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  1. #21 Reply With Quote
    Schwertmeister Khardim's Avatar
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    Jane Chey Fraser

    "Nun, an sich sind die Dinge in diesem Bereich des Schiffes sehr unkompliziert."
    , erklärte Captain Macnab während sie mit Werner und Bill durch das Areal der Marines ging. Ihre Haare hatte sie inzwischen zu einem strengen Dutt gebunden. Werner hatte nachdem er sein Gepäck kurz in einer der Marines Stuben untergebracht hatte, seine blaue Uniform gegen die Standarduniform der Marines welche auch der Captain trug ausgetauscht. Einziger Unterschied war der niedrigere Rang und das die Uniform des Deutschen noch das Abzeichen seiner Spec Ops Einheit zierte.
    "Wir sind wie eine fröhliche kleine Familie. Unser Bill hier ist die fürsorgliche Mutti, ich bin der liebevolle aber gestrenge Papi. Und der Rest sind unsere schwerbewaffnete Bande von Kindern. Auf jedenfall bekommt man manchmal den Eindruck.", fuhr die Schottin mit ihrer durch Zigarren und Scotch feingeschliffenen rauchigen, aber dennoch melodischen Stimme fort. Der schottische Einschlag war dabei mehr als deutlich herauszuhören.
    "Jetzt fragen sie sich natürlich, wie passe ich da ins Bild. Sie, Neumann, sind der Onkel zu Besuch. Die einzige Frage die sich dabei stellt, ist was für eine Art Onkel sie sind? Der strenge, autoritäre Onkel ? Der leicht verschrobene? Oder doch eher der nette Onkel?", fragte sie den Blonden und blieb kurz um ihn eindringlich anzuschauen. Werner war sich da ein wenig unsicher, er war nicht umbedingt dafür da um Rollen zu spielen.
    "Keine Sorge, ist eine rhetorische Frage. Ich sage den Neuen immer das sie am Besten sie selbst bleiben, anstatt irgendeine Rolle zu spielen. Andernfalls fällt man auf die Fresse, meine Jungs und Mädels sind nicht dumm. Es ist nicht wichtig das sie beliebt sind. Das einzige was zählt ist, das man ihnen Respekt entgegenbringt. Und Respekt muss man sich verdienen, durch Kompetenz.", fuhr sie fort und lächelte.
    "Nur ein kleiner Tipp, was sie daraus machen überlasse ich ihnen. Sonst ergeht es ihnen wie Auntie, Auntie..wie nannten sie die Männer, Bill?"
    "Auntie Termagant, Captain.", half ihr der Schwarze aus. "Oh, stimmt. Die war eine Katastrophe.", sinnierte McNab schmunzelnd.
    Plötzlich blinkte das Omnitool der Schottin, woraufhin sie schnell die neue Nachricht durchlas. "Planänderung Neumann.", sprach sie und sah zu im auf. "Der Captain ist an Bord und will wohl einen Blick auf die neuen Gesichter werfen. Und mich sprechen, also nehme ich sie gleich mit."

    Kurz darauf machten sie die beiden Marines schon auf den Weg zum Fahrstuhl, als ihnen vom Maschinenraum Torres und Cohen entgegen kam.
    "Sieh an, sieh an. Wenn das nicht unsere gute Fee aus dem Maschinenraum ist. Schön dich zu sehen Kate.", begrüßte die Schottin die Halbasiatin freundlich. "Ist das deine Neue?", erkundigte sie sich nachdem sie auf den Fahrstuhlknopf gedrückt hatte.
    "Ja, Specialist Jane Esther Cohen. Verstärkt jetzt mein Team.", stellte die Offizierin Jane vor. "Captain Lauren Boudicca Mcnab. Manchmal auch Major wenn sie Navy Leute fragen.", stellte sich Boudicca vor und rollte ganz kurz mit den Augen, bevor sie die Hand der Technikerin schüttelte.
    "Ja, aber eigentlich nennt sie jeder Boudicca, das passt eindeutig besser als Lauren.", merkte Kate gutgelaunt an.
    Mit einem Summen öffnete sich der Fahrstuhl.
    "Komisch, ich hatte immer den Eindruck das meine Leute mich mit Ma'am ansprechen.", erwiderte die Schottin während die vier den Lift betraten. Die Technikoffizierin seufzte kurz, lächelte aber dann."Nun Werner, haben sie sich schon an ihre Kommandantin gewöhnt. Oder angefangen sich die Routen zu den Fluchtshuttles einzuprägen?", fragte sie den Deutschen lächelnd. Dieser schüttelte lächelnd den Kopf.
    "Nein, die habe ich mir noch nicht angeschaut.", gab Werner zu. "Sehen sie, das ist der Unterschied zwischen unseren Führungsstilen, bei meinem hat niemand Zeit auf dumme Gedanken zu kommen.", merkte Macnab scherzhaft an und grinste.
    "Aber lassen sie sich bloß nicht in Sicherheit wiegen Cohen, unter dieser flauschigen Erscheinung versteckt sie nur ihre autoritäre Haltung.", sprach die Schottin an Jane gewandt. Ein leichtes Klingeln verkündete die Ankunft des Lifts, worauf sich wieder die Türen öffneten.
    "Nimmst du Jane dann direkt mit in den Besprechungsraum, dann kann ich direkt weiter?", fragte Kate bei der Rothaarigen an.
    "Sicher. Neumann, Cohen, folgen sie der Frau mit den signalroten Haaren.", befahl sie den Beiden und ging voran in Richtung Brücke.

    Die drei betraten den Besprechungsraum, wo bereits drei Personen warteten. Den Commander kannte Werner schon, der Captain war sofort als dieser zu erkennen. Schneidige Uniform, gepflegtes Äußeres und ein Auftreten welches Autorität ausstrahlte. Die dritte Person konnte Werner hingegen nicht einordnen. Er war eindeutig Militär, vermutlich Bodentruppen,das schien er förmlich auszuatmen. Jedoch zeichneten sich Lynyrd Skynyrd-T-Shirts nicht umbedingt durch Rangabzeichen oder Truppengattungen aus.
    "Captain.", grüßte Boudicca Mitchell formell, bevor sie ihm die Hand schüttelte. "Ich habe direkt die beiden Neuen mitgebracht. Lieutenant Werner Neumann und Specialist Jane Esther Cohen.", fügte sie an und machte dann einen Schritt beiseite um den Captain einen freien Blick zu ermöglichen. Dabei musterte sie neugierig die fremde Person im Raum.

    ,, …was nicht heißen soll, dass er nicht weiß, was er tut, nur manchmal ist es eben ein…“, plauderte Kate vor sich hin, als am Ende des Ganges Neumann und eine andere Offizierin auftauchten. "Sieh an, sieh an. Wenn das nicht unsere gute Fee aus dem Maschinenraum ist. Schön dich zu sehen Kate.", sprach sie Kate an. Jane lächelte unwillkürlich. Alle Dialekte von den Inseln erinnerten sie an ihre Eltern.
    "Ist das deine Neue?"
    "Ja, Specialist Jane Esther Cohen. Verstärkt jetzt mein Team.", antwortete Kate. Jane ließ es drauf ankommen, salutierte nicht und reichte stattdessen direkt die Hand. Die Offizierin schlug prompt ein, ein Händedruck wie ein Schraubstock. "Captain Lauren Boudicca Mcnab. Manchmal auch Major wenn sie Navy Leute fragen."
    ,,Freut mich, Ma’am“

    Die vier stiegen in den Aufzug und Kate und Macnab tauschten noch ein paar Liebenswürdigkeiten aus, bevor die Technikoffizierin wieder zur Sache kam: "Nimmst du Jane dann direkt mit in den Besprechungsraum, dann kann ich direkt weiter?" "Sicher. Neumann, Cohen, folgen sie der Frau mit den signalroten Haaren.", antwortete Macnab, deutete auf ihren Dutt und verließ den Fahrstuhl durch die sich gerade öffnende Tür. Jane und Neumann tauschten einen Blick aus. So wie sie auch schien Neumann zu überlegen, wer den besseren Hauslehrer in dieser Zauberschule bekommen hatte.

    Sie folgten Macnab zum Besprechungsraum, in dem sich die Offiziersriege nach und nach versammelte und traten ein. Jane schaute sich um. Ein militärischer Konferenzraum wieder jeder andere: Dreidimensionales Holodisplay in der Mitte, Eingabekonsolen drum herum, Sitzplätze am Rand und dazwischen rund um das Display herum ein runder Streifen freier Fläche, um den Eminenzen das gedankenschwere Flanieren um die Gefechtslage herum so einfach wie möglich zu machen. Drei Personen standen, in ein Gespräch vertieft neben dem Display, das aktuell ein rotierendes Logo der Allianz zeigte.
    "Captain.", meldete sich Macnab bei dem Mann, der am meisten nach Kapitän aussah: Groß, elegant, weiß. Genug Lametta auf Mütze, Schultern und Ärmelaufschlägen, um als Weihnachtsbaum bei Harrods durchzugehen. Selbst nach all den Jahren bei der Allianz wartete Jane immer noch darauf, dass einer der hohen Würdenträger einmal die versteckte Lichtkette in seiner Uniform anschalten und ,,Jingle Bells“ singen würde. Captain Mitchell grüßte Macnab mit einem wohlwollenden Lächeln. "Ich habe direkt die beiden Neuen mitgebracht. Lieutenant Werner Neumann und Specialist Jane Esther Cohen.", sprach sie weiter und deutete auf Jane und Neumann. Wie erfahrene Synchronschwimmer nahmen sie beide Haltung an.
    ,,Stehen Sie bequem.“, richtete Mitchell nun das Wort an sie. ,,Lieutenant Neumann, Specialist Cohen, willkommen an Bord der SSV Columbia. Es freut mich, dass Sie unsere Crew verstärken. Ihre jeweilige Fachoffiziere werden sie in Ihre Aufgaben einweisen.“ Er drehte sich um und sprach die Offizierin an, mit der er vor ihrem Eintreffen unterhalten hatte. ,,Commander, können wir anfangen oder fehlt noch jemand?“ Die Angesprochene straffte sich nicht, als Mitchell sich ihr zuwandte, sie war vorher schon straff gewesen. Nicht steif. Straff. Wo Macnab mit ihren Haaren an ein Feuer erinnerte, musste Jane beim Commander an Stahl denken. Solide, gradlinig, rostfrei. Sie hatte eine Art an sich, die Respekt einflößte und es kam selten vor, dass Jane derartige Gedanken kamen.
    ,,Wir warten im Moment noch auf Torres und Hall.“, erklärte der Commander. Mitchell brummte einen undefinierbaren Laut und ging ein paar Schritte um das Holodisplay herum. ,,Da würde ja einer von reichen, es besteht ja ein kurzer Dienstweg. Und falls Torres nicht rechtzeitig kommt, kann Specialist Cohen ja zuhören und dann bei ihr Meldung machen, nicht wahr?“ Die Augen des Captains wanderten zu Jane. Sie spürte das charakteristische Ziehen in der Schläfe, das immer auftrat, wenn eine blödsinnige Aufgabe mit Schallgeschwindigkeit auf die zuraste. ,,Sir, jawohl, Sir!“, antwortete sie pflichtschuldig und unterdrückte ein Augenrollen. Sie hoffte inständig, das Kate noch kommen würde, damit sie verschwinden und sich einrichten konnte.

    ,,Gut, dann fangen wir an. Oder gibt es vorher noch etwas zu klären?“, fragte Mitchell in die Runde und stütze sich auf eine der Holokonsolen wie die Kapitäne der Vorzeit auf ihr Steuerrad.
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    Khardim ist unser Äquivalent für Brüste oder eben Hintern.
    Schön anzusehen und man denkt gern daran
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  2. #22 Reply With Quote
    Pinata  Tjordas's Avatar
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    Wie ein Trommelfeuer prasselte die Fülle von neuen Informationen auf Akina ein. Es war mehr als offensichtlich das sich der Doktor schon sehr lange mit diesem Thema befasste und dabei schon einige Theorien und Erkenntnisse gesammelt hatten. Erkenntnisse die eine Weile brauchten um sich bei der Japanerin zu setzen, nachdem sie durch ein filterndes Netz ihres Verstandes gewandert waren. Die Theorien hingegen, manche ergaben für sie Sinn. Andere jedoch und da hatte Ward recht, lehnte ihr Verstand ab. Eine klassische Abwehrhaltung ihres Gehirnes, um mit dem Informationsüberfluss fertig zu werden. Dennoch nahm es diese Informationen auf, verarbeitete diese im Hintergrund.
    Die Militärpolizistin wollte nicht zu lange sprachlos wirken, weswegen sie einen Schluck aus ihrer Tasse. Dies schien ihr ein wenig professioneller als mit heruntergelassenen Unterkiefer dazusitzen. Schließlich hatte sie sich ein wenig gesammelt, rückte langsam den Stuhl nach vorne. Und setzte die leere Tasse vor sich auf dem Schreibtisch ab. "Pfuh.", machte sie und atmete geräuschvoll aus, sich einmal über die Wange streichend.
    "Sie haben Recht, vieles wirkt unwirklich auf mich. Insbesondere diese dritte Fraktion von der sie sprechen. Das es bei einer künstlichen Intelligenz zu Fehlercodes und Abspaltungen kommen kann ergibt Sinn für mich. Auch das der Großteil der Geth sich friedlich verhalten. Andernfalls würde es die quarianische Flotte vermutlich nicht mehr geben.", erklärte sie, dabei die neuen Informationen für sich zusammenfassend.
    "Aber wenn es eine weitere Fraktion gibt, eine potentielle KI..wer hat sie erschaffen? Und wieso sollte sie sich angesichts ihrer Stärke und Agressivität verstecken?", fragte sie vorsichtig nach, beschloß dann aber diesen Gedankengang vorerst nach hinten zu schieben.
    "Wissen sie was? Egal. Nehmen wir erstmal an das diese Fraktion, ungeachtet ihrer Motivation, existiert. Und sich irgendwo außerhalb der Milchstraße versteckt, Orcus Nebel, Andromeda, irgendwo im unbekannten Raum. Und sie diese Naniten nutzen um Einfluss auf lebende Organismen zu nehmen. Wie muss ich das dann verstehen?", merkte sie vorsichtig an.
    "Diggle wurden die Naniten injiziert, wo sie dann mit der Metamorphose begannen. Das mag ja noch angehen. Aber wie sollen die Naniten auf Vanderbilt übergehen? Sind sie ansteckend? Und falls ja, wie? Es ist Technik, diese bildet keine Sporen aus wie es biologische Erreger tun. Oder denken sie tatsächlich das diese sich über Luft oder Körperflüssigkeiten weiterverbreiten können? Tröpfchen- und Schmierinfektionen?", erkundigte sich Akina neugierig. Sicherlich, Naniten wären klein wie Mikroorganismen, sogar noch kleiner. Aber machte es Sinn das Technik an Reproduktion gelegen war? Eine Art technischer Parasit quasi, eine technologische B-Waffe.
    "Und wie passt da Iiyama ins Bild? Sein Amoklauf war vor dem Absturz. Er war die ganze Zeit in dieser Anlage. Wie sollten die Naniten in seinen Körper gelangt sein? Ich kann mich nicht entsinnen das in seiner Einsatzhistorie etwas von Kontakt mit Geth-Kräften erwähnt wurde.", fragte sie weiter. Dabei erinnerte sie sich an das Gespräch mit dem Japaner. Von den Stimmen die er angeblich gehört hatte. Hatte er damit das von Ward erwähnte äußere Signal gemeint?


