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Gesellschaftliche Spaltung – wie tief geht sie bei uns schon?

  1. #21 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Denn nach meinem Verständnis hast Du Harvalds Aussagen falsch verstanden,
    Verehrtes gegenüber!

    Erstens - bezog ich mich auf deine Aussage über Harvald seinen Beitrag

    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post

    Es bezog sich nicht auf die fraglos bestehenden Interessen der Wirtschaft, es bezog sich auf Harvalds Argumentationsbasis, dass Migration die Wurzel des gesellschaftlichen Verfalls ausmachen würde
    Zweitens - Wenn ich schon Zitiert werde, dann Bitte richtig und nicht nur einen Satz was den Zusammenhang verfälscht.

    Aber womöglich habe ich mich auch unkorrekt ausgedrückt in Beitrag 20.
    Die Deregulierung betraf nicht nur die Finanzmerkte sondern auch den Arbeitsmarkt.
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.
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  2. #22 Reply With Quote
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    Erstens - bezog ich mich auf deine Aussage über Harvald seinen Beitrag
    Ja gut, ich habe eben diese lediglich im nächsten Beitrag paraphrasiert. Dann nochmal zur Klärung:
    Womit hatte Harvald nach Deiner Aussage recht:

    Quote Originally Posted by Apubec
    Aber vom Prinzip hat er recht! Wenn auch ich es etwas dezenter Beschreiben würde.
    Wenn es sich auf meine Aussage über seinen Beitrag beziehen sollte, dann hätte er also jetzt prinzipiell Recht damit, dass „Migration die Wurzel des gesellschaftlichen Verfalls ausmachen würde“, auch wenn Du es weniger drastisch ausdrücken würdest...?

    Dann kann ich mich hierzu nur wiederholen: Dass solltest Du genauer erklären, damit ich Dich nicht missverstehe…
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  3. #23 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Ja gut, ich habe eben diese lediglich im nächsten Beitrag paraphrasiert. Dann nochmal zur Klärung:
    Womit hatte Harvald nach Deiner Aussage recht:



    Wenn es sich auf meine Aussage über seinen Beitrag beziehen sollte, dann hätte er also jetzt prinzipiell Recht damit, dass „Migration die Wurzel des gesellschaftlichen Verfalls ausmachen würde“, auch wenn Du es weniger drastisch ausdrücken würdest...?

    Dann kann ich mich hierzu nur wiederholen: Dass solltest Du genauer erklären, damit ich Dich nicht missverstehe…

    Harvald mag womöglich nach deinen Worten - Migration als die Wurzel des gesellschaftlichen Verfalls ansehen.
    Dem ist aber nicht so, aber sie wird benutzt und schafft in der Masse die zu bewältigen ist mehr Probleme, als diese Nutzen bringt.


    Gesellschaftlicher Wandel hat es immer gegeben, wird es immer geben.
    Aber ob er sich positiv auswirkt oder eher negativ für eine Gesellschaft und deren Errungenschaften, liegt an der Gesellschaft selbst.

    Quote Originally Posted by Apubec View Post
    Aber womöglich habe ich mich auch unkorrekt ausgedrückt in Beitrag 20.
    Die Deregulierung betraf nicht nur die Finanzmerkte sondern auch den Arbeitsmarkt.
    Hier wird jeder gegen jeden ausgespielt und Gewerkschaften und Gesetze unterwandert.

    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Richtig, die Konzerne freuen sich seit je her einen Ast über Zuwanderung aus Ländern, deren Lohn- und Ausbildungsniveau niedriger ist. Aber diese Tatsache sowie auch die Tatsache, dass Lobbyismus von Seiten der Wirtschaft absurd überproportionalen Einfluss hat, ändert nichts an der Tatsache, dass die Verschiebung der diesbezüglichen Diskussion auf das „Problem Migration“ eine Augenwischerei ist. Es sind nicht die Zuwanderer, die andere Qualifizierte in den Niedriglohnsektor zwingen. Es ist die Agenda (pun intendet) unserer Politik der letzten Jahrzehnte, die das eigentliche Problem ist.

