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Die CO2 Steuer ist eine Farce (aus PE)

  1. #101 Reply With Quote
    Deus ulix's Avatar
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    Außerdem wie soll man denn bitte schön das erfassen.
    Genau mein Gedanke

    Zwei Möglichkeiten:
    1. Die Leute protokollieren selbst, womit riesigem Betrug Tür und Tor geöffnet ist.
    2. Das ganze wird elektronisch erfasst, womit die Bürger für den Staat noch etwa 10x gläserner werden als eh schon.
    ulix is offline

  2. #102 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Progrinator View Post
    das ist bescheuert. Außer der Preis pro g zusätzliches CO²liegt bei 1000€. Denn das wäre meiner Meinung angebracht, wenn man die Wichtigkeit der Umwelt betrachtet. Falls der Euro an Wert verliert, würde der betrag von 1000€ sich entsprechend auch nach oben ändern-.


    Außerdem wie soll man denn bitte schön das erfassen.
    Quote Originally Posted by ulix View Post
    Genau mein Gedanke

    Zwei Möglichkeiten:
    1. Die Leute protokollieren selbst, womit riesigem Betrug Tür und Tor geöffnet ist.
    2. Das ganze wird elektronisch erfasst, womit die Bürger für den Staat noch etwa 10x gläserner werden als eh schon.
    Es bräuchte eigentlich nur der CO2-Verbrauch erfasst werden. Wie der zustande kommt, hat niemanden zu interessieren. Im Supermarkt ist sicherlich bei jedem Artikel möglich, den CO2-Verbrauch zu bestimmen. Bei einer Flugreise sowieso, beim Stromanbieter. Usw. usf.. Klar, eine mordsmäßige Aufgabe. Aber eine mordsmäßige Aufgabe ist es ja sowieso.
    Geht ja nur um den privaten Konsum. Und der Vorteil liegt auf der Hand -> Keine gegenseitigen Angriffe mehr, wer jetzt mehr CO2 verbraucht.

    1000 € pro Gramm ist komplett unrealistisch.
    Stiller Leser is offline

  3. #103 Reply With Quote
    Forenkater Matteo's Avatar
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    Quote Originally Posted by ulix View Post
    Genau mein Gedanke

    Zwei Möglichkeiten:
    1. Die Leute protokollieren selbst, womit riesigem Betrug Tür und Tor geöffnet ist.
    2. Das ganze wird elektronisch erfasst, womit die Bürger für den Staat noch etwa 10x gläserner werden als eh schon.
    Richtig.
    Und 3. würde auf der Stelle ein großer illegaler Schwarzmarkt für stark CO2-haltige Produkte entstehen, mit allen Nebeneffekten die Schwarzmärkte so mit sich bringen.

    Quote Originally Posted by Stiller Leser View Post
    Es bräuchte eigentlich nur der CO2-Verbrauch erfasst werden. Wie der zustande kommt, hat niemanden zu interessieren. Im Supermarkt ist sicherlich bei jedem Artikel möglich, den CO2-Verbrauch zu bestimmen. Bei einer Flugreise sowieso, beim Stromanbieter. Usw. usf.. Klar, eine mordsmäßige Aufgabe. Aber eine mordsmäßige Aufgabe ist es ja sowieso.
    Geht ja nur um den privaten Konsum. Und der Vorteil liegt auf der Hand -> Keine gegenseitigen Angriffe mehr, wer jetzt mehr CO2 verbraucht.
    Das ist keine mordsmäßige Aufgabe, das ist einfach nur utopisch. Wie will man bitte den CO2-Verbrauch auf jeden einzelnen Supermarktartikel umrechnen? Das funktioniert vielleicht in großen Maßstäben und als grobe Schätzung, aber niemals im Detail für Einzelartikel.
    Matteo is offline

  4. #104 Reply With Quote
    Legend Heinzi's Avatar
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    Außerdem kriegste das nie durch den Datenschutz. Wenn ich im Supermarkt nen Kilo Fleisch kaufe muss das ja von meinem persönlichen CO2-Budget abgezogen werden, also muss der Staat alle meine Aktivitäten überwachen, um mein persönliches CO2-Budget zu tracken.