    Bei all diesen Fragen, die sich im Anschluss an seine eigenen Ausführungen bei Akina geradezu überschlugen, nickte Julian nur immer wieder verständnisvoll und sachte, kannte er diese Bedenken doch allzu gut aus seinem eigenen Forschungsprozess.
    "Ich habe mir exakt diese Fragen selbst gestellt, Lieutenant, und zu großen Teilen muss ich Sie leider mit Spekulationen vertrösten. Es gibt einen Grund, wieso ich mit meinen Ergebnissen so geheimnistuerisch umgehe. Ich weiß, wie hirnrissig vieles davon klingen mag und umso wichtiger ist es daher, dass ich nicht damit an die Öffentlichkeit trete, bevor ich auch auf die letzte Gegenfrage eine befriedigende Antwort habe. Andernfalls wird man mich nur ein weiteres Mal für verrückt erklären und die gesamte Theorie aufgrund kleiner Mängel als Hirngespinst abtun."
    Er machte eine kurze Sprechpause und schien sich für ein paar Sekunden in bitteren Erinnerungen zu verlieren. Es war kein Kunststück sich vorzustellen, wie jemand Julians progressive Ideen abschmetterte und dem schrägen Charakter des Neurologen eher Wahnsinn als Genie zutraute. Doch er schüttelte die Gedanken an früher schnell ab und fuhr fort.
    "Was beispielsweise die Verbreitung der Naniten angeht, bin ich mir selbst noch nicht sicher. Vieles spricht meiner Meinung nach dafür, dass die Indoktrination durch eine Kombination aus Reiz-Gegenreiz-Konditionierung auf neuronaler Ebene, EM-Wellen-Anregung der Synapsen und akustischer Stimulation des Kleinhirns erreicht wird. Alles also keine Umbauprozesse des Organismus im eigentlichen Sinn. Ich vermute, dass niemand nur durch Einfluss des ominösen Signals zu einem Husk werden kann - dazu braucht es die Naniten im Blut. Aber die Forschungsergebnisse anderer Cerberuszellen, auf die ich damals Zugriff hatte, ließen darauf schließen, dass das Wirtsbewusstsein so lange manipuliert wird, bis sich der Wirt selbständig Zugang zu den Naniten verschafft oder andere mögliche Wirte absichtlich mit diesen speist. Es wäre etwa denkbar, dass Cpt. Diggle die Naniten in sich trug, die Metamorphose aber zurückgehalten wurde und er stattdessen als stiller Verbreiter diente, indem ihn die Indoktrination zwang, die Naniten in seinem Blut in irgendeiner Weise weiterzugeben. Wie genau kann ich jedoch nicht sagen. Vielleicht ein Blutstropfen in der Wasserversorgung? Eine in die Medbucht geschmuggelte Spritze? Die Möglichkeiten wären endlos. Ein denkender, handelnder Wirt, der direkt von seinem 'Erreger' gesteuert wird, bietet den Vorteil, dass der Erreger selbst keine Aufwendungen zur Verbeitung machen muss. Der Wirt kann hier die kreative Leistung erbringen. Ähnlich muss es sich auch bei Iiyama zugetragen haben - wer weiß, wie lange er die Naniten bereits in sich trug, bevor er hierher kam. Die Quelle ist hier kaum noch nachzuvollziehen. Und denkt man die Sache zu Ende, so wäre es sogar denkbar, dass die Verbreitung nicht einmal heimlich geschehen muss. Sind mehrere Wirte gleichzeitig einem indoktrinierenden Signal ausgesetzt, so werden sie vielleicht sogar zusammenarbeiten und sich gegenseitig zur Injektion mit Naniten verhelfen. Die Gedächtnislücken bei Iiyama und Vandernot lassen sogar die Hypothese zu, dass viele Handlungen im Nachhinein verdrängt werden und die Wirte einer selektiven Amnesie zum Opfer fallen, die diese Handlungen aus ihrem Gedächtnis tilgt.... Kurz gesagt, Nein, ich gehe nicht von einer klassischen Virusverbreitung aus. Eine übliche Quarantäne halte ich nicht für zweckdienlich... Allerdings sollten wir in jedem Fall versuchen herauszufinden, ob wir unwissentlich dem Indoktrinationssignal ausgesetzt sind. Wer weiß, ob eines der Absturzopfer nicht irgendein Gerät in den Stützpunkt geschmuggelt hat. Wir müssten als erste Sicherheitsmaßnahme also eigenständig einen Detektor entwickeln, der die Quantenkommunikatorwellen aufspürt, die wir in unserer Forschungsgruppe ausfindig gemacht haben. Ich wüsste nur nicht, wer genug technisches Verständnis für soetwas hat - mein Wissen beschränkt sich eher auf Halbleiterschaltkreise."
    Nachdenklich rieb sich Julian das Kinn und vertiefte sich unwillkürlich in seinen Problemlösungsmodus, wie er ihn oft selbst nannte, in dem er oft den Fokus auf das Wesentliche verlor und sich voll und ganz auf den nächsten Schritt statt auf das große Ganze fokussierte.
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  3. #23 Reply With Quote
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    Was bisher geschah: Hallo, hier ist ihre Bestellung!

    Die deutlich bequemere Kurzreise zum nächsten Zwischenstopp seiner Reise verlief recht ereignislos, nicht zuletzt weil ihm natürlich ausdrücklich verboten wurde etwas anzufassen. Sei es nun die interessante Technik in seinem Reisegepäck oder gar der Fisch gewesen.
    Nicht, dass er vorgehabt hätte diese seltsam riechenden, glitschigen Wasserechsen anzufassen – es waren Echsen, oder? Immerhin hatten sie Schuppen ...
    Natürlich auch, weil es auf Omega keine Beschwerdekästen gab und Aryk damit dieses Konzept recht unbekannt war. Sofern es sie gab, wurden diese grundsätzlich nur zur Entsorgung von Restmüll genutzt oder als Pissoir – wenn man denn groß genug dafür war um überhaupt dranzukommen.
    Die Frage, was der Kroganer aber mit all diesem "Fisch" wollte, brannte ihm dennoch die ganze Fahrt über auf der Zunge. Dazu zu fragen, kam er dann jedoch nicht mehr wirklich.

    Der Skyvan stoppte.
    Fast schon neugierig hob der Vorcha den Kopf und drehte sich zur sich öffnenden Tür.
    „Da?“
    Ohne auf eine Antwort zu warten erhob er sich langsam und griff nach seinen wenigen Habseligkeiten, die er bei sich trug. Leise schnarrend folgte er dem Kroganer, den Blick dabei stetig gen Himmel gewandt.
    Offensichtlich hatte er noch nie einen Fuß auf die Citadel gesetzt – wie auch, war er dort immerhin noch nicht einmal erwünscht. Sein Maul stand offen, vollkommen gefesselt von all dem Platz und der hellen, fast schon freundlichen Umgebung. Kurz: Das komplette Gegenteil von Omega.

    Doch dann hielt der Techniker inne, kurz nachdem er seinen Blick endlich auf die wesentlicheren Dinge gewandt hatte.
    Ein Bataraianer. Doch wirkte allein seine Präsenz gänzlich anders, als er sie von den Vielaugen auf dem schmutzigen Asteroiden im Gedächtnis hatte.
    „Grüzze Zchef.“
    Eine Quarianerin. Nicht zu vergleichen mit Ane, nicht einmal ansatzweise. Sie hatte eine gewisse Eleganz, eine ... Oh keine Ahnung wie er es hatte umschreiben sollen!
    Sie war ... bezaubernd.
    „Heizz ...“, uhm ... okay. Nein. Moment. Das musste er irgendwie retten.
    „Aryk!“
    Jap. Da hatte er gerade noch so den Bogen bekommen.

    [Bild: Blutlinks.png] Not even a sick game like the [Bild: MU4xeQxjjBlutDaiShi.png] can wreck my smile. [Bild: blutrechts.png]
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  4. #24 Reply With Quote
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    Sam Fraser; Werner Neumann und Jane Esther Cohen

    Nachdem die formelle Begrüßung und Willkommen heißen der neuen abgeschlossen war, wandte sich Captain Mitchell an den Commander.
    ,,Commander, können wir anfangen oder fehlt noch jemand?“
    ,,Wir warten im Moment noch auf Torres und Hall.“, erklärte sie.
    Er brummte irgenetwas unverständliches vor sich hin und ging ein paar Schritte um das Holodisplay herum. ,,Da würde ja einer von reichen, es besteht ja ein kurzer Dienstweg. Und falls Torres nicht rechtzeitig kommt, kann Specialist Cohen ja zuhören und dann bei ihr Meldung machen, nicht wahr?“ Mitchell sah zu Cohen, der das ganze etwas unangenehm zu sein schien. Was er ihr nicht einmal verübeln konnte, immerhin war sie neu an Bord. Dennoch antwortete sie pflichtschuldig mit einem: ,,Sir, jawohl, Sir!“
    Mitchell nickte, entschied sich aber doch auf Torres und Hall zu warten. Diese Zeit nutzte er, um die neuen genauer in Augenschein zu nehmen. Auf den ersten Blick wirkte Jane Esther Cohan auf ihn wie eine knallharte Frau, was auch ihre optische Erscheinung wieder spiegelte, die aber dennoch ihre Pflicht erfüllte. Allerdings war er sich bei ihr auch ziemlich sicher, dass sie nicht zu der Sorte Frau gehörte, die zu allem Ja und Amen sagte und Befehle durchaus hinterfragen würde. Cohen wurde vom Geheimdienst auf die Columbia versetzt und soll hier ein Praktikum machen, über genaue Details ihrer Versetzung wusste er nicht bescheid. Aber das überraschte ihn beim Geheimdienst nicht, die hatten sich noch nie in die Karten schauen lassen.
    Sein Blick wanderte weiter zu Werner Neumann.
    Er war ein Soldat durch und durch, pflichtbewusst von Kopf bis Fuß, was er auch nach außen hin ausstrahlte. Er machte hier ebenfalls ein Praktikum und wurde Macnabs Team zugeteilt.
    Er sah zu Sam Fraser.
    Ebenfalls ein Soldat wie Neumann, doch mit deutlich mehr Erfahrung und im Gegensatz zu den anderen beiden Neuzugängen hatte man ihn und sein Team wegen einer Mission auf die Columbia versetzt. Auch wenn Mitchell darüber keine genauen Einzelheiten hatte und die Admiräle ihm auch nicht sagen konnten, wonach und wo sie genau suchen sollten. Aber dies würde sich mit der Zeit aufklären.
    Alle zusammen genommen aber interessante Neuzugänge.
    Von draußen hörte er bereits Torres und Garcia kichern, während Hall und O`Connor sich unterhielten.

    Kurz darauf öffnete sich die Tür zum Besprechungsraum und Torres und Hall betraten den Raum.
    "Ich musste noch schnell was am Antrieb machen, Sir." entschuldigte Kate die Verspätung und blieb neben Jane stehen.
    ,,Gut, dann fangen wir an.", begann Mitchell in die Runde blickend und stütze sich auf eine der Holokonsolen wie die Kapitäne der Vorzeit auf ihr Steuerrad.
    "Wie sie ja alle mitbekommen haben, haben wir drei neue Crewmitglieder an Bord, die unsere Teams die nächste Zeit verstärken werden. Specialist Jane Esther Cohen, die Torres Team unterstützt. 2nd Lieutenant Werner Neumann, der Captain Lauren Boudicca Macnabs Team verstärkt und Captain Samuel Fraser, Anführer eines Special Forces Teams, der mit seinem Team recht kurzfristig zu uns versetzt wurde. Aber vielleicht möchten sie sich ja selbst noch vorstellen und ein paar Worte zu ihrem hiersein sagen." sprach der Captain weiter und sah zu den drei Neuzugängen.
    "Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, dass auch Operation Lieutenant Torres, Staff Lieutenant Hall, Captain Macnab und Commander Padukone ein paar Fragen an sie haben." Damit übergab Captain Mitchell das Wort den neuen und seinen Offizieren.


    Währenddessen im Cockpit...
    Nachdem Kate und Mick nach dem Kurzbesuch bei ihren Freunden im Besprechungsraum des Captains verschwunden waren, nahmen Chey und Noah O´Connor wieder auf ihren Sitzen im Cockpit Platz und trafen letzte Vorbereitungen für den Start. Auch wenn Chey zuvor bereits alles gecheckt hatte, bestand Noah neckisch auf einen weiteren Check.
    "Wie war dein Kurzurlaub auf der Arcturus Station?" erkundigte sich Noah beiläufig, während er die Systeme der Columbia prüfte.
    "Wie immer, ziemlich gemütlich. Meine Eltern besucht und Freunde getroffen. Und du? Wie ich hörte, warst du in deiner Heimat." hakte die Brünette neugierig nach. "Bis auf ein paar wenige Ausnahmen..." er brach mitten im Satz ab und betrachtete Chey lächelnd von der Seite, ehe er wieder auf die Konsole blinkend weitersprach. ".... fand ich den Landurlaub etwas zu kurz. Meine Eltern, Verwandte und Freunde leben alle in Kalifornien, ich hatte garkeine Zeit alle zu besuchen. Warst du schon mal in Kalifornien?"
    "Bisher noch nicht." antwortete Chey leise und sah zu ihm rüber. "Dann nehme ich dich beim nächsten Landurlaub mit, dass musst du gesehen und erlebt haben." beschloss Noah und Chey warf ihm einen irritierten, aber auch gleichzeitig verlegenen Blick zu. Noah grinste, während er die letzten Punkte der Checkliste abarbeitete.
    Auch die Brünette konzentrierte sich wieder auf die Konsole vor sich, lehnte sich aber schließlich entspannt in ihren Sitz zurück, als sie alles erledigt hatte.
    "Na, irgendwas gefunden, was ich übersehen hab?" fragte die Brünette neckisch und sah grinsend zu ihrem Kollegen rüber. "Nein, wir sind startklar." antwortete er, lehnte sich entspannt in seinen Sitz zurück und lächelte zu ihr rüber.

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    Bei all diesen Fragen, die sich im Anschluss an seine eigenen Ausführungen bei Akina geradezu überschlugen, nickte Julian nur immer wieder verständnisvoll und sachte, kannte er diese Bedenken doch allzu gut aus seinem eigenen Forschungsprozess.
    "Ich habe mir exakt diese Fragen selbst gestellt, Lieutenant, und zu großen Teilen muss ich Sie leider mit Spekulationen vertrösten. Es gibt einen Grund, wieso ich mit meinen Ergebnissen so geheimnistuerisch umgehe. Ich weiß, wie hirnrissig vieles davon klingen mag und umso wichtiger ist es daher, dass ich nicht damit an die Öffentlichkeit trete, bevor ich auch auf die letzte Gegenfrage eine befriedigende Antwort habe. Andernfalls wird man mich nur ein weiteres Mal für verrückt erklären und die gesamte Theorie aufgrund kleiner Mängel als Hirngespinst abtun."
    Er machte eine kurze Sprechpause und schien sich für ein paar Sekunden in bitteren Erinnerungen zu verlieren. Es war kein Kunststück sich vorzustellen, wie jemand Julians progressive Ideen abschmetterte und dem schrägen Charakter des Neurologen eher Wahnsinn als Genie zutraute. Doch er schüttelte die Gedanken an früher schnell ab und fuhr fort.
    "Was beispielsweise die Verbreitung der Naniten angeht, bin ich mir selbst noch nicht sicher. Vieles spricht meiner Meinung nach dafür, dass die Indoktrination durch eine Kombination aus Reiz-Gegenreiz-Konditionierung auf neuronaler Ebene, EM-Wellen-Anregung der Synapsen und akustischer Stimulation des Kleinhirns erreicht wird. Alles also keine Umbauprozesse des Organismus im eigentlichen Sinn. Ich vermute, dass niemand nur durch Einfluss des ominösen Signals zu einem Husk werden kann - dazu braucht es die Naniten im Blut. Aber die Forschungsergebnisse anderer Cerberuszellen, auf die ich damals Zugriff hatte, ließen darauf schließen, dass das Wirtsbewusstsein so lange manipuliert wird, bis sich der Wirt selbständig Zugang zu den Naniten verschafft oder andere mögliche Wirte absichtlich mit diesen speist. Es wäre etwa denkbar, dass Cpt. Diggle die Naniten in sich trug, die Metamorphose aber zurückgehalten wurde und er stattdessen als stiller Verbreiter diente, indem ihn die Indoktrination zwang, die Naniten in seinem Blut in irgendeiner Weise weiterzugeben. Wie genau kann ich jedoch nicht sagen. Vielleicht ein Blutstropfen in der Wasserversorgung? Eine in die Medbucht geschmuggelte Spritze? Die Möglichkeiten wären endlos. Ein denkender, handelnder Wirt, der direkt von seinem 'Erreger' gesteuert wird, bietet den Vorteil, dass der Erreger selbst keine Aufwendungen zur Verbeitung machen muss. Der Wirt kann hier die kreative Leistung erbringen. Ähnlich muss es sich auch bei Iiyama zugetragen haben - wer weiß, wie lange er die Naniten bereits in sich trug, bevor er hierher kam. Die Quelle ist hier kaum noch nachzuvollziehen. Und denkt man die Sache zu Ende, so wäre es sogar denkbar, dass die Verbreitung nicht einmal heimlich geschehen muss. Sind mehrere Wirte gleichzeitig einem indoktrinierenden Signal ausgesetzt, so werden sie vielleicht sogar zusammenarbeiten und sich gegenseitig zur Injektion mit Naniten verhelfen. Die Gedächtnislücken bei Iiyama und Vandernot lassen sogar die Hypothese zu, dass viele Handlungen im Nachhinein verdrängt werden und die Wirte einer selektiven Amnesie zum Opfer fallen, die diese Handlungen aus ihrem Gedächtnis tilgt.... Kurz gesagt, Nein, ich gehe nicht von einer klassischen Virusverbreitung aus. Eine übliche Quarantäne halte ich nicht für zweckdienlich... Allerdings sollten wir in jedem Fall versuchen herauszufinden, ob wir unwissentlich dem Indoktrinationssignal ausgesetzt sind. Wer weiß, ob eines der Absturzopfer nicht irgendein Gerät in den Stützpunkt geschmuggelt hat. Wir müssten als erste Sicherheitsmaßnahme also eigenständig einen Detektor entwickeln, der die Quantenkommunikatorwellen aufspürt, die wir in unserer Forschungsgruppe ausfindig gemacht haben. Ich wüsste nur nicht, wer genug technisches Verständnis für soetwas hat - mein Wissen beschränkt sich eher auf Halbleiterschaltkreise."
    Nachdenklich rieb sich Julian das Kinn und vertiefte sich unwillkürlich in seinen Problemlösungsmodus, wie er ihn oft selbst nannte, in dem er oft den Fokus auf das Wesentliche verlor und sich voll und ganz auf den nächsten Schritt statt auf das große Ganze fokussierte.


