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    Airell legte den Kopf leicht zur Seite, schien über die Worte des großen Turianers nachzudenken. "Echt? Oh... dann bleib ich lieber bei den Geschichten.", meinte er todernst, als sei das tatsächlich ein bedeutsames Thema für ihn. Zufrieden über diese Aussage glitten die Finger der 22jährigen über seinen Kopf, dann wandte sie sich wieder Dalan zu. "Und bist du auch fündig geworden?", fragte die junge Frau nach, ehe sie einem Volus auswich der zu sehr mit einem Datenpad beschäftigt war um zu sehen wessen Weg er gerade kreuzte. Kurz schaute sie ihm nach, erwartete fast, dass er den nächsten Passanten umrannte - doch das Glück schien im hold zu sein.

    Airells Empathie war bemerkenswert und wenn Peyton sich selbst schon als relativ feinfühlig bezeichnen würde, schlug das Kind das um Längen. Sie musterte Dalan und den Jungen einen Moment, ehe ihr Blick sich wieder auf den Weg richtete. "Tut mir sehr leid.", kam es bedauernd über ihre Lippen. Alte Wunden aufzureißen war natürlich das letzte was sie mit ihrer Frage hatte bezwecken wollen. Erst recht wollte sie der Begegnung die Ungezwungenheit von vorhin nicht nehmen. Doch Dalan fuhr fort und berichtete von einer komplizierten Beziehung zwischen ihm und seinem Vater. 'Da haben sich ja die richtigen Drei gefunden', schoss es ihr durch den Kopf, ehe sie Dalan eingehender betrachtete. Sie selbst kannte keinen Turianer der ihm optisch ähnlich war... oder? Nein, sie kannte keinen, doch augenblicklich wurden ihre Gedanken in Richtung eines Geständnisses gelenkt.
    Sie erinnerte sich an die intensiven, blauen Augen des roten Turianers mit den schwarzen Clanmarkierungen als er auf allen Kanälen der Citadel zu sehen gewesen war. Alles an ihm hatte die 22jährige eingeschüchtert, das was er erzählte hatte ihr die Sprache verschlagen und sie wusste noch, dass sie zu Bryna gesagt hatte, dass sie froh gewesen sei, ihn nie im Café begegnet zu sein und auch hoffte, dass sich dieser Umstand nicht ändern würde. Sie wusste tatsächlich nicht, ob sie ihm normal begegnen könnte - etwas, woran sich der ältere Turianer wahrscheinlich schon gewöhnt haben musste. Aber konnte Dalan sein Sohn sein? Sie meinte, dass die Markierungen in Beyo Vhans Gesicht anders ausgesehen hatten. Aber dieses blau in den Augen... Peyton bemerkte, wie sie ihn anstarrte. Rasch wandte sie den Blick wieder ab. "Sorry, ich wollte dich nicht anstarren als würde ich gerade meinen ersten Turianer sehen.", entschuldigte sich die Brünette mit einem unsicheren Lächeln auf den Lippen. "Ich dachte nur... aber..", fuhr sie fort und machte eine kreisende Bewegung mit der Hand in Richtung seines Gesichts. ".. deine Clanmarkierungen sind ganz anders.", kurz hielt sie inne. "Dein Vater ist also der Grund für deine Suche nach Zerstreuung gerade?", räusperte sie sich. "Befürchtest du mehr seine Reaktion auf dein Erscheinen oder was er zu dir sagen könnte?", fuhr sie fort und verschränkte die Hände hinter ihrem Rücken.
    Airell entdeckte das große Empfangsschild des botanischen Gartens von Gaeron und rannte unbeschwert los, gliederte sich in eine kleine Schlange an der Kasse ein.



    Dalan Qin

    "Nun, ich denke schon. Die Zeit wird zeigen, ob man etwas davon merken wird."
    Ihr war es offenbar unangenehm was sie angestoßen hatte, doch Dalan beschwichtigte sie lächelnd. "Jeder hat sein Päckchen zu tragen. So sagt ihr Menschen doch, nicht wahr?" Ja, er hatte auch viel über andere Kulturen gelernt während seiner Reise.
    Dann jedoch fiel ihm ihr Blick auf, wofür sie sich sogleich entschuldigte. "Schon gut." erwiderte er, doch da hatte sie bereits seine Clanmarkierungen angesprochen. Mit steigender Nervosität mied er ihren Blick, versuchte verzweifelt die richtigen Worte zu finden. "J-ja.....manchmal ist der erste Schritt der schwerste, nicht wahr? Und....nun ich nehme an es ist beides. Mein Vater und ich, wir haben beide viele Fehler gemacht. Aber irgendwann muss man damit aufhören sie sich ewig vorzuhalten und einen Neustart wagen. Und gerade jetzt wo er....äh, ich meine - " Er ritt sich immer weiter rein.
    Den Geistern sei Dank wurde plötzlich für Ablenkung gesorgt, denn sie waren an Ziel. Er rannte dem Kleinen spaßhaft nach, ließ ihn bei einem kleinen Wettrennen zur Schlange natürlich gewinnen. Sie war nicht sehr lang, und so wurden sie schnell eingelassen.
    "Wow!" Eine solche pflanzliche Vielfalt erwartete man gar nicht auf einer Raumstation, vor allem wenn man im Vergleich die dunklen Ecken kannte, in denen er aufgewachsen war. "Wie lange es wohl gebraucht hat, die zu so einer Größe heranwachsen zu lassen?" fragte er Peyton, als sie an ein paar besonders großen salarianischen Schlingpflanzen vorbeikamen. Ob sie das vorherige Thema über die Ablenkung vergessen hatte?
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    "Nun, ich denke schon. Die Zeit wird zeigen, ob man etwas davon merken wird."
    Ihr war es offenbar unangenehm was sie angestoßen hatte, doch Dalan beschwichtigte sie lächelnd. "Jeder hat sein Päckchen zu tragen. So sagt ihr Menschen doch, nicht wahr?" Ja, er hatte auch viel über andere Kulturen gelernt während seiner Reise.
    Dann jedoch fiel ihm ihr Blick auf, wofür sie sich sogleich entschuldigte. "Schon gut." erwiderte er, doch da hatte sie bereits seine Clanmarkierungen angesprochen. Mit steigender Nervosität mied er ihren Blick, versuchte verzweifelt die richtigen Worte zu finden. "J-ja.....manchmal ist der erste Schritt der schwerste, nicht wahr? Und....nun ich nehme an es ist beides. Mein Vater und ich, wir haben beide viele Fehler gemacht. Aber irgendwann muss man damit aufhören sie sich ewig vorzuhalten und einen Neustart wagen. Und gerade jetzt wo er....äh, ich meine - " Er ritt sich immer weiter rein.
    Den Geistern sei Dank wurde plötzlich für Ablenkung gesorgt, denn sie waren an Ziel. Er rannte dem Kleinen spaßhaft nach, ließ ihn bei einem kleinen Wettrennen zur Schlange natürlich gewinnen. Sie war nicht sehr lang, und so wurden sie schnell eingelassen.
    "Wow!" Eine solche pflanzliche Vielfalt erwartete man gar nicht auf einer Raumstation, vor allem wenn man im Vergleich die dunklen Ecken kannte, in denen er aufgewachsen war. "Wie lange es wohl gebraucht hat, die zu so einer Größe heranwachsen zu lassen?" fragte er Peyton, als sie an ein paar besonders großen salarianischen Schlingpflanzen vorbeikamen. Ob sie das vorherige Thema über die Ablenkung vergessen hatte?


    Peyton hob eine Augenbraue und ein amüsierter Ausdruck erschien auf ihrem Gesicht. "So sagen wir Menschen, ja.", antwortete sie, froh darum, dass Dalan ihr den ungalanten Schubs in seine Vergangenheit verzieh.
    Der plötzliche Stimmungsumschwung von ihm, von gelassen zu nervös, irritierte die junge Brünette für einen Moment. Ihr Blick suchte wieder den seinen, doch er wich ihr aus. Zwar antwortete er ihr auf ihre Frage, aber er nutzte auch die Gelegenheit um Airell hinterher zu rennen, der sich vergnügt lachend in der Aufmerksamkeit des älteren Turianers suhlte. Die 22jährige blieb einen Moment stehen, stemmte die Hände in die Hüfte und beobachtete das Schauspiel. "Da lassen die mich beide eiskalt stehen.", sprach sie sich selbst belustigt zu, ehe sie ihnen nachging - froh darum, dass die Schlange schnell abgearbeitet wurde und sie den botanischen Garten betreten durften.

    Interessiert blickte sie sich um, versuchte Airell so weit es ging die Fragen zu beantworten die er hatte, während er immer Mal wieder vor lief und ein 'Woah! Guck Mal', über seine Lippen kam. Als sie an einer salarianischen Schlingpflanze vorbei kamen und Dalan wieder das Wort an sie richtete, neigte die junge Brünette den Kopf leicht zur Seite, das große Gewächs einen Moment betrachtend. "Weiß nicht, auf jeden Fall länger als ich brauche, um dich nervös zu machen.", ein spitzbübisches Grinsen zierte ihre Lippen und ihre Hände umfassten kurz das Geländer zu der Pflanze. Das vorangegangene Thema hatte sie noch nicht vergessen, doch eigentlich sah sie sich auch nicht in der Position weiter nachzuhaken. Letztlich kannten sie sich kaum... aber diese menschliche Neugier. "Gerade jetzt...", führte sie also seinen Satz von vorhin fort "...wo dein Vater etwas Unterstützung gebrauchen könnte, weil er sich mit seinem Geständnis ziemlich in den Mist geritten hat - möchtest du einen Neuanfang. Man weiß ja auch nie was nach so einer Verurteilung passiert.", endete sie und schaute ihn offen an. "...wolltest du das eben sagen?", es war offensichtlich wen sie als seinen Vater vermutete. Zumindest würde das seine Nervosität erklären. Sie selbst wusste nicht so recht was sie darüber denken sollte, sie verurteilte schließlich auch Airell nicht für das was sein Vater ihrer Mutter angetan hatte und schlussendlich war es auch einfach Dalans Sache. Seine und die von Beyo Vhan.
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    Peyton hob eine Augenbraue und ein amüsierter Ausdruck erschien auf ihrem Gesicht. "So sagen wir Menschen, ja.", antwortete sie, froh darum, dass Dalan ihr den ungalanten Schubs in seine Vergangenheit verzieh.
    Der plötzliche Stimmungsumschwung von ihm, von gelassen zu nervös, irritierte die junge Brünette für einen Moment. Ihr Blick suchte wieder den seinen, doch er wich ihr aus. Zwar antwortete er ihr auf ihre Frage, aber er nutzte auch die Gelegenheit um Airell hinterher zu rennen, der sich vergnügt lachend in der Aufmerksamkeit des älteren Turianers suhlte. Die 22jährige blieb einen Moment stehen, stemmte die Hände in die Hüfte und beobachtete das Schauspiel. "Da lassen die mich beide eiskalt stehen.", sprach sie sich selbst belustigt zu, ehe sie ihnen nachging - froh darum, dass die Schlange schnell abgearbeitet wurde und sie den botanischen Garten betreten durften.

    Interessiert blickte sie sich um, versuchte Airell so weit es ging die Fragen zu beantworten die er hatte, während er immer Mal wieder vor lief und ein 'Woah! Guck Mal', über seine Lippen kam. Als sie an einer salarianischen Schlingpflanze vorbei kamen und Dalan wieder das Wort an sie richtete, neigte die junge Brünette den Kopf leicht zur Seite, das große Gewächs einen Moment betrachtend. "Weiß nicht, auf jeden Fall länger als ich brauche, um dich nervös zu machen.", ein spitzbübisches Grinsen zierte ihre Lippen und ihre Hände umfassten kurz das Geländer zu der Pflanze. Das vorangegangene Thema hatte sie noch nicht vergessen, doch eigentlich sah sie sich auch nicht in der Position weiter nachzuhaken. Letztlich kannten sie sich kaum... aber diese menschliche Neugier. "Gerade jetzt...", führte sie also seinen Satz von vorhin fort "...wo dein Vater etwas Unterstützung gebrauchen könnte, weil er sich mit seinem Geständnis ziemlich in den Mist geritten hat - möchtest du einen Neuanfang. Man weiß ja auch nie was nach so einer Verurteilung passiert.", endete sie und schaute ihn offen an. "...wolltest du das eben sagen?", es war offensichtlich wen sie als seinen Vater vermutete. Zumindest würde das seine Nervosität erklären. Sie selbst wusste nicht so recht was sie darüber denken sollte, sie verurteilte schließlich auch Airell nicht für das was sein Vater ihrer Mutter angetan hatte und schlussendlich war es auch einfach Dalans Sache. Seine und die von Beyo Vhan.


    Der Kleine hatte offenbar sehr viel Spaß an dem Ausflug. Dafür alleine hatte es sich schon gelohnt, die beiden zu begleiten. Er war offenbar sehr wissbegierig, stellte neben den ständigen Ausrufen sogar eine Fragen zu den Pflanzen.
    "Arbeite ja gut in der Schule mit. Du hast das Zeug zum Wissenschaftler." sagte Dalan lachend und klopfte ihm auf die Schulter. "Schule ist doof!" "Glaub mir, du wirst es ihr irgendwann danken." Er sprach da aus Erfahrung. Wie oft hatte sein Bildungsabbruch ihn nun schon in den Arsch gebissen.
    Airell rannte etwas voraus , was ihn mit Peyton alleine ließ. "Nervös? Ach Unsinn, es ist nur - " Seine nächsten Worte blieben ihm im Hals stecken. Sie hatte ihn gelesen wie ein offenes Buch. Hatte die Fakten erkannt und knallte sie ihm jetzt eiskalt vor den Latz.
    Seufzend schüttelte er den Knopf, wandte den Blick von ihr ab, starrte für einige Minuten ins Nichts, während er sich mit beiden Armen auf dem Geländer abstürzte. Nach einer unangenehmen Weile der Stille schließlich, sah er ihr wieder in die Augen, diesmal ohne zu zucken.
    "Ich entkomme ihm einfach nicht." murmelte er leise. "Egal wo ich war, sein Schatten lag immer über mir. Ich nehme an es macht nur Sinn erkannt zu werden." Es gab wohl doch nicht all zu viele rote, blauäugige Turianer. Andererseits, sein Vater war jetzt auch auf allen News-Channeln und auf der Citadel bekannt. So gesehen war es eher noch bemerkenswert dass er bis jetzt nicht erkannt wurde.
    "Wenn du den Kleinen jetzt einpacken und möglichst viel Distanz zwischen dich und mich bringen wollen würdest.....hätte ich da vollstes Verständnis für."
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    Der Kleine hatte offenbar sehr viel Spaß an dem Ausflug. Dafür alleine hatte es sich schon gelohnt, die beiden zu begleiten. Er war offenbar sehr wissbegierig, stellte neben den ständigen Ausrufen sogar eine Fragen zu den Pflanzen.
    "Arbeite ja gut in der Schule mit. Du hast das Zeug zum Wissenschaftler." sagte Dalan lachend und klopfte ihm auf die Schulter. "Schule ist doof!" "Glaub mir, du wirst es ihr irgendwann danken." Er sprach da aus Erfahrung. Wie oft hatte sein Bildungsabbruch ihn nun schon in den Arsch gebissen.
    Airell rannte etwas voraus , was ihn mit Peyton alleine ließ. "Nervös? Ach Unsinn, es ist nur - " Seine nächsten Worte blieben ihm im Hals stecken. Sie hatte ihn gelesen wie ein offenes Buch. Hatte die Fakten erkannt und knallte sie ihm jetzt eiskalt vor den Latz.
    Seufzend schüttelte er den Knopf, wandte den Blick von ihr ab, starrte für einige Minuten ins Nichts, während er sich mit beiden Armen auf dem Geländer abstürzte. Nach einer unangenehmen Weile der Stille schließlich, sah er ihr wieder in die Augen, diesmal ohne zu zucken.
    "Ich entkomme ihm einfach nicht." murmelte er leise. "Egal wo ich war, sein Schatten lag immer über mir. Ich nehme an es macht nur Sinn erkannt zu werden." Es gab wohl doch nicht all zu viele rote, blauäugige Turianer. Andererseits, sein Vater war jetzt auch auf allen News-Channeln und auf der Citadel bekannt. So gesehen war es eher noch bemerkenswert dass er bis jetzt nicht erkannt wurde.
    "Wenn du den Kleinen jetzt einpacken und möglichst viel Distanz zwischen dich und mich bringen wollen würdest.....hätte ich da vollstes Verständnis für."


