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Frage zum HDD auf SSD klonen (Systempartitionen)

  1. #1 Reply With Quote
    Knight Commander Phael's Avatar
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    Ich hab mir vor ner Woche jetzt auch (endlich mal) eine SSD zugelegt, eine Samsung 860 EVO 1TB. Ich hab dann mit dem Samsung Data Migration Tool die Systempartition C: geklont. Nachdem ich das jetzt seit einer Woche ohne Probleme nutze, würde ich gerne die Partition von der alten Platte löschen, damit mir der Speicherplatz frei wird.

    Allerdings hab ich jetzt noch auf der HDD zwei Partitionen entdeckt, die nicht geklont wurden:
    [Bild: lrvUL1x.jpg]

    D: auf Disk 1 ist meine alte Datenpartition, die ich gerne um den restliche Speicherplatz der Platte erweitern würde. E: ist die alte Partition, auf der Windows installiert wurde, und die ich jetzt geklont habe.
    Dann gibt es aber noch "System Reserved" (X:), wo ich annehme, dass es mit der gleich großen Partition auf Disk 0 übereinstimmt, und dann jedoch noch die 505 MB große Recovery Partition, die nicht geklont wurde.

    Jetzt wollt ich wissen, wie wichtig die ist? Im Tool ist die ja nicht aufgetaucht, und automatisch hat er sie auch nicht mitgenommen. Kann ich die drei Partitionen (System Reserved, E:, Recovery) bedenkenlos löschen?
    Kann ich eine Recovery Partition auch nachträglich direkt auf der SSD erstellen, oder muss ich mir evtl. ein anderes Tool suchen, mit dem ich die von der HDD klonen kann?
    Phael is offline Last edited by Phael; 25.10.2019 at 19:42.

  2. #2 Reply With Quote
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    Also die Partition mit dem Buchstaben E: kannst du auf jeden Fall gefahrlos löschen. Die "System Reserved" vermute ich zwar auch das sie mit der gleichgroßen Partition auf deiner neuen SSD identisch ist aber sicher bin ich nicht wegen der fehlenden Bezeichnung. Im Zweifel also lieber lassen, 500 MB sollten zu verkraften sein. Und die dritte Partition Recovery hört sich nach einem Wiederherstellungssystem an. Ist dein Rechner zufällig ein Laptop (da hab ich sowas schon ein paar mal gesehen)?
    Fogger is offline

  3. #3 Reply With Quote
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    Nein, ist ein Desktop-PC.
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  4. #4 Reply With Quote
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    Fertig-PC mit vorinstalliertem Windows? Dann ist es genau das, was Fogger vermutet hat.
    Auf dieser Partition ist alles gespeichert, was benötigt wird um das System auf den Werkszustand zurückzusetzen.

    - Keine verdammte Hechtrolle zum ausweichen in Kämpfe!
    - 01100100 00100111 01101111 01101000 00100001
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  5. #5 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Homerclon View Post
    Fertig-PC mit vorinstalliertem Windows? Dann ist es genau das, was Fogger vermutet hat.
    Auf dieser Partition ist alles gespeichert, was benötigt wird um das System auf den Werkszustand zurückzusetzen.
    Nein, ist selber zusammengebaut und selber installiert.
    EDIT: Hab jetzt die Funktion "Create a Recovery Drive" in Windows 10 gefunden, wenn ich das machen will kommt aber "We can't create a recovery drive on this PC. Some required files are missing."
    Phael is offline Last edited by Phael; 26.10.2019 at 01:02.

