Page 8 of 13 « First ... 456789101112 ... Last »
Results 141 to 160 of 244
  1. #141 Reply With Quote
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
    Join Date
    Oct 2009
    Location
    Köln, DE
    Posts
    11,483
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by AeiaCarol View Post

    Da fegte dieser Schauer wie ein Tornado erst sein Rückrat und im Anschluss seinen ganzen Körper rauf und wieder runter. Diese zugeschobene Tasse nahm der Blonde erst gar nicht wahr, folgte nur geistesabwesend mit den Augen ihren Bewegungen und reagierte sehr spät, zu spät, auf ihre halblauten Worte. "Verständlich.", entgegnete er und nickte, als wickle er gerade ein Geschäft ab. Er war kein guter Schauspieler oder Lügner. Das musste er als Chirurg aber auch nie sein. Entweder er brachte gute Nachrichten oder aber die von der schlechten Sorte und im Anschluss an solche war es nie sein Job gewesen, irgendjemandes Hand zu halten. Auch in dieser Beziehung war Luceija besonders gewesen. Sie und London, zwei Wochen gemeinsam-...ein eigentlich undenkbarer Auftrag. Er musste lächeln, während er sie aus den Augenwinkeln heraus sah und damit wieder vor Augen hatte, was alles daraus geworden war. Wie perfekt sie war. Und wie glücklich er es war. Ganz egal wie sich all das entwickelt hatte. "Bist du froh, dass ich das Haus gekauft habe oder war das eine dumme Aktion?", fragte er sie und seine Stimme klang etwas zu sanft und liebevoll, aber-...seine Blicke verrieten ihn ohnehin.


    Luceijas Mundwinkel schoben sich abermals hinauf in dieses sanfte, so familientypische Lächeln, dass er mit Sicherheit bei Vigilio ebenso gesehen hatte. Sie musterte ihn einmal mehr, etwas eindringlicher sogar und lachte dann heiser, weil ihr Hals so unsäglich trocken und mit Kaffee eigentlich nicht stillbar war. "Machst du Witze..?!", wollte sie wissen. "Dass es dieses Haus überhaupt noch gibt ist für mich...so weit weg. Ich hab damit gerechnet, dass sies abgerissen hätten als dieses", sie schluckte kurz und nahm etwas Kaffee zu sich, "Erbe quasi ins Leere ging. Naja. Ja, es war eine dumme Aktion. Aber eine...gute, dumme Idee. Du hast keine Ahnung was mir das bedeutet. Aber auch nicht, was es mit mir macht aber das weiß ich aktuell selbst noch nicht mal...es ist irgendwie komisch. Kannst du das verstehen?"
    Mass Effect ist tot? Nicht bei uns!
    Erstelle deinen eigenen Charakter
    Spiele deine eigene Story
    Werde Teil einer freundschaftlichen Community

    JETZT AUF DISCORD INFORMIEREN
    Luceija is offline

  2. #142 Reply With Quote
    Auserwählte AeiaCarol's Avatar
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Stockholm
    Posts
    6,370
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Luceija View Post

    Luceijas Mundwinkel schoben sich abermals hinauf in dieses sanfte, so familientypische Lächeln, dass er mit Sicherheit bei Vigilio ebenso gesehen hatte. Sie musterte ihn einmal mehr, etwas eindringlicher sogar und lachte dann heiser, weil ihr Hals so unsäglich trocken und mit Kaffee eigentlich nicht stillbar war. "Machst du Witze..?!", wollte sie wissen. "Dass es dieses Haus überhaupt noch gibt ist für mich...so weit weg. Ich hab damit gerechnet, dass sies abgerissen hätten als dieses", sie schluckte kurz und nahm etwas Kaffee zu sich, "Erbe quasi ins Leere ging. Naja. Ja, es war eine dumme Aktion. Aber eine...gute, dumme Idee. Du hast keine Ahnung was mir das bedeutet. Aber auch nicht, was es mit mir macht aber das weiß ich aktuell selbst noch nicht mal...es ist irgendwie komisch. Kannst du das verstehen?"


    Konnte er? Leif sagte nichts. Er sah sie nur an, begeistert von den schnellen, ehrlichen Worten, die vor Begeisterung nur so strotzten und sein Blick-...er verriet zu viel. Selbst für Kameras und stille Beobachter. Seine Augen, diese leicht angezogenen Mundwinkel, all das sagte der Schwarzhaarigen "Ich liebe dich" tausende Male und dann wieder und wieder, bis er zu Bewusstsein kam. Seine Lippen sich bewegten und er sich räusperte, bevor er leise antwortete. "Vielleicht. Ich weiß es nicht.", gab er ehrlich zu und lächelte. Seine langen, kräftigen Finger drehten die Tasse auf dem kleinen Teller darunter. "Mein Elternhaus war immer da. Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie...schlimm es wäre, wenn es das nicht wäre und ich nicht jedes Mal dorthin gekonnt hätte, nachdem sie nicht mehr da waren.", erklärte er Gefühle, die plötzlich da, aber doch nie wirklich real gewesen waren. "Aber ich bin froh, dass es dir gefällt. Es fühlt sich richtig an, dass das hier dir gehört.", gab er zu und merkte damit an, wie gut sie hierher passte. Und all das zu ihr.
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol is offline

  3. #143 Reply With Quote
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
    Join Date
    Oct 2009
    Location
    Köln, DE
    Posts
    11,483
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by AeiaCarol View Post

    Konnte er? Leif sagte nichts. Er sah sie nur an, begeistert von den schnellen, ehrlichen Worten, die vor Begeisterung nur so strotzten und sein Blick-...er verriet zu viel. Selbst für Kameras und stille Beobachter. Seine Augen, diese leicht angezogenen Mundwinkel, all das sagte der Schwarzhaarigen "Ich liebe dich" tausende Male und dann wieder und wieder, bis er zu Bewusstsein kam. Seine Lippen sich bewegten und er sich räusperte, bevor er leise antwortete. "Vielleicht. Ich weiß es nicht.", gab er ehrlich zu und lächelte. Seine langen, kräftigen Finger drehten die Tasse auf dem kleinen Teller darunter. "Mein Elternhaus war immer da. Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie...schlimm es wäre, wenn es das nicht wäre und ich nicht jedes Mal dorthin gekonnt hätte, nachdem sie nicht mehr da waren.", erklärte er Gefühle, die plötzlich da, aber doch nie wirklich real gewesen waren. "Aber ich bin froh, dass es dir gefällt. Es fühlt sich richtig an, dass das hier dir gehört.", gab er zu und merkte damit an, wie gut sie hierher passte. Und all das zu ihr.




    Luci nickte während seiner Worte mit einem Verständnis, dass sie für andere Menschen nicht aufbrachte oder gar aufbringen wollte. Hörte ihm zu. Nickte sacht und wirkte sogar fast ein bisschen beschämt so, wie er sie mit seinen Worten hier an diesen Ort zurück schrieb und es so offensichtlich für ihn schien, dass das hier nicht einfach ein Ort, sondern ihre Heimat war. Intimer könnte das hier also kaum sein. Ihre Nähe und die Nähe zu diesem Ort. Es würde definitiv seinesgleichen suchen, auch, wenn bereits so viel geschehen war und ihr Fokus so gänzlich anders liegen musste. Solange sie es fühlten war es da, richtig?
    "...tut es das? Ich meine, mir gehören.", fragte sie vorsichtig, ohne, dass sie ein Gefühl dafür hatte, ob es vielleicht zu viel oder unhöflich gewesen wäre. Es war einfach das erste, was ihr dazu in den Sinn kam. Dabei gruben sich seine Worte so tief in ihren Kopf und ihre Vorstellung. Wie musste das bei ihm gewesen sein? Wirklich nachfühlen konnte sie es nicht. Dafür fühlte sie sich gerade jetzt auch viel zu hohl in ihrem Inneren. Zu ausgelaugt. Zu kraftlos. "Ist wahrscheinlich eine schlechte Frage. Ich hatte nicht wirklich Zeit mich umzusehen. Willst du mit mir ins Wohnzimmer?", wollte sie wissen.
    Mass Effect ist tot? Nicht bei uns!
    Erstelle deinen eigenen Charakter
    Spiele deine eigene Story
    Werde Teil einer freundschaftlichen Community

    JETZT AUF DISCORD INFORMIEREN
    Luceija is offline

  4. #144 Reply With Quote
    Auserwählte AeiaCarol's Avatar
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Stockholm
    Posts
    6,370
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Luceija View Post



    Luci nickte während seiner Worte mit einem Verständnis, dass sie für andere Menschen nicht aufbrachte oder gar aufbringen wollte. Hörte ihm zu. Nickte sacht und wirkte sogar fast ein bisschen beschämt so, wie er sie mit seinen Worten hier an diesen Ort zurück schrieb und es so offensichtlich für ihn schien, dass das hier nicht einfach ein Ort, sondern ihre Heimat war. Intimer könnte das hier also kaum sein. Ihre Nähe und die Nähe zu diesem Ort. Es würde definitiv seinesgleichen suchen, auch, wenn bereits so viel geschehen war und ihr Fokus so gänzlich anders liegen musste. Solange sie es fühlten war es da, richtig?
    "...tut es das? Ich meine, mir gehören.", fragte sie vorsichtig, ohne, dass sie ein Gefühl dafür hatte, ob es vielleicht zu viel oder unhöflich gewesen wäre. Es war einfach das erste, was ihr dazu in den Sinn kam. Dabei gruben sich seine Worte so tief in ihren Kopf und ihre Vorstellung. Wie musste das bei ihm gewesen sein? Wirklich nachfühlen konnte sie es nicht. Dafür fühlte sie sich gerade jetzt auch viel zu hohl in ihrem Inneren. Zu ausgelaugt. Zu kraftlos. "Ist wahrscheinlich eine schlechte Frage. Ich hatte nicht wirklich Zeit mich umzusehen. Willst du mit mir ins Wohnzimmer?", wollte sie wissen.


    Das sie sich schon in Bewegung setzte, deutete an, dass der Schwede viel zu spät antwortete. "Ja.", sagte er schließlich und die Sizilianerin mochte es womöglich nur auf ihre letzte Frage münzen, als sie sich umdrehte und er die Besitzfrage zu umgehen schien. Rechtlich betrachtet gehörte dieses Haus vielleicht ihm, doch so war die Sache nicht wirklich. Und so durfte sie es keinesfalls verstehen. Seine Hand war zu schnell, wenn auch alles andere als grob, als Leif den dünnen Unterarm der Frau umfasste und sie aufhielt. Sofort wieder die Finger von ihr nahm und sie entschuldigend ansah. Nicht NUR sie, wie es schien. "Es gehört dir.", sagte er beinahe etwas schüchtern, aber deutlich. "Es ist dein Haus."
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol is offline

  5. #145 Reply With Quote
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
    Join Date
    Oct 2009
    Location
    Köln, DE
    Posts
    11,483
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by AeiaCarol View Post

    Das sie sich schon in Bewegung setzte, deutete an, dass der Schwede viel zu spät antwortete. "Ja.", sagte er schließlich und die Sizilianerin mochte es womöglich nur auf ihre letzte Frage münzen, als sie sich umdrehte und er die Besitzfrage zu umgehen schien. Rechtlich betrachtet gehörte dieses Haus vielleicht ihm, doch so war die Sache nicht wirklich. Und so durfte sie es keinesfalls verstehen. Seine Hand war zu schnell, wenn auch alles andere als grob, als Leif den dünnen Unterarm der Frau umfasste und sie aufhielt. Sofort wieder die Finger von ihr nahm und sie entschuldigend ansah. Nicht NUR sie, wie es schien. "Es gehört dir.", sagte er beinahe etwas schüchtern, aber deutlich. "Es ist dein Haus."


