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Kalibrierte Messmikrofone: Was genau ist das?

  1. #1 Reply With Quote
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    Was genau heißt es, wenn ein Mikrofon kalibriert ist? Kann man das mit dem menschlichen Ohr vergleichen? Also wenn ich zum Beispiel Geräusche mit dem Smartphone aufzeichne, dann haben die eine Grenze bei der Lautstärke. Egal wie laut etwas ist, ab einem gewissen Punkt wird die Aufzeichnung am Smartphone nicht noch lauter und Geräusche die zu weit weg sind, werden gar nicht mit aufgezeichnet. Macht das kalibrierte Mikrofon das anders?

    Mir wurde folgendes empfohlen:
    https://www.amazon.d...ophone/dp/B00N4Q25R8

    https://www.minidsp.com/products/aco...urement/umik-1

    Im Grunde suche ich ein preiswertes Mikrofon (bestenfalls nicht teurer als 100€), dass sich wie das Verlinkte mit dem Computer verbinden lässt und eine Datei erstellt, welche die Dezibelmessung mit einem Programm anzeigt, wie man das im zweiten Link weiter unten auf der Seite sehen kann.

    Außerdem würde mich interessieren, wie groß so eine Datei pro Stunde werden kann. Mehrere GB? Kommt wahrscheinlich auch etwas aufs Mikrofon an und die aufgezeichneten Geräusche.

    Wie immer danke für eurer Wissen!
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  2. #2 Reply With Quote
    Metasyntaktische Variable  foobar's Avatar
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    Quote Originally Posted by ZetaZero View Post
    Was genau heißt es, wenn ein Mikrofon kalibriert ist? Kann man das mit dem menschlichen Ohr vergleichen?
    Eher das genaue Gegenteil. Das menschliche Ohr gibt es nicht, jedes Ohr ist anders und jeder Mensch hat einen anderen Höreindruck. Jeder hat einen anderen Kopf mit individuell geformten Ohrmuscheln und Gehöhrgängen. Ein Messmikrofon ist ein Mikrofon mit einem möglichst neutralen Frequenzgang auf einem möglichst großen Spektrum. Es bildet Klang also anders ab als das menschliche Ohr ihn wahrnimmt.

    Also wenn ich zum Beispiel Geräusche mit dem Smartphone aufzeichne, dann haben die eine Grenze bei der Lautstärke. Egal wie laut etwas ist, ab einem gewissen Punkt wird die Aufzeichnung am Smartphone nicht noch lauter und Geräusche die zu weit weg sind, werden gar nicht mit aufgezeichnet. Macht das kalibrierte Mikrofon das anders?
    Jein. Jedes Mikrofon übersteuert irgendwann. Der Hintergedanke ist folgender: Wenn du wirklich wissen willst, wie laut etwas ist (unabhängig davon, ob der Mensch es auch als laut empfinden würde), brauchst du neutrale Ergebnisse. Das heißt dann unter anderem ein Messmikrofon. Aber auch die restliche Messkette (Vorverstärker, Frontend, Analysesoftware, etc.) muss entsprechend neutral und kalibrierbar sein. Im Smartphone hast du das alles nicht, weil die auf Sprache optimiert sind. Das eingebaute Mikro hebt die mittleren Frequenzen an und meist findet noch eine Signalverarbeitung statt, die Hintergrundgeräusche möglichst ausfiltern soll. Für’s Telefonieren ist das natürlich gewollt und sinnvoll. Für neutrale Messungen eher nicht. Ein Messmikro am Smartphone anzuschließen, würde das Ergebnis vermutlich verbessern, aber man weiß halt nie so genau, was im Inneren des Audioprozessors sonst noch so passiert. Mir ist kein Smartphone bekannt, bei dem man den Audipfad tatsächlich kalibieren kann.

    Und natürlich brauchst du auch einen Kalibrator, denn egal, wie gut alles einmal eingestellt war – mit der Zeit driftet der Kram. Eigentlich müsstest du vor jeder Messung neu kalibrieren.

