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  1. #281 Reply With Quote
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    Hanna/Seeva Sorax/Saenia Vincent Yukhi

    Einer der C-Sec Agenten fiel, Thomen hieß er. Thadera wusste nicht ob es gut oder schlecht war das er starb bevor sie sich seinen Namen richtig einprägen konnte. Sie fühlte sich erschöpft, der Kampf mit Biotik zehrte selbst bei einer Asari an der Ausdauer. Die linke Hand pochte viel lauter, sicher war beim Schlag auf die Panzerung etwas gebrochen. Adrenalin dämpfte den Schmerz, hielt die Sportlerin auf den Beinen.
    Sie hatte keine Ahnung was den Kroganer noch auf den Beinen hielt. Hass? Wut?
    Saenia verabreichte ihr etwas Medigel auf die geschundene Hand, fragte sie nach einem erneuten Angriff. Thadera lächelte grimmig und nickte knapp. Noch stand sie, ihr Gegner aber auch. Es war Zeit für die letzte Runde. "Ja. Zeit ihn mit seinem Bruder zu vereinigen."

    Die Spectre feuerte ihre Waffe auf den Kroganer ab, dort wo die Panzerung sich schon verabschiedet hatte. Dunkles, organges Blut strömte aus verschiedenen Wunden. Nur ein eiserner Wille und die außergewöhnliche Physiologie der Kroganer hielt den Söldner vermutlich noch auf den Beinen. Dennoch wurde er langsam, wenn auch nicht weniger gefährlich. Ein verwundetes Raubtier war immer noch tödlich.
    Thadera sprintete langsam heran, sammelte erneut Energie. Ein hellblaues Licht, langsam umhüllt von dunkelblauen Schlieren. Als der dunkelblaue Elipsoid seine Form angenommen hatte, warf sie ihn zielsicher in Richtung von Hirv. "Flare!", rief sie der anderen Asari zu, darauf hoffend das diese verstand.

    Ein "Flare" war eine sehr einfache Technik an Asari-Biotik Akademien und nicht unbedingt geeignet um großen Schaden zu verursachen. Die kleine dunkelblaue Kugel raste auf den Kroganer zu, beinahe schon an seinem Gesicht vorbei. Die Spectre wartete ab bis sie auf Höhe des intakten Auge war, dann brachte sie das schwache Kraftfeld um die Kugel mit ihrer Biotik zum Einsturz. Ein gleißendes hellblaues Licht erstrahlte, direkt vor dem Auge des Söldners. Das letzte Licht das er je sehen sollte, bevor es ihm die Netzhaut des verbliebenen Auges zerstörte. Hirv war blind in ewige Dunkelheit gestürzt. Wütend schrie der Kroganer, ließ im Zorn den Hammer kreisen. Doch die tödliche Koordination war verschwunden, ein tödliches Geschwinge ohne Ziel.

    Thadera kam heran fokussierte biotische Energie, presste sie scheinbar zusammen. Angestrengt hielt sie Kraftfeld aufrecht, welches eine leicht pulsierende Kugel in ihrer Hand zusammenhielt. Behände wich sie den ziellosen Schwingern des Blinden aus, erreichte seine linke Seite. Blut floß aus den groben Einschusslöchern die ihm Seeva zugefügt hatte. Thadera zog ihre linke Hand weg, schob mit der rechten Hand die pulsierende Kugel nach vorne. Zielsicher steuerte diese das Einschussloch an, Thadera ließ sich auf die Knie fallen und schlitterte über den Boden am Kroganer vorbei. Das Kraftfeld zerbrach, setzte die eingesperrte Energie frei. Die biotische Explosion bahnte sich ihren Weg, durch Fleisch, Knochen und Sehnen. Der angeschlagene Ellbogen des Kroganers explodierte mit einem blauen Leuchten. Oranges Blut spritzte durch die Luft, Knochensplitter und Fleisch. Thadera spürte noch beim schlittern etwas warmes und feuchtes an ihrem Hinterkopf. Hörte wie der Streithammer zu Boden fiel, gefolgt von einem dumpferen Aufschlag. Ein orange Fontäne von Blut schoß aus dem Armstumpf hervor.
    Der blinde Kroganer stolperte durch den Raum, knurrte wie ein prähistorisches Tier, fluchte und brüllte. Sein Kiefer schnappte, der blutende Armstumpf wedelte durch die Luft. Dann endete es. Thadera hatte sich umgewandt und sah wie der Koloss in die Knie gang, halb über seine ehemalige Waffe stolpernd. Heftig keuchend hob er langsam seinen Kopf, sah kurz zu Thadera, dann zu Seeva."Guter Kampf!", grunzte er zufrieden. Die Spectre baute sich über ihm auf und ihre Pistole beendete dieses makabre Schauspiel. Leblos kippte der Kroganer zur Seite, auf jene wo wohl einst sein Zwilling angewachsen war.
    Entspannt atmete die Sportlerin aus, die Anspannung entwich ihr. "Endlich.", hauchte sie erleichtert. Sie hatte ihren Teil getan, ob sie jetzt noch in die Luft flogen lag eh nicht in ihrer Hand.


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  2. #282 Reply With Quote
    #17  Forenperser's Avatar
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    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post
    Aufteilen!“, rief Syren, genauso wie T’Saari als das riesige Ungetüm sich daran machte sie anzugreifen, „Haltet sie von den Bombenspezialisten fern!“, fügte Syren aber noch hinzu, während alle anfingen das Feuer zu eröffnen.
    Diese Strategie funktionierte: Ilias und O’Grady arbeiteten an den Bomben, während der Rest den Kroganer beharkte. Zunächst war es die ehemalige Sportlerin, die versuchte die Echse im Nahkampf niederzuringen, dann half ihr von allen möglichen Personen der Mann in Schwarz, der zuvor seinen schwarzen Mantel zurückgelassen hatte. Die Bestie wurde auf die Knie gezwungen, bevor T’Saari einen direkten Angriff auf ihn verübte, den Kroganer scheinbar brechend.
    Einen Moment lang waren sie dem Sieg so nahe, dann verloren sie wieder alles: T’Saari wurde weggeschleudert und der Kroganer brachte einen der C-Sec Agents um. Syren fluchte innerlich, während sein Blick zur Bombenuhr ging – noch 5 Minuten bis alles hochging. Die beiden Menschen hatten im Schatten der Kämpfe einige der Zünder entschärfen können, aber sie hatten gerade Mal die Hälfte und O’Grady schien abgelenkt vom Tod seines Kameraden. „Konzentrieren sie sich! Wir haben nicht mehr viel Zeit.“, befahl der Turianer dem Menschen und dieser gehorchte. Er selbst musste in diesem Moment sein Feuer einstellen, als Yuhki plötzlich auf den Kroganer schießend zurannte.

    Saenia erreichte Thadera, die äußerst müde und angeschlagen wirkte. Sie zückte ein Medi-Gel und verabreichte es der Asari. „Können sie ihre Angriffe mit T’Saari koordinieren?“, fragte die braune Turianerin an die Asari gewandt, „Eine Biotikerin scheint bei diesem Riesen nicht auszureichen!
    In diesem Moment wurde der C-Sec Captain weggeschleudert und der Kroganer griff wieder die Spectre an.


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    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Die Struktur der Bomben war überraschend simple. Hanna mutmaßte, dass Gavros nicht erwartet hatte, dass jemals jemand außer ihr Hand an die Sprengsätze legen würde. „Selbst batarianische Enterkommandos entwickeln kompliziertere Sprengfallen“, dachte die Blondine. Der Stress, der mit der Operation am offenen Herzen einherging, war unterschwellig. Sie spürte ihn wie sanfte Wogen, die gegen ihre Brust schlugen. Stärker war das Gefühl der Sucht – Hannas Lust auf eine Zigarette steigerte sich mit jedem entschärften Sprengsatz. Mittlerweile hatte sie einen trockenen Mund und das Gefühl unbändigen Durstes. Während um sie herum geschossen und geschrien wurde dachte Hanna nur daran, auch noch die restlichen Totbringer zu entschärfen, um ihre geschundene Lunge endlich mit einem weiteren Glimmstengel torpedieren zu können. Ein Querschläger peitschte dicht neben Hannas Kopf entlang, so dicht, dass es pfiff. „Ey, passt auf ihr Idioten!“, rief Hanna laut, obwohl sie wohl niemand hören konnte. Sie hob zwei Kabel an, drückte eine Reihe an Knöpfen und löste eine Verbindung. Der Zähler am Sprengsatz verstummte, die Zahlen blieben stehen: 4:57. Hanna schaute zur nächsten pilzähnlichen Metallkuppel. „Noch genug Zeit“, dachte sie, ging aus der Hocke und lief zum nächsten Ziel.

    Seeva konnte nicht sagen, welcher Teufel sie geritten hatte, Beyo die Killerin alleine verfolgen zu lassen und die Bomben aufzusuchen. Nun war sie um ihre Entscheidung froh. Der Kroganer war ein härterer Brocken als sein Spiegelbild zuvor – und ihre Truppe schrumpfe. Thomen starb. Der einzige Trost mochte sein, dass er schnell und hoffentlich schmerzlos starb. Er erkaufte ihnen Zeit. Seeva sammelte Kraft und pfefferte dem im Gesicht verletzten Kroganer ein biotisches Geschoss entgegen. Der Koloss taumelte. Gedämpft hörte sie Vox etwas rufen, ihr dröhnte vom dauerhaften Abfeuern das Gehör. Die Asari rappelte sich auf, sammelte ihre Schrotflinte auf, schoss das Magazin leer und warf sie beiseite. Ähnlich wie zuvor die Sportlerin griff der Spectre an, stieß den Kroganer zurück während sie zeitgleich ihre Pistole vom Gürtel zog. Sie zwängte die Waffe zwischen die aufgebrochenen Panzerstücke, in die Cas’tivera eine Bresche geschlagen hatte. Mehrfach drückte sie ab, pumpte Projektile in das Fleisch der Bestie. Sicherlich nicht tödlich, aber schmerzhaft. Ihr Gegner machte einen kräftigen Schritt zur Seite, stieß die Asari damit fort. Der Spectre kam ins Straucheln, wich zurück und duckte sich unter einem unkontrollierten Schwung des Streithammers weg. T’Saari feuerte die letzten beiden Projektile auf die Schädelplatte des Kroganers ab, wich rückwärts aus und fingerte ein Thermomagazin vom Gürtel. Während sie nachlud sah sie in des Kroganers Rücken O’Grady fluchen und auf der Bombe herumdrücken. Wäre Hanna Ilias nicht mitgekommen, wäre es egal ob der Kroganer oder das Team den Sieg in diesem Kampf erringen würde – sie wären tot. Die ehemalige Elitesoldatin zeigte, dass sie nichts von dem Gelernten vergessen hatte und arbeitete doppelt so effektiv, wie der Polizist. Der Kroganer schwächelte, seine Schläge wurden langsamer, weniger wild. Der Kampf neigte sich dem Ende.


