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Wer zahlt für den Beitritt

  1. #41
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    Frohes Neues!

    Für mich sind wir ein Land, das tragisch geteilt wurde! Daß sich noch heute Menschen leidenschaftlich
    daran ergötzen, daß wir fast aufeinnander geschossen und uns gegenseitig ermordet hätten, ist
    mir schleierhaft. "Wir hätten den Westen plattgemacht" und ähnliche Kommentare sind regelmäßig
    unter alten Staatssicherheits- und NVA-Videos zu finden. Bis sich der Staub gelegt hat, sind
    wohl noch ein par Jahrzehnte nötig.

    Helft mir mal kurz: Wie kommt es eigentlich, daß Russland im "Osten" so wahnsinnig beliebt ist
    und merkt der "Ossi" nicht, daß AfD-Führungspersonen vornehmlich aus dem "Westen" kommen, also
    genau die Leute sind, die man so leidenschaftlich verachtet und denen man wünscht in der vermuselten
    Gesellschaft zu vegetieren? Das ist doch paradox, oder?
    wildundgesetzlos is offline

  2. #42
    Drachentöter Ciao's Avatar
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    Quote Originally Posted by Harvald View Post
    So einfach kann man es sich nach meiner Ansicht nicht machen.

    Ja es war bekannt und man hat es aus politischen Gründen nicht so genannt, denn wenn das die Wiedervereinigung gewesen wäre, hätte man Millionen von Schlesiern, Oberschlesiern und Ostpreussen usw. bereits vorher gegen sich aufgebracht und die hätten das Projekt zum Scheitern bringen können. Vertriebenenverbände waren damals insbesondere in der CDU noch eine Macht. So hat man das Projekt an ihnen vorbeigeschoben und nachdem der Schritt vollzogen war die Wiedervereinigung für vollendet erklärt.

    Man hat auch still und leise das Grundgesetz geändert, damit die Bürger nur nicht über eine Verfassung abstimmen durften, wie die Väter des Grundgesetzes es vorgesehen hatten. Eine weitere üble politische Machenschaft, um das Ziel ohne Befragung der Bürger zu erreichen. Es wurde hart an der Grenze der Rechtsstaatlichkeit getrickst um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

    Die Bürger der DDR wollten Freiheit und Demokratie, zweifellos, aber nach meinen Erfahrungen im Osten wollten sie mehrheitlich einen eigenen Staat. NATO war kein Thema und EG nur als Absatzmarkt für ihre Produckte. Sicher ein erheblicher Teil der Bevölkerung wäre republikflüchtig geworden oder hätte "rübergemacht", hat er auch so, was mit der Anmaßung des Staatsangehörigkeitsrechtes in der BRD zu tun hatte. Aber die Mehrheit der DDR-Bürger wollte in freier Selbstbestimmung dort etwas eigenes aufbauen. Sie haben für Demokratie demonstriert nicht für den Anschluss an die BRD. "Wir sind das Volk" nicht "Wir wollen rüber"

    Das hätte auch funktionieren können, jedoch waren Kohl und Co. dafür nicht zu haben. Der Grössenwahn von der führenden europäischen Nation Deutschland. Man muss und ich tue das gern, nur Gregor Gysi genau zuhören, um zu verstehen, dass wir "Wessis" damals sehr überheblich waren. Die Quittung dafür das wir ihnen diese Möglichkeit nicht eingeräumt haben, bekommen wir gerade bei den Wahlen in den "neuen Ländern" und da hilft es wenig, wenn jetzt Menschen zurückkehren. Die werden ebenso abgelehnt wie syrische oder libanesische Flüchtlinge, die, aus Europa kommend, jetzt versuchen in ihrer "alten" Heimat wieder Fuß zu fassen.

    Es gab eine ganze Anzahl von Industriezweigen, die durchaus konkurrenzfähig waren, von der Textilindustrie, Porzellan und der Landwirtschaft, über die Werften, die optische Industrie bis hin zum Bergbau. Erst durch die festgelegte Umtauschquote von 1 Ostmark zu 1 DM wurden die Industrien unrentabel. Das war eine politische Entscheidung und eine sehr schlechte.

    Im Gegenteil und da liegt das Problem hätten die Ostbetriebe bei einem Wechselkurs irgendwo zwischen 1:4 und 1:8 den deutschen und eventuell sogar europäischen Markt mit Billigtextilien überschwemmen können. So ist die Karavane von C&A, KiK und Co. nach Asien weitergezogen und die Produktionsmittel wurden verramscht. Woher kamen den 90% der Waren von C&A, Kepa, Woolworth in den 60/70/80ern? Aus der DDR, woher sonst.