    Quantenkommunikatorwellen? War das überhaupt ein richtiges Wort. Akina war sich da ehrlich gesagt nicht mehr so sicher. Der Brite ging nun vollständig in seiner Forschung auf und damit in Bereiche die den Wissenshorizont der Japanerin bei weitem überschritten. Was sie verstand klang jedoch nicht unbedingt beruhigend. Gegen klassische Erreger hatte die Menschheit im Laufe der Jahrhunderte die Abwehrmaßnahmen hinreichend entwickelt um diese erfolgreich einzudämmen. Hier ging es jedoch um Wellen, welche keine Nährstoffe oder ähnliches brauchten. Was die gesteuerte Kontamination anging, nun diese konnte man immerhin durch Überwachung verhindern. Auch biologisch erkrankte trugen schließlich häufig Erreger weiter ohne es zu wissen. Nur das sie es in diesem Fall mit einer Art HIV-Kranken zu tun hatten, welcher von außen gezwungen wurde mit seinem Blut Schindluder zu betreiben. Ein verrückter Gedankengang, auch wenn man ihn mehrmals durchdachte. Was die zufällige Kontamination von Iiyama anging war Akina noch ein wenig skeptisch, beschloß sich aber später nochmal dessen Aussage anzuhören und den Fall erneut zu betrachten. Jetzt ging es erstmal um Diggles. Und Vanderbilt, denn diese war noch am Leben und am Standort.
    "Nun ich denke das sie hier wohl auch niemanden finden werden. Das hier ist eine medizinische Einrichtung, keine Cerberus-Forschungsgruppe über die Geth.", merkte Akina höflich an. Irgendwie kam bei ihr ein wenig der Gedanke auf, dass Ward dieser Unterschied nicht vollständig bewusst war.
    "Insofern sollte unser Augenmerk auch vornehmlich auf dem Schutz der Patienten liegen und damit auch auf Miss Vanderbilt. Diese ist immerhin noch durch den Absturz traumatisiert und weiß nicht das sie eventuell infiziert ist. Wobei wir das ja auch ohne ihren Detektor nicht mit Gewissheit sagen können.", wies sie den Briten freundlich darauf hin. Nachdenklich legte sich ihre Stirn in Falten.
    "Wenn sie annehmen, das diese Naniten schon in ihrem Körper sind, ließen sie sich dann nicht in ihrem Blut finden? Selbst hochentwickelte Erreger wie diese werden nicht kleiner als Atome sein und somit mit einem Rasterlektronenmikroskop zu identifizieren. Zumal es eindeutig nicht originäre Fremdkörper sind. Und wegen den Wellen, ließen sich diese nicht auf technischem Weg abschirmen. Durch ihre Traumatisierung würde ich Miss Vanderbilt ungerne komplett isolieren, aber es wäre wohl von Vorteil eine potenzielle Wellenbelastung zu vermindern.", erkundigte sich die Japanerin neugierig. Was hatte Iiyama nochmal gesagt? An bestimmten Orten der Station waren die Stimmen leiser gewesen als an anderen.


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    Dalan Qin

    "Es ist schwer zu beschreiben." antwortete Dalan. "Irgendwie ist es schwerer und leichter zugleich....ich habe ihn bislang kaum gekannt, daher hat es mich wohl im ersten Moment weniger hart getroffen.....gleichzeitig frage ich mich natürlich, ob es nicht anders gewesen wäre....wäre ich bei ihm aufgewachsen. Man fragt sich einfach, was für uns beide hätte anders laufen können....."
    Doch es brachte nichts sich den Kopf darüber zu zerbrechen. "Allein? Nein, allein war sie kaum einen Tag." antwortete Dalan bitter, betonte es bewusst so dass man es kaum missverstehen konnte. "Aber jemanden der ihr geholfen hat, nein, das hatte sie nicht. Als sie krank wurde musste ich dann für uns beide sorgen.....und am Ende ist sie trotzdem gestorben."

    Der Kleine kam zurück und lenkte die Aufmerksamkeit der beiden wieder auf erfreulichere Dinge. "Pass nur auf mit den Pyjaks. So niedlich sie auch sind, das sind kleine, diebische Teufelsbraten." sagte er ihm lachend.
    "Nein. Aber du zeigst sie mir sicherlich, oder?" Sie kamen ihm hinterher. "Huh."
    Jetzt sah er sie auch. Und sie waren durchaus ein wunderschöner Anblick. Zu dutzenden schwirrten sie durcheinander, wie eine Wand aus Farben. "Wer hätte gedacht was das Universen für Wunder bereithält."
    Fasziniert lehnte er sich zurück und betrachtete sie. Für einen Moment schienen alle seine Sorgen und dunklen Gedankengänge wie weggeblasen.



    Niall O'Grady

    Er war schockiert, was keinerlei Überraschung war. Auch wenn er nicht dabei gewesen war, die Details seines scheinbaren Ablebens hatten die Öffentlichkeit ebenso erreicht wie das von Thomen. Nur dass Niall nicht tot war. Jedenfalls.....nicht vollständig. Denn ein Teil von ihm war definitiv hier unten gestorben. Der idealistische, naive Teil. Sein Gesicht war nun passenderweise ein gutes Sinnbild seines Inneren.

    Hudson ergriff die Hand nicht. Offensichtlich war er zu sehr verstört von dem Anblick seines Gegenübers, ebenso wie von der Tatsache, dass er überhaupt hier vor ihm stand. Ihn nach hier unten gelockt hatte, wofür auch immer, denn das hatte der junge Ire ihm noch nicht enthüllt.
    Langsam zog Niall sie wieder zurück. "Was ich vorhabe?" Er fuhr sein Omni-Tool tippend hoch. "Ich zeige Ihnen, was wirklich auf dieser Station läuft."
    Ein Bild wurde projiziert. "Kommt Ihnen der Kerl bekannt vor?" Natürlich tat er das. Immerhin war auch er bei der Erstürmung von Gavros' Basis dabei gewesen. "Sein Name ist Nathan Gilles." Was für eine Ironie, dass sie beide den selben Namen trugen. "Hören Sie sich das hier an." Mit einem Klicken begann die Tonaufnahme.
    "Negativ. Habe Ilias nicht erwischt. Nein, es war ein falscher Abschuss! Sie ist mir dort unten entkommen.....es was irgendeine andere C-Sec Agentin die grob auf ihre Beschreibung gepasst hat......was weiß ich,niemand wichtiges.......nein, keine Sorge, ich werde sie beim nächsten Mal erwischen."
    Er wartete ehe die Worte ihre Wirkung getan hatten, dann fuhr er fort. "Dieser Mann......dieses dreckige, mörderische, opportunistische Wiesel....hat nicht bloß ihre Freundin auf dem Gewissen.....danach hat er mit Braelyn Gavros gemeinsame Sache gemacht.....dann, als er merkte dass die Sache nicht gut für sie enden würde hat er sie verkauft.....und wollen Sie wissen, wie die Sache für ihn geendet hat?"
    Die zweite Aufnahme wurde abgespielt. Dieses Mal gab der junge Ex-Cop dem Älteren noch ein wenig mehr Zeit dafür, das was er gehört hatte zu verarbeiten.
    "Das ist wofür wir all die Jahre gearbeitet haben. Wofür wir Blut, Schweiß und Tränen vergossen haben." hauchte er dann leise mit rauchiger Stimme. "Ein Sumpf von moralischer Korruption, egal wohin man tritt. Wollen Sie weiterhin für dieses System eintreten? Oder sollen Monster wie er nicht bekommen, was sie verdienen? Was sagen Sie, Mister Hudson?"


    Hudsons Seele schnitt sich an der scharfkantigen Wahrheit während er das hörte, was Niall, der Geist, ihm vorspielte. Nathan Gilles, Anastasias Mörder, war ihm nicht nur in den Tunneln begegnet, wo er ihr Leben beendet und seins aus der Bahn geworfen hatte. Er war ihm auch bei dem Angriff auf Gavros‘ letzte Bastion begegnet. Nate war sich sicher, dass er mit dem Tod oder der Gefangennahme dieser Geißel der Citadel das Gleichgewicht der Gerechtigkeit wiederhergestellt hätte. Er hatte sich geirrt. Damit erklärte er sich nun aber das Gefühl der Leere, das nach Gavros‘ Verhaftung geblieben war. Nates Gesicht fühlte sich an als habe er es eine lange Zeit heftiger Kälte ausgesetzt – eine Mischung aus Taubheit und tiefem Schmerz. „Ich… ich bin sprachlos“, sagte Hudson mit tonloser Stimme. Sein gepeinigter Geist war nicht in der Lage Nialls suggestive Fragen zu durchdringen. Für ihn gab es nur noch eine Sache, die seine von Alkoholnebel umwaberten Sinne fokussierten: Nathan Gilles. Nate wischte sich durch das Gesicht, spürte Feuchtigkeit im Handinnern – Tränen. „Gilles muss bezahlen“, beschloss er. Niall war sein stummer Zeuge. Gilles würde bezahlen.
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    Auch Dalan lächelte schwach. "Danke. Danke für deine Worte...."
    Es war wirklich beinahe schon unheimlich wie gut es tun konnte, einfach nur mal darüber zu reden. Das hatte ihm wohl in den letzten 2 Jahren am meisten gefehlt. Die meisten Bekanntschaften waren selten mehr als oberflächlich geblieben. Wohl auch, weil er Angst davor gehabt hatte, seine Bürden zu teilen. Man musste Stärke zeigen um Schwäche zuzugeben, so paradox das auch klang.

    "Ohja." lachte Dalan. "Mir hat einmal so ein Ding meinen Rucksack mit allen Vorräten darin geklaut.....immerhin den Rucksack hat er mir zurückgelassen, nachdem er alles verputzt hatte."
    Das war auf irgendeinem Dschungel-Planeten gewesen. Er hatte den Namen bereits wieder vergessen.
    Er blickte über die Schulter zu Peyton. "Vielleicht." antwortete er halb-lächelnd und nickte ihr zu.
    Die Zeit verging wie im Flug. Das künstliche Nacht simulierte bereits einen Sonnenuntergang. "Na, war das für dich genau so schön wie für mich?" fragte er den Jungen und merkte nebenbei, dass ihm der Magen knurrte.



    Peyton hatte gar nicht bemerkt wie schnell die Zeit vergangen war. Dalans Gesellschaft war angenehm gewesen und die Verbindung die er ohne weiteres zu Airell aufgebaut hatte, durchaus bemerkenswert. Dennoch glitt Peytons Blick alarmierend zu ihrem Universalwerkzeug als die künstliche Nacht einen Sonnenuntergang simulierte. "Oh je, wir müssen dich ja schon zurück bringen! Ihr bekommt gleich Abendessen!", bemerkte die junge Brünette überrascht, die eine kurze Nachricht an die leitende Betreuerin schrieb. Nicht, dass sie sich noch Sorgen machen würde.
    Danach wandte sich Peyton wieder in Richtung der beiden Turianer. "Auf jeden Fall! Das war soooo cool!", grinste der 7jährige und sprang völlig aufgekratzt um Dalan herum. In dieser Nacht würde Airell - wenn die Aufregung verflogen war - wohl mehr als gut schlafen können. Sanft schob sie den Jungen vor sich her, durch den Ausgang der botanischen Gärten. Die Mitarbeiter wünschten ihnen noch einen schönen Abend, Airell winkte ihnen vorwitzig zu. "Und, wie sieht es mit der Zerstreuung aus - schon genug?", fragte Peyton - beinahe nebensächlich - an Dalan gewandt.
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    Marco Lagos

    "Danke!"
    Die schmerzhemmende Wirkung des Medi-Gel's wirkte sofort und Marco konnte seine Schulter wieder bewegen.
    "Also gut." Marco ließ den Bogen diesmal liegen. Es waren einfach zu viele Gegner auf einmal um ungehindert damit schießen zu können. Stattdessen schaltete er sein Omni-Tool in den Kampfmodus.Er lugte hinter der Deckung hervor und schoss blitzschnell 5 Salven von Verbrennungs-Tech in die Gegnermasse. Für einen Moment musste es abkühlen, dann setzte er 3 Schock-Salven hinterher. 2 Gegner wurden von den elektrisierenden Wellen getroffen. Unfähig sich zu bewegen wurden sie sofort von Crusher niedergemäht.
    "Hey, ist alles ok?" rief Marco Lucia zu, als er sich wieder in Deckung bücken musste und rüttelte an ihr. "Komm, wir brauchen hier jede Hilfe die wir kriegen können! Du schaffst das, hörst du?"


    Industriegebiet-Truppe / Omega

    Crusher bekam den Funkspruch von Randalla -das sie Hiller erwischt haben- eher beiläufig mit und da er mitten im Gefecht war, konnte er auch nicht antworten. Was ansich auch nicht nötig war, denn die Kroganerin wusste genau, was zu tun war.

    Jetzt galt es hier mal erst unbeschadet heraus zu kommen. Marco schien es nach der Medigel Injektion wieder deutlich besser zu gehen. Dieser legte seinen Bogen zur Seite, aktivierte sein Omni Tool und verpasste gleich zwei Gegnern mit technischen Attacken ihren Schock fürs Leben. Erst wurden diese zwei mit elektrischen Wellen kampfunfähig gemacht und anschließend vom Kroganer niedergemetzelt.
    Dann waren es noch drei Leibwächter und Jones.
    Stephen lugte hinter einer Deckung hervor und sah wie Jones wild mit den Armen herum fuchtelte, um seine übrig gebliebenen Leute zu instruieren, doch irgendwie schienen die anderweitig beschäftigt zu sein, denn der Kroganer pirschte sich heran.
    Marco versuchte Lucia zu motivieren, ihnen zu helfen, doch diese rührte keinen Finger.
    Stephen schlich sich um die Fracht herum und nahm mit Crusher zusammen die drei Leibwächter in die Zange. Gleichzeitig sah er im Augenwinkel, wie sich vom hinteren Teil der Lagerhalle eine weitere Gruppe näherte. Crusher leitete den Angriff ein, während Marco ihn mit technischen Attacken unterstützte.