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    Hanna/Seeva Sorax/Saenia Vincent Yukhi

    Einer der C-Sec Agenten fiel, Thomen hieß er. Thadera wusste nicht ob es gut oder schlecht war das er starb bevor sie sich seinen Namen richtig einprägen konnte. Sie fühlte sich erschöpft, der Kampf mit Biotik zehrte selbst bei einer Asari an der Ausdauer. Die linke Hand pochte viel lauter, sicher war beim Schlag auf die Panzerung etwas gebrochen. Adrenalin dämpfte den Schmerz, hielt die Sportlerin auf den Beinen.
    Sie hatte keine Ahnung was den Kroganer noch auf den Beinen hielt. Hass? Wut?
    Saenia verabreichte ihr etwas Medigel auf die geschundene Hand, fragte sie nach einem erneuten Angriff. Thadera lächelte grimmig und nickte knapp. Noch stand sie, ihr Gegner aber auch. Es war Zeit für die letzte Runde. "Ja. Zeit ihn mit seinem Bruder zu vereinigen."

    Die Spectre feuerte ihre Waffe auf den Kroganer ab, dort wo die Panzerung sich schon verabschiedet hatte. Dunkles, organges Blut strömte aus verschiedenen Wunden. Nur ein eiserner Wille und die außergewöhnliche Physiologie der Kroganer hielt den Söldner vermutlich noch auf den Beinen. Dennoch wurde er langsam, wenn auch nicht weniger gefährlich. Ein verwundetes Raubtier war immer noch tödlich.
    Thadera sprintete langsam heran, sammelte erneut Energie. Ein hellblaues Licht, langsam umhüllt von dunkelblauen Schlieren. Als der dunkelblaue Elipsoid seine Form angenommen hatte, warf sie ihn zielsicher in Richtung von Hirv. "Flare!", rief sie der anderen Asari zu, darauf hoffend das diese verstand.

    Ein "Flare" war eine sehr einfache Technik an Asari-Biotik Akademien und nicht unbedingt geeignet um großen Schaden zu verursachen. Die kleine dunkelblaue Kugel raste auf den Kroganer zu, beinahe schon an seinem Gesicht vorbei. Die Spectre wartete ab bis sie auf Höhe des intakten Auge war, dann brachte sie das schwache Kraftfeld um die Kugel mit ihrer Biotik zum Einsturz. Ein gleißendes hellblaues Licht erstrahlte, direkt vor dem Auge des Söldners. Das letzte Licht das er je sehen sollte, bevor es ihm die Netzhaut des verbliebenen Auges zerstörte. Hirv war blind in ewige Dunkelheit gestürzt. Wütend schrie der Kroganer, ließ im Zorn den Hammer kreisen. Doch die tödliche Koordination war verschwunden, ein tödliches Geschwinge ohne Ziel.

    Thadera kam heran fokussierte biotische Energie, presste sie scheinbar zusammen. Angestrengt hielt sie Kraftfeld aufrecht, welches eine leicht pulsierende Kugel in ihrer Hand zusammenhielt. Behände wich sie den ziellosen Schwingern des Blinden aus, erreichte seine linke Seite. Blut floß aus den groben Einschusslöchern die ihm Seeva zugefügt hatte. Thadera zog ihre linke Hand weg, schob mit der rechten Hand die pulsierende Kugel nach vorne. Zielsicher steuerte diese das Einschussloch an, Thadera ließ sich auf die Knie fallen und schlitterte über den Boden am Kroganer vorbei. Das Kraftfeld zerbrach, setzte die eingesperrte Energie frei. Die biotische Explosion bahnte sich ihren Weg, durch Fleisch, Knochen und Sehnen. Der angeschlagene Ellbogen des Kroganers explodierte mit einem blauen Leuchten. Oranges Blut spritzte durch die Luft, Knochensplitter und Fleisch. Thadera spürte noch beim schlittern etwas warmes und feuchtes an ihrem Hinterkopf. Hörte wie der Streithammer zu Boden fiel, gefolgt von einem dumpferen Aufschlag. Ein orange Fontäne von Blut schoß aus dem Armstumpf hervor.
    Der blinde Kroganer stolperte durch den Raum, knurrte wie ein prähistorisches Tier, fluchte und brüllte. Sein Kiefer schnappte, der blutende Armstumpf wedelte durch die Luft. Dann endete es. Thadera hatte sich umgewandt und sah wie der Koloss in die Knie gang, halb über seine ehemalige Waffe stolpernd. Heftig keuchend hob er langsam seinen Kopf, sah kurz zu Thadera, dann zu Seeva."Guter Kampf!", grunzte er zufrieden. Die Spectre baute sich über ihm auf und ihre Pistole beendete dieses makabre Schauspiel. Leblos kippte der Kroganer zur Seite, auf jene wo wohl einst sein Zwilling angewachsen war.
    Entspannt atmete die Sportlerin aus, die Anspannung entwich ihr. "Endlich.", hauchte sie erleichtert. Sie hatte ihren Teil getan, ob sie jetzt noch in die Luft flogen lag eh nicht in ihrer Hand.


    Captain Kaneko Yuhki

    Alles geschah wie durch einen Filter. Yuhki nahm wahr wie die Atempause, die er T'Saari verschafft hatte, genutzt wurde. Wie sich alle für einen letzten Gegenangriff aufrafften und wie das Monster schließlich fiel. Der Japaner hatte Thomen's Körper indes aus dem Raum und in Richtung der Gänge gezogen. Tief in seinem Unterbewusstsein machte er sich immer noch etwas vor. Hoffend, er würde gleich aufwachen.....so wie in dem Gebäude, nachdem der andere Kroganer ihn ausgeknockt hatte. Würde sich etwas Medi-Gel verpassen lassen, sich eine Standpauke von ihm anhören und dann gehen.....nach Hause. Zu seiner Freundin, seinem ungeborenen Kind.
    Natürlich eine wahnwitzige Vorstellung. Yuhki wandte gezwungen den Kopf ab und ging zurück in den Raum, nahm die Stimmen der meisten Umstehenden nur dumpf war. Der Kroganer war tot, doch der Timer tickte immer noch. Er war mittlerweile auf knappen 3 Minuten angelangt. Ilias war gerade mit ihrem letzten Knotenpunkt fertig. O'Grady hingegen arbeitete immer noch fieberhaft an seinem letzten. "Was ist los, wieso dauert das so lange? Wir haben keine Zeit mehr!" Keine Antwort. "O'Grady?!"
    "Capain....." Der junge Ire sah zu ihm und allen anderen, die auf eine Antwort warteten.
    "Es tut mir Leid...." "Was?!" erwiderte Yuhki sofort hektisch. "Was tut Ihnen Leid? Schaffen Sie es nicht?Jetzt ist keine Zeit um sich beweisen zu wollen. Gehen Sie zur Seite, lassen Sie Ilias das - " "Nein Sir...." unterbrach der junge Ire ihn. "Gavros, sie....sie hat einen Failsafe eingebaut. Sobald jemand.....sobald ich diesen letzten Knotenpunkt entschärfe......fliegt dieser Raum dafür in die Luft."
    Der Japaner atmete schnappend ein. Auch einige Umstehende reagierten dementsprechend. Deshalb also hatte er so lange gebraucht! Er hatte versucht das zu umgehen. "Gehen Sie." murmelte O'Grady ruhig. "Wir haben keine Zeit mehr......entschärfe ich diesen Knotenpunkt nicht, geht da oben doch noch etwas hoch...." "Kommt nicht in Frage!" rief Yuhki entsetzt. "Sie können nicht.....nicht auch noch.....wir finden einen anderen - " "Es ist zu spät." murmelte Niall traurig. Er hatte Recht - sie hatten nur noch eine knappe Minute.
    "Nicht Sie....nicht Sie auch noch! Wir - " Der Japaner erstarrte mitten im Schritt den er auf seinen jüngsten Mitarbeiter zugemacht hatte. O'Grady hatte eine Pistole gezogen. Er sah ihn aus tränenerfüllten Augen an und begann, ohne sich abzuwenden, weiterzuarbeiten.
    "Nein!" Yuhki spürte den kräftigen Griff der Spectre um seine Arme, die ihn gewaltsam nach hinten wegzog. "Loslassen!" Der Timer auf dem großen Gerät stoppte. Die Gruppe drängte ihn aus dem Raum, zurück in den Tunnel, wo Thomen's Leiche bereits lag, außer Sichtweite seines anderen Mitarbeiters. Und keine Sekunde später kam der Knall und die Druckwelle, welche sie sogar bis in den Tunnel traf. "Nein....." Fassungslos blickte der Captain in die Flammen. Sie würden heute keinen mehr verlieren, hatte er gesagt. Und nun hatten sie sogar zwei Leute verloren.....er hatte sie verloren.
    Ein schweigender Moment der Besinnung folgte. Schließlich ballte der Japaner die Faust und atmete tief ein. "Das war das letzte Leben was diese Verrückte ausgelöscht hat!" Alle setzten sich in Bewegung.

    Beyo Vhan

    "Ungh..." Beyo stolperte getroffen zurück, griff mit der Hand an das Geländer hinter ihm und versuchte sich auf den Füßen zu halten. "Aaaah!" Er spürte den Schlag in die Brust, krümmte sich zusammen. Spürte Braelyn's Griff um seinen Kopf, wie sie ihn nach hinten zog und dann mit brachialer Gewalt gegen das Geländer feuerte. Zweimal. Dreimal. Ihm wurde schwarz vor Augen, spürte einen Tritt in der Magengegend. Aus verschwommener Sicht sah er, wie sie Anlauf nahm. Immer noch zu benommen von den Schmerzen, unfähig zu reagieren, bekam er den Tritt aus vollem Lauf gegen die Brust. Er war so kräftig, dass das Geländer brach und Beyo nach hinten runter stürzte. "Nnngh.... Circa 3 Meter tief landete er direkt auf dem Rücken, auf dem Steg der unter ihnen lag. Im nächsten Moment jedoch spürte er einen gewaltigen Druck auf seinem Oberkörper und schnappte hustend nach Luft. Braelyn war aus der selben Höhe direkt auf seinen Brustkorb gesprungen. "Nicht-gut-genug-Beyo!" Jedem Wort folgte ein Schlag ins Gesicht. Der rote Turianer hatte langsam das Gefühl taub zu werden. Seine Sinne setzten aus, aufgrund des enormen Traumas. Verlor er die Besinnung?.....
    "Oh, nein nein nein!" Mit einem Mal kam wieder ein Kraftschub in seinen Körper. Und mit der Kraft der Schmerz. Braelyn hatte ihm eine Spritze Adrenalin direkt durch die Halsschlagader gejagt. "Du bleibst schön wach......ich will dass du.....dass.....dass du...."
    "....dass ich alles sehe?" beendete der Turianer den Satz der ins Stocken gekommenden Killerin. "Du hast....wie.....verdammt!"
    Hektisch aktivierte sie ihr Omni-Tool und öffnete einen Timer, welcher wohl zu den Bomben gehörte. Entsetzt sah sie, dass dieser nicht mal mehr eine Minute anzeigte. "Du.....das war dein Plan von Anfang an...du wolltest mich hier behalten."
    Ihre blinde Rage flaute ab. Für ein paar Momente herrschte Schweigen zwischen beiden. Plötzlich begann sie aus dem Nichts heraus zu lachen. Leise, unnatürlich. ".....aber weißt du was Beyo? Es ist in Ordnung. Wenn ich schon sterbe......weiß ich wenigstens dass du auch mit in die Hölle kommst!"
    Sie ließ ab von ihm, richtete sich auf. Verschränkte die Hände hinter dem Rücken und nahm Haltung an, stellte sich gerade hin, die Brust stolz emporgestreckt, schloss die Augen, in Erwartung des Endes.

