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    General numberten's Avatar
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    Nov 2014
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    Niall

    Summend glitt die Tür des Skycars hinter den Halbasiatin hinunter, nachdem diese den schwarzen Flitzer der Zwillinge verlassen hatten. Sachte strich sie die Falten ihres Rocks glatt und richtete das Jackett, welches sie trug. Nachdenklich fiel dann ihr Blick auf das Gebäude vor ihr, ein schmuckloses mehrstöckiges Gebäude, welches wohl schon bessere Zeiten gesehen hatte. Wie wohl fast alle Gebäude der Tips. Auffällig waren die Abwesenheit von Gang Tags, auch wenn man doch das eine oder andere Grafitti erkennen mochte. Kathy spürte wie die beiden Zwillinge seitwärts neben sie traten. Beide trugen schwarzblaue Klamotten, welche man am ehesten als Kombination aus leichter Rüstung und Mantel beschreiben konnte. Die Panzerung war beiden mattschwarz und fiel nicht direkt unter dem Mantel auf. Auf der Brustplatte prangte ein weißer Kreis in welchem drei schwarze, mit den Spitzen nach außen zeigende Dorne abgebildet waren. Das Logo der Blackthorne Cooperation. Auch wenn diese nur als Tarnfirma diente, so musste man sich dennoch ein wenig Mühe mit der Tarnung geben. Wenn die beiden Japanerinnen mit Kathy unterwegs waren, waren sie die Takeda Zwillinge, nicht Oni und Onryo. Keine Masken und keine unnötige Gewalt. Wie es sich für Security gehörte. Ein Nachteil an diesen Klamotten war, dass die beiden noch schwerer zu unterscheiden waren. Bei schlechter Beleuchtung war die Haarfarbe schlecht erkennbar.

    „Das ist es also?“, erkundigte sich Kathy und sah Yuika fragend an. Diese war immerhin geflogen. „Ja, das ist es. Die Adresse stimmt mit der ihrer Immobilie überein.“, erwiderte diese energisch nickend.
    „Macht nicht viel her für einen Puff.“, warf Airi ein und spuckte auf die Straße.
    „Was daran liegt, dass es kein Bordell ist. Mehr eine Art Laufhaus. Die Nutten mieten die Zimmer und die Freier laufen durch das Haus und suchen sich eine Dame ihrer Wahl.“
    , erklärte Kathy abwiegelnd. Auf jeden Fall hatte sie das über ihre Neuerwerb gehört.
    „Also mehr wie ein Love Motel?“
    , hakte Yuika nach. „Ist das nicht so eine japanische Geschichte?“, erwiderte Kathy fragend.
    „Nein, das wäre dann mehr ein Stundenmotel, was man für den Akt mietet. Hier ist die Nutte immer die Mieterin. Meine Mieterin, wenn man es genau nimmt.“, merkte Kathy bestimmend an. „Na ja, so wie das von außen aussieht, würde ich hier als Mann nicht unbedingt einlochen. Oder Frau. Oder was immer Hanar sind.“, merkte Airi skeptisch an. Kathy lachte kurz und lächelte amüsiert. „Da ist was Wahres dran, aber schauen sie sich mal die Gegend hier an. Wichtiger ist was drinnen steckt.“, verkündete sie und ging dann auf den Eingang zu.
    Mit einem kleinen Abstand folgten ihr die beiden Zwillinge.
    „Erinnerst du dich an das Love Motel was Vater gehört hatte? Wo ich mich mit diesem Burschen aus Okinawa getroffen habe?“, wisperte Airi ihrer Schwester auf Japanisch zu. Diese lächelte nostalgisch. „Ja, er hätte dich umgebracht, wenn er davon erfahren hätte. Und den Kerl aus Okinawa direkt mit.“, antwortete ihre Schwester.
    Kathy blendete das Gespräch der Beide aus. Vermutlich könnte sie ihren Übersetzer empfindlicher einstellen, verzichtete aber bewusst darauf. Wenn die Beiden etwas Substanzielles vor ihr verbergen wollten, wären sie klug genug das nicht in ihrer Anwesenheit zu besprechen.

    Nachdem sie die Tür passiert hatten, betrat das Trio den gedämpft beleuchteten Flur. Dieser war ein wenig schmutzig, aber es roch nicht streng und auch die Wände waren immer noch jungfräulich, abseits von ein paar Abnutzungen. Am Ende des Flures konnte man auch schon eine weitere Tür erkennen, welcher deutlich stabiler aussah als die Eingangstür des Hauses. Stahlrahmen umfassten dickes Glas, welches vermutlich Panzerglas darstellte. Vor dieser Schleuse war eine Art Pförtnerzimmer, welches man anhand einer großen Panzerscheibe in der Wand und Gegensprechanlage erkennen konnte. Hinter der Scheibe, welche schon einige Kratzer und Dellen aufwies, saß ein Batarianer. Dieser scrollte gerade gelangweilt auf einem Pad und schien die Neuankömmlinge gar nicht wahrzunehmen. Kathy trat direkt vor die Scheibe, doch immer noch war der Pförtner in seiner Lektüre vertieft. Die Schwarzhaarige verzog kurz das Gesicht, entspannte sich jedoch direkt wieder und klopfte leicht gegen die Scheibe. Langsam, überaus langsam hob sich ein Kopf und sechs desinteressierte Augen musterten die Menschenfrau vor der Scheibe. Behäbig bewegte sich seine Hand zu einem anderen Panel und wischte einmal nach links.

    „Tagchen. Ich nehme an sie wollen rein? Drücken sie den Switch am Panel, um den Kanal auf ihrer Seite zu öffnen.“, spulte er routiniert ab und zeigte gelangweilt links neben Kathy. Diese entdeckte das Panel, welches in der Wand eingelassen war und aktivierte den Kanal.

    „Das ist schonmal richtig, ich will mir das Haus anschauen. Und mit jemanden reden der sich hier auskennt.“, erwiderte die Halbasiatin geduldig. Skeptisch musterte der Batarianer sie und entdeckte jetzt die beiden Japanerinnen. „Sind sie zu dritt? Wollen sie alle unterschiedliche Zimmer besuchen oder nur eines. Oder wollen sie etwa eines anmieten?“, fragte er leicht perplex. Kathy ignorierte den Fakt das sie gerade wohl indirekt als Hure bezeichnet worden war und schüttelte den Kopf.
    „Nein, deswegen bin ich nicht hier.“
    Der Batarianer kam näher an die Scheibe, sein Blick blieb auf dem Emblem der Zwillinge hängen. „Hä, was dann. Seid ihr Schnepfen von C-Sec?“, schlussfolgerte er misstrauisch und ließ seine Augen hin und herwandern. Kathy lachte hohl. „Knapp vorbei. Ich bin die neue Vermieterin.“
    Genüsslich sah sie zu wie die Information im seinem Schädel ankam und sich seine Augen weiteten. „Sie sind die neue Eigentümerin?“, fragte er unsicher.
    „Genau. Und sie sind wohl noch Teil der Hausverwaltung? Dann können sie mir vielleicht ein paar Fragen beantworten und mir die Tür öffnen!“, entgegnete sie bestimmt. Kurz darauf öffnete sich auch schon summend die Panzertür. Auf der anderen Seite kam kurz darauf der Batarianer aus seinem Zimmer.

    „Verzeihen sie, aber ich vertrete nur Gort und niemand hat mir gesagt das sie kommen. Oder wie sie aussehen.“, entschuldigte er sich umschweifend.
    „Ich bin Dorak, seine Vertretung. Gort ist Hausmeister, Pförtner, Mädchen für alles, wenn sie wollen. Außer die Dienste welche die Damen verrichten. Hehe.“
    , erklärte er witzelnd.
    „Haben sie denn Ahnung, oder nur Gort?“
    , fragte Kathy bewusst distanziert um ihn ein wenig zappeln zu lassen. „Eher Gort. Aber wenn sie mit jemanden reden wollen, der sich hier auskennt…Zimmer 204. 2. Stock, da wohnt Shira. Eine Asari, die ist eine gefühlte Ewigkeit hier Mieterin. Lassen sie sich nicht von ihrer Attitüde täuschen, sie plaudert eigentlich recht gerne.“

    Fast schon gemütlich ging Kathy den Flur entlang, die beiden Zwillinge folgten ihr wie ein doppelter Schatten. Sie mussten nicht lange suchen um 204 zu finden und fanden sofort heraus ob Shira überhaupt verfügbar war. Eine fast schon purpurne Asari, lehnte an der Wand neben der Tür und sog an einem Glimmstängel. Fast schon bedächtig ließ sie den Rauch einmal in ihrem Rachen wandern, bis einen Teil davon wieder grau wabernd entließ. Ihr Outfit war in verschiedenen Stripclubs der Galaxis vermutlich ähnlich vorzufinden und leuchtete glänzend in schwarz und knalligem rot. Das Lackschwarz der über der Strapse getragenen Overknee-Stiefel schien Kathy fast schon anzustrahlen, während die mehr als offen getragenen Hautpartien der Asari dagegen matt wirkten, dennoch reizvoll. Dafür das sie schon ewig hier wohnen sollte, sah sie für Kathy recht jung aus, aber was bedeutete das schon bei einem Volk von Tausendjährigen? Nur der Blick aus den eisblauen Augen ließ eine gewisse Reife und Lebenserfahrung erkennen.

    „Hi, ihr wollt zu Shira nehme ich an?“, verkündete sie selbstbewusst und zog grinsend an ihrer Fluppe. „Oder wollt ihr euch nur mal umsehen. Ob die Zimmer schön sind. Frei sind auf jedenfall genug.“, fügte sie spöttisch an und schnipste dann die ausgerauchte Kippe in den Flur vor eine andere Tür. Dort war auch schon eine rechte Ansammlung von Stummeln zu bemerken. „Nein, ich wollte zu ihnen.“ Die Asari grinste breit. „Selbstverständlich wollten sie das. Umso besser, mit einer Zwillingsnummer kann man nur schwer mithalten. Falls die Beiden aber mitmachen wollen können wir vielleicht einen Rabatt ausmachen. Unter uns Mädels.“, erklärte sie und zwinkerte den Zwillingen zu. Kathy schüttelte leicht amüsiert den Kopf. „Deswegen bin ich nicht hier.“ „Nicht? Also das ist schade. Ich hatte mich schon ein wenig gefreut.“, erwiderte Shira und klang dabei leicht sarkastisch. „Ja, ich mich auch. Aber ich bin hier, weil ich das Gebäude gekauft habe.“, erklärte Kathy. Die Asari verzog keine Miene, vielmehr schien sie so als hätte sie das schon geahnt. „Tja, irgendjemand musste ja in Torks Fußstapfen treten. Und sie hatten direkt dieses Bossfrau-Auftreten. Vielleicht sind sie nicht so dumm während das Viertel draußen brennt aus dem Haus zu gehen. Wollen sie jetzt in mein Zimmer und schauen ob ich einen Volus als Untermieter verstecke?“, erwiderte Shira selbstbewusst.
    „Sie sind nicht unbedingt auf den Mund gefallen, oder?“ „Und sie haben eine schnelle Auffassungsgabe, alle Achtung.“, beantwortete Shira keck die Frage und zog eine Zigarettenschachtel aus ihrem Ausschnitt, wobei sie in einer fließenden Bewegung eine Fluppe in ihren Mund schnipste. Kathy rollte kurz mit den Augen. Eine kettenrauchende Asari die ihr dumm kam, irgendwie weckte das Erinnerungen bei ihr.
    „Sie haben nicht zufällig eine schmuggelnde Schwester, oder?“, entwich es ihren Lippen, darauf hoffend das die Antwort Nein war. Die Prostituierte entzündete die Kippe. „Nicht das ich wüsste Bossfrau. Hat die ein ähnlich gutes Fahrgestell wie ich?“, erwiderte Shira lachend und vollzog eine elegante Drehung, ihre unteren Körperregionen vorteilhaft zur Schau stellend. „Wenn ich ganz ehrlich bin, darauf habe ich nie geachtet.“, verkündete sie wahrheitsgemäß. „Aber sie haben einen ähnlichen Stiefelgeschmack.“
    „Klingt nach einer Dame mit Stil. Aber keine Sorge ich bin Einzelkind, ein Unikat. Also was wollen sie denn hören, neue Tork?“, erkundigte sich die Asari neugierig erneut Qualm einsaugend. „Orlowski. Katharina Orlowski. Der Pförtner meinte das sie schon lange hier wohnen. Ich würde mehr über das Haus erfahren. Die Klientel die hier eingeht. Und die Mieterinnen.“, erklärte die Schwarzhaarige. „Ah, eine Marktanalyse. Da zahlt sich mein Studium der Betriebswirtschaftslehre doch noch aus. Auch wenn es schon ein Weilchen her ist.“, begann die Asari und erneut war sich Kathy nicht sicher ob Shira sie verschaukelte.
    „Zuerst, das Haus ist im schlechten Zustand. Wie man sieht. Deswegen ist es auch nicht voll besetzt. Dennoch wissen die anderen Mädels und ich es zu schätzen. Wissen sie wieso?“
    , fragte die Asari und fixierte die Schwarzhaarige mit ihren eisblauen Augen. „Kein Zuhälter?“, mutmaßte diese nach kurzer Überlegung. „Genau. Kein Pimp. Wir sind hier alle selbstständig, das einzige Geld, das wir abdrücken ist an den Vermieter. Also jetzt an sie. Und an die Citadel, immerhin ist das hier ein angemeldetes Gewerbe.“, erklärte sie mit einem vielsagenden Lächeln. „Und dennoch ist es nicht voll. Gab es Probleme mit Gangs?“, hakte Kathy nach.
    „Wissen sie was, Katharina? Gehen wir in meine Wohnung, ich will das nicht alles hier auf dem Gang erzählen. Ihre beiden liebreizenden Wachhunde dürfen auch mit rein, wenn sie wollen. Oder das Haus erkunden. Zimmer 302, wäre vielleicht was für sie.“
    , verkündete Shira und öffnete die Tür zu ihrem Zimmer. Kathy folgte ihr, während die Zwillinge ihr mit einer Geste zu verstehen gaben das sie draußen warteten.



    „Wir können los.“, verkündete Kathy nachdem sie nach einiger Zeit wieder den Gang betreten hatte. „Neue Erkenntnisse gesammelt?“, fragte Airi mit einem schmutzigen Lächeln. „Ja, durchaus. Aber nicht wie sie ihrem Lächeln nach annehmen.“, erwiderte Kathy leicht schmallippig. „Hier wird viel zu tun sein. Ich will das dieses Gebäude renoviert wird, Stockwerk für Stockwerk. So das man reinkommt und nicht sofort denkt das hier Syphillis und Gonorrhö sich gute Nacht sagen. Schlicht, aber elegant, einrichten werden sich die Damen eh selbst. Die Tür an der Eingangshalle wird durch eine bessere ersetzt und ein ausfahrbares Geschütz installiert. Als Argumentationshilfe, für den Pförtner.“, merkte die Schwarzhaarige an, während das Klackern ihrer Absätze durch den Flur schallte. „Sieht nach einer großen Investition aus. Wie holen sie die wieder rein?“, erkundigte sich Yuika neugierig. „Die Mieten werden leicht ansteigen. Und alle Zimmer werden voll.“ „Oh, wollen sie sich unseren Wagen leihen und die Bitches einsammeln?“, scherzte Airi. „Ich verzichte dankend, auch wenn mir ein Pelzmantel sicherlich gutstehen würde. Aber ich hatte nicht vor Vollkauffrau zu werden. Vermieterin reicht.“, erwiderte Kathy während sie auf den Fahrstuhl warteten. „Die alten Verhältnisse sind in Trümmern. Die neuen werden vermutlich durch Gewalt geordnet werden. Was würden sie als Prostituierte bevorzugen? Ein Haus wo sie sicher ihrem Geschäft nachgehen können? Oder von dem Schutz irgendeines kleinen Pissers abhängig sein, der selbst vermutlich den Schwanz eines Gangbosses lutschen muss? Genau. Die Damen machen ihr Ding und ich bekomme meinen Anteil über die Miete.“ Kurz war schweigen, der Fahrstuhl öffnete sich. Alle drei stiegen ein. „Und wenn eine Nutte von ihrem Pimp verschwindet und sich hier einmietet? Ich denke nicht das der es dann auf sich beruhen lässt.“, merkte Yuika an. Kathy nickte grimmig und verschränkte die Arme. „Nun dafür das Geschütz. Und falls es erforderlich ist, gibt es immer noch Leute wie sie.“


    Ein paar Tage später

    „Haben sie es mitbekommen?“, erkundigte sich die Airi am anderen Ende der Leitung. „Ja, es ist in im Extranet.“ „Scheinbar gibt es nicht nur Leute wie uns.“
    Kathy schürzte nachdenklich die Lippen. „Sind sie sicher das keine Gang dahintersteckt? Zu welcher gehörte dieser Haines überhaupt?“, erkundigte sie sich. „Sind noch dran. Aber nachdem was wir gehört haben. Einzelner Schütze. Manche der Zeugen behaupten wohl einen maskierten Typen gesehen zu haben.“ „Auftragsmörder?“ „Möglich, aber warum sollten Gangs einen Auftragsmörder beauftragen. Vor allem einen der diesen Haines durch ein Fenster wirft? Das macht man nur wenn man ein Zeichen setzen will.“, erklärte Airi. „Hm, also sind sie nicht die einzigen die gerne unerkannt bei ihrer Arbeit in den Tips bleiben. Forschen sie ruhig weiter, aber unternehmen sie sonst nichts. Wenn diese Person ein Zeichen setzen wollte, wird sie jetzt nicht aufhören.“, verkündete Kathy nachdenklich.
    „Außerdem spielt mir das nur in die Karten. Wenn Leute wie dieser Haines schwach wirken, warum sollten sich Frauen seinen Schutz anvertrauen? Ich denke es dauert nicht lange bis ich ein paar mehr Mieterinnen verzeichnen kann.“
    Nach einer Bestätigung der Japanerin legte die Deutsche auf. Dann schaltete sie auf den Extranet Kanal um. Die Dinge in den Tips schienen ins Rollen zu geraten, das wichtigste war dabei nicht unter die Räder zu kommen.
    numberten is online now Last edited by numberten; 22.03.2020 at 22:17.

  2. #282 Reply With Quote
    Schwertmeister Khardim's Avatar
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    Werner

    Jane

    Sam hörte seinen Namen erst beim dritten oder vierten Mal. „Fraser! Captain Fraser.“ Der Schotte wagte nicht sich umzuschauen, zog seinen Körper ein weiteres Mal die Klimmstange hoch. Schweiß rann ihm die Stirn herab und brannte in seinen Augen. Er blinzelte heftig, ließ sich kontrolliert sinken. Seine Muskeln zerrten. Am Anfang war es leicht, die ersten Klimmzüge waren trügerisch einfach. Dann wurde es schwer und schließlich ein Kampf mit sich selbst. Fraser biss die Zähne zusammen, verbat seinen übersäuerten Muskeln den Krampf und befahl ihnen den letzten Zug. Es gelang. Mit einem Seufzen, das eher ein entleibtes Stöhnen war, ließ er sich auf den Schiffsboden fallen. Er wandte sich um und sah Sergeant Major Taft. Der Afroamerikaner, der die Allianz-Marines wie kaum ein anderer vertrat, winkte den verschwitzten Soldaten zu. Fraser regelte die im Raum scheppernde Musik mit seinem Omnitool runter. Er bahnte sich seinen Weg durch die Hantelbänke. Einige der Sportgeräte hatten tatsächlich noch Scheiben aus Eisen. Vermutlich eher militärische Nostalgie, arbeiteten die Fitnessgeräte doch eigentlich mit selbstgewähltem Magnetismus und entsprechender Anziehung. Keines der anderen Geräte wurde benutzt, abgesehen von einem Laufband auf dem jungen Soldaten Justin Nix seit einer geschlagenen Dreiviertelstunde lief wie eine gut geölte Maschine. Alle Crewmitglieder der Columbia hatten den Raum geräumt, nachdem Fraser hineingegangen und ein Gerät nach dem anderen in Beschlag genommen hatte. Weder Taft noch Fraser machten Anstalten zu salutieren. Stattdessen wischte sich Sam den Schweiß aus dem Gesicht und nickte Taft zu, eine Geste die mehr als deutlich „Was gibt’s?“ ausrückte. „Captain Macnab lädt Sie zu einem Pokerspiel heute Abend ein, gesellige Runde“, erklärte der Afroamerikaner. „Gesellige Runde?“, wiederholte Fraser, als könne er die Bedeutung der Worte nicht genau einschätzen. „Mit Captain Mitchell und Commander Padukone?“ Taft lachte und schirmte den Mund verschwörerisch mit der flachen Hand ab. „Ich sagte ‚gesellig‘.“ Er zwinkerte. Sam zwinkerte nicht. „Hmm.“ Eigentlich hatte er keinen Bedarf an Ledernacken und ihren geschmacklosen Witzen, die nie witzig waren. „Gibt’s Alkohol?“ „Die Frage stellen Sie nicht wirklich, oder? Es ist ein Pokerabend der Marines."Hmm. Gut. Was soll’s, ich komme mal vorbei.