    Im selben Augenblick wurde einer der drei mit einer biotischen Attacke angehoben und gegen die nächstgelegene Wand geschleudert, während Maro und Shan die anderen mit gezielten Schüssen erledigten. Liz hielt Jones eine Waffe an den Kopf, doch bevor dieser sich ergab, schickte er noch eine Nachricht los. Mira kam noch dazu und zwang Jones mit ihrer Biotik in die Knie.
    “Wir haben Jones. teilte der Kroganer Randalla via Funk mit, während alle nun Jones umstellten.


    ~•~•~

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    Beyo Vhan

    "Was soll das heißen, heute schon?" Verschwitzt und gehetzt begann der Turianer sich umzuziehen. "Wir haben es selbst vor einigen Stunden erst erfahren." hörte er Kyron's Mutter am anderen Ende der Leitung.
    "Die Verwaltung hat bei der Terminvergabe einen Fehler gemacht." "Dämliche Bürokratie!" knurrte der rote Turianer, während er sich nebenbei unbeholfen das Oberteil überstreifte. "Und jetzt müssen wir es diesen Nachmittag tun....morgen haben sie keine Möglichkeiten mehr....."
    Beyo seufzte. "In Ordnung, gut, ich komme in jedem Fall......dann muss ich meine anderen Termine eben verschieben, das hat Vorrang....es tut mir so Leid Miss Ursox.....ich bin bald da."
    Er legte auf und setzte sich dann, endlich fertig umgezogen, in Bewegung. "Bis die Tage Doc!"
    Während er noch die Treppe runter ging, nahm er bereits Sprachnachrichten für Lani und seinen Sohn auf, dass ihr Vorhaben heute etwas durcheinander geworfen wurde. Um nichts im Universum konnte er das hier verpassen. Kyron's Eltern hatten ihn darum gebeten, die Trauerrede zu halten. Diese musste er jetzt noch schnell fertig bekommen.
    "Planänderung Jungs." rief er Jodacus und Tiberian gehetzt zu. "Was heißt das?" "Die Trauerfeier wurde auf heute verschoben......in 3 Stunden müssen wir vor Ort sein." "In Ordnung." Flankiert von den beiden grimmigen Turianern begab er sich in Richtung seines Skycars.


    Im Extra-Net fand die Asari eine kurze Nachricht zu Kyron‘s Beerdigung. Sehr sehr kurz.... Ist das alles? Kyron hat echt besseres verdient... schoss es der Asari durch den Kopf. Aber vielleicht hatte Kyron‘s Mutter nur diesen kurzfristigen Termin bekommen, immerhin war die Beerdigung bereits in 3 Stunden und deshalb auch nur diese kurze Info im Net. Doch wenn Beyo wirklich so ein guter Freund von ihm war, würde er auch zur Beerdigung kommen.
    Sie suchte im Schrank ein paar schwarze Kleidungsstücke und machte sich anschließend auf den Weg....

    ~•~ Lavoriamo al buio per servire la luce... siamo assassini ~•~
    ~AC-Forum ~•~ AC-RPG ~•~ ME-RPG ~•~ Skyrim-RPG ~
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    Der Salarianer dankte der Gottheit dieses Planeten – oder was auch immer diese Mülldeponie erschaffen hat, die sich Stadt nennt – dass sie kaum jemanden trafen, der in dieser Gegend seine Heimat sah. Weder in der Gasse noch auf der Straße fanden sie wirklich viele Zivilisten. In der Höhe konnte man die Skycars vorbeiflitzen sehen – weniger seit der Explosion – und in den Fenstern konnte man Lichter sehen – vermutlich verlässt man hier nur ungern das eigene Haus, dachte sich Neth, während sie einem Signal folgten. An der Hauptstraße waren Skycars geparkt und hier und da sah man auch Passanten – aber entweder interessierten sie sich nicht für diese kleine Gruppe oder sie gingen genauso schnell wieder weg, wie sie aufgetaucht waren. Neth bemerkte aber, dass die meisten von ihnen Waffen trugen – ein kleines Omega, wie schön, dachte er sich mit sarkastischem Unterton.
    Die Straße führte sie direkt zu einem Turm oder Hochhaus, wie man es auch nennen wollte – es überragte jedenfalls die meisten Gebäude. Neth musste seinen Hals ziemlich weit nach oben recken um die Spitze zu sehen: eine Satellitenschüssel, die Quelle des Signals.
    "Orange, ich krieg ein starkes Signal rein. Könnte dies ein Turm sein, von dem du vorhin gesprochen hast?", erkundigte sich Nairobi, deren Nase noch immer in ihrem Omni-Tool vergraben war.
    Uh-hu.“, bestätigte der Salarianer immer noch hochschauend, wodurch auch die Asari einen Blick hoch riskierte. Nun sah sie auch die Satellitenschüssel.

    Neth las die Worte laut vor, die über dem Eingang des Gebäudes angebracht worden sind: „Gemeindeszentrum von Adrasteia... Hmmm…ob die was dagegen haben, wenn wir uns ihrer Satellitenschüssel bedienen?
    Gemeinsam gingen sie vorwärts und passierten dabei unmerklich eine gelbe Linie, die auf dem Boden gemalt worden war. Plötzlich konnten sie Geräte hören, deren Energie hochfuhr und nur wenige Meter von ihnen entfernt sprang ein automatisches Geschütz aus den Boden heraus, schnell sein Ziel findend: sie. Es verfolgte jeder ihrer Bewegungen und könnte jederzeit losschießen.
    Als alle dachten, ihr letztes Stündlein sei geschlagen, erschien plötzlich ein riesiges Hologramm eines Menschen gleich neben dem Geschütz, der mindestens drei Mal so groß sein musste, wie seine Spezies normalerweise war. Er war fein gekleidet, auch wenn bisschen archaisch, hatte eine brennende Zigarre im Mund und einen komischen Hut auf dem Kopf.
    Das Hologramm fing an auf die drei zu schauen und zog seine Zigarre aus dem Mund. „Bürger von Adrasteia, sie betreten hier das Gemeindezentrum der Stadt.“, seine Stimme klang rau, „Waffen sind hier nicht gestattet. Drogen sind hier nicht gestattet. Wenn ihr Ärger machen wollt, seid IHR hier nicht gestattet. Tretet ein, aber seid gewarnt: hier wird scharf auf Unruhestifter geschossen.“,
    Nach diesen Worten verschwand das Hologramm bzw. die Aufnahme nicht, sondern blieb weiterhin an Ort und Stelle. Sie legte sich die Zigarre wieder in den Mund, hängte die Daumen in die Taschen ihrer Hose – an dessen Gürtel ein Holster mitsamt Waffe zu finden war – und blickte sie weiterhin misstrauisch an.
    Die drei und Luna waren stehengeblieben und warteten ab, fragten sich ob noch irgendetwas kommen würde.
    Es kam nichts.
    Immerhin sind wir dort vor Bewaffneten sicher.“, kommentierte Neth das Positive und sie gingen hinein – verfolgt vom Blick des Hologramms und den Waffenläufen des Geschützes.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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    Eine Begegnung des Schicksal

    Dras beschien sich das Alien, das aus dem Skyvan trat. Er sah wie eine exakte Kopie eines jeden Vorcha aus. Der Batarianer hatte sich zwar an ihren Anblick auf Omega gewöhnt gehabt, aber niemals irgendwelche Unterschiede bemerkt. Wenn dieser hier – Aryk, oder?, versuchte sich Dras zu erinnern – wirklich so besonders war, wie er gehört hatte, würde er es herausfinden müssen.
    Der Vorcha blickte sich um und der Batarianer konnte den Ansatz von Freude auf seinem Gesicht erkennen – wirklich nur den Ansatz, die Mienen von Vorcha zu lesen war ein hartes Stück Arbeit und Dras hatte sich niemals wirklich Mühe gegeben. Er trat nun zu ihm und Yenni, die bereits ihre Arme verschränkt hatte und unmerklich ihren Kopf schüttelte. „Grüzze Zchef.“, erklärte der kleine Mutant, zu Dras schauend, bevor er einen Blick auf die Quarianerin warf, und hinzufügte, „Heizz ...“
    Dras machte große Augen und schaute rüber zur Quarianerin – sie wirkte angeekelt, von ihrer Gestik ausgehend. Der Batarianer blickte wieder rüber zu Aryk, der ihm unbekannte Bewegungen der Mimik von sich gab, bevor er ganz stolz erklärte: „Aryk!“

    Ein Grinsen erschien, nur um einen Moment später von einem Lachen ersetzt zu werden. Er lachte laut, lange und recht auffällig. „Was ist so witzig?“, fragte die Quarianerin, die immer noch bisschen entrüstet wirkte, während er sich langsam beruhigte. Der Vorcha blickte ihn auch an und Dras vermutete, dass auch er sich das fragte – aber mehr als eine Vermutung war es nicht.
    Nichts, nichts…“, erklärte Dras immer noch bisschen kichernd, bevor er sich an Aitne Nar wandte, der ebenfalls zu ihm getreten war, „Das ist unser Mann?
    Soweit ich das…chrr…feststellen konnte, ja.“, erklärte der Volus.
    Dras blickte wieder rüber zum Vorcha. „Gut, gut…“, murmelte er zufrieden, bevor er sich wieder an Aitne wandte, „Ich hab dir ein paar Nachrichten geschickt – du weißt was du jetzt zu tun hast.
    „Natürlich.“, erklärte der Volus und gemeinsam mit seinem kroganischen Leibwächter verschwand er wieder im Van, kurz bevor dieser abhob und davonflog.
    Dras war inzwischen an den Vorcha herangetreten. „So, mein Name ist Dras Erash.“, stellte er sich formal vor, „Deiner ist Aryk, nicht? Willkommen im Team.“, und er reichte dem Vorcha seine Hand.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
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    Chey / Captain Mitchell

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    Werner

    Sam lehnte sich behutsam gegen eine Konsole. Er hatte zwar keine echten Bedenken, unabsichtlich etwas auszulösen, wollte aber auch nicht unhöflich oder gar undiszipliniert wirken – unabhängig von seiner Kleidung. Für ihn war dieses Schiff ein Transportmittel, die Crew interessierte ihn nur peripher. In fast zwei Jahrzenten Soldatentum hatte er so viele Militärs kennengelernt, dass ihm Crewvorstellungen wie ein sich wiederholendes Ritual anfühlte. Leuchtende Augen oder solche voller Trotz, die gut gekleidete Offiziere anschauten als wären sie Halbgötter, motivierende Ansprachen der Sorte „Willkommen“ und „Ihr Platz ist hier“ und die Verteilung von Aufgaben, in die sich jeder Soldat nach dessen Möglichkeiten und Vaterlandsliebe einbrachte. Hier kam die Prozession für das nächste Ritual. Salutieren, Blicke schweifen lassen und dann auf den Mann heften, der das meiste Lametta trug. Sam war klar, dass er übersehen wurde, zeichnete ihn doch gar nichts als Crewmitglied geschweige denn als Offizier aus. Er wiederum beobachtete die Neuankömmlinge genau. Eine rothaarige Frau, die nach Sams derzeitigem Wissensstand Captain der Marines an Bord war und auf den Namen Macnab hörte. Ein guter, schottischer Name, wie Fraser anerkennen musste. Captain Macnabs Aussehen mit der blassen, fast durchscheinenden Haut, den fuchsroten Haaren und unbändigem Stolz in den Augen passten zum Ursprung ihres Namens. Im Gepäck hatte sie die offensichtlichen Neuankömmlinge – eine Technikerin und einen Marine.

    Der Kerl war so groß, dass Sam sich auf die Zehenspitzen stellen müsste, um ihm in die Augen sehen zu können. Seine Uniform war makellos, ebenso die Nassrasur seines Gesichts. Er hätte einen idealen Streber abgeben können, einer von denen, die auf Karriere aus waren und einem Schlachtfeld nie näher als ein System kommen würden. Das polierte Abzeichen auf seine Brust aber konterkarierte diese Annahme. Die auf Häuserkampf spezialisierten Truppen erlebten neben den Enterkommandos bei Weitem am stärksten, was es hieß, wenn die Kacke am Dampfen war. Sam dachte daran, dass keiner seiner Männer, ebenso wenig wie er selbst, jemals irgendwelche Abzeichen oder Orden an den Uniformen trugen. Sie wussten, dass sie gut waren. Es bestand keine Notwendigkeit, das zur Schau zu stellen. Der Specialist hingegen wirkte weit weniger offensichtlich militärisch, abgesehen von der Uniformierung. Eigentlich wirkte sie fast fehl an Platz. Und gerade das machte sie vielleicht zum wertvollen Crewmitglied.

    Es folgte uralte Ritual von Salutieren und nachfolgender Erlaubnis bequem zu stehen. Das kurze Hin und Her aus Maßregelung und Gehorsamkeit endete – Zeit für den Grund ihres Hierseins. „Gut, dann fangen wir an“, sagte Captain Mitchell, nachdem zu seiner augenscheinlichen Zufriedenheit noch zwei weitere, in Sams Augen unwichtige, Charaktere den Raum betreten hatten. Die beiden Neuzugänge hießen Cohen – für das Technikerteam – und Werner Neumann, dessen klischeehaft deutsches Aussehen von einem klischeehaft deutschen Namen unterstrichen wurde für die Marines. Sam nickte knapp, als sein Name genannt wurde. „Aber vielleicht möchten Sie sich ja selbst noch vorstellen und ein paar Worte zu Ihrem Hiersein sagen“, schloss der Captain. Auch die anderen Offiziere sollten die Chance bekommen, Fragen zu stellen. Fraser sah zu Commander Padukone aber die Inderin machte keine Anstalten bei ihm oder einem der anderen nachzuhaken. Der Captain beschloss sich zu äußern, ehe zu viele ungefragte Fragen aufkamen und trat vor. Das leuchtende Holo-Abbild der Columbia warf eine blaues Licht auf sein Gesicht. „Captain Fraser, ich leite ein Vier-Mann-Team mit dem Auftrag einen Gegenstand aus dem Hades-Nexus Cluster zu bergen. Ich bin von der Admiralität befugt Verstärkung aus der Crew dieses Schiffes zu rekrutieren, sollte es für den Auftrag von Nöten sein.“ „Rechnen Sie mit Schwierigkeiten?“, fragte plötzlich Commander Padukone. Ihre Stimme war fest und geradeheraus. Den Akzent ihrer Herkunft konnte sie aber nicht verbergen und wollte es wohl auch nicht. „Wir sind von den Special Forces, wir rechnen immer mit Schwierigkeiten, Ma’am“, antwortete er vielleicht etwas heftiger als beabsichtigt. Der Commander nickte knapp. Ihre schwarzen Haare waren zu einem Dutt, so fest wie ihre Stimme, gebunden. Sie wirkten wie ein schwarzer Helm.

    Sam legte die Hände hinter dem Rücken zusammen, seine Muskeln spannten sich zuckend unter der bemalten Haut. Er sah zu Werner und stellte fest, dass dieser so grade stand wie ein Mann vor dem Erschießungskommando, jedoch aufmerksam zuhörte. Cohen wirkte nachdenklich. „Der Primärauftrag dieses Schiffes ist die Patrouille an der Grenze zum Terminus-System. Ich nehme an, dass Sie wegen meiner Angelegenheit keine großen Einschränkungen haben werden“, erklärte Sam. Die Geth waren das eigentliche Anliegen der Columbia. Nach ihrem missglückten Angriff auf die Citadel und die Völkergemeinschaft organischen Lebens hatten sich die Geth in die Dunkelheit und die Rolle einer Nemesis zurückgezogen. Ihre Vernichtung oder zumindest Vertreibung aus der Attika-Traverse war Ziel und Bestrebung der gesamten Ratsvölker. Bei Sams Mission hingegen handelte es sich offenkundig um ein Partikularinteresse der Allianz. „Fragen?
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    Hudsons Seele schnitt sich an der scharfkantigen Wahrheit während er das hörte, was Niall, der Geist, ihm vorspielte. Nathan Gilles, Anastasias Mörder, war ihm nicht nur in den Tunneln begegnet, wo er ihr Leben beendet und seins aus der Bahn geworfen hatte. Er war ihm auch bei dem Angriff auf Gavros‘ letzte Bastion begegnet. Nate war sich sicher, dass er mit dem Tod oder der Gefangennahme dieser Geißel der Citadel das Gleichgewicht der Gerechtigkeit wiederhergestellt hätte. Er hatte sich geirrt. Damit erklärte er sich nun aber das Gefühl der Leere, das nach Gavros‘ Verhaftung geblieben war. Nates Gesicht fühlte sich an als habe er es eine lange Zeit heftiger Kälte ausgesetzt – eine Mischung aus Taubheit und tiefem Schmerz. „Ich… ich bin sprachlos“, sagte Hudson mit tonloser Stimme. Sein gepeinigter Geist war nicht in der Lage Nialls suggestive Fragen zu durchdringen. Für ihn gab es nur noch eine Sache, die seine von Alkoholnebel umwaberten Sinne fokussierten: Nathan Gilles. Nate wischte sich durch das Gesicht, spürte Feuchtigkeit im Handinnern – Tränen. „Gilles muss bezahlen“, beschloss er. Niall war sein stummer Zeuge. Gilles würde bezahlen.