    Ein unerwartet schweres Seufzen stand zwischen ihnen. Es war ihres. Erleichterung, woher auch immer sie kommen mochte obwohl es eigentlich keine Rolle spielen sollte. Aber das Erbe Sergios war wie ein Heiligtum. Es musste überleben selbst wenn sie es nicht konnte. Zu viel ihrer Vergangenheit war im Grunde nichtig und zerstört, aufgelöst, in Akten und Datapads gequetscht. Da war es ein gutes Gefühl dass diese Heimat, die so stark mit ihrem Herzen verbunden war, einfach Existent und sichtbar blieb. Sie sah ihn dankend an. Griff nach seiner Hand und drückte sie sacht, bevor sie ein zärtliches "Danke.." hauchte.
    Nichts desto trotz...ein fader Beigeschmack blieb. Dabei half nicht dass Leif immer wieder betonte sie habe keine Schuld an Sergios Tod, denn sie wusste es besser. Und so brauchte dieses Haus eine gewisse Eingewöhnungszeit. Die gesamte Insel. Vermutlich jedes Sandkorn. Obgleich es vermutlich so war dass diese Schuld niemals ganz von ihr abfiel und lediglich der blanke Egoismus dafür sorgte, dass sie sich irgendwann gänzlich wieder hier zu Hause fühlte.

    Im Augenblick blieb sie genügsam. Schritt langsam ins Wohnzimmer, die Tasse in ihrer Hand, und sah sich langsam und gemächlich um. Eben so, wie sie lief. Sah sobald es irgendwie ging aus den großen Scheiben nach draußen, die, ein wenig geöffnet, die salzige Luft genüsslich ins Innere des Raumes wehren. "Hab ich dich das schon gefragt..?" fragte sie sich selbst. "Wie lange bist du schon hier?"
    Mass Effect ist tot? Nicht bei uns!
    Erstelle deinen eigenen Charakter
    Spiele deine eigene Story
    Werde Teil einer freundschaftlichen Community

    JETZT AUF DISCORD INFORMIEREN
    Luceija is offline

  6. #146 Reply With Quote
    Auserwählte AeiaCarol's Avatar
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Stockholm
    Posts
    6,370
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Luceija View Post

    Ein unerwartet schweres Seufzen stand zwischen ihnen. Es war ihres. Erleichterung, woher auch immer sie kommen mochte obwohl es eigentlich keine Rolle spielen sollte. Aber das Erbe Sergios war wie ein Heiligtum. Es musste überleben selbst wenn sie es nicht konnte. Zu viel ihrer Vergangenheit war im Grunde nichtig und zerstört, aufgelöst, in Akten und Datapads gequetscht. Da war es ein gutes Gefühl dass diese Heimat, die so stark mit ihrem Herzen verbunden war, einfach Existent und sichtbar blieb. Sie sah ihn dankend an. Griff nach seiner Hand und drückte sie sacht, bevor sie ein zärtliches "Danke.." hauchte.
    Nichts desto trotz...ein fader Beigeschmack blieb. Dabei half nicht dass Leif immer wieder betonte sie habe keine Schuld an Sergios Tod, denn sie wusste es besser. Und so brauchte dieses Haus eine gewisse Eingewöhnungszeit. Die gesamte Insel. Vermutlich jedes Sandkorn. Obgleich es vermutlich so war dass diese Schuld niemals ganz von ihr abfiel und lediglich der blanke Egoismus dafür sorgte, dass sie sich irgendwann gänzlich wieder hier zu Hause fühlte.

    Im Augenblick blieb sie genügsam. Schritt langsam ins Wohnzimmer, die Tasse in ihrer Hand, und sah sich langsam und gemächlich um. Eben so, wie sie lief. Sah sobald es irgendwie ging aus den großen Scheiben nach draußen, die, ein wenig geöffnet, die salzige Luft genüsslich ins Innere des Raumes wehren. "Hab ich dich das schon gefragt..?" fragte sie sich selbst. "Wie lange bist du schon hier?"


    Zögerlich war der Schwede Luceija und ihren Blicken gefolgt. Er konnte ihre Faszination für diesen Ort, verpackt in Erzählungen, gut verstehen. Es war ruhig. Deutlich ruhiger als man es gewohnt war, wenn man die Citadel, London oder eben irgendeine beliebige Stadt ihrer sich viel zu schnell bewegenden Galaxie kannte. Überall war es laut, geschäftig und jeder hatte es eilig. Hier schien das anders. Das hatten allein die gealterten, gaffenden Männer am Straßenrand und in kaum profitablen Cafés der Insel immer dann bewiesen, wenn sie den exotisch aussehenden Schweden auf dem Rückweg von der Arbeit oder Einkäufen schweigend beäugt hatten. Es war nicht so, dass hier nicht pausenlos geredet und ein italienisches Klischee erfüllt wurde, aber wenn man etwas interessantes oder außergewöhnliches sah, dann sprach man erst wieder darüber, wenn es außer Sichtweite war. Leif konnte es niemandem verübeln. Dieser Ort hier war noch so sehr nur von Menschen bewohnt und besucht, dass es nicht einmal Aliens unter seinen Kollegen gab, geschweige denn etwas anderes als Europäer, abgesehen von zwei Ausnahmen, die jedoch auch nur Projektarbeit betrieben und somit Gäste auf Zeit waren. Die Leute hier waren dennoch immer freundlich. Ebenfalls laut, häufig mit einem eigenwilligen Humor und durchaus auch etwas Dreistigkeit (man denke nur an das alte Weib, das ihm dieses Haus verkauft hatte) aber liebenswert. Er mochte es also hier. War entspannt. Und das merkte man ihm an, wenn man ihn kannte, denn er war so wenig konzentriert oder wirklich bei der Sache, hielt diesen Kaffee in der Hand und trank ihn nicht, wie gewöhnlich, viel zu schnell, sondern ließ sich Zeit. Antwortete ein weiteres Mal spät und schloss dabei die Augen. Einfach so, mitten im Raum. "Wir sind ziemlich direkt nach der Verhandlung hergekommen. Also Vigilio und ich. Erst Cerberus, dann hierher ins Haus."
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol is offline

  7. #147 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,786
    Die Spanner & Kleine Vorstellungsrunde mit Onkel Dras

    Der Flug zurück zur Basis war recht ereignislos. Yenni saß als Beifahrerin, was vermutlich auch daran lag, um Aryk nicht zu nahe sein zu müssen. Der Vorcha hatte den Flug über eh besseres zu tun: durchs Fenster zu schauen. Dras hatte den Fahrer angewiesen einen Weg zu nehmen, der den Insassen erlaubte einen besseren Blick auf die ganze Station werfen zu können. Der Anblick war immer wieder umwerfend. Dras lebte zwar schon ne Weile hier, aber diese gigantische Station war schon was einmaliges. Während Omega schon von außen auf seine dunkle Seele verwies, wirkte die Citadel einfach nur prächtig und fast schon glorreich, ein Wunderwerk von Technik, Beharrlichkeit und Eleganz – wie ein meisterhaftes, falsches Lächeln.
    Kein Wunder, dass der Vorcha seinen Blick kaum von der Station lösen konnte, auch wenn Dras ihn dabei ertappte mal hier und da auch einen Blick zum Beifahrersitz zu werfen. Die Quarianerin schien auch manchmal einen Blick zurück zu werfen und einmal begegneten sich sogar ihre Blicke – Dras fing an zu kichern, nachdem er das bemerkt hatte.
    Das auffälligste auf dem Flug war aber die Nachricht von Aitne Nar gewesen – anscheinend hatten die Späher bei der Basis der Killerin etwas bemerkt. Der Volus hatte ihm die Fotos geschickt, mit dem Bericht.

    Diebische, kleine Elstern, dachte sich der Batarianer, sich die Informationen genauer anschauend – sie waren übersichtlich. Er befahl dem Volus herauszufinden mit wem sie es zu tun hatten und Aitne bestätigte die Nachricht.


    Das Treppenhaus und der Keller zeigten keine Hinweise mehr darauf, dass hier ein Kampf stattgefunden hatte – mit Ausnahme der immer noch verbeulten, eigentlich ‚versteckten‘ Tür. Auch die Basis selbst schien halbwegs aufgeräumt und einige von Dras‘ Leuten haben es sich im Erdgeschoss gemütlich gemacht – irgendwoher haben sie einen Bildschirm herbeschafft und schauten nun irgendeine menschliche Sportart, bei der es darum ging einen runden Ball in einen eckigen Kasten zu kriegen. Dras ließ sie gewähren – ihre Arbeit sah gut aus, auch wenn sie nicht darüber hinweg täuschen konnte, dass die Vorbesitzer nicht zu den saubersten Leuten der Station gehört hatten.
    Der Batarianer führte seine beiden Gäste hoch in seinen Raum, mittels Leitern und dieser war immer noch so leer wie zuvor. „Später wird es hier einen richtigen Tisch mit Stühlen geben.“, erklärte Dras, teilweise auch zu sich selbst, während er auf seinem Omni-Tool herumtippte, so dass wenige Momente später das Ziel projiziert wurde: die Pera, ein turianischer Kreuzer.