    Peyton konnte ein leises Lachen nicht verbergen. "Und eines Tages wirst du die Zeit in der Schule vermissen." - "Bestimmt nicht!" - "Denk an meine Worte.", amüsierte sich die Brünette und schaute dem jungen Turianer einen Moment nach, ehe sie sich Dalan wieder zu wandte. Sie hatte tatsächlich recht gehabt.
    Leicht fiel ihm das Thema nicht, verständlich und die Art und Weise wie sie ihre Vermutung kundgetan hatte, war wahrscheinlich auch nicht die zärtlichste gewesen. Gerade wollte sie schon ansetzen und sagen, dass es ihr Leid tat und er bestimmt nicht mit ihr darüber zu sprechen brauchte, da erklang die Stimme des roten Turianers.
    Nachdenklich hörte sie ihm zu, schüttelte dann aber bestimmt mit den Kopf. "Du kannst nichts für das, was dein Vater getan hat.", begann sie und warf kurz einen Blick zu Airell der vor einer anderen Pflanze stand. Ihn verurteilte sie auch nicht für das was sein Vater ihrer Mutter angetan hatte. Sie würde sich schäbig dabei vorkommen. "...und ich habe Respekt vor deiner Entscheidung dich dem zu stellen, das ist sehr mutig.", fuhr sie fort und wandte Dalan dabei wieder den Blick zu.
    Solch ein Gespräch stand mit ihrem eigenen Vater noch aus, sie hatte nur das Problem, dass sie nicht wusste wo er war und was er trieb. "Und dein Vater ist auch mutig, er steht für das was er getan hat gerade - manche hätten sich womöglich einfach abgesetzt.", Peyton drückte sich von dem Geländer ab und stieß ihn mit der Schulter an. Sie wäre wahrscheinlich trotzdem Sprachlos wenn sie Beyo Vhan irgendwann Mal im Apollos begegnen würde. "Nenn mich naiv, aber ich glaube nicht, dass du ein schlechter Kerl bist. Also komm.", meinte sie und zupfte nun ihrerseits an seiner Lederjacke.
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    Peyton konnte ein leises Lachen nicht verbergen. "Und eines Tages wirst du die Zeit in der Schule vermissen." - "Bestimmt nicht!" - "Denk an meine Worte.", amüsierte sich die Brünette und schaute dem jungen Turianer einen Moment nach, ehe sie sich Dalan wieder zu wandte. Sie hatte tatsächlich recht gehabt.
    Leicht fiel ihm das Thema nicht, verständlich und die Art und Weise wie sie ihre Vermutung kundgetan hatte, war wahrscheinlich auch nicht die zärtlichste gewesen. Gerade wollte sie schon ansetzen und sagen, dass es ihr Leid tat und er bestimmt nicht mit ihr darüber zu sprechen brauchte, da erklang die Stimme des roten Turianers.
    Nachdenklich hörte sie ihm zu, schüttelte dann aber bestimmt mit den Kopf. "Du kannst nichts für das, was dein Vater getan hat.", begann sie und warf kurz einen Blick zu Airell der vor einer anderen Pflanze stand. Ihn verurteilte sie auch nicht für das was sein Vater ihrer Mutter angetan hatte. Sie würde sich schäbig dabei vorkommen. "...und ich habe Respekt vor deiner Entscheidung dich dem zu stellen, das ist sehr mutig.", fuhr sie fort und wandte Dalan dabei wieder den Blick zu.
    Solch ein Gespräch stand mit ihrem eigenen Vater noch aus, sie hatte nur das Problem, dass sie nicht wusste wo er war und was er trieb. "Und dein Vater ist auch mutig, er steht für das was er getan hat gerade - manche hätten sich womöglich einfach abgesetzt.", Peyton drückte sich von dem Geländer ab und stieß ihn mit der Schulter an. Sie wäre wahrscheinlich trotzdem Sprachlos wenn sie Beyo Vhan irgendwann Mal im Apollos begegnen würde. "Nenn mich naiv, aber ich glaube nicht, dass du ein schlechter Kerl bist. Also komm.", meinte sie und zupfte nun ihrerseits an seiner Lederjacke.


    Sie brachte keine Distanz zwischen sich und ihn. Im Gegenteil. Sie ermutigte und komplimentierte ihn. "Nun, den Mut dafür habe ich wie man sieht leider noch nicht ganz aufgebracht...."
    Obwohl sie offensichtlich immer noch nicht ganz angetan war von dem Gedanken an seinen Vater, sprach sie sogar ihm eine kleine Bewunderung aus. Dafür, dass er sich für das was er im Fernsehen gesagt hatte stellen wollte. "Das ist das Lustige." erwiderte Dalan. "Ich wusste nicht einmal dass......dass er das getan hat, zu seiner Zeit als Polizist. Alles was ich wusste, war dass er mich und meine Mutter allein gelassen hat......nicht mal wusste, dass ich existiere bis vor 2 Jahren...."
    Und er erinnerte sich auch noch sehr gut daran, wie er es ihm hatte heimzahlen wollen. Bei dem Gedanken schüttelte er sich jetzt vor Ekel vor sich selbst. Er spürte wie sie an seiner Jacke zog und ihn weiter aufmunternd ansprach, mit freundlichem Blicke.
    "Frauen soll man bekanntlich nicht widersprechen." erwiderte er schwach lächelnd und setzte sich dann mit ihr zusammen wieder in Bewegung. Der Kleine kam indes wieder zu ihnen zurückgelaufen. Dalan warf einen kleinen seitlichen Blick zu Peyton, deutlich signalisierend dass die Sache unter ihnen bleiben musste.
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  6. #6
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    Sie brachte keine Distanz zwischen sich und ihn. Im Gegenteil. Sie ermutigte und komplimentierte ihn. "Nun, den Mut dafür habe ich wie man sieht leider noch nicht ganz aufgebracht...."
    Obwohl sie offensichtlich immer noch nicht ganz angetan war von dem Gedanken an seinen Vater, sprach sie sogar ihm eine kleine Bewunderung aus. Dafür, dass er sich für das was er im Fernsehen gesagt hatte stellen wollte. "Das ist das Lustige." erwiderte Dalan. "Ich wusste nicht einmal dass......dass er das getan hat, zu seiner Zeit als Polizist. Alles was ich wusste, war dass er mich und meine Mutter allein gelassen hat......nicht mal wusste, dass ich existiere bis vor 2 Jahren...."
    Und er erinnerte sich auch noch sehr gut daran, wie er es ihm hatte heimzahlen wollen. Bei dem Gedanken schüttelte er sich jetzt vor Ekel vor sich selbst. Er spürte wie sie an seiner Jacke zog und ihn weiter aufmunternd ansprach, mit freundlichem Blicke.
    "Frauen soll man bekanntlich nicht widersprechen." erwiderte er schwach lächelnd und setzte sich dann mit ihr zusammen wieder in Bewegung. Der Kleine kam indes wieder zu ihnen zurückgelaufen. Dalan warf einen kleinen seitlichen Blick zu Peyton, deutlich signalisierend dass die Sache unter ihnen bleiben musste.


    "Immerhin bist du schon einmal zurück zur Citadel gekommen, der Rest ergibt sich.", antwortete sie optimistisch ehe ihr Mund sich zu einem verwunderten 'O' formten. Sie hatte irgendwie vermutet, dass er unter der 'väterlichen Strenge' des älteren Turianers aufgewachsen war. "Dann kam der Hammer für dich ja so hart wie für alle anderen - wenn nicht sogar härter. Es ist bestimmt nicht leicht so etwas von und über seinen Vater zu hören.", mutmaßte die 22jährige. Sie selbst wusste nicht wie sie reagieren würde, wenn John Sawyer solche Dinge gestehen würde. "War deine Mutter denn allein - oder hatte sie jemanden?", fragte sie vorsichtig nach und musterte Dalan noch einen Moment.

    ".. und clever bist du auch noch.", grinste sie und schaute dann zu Airell der aufgeregt zu ihnen kam. Peyton bemerkte den Blick Dalans, beugte sich dann zu dem 7jährigen herunter. "Was hast du gesehen?", fragte die 22jährige und folgte dem Fingerzeig des Jungen. "Einen Pyjak!", und tatsächlich saß da eines dieser affenähnlichen Tierchen auf einem weiter oben liegenden Ast. "Und da drüben liegen so Obstscheiben und da haben sich so Tiere mit bunten Flügeln versammelt." - "Schmetterlinge." - "Ja genau.", er grinste und schaute dann zu Dalan hoch. "Hast du schon Mal Schmetterlinge gesehen?"

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    Niall O'Grady

    „Sie?“ Nate wich ein Stück zurück. Von einem maskierten Unbekannten in die Keeperschächte gelockt zu werden, mit einer gesichtslosen Gestalt zu reden, war wesentlich weniger erschreckend gewesen, als Agent O’Grady gegenüberzustehen – einem Geist. „Sie sind tot, explodiert!“ Er besah sich den jüngeren Polizisten – war er denn überhaupt noch ein Polizist? – genauer und erschauerte. „Scheiße“, murmelte er leise. Das, was einmal ein Gesicht gewesen war, ähnelte nun eher einer grob gehackten und ungenügend gebratenen Bulette mit einem blinden Auge. Was die Explosion nicht zerstört hatte, das hatte unausgesprochener aber omnipräsenter Hass übernommen. Hudson hatte beim Blick in O’Gradys Gesicht das Gefühl mit jemandem zu sprechen, der über lange Zeit krank war. Und trotzdem schimmerte irgendwo in dem unverletzten Auge der Funken eines jungen, fast jugendlichen Mannes.

    Hudson zögerte damit, die ihm angebotene Hand zu ergreifen. Die Maske hatte von Korruption innerhalb der Behörde gesprochen, der Mann dahinter von dem gemeinsamen Kampf gegen eine Psychopathin und Massenmörderin. Der ältere Polizist berührte die Stelle, wo O’Grady ihn erwischt hatte. Sie war das am wenigsten schmerzgepeinigte. Der Verlust seiner Partnerin und der Rückfall zum Alkohol ließen einen Streifschuss blass erscheinen. „Ich verstehe das nicht“, begann Nate. „Niall, was haben Sie vor?“ Noch immer bot der Rotschopf ihm die Hand dar. Nate war sich sicher, dass sein Nichteinschlagen bedeutungsgleich mit der Tatsache war, dass er diese Tunnel nicht lebend verlassen würde.
    Shepard Commander is offline Last edited by Shepard Commander; 11.01.2020 at 17:21.

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    "Immerhin bist du schon einmal zurück zur Citadel gekommen, der Rest ergibt sich.", antwortete sie optimistisch ehe ihr Mund sich zu einem verwunderten 'O' formten. Sie hatte irgendwie vermutet, dass er unter der 'väterlichen Strenge' des älteren Turianers aufgewachsen war. "Dann kam der Hammer für dich ja so hart wie für alle anderen - wenn nicht sogar härter. Es ist bestimmt nicht leicht so etwas von und über seinen Vater zu hören.", mutmaßte die 22jährige. Sie selbst wusste nicht wie sie reagieren würde, wenn John Sawyer solche Dinge gestehen würde. "War deine Mutter denn allein - oder hatte sie jemanden?", fragte sie vorsichtig nach und musterte Dalan noch einen Moment.

    ".. und clever bist du auch noch.", grinste sie und schaute dann zu Airell der aufgeregt zu ihnen kam. Peyton bemerkte den Blick Dalans, beugte sich dann zu dem 7jährigen herunter. "Was hast du gesehen?", fragte die 22jährige und folgte dem Fingerzeig des Jungen. "Einen Pyjak!", und tatsächlich saß da eines dieser affenähnlichen Tierchen auf einem weiter oben liegenden Ast. "Und da drüben liegen so Obstscheiben und da haben sich so Tiere mit bunten Flügeln versammelt." - "Schmetterlinge." - "Ja genau.", er grinste und schaute dann zu Dalan hoch. "Hast du schon Mal Schmetterlinge gesehen?"



    Dalan Qin

    "Es ist schwer zu beschreiben." antwortete Dalan. "Irgendwie ist es schwerer und leichter zugleich....ich habe ihn bislang kaum gekannt, daher hat es mich wohl im ersten Moment weniger hart getroffen.....gleichzeitig frage ich mich natürlich, ob es nicht anders gewesen wäre....wäre ich bei ihm aufgewachsen. Man fragt sich einfach, was für uns beide hätte anders laufen können....."
    Doch es brachte nichts sich den Kopf darüber zu zerbrechen. "Allein? Nein, allein war sie kaum einen Tag." antwortete Dalan bitter, betonte es bewusst so dass man es kaum missverstehen konnte. "Aber jemanden der ihr geholfen hat, nein, das hatte sie nicht. Als sie krank wurde musste ich dann für uns beide sorgen.....und am Ende ist sie trotzdem gestorben."

    Der Kleine kam zurück und lenkte die Aufmerksamkeit der beiden wieder auf erfreulichere Dinge. "Pass nur auf mit den Pyjaks. So niedlich sie auch sind, das sind kleine, diebische Teufelsbraten." sagte er ihm lachend.
    "Nein. Aber du zeigst sie mir sicherlich, oder?" Sie kamen ihm hinterher. "Huh."
    Jetzt sah er sie auch. Und sie waren durchaus ein wunderschöner Anblick. Zu dutzenden schwirrten sie durcheinander, wie eine Wand aus Farben. "Wer hätte gedacht was das Universen für Wunder bereithält."
    Fasziniert lehnte er sich zurück und betrachtete sie. Für einen Moment schienen alle seine Sorgen und dunklen Gedankengänge wie weggeblasen.

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    Niall O'Grady

    „Sie?“ Nate wich ein Stück zurück. Von einem maskierten Unbekannten in die Keeperschächte gelockt zu werden, mit einer gesichtslosen Gestalt zu reden, war wesentlich weniger erschreckend gewesen, als Agent O’Grady gegenüberzustehen – einem Geist. „Sie sind tot, explodiert!“ Er besah sich den jüngeren Polizisten – war er denn überhaupt noch ein Polizist? – genauer und erschauerte. „Scheiße“, murmelte er leise. Das, was einmal ein Gesicht gewesen war, ähnelte nun eher einer grob gehackten und ungenügend gebratenen Bulette mit einem blinden Auge. Was die Explosion nicht zerstört hatte, das hatte unausgesprochener aber omnipräsenter Hass übernommen. Hudson hatte beim Blick in O’Gradys Gesicht das Gefühl mit jemandem zu sprechen, der über lange Zeit krank war. Und trotzdem schimmerte irgendwo in dem unverletzten Auge der Funken eines jungen, fast jugendlichen Mannes.

    Hudson zögerte damit, die ihm angebotene Hand zu ergreifen. Die Maske hatte von Korruption innerhalb der Behörde gesprochen, der Mann dahinter von dem gemeinsamen Kampf gegen eine Psychopathin und Massenmörderin. Der ältere Polizist berührte die Stelle, wo O’Grady ihn erwischt hatte. Sie war das am wenigsten schmerzgepeinigte. Der Verlust seiner Partnerin und der Rückfall zum Alkohol ließen einen Streifschuss blass erscheinen. „Ich verstehe das nicht“, begann Nate. „Niall, was haben Sie vor?“ Noch immer bot der Rotschopf ihm die Hand dar. Nate war sich sicher, dass sein Nichteinschlagen bedeutungsgleich mit der Tatsache war, dass er diese Tunnel nicht lebend verlassen würde.


    Niall O'Grady

    Er war schockiert, was keinerlei Überraschung war. Auch wenn er nicht dabei gewesen war, die Details seines scheinbaren Ablebens hatten die Öffentlichkeit ebenso erreicht wie das von Thomen. Nur dass Niall nicht tot war. Jedenfalls.....nicht vollständig. Denn ein Teil von ihm war definitiv hier unten gestorben. Der idealistische, naive Teil. Sein Gesicht war nun passenderweise ein gutes Sinnbild seines Inneren.

