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Corona vs. bürgerliche Freiheit

  1. #321 Reply With Quote
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    Und wieder hast du nicht versucht meine ursprüngliche Aussage erneut zu lesen (Aussage 1 von 3 des vorherigen Posts). Wenn du etwas nicht verstehst, könntest du auch nachfragen. Tust du nicht. Interessiert dich nicht (Aussage 2 von 3 des vorherigen Posts). Hauptsache du kannst etwas erwidern, auch wenn es an den Aussagen vorbei geht. Wenn du eine ernste Diskussion suchst, dann mache ich gerne mit. Andernfalls war das meine letzte Antwort.

    Edit:
    Ja Medienkompetenz benötigt mehr als nur das. Aber dann müsstest du als Redakteur dennoch erkennen können, dass Rieck auch kein Allwissender Gott ist, der immer recht hat (um es mal übertrieben zu formulieren). Ich will nicht sagen, dass er eine schlechte Quelle darstellt. Aber du scheinst dich etwas zu sehr auf seine Aussagen zu stützen und ihn bei jeder Gelegenheit zu bewerben.
    Fantasy ist ein Subsetting. Es ist immer ein Misch-Setting, egal ob mit SciFi oder mit Mittelalter. Fantasy kann nicht für sich alleine stehen.
    Die Egoperspektive hat ein höheres Immersionspotenzial, die feste Third-Person Ansicht hat jedoch meist eine höhere Immersion.


    Bei einem Spiel verkörpert das äußere Konzept die Gedanken, das innere Konzept das Herz und die Musik die Seele. Erst in völliger Harmonie dieser 3 Eigenschaften kann ein Spiel zum Meisterwerk aufsteigen.
    Xarthor is offline Last edited by Xarthor; 16.05.2020 at 14:50.

  2. #322 Reply With Quote
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    Was mir bei der ganzen Corona-Krise fehlt, ist das Abwägen von mehr als zwei Zusammenhängen. Es gibt nicht nur das Corona-Virus. Wir hatten die ganzen Jahre mehr als 100.000 Tote aufgrund von Herz-Kreislauferkrankungen und Übergewicht. Es gibt Studien, nach denen ein Großteil von Suchterkrankungen auf Mißbrauch in der Kindheit zurück zu führen sind.

    Für beides ist die Isolation sehr schlecht. Die Isolation verstärkt auch die wirtschaftliche Monopolbildung, was bedenklich in Bezug auf Menschenrechte und Arbeitsbedingungen ist.

    Ich glaube, dass die Regierung vieles richtig gemacht hat, aber es ist Zeit für Handeln, das komplexeren Zusammenhängen Rechnung trägt.

    Grüße

    Ajanna
    "It's time you had an educaejun" (Ornir)
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  3. #323 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Ajanna View Post
    Was mir bei der ganzen Corona-Krise fehlt, ist das Abwägen von mehr als zwei Zusammenhängen. Es gibt nicht nur das Corona-Virus. Wir hatten die ganzen Jahre mehr als 100.000 Tote aufgrund von Herz-Kreislauferkrankungen und Übergewicht. Es gibt Studien, nach denen ein Großteil von Suchterkrankungen auf Mißbrauch in der Kindheit zurück zu führen sind.

    Für beides ist die Isolation sehr schlecht. Die Isolation verstärkt auch die wirtschaftliche Monopolbildung, was bedenklich in Bezug auf Menschenrechte und Arbeitsbedingungen ist.

    Ich glaube, dass die Regierung vieles richtig gemacht hat, aber es ist Zeit für Handeln, das komplexeren Zusammenhängen Rechnung trägt.

    Grüße

    Ajanna
    Welche Handlungen vernachlässigen deiner Ansicht nach denn die Komplexität der Situation?
    Ich finde, dass z.B. die föderale Struktur besser geeignet ist, um die Zusammenhänge zwischen Behandlungskapazität/Testkapazität/Gesundheitsamtkapazitäten/Infektionszahlen/... und Kontaktverboten/Ladenschließungen/Schulen/... zu berücksichtigen, als wenn immer noch jede Einzelmaßnahme aus Berlin kommt. So kann dort, wo z.B. Isolationsmaßnahmen kaum nützen, weil kaum Infizierte herumlaufen, wieder vermehrt an Problemen gewerkelt werden, die durch (beispielhaft) soziale Isolation entstehen.
    Was meinst du eigentlich genau mit Isolation?