    "...." Doch es kam nicht. Sekunden verstrichen. Minuten. Nichts passierte. Kein großer Knall. Keine Erschütterung. Kein Energieausfall. "Wieso.....?"
    "Das ist dein großes Problem Braelyn." Beyo richtete sich langsam auf. "Du siehst nur das, was du tun kannst. Nicht eine Sekunde verschwendest du einen Gedanken an die Fähigkeiten anderer. Und hier stehen wir jetzt.....genau rechtzeitig um zu sehen, wie dein großer Plan wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt."
    Mit weit aufgerissenen Augen wandte die blasse Turianerin sich um und sah, wie am anderen Ende des Ganges Hanna Ilias, Seeva T'Saari und Captain Yuhki langsam auf sie zuschritten. Beyo lächelte und trat einen Schritt zu Seite. Hinter ihm kamen Syren Vox und Saenia Sorax auf sie zu. "Was....was passiert hier?" "Ist es nicht offensichtlich?" Er trat an sie heran. "Du verlierst, Braelyn!" "Nein!"
    Der Flashbang explodierte, ließ Beyo seine Sicht schützen. Schemenhaft erkannte er, wie Braelyn auf die Rohre zur Rechten des Geländers sprang und sie als Sprungbrett benutzte, um sich wieder zu dem Gang hochzuziehen, von welchem sie ihn eben gestoßen hatte. Doch sie kam nicht weit. Vincent van Zan stand bereit und schnitt ihr den Weg ab.
    "Nein!" Panisch machte sie eine Kehrtwende und rannte in die andere Richtung. Direkt auf die nun auftauchende Thadera Cas´tivera zu. "Nein....." Eingekesselt wie ein gefangenes Raubtier schien sie zu hyperventilieren. Sie zog ein Messer und rannte weiter auf die Sportlerin zu.
    "Nein, Nein, Nein!"
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  3. #283 Reply With Quote
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    Braelyn

    Ein weiterer Toter von Braelyns Agenda, doch sein Tod rettete viele. Es musste enden, die Opfer schrien nach Vergeltung. Und es lag in den Händen der Lebenden ihnen diese zu liefern. Entschlossen lief Thadera mit den anderen. Sie war erschöpft, verletzt doch all das ignorierte sie in diesem Moment. Der Grund, die Ursache all ihrer Leiden und Strapazen, er war in greifbarer Nähe. Es war Zeit all dies zu beenden.

    Sie erreichten die Szenerie, Braelyn war noch dort. Überraschenderweise war Beyo Vhan auch noch am Leben. Die Spectre gab kurze Handzeichen und die Gruppe teilte sich im Raum auf, alle Fluchtwege abschneidend. Kein brillianter Plan, keine erneute Flucht. Das Ende eines Katz und Maus Spiel mit hunderten Toten. Die Turianerin zündete eine Blendgranate ein weiteres Mal auf ihre Winkelzüge vertrauend. Doch sie waren nicht mehr in ihrem Plan, es gab keinen Plan B, kein geheimes Ass im Ärmel. Nur entschlossene Widersacher.

    Umkreist reagierte sie panisch, keine Spur mehr der kühl agierenden Mörderin. Braelyn zückte das Messer, einen Ausbruch erzwingend. Rannte mit gezückter Klinge los. Lief auf Thadera zu.
    Die Sportlerin sagte nichts, ihre Augen strahlten kalte Entschlossenheit aus. Sie konnte sich nicht helfen, sie lächelte ein klein wenig. Das Schicksal ließ Zaris Mörderin direkt auf sie zu laufen. Keine versteckten Klingen oder Angriffe aus dem Schatten. "Für Zari."
    Thaderas Körper spannte sich, ein biotischer Wurf schlug gegen Braelyns rechte Seite, schleuderte die Körperseite mit dem Messer nach hinten.
    Blauleuchtend segelte die rechte Faust der Asari nach vorne, ihr ganzes Gewicht, ihre Wut und den Kummer in den Schlag legend. Krachend traf die Faust das Gesicht der Turianerin, es knackte bösartig als die Mandibeln von der Wucht nach außen gebogen wurden. Eine halbe Pirouette drehend flog Braelyn nach hinten, gegen die Metallrohre zurück. Metallisch klackernd flog das Messer zu Boden, jedoch gefolgt von dem scharren von Klauen welche es suchten. Langsam schritt Thadera weiter auf die Killerin zu.


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  4. #284 Reply With Quote
    Schwertmeister Khardim's Avatar
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    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post
    T'Saari , Die Chaos-Cops II: Die Rache des Blutigen Turianers! , Thadera haut den Krogi , McCrees verschollener Partner , The Predator, Starring: Beyo Vhan & The Krogan strikes back!

    Aufteilen!“, rief Syren, genauso wie T’Saari als das riesige Ungetüm sich daran machte sie anzugreifen, „Haltet sie von den Bombenspezialisten fern!“, fügte Syren aber noch hinzu, während alle anfingen das Feuer zu eröffnen.
    Diese Strategie funktionierte: Ilias und O’Grady arbeiteten an den Bomben, während der Rest den Kroganer beharkte. Zunächst war es die ehemalige Sportlerin, die versuchte die Echse im Nahkampf niederzuringen, dann half ihr von allen möglichen Personen der Mann in Schwarz, der zuvor seinen schwarzen Mantel zurückgelassen hatte. Die Bestie wurde auf die Knie gezwungen, bevor T’Saari einen direkten Angriff auf ihn verübte, den Kroganer scheinbar brechend.
    Einen Moment lang waren sie dem Sieg so nahe, dann verloren sie wieder alles: T’Saari wurde weggeschleudert und der Kroganer brachte einen der C-Sec Agents um. Syren fluchte innerlich, während sein Blick zur Bombenuhr ging – noch 5 Minuten bis alles hochging. Die beiden Menschen hatten im Schatten der Kämpfe einige der Zünder entschärfen können, aber sie hatten gerade Mal die Hälfte und O’Grady schien abgelenkt vom Tod seines Kameraden. „Konzentrieren sie sich! Wir haben nicht mehr viel Zeit.“, befahl der Turianer dem Menschen und dieser gehorchte. Er selbst musste in diesem Moment sein Feuer einstellen, als Yuhki plötzlich auf den Kroganer schießend zurannte.

    Saenia erreichte Thadera, die äußerst müde und angeschlagen wirkte. Sie zückte ein Medi-Gel und verabreichte es der Asari. „Können sie ihre Angriffe mit T’Saari koordinieren?“, fragte die braune Turianerin an die Asari gewandt, „Eine Biotikerin scheint bei diesem Riesen nicht auszureichen!
    In diesem Moment wurde der C-Sec Captain weggeschleudert und der Kroganer griff wieder die Spectre an.


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    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Beyo

    Thadera

    Van Zan

    Rabe

    Die Struktur der Bomben war überraschend simple. Hanna mutmaßte, dass Gavros nicht erwartet hatte, dass jemals jemand außer ihr Hand an die Sprengsätze legen würde. „Selbst batarianische Enterkommandos entwickeln kompliziertere Sprengfallen“, dachte die Blondine. Der Stress, der mit der Operation am offenen Herzen einherging, war unterschwellig. Sie spürte ihn wie sanfte Wogen, die gegen ihre Brust schlugen. Stärker war das Gefühl der Sucht – Hannas Lust auf eine Zigarette steigerte sich mit jedem entschärften Sprengsatz. Mittlerweile hatte sie einen trockenen Mund und das Gefühl unbändigen Durstes. Während um sie herum geschossen und geschrien wurde dachte Hanna nur daran, auch noch die restlichen Totbringer zu entschärfen, um ihre geschundene Lunge endlich mit einem weiteren Glimmstengel torpedieren zu können. Ein Querschläger peitschte dicht neben Hannas Kopf entlang, so dicht, dass es pfiff. „Ey, passt auf ihr Idioten!“, rief Hanna laut, obwohl sie wohl niemand hören konnte. Sie hob zwei Kabel an, drückte eine Reihe an Knöpfen und löste eine Verbindung. Der Zähler am Sprengsatz verstummte, die Zahlen blieben stehen: 4:57. Hanna schaute zur nächsten pilzähnlichen Metallkuppel. „Noch genug Zeit“, dachte sie, ging aus der Hocke und lief zum nächsten Ziel.

    Seeva konnte nicht sagen, welcher Teufel sie geritten hatte, Beyo die Killerin alleine verfolgen zu lassen und die Bomben aufzusuchen. Nun war sie um ihre Entscheidung froh. Der Kroganer war ein härterer Brocken als sein Spiegelbild zuvor – und ihre Truppe schrumpfe. Thomen starb. Der einzige Trost mochte sein, dass er schnell und hoffentlich schmerzlos starb. Er erkaufte ihnen Zeit. Seeva sammelte Kraft und pfefferte dem im Gesicht verletzten Kroganer ein biotisches Geschoss entgegen. Der Koloss taumelte. Gedämpft hörte sie Vox etwas rufen, ihr dröhnte vom dauerhaften Abfeuern das Gehör. Die Asari rappelte sich auf, sammelte ihre Schrotflinte auf, schoss das Magazin leer und warf sie beiseite. Ähnlich wie zuvor die Sportlerin griff der Spectre an, stieß den Kroganer zurück während sie zeitgleich ihre Pistole vom Gürtel zog. Sie zwängte die Waffe zwischen die aufgebrochenen Panzerstücke, in die Cas’tivera eine Bresche geschlagen hatte. Mehrfach drückte sie ab, pumpte Projektile in das Fleisch der Bestie. Sicherlich nicht tödlich, aber schmerzhaft. Ihr Gegner machte einen kräftigen Schritt zur Seite, stieß die Asari damit fort. Der Spectre kam ins Straucheln, wich zurück und duckte sich unter einem unkontrollierten Schwung des Streithammers weg. T’Saari feuerte die letzten beiden Projektile auf die Schädelplatte des Kroganers ab, wich rückwärts aus und fingerte ein Thermomagazin vom Gürtel. Während sie nachlud sah sie in des Kroganers Rücken O’Grady fluchen und auf der Bombe herumdrücken. Wäre Hanna Ilias nicht mitgekommen, wäre es egal ob der Kroganer oder das Team den Sieg in diesem Kampf erringen würde – sie wären tot. Die ehemalige Elitesoldatin zeigte, dass sie nichts von dem Gelernten vergessen hatte und arbeitete doppelt so effektiv, wie der Polizist. Der Kroganer schwächelte, seine Schläge wurden langsamer, weniger wild. Der Kampf neigte sich dem Ende.


