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Trump Wiederwahl 2020 (aus PE)

  1. #81 Reply With Quote
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    Ergibt keinen Sinn, hm?

    Doch, ich finde schon, dass es einen Sinn ergibt.
    https://www.ndr.de/ndrkultur/Der-sch...lasten100.html

    "Ein Ort, um sich zu solidarisieren

    Im Gegensatz zum Wissmann-Denkmal in Bad Lauterberg musste das Kolonialdenkmal von Braunschweig schon einiges über sich ergehen lassen: Der monumentale Steinblock mit dem Relief eines Löwen, der seine Pranke auf der Weltkugel hält, war das Ziel von Demonstrationen und Protesten und wurde schon angesprüht, verhüllt und bemalt. Aktuell ist er mit Antirassismus-Plakaten behängt. "Ich finde das großartig. Dieser Ort ist für die Braunschweigerinnen und Braunschweiger, die sich aufmachen und "Black Live Matters"-Plakate malen, der Ort, an dem sie sich solidarisieren und gegen Rassismus vorgehen. Wenn nicht dort, wo sonst?", sagt Braunschweigs Kulturdezernentin Anja Hesse.

    Über das Kolonialdenkmal wird seit langem gestritten. Schon in den 60er-Jahren wurde gefordert, es abzureißen. Dazu ist es aber nie gekommen, und das sei gut so, meint Anja Hesse: "Das wäre Geschichtsklitterung. Wenn man diese Statue entfernen würde, könnte man an die Stelle ein Schild stelle mit der Aufschrift 'Hier stand einmal ein Kolonialdenkmal'. Das ändert aber nichts an der Problematik, dass wir hier eine Kolonialgesellschaft hatten und dass wir Teil dieses Missbrauchs waren. Es ändert auch nichts daran, dass das alles geschehen ist."

    Nur "genehmigte" Geschichte für den öffentlichen Raum?
    Das sieht der Historiker Thomas Kubetzky von der TU Braunschweig ebenfalls so. Das Denkmal sei nun mal für den öffentlichen Raum geschaffen worden, und dort müsse man sich auch daran abarbeiten, anstatt es einfach zu beseitigen. "Ansonsten wäre der öffentliche Raum geschichtslos, oder nur mit einer Geschichte möglich, die genehmigt ist, was auch immer das impliziert. An dieser Stelle möchte ich nicht mehr weiter denken, wenn wir über genehmigte und ungenehmigte Geschichte nachdenken. Denn Geschichte ist nun mal nicht schwarz-weiß, sondern ganz viel grau."

    Die Stadt hat das Denkmal auf einer Tafel mit einem kritischen Begleittext versehen. Außerdem wird auf eine Internetseite mit Fotos und Dokumenten zum Kolonialismus hingewiesen, die kontinuierlich aktualisiert wird. Entscheidend aber, so Thomas Kubetzky, sei die lebendige, alltägliche Auseinandersetzung mit dem Denkmal, vor allem als Teil des Schulunterrichts. "Weil man den nachfolgenden Generationen die Chance geben sollte das Gefühl für Geschichte zu erfahren."


    Sind natürlich auch nur Meinungen zum Thema.

    Ansonsten scheint es offenbar auch zu funktionieren, wenn man sie tatsächlich in Museen verfrachtet. Auch das geht. Egal, wie, alles sehr viel besser, als zu zerstören.
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  2. #82 Reply With Quote
    Deus ulix's Avatar
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    Kein einziges vernünftiges Argument:

    "Das wäre Geschichtsklitterung. Wenn man diese Statue entfernen würde, könnte man an die Stelle ein Schild stelle mit der Aufschrift 'Hier stand einmal ein Kolonialdenkmal'. Das ändert aber nichts an der Problematik, dass wir hier eine Kolonialgesellschaft hatten und dass wir Teil dieses Missbrauchs waren. Es ändert auch nichts daran, dass das alles geschehen ist."
    Äh ja okay. Aber daran ändert ein Abriss auch rein gar nichts. Was ein Abriss ändert: es wird nicht mehr ein Verbrecher für seine Verbrechen geehrt, die damals als Heldentaten galten. Weg mit dem Scheißdreck.