    Niall O'Grady

    Niall ließ ihm Zeit. Alle Zeit die der Ältere gerade benötigte, um mit dieser Wahrheit fertigzuwerden. Auch für ihn war es schwer gewesen. Vor wenigen Tagen erst, kurz nach der Explosion. Schlimmer als die physischen Schmerzen waren die inneren gewesen. Die Gewissheit darüber was nötig war um diese Station von dieser Plage zu befreien, welche sie vergiftet hatte.
    "Nichts was ich sage wird Ihren Schmerz jetzt wahrscheinlich lindern können." begann er schließlich, nachdem nicht nur ein paar Minuten vergangen waren. "Aber ich gebe Ihnen recht. Kommen Sie, ich möchte Ihnen etwas zeigen."
    Er winkte Hudson zu, ihm zu folgen und begann dann die Tunnel hinter ihnen auszuleuchten. Immer noch hatte er dieses mulmige Gefühl. Diese engen Wände, das leise Rumoren der Station, die wandelnden Schatten der Keeper, die man hin und wieder über ihnen auf den Wartungsgängen sah, das rot-schummrige Licht.....aber es war nun mal der kürzeste Weg. Und in die Tips bewegte man sich besser so unauffällig wie möglich.
    ---
    Mit leicht angestrengtem Ächzen schob Niall die schwere Metalltür auf und gebot Hudson vor ihm die Treppen hinunterzusteigen, ehe er sie hinter ihnen beiden schloss. Es dauerte ein paar Momente ehe der Lichtschalter funktionierte, das Licht anging und den Blick auf den verlassenen Kellerraum freigab, in welcher der junge Ex-Cop nun schon seit einigen Nächten versteckt wohnte.
    "Es ist nicht viel." sagte er, während er mit einer Hand die Matratze auf der eisernen Pritsche runterdrückte und diese dabei ein knarzendes, quietschendes Geräusch von sich gab.
    "Aber es ist zweckdienlich." Er nahm eine Flasche des irischen Booze's von dem kleinen Tisch und warf sie Hudson zu. Derweil verabreichte er sich einen weiteren Painkiller und öffnete dann selbst eine. "Mögliche Points of Contact - Eintrag 1 abhaken." "Bestätige." ertönte die VI-Stimme, und sein Omni-Tool synchronisierte sich blinkend mit dem Notepad.
    "Schauen Sie."
    Er nahm ihn mit zu der kleinen Kammer am hinteren Rand des Raumes, wo die Tür fehlte. Gestapelt, in Kisten verstaut und teils an den Wänden befestigt präsentierte sich den beiden dort seine Waffensammlung. Ein kleines Vermögen hatte er dafür ausgegeben, dass dieser Teil des Restbestands von Braelyn Gavros von einigen Kerlen, die keine Fragen stellten, hierhin verfrachtet und deponiert worden waren. Granaten, Pistolen, Gewehre und sogar noch ein kleiner Restbestand der schweren Waffen und des Sprengstoffs. Alleine dieser Besitz würde ihm wahrscheinlich vor jedem Gericht mindestens ein paar Jahre Gefängnis einbringen.
    "Was sagen Sie?"

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    Peyton hatte gar nicht bemerkt wie schnell die Zeit vergangen war. Dalans Gesellschaft war angenehm gewesen und die Verbindung die er ohne weiteres zu Airell aufgebaut hatte, durchaus bemerkenswert. Dennoch glitt Peytons Blick alarmierend zu ihrem Universalwerkzeug als die künstliche Nacht einen Sonnenuntergang simulierte. "Oh je, wir müssen dich ja schon zurück bringen! Ihr bekommt gleich Abendessen!", bemerkte die junge Brünette überrascht, die eine kurze Nachricht an die leitende Betreuerin schrieb. Nicht, dass sie sich noch Sorgen machen würde.
    Danach wandte sich Peyton wieder in Richtung der beiden Turianer. "Auf jeden Fall! Das war soooo cool!", grinste der 7jährige und sprang völlig aufgekratzt um Dalan herum. In dieser Nacht würde Airell - wenn die Aufregung verflogen war - wohl mehr als gut schlafen können. Sanft schob sie den Jungen vor sich her, durch den Ausgang der botanischen Gärten. Die Mitarbeiter wünschten ihnen noch einen schönen Abend, Airell winkte ihnen vorwitzig zu. "Und, wie sieht es mit der Zerstreuung aus - schon genug?", fragte Peyton - beinahe nebensächlich - an Dalan gewandt.


    Dalan Qin

    "Es war in jedem Fall ein kleiner Denkanstoß." erwiderte Dalan lächelnd.
    Aber es half nichts. Der Kleine musste zurück. Also setzten sie sich langsam in Bewegung. Während des gesamten Weges wiederholte der Junge noch einmal begeistert alles neue, was er heute gesehen und gelernt hatte. Als sie schließlich ankamen, merkte man jedoch dass er nach all der Aufregung auch ein wenig müde und hungrig war.
    "Mister Qin! So schnell schon wieder zurück?" Die selbe Sozialarbeiterin, der er vorhin geholfen hatte den Ausreißer wieder einzufangen, begrüßte ihn und Dalan grinste verschmitzt. "Tja, wie es aussieht mögen ihre Kinder mich!"
    Er wartete bis Peyton sich von Airell verabschiedet hatte, dann strich auch er ihm kurz über den Kopf. "Sehen wir uns auch bald wieder?!" "Absolut. Und nun ab zum Essen, nicht dass es kalt wird."
    Wieder vor der Tür des Waisenhauses sah der junge Turianer zu seiner neuen Bekanntschaft und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
    "Ähm, also.....war ein echt schöner Abend. Was mich angeht, ich werde jetzt gehen, ich muss auch auf jeden Fall noch etwas essen....."
    Ungelenk bewegte er sich einige Schritte zur Seite, sah dann nochmal zu ihr. "Was solls." dachte er sich und fragte sie dann einfach. "....willst du vielleicht mitkommen?"

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    Industriegebiet-Truppe / Omega

    Crusher bekam den Funkspruch von Randalla -das sie Hiller erwischt haben- eher beiläufig mit und da er mitten im Gefecht war, konnte er auch nicht antworten. Was ansich auch nicht nötig war, denn die Kroganerin wusste genau, was zu tun war.

    Jetzt galt es hier mal erst unbeschadet heraus zu kommen. Marco schien es nach der Medigel Injektion wieder deutlich besser zu gehen. Dieser legte seinen Bogen zur Seite, aktivierte sein Omni Tool und verpasste gleich zwei Gegnern mit technischen Attacken ihren Schock fürs Leben. Erst wurden diese zwei mit elektrischen Wellen kampfunfähig gemacht und anschließend vom Kroganer niedergemetzelt.
    Dann waren es noch drei Leibwächter und Jones.
    Stephen lugte hinter einer Deckung hervor und sah wie Jones wild mit den Armen herum fuchtelte, um seine übrig gebliebenen Leute zu instruieren, doch irgendwie schienen die anderweitig beschäftigt zu sein, denn der Kroganer pirschte sich heran.
    Marco versuchte Lucia zu motivieren, ihnen zu helfen, doch diese rührte keinen Finger.
    Stephen schlich sich um die Fracht herum und nahm mit Crusher zusammen die drei Leibwächter in die Zange. Gleichzeitig sah er im Augenwinkel, wie sich vom hinteren Teil der Lagerhalle eine weitere Gruppe näherte. Crusher leitete den Angriff ein, während Marco ihn mit technischen Attacken unterstützte.

    Im selben Augenblick wurde einer der drei mit einer biotischen Attacke angehoben und gegen die nächstgelegene Wand geschleudert, während Maro und Shan die anderen mit gezielten Schüssen erledigten. Liz hielt Jones eine Waffe an den Kopf, doch bevor dieser sich ergab, schickte er noch eine Nachricht los. Mira kam noch dazu und zwang Jones mit ihrer Biotik in die Knie.
    “Wir haben Jones. teilte der Kroganer Randalla via Funk mit, während alle nun Jones umstellten.


    Marco Lagos

    Der Terranovaner wischte sich den Schweiß von der Stirn und warf sich erstmal einen Blutdrucksenker ein, da er spürte wie der Puls nur so an seinem Ohr pochte. Immer noch voll mit Adrenalin bewegte er sich zu dem bereits kampfunfähig gemachten Jones und verpasste ihm einen Schlag ins Gesicht. Dann ging er noch einmal zu Lucia herüber und packte sie unsanft an den Schultern. "Ich kann mir vorstellen wie diese Sache für dich ist, aber reiss dich das nächste Mal zusammen, ok? Ansonsten gesellst du dich bald nur zu deiner Familie!"
    Seine Worte waren äußerst harsch, doch manchmal brauchten Leute so etwas eben um es beim nächsten Mal besser zu machen. Er hatte das selbst mehr als genug erlebt.
    "Wir sollten hier weg, ehe noch mehr Spießgesellen auftauchen." raunte er dem männlichen Kroganer zu. Sie mussten ihn irgendwo wo es halbwegs sicher war befragen. "Wie ist der Status der anderen Gruppe?" fragte er dann.

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    Im Extra-Net fand die Asari eine kurze Nachricht zu Kyron‘s Beerdigung. Sehr sehr kurz.... Ist das alles? Kyron hat echt besseres verdient... schoss es der Asari durch den Kopf. Aber vielleicht hatte Kyron‘s Mutter nur diesen kurzfristigen Termin bekommen, immerhin war die Beerdigung bereits in 3 Stunden und deshalb auch nur diese kurze Info im Net. Doch wenn Beyo wirklich so ein guter Freund von ihm war, würde er auch zur Beerdigung kommen.
    Sie suchte im Schrank ein paar schwarze Kleidungsstücke und machte sich anschließend auf den Weg....


    Beyo Vhan

    Die Prozession war größer als gedacht. Größtenteils Kollegen, wie man an den Dienstabzeichen sah. Einige davon erkannte Beyo sogar. Eigentlich wunderte es ihn nicht. Kyron war immer ein offener, freundlicher Typ gewesen. Zudem war seine ganze Familie schließlich auch bei der C-Sec.
    "Beyo?" Er spürte eine Hand auf seiner linken Schulter und drehte sich um. Es war Rheyla, Kyron's 2 Jahre jüngere Schwester. Sie war ihm wie aus dem Gesicht geschnitten, hatte die selben sanften, eisfarbenen Augen wie er. "Kommst du? Mutter und Vater warten dort hinten auf dich." "Ja...."
    Kurz drehte er sich noch um und signalisierte Jodacus und Tiberian wohin er gehen würde. Diese nickten grimmig und tauchten dann selbst in der Menge unter. Wenigstens hier hatten sie zugestimmt, nicht die ganze Zeit wie 2 überfürsorgliche Wach-Varren an seiner Seite zu kleben. Was sollte auf einer Trauerfeier auch groß passieren.
    "Hallo Beyo. Ich bin so froh dass du es geschafft hast." Kyron's Mutter Norya umarmte ihn flüchtig und sah ihn dann aus tränenreichen Augen an. Dennoch wirkte sie deutlich gefasster als Ophelius, ihr Mann. Dieser stand nur stumm neben ihr und starrte durch alles hindurch wie durch eine Glaswand. Laut Rheyla war er seit Kyron's Tod dauerhaft in diesem Zustand gewesen.
    "Es geht gleich los.....bist du bereit?" "Bin ich....aber sind Sie wirklich sicher? Ich fühle mich einfach nicht richtig damit - " "Was auch immer in der Vergangenheit vorgefallen ist Beyo, es ist jetzt nicht von Belang! Wichtig ist heute nur, dass Kyron dir vertraut hat. Als Freund. Ebenso wie ich darauf vertraue, dass du für deine Fehler in Zukunft auf die richtige Weise geradestehen wirst. Und du musst nicht - " "Doch. So viel schulde ich ihm und mir selbst....."
    Es wurde langsam ruhiger. Die Leute stellten das Reden ein und sahen abwartend zu dem auf wenige Stufen erhöhten Rednerpult.
    "Verzeihung.....entschuldigen Sie bitte...." Vorsichtig bahnte sich der rote Turianer seinen Weg nach vorne. Er stieg nach oben, rückte sich das Mikrofon zurecht und räusperte sich leise.
    "Wir alle betrauern heute.....einen furchtbaren Verlust." begann er langsam. "Kyron Ursox war, wie wir alle wissen, Zeit seines Lebens ein höchst pflichtbewusster Polizist.....ein stets positiv denkender, humorvoller Turianer......am allerwichtigsten von allem jedoch ein treuer Freund und für seine Familie ein unersetzbarer Sohn und Bruder....."
    Beyo stockte und atmete tief ein. Sein Blick wanderte über die höchst diverse Menge an Zuhörern. "Und aus eben diesem Grund verdient es jeder einzelne, der hier heute von ihm Abschied nehmen will genau zu erfahren, wie er wirklich gestorben ist...."
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    "Es war in jedem Fall ein kleiner Denkanstoß." erwiderte Dalan lächelnd.
    Aber es half nichts. Der Kleine musste zurück. Also setzten sie sich langsam in Bewegung. Während des gesamten Weges wiederholte der Junge noch einmal begeistert alles neue, was er heute gesehen und gelernt hatte. Als sie schließlich ankamen, merkte man jedoch dass er nach all der Aufregung auch ein wenig müde und hungrig war.
    "Mister Qin! So schnell schon wieder zurück?" Die selbe Sozialarbeiterin, der er vorhin geholfen hatte den Ausreißer wieder einzufangen, begrüßte ihn und Dalan grinste verschmitzt. "Tja, wie es aussieht mögen ihre Kinder mich!"
    Er wartete bis Peyton sich von Airell verabschiedet hatte, dann strich auch er ihm kurz über den Kopf. "Sehen wir uns auch bald wieder?!" "Absolut. Und nun ab zum Essen, nicht dass es kalt wird."
    Wieder vor der Tür des Waisenhauses sah der junge Turianer zu seiner neuen Bekanntschaft und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
    "Ähm, also.....war ein echt schöner Abend. Was mich angeht, ich werde jetzt gehen, ich muss auch auf jeden Fall noch etwas essen....."
    Ungelenk bewegte er sich einige Schritte zur Seite, sah dann nochmal zu ihr. "Was solls." dachte er sich und fragte sie dann einfach. "....willst du vielleicht mitkommen?"


    Peyton kniete sich zu Airell herunter als die Sozialarbeiterin sie empfing und erwiderte den müden Blick des Jungen. Der 7-jährige Turianer streckte eine seiner Klauen aus. "Weißt du noch wie's geht?", fragte er Peyton mit einem spitzbübischen Grinsen und Peyton holte geräuschvoll Luft. "Probieren wir's aus, huh?", entgegnete sie mit einem herausfordernden Ton in der Stimme und wie bei jeder Verabschiedung versuchte sie dem komplizierten Handschlag des Jungen zu folgen, an dessen Ende er sie nochmal umarmte und ihr einen sehr menschlich wirkenden Kuss auf die Wange gab. "Fast!", giggelte der Junge und wandte sich dann Dalan zu.