  6. #6 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Phael View Post
    Nein, ist selber zusammengebaut und selber installiert.
    EDIT: Hab jetzt die Funktion "Create a Recovery Drive" in Windows 10 gefunden, wenn ich das machen will kommt aber "We can't create a recovery drive on this PC. Some required files are missing."
    Wenn dein Windows die Partition eh nicht findet kannst du sie wohl auch entsorgen würde ich sagen.
    Fogger is offline

  7. #7 Reply With Quote
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    Bevor du Befehle ausführst, bitte bis zum Schluss lesen, und alles ohne Gewähr:

    Durch den Start von der neuen SSD aus stimmen die Bezüge zur Wiederherstellungspartition nicht mehr, da sich diese nun nicht mehr auf dem Datenträger 0 befindet, sodass z.B. das Image nicht gefunden werden kann. Diese muss, wenn sie vom (alten) Datenträger 1 (war vorher 0) aus weiterverwendet werden soll, neu registriert werden (Eingabeaufforderung mit Administratorberechtigungen, unbedingt in dieser Reihenfolge, jeweils mit Enter zu bestätigen):
    Code:
    reagentc /disable
    reagentc /setreimage /path \\?\GLOBALROOT\device\harddisk1\partition3\Recovery\WindowsRE
    reagentc /enable
    Dass es funktioniert, kann ich aber nicht versprechen. Hier sind die speziellen Nummern für Volume und Partition gemäß Abbildung eingetragen. In Einzelfällen können diese also abweichen, sodass sie angepasst werden müssen. Ich hoffe, dass ich mich hier nicht vertan habe, ansonsten einfach probieren.

    Ob der von dir angeführte Assistent von Windows funktionieren wird, kann ich leider mangels Erfahrung nicht sagen. Meistens habe ich Partitionen mit anderen Werkzeugen, ohne laufendes Windows ("offline"), verwaltet, was auf diesen Fall hier bezogen bedeutet, dass man die Wiederherstellungspartition gleich mit umgezogen hätte. Außerdem müsstest du nach dem Umzug der Wiederherstellungspartition das o.g. Prozedere rückgängig machen, indem du es mit harddisk0 wiederholst. Falls dabei oder bei dem Asssistenten (dem ich nicht pauschal traue) etwas schiefgeht (z.B. indem er Anpassungen des OEMs fehlerhaft oder gar nicht berücksichtigt, weshalb ich skeptisch bin), so könntest du es evt. zu spät merken, nämlich erst dann, wenn du es mal brauchst.

    Aber das wäre nicht alles, was ich mitgenommen hätte, denn:
    Die Nutzdaten (Treiber, Programme, Handbuch etc.), die der PC-Hersteller (OEM) mitgeliefert hat, sollten sich im Wesentlichen auf Partition 4 (D:) befinden, da die Wiederherstellungspartition mit nur 500 MB schon wegen ihrer Mickrigkeit lediglich darauf verweisen oder ein Kopieren anstoßen kann. Ob diese dann auch gefunden werden, habe ich zumindest leichte Zweifel. Wird nämlich bei der Wiederherstellung nach wie vor auf den Datenträger 0 verwiesen, was im Auslieferungszustand korrekt ist, so hast du Pech. Außerdem hast du Pech, falls dir mal dein HDD verreckt. Daher würde ich beide Partitionen auf das SSD kopieren. Dafür brauchst du anscheinend die unbenannte Partition 3 (Wiederherstellungspartition ("Recovery")) und (D:). Was (evtl. versteckt oder mit Berechtigungen, die du besser nicht veränderst, versehen) auf D: liegt, solltest du unter dem vordefinierten echten Administratorkonto (welches jedoch standardmäßig deaktiviert ist) ergründen können. Eventuell liegt dort ein fettes Image vom OEM (oder mehrere mittelgroße) (welches sich leider aber auch versehentlich löschen ließe). Manchmal muss man aber gar nicht so weit gehen, sodass es genügt, versteckte Dateien und evtl. auch Systemdateien einblenden zu lassen, aber eben mit der Gefahr verbunden, etwas zu übersehen oder erst Berechtigungen verändern zu müssen. Da unter dem echten Administratorkonto keine UAC aktiv ist, sollte man es tunlichst unterlassen, von dort aus "irgendwas mit dem Internet" zu machen oder irgendwelche Programme, die nicht von Windows selbst stammen, auszuführen.