    Oder halt Verschandeln, das ist auch gut.

    Das positive eines Abrisses überwiegt also eindeutig und unzweifelhaft das Negative. Denn das Negative gibt es ja gar nicht, das sind alles Scheinargumente. Siehe auch das folgende:

    "Weil man den nachfolgenden Generationen die Chance geben sollte das Gefühl für Geschichte zu erfahren."
    Und die einzige Möglichkeit das zu erreichen ist der Besuch von Denkmälern die Unmenschen verherrlichen?
    ulix is offline Last edited by ulix; 17.07.2020 at 19:40.

  3. #83 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by DWS View Post
    1 Bitte streicht "Rasse" in diesem Zusammenhang aus dem Wortschatz, es gibt keine und es gab nie eine biologische Grundlage dafür. Siehe "Jenaer Erklärung": https://www.quarks.de/gesellschaft/d...ie-schwachsinn

    €: OK.
    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
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    Quote Originally Posted by ulix View Post
    Kurze Info, die zeigt wie wichtig und richtig das Abreißen dieser Statuen in den USA ist, und sei es nur um den Fans dieser Statuen den Mittelfinger zu zeigen:

    Die meisten Statuen konföderierter Generäle stammen nicht von 1865, und auch nicht von kurz nach dem Bürgerkrieg. Sie stammen aus der Zeit 100 Jahre später, aus der Zeit der Bürgerrechtsbewegung. Sie sind und waren explizit als Symbol gedacht, der Bürgerrechtsbewegung, und der Gleichstellung von Schwarzen den Mittelfinger zu zeigen. Genau das war ihr Hauptzweck.

    Die Statuen sollen folgendes ausdrücken: "N*****, kenne deinen Platz in der Gesellschaft. Das heißt ordne dich den Weißen unter und leck unsere Stiefel!"

    Ich finde, da kann man durchaus durch das Abreißen, Verunstalten und Verschandeln dieser Statuen diesen Mittelfinger zurück zeigen.
    1 Na da werden sich die Rasisten freun da sie keine Rasisten mehr sind.
    Übrigens quarks ist das selbe wie Infowars. Schon dieses "es gibt keine Menschen aber Tier Rasen." Und natürlich vergesen sie das sie sich mit der Erklärung selbst wiederlegen. Den mit der selben Methode wie man Tierrasen feststelt so geht es auch beim Menschen.

    2 Man hat hier wiedermal Doppelmoral am start. Du hast ja die Inqusition als Beispiel genomen, der Vatikan steht ja noch auch Statuen von Leuten die davon profitirten oder Teil davon waren. Was ist mit Martin Luther? Oder dem von mir erwähnten Marx?
    Da sehen die Bildersturm Barbaren keine Probleme.
    Und ich finde es immer wieder Lustig wen LGBT Leute mit Che Gevara Bildern herum laufen wo bei er Homosexuele hinrichten lies.

    3 Nun du liegst mal wieder falsch viele der Statuen sind älter diese Bewegung. Im übrigen wird der Bürgerkreig mal wieder nur auf die Sklavarei reduziert. Da gab es viel mehr das aber es wird gerne ausgelasen.
    Und das verunstalten von Dingen ist unterstes Vandalen Nivau, es zeigt das die jenigen die das tun oder beführworten einfach nicht wie ein ziewilisiertetes Wesen agiren können.
    Im übrigen ich hätte nichts dagen wen dei AfD Strasen umbenen würde. Es wäre ein risen Spas dies hysterische Spektakel seiten der Linkenspolitischen zu beobachten. Auserdem wäre es ein genialer Schachzug, wärend die Medien und Altparteien hysterisch rumheulen und ihre Aufmerksamkeit darauf richten, kan man andere Dinge und pasende Gesetze durchbringen. Auf Trump Art.
    Übrigens was ist mit al denen die sich von der DDR und Marx verletzt fühlen? Warum reisen wir nicht seine Statuen ab und benenen seine Strasen nicht um? Aber darauf hast du wohl keine Antwort? Im übrigen habe die Dixies ein Recht darach Stolz zu sein was sie sind, genau so wie LGBT Leute.
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  4. #84 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by John Henry Eden View Post
    1 Na da werden sich die Rasisten freun da sie keine Rasisten mehr sind.
    Übrigens quarks ist das selbe wie Infowars. Schon dieses "es gibt keine Menschen aber Tier Rasen." Und natürlich vergesen sie das sie sich mit der Erklärung selbst wiederlegen. Den mit der selben Methode wie man Tierrasen feststelt so geht es auch beim Menschen.
    Es gibt auch bei Tieren keine Rassen. Zumindest nicht in der offiziell anerkannten Nomenklatur der Biologie.