    Einfach auf alles eine Steuer drauf und zwar nicht zu knapp. Dann schüttet man ein kleines BGE an die Bürger aus und wer klimafreundlich lebt hat einfach so mehr Kohle, wer nur bisschen was verbraucht merkt keinen Unterschied und wer durch die Gegend fliegt und überall mit dem Benzinauto hinfährt zahlt halt ordentlich drauf.

    Aber wäre viel zu radikal, traut sich unsere Regierung eh nicht.

    Außerdem ist keine Zeit mehr um großartig Budgets zu verteilen. Es müssen einfach klimaneutrale Alternativen angeboten werden und das zackig - dann nimmt man die CO2-Verursacher vom Markt durch Verbot oder gnadenlose Überteuerung.

    Aber wir zahlen ja noch schön Subventionen für Kohlestrom. Die Stromerzeugung auf 100% regenerativ zu bringen ist der wichtigste Schritt, das darf einfach nicht bis 2038 dauern. Ende.
    "wenn ich jmd respektlos behandelt habe warst dass immer nur du" - wahre Freunde!

    Legen Sie das verdammte Eis zurück auf Ihre Zwei-Millionen-Dollar-Hand!
    EDL: Es wird Menschenansammlungen in allen Größenordnungen geben in hinreichender Zahl.
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  5. #105 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Matteo View Post
    Richtig.
    Und 3. würde auf der Stelle ein großer illegaler Schwarzmarkt für stark CO2-haltige Produkte entstehen, mit allen Nebeneffekten die Schwarzmärkte so mit sich bringen.

    Das ist keine mordsmäßige Aufgabe, das ist einfach nur utopisch. Wie will man bitte den CO2-Verbrauch auf jeden einzelnen Supermarktartikel umrechnen? Das funktioniert vielleicht in großen Maßstäben und als grobe Schätzung, aber niemals im Detail für Einzelartikel.
    Schwarzmarkt heißt teuer. Ist doch genau das, um was es geht. Da werden die Firmen ganz schön kämpfen, dass sie das besser hinbekommen und die Leute nichts auf dem Schwarzmarkt kaufen müssen.
    Und ins Detail gegangen werden braucht auch nicht. Da muss man nicht päpstlicher sein als der Papst. Ungefähre Größenordnung reicht völlig.

    Quote Originally Posted by Heinzi View Post
    Außerdem kriegste das nie durch den Datenschutz. Wenn ich im Supermarkt nen Kilo Fleisch kaufe muss das ja von meinem persönlichen CO2-Budget abgezogen werden, also muss der Staat alle meine Aktivitäten überwachen, um mein persönliches CO2-Budget zu tracken.

    Einfach auf alles eine Steuer drauf und zwar nicht zu knapp. Dann schüttet man ein kleines BGE an die Bürger aus und wer klimafreundlich lebt hat einfach so mehr Kohle, wer nur bisschen was verbraucht merkt keinen Unterschied und wer durch die Gegend fliegt und überall mit dem Benzinauto hinfährt zahlt halt ordentlich drauf.

    Aber wäre viel zu radikal, traut sich unsere Regierung eh nicht.

    Außerdem ist keine Zeit mehr um großartig Budgets zu verteilen. Es müssen einfach klimaneutrale Alternativen angeboten werden und das zackig - dann nimmt man die CO2-Verursacher vom Markt durch Verbot oder gnadenlose Überteuerung.

    Aber wir zahlen ja noch schön Subventionen für Kohlestrom. Die Stromerzeugung auf 100% regenerativ zu bringen ist der wichtigste Schritt, das darf einfach nicht bis 2038 dauern. Ende.
    Genau das ist der Punkt. Was Du da schreibst, ist Rosinenpickerei. Der mit dem Fleisch und dem Benzinauto und dem einmal Flug in den Urlaub kann trotzdem sehr viel weniger CO2 verbrauchen, als beispielsweise der Hippe Veganer. Das Du da jetzt Probleme mit dem Datenschutz siehst. Kollateralschaden ist doch für dich kein Problem.

