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AfD die zweitstärkste Partei

  1. #141 Reply With Quote
    Ritter Thorn1030's Avatar
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    War das nicht eher Sigmar-"das Pack"-Gabriel?

    Und ja, als Äußerung von Protest - nach dem Motto, es geht hier so nicht weiter, paßt das ja sogar. Eine Lösung ist die AfD aber nicht; höchstens eine Art Korrektiv (das bisher allerdings tatsächlich recht gut funktioniert hat). Trotzdem sollte sich eben auch "da drüben" jeder wirklich bewußt sein, das die Probleme vor denen sie da stehen nicht vom Himmel gefallen sind. 40 Jahre real existierender Sozialismus haben die Grundlage für eine absolout desolate Ausgangssituation gelegt. Und nun beschweren, das man noch nicht den gleichen Level wie der Westen hat, der Jahrzehnte daran arbeiten mußte... Paßt irgendwie nicht.

    Ja, die Art und Weise der Wiedervereinigung hätte weniger brachial durchgeführt werden sollen - denke ich. Aber so tief stecke ich da auch nicht im Thema drin; ich weiß nur das hinterher rummeckern und besserwissen immer einfach ist. Fakt war: "Kommt die D-Mark bleiben wir, kommt sie nicht, gehen wir...". Und danach wurde eben gehandelt.
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  2. #142 Reply With Quote
    Held Cagigawa's Avatar
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    War das nicht eher Sigmar-"das Pack"-Gabriel?

    Und ja, als Äußerung von Protest - nach dem Motto, es geht hier so nicht weiter, paßt das ja sogar. Eine Lösung ist die AfD aber nicht; höchstens eine Art Korrektiv (das bisher allerdings tatsächlich recht gut funktioniert hat). Trotzdem sollte sich eben auch "da drüben" jeder wirklich bewußt sein, das die Probleme vor denen sie da stehen nicht vom Himmel gefallen sind. 40 Jahre real existierender Sozialismus haben die Grundlage für eine absolout desolate Ausgangssituation gelegt. Und nun beschweren, das man noch nicht den gleichen Level wie der Westen hat, der Jahrzehnte daran arbeiten mußte... Paßt irgendwie nicht.

    Ja, die Art und Weise der Wiedervereinigung hätte weniger brachial durchgeführt werden sollen - denke ich. Aber so tief stecke ich da auch nicht im Thema drin; ich weiß nur das hinterher rummeckern und besserwissen immer einfach ist. Fakt war: "Kommt die D-Mark bleiben wir, kommt sie nicht, gehen wir...". Und danach wurde eben gehandelt.
    Warte mal du glaubst das der Osten durch den Sozialismus heute immer noch den Westen hinterher hinkt?
    Der Osten hatte durchaus eine gewisse Wirtschaftskraft die sie heute immer noch hätte. Die westlichen Wirtschaftsbosse hatten vor dieser sogar Angst und haben sie deswegen zerschlagen.
    Ich will die Wirtschaft der DDR nicht positiv reden einfach weil sie alles in allem scheiße war aber sowohl Firmen als auch benötigte Arbeitskraft war da, alles könnte damit sogar besser sein als im Westen, wenn man das Thema ohne die Interessen der westlichen Wirtschaft angegangen wäre.

    Great holy armies shall be gathered and trained to fight all who embrace evil. In the name of their gods ships shall be built to carry our warriors out amongst the stars and we will spread Origin to all the unbelievers.
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  3. #143 Reply With Quote
    Ritter Thorn1030's Avatar
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    Ich will die Wirtschaft der DDR nicht positiv reden einfach weil sie alles in allem scheiße war aber sowohl Firmen als auch benötigte Arbeitskraft war da, alles könnte damit sogar besser sein als im Westen, wenn man das Thema ohne die Interessen der westlichen Wirtschaft angegangen wäre.
    Du meinst, ohne die Interessen der funktionierenden westlichen Wirtschaft, die den ganzen Finanztransfer Marke "Aufbau-Ost" überhaupt erst ermöglicht hat? Heißt, die Gelder dafür erst erwirtschaftet hat? Komm schon, war doch wohl selbstverständlich, das man diese Interessen berücksichtigen würde, oder? Evtl. sind sie zu stark berücksichtigt worden, mag sein. Aber das man sie hätte außen vorhalten können ist unsinnig.