    Edit:
    Harvald beschreibt natürlich ein negativ Scenario für die Zukunft und den sozialen Wandel.

    Kann so eintreten muss aber nicht - Harvald!

    https://www.alfred-herrhausen-gesell...#tab_szenarien
    ( ganz unten rechts - Positives Szenario zum Download - Negatives Szenario zum Download
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    Apubec is offline Last edited by Apubec; 26.01.2020 at 19:48.

  4. #24 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Apubec
    Harvald mag womöglich nach deinen Worten - Migration als die Wurzel des gesellschaftlichen Verfalls ansehen.
    Dem ist aber nicht so, aber sie wird benutzt und schafft in der Masse die zu bewältigen ist mehr Probleme, als diese Nutzen bringt.
    Probleme für wen und Nutzen für wen? An welcher Stelle willst Du die Rechnung denn aufmachen? An der Landesgrenze? An der Staatsbürgerschaft?

    Quote Originally Posted by Apubec
    Hier wird jeder gegen jeden ausgespielt und Gewerkschaften und Gesetze unterwandert.
    Ganz genau. Und wer wird durch die Frage nach Problemen und Nutzen gegeneinander ausgespielt?
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  5. #25 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    An welcher Stelle willst Du die Rechnung denn aufmachen? An der Landesgrenze? An der Staatsbürgerschaft?
    Ich!

    Ankerzentren, Erdogan Deal, sichere Herkunftsstaaten
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  6. #26 Reply With Quote
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    [Bild: 1]Ich sehe mich mit einem meiner (ehemaligen) Idole in vollkommener Übereinstimmung, auch wenn das der SPD vielleicht nicht mehr gefällt. Ich weiß warum ich sie verlassen habe,

    [Bild: D0Klv0oWwAUhFyH.jpg]

    Oder um mit Marine LePen zu sprechen: "Brauchte das Deutsche Grosskapital mal wieder ein paar Negersklaven." (Möglicherweise steckt da mehr Wahrheit drin als in den AfD-Parolen.

    Das "Wir" habe ich seinerzeit im Osten Deutschlands erleben dürfen, als die "Eliten" des Ostens in den Westen rübermachen konnten unter denen die geblieben sind. "Wir hatten ja nichts", die selbst etwas aufbauen wollten und die heute den Grundstock der AfD bilden. Denen wir "Wessis" so vermessen waren ihre Welt zu erklären und unsere überzustülpen. Herr Haselhoff hat vollkommen zu recht Angst vor ihnen, wenn jetzt der Braunkohlestrukturwandel wie beschlossen kommt. In Den alten Steinkohlestädten NRWs sieht es ähnlich aus. Mal sehen wie sich das so entwickelt wenn der "Braunkohleausstieg" kommt und die linksgrünen da versuchen aufs Tempo zu drücken.

    Schon mal bemerkt das "Friday's for Future" eine reine Elitenveranstaltung ist? Nur 0,5% Hauptschüler und 4,5% aller Realschüler sind bei den Demonstationen. Der Migrantenanteil ist auch weit unter 5% und da über alle Schulformen. Da bieten sich höchstinteressante antideutsche Konstellationen an.

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)

    Hinsichtlich der Waldbrände in Australien bist du offenbar auch einer "Fakenews" aufgesessen. Habe gestern im Krankenhaus im Fokus einen Artikel gelesen, der die Katastrophe recht eindrucksvoll auf die Brandverhinderung in den vergangenen 20 Jahren zurückführt. Bereits die Aborigines haben den Wald geziehlt abgebrannt um Feuersicherheit herzustellen. Überigends die Samen von Metasequoia (Mammutbaum) sind nicht keimfähig wenn der Boden nicht eine hohe Konzentration von Asche und Holzkohle enthält. Jahrzehnte lang galten die Urwaldriesen als steril. Auch da dürfte nur eine evolutionstechnische Anpassung die Ursache sein.
    Harvald is offline Last edited by Harvald; 27.01.2020 at 02:11.