    Ich hab euch hierher geholt, weil wir dies hier stehlen wollen.“, erklärte Dras, wobei er einiges davon auch schon Yenni erzählt hatte, „Das Schiff liegt hier im Hafen und wird dort für die nächsten 34 Tage bleiben.“, er versuchte schwerere Begriffe zu vermeiden um den Vorcha nicht zu überfordern, „Wartungsarbeiten. Das ist unser Zeitfenster. Bis dahin werden wir herausfinden müssen wie wir es stehlen, ohne dass uns die ganze Citadel-Flotte anfängt zu jagen. Wir haben auch einen Insider – ich werde versuchen ein Treffen zu organisieren.“, er deaktivierte die Projektion, „Bis dahin könnt ihr euch erst einmal hier einleben. Ihr könnt hier in der Basis schlafen oder woanders, aber es gibt hier noch keine Betten. Aryk, du wirst auffallen. Besorg dir irgendeine Form von Tarnung, verstanden?“, er hoffte es inständig, „Ansonsten: willkommen auf der Citadel und bitte baut keine Scheiße, sonst muss ich euch noch erschießen.“, er grinste äußerst falsch.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline

  8. #148 Reply With Quote
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
    Join Date
    Oct 2009
    Location
    Köln, DE
    Posts
    11,483
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by AeiaCarol View Post

    Zögerlich war der Schwede Luceija und ihren Blicken gefolgt. Er konnte ihre Faszination für diesen Ort, verpackt in Erzählungen, gut verstehen. Es war ruhig. Deutlich ruhiger als man es gewohnt war, wenn man die Citadel, London oder eben irgendeine beliebige Stadt ihrer sich viel zu schnell bewegenden Galaxie kannte. Überall war es laut, geschäftig und jeder hatte es eilig. Hier schien das anders. Das hatten allein die gealterten, gaffenden Männer am Straßenrand und in kaum profitablen Cafés der Insel immer dann bewiesen, wenn sie den exotisch aussehenden Schweden auf dem Rückweg von der Arbeit oder Einkäufen schweigend beäugt hatten. Es war nicht so, dass hier nicht pausenlos geredet und ein italienisches Klischee erfüllt wurde, aber wenn man etwas interessantes oder außergewöhnliches sah, dann sprach man erst wieder darüber, wenn es außer Sichtweite war. Leif konnte es niemandem verübeln. Dieser Ort hier war noch so sehr nur von Menschen bewohnt und besucht, dass es nicht einmal Aliens unter seinen Kollegen gab, geschweige denn etwas anderes als Europäer, abgesehen von zwei Ausnahmen, die jedoch auch nur Projektarbeit betrieben und somit Gäste auf Zeit waren. Die Leute hier waren dennoch immer freundlich. Ebenfalls laut, häufig mit einem eigenwilligen Humor und durchaus auch etwas Dreistigkeit (man denke nur an das alte Weib, das ihm dieses Haus verkauft hatte) aber liebenswert. Er mochte es also hier. War entspannt. Und das merkte man ihm an, wenn man ihn kannte, denn er war so wenig konzentriert oder wirklich bei der Sache, hielt diesen Kaffee in der Hand und trank ihn nicht, wie gewöhnlich, viel zu schnell, sondern ließ sich Zeit. Antwortete ein weiteres Mal spät und schloss dabei die Augen. Einfach so, mitten im Raum. "Wir sind ziemlich direkt nach der Verhandlung hergekommen. Also Vigilio und ich. Erst Cerberus, dann hierher ins Haus."


    Wieder nickte sie. Luceija erinnerte sich unweigerlich zurück. An das Ende dieser Verhandlung und daran, dass sie sich noch einmal wiedergesehen hatten. Dort in London hatten sie den Entschluss gefasst sich auszusprechen - ganz wie sie beide eben waren ohne dafür Worte zu benutzen - und dabei Vorwürfe so scharf wie Messerklingen in den Geist des jeweils anderen gestochen und Spuren hinterlassen. Und nicht nur diese quollen in ihr hinauf, sondern auch mit ihnen dieses Gefühl, dass sie gehabt hatte, als sie im Bett von Vigilios Apartment erwacht war und nicht die kleinste Spur von Leif übrig geblieben war. Dort setzte seine Erklärung an, die sie hinnahm und mit eben jenem Nicken abtat. "Mmhm..", argumentierte sie wenig sicher. Sie schritt langsam durchs Wohnzimmer, kam dann beim Sofa an und ließ sich darauf sinken. Machte es sich gemütlich, so weit es eben ging. Ihre Mimik dabei machte deutlich, dass ihre Gedanken zu schwimmen begannen und an einem anderen Ort als diesem hier waren. Und noch immer mischten sich die Erinnerungen mit den Worten aus dem Brief.
    "Ich will wissen, wie Gil darauf kam dich zu rekrutieren, Leif.", sagte sie und blieb ruhig bei dem was sie sagte, auch, wenn sie der Gedanke belastete. Die schmalen Finger über den Rand der Espressotasse strichen. "Mir ist klar, dass du behauptest dass das alleine deine Idee gewesen wär, aber ich kenn auch ihn. Und seine teils richtig beschissenen Ideen."
    Mass Effect ist tot? Nicht bei uns!
    Erstelle deinen eigenen Charakter
    Spiele deine eigene Story
    Werde Teil einer freundschaftlichen Community

    JETZT AUF DISCORD INFORMIEREN
    Luceija is offline

  9. #149 Reply With Quote
    Schwertmeister Khardim's Avatar
    Join Date
    May 2009
    Posts
    859
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by eis engel View Post
    Sam Fraser; Werner Neumann und Jane Esther Cohen

    Nachdem die formelle Begrüßung und Willkommen heißen der neuen abgeschlossen war, wandte sich Captain Mitchell an den Commander.
    ,,Commander, können wir anfangen oder fehlt noch jemand?“
    ,,Wir warten im Moment noch auf Torres und Hall.“, erklärte sie.
    Er brummte irgenetwas unverständliches vor sich hin und ging ein paar Schritte um das Holodisplay herum. ,,Da würde ja einer von reichen, es besteht ja ein kurzer Dienstweg. Und falls Torres nicht rechtzeitig kommt, kann Specialist Cohen ja zuhören und dann bei ihr Meldung machen, nicht wahr?“ Mitchell sah zu Cohen, der das ganze etwas unangenehm zu sein schien. Was er ihr nicht einmal verübeln konnte, immerhin war sie neu an Bord. Dennoch antwortete sie pflichtschuldig mit einem: ,,Sir, jawohl, Sir!“
    Mitchell nickte, entschied sich aber doch auf Torres und Hall zu warten. Diese Zeit nutzte er, um die neuen genauer in Augenschein zu nehmen. Auf den ersten Blick wirkte Jane Esther Cohan auf ihn wie eine knallharte Frau, was auch ihre optische Erscheinung wieder spiegelte, die aber dennoch ihre Pflicht erfüllte. Allerdings war er sich bei ihr auch ziemlich sicher, dass sie nicht zu der Sorte Frau gehörte, die zu allem Ja und Amen sagte und Befehle durchaus hinterfragen würde. Cohen wurde vom Geheimdienst auf die Columbia versetzt und soll hier ein Praktikum machen, über genaue Details ihrer Versetzung wusste er nicht bescheid. Aber das überraschte ihn beim Geheimdienst nicht, die hatten sich noch nie in die Karten schauen lassen.
    Sein Blick wanderte weiter zu Werner Neumann.
    Er war ein Soldat durch und durch, pflichtbewusst von Kopf bis Fuß, was er auch nach außen hin ausstrahlte. Er machte hier ebenfalls ein Praktikum und wurde Macnabs Team zugeteilt.
    Er sah zu Sam Fraser.
    Ebenfalls ein Soldat wie Neumann, doch mit deutlich mehr Erfahrung und im Gegensatz zu den anderen beiden Neuzugängen hatte man ihn und sein Team wegen einer Mission auf die Columbia versetzt. Auch wenn Mitchell darüber keine genauen Einzelheiten hatte und die Admiräle ihm auch nicht sagen konnten, wonach und wo sie genau suchen sollten. Aber dies würde sich mit der Zeit aufklären.
    Alle zusammen genommen aber interessante Neuzugänge.
    Von draußen hörte er bereits Torres und Garcia kichern, während Hall und O`Connor sich unterhielten.

    Kurz darauf öffnete sich die Tür zum Besprechungsraum und Torres und Hall betraten den Raum.
    "Ich musste noch schnell was am Antrieb machen, Sir." entschuldigte Kate die Verspätung und blieb neben Jane stehen.
    ,,Gut, dann fangen wir an.", begann Mitchell in die Runde blickend und stütze sich auf eine der Holokonsolen wie die Kapitäne der Vorzeit auf ihr Steuerrad.
    "Wie sie ja alle mitbekommen haben, haben wir drei neue Crewmitglieder an Bord, die unsere Teams die nächste Zeit verstärken werden. Specialist Jane Esther Cohen, die Torres Team unterstützt. 2nd Lieutenant Werner Neumann, der Captain Lauren Boudicca Macnabs Team verstärkt und Captain Samuel Fraser, Anführer eines Special Forces Teams, der mit seinem Team recht kurzfristig zu uns versetzt wurde. Aber vielleicht möchten sie sich ja selbst noch vorstellen und ein paar Worte zu ihrem hiersein sagen." sprach der Captain weiter und sah zu den drei Neuzugängen.
    "Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, dass auch Operation Lieutenant Torres, Staff Lieutenant Hall, Captain Macnab und Commander Padukone ein paar Fragen an sie haben." Damit übergab Captain Mitchell das Wort den neuen und seinen Offizieren.


    Währenddessen im Cockpit...
    Nachdem Kate und Mick nach dem Kurzbesuch bei ihren Freunden im Besprechungsraum des Captains verschwunden waren, nahmen Chey und Noah O´Connor wieder auf ihren Sitzen im Cockpit Platz und trafen letzte Vorbereitungen für den Start. Auch wenn Chey zuvor bereits alles gecheckt hatte, bestand Noah neckisch auf einen weiteren Check.
    "Wie war dein Kurzurlaub auf der Arcturus Station?" erkundigte sich Noah beiläufig, während er die Systeme der Columbia prüfte.
    "Wie immer, ziemlich gemütlich. Meine Eltern besucht und Freunde getroffen. Und du? Wie ich hörte, warst du in deiner Heimat." hakte die Brünette neugierig nach. "Bis auf ein paar wenige Ausnahmen..." er brach mitten im Satz ab und betrachtete Chey lächelnd von der Seite, ehe er wieder auf die Konsole blinkend weitersprach. ".... fand ich den Landurlaub etwas zu kurz. Meine Eltern, Verwandte und Freunde leben alle in Kalifornien, ich hatte garkeine Zeit alle zu besuchen. Warst du schon mal in Kalifornien?"
    "Bisher noch nicht." antwortete Chey leise und sah zu ihm rüber. "Dann nehme ich dich beim nächsten Landurlaub mit, dass musst du gesehen und erlebt haben." beschloss Noah und Chey warf ihm einen irritierten, aber auch gleichzeitig verlegenen Blick zu. Noah grinste, während er die letzten Punkte der Checkliste abarbeitete.
    Auch die Brünette konzentrierte sich wieder auf die Konsole vor sich, lehnte sich aber schließlich entspannt in ihren Sitz zurück, als sie alles erledigt hatte.
    "Na, irgendwas gefunden, was ich übersehen hab?" fragte die Brünette neckisch und sah grinsend zu ihrem Kollegen rüber. "Nein, wir sind startklar." antwortete er, lehnte sich entspannt in seinen Sitz zurück und lächelte zu ihr rüber.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Chey / Captain Mitchell

    Jane

    Werner

    Sam lehnte sich behutsam gegen eine Konsole. Er hatte zwar keine echten Bedenken, unabsichtlich etwas auszulösen, wollte aber auch nicht unhöflich oder gar undiszipliniert wirken – unabhängig von seiner Kleidung. Für ihn war dieses Schiff ein Transportmittel, die Crew interessierte ihn nur peripher. In fast zwei Jahrzenten Soldatentum hatte er so viele Militärs kennengelernt, dass ihm Crewvorstellungen wie ein sich wiederholendes Ritual anfühlte. Leuchtende Augen oder solche voller Trotz, die gut gekleidete Offiziere anschauten als wären sie Halbgötter, motivierende Ansprachen der Sorte „Willkommen“ und „Ihr Platz ist hier“ und die Verteilung von Aufgaben, in die sich jeder Soldat nach dessen Möglichkeiten und Vaterlandsliebe einbrachte. Hier kam die Prozession für das nächste Ritual. Salutieren, Blicke schweifen lassen und dann auf den Mann heften, der das meiste Lametta trug. Sam war klar, dass er übersehen wurde, zeichnete ihn doch gar nichts als Crewmitglied geschweige denn als Offizier aus. Er wiederum beobachtete die Neuankömmlinge genau. Eine rothaarige Frau, die nach Sams derzeitigem Wissensstand Captain der Marines an Bord war und auf den Namen Macnab hörte. Ein guter, schottischer Name, wie Fraser anerkennen musste. Captain Macnabs Aussehen mit der blassen, fast durchscheinenden Haut, den fuchsroten Haaren und unbändigem Stolz in den Augen passten zum Ursprung ihres Namens. Im Gepäck hatte sie die offensichtlichen Neuankömmlinge – eine Technikerin und einen Marine.