    Quote Originally Posted by John Henry Eden View Post
    2 Man hat hier wiedermal Doppelmoral am start. Du hast ja die Inqusition als Beispiel genomen, der Vatikan steht ja noch auch Statuen von Leuten die davon profitirten oder Teil davon waren. Was ist mit Martin Luther? Oder dem von mir erwähnten Marx?
    Marx war absolut harmlos. Was soll der groß verbrochen haben außer Leute zu beleidigen und ein Stinkstiefel gewesen zu sein?
    Und ich würd mich freuen wenn im Vatikan welche gegen diese Statuen protestieren würden. Der Vatikan ist aber eine theokratische Diktatur, deshalb eher unwahrscheinlich dass das Erfolg hätte.

    Quote Originally Posted by John Henry Eden View Post
    Da sehen die Bildersturm Barbaren keine Probleme.
    Und ich finde es immer wieder Lustig wen LGBT Leute mit Che Gevara Bildern herum laufen wo bei er Homosexuele hinrichten lies.
    Che ließ keine Homosexuellen hinrichten weil sie Homosexuell waren.
    Bloß einsperren, aber das war halt damals und in diesem Kulturkreis absolut normal. Ein Sklavenhalter und Verteidiger der Sklaverei zu sein war aber auch im 19. Jahrhundert in den USA keine Normalität. In den meisten Staaten war Sklaverei schon bei der Gründung der USA illegal.

    Quote Originally Posted by John Henry Eden View Post
    3 Nun du liegst mal wieder falsch viele der Statuen sind älter diese Bewegung.
    "Viele" = die wenigsten. Ich liege richtig: die meisten stammen aus der Zeit der Bürgerrechtsbewegungen.
    ulix is offline

  5. #85 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by John Henry Eden
    Den mit der selben Methode wie man Tierrasen feststelt so geht es auch beim Menschen.
    Das ist falsch, Rasse ist auch bei Tieren nur noch für den Bereich der Zucht relevant. Und feststellen konnte man Rassen nie, da es sie gar nicht wirklich gibt, sprich, es gab nie die Kategorie, die mit dem Konzept Rasse angedacht war. Wenn Du schon über sowas diskutieren willst, dann gib Dir bitte die Mühe und recherchiere vorher die simpelsten Fakten, die mit zwei Klicks zu lesen sind.

    Quote Originally Posted by John Henry Eden
    Du hast ja die Inqusition als Beispiel genomen, der Vatikan steht ja noch auch Statuen von Leuten die davon profitirten oder Teil davon waren. Was ist mit Martin Luther?
    Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, ob es im Vatikan Statuen von Inquisitoren gibt, würde mich aber nicht wundern. Und sie würden ebenfalls abgeschafft gehören, genauso wie viele andere Untragbarkeit, für die der Vatikan steht. Allerdings würden Inqusitorenstauten im Vatikan im Vergleich bedeutungslos sein, denn es laufen dort nicht tagtäglich die Menschen herum, die von der Inquisition betroffen waren…

    Und was soll mit Luther sein? Der war kein Inquisitor. Er hat nach heutigen Maßstäben viele krude Ansichten gehabt und er war Antisemit – wie eben damals so viele Intellektuelle. Aber er war kein Massenmörder oder Sklavenhalter. Allerdings ist es mehr als höchste Zeit, dass Luthers Antisemitismus in Kirchenkreisen mehr zum Thema wird und sein Status als Held der Reformation zurecht gerückt wird.