    Peyton erhob sich und schaute Airell einen Moment nach, ehe sie sich von der Sozialarbeiterin verabschiedete und Seite an Seite mit Dalan das Waisenhaus verließ. Der Sonnenuntergang hatte einem simulierten Sternenhimmel Platz gemacht und die Straßenbeleuchtungen der Citadel erhellten ihre Wege.
    Ein amüsierte, wenngleich auch nicht weniger verlegen wirkender Ausdruck schlich sich - bei seinen Worten - auf ihr Gesicht. "Ja, das war er.", entgegnete Peyton und wandte sich ihrerseits halb zum gehen ab, wenngleich sie nicht wusste ob sie noch Bryna einen Besuch abstatten sollte oder direkt den Heimweg antreten sollte. Einen kurzen Moment blieb sie unentschlossen stehen. "....willst du vielleicht mitkommen?", überrascht betrachtete sie Dalan einen Moment. "Äh.. klar!", erwiderte die junge Frau und überbrückte rasch die wenigen Schritte die er sich bereits entfernt hatte; vielleicht ein bisschen zu eifrig. "Hast du auf was bestimmtes Lust? Oder ein Lieblingslokal das du in den vergangenen 2 Jahren Citadel-Abstinenz vermisst hast?"
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    Von Gemeindezentrum, automatischen Geschütz und dreimal so großem Menschen mit komischen Hut

    Sahenia und Nairobi blieben wie angewurzelt stehen als sie unbemerkt eine gelbe Linie übertraten und ein automatisches Geschütz aus dem Boden sprang, welches sie sofort ins Visier nahm.
    Gerade als die drei dachten, dass dies nun das Ende war, erschien neben dem Geschütz ein riesiges Hologramm eines Menschen. Dieser war mindestens dreimal so groß, wie für die Spezies üblich, fein gekleidet, eine brennende Zigarette im Mund und mit komischen Hut auf dem Kopf.
    Bürger von Adrasteia, sie betreten hier das Gemeindezentrum der Stadt.“, seine Stimme klang rau, „Waffen sind hier nicht gestattet. Drogen sind hier nicht gestattet. Wenn ihr Ärger machen wollt, seid IHR hier nicht gestattet. Tretet ein, aber seid gewarnt: hier wird scharf auf Unruhestifter geschossen.“ Die beiden Asari starrten das DIng mit weit aufgerissenen Augen an. "Du meine Güte, was kommt denn als nächstes?" wollte Nairobi entsetzt wissen.
    Anschließend verschwand das Hologramm, bzw. die Aufnahme nicht, sondern blieb neben dem Geschütz und beobachtete die drei misstrauisch. Als daraufhin nichts mehr geschah, gingen sie weiter.
    Sahenia behielt das Hologramm und das Geschütz im Auge. Was wohl geschehen würde, wenn sie ihre Biotik aktivierte? Ob das Geschütz dies auch als Waffe erkennt? fragte sich die junge Asari in Gedanken, doch den Mut es aus zu probieren hatte sie dann doch nicht.
    Gemeinsam gingen sie weiter.
    "Konntest du das Signal wieder lokalisieren?" hakte Nairobi bei Neth nach, die ihre Nase wieder ins Omni gesteckt hatte.

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    Marco Lagos

    Der Terranovaner wischte sich den Schweiß von der Stirn und warf sich erstmal einen Blutdrucksenker ein, da er spürte wie der Puls nur so an seinem Ohr pochte. Immer noch voll mit Adrenalin bewegte er sich zu dem bereits kampfunfähig gemachten Jones und verpasste ihm einen Schlag ins Gesicht. Dann ging er noch einmal zu Lucia herüber und packte sie unsanft an den Schultern. "Ich kann mir vorstellen wie diese Sache für dich ist, aber reiss dich das nächste Mal zusammen, ok? Ansonsten gesellst du dich bald nur zu deiner Familie!"
    Seine Worte waren äußerst harsch, doch manchmal brauchten Leute so etwas eben um es beim nächsten Mal besser zu machen. Er hatte das selbst mehr als genug erlebt.
    "Wir sollten hier weg, ehe noch mehr Spießgesellen auftauchen." raunte er dem männlichen Kroganer zu. Sie mussten ihn irgendwo wo es halbwegs sicher war befragen. "Wie ist der Status der anderen Gruppe?" fragte er dann.

    Marco warf sich wieder eine seiner Blutdruck senkenden Tabletten ein, woraufhin Crusher Stephen einen irritierten Blick zu warf. "Lange Geschichte." kommentierte der Blondschopf dies nur knapp und wandte sich Jones zu. Als plötzlich Marco dazu kam und dem kampfunfähigen Jones eine in die Fresse haute.
    "Das wirst du noch bereuen." spukte dieser. Doch Marco hörte dies nicht, weil er zu Lucia eilte und diese recht harsch zusammen stauchte. Selbst Liz blickte nun verdutzt auf.
    Lucia nickte überrascht mit dem Kopf, aber ein Wort bekam sie nicht hinaus.

    "Wir sollten hier wirklich weg." stimmte Mira Marco´s Vorschlag zu und alle willigten ein. Maro schlug Jones bewusstlos, damit er auf jeden fall den Mund hielt. Bewegen konnte sich dieser eh nicht mehr, weil er gefesselt und geknebelt war.
    "Hiller ist auch schon wie ein Paket verschnürt. Wir gehen zu unserem Hauptquartier, da haben wir Räume, wo wir sie ungestört befragen können." antwortete Crusher auf Marco´s Frage.
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    Beyo Vhan

    Die Prozession war größer als gedacht. Größtenteils Kollegen, wie man an den Dienstabzeichen sah. Einige davon erkannte Beyo sogar. Eigentlich wunderte es ihn nicht. Kyron war immer ein offener, freundlicher Typ gewesen. Zudem war seine ganze Familie schließlich auch bei der C-Sec.
    "Beyo?" Er spürte eine Hand auf seiner linken Schulter und drehte sich um. Es war Rheyla, Kyron's 2 Jahre jüngere Schwester. Sie war ihm wie aus dem Gesicht geschnitten, hatte die selben sanften, eisfarbenen Augen wie er. "Kommst du? Mutter und Vater warten dort hinten auf dich." "Ja...."
    Kurz drehte er sich noch um und signalisierte Jodacus und Tiberian wohin er gehen würde. Diese nickten grimmig und tauchten dann selbst in der Menge unter. Wenigstens hier hatten sie zugestimmt, nicht die ganze Zeit wie 2 überfürsorgliche Wach-Varren an seiner Seite zu kleben. Was sollte auf einer Trauerfeier auch groß passieren.
    "Hallo Beyo. Ich bin so froh dass du es geschafft hast." Kyron's Mutter Norya umarmte ihn flüchtig und sah ihn dann aus tränenreichen Augen an. Dennoch wirkte sie deutlich gefasster als Ophelius, ihr Mann. Dieser stand nur stumm neben ihr und starrte durch alles hindurch wie durch eine Glaswand. Laut Rheyla war er seit Kyron's Tod dauerhaft in diesem Zustand gewesen.
    "Es geht gleich los.....bist du bereit?" "Bin ich....aber sind Sie wirklich sicher? Ich fühle mich einfach nicht richtig damit - " "Was auch immer in der Vergangenheit vorgefallen ist Beyo, es ist jetzt nicht von Belang! Wichtig ist heute nur, dass Kyron dir vertraut hat. Als Freund. Ebenso wie ich darauf vertraue, dass du für deine Fehler in Zukunft auf die richtige Weise geradestehen wirst. Und du musst nicht - " "Doch. So viel schulde ich ihm und mir selbst....."
    Es wurde langsam ruhiger. Die Leute stellten das Reden ein und sahen abwartend zu dem auf wenige Stufen erhöhten Rednerpult.
    "Verzeihung.....entschuldigen Sie bitte...." Vorsichtig bahnte sich der rote Turianer seinen Weg nach vorne. Er stieg nach oben, rückte sich das Mikrofon zurecht und räusperte sich leise.
    "Wir alle betrauern heute.....einen furchtbaren Verlust." begann er langsam. "Kyron Ursox war, wie wir alle wissen, Zeit seines Lebens ein höchst pflichtbewusster Polizist.....ein stets positiv denkender, humorvoller Turianer......am allerwichtigsten von allem jedoch ein treuer Freund und für seine Familie ein unersetzbarer Sohn und Bruder....."
    Beyo stockte und atmete tief ein. Sein Blick wanderte über die höchst diverse Menge an Zuhörern. "Und aus eben diesem Grund verdient es jeder einzelne, der hier heute von ihm Abschied nehmen will genau zu erfahren, wie er wirklich gestorben ist...."


    Yelyna hatte den Ort der Beerdigung ausfindig und sich sofort auf den Weg gemacht. Sie wollte Beyo´s dummes Gesicht um jeden Preis sehen, wenn er vor der ganzen Familie, Freunde, Bekannte und Verwandten stand und sie sein wahres Geheimnis lüftete. In Gedanken malte sie sich die Szene schon aus, wie Beyo völlig fertig zusammen brach und garnichts mehr zustande bekam.
    Das Taxi setzte sie am Zielpunkt ab und sie mischte sich unter die Trauernden. Schnell hatte sie den roten Turianer erspäht und folgte diesem unauffällig.
    Beyo näherte sich einem Rednerpult, welches auf wenige Stufen erhöht war, rückte sich das Mikrophon zurecht und räusperte sich.
    "Wir alle betrauern heute.....einen furchtbaren Verlust." begann er langsam. "Kyron Ursox war, wie wir alle wissen, Zeit seines Lebens ein höchst pflichtbewusster Polizist.....ein stets positiv denkender, humorvoller Turianer......am allerwichtigsten von allem jedoch ein treuer Freund und für seine Familie ein unersetzbarer Sohn und Bruder....." Beyo stockte und atmete tief ein. Sein Blick wanderte über die Trauernden, doch sie hatte er nicht gesehen.
    Von hinten näherte sie sich dem roten Turianer und nahm den dunklen Schleier von ihrem Gesicht.
    "Und aus eben diesem Grund verdient es jeder einzelne, der hier heute von ihm Abschied nehmen will genau zu erfahren, wie er wirklich gestorben ist...."
    "Wirst du ihnen wirklich die Wahrheit sagen, oder tischst du ihnen nur eine rührende Geschichte auf?" fragte Yelyna mit monotonem Tonfall und Beyo fuhr erschrocken herum.
    "Los, sag es ihnen, dass DU es warst, der Kyron getötet hat.... DU, sein Freund, der dir vertraut.... DU HAST IHN GETÖTET!!!" schrie sie ihn an und schubste ihn zum Mikrophon. Ein entsetztes Raunen ging durch die Menge und die Trauernden sahen Beyo fassungslos an. "Sagt sie die Wahrheit?" wollte einer aus der Menge wissen.
    Kyron´s Vater, Mutter und jüngere Schwester starrten Beyo nur an. "SAG ES IHNEN!!" Yelyna weinte.
    "Hör auf; Yelyna. Hör endlich auf mit dem Wahnsinn." rief Azuna verzweifelt, die aus der Menge hervor trat und ihr aktiviertes Omni Tool hoch hielt.

    ~~~


    Während Neth und Nairobi im Gemeindezentrum ein Signal verfolgten, bekam Sahenia unerwartet ein Anruf von Azuna, Yelynas Mutter. Sie schilderte ihr völlig verzweifelt, was mit Yelyna geschehen war und das sie gerade auf dem Weg zu Kyron´s Beerdigung war, wo sie Beyo bloß stellen wollte. Azuna war ihrer Tochter gefolgt, um das schlimmste zu verhindern und bat Sahenia via Telefonanruf mit Yelyna zu sprechen.
    Sahenia überlegte nicht lange und stimmte zu, auch wenn sie sicher war, das es nichts bringen würde. Die anderen würden auch erst mal ohne sie zurecht kommen. dachte sie und entfernte sich von ihnen.

    Azuna ging auf das Pult zu, hielt ihr Omni Tool hoch, so das Beyo und Yelyna Sahenia´s Gesicht im Monitor sehen konnten. "Yel, ich weiß, dass dir Kyron sehr viel bedeutet hat und du ihn geliebt hast. Aber musst du jetzt wirklich zu einer psychopatischen Irren werden, wie die Killerin, die für das alles Verantwortlich war?" Die nächsten Worten galten Beyo. "Beyo, sag ihnen, wie es wirklich war. Ich glaube dir, ich stehe zu dir."

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  17. #37 Reply With Quote
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    Peyton kniete sich zu Airell herunter als die Sozialarbeiterin sie empfing und erwiderte den müden Blick des Jungen. Der 7-jährige Turianer streckte eine seiner Klauen aus. "Weißt du noch wie's geht?", fragte er Peyton mit einem spitzbübischen Grinsen und Peyton holte geräuschvoll Luft. "Probieren wir's aus, huh?", entgegnete sie mit einem herausfordernden Ton in der Stimme und wie bei jeder Verabschiedung versuchte sie dem komplizierten Handschlag des Jungen zu folgen, an dessen Ende er sie nochmal umarmte und ihr einen sehr menschlich wirkenden Kuss auf die Wange gab. "Fast!", giggelte der Junge und wandte sich dann Dalan zu.

    Peyton erhob sich und schaute Airell einen Moment nach, ehe sie sich von der Sozialarbeiterin verabschiedete und Seite an Seite mit Dalan das Waisenhaus verließ. Der Sonnenuntergang hatte einem simulierten Sternenhimmel Platz gemacht und die Straßenbeleuchtungen der Citadel erhellten ihre Wege.
    Ein amüsierte, wenngleich auch nicht weniger verlegen wirkender Ausdruck schlich sich - bei seinen Worten - auf ihr Gesicht. "Ja, das war er.", entgegnete Peyton und wandte sich ihrerseits halb zum gehen ab, wenngleich sie nicht wusste ob sie noch Bryna einen Besuch abstatten sollte oder direkt den Heimweg antreten sollte. Einen kurzen Moment blieb sie unentschlossen stehen. "....willst du vielleicht mitkommen?", überrascht betrachtete sie Dalan einen Moment. "Äh.. klar!", erwiderte die junge Frau und überbrückte rasch die wenigen Schritte die er sich bereits entfernt hatte; vielleicht ein bisschen zu eifrig. "Hast du auf was bestimmtes Lust? Oder ein Lieblingslokal das du in den vergangenen 2 Jahren Citadel-Abstinenz vermisst hast?"


    Dalan Qin

    "Woah, Vorsicht, nicht dass du noch stürzt und ich dafür verantwortlich gemacht werde!" lachte Dalan als sie den Abstand zwischen ihnen beide nahezu springend überbrückte.
    "Es gibt da tatsächlich was. Aber dafür sollten wir uns besser ein Taxi nehmen."
    Das Lokal was er meinte lag im Zakera-Ward. Ironischerweise der selbe Arm, auf welchem sein Vater laut seinen Informationen wohnte. Aber die Chance ihm ausgerechnet heute dort zufällig über den Weg zu laufen war wohl recht klein......eigentlich.

    "Geht auf mich." sagte Dalan als sie aus dem Sky-Car ausstiegen und überwies den Betrag mit einem Klicken auf sein Omni-Tool. "Dort ist es schon." sagte er und zeigte auf den leuchtenden Schriftzug "Ham & Dextro".
    "Etwas bescheuerter Name und vielleicht nicht so 'fein' und geräumig wie die Konkurenz."
    Es war in der Tat ziemlich klein und momentan scheinbar auch schlecht besucht. "Aber es hat Herz. Und was noch wichtiger ist, Essen für jeden von uns beiden ohne dass es uns umbringt." lachte er. Der Fokus hier lag nämlich auf turianischen wie menschlichen Spezialitäten.


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    Marco warf sich wieder eine seiner Blutdruck senkenden Tabletten ein, woraufhin Crusher Stephen einen irritierten Blick zu warf. "Lange Geschichte." kommentierte der Blondschopf dies nur knapp und wandte sich Jones zu. Als plötzlich Marco dazu kam und dem kampfunfähigen Jones eine in die Fresse haute.
    "Das wirst du noch bereuen." spukte dieser. Doch Marco hörte dies nicht, weil er zu Lucia eilte und diese recht harsch zusammen stauchte. Selbst Liz blickte nun verdutzt auf.
    Lucia nickte überrascht mit dem Kopf, aber ein Wort bekam sie nicht hinaus.