    Hudson ergriff die Hand nicht. Offensichtlich war er zu sehr verstört von dem Anblick seines Gegenübers, ebenso wie von der Tatsache, dass er überhaupt hier vor ihm stand. Ihn nach hier unten gelockt hatte, wofür auch immer, denn das hatte der junge Ire ihm noch nicht enthüllt.
    Langsam zog Niall sie wieder zurück. "Was ich vorhabe?" Er fuhr sein Omni-Tool tippend hoch. "Ich zeige Ihnen, was wirklich auf dieser Station läuft."
    Ein Bild wurde projiziert. "Kommt Ihnen der Kerl bekannt vor?" Natürlich tat er das. Immerhin war auch er bei der Erstürmung von Gavros' Basis dabei gewesen. "Sein Name ist Nathan Gilles." Was für eine Ironie, dass sie beide den selben Namen trugen. "Hören Sie sich das hier an." Mit einem Klicken begann die Tonaufnahme.
    "Negativ. Habe Ilias nicht erwischt. Nein, es war ein falscher Abschuss! Sie ist mir dort unten entkommen.....es was irgendeine andere C-Sec Agentin die grob auf ihre Beschreibung gepasst hat......was weiß ich,niemand wichtiges.......nein, keine Sorge, ich werde sie beim nächsten Mal erwischen."
    Er wartete ehe die Worte ihre Wirkung getan hatten, dann fuhr er fort. "Dieser Mann......dieses dreckige, mörderische, opportunistische Wiesel....hat nicht bloß ihre Freundin auf dem Gewissen.....danach hat er mit Braelyn Gavros gemeinsame Sache gemacht.....dann, als er merkte dass die Sache nicht gut für sie enden würde hat er sie verkauft.....und wollen Sie wissen, wie die Sache für ihn geendet hat?"
    Die zweite Aufnahme wurde abgespielt. Dieses Mal gab der junge Ex-Cop dem Älteren noch ein wenig mehr Zeit dafür, das was er gehört hatte zu verarbeiten.
    "Das ist wofür wir all die Jahre gearbeitet haben. Wofür wir Blut, Schweiß und Tränen vergossen haben." hauchte er dann leise mit rauchiger Stimme. "Ein Sumpf von moralischer Korruption, egal wohin man tritt. Wollen Sie weiterhin für dieses System eintreten? Oder sollen Monster wie er nicht bekommen, was sie verdienen? Was sagen Sie, Mister Hudson?"
    Forenperser is offline Last edited by Forenperser; 11.01.2020 at 20:53.

  9. #9
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    "Es ist schwer zu beschreiben." antwortete Dalan. "Irgendwie ist es schwerer und leichter zugleich....ich habe ihn bislang kaum gekannt, daher hat es mich wohl im ersten Moment weniger hart getroffen.....gleichzeitig frage ich mich natürlich, ob es nicht anders gewesen wäre....wäre ich bei ihm aufgewachsen. Man fragt sich einfach, was für uns beide hätte anders laufen können....."
    Doch es brachte nichts sich den Kopf darüber zu zerbrechen. "Allein? Nein, allein war sie kaum einen Tag." antwortete Dalan bitter, betonte es bewusst so dass man es kaum missverstehen konnte. "Aber jemanden der ihr geholfen hat, nein, das hatte sie nicht. Als sie krank wurde musste ich dann für uns beide sorgen.....und am Ende ist sie trotzdem gestorben."

    Der Kleine kam zurück und lenkte die Aufmerksamkeit der beiden wieder auf erfreulichere Dinge. "Pass nur auf mit den Pyjaks. So niedlich sie auch sind, das sind kleine, diebische Teufelsbraten." sagte er ihm lachend.
    "Nein. Aber du zeigst sie mir sicherlich, oder?" Sie kamen ihm hinterher. "Huh."
    Jetzt sah er sie auch. Und sie waren durchaus ein wunderschöner Anblick. Zu dutzenden schwirrten sie durcheinander, wie eine Wand aus Farben. "Wer hätte gedacht was das Universen für Wunder bereithält."
    Fasziniert lehnte er sich zurück und betrachtete sie. Für einen Moment schienen alle seine Sorgen und dunklen Gedankengänge wie weggeblasen.


    Bedauern ergriff das Herz der 22-jährigen. Es war immer schrecklich zu hören, dass es Kinder gab, die es weniger gut hatten als sie selbst. Die nicht die Chance auf einen guten und ehrlichen Start in das Leben hatten und später Dinge händeln mussten, die man ihnen vielleicht hätte ersparen können. Dalan hatte einen eben solchen Start gehabt, wobei sie nicht anzweifelte, dass seine Mutter alles dafür getan hatte, es ihm so schön wie möglich zu gestalten. So weit es ihre Fähigkeiten und Verhältnisse eben zuließen. Dazu ein Vater, der nicht von ihm wusste. Es blieb zu hoffen, dass er eines Tages jemanden fand, der ihm ein Stück von dem zurück geben konnte, was er verpasst hatte - etwas Frieden.
    Gedankenverloren strich sie sich selbst über den Arm. "Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll..", begann die junge Frau leise, während ein entschuldigendes Lächeln ihre Lippen zierte. Dazu fiel ihr wahrlich kein kluger Spruch ein. "Aber ich hoffe, dass das mit deinem Vater klappt, auch wenn dir das deine Mutter nicht zurück bringt.", fuhr sie ehrlich fort. Sie hatte die Bitterkeit in seinen Worten wahrgenommen und Peyton wollte sich gar nicht ausmalen welch eine Verzweiflung, Wut und auch Angst seine Mutter an manchen Tagen gespürt haben musste. Schuld. "Aber du warst am Ende bei ihr, das hat ihr wahrscheinlich viel bedeutet.", wenn nicht sogar alles.

    Während sie an Dalans Seite zu den Schmetterlingen ging, die Begeisterung des Jungen sehend, der dem älteren Turianer die Schmetterlinge zeigte, nahm sie sich vor, dieses traurige Kapitel in dem Leben des roten Turianers vorerst nicht noch einmal anzuschneiden. Ein zartes Schmunzeln ergriff ihre Mundwinkel als der Rote den 7-jährigen vor dem Pyjak warnte. Sein Lachen erleichterte sie, schien die schwarzen Wolken für einen Moment zu vertreiben. "Klingt als hättest du schon Bekanntschaft mit einem besonders gerissenen Exemplars gemacht...", amüsierte sich die junge Frau, einen zweiten Pyjak dabei beobachtend wie er langsam zu ihnen herunter kam und Dalan anvisierte. "Hast du?", Airells Mund stand weit offen und entblößte die lange Reihe spitzter Zähnchen. Peyton grinste und wandte sich den Schmetterlingen zu, die sich entzückt um die süßen Früchte tummelten. "Vielleicht hast du ja Glück und erlebst noch ein paar mehr.", kommentierte die junge Brünette über die Schulter hinweg.
    WE BURN AND WE PLAYED, WE TRY TO FORGET
    BUT THE MEMORIES LEFT ARE STILL HAUNTING
    THE WALLS THAT WE BUILT FROM BOTTLES AND PILLS
    WE SWALLOW UNTIL WE'RE NOT TALKING
    I - I AM A MAN ON FIRE
    YOU, A VIOLENT DESIRE

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  10. #10
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    Akina Watabe

    Julian

    Zufrieden lächelnd hatte sich Akina auf dem Stuhl niedergelassen. Jedoch fror ihr Lächeln leicht ein, nachdem ihr Ward schilderte das er ebenfalls keinen Zugang zu Diggles Akten hatte. Sicher Pathologen waren ein eigenes Völkchen, dass brachte es wohl mit sich den ganzen Tag bei Leichen zu verbringen. Aber Akten über den Gegenstand einer laufenden Ermittlung zurückhalten? Der zuständige Mediziner hatte wohl zuviel Formaldehyd inhaliert. Während es in Akinas für einen Moment ein klein wenig kochte, war ihre Miene immer noch zu einem Lächeln erstarrt. Es dauerte einen kleinen Moment bis sie Julians freundliches Angebot wahrgenommen hatte und reagierte.
    "Oh ja, sehr gerne. Einen Schwarztee würde ich sehr gerne trinken, sofern sie welchen haben.", erwiderte sie erfreut. Während der Doktor zum Automaten schritt, begann die Japanerin erneut nachzudenken. Eine sicherheitstechnische Dringlichkeit...
    "Nun scheinbar hat man diesen Fall wohl schon sehr schnell zu den Akten gelegt. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie ein Mediziner die Möglichkeit haben soll Zugang zu Daten einer laufenden Ermittlung zu verweigern.",kommentierte sie verstimmt die aktuelle Lage.
    "Ich könnte selbst, oder über Commander Ravi eine Anfrage stellen, damit man den guten Mann dazu zwingt die Akten herauszugeben. Das könnte aber tatsächlich eine Weile dauern wenn wir keinen konkreten Grund nennen. Für die Führung ist der Mann Amok gelaufen und wurde erschossen. Ob er innere Stimmen seiner toten Großmutter oder ganzen Ahnenreihe dabei hörte ist dabei nur aus psychologischer Sicht interessant. Das heftet man später an den Fall und schließt die Akte. Endgültig.", erklärte die Offizierin und schlug zur Unterstreichung mit der flachen Hand auf den Tisch. Nachdenklich klopfte sie dann mit dem Zeigefinger auf die Tischplatte, während Julian den Tee vor ihr abstellte.
    "Danke.", sagte sie mit einem Lächeln und zog die Tasse zu sich heran. Mit der freien Hand fingerte sie ihr Notizbuch aus der Beintasche.
    "Jedoch, da sie meinen Bericht noch nicht gelesen haben. Diggles hat sich vor dem Flug der nach Proteus nahe des Geth-Sektors aufgehalten.
    Deswegen entwarf ich die Theorie einer Beeinflussung durch kybernetische Implantate. So wie diese Drachenzahntechnologie, nur weniger inversiv. Subtiler, immerhin hat er nicht blau geleuchtet oder andere Anzeichen einer Manipulation gezeigt."
    , erzählte die Japanerin ihre Hypothese und blätterte in dem kleinen Buch. "Kann natürlich auch reiner Mumpitz sein, jedoch wurde auch im Rahmen der, natürlich unbestätigten, Indoktrinationstheorie die Möglichkeit gesehen, dass der menschliche Geist über Geth-Technik hinreichend manipuliert werden kann.", fuhr sie fort, zwischendurch kurze Blicke in die Notizen werfend.
    "Diese Theorie ließe sich natürlich schnell überprüfen, denn jedwede Manipulation durch Kybernetik und sei es Nanotechnologie könnte nachgewiesen werden. Immerhin ist es atypisch für die menschliche Physiologie."
    , fügte sie hinzu und klappte dann das Buch wieder zu. "Tatsächlich wurde mir Zugang zu Daten dieser Materie gewährt, scheinbar wird meine Theorie also wenigstens als zur Überprüfung notwendig angesehen.", erklärte sie mit leichter Zufriedenheit.
    "Ich denke niemand auf der Arcturus freut sich, wenn es plötzlich Geth Schläfer gibt, welche nicht wissen das sie beeinflusst werden. Jedoch weiß ich nicht ob eine Hypothese eine hinreichende Dringlichkeit konstruiert.", merkte die Militärpolizistin skeptisch an.
    "Falls jedoch die Möglichkeit einer Infektion bestehen sollte, also die kybernetischen Implantate Mitmenschen beeinflussen könnten...dann wäre der Obduktionsbericht als Vergleich sicherheitstechnisch erforderlich.", sinnierte Akina nachdenklich und nahm einen Schluck von ihrem Tee. Dann schaute sie den Mediziner fragend über die Tasse hinweg an.
    "Ich nehme nicht an, dass sie Miss Vanderbilt schon seit ihrer Ankunft untersuchen konnten?"


    Nachdem Julian die Tasse Schwarztee bei Akina abgestellt hatte, wollte er sich sogleich mit seinem Kaffee in die Bequemlichkeit seines Sessels begeben,doch noch bevor er um den Schreibtisch herumgegangen war, ließen ihn die Worte Akinas in der Bewegung erstarren. Statt sich zu setzen, blieb er nun neben seinem Bürostuhl bedächtig stehen und rührte seinen Kaffee rhythmisch durch, obwohl keine Sahne und kein Zucker darin waren. Er beobachtete den Wirbel aus irisierenden Ölbläschen, die in seiner Tasse routierten, als er seinem Gast lauschte und immer mehr der Worte und Begriffe aus ihrem Mund hörte, die ihn zuvor schon tagein, tagaus beschäftigt hatten. Er vermied den Blickkontakt zu Akina, schwieg sogar dann noch, als sie ihn direkt nach seiner Patientin Vandernot fragte. Noch immer setzte er sich nicht, sondern stellte, ohne auch nur einen Schluck getrunken zu haben, seine Tasse auf dem Schreibtisch ab und fokussierte Akina jetzt wieder mit einem angesichts seiner Müdigkeit überraschend wachen Blick. Er musterte die zierliche Frau genauer, versuchte offensichtlich etwas in ihren mandelförmigen, dunklen Augen zu lesen.
    "Das alles klingt nach mehr als nur nach einer kleinen Theorie. Auch nach mehr als nur nach einer kurzen Recherche. Sie scheinen sich ja schon sehr sicher mit dieser Spur zu sein, so tief, wie sie schon in den Kaninchenbau gekrochen sind", merkte er an, statt ihre Frage zu beantworten und starrte sie dann weiterhin an, während ihm sichtlich tausende Gedanken gleichzeitig durch den Kopf rasten.
    Schließlich schien er eine Entscheidung gefasst zu haben, denn so plötzlich, wie er vorher erstarrt war, setzte er sich nun wieder in Bewegung und ging hinüber zu einem Schaltkasten in der Ecke des Raumes, dessen Blende er öffnete und den Hauptschalter umlegte, sodass innerhalb seiner Praxis alle Lichter erloschen und nur das Licht einer Notbeleuchtungsleiste am Deckenrand den Raum jetzt in fahles, gelbes Licht hüllte. von Außen drang in der dunkeln Proteusnacht ebenfalls kein Licht herein, weshalb sich tiefe Schatten über die Gesichter beider Personen zogen. Nur hin und wieder glimmte es etwas heller von draußen hinein, wenn das permanente Wetterleuchten am Himmel von Proteus durch die Sturmkuppel in den Innenhof drang. Julian setzte sich nun zurück auf seinen Sessel und faltete die Hände auf dem Tisch zusammen. Er erklärte nicht, warum er den Strom abgeschaltet hatte, begann stattdessen direkt, wieder beim vorigen Gesprächsthema anzuknüpfen.
    "Ich gebe Ihnen einen Rat, Lieutenant Watabe. Wenn Sie eine Antwort auf das alles finden wollen, die Sie Ihren Vorgesetzten auch tatsächlich vorlegen können, dann suchen Sie nicht weiter in dieser Richtung. Sie werden verwirrende Antworten finden. Unglaubliches. Aber vor allem Vertuschungen und Ignoranz. Egal, was Diggle zu seinem Amoklauf bewegt hat, wenn Sie auch nur irgendetwas von Gethsektoren und Indoktrinationstheorie faseln, wird man Sie entweder für verrückt halten, oder in jedem Fall offiziell für verrückt erklären. Man wird Ihre Ermittlungen in der Luft zerreißen und als Unsinn abtun. Man wird Sie irgendwohin stationieren, wo man Sie nicht mehr anhören muss. Und natürlich wird man den ganzen Fall zu den ungelösten Akten legen. Sicher, die Geth-Indoktrination ist anerkannte Tatsache. Hunderte Soldaten haben mit eigenen Augen gesehen, was passiert, wenn Geth einen Stützpunkt attackieren und ihre Kameraden auf den Drachenzähnen aufspießen. Aber Diggles Fall ist anders, wie Sie schon selbst gesagt haben. Und Ihre Vorgesetzten mögen es nicht, wenn man nicht bei der Mainstreamversion bleiben kann. Sicher, man hat Ihnen Forschungsdaten an die Hand gegeben, die zeigen, dass es auch andere Formen der Transformation gibt. Aber im Grunde will man von Ihnen, dass Sie die alte Theorie retten. Erklären, warum alles Bekannte immernoch gültig ist. Sehen Sie, entgegen der Prinzipien jedes guten Wissenschaftlers weigern sich Politiker, Ockhams Rasiermesser anzusetzen. Wenn es eine absurde und unnötig komplizierte Hypothese gibt, die aber ihre Lieblingstheorie retten kann, werden sie diese bevorzugen, auch wenn eine viel logischere und eindeutigere Schlussfolgerung naheliegt, die dem gängigen Theoriegebäude widerspricht. Die Politik will den Status quo. Die Wissenschaft aber fragt nicht nach den Wünschen und den Folgen. Sie fragt nur nach der Wahrheit. Und Sie, Lieutenant, suchen nach der Wahrheit, die eigentlich niemand hören möchte. Geben Sie Ihren Chefs die absurde Erklärung, die sie wollen. Die von einem psychisch kranken Attentäter, der von einem Energiekonzern aus schwer nachvollziehbaren Gründen finanzieller oder politischer Natur zum Amoklauf angestiftet wurde. Eine lückenhafte Theorie mit hunderten Fragen, aber sie werden trotzdem zufrieden damit sein. Sich weiter zufrieden in ihren Schlaf wiegen. Und Sie werden Ihren Job behalten können. Also, Lieutenant. Was suchen Sie: Ein Schlafmittel für alle oder einen Weg aus der Höhle ins grelle Licht?"
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  11. #11
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    Werner Neumann; Jane Cohen und Sam Fraser

    Specialist Cohen blieb gleich bei Torres, Hall und Charlie, wo sie erstmals die genialen Kochkünste genießen durfte und Charlie sich wieder aufplustern würde, um zu zeigen das er einer der Besten war. Chey schmunzelte, als sie mit Lieutenant Neumann die Offiziersmesse verließ, um auf die Brücke zu gelangen. Oben angekommen, wurden sie bereits von Commander Rani Padukone.
    „Garcia, schön sie wieder an Bord zu wissen.“ begrüßte sie die junge Offizierin freundlich. Chey lächelte freundlich, doch ehe sie etwas darauf erwidern konnte, hatte sich der Commander ihrem Begleiter gewidmet und nach kurzer Begrüßung, hatte sie ihn auch gleich zu seiner Einheit hinunter geschickt.
    Chey ging zum Cockpit, setzte sich auf ihren Stuhl und checkte die Systeme der Columbia. Wenn Captain Mitchell erstmal an Bord war, würde er sofort los fliegen wollen, dass wusste sie.
    Nach einem ausführlichen Check der Systeme und mit Absprach des Maschinenraums - Torres Aussage "Antrieb schnurt wie ein Kätzchen." und der Bestätigung vom Waffensystemoffizier Hall, war die Columbia Abflugbereit.
    "Commander, wir sind startklar." leitete die junge Offizierin über die Schulter blickend weiter.
    Jetzt fehlte nur noch der Captain....