    Das ist zwar alles machbar, aber nicht mehr für 100 Euro.


    Wenn du nur wissen willst, wie laut etwas ist: Es gibt Handgeräte für die Schallpegelmessung. In deinem Preisrahmen wirst du dich vermutlich mit Klasse 2 zufrieden geben müssen. Ein Beispiel (zufällig ausgewählt und keine eigenen Erfahrungen) wäre dieser hier.
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  3. #3 Reply With Quote
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    Mich beschleicht der Verdacht, dass es hier um den Nachweis von Ruhestörung geht.
    Der Sinn eines Messmikrofons ist es einen möglichst exakten Pegel zu ermitteln. Was du brauchst ist aber ein Nachweis, dass Krach gemacht wird, nicht wie laut dieser Krach auf 0,1 dB genau war. Es reicht also völlig, wenn du die Ruhestörung "von Hand" dokumentierst, z.B. mit einem Lärmprotokoll. Eine Pegelmessungs-App für's Smartphone sollte für diesen Zweck dienlicher sein.

    Quote Originally Posted by ZetaZero View Post
    Außerdem würde mich interessieren, wie groß so eine Datei pro Stunde werden kann. Mehrere GB? Kommt wahrscheinlich auch etwas aufs Mikrofon an und die aufgezeichneten Geräusche.
    Willst du jetzt nur die dB-Werte aufzeichnen oder das Audiosignal an sich?
    In ersterem Fall speicherst du selbst wenn du jede Sekunde einen aktuellen dB-Wert berechnest in einer Stunde eine Tabelle mit 3.600 Zahlenwerten (und ggf. den dazugehörigen Timestamps) ab. Die Datei dürfte damit nur ein paar wenige Kilobyte groß sein.
    Auch im zweiten Fall wirst du nicht annähernd an ein GB herankommen. Selbst wenn du in unkomprimiertem .wav abspeicherst belegt 1 Stunde Stereo-Audiofile ca. 600 MB.
    Die Dateigröße ist dabei aber ganz sicher nicht vom Mikrofontyp abhängig.
    (Die Art der aufgezeichneten Geräusche kann - je nach Komprimierungsalgorithmus - die Dateigröße beeinflussen.)
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  4. #4 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Matteo View Post
    Mich beschleicht der Verdacht, dass es hier um den Nachweis von Ruhestörung geht.
    Der Sinn eines Messmikrofons ist es einen möglichst exakten Pegel zu ermitteln. Was du brauchst ist aber ein Nachweis, dass Krach gemacht wird, nicht wie laut dieser Krach auf 0,1 dB genau war. Es reicht also völlig, wenn du die Ruhestörung "von Hand" dokumentierst, z.B. mit einem Lärmprotokoll. Eine Pegelmessungs-App für's Smartphone sollte für diesen Zweck dienlicher sein.



    Willst du jetzt nur die dB-Werte aufzeichnen oder das Audiosignal an sich?
    In ersterem Fall speicherst du selbst wenn du jede Sekunde einen aktuellen dB-Wert berechnest in einer Stunde eine Tabelle mit 3.600 Zahlenwerten (und ggf. den dazugehörigen Timestamps) ab. Die Datei dürfte damit nur ein paar wenige Kilobyte groß sein.
    Auch im zweiten Fall wirst du nicht annähernd an ein GB herankommen. Selbst wenn du in unkomprimiertem .wav abspeicherst belegt 1 Stunde Stereo-Audiofile ca. 600 MB.
    Die Dateigröße ist dabei aber ganz sicher nicht vom Mikrofontyp abhängig.
    (Die Art der aufgezeichneten Geräusche kann - je nach Komprimierungsalgorithmus - die Dateigröße beeinflussen.)
    Ja, das ist richtig. Und hier ist wieder das Problem, dass niemand außer mir die Ruhestörungen hört. Ein Protokoll nützt nicht so viel, wenn es niemand anders bestätigen kann und die Störungen immer absichtlich dann nicht passieren, wenn noch jemand bei mir im Raum ist. Ich komme mir in der Situation verloren vor.

