Die Besiedelung des Danelags in Ost-England war die Folge einer Reihe von Niederlagen bzw. Rückschlägen des "Großen Heeres" gegen westsächsische Heere. Landsuche oder die Suche nach einem neuen Heimatland spielten bei den Wikingern eher eine untergeordnete Rolle.

    Dito bei der Besiedelung der Färöer, Shetland- und Orkney-Inseln und Hebriden. Da gings eher um die Sicherung von Seewegen. Die Ansiedlung im Osten, im spären Alt-Russland, diente der Sicherung der Handelswege. Das waren meistens Militär- und Handelsposten. Drum herum bildeten sich dann später echte Siedlungen mit gemischter skandinavischer/einheimischer Bevölkerung. Aber das war nicht geplant und auch keine Völkerwanderung.

    Man darf auch nicht vergessen das mittelalterliche Anführer ihren Kriegern, die in der Regel "Freie" waren, einen Anreiz zur Gefolgstreue geben mussten. Neben Beute und Frauen war das v.a. für höherrangige Krieger eben Landbesitz. Es ist daher nicht ungewöhnlich das erfolgreiche, oder auch nicht so erfolgreiche, Wikinger-Anführer erobertes Land an ihre Gefolgsleute zu Lehen vergaben. Daraus entwickelten sich manchmal Siedlungen die noch heute existieren, aber das ist eher auf das politisch-soziale System des Personenverbandes bzw. der feudalen Ordnung zurückzuführen. Nicht sosehr auf schlechte Lebensbedingungen in Skandinavien.

    In West-Norwegen können aber auch klimatische Bedingungen eine Rolle gespielt haben. Das war eine Region, die damals ziemliches Pech hatte. Allen ging es besser, nur in West-Norwegen ging es bergab. Allerdings kamen die meisten Wikinger nicht aus dieser Region.

    Quote Originally Posted by Thorn1030 View Post
    Meines Wissens waren wir um 800 immer noch in derselben Kaltzeit, die auch zur großen Völkerwanderung und damit indirekt auch zum Untergang Roms geführt hat.

    Wie es inmitten einer solchen Wetterphase am nördlichen Rand Europas aussah, will ich glaube ich gar nicht wissen. Aber ich kann mich natürlich auch täuschen. Nur, wie es jetzt da oben aussieht ist in diesem Zusammenhang glaube ich eben nicht wirklich relevant.
    Es gab damals sicher mehr Wald wie heute. Aber ab 900 begann auch eine neue Warmzeit, in der Getreidewirtschaft bis hinein in die Berge Schottlands und Norwegens möglich war. Die Besserung der Lebensbedingungen in ganz Europa und besonders in den nördlichen Teilen begann aber schon vor 900. Man kann also sagen das die Wikinger lossegelten als es besser wurde. Möglicherweise war das auch ein Grund dafür. Es gab mehr eisfreie Häfen, eine größere Bevölkerung und genug Nahrung um Kriegergruppen, die ja nicht mehr als Bauern arbeiteten, zusätzlich zu versorgen.
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    - Caterina Sforza, Rom, 1503
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