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Ideen für ein alternatives Fallout 4

  1. #261 Reply With Quote
    Krieger Mr.Gnom's Avatar
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    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    Ich werde es versuchen. Aber... ließt sich der Text dann nicht langweilig?

    Nicht nur versuchen, sondern auch tun.

    Du erwartest von uns, dass wir Deine Posts lesen.
    Dann kanst Du ja auch mal unsere Erwartung diesbezüglich erfüllen ... oder?

    ... und wenn Deine Posts ohne Deine "Formatierung" langweilig sind, warum schreibst Du sie dann? [Bild: s_004.gif]


    Gruss
    Mr.Gnom

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    Mr.Gnom is offline Last edited by Mr.Gnom; 15.02.2020 at 23:40.

  2. #262 Reply With Quote
    Halbgott
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    Quote Originally Posted by Mr.Gnom View Post
    Nicht nur versuchen, sondern auch tun.
    Das ist gar nicht so einfach. Ich meine... Künstler in mir... und so...



    ... und wenn Deine Posts ohne Deine "Formatierung" langweilig sind, warum schreibst Du sie dann? [Bild: s_004.gif]
    Ich habe nicht gesagt, dass mein Text inhaltlich langweilig ist (zumindest hoffe ich das). Ich meine nur, dass er dann langweilig aussieht, einfach nur eine gewaltige öde Textpassage.
    maekk03 is offline

  3. #263 Reply With Quote
    Halbgott Pursuivant's Avatar
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    Mal ganz allgemein gesprochen.
    Die Vernichtung der Welt durch einen atomaren Overkill ist schlecht möglich. Es würde für die Überlebenden ein paar Wochen ungemütlich werden, danach dürfte es sich aber schnell wieder zu halbwegs normalen Verhältnissen zurückbewegen.
    Auch wenn maekk03 in Tränen ausbrechen wird. Die ganze Lore um die zerstörte Welt ist schlicht und einfach dummes Zeug. Dramaturgisch sehr wahrscheinlich wichtig, trotzdem ist sie falsch.

    Fakt 1: Die USA haben eine Landfläche (ohne Alaska und Hawaii) von fast 10 Millionen Quadratkilometern. Bei einem Sprengradius von völlig übertriebenen 5 km² müssten 2 Millionen Atomraketen von China gestartet worden sein. Ganz China ein einziges Raketensilo? In den USA das gleiche - nur merkwürdig, dass man kaum Silos findet.
    Die Strahlung ist nur in den ersten Tagen im direkten Sprengradius äußerst gefährlich, aber auch sehr kurzlebig. Nach ca. einer Woche kann man sich schon wieder draußen aufhalten, wenn auch nur für vielleicht eine Stunde. Nach einem Monat ist die Umgebung kaum noch verstrahlt. Jeder der Deutschland in einen Keller geht nimmt mehr Radon-Strahlung auf.

    Darüber gibt es Studien am lebenden Objekt. Prof. Shunichi Yamashita - 6 Jahre nach dem Atomschlag auf Nagasaki im direkten Dunstkreis von Point Zero geboren - hat die Auswirkungen erforscht. Es gab durch die Explosion und nachfolgenden Brände 70.000 Tote aber 650.000 Hibakusha, die die Explosion und nachfolgende Verstrahlung überlebten. Davon leben heute noch fast 200.000. Mehr Krebserkrankungen? Nicht bewiesen, das liegt im statischen Rauschen und kann man drehen wie man will. Mehr Mutationen und behindert geborene Kinder? Nö! Yamashita ist das lebende Beispiel.

    Gemäß den Langzeitstudien des Atomic Bomb Disease Institute in Nagasaki kann nur ein Prozent der Todesfälle unter den Hibakusha mit den Langzeitfolgen der Atombombe in Verbindung gebracht werden. Die theoretische Erhöhung des Krebsrisikos lag unter einem Promille, statistisch lässt es sich aber nicht nachweisen. Dies deckt sich mit den Erfahrungen und Forschungen in Hiroshima und später in Tschernobyl. Das gilt mittlerweile als wissenschaftlich gesichert.
    Anm.: In Wikipedia steht etwas von 140.000 Toten - allerdings wie üblich ohne Quellen zu nennen.

    Also ist es mehr als richtig, dass Beth das Game etwas entschärft hat und den völligen Tullux der Lore nicht mehr beachtet.