    Quote Originally Posted by John Henry Eden
    Übrigens was ist mit al denen die sich von der DDR und Marx verletzt fühlen?
    Marx war kein Verantwortlicher irgendeines realsozialistischen Regimes. Er war schon längst tot, als sich diese Regime auf seine Ideen berufen haben. Und wo gibt es denn Statuen von DDR Politikern? Wenn es solche gäbe und sie zum positiven Gedenken an diese Menschen dastehen würden, dann gehörten sie mit Anlauf genauso abgeschafft.

    Du kippst hier einfach mal einen großen Eimer unreflektiertes Geplapper über die Diskussion ohne irgendeinen nennenswerten inhaltlichen Mehrwert. Und dass Du das „Verunstalten von Dingen“ nur unzivilisierten Wesen zutraust gleichzeitig aber ein Recht auf Stolz auf eine durch und durch menschenverachtende Vergangenheit einräumst wirft ein mehr als fragwürdiges Licht auf Deine Wertemaßstäbe.
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  6. #86 Reply With Quote
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    Ich frage mich, ob die Vandalismusbefürworter auch noch so begeistert wären, wenn sich mal jemand eines gewissen "Denkmals der Schade" annehmen würde, weil er sich davon gestört fühlt...

    Ist zwar ein Extrembeispiel, aber lässt sich auf viele andere Themen übertragen, gegen die sicher irgendjemand irgendetwas einzuwenden hat.
    Wer würde dann bestimmen, wo die Zerstörung von Kulturgut gerechtfertigt ist und wo nicht? Und was, wenn sich die geschichtliche Einschätzung irgendwann ändert? Werden die zerstörten Denkmäler dann mit Sekundenkleber wiederhergestellt?
    Gestern gehorchten wir Königen und verneigten unsere Häupter vor den Imperatoren. Heute verneigen wir uns nur noch vor der Wahrheit.
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  7. #87 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Liferipper View Post
    Ich frage mich, ob die Vandalismusbefürworter auch noch so begeistert wären, wenn sich mal jemand eines gewissen "Denkmals der Schade" annehmen würde, weil er sich davon gestört fühlt...

    Ist zwar ein Extrembeispiel, aber lässt sich auf viele andere Themen übertragen, gegen die sicher irgendjemand irgendetwas einzuwenden hat.
    Wer würde dann bestimmen, wo die Zerstörung von Kulturgut gerechtfertigt ist und wo nicht? Und was, wenn sich die geschichtliche Einschätzung irgendwann ändert? Werden die zerstörten Denkmäler dann mit Sekundenkleber wiederhergestellt?
    Menschen sind ja prinzipiell in der Lage zu differenzieren. Denkmal ist nicht gleich Denkmal. Eine Statue die errichtet wurde um z.B. eine Einzelperson zu ehren, ist in der Rezeption etwas sehr anderes, als ein Mahnmal, welches Opfern eines Verbrechens gedenkt. Beides mag als Landmarke der Erinnerung dienen, die Aussagen dieser Erinnerung sind aber durchaus sehr unterschiedlich.

    Der Bildersturm in den USA wurde mal ganz gut wie folgt zusammengefasst: "Es ist nicht die Geschichte, die von den Protestierenden vom Sockel gestürzt wird, sondern der Mythos und der Bildersturm selbst ist nicht das Hauptanliegen der Protestierenden sondern eine Art für sie, sich Gehör zu schaffen."