    Die Landwirdschaft hat es in den 90ern vorgemacht, als sie mit ihren überlegenen Flächen binnen weniger Jahre die westdeutschen Landwirte praktisch zum aufgeben zwangen und diesen nur der Sprung in die industrielle Schweine- und Hühnerproduktion oder die Biolandwirtschaft blieb. Sie konnten mit einer geringen Anschubfinanzierung für den Maschinenpark viel preiswerter produzieren und haben sich dann an den EG-Fördertöpfen dumm und dusselig verdient.

    2 deutsche Staaten auf deutschem Boden, für mich kein Problem, wir haben Jahrhunderte viel mehr gehabt und es wäre gut geworden jedenfalls besser als die augenblickliche Situation.
    einfach nur von Anmaßung zu sprechen, erscheint mir erherblich einfacher als meine - unvollständige - Auflistung
    Ansonsten kann ich einzelnen Punkten zustimmen.

    Gleichzeitig sind Teile Deiner Aussagen schlicht falsch.
    Am Einfachsten könnstest Du z.B. die tatsächlichen Tauschkurse zwischen Ost-und Westmark ecosianen. Nix 1:1. Trotzdem zu teuer.

    @Apubec
    Kolonien zeichneten sich schon immer dadurch aus, dass Sie Billionen überwiesen bekommen ^^
    Ist Euch eigentlich klar, dass wir zu den reichsten 10% der Welt gehören?
    10% von 9 Milliarden sind 900 Millionen. Und unter diesen 900 Millionen gehören unsere 80 Millionen klar zu den reicheren unter den reichsten 10%.
    Also, wie verbessern WIR die Welt? Und keine Ausreden.
    Ciao is offline

  3. #43
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    @Apubec
    Kolonien zeichneten sich schon immer dadurch aus, dass Sie Billionen überwiesen bekommen ^^
    Für Was?
    Für Wem?
    Wo und in welcher Tasche sind sie gelandet?
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.
    Apubec is offline

  4. #44
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    Quote Originally Posted by Ciao View Post
    Gleichzeitig sind Teile Deiner Aussagen schlicht falsch.
    Welche denn? Dass die DDR bankrott war? Ja, das war sie nach der überstürzten Währungsunion, aber keinen Augenblick vorher. Die DDR war immer ein guter Schuldner, sie hätte sicherlich ähnlich gute Chancen gehabt wie die anderen Ostblockstaaten selbstständig die Transformation zu einer kapitalistischen Gesellschaft zu vollziehen. Gut, die anhaltende Abwanderung von fachkräften wäre eine schwere Bürde gewesen, aber eine wirtschaftlich souveräne DDR hätte vielleicht mehr Leute halten können, als die durch die schnelle Währungsunion hinterlassende wirtschaftliche Wüstenlandschaft.
    smiloDon is offline

  5. #45
    Ritter Thorn1030's Avatar
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    Gut, die anhaltende Abwanderung von fachkräften wäre eine schwere Bürde gewesen,
    Das dürfte wohl die Verharmlosung des Jahrhunderts sein. Genausogut könnte man sagen, ein Kopfschuß erschwert das Weiterleben ziemlich...

    Quote Originally Posted by smiloDon View Post
    aber eine wirtschaftlich souveräne DDR hätte vielleicht mehr Leute halten können, als die durch die schnelle Währungsunion hinterlassende wirtschaftliche Wüstenlandschaft.
    Und warum hätte den Westen das interessieren sollen - was konkret hätte er davon gehabt? Ernsthaft, ich frage mich manchmal ob die BRD 1990 hier von einigen nur noch als Melkkuh gesehen wird, die dazu da war gefälligst die Gelder abzudrücken. Nur war´s eben so nicht.

    Und wie oben schon gesagt - angesichts solcher Aussagen... vielleicht hätten wir´s lassen sollen.
    Thorn1030 is offline

  6. #46
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    Quote Originally Posted by Thorn1030 View Post
    Das dürfte wohl die Verharmlosung des Jahrhunderts sein. Genausogut könnte man sagen, ein Kopfschuß erschwert das Weiterleben ziemlich...