    Ich wollte sowohl die dB als auch das Audiosignal.
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  5. #5 Reply With Quote
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    Wenn es im Zweifel gerichtsfest sein soll, brauchst du vermutlich auch eine entsprechend durchkalibrierte Messkette. Die Frage nach der richtigen Technik hängt ein wenig von der Art der Belästigung ab. Unter 30 und über 80-100 dB(A) wird es schwierig für Nicht-Profi-Geräte. Um hörschädigenden Lärm nachweisen zu können, braucht man mindestens 120 dB(A). Aber im Prinzip könnte man halt einfach mit dem PC und einem Messmikrofon eine Daueraufzeichnung starten (Audacity oder Kommandozeilentools wie arec). Und dann vielleicht, um die Dokumentation zu verbessern, stichprobenartig nochmal mit einem Schallpegelmesser Vergleichstests machen, um zu schauen, ob das, was man da aufzeichnet, auch passt. Je mehr Messgeräte das selbe Ergebnis liefern, desto glaubwürdiger wird das Resultat.

    Was den Speicherbedarf angeht, hängt das davon ab, wie du aufzeichnest. Vermutlich willst du keine verlustbehaftete Komprimierung (weil die auch nach psychoakustischen Modellen bestimmte Anteile des Signals einfach verwerfen). Gehen wir mal von WAV aus. Bei einer Samplingrate von 44,1 kHz nimmst also 44100 Messwerte pro Sekunde. Bei einer Samplingtiefe von 16 Bit (2 Byte) ergibt das dann 44100×2×60×60 = 317.520.000 Bytes ≈ 302 MB pro Stunde. FLAC könnte vielleicht 220 MB daraus machen. Das gilt jeweils für Mono. Bei Stereo mit 2 Kanälen natürlich die doppelte Menge.

    Zur Sicherheit noch der Hinweis, dass das Aufzeichnen anderer Personen ohne deren Wissen strafrechtlich relevant sein kann! Wenn es sich bei der Belästigung um Gespräche handelt oder auch nur Gespräche anderer mit auf die Aufnahme gelangen könnten, ohne dass die damit einverstanden waren, dann hast du am Ende eine Aufnahme, die du niemanden zeigen darfst, um dich nicht selbst zu belasten. Was ihren Beweiswert ein wenig reduzieren dürfte. Statt dessen die reine Messung des Schallpegels durch ein Foto mit Datum und Uhrzeit zu dokumentieren, könnte schlauer sein. Im Zweifel halt mal einen Anwalt dazu konsultieren, der hat den Mist studiert und sollte mehr wissen.
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  6. #6 Reply With Quote
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    Ich möchte mich dem Rat von foobar anschließen und rate zu einer simplen dB-Messung mit dem Smartphone und ggf. Fotos davon zur Dokumentation mit Timestamps. Bei der Idee mit dem Messmikrofon schmeißt du nur eine Menge Geld aus dem Fenster ohne deine Chancen im Streitfall nennenswert zu erhöhen.
    Hast du denn schon einmal die Polizei und deinen Vermieter mit der Geschichte konfrontiert?
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  7. #7 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by foobar View Post
    Statt dessen die reine Messung des Schallpegels durch ein Foto mit Datum und Uhrzeit zu dokumentieren, könnte schlauer sein. Im Zweifel halt mal einen Anwalt dazu konsultieren, der hat den Mist studiert und sollte mehr wissen.

    An einem Anwalt führt wahrscheinlich kein Weg vorbei, aber vielversprechende Möglichkeiten wird es nicht geben. Wenn er einen Geheimtrick hätte, würde dieser auch im Internet zu finden sein. Bei einem Foto ist das Problem, dass ich den Lärm auch selbst verursacht haben könnte. Das sagt gar nichts aus. Parallel zu einem Mikrofon bräuchte man auch noch eine Überwachungskamera um nachweisen zu können, dass man nicht selbst den Lärm verursacht hat.