    Aber mal ernsthaft. Ich habe das ganze als Beispiel genommen, wie blöd es ist, auf andere zu zeigen in der Sache, weil da etwas bei ist, dass mehr CO2 als mögliche Alternativen verbraucht. Dazu müsste man jeweils schon den gesamten Menschen betrachten und dann sehen, wer mehr an CO2 verbraucht und nicht nur Rosinenpickerei betreiben, um was zu finden, das man mit dem Finger auf jemanden zeigen kann.
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  6. #106 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Stiller Leser View Post
    Schwarzmarkt heißt teuer. Ist doch genau das, um was es geht. Da werden die Firmen ganz schön kämpfen, dass sie das besser hinbekommen und die Leute nichts auf dem Schwarzmarkt kaufen müssen.
    Glaube ich nicht. Wenn eine Ware auf dem legalen Markt künstlich verteuert wird, dann dürfte Schwarzmarktware durchaus billiger sein. Zumal man sich, wenn man sich eh in der Illegalität bewegt, ja auch gleich so Sachen wie Qualitäts-, Hygienekontrolle-, Dokumentationpflicht etc. sparen kann was wiederum kostensenkend wirkt.
    Matteo is offline

  7. #107 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Matteo View Post
    Glaube ich nicht. Wenn eine Ware auf dem legalen Markt künstlich verteuert wird, dann dürfte Schwarzmarktware durchaus billiger sein. Zumal man sich, wenn man sich eh in der Illegalität bewegt, ja auch gleich so Sachen wie Qualitäts-, Hygienekontrolle-, Dokumentationpflicht etc. sparen kann was wiederum kostensenkend wirkt.
    Diesen Schwarzmarkt gibt es bereits. Klamotten, technische Geräte, Ersatzteile,.... Typische Markenpiraterie halt.
    Da ist dann die Gefahr sehr groß, dass sie lediglich Schrott bekommen. Die meisten Leute wollen aber kein Schrott. Und die Firmen hier haben vergleichsweise hohe Stundenlöhne. Dazu kommt noch Garantie und ähnliches. Kein Zurückgeben von Waren mehr. Das würde mich doch sehr wundern, wenn das dann tatsächlich günstiger wird.
    Aber egal, mir ging es um was anderes.
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  8. #108 Reply With Quote
    Halbgott Lemimus's Avatar
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    Mir auch. Aber dennoch kann es eine Folge der Verteuerung aller Produkte durch die Co-2-Steuer sein, denn die müssen nicht nur wir Bürger zahlen. Sprich, man kauft sich auch billige, gefälschte Produkte, in der Hoffnung, ein bisschen seiner Existenz abzusichern.
    Welches Jahr haben wir denn? 1387? Ach, leckt mich doch!!

    Die Geschichte schreibt der Sieger, doch die Geschichten schreiben alle.
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  9. #109 Reply With Quote
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    Solange man bestimmte Produkte nicht gleich doppelt so teuer macht, halte ich die Gefahr eines relevant großen Schwarzmarktes für sehr gering. Dann kaufen die Leute eben Alternativen. Und der Markt wird sich umstellen. Dann werden die Avocados eben in deutschen Gewächshäusern gezüchtet, und nicht mehr aus Israel importiert...
    ulix is offline

  10. #110 Reply With Quote
    General Weltenschmerz's Avatar
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    Ich denke wichtig ist bei einer CO2-Steuer dass sie nicht nur eine einseitige Belastung ist.
    Man könnte zb. CO2-"arme" Produkte entsprechend fördern.

    Der erste wichtige Schritt wäre mmn. sowieso mal ein CO2-Ausweis. Im Supermarkt sollte bei jedem Produkt stehen wieviel CO2 (gerne auch in einer Vergleichsgröße ö.ä. - mit den Tonnen kann ja niemand was anfangen) produziert wurde. Dann weis man schonmal ob der lokal produuzierte Apfel schon aus diesem Jahr ist, oder im seit einem Jahr im Kühlhaus konserviert ist.
    Ich bin sowas von Sig.
    Weltenschmerz is offline

  11. #111 Reply With Quote
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    115 Euro pro Tonne in Schweden. Und das hat es bewirkt: https://www.tagesschau.de/ausland/we...ozwei-101.html

    Atomkraft - ja, bitte. Wir haben doch keine german angst, wie die bekloppten Deutschen.
    DWS is offline Last edited by DWS; 10.10.2019 at 17:43.