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    Captain Kaneko Yuhki

    Alles geschah wie durch einen Filter. Yuhki nahm wahr wie die Atempause, die er T'Saari verschafft hatte, genutzt wurde. Wie sich alle für einen letzten Gegenangriff aufrafften und wie das Monster schließlich fiel. Der Japaner hatte Thomen's Körper indes aus dem Raum und in Richtung der Gänge gezogen. Tief in seinem Unterbewusstsein machte er sich immer noch etwas vor. Hoffend, er würde gleich aufwachen.....so wie in dem Gebäude, nachdem der andere Kroganer ihn ausgeknockt hatte. Würde sich etwas Medi-Gel verpassen lassen, sich eine Standpauke von ihm anhören und dann gehen.....nach Hause. Zu seiner Freundin, seinem ungeborenen Kind.
    Natürlich eine wahnwitzige Vorstellung. Yuhki wandte gezwungen den Kopf ab und ging zurück in den Raum, nahm die Stimmen der meisten Umstehenden nur dumpf war. Der Kroganer war tot, doch der Timer tickte immer noch. Er war mittlerweile auf knappen 3 Minuten angelangt. Ilias war gerade mit ihrem letzten Knotenpunkt fertig. O'Grady hingegen arbeitete immer noch fieberhaft an seinem letzten. "Was ist los, wieso dauert das so lange? Wir haben keine Zeit mehr!" Keine Antwort. "O'Grady?!"
    "Capain....." Der junge Ire sah zu ihm und allen anderen, die auf eine Antwort warteten.
    "Es tut mir Leid...." "Was?!" erwiderte Yuhki sofort hektisch. "Was tut Ihnen Leid? Schaffen Sie es nicht?Jetzt ist keine Zeit um sich beweisen zu wollen. Gehen Sie zur Seite, lassen Sie Ilias das - " "Nein Sir...." unterbrach der junge Ire ihn. "Gavros, sie....sie hat einen Failsafe eingebaut. Sobald jemand.....sobald ich diesen letzten Knotenpunkt entschärfe......fliegt dieser Raum dafür in die Luft."
    Der Japaner atmete schnappend ein. Auch einige Umstehende reagierten dementsprechend. Deshalb also hatte er so lange gebraucht! Er hatte versucht das zu umgehen. "Gehen Sie." murmelte O'Grady ruhig. "Wir haben keine Zeit mehr......entschärfe ich diesen Knotenpunkt nicht, geht da oben doch noch etwas hoch...." "Kommt nicht in Frage!" rief Yuhki entsetzt. "Sie können nicht.....nicht auch noch.....wir finden einen anderen - " "Es ist zu spät." murmelte Niall traurig. Er hatte Recht - sie hatten nur noch eine knappe Minute.
    "Nicht Sie....nicht Sie auch noch! Wir - " Der Japaner erstarrte mitten im Schritt den er auf seinen jüngsten Mitarbeiter zugemacht hatte. O'Grady hatte eine Pistole gezogen. Er sah ihn aus tränenerfüllten Augen an und begann, ohne sich abzuwenden, weiterzuarbeiten.
    "Nein!" Yuhki spürte den kräftigen Griff der Spectre um seine Arme, die ihn gewaltsam nach hinten wegzog. "Loslassen!" Der Timer auf dem großen Gerät stoppte. Die Gruppe drängte ihn aus dem Raum, zurück in den Tunnel, wo Thomen's Leiche bereits lag, außer Sichtweite seines anderen Mitarbeiters. Und keine Sekunde später kam der Knall und die Druckwelle, welche sie sogar bis in den Tunnel traf. "Nein....." Fassungslos blickte der Captain in die Flammen. Sie würden heute keinen mehr verlieren, hatte er gesagt. Und nun hatten sie sogar zwei Leute verloren.....er hatte sie verloren.
    Ein schweigender Moment der Besinnung folgte. Schließlich ballte der Japaner die Faust und atmete tief ein. "Das war das letzte Leben was diese Verrückte ausgelöscht hat!" Alle setzten sich in Bewegung.

    Beyo Vhan

    "Ungh..." Beyo stolperte getroffen zurück, griff mit der Hand an das Geländer hinter ihm und versuchte sich auf den Füßen zu halten. "Aaaah!" Er spürte den Schlag in die Brust, krümmte sich zusammen. Spürte Braelyn's Griff um seinen Kopf, wie sie ihn nach hinten zog und dann mit brachialer Gewalt gegen das Geländer feuerte. Zweimal. Dreimal. Ihm wurde schwarz vor Augen, spürte einen Tritt in der Magengegend. Aus verschwommener Sicht sah er, wie sie Anlauf nahm. Immer noch zu benommen von den Schmerzen, unfähig zu reagieren, bekam er den Tritt aus vollem Lauf gegen die Brust. Er war so kräftig, dass das Geländer brach und Beyo nach hinten runter stürzte. "Nnngh.... Circa 3 Meter tief landete er direkt auf dem Rücken, auf dem Steg der unter ihnen lag. Im nächsten Moment jedoch spürte er einen gewaltigen Druck auf seinem Oberkörper und schnappte hustend nach Luft. Braelyn war aus der selben Höhe direkt auf seinen Brustkorb gesprungen. "Nicht-gut-genug-Beyo!" Jedem Wort folgte ein Schlag ins Gesicht. Der rote Turianer hatte langsam das Gefühl taub zu werden. Seine Sinne setzten aus, aufgrund des enormen Traumas. Verlor er die Besinnung?.....
    "Oh, nein nein nein!" Mit einem Mal kam wieder ein Kraftschub in seinen Körper. Und mit der Kraft der Schmerz. Braelyn hatte ihm eine Spritze Adrenalin direkt durch die Halsschlagader gejagt. "Du bleibst schön wach......ich will dass du.....dass.....dass du...."
    "....dass ich alles sehe?" beendete der Turianer den Satz der ins Stocken gekommenden Killerin. "Du hast....wie.....verdammt!"
    Hektisch aktivierte sie ihr Omni-Tool und öffnete einen Timer, welcher wohl zu den Bomben gehörte. Entsetzt sah sie, dass dieser nicht mal mehr eine Minute anzeigte. "Du.....das war dein Plan von Anfang an...du wolltest mich hier behalten."
    Ihre blinde Rage flaute ab. Für ein paar Momente herrschte Schweigen zwischen beiden. Plötzlich begann sie aus dem Nichts heraus zu lachen. Leise, unnatürlich. ".....aber weißt du was Beyo? Es ist in Ordnung. Wenn ich schon sterbe......weiß ich wenigstens dass du auch mit in die Hölle kommst!"
    Sie ließ ab von ihm, richtete sich auf. Verschränkte die Hände hinter dem Rücken und nahm Haltung an, stellte sich gerade hin, die Brust stolz emporgestreckt, schloss die Augen, in Erwartung des Endes.

    "...." Doch es kam nicht. Sekunden verstrichen. Minuten. Nichts passierte. Kein großer Knall. Keine Erschütterung. Kein Energieausfall. "Wieso.....?"
    "Das ist dein großes Problem Braelyn." Beyo richtete sich langsam auf. "Du siehst nur das, was du tun kannst. Nicht eine Sekunde verschwendest du einen Gedanken an die Fähigkeiten anderer. Und hier stehen wir jetzt.....genau rechtzeitig um zu sehen, wie dein großer Plan wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt."
    Mit weit aufgerissenen Augen wandte die blasse Turianerin sich um und sah, wie am anderen Ende des Ganges Hanna Ilias, Seeva T'Saari und Captain Yuhki langsam auf sie zuschritten. Beyo lächelte und trat einen Schritt zu Seite. Hinter ihm kamen Syren Vox und Saenia Sorax auf sie zu. "Was....was passiert hier?" "Ist es nicht offensichtlich?" Er trat an sie heran. "Du verlierst, Braelyn!" "Nein!"
    Der Flashbang explodierte, ließ Beyo seine Sicht schützen. Schemenhaft erkannte er, wie Braelyn auf die Rohre zur Rechten des Geländers sprang und sie als Sprungbrett benutzte, um sich wieder zu dem Gang hochzuziehen, von welchem sie ihn eben gestoßen hatte. Doch sie kam nicht weit. Vincent van Zan stand bereit und schnitt ihr den Weg ab.
    "Nein!" Panisch machte sie eine Kehrtwende und rannte in die andere Richtung. Direkt auf die nun auftauchende Thadera Cas´tivera zu. "Nein....." Eingekesselt wie ein gefangenes Raubtier schien sie zu hyperventilieren. Sie zog ein Messer und rannte weiter auf die Sportlerin zu.
    "Nein, Nein, Nein!"


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    Quote Originally Posted by numberten View Post
    Braelyn

    Ein weiterer Toter von Braelyns Agenda, doch sein Tod rettete viele. Es musste enden, die Opfer schrien nach Vergeltung. Und es lag in den Händen der Lebenden ihnen diese zu liefern. Entschlossen lief Thadera mit den anderen. Sie war erschöpft, verletzt doch all das ignorierte sie in diesem Moment. Der Grund, die Ursache all ihrer Leiden und Strapazen, er war in greifbarer Nähe. Es war Zeit all dies zu beenden.

    Sie erreichten die Szenerie, Braelyn war noch dort. Überraschenderweise war Beyo Vhan auch noch am Leben. Die Spectre gab kurze Handzeichen und die Gruppe teilte sich im Raum auf, alle Fluchtwege abschneidend. Kein brillianter Plan, keine erneute Flucht. Das Ende eines Katz und Maus Spiel mit hunderten Toten. Die Turianerin zündete eine Blendgranate ein weiteres Mal auf ihre Winkelzüge vertrauend. Doch sie waren nicht mehr in ihrem Plan, es gab keinen Plan B, kein geheimes Ass im Ärmel. Nur entschlossene Widersacher.