  7. #27 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Harvald View Post
    In Den alten Steinkohlestädten NRWs sieht es ähnlich aus. Mal sehen wie sich das so entwickelt wenn der "Braunkohleausstieg" kommt und die linksgrünen da versuchen aufs Tempo zu drücken.
    Ich glaube du überschätzt die Bedeutung von bundesweit 20.000 Jobs.

    Quote Originally Posted by Harvald View Post
    Schon mal bemerkt das "Friday's for Future" eine reine Elitenveranstaltung ist? Nur 0,5% Hauptschüler und 4,5% aller Realschüler sind bei den Demonstationen. Der Migrantenanteil ist auch weit unter 5% und da über alle Schulformen. Da bieten sich höchstinteressante antideutsche Konstellationen an.
    Quelle bitte. Und was soll der Satz mit den "antideutschen Konstellationen" insinuieren?
    ulix is offline

  8. #28 Reply With Quote
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    Man mag von den Ideen des Sozialismus halten was man will.
    Aber für das Implementieren sozialistischer Konzepte in ein gesellschaftliches System auf demokratischer Basis bedarf es prinzipiell keiner Zarenmorde und auch keiner Gulags. Wir haben auch hier in Deutschland verschiedene Politiker, die mit sozialistischen Konzepten auf gutem Fuß stehen. Das kann man mögen oder nicht, aber keiner von denen plant Monarchenmorde oder verfasst Pläne für das Abwehren einer Kontrarevolution.


    Bitte in diesem Thread keine Diskussionen über das Wesen des Sozialismus. Falls daran tatsächlich gesteigerter Bedarf besteht, gerne PN an mich, ich kann dann die betreffenden Beiträge in ein neues Thema verschieben.


    Quote Originally Posted by Apubec
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    Womit wir dann jetzt ausschließlich beim Thema Flucht wären.
    Ich dachte wir reden über den Billiglohnsektor und Migration im Ganzen?

    Aber gut, bei meiner Frage nach Grenzen lag Deine Antwort wahrscheinlich nahe. Mal abgesehen von den zahlreichen Problemen in Bezug auf die drei Schlagworte, die Du nennst, würde ich gerne wissen wollen, wie eigentlich ein faires Verhältnis von Abgrenzung und Anteilnahme in Deutschland aussehen kann? Deutschland als ein Industriestaat, dessen Wohlstand untrennbar mit dem Rest der Welt gekoppelt ist und auch mit den Problemen im Rest der Welt. Und ja, auch in Bezug auf die Probleme im Inland, keine Frage.
    Du (und Harvald auch) sprachen von Errungenschaften, die es zu schützen gilt. Was bedeutet das faktisch? Und welche Konsequenzen resultieren daraus jenseits unserer Grenzen?

    Quote Originally Posted by Harvald
    Schon mal bemerkt das "Friday's for Future" eine reine Elitenveranstaltung ist? Nur 0,5% Hauptschüler und 4,5% aller Realschüler sind bei den Demonstationen.
    Schon mal bemerkt, dass sich unser Schulsystem geändert hat? Schon mal bemerkt, dass es nur noch wenige Bundesländer gibt, die überhaupt Hauptschulen haben? Schon mal auf einer solchen Veranstaltung gewesen?

    Wie viel Arbeiterklasse war denn bei Deinen Demos damals so vertreten?

    Der Grundtenor Deiner Argumentationen ist im Übrigen quasi die fleischgewordene Antithese dessen, wofür Du behauptest zu stehen, als alter Kämpfer für eine moderne Gesellschaft. Kulturfremdes, uns seien es auch nur Ostdeutsche, stören das Gleichgewicht dessen, was Du Dir erwünschst. Dass Du dabei tatsächlich auch noch von Eliten sprichst, obgleich Deine Argumentationsbasis elitärer nicht sein könnte, ist faszinierend.