    Quote Originally Posted by foobar View Post
    Wenn es im Zweifel gerichtsfest sein soll, brauchst du vermutlich auch eine entsprechend durchkalibrierte Messkette. Die Frage nach der richtigen Technik hängt ein wenig von der Art der Belästigung ab. Unter 30 und über 80-100 dB(A) wird es schwierig für Nicht-Profi-Geräte. Um hörschädigenden Lärm nachweisen zu können, braucht man mindestens 120 dB(A).
    Es geht um das absichtliche Zuschlagen von Türen und Schläge auf den Boden mit irgendwelchen Hilfsmitteln. 100dBA übersteigt das bestimmt nicht. Die Grenze während den Ruhezeiten beträgt ca. 30dBA und die wird deutlich überstiegen.


    Quote Originally Posted by foobar View Post
    Was den Speicherbedarf angeht, hängt das davon ab, wie du aufzeichnest. Vermutlich willst du keine verlustbehaftete Komprimierung (weil die auch nach psychoakustischen Modellen bestimmte Anteile des Signals einfach verwerfen). Gehen wir mal von WAV aus. Bei einer Samplingrate von 44,1 kHz nimmst also 44100 Messwerte pro Sekunde. Bei einer Samplingtiefe von 16 Bit (2 Byte) ergibt das dann 44100×2×60×60 = 317.520.000 Bytes ≈ 302 MB pro Stunde. FLAC könnte vielleicht 220 MB daraus machen. Das gilt jeweils für Mono. Bei Stereo mit 2 Kanälen natürlich die doppelte Menge.

    Danke für die Infos.


    Quote Originally Posted by foobar View Post
    Zur Sicherheit noch der Hinweis, dass das Aufzeichnen anderer Personen ohne deren Wissen strafrechtlich relevant sein kann! Wenn es sich bei der Belästigung um Gespräche handelt oder auch nur Gespräche anderer mit auf die Aufnahme gelangen könnten, ohne dass die damit einverstanden waren, dann hast du am Ende eine Aufnahme, die du niemanden zeigen darfst, um dich nicht selbst zu belasten.

    Das ist das Problem. Der kann jederzeit was schreien, kommt auch manchmal vor. Diese Aufnahmen müsste ich dann wieder löschen.
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  8. #8 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Matteo View Post
    Hast du denn schon einmal die Polizei und deinen Vermieter mit der Geschichte konfrontiert?
    Ich habe die örtliche Polizei per E-Mail kontaktiert und um Rat gebeten, wie ich bestenfalls Nachweise sammel. Aber darauf gab es noch keine Antwort.

    Stell dir vor du ziehst in eine hellhörige Wohnung und der Bewohner über dir belästigt dich absichtlich mit Lärm (Türschläge, Schläge auf den Boden mit Hilfsmitteln), auch nachts. Unter dir die Wohnung ist leer und 2 Etagen über dir gibt es keine Wohnung und die Wände sind dicht. Die Bewohner nebenan bekommen es deshalb nicht mit. Gibt also niemanden außer dir selbst, der darunter leidet. Wenn du die Polizei rufst oder jemanden einlädst, hört der Lärm auf, bis wieder alle weg sind. Jemanden heimlich einladen kannst du nicht, weil der Bewohner die Wohnung nicht verlässt. Zumindest kein einziges mal wo ich da war. Und noch dazu kommt, dass es im Haus alles Eigentumswohnungen sind. Meinem Vermieter gehört nur die Wohnung in der ich lebe und er wohnt mehrere Hundert Kilometer entfernt.
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  9. #9 Reply With Quote
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    Es geht um das absichtliche Zuschlagen von Türen und Schläge auf den Boden mit irgendwelchen Hilfsmitteln.
    Das ist natürlich schwierig, da gerade im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken. Eventuell wäre eine Webcam, die einen durchlaufenden Pegelmesser ständig abfilmt, besser geeignet. Zur Not tut’s auch ein altes Smartphone. Braucht natürlich mehr Speicherplatz als eine Audioaufnahme, und das Messgerät muss auch schnell genug auf die Spikes reagieren.