    Captain Mitchell hatte gerade die Landebucht 24C erreicht und betrachtete die doch recht übersichtliche Gruppe, nur Collins, ein neuer Offizier, sein zweiter Flight Lieutenant Noah O´Connor und ein paar weitere Crewmitglieder waren hier und warteten auf ihn.
    Collins kam bereits schnellen Schrittes auf ihn zu gelaufen und salutierte vor ihm. "Die anderen sind bereits an Bord, Sir." informierte Collins. Der Captain nickte dankend, gab O`Connor gleich das Zeichen das er das Shuttle klar machen sollte und wandte sich schließlich an den neuen.
    "Sie müssen Captain Sam Fraser sein." wollte er wissen und ging ein paar Schritte auf ihn zu, "Willkommen an Bord." begrüßte der Captain freundlich und reichte ihm die Hand.
    "Das Shuttle ist startklar." meldete Noah O´Connor aus dem Shuttle und die Wartenden stiegen ein.

    Auf der Columbia angekommen, führte Mitchell den neuen kurz rum und zeigte ihm auch gleich die Crew-Quartiere, wo alle ihr Gepäck stehen ließen. Während die anderen alle zu ihren Posten gingen und mit der Arbeit begannen, gingen der Captain, Fraser und O´Connor zur Brücke. Nach kurzer Begrüßung und Vorstellung des Neuen, wies er Commander Padukone freundlich an, die anderen Neulinge und Major Macnab in seinen Besprechungsraum zu beordern. Bevor es los ging, wollte er erst noch alle neuen kennen lernen und mit seinen leitenden Offizieren sprechen.

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  12. #12
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    Marco Lagos

    Industriegebiet-Gruppe

    Ihre Gegner hatten gleich das Feuer eröffnet, als sie die Eindringlinge im Lagerhaus erblickten. Die Truppe hechtete gleich in Deckung und Marco war der erste, der einen Pfeil richtete und diesen auch gleich abfeuerte. Soviel zu dezent. dachte sich der Blondschopf und zückte seine Pistole aus dem Halfter. Auch Crusher zog seine Waffe hervor und die beiden feuerten ein paar gezielte Schüsse, die ihr Ziele trafen.
    Marco richtete einen weiteren Pfeil, doch beim abfeuern hörte Stephen ihn kurz fluchen. Instinktiv blickte er über die Schulter und sah ihn mit Schmerz verzerrtem Gesicht an die Kiste gedrückt, die Schulter kontrollieren und nach Medigel fragend.
    "Hier, Kleiner." gab der Kroganer ruhig von sich und gab ihm sein Medigel. Lucia kauerte eingeschüchtert zwischen zwei Kisten und auch wenn sie ihre Pistole krampfhaft in Händen hielt, hatte sie keinen Schuss abgefeuert.
    Stephen und Crusher schaltete derweil die anderen im Lagerhaus aus, als vom Hintereingang Befehle gebrüllt wurden und weitere Schüsse fielen. Es war Jones mit seinen fünf schwerbewaffneten Leibwächtern. "Die haben uns gerade noch gefehlt." fluchte der Blondschopf. Auch wenn Liz die Truppe via Funk angekündigt hatte, war dies jetzt doch ein sehr schlechter Zeitpunkt. Stephen blickte kurz über die Deckung, als eine Kugel in seiner Nähe einschlug und ihn augenblicklich wieder in die Deckung zwang.
    "Am besten, wir lenken die Aufmerksamkeit erst mal auf uns, dann können Liz, Maro, Shan und Mira sich von hinten heran schleichen." schlug Crusher leise an Stephen und Marco gewandt vor.

    Zur gleichen Zeit auf dem Schwarzmarkt...

    Zulan, Fox, Nellie und Randalla hatten ihr Ziel gesichtet. Hiller lief mit zwei Leibwächtern über den Markt und sahen sich die Waren an den Ständen an. Die kleine Gruppe tat es den Verfolgten gleich, schmökerten nach Waren, behielten aber Hiller und seine Leute unauffällig im Auge.
    "Der fühlt sich ja ziemlich sicher." merkte der Salarianer flüsternd an und nahm eine modifizierte Carnifex hoch, die er sich genauer besah. Der Händler vergewisserte ihm, dass diese Pistole ein Original war, wofür er vom Salarianer einen skeptischen Blick erntete.
    "Nellie und Zulan, ihr fangt ihn ab. Fox, du kommst mit mir." befahl Randalla leise und die beiden verschwanden.
    Die Quarianerin und der Salarianer schlenderten gemütlich über den Markt, unterhielten sich dabei, bis die beiden quasi unschuldig in Hiller und seine Leute hinein liefen.
    "Wie ungeschickt von mir. Ich bitte vielmals um Entschuldigung." entschuldigte sich Nellie gespielt, während Zulan ihr gleich zur Hilfe eilte. Im Augenwinkel sahen die beiden Randalla und Fox heran laufen. Als Hiller die beiden erkannte und bemerkte, was gespielt wurde, war es bereits zu spät. Fox und Randalla schalteten die beiden Leibwächter mit einem schnellen, aber lautlosen Genickbruch aus und verpassten dem überrumpelten Hiller einen Schlag gen Kopf, woraufhin er bewusstlos zu Boden sackte.
    "Fesseln." befahl Randalla knapp und funkte Crusher an. "Wir haben Hiller."

    Derweil auf der Citadel...

    Jade und Violet hatten ihren Einkaufsbummel beendet und schlenderten bestens gelaunt mit Tüten bepackt durch die Passage, weitere Läden von außen in Augenschein nehmen. Vermutlich würden sie den ein oder anderen Laden noch plündern.
    Eine unscheinbare Gestalt verfolgte sie....

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  13. #13
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    Neth Elaren

    Eine heftige Explosion ermöglichte ihnen eine unauffällige Flucht von der Plattform und es würde eine Weile dauern, sollten die Leute mit der schwarzen Tsunami Welle an der Brust irgendwas mit ihnen vorgehabt haben, bis sie die drei wieder aufgespürt hatten.
    Sie verschwanden in den Fahrstuhl, worüber der Salarianer sichtlich erleichtert war.
    "Mach dir mal wegen den Kosten des Rückfluges keine Gedanken. Ich bin mir zu tausend Prozent sicher, dass meine Mutter uns da aushelfen wird, wenn wir bis dahin keine andere Lösung gefunden haben." versuchte Sahenia den Salarianer zu beruhigen. Ihre Mutter mochte ja bei bestimmten Themen streng sein, gerade was turianische Partner, bzw. einen speziellen anging. Aber sie würde es niemals zu lassen, dass ihrer Tochter irgendwas zu stieß oder das sie irgendwo auf einem Planeten fest saß und wegen Creditsmangel nicht nach hause konnte. Das gleiche galt auch immer für Sahenia´s Freunde.
    Neth und Nairobi, beide ihr Omni Tool aktiviert, unterhielten sich über die Sicherheitssoftware, die augenscheinlich ein totaler Witz war und ihnen die Arbeit an den Plattformen enorm erleichtern würde. Da sie allerdings auch nicht wussten, ob Cerberus ihre Fracht hier gelagert hatte oder dies nur eine Zwischenstation wie die Citadel war, schien eine genauere Untersuchung des Industriegebietes keine Option zu sein. Zumindest würde es ihnen auch nicht die Arbeit ersparen. Stattdessen schlug Neth vor den Suchradius zu erhöhen, Terminals mit Zugang zu Verstärkern, was Nairobi mit heftigem Kopf nicken bestätigte.
    Sahenia starrte die beiden nur ratlos an und zuckte mit den Schultern. "Ihr beide seid die Profis, ich kann euch nur sagen, wenn wir was brauchbares gefunden haben." entschuldigte sie verlegen.

    Die Fahrstuhltür öffnete sich und der immer weiter redende Neth ging als erstes hinaus. Er schlug gerade vor einen Fernsehsender zu suchen, als er mitten im Satz abbrach und schließlich fluchte. Der Salarianer war in einen Kothaufen getreten und versuchte den Dreck weg zu wischen, wobei er abrupt stehen blieb.
    Sahenia und Nairobi rümpften die Nasen, als sie den Fahrstuhl verließen. Sie waren in einer ekligen Seitengasse gelandet, schlecht beleuchtet und total unhygienisch. Überall lag Müll herum, fest, flüssig und gasförmig, in Form von sichtbaren Rauchschwaden jeder Farbrichtung, die aus den Gullydeckeln herausquellten.
    Luna pinkelte auf einen Kothaufen und hechelte freudig, während Neth ein unverständliches Wort hervor würgte und dabei versuchte den Kot von seinen Füßen zu reiben. Deutlich sauberer, aber noch nicht so ganz zufrieden wandte er sich an die beiden Asari, um ihnen zu sagen, dass sie so schnell wie möglich einen Weg hier raus finden sollten, wenn die Straßen schon so aussahen, wollte er garnicht wissen, wie die Leute drauf waren.
    "Gute Idee." bestätigte die junge Asari und die drei folgten der Gasse, während Luna brav, aber wachsam neben dem Salarianer her lief.

    Als sie die schlecht beleuchtete Gasse hinter sich gelassen hatten, fanden sie sich auf einer größeren Straße wieder, die Richtung Stadtcentrum führte. Die Straßen waren nicht viel sauberer, als die Gasse aus der sie gerade kamen, dafür aber deutlich besser beleuchtet.
    Auf beiden Straßenseiten reihten sich Container ähnliche Aufbauten aneinander, in den oberen Etagen waren wohl die Wohnungen und in den unteren verschiedene Läden. An einigen der Container waren sogar abenteuerlich montierte Schwingtüren zu sehen, wie an den Saloons in den Wild-West Filmen der Menschen, die Sahenia damals in der Schule gesehen hatte. Cowboys, Indianer, Kavallerie, blutige Tavernen Schlägereien, wilde Pferde die über die weiten der Prärie galoppierten, große Bisonherden, maskierte Räuber die Pferdekutschen überfielen und die kleinen Städte, deren Häuser beidseitig an der Hauptstraße angeordnet waren, usw.... und irgendwie erinnerte Sahneia diese Gegend an den Wilden Westen. Fehlten eigentlich nur der Sheriff, der durch die Straßen wanderte, Pferde die vor dem Saloon angebunden waren, Cowboys die sich auf der Straße duellierten und völlig Betrunkene, die aus den Schwingtüren hinaus stolperten oder gar hinaus in die Pferdetränke flogen.
    Amüsiert schaute sich Sahenia um und machte gleich ein paar Erinnerungsfotos, während die anderen konzentriert ein Signal verfolgten und dabei ihre Onmis anglotzten.
    Am Ende der Straße, im Stadtzentrum erspähten die beiden einen hohen Turm, den man auch von der Plattform aus gesehen hatte
    "Orange, ich krieg ein starkes Signal rein. Könnte dies ein Turm sein, von dem du vorhin gesprochen hast?" erkundigte sich Nairobi.

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  14. #14
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    Chey

    Sams erster Eindruck von Logan Mitchell war, dass der Captain die Personifikation eines Allianz-Navy-Offiziers war. Die tadellos sitzende Uniform mit den Goldstreifen passte dem glattrasierten Mann, wie man so schön sagte, „wie angegossen“. Sein stetes Gewinnerlächeln unterstrich seinen geraden Charakter. Derlei Männer wurden von der Presseabteilung der Allianz gerne zur Anwerbung von Rekruten verwendet. Captain Mitchell steuerte, gefolgt von seinen Attachés, auf Fraser zu. Er schien ihn zu erkennen, der Mann, dessen Rang selbigen Namen wenngleich nicht selbige Autorität trug und der mit seinem -Shirt einer längst vergangenen Erdenband, der breiten Figur und dem stoppeligen Gesicht das komplette Gegenstück zu Mitchell bildete. „Der bin ich, Sir“, antwortete Sam und schüttelte die Hand des Captain. Mitchell war es entweder gewohnt Geheimaufträge zu begleiten oder er ließ sich die neue Faktenlage, auf den ihn die Admiräle zweifelsohne vorbereitet hatten, nicht anmerken. „Willkommen an Bord“, sagte Mitchell und gab ihm höflich zu verstehen, er möge den Tross begleiten. Sam besah sich die anderen, erkannte die Abzeichen eines Flight Lieutenant und den jungen Mann namens Collins, der Anstalten machte, sie zu begleiten. Sam schulterte den Seesack. „Nach Ihnen, Sir.

    Alle Schiffe der Allianz waren gleich und trotzdem so einzigartig. Es war wie bei den Asari: Auf den ersten Blick glichen sie eine wie die andere. Bei genauerem Hinsehen stellten sich dann mehr und mehr die Details heraus, die Einzelheiten, die den Alien von einer Schablone zu einem Individuum werden ließen. Ebenso war es mit den Kriegsschiffen des Erdenmilitärs. Als Fraser die Columbia betrat kannte er den ungefähren Schnitt bereits. Er wusste wo Deck, Quartiere und Toiletten waren, wie er in die Messe fand und wo die Geschützstellungen sich befanden. Er konnte sich den Weg denken, der zu den Maschinendecks führte und wusste, wo die Waffenkammer lag. Alle Schiffe waren gleich. Und doch haftete der Columbia die Einzigartigkeit an, die aus der Persönlichkeit des Captain, der Gesellschaft der Crew und der Zeit, in der sie erbaut worden war und welche sie durchmachen musste, an. Sam, dessen Rang mit dem Betreten des Schiffes weit unter den des anderen Captains gerutscht war, folgte Mitchell stumm. Logan Mitchells großer, schmaler Gestalt folgend durchmaß er die Gänge, die ihm schon von anderen Kreuzern bekannt war. Er zeigte ihm sein Quartier. Es war ein Raum, der ein wenig mehr Komfort bot als die übrigen Räume der Crew, im Vergleich mit einem Kasernenzimmer aber bedrückend klein wirkte. Sam schob seinen Seesack unter die Pritsche und trat gleich wieder hinaus. „Wo werden meine Männer untergebracht?“, fragte Sam. Der Captain erklärte, dass ein weiteres Vier-Mann-Zimmer für die drei Kommandos freigemacht worden war.

    Als nächstes folgte die Brücke. Der Mann, den Mitchell ihm kurz als Noah O’Connor vorgestellt hatte, rief das obligatorische: „Captain an Deck!“ worauf sich die Mannschaft erhob und in Hab-Acht-Stellung ging. Sam wurde kurz vorgestellt, Details größtenteils ausgelassen. Der Schotte erkannte den Sitz, wo Flight Lieutenant O’Connor neben einer bereits im Sitz befindlichen Pilotin Platz nahm. Wie der Großteil der Crew war sie jung, fast ein bisschen zu jung. Sam hatte keine Zeit sie sich genauer anzusehen, ebenso betrachtete er den Großteil der Anwesenden nur kursorisch. Bei Commander Padukone streckte er sich und schenkte ihr ein respektvolles Kopfnicken und ein knappes: „Commander.“ Michtells Stellvertreterin ging ihren Pflichten nach und berief auf Befehl des Captains eine kleine Gruppe in den Besprechungsraum neben der Brücke ein. Anscheinend war Sam nicht der einzige Neuzugang. „Captain Mitchell, auf ein Wort.“ Direkt vor dem Raum hielt Sam den Befehlshaber des Schiffes zurück. „Die Admiräle sind auf Diskretion bedacht. Ich nehme an, dass alle in dem Raum Anwesenden entsprechende Geheimhaltungsstufen haben?“ Mitchell lächelte so siegesgewiss wie immer. „Machen Sie sich keine Sorgen. Ich vertraue meiner Crew mit meinem Leben.“ Sam nickte zum Zeichen verstanden zu haben. Diese „Neuen“ würde er sich wohl persönlich anschauen müssen.