    Und ob ein wie auch immer gearteter "besserer" Übergang dazu hätte führen können, das West und Ost heute auf einem Level wären? Ehrlich, weiß ich nicht. Kanns mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen.
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  4. #144 Reply With Quote
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    Du meinst, ohne die Interessen der funktionierenden westlichen Wirtschaft, die den ganzen Finanztransfer Marke "Aufbau-Ost" überhaupt erst ermöglicht hat? Heißt, die Gelder dafür erst erwirtschaftet hat? Komm schon, war doch wohl selbstverständlich, das man diese Interessen berücksichtigen würde, oder? Evtl. sind sie zu stark berücksichtigt worden, mag sein. Aber das man sie hätte außen vorhalten können ist unsinnig.

    Und ob ein wie auch immer gearteter "besserer" Übergang dazu hätte führen können, das West und Ost heute auf einem Level wären? Ehrlich, weiß ich nicht. Kanns mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen.
    Die Wirtschaft im Osten hat auch mehr oder weniger funktioniert.
    Gut das es von allem zu wenig gab ist auch klar.
    Die sogenannte nicht vorhandene Wirtschaft in der DDR hat uns übrigens ein schönes Leben ermöglicht mit Waren zu Spottpreisen vor dem Mauerfall.
    Eine Umstrukturierung der Wirtschaft hätte ausgereicht um diese mehr wie profitabel zu machen das Problem wäre hier im Westen gewesen das es zum Teil Konkurrenzprodukte waren nicht nur billiger sondern teilweise auch von höherer Qualität.

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  5. #145 Reply With Quote
    Provinzheld Peregrine's Avatar
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    die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der DDR wurde statistisch gewaltig aufgehübscht, so gut war die nicht wirklich, was aber auch damit zu tun hat das die DDR die Reparationsforderungen speziell der sozialistischen "Brüder"-Völker praktisch alleine zu tragen hatte.
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  6. #146 Reply With Quote
    Drachentöter Ciao's Avatar
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    Wer nach der Wende im Osten war konnte keine Gleichheit zwischen Ost und West erkennen.
    Weder in Berlin noch in Prag beispielsweise.

    Den Wahlausschlag für Kohls Kahlschlag gab übrigens der Osten.
    Im Westen war die CDU deutlich weniger erfolgreich.
    Ist Euch eigentlich klar, dass wir zu den reichsten 10% der Welt gehören?
    10% von 9 Milliarden sind 900 Millionen. Und unter diesen 900 Millionen gehören unsere 80 Millionen klar zu den reicheren unter den reichsten 10%.
    Also, wie verbessern WIR die Welt? Und keine Ausreden.
    Ciao is offline Last edited by Ciao; 25.11.2019 at 23:31.

  7. #147 Reply With Quote
    General Harvald's Avatar
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    Ich denke ihr liegt mit eurer Einschätzung knapp neben der Realität und den Wirkungsmechanismen, die zum jetzigen Zustand geführt haben. Damals nach dem Beitritt der neuen Länder hat ein erheblicher Teil der Bevölkerung "in den Westen rübergemacht". Sie haben sich den hiesigen Gepflogenheiten untergeordnet und sind in der Masse untergegangen. Denen die zurückgeblieben sind und ihre Länder aufbauen wollten (im Gegensatz zu den "Flüchtlingen") wurden westliche Regeln verordnet und Personal aus dem Westen mit Hilfe von "Buschgeld" (ja den Begriff gab es, für eine Beamtenzulage für Beamte, die sich in die neuen Länder haben versetzen lassen) vor die Nase gesetzt. Die haben ihnen dann erklärt wie sie zu denken haben und wie das "richtig" gemacht wird.


    Das Problem bei dieser Verfahrensweise ist, das sich in der ansässigen Bevölkerung geschlossene Netzwerke bilden, die von aussen nicht zu knacken sind. Wenn dann der angesprochene Effekt des wirtschaftlichen Niederganges der Einzelnen eintritt, werden diese Netzwerke um so wichtiger und die "zugereiste" Oberschicht verliert den letzten Zugang. Das mag sich mit der Zeit ein wenig verschliffen haben, aber die "Wessis" sind in den beigetretenen Ländern Fremde, vielleicht sogar Usurpatoren geblieben.