    Der Kerl war so groß, dass Sam sich auf die Zehenspitzen stellen müsste, um ihm in die Augen sehen zu können. Seine Uniform war makellos, ebenso die Nassrasur seines Gesichts. Er hätte einen idealen Streber abgeben können, einer von denen, die auf Karriere aus waren und einem Schlachtfeld nie näher als ein System kommen würden. Das polierte Abzeichen auf seine Brust aber konterkarierte diese Annahme. Die auf Häuserkampf spezialisierten Truppen erlebten neben den Enterkommandos bei Weitem am stärksten, was es hieß, wenn die Kacke am Dampfen war. Sam dachte daran, dass keiner seiner Männer, ebenso wenig wie er selbst, jemals irgendwelche Abzeichen oder Orden an den Uniformen trugen. Sie wussten, dass sie gut waren. Es bestand keine Notwendigkeit, das zur Schau zu stellen. Der Specialist hingegen wirkte weit weniger offensichtlich militärisch, abgesehen von der Uniformierung. Eigentlich wirkte sie fast fehl an Platz. Und gerade das machte sie vielleicht zum wertvollen Crewmitglied.

    Es folgte uralte Ritual von Salutieren und nachfolgender Erlaubnis bequem zu stehen. Das kurze Hin und Her aus Maßregelung und Gehorsamkeit endete – Zeit für den Grund ihres Hierseins. „Gut, dann fangen wir an“, sagte Captain Mitchell, nachdem zu seiner augenscheinlichen Zufriedenheit noch zwei weitere, in Sams Augen unwichtige, Charaktere den Raum betreten hatten. Die beiden Neuzugänge hießen Cohen – für das Technikerteam – und Werner Neumann, dessen klischeehaft deutsches Aussehen von einem klischeehaft deutschen Namen unterstrichen wurde für die Marines. Sam nickte knapp, als sein Name genannt wurde. „Aber vielleicht möchten Sie sich ja selbst noch vorstellen und ein paar Worte zu Ihrem Hiersein sagen“, schloss der Captain. Auch die anderen Offiziere sollten die Chance bekommen, Fragen zu stellen. Fraser sah zu Commander Padukone aber die Inderin machte keine Anstalten bei ihm oder einem der anderen nachzuhaken. Der Captain beschloss sich zu äußern, ehe zu viele ungefragte Fragen aufkamen und trat vor. Das leuchtende Holo-Abbild der Columbia warf eine blaues Licht auf sein Gesicht. „Captain Fraser, ich leite ein Vier-Mann-Team mit dem Auftrag einen Gegenstand aus dem Hades-Nexus Cluster zu bergen. Ich bin von der Admiralität befugt Verstärkung aus der Crew dieses Schiffes zu rekrutieren, sollte es für den Auftrag von Nöten sein.“ „Rechnen Sie mit Schwierigkeiten?“, fragte plötzlich Commander Padukone. Ihre Stimme war fest und geradeheraus. Den Akzent ihrer Herkunft konnte sie aber nicht verbergen und wollte es wohl auch nicht. „Wir sind von den Special Forces, wir rechnen immer mit Schwierigkeiten, Ma’am“, antwortete er vielleicht etwas heftiger als beabsichtigt. Der Commander nickte knapp. Ihre schwarzen Haare waren zu einem Dutt, so fest wie ihre Stimme, gebunden. Sie wirkten wie ein schwarzer Helm.

    Sam legte die Hände hinter dem Rücken zusammen, seine Muskeln spannten sich zuckend unter der bemalten Haut. Er sah zu Werner und stellte fest, dass dieser so grade stand wie ein Mann vor dem Erschießungskommando, jedoch aufmerksam zuhörte. Cohen wirkte nachdenklich. „Der Primärauftrag dieses Schiffes ist die Patrouille an der Grenze zum Terminus-System. Ich nehme an, dass Sie wegen meiner Angelegenheit keine großen Einschränkungen haben werden“, erklärte Sam. Die Geth waren das eigentliche Anliegen der Columbia. Nach ihrem missglückten Angriff auf die Citadel und die Völkergemeinschaft organischen Lebens hatten sich die Geth in die Dunkelheit und die Rolle einer Nemesis zurückgezogen. Ihre Vernichtung oder zumindest Vertreibung aus der Attika-Traverse war Ziel und Bestrebung der gesamten Ratsvölker. Bei Sams Mission hingegen handelte es sich offenkundig um ein Partikularinteresse der Allianz. „Fragen?


    Jane hätte lange überlegen müssen, um sich eine Situation erinnern zu können, an der sie sich noch stärker fehl am Platz gefühlt hatte als in dieser. Sie hatte bei ihrer Einschreibung damals zwar keine richtig konkrete Idee gehabt, warum sie zur Allianz wollte, aber Lagebesprechungen wie diese waren es gewiss nicht gewesen. Sie spürte förmlich, wie ihr das Hirn einschlief und ihre Gedanken abschweiften. Charlies Burger war großartig gewesen. Wenn nun die Kojen an Bord auch noch anständig waren konnte fast nichts mehr schief gehen, von den üblichen Risiken der Raumfahrt einmal abgesehen.
    Aber vielleicht möchten Sie sich ja selbst noch vorstellen und ein paar Worte zu Ihrem Hiersein sagen“, riss der Captain sie aus ihrem Tagtraum. ,,Bitte nicht…“, dachte Jane bei sich und kanalisierte einen unwillkürlichen Seufzer grade noch in ein sehr langes, flaches Ausatmen, das zum Glück niemand hörte. Bevor unter den Neuzugängen das nonverbale Streichholzziehen darum losgehen konnte, wer zuerst durch den Feuerreifen der sinnlosen Vorstellungsrunde springen durfte ergriff einer der Anwesenden die Initiative und trat vor: „Captain Fraser, ich leite ein Vier-Mann-Team mit dem Auftrag einen Gegenstand aus dem Hades-Nexus Cluster zu bergen. Ich bin von der Admiralität befugt Verstärkung aus der Crew dieses Schiffes zu rekrutieren, sollte es für den Auftrag von Nöten sein.
    Noch ein Inselbewohner, das hörte Jane sogleich. Das es sich bei Fraser um einen Soldaten handelte, verriet seine Haltung eher als seine Kleidung, aber der gradlinige Tonfall räumte die letzten Zweifel aus. Janes Blick blieb in Frasers Gesicht hängen, wo sie stutze. Ein Blick zu Hall, zurück zu Fraser. Von Frasers Schnauzbart abgesehen hätten die beiden Brüder sein können.
    Der Commander stellte Fraser noch einigen Fragen zu seinem Auftrag, ließ ihn aber schnell vom Haken. Diese Besprechung war offensichtlich nicht dafür gedacht, irgendetwas im Detail zu erläutern. Nachdem Fraser wieder einen Schritt zurückgetreten war, um die Bühne freizugeben, legte sich eine unangenehme Stille über den Raum. Niemand schien ein Interesse daran zu haben, etwas zu sagen, eine Haltung die Jane vollkommen teilte. Andererseits machte auch niemand Anstalten, diesen unwürdigen Zirkus abzublasen. Sie fragte sich, ob der Captain nicht von seiner Idee abweichen wollte oder durfte. Vielleicht wieder so ein Navy-Ding? Alle standen da und schauten geradeaus, der Captain wie eine Statur seiner selbst, trivialen Konzepten wie Zeit und der Ungeduld seiner Mitmenschen entrückt.

    ,,Specialist Cohen, Technikkorps. Ich freue mich, an Bord sein zu dürfen.“, spulte Jane schließlich wie vom Band ab um zu verhindern, dass sich jemand eine Thrombose zuzog. Alle Blicke wanderten zu ihr, einer Soldatin wie jeder anderen. Jane selbst hätte nicht gewusst, was sie sich zu ihrer Person oder ihrer Aufgabe an Bord gefragt hätte.
    ,,Dabei muss, soweit ich weiß, gar keine Stelle im Technikteam nachbesetzt werden.“, sagte schließlich der Captain und schaute dabei zu Torres. ,,Das stimmt, Sir.“, antwortete sie auf die Frage, die nicht als solche gestellt worden war. Der Captain wandte sich wieder Jane zu. ,,Dennoch freue ich mich wie gesagt, sie an Bord zu haben. Das Allianzkommando wird mit dieser Entscheidung gewiss wieder Weitsicht und überragendes Verständnis beweisen. Ich bin gespannt auf Ihre Arbeit, Specialist.“
    Mit einem Kopfnicken entließ er sie aus dem Gespräch und Jane trat wieder zurück. Sie merkte ihr Herz schneller schlagen als zuvor und war sich sicher, dass dies nicht mit amourösen Gefühlen für den Captain zusammenhing. Sie hatte eher die kaum verborgene Skepsis im Verdacht, die ihr anscheinend entgegengebracht wurde. Sie hatte keine Lust, auf der Abschussliste des Mannes zu landen, der an Bord dieses Schiffes uneingeschränkte Macht ausüben konnte. Es wäre nicht das erste Mal für sie, doch gerade aus dieser Erfahrung heraus wusste Jane, dass es entspanntere Wege gab, das Leben zu verbringen.
    Quote Originally Posted by BlackShial View Post
    Khardim ist unser Äquivalent für Brüste oder eben Hintern.
    Schön anzusehen und man denkt gern daran
    Khardim is offline

  10. #150 Reply With Quote
    Auserwählte AeiaCarol's Avatar
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Stockholm
    Posts
    6,370
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Luceija View Post

    Wieder nickte sie. Luceija erinnerte sich unweigerlich zurück. An das Ende dieser Verhandlung und daran, dass sie sich noch einmal wiedergesehen hatten. Dort in London hatten sie den Entschluss gefasst sich auszusprechen - ganz wie sie beide eben waren ohne dafür Worte zu benutzen - und dabei Vorwürfe so scharf wie Messerklingen in den Geist des jeweils anderen gestochen und Spuren hinterlassen. Und nicht nur diese quollen in ihr hinauf, sondern auch mit ihnen dieses Gefühl, dass sie gehabt hatte, als sie im Bett von Vigilios Apartment erwacht war und nicht die kleinste Spur von Leif übrig geblieben war. Dort setzte seine Erklärung an, die sie hinnahm und mit eben jenem Nicken abtat. "Mmhm..", argumentierte sie wenig sicher. Sie schritt langsam durchs Wohnzimmer, kam dann beim Sofa an und ließ sich darauf sinken. Machte es sich gemütlich, so weit es eben ging. Ihre Mimik dabei machte deutlich, dass ihre Gedanken zu schwimmen begannen und an einem anderen Ort als diesem hier waren. Und noch immer mischten sich die Erinnerungen mit den Worten aus dem Brief.
    "Ich will wissen, wie Gil darauf kam dich zu rekrutieren, Leif.", sagte sie und blieb ruhig bei dem was sie sagte, auch, wenn sie der Gedanke belastete. Die schmalen Finger über den Rand der Espressotasse strichen. "Mir ist klar, dass du behauptest dass das alleine deine Idee gewesen wär, aber ich kenn auch ihn. Und seine teils richtig beschissenen Ideen."