    Sam betrat den Raum, verschränkte die tätowierten Arme und wartete. Sein Com-Log leuchtete auf. „Hier ist Fraser.“ „Captain, wir sind gerade an Bord der Columbia eingetroffen“, meldete einer seiner Kämpfer. „Verstanden. Lassen Sie sich Ihr Quartier zeigen und warten Sie dort auf mich?“ „Jawohl, Sir.“ Sam beendete die Übertragung; die übrigen Mitglieder der Runde trafen Stück für Stück ein.
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  15. #15
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    Ihre Mutter Azuna lehnte sachte den Kopf an Yelynas Zimmertür. Seid Tagen hatte sie ihre Tochter nicht gesehen, sie hatte sich eingeschlossen und jeden Versuch mit ihrer Tochter zu sprechen oder gar die Tür zu öffnen, quittierte Yelyna mit einem Verschwinde, lass mich alleine oder mit einem wütenden, sogar drohenden Versuch erst garnicht die Tür zu öffnen.
    Azuna machte sich Sorgen, dennoch respektierte sie den Wunsch ihrer Tochter und ließ sie einfach machen. Yelyna war doch so ein vernünftiges Mädchen, hatte sie erst kürzlich zu Dishana, Sahenia´s Mutter und ihre beste Freundin gesagt. Doch auch Dishana´s beruhigende Worte halfen ihr jetzt nicht, sie fühlte sich hilflos und allein, und wünschte sich mehr denn je, dass Dishana und Sahenia jetzt hier wären.
    Leise seufzend entfernte sie sich wieder von der Tür und ging in die Küche, wo sie sich erst etwas zu trinken ein schenkte und anschließend ihr Omni Tool aktivierte. Sie wählte Dishana´s Nummer und ging auf den Balkon, wo sie ungestört reden konnte.

    Yelyna lag auf ihrem Bett, weinend und wütend zu gleich. Auf ihrem Bett lagen überall Bilder von ihr und Kyron, die sie am Abend gemacht hatten, als sie nach dem Dppeldate alleine waren. Sie vermisste ihn so schrecklich und auch wenn sie nur eine sehr kurze Zeit miteinander hatten, war diese jedoch sehr intensiv. Die ganzen Versprechen, die sich gegeben hatten.... sie brach heuelnd zusammen.
    Und nun war Kyron tot. Getötet von seinem Freund Beyo Vhan.
    Beyo. schoss es ihr durch den Kopf und die Trauer um Kyron, wandelte sich augenblick in puren Hass um. Ja, sie hasste Beyo. Auf ihrem Schreibtisch lagen mehrere übergroß raus kopierte Bilder von diesem roten Turianer, auf diese sie mit schwarzem Stift geschrieben hatte: Stirb Beyo STIRB! Auf einem anderen Bild stand: Du wirst dein Leben nicht mehr glücklich! Ein anderes Bild von Beyo hatte sie sich sogar an die Zimmerwand gehängt und mit kleinen Messern Zielübungen auf seine verdammte, turianische Fresse gemacht.
    Das ihre Mutter kurz vor einem Nervenzusammenbruch ihretwegen stand, kümmerte die junge Asari nicht. Stattdessen erhob sie sich von ihrem Bett, setzte sich an ihrem Schreibtisch und surfte über ihren Laptop im Extra-Net. Suchte alles raus, was sie über Beyo finden und gegen ihn verwenden konnte.
    "Wenn ich dich nicht töten kann, dann mache ich dich fertig. Egal wann, egal wie..... Aber DU wirst dein Leben nicht mehr glücklich, Beyo Vhan, dafür sorge ich!!!"

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    "Nun, an sich sind die Dinge in diesem Bereich des Schiffes sehr unkompliziert."
    , erklärte Captain Macnab während sie mit Werner und Bill durch das Areal der Marines ging. Ihre Haare hatte sie inzwischen zu einem strengen Dutt gebunden. Werner hatte nachdem er sein Gepäck kurz in einer der Marines Stuben untergebracht hatte, seine blaue Uniform gegen die Standarduniform der Marines welche auch der Captain trug ausgetauscht. Einziger Unterschied war der niedrigere Rang und das die Uniform des Deutschen noch das Abzeichen seiner Spec Ops Einheit zierte.
    "Wir sind wie eine fröhliche kleine Familie. Unser Bill hier ist die fürsorgliche Mutti, ich bin der liebevolle aber gestrenge Papi. Und der Rest sind unsere schwerbewaffnete Bande von Kindern. Auf jedenfall bekommt man manchmal den Eindruck.", fuhr die Schottin mit ihrer durch Zigarren und Scotch feingeschliffenen rauchigen, aber dennoch melodischen Stimme fort. Der schottische Einschlag war dabei mehr als deutlich herauszuhören.
    "Jetzt fragen sie sich natürlich, wie passe ich da ins Bild. Sie, Neumann, sind der Onkel zu Besuch. Die einzige Frage die sich dabei stellt, ist was für eine Art Onkel sie sind? Der strenge, autoritäre Onkel ? Der leicht verschrobene? Oder doch eher der nette Onkel?", fragte sie den Blonden und blieb kurz um ihn eindringlich anzuschauen. Werner war sich da ein wenig unsicher, er war nicht umbedingt dafür da um Rollen zu spielen.
    "Keine Sorge, ist eine rhetorische Frage. Ich sage den Neuen immer das sie am Besten sie selbst bleiben, anstatt irgendeine Rolle zu spielen. Andernfalls fällt man auf die Fresse, meine Jungs und Mädels sind nicht dumm. Es ist nicht wichtig das sie beliebt sind. Das einzige was zählt ist, das man ihnen Respekt entgegenbringt. Und Respekt muss man sich verdienen, durch Kompetenz.", fuhr sie fort und lächelte.
    "Nur ein kleiner Tipp, was sie daraus machen überlasse ich ihnen. Sonst ergeht es ihnen wie Auntie, Auntie..wie nannten sie die Männer, Bill?"
    "Auntie Termagant, Captain.", half ihr der Schwarze aus. "Oh, stimmt. Die war eine Katastrophe.", sinnierte McNab schmunzelnd.
    Plötzlich blinkte das Omnitool der Schottin, woraufhin sie schnell die neue Nachricht durchlas. "Planänderung Neumann.", sprach sie und sah zu im auf. "Der Captain ist an Bord und will wohl einen Blick auf die neuen Gesichter werfen. Und mich sprechen, also nehme ich sie gleich mit."

    Kurz darauf machten sie die beiden Marines schon auf den Weg zum Fahrstuhl, als ihnen vom Maschinenraum Torres und Cohen entgegen kam.
    "Sieh an, sieh an. Wenn das nicht unsere gute Fee aus dem Maschinenraum ist. Schön dich zu sehen Kate.", begrüßte die Schottin die Halbasiatin freundlich. "Ist das deine Neue?", erkundigte sie sich nachdem sie auf den Fahrstuhlknopf gedrückt hatte.
    "Ja, Specialist Jane Esther Cohen. Verstärkt jetzt mein Team.", stellte die Offizierin Jane vor. "Captain Lauren Boudicca Mcnab. Manchmal auch Major wenn sie Navy Leute fragen.", stellte sich Boudicca vor und rollte ganz kurz mit den Augen, bevor sie die Hand der Technikerin schüttelte.
    "Ja, aber eigentlich nennt sie jeder Boudicca, das passt eindeutig besser als Lauren.", merkte Kate gutgelaunt an.
    Mit einem Summen öffnete sich der Fahrstuhl.
    "Komisch, ich hatte immer den Eindruck das meine Leute mich mit Ma'am ansprechen.", erwiderte die Schottin während die vier den Lift betraten. Die Technikoffizierin seufzte kurz, lächelte aber dann."Nun Werner, haben sie sich schon an ihre Kommandantin gewöhnt. Oder angefangen sich die Routen zu den Fluchtshuttles einzuprägen?", fragte sie den Deutschen lächelnd. Dieser schüttelte lächelnd den Kopf.
    "Nein, die habe ich mir noch nicht angeschaut.", gab Werner zu. "Sehen sie, das ist der Unterschied zwischen unseren Führungsstilen, bei meinem hat niemand Zeit auf dumme Gedanken zu kommen.", merkte Macnab scherzhaft an und grinste.
    "Aber lassen sie sich bloß nicht in Sicherheit wiegen Cohen, unter dieser flauschigen Erscheinung versteckt sie nur ihre autoritäre Haltung.", sprach die Schottin an Jane gewandt. Ein leichtes Klingeln verkündete die Ankunft des Lifts, worauf sich wieder die Türen öffneten.
    "Nimmst du Jane dann direkt mit in den Besprechungsraum, dann kann ich direkt weiter?", fragte Kate bei der Rothaarigen an.
    "Sicher. Neumann, Cohen, folgen sie der Frau mit den signalroten Haaren.", befahl sie den Beiden und ging voran in Richtung Brücke.

    Die drei betraten den Besprechungsraum, wo bereits drei Personen warteten. Den Commander kannte Werner schon, der Captain war sofort als dieser zu erkennen. Schneidige Uniform, gepflegtes Äußeres und ein Auftreten welches Autorität ausstrahlte. Die dritte Person konnte Werner hingegen nicht einordnen. Er war eindeutig Militär, vermutlich Bodentruppen,das schien er förmlich auszuatmen. Jedoch zeichneten sich Lynyrd Skynyrd-T-Shirts nicht umbedingt durch Rangabzeichen oder Truppengattungen aus.
    "Captain.", grüßte Boudicca Mitchell formell, bevor sie ihm die Hand schüttelte. "Ich habe direkt die beiden Neuen mitgebracht. Lieutenant Werner Neumann und Specialist Jane Esther Cohen.", fügte sie an und machte dann einen Schritt beiseite um den Captain einen freien Blick zu ermöglichen. Dabei musterte sie neugierig die fremde Person im Raum.
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    Nachdem Julian die Tasse Schwarztee bei Akina abgestellt hatte, wollte er sich sogleich mit seinem Kaffee in die Bequemlichkeit seines Sessels begeben,doch noch bevor er um den Schreibtisch herumgegangen war, ließen ihn die Worte Akinas in der Bewegung erstarren. Statt sich zu setzen, blieb er nun neben seinem Bürostuhl bedächtig stehen und rührte seinen Kaffee rhythmisch durch, obwohl keine Sahne und kein Zucker darin waren. Er beobachtete den Wirbel aus irisierenden Ölbläschen, die in seiner Tasse routierten, als er seinem Gast lauschte und immer mehr der Worte und Begriffe aus ihrem Mund hörte, die ihn zuvor schon tagein, tagaus beschäftigt hatten. Er vermied den Blickkontakt zu Akina, schwieg sogar dann noch, als sie ihn direkt nach seiner Patientin Vandernot fragte. Noch immer setzte er sich nicht, sondern stellte, ohne auch nur einen Schluck getrunken zu haben, seine Tasse auf dem Schreibtisch ab und fokussierte Akina jetzt wieder mit einem angesichts seiner Müdigkeit überraschend wachen Blick. Er musterte die zierliche Frau genauer, versuchte offensichtlich etwas in ihren mandelförmigen, dunklen Augen zu lesen.
    "Das alles klingt nach mehr als nur nach einer kleinen Theorie. Auch nach mehr als nur nach einer kurzen Recherche. Sie scheinen sich ja schon sehr sicher mit dieser Spur zu sein, so tief, wie sie schon in den Kaninchenbau gekrochen sind", merkte er an, statt ihre Frage zu beantworten und starrte sie dann weiterhin an, während ihm sichtlich tausende Gedanken gleichzeitig durch den Kopf rasten.
    Schließlich schien er eine Entscheidung gefasst zu haben, denn so plötzlich, wie er vorher erstarrt war, setzte er sich nun wieder in Bewegung und ging hinüber zu einem Schaltkasten in der Ecke des Raumes, dessen Blende er öffnete und den Hauptschalter umlegte, sodass innerhalb seiner Praxis alle Lichter erloschen und nur das Licht einer Notbeleuchtungsleiste am Deckenrand den Raum jetzt in fahles, gelbes Licht hüllte. von Außen drang in der dunkeln Proteusnacht ebenfalls kein Licht herein, weshalb sich tiefe Schatten über die Gesichter beider Personen zogen. Nur hin und wieder glimmte es etwas heller von draußen hinein, wenn das permanente Wetterleuchten am Himmel von Proteus durch die Sturmkuppel in den Innenhof drang. Julian setzte sich nun zurück auf seinen Sessel und faltete die Hände auf dem Tisch zusammen. Er erklärte nicht, warum er den Strom abgeschaltet hatte, begann stattdessen direkt, wieder beim vorigen Gesprächsthema anzuknüpfen.
    "Ich gebe Ihnen einen Rat, Lieutenant Watabe. Wenn Sie eine Antwort auf das alles finden wollen, die Sie Ihren Vorgesetzten auch tatsächlich vorlegen können, dann suchen Sie nicht weiter in dieser Richtung. Sie werden verwirrende Antworten finden. Unglaubliches. Aber vor allem Vertuschungen und Ignoranz. Egal, was Diggle zu seinem Amoklauf bewegt hat, wenn Sie auch nur irgendetwas von Gethsektoren und Indoktrinationstheorie faseln, wird man Sie entweder für verrückt halten, oder in jedem Fall offiziell für verrückt erklären. Man wird Ihre Ermittlungen in der Luft zerreißen und als Unsinn abtun. Man wird Sie irgendwohin stationieren, wo man Sie nicht mehr anhören muss. Und natürlich wird man den ganzen Fall zu den ungelösten Akten legen. Sicher, die Geth-Indoktrination ist anerkannte Tatsache. Hunderte Soldaten haben mit eigenen Augen gesehen, was passiert, wenn Geth einen Stützpunkt attackieren und ihre Kameraden auf den Drachenzähnen aufspießen. Aber Diggles Fall ist anders, wie Sie schon selbst gesagt haben. Und Ihre Vorgesetzten mögen es nicht, wenn man nicht bei der Mainstreamversion bleiben kann. Sicher, man hat Ihnen Forschungsdaten an die Hand gegeben, die zeigen, dass es auch andere Formen der Transformation gibt. Aber im Grunde will man von Ihnen, dass Sie die alte Theorie retten. Erklären, warum alles Bekannte immernoch gültig ist. Sehen Sie, entgegen der Prinzipien jedes guten Wissenschaftlers weigern sich Politiker, Ockhams Rasiermesser anzusetzen. Wenn es eine absurde und unnötig komplizierte Hypothese gibt, die aber ihre Lieblingstheorie retten kann, werden sie diese bevorzugen, auch wenn eine viel logischere und eindeutigere Schlussfolgerung naheliegt, die dem gängigen Theoriegebäude widerspricht. Die Politik will den Status quo. Die Wissenschaft aber fragt nicht nach den Wünschen und den Folgen. Sie fragt nur nach der Wahrheit. Und Sie, Lieutenant, suchen nach der Wahrheit, die eigentlich niemand hören möchte. Geben Sie Ihren Chefs die absurde Erklärung, die sie wollen. Die von einem psychisch kranken Attentäter, der von einem Energiekonzern aus schwer nachvollziehbaren Gründen finanzieller oder politischer Natur zum Amoklauf angestiftet wurde. Eine lückenhafte Theorie mit hunderten Fragen, aber sie werden trotzdem zufrieden damit sein. Sich weiter zufrieden in ihren Schlaf wiegen. Und Sie werden Ihren Job behalten können. Also, Lieutenant. Was suchen Sie: Ein Schlafmittel für alle oder einen Weg aus der Höhle ins grelle Licht?"