    Die hohe Inzidenz von Herz-Kreislauferkrankungen haben wir übrigens schlechter Ernährung/Nahrungsmittelqualität, Bewegungsmangel und Zigarettenrauchen zu verdanken.
    Bei denen, die diese Verhaltensweisen an den Tag legen, könnten diese bestimmt durch die Maßnahmen verstärkt werden, aber da muss sich irgendwie jeder an seine eigene Nase fassen.
    Leider sind Kinder meistens dem Verhalten ihrer Eltern ausgesetzt.
    PoPo19065 is offline

  4. #324 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by PoPo19065 View Post
    Welche Handlungen vernachlässigen deiner Ansicht nach denn die Komplexität der Situation?
    Ich finde, dass z.B. die föderale Struktur besser geeignet ist, um die Zusammenhänge zwischen Behandlungskapazität/Testkapazität/Gesundheitsamtkapazitäten/Infektionszahlen/... und Kontaktverboten/Ladenschließungen/Schulen/... zu berücksichtigen, als wenn immer noch jede Einzelmaßnahme aus Berlin kommt. So kann dort, wo z.B. Isolationsmaßnahmen kaum nützen, weil kaum Infizierte herumlaufen, wieder vermehrt an Problemen gewerkelt werden, die durch (beispielhaft) soziale Isolation entstehen.
    Was meinst du eigentlich genau mit Isolation?
    Der ganze pädagogische Berufsstand wurde quasi von einem auf den anderen Tag abgeschaltet. Schulen sind wichtig, damit Kinder gleiche Chancen haben. Dasselbe gilt für Sprachkurse, Berufsschulen, Unis... Die Professorenkinder können natürlich prima zuhause gefördert werden.

    Quote Originally Posted by PoPo19065 View Post
    Die hohe Inzidenz von Herz-Kreislauferkrankungen haben wir übrigens schlechter Ernährung/Nahrungsmittelqualität, Bewegungsmangel und Zigarettenrauchen zu verdanken.
    Bei denen, die diese Verhaltensweisen an den Tag legen, könnten diese bestimmt durch die Maßnahmen verstärkt werden, aber da muss sich irgendwie jeder an seine eigene Nase fassen.
    Leider sind Kinder meistens dem Verhalten ihrer Eltern ausgesetzt.
    Für die Gesundheit sollen die Leute selbst verantwortlich sein? Und wie bitte, wenn Sportplätze, Fitnessstudios, selbst Parks wochenlang blockiert sind? Nicht jede/r joggt allein im Wald. Wenn die Verantwortung der Menschen so einen hohen Stellenwert hat, sollte man diese vielleicht auch bei der Virus-Vermeidung berücksichtigen. Autobauer, durch die das Virus kam, haben die ganze Zeit weiterproduziert.
    Und vom Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld eine Familie gesund zu ernähren, ist auch nicht so einfach.
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  5. #325 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Ajanna View Post
    Der ganze pädagogische Berufsstand wurde quasi von einem auf den anderen Tag abgeschaltet. Schulen sind wichtig, damit Kinder gleiche Chancen haben. Dasselbe gilt für Sprachkurse, Berufsschulen, Unis... Die Professorenkinder können natürlich prima zuhause gefördert werden.
    "Abgeschaltet"?
    Jo, das war ne Kurzschlussreaktion. Aber bis heute weiß man nicht genau, welche Rolle Kinder in der Verbreitung der Infektion spielen. Also volles Rohr auf Sicherheit ohne Konsequenzen.
    Mittlerweile sammeln sich dazu ja Erkenntnisse an. Und Meinungen: https://www.spiegel.de/panorama/bild...e-7a263732f811