    Es hat nie in der Menschheitsgeschichte einen kompletten Rückfall in die Barbarei gegeben. Wie auch? Dawnie hat es schon auf den Punkt gebracht, es gibt genügend Möglichkeiten sich das alte Wissen anzueignen.
    200 Jahre sind in der Geschichte ein Vogelschiss und keiner von uns weiß wieviele Vaults (die tatsächlich dem Überleben dienten) es in den USA gab. 200 Jahre sind gerade 6 bis 8 Generationen. Wenn in den Vaults nur 2 Generationen geboren und dort ausgebildet wurden, dann gibt es eine riesige Basis von Wissen.
    Massachusetts ist so groß wie NRW, aber bis auf das Ballungszentrum rund um Boston nur dünn besiedelt, wie die gesamten USA. Was kratzt es einen Farmer an der Grenze zu New Hampshire, wenn er des Nachts einen hellen Blitz am Horizont sieht. Willst du uns erzählen, dass dieser Mensch am nächsten Tag vergessen hat, wie man Kühe melkt und die Farm bestellt? Dass das gesamte Dorf der gleichen Amnesie anheim gefallen ist?
    Genau das Gegenteil ist richtig. Ein paar Jahrzehnte nach dem Knall müssten schon überall die groben Aufräum- und Aufbauarbeiten abgeschlossen sein. Es ist wahrscheinlich, dass die Überlebenden die Städte weitgehend verlassen hätten und sich am Rande angesiedelt hätten, aber windschiefe und löcherige Baracken dürften der Vergangenheit angehören. Auch eine gewisse Infrastruktur dürfte schon wieder existieren. Traktoren (Fahrzeuge allgemein) würden mit Holzgasgeneratoren angetrieben werden. Treibstoff muss es auch noch zur Genüge geben, sonst könnten Vertibirds nicht fliegen - nur mal so am Rande.
    Du vergisst auch immer, dass Fallout 4 nur Sandbox ist. So kleine Siedlungen mit 2 bis 4 Einwohnern könnten nicht überleben. Nehmen wir als Beispiel Nagasaki:
    Massachusetts hatte 7 Millionen Einwohner, durch die Bombe und anschließende Unbilden sind - frei nach Wikipedia - die Hälfte gestorben. Es bleiben immer noch 3,5 Millionen Einwohner übrig. Sind wir großzügig, von den Überlebenden sterben in den folgenden Jahren noch mal die Hälfte, dann haben wir immer noch 1,75 Millionen Menschen, die nach deiner Lesart von einem auf den anderen Tag von Amnesie befallen sind und nachts auf den Bäumen pennen?
    Man kann zu Fallout 76 stehen wie man will, aber dort haben sich nach dem Knall Fachleute (ehemalige Soldaten, Polizisten, Feuerwehrleute, Verwaltunsgangestellte, Mediziner usw.) zu den First Respondern zusammengeschlossen um den Leuten beim Überleben zu helfen! Das ist wesentlich realistischer, wenn dann auch als dramaturgische Wendung die Seuche hinzu kommt, die alle Überlebenden dahin rafft.

    Die Mod von Fed ist da auch wesentlich realistischer und deckt sich auch noch mit der Lore von FO 4. Das Institut hat die erste Assembly für den Neuen Commonwealth boykottiert indem sie alle Abgesandten um die Ecke brachten.
    Pursuivant is offline

  4. #264 Reply With Quote
    Halbgott
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    Quote Originally Posted by Pursuivant View Post
    Auch wenn maekk03 in Tränen ausbrechen wird. Die ganze Lore um die zerstörte Welt ist schlicht und einfach dummes Zeug. Dramaturgisch sehr wahrscheinlich wichtig, trotzdem ist sie falsch.
    Und auch wenn ich mich wiederhole: Es IST nur eine Geschichte. Geschichten können nahe der Realität sein oder völlig haarsträubend. Und selbst wenn besagte Geschichten auf der Erde stattfinden bedeutet dieses nicht, dass sie nahe der Realität erzählt werden bzw. die Realität widerspiegeln müssen.

    Ich weiß nicht ob du mit der 'Shannara'-Franchise vertraut bist, aber in dieser Welt gibt es Ruinen, welche zu den Schluss führen, dass die Welt mit Elfen, Zwergen, Menschen und Zauberer etc. vor einen Atomkrieg die Erde war.
    Das ist richtig, der Atomkrieg hat die Erde in eine Vision von Tolkiens Mittelerde verwandelt.