    *

    Sam schlenderte durch die Gänge des Schiffs. Er hatte kein Ziel, wollte sich einfach die Beine vertreten und das Schiff auf seine Besonderheiten prüfen. Man wusste ja nie. Der Schotte erkannte den Aufbau des Schiffes, wie schon beim Betreten der Columbia, von anderen Schlachtschiffen. Er bahnte sich seinen Weg durch die Korridore, beachtete die gut gekleideten Soldaten nicht, die emsig an ihm vorbeihuschten und ihn ob seines legeren Outfits vielleicht mit Missfallen betrachteten. Schließlich gelangte er zur Brücke, wo ein junger Mann in der Uniform der Wachmannschaft sich ihm erstmals in den Weg stellte. „Wohin?“, fragte der Mann und setzte zögerlich und der Sicherheit halber ein „Sir“ nach. „Zur Brücke, da bin ich doch richtig hier, oder?“, fragte Sam. Der Mann warf einen Blick zurück, wo die Schalt- und Waltzentrale des Schiffes aus Myriaden von Lichtern lag. „Ist die Frage ernst gemeint?“ „Nein, rhetorisch“, sagte Sam und merkte, wie seine Laune sank. Gespräche mit Wachsoldaten waren in etwa so ergiebig wie eine theologische Diskussion mit seinem Frühstücksmüsli. „Darf ich?“ Der Mann wollte offenbar keinen weiteren Schlagabtausch. Die Kameras würden Fraser filmen und sollte man ihn fragen, was dieser schnauzertragende Mann auf dem Deck zu tun hatte, würde er einfach behaupten, er hätte ihm sonst etwas erzählt. Fraser betrat die Brücke, die dann doch wesentlich moderner war, als die von älteren Schiffen. Im Dossier der Columbia stand, dass sie nicht einmal ein Jahr alt war und die meisten ihrer Fahrten nur kurze Flüge gewesen waren. Es zeichnete Captain Mitchell als erstklassigen Offizier aus, dass die Admiralität ihm ein derart neues Schiff überließ. Der Soldat näherte sich den Steuerkonsolen, wo eine junge Frau die Monitore überwachte. Sam fiel auf, dass sie aus dem Profil heraus ausgesprochen hübsch ausschaute. Das braune, von blonden Strähnen akzentuierte Haar hatte sie in einem Pferdeschwanz zusammengefasst, der bei jeder die Bildschirme und Höhenmesser prüfenden Kopfbewegung sanft nachschwang. „Aye aye“, sagte er. Sie schaute ihn an. Sams Einschätzung ihrer Attraktivität war keine Täuschung aufgesessen. Der junge Flight Lieutenant, wie Sam die Uniformstreifen deutete, vereinnahmte die Attribute Jugend, südamerikanische Herkunft und Volllippigkeit auf sich. „Garcia“, las der Schotte vom Namensschild ab. „Ich hätte nicht gedacht, dass eine so junge Frau die Verantwortung für unser aller Leben in den Händen hält.“ Tatsächlich waren nach Sams Erfahrungen eher Männer Ende der Dreißiger die Piloten von Schlachtschiffen dieser Größenordnung und lediglich ihre Co-Piloten in den Zwanzigern. „Ich will Ihre Fähigkeiten aber keinesfalls in Abrede stellen“, setzte der Schotte nach. Dann deutete er auf sich selbst und stellte sich mit „Sam“ vor.


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    Quote Originally Posted by eis engel View Post
    Sam Fraser

    "Langweilig." murmelte die junge Pilotin gelangweilt vor sich hin, während sich die Columbia schnell durch die tiefe Dunkelheit des Alls zum nächsten Massenportal bewegte. Es gab wirklich überhaupt nichts interessantes zu sehen, kein Stern, Gasriesen oder bunte Nebel, einfach nichts. Chey liebte das Fliegen ja wirklich sehr und um nichts auf der Welt wollte sie woanders sein, als in diesem Sitz zu hocken und so ein großes Raumschiff zu steuern. Aber dieser ereignislose Teil des Alls war einfach nur ermüdend und sie hoffte, dass sie bald das Massenportal erreichte und in ein anderes System springen konnte. Nachdem sie vor einer Stunde auch noch von Noah im Stich gelassen wurde, der sich eine Runde hin legen wollte und Commander Padukone gerade auch nicht an ihrem Posten war, hatte Chey nicht mal jemand zum reden. Die wechselnden Wachsoldaten auf der Brücke waren ja generell nicht so gesprächig und sorgten meist nur dafür, dass niemand Unbefugtes die Brücke betrat.

    Sie richtete sich ein wenig auf, streckte ihre Arme nach vorne und ließ ihre müden Knochen durch recken leise knacken, wobei ihr ein leichtes Gähnen über die Lippen kam. Dann blickte sie auf das blinkende Display vor ihr, machte eine leichte Kurskorrektur und lümmelte sich wieder in den Sitz, als der Bordfunk sich meldete.
    "Garcia." meldete sich Chey freundlich.
    "Torres. Na, wie läuft es da oben?" wollte die bestens gelaunte Asiatin wissen. Mit einem geübten Blick sah Chey auf das Display der Columbia.
    "Alle Systeme laufen einwandfrei." antwortete die junge Pilotin. "Das freut mich zu hören, aber das habe ich nicht gemeint. Ich habe Noah vorhin mal hier unten rum spazieren sehen und wollte wissen, wie es dir geht." meinte die Asiatin.
    "Ich weiß." kicherte die Pilotin amüsiert. "Bei mir ist alles gut, wäre nur schön, wenn es draußen mehr zu sehen gäbe." Die Pilotin seufzte leise.
    "Das glaube ich dir aufs Wort." kicherte Torres. "Und was geht bei euch so?" erkundigte sich Chey. "Man munkelt, dass Macnab zur nächsten Poker-Runde geladen hat, hat wohl die letzte Niederlage nicht verkraftet und will eine Revanche....," lachte die Asiatin. Torres herzliches Lachen war so ansteckend, dass auch Chey sich nicht zurück halten konnte und mit einstimmte. Als sich die beiden Mädels wieder beruhigt hatten, fuhr Torres schließlich mit einer Frage fort. "Hey, was ist mit dir? Magst nicht auch kommen?"
    "Wenn Noah mich hier nicht ablöst, glaub ich nicht, dass ich hier weg komme." antwortete Chey ein wenig enttäuscht. "Schade...," Im Hintergrund konnte Chey hören, dass zischend eine Tür auf ging. "Guddi und Jane kommen gerade, bis später." Damit beendete Torres das Gespräch und es kehrte wieder Stille ein.

    Allerdings hielt diese Stille nicht lange an, denn der Wachsoldat hielt jemanden davon ab die Brücke zu betreten. Neugierig linste die junge Pilotin über die Schulter und staunte nicht schlecht, als sie den schwarzhaarigen Mann sah. Von weitem betrachtet sah er nämlich wie eine etwas ältere Version von ihrem Waffensystemoffizier Michael Hall aus. Mick hatte allerdings etwas längere Haare und meist einen Dreitagebart, während dieser Mann hier eher typisch Soldat, Haare oben lang, an den Seiten kurz und einen dichten, dennoch gepflegten Schnauzer trug. Ob Mick und er wohl miteinander Verwandt waren? Allerdings hatte der Waffensystemoffizier nie etwas in dieser Richtung erwähnt, vielleicht wusste Torres ja mehr.
    Chey beobachtete den kurzen, verbalen Schlagabtausch zwischen den beiden Männer, bis der Wachsoldat zur Seite ging und den Fremden passieren ließ, der langsam in ihre Richtung kam. Hastig wandte sich die junge Pilotin wieder ihren aufleuchtenden Instrumenten zu und drückte ein paar Knöpfe, um beschäftigt zu wirken.
    Aye aye“ sagte er, und Chey sah neugierig zu ihm auf. "Aye aye." antwortete sie freundlich lächelnd und musste selbst bei näherer Betrachtung feststellen, dass dieser Mann bis auf wenige Details Mick sehr ähnlich sah. Verrückt. dachte Chey nur, ließ sich aber nichts anmerken.
    Er betrachtete sie, schien ihr Namensschild auf ihrer Uniform ab zu lesen und wusste so, wer sie war.
    Ich hätte nicht gedacht, dass eine so junge Frau die Verantwortung für unser aller Leben in den Händen hält.“ sprach er ruhig weiter, und Chey lächelte amüsiert zu ihm hoch. Sie war neugierig darauf, was nun folgen würde. „Ich will Ihre Fähigkeiten aber keinesfalls in Abrede stellen“, setzte er gleich nach.
    Chey kicherte. "Das höre ich nicht zum ersten mal. Dank meines Vaters fliege ich seid frühster Jugend, habe sogar eine Kampfausbildung im Jäger gemacht, bevor ich zu Großkampfschiffe wechselte." erklärte die junge Pilotin mit einem freundlichen Lächeln.
    Er hörte aufmerksam zu, deutete dann auf sich selbst und stellte sich als „Sam“ vor. "Sehr erfreut, Sam. Ich bin Cheyenne, oder einfach nur Chey." stellte sich die junge Pilotin freundlich vor und reichte ihm ihre Hand. Er ergriff sie kurz und nickte freundlich. Chey blickte in sein Gesicht. Die Ähnlichkeit mit Mick war echt verblüffend. Sam hatte allerdings Tiefseeblaue Augen, während Mick eher graue Augen hatte. Verlegen sah sie weg, als sie das Gefühl bekam, dass sie ihn angestarrt hatte. "Wo kommst du eigentlich her? Und wie bist du auf der Columbia gelandet?" erkundigte sie sich neugierig und sah wieder lächelnd zu ihm auf.


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    Quote Originally Posted by numberten View Post
    Jane Sam Chey

    Bill war nach seinem Gespräch mit Fraser noch ein wenig über das Deck geschlendert und hatte sich mit Charlie über die Vorbereitungen des Pokerabends unterhalten. Nebenbei hatte er auch mit anderen Staffmembern geschäkert. Der Sergeant der Marines war mit seiner jovialen Art ein gern gesehener Gesprächspartner und hatte immer kleine Anekdoten aus der Welt jenseits Schott 30 im Gepäck. Sein Gang führte ihn schließlich ins Cockpit, wo Chey gerade recht gelangweilt im Pilotenstuhl saß und in die schwarze Leere des Weltalls starrte.
    Wenig verwunderlich, lief der Flug im vertrauten Gebiet über dem Autopilot und für das Arcturus Portal hatte nun wirklich jeder Allianzpilot die Eintrittsvektoren im Kopf, andernfalls hatte er seinen Beruf verfehlt.
    "Klopf, klopf.", machte sich der Afroamerikaner bemerkbar und klopfte sanft gegen das Metall. Die Pilotin drehte sich langsam um, Bill schenkte ihr sein gewinnendes Lächeln unter der schwarzen Gesichtsbürste. "Wie ich sehe wieder fest im Sattel, was Maverick?", merkte er anerkennend an und ließ sich in den freien Sitz des Co-Piloten fallen.
    "Ich denke Niall wird es nicht stören wenn ich seinen Platz kurz wärme.", erklärte Bill mit einem Augenzwinkern und drehte dem Sitz zu Chey.
    "Ich habe mir vorhin mal euren Dienstplan angeschaut und wie ich sehe hat der gute Niall während unseres kleinen Pokerabend Bereitschaft. Und da Commander Padukone ebenfalls Dienst hat, wird sich das höchstens ändern wenn er mit seinem Kopf in einem Lüftungsschacht feststeckt.", scherzte der Marine kurz und grinste breit.
    "Also würde ich sagen bist du sein Ersatz, andernfalls muss Michael noch die Ehre der Navy verteidigen. Und jeder weiß das er regelmäßig auf Kates Pokerface hereinfällt. Und ich weiß noch nicht mal wen sie noch mitbringt. Guddi? Jane? Oder vielleicht die neue Jane?", verkündete Bill grüblerisch und legte kurz die Hand ans Kinn.
    "Ach, das ist dieses Mal Macnabs und Neumanns Problem.", beendete er seine Gedanken und lächelte wieder breit. "Und was ist Chey? Mit von der Partie, oder lieber Teerunde mit Stofftierchen?", feixte der Marine freundschaftlich ohne das er sein Lächeln unterbrach.

    "So Neumann, bereit und willig?", erkundigte sich die Schottin bei Werner und zog ihre Uniformjacke lässig über ein dunkelblaues Tank Top, ohne irgendwelche Anstalten zu machen sie zuzuziehen. Was auch nicht nötig war, offiziell waren beide außer Dienst, auch Werner trug als Oberbekleidung nur das Standard Allianzshirt, schwarz.
    "Sicherlich. Wird garantiert ein toller Abend.", erwiderte er gutgelaunt mitten im Dienstzimmer der Schottin stehen. "Ja, ich kann ihn förmlich spüren, diesen deutschen Kampfgeist der euch immer in Niederlagen laufen lässt.", scherzte sie trocken und holte einen glänzenden Alukoffer aus ihrem Schreibtisch hervor. Sie reichte ihm den jungen Lieutenant.
    "Hier sie nehmen das..", wies sie ihn an und schritt zu einem kleinen Humidor in der Ecke des Zimmers, "und die Zigarren." Nachdem sie Werner auch eine kleine Holzkiste gegeben hatte, schritt sie zum Glasschrank. "Ich trage die Verantwortung.", erklärte sie gutgelaunt und präsentierte lächelnd zwei verschiedene Scotch Flaschen. Zu Werners Erleichterung war der torfige Teufel von ihrer ersten Begegnung nicht dabei.

    Das Mannschaftscasino auf der SSV Columbia, unterschied sich nicht besonders groß von dem anderer Allianzschiffe. Bequeme schwarze Sofas die im breiten Raum verteilt waren. Ein breiter weißer Stuhl mit Haube stellte das multimediale Unterhaltungsprogramm des Casinos da. Wenn man wollte, genauso gut konnte man auch eines seiner Entspannungsprogramme nutzen um ein wenig vom ermüdenden Alltag der Raumfahrt abzuschalten. Zur Rechten befand sich eine Theke mit allerlei Spirituosen bei der Charlie schon dabei war etwas im Kühlschrank zu sortieren. Im linken Bereich des Raumes stand neben noch ein paar bequemen Sitzgelegenheiten auch ein großer Pokertisch. Ein weiterer kleiner Tisch stand im Raum, zahlreiche Teller mit verschiedenem Finger Food waren verteilt. Werner konnte nicht direkt erkennen was es alles war, aber eine Gemeinsamkeit hatte es. Es sah alles ausgezeichnet aus. Der Marine legte kurz den Koffer auf dem Pokertisch ab, dann folgte er Macnab welche schon auf die Theke und Charlie zugesteuert war.
    "Wie immer als Erste, Boudicca. Na ja, dafür verlässt du ja die Pokerrunde manchmal recht früh.", scherzte der Koch und stützte sich lässig auf der Theke.
    "Abend, Werner.", begrüßte er kurz den Deutschen, bevor die Schottin sich auf den Barhocker setzte und zum Gegenschlag ansetzte. "Wieder zum scherzen aufgelegt Smutje? Nur weil ich nicht mehr am Spiel teilnehme, bedeutet das nicht das ich nicht mehr am Abend teilnehme.", erwiderte sie und grinste breit. "Bist du so gut und gibst mir und meinem Neuen ein Bier? Dauert vermutlich wieder bis der Rest auftaucht.", bat sie freundlich Charlie, welcher nickte und zum Kühlschrank schritt. Dann klopfte sie mit der flachen Hand auf den Barhocker neben sich.
    "Setzen sie sich ruhig Neumann. Die mit der kürzesten Strecke kommen für gewöhnlich als Letztes.", merkte sie lapidar an während ein stumpfes Geräusch das Abstellen von zwei Flaschen signalisierte. "Neu. Mann.", sprach sie langsam seinen Namen aus und nahm das Bier in die Hand. "Das bedeutet doch in ihrer Sprache auch nur neuer Mann, oder?", erkundigte sie sich höflich und stieß mit Werner an. "Ja, ich denke daher kommt es her. Habe mir ehrlich gesagt nie Gedanken über die Herkunft gemacht.", antwortete Werner.
    "Ja, sie mussten sicher nicht ein paar Jahrhunderte Clan Geschichte lernen. Aber er passt doch. Das sind sie doch hier. Der Neue. Ein Name wie für den Moment gemacht.", erklärte sie und hob anerkennend die Flasche, bevor sie einen Schluck daraus machen. Werner nickte verlegen und nahm ebenfalls einen Schluck. Natürlich hatte sie Recht, er war der neue Mann an Bord.


    Guddi führte Jane zielstrebig zum Fahrstuhl, mit dem sie vorher zur Besprechung auf die Brücke gefahren war. ,,Die Einsatzbesprechung kommt immer am Anfang einer Fahrt. Für uns ändert sich meist nicht viel, unser Job ist es eben, den Kahn am Laufen zu halten. Hast Du schon mit Schiffen gearbeitet?“, fragte Guddi und drückte den Rufknopf.
    ,,Bisher nicht. Ich habe meistens an Anlagen und Einsatzfahrzeugen geschraubt.“
    ,,Und wieso versetzt man Dich dann auf eine Fregatte?“, wunderte sich Guddi und lachte ihr asphyktisches Lachen. ,,Oh Mann, die da oben haben auch keinen Plan, was sie machen. Oder wolltest Du zur Marine?“
    ,,Freiwillig gemeldet habe ich mich nicht. Ist eine lange Geschichte.“
    Guddi drehte den Kopf zu ihr, schien kurz zu überlegen und zuckte dann mit den Schultern. ,,Okay, cool.“

    Mit einem unaufdringlichen Piepen öffnete sich die Fahrstuhltür und zwei Crewmitglieder stiegen aus. An die Rückwand der Fahrstuhlkabine gelehnt schaute ein Mann Jane und Guddi entgegen als sie eintraten und lächelte. ,,Marcus! Was geht?“, begrüßte die Estin ihn.
    ,,Alles wie immer. Ihr wollt auch zu Besprechung?“ Marcus drückte sich von der Wand ab und reichte Jane die Hand. ,,Hi, Marcus Gould. Du musst die Neue sein.“
    ,,Jane Cohen, die Neue.“, antwortete Jane und schlug ein. Marcus‘ Hand war rau wie Mondgestein.
    Guddi drückte den Knopf für das Unterdeck und wandte sich dann auch Marcus zu: ,,Ich habe dich auf Arcturus gar nicht mehr gesehen. Hast Du Paks Dienst übernommen oder bist Du einfach untergetaucht?“
    Marcus lachte und schüttelte den Kopf. ,,Nein, ich war einfach in der Unterkunft und habe mit Linda telefoniert und so. Bisschen chillen.“ Er zuckte mit den Schultern, während sich der Fahrstuhl nach unten bewegte. ,,Ich brauchte mal ein bisschen Ruhe, denke ich.“
    ,,Marcus ist für die Wartung der kleinen Schiffe an Bord verantwortlich. Linda ist seine Frau, die beiden sind sehr, sehr süß zusammen. Ganz tolle Bilder, wirklich.“, erklärte Guddi an Jane gewandt.
    ,,Und das ist Guddi, unser Bordmaskottchen, das alles über jeden weiß und dafür sorgt, dass auch die anderen es erfahren.“, ergänzte Marcus die Vorstellungsrunde und grinste schief. ,,Aber da Du mit ihr reingekommen bist, nehme ich an, dass Du das schon selbst bemerkt hast.“
    ,,Stimmt, Jane und ich wohnen jetzt nämlich zusammen und teilen alles miteinander.“, feixte Guddi zurück und streckte die Zunge heraus. Marcus hingegen presste die Lippen aufeinander und hob die Augenbrauen. Er legte Jane sanft die Hand auf die Schulter und nickte langsam, so als bereite er sich darauf vor, eine schlechte Nachricht zu überbringen. ,,Bleib stark, pass auf Dich auf und zögere nicht, um Hilfe zu rufen, wenn es nicht anders geht.“ Jane blinzelte und schaute dann zwischen Guddi und Marcus hin und her.
    ,,Ähm … danke?“
    ,,Hör nicht auf den Kerl, der labert nur.“
    ,,Du hast mir auch gefehlt, Guddi.“
    Die Fahrstuhltür öffnete sich und beendete den Schlagabtausch zwischen den Kameraden. Die drei verließen die Kabine und Marcus bog nach rechts ab, während Guddi nach links steuerte.
    ,,Geh Du schonmal vor, ich zeige Jane noch den Weg zu Kates Dienstzimmer und hole sie ab.“
    ,,Geht klar, bis gleich.“, antwortete Marcus und setzte seinen Weg fort.

    Guddi ging wieder voran und führte Jane durch die Gänge des Unterdecks. Hier waren die Maschinengeräusche des Antriebs und der Lebenserhaltung viel deutlicher zu hören als oben im Cockpit, aber nicht störend laut. ,,Voll cool!“, dachte Jane, als sie Kabeln und Hydraulikleitungen mit den Augen folgte.
    ,,Während des Diensts sind wir meistens hier unten, warten die Maschinen und haben ein Auge auf die Überwachungssysteme. Weiter vorn im Schiff haben die Marines ihr Quartier, da gibt es für uns nichts zu tun, aber die sind witzig und hängen nach Dienstschluss meist mit dem Rest der Crew rum.“, erklärte Guddi munter vor sich hin und zeigte mal hier hin und dort hin.
    Nach nicht einmal zwei Minuten machten sie vor einem Schott halt und Guddi erbat mit ihrer Marke Einlass. Prompt glitt das Schott auf und gab den Blick auf Torres frei, die grade an ihrem Arbeitsplatz saß. ,,Guddi und Jane kommen gerade, bis später.", beendete sie das Gespräch, das sie grade über den Bordfunk geführt hatte und wandte sich ihren beiden Untergebenen zu. ,,Sehr gut, dass Ihr Euch schon getroffen habt. Du führst Jane rum?“
    ,,Ja, ich habe sie orientierungslos auf dem Gang gefunden und unter meine Fittiche genommen.“
    ,,Lügen Sie grade Ihre Vorgesetzte an, Corporal?“, fragte Torres und grinste.
    ,,Vielleicht ein bisschen, Ma’am.“, gab Guddi zu und grinste zurück.
    ,,Hast Du Dich gut zurechtgefunden, Jane? Hat das mit der Koje oben geklappt?“, fragte Kate nun Jane.
    ,,Alles gut, ich hatte meine Sachen in Guddis leerer Bude geparkt und als ich nach ihnen sehen wollte habe ich eine neue Freundin gefunden.“
    ,,Awww…“
    ,,Gern auf Außeneinsätze gehen und jetzt bei noch bei Guddi wohnen, Cohen liebt das Risiko.“, resümierte Torres und stand von ihrem Platz auf. ,,Wollen wir schonmal zur Einsatzbesprechung gehen? Viel Neues gibt es nicht, aber Vorschrift ist Vorschrift. Außerdem kann Jane dann den Rest vom Team kennen lernen.“
    Zu dritt gingen zurück zum Fahrstuhl und nahmen dann den Weg, den Marcus eingeschlagen hatte. Es ging noch eine Treppe hinunter und um eine Ecke, bevor sie den Besprechungsraum tief um Bauch des Schiffes erreichten. Als sie eintraten, saßen Marcus sowie ein zwei weitere Mitglieder des Technikkorps, ein Mann und eine Frau, schon um den schmucklos grauen Konferenztisch. Niemand machte Anstalten, vor der eintretenden Offizierin zu salutieren oder sich gar zu erheben.