    "Wir sollten hier wirklich weg." stimmte Mira Marco´s Vorschlag zu und alle willigten ein. Maro schlug Jones bewusstlos, damit er auf jeden fall den Mund hielt. Bewegen konnte sich dieser eh nicht mehr, weil er gefesselt und geknebelt war.
    "Hiller ist auch schon wie ein Paket verschnürt. Wir gehen zu unserem Hauptquartier, da haben wir Räume, wo wir sie ungestört befragen können." antwortete Crusher auf Marco´s Frage.


    Marco Lagos

    Marco nickte nur und setze sich dann stumm mit dem Rest in Bewegung. Offenbar bemerkten die anderen seine Anspannung auch. Doch es war ihm gerade egal. Er hatte immer noch Probleme sich mit seiner aktuellen Situation zurechtzufinden. Vielleicht hatte er es an der falschen Person ausgelassen, man würde es später sehen.

    Kaum hatten sie die Lagerhalle hinter sich gelassen, sah er aus dem Augenwinkel wie eine kleine Gruppe von Aasgeiern, größtenteils Vorcha, sich dorthin hinein stahlen, offenbar um potenziell wertvolle Gegenstände zu plündern. Das war das Gesetz der Straße hier auf Omega. Und es widerte ihn innerlich an.

    Sie nahmen einen verschlängelten Weg durch mehrere Hintergassen um zum Hauptquartier zu gelangen, weg von den Straßen zu bleiben. Der Gestank war wirklich unerträglich. Lucia stahl sich in einem kurzen Moment an ihm vorbei, mied Marco's Blick als er sie dabei ansah. Offenbar hatten seine Worte sie mehr aufgewühlt als gedacht. Von der Seite vernahm er jetzt Liz, die ihn deshalb offenbar tadelnd ansah. "Hey, es ist aus mir rausgeplatzt, ok? Kann man mir in der aktuellen Situation hoffentlich nachsehen......"


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    Yelyna hatte den Ort der Beerdigung ausfindig und sich sofort auf den Weg gemacht. Sie wollte Beyo´s dummes Gesicht um jeden Preis sehen, wenn er vor der ganzen Familie, Freunde, Bekannte und Verwandten stand und sie sein wahres Geheimnis lüftete. In Gedanken malte sie sich die Szene schon aus, wie Beyo völlig fertig zusammen brach und garnichts mehr zustande bekam.
    Das Taxi setzte sie am Zielpunkt ab und sie mischte sich unter die Trauernden. Schnell hatte sie den roten Turianer erspäht und folgte diesem unauffällig.
    Beyo näherte sich einem Rednerpult, welches auf wenige Stufen erhöht war, rückte sich das Mikrophon zurecht und räusperte sich.
    "Wir alle betrauern heute.....einen furchtbaren Verlust." begann er langsam. "Kyron Ursox war, wie wir alle wissen, Zeit seines Lebens ein höchst pflichtbewusster Polizist.....ein stets positiv denkender, humorvoller Turianer......am allerwichtigsten von allem jedoch ein treuer Freund und für seine Familie ein unersetzbarer Sohn und Bruder....." Beyo stockte und atmete tief ein. Sein Blick wanderte über die Trauernden, doch sie hatte er nicht gesehen.
    Von hinten näherte sie sich dem roten Turianer und nahm den dunklen Schleier von ihrem Gesicht.
    "Und aus eben diesem Grund verdient es jeder einzelne, der hier heute von ihm Abschied nehmen will genau zu erfahren, wie er wirklich gestorben ist...."
    "Wirst du ihnen wirklich die Wahrheit sagen, oder tischst du ihnen nur eine rührende Geschichte auf?" fragte Yelyna mit monotonem Tonfall und Beyo fuhr erschrocken herum.
    "Los, sag es ihnen, dass DU es warst, der Kyron getötet hat.... DU, sein Freund, der dir vertraut.... DU HAST IHN GETÖTET!!!" schrie sie ihn an und schubste ihn zum Mikrophon. Ein entsetztes Raunen ging durch die Menge und die Trauernden sahen Beyo fassungslos an. "Sagt sie die Wahrheit?" wollte einer aus der Menge wissen.
    Kyron´s Vater, Mutter und jüngere Schwester starrten Beyo nur an. "SAG ES IHNEN!!" Yelyna weinte.
    "Hör auf; Yelyna. Hör endlich auf mit dem Wahnsinn." rief Azuna verzweifelt, die aus der Menge hervor trat und ihr aktiviertes Omni Tool hoch hielt.

    ~~~


    Während Neth und Nairobi im Gemeindezentrum ein Signal verfolgten, bekam Sahenia unerwartet ein Anruf von Azuna, Yelynas Mutter. Sie schilderte ihr völlig verzweifelt, was mit Yelyna geschehen war und das sie gerade auf dem Weg zu Kyron´s Beerdigung war, wo sie Beyo bloß stellen wollte. Azuna war ihrer Tochter gefolgt, um das schlimmste zu verhindern und bat Sahenia via Telefonanruf mit Yelyna zu sprechen.
    Sahenia überlegte nicht lange und stimmte zu, auch wenn sie sicher war, das es nichts bringen würde. Die anderen würden auch erst mal ohne sie zurecht kommen. dachte sie und entfernte sich von ihnen.

    Azuna ging auf das Pult zu, hielt ihr Omni Tool hoch, so das Beyo und Yelyna Sahenia´s Gesicht im Monitor sehen konnten. "Yel, ich weiß, dass dir Kyron sehr viel bedeutet hat und du ihn geliebt hast. Aber musst du jetzt wirklich zu einer psychopatischen Irren werden, wie die Killerin, die für das alles Verantwortlich war?" Die nächsten Worten galten Beyo. "Beyo, sag ihnen, wie es wirklich war. Ich glaube dir, ich stehe zu dir."


    Beyo Vhan

    Er fuhr zusammen. Entsetzt drehte er sich um und sah, wer sich da unbemerkt von allen von hinten an ihn herangeschlichen hatte. "Yelyna!" Noch bevor er mehr sagen konnte, schrie sie ihn bereits an und gleichzeitig allen im Raum was geschehen war ungefiltert entgegen, wozu er eben hatte ansetzen wollen. Mehrere Gäste reagierten mit entsetzten Blicken, Raunen, Finger zeigen. Auch Kyron's Familie schien fassungslos. "Ich wollte - " fing er gerade an, doch eine weitere Asari trat aus der Menge, welche nach Yelyna rief. Er kannte sie nicht, aber die optische Ähnlichkeit legte den Schluss nahe, dass es jemand verwandtes war.
    Sie fing an mit ihrem Omni-Tool ein Bild zu projizieren. "Nia?" Der rote Turianer konnte kaum glauben, was sich abspielte. Doch er fühlte sich sofort um einiges leichter, als er ihr Gesicht erblickte. Sie versuchte an das Gewissen ihrer Freundin zu appellieren. Dann wandte sie sich an ihn. "Beyo, sag ihnen, wie es wirklich war. Ich glaube dir, ich stehe zu dir."
    Und mit einem Mal begann der Turianer wie innerlich zu leuchten. Trotz allem was sich gerade um ihn herum abspielte, konnte er nicht verhindern, dass ein Lächeln sein Gesicht zierte. "Und ich zu dir...."
    Dann drehte er sich zurück zum Mikrofon. "Braelyn Gavros.....die Kryptogramm-Killerin....entführte Kyron gezielt um mich zu bestrafen....für das, wofür ich vor wenigen Tagen erst ein Geständnis abgelegt habe und bald vor Gericht gehen werde. Sie wollte beweisen, dass alles um mich herum stirbt. Also hat sie es genau so inszeniert....." Seine Stimme bebte.
    "Sie hat ihn sediert und gefesselt.....ihn in dieses Kostüm gesteckt, mit dem sie die Station terrorisierte.....dann hat sie mir durch einen Hintermann scharfe Munition untergejubelt, mich bei meiner Ankunft unter Drogen gesetzt......ich wollte es nicht.....ich konnte es nicht wissen.....aber ich habe es getan." Tränen flossen ihm über die Wangen. "Ich......ich habe ihn erschossen......"
    Entsetzen ergriff den Raum. "Unmöglich!" "Und er hat die Nerven hier aufzukreuzen?" ".....wahrscheinlich wieder nur nur eine Möglichkeit sich selbst zu inszenieren!"
    "Schluss!" Kyron's Mutter hatte das Rednerpult betreten. Mit eindringlichem Blicke sah sie zu dem roten Turianer.
    "Beyo....." begann sie leise. "Ich weiß immer noch nicht, was genau du damals angestellt hast, das diese Tragödie über uns alle gebracht hat." sprach sie mit bebender Stimme. "Und es ist gerecht, dass du dafür in irgendeiner Weise bestraft wirst." Ihre Worte schmerzten. "Aber nicht so....." setzte sie schließlich nach einer Weile des Schweigens hinzu. "Nicht so."
    Sie blickte zu Yelyna. "Du.....dein Name ist Yelyna, richtig? Kyron hat von dir erzählt......ihr habt euch nicht lange gekannt.....aber glaube mir wenn ich es dir sage, er hat dich geliebt. Wirklich geliebt. Bitte, hör auf damit. Er hätte nicht gewollt, dass du dich wegen ihm so verlierst."
    Beyo legte Norya die Hand auf die Schulter und schob sie sanft, aber bestimmend zur Seite. Diese Sache betraf ihn alleine. Er würde nicht zulassen, dass sie deswegen irgendeinen Schaden davontragen würde. Denn Yelyna's Körpersprache schien nach wie vor unnachgiebig. Sie trat sogar einen weiteren Schritt auf ihn zu.
    "Bitte." hauchte er leise. "Keine Gewalt." Die Asari reagierte abwertend auf seine Bitte. Doch sie hatte er nicht gemeint.
    "Hey!" Yelyna fuhr herum und Jodacus' Faustschlag traf sie mitten ins Gesicht. Bevor sie sich fangen konnte, hatte Tiberian sie auch schon von hinten an beiden Armen ergriffen und hielt sie fest. Jodacus holte ein weiteres Mal aus und schlug zu, diesmal direkt in die Magengegend der Asari. "Nein!" Entsetzte Schreie gingen durch den Raum. "Halten Sie Abstand, Mister Vhan." knurrte Tiberian kalt, während er Yelyna offenbar schmerzhaft festhielt und sein Partner sie weiter mit Schlägen bearbeitete ohne sich zurückzuhalten. "Aufhören!" schrie jetzt Rheyla aus der Menge. "Haben Sie alle denn gar keinen Anstand?!"
    Die beiden turianischen Leibwächter zögerten kurz, dann ließen sie die vor Schmerzen hustende und leicht blutende Yelyna zu Boden sinken. Die andere Asari stürzte sofort zu ihr und versuchte ihr aufzuhelfen. "Es....es tut mir Leid...." murmelte Beyo nur völlig hilflos ins Mikrofon und wurde im nächsten Moment feste von beiden Seiten weggezogen.
    "Es wird Zeit zu gehen Mister Vhan." knurrte Jodacus. "Aus dem Weg!"
    Tiberian bahnte dem Trio einen Weg durch die Menge. Von allen Seiten spürte er die entsetzten Blicke.
    "Was haben Sie sich dabei gedacht?" schrie Beyo, als sie aus dem Raum waren und er sich einigermaßen gesammelt hatte. "Ihr Vater bezahlt uns dafür, ihre Sicherheit zu gewährleisten, egal wie. Beschweren Sie sich bei ihm." erwiderte Tiberian nur emotionslos und schob ihn in das Skycar.
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    "Woah, Vorsicht, nicht dass du noch stürzt und ich dafür verantwortlich gemacht werde!" lachte Dalan als sie den Abstand zwischen ihnen beide nahezu springend überbrückte.
    "Es gibt da tatsächlich was. Aber dafür sollten wir uns besser ein Taxi nehmen."
    Das Lokal was er meinte lag im Zakera-Ward. Ironischerweise der selbe Arm, auf welchem sein Vater laut seinen Informationen wohnte. Aber die Chance ihm ausgerechnet heute dort zufällig über den Weg zu laufen war wohl recht klein......eigentlich.

    "Geht auf mich." sagte Dalan als sie aus dem Sky-Car ausstiegen und überwies den Betrag mit einem Klicken auf sein Omni-Tool. "Dort ist es schon." sagte er und zeigte auf den leuchtenden Schriftzug "Ham & Dextro".
    "Etwas bescheuerter Name und vielleicht nicht so 'fein' und geräumig wie die Konkurenz."
    Es war in der Tat ziemlich klein und momentan scheinbar auch schlecht besucht. "Aber es hat Herz. Und was noch wichtiger ist, Essen für jeden von uns beiden ohne dass es uns umbringt." lachte er. Der Fokus hier lag nämlich auf turianischen wie menschlichen Spezialitäten.


    "Dann musst du dir wohl etwas mehr Mühe beim Auffangen geben und nicht nur lasch daneben stehen!", konterte die 22jährige und fiel in sein Lachen mit ein, eine leichte Rötung ihrer Wangen wahrnehmend, da er offenbar bemerkt hatte, dass sie etwas zu eifrig gewesen war. Vielleicht sollte sie etwas mehr Contenance wahren, oder es zumindest versuchen. Bryna würde ihr jetzt sagen, dass sie nicht all zu peinlich sein sollte.. und andere Dinge, an die Peyton im Moment nicht denken wollte.

    "Danke.", meinte Peyton als sie nach Dalan aus dem Skycar ausstieg und dann seinem Fingerzeig folgte. Eine ihrer Augenbrauen hob sich amüsiert. "Aber er bringt's auf den Punkt.", grinste die junge Frau, ehe sie mit den Schultern zuckte und sich auf den Laden zubewegte. "Der Vorteil bei so kleinen Läden ist, dass die meistens viel gemütlicher und 'schnuckeliger' wirken.", fuhr sie fort und griff nach der Tür. Sie hielt sie dem großen Turianer auf. "Turian's first.", kam es ihr schalkhaft über die Lippen, dann trat sie hinter Dalan in das Lokal. "Wenn es mich nicht umbringen würde, würde ich euer Essen echt gern Mal probieren - was sich das Universum da auch bei gedacht hat.", automatisch hatte Peyton die Stimme etwas gesenkt als die Tür hinter ihr wieder ins Schloss glitt und eine Bedienung schon auf sie beide zukam.
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    Beyo Vhan