    Interessanterweise habe ich erst kürzlich die Geschichte eines Denkmals aufgearbeitet und auch wie sich die Rezeption über den Verlauf des 20ten Jahrhunderts geändert hat. Wirklich krass gekippt ist sie nur 1x und zwar im Dritten Reich. Sollte es also dazu kommen, dass das Holocaustmahnmal in Berlin, welches du hier als Beispiel unter dem "Denkmal der Schande" Begriff eines Björn Höcke anführst, in der Breite als ein zu stürzendes, weil beleidigendes, wahrgenommen werden, dann wäre das ein Lackmustest der anzeigt, was für ein tiefgreifenderes Problem wieder gewuchert ist.
    HerrFenrisWolf is offline

  8. #88 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Liferipper
    Ist zwar ein Extrembeispiel, aber lässt sich auf viele andere Themen übertragen, gegen die sicher irgendjemand irgendetwas einzuwenden hat.
    Wer würde dann bestimmen, wo die Zerstörung von Kulturgut gerechtfertigt ist und wo nicht? Und was, wenn sich die geschichtliche Einschätzung irgendwann ändert? Werden die zerstörten Denkmäler dann mit Sekundenkleber wiederhergestellt?
    Wenn sich die geschichtliche Einschätzung dahingehend ändert, dass die Heroisierung des Kampfes zur Aufrechterhaltung der Sklaverei etwas Gutes gewesen ist, dann haben wir ganz andere Probleme als Statuen…

    Der Verweis darauf, dass sich ja womöglich jeder an irgendetwas stört steht doch in keinerlei Verhältnis zu der tatsächlichen Dynamik in Bezug auf diese Statuen. Dass sich Menschen davon gedemütigt fühlen ist doch keine willkürliche Laune und auch keine Frage von Ideologie oder von politischer Auffassung. Diese Denkmäler haben explizit den Zweck, diejenigen zu Ehren, die dafür gekämpft haben, große Teile der jetzt noch dort lebenden Menschen als Sklaven zu halten. Dass dies der Zweck der Statuen ist, ist keine Frage des Zeitgeistes und auch keine Frage von hypothetischer Geschichtsauffassung in der Zukunft, es ist ein recht simpler Fakt, der aber in dieser Diskussion ständig versucht wird zu relativieren oder in willkürliche Zusammenhänge zu stellen, mit denen diese Stauen nix zu tun haben, sei es Martin Luther oder das Kolloseum.
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  9. #89 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Wenn sich die geschichtliche Einschätzung dahingehend ändert, dass die Heroisierung des Kampfes zur Aufrechterhaltung der Sklaverei etwas Gutes gewesen ist, dann haben wir ganz andere Probleme als Statuen…

    Der Verweis darauf, dass sich ja womöglich jeder an irgendetwas stört steht doch in keinerlei Verhältnis zu der tatsächlichen Dynamik in Bezug auf diese Statuen. Dass sich Menschen davon gedemütigt fühlen ist doch keine willkürliche Laune und auch keine Frage von Ideologie oder von politischer Auffassung. Diese Denkmäler haben explizit den Zweck, diejenigen zu Ehren, die dafür gekämpft haben, große Teile der jetzt noch dort lebenden Menschen als Sklaven zu halten. Dass dies der Zweck der Statuen ist, ist keine Frage des Zeitgeistes und auch keine Frage von hypothetischer Geschichtsauffassung in der Zukunft, es ist ein recht simpler Fakt, der aber in dieser Diskussion ständig versucht wird zu relativieren oder in willkürliche Zusammenhänge zu stellen, mit denen diese Stauen nix zu tun haben, sei es Martin Luther oder das Kolloseum.
    Zu relativieren? Willkürliche Zusammenhänge? Deine Argumentation stellst Du als Fakt hin? Wer bist Du? Oben habe ich zwei Beispiele aufgeführt. Sind das auch Leute, die relativieren wollen. Nichts verstehen wollen? Nach Ulix einfach nur kein einziges vernünftiges Argument.

    Ja, ok, so kann man auch alles lösen. Aber behaupte nicht, dass da irgendwas von ein Fakt ist.
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  10. #90 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Stiller Leser
    Zu relativieren? Willkürliche Zusammenhänge? Deine Argumentation stellst Du als Fakt hin? Wer bist Du?
    Ich stelle das als Fakt hin, was Fakt ist, nämlich welchen Zweck dieses Stauen haben.