    Als nun 2015 die Flüchtlingsströme nach Deutschland kamen und die "westdeutsch sozialisierte Oberschicht" dies begrüsste, schnappten die Netzwerke wie eine Falle zu. Sie waren endgültig abgemeldet, Fremde, und aus den Netzwerken bildete sich eine feste Struktur die von der AfD problemlos übernommen werden konnte. Die Selbstdarstellung ist identitär, eben nicht fremd und so ist dort im Osten Deutschlands, aber auch in einigen westdeutschen Gegenden, wo das Netzwerk das ist was die Menschen stützt, der Erfolg der AfD so gross.


    Versucht einmal eine möglichst allgemeingültige Definition des Begriffes "Fremder".


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Ein Fremder ist jemand der mir räumlich nahe genug sit um auf mein Leben Einfluss uzu haben, aber von seiner Sozialisation in für mich entscheidenden Fragen andersartig (fern).



    Alles was fremd ist erzeugt bei grossen Teilen der Menschheit Ablehnung und diese in der Folge wechselseitige Ablehnung ist der Grund für die Spaltung der Gesellschaft.


    Die neuen Länder sind aufgrund ihrer Vorerfahrungen den westlichen Bundesländern vielleicht 10 vielleicht auch nur 6 Jahre voraus. ........und diese Erkenntnis wird bitter.
    Harvald is offline

  8. #148 Reply With Quote
    Ritter Thorn1030's Avatar
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    Quote Originally Posted by Cagigawa View Post
    Die sogenannte nicht vorhandene Wirtschaft in der DDR hat uns übrigens ein schönes Leben ermöglicht mit Waren zu Spottpreisen vor dem Mauerfall.
    Ein schönes Leben - mit abblätternden Hausfassaden, veralteten Fabriken und Waren, die man - wenn es sie denn mal gab nur mit dem Vitamin-B "Bezugsschein" bekommen konnte. Was bitte soll daran schön gewesen sein? Und klar waren das Spottpreise - weil subventioniert in einem Ausmaß das sich die DDR gar nicht erlauben konnte. Warenverkauf unter dem Erzeugungspreis und andere Todsünden.... Genau das war doch das Problem. Weil die meißten Marktwirtschaft nie gelernt hatten, hat ein Großteil der Arbeiter nicht einmal mitbekommen das ihr Kombinat mehr Kosten verursacht hat, als Einnahmen reinkamen.

    Das die DDR zusammengebrochen ist war keine Folge irgendeiner marktkapitalistischen Weltverschwörung. Sondern die Genossen haben schlicht nicht genug verdient, um auch nur ihre Ausgaben wieder reinzubekommen. Jahrzehntelang nicht. Wer das schön redet... Sorry, aber das ist nun wirklich nur noch nostalgische Verklärung.

    Aber ich gestehe dir durchaus zu, das das für jemanden der es nicht anders kannte und sich auch sonst von der Politik fernhielt schön sein konnte - solange, bis eben das Licht ausging. Wenn man die Alternativen nicht kennt und ansonsten in Ruhe gelassen wird, mag das vielen reichen.

    Quote Originally Posted by Harvald View Post
    Alles was fremd ist erzeugt bei grossen Teilen der Menschheit Ablehnung
    Ein alter Urinstinkt halt. Ein noch aus der Frühzeit stammender Abwehrmechanismus einer bestehenden Gemeinschaft gegen eine potentielle Gefahr von außen. Wer nicht dazu gehört, kann nicht eingeschätzt werden - aber einwirken. Nichts, was einen ruhig schlafen läßt. Hat früher durchaus seine Berechtigung gehabt, heute kann er natürlich zum Problem werden. Wie so viele frühzeitliche Instinkte, die nicht wirklich gut in die moderne Welt integriert werden können.

    Quote Originally Posted by Harvald View Post
    Die neuen Länder sind aufgrund ihrer Vorerfahrungen den westlichen Bundesländern vielleicht 10 vielleicht auch nur 6 Jahre voraus.
    Ja? Wie kommst du darauf? Der Lebensstandard wird sich doch immer mehr angleichen. Es dauert halt nur länger, als manch einer gerne hätte. Ich persönlich halte die jetzige Situation eher für eine Übergangsphase, bis zu diesem Tag X. Bisher deutet jedenfals nichts darauf hin, das die "Zustände" wie sie im Osten sind, in den Westen überschwappen könnten. Warum auch? Ein "Gamechanger" könnte allerdings eine erneute 1 Mio. Mann Flüchtlingswelle und endlose Trecks an den Grenzen werden. Wenn dann wieder mangels Rückgrat in einer Nacht-und-Nebel Aktion die Grenzen geöffnet und alle reingelassen werden, könnte es kippen. Refugees welcome halte ich z.Zt. nicht für wiederholungsfähig. Ist allerdings auch nur meine Einschätzung.
    Thorn1030 is offline Last edited by Thorn1030; 26.11.2019 at 02:48.