    Das ist das Problem. Der kann jederzeit was schreien, kommt auch manchmal vor. Diese Aufnahmen müsste ich dann wieder löschen.
    Theoretisch könnte man die Sprache unkenntlich machen, indem man einfach in den entsprechenden Bereichen die einzelnen Samplewerte zufällig miteinander vertauscht. Das lässt sich nicht rückgängig machen und da es immer noch die selben Samples sind (nur in anderer Reihenfolge) wäre die durchschnittliche Lautheit immer noch die selbe. So hätte man auch Lärmbelästigung durch Schreie erhalten.

    Ich kenne kein fertiges Audacity-Plugin dafür, aber das hier verlinkte Wavelet.ny kommt dem gewollten wohl recht nahe.

    Ob das aber dann allen rechtlichen Anforderungen genügt... keine Ahnung. Im Prinzip hast du die Sprache ja erstmal aufgenommen. Ob das anschließende Löschen oder unkenntlich machen dann strafrechtlich noch was retten kann, damit bin ich überfragt. Das gleiche gilt für die Frage, ob eine nun ja veränderte Aufnahme noch einen Beweiswert hat.

    Vermutlich macht es außerdem Sinn, irgendeine Referenz mit aufzunehmen. Selbst, wenn das Mikrofon kalibriert ist - die restliche Messkette ist es nicht. Und natürlich nimmt der Schallpegel auch mit dem Abstand zur Quelle ab. Es kommt also auch darauf an, wo man das Mikro positioniert. Damit man die relative Lautheit in der Aufnahme beurteilen kann, könnte man also absichtlich ein paar Geräusche mit aufzeichnen, deren Lautheit bekannt ist. Da gibt es natürlich auch spezielle Kalibratoren. Eventuell tut es auch irgendetwas anderes, das man objektiv reproduzieren kann.
    foobar is offline

  10. #10 Reply With Quote
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    ZetaZero,

    ich arbeite mit Ton, ich kenn mich da auch aus und hab von deinem Problem hier gelesen. Ich hab auch Verwandschaft bei der Kripo etc.

    Mal ganz kurz:

    Foobar fragte dich: Was sagt die Polizei?

    Deine Antwort war: Ich habe eine Email geschrieben.

    Ich frage noch mal: Was sagt die Polizei?
    Was hat der denen gesagt? Was hat dein Nachbar vor allem dir gesagt?
    ~Ryan~ is offline

  11. #11 Reply With Quote
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    @foobar Danke für deine Mühe. Bearbeitet werden solche Aufnahmen aber sicherlich nicht anerkannt. Die Polizei hat für ihre Zwecke Ausrüstung, die preislich im hohen vierstelligen Bereich liegt, um die Ansprüche erfüllen zu können. Aber so was kommt nicht bei Lärmbelästigungen zum Einsatz, sondern bei ernsten Noteinsätzen.

    Eine Aufnahme macht allerdings vielleicht trotzdem Sinn für die Hausverwaltung. Damit die mir glauben, muss ich bestimmt nicht diese hohen Ansprüche erfüllen, die ein Gericht stellen würde. Notfalls könnte ich Aufnahmen löschen, wo deutlich gesprochene Wörter zu hören sind.

    Bevor ich deine Antwort gelesen hatte, habe ich mir zwischenzeitlich folgende Überwachungskamera bestellt. Das ist schonmal besser, als eine Handyaufnahme. Hier habe ich Uhrzeit und Datum mit drauf:
    https://www.amazon.de/gp/product/B07XLML2YS/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o05_s01?ie=UTF8&psc=1

    Was die Lautstärkenmessung betrifft, muss ich auch nochmal selbst drüber nachdenken, je nach dem wie ich vorgehen werde.