    Diesen Fakt mit Hilfe von völlig anderen Aspekten zu vergleichen mit dem Verweis auf mögliche zukünftige perspektiven ist für mich nichts weiter als der Versuch einer Relativierung und es sind willkürliche Zusammenhänge, weil sie mit dem Problem, das die Schwarzen in den USA mit diesen Stauen haben überhaupt nichts zu tun hat.

    Es geht weder darum, welche Geschichte einem genehm ist, noch geht es um Geschichtsklitterung. Diese Analysen sind aus der komplett falschen Perspektive, nämlich aus der Perspektive eines Historikers, für den Stauen als historische Zeugnisse von Bedeutung sind. Aber darum geht es doch überhaupt nicht. Hättest Du den Irakern gesagt, sie sollen doch bitte die Staute von Hussein stehe lassen? Würden die Amerikaner ein Ehrenmahl für Bin Laden im Stadtkern von New York aus historischer Perspektive für wertvoll halten? Wohl eher nicht. Würdest Du mit dem Kolosseum argumentieren, wenn die Bin Laden-Statue abgerissen werden soll?
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  11. #91 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Ich stelle das als Fakt hin, was Fakt ist, nämlich welchen Zweck dieses Stauen haben.

    Diesen Fakt mit Hilfe von völlig anderen Aspekten zu vergleichen mit dem Verweis auf mögliche zukünftige perspektiven ist für mich nichts weiter als der Versuch einer Relativierung und es sind willkürliche Zusammenhänge, weil sie mit dem Problem, das die Schwarzen in den USA mit diesen Stauen haben überhaupt nichts zu tun hat.

    Es geht weder darum, welche Geschichte einem genehm ist, noch geht es um Geschichtsklitterung. Diese Analysen sind aus der komplett falschen Perspektive, nämlich aus der Perspektive eines Historikers, für den Stauen als historische Zeugnisse von Bedeutung sind. Aber darum geht es doch überhaupt nicht. Hättest Du den Irakern gesagt, sie sollen doch bitte die Staute von Hussein stehe lassen? Würden die Amerikaner ein Ehrenmahl für Bin Laden im Stadtkern von New York aus historischer Perspektive für wertvoll halten? Wohl eher nicht. Würdest Du mit dem Kolosseum argumentieren, wenn die Bin Laden-Statue abgerissen werden soll?
    Du müsstest diese Frage stellen, wenn nach einigen Generationen jemand noch eine Husseinstatute findet oder eine Bin Laden Statue finden würde. Dann wäre es auch nur noch ein Rest von dessen, was aufgrund der damaligen Umstände passiert ist. Aber doch nicht bei aktuellen Geschehnissen. Das ist was gänzlich anderes. Dann wäre sogar eine Bin Laden Statue schützenswert, einfach aus der Situation heraus, was damals passiert ist.
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  12. #92 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Stiller Leser
    Aber doch nicht bei aktuellen Geschehnissen.
    Aber die Stauten in den Südstaaten SIND aktuelle Geschehnisse!

    Sie reiben den dort leben Menschen jetzt, ganz aktuell ins Gesicht, dass die Weltsicht, in der sie keine wirklichen Menschen sind in Ehren gehalten werden soll. Was soll denn da jetzt die Perspektive eines fiktiven, zukünftigen Archäologen für eine Rolle spielen?
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  13. #93 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Aber die Stauten in den Südstaaten SIND aktuelle Geschehnisse!

    Sie reiben den dort leben Menschen jetzt, ganz aktuell ins Gesicht, dass die Weltsicht, in der sie keine wirklichen Menschen sind in Ehren gehalten werden soll. Was soll denn da jetzt die Perspektive eines fiktiven, zukünftigen Archäologen für eine Rolle spielen?
    Nein. Was damals geschehen ist, ist damals geschehen, nicht heute. Wäre Rassismus kein Problem, würden diese Statuen sie kalt lassen. Es gibt so viele andere Möglichkeiten mit den Statuen umzugehen, als sie zu zerstören. Die Statuen werden für die aktuelle Situation als Ventil benutzt. Das kann ich nachvollziehen. Aber es müssen andere Lösungen her mit dem Umgang dieser Statuen, die es irgendwie geschafft haben, bis heute stehen zu bleiben.
    Stiller Leser is offline