    Bei 'Death Gate' ein ähnliches Szenarium: aus der Asche der zerstörten Erde entsteht wieder eine Version von Tolkiens Mittelerde, inklusive einen Gandalf-Verschnitt namens Zifnab, der bei Zeiten z.B. amerikanisches Football im Stadium erwähnt, wie es Jahrhunderte von der Vernichtung der Erde existiert hat, bei den anwesenden Elfen, Zwergen und Menschen allerdings nur auf Unverständnis stößt.

    Oder nehmen wie die AC-Franchise, welche die gesamte Evolutionstheorie über den Haufen wirft, und schlicht erklärt, dass die gesamte Menschheit aus den Gen-Labor von Außerirdischen stammt, und dass ALLE religiösen Ereignisse in den diversen Glauben- und Religionsrichtungen tatsächlich stattgefunden haben, aber fehlgedeutet wurden, da außerirdische Artefakte genutzt wurden, um besagte göttliche Wunder vorzutäuschen. Das ist richtig, Moses hat z.B. Ägypten mit Alienartefakte bezwungen um so die Israeliten aus der Sklaverei zu befreien.

    Oder wie sieht es mit der 'Star-Gate'-Franchise aus, die einen ähnlichen Weg geht wie die AC-Franchise und dabei sogar Reisen durch Raum und Zeit präsentiert.

    Ich könnte diese Aufzählung endlos fortsetzen...

    Der Punkt ist aber dass die FO-Franchise zu besagten Erzählungen gehört, die sich nicht um Realität oder Realismus schert. Vielmehr wird der Atomkrieg schlicht genutzt um den Konsumenten verständlich zu machen, warum die Welt dort völlig anders ist als wir sie kennen.
    Der Atomkrieg ist quasi der Reset-Knopf - Die alte Erde/ die alte Welt ist tot. Sie spielt keine Rolle mehr. Was folgt muss sich an keine der Regeln der Realität mehr halten.

    Zugegeben, das wird in den Black Isle FO Teilen deutlicher, die im Genre irgendwo zwischen Science-Fiction, Satire, Drama, Fantasy angesiedelt sind, als in den späteren Bethesda Spielen, die sich wesentlich stärker auf die Welt vor den Atomkrieg fokussieren, als auf die NEUE Welt danach.

    Diesbezüglich gibt es ein, recht gut vorgetragenes, Video auf Youtube, dass u.a. Bethesda Fokussierung auf die Welt vor den Atomkrieg kritisiert, aber auch andere Probleme der Franchise unter Bethesdas Leitung anspricht:

    [Video]

    Aber letztendlich kann man nur für sich entscheiden, ob man diese Art von unrealistischer Erzählung mag, und sich auf das Szenarium einlässt, egal wie absurd es in Anbetracht dessen ist, dass es weiter auf der Erde stattfindet, oder nicht, und sich dann womöglich einer anderen Franchise zuwendet.

    Weswegen ich auch in keine Tränen ausbrechen werde. Ich weiß, dass die Franchise reine Science-Fiction, Satire, Drama, Fantasy ist, und zu keinen Zeitpunkt die Realität widerspiegeln soll.
    Das einzige was mir Sorgen bereitet ist fehlende Konsistenz innerhalb der Franchise selber, die mit jeden weiteren Bethesda Ableger weiter zu bröckeln beginnt, und zunehmend sich selber widerspricht.

    Selbst simple Märchen halten sich an den eigenen Vorgaben und schreiben nicht mitten in der Erzählung alles um. Heutige Franchises scheinen hingegen kein Problem damit zu haben.

    Aber das ist ein Problem, unter welchen heutzutage ja nicht nur die FO-Franchise leidet, sondern nahezu jede auf den Mainstream erfolgreiche Franchise in der Unterhaltungsbranche.

    Deine, zugegeben interessanten, Ausführungen sind dementsprechend zwar aufschlussreich, und zeugen von einen großen Wissen deinerseits, für FO aber ebenso wenig von Relevanz, wie z.B. die historischen Gegebenheiten der Stadt Hameln im Jahre 1284 im Bezug zu den Märchen 'Der Rattenfänger von Hameln'.

    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 16.02.2020 at 22:21.

  5. #265 Reply With Quote
    Wort-Spinner  Dawnbreaker's Avatar
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    Oh, vielen Dank,maekk03, jetzt geht mir "Planet der Affen" mit Charlton Heston nicht mehr aus dem Kopf.

    Es gibt gute Gründe, warum Bethesda sich so stark auf die Zeit vor dem Atomkrieg bezieht. Es ist ein ideales Stilmittel um die jetzige Welt ad absurdum zu führen. Vielleicht ist es ja auch andersherum und die Spieler haben Fallout nie verstanden?