    ,,Hallo zusammen, schön, dass Ihr alle da seid. Wir warten noch kurz auf die anderen und fangen dann an.“, begrüßte Torres ihr Team und nahm am Kopf des Tisches Platz. ,,Das ist Specialist Jane Esther Cohen, unser Neuzugang im Team. Das Vorstellungszeug machen wir gleich.“
    Jane merkte, wie die beiden, die sie noch nicht kennen gelernt hatte, sie interessiert anschauten. Guddi ließ sich in den Platz zu Torres Rechten fallen, Jane setzte sich zwischen sie und Marcus, der grade etwas auf seinem OmniTool betrachtete. Die Frau, die ihr gegenüber saß, streckte sich etwas über den Tisch und reichte ihr die Hand.
    ,,Hi, ich bin Olivia.“, begrüßte sie Jane freundlich. Ihren Akzent konnte Jane nirgends einordnen. ,,Jane. Freut mich.“
    Der Techniker, der zwischen Olivia und Torres saß, beließ es dabei, über den Tisch zu winken und höflich zu nicken. ,,Jimin Pak.“ Jane nickte zurück.
    ,,Pak hatte Borddienst, während die Columbia vor Anker lag und macht gleich die Übergabe, was so passiert ist, während wir Landgang hatten. Meist passiert gar nichts und erst recht nicht, wenn Pak den Hut aufhat. Er ist immer die Ruhe selbst und keine Maschine wäre so unhöflich, diese Ruhe mit einer Fehlfunktion zu stören.“, erläuterte Guddi wieder ohne vorherige Aufforderung. ,,Wie eine Museumsführerin, nur das die Gemälde Menschen sind und hören, was über sie gesagt wird.“, dachte Jane, während sie zuhörte und zu Pak schaute, der leicht lächelte und sich über Guddis Worte zu freuen schien.
    ,,Es ist tatsächlich nichts passiert, die Übergabe wird schnell gehen. Wir können danach …“
    ,,Entschuldigung, wir haben die Zeit vergessen!“, rief die junge Frau, die eilig in den Besprechungsraum gelaufen kam. Direkt hinter traten die letzten beiden Techniker ein und komplettierten so das Team, ein kräftiger Kerl mit wettergegerbtem Gesicht und ein junger Mann, der noch im Hereinkommen seine Uniformjacke zuknöpfte.
    ,,Ich hoffe für Hall, dass die Kabel der Bordgeschütze sind nicht nach Farben kodiert sind. Das sind keine roten Haare.“, überlegte Jane, als sie schlussfolgerte, dass die junge Technikerin, die als letzte Frau dazugekommen war, ihre Namensschwester sein musste.
    ,,Macht nichts, wir haben noch nicht angefangen. Setzt Euch.“, forderte Torres die Nachzügler auf und deutete auf die freien Plätze.
    ,,Ah, die Neue!“, mutmaßte der Dunkelhaarige, der seine Jacke sortiert und neben Marcus Platz genommen hatte.
    Jane winkte verhalten, so langsam hatte sie sich oft genug vorgestellt.
    ,,Die Personalien besprechen wir gleich, Amar, wir fangen jetzt erstmal an.“, befahl Torres und wandte sich dann Pak zu.
    ,,Specialist Pak, berichten Sie.“

    Pak schaute in die Runde und schmunzelte. ,,Keine besonderen Vorkommnisse während des Aufenthalts auf Arcturus, alle Systeme sind im Normalbetrieb, die Back-up-Systeme sind einsatzbereit, Lieutenant.“
    ,,Sehr gut. Damit beginnt ab jetzt wieder Borddienst für das ganze Korps nach den bekannten Dienstzeiten. Die bisherige Einteilung aus dem letzten Einsatz wird beibehalten.“
    Torres atmete aus und entspannte sich in ihrem Stuhl. ,,So, der Teil wäre damit erledigt. Gibt es sonst etwas Neues?“
    Alle, die Jane noch nicht kennen gelernt hatten, schauten mehr oder weniger unauffällig zwischen ihr und Torres hin und her, ohne jedoch etwas zu sagen. ,,So muss sich der Elefant im Raum fühlen, den keiner ansprechen mag.“, schoss es Jane durch den Kopf.
    ,,Gut, dann möchte ich Euch unser neues Teammitglied vorstellen, Specialist Jane Esther Cohen ist ab heute mit an Bord.“ Torres deutete mit einer Hand auf Jane, als ob nicht jedem klar wäre, um wen es geht. ,,Guddi, Marcus, Olivia und Pak haben sie schon kennen gelernt, der Rest stellt sich jetzt bitte einmal vor, damit wir das hinter uns haben.“
    Es war interessant zu beobachten, wie Torres vor ihrem Team sprach. Zum ersten Mal bekam Jane einen Eindruck davon, wie die zarte Asiatin führte. Auch wenn sie die kleinste Person im Raum war, bestand kein Zweifel daran, wer das Sagen hatte.
    ,,Specialist Amar Prasad“, meldete sich der Techniker neben Marcus zu Wort.
    ,,Bis auf Guddi und Kate sind hier alle Specialist, Amar“, kommentierte sein Kamerad, der mit ihm eingetreten um ihm gegenüber Platz genommen hatte. ,,Adam Gorski, ich bastele an den Einsatzfahrzeugen rum.“
    ,,Irre, ich habe Dich noch nie so viele Worte auf einmal sprechen hören!“, entgegnete Amar mit gespielter Fassungslosigkeit. ,,Ich betreue die Bord-V.I.s und die Schnittstellen zwischen den einzelnen Bordsystemen“, fuhr er fort.
    ,,Einfach nur den Namen nennen und dann ist der nächste dran.“, ordnete Torres mit einem Augenrollen an, das Guddis Konkurrenz hätte machen können. ,,Wir wollen schließlich heute noch fertig werden.“
    ,,Jane Mosquera Santos.“, stellte sich die eindeutig schwarzhaarige Technikerin zwischen Gorski und Olivia vor und lächelte ihre Namensvetterin freundlich an.
    ,,So, damit wären alle Formalitäten erledigt, ab morgen läuft der Dienst wieder wie gewohnt. Dann lernt Ihr Euch eh alle noch besser kennen“, beendete Torres die Vorstellungsrunde. Jane war froh, nicht den zweiten Offenbarungseid des Tages leisten zu müssen und einfach schweigen zu dürfen.

    ,,Dann jetzt zum Wichtigsten: Captain Macnab von den Marines lädt zum Pokern ein. Wir brauchen noch einen Freiwilligen, der mit mir hingeht und das Technikkorps würdig vertritt. Macnab ist auf Rache aus und ich habe nicht vor, ihr diese Gelegenheit zu geben.“ Torres pochte bei den letzten Worten mit der Faust auf den Tisch, lächelte aber mit entschärfender Wärme.
    ,,Ich bin raus“, verkündete Gorski prompt und verschränkte die Arme vor der Brust.
    ,,Immer noch eingeschnappt?“, triezte Amar ihn sogleich.
    ,,Gorski hat beim ersten Pokerabend mit As und 6 out of position gecallt und sechs Millionen verloren. Übles Ding.“, flüsterte Guddi Jane zu. Jane nickte wissend, obwohl sie nichts verstanden hatte. Sie hatte keine Ahnung von Poker.
    ,,Dann spiel Du doch mit.“, gab Gorski an Amar zurück. Dieser lachte und schüttelte den Kopf. ,,Kein Glückspiel für mich, weißt Du doch. Gebot ist Gebot.“
    ,,Spielst Du Poker?“, wandte sich Torres nach rechts an Jane.
    ,,Leider nein, ich hatte nie die Geduld, es zu lernen“, antwortete Jane. Kartenspiele aller Art hatten sie schon immer gelangweilt.
    ,,Dann habt Ihr ja noch mehr als nur den Namen gemeinsam“, seufzte Torres und zeigte mit dem Finger abwechselnd auf die beiden Janes am Tisch. Die zu ihrer linken zuckte entschuldigend mit den Schultern und ließ es dann dabei beruhen.
    Olivia lehnte ebenfalls mit einem Kopfschütteln ab: ,,Ich bin mit Carla und Esohe verabredet, es gibt eine neue Staffel von Turning Point.“
    ,,Schnulze!“, hustete Guddi gut hörbar in die nur halb vorgehaltene Hand und wurde von Olivia mit einem wunderbar elegant gezückten Mittelfinger belohnt.
    ,,Ich habe an dem Tag die Nachtwache, bin also auch raus“, erklärte Marcus.
    Torres nickte. ,,Die erste vernünftige Ausrede des Abends, ich bin begeistert. Wäre peinlich, wenn der Antrieb hochgeht, während der Diensthabende am Pokertisch sitzt. Bleiben noch Guddi und Pak.“
    ,,Ich wäre dabei, aber ich weiß, dass Pak auch Lust hätte und viel zu viel Anstand hat, auf den Platz zu bestehen, wenn ich antreten will“, sagte Guddi und grinste den Asiaten entwaffnend an. Pak, der seit der Übergabe gar nichts mehr gesagt hatte, wurde um eine kaum wahrnehmbare Nuance röter im Gesicht.
    ,,Also, ich würde schon gern mitspielen, aber …“, druckste er herum, bevor Guddi laut loslachte. ,,Ich hab’s Euch gesagt, Pak würde sich nie vordrängeln. Der letzte Gentleman.“ Pak schaute verlegen auf die Tischplatte.
    ,,Und nun? Soll ich jetzt einen bestimmen oder was?“, fragte Torres.
    ,,Wir werfen eine Münze. Dann muss Pak kein schlechtes Gewissen haben, mir den Platz weggenommen zu haben, wenn er gewinnt“, schlug Guddi vor.
    ,,Von mir aus gern, aber ich habe keine Münze dabei“, entgegnete Pak. Seit der Abschaffung des Bargelds vor mehreren Jahrzehnten ging es dem Großteil der Menschheit nicht anders.
    ,,Ich schon“, verkündete Marcus und schnippte eine glänzende Goldmünze in die Luft, die mit einem hellen Klingen auf dem Konferenztisch zum Liegen kam.
    ,,Ist das ein Krügerrand?“, fragte Amar, der sich nach vorn gelehnt hatte, um das Geldstück zu begutachten.
    ,,Ja, das ist ein Glücksbringer“, erklärte Marcus und lächelte dabei, als ob ihm eine schöne Erinnerung in den Sinn gekommen wäre.
    ,,Okay, bei Kopf kommt Guddi mit und bei…“, begann Torres, die sich die Münze genommen hatte, hielt dann aber inne, um die Rückseite näher zu betrachten. ,,… und bei Reh tritt Pak für uns an.“
    ,,Springbock“, korrigierte Marcus trocken.
    ,,Alles das Gleiche“, gab Torres zurück und warf die Münze. Sie fing sie geschickt aus der Luft und klatschte sie auf ihren rechten Handrücken. Als sie die linke Hand hob, glänzte der südafrikanische Springbock edel im künstlichen Licht des Besprechungsraumes.
    ,,Damit ist es entschieden, Pak kommt mit zum Poker.“ Pak gab sich alle Mühe, nicht über das ganze Gesicht zu strahlen, scheiterte aber. Guddi lachte, beugte sich vor und reichte ihm die Hand, während Torres Marcus seinen Glücksbringer zurückgab.
    ,,Okay Leute, Ende der Besprechung. Uns allen eine gute Fahrt“, erklärte Torres. Prompt brach das Geschnatter unter den Technikern aus, die sich erhoben und dann zu zweit oder zu dritt den Raum verließen. Torres hielt Jane an der Schulter zurück.
    ,,Wir treffen uns morgen bei Dienstbeginn bei mir, dann schauen wir, wo Du eingesetzt wirst.“
    ,,Geht klar, bis morgen“, antwortete Jane.
    ,,Bis morgen, hab einen schönen Abend.“

    Jane wandte sich zur Tür, Guddi war schon mit Pak vorgegangen, von jenseits der offenen Tür war ihr Lachen zu hören. An der Tür standen Olivia und die andere Jane und warteten auf sie.
    ,,Hi nochmal.“, begrüßte sie ihre Namensvetterin und reichte ihr die Hand.
    ,,Hi. Wir werden uns wohl etwas einfallen lassen müssen, damit man uns auseinanderhalten kann, hm?“, sagte Jane lachend. Außer dem Namen gab es nichts Offensichtliches, das die beiden Frauen gemeinsam hatten.
    ,,Du kannst Santos sagen, bis auf Marcus und Olivia werden hier eh alle mit Nachnamen angesprochen. Ich hoffe Cohen ist auch okay für Dich?“
    ,,Klar, kein Problem“, entgegnete Jane. ,,Aber wieso nennen Dich und Marcus alle beim Vornamen?“, fragte sie dann, an Olivia gewandt.
    ,,Toussaint kann keiner richtig aussprechen und Marcus‘ Nachname klingt zu sehr nach Guddi, deswegen hat sich das so eingebürgert“, erklärte Olivia und wandte sich in Richtung Ausgang. Jane und Santos schlossen sich ihr an und zu dritt machten sie sich plaudernd auf den Weg zu ihren Kajüten.
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    Schön anzusehen und man denkt gern daran
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    Ein scheues Grinsen, dass so nicht zu ihr passte. Alles was passte war der dunkle Unterton. Sie genoss sichtlich jeden Kuss, jede tiefsinnige Berührung die sich hier einschlich, hauchte Atem gegen seine Haut, bevor sie es wagte zu antworten: "Wollen wir wetten..?" Ihre Brauen hoben sich lieblich aber herausfordernd. "Natürlich nicht weil ich denke, dass dir definitiv noch ein paar Bilder in diesem Haus fehlen."


    ...etwas später...

    Manche Dinge vergingen eben einfach niemals. Egal wie viel Zeit dazwischen lag, egal, wie viel Professionalität die Beziehung zwischen beiden, die auf diese Weise eben keine mehr war, aufzubauen wichtig war, es erreichte immer wieder diesen Punkt, an dem ein kurzer, vielleicht eher flüchtiger Kuss alles änderte. Und selbst diese Situation so eigenwillig auseinander riss. Sie betäubte, aber immer noch viel zu präsent werden ließ. Auch die intensivste Ablenkung war eben nur das: Eine Ablenkung.
    Ganz abgesehen davon genoss sie es trotzdem, wie sie sich die Lippen leckte. Nicht nur metaphorisch, aber auch. Ein heiseres Grinsen verriet sie. Dann setzten sich beide Füße wieder auf dem kühlen Boden des Labors ab, die Hände der Sizilianerin streiften die Schultern des schwedischen Arztes und dann war es, neben all den intensiven Blicken, nur noch ihre Hand die seinen Kopf am Kinn aufrichtete, den Blick damit weitestgehend von ihr kappte, bevor sie grinste. Erneut. Immer schwächer.

    Entgegen der Annahme, dass nun alles gänzlich kühler zwischen beiden war, sah sich die Schwarzhaarige plötzlich um, als habe die dem Raum vorher keiner genauen Prüfung unterzogen. Vermutlich hatte sie das auch nicht, denn ihre Gedanken und ihr Fokus lag ständig auf etwas anderem und neuem, womit sie nur schwerlich umgehen konnte. Ihr 'System' damit überlastet. "Hmm. Du bist nicht der größte Freund von Bildern, mh?", fragte sie und fand hier zumindest, im Labor, keine. Vielleicht im angrenzenden Büro, dass ihr kaum einen Einblick gewährte. "Ich mein-..abgesehen von den ziemlich-...eindeutigen, die du gerade von mir gemacht hast und definitiv nicht für die Akten von Cerberus bestimmt sind.", wieder ein dreckiges Grinsen. "Vero?"

    Ihre Schritte führten sie zur Liege zurück, wo sie sich Zeit ließ den Slip und das Shirt wieder anzuziehen, nicht nur weil ihre Hüfte noch schmerzte, und ein Gefühl zu verbreiten als wäre das, was sie eben miteinander geteilt hatten, eben nicht die Ausgeburt einer viel zu intensiven Form von Liebe zueinander, sondern irgendwie eine Spur zu 'normal' und zu sehr nur dafür da, etwas 'abzuarbeiten' was auf einer Strichliste stand. "Gib mir die Kamera.", sagte sie ganz unbescholten, den Temperaturen angemessen angezogen und winkte mit der rechten Hand in seine Richtung. "Na los."
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  4. #284 Reply With Quote
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    Die Zigarette immer noch zwischen den Lippen zückte Hanna ihre Zigarettenschachtel, fischte eine Kippe heraus und reichte sie Craig. Der nahm sie mit der erwartungsvollen Vorfreude eines Kiffers entgegen, legte sie zwischen Zeige- und Ringfinger. Hannas Sturmfeuerzeug flammte auf und Craigs Zigarette begann zu glimmen. „Nur Nutten lassen sich Feuer geben“, kommentierte Hanna spöttisch. Der Spruch war vermutlich älter als die Besiedelung des Alls, aber Klassiker sollte man ja ehren. Sie zog an ihrer Zigarette und spülte den kaum mehr wahrnehmbaren Kratzgeschmack mit kaltem Bier herunter. Dann betrachtete sie die Zigarette in ihrer Hand. „Ich weiß gar nicht, wann ich angefangen habe zu rauchen. Ich glaube mit Sechszehn. Aber damals habe ich allen möglichen Scheiß getrieben.“ Sie blies den Rauch aus ihren Lungen fort, der als dicke weiße Wolke zwischen ihnen schwebte, sich wie wabernder Seetang bewegte bis er schließlich von der Dunstabzugshaube der Küche in feine Streifen zerrissen und eingesaugt wurde. Ihr Blick war nachdenklich. Sie dachte an Terra Nova, Craigs Heimatplaneten. Sie war bereits mehrmals dort gewesen.
    Das erste Mal war es ein Urlaub gewesen, ihre Eltern wollten den Planeten angeblich nur besuchen, weil er als Juwel der Menschheit galt. Rückblickend glaubte sie, dass Mutter und Vater Terra Nova als potenzielle neue Heimat in Betracht gezogen hatten. Später, da war sie schon bei der Allianz gewesen, hatte sie einen Urlaub dort verbracht. Die Erinnerungen an das satte Grün der Flora und die klare Luft hatten sie gelockt – und sie nicht enttäuscht. Dann war sie noch mehrmals mit der Allianz dort gewesen, Übungen mit den hiesigen Schutztrupps oder Allianz Bodentruppen und Marines. Der Planet war derart schön, dass ein Krieg dort in mehr als einer Hinsicht eine Katastrophe gewesen wäre. Allerdings war bekannt, dass auch die Batarianer ein Auge auf Terra Nova geworfen hatten. Hanna erwähnte gegenüber Craig nichts davon.

    Stattdessen schüttelte sie wirsch den Kopf, als wolle sie den aufdringlichen Gedanken an ihre Aufenthalte dort verjagen. „Also, Terra Nova, dann wollen wir mal. Ich stelle zuerst eine Frage und, naja, Sie kennen es ja.“ Sie nahm noch einen Zug der Zigarette, roch den intensiven Geruch des gebratenen Fleisches und merkte, wie Speichel in ihrem Mund zusammenlief. „Ich habe noch nie…“ Sie dachte kurz nach, dann brach sie ab. „Die Sache ist die: Ich habe bereits sehr viel gemacht. Wenn ich also mit ‚Ich habe noch nie…‘ sage, dann meine ich es nicht so.“ Sie zwinkerte. „Zumindest nicht immer.“ Sie nahm einen weiteren Schluck Bier aus der mittlerweile nicht mehr kalten Dose und begann noch einmal: „Ich habe noch nie eine Schlägerei angefangen.“ Lasset die Spiele beginnen, schoss ihr durch den Kopf. Neugierig betrachtete sie den Profiler.


    "Sie wissen, dass Sie trinken müssen wenn Sies schonmal getan haben. Wenn wir das hier machen will ich nicht von Ihnen verarscht werden, Hanna. Ich bin sehr sensibel.", grinste er breit und trank zur Antwort einen Schluck Bier bevor er die Dose zur Seite stellte. Zuvor hatte er die angebotene Zigarette angenommen. Sogar noch gegrinst, nachdem sie ihn wenig subtil als Nutte bezeichnet hatte, zuckte aber einfach nur mit der Schulter anstatt ihr einen Vorwurf aus einem dummen Spruch zu drehen, was selbstverständlich auch durch ihre bloße Gesellschaft kam.

    "Nicht beabsichtigt.", kommentierte er seine 'Ich habe noch nie'-Antwort. Das Fleisch tastete er mit dem Werkzeug ab - und es war in etwa so weich wie sein Handballen, ein Vergleich bestätigte dies. Das Risotto hingegen kochte schön ein. War etwas dicklich, weich. Bald würde alles fertig sein. "Ich hab meinem damaligen Mitschüler geraten, sich seine dämlichen Kommentare da hin zu stecken, wo selbst auf Scott keine Sonne mehr scheint. Natürlich hat das nichts gebracht, natürlich wurde dieses...Subjekt nur noch aggressiver und natürlich blieb mir dann nichts anderes übrig als zuzuschlagen. Spätestens nachdem er mir gedroht hatte einem, Zitat, 'Freak wie mir die Augen auszustechen und in einem Museum auszustellen'." Craig lächelte milde, das es ihn ein bisschen traf obwohl es viele Jahre zurück lag versuchte er mit charakteristischer Freundlichkeit zu überspielen. "Ok, vielleicht war es doch beabsichtigt."
    "Also, ich bin dran: Ich hab....noch nie eine größere Menge Credits beim Quasar verloren.", lächelte er plötzlich ausgelassener. Er kümmerte sich weiter um das Risotto, fügte noch Gewürze hinzu, die er aus einem kleinen Schrankabteil nahm und nach und nach auf dem Essen verstreute. Und dann warf er Hanna Blicke aus dem Augenwinkel zu.
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    "Sie wissen, dass Sie trinken müssen wenn Sies schonmal getan haben. Wenn wir das hier machen will ich nicht von Ihnen verarscht werden, Hanna. Ich bin sehr sensibel.", grinste er breit und trank zur Antwort einen Schluck Bier bevor er die Dose zur Seite stellte. Zuvor hatte er die angebotene Zigarette angenommen. Sogar noch gegrinst, nachdem sie ihn wenig subtil als Nutte bezeichnet hatte, zuckte aber einfach nur mit der Schulter anstatt ihr einen Vorwurf aus einem dummen Spruch zu drehen, was selbstverständlich auch durch ihre bloße Gesellschaft kam.