    Es wurde bizarr. Nein, eigentlich wurde es mehr als bizarr. Zuerst rührte Ward seinen schwarzen Kaffee unbarmherzig zu Tode, ohne die Polizistin eines Blickes zu würdigen. Dann setzte er sich und schien mit seinem Blick bis auf Akinas hintere Schädelwand starren zu wollen. Die Japanerin hielt diesen Blick stand, wenn auch eine gewisse Skepsis in ihren Augen zu schimmern begann. Irgendwie schien sie beim Briten mit ihrer Hypothese einen Nerv getroffen zu haben, auch wenn sie sich nicht sicher war ob es ein guter Nerv war.
    Als dieser plötzlich den Strom ausschaltete, erschien die Haut ihres gegenübers in einem modrigen ungesunden gelb. Die Blitze im Hintergrund, die plötzliche Dunkelheit, Akinas Pupillen weiteten sich um sich den veränderten Lichtverhältnissen anzupassen. Aus den Augenwinkeln beobachtetete sie die Finsternis des Büros. Doch kein buckliger Gehilfe oder eine Abnormität hinkte aus dem Schatten. Es hätte gepasst.
    Stumm lauschte die Schwarzhaarige dem Monolog des Mediziners. Ihre Skepsis wuchs, mit jedem Wort wuchs sie ein Stück weiter. Was wollte der Brite gerade bezwecken? Wollte er ihr drohen, oder sie warnen? Sie kannte ihn nun wirklich nicht lange genug um zu wissen ob das normal für ihn war und wenn es das war, ob man es für normal bezeichnen konnte.
    "Was unterscheidet den Irrenarzt von seinem Patienten? Die Position vor der Zellentür.", schoß ihr ein alter Witz aus dem Psychologiestudium durch den Kopf. Ward endete seine kleine Predigt, schaute die Japanerin erwartungsvoll an. Diese nahm einen Schluck aus ihrer Teetasse und setzte diese dann fast geräuschlos auf dem Schreibtisch ab. Nachdenklich verschränkte sie ihre Finger ineinander.
    "Vor ein paar Jahrzehnten, hat die Menschheit größtenteils noch nicht an die Existenz von anderen Spezies geglaubt. Die es taten wurden als harmlose Spinner mit schlechter Haut abgetan, welche in ihrem feuchten Keller sitzen und Bilder von Teleskopen nach Hinweisen durchsuchen. Im besten Fall.", begann Akina und lehnte sich in ihren Stuhl. "Das änderte sich mit dem Erstkontakt-Krieg. Es hat uns außerdem eine wichtige Lektion gelehrt. Ich kann die Augen schließen und mir die Ohren zu halten. Mir eine Welt ohne Schrecken und Gefahren vorstellen. Aber das Universum interessiert sich nicht dafür was ich will. Und die Augen zu schließen hat nur einen Effekt. Man sieht die Gefahr nicht mehr kommen und wird von ihr überrascht.", fuhr Akina fort.
    "Clarkes zweites Gesetz. Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu finden, ist, ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustoßen. Das ist manchmal unbequem.", merkte sie an und lehnt sich wieder leicht nach vorne.
    "Was ich will, ist die Wahrheit. Was ich mit dieser anfange, wie viel davon in meinem Bericht auftaucht, das ist meine Ermessenssache. Jedoch gibt es auch innerhalb der Führungsebene der Allianz Menschen die über den Tellerrand hinausschauen. Andernfalls werden wir wohl auch auf lange Sicht nicht in der unbarmherzigen Kälte des Alls überleben.",erklärte sie bedächtig und fuhr sogleich fort:
    "Aus ihrer Reaktion schließe ich jedoch das sie mehr über diese Thematik wissen, als es meine schmale Hypothese hergibt. Wie wäre es also wenn sie mir mehr darüber erzählen. Von der Welt der Wissenschaft und ihren unbequemen Entdeckungen.", bat sie höflich und löste ihre Finger aus der Verschränkung. Die schlanken, langen Finger ihrer rechten Hand umklammerten wieder ihre Teetasse.
    "Wenn es mir dann zu surreal erscheint. Nun, vielleicht verwerfe ich dann meine Hypothese und denke mir eine schöne Klamotte für den Bericht aus. Dann kann ich den Fall zu den Akten legen. Und wenn dann ihr Kollege in London, in drei vielleicht sechs Monaten seine Arbeit darüber vorlegt. Dann können wir beide uns ihn gemütlich durchlesen und herausfinden was wirklich passiert ist. Nur das es dann niemanden mehr interessiert, geschweige denn nutzt."
    , schloß Akina und nahm gemütlich einen Schluck Schwarztee.
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    Es wurde bizarr. Nein, eigentlich wurde es mehr als bizarr. Zuerst rührte Ward seinen schwarzen Kaffee unbarmherzig zu Tode, ohne die Polizistin eines Blickes zu würdigen. Dann setzte er sich und schien mit seinem Blick bis auf Akinas hintere Schädelwand starren zu wollen. Die Japanerin hielt diesen Blick stand, wenn auch eine gewisse Skepsis in ihren Augen zu schimmern begann. Irgendwie schien sie beim Briten mit ihrer Hypothese einen Nerv getroffen zu haben, auch wenn sie sich nicht sicher war ob es ein guter Nerv war.
    Als dieser plötzlich den Strom ausschaltete, erschien die Haut ihres gegenübers in einem modrigen ungesunden gelb. Die Blitze im Hintergrund, die plötzliche Dunkelheit, Akinas Pupillen weiteten sich um sich den veränderten Lichtverhältnissen anzupassen. Aus den Augenwinkeln beobachtetete sie die Finsternis des Büros. Doch kein buckliger Gehilfe oder eine Abnormität hinkte aus dem Schatten. Es hätte gepasst.
    Stumm lauschte die Schwarzhaarige dem Monolog des Mediziners. Ihre Skepsis wuchs, mit jedem Wort wuchs sie ein Stück weiter. Was wollte der Brite gerade bezwecken? Wollte er ihr drohen, oder sie warnen? Sie kannte ihn nun wirklich nicht lange genug um zu wissen ob das normal für ihn war und wenn es das war, ob man es für normal bezeichnen konnte.
    "Was unterscheidet den Irrenarzt von seinem Patienten? Die Position vor der Zellentür.", schoß ihr ein alter Witz aus dem Psychologiestudium durch den Kopf. Ward endete seine kleine Predigt, schaute die Japanerin erwartungsvoll an. Diese nahm einen Schluck aus ihrer Teetasse und setzte diese dann fast geräuschlos auf dem Schreibtisch ab. Nachdenklich verschränkte sie ihre Finger ineinander.
    "Vor ein paar Jahrzehnten, hat die Menschheit größtenteils noch nicht an die Existenz von anderen Spezies geglaubt. Die es taten wurden als harmlose Spinner mit schlechter Haut abgetan, welche in ihrem feuchten Keller sitzen und Bilder von Teleskopen nach Hinweisen durchsuchen. Im besten Fall.", begann Akina und lehnte sich in ihren Stuhl. "Das änderte sich mit dem Erstkontakt-Krieg. Es hat uns außerdem eine wichtige Lektion gelehrt. Ich kann die Augen schließen und mir die Ohren zu halten. Mir eine Welt ohne Schrecken und Gefahren vorstellen. Aber das Universum interessiert sich nicht dafür was ich will. Und die Augen zu schließen hat nur einen Effekt. Man sieht die Gefahr nicht mehr kommen und wird von ihr überrascht.", fuhr Akina fort.
    "Clarkes zweites Gesetz. Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu finden, ist, ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustoßen. Das ist manchmal unbequem.", merkte sie an und lehnt sich wieder leicht nach vorne.
    "Was ich will, ist die Wahrheit. Was ich mit dieser anfange, wie viel davon in meinem Bericht auftaucht, das ist meine Ermessenssache. Jedoch gibt es auch innerhalb der Führungsebene der Allianz Menschen die über den Tellerrand hinausschauen. Andernfalls werden wir wohl auch auf lange Sicht nicht in der unbarmherzigen Kälte des Alls überleben.",erklärte sie bedächtig und fuhr sogleich fort:
    "Aus ihrer Reaktion schließe ich jedoch das sie mehr über diese Thematik wissen, als es meine schmale Hypothese hergibt. Wie wäre es also wenn sie mir mehr darüber erzählen. Von der Welt der Wissenschaft und ihren unbequemen Entdeckungen.", bat sie höflich und löste ihre Finger aus der Verschränkung. Die schlanken, langen Finger ihrer rechten Hand umklammerten wieder ihre Teetasse.
    "Wenn es mir dann zu surreal erscheint. Nun, vielleicht verwerfe ich dann meine Hypothese und denke mir eine schöne Klamotte für den Bericht aus. Dann kann ich den Fall zu den Akten legen. Und wenn dann ihr Kollege in London, in drei vielleicht sechs Monaten seine Arbeit darüber vorlegt. Dann können wir beide uns ihn gemütlich durchlesen und herausfinden was wirklich passiert ist. Nur das es dann niemanden mehr interessiert, geschweige denn nutzt."
    , schloß Akina und nahm gemütlich einen Schluck Schwarztee.


    Die längste Zeit behielt der Neurologe einen ernsten, skeptischen Blick bei, während sein Gast erneut ihre Entschlossenheit beteuerte. Dann schließlich schlich sich doch ein vorerst zufriedenes Schmunzeln auf seine Lippen und er entspannte sich wieder so weit, dass er sich zumindest wieder hinsetzte. Mit den Ellenbogen auf der Tischplatte und den Händen vor dem Mund ineinander verschlungen betrachete er Akina erneut intensiv, während er seine Worte sammelte.
    "Ich mag Ihre Beharrlichkeit. Sie werden trotzdem nicht alles glauben, aber das ist in Ordnung. Ich muss mich entschuldigen, dass wir dieses Gespräch im Dunkeln fortsetzen, aber ich traue dem Sicherheitsbüro hier nicht... Nichts gegen Sie.", hängte er an, als ihm bewusst wurde, wo Akina aktuell arbeitete.
    "Wer weiß, welche Mikrofone und Kameras hier wirklich nur zur Computersteuerung und welche zu Sicherheitszwecken angebracht sind. Ich bevorzuge es zumindest für den Moment, wenn wir in Sherlock Holmesscher Manier unsere Erleuchtungen im Dunkeln finden."
    Er nahm seinen Kaffee wieder mit beiden Händen an sich und sog den Dampf genüsslich ein, als er seine Ausführungen begann.
    "Sie wissen ja über meine Cerberus-Vergangenheit bescheid. Nun, schon damals auf Noveria packte mich eine extreme Faszination für die Geth. Es lag auf der Hand, dass man bei der Entwicklung einer Mensch-Maschine-Schnittstelle, wie sie unser Ziel war, zunächst die am weitesten entwickelte KI unserer Galaxie in Augenschein nahm. Wir hatten also zahlreiche Artefakte und Bauteile aus allen Bereichen des Geth Sektors zu unserer Verfügung. Schon beim Aufstellen dieser Sammlung wurde mir anhand der Berichte klar, dass unser Bild von den Geth sehr eingeschränkt ist. Wir stellten fest, dass die Maschinenkörper, denen wir begegnen, eben nur das ist: Die physische Form der Geth. Dabei wird eine Plattform, wie wir sie nennen, aber meist nicht nur von einer KI bevölkert. Bei den Menschen ist es einfach: Ein Körper, ein Geist. Oder nennen Sie es Seele, Verstand, Bewusstsein, was es auch ist: Es ist fest verbunden mit dem Körper und umgekehrt. Stirbt der eine Teil, verendet früher oder später auch der andere. Bei den Geth ist das anders. Bei den Eliteeinheiten der Gethplattformen sind zahlreiche Identitäten sind in einer Plattform versammelt. Bei den Standardmaschinen ist es noch verwirrender. Ihre KIs sind alle miteinander über eine Leiteinheit verknüpft. Ein Geist hat hier nicht einen Körper. Vielmehr haben tausende Teilidentitäten die gemeinsame Kontrolle über ein Dutzend Körper. Und erst durch ihre Vernetzung miteinander erhalten sie überhaupt ihre eigene jeweilige Identität. Ein wunderbar komplexes Netz, miteinander verwoben wie eine Melodie, bei der zahlreiche Töne einen facettenreichen Akkord bilden, dieser jedoch nur einen Grundton hat."
    Er bemerkte wie die Japanerin ihm zwar weiterhin lauschte, aber offensichtlich das Ziel dieser Ausführung abwartete und darin enttäuscht wurde.
    "Entschuldigen Sie, ich schweife ab. Nun, hat man dieses Wissen, so fragt man sich, wo all diese Identitäten sind, wenn sie doch nicht an Körper geknüpft sein müssen. Und nach enigen Nachforschungen fanden wir heraus, dass der Großteil der Identitäten in gewaltigen Datenbanken abgespeichert ist, die sich in den Mutterschiffen der Geth befinden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie in diesem Netzwerk permanent miteinander kommunizieren und tatsächlich wohl nur ein winziger Bruchteil jemals einen Körper bewohnt. Vielleicht sind sogar bis zu neunundneunzig Prozent der Geth niemals Physis, sondern für immer reiner Geist. Wie vermehren sich dann die Geth, mögen Sie vielleicht fragen? Wenn die Vermehrung von Plattformen offensichtlicht nicht das Ziel ist, was dann? Nun, scheinbar geht es nur um die Findung eines Konsens. Das Netzwerk der Identitäten wird immer weiter ausgebaut und zur Maximierung werden nicht die Kämpferplattformen vermehrt, sondern die Datenbanken vergrößert. Viele Geth streben primär scheinbar nicht nach Aggression gegen organische Rassen, sondern nach der Verbesserung ihrer Konsensfindung und dem Selbsterhalt. Was hat das nun alles mit dem Amoklauf zu tun? Geduld. Denken Sie einmal nach. Wenn uns die Geth vernichten wollten, wieso vermehren sie dann nicht ihre Flotte? Ihre Kämpferplattformen? Ihre Fabriken? Stattdessen füllen sie nach jeder Dezimierung ihre Flotten nur auf die Ausgangsmenge auf und bleiben Passiv in ihrem Nebel. Warum dann greifen sie aber manchmal unsere Kolonien unter großen Verlusten an, nutzen die Ressourcen aber nicht etwa zum Ausbau ihres Netzwerks, sondern erschaffen stattdessen für das Netzwerk nutzlose, halborganische Husks, die zwar mitkämpfen, aber nicht mitdenken? Unsere Theorie bei Cerberus: Nicht alle Geth sind gleich. Einige greifen aggressivst unsere Kolonien an, während andere passiv zurückbleiben. In ihrem Codekonsens hat sich offenbar ein Fork gebildet. Und als wir unsere Hochrechnungen über die vermutliche Anzahl an vorhandenen Gethidentitäten mit den Angriffen und den dort eingestezten Truppengrößen verglichen, stellten wir fest: Diese aggressive Gruppe ist nur ein kleiner Teil der Geth. Wir gehen von zehn bis höchstens zwanzig Prozent aus. Die übrigen achtzig bis neunzig Prozent stehen den Ratsvölkern neutral bis indifferent gegenüber und suchen nur ihren Selbsterhalt. Unter dieser Hypothese konnten wir dann feststellen, dass diese aggressivere Gethgruppe nicht nur anders handelt als ihre passive Muttergruppe. Sie verwenden auch andere Technologien. Haben Sie die Schiffe einmal angesehen? Die Aufnahmen der Schiffe, die Eden Prime attackierten? Oder des Mutterschiffs, das die Citadel angriff? Das ist eine völlig andere Architektur als die der Gethjäger und Gethmutterschiffe, wie wir sie aus dem Nebel kennen. Andere Waffen. Andere Energieerzeugung. Andere Kommunikationskanäle. Überhaupt: Beim Citadelangriff sah die Kommunikation nach keinem gleichberechtigten Netzwerk aus, wie wir es von den Geth kennen. Stattdessen waren die Plattformen und Jäger untereinander vernetzt, während das Mutterschiff nur in eine Richtung Befehlskommandos aussandte. Zudem in einer anderen Sprache, als wir sie von den Geth kennen. Einfach alles an diesem Schiff war anders. Und das ist, was ich mit der plausibelsten Erklärung meine, Lieutenant. Was ist glaubhafter: Dass Die Geth all ihre Befehlsstrukturen, ihre Architektur, ihre Strategien, ihre Bewaffnung, ihre Kommunikation und ihre gesamten Werte für diesen einen Angriff von Grund auf ändern... Oder dass das Mutterschiff in Wirklichkeit eine ganz andere KI ist? Eine technologisch viel weiter entwickelte, mit der sich die Geth verbündet haben. Unsere Forschungsgruppe ging von Letzterem aus. Um herauszufinden, wer diese ominöse dritte Fraktion neben den neutralen und den aggressiven Geth war, untersuchten wir das, was die aggressiven Geth von ihren Geschwistern unterscheidet: Ihre Kommunikation. Miteinander sprachen sie über den bekannten konventionellen Funk. Lokal nutzten sie ihre akustischen 'Schreie', wie Sie sie vielleicht schon einmal in Videos gehört haben. Aber als wir die Aufzeichnungen über den Eden Prime Angriff analysierten stellten wir fest, dass sie zu dem handartigen Mutterschiff über eine Art Quantenkommunikatorkanal sprachen, der unser technisches Verständnis überstieg. Latenzfrei und abhörsicher. Und völlig neuartig. Was unsere These stützte, dass es bei diesen Angriffen eine dritte Fraktion gab. Warum sonst sollten die Geth auf dem Schlachtfeld plötzlich zwei verschiedene Sprachen sprechen? In Ermangelung weiterer Beweise untersuchten wir die Drachenzahnflüssigkeit genauer. Wie bereits bekannt handelte es sich dabei um eine Art Nährlösung aus Mineralien und Metallen, aus denen später die synthetischen Teile der Husks entstehen. Aber wir fanden bei genauerer Untersuchung auch Naniten. Diese mikroskopischen Miniaturmechanismen bauen das Gewebe des Wirts geplant um. Wir konnten unter dem Mikroskop gut beobachten, wie dies geschah, aber verstanden nicht, wie sie sich organisierten. Sie alle sind in ihrem Aufbau nämlich identisch, aber dennoch bauen manche etwa das Titan in die Knochen ein, während andere die Neuronen neu verknüpfen und somit neue Denkmechanismen lenken. Alles perfekt abgestimmt, ohne jegliche Kommunikation untereinander. Dann jedoch fanden wir eines Tages bei einem Feldexperiment zu einem frisch attackierten Stützpunkt die Antwort: Die Naniten empfingen alle ein gemeinsames Signal mit der gleichen Übertragungsmethode, die das handförmige Mutterschiff auf Eden Prime nutzte. Sie führten Befehle aus von der Fraktion ausgesendet, die sie auch gebaut hat. Und die Geth - die sind nur Lakaien dieser Methodik - dienen ihrem Herren, der im Gegensatz zu den meisten Geth tatsächlich offenbar nur unsere Vernichtung im Sinn hat. Und nun, jetzt da sie auf dem neuesten, wissenschaftlichen Stand sind, die Pointe: Die gleichen Naniten fand ich hier in Blutproben von Iiyama. Und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würden wir diese auch bei Diggles Leichnam finden. Diese unterscheiden sich nicht in ihrem Aufbau von denen, die wir in Drachenzähnen finden. Der Unterschied ist nur, wann das Signal ausgesendet wurde, die Umwandlung zu beginnen oder zumindest in die letzte Phase zu bringen. In der vorangehenden Phase, so zeigt mir das Gehirn von Iiyama, finden sich fast alle körperlichen Veränderungen nur in der Vernetzung der Neuronen. Mir ist noch nicht ganz klar, ob der ausschlaggebende Faktor dabei das ominöse äußere Signal ist, oder ob die Naniten gewissermaßen selbst ein Signal aussenden - aber in jedem Fall kann dieser Prozess ganz ohne direkten Zellumbau passieren. Der Wirt unterliegt einer Beeinflussung. Einer Indoktrination, wie Sie sie nennen. Ist er dann erst komplett dem neuen Willen unterlegen, wird er aktiv auch die körperliche Umwandlung unterstützen, indem er etwa mit den Geth Kontakt aufnimmt und sich so Zugang zu der Drachenzahnflüssigkeit verschafft. Wenn er sie nicht schon davor in sich trug. Die Reihenfolgen sind variabel und vielseitig - klar ist nur: Die Metamorphose geschieht auf mehreren Ebenen, psychisch und körperlich, und wird von außen gesteuert durch ein Signal, das wir nicht blockieren können. So war es bei Iiyama, so war es bei Diggle, und ich würde mich wundern, wenn wir bei Vandernot keine Naniten oder zumindest eine rudimentäre Neuronenumwandlung feststellen. Und es liegt an mir, diese Umwandlung näher zu untersuchen, um die Quelle des Ganzen auszumachen... Bisher habe ich da nur ein paar verrückte, unhaltbare Theorien von Verschwörungstheoretikern..."
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    Industriegebiet-Gruppe