  9. #149 Reply With Quote
    Held Cagigawa's Avatar
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    Quote Originally Posted by Thorn1030 View Post
    Ein schönes Leben - mit abblätternden Hausfassaden, veralteten Fabriken und Waren, die man - wenn es sie denn mal gab nur mit dem Vitamin-B "Bezugsschein" bekommen konnte. Was bitte soll daran schön gewesen sein? Und klar waren das Spottpreise - weil subventioniert in einem Ausmaß das sich die DDR gar nicht erlauben konnte. Warenverkauf unter dem Erzeugungspreis und andere Todsünden.... Genau das war doch das Problem. Weil die meißten Marktwirtschaft nie gelernt hatten, hat ein Großteil der Arbeiter nicht einmal mitbekommen das ihr Kombinat mehr Kosten verursacht hat, als Einnahmen reinkamen.

    Das die DDR zusammengebrochen ist war keine Folge irgendeiner marktkapitalistischen Weltverschwörung. Sondern die Genossen haben schlicht nicht genug verdient, um auch nur ihre Ausgaben wieder reinzubekommen. Jahrzehntelang nicht. Wer das schön redet... Sorry, aber das ist nun wirklich nur noch nostalgische Verklärung.

    Aber ich gestehe dir durchaus zu, das das für jemanden der es nicht anders kannte und sich auch sonst von der Politik fernhielt schön sein konnte - solange, bis eben das Licht ausging. Wenn man die Alternativen nicht kennt und ansonsten in Ruhe gelassen wird, mag das vielen reichen.
    Uns im Westen. Wir waren es die die Billig-Importe der DDR gekauft haben. Dem Westen hat der Osten ein schönes Leben ermöglicht.
    Der Westen war ein Hochlohnland mit Billigimporten aus dem Osten während die Mauer die billigen Arbeitskräfte nicht zu uns gelassen hat.
    Der Westen war schon immer nur wirtschaftlich besser dank dem Osten.
    Das die DDR wegen Misswirtschaft zusammengebrochen ist steht außer Frage.
    Ich sagte ja auch das geringfügige Umstrukturierungen nötig gewesen wären.

    Ebenso brauchst du mir nichts zugestehen ich bin aus dem Westen.
    Ich weiß auch wie die Menschen zum Teil leben mussten und selbst Essen manchmal Mangelware war.
    Das sind aber alles Dinge die bei einer besseren Struktur nie zum tragen gekommen wären.
    Ich rede die DDR nicht schön sie war Scheiße zumindest für ihre Bewohner.

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  10. #150 Reply With Quote
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    Manche Sachen waren in der DDR besser als in der BRD. Kinderbetreuung, Gleichberechtigung der Frau im Arbeitsleben, etc.

    Ist natürlich alles nix, wofür die AfD steht.
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  11. #151 Reply With Quote
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    Das Problem ist nicht die Verbesserung im Osten sondern die Veränderung im Westen. Die Migrationsströme laufen ja weiter, Leiharbeiter aus Bulgarien, Flüchtlinge aus Schwarzafrika und dem Mittleren Osten. Hinzu kommen ein Abschwung in der Wirtschaft, möglicherweise Folgen der Digitalisierung, Folgen verfehlter Wirtschaftspolitik in den 90ern durch Minirenten usw.


    Dies wird nach meiner Einschätzung dazu führen, dass wir Zustände wie in den USA bekommen, die in den unteren Schichten sowohl zu einer Ausgrenzung der urbanen besser verdienenden Eliten, als auch der Migranten jeder Couleur, ob Werkvertragsarbeitnehmer oder Flüchtling führen wird. Das Netzwerk ist es was einen am Leben hält und wer nicht dazu gehört ist und bleibt draußen. Die Netzwerke sind dann sehr leicht von Nationalisten, gleichgültig ob sie AfD oder anders heißen zu übernehmen.


    Ich habe oben nur die halbe Definition von "Fremder" gebracht, überlegt euch das gleiche aus der Sicht des Zuwanderers.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Der Heimat so fern und daher in seinen Gebräuchen und Regeln so fest. Mit einem Wort: nicht integrationsfähig oder willig.