    "Nicht beabsichtigt.", kommentierte er seine 'Ich habe noch nie'-Antwort. Das Fleisch tastete er mit dem Werkzeug ab - und es war in etwa so weich wie sein Handballen, ein Vergleich bestätigte dies. Das Risotto hingegen kochte schön ein. War etwas dicklich, weich. Bald würde alles fertig sein. "Ich hab meinem damaligen Mitschüler geraten, sich seine dämlichen Kommentare da hin zu stecken, wo selbst auf Scott keine Sonne mehr scheint. Natürlich hat das nichts gebracht, natürlich wurde dieses...Subjekt nur noch aggressiver und natürlich blieb mir dann nichts anderes übrig als zuzuschlagen. Spätestens nachdem er mir gedroht hatte einem, Zitat, 'Freak wie mir die Augen auszustechen und in einem Museum auszustellen'." Craig lächelte milde, das es ihn ein bisschen traf obwohl es viele Jahre zurück lag versuchte er mit charakteristischer Freundlichkeit zu überspielen. "Ok, vielleicht war es doch beabsichtigt."
    "Also, ich bin dran: Ich hab....noch nie eine größere Menge Credits beim Quasar verloren.", lächelte er plötzlich ausgelassener. Er kümmerte sich weiter um das Risotto, fügte noch Gewürze hinzu, die er aus einem kleinen Schrankabteil nahm und nach und nach auf dem Essen verstreute. Und dann warf er Hanna Blicke aus dem Augenwinkel zu.


    Hanna trank einen Schluck. Ja, sie hatte schon einen Streit angefangen – oder auch mehrere. Und nicht nur angefangen, sondern auch beendet. Ähnlich wie Craig, nur mit nachhaltigerer Wirkung. Die Geschichte sparte sie allerdings aus, lauschte stattdessen dem, nicht gänzlich ohne Stolz, vorgetragenem Bericht des Profilers. Dann stellte Craig seine Frage, stocherte dabei im Essen. Das Fleisch duftete verführerisch. Scheinbar war er mit dem Kochlöffel nicht weniger begnadet, als damals mit seinen Fäusten. Der Terra Novaner nahm sie mit seinen verschiedenfarbigen, fragenden Augen ins Visier. Sie lächelte, schwenkte die Bierdose im Uhrzeigersinn und schüttelte sachte den Kopf. „Keinen einzigen Credit. Ich habe noch nie auch nur einen Chip in diese Automaten gesteckt, geschweige denn eine höhere Summe. Glücksspiel ist so gar nicht mein Ding.“ Hanna deutete den Blick des Profilers als überrascht. Vermutlich hätte er von einer rabiaten, rauchenden und trinkenden Polizistin nicht erwartet, dass sie einem weiteren Laster abgeneigt wäre. „Herrje, Sie müssen ja sonst etwas von mir denken“, lachte sie, als Craig sie noch immer zweifelnd anschaute. „Nächste Runde: Ich habe noch nie…“ Sie hob eine Augenbraue: „…einen Mann geküsst.“ In ihren Augen flammte Neugier, dann setzte sie das Bier an die Lippen und nahm einen Schluck.
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    Hanna trank einen Schluck. Ja, sie hatte schon einen Streit angefangen – oder auch mehrere. Und nicht nur angefangen, sondern auch beendet. Ähnlich wie Craig, nur mit nachhaltigerer Wirkung. Die Geschichte sparte sie allerdings aus, lauschte stattdessen dem, nicht gänzlich ohne Stolz, vorgetragenem Bericht des Profilers. Dann stellte Craig seine Frage, stocherte dabei im Essen. Das Fleisch duftete verführerisch. Scheinbar war er mit dem Kochlöffel nicht weniger begnadet, als damals mit seinen Fäusten. Der Terra Novaner nahm sie mit seinen verschiedenfarbigen, fragenden Augen ins Visier. Sie lächelte, schwenkte die Bierdose im Uhrzeigersinn und schüttelte sachte den Kopf. „Keinen einzigen Credit. Ich habe noch nie auch nur einen Chip in diese Automaten gesteckt, geschweige denn eine höhere Summe. Glücksspiel ist so gar nicht mein Ding.“ Hanna deutete den Blick des Profilers als überrascht. Vermutlich hätte er von einer rabiaten, rauchenden und trinkenden Polizistin nicht erwartet, dass sie einem weiteren Laster abgeneigt wäre. „Herrje, Sie müssen ja sonst etwas von mir denken“, lachte sie, als Craig sie noch immer zweifelnd anschaute. „Nächste Runde: Ich habe noch nie…“ Sie hob eine Augenbraue: „…einen Mann geküsst.“ In ihren Augen flammte Neugier, dann setzte sie das Bier an die Lippen und nahm einen Schluck.


    Der Kochlöffel brachte einmal den ganzen Inhalt des Topfes mit dem Risotto durcheinander. Er musste aufpassen, dass nichts am Boden anbrannte, insbesondere diese Art Herd hatten das Potenzial dazu, weil sie viel zu viel Power hatten. Craig gab dem Risotto noch ein kleines Stück Butter bei, verrührte auch diesen noch und hob die wohlriechende, samtige Masse nunmehr samt Topf von der Hitzequelle. Er ließ sich diese kurze Zeit mit einem garnicht so scheuen Grinsen, das unter dem schlohweißen Schopf noch ein bisschen frecher wirkte, um zwei Teller herauszunehmen, auf welchen er jeweils ein Steak - nunmehr auch perfekt gebraten - ablegte und schließlich dazu über ging eine gute Portion Risotto dem Fleisch gegenüber zu drapieren. "Lars Åberg in der fünften Klasse, Rick Stevens im ersten Jahr während ich aufs Abendgymnasium gegangen bin um meinen Abschluss nachzuholen und zuletzt Colin Iverach, arbeitet in einem Café hier auf der Citadel. Wir waren in der selben Gruppentherapie." Er griff hinüber zu seiner Bierdose, stieß mit dieser sanft gegen ihre und blickte ihr kurz in die Augen während er einen Schluck trank. Dann richtete er weiter an. Füllte die Lücke zwischen Fleisch und Risotto noch mit ein paar Erbsen.
    "Bi, nicht schwul.", schien er das Gefühl zu bekommen sich rechtfertigen zu müssen. "Wenn Sie es mögen auf alles eine Plakette zu kleben, manche machen das ja noch. Mein Motto: Gefühle sind wichtiger als Geschlechter." Er zuckte mit den Schultern. Lächelte offen und herzlich in Hannas Richtung und griff sich schließlich einen Teller, den er Hanna reichte. "Hier. Tun Sie mir den Gefallen und tragen ihn selbst zum Tisch, wenn ich in dem Zustand beide trage ist nachher nichts mehr drauf.", deutete er seinen lädierten Fuß noch an. "Sicher ist sicher." Sein Blick ging zum Esstisch.
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  7. #287 Reply With Quote
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    Der Kochlöffel brachte einmal den ganzen Inhalt des Topfes mit dem Risotto durcheinander. Er musste aufpassen, dass nichts am Boden anbrannte, insbesondere diese Art Herd hatten das Potenzial dazu, weil sie viel zu viel Power hatten. Craig gab dem Risotto noch ein kleines Stück Butter bei, verrührte auch diesen noch und hob die wohlriechende, samtige Masse nunmehr samt Topf von der Hitzequelle. Er ließ sich diese kurze Zeit mit einem garnicht so scheuen Grinsen, das unter dem schlohweißen Schopf noch ein bisschen frecher wirkte, um zwei Teller herauszunehmen, auf welchen er jeweils ein Steak - nunmehr auch perfekt gebraten - ablegte und schließlich dazu über ging eine gute Portion Risotto dem Fleisch gegenüber zu drapieren. "Lars Åberg in der fünften Klasse, Rick Stevens im ersten Jahr während ich aufs Abendgymnasium gegangen bin um meinen Abschluss nachzuholen und zuletzt Colin Iverach, arbeitet in einem Café hier auf der Citadel. Wir waren in der selben Gruppentherapie." Er griff hinüber zu seiner Bierdose, stieß mit dieser sanft gegen ihre und blickte ihr kurz in die Augen während er einen Schluck trank. Dann richtete er weiter an. Füllte die Lücke zwischen Fleisch und Risotto noch mit ein paar Erbsen.
    "Bi, nicht schwul.", schien er das Gefühl zu bekommen sich rechtfertigen zu müssen. "Wenn Sie es mögen auf alles eine Plakette zu kleben, manche machen das ja noch. Mein Motto: Gefühle sind wichtiger als Geschlechter." Er zuckte mit den Schultern. Lächelte offen und herzlich in Hannas Richtung und griff sich schließlich einen Teller, den er Hanna reichte. "Hier. Tun Sie mir den Gefallen und tragen ihn selbst zum Tisch, wenn ich in dem Zustand beide trage ist nachher nichts mehr drauf.", deutete er seinen lädierten Fuß noch an. "Sicher ist sicher." Sein Blick ging zum Esstisch.


    Das Spiel war vorbei, Craig stellte statt einer Frage einen Teller auf dem Tisch ab. Hana folgte ihm, das gutaussehende Essen in der Hand. Beide setzten sich. Craig steuerte gezielt auf einen Stuhl zu, der typische Platz eines Singles mit dem Blick zum Holo-TV. Hanna stellte ihr Bier ab. Eigentlich war so ein ordinäres Dosenbier dem Augenschmaus nicht würdig, den Craig aufgefahren hatte. „Wenn Sie nach der ganzen Sache keine Lust mehr auf C-Sec haben, sollten Sie eine Karriere als Koch anstreben“, witzelte die Blondine. Angesichts des köstliche Essens hatte sie ausgesprochen gute Laune. Sie hätte sich auch mit geringerem Essen zufrieden gegeben, bei Craig hatte sie als Hauptgang eher pappige Chips erwartet. Hanna legte dem Weißhaarigen auf. „Ich mache das, Sie haben ja gekocht.“ Dann machte sie sich daran, sich selbst den Teller vollzumachen. Die Gabel in der Rechten, das Messer in der Linken nickte sie zu, schnitt ein ordentliches Stück Fleisch und kostete. Es schmeckte, mit einem Wort, wunderbar. Gut in der Konsistenz, saftig und nicht zu stark durchgebraten und mit einer Würze, die jedem Restaurant Konkurrenz bereitete. „Gillespie, Sie sind ein Genie“, sagte Hanna und deutete mit der Gabel auf den Profiler. Der war offensichtlich zufrieden mit dem Ergebnis ihres Urteils.

    Eine Weile aßen die beiden in einer fast peinlichen Schweigsamkeit. Craig, ganz Gentleman, stimmte Musik an, um die Stille zu übertünchen. Irgendetwas französisches. Das Besteck klapperte, immer wieder hörte man das leise Schlürfen, wenn einer der beiden trank. „Wussten Sie“, begann Hanna und hielt lauschend die Gabel in die Höhe: „…dass dieses Lied, ‚La vie en rose‘, im vom Deutschland besetzten Paris geschrieben aber erst veröffentlicht wurde, als die Alliierten die Nazi-Armee aus der Stadt vertrieben hatte?“ Sie sah den Profiler an, dessen Gesicht die Antwort spiegelte. Dann räusperte sie sich. „Die Nazis hätten Paris auf Befehl von Adolf Hitler eigentlich komplett zerstören sollen – Prinzip der verbrannten Erde, extremste Version. Das bedeutet, dass die abrückende Armee das gesamte Gebiet, Infrastruktur, Häuser, Geräte, alles zerstört, damit es nicht dem Feind in die Hände fällt. Waren Sie mal in Paris?“ Hanna jagte ihre Gabel in den letzten Bissen Fleisch, dann hielt sie inne. „Entschuldigen Sie, Gillespie. Nazis sind in den seltensten Fällen ein geeignetes Tischthema.“ Sie schob sich das Fleisch in den Mund, kaute und legte die Gabel ab. „Gut gekocht. Mein Essen besteht in der Regel aus Fastfood. Sie hingegen haben offenbar Übung. Kochkurs?
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    #17  Forenperser's Avatar
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    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post

    Wenn man lange genug zwischen den Rassen dieser Galaxie lebte, so lernte man die vielen Unterschiede kennen. Nicht nur zwischen den Rassen selbst, sondern auch zwischen den einzelnen Exemplaren. Natürlich waren Salarianer in der Art ihrer Farbe leichter zu unterscheiden als Volus oder Elcor. Auf den ersten Blick wirkten aber auch Salarianer „gleich“. Ebenso verhielt es sich bei den Turianern. Die ersten Monate hatte Caine Mitglieder der Spezies mit den katzenartigen Gesichtern nur aufgrund besonderer Merkmale unterscheiden können. Mittlerweile erkannte er die Nuancen und die individuellen Charakteristika. So blieb ihm auch die Ironie nicht verborgen, dass Beyo Vhans neue Assistentin nicht nur wieder eine Turianerin war, sondern Braelyn Gavros so sehr in der Farbe der Augen und ihrem Auftreten glich, dass es fast verstörend war. „Masochistische Note“, fabulierte der Journalist und lächelte über seinen eigenen Witz. „Willkommen“, flötete die Turianerin und deutete mit einladender Geste in die Büroräume des Turianers. Gemalte Bilder von Palavin und seinen Monden, scheinbar Aquarell, zierten den Gang zum Zimmer des roten Turianers. Der Journalist passierte zwei Turianer, die ihre Waffen mehr als deutlich präsentierten, den Menschen ganz offensichtlich aber in die Gefahrenstufe Null kategorisierten und keine Anstalten machten, ihn zu durchsuchen. „Verständlich“, dachte der Journalist. „Nach allem, was er durchgemacht hat.“

    Die Tür zum lichtdurchfluteten Hauptraum glitt lautlos in die Wände und gab den Blick auf den roten Turianer frei. Diese Wesen hatten etwas von Skulpturen, wenn sie so sakral im kalten Licht der Citadel standen, immer die natürliche Haltung wahrend, die ihrer Spezies inne lag. „Guten Tag Mister Caine“, grüßte Vhan. Der Journalist erkannte eine Note Verwunderung in der Stimme seines Gegenübers. „Mister Vhan“, sagte Caine, durchmaß den Raum mit raschem Schritt und schüttelte ihm kurz die einzig verbliebene Hand. Die Wunde war, sofern Caine es beurteilen konnte, gut versorgt und verheilt. Die Turianerin mit Gavros‘ Augen kam herein und brachte eine Karaffe mit lapislazulifarbenem Wasser auf einem Tablett mit zwei hohen Gläser. Die Flüssigkeit wirkte schwer und zugleich wirbelnd wie verwehende Wolken. Sie stellte das Tablett ab und bot Caine, quasi im Auftrag Vhans, den Platz vor dessen Schreibtisch an. Während sie die Gläser füllte, sah Caine zu seinem gegenüber. „Sie scheinen mich vergessen zu haben“, konnte sich der Journalist nicht verkneifen zu sagen. „Umso froher bin ich, dass ich Sie hier erwische. Ich denke mal, dass Sie dieser Tage viel zu tun haben werden.“ Er sah sich in dem Raum um, der so geschäftig und zugleich aufgeklärt wirkte, wie der Thronsaal eines Imperators. Noch bevor das Interview beginnen sollte, der Schreibblock gezückt und das Aufnahmegerät angeschaltet war, stellte Caine die erste ihm aufkeimende Frage: „Sagen Sie, Mister Vhan, was machen Sie eigentlich beruflich?


    Beyo Vhan

    Jodacus und Tiberian hatten scheinbar keinerlei Einsprüche zu erheben gehabt und ihn unbehelligt rein gelassen. Ein Glück, wie der Turianer sich dachte. Eine Erwähnung seitens des Reporters im Bericht, dass er von seinen Leibwächtern in irgendeiner Weise misshandelt wurde, würde sich sicherlich nicht gut machen. "Kommen Sie."
    Er bedeutete ihm vorauszugehen und sich in seinem Büro zu setzen. "Danke Mhey - Vyola."
    Es war wirklich ein wenig verstörend, wie sehr er noch Braelyn Gavros' Alter Ego als seine persönliche Assistentin gewöhnt war. Vyola's Ähnlichkeit mit ihr machte die Sache nicht einfacher. Sie nahm den kurzen Versprecher jedoch offensichtlich nicht übel, lächelte nur und entfernte sich wieder, nachdem sie das Getränk und die Gläser abgestellt hatte.
    "Ehrlich gesagt ja." antwortete Beyo ganz offen. Es war so viel passiert in den letzten Tagen. Er hatte an allen Fronten gleichzeitig Feuer löschen müssen, sowohl was persönliche, als auch berufliche anging. Lani, sein Sohn, die Beerdigung, die Behandlungen, die Arbeit....es war einfach zu viel gewesen um sich noch daran zu erinnern.
    "Aber jetzt sind sie hier. Und vielleicht ist es ganz gut so. Zeit der Öffentlichkeit Antworten zu geben."
    Die erste Frage kam und Beyo kratzte sich ein wenig ratlos am Hinterkopf. Ja, wie nannte man das was er tat eigentlich?
    "Ich bin mir nicht sicher ob es ein passendes, menschliches Equivalent gibt. Nennen sie mich eine Art Kurator. Ich bin die erste Instanz, die Leute auf dem Weg zu meinem Vater durchlaufen. Ich prüfe sämtliche Angebote und Anfragen potenzieller Partner, ich organisiere Treffen und Events, wähle geeignete Veranstaltungen aus, an denen es sich für unser Unternehmen teilzunehmen lohnt, wie Syren Vox's Spendengala. Zudem bin ich auch eine Art Ansprechpartner für Presse und Fernsehen. Alles Dinge, für die mein Vater keine Zeit hat. "
    Er ging bewusst nicht auf das ein, womit seine Familie handelte. Natürlich ließ sich nicht verleugnen, dass ein großer Exportzweig nach wie vor Waffen waren. Auch wenn er gerade versuchte es von innen zu reformieren und ein beträchtlicher Anteil ihres Gewinnes momentan in den Aufbau der Tips floss, so war dies dennoch ein dunkler Fleck auf ihrer so weiß erscheinenden Weste.
    "Was ich zudem auch noch bin ist ein Archivar. Mein Vater legt sehr viel Wert auf eine akribisch geführte Chronik. Sehen Sie."
    Er projizierte mit dem Omni-Tool eine interaktive Fläche an die Wand. Eine kleine, herangezoomte Ansicht des letzten Jahres zeigte sämtliche Tage an, welche nach manuellem Anwählen Texte und dazugehörige Bilder wichtiger Ereignisse zeigten.
    "Und Mh - ......Vyola, nun, sie hilft mir bei alledem. Gerade jetzt, wo mein Vater auf einer wichtigen Geschäftsreise ist und ich umso mehr Verantwortung trage."
    Beyo nahm einen Schluck Wasser. "Aber ich schweife wohl ab. Bitte, stellen Sie mir ihre Fragen."

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    „Scheiße.“ Nate blieb stehen, die beiden Getränke, ausnahmsweise alkoholfrei, noch in den Händen und starrte auf den flimmernden Holo-TV. „Was ist denn, Dad?“, fragte Riley und hielt in der abnehmenden Bewegung inne. Gerade strahlte das Citadel News Network die Nachrichten aus. Eine gut gekleidete, wenngleich etwas zu jung wirkende, Frau stand vor einem Bereich, der mit holografischen Absperrungen gesichert war. Sie sprach in die Kamera gewandt, während im Hintergrund Polizisten erkennbar waren. „… hat es die schwerste Ausschreitung seit den Devil’s Riots gegeben. Die Zahl der Getöteten beläuft sich nach aktuellen Aussagen auf dreizehn. Dazu kommen vier zum Teil schwer verletzte Personen. Das Ganze hat die Züge eines geplanten Massakers, dass…“ Nate schaltete das Gerät aus. „Hey“, protestierte seine Tochter. „Du brauchst mich vor so etwas nicht schützen, Dad. Ich bin kein kleines Kind mehr.“ „Es geht mir nicht darum, dass ich dich vor den Bildern schützen will, Riley“, sagte ihr Vater und Riley erkannte schon daran, dass er ihren Namen benutzte, dass es ihm ernst war. „Es geht um etwas anderes.“ Nate hatte eine schlimme Vorahnung, eine Ahnung, die er in den Bildern bestätigt sah. Er stellte die Getränke ab, drehte sich um und ging ins Schlafzimmer. Dort benutzte er den Code, den Niall ihm für den Fall gegeben hatte, dass sie sich bei einem Kampf trennen mussten, um ihn zu kontaktieren. Er ging nicht ran, als hinterließ Nate eine Nachricht. „O’Grady, hier ist Nathaniel Hudson. Hören Sie…“ Er überlegte schnell. „Ich habe gerade die Nachrichten gesehen. Da ist von mehreren Morden die Rede.“ Im Dunkel des nicht beleuchteten Schlafzimmers wanderte er auf und ab. „Ich hoffe, dass Sie damit nichts zu tun haben. Es ist…“ Er brach ab. „Verflucht, Junge, ich hoffe, dass ich mich irre und Sie nicht damit angefangen haben, das zu tun!“ Er stöhnte leise auf. „Melden Sie sich.“ Dann legte er auf und ging noch einmal denselben Weg. Das Licht im Schlafzimmer flackerte auf. Riley stand in der Tür. „Dad, ist alles okay?“, fragte sie. Ihre Stimme klang dünn und besorgt, beinahe ängstlich. „Das hoffe ich, Schatz“, antwortete Nate wiederum in festem Ton. „Das hoffe ich…“


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    Quote Originally Posted by numberten View Post
    Niall

    Summend glitt die Tür des Skycars hinter den Halbasiatin hinunter, nachdem diese den schwarzen Flitzer der Zwillinge verlassen hatten. Sachte strich sie die Falten ihres Rocks glatt und richtete das Jackett, welches sie trug. Nachdenklich fiel dann ihr Blick auf das Gebäude vor ihr, ein schmuckloses mehrstöckiges Gebäude, welches wohl schon bessere Zeiten gesehen hatte. Wie wohl fast alle Gebäude der Tips. Auffällig waren die Abwesenheit von Gang Tags, auch wenn man doch das eine oder andere Grafitti erkennen mochte. Kathy spürte wie die beiden Zwillinge seitwärts neben sie traten. Beide trugen schwarzblaue Klamotten, welche man am ehesten als Kombination aus leichter Rüstung und Mantel beschreiben konnte. Die Panzerung war beiden mattschwarz und fiel nicht direkt unter dem Mantel auf. Auf der Brustplatte prangte ein weißer Kreis in welchem drei schwarze, mit den Spitzen nach außen zeigende Dorne abgebildet waren. Das Logo der Blackthorne Cooperation. Auch wenn diese nur als Tarnfirma diente, so musste man sich dennoch ein wenig Mühe mit der Tarnung geben. Wenn die beiden Japanerinnen mit Kathy unterwegs waren, waren sie die Takeda Zwillinge, nicht Oni und Onryo. Keine Masken und keine unnötige Gewalt. Wie es sich für Security gehörte. Ein Nachteil an diesen Klamotten war, dass die beiden noch schwerer zu unterscheiden waren. Bei schlechter Beleuchtung war die Haarfarbe schlecht erkennbar.