    Ihre Gegner hatten gleich das Feuer eröffnet, als sie die Eindringlinge im Lagerhaus erblickten. Die Truppe hechtete gleich in Deckung und Marco war der erste, der einen Pfeil richtete und diesen auch gleich abfeuerte. Soviel zu dezent. dachte sich der Blondschopf und zückte seine Pistole aus dem Halfter. Auch Crusher zog seine Waffe hervor und die beiden feuerten ein paar gezielte Schüsse, die ihr Ziele trafen.
    Marco richtete einen weiteren Pfeil, doch beim abfeuern hörte Stephen ihn kurz fluchen. Instinktiv blickte er über die Schulter und sah ihn mit Schmerz verzerrtem Gesicht an die Kiste gedrückt, die Schulter kontrollieren und nach Medigel fragend.
    "Hier, Kleiner." gab der Kroganer ruhig von sich und gab ihm sein Medigel. Lucia kauerte eingeschüchtert zwischen zwei Kisten und auch wenn sie ihre Pistole krampfhaft in Händen hielt, hatte sie keinen Schuss abgefeuert.
    Stephen und Crusher schaltete derweil die anderen im Lagerhaus aus, als vom Hintereingang Befehle gebrüllt wurden und weitere Schüsse fielen. Es war Jones mit seinen fünf schwerbewaffneten Leibwächtern. "Die haben uns gerade noch gefehlt." fluchte der Blondschopf. Auch wenn Liz die Truppe via Funk angekündigt hatte, war dies jetzt doch ein sehr schlechter Zeitpunkt. Stephen blickte kurz über die Deckung, als eine Kugel in seiner Nähe einschlug und ihn augenblicklich wieder in die Deckung zwang.
    "Am besten, wir lenken die Aufmerksamkeit erst mal auf uns, dann können Liz, Maro, Shan und Mira sich von hinten heran schleichen." schlug Crusher leise an Stephen und Marco gewandt vor.

    Zur gleichen Zeit auf dem Schwarzmarkt...

    Zulan, Fox, Nellie und Randalla hatten ihr Ziel gesichtet. Hiller lief mit zwei Leibwächtern über den Markt und sahen sich die Waren an den Ständen an. Die kleine Gruppe tat es den Verfolgten gleich, schmökerten nach Waren, behielten aber Hiller und seine Leute unauffällig im Auge.
    "Der fühlt sich ja ziemlich sicher." merkte der Salarianer flüsternd an und nahm eine modifizierte Carnifex hoch, die er sich genauer besah. Der Händler vergewisserte ihm, dass diese Pistole ein Original war, wofür er vom Salarianer einen skeptischen Blick erntete.
    "Nellie und Zulan, ihr fangt ihn ab. Fox, du kommst mit mir." befahl Randalla leise und die beiden verschwanden.
    Die Quarianerin und der Salarianer schlenderten gemütlich über den Markt, unterhielten sich dabei, bis die beiden quasi unschuldig in Hiller und seine Leute hinein liefen.
    "Wie ungeschickt von mir. Ich bitte vielmals um Entschuldigung." entschuldigte sich Nellie gespielt, während Zulan ihr gleich zur Hilfe eilte. Im Augenwinkel sahen die beiden Randalla und Fox heran laufen. Als Hiller die beiden erkannte und bemerkte, was gespielt wurde, war es bereits zu spät. Fox und Randalla schalteten die beiden Leibwächter mit einem schnellen, aber lautlosen Genickbruch aus und verpassten dem überrumpelten Hiller einen Schlag gen Kopf, woraufhin er bewusstlos zu Boden sackte.
    "Fesseln." befahl Randalla knapp und funkte Crusher an. "Wir haben Hiller."

    Derweil auf der Citadel...

    Jade und Violet hatten ihren Einkaufsbummel beendet und schlenderten bestens gelaunt mit Tüten bepackt durch die Passage, weitere Läden von außen in Augenschein nehmen. Vermutlich würden sie den ein oder anderen Laden noch plündern.
    Eine unscheinbare Gestalt verfolgte sie....


    Marco Lagos

    "Danke!"
    Die schmerzhemmende Wirkung des Medi-Gel's wirkte sofort und Marco konnte seine Schulter wieder bewegen.
    "Also gut." Marco ließ den Bogen diesmal liegen. Es waren einfach zu viele Gegner auf einmal um ungehindert damit schießen zu können. Stattdessen schaltete er sein Omni-Tool in den Kampfmodus.Er lugte hinter der Deckung hervor und schoss blitzschnell 5 Salven von Verbrennungs-Tech in die Gegnermasse. Für einen Moment musste es abkühlen, dann setzte er 3 Schock-Salven hinterher. 2 Gegner wurden von den elektrisierenden Wellen getroffen. Unfähig sich zu bewegen wurden sie sofort von Crusher niedergemäht.
    "Hey, ist alles ok?" rief Marco Lucia zu, als er sich wieder in Deckung bücken musste und rüttelte an ihr. "Komm, wir brauchen hier jede Hilfe die wir kriegen können! Du schaffst das, hörst du?"

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    Quote Originally Posted by Natsch View Post

    Bedauern ergriff das Herz der 22-jährigen. Es war immer schrecklich zu hören, dass es Kinder gab, die es weniger gut hatten als sie selbst. Die nicht die Chance auf einen guten und ehrlichen Start in das Leben hatten und später Dinge händeln mussten, die man ihnen vielleicht hätte ersparen können. Dalan hatte einen eben solchen Start gehabt, wobei sie nicht anzweifelte, dass seine Mutter alles dafür getan hatte, es ihm so schön wie möglich zu gestalten. So weit es ihre Fähigkeiten und Verhältnisse eben zuließen. Dazu ein Vater, der nicht von ihm wusste. Es blieb zu hoffen, dass er eines Tages jemanden fand, der ihm ein Stück von dem zurück geben konnte, was er verpasst hatte - etwas Frieden.
    Gedankenverloren strich sie sich selbst über den Arm. "Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll..", begann die junge Frau leise, während ein entschuldigendes Lächeln ihre Lippen zierte. Dazu fiel ihr wahrlich kein kluger Spruch ein. "Aber ich hoffe, dass das mit deinem Vater klappt, auch wenn dir das deine Mutter nicht zurück bringt.", fuhr sie ehrlich fort. Sie hatte die Bitterkeit in seinen Worten wahrgenommen und Peyton wollte sich gar nicht ausmalen welch eine Verzweiflung, Wut und auch Angst seine Mutter an manchen Tagen gespürt haben musste. Schuld. "Aber du warst am Ende bei ihr, das hat ihr wahrscheinlich viel bedeutet.", wenn nicht sogar alles.

    Während sie an Dalans Seite zu den Schmetterlingen ging, die Begeisterung des Jungen sehend, der dem älteren Turianer die Schmetterlinge zeigte, nahm sie sich vor, dieses traurige Kapitel in dem Leben des roten Turianers vorerst nicht noch einmal anzuschneiden. Ein zartes Schmunzeln ergriff ihre Mundwinkel als der Rote den 7-jährigen vor dem Pyjak warnte. Sein Lachen erleichterte sie, schien die schwarzen Wolken für einen Moment zu vertreiben. "Klingt als hättest du schon Bekanntschaft mit einem besonders gerissenen Exemplars gemacht...", amüsierte sich die junge Frau, einen zweiten Pyjak dabei beobachtend wie er langsam zu ihnen herunter kam und Dalan anvisierte. "Hast du?", Airells Mund stand weit offen und entblößte die lange Reihe spitzter Zähnchen. Peyton grinste und wandte sich den Schmetterlingen zu, die sich entzückt um die süßen Früchte tummelten. "Vielleicht hast du ja Glück und erlebst noch ein paar mehr.", kommentierte die junge Brünette über die Schulter hinweg.


    Dalan Qin

    Auch Dalan lächelte schwach. "Danke. Danke für deine Worte...."
    Es war wirklich beinahe schon unheimlich wie gut es tun konnte, einfach nur mal darüber zu reden. Das hatte ihm wohl in den letzten 2 Jahren am meisten gefehlt. Die meisten Bekanntschaften waren selten mehr als oberflächlich geblieben. Wohl auch, weil er Angst davor gehabt hatte, seine Bürden zu teilen. Man musste Stärke zeigen um Schwäche zuzugeben, so paradox das auch klang.

    "Ohja." lachte Dalan. "Mir hat einmal so ein Ding meinen Rucksack mit allen Vorräten darin geklaut.....immerhin den Rucksack hat er mir zurückgelassen, nachdem er alles verputzt hatte."
    Das war auf irgendeinem Dschungel-Planeten gewesen. Er hatte den Namen bereits wieder vergessen.
    Er blickte über die Schulter zu Peyton. "Vielleicht." antwortete er halb-lächelnd und nickte ihr zu.
    Die Zeit verging wie im Flug. Das künstliche Nacht simulierte bereits einen Sonnenuntergang. "Na, war das für dich genau so schön wie für mich?" fragte er den Jungen und merkte nebenbei, dass ihm der Magen knurrte.

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    Quote Originally Posted by eis engel View Post
    Ihre Mutter Azuna lehnte sachte den Kopf an Yelynas Zimmertür. Seid Tagen hatte sie ihre Tochter nicht gesehen, sie hatte sich eingeschlossen und jeden Versuch mit ihrer Tochter zu sprechen oder gar die Tür zu öffnen, quittierte Yelyna mit einem Verschwinde, lass mich alleine oder mit einem wütenden, sogar drohenden Versuch erst garnicht die Tür zu öffnen.
    Azuna machte sich Sorgen, dennoch respektierte sie den Wunsch ihrer Tochter und ließ sie einfach machen. Yelyna war doch so ein vernünftiges Mädchen, hatte sie erst kürzlich zu Dishana, Sahenia´s Mutter und ihre beste Freundin gesagt. Doch auch Dishana´s beruhigende Worte halfen ihr jetzt nicht, sie fühlte sich hilflos und allein, und wünschte sich mehr denn je, dass Dishana und Sahenia jetzt hier wären.
    Leise seufzend entfernte sie sich wieder von der Tür und ging in die Küche, wo sie sich erst etwas zu trinken ein schenkte und anschließend ihr Omni Tool aktivierte. Sie wählte Dishana´s Nummer und ging auf den Balkon, wo sie ungestört reden konnte.

    Yelyna lag auf ihrem Bett, weinend und wütend zu gleich. Auf ihrem Bett lagen überall Bilder von ihr und Kyron, die sie am Abend gemacht hatten, als sie nach dem Dppeldate alleine waren. Sie vermisste ihn so schrecklich und auch wenn sie nur eine sehr kurze Zeit miteinander hatten, war diese jedoch sehr intensiv. Die ganzen Versprechen, die sich gegeben hatten.... sie brach heuelnd zusammen.
    Und nun war Kyron tot. Getötet von seinem Freund Beyo Vhan.
    Beyo. schoss es ihr durch den Kopf und die Trauer um Kyron, wandelte sich augenblick in puren Hass um. Ja, sie hasste Beyo. Auf ihrem Schreibtisch lagen mehrere übergroß raus kopierte Bilder von diesem roten Turianer, auf diese sie mit schwarzem Stift geschrieben hatte: Stirb Beyo STIRB! Auf einem anderen Bild stand: Du wirst dein Leben nicht mehr glücklich! Ein anderes Bild von Beyo hatte sie sich sogar an die Zimmerwand gehängt und mit kleinen Messern Zielübungen auf seine verdammte, turianische Fresse gemacht.
    Das ihre Mutter kurz vor einem Nervenzusammenbruch ihretwegen stand, kümmerte die junge Asari nicht. Stattdessen erhob sie sich von ihrem Bett, setzte sich an ihrem Schreibtisch und surfte über ihren Laptop im Extra-Net. Suchte alles raus, was sie über Beyo finden und gegen ihn verwenden konnte.
    "Wenn ich dich nicht töten kann, dann mache ich dich fertig. Egal wann, egal wie..... Aber DU wirst dein Leben nicht mehr glücklich, Beyo Vhan, dafür sorge ich!!!"