    Er fuhr zusammen. Entsetzt drehte er sich um und sah, wer sich da unbemerkt von allen von hinten an ihn herangeschlichen hatte. "Yelyna!" Noch bevor er mehr sagen konnte, schrie sie ihn bereits an und gleichzeitig allen im Raum was geschehen war ungefiltert entgegen, wozu er eben hatte ansetzen wollen. Mehrere Gäste reagierten mit entsetzten Blicken, Raunen, Finger zeigen. Auch Kyron's Familie schien fassungslos. "Ich wollte - " fing er gerade an, doch eine weitere Asari trat aus der Menge, welche nach Yelyna rief. Er kannte sie nicht, aber die optische Ähnlichkeit legte den Schluss nahe, dass es jemand verwandtes war.
    Sie fing an mit ihrem Omni-Tool ein Bild zu projizieren. "Nia?" Der rote Turianer konnte kaum glauben, was sich abspielte. Doch er fühlte sich sofort um einiges leichter, als er ihr Gesicht erblickte. Sie versuchte an das Gewissen ihrer Freundin zu appellieren. Dann wandte sie sich an ihn. "Beyo, sag ihnen, wie es wirklich war. Ich glaube dir, ich stehe zu dir."
    Und mit einem Mal begann der Turianer wie innerlich zu leuchten. Trotz allem was sich gerade um ihn herum abspielte, konnte er nicht verhindern, dass ein Lächeln sein Gesicht zierte. "Und ich zu dir...."
    Dann drehte er sich zurück zum Mikrofon. "Braelyn Gavros.....die Kryptogramm-Killerin....entführte Kyron gezielt um mich zu bestrafen....für das, wofür ich vor wenigen Tagen erst ein Geständnis abgelegt habe und bald vor Gericht gehen werde. Sie wollte beweisen, dass alles um mich herum stirbt. Also hat sie es genau so inszeniert....." Seine Stimme bebte.
    "Sie hat ihn sediert und gefesselt.....ihn in dieses Kostüm gesteckt, mit dem sie die Station terrorisierte.....dann hat sie mir durch einen Hintermann scharfe Munition untergejubelt, mich bei meiner Ankunft unter Drogen gesetzt......ich wollte es nicht.....ich konnte es nicht wissen.....aber ich habe es getan." Tränen flossen ihm über die Wangen. "Ich......ich habe ihn erschossen......"
    Entsetzen ergriff den Raum. "Unmöglich!" "Und er hat die Nerven hier aufzukreuzen?" ".....wahrscheinlich wieder nur nur eine Möglichkeit sich selbst zu inszenieren!"
    "Schluss!" Kyron's Mutter hatte das Rednerpult betreten. Mit eindringlichem Blicke sah sie zu dem roten Turianer.
    "Beyo....." begann sie leise. "Ich weiß immer noch nicht, was genau du damals angestellt hast, das diese Tragödie über uns alle gebracht hat." sprach sie mit bebender Stimme. "Und es ist gerecht, dass du dafür in irgendeiner Weise bestraft wirst." Ihre Worte schmerzten. "Aber nicht so....." setzte sie schließlich nach einer Weile des Schweigens hinzu. "Nicht so."
    Sie blickte zu Yelyna. "Du.....dein Name ist Yelyna, richtig? Kyron hat von dir erzählt......ihr habt euch nicht lange gekannt.....aber glaube mir wenn ich es dir sage, er hat dich geliebt. Wirklich geliebt. Bitte, hör auf damit. Er hätte nicht gewollt, dass du dich wegen ihm so verlierst."
    Beyo legte Norya die Hand auf die Schulter und schob sie sanft, aber bestimmend zur Seite. Diese Sache betraf ihn alleine. Er würde nicht zulassen, dass sie deswegen irgendeinen Schaden davontragen würde. Denn Yelyna's Körpersprache schien nach wie vor unnachgiebig. Sie trat sogar einen weiteren Schritt auf ihn zu.
    "Bitte." hauchte er leise. "Keine Gewalt." Die Asari reagierte abwertend auf seine Bitte. Doch sie hatte er nicht gemeint.
    "Hey!" Yelyna fuhr herum und Jodacus' Faustschlag traf sie mitten ins Gesicht. Bevor sie sich fangen konnte, hatte Tiberian sie auch schon von hinten an beiden Armen ergriffen und hielt sie fest. Jodacus holte ein weiteres Mal aus und schlug zu, diesmal direkt in die Magengegend der Asari. "Nein!" Entsetzte Schreie gingen durch den Raum. "Halten Sie Abstand, Mister Vhan." knurrte Tiberian kalt, während er Yelyna offenbar schmerzhaft festhielt und sein Partner sie weiter mit Schlägen bearbeitete ohne sich zurückzuhalten. "Aufhören!" schrie jetzt Rheyla aus der Menge. "Haben Sie alle denn gar keinen Anstand?!"
    Die beiden turianischen Leibwächter zögerten kurz, dann ließen sie die vor Schmerzen hustende und leicht blutende Yelyna zu Boden sinken. Die andere Asari stürzte sofort zu ihr und versuchte ihr aufzuhelfen. "Es....es tut mir Leid...." murmelte Beyo nur völlig hilflos ins Mikrofon und wurde im nächsten Moment feste von beiden Seiten weggezogen.
    "Es wird Zeit zu gehen Mister Vhan." knurrte Jodacus. "Aus dem Weg!"
    Tiberian bahnte dem Trio einen Weg durch die Menge. Von allen Seiten spürte er die entsetzten Blicke.
    "Was haben Sie sich dabei gedacht?" schrie Beyo, als sie aus dem Raum waren und er sich einigermaßen gesammelt hatte. "Ihr Vater bezahlt uns dafür, ihre Sicherheit zu gewährleisten, egal wie. Beschweren Sie sich bei ihm." erwiderte Tiberian nur emotionslos und schob ihn in das Skycar.

    Die Trauerfeier neigte sich recht schnell dem Ende zu, als Yelyna von zwei turianischen Bodyguards verprügelt und anschließend Beyo von diesen beiden weg geschleift wurde.
    Doch trotz ihrer Schmerzen und blutender Lippe, ließ Yelyna nicht von ihrem Wahnsinn ab. Weder die lieben Worte von Kyron´s Mutter, dass aufrichtige Geständnis von Beyo selbst, noch Sahenia und ihre Mutter Azuna hatten ihre Meinung geändert, sie wollte Beyo fertig machen. Gefangen in einer Feedbackschleife von Hass und Gewalt wandte sie sich an ihre Mutter, die immer noch den Videoanruf zu Sahenia offen gehalten hatte und die das alles mit angesehen hatte.
    Harsch griff Yelyna nach Azuna´s linkem Arm, wo sie ihre Omni Tool hatte und hielt den Arm so vor sich, dass sie Sahenia direkt ins Gesicht schauen konnte.
    "Du warst von kleinauf meine aller beste Freundin, wir sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen und jetzt lässt du mich wegen diesem scheiß Turianer im Stich und fällst mir sogar in den Rücken." giftete sie wütend. Sowohl Sahenia, wie auch Azuna sahen den Ausdruck in Yelyna´s Gesicht, der einem völlig verblendetem, wahnsinnig gewordenem Psychopathen glich. Das liebe Mädchen, welches die beiden Asari kannten, war offenbar tot und den beiden wurde im Unterbewusstsein klar, dass sie Yelyna nicht mehr helfen konnten. Mit Tränen in den Augen sah Sahenia Yelyna an. "Wir sind Freundinnen und ich möchte dir helfen, aber deinen Wahnsinn werde ich nicht unterstützen, Yelyna und vielleicht solltest du auch auf Kyron´s Mutter hören, wenn du deiner eigenen Mutter und mir nicht traust. Sie sagte, dass Kyron es nicht wollen würde, dass du dich so verlierst." sprach Sahenia ruhig, wobei sie absichtlich die Worte von Kyron´s Mutter wiederholte. Innerlich wollte die Asari schreien, Yelyna bewusstlos schlagen und sie in eine Anstalt einweisen, wo man ihr helfen konnte.
    "Dann bist du für mich gestorben!" spuckte Yelyna außer sich vor Wut und verließ den Raum. Yel..., wollte Sahenia noch verzweifelt hinterher rufen, doch Yelyna war verschwunden.
    "Es tut mir leid, Nia. Ich wusste nicht, dass es um meine Tochter so schlimm steht und sie inzwischen eine Gefahr für andere und sich selbst ist. Ich werde eine Lösung finden." sagte Azuna fassungslos und mit Tränen in den Augen. Dann beendete sie das Telefonat und wandte sich an die Trauergemeinde, vor allem an Kyron´s Familie.
    "Enschuldigen sie bitte diesen ganzen Aufruhr von meiner Tochter und..... mein aurfrichtiges Beileid...," mehr bekam die Matriarchin nicht heraus, beschämt wandte sie sich ab und verließ den Raum.

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    Marco Lagos

    Marco nickte nur und setze sich dann stumm mit dem Rest in Bewegung. Offenbar bemerkten die anderen seine Anspannung auch. Doch es war ihm gerade egal. Er hatte immer noch Probleme sich mit seiner aktuellen Situation zurechtzufinden. Vielleicht hatte er es an der falschen Person ausgelassen, man würde es später sehen.

    Kaum hatten sie die Lagerhalle hinter sich gelassen, sah er aus dem Augenwinkel wie eine kleine Gruppe von Aasgeiern, größtenteils Vorcha, sich dorthin hinein stahlen, offenbar um potenziell wertvolle Gegenstände zu plündern. Das war das Gesetz der Straße hier auf Omega. Und es widerte ihn innerlich an.

    Sie nahmen einen verschlängelten Weg durch mehrere Hintergassen um zum Hauptquartier zu gelangen, weg von den Straßen zu bleiben. Der Gestank war wirklich unerträglich. Lucia stahl sich in einem kurzen Moment an ihm vorbei, mied Marco's Blick als er sie dabei ansah. Offenbar hatten seine Worte sie mehr aufgewühlt als gedacht. Von der Seite vernahm er jetzt Liz, die ihn deshalb offenbar tadelnd ansah. "Hey, es ist aus mir rausgeplatzt, ok? Kann man mir in der aktuellen Situation hoffentlich nachsehen......"


    Liz wollte noch irgendwas zu Marco sagen, doch beließ es schließlich bei einem tadelnden Blick. Der war schon gestresst genug, so das keine weitere Unruhe in die Gruppe bringen wollte.

    Bald darauf hatten sie das Hauptquartier erreicht und Jones wurde gefesselt und geknebelt in den hinteren Bereich gebracht, wo er ein unsanft zu seinem Kollegen Hiller in einen Lagerraum geschubst wurde.
    "Um die beiden kümmern wir uns nachher." sagte Crusher an die anderen gewandt und verbarrikadierte die Tür.
    Die Truppe versammelte sich vorne bei den Computern, wo Nellie sich gleich wieder an die Arbeit machte und die nächsten Mitglieder zu suchen, während die anderen sich unterhielten.

    Im Lagerraum. "Dich haben sie also auch gekriegt." meinte Hiller zu seinem Kollegen. Dieser nickte nur, in seinem Mund steckte ein Knebel, so das er nicht reden konnte.
    "Konntest du noch eine Nachricht an unseren Freund auf der Citadel schicken?" erkundigte sich Hiller und sah ernst zu Jones rüber. Dieser überlegte kurz und nickte abermals. Hiller grinste. Selbst wenn sie beide hier sterben würden, ganz ohne Verluste kämen ihre Gegner auch nicht davon.

    ~~~


    Zur gleichen Zeit auf der Citadel....

    Jade und Violet schlenderten gemütlich über die Citadel und redeten über alles mögliche. Eigentlich wollten sie langsam wieder die Heimreise antreten, doch da die beiden bestens gelaunt waren, nutzen sie die Gelegenheit und erkundeten noch Gegenden, die selbst Violet noch nicht gesehen hatte.

    Die dunkle Gestalt folgte den beiden Frauen. Er hatte kürzlich den Befehl bekommen, die beiden ein für alle mal aus zu schalten. Doch da er nicht abschätzen konnte, wo die beiden überall hin wollten und er dafür auch einen abgelegen Ort brauchte, konnte er nicht irgendwas in die Wege leiten.
    Nun bot sich allerdings die Chance. Die Frauen hatten sich wohl verlaufen und waren in einer Sackgasse gelandet. Da ihm nicht sehr viel Zeit blieb, um die Frauen zu überrumpeln und sie außer gefecht zu setzen, bewegte er sich sich flink und lautlos in den Schatten.
    Die dunkelhaarige erreichte er zu erst und schaltete sie mit einem gezielten Schlag gegen den Kopf aus. Jade ging bewusstlos zu Boden.
    Violet, überrascht von der Situation drehte sich um und versuchte sich erschrocken gegen den Angreifer zu verteidigen. Doch da sie im Nahkampf eine totale Niete war, gingen ihre verzweifelten Schläge ins Leere. Die Gestalt verpasste ihr erst mal eine Ohrfeige, die sich straucheln ließ. Dann packte er sie harsch an den Schultern und gab ihr so einen heftigen Kopfstoss, dass sie bewusstlos in seine Arme glitt.
    "Braves Mädchen." meinte die Gestalt nur mit rauchiger Stimme und funkte Verstärkung an.
    Zwei weitere dunkle Gestalten tauchten auf, fesselten die Frauen und schleppten diese in ein ruhiges Versteck. Dort angekommen, war bereits alles vorbereitet. Helle Beleuchtung, eine aufgestellte Kamera und in der Mitte zwei Stühle, auf die sie nun die Frauen platzierten. Die beiden Gestalten knebelten die Frauen noch an den Stühlen fest, während der dritte die Kamera auf Jade und Violet richteten und warteten die drei Männer hinter der Kamera, bis ihre Darstellerinnen das Bewusstsein wieder erlangten.
    Jade kam als erstes zu sich und schaute sich verzweifelt um. Auf dem Stuhl herum zappelnd, versuchte sie die Fesseln zu lockern.
    "Spar dir die Mühe." sagte die Gestalt mit der rauchigen Stimme, während die anderen beiden mit gezogenen Sturmgewehren neben ihm standen.
    Mit weit aufgerissenen Augen starrte Jade auf die beiden Männer mit den Waffen, während ihr Tränen in die AUgen schossen. Langsam kam auch Violet zu sich und bevor sie irgendwas machen konnte, machte die Gestalt hinter der Kamera sein Gerät Aufnahme bereit. Die Kamera filmte bereits, als der Mann mit der rauchigen Stimme sagte: "Wir sagten euch doch, dass ihr es bereuen werdet. Action." Gleichzeitig gab er seinen Kumpanen das Zeichen zum feuern und die jagten gleich zwei Magazine durch ihre Sturmgewehre. Anschließend bearbeiteten sie das Video und schickten es nach Omega....

    ~~~


    Die Quarianerin durchforstete die Dateien, die sie von Violet zu geschickt bekommen hatte, doch nichts ließ auf den Aufenthaltsort der anderen drei schließen, als plötzlich eine Nachricht von ihren Freunden herein kam, mit samt Video.
    Nellie blickte zu den anderen auf und wusste nicht so recht, was sie tun sollte. Auch die anderen schienen ein ungutes Gefühl zu haben und obwohl sie nicht erahnen konnten, was auf dem Video sein könnte, sahen sie sich ratlos an.
    Randalla nickte der Quarianerin zu, die mit zittrigen Händen das Video anklickte.
    Auf den Stühlen saßen Jade und Violet mit Angst erfüllten Augen. "Wir sagten euch doch, dass ihr es bereuen werdet. Action." hörte man eine rauchige Stimme sagen, als gleichzeitig ein Sturm von unzähligen Schüssen aus Sturmgewehren los brach. Von den Angreifern war nichts zu sehen. Jade und Violet zuckten und zappelten unkontrolliert auf den Stühlen, während die Kugeln nach und nach ihre Körper entstellten. Blut floß in Strömen auf den Boden und spritzte an die hintere Wand.
    "Nein, ihr verdammten Schweine." schrie Liz verzweifelt und wütend zu gleich, und verließ den Raum weinend. Sie wollte sich das widerwärtige Video nicht weiter anschauen, nicht mit anschauen, wie ihre beiden besten Freundinnen vor laufender Kamera hingerichtet wurden.
    Draußen jappste sie erst mal nach Luft, konnte vor Übelkeit kaum atmen. "Liz." sagte Stephen leise, der ihr nach draußen gefolgt war. "Lass mich alleine." schrie sie ihn verzweifelt an. Doch Stephen dachte nicht daran, seine kleine Halbschwester alleine zu lassen und packte sie harsch an den Schultern. Sie wehrte sich, doch sein Griff war zu fest, als das sie sich befreien konnte. Er zog sie an sich heran und hielt sie fest in seinen Armen. "Es tut mir leid. Hätte ich Violet nicht kontaktiert....," "... dann wären sie nicht in diese Sache verwickelt worden und noch am Leben." vollendete Liz den Satz ihres Halbbruders verzweifelt und brach weinend zusammen. "Ja." bestätigte er nur knapp und hielt sie noch fester. Er schloss die Augen und kämpfte gegen die Tränen an. Auch an ihm ging diese Sache nicht spurlos vorbei und nicht nur wegen seiner Halbschwester. Immerhin hatte er die beiden persönlich kennen gelernt und gerade die flippige Violet, mit ihrer fröhlichen und ungezwungenen Art, hatte es ihm schwer angetan. Stephen hatte sie gemocht, sehr sogar und das er die bestialische Hinrichtung von Violet gerade im Video hilflos mit ansehen musste, machte ihn fertig.
    Trotzallem musste und wollte er auch für Liz da sein, die gerade ihre beiden besten Freundinnen verloren hatte.

    Das Schluchzen wurde weniger und die Liz schien sich langsam wieder zu beruhigen, so das Stephen den Griff um sie etwas lockerte. Mit verweinten Augen sah sie zu ihm auf. "Ich möchte noch nicht zu den anderen zurück. flüsterte sie flehend. Auch er wollte nicht zurück, daher nickte er zustimmend. Er legte seinen Arm um ihre Schultern und führte sie weg vom Hauptquartier....

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