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    ADRIAN SAWYER
    *STEADY ON THE HIGHEST STONE - LIKE A KING UPON HIS THRONE
    YOU CAN ALL BOW DOWN TOGETHER.
    WHEN THE WORLD COMES KNOCKING - I KNOCK BACK.
    THINK YOU'VE SEEN THE GREATEST - I TOP THAT.




    INHALTSVERZEICHNIS

    WE BURN AND WE PLAYED, WE TRY TO FORGET
    BUT THE MEMORIES LEFT ARE STILL HAUNTING
    THE WALLS THAT WE BUILT FROM BOTTLES AND PILLS
    WE SWALLOW UNTIL WE'RE NOT TALKING
    I - I AM A MAN ON FIRE
    YOU, A VIOLENT DESIRE

    Natsch is offline Last edited by Natsch; 22.11.2020 at 01:42.

  2. #2 Reply With Quote
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    NOVOCAINE
    FINGERS ON THE EDGE OF A BLADE - KNEW THERE'D BE A PRICE TO PAY


    *28. FEBRUAR 2185 - AUF DER ERDE, CHICAGO

    ADRIAN SAWYER - AMELIE KAIN - JACK HAVERING

    Der Blick seiner blauen Augen glitt über die Bilder die an einer Wand in seinem Apartment hingen. Sie zeigten verschiedene vermisste Aliens und mögliche Täter, mögliche Mitglieder des Circles. Auch ein Bild seines Vaters hing an der Wand und ein Datenpad spielte immer wieder die kleine - unwichtig erscheinende - Bewegung des Mannes ab, der Maida Janos entführt hatte. Der Griff nach einem Taschentuch, das wischen über den - wahrscheinlich - trockenen Mund. Eine Angewohnheit seines Vaters, die Angewohnheit eines Alkoholikers. Noch immer hatte er seine Vermutung nicht an offizieller Stelle weitergeleitet, hatte die Behörden lediglich dabei unterstützt Hinweise über den Circle zu finden. Sein Grund? ‘Offiziell’ Maida Janos - eine Freundin seiner Schwester. Sein Landgang würde in wenigen Wochen vorbei sein, bis dahin wollte er etwas in der Hand haben. Adrian seufzte, strich sich mit der rechten Hand durch das kurze Haar und nahm einen Schluck von seinem heißen Kaffee.
    Sein Omnitool leuchtete auf und das Gesicht einer jungen Polizistin leuchtete auf. “Lieutenant Commander Sawyer, wir haben einen Hinweis erhalten - die Quelle ist ein anonymer Insider, sie sagt, dass der Circle sich regelmäßig in einer Lagerhalle, in einem Industriegebiet in ihrer Nähe trifft. Wir sollten das untersuchen.”, ihre helle Stimme klingelte in seinen Ohren und Adrian nickte leicht. “Wir sollten jedem Hinweis nachgehen, schicken Sie mir die Adresse, ich treffe Sie dort.”, damit beendete der 30-jährige das Gespräch und griff nach seiner Jacke.

    Chicagos Wetter war kalt und nass, als Sawyer das Apartment verließ und in seinen Wagen einstieg. Mit einem knopfdruck startete eben jener und mehr oder weniger flüssig schob sich das Vehikel durch des stressigen Feierabendverkehr der schnelllebigen Stadt. Er mochte Chicago nicht, anders als sein Vater fand er nichts an der großen, schnellen Stadt. Doch das lag vielleicht auch einfach nur daran, dass er sich auf einem Kreuzer, oder einer Fregatte wie der Golden Seraph, von seinem Freund Nero, am wohlsten fühlte. Er fühlte sich so fremd auf der Erde wie vielleicht manch ein Alien. Bei dem Gedanken umspielte ein hartes Lächeln seine Lippen, an seine Schwester denken müssend, da sie so gerne die Erde besuchen würde. Peyton. Wieder seufzte der Dunkelhaarige, ihre letzte Nachricht war schon wieder Tage - oder Wochen? - her und er hatte es Mal wieder verpasst sich bei ihr zu melden. Wie immer. Sie hatte es schon nicht sonderlich leicht mit ihm. Adrian nahm sich vor, sich wieder bei ihr zu melden, sobald er an diesem Abend wieder Zuhause war.