    Umkreist reagierte sie panisch, keine Spur mehr der kühl agierenden Mörderin. Braelyn zückte das Messer, einen Ausbruch erzwingend. Rannte mit gezückter Klinge los. Lief auf Thadera zu.
    Die Sportlerin sagte nichts, ihre Augen strahlten kalte Entschlossenheit aus. Sie konnte sich nicht helfen, sie lächelte ein klein wenig. Das Schicksal ließ Zaris Mörderin direkt auf sie zu laufen. Keine versteckten Klingen oder Angriffe aus dem Schatten. "Für Zari."
    Thaderas Körper spannte sich, ein biotischer Wurf schlug gegen Braelyns rechte Seite, schleuderte die Körperseite mit dem Messer nach hinten.
    Blauleuchtend segelte die rechte Faust der Asari nach vorne, ihr ganzes Gewicht, ihre Wut und den Kummer in den Schlag legend. Krachend traf die Faust das Gesicht der Turianerin, es knackte bösartig als die Mandibeln von der Wucht nach außen gebogen wurden. Eine halbe Pirouette drehend flog Braelyn nach hinten, gegen die Metallrohre zurück. Metallisch klackernd flog das Messer zu Boden, jedoch gefolgt von dem scharren von Klauen welche es suchten. Langsam schritt Thadera weiter auf die Killerin zu.


    Mit dem Geräusch der Failsafe-Explosion in den Ohren stürmten sie durch den Gang, durch den Vhan und Gavros verschwunden waren. Vincents Mantel war zum Teufel gegangen, aber ein Alien und zwei Cops auch, was für ihn nach einem guten Tausch klang. Sie erreichten einen weiteren hohen Raum, der mit Zwischenebenen und Stegen durchzogen war. Die Architekten der Citadel mussten unter Größenwahn gelitten haben. Sofort sahen sie die beschädigten Rohre und das verbogene Geländer nicht weit vor ihnen, die den Blick nach unten lenkten.
    Dort war sie, Braelyn Gavros. Sie stand über dem niedergeworfenen Vhan, doch statt des Triumphes stand die blanke Panik in ihren Augen. T’Saari gab Kommandos, um die Gruppe zum Ausschwärmen zu bewegen und Vincent spurtete los, den graden Hauptsteg entgegen, von dem die beiden Turianer abgestürzt waren.
    Ein blendend helles Licht zwang ihn, seine Augen kurz zu bedecken, doch das Täuschungsmanöver war vergeblich: Als Gavros sich zurück auf den Hauptsteg kämpfte, stand der Mann in Schwarz mit gezogener Waffe bereit und schnitt ihr den Weg ab. Die Turianerin wich zurück, wollte in die andere Richtung fliehen und sah sich dort Cas’tivera gegenüber. Eingepfercht zwischen Pest und Cholera zückte sie ihr Messer und stürmte auf die Sportlerin zu. Vincent steckte seine Waffe weg und aktivierte die Kamera seines OmniTools. Ob als nur im DarkNet verteiltes Gore-Video, als belastendes Beweismaterial oder als fragwürdiges Sammlerstück für Fans: Vincent war sich sicher, dass dieses Video auf Nachfrage stoßen würde.
    Und Cas‘tivera enttäuschte nicht: Ein wunderbar blau leuchtender Schwinger traf Gavros mitten ins Gesicht und schleuderte sie zurück. Ihre Waffe fiel klirrend zu Boden, schlitterte in die gleiche Richtung und kam wenige Schritte neben der Turianerin zum Liegen. Diese robbte zu ihrem Messer, streckte die Hand aus und zuckte dann plötzlich zusammen, als die Klinge, von einem Projektil getroffen, in die Schwärze des schier endlos tiefen Raumes segelte.
    ,,Damit tust Du Dir nur selbst weh.“, sagte Vincent und steckte seine Pistole wieder weg. Gavros fixierte ihn aus zornesroten Augen, doch der Mann in Schwarz hatte sich schon wieder dem Video auf seinem OmniTool zugewandt, das er sich noch einmal ansah, bevor es für die weitere Verwendung abspeicherte. Unterdessen kam Cas’tivera mit ruhigem Schritt näher, was zweifelsohne Runde zwei einläuten würde.

    Grade als das Video gespeichert war, kam eine Nachricht von Vas rein:
    Code:
    Germain und ich sind drin. Übertragung läuft.
    Der Mann in Schwarz grinste zufrieden.
    Code:
    Kopiert soviel wie möglich, Fokus auf alle Informationen bezüglich Decius Vhan.
    Vas und Germain saßen im bereits abgeriegelten Präsidium und hatten es offensichtlich geschafft, inmitten des über die Blockade ausbrechenden Chaos einen direkten Zugangspunkt aufzutun. Gemäß Sicherheitsprotokollen wurden im Falle einer potentiellen Gefährdung des Rates alle Daten auf den Präsidiumsservern auf einen externen Datenhafen kopiert, um diese selbst im Falle der Zerstörung der Citadel zu retten. Die Protokolle waren nach dem Geth-Angriff ins Leben gerufen worden und liefen voll automatisch. Dank Germains begnadeten Fähigkeiten als Hacker und ein wenig weitsichtiger Vorarbeit von Vincent nahm der Datenstrom jetzt jedoch einen kleinen Umweg. Der Mann in Schwarz konnte es kaum erwarten, dieses Material zu sichten.

    ,,Miss Cas’tivera! Einen Moment bitte!“
    Die Asari hatte Gavros gepackt und bereits die Faust erhoben, als Vincent herbeieilte. Er signalisierte mit einer entschuldigenden Geste, dass die Unterbrechung nicht lange dauern würde. Die Sportlerin ließ von der Killerin ab, Gavros ging wieder unsanft zu Boden.
    Der Mann in Schwarz stellte ihr den Fuß auf die Brust, grade genug, um sie festzuhalten. Die Turianerin sah furchtbar aus. Mehrere schwere Verletzungen verunstalteten ihren ganzen Körper, ihr halbes Gesicht war eine Ruine, aufgeplatzt und stetig blutend. Trotz allem wehrte sie sich jedoch, versuchte Vincent abzuwerfen und griff mit ihre Klauen nach ihm.
    ,,Miss Gavros, ich möchte Ihnen meinen tief empfundenen Dank aussprechen. Ohne Sie wäre all das nicht möglich gewesen.“, erklärte er charmant lächelnd, zog seine Waffe und drückte ab.
    Das Projektil durchschlug das Schultergelenk und riss Haut, Fleisch, Sehnen und Knochensplitter mit sich. Gavros Schmerzensschrei hallte von den Wänden wider, als ihr linker Arm kraftlos niedersank und in einem unnatürlichen Winkel zum Liegen kam.
    ,,Hat mich gefreut, Ihnen alles Gute für die Zukunft.“, wünschte der Mann in Schwarz über ihr Geschrei hinweg, nahm den Fuß von ihrer Brust und wandte sich ab.
    Quote Originally Posted by BlackShial View Post
    Khardim ist unser Äquivalent für Brüste oder eben Hintern.
    Schön anzusehen und man denkt gern daran
    Khardim is offline

  5. #285 Reply With Quote
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    Der letzte Spielzug , Die Chaos-Cops III: Die letzte Herausforderung , Einer geht noch... & Schulter um Schulter

    Das Ungeheuer ging endlich zu Boden. Es röchelte und murmelte irgendwelche letzen Worte, aber dann war es still. Der Kampf war vorbei – selbst wenn nicht die Gefahr. „Nein!“, rief der menschliche Captain, als ihm die Lage bewusst wurde, aber am Ende konnte man nichts mehr tun – Seeva zog ihn weg und die anderen folgten ihr. Saenia nickte dem jungen Menschen noch einmal entgegen, bevor sie hinter der Ecke verschwand – nur wenige Herzschläge später spürte jeder die Explosion.
    Keiner sagte wirklich etwas, keiner musste etwas wirklich sagen – entschlossen ging jeder voran, nur von einem Wunsch beseelt: die Sache endlich ein für allemal zu Ende zu bringen.

    Syren war überzeugt gewesen, dass das schwerste noch vor ihnen war, aber er hatte sich getäuscht. Zutiefst getäuscht.
    Gavros war eine Ruine, als sie sie endlich fanden. Was hat er mit ihr angestellt?, fragte sich Syren, einen Blick auf den ebenso lädierten Beyo werfend, als sie alle den Raum betraten. Sie umstellten Gavros, blockierten alle Ausgänge und nahmen ihr jede Hoffnung auf Flucht – dieses Mal würde sie nicht entkommen, dafür würde jeder sorgen. Was aber danach kam, war eindeutig nicht im Sinne des grauen Turianers: sie spielten mit ihr. Thadera verpasste der Turianerin mehrere Schläge und der Mann in Schwarz benutzte ihren linken Arm als Zielscheibe. Die Sportlerin wollte bereits weitermachen, als sich Syren dazwischen drängte: „Bringen wir es zu Ende anstatt uns auf ihr Niveau runterzubegeben.“, erklärte er Thadera, bevor er sich an die Spectre wandte, „Verhaften wir sie…?“, wobei die Worte am Ende zur Frage wurden, ohne das es Syren so gewollt hatte. Aber sein Blick verriet, dass er darauf eine Antwort forderte.
    Van Zan hatte sich abgewandt und wollte scheinbar den Raum verlassen oder was auch immer, als Saenia ihm eine Hand auf die Schulter legte, ihn auf diese Weise stoppend. „Sie glauben doch nicht, so einfach verschwinden zu können, oder?“, fragte die Turianerin ihn, wobei ihr Kopf auf sein Omni-Tool verwies, „Ich bin nicht blind. Sie sollten solche Unterredungen nicht so öffentlich durchführen, Van Zan.“, sie warf kurz einen Blick zu Braelyn, deren Kampfgeist gebrochen schien, bevor sie sich wieder dem Mann in Schwarz zuwandte, „Der Captain…Mr. Vox wird sicherlich mit ihnen ein Wort darüber wechseln wollen, was es mit dieser ‚Übertragung‘ auf sich hat.“, der Mensch spannte sich an, weswegen sie hinzufügte, „Keine Sorge – noch sind wir alle Freunde, oder nicht?“, wobei sich ein seltenes Lächeln auf ihr Gesicht schlängelte.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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  6. #286 Reply With Quote
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    Vox und Sorax

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    Beyo

    Thadera

    Die Rache ist mein; ich will vergelten.
    5. Moses 32:35

    Der Kryptogrammkiller war vernichtet. Was einst Angst schürte, war nur noch ein vor Selbsthass wimmerndes und gescheitertes Etwas. „Einfach nur eine Turianerin“, sagte Hanna trocken, auf die gebrochene Person hinabschauend. Die Blondine zog an ihrer Zigarette und blies weißen Rauch in die schiere Endlosigkeit des Raumes. Braelyn atmete heftig während ihr zähes Blut Fäden ziehend vom Steg herab ins Nichts der Station tropfte. Als Saenia Serox den düsteren van Zan aufhielt, ließ Hanna die Hand auf Höhe ihrer Pistole sinken. Ein Sprichwort sagte: Der Feind meines Feindes ist mein Freund – was, wenn der Feind aber zerstört war? Kratzig-heiße Luft füllte ihre Lunge. Das Spiel war noch nicht völlig beendet. „Ich stimme Mister Vox zu. Beenden wir es“, sagte Hanna und berührte den Griff ihrer Pistole. „Soll ich Sie erschießen, Commander? Geben Sie mir nur den Befehl.

