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  1. View Forum Posts #121 Reply With Quote
    Ritter
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    Doch natürlich tut es das. Es zeigt uns auf, dass gehandelt werden muss. Wenn man das Handeln mit kollektiven Zwangmaßnahmen gleichsetzt, so hat man eine brauchbare Lösung, auch wenn die vielen nicht schmeckt.

    Ich bin zwar kein absoluter Befürworter der Kernenergie, ziehe KKW einem Kohlekraftwerk jedoch jederzeit vor, das nur mal am Rande. Durch die Verwendung von schnellen Brutreaktoren lässt sich auch abgebrannter Kernbrennstoff aus den üblichen Druckwasserreaktoren weiter verwenden. Das Risiko bleibt natürlich bestehen, sollte bei entsprechender Wartung aber in Grenzen gehalten werden können. Im Umkreis von Kohlekraftwerken ist die Strahlenbelastung übrigens im Schnitt höher als bei ordentlich abgeschirmten KKW-Reaktoren.
    Neue Akws in Deutschland sind, obwohl Greta Thunberg dem nicht abgeneigt ist (also Akws gegen CO2-Emissionen), kurz- und mindestens mittelfristig politisch unmöglich durchzusetzen. Schon alleine eine Planung würde nicht funktionieren. Das Thema ist in Deutschland erstmal durch. Da wird dann doch schon unterschieden, was sie sagt. Das heißt die Befürworter hier im Lande für radikale Maßnahmen sind eben auch keine homogene Masse. Die einen möchten dies, die anderen das. Die einen wollen dies nicht, die anderen das nicht.

  2. View Forum Posts #122 Reply With Quote
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    AKWs sind auch einfach sehr viel teurer und ineffizienter als erneuerbare Energien. Wieso sollte man also darauf setzen bevor man die erneuerbaren ausgeschöpft hat?
    Ich bin sowas von Sig.

  3. View Forum Posts #123 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Weltenschmerz View Post
    AKWs sind auch einfach sehr viel teurer und ineffizienter als erneuerbare Energien. Wieso sollte man also darauf setzen bevor man die erneuerbaren ausgeschöpft hat?
    Einen großen Vorteil gegenüber den Regenerativen haben sie. Die Energie ist Tag- und Nacht verfügbar. So ziemlich egal, wie das Wetter draußen ist. Aber versteh mich nicht falsch. Wir haben den Weg der regenerativen Energie jetzt eingeschlagen und sollten da nicht zu früh aufgeben. Wenn wir es irgendwie schaffen, die Energie vernünftig zu speichern, wäre das ein gewaltiger Durchbruch.

  4. View Forum Posts #124 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Stiller Leser View Post
    Einen großen Vorteil gegenüber den Regenerativen haben sie. Die Energie ist Tag- und Nacht verfügbar. So ziemlich egal, wie das Wetter draußen ist. Aber versteh mich nicht falsch. Wir haben den Weg der regenerativen Energie jetzt eingeschlagen und sollten da nicht zu früh aufgeben. Wenn wir es irgendwie schaffen, die Energie vernünftig zu speichern, wäre das ein gewaltiger Durchbruch.
    Dafür sind sie von der Versorgung mit Rohstoffen aus dem Ausland abhängig.

    Und irgendwo passt das Wetter für Wind, Wasser oder Solarenergie immer. Man muss das eben global sehen. Öl muss man ja aktuell auch aus dem Ausland zukaufen, warum muss nachhaltige Energie also plötzlich autark sein?
    Ich bin sowas von Sig.

  5. View Forum Posts #125 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Weltenschmerz View Post
    Dafür sind sie von der Versorgung mit Rohstoffen aus dem Ausland abhängig.

    Und irgendwo passt das Wetter für Wind, Wasser oder Solarenergie immer. Man muss das eben global sehen. Öl muss man ja aktuell auch aus dem Ausland zukaufen, warum muss nachhaltige Energie also plötzlich autark sein?
    Muss sie nicht. Es gab ein vielversprechendes Projekt in der Sahara. Weiß nicht, was daraus geworden ist. Aber die Idee, besonders dort regenerative Energie zu erzeugen, wo es von der geographischen Lage her wesentlich attraktiver ist, ist natürlich eine gute. Die Lage dort ist zwar politisch nicht sonderlich stabil. Aber sowas zu schützen sollte schon möglich sein. So weit ich weiß, gibt es da auch noch ähnliche Projekte. Zwischen Norwegen und den Niederlanden gibt es eine Stromleitung. Dort wird der erzeugte Strom aus Wasserkraft in Norwegen auch in die Niederlande transportiert. Also ja, regenerative Energie muss nicht nur lokal erzeugt werden. Allerdings sollte man sich da nicht von wenigen abhängig machen. Energie ist auch ein Machtfaktor. Saudi-Arabien z.B. kann so ziemlich tun und lassen, was es will. Das wäre dann der Preis, der bezahlt werden muss. Aber das ist ein anderes Thema.
    Last edited by Stiller Leser; 17.10.2019 at 09:57.