    Das frühabendliche Industriegebiet wurde von den Straßenlaternen beleuchtet und gerade als die junge Polizistin von vorhin - wie war nochmal ihr Name gewesen, Amanda? - aus ihrem Wagen stieg, parkte er zwischen zwei großen Transportern. Sie hob grüßend die Hand, ihr blondes Haar fiel geschmeidig über ihre schmalen Schultern und ein zartes Lächeln zierte ihre Lippen. Sie war entzückend, nur leider nicht blau und von dieser unnahbaren Eleganz wie seine bevorzugten ‘Partnerinnen’, sonst hätte er sich vielleicht um sie bemüht. Andrian hob ebenfalls zum Gruß die Hand, als er den Wagen verließ und auf sie zuging. “Amanda, richtig?” - “Fast, Amelie.”, wieder lächelte sie und hielt ihm die Hand hin. Adrian griff danach, ehe er sich dem älteren Polizisten zuwandte. “Ihre Quelle?” - “Wir bekamen nur einen Hinweis zugespielt, wir wissen nichts über die Quelle. Ein möglicher Insider.”, Adrian nickte und musterte kurz die anderen aus ihrer Gruppe.
    Nach wenigen Minuten hatten sie sich alle in Position gebracht. Der Inhaber der Lagerhalle hatte ihnen versichert, dass sich dort nur eingelagerte, leere Container befinden dürften. Er habe die Halle schon seit über einem Jahr nicht mehr betreten. Adrian bekam eine Schutzweste der Polizei und griff nach seiner Falcon.

    Als sie das Gebäude stürmten, begegneten sie keinen lebenden Menschen oder Alien. Sie schien verlassen und lediglich der säuerliche Geruch ließ ahnen, dass irgendetwas an diesem Ort gestorben war. Adrian rümpfte leicht die Nase, er hörte das unterdrückte Würgen von Amanda - nein Amelie, und mehrere Polizisten hielten sich die Hand vor den Mund. “Was ist das?”, fragte einer und leuchtete die dunklen Ecken der Lagerhalle aus. “Der Tod.”, raunte Adrian und ging weiter, musterte die Halle, die Container und folgte seiner Nase.

    Die hohen Träger der Halle, wirkten wie ein abgenagtes Skelett und während ein Container nach dem anderen leer vorgefunden wurde, erreichten sie eine Türe die einen kleinen Spalt offen stand. Adrian winkte die anderen zu sich heran. “Was ist das für ein Raum?”, fragte er den leitenden Polizisten - Jack Havering -, der ihm erklärte, dass sich dort wohl die Büroräume befinden würden.

    Adrian stieß mit gezogener Waffe die Türe auf, der Lichtkegel seiner Lampe flog durch den Raum. Lange musterte er das Bild welches sich ihm darbot. Amelie trat hinter ihm in den Raum. “Oh Gott.”, wieder hörte er sie würgen, ehe sie fluchtartig den Raum verließ. Der leitende Polizist kam an ihrer Stelle und hielt sich die Hand vor den Mund. Dann leuchtete sein Omnittol auf und er sprach mit tonloser Stimme: ”Wir haben Maida Janos gefunden. Sie ist tot. Schicken Sie Verstärkung.”, Adrian schlug auf den Lichtschalter neben der Tür und rotes Licht flackerte auf, erhellte den Raum. Und da hing sie, grotesk drapiert an der Wand, die Augen weit aufgerissen und das eingefallene Gesicht von der einsetzenden Verwesung verzerrt. Säuberliche Schnitte überzogen den Körper der Salarianerin, die vom Hals abwärts geöffnet und ausgehöhlt war. In ihrem schmalen Brustkorb waren die Platten eines Turianers genagelt und der abgetrennte Kopf - ohne Platten - eines eben solchen hing zwischen ihren Beinen. Mit grünem Blut - ihrem Blut - waren lose Worte an die Wand geschmiert. ‘Tier’, ‘Feind’, ‘Alien’, ‘Minderwertigkeit’, ‘Unwürdig’ und viele weitere mehr. Über ihnen prangte der Satz: Der Circle wird sie auslöschen.
    “Wer tut sowas…?”, war wohl eine eher rhetorische Frage von Jack Havering, welcher nebst Adrian das Bild musterte. Der 30-jährige riss sich von dem Anblick los und trat gänzlich in den Raum, musterte den Tisch auf dem anscheinend schon mehr als die zwei ihr Leben ließen. “Sie haben sich sehr sicher gefühlt, als würden sie wissen, dass hier nie jemand vorbei schaut.”, fuhr der alte Mann fort und Adrian nickte schwach. “Sie haben ihre Taten gefilmt.”, sagte Adrian und deutete auf eine Kamera in der Ecke, sie war deaktiviert doch ihr Speicher nicht gelöscht, wie sie später feststellen würden. “Die Spurensicherung soll bloß gründlich sein.”
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