  14. #94 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Stiller Leser
    Nein. Was damals geschehen ist, ist damals geschehen, nicht heute.
    Tut mir leid, aber so macht eine Diskussion einfach keinen Sinn mehr. Es ist schlicht ein Fakt, dass es sehr wohl heute geschieht, heute geschieht Rassismus, heute geschieht die systematische Benachteiligung und heute bestehen Menschen auf ihrem „Recht“ Stolz auf menschenverachtende Kultur zelebrieren zu wollen. Und dieses Stauen sind Symbole und Machtinstrumente für genau dies, heute, jetzt und nicht in der Vergangenheit. Was glaubst Du denn, warum das für Trump so ein gefundenes Fressen ist?

    Es ist leicht dahergesagt, dass es halt andere Lösungen geben müsste als die Zerstötung. Klar wäre das gut, aber ganz offensichtlich hat es seit Jahrzehnten keine andere Lösung gegeben. Und jetzt wird so getan, als wäre die mutwillige Zerstörung das eigentliche Problem, nachdem Jahrzehntelang so gut wir nix in anderer Hinsicht passiert ist. Das eigentliche Problem ist aber nicht die Zerstörung, sondern die Tatsache, dass diese Dinger da immer noch da stehen und zwar immer noch als Eghrenmale. Das ist das eigentliche Problem, das ist der eigentliche Skandal. Dass wütende Menschen die Symbole dafür, dass sie Menschen unterer Klasse zu sein haben mutwillig zerstören mag unschön sein, aber völlig verständlich und gesellschaftlich gesehen nicht mal annähernd so fatal wie die Tatsache, dass es diese Ehrenmal so immer noch gibt.

    Quote Originally Posted by Stiller Leser
    Wäre Rassismus kein Problem, würden diese Statuen sie kalt lassen.
    Meine Güte, gäbe es keinen Rassismus gäbe es auch die Stauen nicht…das ist doch eine sinnlose Analyse…
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  15. #95 Reply With Quote
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    Ja, alles sinnlos. Das stimmt in der Tat. Wozu überhaupt noch diskutieren? Das bringt offensichtlich nichts mehr. Nur eine Ansicht erlaubt. Alle anderen sind sinnlos. Falsch. Haben nichts verstanden, sind willkürlich, relativierend, sind nicht vernünftig, aus der falschen Perspektive heraus, ... egal, falsch halt.

    Ich wollte schon gestern nichts mehr zu schreiben. Hätte ich mich mal dran gehalten. Obwohl andererseits, man kann auch daraus Erkenntnisse gewinnen.

    In diesem Sinne werde ich jetzt erst mal das schöne Wetter genießen.
    Stiller Leser is offline

  16. #96 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Stiller Leser View Post
    Ja, alles sinnlos. Das stimmt in der Tat. Wozu überhaupt noch diskutieren? Das bringt offensichtlich nichts mehr. Nur eine Ansicht erlaubt. Alle anderen sind sinnlos. Falsch. Haben nichts verstanden, sind willkürlich, relativierend, sind nicht vernünftig, aus der falschen Perspektive heraus, ... egal, falsch halt.

    Ich wollte schon gestern nichts mehr zu schreiben. Hätte ich mich mal dran gehalten. Obwohl andererseits, man kann auch daraus Erkenntnisse gewinnen.