    Er setzte sich nicht zu ihr, sondern stützte sich rücklings gegen die Lehne des Sofas auf dem sie saß und lachte leicht, während seine Lippen die Hitze des Kaffees prüften, der noch etwas zu warm war. "Er hat sogar versucht es mir auszureden.", gab Leif zu und erinnerte sich sofort wieder an ihre Beobachter. Waren Sätze wie diese überhaupt ein Problem? Er würde sie hüten müssen, wenn dem so war. "Zumindest hat er gesagt, dass ich mir die Sache sehr gut überlegen soll. Auch das mit dem Haus. Er ist also auf ganzer Linie unschuldig, könnte man sagen.", versicherte der Arzt und sah über die Schulter hinweg zu Luceija. Es gab kein einziges Wort, welches hätte beschreiben können, wie wahnsinnig gerne er sie in diesem Moment angefasst hätte. Bei ihr sitzend, ihr einen Kuss gebend, während er an nichts anderes dachte, als an sie.
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol is offline

  11. #151 Reply With Quote
    Moderator eis engel's Avatar
    Join Date
    Jun 2009
    Location
    Im Schnee
    Posts
    4,631
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Forenperser View Post

    Marco Lagos

    "Wir sollten sie nicht töten. Sie sind lebendig in jedem Fall mehr wert. Sowohl für uns, als auch vielleicht für sie."
    Sie gingen gemeinsam zu dem Raum wo man sie verwahrt hatte. "Selbst wenn sie uns nichts verraten sollten.....können wir ihren Bossen immer noch vorgaukeln, dass wir mehr wissen als wir es eigentlich tun. Dann werden sie eventuell unvorsichtig und könnten versuchen, sie uns wieder zu entreißen."
    Die Feinde weiter aus der Reserve zu locken war wahrscheinlich so oder so sicherer als blind drauflos zu stürmen.
    "Aber das müssen sie ja nicht wissen." sagte er zwinkernd an den Kroganer gewandt, dann öffneten sie die Tür.
    "Ok Leute." Gespielt locker zog er einen Pfeil hervor und schraubte einen neuen Aufsatz rauf. "Die Sache ist einfach. Eure Arbeitgeber haben eben 2 unser Bekannten getötet. Ihr werdet uns jetzt helfen sie zu finden. Ansonsten tut mein großer Freund hier gleich das gleiche mit euch. Allerdings auf weniger schnelle Art."

    "Dein Gedanke ansich ist ja ziemlich gut und eigentlich befürworte ich diese Idee ja auch. Aber.....," Die Asari machte eine kurze Pause und sah auf die Tür, hinter der Hiller und Jones gefesselt auf sie warteten. Crusher und Randalla warfen sich einen kurzen Blick zu und ahnten schon, worauf die Asari hinaus wollte. Die wiederum wandte sich direkt an Marco und fuhr mit gedämpfter Stimme fort. "... nehmen wir mal an, die beiden wären für ihre Bosse wichtig und wir hätten quasi ein Druckmittel, wir hätten garnicht die Möglichkeit die beiden rund um die Uhr zu bewachen."
    Doch Marco ignorierte Mira´s Einwand und öffnete die Tür.
    "Na gut, dann improvisieren wir halt." murmelte die Asari mit sarkastischem Ton vor sich hin und folgte dem Menschen. DIe beiden Kroganer sahen sich an und folgten der Asari in den Raum, während die anderen an der Tür blieben.

    "Ok Leute." Gespielt locker zog Marco einen Pfeil hervor und schraubte einen neuen Aufsatz rauf. "Die Sache ist einfach. Eure Arbeitgeber haben eben 2 unser Bekannten getötet. Ihr werdet uns jetzt helfen sie zu finden. Ansonsten tut mein großer Freund hier gleich das gleiche mit euch. Allerdings auf weniger schnelle Art."
    "Denkt ihr wirklich, dass ihr uns einschüchtern könnt?" wollte Hiller grinsend wissen und betrachtete die Gruppe mit diesem psychopathischen Blick. Mira schauderte und es lief ihr eiskalt den Rücken hinunter.
    "Davon bin ich überzeugt." knurrte der Kroganer. Mit wenigen Schritten war Crusher bei dem gefesselten Hiller, zog den Menschen spielend am Kragen mit beiden Händen auf die Füße und verpasste ihm einen krachenden Kopfstoss direkt ins Gesicht. Hiller jaulte kurz auf, während seine gebrochene Nase anschwoll und Blut hinunter lief.
    "Rede..." forderte die Kroganerin den Menschen auf, während Crusher sich zum nächsten Kopfstoss bereit machte.

    ~•~ Lavoriamo al buio per servire la luce... siamo assassini ~•~
    ~AC-Forum ~•~ AC-RPG ~•~ ME-RPG ~•~ Skyrim-RPG ~
    eis engel is offline

  12. #152 Reply With Quote
    Moderator eis engel's Avatar
    Join Date
    Jun 2009
    Location
    Im Schnee
    Posts
    4,631
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Forenperser View Post
    Beyo Vhan

    "Mache ich." sage er nickend und rang sich ein etwas gequältes Lächeln ab.
    "Bitte....nicht weinen." Es tat ihm weh, sie jetzt wegen ihm so zu sehen und nicht einmal in Reichweite zu haben um sie trösten zu können. "Das, was du gerade tust ist sicherlich ebenso wichtig wie das hier auf der Station.....also lass dich nicht beirren! Ich weiß, dass wir uns bald wiedersehen werden."
    Er sah zu seiner Tür. Dalan und Lani waren sicherlich ebenso besorgt wegen ihm. "Ich muss auflegen.....wir sprechen uns bald wieder. Und grüß diesen Salarianer von mir." fügte er noch zwinkernd hinzu.
    Seinen Namen hatte er sich nicht gemerkt, aber die Worte, die er ihm mit auf den Weg gegeben hatte, hatten schon ein wenig Wirkung gezeigt.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post
    Nairobi und die noch nicht abgelenkte Sahenia

    Das Innere des Gebäudes war üppig gefüllt: Arztpraxen, Schulen, Polizeiwache – einige von den Beamten beäugten die Neuankömmlinge schief, als sie in das Gebäude traten – Feuerwache und vieles mehr. Auf der anderen Seite des Erdgeschosses konnte er sogar so etwas wie eine Kneipe oder eine Art Saloon entdecken. Rolltreppen und Fahrstühle führten die Leute nach oben, wo andere Geschäfte oder Institutionen zu finden waren. Es gab nicht viele Zivilisten, aber berücksichtigte man die bisherige Anzahl an Leuten in den Straßen, erinnerte das kleine bisschen an einen Mob. Die meisten von ihnen fand man im Saloon. Neth bemerkte beim Umschauen eine größere Gruppe auf einem höheren Stockwerk, die gemeinsam irgendwohin unterwegs war.
    Konntest du das Signal wieder lokalisieren?“, fragte Nairobi neben ihm und er wandte sich an sie.
    Was…?“, fragte er zunächst verwirrt, bevor er sich schnell gefasst hatte, „Nein, nein, hab noch überhaupt nicht nachgeschaut...Hab dafür aber alte Bekannte entdeckt. Guckt mal.“, er verwies auf die Gruppe. Sahenia schien einen Anruf bekommen haben und schien mit diesem beschäftigt, aber Nairobi blickte hoch und verstand auf Anhieb was er meinte: es waren die anderen Passagiere mitsamt ihrer Wellen-tragenden Führung.
    Scheint so, als wenn die Pension oder das Hotel wo sie uns unterbringen wollten, wohl auch hier ist…“, schlussfolgerte Neth, „Wir sollten ihnen am besten aus dem Weg gehen…Was hast du bereits?“, die Frage stellte er erst nachdem er sein eigenes Omni-Tool aktiviert hatte, „Hmm…hm…hm…“, kommentierte er das Gelesene.

    Ein Knurren brachte ihn aus dem Konzept. Er blickte rüber und bemerkte, dass Luna einen Elcor ankurrte, der die Gruppe anschaute. Er trug dieselbe Uniform wie die Polizisten – also Schutzweste mit ‚Security‘-Beschriftung und mit Waffen auf dem Rücken – und schien sich keinen Zentimeter weit zu bewegen. „Leicht Ängstlich: Dieses Tier ist doch nicht gefährlich, oder?“, fragte der Elcor in der typischen emotionslosen Stimme seiner Art.
    Hey, Luna aus!“, erklärte der Salarianer und zog die Hündin zu sich – sie ließ das Alien nicht aus den Augen, „Tut mir Leid, sie hat einen großen Beschützerinstinkt.“, ein leises Bellen war zu hören, „Aus, Luna, aus hab ich gesagt!
    Autoritär: Gefährliche Tiere haben hier keinen Platz.“, Luna fing wieder an ihn lauter anzuknurren, „Besorgt: Wie klein sie auch sein mögen.
    Bitte, machen sie sich keine Sorgen – ich garantiere ihnen, dass nichts passieren wird.“, erklärte der Salarianer zum Polizisten, bevor er sich zur Hündin runterbeugte und ihr zuflüsterte, „Schon gut, Kleine. Er tut uns nichts. Schön brav. Schön brav sein…“, sie fing an mit dem Schwanz zu wedeln, während er weiterhin beruhigend auf sie einredete, „Ja, schön brav sein, jetzt, ok?“, als er wieder aufstand, knurrte sie den Elcor nicht mehr an – aber die Ohren waren gespitzt und in seine Richtung gedreht.
    Eh, wo waren wir…?“, fragte Neth, leicht durch den Wind, „Hast du etwas finden können?“, fragte er Nairobi.


    Sahenia starrte noch einige Minuten fassungslos auf das dunkle Display ihres Omnis, wo zuvor noch Beyo´s Gesicht zu sehen war.
    Sie war ein wenig irritiert darüber, wie schnell er schließlich den Anruf beendet hatte und irgendwie hatte sie den Eindruck, dass es ein wenig unterkühlt und gehetzt war, so als hätte er noch was vor. Ein komisches Gefühl breitete sich in ihrer Magengegend aus und schnürte ihr für einen Augenblick die Kehle zu. Tausend wirre Gedanken schossen ihr gleichzeitig durch den Kopf, die für sie keinerlei SInn ergaben, ganz zu schweigen davon, dass sie diese irgendwie geordnet bekommen hätte. Irgendwann schüttelte sie diese komischen Gedanken ab und wischte sich mit dem Handrücken die Tränen aus den Augen.
    Werde ich ihm ausrichten! beendete sie für sich das Telefonat mit Beyo in Gedanken und stieß sich ruckartig von der Wand ab.