    Falls es dir nicht passt, gleich offline zu arbeiten, z.B. unter einem Linux (evtl. sogar unter einem WinRE) oder mit einem anderen Offline-Tool (z.B. MiniTool Partition Wizard oder AOMEI Partition Assistant oder was es noch alle so gibt), sodass du erst mal gucken willst, was passiert, könnte eine sinnvolle vorbereitende Maßnahme sein, deine große Partition auf dem SSD um den benötigten Platz für die beiden zu kopierenden Partitionen zu verkleinern, sodass sie später darin Platz finden mögen. Mit etwas Glück würde der Asssistent dann nach dem Fixen (s.o.) die Wiederherstellungspartition genau dort am Anfang des freien Platzes erstellen. Die Partition, die jetzt den Buchstaben D trägt, würdest du einfach neu anlegen, wobei du unter einem echten Administratorkonto, also diesem einen, welches Windows zwar anlegt, aber deaktiviert, damit man kein Unheil anrichtet (s.o.), die Daten rüberkopieren würdest. Ohne ein echtes Administratorkonto, also mit einem normalen herabgestuften und der UAC, können nämlich unter Verwendung des Explorers leicht versehentlich Zugriffsberechtigungen gewährt werden, was leider nicht vorübergehend, sondern dauerhaft, geschieht. Zudem können Dateien ausgelassen werden, ohne dass du es merkst. Methodisch sicherer sollte es jedoch sein, die Partition in den freien Platz hineinzukopieren (anstatt eine neue anzulegen und die Daten zu kopieren). Aber wenn es funktioniert, dann sollte, wenn der Partitionstyp (Primär (Primary)) stimmt, beides gleichwertig sein.

    Falls du vor hast, beide Partitionen mit einem Offline-Tool, z.B. von einem Linux aus (oder einem Linux mit proprietärem GUI, wie z.B. von MiniTools oder Aomei angeboten) zu kopieren, solltest du natürlich nicht die oben angeführte Korrektur durchführen, weil du sie sonst rückgängig machen müsstest (immer mit der, wennglich geringen, Gefahr, dass etwas schiefgehen könnte). Für mich wäre das Kopieren der Partitionen der bequemere Weg, weil ich dann in einem Zuge alles mit herübernehmen könnte und wüsste, dass kein Gefrickel, sei es das eigene oder durch Windows, irgendwas verändert bzw. ausgelassen hätte.

    Grundsätzlich stellt sich aber die Frage, was dein OEM an Wertvollem mitgeliefert hat, weswegen du es bewahren willst. Sonst könntest du dir die Mühe eigentlich sparen. Du solltest sie dir auch sparen können, falls du die OEM-Images auch so entpackt bekommst und für die Programme kein obskures Registrierungs-Foo nötig ist (andernfalls evtl. keine Aktivierung der Software möglich!). Der Vorteil wäre dann, dass du immer wieder Windows ganz normal installieren könntest, ohne diese speziell angepasste Umgebung mitschleppen zu müssen. Als einziger (evtl. weiterer, s.o.) Nachteil, der mir jetzt einfällt, wäre eine evtl. vorhandene Voraktivierung von Windows durch OEM-Komponenten durch Onlineaktivierung zu ersetzen.
    Was Zusatzsoftware angeht, so habe ich schon manchmal feststellen müssen, dass die auch selber gemerkt hat, ob sie auf dem System laufen darf, oder es war schlicht eine werbefinanzierte Version, bei der nur so getan wurde, als könnte sie nicht jeder kostenlos haben, damit es sich exklusiv anfühlt, was also Verarsche war. Bei mir habe ich das damals alles so ausgemistet, und siehe da, ich brauchte von all dem Kram gar nichts. Zwei Programme waren praktisch, aber auch die ließen sich problemlos ersetzen. Nun muss ich mir keine Gedanken mehr um den Kram machen.
    jabu is offline Last edited by jabu; 26.10.2019 at 17:23.

  8. #8 Reply With Quote
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    Danke für die ausführliche Antwort. Allerdings ist es wie bereits gesagt, ein selbst zusammengebauter PC - und das Windows 10 das ich laufen hab, hab ich von Windows 7 upgegradet. Zusatzsoftware und sowas gibts also keine.