    Vielleicht wäre es gut, wenn Du mal länger darüber nachdenken würdest, warum der „Grundstock der AfD“ der schon damals Deine Welt gestört hat, heute irgendwie dieselbe Argumentationsschiene fährt wie Du?

    Quote Originally Posted by Harvald
    Hinsichtlich der Waldbrände in Australien bist du offenbar auch einer "Fakenews" aufgesessen.
    Öh, nein. Man muss eigentlich auch nur den simplen Zusammenhang zwischen Feuer und Trockenheit bedenken und dann ist man auf fragwürdige Fokusartikel gar nicht angewiesen. Und was das Sexualleben eines Baumes aus China damit jetzt zu tun haben soll bleibt wahrscheinlich Dein Geheimnis…
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  9. #29 Reply With Quote
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    Das Thema Sozialismus wurde verschoben. Bitte im entsprechenden Thema antworten
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  10. #30 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    @Stiller Leser

    Ich glaube, wenn man lange genug diskutiert und sich auseinandersetzt, dann landet man bei allen Auffassungen; bei allen Meinungen irgendwann bei der Frage nach Moral. Denn am Ende sind es grundsätzliche moralische Überzeugungen, die wiederum unsere Auffassungen und Meinungen zu spezifischen Themen formen. Ich habe ja Gründe für meine Meinungen und Du für Deine. Und diese Gründe gehen auf Überzeugungen zurück und Überzeugungen bilden sich aus dem Formulieren einer moralischen Maxime.

    Natürlich kann man das Moral-Argument auch einfach nur vorschieben, aber auch bei redlichen Diskussionen um Normen und Werte wird es am Ende immer um Moral gehen.
    Wir haben in Sachen Moral eine sehr breite Basis. Nennt sich Grundgesetz. Nun ist es natürlich so, dass dennoch gestritten werden kann, wie was zu sehen ist und welcher Weg dann eingeschlagen werden muss. Das ist gewollt, gesund und ist für eine Demokratie ein guter Weg voran zu kommen. Wenn wir annehmen, dass die Diskutanten sich derart respektieren, dass sie wissen, dass ihr Mitdiskutant die gleiche Basis akzeptiert und darauf aufbaut, kann man vernünftig streiten und es kommt auch was bei raus.
    Gerade in gesellschaftlichen Fragen gibt es selten die eine Lösung. Experten auf diesen Gebieten gibt es viele und genauso Ideen, wie das ganze nun auszusehen hat. Ist eine Frage des Standpunktes, obwohl es auf der gleichen Basis läuft, immer noch das Grundgesetz. Wenn nun aber eine Seite nicht mehr bereit ist, zu diskutieren, sondern ihre Lösung als das einzig richtige anerkennt auf Basis der höheren Moral, kann man getrost von ausgehen, dass sie ihre Mitdiskutanten nicht mehr anerkennt. Entweder sie glaubt nicht mehr, dass die Mitdiskutanten die Basis Grundgesetz akzeptiert oder aber hält die Basis Grundgesetz nicht mehr für in Ordnung. Egal was von beiden, es kann sehr schnell gefährlich werden, wenn zu viele dieser Ansicht sind. Und das heute wieder mehr Themen moralisch und absolutistisch für sich in Anspruch genommen wird, denke ich, kann man schon sehen.

    Wie gesagt, ich glaube nicht, dass wir einen derartig kritischen Moment erreicht haben. Noch lange nicht. Gibt noch mehr als genug Redebereitschaft und manches im Netz, wo ziemlich viel wegen nichts hochkocht, erwirkt des öfteren den Eindruck, als ob es überall ordentlich rund geht. Dabei sind es nur wenige Stimmen, die früher gar nicht wahr genommen wurden, aber heute durch das Netz sehr schnell verbreitet werden und dabei weite Wege nimmt und so glauben lässt, dass viele dahinter stehen. Die meisten interessiert es aber nicht oder wissen überhaupt darüber. Eine Blase.
    Stiller Leser is offline

  11. #31 Reply With Quote
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    Richtig, das Grundgesetzt ist die Ausarbeitung moralischer Maximen. Allein Artikel 1 springt schon derartig tief in moralphilosophische Sphären, dass man darüber über ganze Buchreihen hinweg diskutieren könnte.