    Seeva wog ab. Ihr Gefühl sagte ihr, dass sie es nun endgültig beenden könnte. Eine Kugel in den Kopf, vielleicht gleich ein paar mehr und niemand würde ihre Entscheidung infrage stellen. Gavros hustete Blut, vielleicht würde sie es gar nicht überleben. Thadera war scheinbar noch nicht mit der Anzahl der gebrochenen Knochen zufrieden und wollte diese gerade nach Oben korrigieren, als der Spectre hart sagte: „Schluss jetzt. Thadera, lassen Sie sie los.“ Die Asari beugte sich herab, packte Gavros am Arm und zog einmal heftig. Die Turianerin stöhnte wehleidig, wirkte schwer und unbeweglich. Seeva kniete sich neben sie und aktivierte ihr Omnitool. Eine kleine, stabilisierende Menge Medigel zuckte durch Gavros‘ geschundenen Körper. Seeva verzichtete auf ein abgedroschenes „Braelyn Gavros, Sie sind verhaftet.“ Stattdessen half sie der Killerin auf die Knie. Sie würde sie sterben sehen, langsam, im Gefängnis, über Jahre oder Jahrzehnte. Und selbst wenn es ein Jahrhundert wäre, Seeva würde warten. „Los jetzt, gehen wir. Es ist vorbei“, sagte die Asari mit einem Hauch Abgeschlagenheit in ihrer Stimme. Der Sieg schmeckte schal. Wegen der Toten oder weil es niemals wirklich vorbei war.
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  7. #287 Reply With Quote
    #17  Forenperser's Avatar
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    Irgendwo da draußen.....
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    Quote Originally Posted by numberten View Post
    Ein weiterer Toter von Braelyns Agenda, doch sein Tod rettete viele. Es musste enden, die Opfer schrien nach Vergeltung. Und es lag in den Händen der Lebenden ihnen diese zu liefern. Entschlossen lief Thadera mit den anderen. Sie war erschöpft, verletzt doch all das ignorierte sie in diesem Moment. Der Grund, die Ursache all ihrer Leiden und Strapazen, er war in greifbarer Nähe. Es war Zeit all dies zu beenden.

    Sie erreichten die Szenerie, Braelyn war noch dort. Überraschenderweise war Beyo Vhan auch noch am Leben. Die Spectre gab kurze Handzeichen und die Gruppe teilte sich im Raum auf, alle Fluchtwege abschneidend. Kein brillianter Plan, keine erneute Flucht. Das Ende eines Katz und Maus Spiel mit hunderten Toten. Die Turianerin zündete eine Blendgranate ein weiteres Mal auf ihre Winkelzüge vertrauend. Doch sie waren nicht mehr in ihrem Plan, es gab keinen Plan B, kein geheimes Ass im Ärmel. Nur entschlossene Widersacher.

    Umkreist reagierte sie panisch, keine Spur mehr der kühl agierenden Mörderin. Braelyn zückte das Messer, einen Ausbruch erzwingend. Rannte mit gezückter Klinge los. Lief auf Thadera zu.
    Die Sportlerin sagte nichts, ihre Augen strahlten kalte Entschlossenheit aus. Sie konnte sich nicht helfen, sie lächelte ein klein wenig. Das Schicksal ließ Zaris Mörderin direkt auf sie zu laufen. Keine versteckten Klingen oder Angriffe aus dem Schatten. "Für Zari."
    Thaderas Körper spannte sich, ein biotischer Wurf schlug gegen Braelyns rechte Seite, schleuderte die Körperseite mit dem Messer nach hinten.
    Blauleuchtend segelte die rechte Faust der Asari nach vorne, ihr ganzes Gewicht, ihre Wut und den Kummer in den Schlag legend. Krachend traf die Faust das Gesicht der Turianerin, es knackte bösartig als die Mandibeln von der Wucht nach außen gebogen wurden. Eine halbe Pirouette drehend flog Braelyn nach hinten, gegen die Metallrohre zurück. Metallisch klackernd flog das Messer zu Boden, jedoch gefolgt von dem scharren von Klauen welche es suchten. Langsam schritt Thadera weiter auf die Killerin zu.


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    Quote Originally Posted by Khardim View Post
    Mit dem Geräusch der Failsafe-Explosion in den Ohren stürmten sie durch den Gang, durch den Vhan und Gavros verschwunden waren. Vincents Mantel war zum Teufel gegangen, aber ein Alien und zwei Cops auch, was für ihn nach einem guten Tausch klang. Sie erreichten einen weiteren hohen Raum, der mit Zwischenebenen und Stegen durchzogen war. Die Architekten der Citadel mussten unter Größenwahn gelitten haben. Sofort sahen sie die beschädigten Rohre und das verbogene Geländer nicht weit vor ihnen, die den Blick nach unten lenkten.
    Dort war sie, Braelyn Gavros. Sie stand über dem niedergeworfenen Vhan, doch statt des Triumphes stand die blanke Panik in ihren Augen. T’Saari gab Kommandos, um die Gruppe zum Ausschwärmen zu bewegen und Vincent spurtete los, den graden Hauptsteg entgegen, von dem die beiden Turianer abgestürzt waren.
    Ein blendend helles Licht zwang ihn, seine Augen kurz zu bedecken, doch das Täuschungsmanöver war vergeblich: Als Gavros sich zurück auf den Hauptsteg kämpfte, stand der Mann in Schwarz mit gezogener Waffe bereit und schnitt ihr den Weg ab. Die Turianerin wich zurück, wollte in die andere Richtung fliehen und sah sich dort Cas’tivera gegenüber. Eingepfercht zwischen Pest und Cholera zückte sie ihr Messer und stürmte auf die Sportlerin zu. Vincent steckte seine Waffe weg und aktivierte die Kamera seines OmniTools. Ob als nur im DarkNet verteiltes Gore-Video, als belastendes Beweismaterial oder als fragwürdiges Sammlerstück für Fans: Vincent war sich sicher, dass dieses Video auf Nachfrage stoßen würde.
    Und Cas‘tivera enttäuschte nicht: Ein wunderbar blau leuchtender Schwinger traf Gavros mitten ins Gesicht und schleuderte sie zurück. Ihre Waffe fiel klirrend zu Boden, schlitterte in die gleiche Richtung und kam wenige Schritte neben der Turianerin zum Liegen. Diese robbte zu ihrem Messer, streckte die Hand aus und zuckte dann plötzlich zusammen, als die Klinge, von einem Projektil getroffen, in die Schwärze des schier endlos tiefen Raumes segelte.
    ,,Damit tust Du Dir nur selbst weh.“, sagte Vincent und steckte seine Pistole wieder weg. Gavros fixierte ihn aus zornesroten Augen, doch der Mann in Schwarz hatte sich schon wieder dem Video auf seinem OmniTool zugewandt, das er sich noch einmal ansah, bevor es für die weitere Verwendung abspeicherte. Unterdessen kam Cas’tivera mit ruhigem Schritt näher, was zweifelsohne Runde zwei einläuten würde.

    Grade als das Video gespeichert war, kam eine Nachricht von Vas rein:
    Code:
    Germain und ich sind drin. Übertragung läuft.
    Der Mann in Schwarz grinste zufrieden.
    Code:
    Kopiert soviel wie möglich, Fokus auf alle Informationen bezüglich Decius Vhan.
    Vas und Germain saßen im bereits abgeriegelten Präsidium und hatten es offensichtlich geschafft, inmitten des über die Blockade ausbrechenden Chaos einen direkten Zugangspunkt aufzutun. Gemäß Sicherheitsprotokollen wurden im Falle einer potentiellen Gefährdung des Rates alle Daten auf den Präsidiumsservern auf einen externen Datenhafen kopiert, um diese selbst im Falle der Zerstörung der Citadel zu retten. Die Protokolle waren nach dem Geth-Angriff ins Leben gerufen worden und liefen voll automatisch. Dank Germains begnadeten Fähigkeiten als Hacker und ein wenig weitsichtiger Vorarbeit von Vincent nahm der Datenstrom jetzt jedoch einen kleinen Umweg. Der Mann in Schwarz konnte es kaum erwarten, dieses Material zu sichten.

    ,,Miss Cas’tivera! Einen Moment bitte!“
    Die Asari hatte Gavros gepackt und bereits die Faust erhoben, als Vincent herbeieilte. Er signalisierte mit einer entschuldigenden Geste, dass die Unterbrechung nicht lange dauern würde. Die Sportlerin ließ von der Killerin ab, Gavros ging wieder unsanft zu Boden.
    Der Mann in Schwarz stellte ihr den Fuß auf die Brust, grade genug, um sie festzuhalten. Die Turianerin sah furchtbar aus. Mehrere schwere Verletzungen verunstalteten ihren ganzen Körper, ihr halbes Gesicht war eine Ruine, aufgeplatzt und stetig blutend. Trotz allem wehrte sie sich jedoch, versuchte Vincent abzuwerfen und griff mit ihre Klauen nach ihm.
    ,,Miss Gavros, ich möchte Ihnen meinen tief empfundenen Dank aussprechen. Ohne Sie wäre all das nicht möglich gewesen.“, erklärte er charmant lächelnd, zog seine Waffe und drückte ab.
    Das Projektil durchschlug das Schultergelenk und riss Haut, Fleisch, Sehnen und Knochensplitter mit sich. Gavros Schmerzensschrei hallte von den Wänden wider, als ihr linker Arm kraftlos niedersank und in einem unnatürlichen Winkel zum Liegen kam.
    ,,Hat mich gefreut, Ihnen alles Gute für die Zukunft.“, wünschte der Mann in Schwarz über ihr Geschrei hinweg, nahm den Fuß von ihrer Brust und wandte sich ab.


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    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post
    Das Ungeheuer ging endlich zu Boden. Es röchelte und murmelte irgendwelche letzen Worte, aber dann war es still. Der Kampf war vorbei – selbst wenn nicht die Gefahr. „Nein!“, rief der menschliche Captain, als ihm die Lage bewusst wurde, aber am Ende konnte man nichts mehr tun – Seeva zog ihn weg und die anderen folgten ihr. Saenia nickte dem jungen Menschen noch einmal entgegen, bevor sie hinter der Ecke verschwand – nur wenige Herzschläge später spürte jeder die Explosion.
    Keiner sagte wirklich etwas, keiner musste etwas wirklich sagen – entschlossen ging jeder voran, nur von einem Wunsch beseelt: die Sache endlich ein für allemal zu Ende zu bringen.