    Ich scherze nur.
    Das Video ist etwas wirr anfangs, aber es hat recht: Der Zeitstrahl ist sehr inkonsistent. In FO 1 gibt es Siedlungen mit allem, was man zur Versorgung braucht. FO 4 ist dagegen ein Rückschritt, obwohl man meinen sollte, dass es seit FO 1 weitergegangen sein muss. Und die Menschen leben allen Ernstes im Dreck?! Das haben sie 80 Jahre nach dem Atomkrieg nicht mehr, warum nach 200 Jahren?
    Hat Bethsda also FO 1 nicht verstanden oder es sich zu einfach gemacht? Teilweise beschleicht mich bei Dragon Age das gleiche Gefühl. Bei beiden Spieleschmieden wechseln die Autoren, das kann nur ins Auge gehen. Die Ausrichtungen ändern sich auf einmal und die Lore geht den Bach runter.

    Ich denke, dieser Bezug zur Realität, was die Auswirkungen eines Atomkriegs anbelangt, die amerikanische Kultur, der Lifestyle und die Technik, tut der Serie nicht gut. Natürlich macht man da Vergleiche und genau da verliert FO 4. Es wirkt nicht absurd, sondern unlogisch.
    Dawnbreaker is offline

  6. #266 Reply With Quote
    Halbgott
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    Quote Originally Posted by Dawnbreaker View Post
    Oh, vielen Dank,maekk03, jetzt geht mir "Planet der Affen" mit Charlton Heston nicht mehr aus dem Kopf.
    Komm schon. Der finale Twist IST genial und macht weit mehr Sinn als der Twist in Burtons Remake mit Mark Whalberg.

    Den gesamten Film über glaubt Charlton Heston, und der Zuschauer mit ihn, auf einen fremden Planeten gelandet zu sein... und dann kommt folgende letzte Szene:

    [Video]

    Ich weiß noch, wie ich den Film damals das erste Mal im Fernsehen gesehen hatte, und... absolut sprachlos war. Und er war Hauptthema auf den Schulhof am nächsten Tag... hauptsächlich wegen besagten Twist am Ende.

    Und, JA, in diesen Falle hat der Atomkrieg die Erde in karge Ödnis ohne jegliches Leben verwandelt, wo im einzigen Gebiet mit existierenden Flora und Fauna intelligente Affen über, an Primaten erinnernde, Menschen herrschen.



    Ich denke, dieser Bezug zur Realität, was die Auswirkungen eines Atomkriegs anbelangt, die amerikanische Kultur, der Lifestyle und die Technik, tut der Serie nicht gut. Natürlich macht man da Vergleiche und genau da verliert FO 4. Es wirkt nicht absurd, sondern unlogisch.
    Mit diesen Aussage hast du die Problematik von Bethesdas Auslegung der Franchise, mMn, sehr gut getroffen.

    • Black Isle FO spielt in einer NEUEN Welt und ist in sich stimmig und glaubwürdig, dementsprechend stellt sie auch niemand in Frage.
      Ich denke Fed nutzt FO 1 daher nicht ohne Grund als Vorlage für seinen Mod.

    • Bethesdas FO hat beständig Bezüge zur REALEN Welt und ist in der Umsetzung nicht einmal stimmig und glaubwürdig, weswegen das Szenarium auch in Frage gestellt wird.

    Dementsprechend kann man durchaus sagen, dass Bethesda die Franchise nicht verstanden hat. Aber, wie du bereits ebenfalls gesagt hast, ist das leider ein allgemeines derzeitiges Problem bei erfolgreichen Franchises.

    Schlimmer noch, wenn die langjährigen Fans die Autoren/ Entwickler auf die sinkende Qualität der Franchise hinweisen, werden sie mitunter von den Autoren/ Entwickler offiziel beschimpft und beleidigt, und wie Dreck zur Seite gekehrt... so als wäre es NICHT diesen Fans zu verdanken, dass die Franchise überhaupt so langlebig erfolgreich ist.
    *Seufz* Der Mainstream muss etwas wundervolles sein...

    Aber wie bereits gesagt: Wenn besagte Studios mich als Konsumenten nicht wollen, was sie ja aufgrund der oben genannten Punkte unmissverständlich klar machen, unterstütze ich LIEBEND GERNE mit meinen Geld stattdessen kleine Studios, die noch mit Herzblut dabei sind, und mein Geld weit dringender brauchen.

    Auch wenn es mir um besagte Franchise doch etwas leid tut...
    maekk03 is offline

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