    Wir können diese Wirkungsmechanismen schon jetzt beobachten. Sie sind noch nicht wirklich bedrohlich aber sie sind da. Der Verlust des Vertrauens in die Politikfähigkeit, Ablehnung der Politik und der Demokratie als beste Regierungsform und das trotz der angeblichen Erfolge. Und trotzdem: die Deutschen sind glücklich wie nie zu vor. Das beruht dann auf den Netzwerken. Plötzlich ist Heimat wieder ein Begriff. In meiner Jugend hätten wir das Wort nicht mal in den Mund genommen weil es so miefig und verstaubt war. Heute macht man damit Werbung.
    Harvald is offline

  12. #152 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Harvald View Post


    Dies wird nach meiner Einschätzung dazu führen, dass wir Zustände wie in den USA bekommen, die in den unteren Schichten sowohl zu einer Ausgrenzung der urbanen besser verdienenden Eliten, als auch der Migranten jeder Couleur, ob Werkvertragsarbeitnehmer oder Flüchtling führen wird. Das Netzwerk ist es was einen am Leben hält und wer nicht dazu gehört ist und bleibt draußen. Die Netzwerke sind dann sehr leicht von Nationalisten, gleichgültig ob sie AfD oder anders heißen zu übernehmen.
    Mit dem Unterschied, dass man in den USA von Jugend an darauf trainiert wird, Geld und jene die es haben, zu bewundern, wenn nicht gar anzubeten. Der soziale Gedanke dagegen, der Europa größtenteils seit dem Ende des Krieges ausmacht, brennt dort auf Sparflamme. Auch dies, durch die in die Köpfe gehämmerte Gleichung sozial=Sozialismus=Totalitäres Sytem.

    In Europa kann das eine viel stärkere Sprengkraft haben als in den USA, wo ein populistischer Milliardär es schaffte, sich zum Kämpfer der verfolgten Masse zu stilisieren.
    abaris is offline

  13. #153 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by abaris View Post
    Mit dem Unterschied, dass man in den USA von Jugend an darauf trainiert wird, Geld und jene die es haben, zu bewundern, wenn nicht gar anzubeten.
    In Deutschland ist das nicht der Fall?

    Was du kannst nicht zum Klassenausflug, deine Harzer haben wohl keine Kohle.
    Die sollen arbeiten gehen dann können die sich such etwas leisten.
    Oder
    Wie du rumläufst, nicht einmal Markenklamotten - Abschaum.

    Bitter aber Realität!
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.
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  14. #154 Reply With Quote
    Drachentöter Ciao's Avatar
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    Quote Originally Posted by abaris View Post
    Mit dem Unterschied, dass man in den USA von Jugend an darauf trainiert wird, Geld und jene die es haben, zu bewundern, wenn nicht gar anzubeten. Der soziale Gedanke dagegen, der Europa größtenteils seit dem Ende des Krieges ausmacht, brennt dort auf Sparflamme. Auch dies, durch die in die Köpfe gehämmerte Gleichung sozial=Sozialismus=Totalitäres Sytem.

    In Europa kann das eine viel stärkere Sprengkraft haben als in den USA, wo ein populistischer Milliardär es schaffte, sich zum Kämpfer der verfolgten Masse zu stilisieren.
    In Italien gab es einen Berlusconi, in Tschechien gibt es einen Andrej Babis, in der Ukraine gab es unter anderen einen Poroschenko.
    Auch ein Johnson ist ziemlich reich.

    Seltsamerweise bevorzugen gar nicht wenige Reiche mit Partikularinteressen.

    Teilweise wurden Politiker auch im Amt sehr reich.
    Ein Franz-Josef Strauß vererbte 125 Mio DM. Die stammten nicht vom Ministerpräsidentengehalt.
    FJS ist trotzdem der populärste CSU-Politiker geblieben.
    Ist Euch eigentlich klar, dass wir zu den reichsten 10% der Welt gehören?
    10% von 9 Milliarden sind 900 Millionen. Und unter diesen 900 Millionen gehören unsere 80 Millionen klar zu den reicheren unter den reichsten 10%.
    Also, wie verbessern WIR die Welt? Und keine Ausreden.
    Ciao is offline

  15. #155 Reply With Quote
    Held Cagigawa's Avatar
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    Quote Originally Posted by Ciao View Post
    In Italien gab es einen Berlusconi, in Tschechien gibt es einen Andrej Babis, in der Ukraine gab es unter anderen einen Poroschenko.
    Auch ein Johnson ist ziemlich reich.