    „Das ist es also?“, erkundigte sich Kathy und sah Yuika fragend an. Diese war immerhin geflogen. „Ja, das ist es. Die Adresse stimmt mit der ihrer Immobilie überein.“, erwiderte diese energisch nickend.
    „Macht nicht viel her für einen Puff.“, warf Airi ein und spuckte auf die Straße.
    „Was daran liegt, dass es kein Bordell ist. Mehr eine Art Laufhaus. Die Nutten mieten die Zimmer und die Freier laufen durch das Haus und suchen sich eine Dame ihrer Wahl.“
    , erklärte Kathy abwiegelnd. Auf jeden Fall hatte sie das über ihre Neuerwerb gehört.
    „Also mehr wie ein Love Motel?“
    , hakte Yuika nach. „Ist das nicht so eine japanische Geschichte?“, erwiderte Kathy fragend.
    „Nein, das wäre dann mehr ein Stundenmotel, was man für den Akt mietet. Hier ist die Nutte immer die Mieterin. Meine Mieterin, wenn man es genau nimmt.“, merkte Kathy bestimmend an. „Na ja, so wie das von außen aussieht, würde ich hier als Mann nicht unbedingt einlochen. Oder Frau. Oder was immer Hanar sind.“, merkte Airi skeptisch an. Kathy lachte kurz und lächelte amüsiert. „Da ist was Wahres dran, aber schauen sie sich mal die Gegend hier an. Wichtiger ist was drinnen steckt.“, verkündete sie und ging dann auf den Eingang zu.
    Mit einem kleinen Abstand folgten ihr die beiden Zwillinge.
    „Erinnerst du dich an das Love Motel was Vater gehört hatte? Wo ich mich mit diesem Burschen aus Okinawa getroffen habe?“, wisperte Airi ihrer Schwester auf Japanisch zu. Diese lächelte nostalgisch. „Ja, er hätte dich umgebracht, wenn er davon erfahren hätte. Und den Kerl aus Okinawa direkt mit.“, antwortete ihre Schwester.
    Kathy blendete das Gespräch der Beide aus. Vermutlich könnte sie ihren Übersetzer empfindlicher einstellen, verzichtete aber bewusst darauf. Wenn die Beiden etwas Substanzielles vor ihr verbergen wollten, wären sie klug genug das nicht in ihrer Anwesenheit zu besprechen.

    Nachdem sie die Tür passiert hatten, betrat das Trio den gedämpft beleuchteten Flur. Dieser war ein wenig schmutzig, aber es roch nicht streng und auch die Wände waren immer noch jungfräulich, abseits von ein paar Abnutzungen. Am Ende des Flures konnte man auch schon eine weitere Tür erkennen, welcher deutlich stabiler aussah als die Eingangstür des Hauses. Stahlrahmen umfassten dickes Glas, welches vermutlich Panzerglas darstellte. Vor dieser Schleuse war eine Art Pförtnerzimmer, welches man anhand einer großen Panzerscheibe in der Wand und Gegensprechanlage erkennen konnte. Hinter der Scheibe, welche schon einige Kratzer und Dellen aufwies, saß ein Batarianer. Dieser scrollte gerade gelangweilt auf einem Pad und schien die Neuankömmlinge gar nicht wahrzunehmen. Kathy trat direkt vor die Scheibe, doch immer noch war der Pförtner in seiner Lektüre vertieft. Die Schwarzhaarige verzog kurz das Gesicht, entspannte sich jedoch direkt wieder und klopfte leicht gegen die Scheibe. Langsam, überaus langsam hob sich ein Kopf und sechs desinteressierte Augen musterten die Menschenfrau vor der Scheibe. Behäbig bewegte sich seine Hand zu einem anderen Panel und wischte einmal nach links.

    „Tagchen. Ich nehme an sie wollen rein? Drücken sie den Switch am Panel, um den Kanal auf ihrer Seite zu öffnen.“, spulte er routiniert ab und zeigte gelangweilt links neben Kathy. Diese entdeckte das Panel, welches in der Wand eingelassen war und aktivierte den Kanal.

    „Das ist schonmal richtig, ich will mir das Haus anschauen. Und mit jemanden reden der sich hier auskennt.“, erwiderte die Halbasiatin geduldig. Skeptisch musterte der Batarianer sie und entdeckte jetzt die beiden Japanerinnen. „Sind sie zu dritt? Wollen sie alle unterschiedliche Zimmer besuchen oder nur eines. Oder wollen sie etwa eines anmieten?“, fragte er leicht perplex. Kathy ignorierte den Fakt das sie gerade wohl indirekt als Hure bezeichnet worden war und schüttelte den Kopf.
    „Nein, deswegen bin ich nicht hier.“
    Der Batarianer kam näher an die Scheibe, sein Blick blieb auf dem Emblem der Zwillinge hängen. „Hä, was dann. Seid ihr Schnepfen von C-Sec?“, schlussfolgerte er misstrauisch und ließ seine Augen hin und herwandern. Kathy lachte hohl. „Knapp vorbei. Ich bin die neue Vermieterin.“
    Genüsslich sah sie zu wie die Information im seinem Schädel ankam und sich seine Augen weiteten. „Sie sind die neue Eigentümerin?“, fragte er unsicher.
    „Genau. Und sie sind wohl noch Teil der Hausverwaltung? Dann können sie mir vielleicht ein paar Fragen beantworten und mir die Tür öffnen!“, entgegnete sie bestimmt. Kurz darauf öffnete sich auch schon summend die Panzertür. Auf der anderen Seite kam kurz darauf der Batarianer aus seinem Zimmer.

    „Verzeihen sie, aber ich vertrete nur Gort und niemand hat mir gesagt das sie kommen. Oder wie sie aussehen.“, entschuldigte er sich umschweifend.
    „Ich bin Dorak, seine Vertretung. Gort ist Hausmeister, Pförtner, Mädchen für alles, wenn sie wollen. Außer die Dienste welche die Damen verrichten. Hehe.“
    , erklärte er witzelnd.
    „Haben sie denn Ahnung, oder nur Gort?“
    , fragte Kathy bewusst distanziert um ihn ein wenig zappeln zu lassen. „Eher Gort. Aber wenn sie mit jemanden reden wollen, der sich hier auskennt…Zimmer 204. 2. Stock, da wohnt Shira. Eine Asari, die ist eine gefühlte Ewigkeit hier Mieterin. Lassen sie sich nicht von ihrer Attitüde täuschen, sie plaudert eigentlich recht gerne.“

    Fast schon gemütlich ging Kathy den Flur entlang, die beiden Zwillinge folgten ihr wie ein doppelter Schatten. Sie mussten nicht lange suchen um 204 zu finden und fanden sofort heraus ob Shira überhaupt verfügbar war. Eine fast schon purpurne Asari, lehnte an der Wand neben der Tür und sog an einem Glimmstängel. Fast schon bedächtig ließ sie den Rauch einmal in ihrem Rachen wandern, bis einen Teil davon wieder grau wabernd entließ. Ihr Outfit war in verschiedenen Stripclubs der Galaxis vermutlich ähnlich vorzufinden und leuchtete glänzend in schwarz und knalligem rot. Das Lackschwarz der über der Strapse getragenen Overknee-Stiefel schien Kathy fast schon anzustrahlen, während die mehr als offen getragenen Hautpartien der Asari dagegen matt wirkten, dennoch reizvoll. Dafür das sie schon ewig hier wohnen sollte, sah sie für Kathy recht jung aus, aber was bedeutete das schon bei einem Volk von Tausendjährigen? Nur der Blick aus den eisblauen Augen ließ eine gewisse Reife und Lebenserfahrung erkennen.

    „Hi, ihr wollt zu Shira nehme ich an?“, verkündete sie selbstbewusst und zog grinsend an ihrer Fluppe. „Oder wollt ihr euch nur mal umsehen. Ob die Zimmer schön sind. Frei sind auf jedenfall genug.“, fügte sie spöttisch an und schnipste dann die ausgerauchte Kippe in den Flur vor eine andere Tür. Dort war auch schon eine rechte Ansammlung von Stummeln zu bemerken. „Nein, ich wollte zu ihnen.“ Die Asari grinste breit. „Selbstverständlich wollten sie das. Umso besser, mit einer Zwillingsnummer kann man nur schwer mithalten. Falls die Beiden aber mitmachen wollen können wir vielleicht einen Rabatt ausmachen. Unter uns Mädels.“, erklärte sie und zwinkerte den Zwillingen zu. Kathy schüttelte leicht amüsiert den Kopf. „Deswegen bin ich nicht hier.“ „Nicht? Also das ist schade. Ich hatte mich schon ein wenig gefreut.“, erwiderte Shira und klang dabei leicht sarkastisch. „Ja, ich mich auch. Aber ich bin hier, weil ich das Gebäude gekauft habe.“, erklärte Kathy. Die Asari verzog keine Miene, vielmehr schien sie so als hätte sie das schon geahnt. „Tja, irgendjemand musste ja in Torks Fußstapfen treten. Und sie hatten direkt dieses Bossfrau-Auftreten. Vielleicht sind sie nicht so dumm während das Viertel draußen brennt aus dem Haus zu gehen. Wollen sie jetzt in mein Zimmer und schauen ob ich einen Volus als Untermieter verstecke?“, erwiderte Shira selbstbewusst.
    „Sie sind nicht unbedingt auf den Mund gefallen, oder?“ „Und sie haben eine schnelle Auffassungsgabe, alle Achtung.“, beantwortete Shira keck die Frage und zog eine Zigarettenschachtel aus ihrem Ausschnitt, wobei sie in einer fließenden Bewegung eine Fluppe in ihren Mund schnipste. Kathy rollte kurz mit den Augen. Eine kettenrauchende Asari die ihr dumm kam, irgendwie weckte das Erinnerungen bei ihr.
    „Sie haben nicht zufällig eine schmuggelnde Schwester, oder?“, entwich es ihren Lippen, darauf hoffend das die Antwort Nein war. Die Prostituierte entzündete die Kippe. „Nicht das ich wüsste Bossfrau. Hat die ein ähnlich gutes Fahrgestell wie ich?“, erwiderte Shira lachend und vollzog eine elegante Drehung, ihre unteren Körperregionen vorteilhaft zur Schau stellend. „Wenn ich ganz ehrlich bin, darauf habe ich nie geachtet.“, verkündete sie wahrheitsgemäß. „Aber sie haben einen ähnlichen Stiefelgeschmack.“
    „Klingt nach einer Dame mit Stil. Aber keine Sorge ich bin Einzelkind, ein Unikat. Also was wollen sie denn hören, neue Tork?“, erkundigte sich die Asari neugierig erneut Qualm einsaugend. „Orlowski. Katharina Orlowski. Der Pförtner meinte das sie schon lange hier wohnen. Ich würde mehr über das Haus erfahren. Die Klientel die hier eingeht. Und die Mieterinnen.“, erklärte die Schwarzhaarige. „Ah, eine Marktanalyse. Da zahlt sich mein Studium der Betriebswirtschaftslehre doch noch aus. Auch wenn es schon ein Weilchen her ist.“, begann die Asari und erneut war sich Kathy nicht sicher ob Shira sie verschaukelte.
    „Zuerst, das Haus ist im schlechten Zustand. Wie man sieht. Deswegen ist es auch nicht voll besetzt. Dennoch wissen die anderen Mädels und ich es zu schätzen. Wissen sie wieso?“
    , fragte die Asari und fixierte die Schwarzhaarige mit ihren eisblauen Augen. „Kein Zuhälter?“, mutmaßte diese nach kurzer Überlegung. „Genau. Kein Pimp. Wir sind hier alle selbstständig, das einzige Geld, das wir abdrücken ist an den Vermieter. Also jetzt an sie. Und an die Citadel, immerhin ist das hier ein angemeldetes Gewerbe.“, erklärte sie mit einem vielsagenden Lächeln. „Und dennoch ist es nicht voll. Gab es Probleme mit Gangs?“, hakte Kathy nach.
    „Wissen sie was, Katharina? Gehen wir in meine Wohnung, ich will das nicht alles hier auf dem Gang erzählen. Ihre beiden liebreizenden Wachhunde dürfen auch mit rein, wenn sie wollen. Oder das Haus erkunden. Zimmer 302, wäre vielleicht was für sie.“
    , verkündete Shira und öffnete die Tür zu ihrem Zimmer. Kathy folgte ihr, während die Zwillinge ihr mit einer Geste zu verstehen gaben das sie draußen warteten.



    „Wir können los.“, verkündete Kathy nachdem sie nach einiger Zeit wieder den Gang betreten hatte. „Neue Erkenntnisse gesammelt?“, fragte Airi mit einem schmutzigen Lächeln. „Ja, durchaus. Aber nicht wie sie ihrem Lächeln nach annehmen.“, erwiderte Kathy leicht schmallippig. „Hier wird viel zu tun sein. Ich will das dieses Gebäude renoviert wird, Stockwerk für Stockwerk. So das man reinkommt und nicht sofort denkt das hier Syphillis und Gonorrhö sich gute Nacht sagen. Schlicht, aber elegant, einrichten werden sich die Damen eh selbst. Die Tür an der Eingangshalle wird durch eine bessere ersetzt und ein ausfahrbares Geschütz installiert. Als Argumentationshilfe, für den Pförtner.“, merkte die Schwarzhaarige an, während das Klackern ihrer Absätze durch den Flur schallte. „Sieht nach einer großen Investition aus. Wie holen sie die wieder rein?“, erkundigte sich Yuika neugierig. „Die Mieten werden leicht ansteigen. Und alle Zimmer werden voll.“ „Oh, wollen sie sich unseren Wagen leihen und die Bitches einsammeln?“, scherzte Airi. „Ich verzichte dankend, auch wenn mir ein Pelzmantel sicherlich gutstehen würde. Aber ich hatte nicht vor Vollkauffrau zu werden. Vermieterin reicht.“, erwiderte Kathy während sie auf den Fahrstuhl warteten. „Die alten Verhältnisse sind in Trümmern. Die neuen werden vermutlich durch Gewalt geordnet werden. Was würden sie als Prostituierte bevorzugen? Ein Haus wo sie sicher ihrem Geschäft nachgehen können? Oder von dem Schutz irgendeines kleinen Pissers abhängig sein, der selbst vermutlich den Schwanz eines Gangbosses lutschen muss? Genau. Die Damen machen ihr Ding und ich bekomme meinen Anteil über die Miete.“ Kurz war schweigen, der Fahrstuhl öffnete sich. Alle drei stiegen ein. „Und wenn eine Nutte von ihrem Pimp verschwindet und sich hier einmietet? Ich denke nicht das der es dann auf sich beruhen lässt.“, merkte Yuika an. Kathy nickte grimmig und verschränkte die Arme. „Nun dafür das Geschütz. Und falls es erforderlich ist, gibt es immer noch Leute wie sie.“


    Ein paar Tage später

    „Haben sie es mitbekommen?“, erkundigte sich die Airi am anderen Ende der Leitung. „Ja, es ist in im Extranet.“ „Scheinbar gibt es nicht nur Leute wie uns.“
    Kathy schürzte nachdenklich die Lippen. „Sind sie sicher das keine Gang dahintersteckt? Zu welcher gehörte dieser Haines überhaupt?“, erkundigte sie sich. „Sind noch dran. Aber nachdem was wir gehört haben. Einzelner Schütze. Manche der Zeugen behaupten wohl einen maskierten Typen gesehen zu haben.“ „Auftragsmörder?“ „Möglich, aber warum sollten Gangs einen Auftragsmörder beauftragen. Vor allem einen der diesen Haines durch ein Fenster wirft? Das macht man nur wenn man ein Zeichen setzen will.“, erklärte Airi. „Hm, also sind sie nicht die einzigen die gerne unerkannt bei ihrer Arbeit in den Tips bleiben. Forschen sie ruhig weiter, aber unternehmen sie sonst nichts. Wenn diese Person ein Zeichen setzen wollte, wird sie jetzt nicht aufhören.“, verkündete Kathy nachdenklich.
    „Außerdem spielt mir das nur in die Karten. Wenn Leute wie dieser Haines schwach wirken, warum sollten sich Frauen seinen Schutz anvertrauen? Ich denke es dauert nicht lange bis ich ein paar mehr Mieterinnen verzeichnen kann.“
    Nach einer Bestätigung der Japanerin legte die Deutsche auf. Dann schaltete sie auf den Extranet Kanal um. Die Dinge in den Tips schienen ins Rollen zu geraten, das wichtigste war dabei nicht unter die Räder zu kommen.


    Niall O'Grady

    Seine Hände zitterten. Die abklingende Wirkung der dröhnenden Mittel setzte bereits wieder ein. Ihm wurde schwindelig vor Augen. Die Zähne fest zusammenbeißend drückte er auf sein Omni-Tool um das klingelnde Geräusch stumm zu schalten. Es brauchte nicht viel Fantasie um sich denken zu können, wer es war. Und das Abhören der Nachricht bestätigte es.
    Mit einer viel zu ruckhaften Bewegung verließ er den Flugstrom und stieß beinahe mit einem anderen Skycar zusammen. In einer möglichst abgelegenen Gasse landete er, zog sich die Kapuze tief ins Gesicht und stolperte aus dem Wagen. Vom Schwindel gepackt lehnte er sich an die nächste Wand und übergab sich unkontrolliert.
    "Gott verdammt...." Sich vor Ekel schüttelnd und den Schweiß von der Stirn wischend bewegte Niall sich mit wackeligen Schritten weiter vorwärts.....

    ***

    Die Hand presste sich auf die Klingel. Einige Sekunden zu lang. Viel zu lang. "Wer sind Sie und was fällt Ihnen ein um diese Zeit hier Sturm zu klingeln?" hörte er die wütende Stimme durch die Sprechanlage.
    "Aintín...." "Niall?! Was machst.....warte, ich komme."
    Der Türdrücker wurde betätigt und Augenblicke später kam ihm seine Tante auf dem Flur bereits entgegen gerannt.
    "Gott! Wie siehst du denn aus, was tust du hier?!" "Ich habe Mist gebaut....." murmelte er benommen. "Komm rein, schnell, ehe jemand was merkt!"

    Wenige Momente bevor seine Beine nachgaben, ließ der Rothaarige sich schließlich auf das grüne Sofa fallen. "Ich habe großen Mist gebaut....." "Gib Ruhe und trink das hier!" erwiderte seine Tante gereizt und reichte ihm die Tasse mit dem originalen Lyons Tee aus der alten Heimat. "Mnh....."
    Er hatte immer noch die selbe beruhigende Wirkung wie damals. Bereits nach einigen Schlucken fühlte er sich schon nicht mehr ganz so elend.
    "Ist das Blut?!" fragte Siobhan entsetzt und deutete auf seine Schulter. Offenbar hatte die Panzerung nicht alles abgehalten. Auch wenn es nur ein Streifschuss gewesen war, so sah man einen deutlichen roten Fleck an der Stelle wo Haines ihn getroffen hatte.
    "Du....solltest die anderen sehen...." Wieso er auf einmal anfing einen Witz zu reißen konnte er selbst nicht sagen.
    "Die anderen? Niall, hast du etwa - " Sie stellte das im Hintergrund laufende Radio lauter.
    " - Captain Tomasz Krzeminski, Leiter der neuen Taskforce hat bisher noch kein offizielles Statement zu der Schießerei in den Devils Tip's abgegeben. Augenzeugenberichte sprechen von einem regelrechten Massaker - "
    Betreten schaute Niall zu Boden. "Tut mir Leid...."
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    ...etwas später...

    Manche Dinge vergingen eben einfach niemals. Egal wie viel Zeit dazwischen lag, egal, wie viel Professionalität die Beziehung zwischen beiden, die auf diese Weise eben keine mehr war, aufzubauen wichtig war, es erreichte immer wieder diesen Punkt, an dem ein kurzer, vielleicht eher flüchtiger Kuss alles änderte. Und selbst diese Situation so eigenwillig auseinander riss. Sie betäubte, aber immer noch viel zu präsent werden ließ. Auch die intensivste Ablenkung war eben nur das: Eine Ablenkung.
    Ganz abgesehen davon genoss sie es trotzdem, wie sie sich die Lippen leckte. Nicht nur metaphorisch, aber auch. Ein heiseres Grinsen verriet sie. Dann setzten sich beide Füße wieder auf dem kühlen Boden des Labors ab, die Hände der Sizilianerin streiften die Schultern des schwedischen Arztes und dann war es, neben all den intensiven Blicken, nur noch ihre Hand die seinen Kopf am Kinn aufrichtete, den Blick damit weitestgehend von ihr kappte, bevor sie grinste. Erneut. Immer schwächer.