    Und warum hätte den Westen das interessieren sollen - was konkret hätte er davon gehabt? Ernsthaft, ich frage mich manchmal ob die BRD 1990 hier von einigen nur noch als Melkkuh gesehen wird, die dazu da war gefälligst die Gelder abzudrücken. Nur war´s eben so nicht.
    Und wie war's denn dann?

    Thorn, ich würde es begrüßen, wenn du auch wieder argumentativ anstatt mit solchen Gemeinplätzen antwortest. Denn dann könnte man dir auch wieder gezielt antworten und erstünde daraus eventuell auch eine Diskussion, von der wir alle profitierten.
    smiloDon is offline

  7. #47
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    Und wie war's denn dann?

    Thorn, ich würde es begrüßen, wenn du auch wieder argumentativ anstatt mit solchen Gemeinplätzen antwortest. Denn dann könnte man dir auch wieder gezielt antworten und erstünde daraus eventuell auch eine Diskussion, von der wir alle profitierten.
    Bin auch schon gespannt was man von einem Ossi Hasser so lernen kann.
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.
    Apubec is offline

  8. #48
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    Bin auch schon gespannt was man von einem Ossi Hasser so lernen kann.
    Zu seiner Verteidigung muss man allerdings auch erwähnen, dass die Wessies nie gefragt wurden, ob sie überhaupt einen Zusammenschluss der beiden Staaten wünschten.
    smiloDon is offline

  9. #49
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    Zu seiner Verteidigung muss man allerdings auch erwähnen, dass die Wessies nie gefragt wurden, ob sie überhaupt einen Zusammenschluss der beiden Staaten wünschten.
    Mussten sie das oder Wollten sie es?

    War es nicht seit her Bestandteil des Grundgesetzes der Bundesrepublik.
    Sicherlich kann man darüber streiten ob das von allen getragen wurde, das ist aber irrelevant.

    Fakt ist eines:
    Der eiserne Vorhang musste weg, mit ihm kein Europa und auch kein Euro.

    Was eignete sich da besser als aus zwei Deutschen Staaten eines zu machen.
    Das war der beste Angriffspunkt im gesamten Ostblock, mit keinen anderen hätte dies funktioniert.

    Wenn sich 1953 nicht wiederholen sollte musste Gorbatschow geschmiert werden.
    Das war der einzige Weg zur friedlichen Revolution, alles in allem - ein Taktisch kluger Schachzug der im Hintergrund stattfand.
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.
    Apubec is offline

  10. #50
    Ritter Thorn1030's Avatar
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    Und wie war's denn dann?
    Ernsthaft, wie soll man die Frage jetzt verstehen? Die BRD war nicht die Melkkuh die gefälligst die Gelder zu überweisen hatte, sondern es war eine freiwillige Leistung, zu der niemand verpflichtet war, zu der man sich aber freiwillig entschieden hat?!? Da gibt´s doch wohl kaum Erklärungsbedarf.
    Thorn1030 is offline

  11. #51
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    Ernsthaft, wie soll man die Frage jetzt verstehen? Die BRD war nicht die Melkkuh die gefälligst die Gelder zu überweisen hatte, sondern es war eine freiwillige Leistung, zu der niemand verpflichtet war, zu der man sich aber freiwillig entschieden hat?!? Da gibt´s doch wohl kaum Erklärungsbedarf.
    Das hat mit Unwissenheit schon gar nichts mehr zu tun.
    Es tut mir leid, aber hier ist jedes Wort und jegliche Erklärung Sinnlos.
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.
    Apubec is offline

  12. #52
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    Ernsthaft, wie soll man die Frage jetzt verstehen? Die BRD war nicht die Melkkuh die gefälligst die Gelder zu überweisen hatte, sondern es war eine freiwillige Leistung, zu der niemand verpflichtet war, zu der man sich aber freiwillig entschieden hat?!? Da gibt´s doch wohl kaum Erklärungsbedarf.
    So launisch, wie du wieder antwortest, gibt es den sehr wohl. Muss man dir nun alles aus der Nase ziehen?

    Was war eine freiwillige Leistung? Die Angleichung der Renten, die bis heute nicht vollständig erfolgt sind? Der Solidaritätszuschlag? Die Tranferleistungen? Dir ist hoffentlich klar, dass der Staat zu der Angleichung der Lebensverhältnisse verpflichtet ist?