  12. #112 Reply With Quote
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    Nur blöd, dass Atomkraft extrem unwirtschaftlich und umweltschädlich ist, wenn man das ganze ehrlich betrachtet und die Folgekosten nicht geflissentlich rausrechnet um die Energielobby zu schützen.
    ulix is offline

  13. #113 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by DWS View Post
    115 Euro pro Tonne in Schweden. Und das hat es bewirkt: https://www.tagesschau.de/ausland/we...ozwei-101.html

    Atomkraft - ja, bitte. Wir haben doch keine german angst, wie die bekloppten Deutschen.
    Du könntest dir deine "german angst" noch wünschen, wenn erstmal so ein tolles AKW tatsächlich hopps geht - mitten in Europa und nicht in den dünnbesiedelten Weiten der russischen Taiga.

    Und das nur weil am Steuerpult eines hochmodernen, von studierten Fachkräften konzipierten Hochtechnologieobjekts am Ende des Tages ein "dämlicher" umgeschulter Klempner sitzt. Der erstmal anfängt, im Handbuch zu blättern, wenn irgendwo ein Alarm aufblinkt. Weil er von der ganzen Theorie dahinter von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, aber eine echte Fachkaft an eben diesem Steuerpult zu teuer wäre. So sieht die Realität nämlich meines Wissens mitunter aus.
    Thorn1030 is offline

  14. #114 Reply With Quote
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    War (als alter RWE Aktionär) nicht ganz ernst gemeint (an anderer Stelle habe ich das schon mal deutlich geschrieben), bitte um Augenmerk auf den Rest des Artikels. Vielleicht wäre das eine der Glaskugeln, auf die die Welt mal kurz drauf schauen sollte.
    DWS is offline

  15. #115 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Thorn1030 View Post
    Du könntest dir deine "german angst" noch wünschen, wenn erstmal so ein tolles AKW tatsächlich hopps geht - mitten in Europa und nicht in den dünnbesiedelten Weiten der russischen Taiga.

    Und das nur weil am Steuerpult eines hochmodernen, von studierten Fachkräften konzipierten Hochtechnologieobjekts am Ende des Tages ein "dämlicher" umgeschulter Klempner sitzt. Der erstmal anfängt, im Handbuch zu blättern, wenn irgendwo ein Alarm aufblinkt. Weil er von der ganzen Theorie dahinter von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, aber eine echte Fachkaft an eben diesem Steuerpult zu teuer wäre. So sieht die Realität nämlich meines Wissens mitunter aus.
    Oder es werden Atomkraftwerke so stümperhaft gebaut, dass der Deckel des Reaktors nicht richtig passt. Aber egal, den neu zu fertigen würde zu lange dauern und wäre zu teuer, also wird das Kraftwerk trotzdem in Betrieb genommen.

    Man hat dann halt nur ein zehn- bis hundertfach so hohes Zwischenfallrisiko. Das war entweder in Frankreich oder Belgien, auf jeden Fall direkt an der Grenze.
    ulix is offline

  16. #116 Reply With Quote
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    Der GAU ist nichtmal das tatsächliche Problem. Die Müllentsorgung der radioaktiven Stoffe ist weitaus problematischer, egal wie oft das Zeug wiederangereichert werden kann. Das ist der selbe (entschuldigt bitte die Worte) Scheiß wie mit dem Klimawandel. "Ja betrifft uns doch nicht, wir sterben eh in 30 Jahren" - in einer solchen Ignoranz wird der Müll "geendlagert". Die Probleme werden die kommenden Generationen erwarten, die dann verseuchtes Grundwasser trinken müssen, falls bei dem ganzen Klimawandel noch genug übrig sein wird. Je mehr Atommüll in die Bergwerke geschmissen wird, desto eher verlieren die Menschen die Kontrolle darüber.

    Was Klimaschutz in Deutschland betrifft: ich denke wir können einpacken. 2021 werden die Leute wieder jene Parteien wählen, die nichts grundlegend ändern (und dazu zählen auch die Grünen!) und dann vergehen wieder 4 Jahre ins Land. Selbst wenn 2025 die richtige Partei für Klimaschutz mit über 50% gewählt wird, der Zug dürfte bereits abgefahren sein. 5 Jahre reichen nicht aus um alles umzustellen - schon 10 Jahre sind wirklich hart durchzuprügeln. Tja, ich bin schon auf jene Antworten 2050 gespannt, welche heute die Unverantwortlichkeiten im Bezug zum Klima verteidigen.
    Fantasy ist ein Subsetting. Es ist immer ein Misch-Setting, egal ob mit SciFi oder mit Mittelalter. Fantasy kann nicht für sich alleine stehen.
    Die Egoperspektive hat ein höheres Immersionspotenzial, die feste Third-Person Ansicht hat jedoch meist eine höhere Immersion.