    Quote Originally Posted by ~Ryan~ View Post
    ZetaZero,
    Quote Originally Posted by ~Ryan~ View Post

    ich arbeite mit Ton, ich kenn mich da auch aus und hab von deinem Problem hier gelesen. Ich hab auch Verwandschaft bei der Kripo etc.

    Mal ganz kurz:

    Foobar fragte dich: Was sagt die Polizei?

    Deine Antwort war: Ich habe eine Email geschrieben.

    Ich frage noch mal: Was sagt die Polizei?
    Was hat der denen gesagt? Was hat dein Nachbar vor allem dir gesagt?

    Auf die E-Mail wurde geantwortet:

    - Das Amt für Sicherheit, Ordnung und Verkehrswesen wurde von der Polizei in Kenntnis gesetzt
    - Ein Lärmprotokoll kann hilfreich sein, von allem weiteren ist abzuraten
    - Nächtliche Ruhestörungen kann ich unter folgender Polizei-Nummer melden
    - Nennung des Namens des Verursachers ist von Vorteil, zu einem persönlichen Gespräch wird geraten

    2 Tage später habe ich also um Mitternacht die Polizei über deren angegebene Nummer gerufen. Die waren innerhalb von 15 Minuten da, der Lärm hatte aber seit dem Anruf aufgehört, genauso wie ich es in einem der obigen Beiträge vorhergesagt hatte. Der Polizei hatte ich nochmal den Fall geschildert, die haben sich den Namen des Verursachers von der Klingel notiert, er hat aber nicht aufgemacht. Außerdem meinte die Polizei, dass sie diesen Einsatz protokollieren, damit man beim nächsten Mal schon Bescheid weiß.

    Direkt die nächste Nacht habe ich wieder dort angerufen und auch gesagt, dass durch den Anruf der Lärm jetzt sowieso wieder aufhört und der Polizist sagte daraufjin, dass die Nummer für solche Fälle die Falsche ist und das ich mich ans Ordnungsamt wenden soll.

    Das hat die Polizei gesagt.

    Dann habe ich dieses Wochenende bei allen Nachbarn im entsprechenden Stockwerk geklingelt und wollte mich erkundigen, ob es noch jemand gehört hat, vielleicht als sie mal im Flur waren. 1 von 5 hat aufgemacht, der hat aber nichts gehört.

    Jetzt rufe ich morgen mal das Ordnungsamt an und ich habe jetzt auch die Kontaktdaten von dem Unternehmen (Verwaltung), dem das Haus gehört (also alles vom Haus, das nichts mit den Eigentumswohnungen zu tun hat). Aber erfolgsversprechend hört sich das erstmal nicht an.
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  12. #12 Reply With Quote
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    Heute Nacht das zweite mal die Polizei gerufen. Dieses mal standen sie zu viert vor meiner Wohnugnstür, nur um mir zu sagen, dass sie in keinster Weise etwas machen können, solange sie nichts hören.
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  13. #13 Reply With Quote
    Forenkater Matteo's Avatar
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    Hast du schonmal mit deinem Vermieter gesprochen?
    Und vor allem auch schonmal direkt mit dem Lärmverursacher?
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  14. #14 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Matteo View Post
    Hast du schonmal mit deinem Vermieter gesprochen?
    Und vor allem auch schonmal direkt mit dem Lärmverursacher?
    Das sind leider alles Eigentumswohnungen. Den meisten Leuten gehört nur eine Wohnung, so ist es auch bei meinem Vermieter. Er hat deshalb keinen Einfluss darauf.

    Mit dem Verursacher gesprochen nicht. Der macht die Wohnungstür nicht auf, selbst nicht bei der Polizei. Die Wochen, die ich nun schon dort wohne, hat er auch kein einziges mal die Wohnung verlassen, zumindest nicht in der Zeit, in der ich mich in meiner Wohnung aufhalte.
    ZetaZero is offline

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