    Syren war überzeugt gewesen, dass das schwerste noch vor ihnen war, aber er hatte sich getäuscht. Zutiefst getäuscht.
    Gavros war eine Ruine, als sie sie endlich fanden. Was hat er mit ihr angestellt?, fragte sich Syren, einen Blick auf den ebenso lädierten Beyo werfend, als sie alle den Raum betraten. Sie umstellten Gavros, blockierten alle Ausgänge und nahmen ihr jede Hoffnung auf Flucht – dieses Mal würde sie nicht entkommen, dafür würde jeder sorgen. Was aber danach kam, war eindeutig nicht im Sinne des grauen Turianers: sie spielten mit ihr. Thadera verpasste der Turianerin mehrere Schläge und der Mann in Schwarz benutzte ihren linken Arm als Zielscheibe. Die Sportlerin wollte bereits weitermachen, als sich Syren dazwischen drängte: „Bringen wir es zu Ende anstatt uns auf ihr Niveau runterzubegeben.“, erklärte er Thadera, bevor er sich an die Spectre wandte, „Verhaften wir sie…?“, wobei die Worte am Ende zur Frage wurden, ohne das es Syren so gewollt hatte. Aber sein Blick verriet, dass er darauf eine Antwort forderte.
    Van Zan hatte sich abgewandt und wollte scheinbar den Raum verlassen oder was auch immer, als Saenia ihm eine Hand auf die Schulter legte, ihn auf diese Weise stoppend. „Sie glauben doch nicht, so einfach verschwinden zu können, oder?“, fragte die Turianerin ihn, wobei ihr Kopf auf sein Omni-Tool verwies, „Ich bin nicht blind. Sie sollten solche Unterredungen nicht so öffentlich durchführen, Van Zan.“, sie warf kurz einen Blick zu Braelyn, deren Kampfgeist gebrochen schien, bevor sie sich wieder dem Mann in Schwarz zuwandte, „Der Captain…Mr. Vox wird sicherlich mit ihnen ein Wort darüber wechseln wollen, was es mit dieser ‚Übertragung‘ auf sich hat.“, der Mensch spannte sich an, weswegen sie hinzufügte, „Keine Sorge – noch sind wir alle Freunde, oder nicht?“, wobei sich ein seltenes Lächeln auf ihr Gesicht schlängelte.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Die Rache ist mein; ich will vergelten.
    5. Moses 32:35

    Der Kryptogrammkiller war vernichtet. Was einst Angst schürte, war nur noch ein vor Selbsthass wimmerndes und gescheitertes Etwas. „Einfach nur eine Turianerin“, sagte Hanna trocken, auf die gebrochene Person hinabschauend. Die Blondine zog an ihrer Zigarette und blies weißen Rauch in die schiere Endlosigkeit des Raumes. Braelyn atmete heftig während ihr zähes Blut Fäden ziehend vom Steg herab ins Nichts der Station tropfte. Als Saenia Serox den düsteren van Zan aufhielt, ließ Hanna die Hand auf Höhe ihrer Pistole sinken. Ein Sprichwort sagte: Der Feind meines Feindes ist mein Freund – was, wenn der Feind aber zerstört war? Kratzig-heiße Luft füllte ihre Lunge. Das Spiel war noch nicht völlig beendet. „Ich stimme Mister Vox zu. Beenden wir es“, sagte Hanna und berührte den Griff ihrer Pistole. „Soll ich Sie erschießen, Commander? Geben Sie mir nur den Befehl.

    Seeva wog ab. Ihr Gefühl sagte ihr, dass sie es nun endgültig beenden könnte. Eine Kugel in den Kopf, vielleicht gleich ein paar mehr und niemand würde ihre Entscheidung infrage stellen. Gavros hustete Blut, vielleicht würde sie es gar nicht überleben. Thadera war scheinbar noch nicht mit der Anzahl der gebrochenen Knochen zufrieden und wollte diese gerade nach Oben korrigieren, als der Spectre hart sagte: „Schluss jetzt. Thadera, lassen Sie sie los.“ Die Asari beugte sich herab, packte Gavros am Arm und zog einmal heftig. Die Turianerin stöhnte wehleidig, wirkte schwer und unbeweglich. Seeva kniete sich neben sie und aktivierte ihr Omnitool. Eine kleine, stabilisierende Menge Medigel zuckte durch Gavros‘ geschundenen Körper. Seeva verzichtete auf ein abgedroschenes „Braelyn Gavros, Sie sind verhaftet.“ Stattdessen half sie der Killerin auf die Knie. Sie würde sie sterben sehen, langsam, im Gefängnis, über Jahre oder Jahrzehnte. Und selbst wenn es ein Jahrhundert wäre, Seeva würde warten. „Los jetzt, gehen wir. Es ist vorbei“, sagte die Asari mit einem Hauch Abgeschlagenheit in ihrer Stimme. Der Sieg schmeckte schal. Wegen der Toten oder weil es niemals wirklich vorbei war.


    Braelyn Gavros

    Es konnte nicht vorbei sein. Es durfte nicht vorbei sein.....Monate....Jahre der Planung. Alles hatte hierauf hingearbeitet. Auf diesen, einen Moment. Verzweifelt blickte die Turianerin sich um. Unweit ihrer Position war die Stelle, an der das Geländer des Stegs herausgebrochen war, nachdem sie Beyo hindurch getreten hatte. 2 Meter. Vielleicht eineinhalb.....zum Springen fehlte ihr die Kraft....aber vielleicht.....
    "Gaaah!" Mit dem Mut der Verzweiflung schlug sie um sich. Traf die Asari im Brustbereich, stolperte vorwärts, schaffte es kaum sich auf den Beinen zu halten.
    Pang
    Sie fühlte das Projektil, das sich in ihre Wade bohrte, schrie auf, schafft es nicht sich abzustoßen.....und fiel über den Steg nach unten.
    Schmerzhaft landete sie auf ihrem rechten Arm, spürte außer einem Taubheitsgefühl nichts mehr, nahm den verletzten linken und zog sich an dem Geländer hoch, welches sich nun bei ihr befand. "Nicht so...nicht so....."
    "Braelyn."
    Sie vernahm die verhasste Stimme und blickte auf. Blickte in das Gesicht des roten Turianers, welches ebenso lädiert aussah wie ihres es sicher war. Sah das Blut, was immer noch an seinem Mund klebte, die blauen, durchdringenden Augen.
    "Aaargh!" Sie schlug nach ihm, verfehlte ihn. Spürte, wie sie sich kaum halten konnte. Er trat auf sie zu. Sie hob die andere Hand, zielte auf den verbundenen rechten Arm, welchen der rote Turianer in Schutzstellung vor sich hielt, vergrub die Klauen in ihn.
    Der Turianer verzog keine Miene. Er bewegte den Arm in Richtung seines Körpers, zog sie damit nah an sich heran. Nur wenige Zentimeter trennten ihre Gesichter. "Genug!"
    3 kurze Schläge trafen ihre Schläfe. Den letzten Rest der Kraft verlierend rutschte Braelyn stöhnend zu Boden, schaffte es kaum sich auf den Knien zu halten, klammerte sich nur mit einer Hand weiter an dem Geländer fest.
    Beyo richtete seine Pistole auf sie. Aus dem Augenwinkel heraus sah sie, wie der Rest der Gruppe wieder auf dieser Ebene ankam. Sie verstand nicht, was gesagt wurde, sah nur wie einige scheinbar einschreiten wollten, andere jedoch hielten sie zurück. Keiner sagte ein Wort.
    "Ich schätze....." hustete die Killerin leise und spuckte weiter Blut aus. "....es ist nur passend, dass es so endet." Sie war in diesen Tunneln aufgewachsen. Abschaum, am Rande der Gesellschaft, von niemandem beachtet. Nun, wo es zu Ende ging, kannte jeder ihren Namen.
    "Du hast es fast geschafft Beyo......" murmelte sie wie im Delirium. "Mit mir stirbt auch deine Vergangenheit."
    Der Turianer zeigte keinerlei Regung. Wie eine Statue stand er vor ihr, die Waffe fest umgriffen, der Arm kerzengrade, die Augen fixierten sie, fest und entschlossen. Wie vor all den Jahren, als er ihr Leben zerstört hatte.
    "Ich weiß nicht, worauf du wartest." flüsterte sie. "Du hast bewiesen dass du es kannst.....also los....tu es."
    Er erwiderte nichts. "TU ES!" schrie sie ihn an. Mit einem mal überkam sie ein Schwall der Emotionen. Bilder von damals, aus besseren Tagen. Ihr ganzes Leben, wie in Zeitraffer.
    "Tu es....." schluchzte sie leise. "Vielleicht....sehe ich ihn dann endlich wieder....."
    Der Finger bewegte sich am Abzug.
    Pang

    Beyo Vhan

    Einige Stunden zuvor

    "Warum? Warum kommst du damit wieder zu mir? Nach allem was passiert ist.....hast du nicht Angst, dass ich es noch schlimmer mache?"
    "Natürlich habe ich das. Aber weißt du, wovor ich noch mehr Angst habe? Dass du etwas anderes, noch destruktiveres versuchst. So gebe ich dir wenigstens die Chance, es diesmal richtig zu machen."
    Beyo zögerte, bevor er in den Kommunikator sprach.
    "Ich.....weißt du, ich habe es nie wirklich verstanden. Ich war immer dankbar über deine Freundschaft, aber ich habe nie verstanden wieso. Malkizan....Javed......ich, wir alle drei, haben dir damals so viel angetan. Haben deinen Ruf zerstört, dich verletzt. Du wusstest was wir taten und konntest es nicht beweisen. Und nachdem die Beweise fort waren, hast du mir einfach geholfen, wieder auf den rechten Weg zu kommen. Wieso?"
    "Ich habe einfach mehr gesehen in dir Beyo. Mehr als....das. Was vergangen ist, kann man nicht ungeschehen machen. Was zählt, ist das Hier und Jetzt. Aber um deine Vergangenheit hinter dir zu lassen, musst du noch eine Sache lernen: Dir selbst zu vergeben."
    Karvas Worte trafen ihn wie ein Paukenschlag. "Du....du lässt das so klingen als wäre es einfach!"
    "Tue ich das? Dann tut es mir Leid, dass du mich missverstehst. Es nicht nicht einfach. Es ist das Schwerste überhaupt. Aber umso wichtiger ist es, dass du es tust. Denn wie sollen andere dir vergeben, wenn du es nicht kannst?"