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    Michael Rüve is offline
    Quote Originally Posted by Stiller Leser View Post
    Einen großen Vorteil gegenüber den Regenerativen haben sie. Die Energie ist Tag- und Nacht verfügbar.
    Ja. Allerdings müssen sie auch ununterbrochen durchlaufen, sonst ist der Strom daraus noch teurer als er es ohnehin schon ist (Hinkley C würde nicht gebaut wenn es nicht einen auf Jahrzehnte garantierten Preis für den erzeugten Strom gäbe), da der Löwenanteil die Kapitalkosten sind. Die Kosten des Brennstoffs sind vernachlässigbar - es sei denn man preist die Entsorgung reell mit ein. Dann wird der Strom daraus noch teurer.

    Sind also absolut inkompatibel mit einem schwankendem EE-Ertrag. Da ist wirtschaftlich gesehen sogar ein träges Braunkohlekraftwerk noch besser.

    Hat man hingegen ausreichende Speicherkapazität sind sie ganz überflüssig.
    "Those who would give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety." (contested)
    Ich und ein Fass voller Wein... (Versengold)
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  7. View Forum Posts #127 Reply With Quote
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    Ja, wenn das vernünftige Speichern endlich klappt, wären viele Dinge möglich, die bisher nicht möglich sind.

  8. View Forum Posts #128 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Michael Rüve View Post
    Ja. Allerdings müssen sie auch ununterbrochen durchlaufen, sonst ist der Strom daraus noch teurer als er es ohnehin schon ist (Hinkley C würde nicht gebaut wenn es nicht einen auf Jahrzehnte garantierten Preis für den erzeugten Strom gäbe), da der Löwenanteil die Kapitalkosten sind. Die Kosten des Brennstoffs sind vernachlässigbar - es sei denn man preist die Entsorgung reell mit ein. Dann wird der Strom daraus noch teurer.

    Sind also absolut inkompatibel mit einem schwankendem EE-Ertrag. Da ist wirtschaftlich gesehen sogar ein träges Braunkohlekraftwerk noch besser.

    Hat man hingegen ausreichende Speicherkapazität sind sie ganz überflüssig.
    Man kann eine Kettenreaktion nicht über Nacht abbrechen.
    Nicht umsonst müsen die Kernbrennstäbe selbst nach dem Abschalten noch monatelang gekühlt werden.
    In dieser Ausklingphase wird weiter Strom erzeugt.

    Kohlekraftwerke brennen mir mehreren hundert Grad.
    Auch diese kann man nicht über Nacht oder für eine Stunde abschalten, sondern nur etwas herunterregeln.
    Mehrere hundert Grad heisse Kohlefeuer gehen nun einmal nicht innerhalb weniger Stunden aus.

    D.h. wir erzeugen immer mehr Strom, als wir verwenden.
    Die Einspeisung muss häufig unterbrochen werden, z.B. nachts, um in verbrauchsarmen Zeiten keinen Blackout zu erzeugen.
    Die Kraftstoffe (Kohle, Uran) muss der Stromkunde trotzdem bezahlen. Sonst rechnen sich dies Kraftwerke nicht.

    Auch Wind- und Sonnenspitzen müssen abgeregelt werden, indem die Einspeisung in das Netz ausgesetzt wird.
    Auch diese Spitzen müssen vom Verbraucher bezahlt werden. Sonst rechnen sich diese Kraftwerke ebenfalls nicht.

    Lediglich Gas-Kraftwerke können flexibel an- und abgeschaltet werden.
    Stoppt man die Gaszufuhr, ist das Feuer aus.
    Lässt man wieder Gas fließen, geht das Feuer zum Erzeugen von Wassersdampf (zum Betreiben von stromerzeugenden Turbinen) sofort wieder an.
    Aber auch für Zeiten des Stillstandes müssen die Fixkosten vom Verbraucher getragen werden.