    Nun sind aber juristische Grenzen nicht wirklich deckungsgleich mit moralischen Grenzen, bzw. Diskussionen über moralisch und unmoralisch. Wenn es bei ideologischen Grabenkämpfen an den Punkt kommt, wo man sich gegenseitig mangelnde Moral vorwirft, dann geht es meines Erachtens nicht selten um gerade jene Ideen, die im Grundgesetzt verankert sind, aber eben nicht zweifelsfrei ausformuliert sind. Aus der Feststellung, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, folgt zwingend die Frage, ab wann man sie denn als angetastet betrachten muss. Und schon ist man wieder tief in einer Diskussion über Moral.

    Das Grundgesetzt funktioniert letzten Endes genauso, wie die Argumentation von Menschen, die sagen: Das ist unmoralisch und daher bist Du unmoralisch und daher diskutiere ich es nicht! Es geht um Grenzen, nämlich um nicht weiter diskutierbare Grenzen. Um Dogmen, um genau zu sein. Ich würde Dir aber zustimmen, dass die derzeitige Entwicklung die Tendenz hat, dass diese Dogmen auf allen Seiten enger gefasst werden und früher die Schotten dicht gemacht werden.

    Daher auch meine Frage im Einganspost, wo man eigentlich seine eigene Grenze zieht.

    Quote Originally Posted by Stiller Leser
    Die meisten interessiert es aber nicht oder wissen überhaupt darüber. Eine Blase.
    Hm, weiß nicht. Da muss man glaube ich auch die Tendenz mitbetrachten. Tendenziell werden die nachwachsenden Generationen eher mehr auf dem Laufenden sein, wenn es um soziale Medien geht, als weniger.
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  12. #32 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Mal abgesehen von den zahlreichen Problemen in Bezug auf die drei Schlagworte, die Du nennst, würde ich gerne wissen wollen, wie eigentlich ein faires Verhältnis von Abgrenzung und Anteilnahme in Deutschland aussehen kann?
    Die Frage allein ist doch vollkommen überflüssig und beweist dass du Beitrag 23 überhaupt nicht ansatzweise verstanden hast.
    Ganz zu schweigen vom Edit, was natürlich Mühe macht die zwei Sichtweisen zu lesen um die Unterschiede zu verstehen.
    Um die Harvald und ich schon ewig diskutieren.
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    Apubec is offline

  13. #33 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Apubec
    Die Frage allein ist doch vollkommen überflüssig und beweist dass du Beitrag 23 überhaupt nicht ansatzweise verstanden hast.
    Mangelndes Verständnis der Anderen scheint bei Dir ein sich durchziehendes Problem zu sein. Vielleicht verbirgst Du ja unterbewusst die volle Weisheit Deiner Beiträge? Ich in meiner Unkenntnis habe in Deinen pdfs zu fiktiven Szenarien zumindest keine hinreichende Antwort auf meine Frage gefunden.

    Das ist im Übrigen auch meistens der Grund, warum Fragen gestellt werden, das Stellen an sich deutet tendenziell an, dass sie nicht überflüssig sind, Ausnahmen wären rhetorische oder bewusst destruktive Fragen…
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  14. #34 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Ich in meiner Unkenntnis habe in Deinen pdfs zu fiktiven Szenarien zumindest keine hinreichende Antwort auf meine Frage gefunden.
    Deine Frage:

    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Mal abgesehen von den zahlreichen Problemen in Bezug auf die drei Schlagworte, die Du nennst, würde ich gerne wissen wollen, wie eigentlich ein faires Verhältnis von Abgrenzung und Anteilnahme in Deutschland aussehen kann?
    Wird also deiner Meinung nach in der PDF - "Ein positives Szenario - Deutschlands Weg zur gelungenen Integration"
    Nicht beantwortet!
    Dann brauchen wir uns dieser Frage aus dem Eingangspost auch nicht mehr zu stellen.