    Quote Originally Posted by Ajanna View Post
    Für die Gesundheit sollen die Leute selbst verantwortlich sein? Und wie bitte, wenn Sportplätze, Fitnessstudios, selbst Parks wochenlang blockiert sind? Nicht jede/r joggt allein im Wald. Wenn die Verantwortung der Menschen so einen hohen Stellenwert hat, sollte man diese vielleicht auch bei der Virus-Vermeidung berücksichtigen. Autobauer, durch die das Virus kam, haben die ganze Zeit weiterproduziert.
    Und vom Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld eine Familie gesund zu ernähren, ist auch nicht so einfach.
    "Für die Gesundheit sollen die Leute selbst verantwortlich sein?"
    Ja. Ich würde es aber eher "Verantwortung tragen" nennen. Und Schutzbefohlene sind an der Stelle eben Schutzbefohlene. Gesundheitsschutz in diesem Fall.
    Unternehmen, die ihre Mitarbeiter (und am besten noch die Mitarbeiter ihrer Subbis) nicht ausreichend geschützt haben, sollte man genau dafür belangen ja.
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  6. #326 Reply With Quote
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    Ist es wirklich nötig, die Auswirkungen dieser Art von Isolation zu relativieren?

    Dass es sie gibt, steht auch nicht mehr infrage (Studien dazu sind gerade ja nicht unbeliebt), und genannt wurden bisher u.a. erhöhter Stress, Gewichtszunahme, eine Zunahme an häuslicher Gewalt, hohe Belastungen für psychisch kranke Menschen, falsche Kompensationsmuster usw.

    Kann man jetzt schönreden, muss man aber nicht, zumal davon ausgegangen wird, dass es noch deutlich mehr Folgen geben kann, und zwar nicht einmal nur gesundheitliche.

    @Ajanna:
    "Jedes Metier hat so seine Vorlieben...gehst du zum Apotheker, verschreibt man dir eine Salbe. Gehst du mit dem gleichen Leiden zum Chirurgen, kommt man dir mit 'nem Skalpell."
    Winyett Grayanus is offline

  7. #327 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Winyett Grayanus View Post
    Ist es wirklich nötig, die Auswirkungen dieser Art von Isolation zu relativieren?

    Dass es sie gibt, steht auch nicht mehr infrage (Studien dazu sind gerade ja nicht unbeliebt), und genannt wurden bisher u.a. erhöhter Stress, Gewichtszunahme, eine Zunahme an häuslicher Gewalt, hohe Belastungen für psychisch kranke Menschen, falsche Kompensationsmuster usw.

    Kann man jetzt schönreden, muss man aber nicht, zumal davon ausgegangen wird, dass es noch deutlich mehr Folgen geben kann, und zwar nicht einmal nur gesundheitliche.

    @Ajanna:
    Wieso relativieren oder schönreden? Dass die Auswirkungen existieren, stelle ich gar nicht in Frage.
    Ajanna implizierte, dass derjenige, der wegen Coronamaßnahmen (Isolation? Was heißt das?) eine Verschlimmerung seiner Zivilisationskrankheiten erlebt, dafür die Maßnahmen verantwortlich machen kann. Einen Kranken kann man aber auf diese Weise nicht aus seiner persönlichen Verantwortung entlassen. Denn durch die Beendigung der Maßnahmen wird er kein Stück gesünder.

    Vielleicht hätte ich mich nicht so an dem Beispiel aufhängen sollen.
    Es ging mir darum, dass die politischen Entscheidungen zu Beginn der Pandemie zwar radikal und einseitig waren, sich aber ständig weiterentwickelt haben und mittlerweile diverse Zusammenhänge berücksichtigen. Dabei kann man (zumindest ich) trotzdem längst nicht alles nachvollziehen, aber zu behaupten, es würden keine Abwägungen getroffen, passt für mich einfach nicht.
    PoPo19065 is offline

  8. #328 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by PoPo19065 View Post
    Wieso relativieren oder schönreden? Dass die Auswirkungen existieren, stelle ich gar nicht in Frage.
    Ajanna implizierte, dass derjenige, der wegen Coronamaßnahmen (Isolation? Was heißt das?) eine Verschlimmerung seiner Zivilisationskrankheiten erlebt, dafür die Maßnahmen verantwortlich machen kann. Einen Kranken kann man aber auf diese Weise nicht aus seiner persönlichen Verantwortung entlassen. Denn durch die Beendigung der Maßnahmen wird er kein Stück gesünder.