    Es dürfte wahrscheinlich eh so ein "Recovery Drive" sein, dass mit dem Windows-Tool angefertigt wird. Dient wohl anscheinend dazu, den PC bei Fehlern in den Recovery Mode zu starten. Komisch ist nur, warum ich das jetzt nicht auf der SSD anlegen kann.

    EDIT:
    Reagentc meldet interessante Sachen. Bei "/disable" sagt er mir, "Windows RE is already disabled.".
    Wenn ich dann "/enable" versuche, sagt er "Unable to update Boot Configuration Data."
    Und wenn ich den Pfad von der alten Recovery eingebe, kommt "The specified path was not found."

    Langsam bin ich mir doch nicht so sicher, dass das Samsung-Tool die Platte wirklich komplett fehlerlos kopiert hat.
    Phael is offline Last edited by Phael; 26.10.2019 at 19:11.

  9. #9 Reply With Quote
    Forschungsreisender  jabu's Avatar
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    Quote Originally Posted by Phael View Post
    Danke für die ausführliche Antwort. Allerdings ist es wie bereits gesagt, ein selbst zusammengebauter PC - und das Windows 10 das ich laufen hab, hab ich von Windows 7 upgegradet. Zusatzsoftware und sowas gibts also keine.
    Puh, das ist gut. Dabei hatte ich irgendwie übersehen, dass die Partition unter D so groß ist, wie sie üblicherweise nicht von OEMs für solche Zwecke angelegt wird (was natürlich nichts bewiesen hätte). Anhand der von dir nun gegebenen Informationen darf ich jetzt umso mehr von einer normalen Partition ausgehen.

    Es dürfte wahrscheinlich eh so ein "Recovery Drive" sein, dass mit dem Windows-Tool angefertigt wird. Dient wohl anscheinend dazu, den PC bei Fehlern in den Recovery Mode zu starten. Komisch ist nur, warum ich das jetzt nicht auf der SSD anlegen kann.
    Was du hier zu starten versucht hast, ist ein sehr eingeschränktes Bordwerkzeug zum Sichern des gesamten installierten Windows, wofür es z.B. (ein typischer Wert) einen Datenträger mit mindestens 16 GB freiem Platz verlangen kann. Solches hast du auf deinem HDD nicht gehabt (Tool ist auch nicht dafür gedacht, es dort zu erstellen), weswegen das nichts mit dem "Klonen" zu tun hat. Also kannst du auch das abhaken.

    Die Wiederherstellungspartition ("Recovery Partition") auf deinem HDD enthält lediglich Tools, um im Notfall Daten, die in einem woanders untergebrachten Image gespeichert sind, wiederherstellen zu können. Um das effektiv nutzen zu können, bräuchtest du ein Interesse an solchen Sicherungen. Nebenbei kann man mit dem WinRE auch Windows teilweise reparieren. Das minimale Windows, aus dem das WinRE fast komplett besteht, wird benötigt, damit überhaupt etwas läuft. Daraus selbst lässt sich Windows nicht wiederherstellen; es lässt sich eine Wiederherstellung von dort aus starten.

    Falls es dir nicht zu umständlich ist, mit dem MediaCreationTool einen USB-Stick zu beschreiben und den vorzuhalten, solltest du damit das WinRE ersetzen können. Nebenbei hättest du einen vollwertigen Installationsdatenträger, den du auch für ein Inplace-Upgrade verwenden könntest, zumal sich das auch als moderne Variante der Reparaturinstallation nutzen lässt. Jedoch braucht man eine Reparaturinstallation nur noch ganz selten. Schon eher verreckt einem das Systemlaufwerk, wobei man dann schneller eine Neuinstallation hätte. Allerdings sollte man den Inhalt des Sticks idealerweise bei jedem Funktionsupdate erneuern.

    Standardmäßig soll Windows das WinRE-Image sogar unter C:\Windows\System32\Recovery ablegen, aber ich habe dort u.a. unter meinem Windows nie eines gefunden (wohl aber eine XML-Datei mit Verweis auf das woanders gespeicherte Image), was vermutlich daran liegt, dass ich auch eine "Recovery Partition" habe, in dem sich das befindet, wobei die bei mir auf absehbare Zeit genügend groß ist, da ich sie mal von Hand mit etwas Luft nach oben eingerichtet habe. Bei Funktionsupdates von Windows wird das in der versteckten Partition unter \Recovery\WindowsRE befindliche Image Winre.wim brav erneuert.