    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Und wie sieht die Perspektive aus?

    In punkto besseres Verständnis und zur verborgenen Weisheit deiner Beiträge.
    Werde ich dir auch diese Frage beantworten:

    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Du (und Harvald auch) sprachen von Errungenschaften, die es zu schützen gilt. Was bedeutet das faktisch? Und welche Konsequenzen resultieren daraus jenseits unserer Grenzen?
    Wenn dir nicht bewusst ist was soziale, kulturelle, wirtschaftliche und demokratische Errungenschaften sind.
    Brauchen wir nicht mehr darüber reden, denn diese werden nicht jenseits unserer Grenzen durch Auslandseinsätze der Bundeswehr verteidigt.
    Sondern hier am Brennpunkt!

    Was natürlich Integrationswillen voraussetzt und das von beiden Seiten.

    Quote Originally Posted by Apubec View Post
    Gesellschaftlicher Wandel hat es immer gegeben, wird es immer geben.
    Aber ob er sich positiv auswirkt oder eher negativ für eine Gesellschaft und deren Errungenschaften, liegt an der Gesellschaft selbst.

    Bedeutet doch nichts anderes, dass jede eingewanderte Spezies ihre kulturelle, wirtschaftliche und demokratische Errungenschaften (Erfahrungen) mitbringt.

    Das positive zu übernehmen und das negative ablegen - Das nennt man von einander Lernen.
    Der Wille dazu muss aber vorhanden sein!

    Das trifft natürlich auch für Deutsche Auswanderer zu, die sich nach den Gepflogenheiten des jeweils anderen Landes richten müssen.

    Das nennt man Integration!

    Nur so kann "Gesellschaftlicher Wandel" meiner Meinung nach gelingen.
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.
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  15. #35 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Apubec
    ...Wird also deiner Meinung nach in der PDF - "Ein positives Szenario - Deutschlands Weg zur gelungenen Integration"
    Nicht beantwortet!
    Das ist korrekt, meine Frage wird durch dieses Szenario nicht beantwortet. 90% der dort geschilderten Entwicklungen sind innenpolitische Möglichkeiten, bei denen das Zustandekommen auch nicht wirklich erklärt wird. Die Menschen und das Kollektivverhalten eben jener haben sich in diesem Szenario halt irgendwie magisch verändert, ohne dass deutlich wird warum, und die langfristigen Ursachen für Flucht werden letztendlich nur am Ende marginal angeschnitten.

    Quote Originally Posted by Apubec
    Wenn dir nicht bewusst ist was soziale, kulturelle, wirtschaftliche und demokratische Errungenschaften sind.
    Brauchen wir nicht mehr darüber reden, denn diese werden nicht jenseits unserer Grenzen durch Auslandseinsätze der Bundeswehr verteidigt.
    Sondern hier am Brennpunkt!
    Genau, denn wir sind und waren ja schon immer eine Insel mitten in Europa.

    Quote Originally Posted by Apubec
    Das positive zu übernehmen und das negative ablegen - Das nennt man von einander Lernen.
    Der Wille dazu muss aber vorhanden sein!

    Das trifft natürlich auch für Deutsche Auswanderer zu, die sich nach den Gepflogenheiten des jeweils anderen Landes richten müssen.

    Das nennt man Integration!
    Nein, das nennt man eben gerade nicht Integration. Das ist lediglich die falsche Vorstellung von Integration, die seit Jahrzehnten postuliert wird.

    Was „Positives“ und was „Negatives“ ist, liegt immer noch im Auge des Betrachters. Und es geht auch eigentlich nicht um ein gegenseitiges Lernen. Wenn ich die Überzeugungen meiner deutschen Nachbarn total doof finde, dann will ich von denen nichts lernen und die von mir auch nicht und wenn es halt syrische Nachbarn sind dann gilt dasselbe Prinzip. Verbindlichkeiten können allein gesetzliche Verbindlichkeiten sein und kein mystisch verbogener Kulturkodex, für den sich kulturfremde halt mehr anstrengen müssen. Denn genau dieses Prinzip hat dazu geführt, dass hier in Deutschland Menschen, die hier geboren und hier sozialisiert sind, irgendwie mehr mit Integration zu tun haben als andere, weil ihre Omas und Opas mal woanders gelebt haben oder eine andere Religion haben.