    "Ich sollte Nairobi und Orange suchen, die wundern sich bestimmt, wo ich abgeblieben bin." murmelte die Asari leise vor sich hin und schaute sich nach allen Seiten um, doch von den beiden war nichts zu sehen.
    Sie ging durchs Gemeindezentrum und entdeckte die beiden schließlich bei einem Elcor. Sahenia blieb stehen und beobachtete das ganze ein Stück abseits.
    Luna knurrte einen Elcor an, der die selbe Uniform trug wie die Polizisten – also Schutzweste mit ‚Security‘-Beschriftung und mit Waffen auf dem Rücken.
    Auch wenn Sahenia kein Wort verstand, was gesprochen wurde, dafür war sie zu weit weg, waren die Gesten doch recht eindeutig, zumindest die vom Salarianer.
    Während Neth versuchte den Elcor zu beschwichtigen und seine Hündin zu beruhigen, knurrte Luna das fremde Wesen unentwegt an.
    Braves Mädchen. dachte sich die junge Asari und schmunzelte.
    Kurz darauf hatte der Salarianer die Situation geklärt und seine Hündin beruhigt. Auch wenn diese den Elcor nicht mehr anknurrte, waren die Ohren weiterhin auf ihn gerichtet.
    Der Salarianer wandte sich schließlich an Nairobi, sprach mit ihr, doch um was es ging, wusste Sahenia nicht. Sie stieß erst wieder zu den beiden, als Nairobi antwortete.

    "Nein, nicht so richtig. Hast du irgendwas?" wollte Nairobi wissen und blickte erst ratlos zu Neth und anschließend verdutzt zu Sahenia.
    eis engel is offline

  13. #153 Reply With Quote
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
    Join Date
    Oct 2009
    Location
    Köln, DE
    Posts
    11,483
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by AeiaCarol View Post

    Er setzte sich nicht zu ihr, sondern stützte sich rücklings gegen die Lehne des Sofas auf dem sie saß und lachte leicht, während seine Lippen die Hitze des Kaffees prüften, der noch etwas zu warm war. "Er hat sogar versucht es mir auszureden.", gab Leif zu und erinnerte sich sofort wieder an ihre Beobachter. Waren Sätze wie diese überhaupt ein Problem? Er würde sie hüten müssen, wenn dem so war. "Zumindest hat er gesagt, dass ich mir die Sache sehr gut überlegen soll. Auch das mit dem Haus. Er ist also auf ganzer Linie unschuldig, könnte man sagen.", versicherte der Arzt und sah über die Schulter hinweg zu Luceija. Es gab kein einziges Wort, welches hätte beschreiben können, wie wahnsinnig gerne er sie in diesem Moment angefasst hätte. Bei ihr sitzend, ihr einen Kuss gebend, während er an nichts anderes dachte, als an sie.


    Luceija erfüllte ihm einen Wunsch, von dem sie selbst nichts wusste. Aber ihre Finger preschten beinahe dreist hervor und legten sich an seinen Oberarm, gerade kurz vor dem Übergang in den Ellenbogen, hielten ihn dort, obwohl ihre Kraft alles andere als ausreichend war. Und unverblümt sah sie ihm dann in die Augen. Stellte eine Frage erst rein durch diesen Blick. Es war durchaus die nach dem "Warum". Vor allem aber die danach, warum eben dieser heftige, so unendlich schmerzliche Schnitt hatte folgen müssen, der London gezeichnet hatte. Dieser Moment, in dem sie alleine wach geworden war. Und von ihm...keine Spur. Nicht die geringste. "Wieso hast du mir nicht gesagt, was du vor hast?", fragte sie direkt, ließ es regelrecht aus ihr heraussprudeln und man müsste lügen wenn man behaupten wollte, dass sie all das kalt ließ. Nichts davon tat es. "Wieso hast du mich nicht eingeweiht was dieses Haus, das Grundstück, deine Rolle mir gegenüber angeht?!", wollte sie wissen. Es wirkte beinahe eher klagend, aber-..sie ließ ihn nicht los. Zu keiner Sekunde.
    Mass Effect ist tot? Nicht bei uns!
    Erstelle deinen eigenen Charakter
    Spiele deine eigene Story
    Werde Teil einer freundschaftlichen Community

    JETZT AUF DISCORD INFORMIEREN
    Luceija is offline

  14. #154 Reply With Quote
    Auserwählte AeiaCarol's Avatar
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Stockholm
    Posts
    6,370
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Luceija View Post

    Luceija erfüllte ihm einen Wunsch, von dem sie selbst nichts wusste. Aber ihre Finger preschten beinahe dreist hervor und legten sich an seinen Oberarm, gerade kurz vor dem Übergang in den Ellenbogen, hielten ihn dort, obwohl ihre Kraft alles andere als ausreichend war. Und unverblümt sah sie ihm dann in die Augen. Stellte eine Frage erst rein durch diesen Blick. Es war durchaus die nach dem "Warum". Vor allem aber die danach, warum eben dieser heftige, so unendlich schmerzliche Schnitt hatte folgen müssen, der London gezeichnet hatte. Dieser Moment, in dem sie alleine wach geworden war. Und von ihm...keine Spur. Nicht die geringste. "Wieso hast du mir nicht gesagt, was du vor hast?", fragte sie direkt, ließ es regelrecht aus ihr heraussprudeln und man müsste lügen wenn man behaupten wollte, dass sie all das kalt ließ. Nichts davon tat es. "Wieso hast du mich nicht eingeweiht was dieses Haus, das Grundstück, deine Rolle mir gegenüber angeht?!", wollte sie wissen. Es wirkte beinahe eher klagend, aber-..sie ließ ihn nicht los. Zu keiner Sekunde.


    Es war ein gehöriger Schlag ins Gesicht, wie sie ihn fragte, ansah und zweifellos irgendwie-...mehr von ihm erwartet hatte? Nach alledem? Leif war sich nicht sicher. Wusste nicht zu antworten, wenigstens nicht sofort. "Ich-...", stotterte er unbeholfen und musste wegsehen. Ihrem Blick ausweichen, während er ihrem Griff nicht entkommen konnte. "..ärztlich betrachtet schien es mir dumm.", schob er vor, obgleich es nicht der Hauptgrund war und Luceijas würde es wissen, sobald sie ihn nur ansah, was sie unentwegt tat. "Und ich hatte Angst.", gab er also weiter zu und schloss seufzend die Augen. Runzelte die Stirn, weil da plötzlich dieser Schmerz war, der wie eine Stichflamme in seinem Kopf aufflackerte und ihn zusammenzucken ließ. "Ich dachte du würdest es nicht wollen. Mich bei Cerberus und dieses Haus und naja...mich eben."
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol is offline

  15. #155 Reply With Quote
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
    Join Date
    Oct 2009
    Location
    Köln, DE
    Posts
    11,483
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by AeiaCarol View Post

    Es war ein gehöriger Schlag ins Gesicht, wie sie ihn fragte, ansah und zweifellos irgendwie-...mehr von ihm erwartet hatte? Nach alledem? Leif war sich nicht sicher. Wusste nicht zu antworten, wenigstens nicht sofort. "Ich-...", stotterte er unbeholfen und musste wegsehen. Ihrem Blick ausweichen, während er ihrem Griff nicht entkommen konnte. "..ärztlich betrachtet schien es mir dumm.", schob er vor, obgleich es nicht der Hauptgrund war und Luceijas würde es wissen, sobald sie ihn nur ansah, was sie unentwegt tat. "Und ich hatte Angst.", gab er also weiter zu und schloss seufzend die Augen. Runzelte die Stirn, weil da plötzlich dieser Schmerz war, der wie eine Stichflamme in seinem Kopf aufflackerte und ihn zusammenzucken ließ. "Ich dachte du würdest es nicht wollen. Mich bei Cerberus und dieses Haus und naja...mich eben."



    "Ich will dich auch nicht bei Cerberus!", machte sie mehr als deutlich, hielt ihn weiterhin fest - ungerührt - und sprach jedes Wort deutlich, erzwungen leise zwischen ihre Zahnreihen hindurch aus. Dabei kam sie ihm etwas näher. Die Tasse..? War längst als Nebensächlichkeit auf dem Couchtisch abgestellt. "Das heißt: Doch, ich will dich bei Cerberus, aber du willst das nicht.", sie seufzte.
    Sie war nicht wütend als viel eher verzweifelt. In der Vorstellung, dass Leif sich hier opferte, für sie, für ihre Zukunft, die es vielleicht, am Ende, gar nicht mehr gab. Er war so....naiv? Zu sehr dieser großherzige, zu freundliche, hilfsbereite Mann den sie kennen gelernt hatte um zu Cerberus zu passen. Das würde er sehen. Er würde in ihren Augen erkennen, dass sie fürchtete, dass er sich hier einfach nur ans Messer lieferte. Und anstatt noch etwas dazu zu sagen, beugte sie sich über diesen Unterarm, mit dem Leif sich auf der Lehne der Couch stützte, verlagerte ihr Gewicht dafür auf den Arm, der sowieso schon an ihm lag um sich aufzurichten und schließlich, sie weiter auf dem Sofa, er dahinter, mit ihren Lippen diesen Unterarm berührte. Ihn zaghaft küsste, dagegen seufzte und ihn nun mit beiden Händen hielt, die Stirn darauf ablegend, die so voller wirrer Gedanken waren, die sie nicht zuordnen konnte. Ihr war unwohl beim Gedanken, dass sie ihn 'aussortieren' könnten wenn das Ziel nicht erreicht wurde. Etwas anderes als Erfolg war längst nicht mehr akzeptabel, ihr eigenes Gespräch mit dem Alten hatte sie noch viel zu gut in Erinnerung.
    "...und wie soll das hier jetzt weitergehen?", fragte sie gegen seine Haut und mit beklemmend reservierter Stimme. Sie brauchten einen Plan. Er konnte nicht versagen. Sie konnte es nicht. Sie und ihre Schicksale waren, gänzlich ohne jegliche Ehe oder dergleichen, nun so eng verwebt wie nie. Aber vor allem eines: Untrennbar. Egal wie gut oder schlecht es einem von beiden gefiel. Was das aus ihrer Beziehung machte..? Luceija wusste es nicht.
    Mass Effect ist tot? Nicht bei uns!
    Erstelle deinen eigenen Charakter
    Spiele deine eigene Story
    Werde Teil einer freundschaftlichen Community

    JETZT AUF DISCORD INFORMIEREN
    Luceija is offline Last edited by Luceija; 14.02.2020 at 22:32.