    Reagentc meldet interessante Sachen. Bei "/disable" sagt er mir, "Windows RE is already disabled.".
    Wenn ich dann "/enable" versuche, sagt er "Unable to update Boot Configuration Data."
    Und wenn ich den Pfad von der alten Recovery eingebe, kommt "The specified path was not found."
    Das sollte jetzt nichts ausmachen, denn unter den mir nun bekannten Voraussetzungen willst du den Verweis auf das alte HDD gar nicht haben. Aber zum späteren Fixen kannst du das noch gebrauchen. Dass es nicht geklappt hat, kann an Kleinigkeiten liegen, z.B. an einem nicht ganz korrekten Pfad oder weil die Daten nicht vorhanden sind (oder...). Den Pfad kann man aber herausfinden. Nur weil eine Partition versteckt ist, heißt das nicht, dass sie nicht (über Zwischenschritte) zugreifbar wäre.

    Langsam bin ich mir doch nicht so sicher, dass das Samsung-Tool die Platte wirklich komplett fehlerlos kopiert hat.
    Kann sein, aber es ist nicht unbedingt gesagt, denn falls z.B. das WinRE-Image schon vorher nicht eingebunden war, z.B. als unbrauchbares Relikt aus vorherigen Windows-Versionen, wäre es sogar schlau, das auszuklammern.

    Falls das Image (Winre.wim) unter C:\Windows\System32\Recovery liegt und dir das genügt (Vorteil: Genügend Platz zum Expandieren bei künftigen Windows-Funktionsupdates, weniger Verschnitt, Nachteil: insbes. auf HDDs weniger zuverlässig, wogegen beim SSD noch das Problem des Users verbleibt), können wir gleich zum Fixen der Startkonfiguration übergehen. Falls dort kein Image liegt, müsstest du es, falls du Wert auf ein auf dem SSD befindliches WinRE legst, es beschaffen, wozu sich ein Zugriff auf die versteckte Partition deines HDDs empfiehlt, wozu ich eine Anleitung mit dem Bordwerkzeug DiskPart vorbereitet habe. Um komplizierte Abzweigungen zu ersparen, wäre es also erst mal besser, wenn man wüsste, worauf es dir ankommt und ob du ein Image bereits unter C:\Windows\System32\Recovery hast (vermutlich nicht, aber das ist ins Blaue geraten).

    Das ungefähre Vorgehen kurz und grob zusammengefasst:
    Man würde die versteckte Partition sichtbar machen, dieser einen Laufwerksbuchstaben zuweisen, als echter Administrator das fehlende Image sichern, um es dort unterzubringen, wo du es haben willst. Damit es nachher zugreifbar ist, muss die Startkonfiguration angepasst werden. So schwierig ist das normalerweise nicht, aber es erfordert schon etwas Sorgfalt und Geduld.

    Edit:

    Hier hat jemand ungefähr dasselbe Problem, Zitat (Quelle: Link zu sevenforums.com):
    When I went to format my old HDD, I realized the once hidden Recovery (DELL) and OEM Partitions were now visible and, you guessed it, still on my old drive! After reading the manual on the Migration Tool, of course I now see that Samsung warns that it doesn't clone recovery/system reserve partitions. [...]
    Aber er hat deswegen vom Programm einen Hinweis erhalten.