    Bei einem Spiel verkörpert das äußere Konzept die Gedanken, das innere Konzept das Herz und die Musik die Seele. Erst in völliger Harmonie dieser 3 Eigenschaften kann ein Spiel zum Meisterwerk aufsteigen.
    Xarthor is offline

  17. #117 Reply With Quote
    Ritter Thorn1030's Avatar
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    Quote Originally Posted by Xarthor View Post
    Tja, ich bin schon auf jene Antworten 2050 gespannt, welche heute die Unverantwortlichkeiten im Bezug zum Klima verteidigen.
    Gottseidank besteht eine sehr relevante Chance das ich - wenn überhaupt - da bereits in meinen letzten Zügen liege und diese Antworten gar nicht mehr hören muß. Kinder (oder Verwandte, die´s wert wären) gibt´s nicht, -> nach mir die Sintflut.

    Nicht weil´s mir wirklich egal wäre. Ich lebe so öko, wie heute wohl nur wenige - nicht einmal weil ich grün wäre, sondern weil ich einfach einen relativ bescheidenen, "asketischen" Lebensstil pflege. Aber du sagst es ja selbst, der Zug ist wohl abgefahren. Sehe ich genauso.
    Thorn1030 is offline

  18. #118 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Xarthor View Post
    Was Klimaschutz in Deutschland betrifft: ich denke wir können einpacken. 2021 werden die Leute wieder jene Parteien wählen, die nichts grundlegend ändern (und dazu zählen auch die Grünen!) und dann vergehen wieder 4 Jahre ins Land. Selbst wenn 2025 die richtige Partei für Klimaschutz mit über 50% gewählt wird, der Zug dürfte bereits abgefahren sein. 5 Jahre reichen nicht aus um alles umzustellen - schon 10 Jahre sind wirklich hart durchzuprügeln. Tja, ich bin schon auf jene Antworten 2050 gespannt, welche heute die Unverantwortlichkeiten im Bezug zum Klima verteidigen.
    Korrigiere: Weltweit gesehen ist es noch schlimmer bestellt. Es geht ja nicht mal nur noch um die Korrektur des Status Quo, denn auf der einen Seite wird etwas hochgezogen, das auf der anderen Seite gleich wieder eingerissen wird. 2 Beispiele von vielen, wobei Nr. 2 besonders kaputt ist, weil es der CO2-Problematik mit einer Potenz gleich doppelt ins Knie schießt: Wälder nehmen weltweit das meiste CO2 auf, es wäre also das Gegenteil vom Status Quo wichtig, nämlich aufzuforsten ohne Ende.

    1) https://www.thegwpf.com/china-buildi...und-the-world/ (Laufzeit pro Kraftwerk ca. 18 Jahre)

    2) Jedes Jahr werden 158.000 Quadratkilometer (knapp die Hälfte der Fläche von D) tropischer Regenwald abgeholzt – für Holz, Papier, Umwandlung in Ölpalm- oder Sojaplantagen, Rinderweiden oder zur Ausbeutung von Bodenschätzen wie Eisenerz, Gold, Öl oder Gas oder zum Bau von Großstaudämmen. Die QM-Zahl ist noch aus 2017, aber auch in diesem Jahr war es kurz mal im Fokus (vorher wohl noch nicht so spannend gewesen) : https://www.mdr.de/wissen/umwelt/ama...mwelt-100.html

    Und das hat mich vor einiger Zeit schon resignieren lassen. Es ist absolut sinnlos. Auch Fridays for Future wird scheitern, wie alles (Kulturmarxismus), was gegen Wachstum spricht. Alles was Wohlstand vernichtet, egal ob die Welt daran morgen untergeht, geht mittelfristig unter, findet keine Mehrheiten. Naturgesetz.
    DWS is offline Last edited by DWS; 13.10.2019 at 13:28.