    Und diesmal möchte ich dich um eine umfassendere Antwort bitten.
    smiloDon is offline

  13. #53
    Ritter Thorn1030's Avatar
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    Quote Originally Posted by smiloDon View Post
    So launisch, wie du wieder antwortest, gibt es den sehr wohl. Muss man dir nun alles aus der Nase ziehen?
    Auch nicht schlecht...

    Quote Originally Posted by smiloDon View Post
    Was war eine freiwillige Leistung? Die Angleichung der Renten, die bis heute nicht vollständig erfolgt sind? Der Solidaritätszuschlag? Die Tranferleistungen? Dir ist hoffentlich klar, dass der Staat zu der Angleichung der Lebensverhältnisse verpflichtet ist?
    Du bist schon zu weit. Ich meine die Wiedervereinigung an sich. Die damalige DDR war ein maroder, heruntergewirtschafteter Staat - egal, ob zur endgültigen Pleite nun doch noch ein par Jahre gefehlt haben oder nicht. Bei dem wohl jedem klar war, das er nicht zum "Spartarif" wieder auf die Höhe der Zeit gebracht, sprich modernisiert werden könnte.

    Also, warum wird das immer als das Selbstverständlichste der Welt dargestellt, das die BRD diese Aufgabe übernommen hat? Als ob es quasi eine Pflichtübung gewesen wäre? Gemeinsame Geschichte hin oder her - man sieht ja, wieviel Undank es dem damaligen Staat eingebracht hat. Selbst heute noch. Sicher, zum damaligen Zeitpunkt gab es realistisch betrachtet kaum eine Alternative, um dem unkontrollierten Grenzübertritt fast eines ganzen Volkes von Ost nach West vorzubeugen. Das ändert aber doch nichts daran, das es eine mutige Entscheidung war, dieses gigantische Vorhaben überhaupt anzupacken und eben das Beste zu versuchen.

    Sicher hat vieles dabei nicht so gut geklappt, wie es wünschenswert gewesen wäre - unbestritten. Aber es hat eben kein Handbuch "deutsche Wiedervereinigung 1990" gegeben, das Zeitfenster, um es überhaupt auf weltpolitischer Ebene durch zu bekommen, war eng und das dabei Fehler passieren würden, war eigentlich klar. Trotzdem mußte man es nunmal versuchen. Nur, wird das gesehen? Nein. Statt dessen wird fast immer nur von "Wahnsinn und Überheblichkeit" schwadroniert und jeder Profit, den die Wirtschaft der BRD - die all diese Zahlungen überhaupt erst irgendwann erwirtschaftet hat - im Zuge der Wiedervereinigung gemacht hat, als etwas komplett unmoralisches dargestellt. Dabei hat die BRD sicher nie behauptet, die Heilsarmee zu sein. Denn die hätte die Wiedervereinigung auch kaum stemmen können. Die DDR dagegen hat es jahrzehntelang mit ihren subventionieren Niedrigstpreisen für alles mögliche versucht - Ergebnis, s.o.

    Das stört mich an dieser ganzen Diskussion. Hoffe, ich konnte weiterhelfen...
    Thorn1030 is offline

  14. #54
    Ritter
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    Quote Originally Posted by Thorn1030 View Post
    man sieht ja, wieviel Undank es dem damaligen Staat eingebracht hat.
    Der Großteil im Lande ist sehr zufrieden damit, dass es die Wiedervereinigung gab. Und Kritik muss man eben aushalten können. Gehört auch dazu. Und man muss auch Kritik nicht teilen. Auch das gehört dazu.
    Stiller Leser is offline

  15. #55
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    Quote Originally Posted by Stiller Leser View Post
    Der Großteil im Lande ist sehr zufrieden damit, dass es die Wiedervereinigung gab. Und Kritik muss man eben aushalten können. Gehört auch dazu. Und man muss auch Kritik nicht teilen. Auch das gehört dazu.
    Das ist so nicht richtig!
    Unzufrieden sind die "Verlierer der Einheit", nicht "Die Gewinner der Einheit".

    Was ist Kritik mit sachlichen Argumenten?

    Was sind Vorurteile im Sinne von Unwissenheit gepaart mit Ignoranz geführt von Misanthropen.
    Bis jetzt habe ich nur letzteres vernommen!

    Zitat Veröffentlicht am 03.10.2010:
    In Westdeutschland wird auch nach 20 Jahren noch über die hohen Kosten der Wiedervereinigung gejammert. Dabei hat der Osten einen großen Teil der Lasten selbst geschultert.