    Falls bei dir die Partition, dessen Typ Windows als "Recovery Drive" (Wiederherstellungslaufwerk) bezeichnet, nun auch als "visible" (sichtbar) markiert ist, dann kannst du dir vorerst DiskPart weglassen und gleich einen freien Laufwerksbuchstaben vergeben, z.B. X oder Y. Zum Hineingucken oder Kopieren bräuchtest du aber, wenn du die Berechtigungen nicht verändern und garantiert nichts übersehen oder beim Kopieren auslassen willst, volle Administratorberechtigungen, die du unter einem normalen Konto nicht hast, weswegen du ins vordefinierte echte Administratorkonto wechseln könntest. Von dort aus könntest du schon mal hineingucken, um zu erfahren, ob ein entsprechendes Image dort liegt und unter welchem Pfad und was in der beigelegten XML-Datei steht, ohne etwas an den Berechtigungen zu verändern. Dazu würdest du dir eine Kopie vom Verzeichnis "Recovery" (o.ä.) anlegen. Um alles sehen zu können, müsstest du versteckte Dateien und Systemdateien anzeigen lassen (siehe Explorer-Optionen).

    Das vordefinierte Administratorkonto kannst du (in einer Eingabeaufforderung mit Administratorberechtigungen) so aktivieren:
    net user Administrator set /active:yes
    Es ist ein komplexes Kennwort zu vergeben (z.B. mit 15 zufälligen Stellen).
    Später nicht vergessen, das Konto zu deaktivieren:
    net user Administrator set /active:no
    Es lässt sich bei erneuter Aktivierung mit demselben Kennwort weiternutzen.
    Das Konto erhält bei der ersten Benutzeranmeldung ein eigenständiges Profil, welches du (abgesehen von besonderer Vorsicht (und deaktivierten "Kachel-Apps")) auf die gewohnte Weise nutzen kannst. Dort bist du richtig als Administrator unterwegs, was z.B. bedeutet, dass dich kein UAC-Popup mehr an riskanten Aktionen hindern will, dein Wille ist Befehl. Programme, die nicht zu Windows gehören, solltest du dort möglichst meiden, und das Internet benutzt du besser nicht. Du könntest dich vorsichtshalber vorher vom Netz trennen, denn man weiß nicht, welche windigen Updater sonst etwas installieren, ohne dass du es mitbekommst. Aber wenn sie ihren Kram vorher schon geladen haben, ändert das auch nichts mehr. Besser installiert man sich erst gar keine Software, die komische Updater hat. Meistens haben die sich eh schon (per Aufgabenplanung) die UAC ausgeknipst.

    Falls das Laufwerk, anders als im Zitat, nicht sichtbar ist, müsstest du es erst sichtbar machen:
    Unter einer Eingabeaufforderung (Windows-Konsole mit Administratorberechtigungen (unter o.g. Konto hast du die schon, sonst angeben)):
    diskpart
    Dann jeweils, wo angegeben, unter dem DiskPart-Prompt eingeben, was hier hinter diesem steht und nur weitermachen, solange die Angaben der Ausgabe (bei list u. detail) bei dir zu den Nummern passen:
    DISKPART> list disk
    DISKPART> select disk 1
    DISKPART> list partition
    DISKPART> select partition 3
    DISKPART> detail partition
    Nun den Partitionstyp notieren, damit du den für eine evtl. auf deinem SSD anzulegende Partition wissen möchtest (oder u.U. zum Rückgängigmachen)!
    Bekannt ist (nur für Notfälle, denn Variationen sind zumindest denkbar): 07 NTFS, 17 Versteckt, 27 OEM Recovery
    Ob die 7 wohl immer für das Dateisystem NTFS steht? Ich weiß es leider nicht.
    Nun einen passenden sichtbaren Partitionstyp auswählen (hier NTFS):
    DISKPART> set id=07 override
    Dann sollte eine Erfolgsmeldung kommen.
    Verlassen mit:
    DISKPART> exit
    Danach solltest du einen Laufwerksbuchstaben zuweisen (kann im GUI gemacht werden, geht mit DiskPart natürlich auch) und unter dem vordefinierten Administratorkonto (s.o) voll zugreifen können. Falls du das Image gefunden hast, gucke mal auf seine Größe und sein Änderungsdatum. Damit sollte man schon einen groben Hinweis darauf erhalten, ob das zu diesem Windows 10 gehört. Bei mir stimmt das Datum mit dem des letzten Funktionsupdates überein. Und mein Entpacker zeigt mir einen plausiblen Inhalt an.
    jabu is offline Last edited by jabu; 27.10.2019 at 15:34.