    In diesem Sinne werde ich jetzt erst mal das schöne Wetter genießen.
    Du hast auch allen Anschein nach kein sinnvolles Argument vorzubringen.
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  17. #97 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Stiller Leser
    Nur eine Ansicht erlaubt.
    Du interpretierst das, worum es geht gerne auf diese Schiene um, dass es um Ansichten gehen würde und dein Gegenüber eben deine Ansicht nicht zulassen würde wollen. Aber darum geht es gerade nicht. Wenn ich argumentiere, wie gerade eben, dass die Probleme, für die diese Statuen stehen nicht die Vergangenheit betreffen, sondern die Gegenwart hier und jetzt, dann ist das keine Ansicht und wenn Du das verneinst, dann ist das auch keine Ansicht. Es stimmt entweder oder es stimmt nicht. Dass es diese Probleme heute hier und jetzt gibt ist nun mal völlig offensichtlich. Es ist völlig offensichtlich, dass es Ehrenmale sind, die als Symbol für die Heroisierung heute hier und jetzt gedacht sind. Ihre Bedeutung hat sich nicht geändert, sie dienen heute demselben Zweck wie vor 60 Jahren. Das ist keine Ansicht, das sind Fakten. Wenn Du die Fakten nicht wahrhaben willst, dann hat das nichts damit zu tun, dass ich Deine Ansicht nicht würde zulassen wollen. Über Ansichten kann man diskutieren, aber nicht, wenn Fakten ignoriert werden.

    Ich wünsche Dir trozdem viel Spaß in de Sonne.
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  18. #98 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Stiller Leser View Post
    Ja, alles sinnlos. Das stimmt in der Tat. Wozu überhaupt noch diskutieren? Das bringt offensichtlich nichts mehr. Nur eine Ansicht erlaubt.
    Du hast vollkommen Recht. Diskutieren lohnt sich nicht, wenn du selbst keine Argumente hast und unfähig bist auf Argumente einzugehen. Das hat nichts damit zu tun dass nur eine Meinung erlaubt sei, sondern damit dass nur eine hier sachlich begründet wird. Und zwar nicht deine.
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  19. #99 Reply With Quote
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    Wer es nicht mitbekommen hat:
    Trump probiert gerade auszuloten, wie weit er in Richtung Pinochet und Franco gehen kann. Er hat gegen den Willen der örtlichen Bürgermeisterin und des Gouverneurs Sicherheitstruppen des Bundes nach Portland geschickt, die dort in zivilen Fahrzeugen Demonstranten entführen, ohne ihnen ihre Rechte vorzulesen oder sich an sonstige rechtsstaatlichen Standards zu halten.

    Noch scheinen diese entführten Demonstranten weder gefoltert, noch ermordet zu werden, aber das kann ja noch werden.

    Neulich drohte er, die Bundeskräfte in Städten "einmarschieren" zu lassen um diese zu übernehmen.
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  20. #100 Reply With Quote
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    Hier wird ein Szenario skizziert, mit dem es Trump möglich wäre, trotz verlorener Wahl im Amt zu bleiben, und zwar "legal".

    https://www.heise.de/tp/features/Tro...n-4848126.html

    Das funktioniert aber nur, wenn die Wahl knapp ausgeht. Dabei hat Joe Biden gerade riesiges Glück, und kann sich bei den Göttern für Corona bedanken. Hillary hatte zu diesem Zeitpunkt in den Umfragen eine Führung von ca. 4-5%, Biden hat momentan eine von 10% und mehr. Hillaries Umfragewerte zu dieser Zeit sanken, Bidens steigen.

    Momentan sieht alles nach Landslide für Biden aus, und umso weniger er mit seiner fortschreitenden Demenz in die Öffentlichkeit tritt, umso besser für ihn.

    Und da Florida gerade das neue Wuhan und das neue Bergamo wird, die Republikaner aber so tun als sei alles normal (50 Intensivstationen sind dort bereits an der Kapazitätsgrenze), sieht es auch so aus als könnten die Demokraten diesmal die eine oder andere republikanische Hochburg, und somit vielleicht sogar den Senat erobern.

    Wenn Florida oder Texas an die Demokraten geht, was durchaus realistisch ist, ist es für Trump gelaufen. Und es könnten unglaublicherweise diesmal beide an die Demokraten gehen...

    Nicht weil sie so toll wären, oder sie irgendwas anbieten würden was die Leute wollen. Sondern weil die andere Seite einfach so eine Vollkatastrophe ist, dass sich viele das kleinere Übel wünschen dürften.

    Was für ein Schmierentheater. Leider eines, das das Schicksal der gesamten Welt stark beeinflussen wird.
    ulix is offline Last edited by ulix; 21.07.2020 at 12:27.

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