    @ All
    Kommt mir jetzt nicht mit - Quelle
    Macht eure Hausaufgaben selbst, bevor hier weiter Bashing gegen den Osten betrieben wird.
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.
    Apubec is offline

  16. #56
    Ritter
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    Quote Originally Posted by Apubec View Post
    Das ist so nicht richtig!
    Unzufrieden sind die "Verlierer der Einheit", nicht "Die Gewinner der Einheit".

    Was ist Kritik mit sachlichen Argumenten?

    Was sind Vorurteile im Sinne von Unwissenheit gepaart mit Ignoranz geführt von Misanthropen.
    Bis jetzt habe ich nur letzteres vernommen!

    Zitat Veröffentlicht am 03.10.2010:
    In Westdeutschland wird auch nach 20 Jahren noch über die hohen Kosten der Wiedervereinigung gejammert. Dabei hat der Osten einen großen Teil der Lasten selbst geschultert.
    Vorurteile sind genau das. Vorurteile eben. Und gejammert wird über alles mögliche. Es wird z.B. auch gejammert über den Länderausgleich. Hier kann man sehr schön sehen, dass sich viele darüber aufregen, dass die Geberländer sich aufregen, aber genauso sind, wenn sie selbst geben sollen. Das eigene Hemd ist halt immer am nächsten. Muss man ausbalancieren. Wäre es umgekehrt, würden die Ostdeutschen über die hohen Kosten jammern. Ist also weniger West oder Ost geschuldet, sondern den Kosten, die man berappen muss, obwohl es scheinbar keinen direkten nutzen für einen hat. Dabei ist der Nutzen sehr groß. Allerdings in der Regel nicht materieller Natur.
    Und hohe Kosten sind relativ. Ich finde, dass es jeden Cent wert war.
    Ob man es hätte besser machen können. Sicher. Versuchen wir dann beim nächsten mal.
    Stiller Leser is offline Last edited by Stiller Leser; 03.01.2020 at 11:34.

  17. #57
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    Quote Originally Posted by Stiller Leser View Post
    Ob man es hätte besser machen können. Sicher. Versuchen wir dann beim nächsten mal.
    Das möchte ich ehrlich gesagt nicht erleben, denn so friedlich wird es nicht mehr von statten gehen.
    Man kann aber Fehler revidieren aber auch das wird nicht passieren.
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.
    Apubec is offline

  18. #58
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    Quote Originally Posted by Apubec View Post
    Das ist so nicht richtig!
    Unzufrieden sind die "Verlierer der Einheit", nicht "Die Gewinner der Einheit".

    Was ist Kritik mit sachlichen Argumenten?

    Was sind Vorurteile im Sinne von Unwissenheit gepaart mit Ignoranz geführt von Misanthropen.
    Bis jetzt habe ich nur letzteres vernommen!

    Zitat Veröffentlicht am 03.10.2010:
    In Westdeutschland wird auch nach 20 Jahren noch über die hohen Kosten der Wiedervereinigung gejammert. Dabei hat der Osten einen großen Teil der Lasten selbst geschultert.


    @ All
    Kommt mir jetzt nicht mit - Quelle
    Macht eure Hausaufgaben selbst, bevor hier weiter Bashing gegen den Osten betrieben wird.
    Großer Teil ist aber ein sehr dehnbarer Begriff. Nich dazu stammt dieser nicht von einer Wissenschaftlerin.
    Immerhin gibt es sehr exakte Berechnungen..

    Manch einer wünscht sich dann eben doch mal ein wenig Selbstkritik, wenn er ostdeutsch-aggressive-Weinerlichkeit und Selbstgerechtigkeit anhören muss.
    Wie kommt man blos darauf permanent den Westen als böse und den Osten als Opfer darzustellen? Das ist äußerst plump.

    Der Westen wird von einer Ossi regiert.
    Die AFD absurderweise von Westlern.
    Selbst schuld. Denn beides ist keine Verschwörung des Westens.

    Ohne den Westen würde es der Ex-DDR so gehen wie Tschechien und Polen - bestenfalls.

