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Kopfhörer Impedanz

  1. #1 Reply With Quote
    Deus Gleichgewicht's Avatar
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    Kennt sich damit jemand aus? Mein Realtek Audio Manager erkennt "unter 51 Ohm" und stellt es deshalb auf Normal. Jetzt habe ich herausgefunden, dass die anderen beiden Einstellungen den Sound effektiv lauter machen.

    Seit W10 habe ich das Problem, dass manche Games zu leise sind und ich den Ton auf 100% stellen muss, um richtig krachenden Sound zu haben. Für Filme und Musik geht es. vielleicht liegt es auch am Kopfhörer. Ich habe einen billigen, weil mir teure alle zu viel Bass haben und zu dumpf klingen.

    Kann es schaden, die Impedanz bzw. "plify Stufe" auf Extrem zu stellen? Was die Lautstärke effektiv verdoppelt, glaube ich. Oder kann das die Soundkarte beschädigen? Anere Möglichkeiten, den Sound zu erhöhen gibt es ja nicht. Spielsound auf Max, Windowssound auf Max, Lautstärkeregelung am Kopfhörer gibt es nicht.

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  2. #2 Reply With Quote
    Metasyntaktische Variable  foobar's Avatar
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    Direkt hinter dir! Buh!
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    Hier mal mein Halbwissen dazu:

    Impedanz ist quasi der Widerstand. Im Kopfhörer steckt ja eine Spule. Der Ton wird in Wechselstrom gewandelt (mal Plus, mal Minus) und das lenkt die Spule dann mal in die eine oder andere Richtung aus. An der Spule klebt die Membran des Lautsprechers, die die Luft mit bewegt und dadurch Schall macht. Ich habe also einen Wechselstrom durch die Spule, dessen Frequenz der des Tons entspricht, den ich erzeugen will.

    Dummerweise ist der Widerstand von Spulen bei Wechselstrom nicht konstant, sondern ändert sich abhängig von der Frequenz. Deswegen nimmt man da ein anderes Wort für. Üblich bei Kopfhörern ist wohl die Angabe bei einer Frequenz von 1 kHz. Vereinfacht kann man es sich aber als Widerstand vorstellen, man darf nur nicht glauben, ihn mit dem Multimeter messen zu können.

    Welche Auswirkungen hat das? Nun, Spannung ist, was Strom durch einen Widerstand treibt (siehe auch dieses Schaubild). Bei gleicher Spannung heißt das, dass ein umso höherer Strom fließt, je niedriger der Widerstand ist. Ein Kopfhörer mit niedriger Impedanz würde also einen höheren Strom ziehen und könnte den Verstärker überlasten, wenn dieser nicht darauf ausgelegt ist. Umgekehrt würde durch einen Kopfhörer mit höherer Impedanz ein kleinerer Strom fließen. Das wäre zwar für einen leistungsstarken Verstärker kein Problem, aber die Spule im Lautsprecher erzeugt dann ein schwächeres Magnetfeld. Sie wird also nicht so stark ausgelenkt und kann das Potential des Verstärkers nicht ausreizen.

    Deshalb sollte man den Verstärker (hier: die Soundkarte) immer auf den Impedanzwert einstellen, den der Kopfhörer dann auch tatsächlich hat. Dann wird nichts überlastet und man verschenkt keine Leistung.

    Ob deine Karte den Impedanzwert jetzt richtig berechnet, weiß ich nicht. Im Zweifel sollte er im Datenblatt des Kopfhörers stehen.

    Alle Angaben unter dem Vorbehalt, dass jemand mit echter Ahnung sie ggf. noch richtig stellen muss.
    foobar is offline Last edited by foobar; 14.09.2019 at 21:12.

  3. #3 Reply With Quote
    Deus Gleichgewicht's Avatar
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    Äh...danke für die Mühe...auch wenn ich nur die Hälfte verstanden habe.


    Leider steht im Programm ja kein genauer Wert. Nur die Stufen Leistung (Normal), Leistungsstark und Extrem.

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  4. #4 Reply With Quote
    Forschungsreisender  jabu's Avatar
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    Die Erklärungen von foobar darf ich als korrekt, kompakt und anschaulich bezeichnen. Da wäre es wohl hilfreich, wenn du mal sagen würdest, was davon du nicht verstanden hast. Dann könnten wir das näher ausführen. Das sollte auch weniger frusten, als wenn sich jemand die Mühe vergeblich gemacht hat.
    Quote Originally Posted by Gleichgewicht View Post
    [...] Kann es schaden, die Impedanz bzw. "plify Stufe" auf Extrem zu stellen? Was die Lautstärke effektiv verdoppelt, glaube ich. Oder kann das die Soundkarte beschädigen? [...]
    Wenn du uns den Typ des Ausgangsverstärkers (z.B. ein nachgeschalteter Operationsverstärker oder der Soundchip selbst) sowie die Höhe seiner Versorgungsspannung mitteilen kannst, so kann ich dir das, falls ich ein passendes Datenblatt finde, gerne durchrechnen. Dazu bräuchte ich aber auch die tatsächliche Impedanz deines KHs ("unter 51 Ohm" ist zu wenig, aber zur Not könnte man das als Krücke annehmen). Hilfsweise täte es für eine genügend genaue Abschätzung sein Gleichstromwiderstand.

    Hast du nicht bzw. kannst du nicht? Dann wird es schwierig, es sei denn, du könntest uns wenigstens die Typbezeichnung von KH und Soundkarte geben. Dann könnte man gegebenenfalls, also mit Glück, aus den technischen Daten herauslesen, ob die Impedanz deines KHs offiziell unterstützt wird, nicht dass der nach unten aus dem Bereich heraus ist, dann sollte man nämlich vorsichtig sein.

    Falls es manuelle Impedanzstufen gibt (kann nicht hellsehen), sollte man natürlich keine falsche wählen, denn sonst könnte tatsächlich die Soundkarte beschädigt werden, ohne dass du nachher einen Grund zur Beschwerde hättest. Verstärkung alleine, also ohne Bezug zur Impedanz, sollte nicht zur Beschädigung führen, sonst hat der Hersteller seinen Job nicht richtig gemacht. Ob er ihn richtig gemacht hat, weiß man jedoch nicht.
    jabu is offline

  5. #5 Reply With Quote
    Springshield  Homerclon's Avatar
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    Springfield ;)
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    Bei "Realtek Audio Manager" würde ich auf Onboard-Sound tippen, daher wäre das Mainboard-Modell wohl interessanter als der Soundchip. Auf dem Mainboard kann nämlich durch unterschiedliche Bauteile signifikant Einfluss auf die Audio-Leistung genommen werden (natürlich nur vom Mainboard-Hersteller, als Nutzer kann man nur höchst selten etwas daran ändern).

    - Keine verdammte Hechtrolle zum ausweichen in Kämpfe!
    - 01100100 00100111 01101111 01101000 00100001
    Homerclon is offline

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