  10. #10 Reply With Quote
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    Vielen Dank!
    Das klingt aber doch an mehr Aufwand, als es mir letztendlich wert ist. Wie gesagt, mir liegt jetzt an der Partition nicht wirklich was, mir ging es eher darum, dass ich hier nichts wichtiges/systemrelevantes lösche, was dann vll früher oder später zum Problem werden könnte.

    Ich denke ich werde es doch einfach mal mit löschen riskieren.
    Phael is offline

  11. #11 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Phael View Post
    Vielen Dank!
    Das klingt aber doch an mehr Aufwand, als es mir letztendlich wert ist. Wie gesagt, mir liegt jetzt an der Partition nicht wirklich was, mir ging es eher darum, dass ich hier nichts wichtiges/systemrelevantes lösche, was dann vll früher oder später zum Problem werden könnte.

    Ich denke ich werde es doch einfach mal mit löschen riskieren.
    Ja, so wichtig ist das WinRE nicht. Solange man ein funktionsfähiges und halbwegs kompatibles Installationsmedium (z.B. auf einem USB-Stick) an der Hand hat, muss es einen nicht kratzen. Die "System Reserved" vom alten HDD kann auch weg, falls das Windows auch bei abgehängtem HDD (Disk 1) ganz normal startet. Um das herauszufinden, genügt es, das SATA-Kabel abzustöpseln. Nach dem, was angezeigt wird, sollte es eigentlich gehen. Da scheint das Samsung-Tool bloß bei der Entsprechung auf dem SSD ein Flag nicht gesetzt zu haben, und bei (C:) steht "Boot", weswegen das eigentlich funktionieren sollte. Aber nur so aus der Ferne würde ich vorsichtshalber sagen, hänge das HDD testweise ab und gucke, ob der Start funktioniert. Dann bist du auf der sicheren Seite, wie man so sagt.

    Ich würde, nachdem du fertig bist, noch bestimmte Systemreparaturwerkzeuge (Eingabeaufforderung mit Adminrechten) durchlaufen lassen, auf die Schnelle mal pauschal, in dieser Reihenfolge:
    chkdsk c: /f
    Dism /Online /Cleanup-Image /CheckHealth
    Dism /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
    Dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
    sfc /scannow
    Nach jeder tatsächlich erfolgten Reparatur (nach Fund von Fehlern), wiederholst du die Tools (bei Dism den Dreierblock, die anderen einzeln für sich). Arbeit macht das nicht wirklich (kannst du zeilenweise kopieren und in die Konsole einfügen, Enter und fertig), es dauert bloß etwas. CHKDSK ist die Dateisystemüberprüfung. Sie erfordert beim Systemlaufwerk einen Neustart. Der Parameter "f" steht für "fix", also reparieren. Die drei Zeilen mit DISM sollen den Komponentenspeicher überprüfen und reparieren, und sfc soll eine Systemdateiprüfung vornehmen. Es ist so einfach.

    Hinzugefügt:
    Relativ bequem wäre (mit GUI), die "Recovery Partition" mit GParted umzuziehen (falls du es dir anders überlegen solltest). Damit lassen sich z.B. auch die Flags setzen. Etwas Überprüfungsaufwand von Windows aus hättest du trotzdem.
    jabu is offline Last edited by jabu; 27.10.2019 at 19:50.

  12. #12 Reply With Quote
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    Sorry für die verspätete Antwort. Hatte dann die Partitionen schon gelöscht, und in den letzten Tagen wenig Zeit. Bin dann leider zwischenzeitlich auf andere Probleme gestoßen (ich konnte das "D:"-Laufwerk nicht erweitern), weshalb ich mir jetzt der Einfachheit halber erst recht ne neue HDD als Datenplatte gekauft habe. Momentan übertrag ich die Daten auf die neue Platte, die alte werd ich formatieren, und hoffentlich geht dann wieder alles - dann hab ich auf jeden Fall fürs erste endlich mal genug Speicherplatz.
    Phael is offline

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