    Entgegen der Annahme, dass nun alles gänzlich kühler zwischen beiden war, sah sich die Schwarzhaarige plötzlich um, als habe die dem Raum vorher keiner genauen Prüfung unterzogen. Vermutlich hatte sie das auch nicht, denn ihre Gedanken und ihr Fokus lag ständig auf etwas anderem und neuem, womit sie nur schwerlich umgehen konnte. Ihr 'System' damit überlastet. "Hmm. Du bist nicht der größte Freund von Bildern, mh?", fragte sie und fand hier zumindest, im Labor, keine. Vielleicht im angrenzenden Büro, dass ihr kaum einen Einblick gewährte. "Ich mein-..abgesehen von den ziemlich-...eindeutigen, die du gerade von mir gemacht hast und definitiv nicht für die Akten von Cerberus bestimmt sind.", wieder ein dreckiges Grinsen. "Vero?"

    Ihre Schritte führten sie zur Liege zurück, wo sie sich Zeit ließ den Slip und das Shirt wieder anzuziehen, nicht nur weil ihre Hüfte noch schmerzte, und ein Gefühl zu verbreiten als wäre das, was sie eben miteinander geteilt hatten, eben nicht die Ausgeburt einer viel zu intensiven Form von Liebe zueinander, sondern irgendwie eine Spur zu 'normal' und zu sehr nur dafür da, etwas 'abzuarbeiten' was auf einer Strichliste stand. "Gib mir die Kamera.", sagte sie ganz unbescholten, den Temperaturen angemessen angezogen und winkte mit der rechten Hand in seine Richtung. "Na los."


    "Gut beobachtet." sagte die atemlose und deutlich von schwedischem Akzent durchsetzte Stimme des Mannes hinter ihr. Seine grauen Augen waren der Sizilianerin lange gefolgt, während seine Hände die eigene Kleidung wieder in Position brachten und er ihrer Aufforderung zur Übergabe der Kamera nur zögerlich nachkam. Sie in ihre viel kleineren Hände legte und sie sehr skeptisch, aber mit diesem Grinsen, ansah. "Kein Freund von Bildern.", erläuterte er noch einmal seine erste Antwort. "Mal abgesehen von den Bildern die wir beide gerade eben gemacht haben."
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
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    "Gut beobachtet." sagte die atemlose und deutlich von schwedischem Akzent durchsetzte Stimme des Mannes hinter ihr. Seine grauen Augen waren der Sizilianerin lange gefolgt, während seine Hände die eigene Kleidung wieder in Position brachten und er ihrer Aufforderung zur Übergabe der Kamera nur zögerlich nachkam. Sie in ihre viel kleineren Hände legte und sie sehr skeptisch, aber mit diesem Grinsen, ansah. "Kein Freund von Bildern.", erläuterte er noch einmal seine erste Antwort. "Mal abgesehen von den Bildern die wir beide gerade eben gemacht haben."


    "Hm..", überlegte sie laut, hob die Kamera etwas an und hielt sie beidhändig. Die Standardeinstellungen, das Menü - alles überflog sie um zu individuellen Einstellungen zu wechseln und ihr Armband mit der Kamera zu synchronisieren, was - wie Leif auch schon festgestellt hatte - viel zu lange dauerte. Mit nicht mehr als Gesten ihrer einen Hand scrollte sie die Bilder durch als wolle sie sie kontrollieren und nahm dabei ähnliche Vorgehensweisen an wie auch schon ihr Arzt zuvor: Sie blickte sich nicht selbst ins Gesicht, fixierte immer wieder Punkte die relevant fürs Protokoll waren, mehr aber auch nicht. Das gänzlich unangenehme Gefühl in ihrem Magen hatte schon lange keine wirkliche Daseinsberechtigung mehr. "Dann werden wir mal dafür sorgen, dass sich das ändert." Es wirkte eigenartig, wie sie das sagte und ihre Bilder begutachtete als sei sie der Arzt von ihnen beiden, der aber einfach keine passablen Bilder von sich selbst schießen konnte. Mehr sagte sie vorerst nicht dazu. Ihre Bilder speicherte sie ab, trennte die, die während des Sex entstanden waren von denen, die in Cerberus Akten sollten, und beließ die professionellen auf der Kamera, während sie die anderen Leif schickte und innert weniger Augenblicke sein Omnitool einen leisen Hinweiston abgab. Die Verbindung zwischen der Kamera und ihrem Band beließ sie bestehen. Und ohne ihn nochmal wirklich abzuholen in dem, was sie da tat, tastete sie ihn mit bloßen Blicken von oben bis unten ab und lächelte dann. "Zieh dir was an, wir treffen uns vor dem Haus."
    Damit ging sie aus dem Raum. Und noch während sie ihn verließ hängte sie an: "Ist nicht so, dass du außer Singus heute noch was vor gehabt hättest, richtig?"
    Auf die Antwort wartete sie nicht. Sie ging aus dem Labor und lief den längeren Weg ins Wohnzimmer. Unterwegs rieb sie sich nochmals die betroffene Stelle an der Hüfte und eine unzufriedene Geste vervollständigte ihre Meinung über diese lästige Knochenmarksprobe. Nichts desto trotz steuerte die Sizilianerin die Tasche an, die sie selbst gepackt hatte, in wilder Panik, sie würde in einer Barracke wie auf Noveria elendig verrecken. Entsprechend fehlkalkuliert waren auch ihre wenigen Kleidungsstücke. Das Buch, dass ihr ganz oben entgegen sprang - die besondere, uralte Ausgabe der Commedia , legte sie vorsichtig auf das Polster der Couch daneben, wie ein Schatz, dass es unweigerlich war. Auch, wenn sie es zu einer Zeit gekauft hatte in der sie am liebsten allen weltlichen Besitz eliminiert hätte. Sie zog sich eine Hose an, die sie in der Tasche fand. Eine normale Jeans, für die meisten hier wohl eine falsche und viel zu dicke Wahl, für sie ok. Die Lederjacke, die Leif gestern noch vor dem Wasser gerettet hatte war inzwischen getrocknet und insbesondere dadurch, das der Sonnenuntergang bereits voll dabei war den Tag abzuschließen, nahm sie auch diese mit sich und schlüpfte in ein Stiefelpaar, dessen Schnürsenkel und Sohlen noch allenorts von Sand benetzt waren. Sie schnürte sie kaum. Band die Senkel einfach nur um den Schaft des Stiefels herum und knotete sie grob fest - im Grunde so wie immer.

    Sie nahm nur die Kamera mit sich. Verstaute sie in einer kleinen Umhängetasche, die sie im Wohnzimmer fand - vermutlich zum Einkauf - legte sie sich über die Schulter und stiefelte schließlich, noch ziemlich unbeholfen, zum Eingang des Hauses, wo sie die Eingangstüre öffnete. "...kein Freund von Bildern..", schnaubte sie.
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  11. #291 Reply With Quote
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    Sam nickte anerkennend. Wenn es am Boden zu heiß wurde, war der präzise Einsatz eines gut geführten Bodenkampfschiffes Gold wert. Es ging doch nichts über Luftunterstützung. „Chey, freut mich auch“, erwiderte der Schotte. Die Frau war wirklich jung, ihre Erfahrung stand aber außer Frage. Captain Mitchell, seines Zeichens Offizier der obersten Güte, hätte wohl kaum einen geringen Piloten an das Kontrollpult seines Schiffes gelassen. Sie lenkte das Gespräch auf seine Anwesenheit. „Hm, Auftrag vom Oberkommando“, erklärte Sam kurzangebunden. „Ich bin ein schlichter Infanterist, kein Fliegerass wie du.“ Es war ungewohnt jemanden einfach so zu duzen. Das machte er für gewöhnlich nicht einmal bei den Neuen in seiner eigenen Truppe – und da ging es erfahrungsgemäß wesentlich lockerer zu, als bei den Marines oder den Allianz-Bodentruppen. Chey hatte ein gewinnendes Lächeln, dem sich kaum widerstehen ließ. Sam musste sich beinahe zusammenreißen, um nicht allzu leutselig zu werden. „Sie sollte lieber beim Geheimdienst arbeiten“, dachte der Soldat. Cheys Blick wanderte von seinen Augen zu den Konsolen, zum Fenster, das den Blick zu den Sternen freigab und wieder zu ihm zurück. Ein Glück, Sam hätte eine unaufmerksame Soldatin vermutlich gerügt. „Hast du schon viele Einsätze geflogen?
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  12. #292 Reply With Quote
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    Who watches the Watchmen?

    Der Salarianer grübelte über das Problem nach. Dabei warf er einen Blick auf die Sicherheitszentrale, die sich im Erdgeschoss befand. „Falls doch brauchen wir unbedingt einen Fluchtplan.“, beantwortete Neth die Frage, „Oder…hmmm…reicht vielleicht auch schon ein Sündenbock?“, er hatte einen Turianer erspäht, der gerade via Omni-Tool mit jemanden Videotelefonierte, „Wir könnten ein paar der Omni-Tools hier als Mittelsleute für unseren Trojaner verwenden.“, auch eine telefonierende Asari war unweit ihrer Position, „Falls es wirklich hier eine Cyber-Abteilung gibt, werden die erst einmal damit beschäftigt sein diese ausfindig zu machen – das könnte uns Zeit verschaffen. Könnte aber immer noch riskant sein – wäre also weiterhin dafür einen Fluchtplan parat zu haben. Irgendwelche Einfälle?
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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  13. #293 Reply With Quote
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    Dras Erash/18.09.2017 , Dras Erash/18.12.2017 , Dras Erash/30.12.2019

    Danielle Fabre

    Hier ist es.“, erklärte Danielle und führte den Batarianer in den Raum.
    Es war ein recht großer Raum, größtenteils leer mit Ausnahme von diversen Kisten – alle von ihnen geöffnet und leer. Neben den beiden befanden sich zwei weitere Mitglieder von Dras‘ Gang im Raum, offenkundig als Wachdienst abgestellt – sie hatten ihre Waffen gut versteckt.
    Ist das einer der Waffenverstecke der Flowers?“, fragte Dras sich umschauend – in einigen Kisten konnte man noch erkennen, was sie zuvor enthalten hatten. Der Batarianer erkannte eine Waffenhalterung, wenn er eine sah.
    Die Menschenfrau nickte. „Das letzte, von dem ich gewusst habe.“, erklärte sie, „Wir haben bereits alles was übrig war in die Basis geschafft…aber deswegen habe ich euch nicht hergebracht.“, sie räusperte sich kurz, „Wir könnten dieses Gebäude einem neuen Zweck zuführen. Es ist recht groß, leer mit Ausnahme ein paar Hausbesetzer, hat noch zwei Stockwerke unter diesem hier und befindet sich im vom C-Sec aktuell überwachten Gebiet. Das hier war mal White Flowers Territorium und zurzeit traut sich niemand hier herein.
    Dras hatte geduldig zugehört. „Und was genau willst du damit machen?“, hakte er nach, „Wenn du es für die Smiles besetzen möchtest, klingt das nämlich nicht nach einer guten Investition.

    Die Menschenfrau zögerte für einen Moment. Eine neue Narbe über ihrer rechten Augenbraue verstärkte die Mimik, dass sie gerade dabei war eine Entscheidung zu treffen – sie traf sie. „Unsere Leute…die Smiles…sie sind ein Haufen von disziplinlosen Halbstarken, die in einem richtigem Feuergefecht nicht eine Minute überleben würden. Selbst wenn sie ihnen die besten Waffen der Galaxie geben würden, Boss…nichts für ungut.
    Dras fing an zu schmunzeln. „Du hast also eine Lösung dafür, hm?“, fragte er nach.
    Sie müssen trainiert werden.“, erklärte sie, „Im Gebrauch mit Waffe, im Kampf ohne Waffe und vor allem in Sachen Disziplin. Die White Flowers waren immer zahlenmäßig die schwächste Gruppe in diesem Teil der Tips, konnten es aber desto trotz mit allen anderen Gangs aufnehmen. Das verdankten sie ihrer Disziplin und guten Ausbildung. Erst eine noch besser trainierte Einheit musste kommen und konnte sie vernichten.“, sie nahm einen tiefen Atemzug, „Dieser Ort ist ideal für eine Trainingseinrichtung für die Smiles. Hier in diesem Stockwerk Körpertraining, unten Kampftraining und ganz unten Waffentraining. Über uns befinden sich Wohnungen, für die eine andere Verwendung gefunden werden kann.
    Und wie willst C-Sec verklickern, dass wir direkt vor ihrer Nase eine Armee ausbilden?“, fragte der Batarianer. Er war eindeutig am Haken.
    Offiziell wird das Gebäude ein Fitnessstudio.“, erklärte die Menschenfrau mit ganz ernster Miene.

    Dras blickte sie, mit ungläubigem Gesichtsausdruck, an. Erst als ihm klar wurde, dass das ernst gemeint war, fing er an zu kichern. „Ein Fitnessstudio mitten in den Tips? Ha ha, ganz drollig.“, erwiderte er.
    Deswegen ist dieser Ort ideal.“, ging Danielle in den Angriff über, die folgenden Argumente offensichtlich im Vorfeld geübt, „Der Umstand, dass das Gebäude im C-Sec Gebiet ist, sollte uns den Anfang erleichtern. Wir können der Regierung sagen, dass dieses Studio nicht nur fürs Training gedacht ist, sondern auch Kurse anbietet, wo den Leuten Selbstverteidigung beigebracht wird – so können wir die unteren Stockwerke erklären. Wenn die Leute in den Tips sich besser vor Ganoven und Halbstarken verteidigen können, wird auch eine kleinere C-Sec Präsenz von Nöten sein. Obendrein können die Politiker das als das wirtschaftliche Erstarken der Tips feiern und sich selbst auf die Schultern klopfen. Und wenn wir jeden reinlassen, niemanden bevorzugen, werden auch die Gangs diesen Ort anfangen wertzuschätzen. Auch Gangster wollen sich fit halten und in den Tips gibt es nicht wirklich viele Orte, wo das möglich ist oder auch nur die richtige Ausrüstung vorhanden ist.
    Dras hatte eine Hand an das Kinn gelegt. „Das hast du dir also gut überlegt, was?“, stellte er zunächst eine rhetorische Frage, bevor er mit der richtigen fortfuhr, „Und du wirst das Training leiten, hm?
    Die Frau überraschte ihn, indem sie mit dem Kopf schüttelte. „Ich bin nicht qualifiziert genug, aber ich kenne jemanden der ideal ist.“, erklärte sie, „Er war mal bei der Allianz, als Drill Sergeant.
    Nicht mehr?“, hakte Dras nach.
    Unehrenhaft entlassen, nachdem er einem Lokalpolitiker mal seine Meinung gegeigt hatte.“, erklärte sie, „Vor laufender Kamera. Man findet das Video noch immer im ExtraNet unter der Serie ‚Army vs Politicians‘. Der Politiker hat nicht nur seine Karriere zerstört, sondern versucht seitdem alles um ihm das Leben schwer zu machen. Bisschen untertauchen würde ihm guttun.
    Und er würde uns helfen, weil…?“, hakte der Batarianer nach.
    Wir müssen ihm nicht die ganze Wahrheit sagen.“, erklärte sie, „Aber ich glaube, wenn ihm seine Tochter ihre Hilfe anbietet, wird er nicht lange zögern um zuzusagen.
    Alle vier Augen des Batarianers weiteten sich für einen Moment. Dann erschien ein zufriedenes Grinsen auf seinem Gesicht. „Das Ganze kann trotzdem in die Hose gehen.“, erklärte er schlussendlich, „Aber mir gefällt die Idee. Du bist für den Erfolg des Ganzen verantwortlich – ich hoffe du kriegst das hin.
    Die Rothaarige nickte. „Ich krieg das hin, denn ich weiß ganz genau wie ich das machen werde.“, erklärte sie zuversichtlich.
    Gut, dann kontaktiere Aitne Nar und kümmere dich um das Finanzielle.“, erklärte Dras, „Wir werden etwas von unserem legalen Geld dafür verprassen.

    Turs’Mal vas Citadel

    Der Quarianer tippte vor sich hin. Er wirkte in keinster Weise nervös, eher eifrig, obwohl hinter ihm der Batarianer stand mit verschränkten Armen. Dras wartete, wusste aber noch nicht worauf. Die Bildschirme waren aktiv und zeigten, was der Quarianer gerade tat, auch wenn er selbst nichts davon verstand. Er sah für den Batarianer wie ein Zahlensalat aus.
    Und was soll ich sehen?“, fragte er, ungeduldig klingend.
    Jetzt nicht…“, murmelte der Quarianer ohne sich umzudrehen, weitertippend, „…in wenigen…Augenblicken…Jetzt.
    Kaum hatte er es gesagt, schalteten sich die Bildschirme aus und auch die bis dahin laufenden Server wurden plötzlich mucksmäuschenstill. Nur die Lichter im Raum blieben noch an, aber die ganze Hardware war aus. „Was bei den Neun hast du gemacht?“, fragte Dras, leicht verärgert, „Hast du etwa die Rechner gecrasht?
    Nur überhitzt.“, erklärte Turs’Mal, „Die Hardware hat bei Benutzung Hitze erzeugt und zwar solange bis sie es nicht mehr aushielt. Daher der Crash.
    Du sagtest die Hardware wäre noch zu gebrauchen…?“, hakte Dras nun leicht drohend nach.
    Ist sie ja auch.“, beschwichtigte der Quarianer, „Sie ist sogar recht solide – hätte ich den Ragers gar nicht zugetraut. Nicht das Beste vom Besten zwar, aber berücksichtigt man deren IT-Kenntnisse war es gar-
    Komm zum Punkt.“, unterbrach ihn Dras.
    Das hatte Turs’Mal nicht kommen sehen und er brauchte eine Weile um seine Stimme wiederzufinden. „Jede Hardware produziert Wärme je länger und stärker sie benutzt wird.“, erklärte er, „Deswegen haben Server und Terminals immer auch Kühlsysteme. Das ist nämlich das Problem: die Kühlsysteme sind unter aller Sau. Die waren schon vor 100 Jahren aus der Mode gekommen und sollen jetzt relativ aktuelle Hardware unterstützen? Der Crash war unvermeidbar.
    Dras schnaubte. „Also ist die Hardware doch Dreck.“, erklärte er, „Du hast mich angelogen.
    Jetzt bemerkte Turs’Mal die Gefahr. „Nein, nein.“, er schüttelte auch mit seinen Händen, „Nein die Hardware ist gut, nur die Kühlsysteme müssen ausgetauscht werden gegen modernere Sachen.
    Du sagtest aktuell könnte man kaum akzeptable Hardware in den Tips finden.“, erinnerte ihn Dras.
    Kühlsysteme sind keine Hardware.“, erklärte Turs’Mal, „So ein Zeug findet man in dem nächstbesten Technikladen…um genauer zu seinen einen im Midnight Turf, den ich schon im Auge habe. Er hat genügend Zeug da, damit wir den ganzen Raum hier in einen Kühlschrank verwandeln könnten.
    Der Batarianer legte eine Hand ans Kinn. „Würde so ein großer Einkauf von Kühlsystemen jemanden auffallen?“, fragte er neugierig.
    Der Quarianer zögerte. „Wir sind keine Firma, also…schon…“, erklärte er und man konnte nun lauteres Atmen vernehmen, „Aber ich glaube nicht, dass C-Sec oder sonstwer diesen Laden überwachen wird. Er-
    Du wirst das Zeug klauen.“, erklärte Dras und überraschte sein Gegenüber, „Nimm dir ein paar Leute und besorg das Zeug. Hab keine Lust für jeden Scheiß eine Überweisung zu tätigen. So werden wir schneller arm, als wir Geld einnehmen.
    Turs’Mal war baff. Er brauchte eine Weile um wieder zu Wort zu kommen. „Okay, wird gemacht, Boss.

    Sorvan

    Sorvan ging durch die Hölle. Seit Tagen hatte er keinen Stim mehr gehabt. Er fühlte sich hundeelend, leicht benommen und Schmerz durchströmte seinen ganzen Körper. Er braucht nur einen Schuss. Einen einzigen.
    Aber wo herbekommen? Der neue Boss hortete das Zeug. Wie er ihn dafür hasste. Er könnte es ihm abnehmen…nein, nein, dafür war er zu gut bewaffnet. Und diese Körperkraft allein. Nein, ihm konnte er die Stims nichts abnehmen. Er brauchte eine andere Quelle…nur wo?
    Er torkelte durch die Straßen der Tips. Keiner der Passanten oder Zivilisten beachtete ihn wirklich. Er ignorierte sie völlig und rempelte ein paar Leute an, die sich bei ihm beschwerten. Es war ihm egal. Plötzlich stolperte er über etwas und krachte mit dem Kopf gegen eine Recycling-Kiste. In der Ferne konnte er ein schadenfreudiges Lachen wahrnehmen, aber er könnte es sich auch eingebildet haben. Er stand nur stockend wieder auf und entdeckte ein Logo über sich: ‚Arztpraxis von Dr. Nael Sayed‘. Das Logo prangerte an dem Gebäude zu seiner rechten und die Eingangstür sah verschlossen aus. Aber er konnte einen leichten Lichtschein durch die transparente Tür erkennen. Er trat näher heran und stellte fest, dass die Tür tatsächlich geöffnet war.
    Eine Praxis, fing sein vernebeltes Gehirn an die Punkte zu verbinden, …hat Drogen…

    Er trat hinein. Der Gang war dunkel, genauso wie die Lobby. Das Licht schien von dem Weg zur rechten des Rezeptionstisches. Er folgte der Quelle und fing an Stimmen zu hören. Er torkelte weiter bis er den einzigen Raum mit einer Lichtquelle betrat – er sah wie ein typischer Raum für Patienten aus, mit allen drum und dran.
    Er konnte einen hohen Schrei hören. „Was hat das zu bedeuten?!“, rief eine Frauenstimme und er konnte sehen wie eine Asari auf dem Patiententisch sah und ihn entsetzt anblickte.
    Hey!“, eine männliche Stimme weckte seine Aufmerksamkeit und er erkannte einen Menschen mit schwarzen Haare und einem unrasiertem Gesicht, „Das hier ist eine Privatpraxis – ich behandle dich, wenn du ein Termin gemacht hast. Und jetzt verschwinde!
    Er hörte nur halb zu. Er sah die Schränke wo Ärzte normalerweise ihre Drogen aufbewahrten. Er torkelte vorwärts und der Mensch versuchte sich ihm in den Weg zu stellen. Sorvan schubste ihn beiseite mit einer Kraft, die er nicht für möglich gehalten hatte – er strebte weiter vorwärts. Er konnte wieder die Frauenstimme hören, ignorierte sie aber und öffnete bereits die Schranktür, auf der Suche. Wo ist ein Stim? Wo, wo, wo? Es muss hier irgendwo sein!
    Plötzlich fühlte er ein Stechen und eine tiefe Müdigkeit übermannte ihn. Es dauerte nur einen Augenblick und Dunkelheit ersetzte seine Welt.