  19. #119 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Xarthor View Post
    Der GAU ist nichtmal das tatsächliche Problem. Die Müllentsorgung der radioaktiven Stoffe ist weitaus problematischer, egal wie oft das Zeug wiederangereichert werden kann. Das ist der selbe (entschuldigt bitte die Worte) Scheiß wie mit dem Klimawandel. "Ja betrifft uns doch nicht, wir sterben eh in 30 Jahren" - in einer solchen Ignoranz wird der Müll "geendlagert". Die Probleme werden die kommenden Generationen erwarten, die dann verseuchtes Grundwasser trinken müssen, falls bei dem ganzen Klimawandel noch genug übrig sein wird. Je mehr Atommüll in die Bergwerke geschmissen wird, desto eher verlieren die Menschen die Kontrolle darüber.
    Fun Fact: weltweit gibt es eine sehr hohe Anzahl an Endlagern.

    Null.

    Quote Originally Posted by DWS View Post
    Und das hat mich vor einiger Zeit schon resignieren lassen. Es ist absolut sinnlos. Auch Fridays for Future wird scheitern, wie alles (Kulturmarxismus), was gegen Wachstum spricht. Alles was Wohlstand vernichtet, egal ob die Welt daran morgen untergeht, geht mittelfristig unter, findet keine Mehrheiten. Naturgesetz.
    Was soll dieser "Kulturmarxismus" sein? Kenne den Begriff nur aus rechtsradikalen, menschenverachtenden, rassistischen Verschwörungstheorien, denen du hoffentlich nicht anhängst.

    Und wenn ich mir die junge Generation von heute so ansehe, schöpfe ich Hoffnung. Die einzige spannende Frage ist, ob sie das Ruder schnell genug in die Hand bekommen um es umzureißen.
    ulix is offline Last edited by ulix; 13.10.2019 at 14:06.

  20. #120 Reply With Quote
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    Findet ihr nicht daß ihr vielleicht etwas fatalistisch an die Sache
    rangeht?
    Sobald C02 Filtertechnologie der neue Renner wird, USA & China sind
    mal wieder auf Pole-Position, Deutschland tritt mit zweifach lackiertem
    Polo auf letztem Platz an, ein Rad ist fehlt um die Feinstaubemission
    um 25% zu senken, tja dann wird sich die Industrie darauf stürzen, nicht?
    Vor allem wenn´s staatlich garantiert Geld dafür gibt.

    Atommüll ist ein ernsthaftes Problem, aber mit dem Dual-Fluid der 4. Generation
    kann der Mist mittelfristig verbrannt werden. Ok, ok. Ist halt noch etwas
    Forschungsarbeit nötig. Die Asiaten sind da weit vorne, habe ich gehört.

    C02 bestmöglich zu reduzieren, ist eine gute Idee, sich wirtschaftlich
    in die Jauche zu setzen, weniger. Menschen reihenweise arbeitslos werden
    zu lassen, um die Umweltziele zu erreichen, ohne ausreichend Jobs im Gegenzug
    zu erschaffen, ist ein wenig unklug, nicht? Denn die Arbeitslosen bekommen dann
    ja wahrscheinlich Harz4 früher oder später, was bedeutet, die Kauf- und
    Konsumkraft sinkt und die Abgabenlast trägt der Staat.

    Das würde im schlimmsten Falle bedeuten, daß die Abgaben für den Mittelstand
    ansteigen, er noch stärker abgemolken wird, und sich möglicherweise zum
    Standortwechsel, gerne Polen oder Ungarn, die die Sache unverkrampft angehen,
    gezwungen sieht. (Beide Länder begrüßen neue Jobs mit Handkuss)
    Vermögende werden sich selbst und ihre Schäfchen in Sicherheit bringen,
    gerne Alice Weidel, oder Dieter Dehm, was zu weiterem Kapitalabfluss führt...
    ...und gar zum System Change, sobald diese Dinge ein katastrophales Ausmaß
    annehmen. Aber nicht dem Change, den die IL, oder F4F jubelnd propagieren und sich
    so dringend herbeiwünschen. Ich glaube eher, es geht in die andere Richtung.

    Also.
    Wäre es denn nicht klüger, die gesunde Mitte zu finden? Umweltschutz ja und
    zu jeder Zeit, aber doch mit Maß und Verstand. Realitätsnah, frei von Ideologie.
    Dafür muss man natürlich in der Lage sein, sich selbst auch mal hinten anzustellen
    und nicht nur auf Maximalforderungen zu beharren, die man oberlehrerhaft, vom
    hohen Roß herab, hearausposaunt.
    wildundgesetzlos is offline

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