  16. #156 Reply With Quote
    Moderator eis engel's Avatar
    Join Date
    Jun 2009
    Location
    Im Schnee
    Posts
    4,631
    Sam Fraser

    Werner Neumann

    Jane Esther Cohan


    Captain Logan Mitchell

    Captain Mitchell verfolgte die Vorstellung der drei neuen Crewmitgliedern und die kurze Konversation mit seiner Crew mit großem Interesse. Er hatte zwar von den Admirälen die Unterlagen zu Fraser, Neumann und Cohan zu geschickt bekommen und war vor wenigen Stunden auch diesbezüglich gebrieft worden, doch die drei Persönlichkeiten dann leibhaftig vor einem stehen zu haben, war dann doch noch mal was ganz anderes. Fraser und Neumann waren typische Soldaten, knapp und gerade heraus. Bei Cohan hatte er eher den Eindruck, dass sie solche Besprechungen nicht ausstehen konnte und am liebsten garnichts von sich preisgab, dennoch fügte auch sie sich und erzählte wenigstens eine Kleinigkeit.
    Um die Sache nicht noch unnötig hinaus zu ziehen, bzw. nicht mehr als nötig unangenehm zu machen für die neuen, ließ er sie relativ flott vom Haken. Alle, bis auf Fraser.

    Nachdem die anderen den Besprechungsraum verlassen hatten und hinter ihnen die Tür zischend ins Schloss fiel, wandte sich der Captain an Fraser.
    "Nun, Captain Fraser...da wir jetzt unter uns sind...," begann Mitchell ruhig und sah den Soldaten direkt ins Gesicht. [color=#990000]"Ich werde ihnen und ihren Team nur jede erdenkliche Unterstützung seitens meiner Crew zur Verfügung stellen, wenn dies erforderlich sein sollte. Aber bevor sie meine endgültige Zusage dafür bekommen, möchte ich gerne von ihnen wissen, um welchen Gegenstand es sich dabei handelt. Die Aussage ihrer Vorgesetzten und der Admiräle waren doch ein wenig fragwürdig."
    Freundlich, aber bestimmt sah Mitchell den Captain an. Er war mehr als neugierig, was er dazu zu sagen hatte....

    ~~~


    Cheyenne Sophia Garcia

    Der Besprechungsraum ging auf und die meisten der Offiziere, einschließlich Neumann und Cohan kamen heraus. Chey blickte kurz über die Schulter und wandte sich dann verdutzt an ihren Kollegen.
    "Sollten es nicht drei neue sein?" flüsterte sie rüber. Noah sah ebenfalls kurz über die Schulter.
    "Eigentlich schon, aber Captain Mitchell ist auch noch drin." antwortete Noah.
    Commander Padukone begrüßte Cohan noch herzlich und schlug den beiden neuen schließlich vor ins Cockpit zu gehen und um beim Start zu zuschauen.
    Macnab ließ es sich natürlich nicht nehmen etwas zu sagen. "Machen sie ruhig Neumann, da können sie direkt kontrollieren ob Garcia irgendwo aneckt." "Das habe ich gehört." konterte Chey keck und grinste zu Macnab rüber. Torres gab Cohan auch erstmal frei, damit sie den Start sehen konnte. Doch bevor sie mit Mick die Brücke verließ, wandte sie sich Richtung Cockpit, zu Chey. "Wir sehen uns später noch, gelle?" Chey nickte grinsend.
    Padukone und Macnab unterhielten sich, während Cohan und Neumann ins Cockpit kamen.

    "Hallo, sind Landratten hier erlaubt?" fragte der Marine zur Begrüßung. "Selbstverständlich." antwortete Chey gleich und blickte die beiden freundlich lächelnd an.
    "Ich würde euch ja gerne einen Sitzplatz anbieten, aber die Allianz ist mit Pilotensitzen etwas knausrig." scherzte Noah und grinste, eher er freundlich weitersprach. "Willkommen an Bord. Ich bin übrigens Noah O´Connor, könnt mich aber einfach Noah nennen."
    "Wie war denn die Besprechung?" fragte Chey und blickte neugierig zu den beiden auf. Sie konnte sich nur zu gut an ihre erste Besprechung/ Vorstellung erinnern, sie hatte es gehasst.

    "Lieutenant Garcia, koppeln sie uns ab und nehmen sie Kurs auf die Terminus Systeme." kam plötzlich der Befehl von Commander Padukone.
    "Ja, Ma´am." antwortete Chey und funkte den Tower an. "SSV Columbia an Tower. Bitte um Starterlaubnis."
    "Tower an SSV Columbia. Wartungshangar ist gesichert, sie können starten. Gute Reise." meldete sich eine weibliche Stimme.
    Chey schaltete den Antrieb ein und koppelte ab. Dann ließ sie die Columbia sanft und ohne irgendwo an zu ecken aus dem Hangar gleiten. Als sie genügend Abstand zum Wartungshangar hatte, beschleunigte sie das Raumschiff und flog auf das Massenportal zu...
    eis engel is offline

  17. #157 Reply With Quote
    Auserwählte AeiaCarol's Avatar
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Stockholm
    Posts
    6,370
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Luceija View Post


    "Ich will dich auch nicht bei Cerberus!", machte sie mehr als deutlich, hielt ihn weiterhin fest - ungerührt - und sprach jedes Wort deutlich, erzwungen leise zwischen ihre Zahnreihen hindurch aus. Dabei kam sie ihm etwas näher. Die Tasse..? War längst als Nebensächlichkeit auf dem Couchtisch abgestellt. "Das heißt: Doch, ich will dich bei Cerberus, aber du willst das nicht.", sie seufzte.
    Sie war nicht wütend als viel eher verzweifelt. In der Vorstellung, dass Leif sich hier opferte, für sie, für ihre Zukunft, die es vielleicht, am Ende, gar nicht mehr gab. Er war so....naiv? Zu sehr dieser großherzige, zu freundliche, hilfsbereite Mann den sie kennen gelernt hatte um zu Cerberus zu passen. Das würde er sehen. Er würde in ihren Augen erkennen, dass sie fürchtete, dass er sich hier einfach nur ans Messer lieferte. Und anstatt noch etwas dazu zu sagen, beugte sie sich über diesen Unterarm, mit dem Leif sich auf der Lehne der Couch stützte, verlagerte ihr Gewicht dafür auf den Arm, der sowieso schon an ihm lag um sich aufzurichten und schließlich, sie weiter auf dem Sofa, er dahinter, mit ihren Lippen diesen Unterarm berührte. Ihn zaghaft küsste, dagegen seufzte und ihn nun mit beiden Händen hielt, die Stirn darauf ablegend, die so voller wirrer Gedanken waren, die sie nicht zuordnen konnte. Ihr war unwohl beim Gedanken, dass sie ihn 'aussortieren' könnten wenn das Ziel nicht erreicht wurde. Etwas anderes als Erfolg war längst nicht mehr akzeptabel, ihr eigenes Gespräch mit dem Alten hatte sie noch viel zu gut in Erinnerung.
    "...und wie soll das hier jetzt weitergehen?", fragte sie gegen seine Haut und mit beklemmend reservierter Stimme. Sie brauchten einen Plan. Er konnte nicht versagen. Sie konnte es nicht. Sie und ihre Schicksale waren, gänzlich ohne jegliche Ehe oder dergleichen, nun so eng verwebt wie nie. Aber vor allem eines: Untrennbar. Egal wie gut oder schlecht es einem von beiden gefiel. Was das aus ihrer Beziehung machte..? Luceija wusste es nicht.


    Er beobachtete ihre Lippen mit diesem wohligen Schauer und lächelte. "Es steht für all die Dinge, die ich nicht sonderlich schätze. Wissenschaft hin- oder her, es gibt Grenzen.", gestand der Blonde und strich mit seiner freien Hand über das schwarze Haar der Sizilianerin, deren Stirn seinen Unterarm berührte. "Aber ich will dich und du weißt hoffentlich, dass das alles hier längst weitaus mehr ist als nur eine nette Affäre oder-...auch als eine einfache Beziehung.", sagte Leif sanft und bemerkte, dass diese Antwort gar nicht auf ihre eigentliche Frage reagiert hatte, sondern er sich nur in Gerede rund um sie beide verstrickte. "Unser erster Tag hier wird wie der sein, den du auf Proteus auch hattest. Blut abnehmen, wiegen, deinen kompletten Zustand zu Beginn dieser Sache dokumentieren und wenn wir damit fertig sind, dann-...ist es wahrscheinlich schon Mitternacht."
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol is offline

  18. #158 Reply With Quote
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
    Join Date
    Oct 2009
    Location
    Köln, DE
    Posts
    11,483
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by AeiaCarol View Post

    Er beobachtete ihre Lippen mit diesem wohligen Schauer und lächelte. "Es steht für all die Dinge, die ich nicht sonderlich schätze. Wissenschaft hin- oder her, es gibt Grenzen.", gestand der Blonde und strich mit seiner freien Hand über das schwarze Haar der Sizilianerin, deren Stirn seinen Unterarm berührte. "Aber ich will dich und du weißt hoffentlich, dass das alles hier längst weitaus mehr ist als nur eine nette Affäre oder-...auch als eine einfache Beziehung.", sagte Leif sanft und bemerkte, dass diese Antwort gar nicht auf ihre eigentliche Frage reagiert hatte, sondern er sich nur in Gerede rund um sie beide verstrickte. "Unser erster Tag hier wird wie der sein, den du auf Proteus auch hattest. Blut abnehmen, wiegen, deinen kompletten Zustand zu Beginn dieser Sache dokumentieren und wenn wir damit fertig sind, dann-...ist es wahrscheinlich schon Mitternacht."


    "Mhja..", seufzte sie. "Eine einfache Beziehung war es sowieso nie." Sie verstand womöglich falsch, was er da gesagt hatte. Aber schien es auf ihre eigene Weise zu akzeptieren, sich damit zufrieden zu geben und etwas in sich gekehrter ihren Kopf anzuheben. Beide Hände berührten nochmals mit voller Wahrnehmung seinen Arm bevor sie sich lösten. Dann sah er sie nicken und sie wirkte um ein Vielfaches professioneller. "Dann sollten wir besser keine Zeit verlieren, richtig..?", schlug sie vor. Die Müdigkeit, die ihre ganze Erscheinung trübte, ebbte kaum ab. Sie nahm es hin, ging in diese Art "Arbeit" über, die darauf wartete erledigt zu werden und wurde komplett professionell und ohne Wiederworte abgesegnet. Er würde durchaus bemerken, wie anders sie sein konnte. Dass es da nicht nur diese kleine, aufbrausende Persönlichkeit mit einer viel zu großen Klappe gab, sondern eben auch die, die Cerberus' Doktrin bis in die letzte Faser ihres Körpers absorbiert hatte und demnach blind, ja beinahe sogar mit Stolz, tat wie ihr befohlen, obwohl sie noch immer nicht absolut auf dem Damm schien seit ihrer Ankunft auf Palermo.
    Mass Effect ist tot? Nicht bei uns!
    Erstelle deinen eigenen Charakter
    Spiele deine eigene Story
    Werde Teil einer freundschaftlichen Community

    JETZT AUF DISCORD INFORMIEREN
    Luceija is offline

  19. #159 Reply With Quote
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
    Join Date
    Oct 2009
    Location
    Köln, DE
    Posts
    11,483
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)



    Ungewolltes hoben sich bei Craigs ersten Sätzen Hannas Mundwinkel. Scheinbar hatte der Profiler doch etwas mehr Angst, als es in der Situation gerechtfertigt war. Kein Grund für die Agentin, den Profiler mit Spott zu überschütten. Schließlich hatte er Stunden in Geiselhaft verbracht – und er war nun einmal kein Krieger. Dann erstarb ihr Grinsen. War das wirklich eine platonische Einladung aus Pflichtgefühl oder versuchte der Weißhaarige gerade sie anzugraben? Zumindest stotterte er recht viel und er wollte kochen. Für Hanna hatte seit ihren Kindheitstagen niemand mehr gekocht. Sie verwarf den Gedanken beinahe so rasch, wie er gekommen war. Nein, das war sicher nicht der Stil eines Mannes, der eine Nähecke besaß und reinlicher war als ein Hausroboter. Hanna hob eine dunkle Augenbraue und dachte über das unterbreitete Angebot nach. Der Kampfanzug stellte sich automatisch auf die Temperatur des Körpers ein und regelt im Bedarfsfall nach, was bedeutete, dass es nahezu unmöglich war in der Panzerung zu schwitzen oder zu frieren. Dennoch schien eine Dusche reizvoll und sei es nur, um die Erlebnisse des Tages abzuspülen und das eventuelle Blut der Gegner aus der blonden Mähne zu waschen. „Die Deutschen stellen tatsächlich gutes Bier her“, sagte Hanna nachdenklich und legte einen Finger an die Lippen. „Wieso eigentlich nicht?! Ich komme gleich wieder.