    Von wegen wirtschaftliche Stärke der DDR.
    Im Osten war man froh, wenn man für den Westexport Klamotten nähen, IKEA-Möbel schreinern und Waschmaschinen zusammenbauen durfte.
    Alles nach Plänen von Westkonzernen.
    Nicht ein nennenswerts Produkt konnte man selbst anbieten und erfolgreich vor oder nach der Wende außerhalb des Ostblocks verkaufen.
    Ist Euch eigentlich klar, dass wir zu den reichsten 10% der Welt gehören?
    10% von 9 Milliarden sind 900 Millionen. Und unter diesen 900 Millionen gehören unsere 80 Millionen klar zu den reicheren unter den reichsten 10%.
    Also, wie verbessern WIR die Welt? Und keine Ausreden.
    Ciao is offline Last edited by Ciao; 04.01.2020 at 15:09.

  19. #59

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    also ... ich kann euch gar nicht schildern, wie erbärmlich ich solche aussagen finde.

    beispiele für erfolgreiche ostprodukte gibt es zu haud. nur haben mit der wende sind sehr schnell westliche betriebe und konzerne die sahnestückchen gekrallt und munter weiter verdient.

    nehmen wir nur mal zeiss jena. schon zu ostzeiten wurden die besten objektive für kameras im weltall in jena hergestellt. oder die werften: kvaerner hat die großen übernommen und dann noch viel jahre produziert, bis die billig-firman in nahost die produktion unrentabel machten.

    ich hab nur keine lust auf so unqualifizierte meldungen näher einzugehen, dafür ist mir die zeit einfach zu schade. die gewinner der wende saßen aber zuerst mal im westen. die treuhand hat dafür gesorgt, dass jeder produktive betrieb an konkurrenz aus dem westen verkauft wurde, so dass man den ostbetrieb dann schließen konnte. den konzernen war dieses taschengeld (zu dem die betirebe größtenteils verkauf wurden) allemal wert, um sich konkurrenz vom halse zu schaffen. die treuhand hat nicht in einem mir bekannte fall dafür gesorgt, dass die ostbetriebe weiter arbeiten konnten.

    apopros: wir sind sehr weit vom thema abgekommen
    meditate is offline

  20. #60
    Drachentöter Ciao's Avatar
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    Quote Originally Posted by meditate View Post
    ... kvaerner hat die großen übernommen und dann noch viel jahre produziert, bis die billig-firman in nahost die produktion unrentabel machten.

    ich hab nur keine lust auf so unqualifizierte meldungen näher einzugehen,...
    Nahost, ja kloar ...
    Welche Werften gibt es denn in Nahost?

    Kameras im Weltall - will jeder, braucht jeder..
    Ein weiterer Beweis für die fehlgeleiteten Schwerpunkte der DDR-Wirtschaft

    Trabis, Computer, Haushaltsgeräte, Maschinenbau usw - alles chancenlos
    Da hilft es auch nichts, dass noch heute die leistungsstärksten Akkus für Tiefseetauchroboter in Thüringen hergestellt werden.
    Oder dass die DDR für die Tsar Bomba der UdSSR zulieferte.

    Wo sind eigentlich die riesigen Firmen oder Kombinate aus Tschechien, Polen, Ungarn, Bulgarien?
    Dies müsste es doch heute noch geben, da diese Länder nicht der BRD beigetreten sind.
    Und selbst der EU erst Jahre später
    Trotzdem gibt nur wenige erfolgreiche nennenswerte Unternehmen.

    Alleine die Tschechen hatten teilweise Westniveau bei einigen relevanten Gütern.
    Deshalb blieb sogar die Marke Skoda erhalten - aber nur mit umgemodelten Westmodellen

    In allen ostdeutschen Parlamenten saßen bis zum Beitritt ausschließlich Ossis.
    Dann haben sie einzelne Wessis dazugeholt. Aber die weit überwiegende Mehrheit waren Ossis.
    Wenn hier jemand einen Ausverkauf betrieben haben soll, dann mehrheitlich Ossis selbst.
    Warum haben diese Ossis aber so entschieden?
    Genau!

    Mit der Übernahme der Ostbetriebe war übrigens in 90% aller Fälle ein Rauswurf der Ostprodukte aus der Produktion die Folge.
    Hätten diese Produkte mitgehalten oder wären sie gar besser gewesen, hätte man darauf verzichtet.
    Ist Euch eigentlich klar, dass wir zu den reichsten 10% der Welt gehören?
    10% von 9 Milliarden sind 900 Millionen. Und unter diesen 900 Millionen gehören unsere 80 Millionen klar zu den reicheren unter den reichsten 10%.
    Also, wie verbessern WIR die Welt? Und keine Ausreden.
    Ciao is offline Last edited by Ciao; 04.01.2020 at 16:49.

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