    Kelaine

    Wir brauchen Rekruten, nicht nur Leichen, hatte er gesagt. Kelaine hatte es nicht vergessen, verdrängte es aber gelegentlich. Beispielsweise wenn sie einem der Verteidiger beim Waffenabnehmen das Handgelenk an mehreren Stellen brach. Oder wenn sie jemanden mit einem Warp traf und sich nicht wirklich zurückhielt, sodass das Brechen seines Genickes laut zu hören war. Sie trug dabei stets ein Lächeln, während ihre Barriere sie vor Kugeln schützte. Die Schützen lagen bald auch nur vor ihr auf dem Boden.
    Was haben wir hier, hm?“, fragte Dras, nachdem er den Raum betreten hatte. Die Verwüstung erinnerte an ein Schlachtfeld. Der Batarianer blickte die Asari anerkennend an – sie war ganz allein reingegangen. Er hatte fünf Leichen gezählt, weitere vier Schwerverletzte und ein halbes dutzend entweder nur leicht verletzt oder am Boden wimmert. „Du hast dich also zurückgehalten, was?“, fragte der Batarianer an die Asari gewandt, leicht scherzhaft.
    Sie zuckte nur mit den Achseln.
    Bringt die vier her.“, erklärte er einem seiner Wachleute, bevor er zu den anderen Überlebenden ging. Er ging auf und ab, sie anstarrend. Es dauerte eine Weile bis er das Wort ergriff. „Wir sind die Smiles Company.“, erklärte er stehenbleibend, „Und dieses Territorium gehört jetzt uns. Weder den Ragers, noch euch, noch sonst jemanden anderem. Uns. Kapiert?
    Die jungen Leute, Männer wie Frauen, jeder Rasse, nickten eifrig, blickten aber nicht auf.
    Normalerweise würde ich euch jetzt entweder umbringen oder mit ein paar Erinnerungen verjagen.“, erklärte er, während die vier Schwerverletzten in den Raum gebracht wurden, „Aber ihr habt Glück: wir rekrutieren. Für gewöhnlich wäre ich ja wählerischer, aber die Zeiten verlangen eine gewisse Großzügigkeit.“, er nickte dem turianischen Wachmann zu und dieser verteilte nun Waffen an die sechs Sitzenden, „Die Waffen haben nur einen Schuss. Sie sind für die da bestimmt.“, er verwies auf die Schwerverletzten, „Wir verschwenden keine Medizin für die und Plappermäuler, die C-Sec auf den Plan rufen könnten, brauchen wir auch nicht. Ihr beweist euren Wert für die Smiles Company indem ihr sie umbringt. Falls nicht…nun ich habe ja bereits gesagt, was ich normalerweise mache. Und ich würde mich beeilen…es gibt ja nur vier von ihnen.
    Mit diesen Worte drehte er sich um verließ den Raum. Seine Wachleute blieben, Kelaine folgte ihm. „Werden sie wirklich für etwas gut sein?“, fragte sie ihn, nachdem sie außer Hörreichweite waren – sie hatten noch einen Schuss vernehmen können, „Das sind halbstarke Idioten und nicht wirklich die Mühe wert.
    Unter normalen Umständen würde ich dir zustimmen.“, nickte der Batarianer, nicht stehenbleibend, „Aber wir müssen nun mal mit dem auskommen, was wir haben. Vielleicht ist ja einer von ihnen ein Stück Kohle, das nur genügend Druck braucht um zum Diamanten zu werden.
    Die Asari schnaubte. „Wohl kaum.

    Sorvan

    Er öffnete nur zögerlich die Augen. Er fühlte sich immer noch groggy. Seine Atmung war langsam, aber regelmäßig. Er spürte einen stechenden Schmerz im Unterarm. Es dauerte eine Weile aber er bemerkte, dass etwas fehlte – er kam nur nicht drauf, was.
    Besser?“, hörte er eine vertraute menschliche Stimme.
    Sorvan blickte auf – der Mensch saß neben ihm und rauchte gerade eine Zigarette. „Was…was ist passiert?“, fragte der Batarianer.
    Musste dich schlafen schicken, mein Freund.“, erklärte der Mensch, den Glimmstängel im Mund, „Kann es nicht erlauben, dass ein Junkie mitten in ein Patientengespräch hineinplatzt und anfängt hier alles auseinanderzunehmen.
    Die Bezeichnung gefiel Sorvan nicht. „Bin…kein Junkie…“, erklärte er nur mit Mühe.
    Sicher.“, antwortete der Mensch, nahm einen Zug, nahm die Zigarette heraus und blies den Rauch aus, „Und ich bin kein Raucher. Jeder hat seine Laster. Das Zeug sollte aber dafür sorgen, dass es dir besser geht.
    Das Zeug…?“, fragte Sorvan und fing jetzt an sich herunterzublicken. Er entdeckte den Schlauch an seinem rechten Unterarm. „Was…was ist das?
    Es hilft gegen den kalten Entzug.“, erklärte der Mensch, „Zumindest gegen die übelsten Nebenwirkungen davon. Vorübergehend jedenfalls. Wenn du eine dauerhafte Lösung haben möchtest, müsstest du das regelmäßig bekommen, für eine Weile.
    Erst jetzt begriff Sorvan was ihm fehlte: er fühlte sich nicht mehr wie in der Hölle.
    Aber falls du das haben möchtest, wird das teuer.“, erklärte der Raucher, nachdem er wieder einen Zug genommen hatte, „Apropos teuer: wie wirst du diese Sitzung bezahlen…und die Störung von vorhin, hm?
    Der Batarianer blickte wieder zu ihm rüber. Der Kerl meinte es ernst. Er bewegte seine freie Hand zu seinem Holster, nur um ins Leere zu fassen. „Ja…deine Waffe habe ich dir vorsorglich weggenommen.“, erklärte der Mensch, nachdem er die Geste bemerkt hatte, „Du bist also blank…großartig.“, er stand auf und ging zu einem der Schränke, „Dann werde ich dir wohl eine Lektion erteilen müssen, die dir keineswegs gefallen wird.“, er kam zurück und hielt eine Flasche vor die vier Augen des Batarianers, „Wenn ich dir das spritze, wird dir dein Entzug wie der Himmel auf Erden vorkommen. Du wirst nicht sterben, ich bin kein Mörder, aber du wirst dir wünschen, dass ich einer wäre.
    Warte…“, krächzte der Batarianer hervor, „Ich…ich…ich habe einen Boss!
    Glaubst du dein Chefchen wird für dich bezahlen, hm?“, fragte der Mensch, „Glaub mir: Chefs sind selten so großzügig. Ich kenn mich aus. Arbeite für so ein geiziges Arschloch, dass ich mit seiner Arztpraxis ein weniger legales Unternehmen großgezogen habe.
    Sein Name ist Dras Erash!“, erklärte Sorvan, nun langsam verzweifelt klingend, „Wenn du mir etwas antust, dann wird er…!
    Dras Erash?“, der Name kam dem Menschen bekannt vor, „Du arbeitest für Dras Erash, den Batarianer?
    Ja!“, antwortete Sorvan triumphierend klingend, „Er wird dir die Haut abziehen und an die Varren verfüttern, wenn du mir etwas antust!
    Der Mensch blickte ihn ins Gesicht. Der Blick verwirrte Sorvan. „Meinst du, hm?“, fragte er, obwohl er anscheinend keine Antwort erwartete, „Dein Boss ist also mächtig?
    „Er wird die Tips übernehmen.“, erklärte Sorvan, auch wenn er keine Ahnung hatte.
    Ein Schmunzeln umspielte die Lippen des Menschen. „Und ist er auch reich, nicht wahr?
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
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    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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  14. #294 Reply With Quote
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    Seine Augen waren geöffnet, obwohl er nichts sah, als das dunkle Beige und Rot seiner Hände, mit denen er seine verweinten Augen grob bedeckte. Sein Brustkorb hob und senkte sich schwerfällig, jeder Atemzug zitterte in seinen Lungen. Würde es ihr gut gehen? Vermutlich. Aber ja, es war eben nicht der Punkt. Zur Antwort auf Zoras gut gemeinte Beruhigung schnaubte er ein halbherziges Lachen, dass von einem Schluchzen nur schwer zu unterscheiden war. Und lange beruhigte er sich nicht. Das Auto war längst über sizilianische Straßen gefahren, hatte eine nicht so stark befahrene Autobahn genutzt und näherte sich stückchenweise dem Flughafen.

    Vigilio wirkte längst apatisch. Auch, wenn keine Träne mehr floss und er sich irgendwann dazu hinreißen ließ, sich aus dem warmen Schoß seiner Frau zu erheben und sich aufzurichten. Sein Hinterkopf drückte sich gegen die weiche Kopflehne und der leere Blick des Italieners traf die Straßen. Etwas in ihm schien gebrochen zu sein, etwas, dass man nicht so ganz ausmachen konnte und vielleicht wenn überhaupt nur Zora sah. Eine gewisse Leere. Mit dem Ellenbogen gegen die Tür stützte er seinen Kopf in der Hand am Kinn, strich mit dem Zeigefinger geistesabwesend dabei durch seinen Bart.

    "Das gehört zum Schlimmsten was ich jemals getan habe.", gab er gegenüber seiner Frau zu, ohne sie anzusehen. Und Scham war es durchaus auch, die dafür verantwortlich schien.



    Eine Antwort kam nicht, aber er hatte auch keine erwartet. Es war gut wie es war. Die Tatsache, dass sie weitestgehend still nebeneinander saßen und erst wieder etwas Leben in diese Zwischenmenschlichkeit kam, als sie am Falcone Borsellino Flug- und Raumhafen angekommen waren. Vigilio stieg aus dem Wagen und hatte keinen Kontakt mehr zum vorne sitzenden Fahrer - ohnehin war seine Erscheinung nur noch ein Schatten durch die dicke Glaswand, die sie voneinander trennte. Er nahm es hin und atmete tief und zittrig die salzige, warme Luft des direkt am Meer liegenden Abflughafens ein. Der Wind klatschte ihm ins Gesicht. Wollte ihn strafen einfach zu gehen, vielleicht auch für das strafen, was er geglaubt hatte verbrochen zu haben.
    Es hielt ihn kaum auf seiner Frau die Hand hin zu strecken und zu warten, bis Sie sie annahm. Eine Antwort blieb er ihr noch schuldig: Wohin ging diese Reise hier? "Vermutlich denkst du, es würde direkt nach Hause gehen.", sagte er und nahm der Blonden diesen Gedanken ab. Der Fahrer war ausgestiegen, um das Fahrzeug herum gelaufen und hatte aus dem Kofferraum zwei Koffer, gerade einmal so hoch bis zum jeweiligen Knie, auf Rollen herausgehievt und die Henkel jeweils in Richtung seiner Kunden gestellt. Dann machte dieser sich zumindest auf den Weg zu gehen - nicht ohne nochmal eine kleine Summe Credits seitens Gil zu erhalten, ehe sich dieser seiner besseren Hälfte weiter zuwandte:
    "Aber...ich muss dich zuerst um etwas bitten. Und einen kleinen, größeren Umweg fliegen.", gab er zu und nahm seinen Koffer. Sie selbst nahm stets ihren eigenen, abgesehen von der Zeit ihrer Schwangerschaft vielleicht. Er würde danach greifen wenn sie ihn nicht selbst ziehen wollte. "Du musst mit mir zur Citadel fliegen." Wie eine Bitte klang es nicht, aber das tat es nie. "Als angesehene Journalistin mit einschlägigem, beruflichen Hintergrund musst du ein paar Schrauben für mich drehen, die bisher deutlich zu locker sitzen. Meinst du, du kriegst das hin?"
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    Dras Erash/25.08.2017 & Kathy und ihre Süßen

    Das ist das Gebäude?“, fragte der dunkelhäutige Salarianer. Es war ein schmuckloses Gebäude, aber auch eins, wo keine Gang ihre Ansprüche geltend gemacht hatte. Noch jedenfalls nicht.
    Das ist es.“, erklärte der dunkelblaue Turianer, kaum erwachsen geworden, „Es ist ein Laufhaus, voller Nutten.
    Und voller Credits.“, ergänzte ein grüner Batarianer, ähnlich alt wie sein Kumpane.
    Ihr wollt ein paar Nutten um ihr Erspartes bringen?“, fragte Nasheel, äußerst skeptisch klingend.
    Wir wollen die reichen Nutten um ihr Erspartes bringen.“, mischte sich nun ein ebenso junger grüner Drell in das Gespräch mit ein, „Weißt du wie viel Credits die dort gelagert haben müssen? Es muss ein kleines Vermögen sein.
    Damit werden wir den Aufbau der Devil’s Sons finanzieren können.“, erklärte der Turianer, „Und dein Gehalt.
    Nasheel seufzte. Er war weit gefallen, wenn ihn eine Bande von Möchtegerns anheuern konnte. Die Arena war leider geschlossen, nachdem C-Sec eine Razzia organisiert hatte. Dabei haben sie Wind von einem seiner Konten bekommen und es eingefroren – darauf waren 50% seiner Ersparnisse gewesen. Mit dem Rest hatte er sich bisher übers Wasser halten können, aber er brauchte unbedingt einen gut bezahlten Job. Die meisten anderen Gangs waren obendrein untergetaucht und so viele gute Arbeitgeber, die seine Vergangenheit ignorieren würden, kannte er nicht – um genauer zu sein, er kannte keinen. Außer Dras und der war bisher zu beschäftigt mit irgendetwas gewesen um ihn zu treffen. Jetzt arbeitete er deswegen mit ein paar Halbstarken zusammen…er seufzte noch einmal. „Und was wird dort drin jetzt meine Aufgabe sein?“, fragte er nur wenig interessiert klingend.
    Wir haben das Haus ausgekundschaftet.“, begann der Batarianer mit einer Erklärung.
    Ja, ganz besonders gründlich ausgekundschaftet, hi, hi.“, fügte nun das letzte Mitglied der Bande hinzu, ein dunkelhäutiger Mensch, und kicherte dabei äußerst ausgiebig.
    Wir wissen welche von den Nutten das Meiste gebunkert hat.“, fuhr der Batarianer mit der Erklärung fort, „Wir vier gehen zu ihnen, als Kunden. Dann rauben wir ihre Credits. Nehmen sie gleich auch mit uns. Erst dann nehmen wir reißaus.
    Ich wollt schon immer mal Zuhälter werden.“, erklärte der Drell, jetzt auch kichernd.
    Und was soll ich da machen?“, wiederholte der Salarianer die Frage.
    Du bist unsere Geheimwaffe.“, erklärte der Turianer ganz stolz, „Ich wette die Nutten haben irgendeine Sicherheitsvorkehrung dort drin, sonst wären sie längst von irgendeiner Gang geschnappt worden. Falls die losgeht, machst du dein Ding.
    Ich bin Nahkampfspezialist, kein Wunderspezialist.“, erklärte Nasheel, äußerst unzufrieden, „Was glaubt ihr, soll ich machen, wenn das ein verdammtes automatisches Geschütz ist, he? Versuchen ein Loch in eine der Laufmündungen zu machen, oder was?
    Keine Ahnung man!“, erwiderte der Drell, verärgert, „Du bist der Spezialist und wir bezahlen dich – willst du nicht das Geld haben?! Wenn du es kriegen willst, musst du dafür arbeiten, klar?! Und jetzt ist Sense – lasst uns reingehen. Du wirst in der Lobby auf uns warten.
    Die vier gingen bereits los, während der Salarianer ihnen hinterher blickte. „Verflucht…“, murmelte er und folgte ihnen.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
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    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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    Nasheel

    Warme Rottöne. Das war wohl das erste was Kathy in der Wohnung von Shira immer in den Blick fiel. Ob burgunderrot, pinktöne, oder purpur was ihrer Haut ähnlich war, die meisten Einrichtungsgegenstände waren in irgendeiner Art von Rotton gehalten. Das Bettzeug der Asari war in einem seidig glänzenden pink gehalten, jedoch nicht in dem Ton wo es den Augen wehtat. Auf einer Kommode in der Ecke ruhten verschiedene Spielzeuge, oder wohl eher Arbeitswerkzeuge. Handschellen, Peitschen, Dildos, Plugs, Gleitgel und ein paar Dinge die Kathy nicht kannte. Weswegen sie vermutete das es für andere Spezies gedacht war, immerhin hatten andere Spezies vermutlich andere Erwartungen.
    Sexualität anderer Spezies war für Kathy dann wirklich noch Neuland, eine der zahlreichen Bildungslücken welche sie seit ihrer Ankunft nicht geschlossen hatte. Dafür wusste sie in welcher Farbe andere Spezies bluteten. Vielleicht setzte sie die falschen Prioritäten?
    "Zucker zum Kaffee?", erkundigte sich die Asari und stellte die Tasse auf dem kleinen Tisch in ihrer Wohnung ab. Kathy schüttelte den Kopf.
    "Schon süß genug?", scherzte die Prostituierte mit einem Augenzwinkern und setzte sich dann ebenfalls an den Tisch.
    "Also gibt es Neuigkeiten? Wie nehmen meine Mieterinnen die Renovierungen auf?", erkundigte sich die Schwarzhaarige und pustete sanft über die schwarze und dampfende Flüssigkeit. Shira lächelte und warf einen Zuckerwürfel in ihre Tasse, welcher langsam auflösend versank.
    "Nun, natürlich mag nicht jeder die Bauarbeiten, aber die Damen sind beeindruckt wie schnell es vorangeht. Und natürlich das überhaupt etwas geschieht. Die neuen Sicherheitsvorkehrungen wissen wir sehr zu schätzen. Glauben sie mir.", merkte diese wohlwollend an.
    "Sowas spricht sich auch auf den Straßen rum. Tatsächlich haben sich ein paar andere Mädels nach dem Haus hier erkundigt. Vor allem nach dieser Geschichte mit diesem Pimp.", fuhr die Purpurne fort und lächelte mädchenhaft. Kathy nickte und nippte kurz an der immer noch zu heißen Flüssigkeit. Eine leichte Taubheit breitete sich auf ihrer Zunge aus. Dennoch setzte sie ein zufriedenes Lächeln auf.
    "Sehr schön. Ich erhielt auch unlängst ein paar Anfragen, jedoch würde ich dann schon mit dem oberen Stockwerk fertig sein." Shira nickte.
    "Ja, sie sollten eine Möglichkeit zur Umquartierung haben wenn sie..", setzte die Asari an, als es plötzlich an der Tür klopfte. Die beiden Frauen schauten sich kurz stumm an. Es klopfte erneut, dieses Mal stärker und lauter.
    "Ich bin gerade am Kunden, komm später wieder Schätzchen.", rief sie mit einer honigsüßen Stimme. Kurz war Stille, dann klopfte es erneut. Shira verzog das Gesicht und stand dann auf.
    "Entschuldigen sie kurz.",verkündete sie genervt und ging in Richtung Tür. Erbost riss sie diese auf und schaute nach draußen.
    Vor ihr stand ein junger grüner Drell welcher sie frech angrinste und provokant aus seinen schwarzen Augen anfunkelte.
    "Bist du taub unter deinen Schuppen? Ich bin gerade beschäftigt kleiner!", ging sie den Drell an, welcher nur blöd grinste.
    "Ich habe keine Geräusche gehört die danach klangen, bist auch noch recht angezogen." Er drängte sich kurz mit dem Kopf an ihr vorbei, wobei sein Blick auf Kathy fiel, bevor er wieder von der Asari nach draußen gedrückt wurde.
    "Sieht eher nach einem Kaffeekränzchen von euch Hübschen aus. Keine Sorge, deine Freundin stört nicht. Ganz und gar nicht, habe nichts gegen Menschenfrauen."
    , erklärte er vollmundig.
    "Ich denke ein Viertel von uns wäre schon zu viel für dich. Komm später wieder, dann denke ich mit ein wenig Glück darüber nach.", ermahnte sie ihn streng und warf stolz den Kopf zurück. Im Zimmer selbst erhob sich Kathy langsam von ihrem Stuhl.
    "Aber ich bin jetzt hier und ich muss nicht wiederkommen. Du kommst mit mir!", verkündete er selbstbewusst.
    "Hast du mit dem Kopf angeklopft?", fragte Shira und hob eine der tätowierten Augenbrauen.
    "Du solltest lieber netter sein, sonst werde ich noch unhöflich. Sei ein braves Mädchen, gib mir das was du hast und wenn du mir brav folgst passiert dir nichts.", drohte der Drell mit einem breiten Grinsen. Shira guckte kurz skeptisch, dann begann sie laut loszulachen. Nur kurz, aber eine gefühlte Ewigkeit für den Drell, dessen Miene sich verfinsterte.
    "Geh nach Hause, Kleiner."
    , erwiderte die Asari immer noch prustend und wollte sich gerade umdrehen, als die flache Hand des Drells auf ihr Gesicht zusegelte. Ein blaues Leuchten erhellte das purpurne Gesicht und die Hand blieb mitten in der Luft stehen.
    Perplex starrte der bewegungslose Drell in das nun nicht mehr lächelnde Gesicht der Asari. "Falsche Entscheidung Kiddo."
    Mit einem Ruck beschleunigte der Körper des Drell gegen die Decke und krachte mit einem dumpfen Geräusch gegen den Beton. Mit einem knacken, landete der Drell dann auf den Fußboden, als die Asari das biotische Feld wieder auflöste. Ein Rinnsal Blut bildete sich auf dem Boden, der Drell lag bewusstlos da.
    "Hat man noch Töne?", verkündete Shari zu Kathy welche in den Rahmen getreten war. Routiniert fischte sie eine Zigarette aus der Schachtel, als plötzlich ein gellender Schrei durch das Haus erschallte. Erschrocken sah die Asari zu Kathy.
    "Das kam von unten. Klang nach Sherry, 122. Was ist hier auf einmal los?", fragte sie an Kathy gewandt. Diese schüttelte ratlos den Kopf und aktivierte dann ihr Omnitool.