    Beyo Vhan

    "Was soll das heißen, heute schon?" Verschwitzt und gehetzt begann der Turianer sich umzuziehen. "Wir haben es selbst vor einigen Stunden erst erfahren." hörte er Kyron's Mutter am anderen Ende der Leitung.
    "Die Verwaltung hat bei der Terminvergabe einen Fehler gemacht." "Dämliche Bürokratie!" knurrte der rote Turianer, während er sich nebenbei unbeholfen das Oberteil überstreifte. "Und jetzt müssen wir es diesen Nachmittag tun....morgen haben sie keine Möglichkeiten mehr....."
    Beyo seufzte. "In Ordnung, gut, ich komme in jedem Fall......dann muss ich meine anderen Termine eben verschieben, das hat Vorrang....es tut mir so Leid Miss Ursox.....ich bin bald da."
    Er legte auf und setzte sich dann, endlich fertig umgezogen, in Bewegung. "Bis die Tage Doc!"
    Während er noch die Treppe runter ging, nahm er bereits Sprachnachrichten für Lani und seinen Sohn auf, dass ihr Vorhaben heute etwas durcheinander geworfen wurde. Um nichts im Universum konnte er das hier verpassen. Kyron's Eltern hatten ihn darum gebeten, die Trauerrede zu halten. Diese musste er jetzt noch schnell fertig bekommen.
    "Planänderung Jungs." rief er Jodacus und Tiberian gehetzt zu. "Was heißt das?" "Die Trauerfeier wurde auf heute verschoben......in 3 Stunden müssen wir vor Ort sein." "In Ordnung." Flankiert von den beiden grimmigen Turianern begab er sich in Richtung seines Skycars.
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  20. #20
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    Quote Originally Posted by Tjordas View Post

    Die längste Zeit behielt der Neurologe einen ernsten, skeptischen Blick bei, während sein Gast erneut ihre Entschlossenheit beteuerte. Dann schließlich schlich sich doch ein vorerst zufriedenes Schmunzeln auf seine Lippen und er entspannte sich wieder so weit, dass er sich zumindest wieder hinsetzte. Mit den Ellenbogen auf der Tischplatte und den Händen vor dem Mund ineinander verschlungen betrachete er Akina erneut intensiv, während er seine Worte sammelte.
    "Ich mag Ihre Beharrlichkeit. Sie werden trotzdem nicht alles glauben, aber das ist in Ordnung. Ich muss mich entschuldigen, dass wir dieses Gespräch im Dunkeln fortsetzen, aber ich traue dem Sicherheitsbüro hier nicht... Nichts gegen Sie.", hängte er an, als ihm bewusst wurde, wo Akina aktuell arbeitete.
    "Wer weiß, welche Mikrofone und Kameras hier wirklich nur zur Computersteuerung und welche zu Sicherheitszwecken angebracht sind. Ich bevorzuge es zumindest für den Moment, wenn wir in Sherlock Holmesscher Manier unsere Erleuchtungen im Dunkeln finden."
    Er nahm seinen Kaffee wieder mit beiden Händen an sich und sog den Dampf genüsslich ein, als er seine Ausführungen begann.
    "Sie wissen ja über meine Cerberus-Vergangenheit bescheid. Nun, schon damals auf Noveria packte mich eine extreme Faszination für die Geth. Es lag auf der Hand, dass man bei der Entwicklung einer Mensch-Maschine-Schnittstelle, wie sie unser Ziel war, zunächst die am weitesten entwickelte KI unserer Galaxie in Augenschein nahm. Wir hatten also zahlreiche Artefakte und Bauteile aus allen Bereichen des Geth Sektors zu unserer Verfügung. Schon beim Aufstellen dieser Sammlung wurde mir anhand der Berichte klar, dass unser Bild von den Geth sehr eingeschränkt ist. Wir stellten fest, dass die Maschinenkörper, denen wir begegnen, eben nur das ist: Die physische Form der Geth. Dabei wird eine Plattform, wie wir sie nennen, aber meist nicht nur von einer KI bevölkert. Bei den Menschen ist es einfach: Ein Körper, ein Geist. Oder nennen Sie es Seele, Verstand, Bewusstsein, was es auch ist: Es ist fest verbunden mit dem Körper und umgekehrt. Stirbt der eine Teil, verendet früher oder später auch der andere. Bei den Geth ist das anders. Bei den Eliteeinheiten der Gethplattformen sind zahlreiche Identitäten sind in einer Plattform versammelt. Bei den Standardmaschinen ist es noch verwirrender. Ihre KIs sind alle miteinander über eine Leiteinheit verknüpft. Ein Geist hat hier nicht einen Körper. Vielmehr haben tausende Teilidentitäten die gemeinsame Kontrolle über ein Dutzend Körper. Und erst durch ihre Vernetzung miteinander erhalten sie überhaupt ihre eigene jeweilige Identität. Ein wunderbar komplexes Netz, miteinander verwoben wie eine Melodie, bei der zahlreiche Töne einen facettenreichen Akkord bilden, dieser jedoch nur einen Grundton hat."
    Er bemerkte wie die Japanerin ihm zwar weiterhin lauschte, aber offensichtlich das Ziel dieser Ausführung abwartete und darin enttäuscht wurde.
    "Entschuldigen Sie, ich schweife ab. Nun, hat man dieses Wissen, so fragt man sich, wo all diese Identitäten sind, wenn sie doch nicht an Körper geknüpft sein müssen. Und nach enigen Nachforschungen fanden wir heraus, dass der Großteil der Identitäten in gewaltigen Datenbanken abgespeichert ist, die sich in den Mutterschiffen der Geth befinden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie in diesem Netzwerk permanent miteinander kommunizieren und tatsächlich wohl nur ein winziger Bruchteil jemals einen Körper bewohnt. Vielleicht sind sogar bis zu neunundneunzig Prozent der Geth niemals Physis, sondern für immer reiner Geist. Wie vermehren sich dann die Geth, mögen Sie vielleicht fragen? Wenn die Vermehrung von Plattformen offensichtlicht nicht das Ziel ist, was dann? Nun, scheinbar geht es nur um die Findung eines Konsens. Das Netzwerk der Identitäten wird immer weiter ausgebaut und zur Maximierung werden nicht die Kämpferplattformen vermehrt, sondern die Datenbanken vergrößert. Viele Geth streben primär scheinbar nicht nach Aggression gegen organische Rassen, sondern nach der Verbesserung ihrer Konsensfindung und dem Selbsterhalt. Was hat das nun alles mit dem Amoklauf zu tun? Geduld. Denken Sie einmal nach. Wenn uns die Geth vernichten wollten, wieso vermehren sie dann nicht ihre Flotte? Ihre Kämpferplattformen? Ihre Fabriken? Stattdessen füllen sie nach jeder Dezimierung ihre Flotten nur auf die Ausgangsmenge auf und bleiben Passiv in ihrem Nebel. Warum dann greifen sie aber manchmal unsere Kolonien unter großen Verlusten an, nutzen die Ressourcen aber nicht etwa zum Ausbau ihres Netzwerks, sondern erschaffen stattdessen für das Netzwerk nutzlose, halborganische Husks, die zwar mitkämpfen, aber nicht mitdenken? Unsere Theorie bei Cerberus: Nicht alle Geth sind gleich. Einige greifen aggressivst unsere Kolonien an, während andere passiv zurückbleiben. In ihrem Codekonsens hat sich offenbar ein Fork gebildet. Und als wir unsere Hochrechnungen über die vermutliche Anzahl an vorhandenen Gethidentitäten mit den Angriffen und den dort eingestezten Truppengrößen verglichen, stellten wir fest: Diese aggressive Gruppe ist nur ein kleiner Teil der Geth. Wir gehen von zehn bis höchstens zwanzig Prozent aus. Die übrigen achtzig bis neunzig Prozent stehen den Ratsvölkern neutral bis indifferent gegenüber und suchen nur ihren Selbsterhalt. Unter dieser Hypothese konnten wir dann feststellen, dass diese aggressivere Gethgruppe nicht nur anders handelt als ihre passive Muttergruppe. Sie verwenden auch andere Technologien. Haben Sie die Schiffe einmal angesehen? Die Aufnahmen der Schiffe, die Eden Prime attackierten? Oder des Mutterschiffs, das die Citadel angriff? Das ist eine völlig andere Architektur als die der Gethjäger und Gethmutterschiffe, wie wir sie aus dem Nebel kennen. Andere Waffen. Andere Energieerzeugung. Andere Kommunikationskanäle. Überhaupt: Beim Citadelangriff sah die Kommunikation nach keinem gleichberechtigten Netzwerk aus, wie wir es von den Geth kennen. Stattdessen waren die Plattformen und Jäger untereinander vernetzt, während das Mutterschiff nur in eine Richtung Befehlskommandos aussandte. Zudem in einer anderen Sprache, als wir sie von den Geth kennen. Einfach alles an diesem Schiff war anders. Und das ist, was ich mit der plausibelsten Erklärung meine, Lieutenant. Was ist glaubhafter: Dass Die Geth all ihre Befehlsstrukturen, ihre Architektur, ihre Strategien, ihre Bewaffnung, ihre Kommunikation und ihre gesamten Werte für diesen einen Angriff von Grund auf ändern... Oder dass das Mutterschiff in Wirklichkeit eine ganz andere KI ist? Eine technologisch viel weiter entwickelte, mit der sich die Geth verbündet haben. Unsere Forschungsgruppe ging von Letzterem aus. Um herauszufinden, wer diese ominöse dritte Fraktion neben den neutralen und den aggressiven Geth war, untersuchten wir das, was die aggressiven Geth von ihren Geschwistern unterscheidet: Ihre Kommunikation. Miteinander sprachen sie über den bekannten konventionellen Funk. Lokal nutzten sie ihre akustischen 'Schreie', wie Sie sie vielleicht schon einmal in Videos gehört haben. Aber als wir die Aufzeichnungen über den Eden Prime Angriff analysierten stellten wir fest, dass sie zu dem handartigen Mutterschiff über eine Art Quantenkommunikatorkanal sprachen, der unser technisches Verständnis überstieg. Latenzfrei und abhörsicher. Und völlig neuartig. Was unsere These stützte, dass es bei diesen Angriffen eine dritte Fraktion gab. Warum sonst sollten die Geth auf dem Schlachtfeld plötzlich zwei verschiedene Sprachen sprechen? In Ermangelung weiterer Beweise untersuchten wir die Drachenzahnflüssigkeit genauer. Wie bereits bekannt handelte es sich dabei um eine Art Nährlösung aus Mineralien und Metallen, aus denen später die synthetischen Teile der Husks entstehen. Aber wir fanden bei genauerer Untersuchung auch Naniten. Diese mikroskopischen Miniaturmechanismen bauen das Gewebe des Wirts geplant um. Wir konnten unter dem Mikroskop gut beobachten, wie dies geschah, aber verstanden nicht, wie sie sich organisierten. Sie alle sind in ihrem Aufbau nämlich identisch, aber dennoch bauen manche etwa das Titan in die Knochen ein, während andere die Neuronen neu verknüpfen und somit neue Denkmechanismen lenken. Alles perfekt abgestimmt, ohne jegliche Kommunikation untereinander. Dann jedoch fanden wir eines Tages bei einem Feldexperiment zu einem frisch attackierten Stützpunkt die Antwort: Die Naniten empfingen alle ein gemeinsames Signal mit der gleichen Übertragungsmethode, die das handförmige Mutterschiff auf Eden Prime nutzte. Sie führten Befehle aus von der Fraktion ausgesendet, die sie auch gebaut hat. Und die Geth - die sind nur Lakaien dieser Methodik - dienen ihrem Herren, der im Gegensatz zu den meisten Geth tatsächlich offenbar nur unsere Vernichtung im Sinn hat. Und nun, jetzt da sie auf dem neuesten, wissenschaftlichen Stand sind, die Pointe: Die gleichen Naniten fand ich hier in Blutproben von Iiyama. Und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würden wir diese auch bei Diggles Leichnam finden. Diese unterscheiden sich nicht in ihrem Aufbau von denen, die wir in Drachenzähnen finden. Der Unterschied ist nur, wann das Signal ausgesendet wurde, die Umwandlung zu beginnen oder zumindest in die letzte Phase zu bringen. In der vorangehenden Phase, so zeigt mir das Gehirn von Iiyama, finden sich fast alle körperlichen Veränderungen nur in der Vernetzung der Neuronen. Mir ist noch nicht ganz klar, ob der ausschlaggebende Faktor dabei das ominöse äußere Signal ist, oder ob die Naniten gewissermaßen selbst ein Signal aussenden - aber in jedem Fall kann dieser Prozess ganz ohne direkten Zellumbau passieren. Der Wirt unterliegt einer Beeinflussung. Einer Indoktrination, wie Sie sie nennen. Ist er dann erst komplett dem neuen Willen unterlegen, wird er aktiv auch die körperliche Umwandlung unterstützen, indem er etwa mit den Geth Kontakt aufnimmt und sich so Zugang zu der Drachenzahnflüssigkeit verschafft. Wenn er sie nicht schon davor in sich trug. Die Reihenfolgen sind variabel und vielseitig - klar ist nur: Die Metamorphose geschieht auf mehreren Ebenen, psychisch und körperlich, und wird von außen gesteuert durch ein Signal, das wir nicht blockieren können. So war es bei Iiyama, so war es bei Diggle, und ich würde mich wundern, wenn wir bei Vandernot keine Naniten oder zumindest eine rudimentäre Neuronenumwandlung feststellen. Und es liegt an mir, diese Umwandlung näher zu untersuchen, um die Quelle des Ganzen auszumachen... Bisher habe ich da nur ein paar verrückte, unhaltbare Theorien von Verschwörungstheoretikern..."


    Wie ein Trommelfeuer prasselte die Fülle von neuen Informationen auf Akina ein. Es war mehr als offensichtlich das sich der Doktor schon sehr lange mit diesem Thema befasste und dabei schon einige Theorien und Erkenntnisse gesammelt hatten. Erkenntnisse die eine Weile brauchten um sich bei der Japanerin zu setzen, nachdem sie durch ein filterndes Netz ihres Verstandes gewandert waren. Die Theorien hingegen, manche ergaben für sie Sinn. Andere jedoch und da hatte Ward recht, lehnte ihr Verstand ab. Eine klassische Abwehrhaltung ihres Gehirnes, um mit dem Informationsüberfluss fertig zu werden. Dennoch nahm es diese Informationen auf, verarbeitete diese im Hintergrund.
    Die Militärpolizistin wollte nicht zu lange sprachlos wirken, weswegen sie einen Schluck aus ihrer Tasse. Dies schien ihr ein wenig professioneller als mit heruntergelassenen Unterkiefer dazusitzen. Schließlich hatte sie sich ein wenig gesammelt, rückte langsam den Stuhl nach vorne. Und setzte die leere Tasse vor sich auf dem Schreibtisch ab. "Pfuh.", machte sie und atmete geräuschvoll aus, sich einmal über die Wange streichend.
    "Sie haben Recht, vieles wirkt unwirklich auf mich. Insbesondere diese dritte Fraktion von der sie sprechen. Das es bei einer künstlichen Intelligenz zu Fehlercodes und Abspaltungen kommen kann ergibt Sinn für mich. Auch das der Großteil der Geth sich friedlich verhalten. Andernfalls würde es die quarianische Flotte vermutlich nicht mehr geben.", erklärte sie, dabei die neuen Informationen für sich zusammenfassend.
    "Aber wenn es eine weitere Fraktion gibt, eine potentielle KI..wer hat sie erschaffen? Und wieso sollte sie sich angesichts ihrer Stärke und Agressivität verstecken?", fragte sie vorsichtig nach, beschloß dann aber diesen Gedankengang vorerst nach hinten zu schieben.
    "Wissen sie was? Egal. Nehmen wir erstmal an das diese Fraktion, ungeachtet ihrer Motivation, existiert. Und sich irgendwo außerhalb der Milchstraße versteckt, Orcus Nebel, Andromeda, irgendwo im unbekannten Raum. Und sie diese Naniten nutzen um Einfluss auf lebende Organismen zu nehmen. Wie muss ich das dann verstehen?", merkte sie vorsichtig an.
    "Diggle wurden die Naniten injiziert, wo sie dann mit der Metamorphose begannen. Das mag ja noch angehen. Aber wie sollen die Naniten auf Vanderbilt übergehen? Sind sie ansteckend? Und falls ja, wie? Es ist Technik, diese bildet keine Sporen aus wie es biologische Erreger tun. Oder denken sie tatsächlich das diese sich über Luft oder Körperflüssigkeiten weiterverbreiten können? Tröpfchen- und Schmierinfektionen?", erkundigte sich Akina neugierig. Sicherlich, Naniten wären klein wie Mikroorganismen, sogar noch kleiner. Aber machte es Sinn das Technik an Reproduktion gelegen war? Eine Art technischer Parasit quasi, eine technologische B-Waffe.
    "Und wie passt da Iiyama ins Bild? Sein Amoklauf war vor dem Absturz. Er war die ganze Zeit in dieser Anlage. Wie sollten die Naniten in seinen Körper gelangt sein? Ich kann mich nicht entsinnen das in seiner Einsatzhistorie etwas von Kontakt mit Geth-Kräften erwähnt wurde.", fragte sie weiter. Dabei erinnerte sie sich an das Gespräch mit dem Japaner. Von den Stimmen die er angeblich gehört hatte. Hatte er damit das von Ward erwähnte äußere Signal gemeint?
    numberten is offline

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