    Mit einem Seesack über der Schulter trat Hanna nach wenigen Minuten wieder in Craigs Leben. Der Profiler wartete wie angewurzelt im Flur; halb auf die Krücken gestützt und mit einem fast dümmlichen Gesichtsausdruck. Die Blondine legte den Sack ab, zog ihr Sturmgewehr vom Rücken und lehnte die dekomprimierte Waffe gegen Craigs Sofa. Dann löste sie ihren Waffengurt, ließ Phalanx-Pistolen und Kampfmesser auf die Sitzfläche fallen und entfernte jegliche zusätzliche Ausrüstung von den Karabinerhaken und Ösen an ihrer Panzerung. Hannas Finger, ins Schwarz der Handschuhe gehüllt, glitten fast zärtlich über die Oberfläche der grauen Panzerung, öffneten Verschlüsse. Sie flogen über die gegossenen Rundungen des Harnischs wie Vögel, die es vorziehen dicht über den Wogen eines hügeligen Feldes zu fliegen. Hanna lockerte ihre Muskeln und die „zweite Haut“, zu der der Kampfanzug über Jahre geworden war, löste sich mit dem geschmeidigen Gefühl einer frisch bezogenen Bettdecke von ihren nackten Unterarmen. Die hermetischen Siegel öffneten sich lautlos. Hanna schaute Craig an und stellte fest, dass sie noch immer den Visor trug. Sie lächelte unwillkürlich, nahm ihn ab und warf ihn neben ihre Waffen auf das Sofa. „Man, was für ein Begrüßungskommando, oder?“, lachte sie angesichts der Aufmachung, in der sie Craig im Krankenhaus abgeholt hatte. Entweder musste man den Weißhaarigen für einen VIP oder einen Kriminellen gehalten haben, dass er so eine Abholung verdiente. Plötzlich verharrte Hanna in der Bewegung. „Also: Wo ist das Bad?“ Sie bückte sich und griff nach der Tasche, in welcher die Gefechtsrüstung verschwinden sollte und in der ihr Ersatzoutfit wartete. Hanna hob den Arm, in dessen Hand sie noch immer den nicht gerade leichten, bepackten Seesack hielt, mühelos auf Kinnhöhe und deutete mit ausgestrecktem Finger auf Craig. „Und dieses deutsche Bier sollte lieber gekühlt sein, wenn ich aus der Dusche komme.


    "...hinten rechts.", flüsterte Craig. Seine Augen hafteten alles andere als Gentleman-like eben nicht irgendwo im Raum, wild umherstreifend, sondern nur auf ihr. Auf jedem einzelnen Kleidungsstück, jedem Rüstungsteil, dass unter ihren flinken und zielgerichteten Fingern von ihrem Körper wich und flüssig wie Wasser auf die Couch wanderte. Dort kleine Flecken aus Ruß und Blut hinterließen, die ihn aber kaum in diesem Moment interessierten. Denn er schluckte schwer. Und wusste nicht so wirklich, ob es gut war, dass er jetzt hier stand, denn der junge Mann mit den verschiedenfarbigen Augen, dessen Blässe von einer sanften Röte überdeckt wurde, war mit hundertprozentiger Sicherheit ein offenes Buch für die Blondine. Ihr Finger weckte ihn ebenfalls nur kaum aus dieser regelrechten Traumwelt, er schielte nur auf dessen Spitze und ließ ihn willig nicken. Und spätestens dann, vielleicht aber auch schon vorher, wurde ihm etwas viel zu klar. Er blinzelte, mit offenstehendem Mund, den er tonlos wieder schloss.

    Sie ging. Folgte seiner Wegbeschreibung grob, sofort schien sie das geräumige Badezimmer mit ebenerdiger Dusche zu finden, und es gab Craig die Möglichkeit sich kurz umzudrehen, zu keuchen, und sich an der Küchenzeile festzuhalten. "Holy Shit..", winselte der Weißhaarige und fühlte sich entrückt. Genau so, als habe man ihn aus einer anderen Welt gezerrt und vollkommen desillusioniert zurückgelassen. Er brauchte sichtlich einen Moment, schien sich kurz in seiner eigenen Küche nicht mehr auszukennen und wilder Hand eine Zwiebel aus einem Korb zu nehmen, sie auf den Tisch zu knallen und sich einen Löffel zu schnappen, nur, um festzustellen, dass er diese Zwiebel damit sicherlich nicht schneiden konnte. Wirr blickte er im Raum umher, ließ dann die Essensvorbereitungen sein und ging, etwas unbeholfen, in einen Nebenraum unweit des Badezimmers, welcher sich als begehbarer Kleiderschrank entpuppte und entnahm einer Schublade ein großes, schneeweißes und wohlig weiches Handtuch.

    In der nächsten Sekunde, vor der Tür des Badezimmers stehend, wusste er nicht mehr, ob es so gut war, hier wirklich zu stehen. Irgendwie wirkte es falsch. Machte ihm nicht unbedingt Angst, aber sichtlich unsicher. Er klopfte, noch bevor er weiter darüber nachdenken konnte und bereute es sofort. Aber: Keine Reaktion. Der Klang von Rauschendem Wasser verschluckte wohl sein Klopfen. Er versuchte es nochmal, aus reiner Höflichkeit, bekam aber wieder keine Antwort. Und erst beim dritten Versuch öffnete er die Türe einen Spalt, quetschte sich hindurch, wandte sich aber nicht der duschenden Frau zu, sondern versuchte irgendwie diese Privatsphäre zu respektieren und...dieses Handtuch andeutend auszustrecken. "Sie-..du-...sie haben das...Handtuch vergessen.", sprach er, ihr nur mit dem Rücken zugewandt und sich auf die Unterlippe beißend. Ohgott. Was tat er da nur? Und warum zur Hölle glaubte er, es bei weitem nicht die schlechteste aller Ideen, hier aufzukreuzen?
    Mass Effect ist tot? Nicht bei uns!
    Erstelle deinen eigenen Charakter
    Spiele deine eigene Story
    Werde Teil einer freundschaftlichen Community

    JETZT AUF DISCORD INFORMIEREN
    Luceija is offline

  20. #160 Reply With Quote
    Auserwählte AeiaCarol's Avatar
    Join Date
    Jun 2011
    Location
    Stockholm
    Posts
    6,370
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Luceija View Post

    "Mhja..", seufzte sie. "Eine einfache Beziehung war es sowieso nie." Sie verstand womöglich falsch, was er da gesagt hatte. Aber schien es auf ihre eigene Weise zu akzeptieren, sich damit zufrieden zu geben und etwas in sich gekehrter ihren Kopf anzuheben. Beide Hände berührten nochmals mit voller Wahrnehmung seinen Arm bevor sie sich lösten. Dann sah er sie nicken und sie wirkte um ein Vielfaches professioneller. "Dann sollten wir besser keine Zeit verlieren, richtig..?", schlug sie vor. Die Müdigkeit, die ihre ganze Erscheinung trübte, ebbte kaum ab. Sie nahm es hin, ging in diese Art "Arbeit" über, die darauf wartete erledigt zu werden und wurde komplett professionell und ohne Wiederworte abgesegnet. Er würde durchaus bemerken, wie anders sie sein konnte. Dass es da nicht nur diese kleine, aufbrausende Persönlichkeit mit einer viel zu großen Klappe gab, sondern eben auch die, die Cerberus' Doktrin bis in die letzte Faser ihres Körpers absorbiert hatte und demnach blind, ja beinahe sogar mit Stolz, tat wie ihr befohlen, obwohl sie noch immer nicht absolut auf dem Damm schien seit ihrer Ankunft auf Palermo.


    "Richtig.", bestätigte er, wobei die Worte müde und beinahe ein wenig enttäuscht wirken mochten. Es war nicht ganz so, denn Leif wusste, dass sie recht hatte und diese ständige, überschwängliche Romantik und ja, auch dieses gewisse Drama ihrer Beziehung nicht dauerhaft im Vordergrund stehen konnten. Nicht jetzt zumindest, wo es im Zweifel um ihrer beider Existenz ging. Nicht um diese finanzielle Existenz, über die man immerzu sprach und die viele Leute beschäftigen konnte, nein, es ging um ihrer beider Leben. Über kurz oder lang jedenfalls. "Wir müssen heute primär deinen Ist-Zustand aufnehmen und festhalten. Cerberus will das ganze-...sehr ausführlich und ich bin sicher, dass du die ganze Prozedur schon kennst. Von früher vielleicht. Das ganze reicht von der einfachen Blutabnahme, bis hin zu Proben von allem-...naja, ja, von wirklich allem eben. Wir müssen Fotos machen, vergleichen welche Veränderungen eventuell zu früher vorhanden sind und ich will sehen wie sich das neue Implantat macht, weil wir nur mit seiner intakten Verbindung zu den Nerven die gewünschten Ergebnisse erwarten können.", erklärte der Schwede ihr und rutschte unbemerkt in einen schwedischen Akzent, der doch eine gewisse Sorge und vor allem Müdigkeit ausdrückte. Er sah vor seinem geistigen Auge diesen Berg Arbeit, den man im Grunde kaum würde bewältigen können. Und doch musste er es. Ein bisschen geistesabwesend schien er schon, als er ausgerechnet hierbei zu lächeln begann. "Es wird extrem spät werden, aber ich würde gerne alles auf einmal machen. Also-...kennst du eine gute Pizzeria die was liefert? Du wirst essen müssen. Vorher. Ob du willst oder nicht."

    Und unfreiwillig erinnerte ihn dieser letzte Satz an eines: London. Und ihren mehr als holprigen Start in eben jener Stadt.
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol is offline

Page 8 of 13 « First ... 456789101112 ... Last »

Posting Permissions

  • You may not post new threads
  • You may not post replies
  • You may not post attachments
  • You may not edit your posts
  •