    Aber über Integration und was dieses Konzept überhaupt bedeutet, könnte man tausend andere Themen füllen. Meine Frage, die Du so überflüssig findest, bezog sich schlicht nicht auf Integration, sondern letztendlich auf Außenpolitik.
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    Jean-Luc Picard is offline Last edited by Jean-Luc Picard; 30.01.2020 at 14:20.

  16. #36 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Meine Frage, die Du so überflüssig findest, bezog sich schlicht nicht auf Integration, sondern letztendlich auf Außenpolitik.
    Der Teufel hat seine Großmutter erschlagen, weil ihm keine Ausrede mehr einfiel.
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  17. #37 Reply With Quote
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    Hm, ja. Mit dieser Konkretisierung lösen sich natürlich alle unausgesprochenen Weisheiten in Deinen Beiträgen endlich auf.

    Wir können jetzt noch seitenweise sarkastischen Stumpfsinn austauschen oder aber inhaltlich wieder konkreter werden. Es tut mir leid, wenn es Dich nachhaltig kränken sollte, dass Deine Links zu den Zukunftsvisionen eines Ablegers der Deutschen Bank für mich halt eher wenig überzeugend sind, aber so ist es nun mal.

    Bildet die geballte Weisheit der Herrhausen-Gesellschaft Deine Idee oder auch Deine Befürchtung der Zukunft tatsächlich effezient ab? Denn nach Deiner Idee habe ich eigentlich gefragt.
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  18. #38 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Harvald View Post


    Die zweite Ebene ist die soziale Schichtung. Aufgrund der Politik, die einen Raubtierkapitalismus nicht nur zuließ, sondern förderte sind Schranken die in meiner Jugend noch offen waren mittlerweile fast ganz geschlossen.
    Nationale Politiker sind nur noch Politikdarsteller angesichts einer globalisierten Wirtschaft, die keine Visa oder offene Grenzen benötigt, um sich im nächstbesten Billiglohnland ohne Arbeitnehmerrechte anzusiedeln.

    Man blicke auf Audi und namhafte andere Autohersteller, die ihre Werke in osteuropäischen Ländern angesiedelt haben, wo sie einen Bruchteil der Löhne zahlen, die sie einem deutschen Arbeitnehmer zahlen müssten. In Ungarn unterstützt von Orban, der Arbeitnehmerrechte extrem beschnitten hat.

    Man blicke auf Dyson, dessen Chef ein glühender Brexit-Befürworter ist und sich prompt mit seinem Unternehmen abgesetzt hat, als es ernst wurde. Man blicke auf die City of London, wo die Bankenheuschrecken sich mittlerweile, unter anderem auch nach Frankfurt, absetzen.

    Gegen die Macht der international agierenden Konzern- und Finanzwelt ist der stärkste Nationalstaat aufgeschmissen. Nationale Politiker können so tun als hätten sie Lösungen, sie haben sie aber nicht, so populistisch sie auch die Trommel rühren. Es bedürfte einer internationalen Anstrengung, mindestens auf EU-Ebene, um die Situation auch nur einen Millimeter zum besseren zu verändern. Aber auch dies ist nicht durchsetzbar, zumal einige der verbleibenden 27 derzeit noch von der Situation profitieren. Entweder als Steueroasen oder als Nutznießer von Konzernansiedlungen.