    Vielleicht hätte ich mich nicht so an dem Beispiel aufhängen sollen.
    Es ging mir darum, dass die politischen Entscheidungen zu Beginn der Pandemie zwar radikal und einseitig waren, sich aber ständig weiterentwickelt haben und mittlerweile diverse Zusammenhänge berücksichtigen. Dabei kann man (zumindest ich) trotzdem längst nicht alles nachvollziehen, aber zu behaupten, es würden keine Abwägungen getroffen, passt für mich einfach nicht.
    Nein, es ging mir nicht um "Zivilisationskrankheiten". Übergewicht ist ein komplexes Phänomen. Da spielt die Qualität der Lebensmittel, die allgemeine Lebensqualität, die Sicherheit im öffentlichen Raum, faire Arbeitszeitregelungen und soziale Aspekte mit rein - zum Beispiel eine Mobbing-freie Freude-an-der-Bewegung-Zone ohne Spanner, Slutshamer, und andere Spinner -

    Edit: und Spinnerinnen.

    Quote Originally Posted by Winyett Grayanus View Post
    Ist es wirklich nötig, die Auswirkungen dieser Art von Isolation zu relativieren?

    Dass es sie gibt, steht auch nicht mehr infrage (Studien dazu sind gerade ja nicht unbeliebt), und genannt wurden bisher u.a. erhöhter Stress, Gewichtszunahme, eine Zunahme an häuslicher Gewalt, hohe Belastungen für psychisch kranke Menschen, falsche Kompensationsmuster usw.

    Kann man jetzt schönreden, muss man aber nicht, zumal davon ausgegangen wird, dass es noch deutlich mehr Folgen geben kann, und zwar nicht einmal nur gesundheitliche.

    @Ajanna: [Bild: s_034.gif]
    Danke
    "It's time you had an educaejun" (Ornir)
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  9. #329 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Ajanna View Post
    Nein, es ging mir nicht um "Zivilisationskrankheiten". Übergewicht ist ein komplexes Phänomen. Da spielt die Qualität der Lebensmittel, die allgemeine Lebensqualität, die Sicherheit im öffentlichen Raum, faire Arbeitszeitregelungen und soziale Aspekte mit rein [...]
    Gerade das macht doch eine "Zivilisationskrankheit" aus, wenn ich mal vom Worte ableite. Wo in der Natur findet man sonst Übergewicht in einem derartigen Stil? In der Natur stirbt, was Dick und unbeweglich ist (von Saisonalbedingten Fressern mit Winterschlaf mal abgesehen). Ihr habt beide recht, redet aber durch die Begrifflichkeiten etwas aneinander vorbei.
    Fantasy ist ein Subsetting. Es ist immer ein Misch-Setting, egal ob mit SciFi oder mit Mittelalter. Fantasy kann nicht für sich alleine stehen.
    Die Egoperspektive hat ein höheres Immersionspotenzial, die feste Third-Person Ansicht hat jedoch meist eine höhere Immersion.


    Bei einem Spiel verkörpert das äußere Konzept die Gedanken, das innere Konzept das Herz und die Musik die Seele. Erst in völliger Harmonie dieser 3 Eigenschaften kann ein Spiel zum Meisterwerk aufsteigen.
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  10. #330 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Xarthor View Post
    Gerade das macht doch eine "Zivilisationskrankheit" aus, wenn ich mal vom Worte ableite. Wo in der Natur findet man sonst Übergewicht in einem derartigen Stil? In der Natur stirbt, was Dick und unbeweglich ist (von Saisonalbedingten Fressern mit Winterschlaf mal abgesehen). Ihr habt beide recht, redet aber durch die Begrifflichkeiten etwas aneinander vorbei.
    Das Gefühl hab ich auch.
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