    Seltsamerweise bevorzugen gar nicht wenige Reiche mit Partikularinteressen.

    Teilweise wurden Politiker auch im Amt sehr reich.
    Ein Franz-Josef Strauß vererbte 125 Mio DM. Die stammten nicht vom Ministerpräsidentengehalt.
    FJS ist trotzdem der populärste CSU-Politiker geblieben.
    In Deutschland gilt wie auch in den USA ohne eigenes Vermögen wird es schwierig mit dem Politiker werden.
    Zumindest wenn es über die Regionalpolitik hinauslaufen soll.

    In Deutschland konntest du bisher fast nur erfolgreicher Politiker werden wenn du zur Union oder zur SPD gehört hattest.
    Alles andere wäre ein Glückstreffer gewesen.
    Um bei Union oder SPD bei einer Bundestagswahl mitmachen zu können brauchst du nicht nur ein Regionales Team welche dir bereits Wähler beschert sondern auch mindestens 100.000€ als Auslagen. Ohne dieses Geld kommst du auch hier nicht weit.

    In Amerika ist das extremer. Ich kann mich nicht erinnern das es dort einen großen Politiker gab der nicht mindestens ein Multimillionär war.
    Wobei bei uns im Bundestag ebenfalls genug mit Millionen auf dem Konto sitzen Parteien unabhängig in diesem Fall sogar.

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  16. #156 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Cagigawa View Post
    In Amerika ist das extremer. Ich kann mich nicht erinnern das es dort einen großen Politiker gab der nicht mindestens ein Multimillionär war.
    Bernie Sanders?
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

    Steckt nicht ein klein wenig John Bartlett in jedem von uns?


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  17. #157 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Cagigawa View Post

    In Amerika ist das extremer. Ich kann mich nicht erinnern das es dort einen großen Politiker gab der nicht mindestens ein Multimillionär war.
    Es gab schon Präsidenten, die aus eher einfachen Verhältnissen in die große Politik kamen. Obama etwa, davor Clinton. Lindon B Johnson, Truman. Alles Demokraten. Der einzige Republikaner, der mir aus dieser Kategorie einfällt ist tatsächlich Nixon. Zumindest in der jüngeren Geschichte.
    abaris is offline

  18. #158 Reply With Quote
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    Und letzterer hat enorm unter dem Komplex gelitten, eben nicht zum elitären Club der Millionäre dazu zugehören und als "Emporkömmling" zu gelten. Hat seine Persönlichkeit maßgeblich mitbestimmt - mit den bekannten Folgen.
    Thorn1030 is offline

  19. #159 Reply With Quote
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    Bernie Sanders?
    Ist ein Multimillionär.
    Hat sogar mehr auf dem Konto als damals Obama als dieser Präsident wurde.

    Quote Originally Posted by abaris View Post
    Es gab schon Präsidenten, die aus eher einfachen Verhältnissen in die große Politik kamen. Obama etwa, davor Clinton. Lindon B Johnson, Truman. Alles Demokraten. Der einzige Republikaner, der mir aus dieser Kategorie einfällt ist tatsächlich Nixon. Zumindest in der jüngeren Geschichte.
    Obama hatte vor Amtsantritt ein vermögen von 1,2 Millionen. Mittlerweile sind es rund 7.
    Gut ist jetzt nicht die Welt aber dennoch.
    Auch Nixon hatte 600.000 Dollar da würde sich die Frage stellen was dies mit Inflationsausgleich wäre.
    George Washingtons Vermögen wäre nach heutigem Maßstab wohl angeblich knapp ne halbe Milliarde wert.

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  20. #160 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Cagigawa View Post
    Obama hatte vor Amtsantritt ein vermögen von 1,2 Millionen. Mittlerweile sind es rund 7.
    Gut ist jetzt nicht die Welt aber dennoch.
    Auch Nixon hatte 600.000 Dollar da würde sich die Frage stellen was dies mit Inflationsausgleich wäre.
    George Washingtons Vermögen wäre nach heutigem Maßstab wohl angeblich knapp ne halbe Milliarde wert.
    Es geht aber darum, dass sie im Gegensatz zu Kennedy, den Bushes oder jetzt Trump, nicht mit dem goldenen Löffel geboren wurden.
    abaris is offline

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