    Auf globaler Ebene braucht man an eine solche Anstrengung gar nicht zu denken. Ich weiß, ich bin da eher pessimistisch, aber es wird und muss ordentlich krachen, um ein Umdenken in die Wege zu leiten. Entweder dadurch, dass immer weniger Leute in der Lage sind, sich den billig in Asien oder Osteuropa produzierten Scheiss überhaupt noch leisten zu können, verbunden mit einem massiven Einbruch der Profite. Oder durch ein vollständiges Wegbrechen des sozialen Friedens, Unruhen, bis hin zu Bürgerkriegen. Bevor dies in einem wahrnehmbaren Umfang eintritt, werden sich die Profiteure des heutigen Systems nicht einen Schritt bewegen.

    Ich bin natürlich auch nicht für unbegrenzte Migration, die eine ohnehin immer prekärer werdende Situation noch prekärer macht. Man sollte aber schon erwähnen und beobachten, dass die politische Agitation die Schwachen auf die Schwächsten hetzt. Damit erkauft man sich Zeit. Mit Sündenböcken, was immer schon glänzend funktioniert hat. Der immer mehr um sich greifende Zorn und die Frustration werden in eine gewünschte Richtung gelenkt, anstatt auf die wahren Verursacher.

    Ich war in den 60er und 70er Jahren Kind und Jugendlicher. Habe beobachtet, dass man sich auch als Arbeiter ein kleines bisschen Wohlstand erarbeiten konnte. Ich habe beobachtet, wie nach dem Wegbrechen des Eisernen Vorhangs, die sogenannte Soziale Marktwirtschaft das verlockende Lächeln nicht mehr länger zu benötigen glaubte und man mehr und mehr die Thatcher raushängen ließ. Bis zur heutigen Situation, in der immer breiter werdende Bevölkerungsschichten nicht mehr hoffen können, dass ihre Arbeit auch nur die Miete verlässlich bezahlen kann. Vom kleinen Luxus und einem gesicherten Alter ganz zu schweigen.

    Meiner Meinung nach steuern wir auf ein neues Zeitalter des Feudalismus zu, das sich noch als Demokratie zu tarnen versucht.
    abaris is offline

  19. #39 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Mangelndes Verständnis der Anderen scheint bei Dir ein sich durchziehendes Problem zu sein. Vielleicht verbirgst Du ja unterbewusst die volle Weisheit Deiner Beiträge? …
    Quote Originally Posted by Jean-Luc Picard View Post
    Hm, ja. Mit dieser Konkretisierung lösen sich natürlich alle unausgesprochenen Weisheiten in Deinen Beiträgen endlich auf.
    Ist dies die Weisheit Captain Picards oder dein eigenes Standgericht!


    Quote Originally Posted by abaris View Post
    ....
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.
    Apubec is offline Last edited by Apubec; 30.01.2020 at 20:35.

  20. #40 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Apubec
    Ist dies die Weisheit Captain Picards oder dein eigenes Standgericht!
    Ich schätze weder noch, es ist wohl eher sowas wie die erwartbare Reaktion auf Goldstücke wie diese:

    Die Frage allein ist doch vollkommen überflüssig
    Der Teufel hat seine Großmutter erschlagen, weil ihm keine Ausrede mehr einfiel.
    Bei so viel Tiefsinn...

    Quote Originally Posted by abaris
    Gegen die Macht der international agierenden Konzern- und Finanzwelt ist der stärkste Nationalstaat aufgeschmissen. Nationale Politiker können so tun als hätten sie Lösungen, sie haben sie aber nicht, so populistisch sie auch die Trommel rühren. Es bedürfte einer internationalen Anstrengung, mindestens auf EU-Ebene, um die Situation auch nur einen Millimeter zum besseren zu verändern.
    Da bin ich mir nicht so sicher, es kommt da schon auf den konkreten Nationalstaat an, von dem wir reden. Je nach Fall können sehr wohl auch nationale Entscheidungen sowohl eine erhebliche Wirkmacht auf Konzerne ausüben als auch für die nationale Bevölkerung sehr durchschlagende Wirkung haben.
    Prinzipiell gebe ich Dir aber natürlich Recht. Globale Probleme erfordern auf lange Sicht auch globale Lösungen.
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