    "Vorerst Nonletal, habe verstanden.", bestätigte Airi nachdem sie von ihrer Chefin kontaktiert wurde. Sobald sie den Schrei hörte hatte sie schon ihr Gespräch in der kleinen Kaffeeküche der ersten Etage beendet und war aufgebrochen. Yuika war ihr kurz gefolgt, dann jedoch in ein oberes Stockwerk beordert worden. Sofort darauf sah sie das Problem, beziehungsweise zwei Probleme. Das Eine ein dunkelblauer Turianer schob gerade eine turianische Prostituierte beiseite und versuchte in ihre Wohnung einzudringen. Der grüne Batarianer hingegen hatte der rothaarigen Menschenfrau hingegen schon einen harten Schlag verpasst, weswegen diese zu Boden gesunken war und zu weinen begonnen hatte. Grob schubste er die Frau beiseite, als er plötzlich aus den Augenwinkeln Airi entdeckte. Ihre Klamotten hätten ihm Anlass zum nachdenken geben müssen, doch dem war nicht so. Die Japanerin sah es ihm an, jung und sich unbesiegbar haltend. Sie lächelte zufrieden, Waffen hätten hier fast das Vergnügen genommen.
    "Bleib weg Schätzchen, wegen dir bin ich nicht hier. Kannst aber gerne mitkommen.", verkündete er triumphierend.
    Airi blieb stumm, beschleunigte leicht den Schritt. Immerhin schien der Batarianer jetzt die Intention richtig einzuschätzen und nahm plötzlich eine defensive Haltung ein. Behände wich sie dem Abwehrschwinger des Alien aus und führte in der Drehung einen Tritt gegen seine Kniescheibe aus. Dieser knickte ein, sein zweiter Schlag wurde von der Schwarzhaarigen mühelos geblockt, ein Konterschlag traf seine Weichteile. Keuchen sackte der Batarianer nach unten ein. Die beiden zierlichen Hände packten den kahlen Schädel, fixierten ihn während das Knie der Asiatin sofort gegen sein Gesicht schmetterte. Knochen und Knorpel knackten unangenehm, bewusstlos glitt der Batarianer zu Boden.
    Airi nickte der Rothaarigen kurz zu, dann ging sie fokussiert in Richtung des Turianers. "Status Schwester?"

    Zwei Stockwerke über ihr glitt der massige Körper des dunkelhäutigen Menschen die Wand hinab, das Gesicht spürbar noch am Putz klebend. Ein roter Film hinterließ deutliche Spuren des langsamen Absinkens, bis der bewusstlose Körper schließlich in einer unnatürlichen Haltung zum stehen kam. Yuika kickte etwas heftiger atmend, mit dem Stiefel leicht ein paar der herumliegenden Zähne an den Rand des Flurs und ging an ihr Tool.
    "Dritter Stock geklärt, stoße jetzt zu dir.", erwiderte sie kurz und ging dann den Flur hinunter.

    "In Ordnung.", antwortete Airi knapp und deaktivierte dann den Kanal. Leicht schockiert hatte der Turianer inzwischen den Rückwärtsgang eingelegt, fast schon mehr stolpernd als gehend. "Okay, bleib mal ruhig Schwester. Ich denke mal du hast da was falsch verstanden.", rief er der Japanerin abwiegelnd zu, ohne das diese ihren Schritt verlangsamte.
    "Wo ist nur dieser verdammte Salarianer. Ey Mann, wo bist du? Wofür bezahlen wir dich denn?", sprach er nach wütenden murmeln schließlich in sein Omnitool.
    numberten is online now Last edited by numberten; 26.03.2020 at 15:57.

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    Teestunde bei Shira

    Das Quartett war ohne stehenzubleiben reingegangen, während Nasheel bei der Pförtnerloge blieb. Er hatte sich an die Wand gelehnt und die Arme verschränkt, bereit hier zu warten egal wie lange es jetzt dauern würde. Er hatte eine Sitzbank um die Ecke bemerkt, aber das würde ihm nur ein falsches Gefühl der Sicherheit geben – er war hier wegen eines Jobs, nicht fürs Vergnügen. Er hoffte, dass er die Wartezeit mit seinen Gedanken verbringen konnte, aber leider wurde daraus nichts.
    Der Batarianer, der Pförtner, starrte ihn an. Nasheel erwiderte den Blick und nickte, als Zeichen der Begrüßung, hoffend, dass das alles wäre. Aber der Batarianer starrte ihn weiterhin an. Jetzt fing Nasheel an genervt zu sein. „Was?“, fragte er eine Spur zu scharf.
    Der Batarianer wirkte als wäre er aus einer Starre erwacht. Seine Hautfarbe wurde heller, ein Zeichen seines Volkes, dass es ihm peinlich war und er blickte sich mehrmals in seinem kleinem Raum um, als würde er darüber nachdenken, was er jetzt tun würde. Das Ergebnis überraschte den Salarianer: der Batarianer öffnete die eindeutig schwer gepanzerte Eingangstür der Loge und trat zu ihm.
    Du…“, begann der Batarianer, fast schon zitternd, „…du…du bist doch…Nasheel Mo…der schwarze Wiedergänger…oder nicht?“, seine vier Augen fingen an zu funkeln.
    Nasheel blinzelte mehrmals. „Ehh….jaaa…“, antwortete er unsicher, „Und...woher weißt du das?“, er besah sich den Batarianer bisschen genauer und stellte dabei fest, dass er ihm keineswegs bekannt vorkam.
    Ich wusste es!“, erklärte der Batarianer nun freudestrahlend, „Ich hab dich gesehen! In der Arena! Wie du gegen die Bestie gekämpft hast! Man du hast dieseeen Kroganer zerlegt! Stück für Stück, Körperteil für Körperteil! Ich hab sowas in meinem ganzen Leben noch nie gesehen! Ey, man, als ich dich in die Arena marschieren sah, dachte ich, die Veranstalter wollen uns verarschen. Aber nein! Du hast dieser verdammten Echse gezeigt wo der Hammer hängt und bist nicht einmal ins Schwitzen geraten!
    Wir Salarianer können nicht schwitzen.“, erklärte Nasheel nüchtern.
    Wegen dir haben meine Kumpels ne Menge Credits verloren, he, he!“, fuhr der Batarianer kichernd fort, „Haben den Tag trotzdem nicht bereut. So etwas zu sehen…das werde ich noch meinen ungeborenen Enkeln erzählen können!“, er kicherte noch ne Weile vor sich hin, als er einen Blick zum Fahrstuhl hin warf, „Und was machst du jetzt? Hab gehört die Arena ist dicht. Sind das vorhin deine Ex-Arenakumpels gewesen und du bleibst hier, weil ihr Salarianer…na ja du weißt schon. Du bist quasi der designierte Fahrer des Abends, was?

    Nasheel war gerade am Überlegen ob er diesem dahergelaufenen Batarianer irgendetwas antworten sollte, als er mitbekam, dass dessen Omni-Tool aufsprang – jemand sagte ihm etwas und der Salarianer hörte mit. Der Pförtner hatte noch Zeit einen erschreckten Gesichtsausdruck auf Nasheel zu werfen, als dieser ihm bereits ein paar gezielte Schläge gegen den Kopf verpasste und ihn auf diese Weise schlafen schickte. „Sorry dafür.“, erklärte er, seufzend, „Ist nichts persönliches, aber jemand muss diese Vollidioten vor sich selbst beschützen.“, rührte sich aber ansonsten nicht von der Stelle – noch hatten sie ihn nicht um Hilfe gebeten. Er musste sich aber nicht lange gedulden: „…Ey Mann, wo bist du? Wofür bezahlen wir dich denn?
    Er fluchte darüber, dass der Depp ihm nicht gesagt im welchen Stockwerk er war. Er nahm das Treppenhaus und war gezwungen in jedem Stockwerk einzeln nachzusehen – hoffentlich kam er nicht zu spät. Er rannte schnell hoch und öffnete die Tür in den ersten Stock – und wurde fündig. Nur wenige Schritte entfernt lag der junge Batarianer ausgeknockt auf dem Boden. Er konnte die Stimme des Turianers durch die geöffnete Tür nebenan hören, während eine rothaarige Menschenfrau verängstigt reinschaute.
    Er sprintete schnell los und die Menschenfrau erblickte ihn als erstes. Seine Instinkte sagten klar, dass sie diesen Schaden nicht hatte anrichten können – er ignorierte sie und preschte in die Wohnung. Drinnen verteidigte sich der Turianer gerade gegen eine weitere Menschenfrau, die mindestens zwei Köpfe kleiner war als er und er sah ziemlich verzweifelt aus. Die schwarzhaarige Menschenfrau, alarmiert von der Rothaarigen, wirbelte herum, statt aber in die Defensive zu gehen, griff sie auf der Stelle an – ihr Fuß flog bereits auf den rennenden Salarianer zu. Dieser grätschte auf den Knien weiter und versuchte dabei einen Schlag zu landen – die Schwarzhaarige wich rechtzeitig aus.

    Er rollte sich ab, als sie ihn wieder angreifen wollte und kam schnell auf die Beine. Er blockte einen Tritt und schlug mit seinen Fingerspitzen zu – sein schlanker Körperbau gab ihm den Reichweitenvorteil. Die Menschenfrau wich aus, aber nun setzte Nasheel ihr zu – was Geschwindigkeit anbetraf, konnte sie mit ihm mithalten, aber sie kam nicht zum Gegenangriff. Er hatte sie gegen eine Wand gedrängt und sie wich nach unten aus – etwas was er erwartet hatte: er stellte ihr einen Beinhaken und sie landete auf dem Boden. Bevor sie sich aufrappeln konnte, verpasste er ihr einen Tritt in die Magengegend und sie keuchte laut auf.
    Statt ihr nachzusetzen, rief er dem Turianer zu: „Schau nach wie es deinem Kumpel geht!
    Dieser nickte eifrig, fügte aber noch hinzu: „Da ist noch jemand im dritten Stock gewesen!“, bevor er das Zimmer verließ.
    Nasheel hatte eine Position zwischen ihr und dem Turianer gewählt, während die Menschenfrau aufstand. Sie sah verärgert aus, auch wenn nur für einen Augenblick. „Sollte dich wohl fertig machen, bevor deine Unterstützung kommt, was?“, fragte er, leicht lächelnd – trotz der Umstände verspürte er einen gewissen Nervenkitzel, wieder kämpfen zu können. Und obendrein mit jemanden, der sich als eine beachtliche Herausforderung herausgestellt hatte – wer hätte sich das heute Morgen denken können? „Wollen wir?“, fragte er, als sie wieder stand, bereit weiterzukämpfen.
    Dann griff er sie an.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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    "Wie du meinst." erwiderte er. Er verstand das schon, manche Sachen musste man mit sich selbst ausmachen. Nicht jede Bürde konnte gemeinsam getragen werden. Sie entfernte sich und sprach mit dem Rest der Gruppe. Dafür trat nun Lucia an sie heran. Stephen empfand ihre Versuche sich anzubiedern offenbar ebenso gezwungen wie er selbst. Als es jedoch darum ging ihnen eventuell richtig zu helfen kam natürlich nichts. Marco war sich immer noch nicht sicher, was genau mit ihr los war. Ob sie es nicht bereuen würden, sie so eng bei sich zu halten. Aber sie hatten momentan wohl keine andere Wahl.

    Lucia entfernte sich wieder, wohl um nach Liz zu sehen, und Marco gesellte sich zum Rest der Gruppe um sich die Übertragung anzuhören.
    Stephen schaffte es tatsächlich der Stimme am anderen Ende kritische Informationen zu entlocken. Jedoch stöhnte er innerlich als er hörte, wie weit sie noch vom Ziel entfernt waren, offensichtlich.
    "ich weiß nicht so recht." gab er aufgrund der Vorschläge zu bedenken. "Ich glaube wenn wir uns alles nacheinander vornehmen ist die Gefahr größer dass sie Lunte riechen und wir nicht weiter an sie rankommen. Ich glaube es wäre am schlauesten, wenn wir uns aufteilen, koordinieren und sie so zeitgleich es geht abfangen.


    Auf Marco´s Vorschlag hin, die Gegner gleichzeitig an zu schalten, anstelle sie nacheinander zu schnappen, sahen sich Randalla und Crusher skeptisch.
    "Könnte für unsere Truppe gefährlich werden, wir wissen ja nicht, was uns alles erwartet." erwiderte die Kroganerin nach kurzer Überlegung an Marco gewandt. "Wir haben ein sehr erfahrenes Team...," begann der Kroganer gerade, als die Eingangstür zischend auf ging und Mira, Shan, Fox und Maro den Raum betraten, die die beiden Gefangenen Hiller und Jones auf dem Schwarzmarkt ausgesetzt hatten und alle die die erwartungsvoll anstarrten.
    Über das Gesicht der Asari huschte ein zufriedenes Lächeln und sie zeigte mit beiden Daumen hoch an, dass alles erledigt sei. "Die beiden werden auf Omega nichts mehr anstellen, ganz zu schweigen davon, dass sie es jemals wieder lebend verlassen werden..." meinte Fox schließlich. Randalla und Crusher warfen sich einen kurzen Blick zu und nickten den vier Zurückkehrern anerkennend zu. Anschließend informierte sie die Kroganerin darüber, was in ihrer Abwesenheit geschehen war und welche Optionen es nun gab.

    "Ich finde Marco´s Vorschlag garnicht so dumm. Wenn wir die drei gleichzeitig aus schalten können, haben wir bessere Chancen." stimmte Mira Marco´s Vorschlag zu. "Okay, okay... wir teilen uns in drei Teams auf." gab die Kroganerin nach und beriet sich mit Crusher. Nachdem sich die beiden einig waren, wandten sie sich an die Truppe.

    Crusher trat nach vorne.
    "Nach reichlichem hin und her, haben meine Gefährtin und ich uns für folgende Teams entschieden.... nach Nos Astra, Illium gehen Liz, Mira, Fox und Nellie, ihr hängt euch an die Fersen von Watanabe. sagte Crusher und die Angesprochenen nickten. Liz war froh darüber, dass sie wieder in ihre Wahlheimat kam. "Wir können mein Apartment als Unterschlupf nutzen." kicherte die Spanierin. "Gute Idee." stimmten ihr Fox und Mira gleichzeitig zu.

    Randalla trat an Crusher´s Seite.
    "Ich werde mit Zulan, Maro und Shan nach Bekenstein gehen und holen uns Kato. erklärte die Kroganerin. "Hervorragend, dann kann ich ein paar Beziehungen spielen lassen." gab der Salarianer zufrieden von sich und setzte ein groteskes Grinsen auf, während er den Blick durch die Runde schweifen ließ.

    "... Stephen, Marco, Lucia und ich werden zur Erde reisen, wir kümmern uns um Benston. sagte der Kroganer und blickte in die Runde. Stephen nickte ihm zu und als auch sonst keinerlei Einwände kamen, fügte Randalla hinzu: "Okay, dann ist das jetzt beschlossen. Wir brechen so schnell wie möglich auf, um denen erst garkeine Chance zu geben, sich auf uns vor zu bereiten. Danach treffen wir uns wohl in Terra Nova. Nellie?"

    "Ich konnte vier Plätze nach Nos Astra ergattern und zwar heute Abend noch. Für euch anderen gehts erst Morgen Vormittag los, aber die Flüge sind gebucht." antwortete die Quarianerin.
    "Dann packen wir mal unsere Sachen." meinte die Turianerin nur und verschwand mit Mira. Auch Nellie packte ihre Sachen, allen voran ihren heiß geliebten Laptop.

    Liz ging nach draußen, wobei ihr Stephen folgte. "Alles okay?" erkundigte er sich leise. "Es ist ein wenig komisch ohne Jade und Violet nachhause zurück zu kehren." gestand sie und sah zu ihrem Halbbruder auf. "Ich weiß." sagte er leise und nahm Liz in seine Arme, ehe er flüsternd weitersprach. "Versprich mir, dass du auf dich aufpasst." Verwundert sah sie zu ihm auf, direkt in seine Augen. "Machst du dir etwa Sorgen um mich?" fragte sie keck nach. "Ich will meine kleine Schwester nicht verlieren." sagte er ernst. Sie fiel ihm um den Hals. "Pass du mal besser auf dich auf, Bruder. Du hast nicht nur Benston als Gegner, sonst auch Lucia." flüsterte sie ihm mahnend ins Ohr. "Mach dir keine Sorgen um mich." flüsterte er ihr ins Ohr und nickte ihr aufmunternd zu, als Mira, Nellie und Fox heraus kamen.

    "Können wir los?" wollte die Quarianerin aufgeregt wissen. "Keine Sorge, Stephen, ich passe auf Liz auf." sagte Mira an Connor gewandt, bevor die vier Mädels ins Skycar kletterten und zum Raumhafen flogen.....

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    Sam Fraser

    Hm, Auftrag vom Oberkommando“, erklärte Sam kurzangebunden, ehe er weitersprach.„Ich bin ein schlichter Infanterist, kein Fliegerass wie du.“"Darf ich raten, alles Top Secret." kicherte sie und hob entwaffnend ihre Hände. "Werde nicht weiter nachhaken, versprochen. Aber ein schlichter Infanterist kannst du nicht sein, sowas gibt hier an Bord nicht." Sie lächelte verlegen.
    Für einen Moment wandte sie sich von dem Soldaten ab, um einen Blick auf die Konsole zu werfen und um gegebenfalls Kursänderungen vor zu nehmen, oder mögliche Gefahren schnell lokalisieren zu können. Doch da alles in Ordnung war, sah sie wieder zu Sam. „Hast du schon viele Einsätze geflogen?“ wollte er wissen.
    "Mit der Columbia eigentlich nur Test/- und Erkundungsflüge. Im Kampfjet habe ich einige Einsätze geflogen." antwortete sie nachdenklich. "Und was ist mit dir? Hast du schon viel von der Galaxie gesehen?" hakte sie gerade neugierig nach, als sich über den Bord internen Funk eine weibliche Stimme meldete, wo selbst Chey rätselte, zu wem diese Stimme gehörte. "Captain Fraser, melden sie sich in den Mannschaftsquartieren." Sam warf ihr einen entschuldigenden Blick zu und wandte sich ab. "Vorsicht. Könnte auch ein Scherz sein." warnte sie ihn lächelnd.

    Dann war sie wieder alleine und starrte nachdenklich auf die blinkende Konsole. Netter Kerl. dachte sie.
    "Klopf, klopf.", sagte plötzlich jemand und klopfte sanft gegen das Metall. Chey erschrak im ersten Moment, beruhigte sich jedoch schnell wieder und drehte sich langsam um, wo Bill stand und ihr ein gewinnendes Lächeln schenkte. "Na, schau mal einer guck, was machst du denn hier?" fragte sie neugierig und lächelte, wohl wissend, dass der Satzbau völlig falsch war. Aber der Afroamerikaner kannte sie und wusste durchaus damit um zu gehen.
    "Wie ich sehe wieder fest im Sattel, was Maverick?", merkte er anerkennend an und ließ sich in den freien Sitz des Co-Piloten fallen.
    "Ich denke Noah wird es nicht stören wenn ich seinen Platz kurz wärme.", erklärte Bill mit einem Augenzwinkern und drehte dem Sitz zu Chey. Die junge Pilotin warf ihm einen neugierigen Blick zu.
    "Ich habe mir vorhin mal euren Dienstplan angeschaut und wie ich sehe hat der gute Noah während unseres kleinen Pokerabend Bereitschaft. Und da Commander Padukone ebenfalls Dienst hat, wird sich das höchstens ändern wenn er mit seinem Kopf in einem Lüftungsschacht feststeckt.", scherzte der Marine kurz und grinste breit.
    Chey schwieg und hörte neugierig zu.
    "Also würde ich sagen bist du sein Ersatz, andernfalls muss Michael noch die Ehre der Navy verteidigen. Und jeder weiß das er regelmäßig auf Kates Pokerface hereinfällt. Und ich weiß noch nicht mal wen sie noch mitbringt. Guddi? Jane? Oder vielleicht die neue Jane?", verkündete Bill grüblerisch und legte kurz die Hand ans Kinn.
    Darauf will er hinaus? Ich habe noch nie einen Mann soviel quatschen gehört. schoss es ihr durch den Kopf.
    "Ach, das ist dieses Mal Macnabs und Neumanns Problem.", beendete er seine Gedanken und lächelte wieder breit. "Und was ist Chey? Mit von der Partie, oder lieber Teerunde mit Stofftierchen?", feixte der Marine freundschaftlich ohne das er sein Lächeln unterbrach.
    Chey überlegte kurz, ehe sie antwortete.
    "Teerunde mit Stofftierchen ist nicht so meins...," lachte sie. "Bin dabei. Aber ich bin nicht gut im Poker spielen."

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    Neth Elaren

    "Gute Idee. Je mehr Sündenböcke hier sind, um so schwieriger wird es für eine mögliche Cyber-Abteilung uns ausfindig zu machen." stimmte Nairobi dem Plan des Salarianers zu.
    Sahenia schaute sich derweil um und entdeckte am anderen Ende des Gemeindezentrums eine große Touristengruppe, die sich ein paar abstrakte Sehenswürdigkeiten an sahen. Die junge Asari betrachtete skeptisch die komisch aussehenden Skulpturen. Was die hier so alles als Sehenswürdigkeit bezeichnen. schoss es ihr durch den Kopf und dabei fiel ihr eine Feuerleiter auf, die direkt aus dem Gebäude führte.
    Der Salarianer erklärte Nairobi weitere Einzelheiten seines Plans und sie nickte zustimmend.
    – wäre also weiterhin dafür einen Fluchtplan parat zu haben. Irgendwelche Einfälle?“ bekam Sahenia gerade noch mit.
    "Wie wäre es mit der Feuerleiter dahinten? Wir könnten uns zwischen die Touristen mischen und dann über die Feuerleiter entwischen, ohne das wir durch die Security Leute hier durch müssten." schlug Sahenia flüsternd vor.

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