    Fazit: wir müssen immer mehr zahlen, als nur den blosen Verbrauch.
    Ist Euch eigentlich klar, dass wir zu den reichsten 10% der Welt gehören?
    10% von 9 Milliarden sind 900 Millionen. Und unter diesen 900 Millionen gehören unsere 80 Millionen klar zu den reicheren unter den reichsten 10%.
    Also, wie verbessern WIR die Welt? Und keine Ausreden.
    Last edited by Ciao; 17.10.2019 at 18:29.

  9. View Forum Posts #129 Reply With Quote
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    Ciao is offline
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    Ja, wenn das vernünftige Speichern endlich klappt, wären viele Dinge möglich, die bisher nicht möglich sind.
    Um CO2 aus der Luft zu saugen wird etwa so viel Energie benötigt, wie zuvor für die CO2-Produktion.
    Und damit ist noch keine Lagerung erfolgt

    Die Energie für die Filterung aus der Luft müsste über regenerative Energien erzeugt werden. Ansonsten würde keine CO2-Reduktion erfolgen.
    Was aber nur einen Schluß zulässt: dann muss man seine Energie eben von Anfang an aus regenerativen Energieen erzeugen und auf CO2-Ausstoß verzichten.

    => Eine Speicherung ist unter diesem Geschichtspunkt widersinnig.
    Und solange eine blose Nebelkerze der konventionellen Erzeuger, solange es keine energiesparendere Lösung für CO2-Filterungen gibt.
    Ist Euch eigentlich klar, dass wir zu den reichsten 10% der Welt gehören?
    10% von 9 Milliarden sind 900 Millionen. Und unter diesen 900 Millionen gehören unsere 80 Millionen klar zu den reicheren unter den reichsten 10%.
    Also, wie verbessern WIR die Welt? Und keine Ausreden.

  10. View Forum Posts #130 Reply With Quote
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    ulix is offline
    Wo ist eigentlich der Aufschrei in den Niederlanden, die in 6 Jahren den Verkauf von Benzinern verbieten?

    Die Leute sind nicht so realitätsfremd wie hier einige meinen. Die würden sich arrangieren, bis auf eine radikale Minderheit.

    Was der Stille Leser und andere auch vollkommen ausklammern:
    So ein Beschluss führt im Gegensatz zu einem nicht-funktionierenden und in der Vergangenheit nie funktioniert habenden Appell an die Vernunft tatsächlich dazu, dass 100% Elektrofahrzeuge und 0% Benziner verkauft werden.

    Außerdem sorgt so ein Beschluss für die extrem positive Wechselwirkung, dass damit die Industrie voran getrieben wird, und gezwungen und motivierter ist, mehr in der Forschung und Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu investieren.

    Außerdem ginge solch ein Beschluss, wenn er vernünftig wäre, mit der schrittweisen Schaffung von Lade-Infrastruktur einher. Beide Faktoren brächten also schon vor dem eigentlichen Termin (z.B. 2025) eine höhere Attraktivität von Elektrofahrzeugen.

    Wir haben also eine (für die Umwelt/den Planeten) Win-Win-Win Situation.

    Ab dem Termin werden wirklich nur noch Elektrofahrzeuge verkauft, bis dahin wird deren Entwicklung stimuliert und der Ausbau der Infrastruktur forciert, das wiederum sorgt dafür dass auch schon vor dem Stichtag die Attraktivität, und damit die Verkäufe, und damit der proportionale Anteil von Elektrofahrzeugen zunehmen.

    Das hätte auch speziell für Deutschland den Vorteil, dass die hiesige Auto-Industrie gezwungen wäre nicht komplett technologisch abgehängt zu werden, so wie es gerade real der Fall ist. Das sichert Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze.
    Last edited by ulix; 17.10.2019 at 19:16.

  11. View Forum Posts #131 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Ciao View Post
    Um CO2 aus der Luft zu saugen wird etwa so viel Energie benötigt, wie zuvor für die CO2-Produktion.
    Und damit ist noch keine Lagerung erfolgt

    Die Energie für die Filterung aus der Luft müsste über regenerative Energien erzeugt werden. Ansonsten würde keine CO2-Reduktion erfolgen.
    Was aber nur einen Schluß zulässt: dann muss man seine Energie eben von Anfang an aus regenerativen Energieen erzeugen und auf CO2-Ausstoß verzichten.

    => Eine Speicherung ist unter diesem Geschichtspunkt widersinnig.
    Und solange eine blose Nebelkerze der konventionellen Erzeuger, solange es keine energiesparendere Lösung für CO2-Filterungen gibt.
    Ein Missverständnis: Ich rede von Energie speichern.

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