    Jetzt

    Der Lauf der Waffe rauchte. Die Zeit schien stillzustehen. Die Augen des Turianers starrten auf die Stelle, an der das Projektil eingeschlagen war. Es waren nicht die einzigen.
    "....wieso?" Braelyn starrte verständnislos auf die geschwärzte Stelle im Boden, wenige Handbreit vor ihr. "Du bist - "
    "Nein. Bin ich nicht!"
    Angewidert warf Beyo die Waffe von sich. Sah, wie sie über das Geländer fiel und ins bodenlose Nichts verschwand. "Das ist was ich war." Er kniete sich zur ihr auf Augenhöhe. "Was ich war! Früher!"
    Er starrte auf seine Handfläche, betrachtete das angetrocknete Blut und verdeckte es, indem er die Faust ballte. "Das ist nicht mehr was ich bin....."
    Ihre Blicke trafen sich. "Du kannst mich für das, was ich getan habe, bis an dein Lebensende hassen....." hauchte er. "Ich bin fertig damit, es selbst zu tun....."
    Natürlich würde Kalio's Tod weiter auf ihm lasten. Ebenso wie all die anderen Leben, die er zerstört hatte. Nichts konnte das, was geschehen war rückgängig machen. Aber jetzt....hier und heute.....konnte er endlich damit aufhören.....konnte damit beginnen, das Richtige zu tun. Angefangen bei ihr.
    "Ma'am.....Captain....." Mit langsamen Schritten ging er auf die Gruppe zu. "Nehmen Sie sie mit....sorgen sie dafür dass sie ins Gefängnis kommt.....lebend....."
    Er warf einen Blick über die Schulter zurück zu ihr. "Es hat genug Tote gegeben....."
    Captain Yuhki kämpfte mit sich. Man spürte, dass es ihm schwer fiel. Auch er hatte Leute verloren. Doch nach einem kurzen Blick zu T'Saari sah er Beyo an und nickte schließlich.
    Braelyn machte keine Anstalten mehr zu fliehen. Wo wenige Minuten zuvor noch Starrsinn und Kampfeslust bis zum Ende gewesen war, war nun nichts mehr. Ihre Augen waren leer und kraftlos. Sie hatte so viel auf Spiel gesetzt und alles verloren.....und nun, wo es zu Ende war, hatte sie sogar falsch bei ihm gelegen. Ihr letzter Triumph war ihr aus den Händen geglitten.
    Der Captain und der Asari-Spectre entfernten sich mit ihrer Gefangenen. Zurück blieb die sechsköpfige Gruppe, die verschiedener wohl nicht hätte sein können. Und doch waren sie diesen Weg gemeinsam zu Ende gegangen. Zu Ende.
    "Heh....." Beyo wusste nicht, wie ihm geschah. Seine Gesichtszüge gehorchten ihm nicht mehr. Er begann zu lachen. Nicht laut oder voller Freude. Vielmehr realisierte er erst, was gerade geschehen war.
    "Es ist vorbei....wir....wir haben es wirklich geschafft....."
    Kaum zwei Wochen waren vergangen, seit diese verrückte Geschichte ihren Lauf genommen hatte. Seit Saenia Sorax zu ihm ins Büro gekommen war und ihn zu der Wohltätigkeitsfeier eingeladen hatte.....und doch war mehr passiert, als innerhalb eines ganzen Jahres.....oder mehr......
    Mit einem Mal kamen die Tränen. Emotionen überschwemmten den Turianer, unkontrollierbar und von allen Seiten.
    Tränen der Freude, Tränen der Erleichterung.....aber auch des Verlustes. Ja, nun, wo alles vorbei war und die ganze Last von ihm abfiel, kamen auch all die anderen Sachen zurück. Kyron war immer noch tot. Ebenso wie all die anderen......
    Er verspürte einen starken Schmerz. Das Adrenalin flaute ab. Sein Körper war in den letzten Tagen und Stunden durch die Hölle gegangen. Die Kraft in den Beinen versagte ihm und er glitt unsanft am Geländer herunter in Sitzposition. Seine Sicht verschwamm, er vernahm den eigenen Atem laut im Gehörgang. Langsam und unkontrolliert fielen ihm die Augen zu.

    "Hrch!" Wie ein Stromschlag überkam ihn die Dosis Medigel. Er erkannte nicht wer es war, der neben ihm kniete und sie ihm verabreichte. Ebenso konnte er nicht genau sagen, wer sich nun vor ihn stellte und ihm die Hand anbot. Er ergriff sie und wurde sofort wieder auf die Füße gezogen. Die neue Kraft belebte seinen Körper. Er spürte, dass die meisten Blicke auf ihm ruhten.
    "Ich weiß nicht wie es ihnen allen geht...." begann er. "Aber ich....könnte jetzt etwas zu trinken vertragen......"
    Forenperser is offline Last edited by Forenperser; 20.11.2019 at 01:07.

  8. #288 Reply With Quote
    Schwertmeister Khardim's Avatar
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    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post
    Der letzte Spielzug , Die Chaos-Cops III: Die letzte Herausforderung , Einer geht noch... & Schulter um Schulter

    Das Ungeheuer ging endlich zu Boden. Es röchelte und murmelte irgendwelche letzen Worte, aber dann war es still. Der Kampf war vorbei – selbst wenn nicht die Gefahr. „Nein!“, rief der menschliche Captain, als ihm die Lage bewusst wurde, aber am Ende konnte man nichts mehr tun – Seeva zog ihn weg und die anderen folgten ihr. Saenia nickte dem jungen Menschen noch einmal entgegen, bevor sie hinter der Ecke verschwand – nur wenige Herzschläge später spürte jeder die Explosion.
    Keiner sagte wirklich etwas, keiner musste etwas wirklich sagen – entschlossen ging jeder voran, nur von einem Wunsch beseelt: die Sache endlich ein für allemal zu Ende zu bringen.

    Syren war überzeugt gewesen, dass das schwerste noch vor ihnen war, aber er hatte sich getäuscht. Zutiefst getäuscht.
    Gavros war eine Ruine, als sie sie endlich fanden. Was hat er mit ihr angestellt?, fragte sich Syren, einen Blick auf den ebenso lädierten Beyo werfend, als sie alle den Raum betraten. Sie umstellten Gavros, blockierten alle Ausgänge und nahmen ihr jede Hoffnung auf Flucht – dieses Mal würde sie nicht entkommen, dafür würde jeder sorgen. Was aber danach kam, war eindeutig nicht im Sinne des grauen Turianers: sie spielten mit ihr. Thadera verpasste der Turianerin mehrere Schläge und der Mann in Schwarz benutzte ihren linken Arm als Zielscheibe. Die Sportlerin wollte bereits weitermachen, als sich Syren dazwischen drängte: „Bringen wir es zu Ende anstatt uns auf ihr Niveau runterzubegeben.“, erklärte er Thadera, bevor er sich an die Spectre wandte, „Verhaften wir sie…?“, wobei die Worte am Ende zur Frage wurden, ohne das es Syren so gewollt hatte. Aber sein Blick verriet, dass er darauf eine Antwort forderte.
    Van Zan hatte sich abgewandt und wollte scheinbar den Raum verlassen oder was auch immer, als Saenia ihm eine Hand auf die Schulter legte, ihn auf diese Weise stoppend. „Sie glauben doch nicht, so einfach verschwinden zu können, oder?“, fragte die Turianerin ihn, wobei ihr Kopf auf sein Omni-Tool verwies, „Ich bin nicht blind. Sie sollten solche Unterredungen nicht so öffentlich durchführen, Van Zan.“, sie warf kurz einen Blick zu Braelyn, deren Kampfgeist gebrochen schien, bevor sie sich wieder dem Mann in Schwarz zuwandte, „Der Captain…Mr. Vox wird sicherlich mit ihnen ein Wort darüber wechseln wollen, was es mit dieser ‚Übertragung‘ auf sich hat.“, der Mensch spannte sich an, weswegen sie hinzufügte, „Keine Sorge – noch sind wir alle Freunde, oder nicht?“, wobei sich ein seltenes Lächeln auf ihr Gesicht schlängelte.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Vox und Sorax

    Van Zan

    Beyo

    Thadera

    Die Rache ist mein; ich will vergelten.
    5. Moses 32:35

    Der Kryptogrammkiller war vernichtet. Was einst Angst schürte, war nur noch ein vor Selbsthass wimmerndes und gescheitertes Etwas. „Einfach nur eine Turianerin“, sagte Hanna trocken, auf die gebrochene Person hinabschauend. Die Blondine zog an ihrer Zigarette und blies weißen Rauch in die schiere Endlosigkeit des Raumes. Braelyn atmete heftig während ihr zähes Blut Fäden ziehend vom Steg herab ins Nichts der Station tropfte. Als Saenia Serox den düsteren van Zan aufhielt, ließ Hanna die Hand auf Höhe ihrer Pistole sinken. Ein Sprichwort sagte: Der Feind meines Feindes ist mein Freund – was, wenn der Feind aber zerstört war? Kratzig-heiße Luft füllte ihre Lunge. Das Spiel war noch nicht völlig beendet. „Ich stimme Mister Vox zu. Beenden wir es“, sagte Hanna und berührte den Griff ihrer Pistole. „Soll ich Sie erschießen, Commander? Geben Sie mir nur den Befehl.

    Seeva wog ab. Ihr Gefühl sagte ihr, dass sie es nun endgültig beenden könnte. Eine Kugel in den Kopf, vielleicht gleich ein paar mehr und niemand würde ihre Entscheidung infrage stellen. Gavros hustete Blut, vielleicht würde sie es gar nicht überleben. Thadera war scheinbar noch nicht mit der Anzahl der gebrochenen Knochen zufrieden und wollte diese gerade nach Oben korrigieren, als der Spectre hart sagte: „Schluss jetzt. Thadera, lassen Sie sie los.“ Die Asari beugte sich herab, packte Gavros am Arm und zog einmal heftig. Die Turianerin stöhnte wehleidig, wirkte schwer und unbeweglich. Seeva kniete sich neben sie und aktivierte ihr Omnitool. Eine kleine, stabilisierende Menge Medigel zuckte durch Gavros‘ geschundenen Körper. Seeva verzichtete auf ein abgedroschenes „Braelyn Gavros, Sie sind verhaftet.“ Stattdessen half sie der Killerin auf die Knie. Sie würde sie sterben sehen, langsam, im Gefängnis, über Jahre oder Jahrzehnte. Und selbst wenn es ein Jahrhundert wäre, Seeva würde warten. „Los jetzt, gehen wir. Es ist vorbei“, sagte die Asari mit einem Hauch Abgeschlagenheit in ihrer Stimme. Der Sieg schmeckte schal. Wegen der Toten oder weil es niemals wirklich vorbei war.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Forenperser View Post
    Braelyn Gavros

    Es konnte nicht vorbei sein. Es durfte nicht vorbei sein.....Monate....Jahre der Planung. Alles hatte hierauf hingearbeitet. Auf diesen, einen Moment. Verzweifelt blickte die Turianerin sich um. Unweit ihrer Position war die Stelle, an der das Geländer des Stegs herausgebrochen war, nachdem sie Beyo hindurch getreten hatte. 2 Meter. Vielleicht eineinhalb.....zum Springen fehlte ihr die Kraft....aber vielleicht.....
    "Gaaah!" Mit dem Mut der Verzweiflung schlug sie um sich. Traf die Asari im Brustbereich, stolperte vorwärts, schaffte es kaum sich auf den Beinen zu halten.
    Pang
    Sie fühlte das Projektil, das sich in ihre Wade bohrte, schrie auf, schafft es nicht sich abzustoßen.....und fiel über den Steg nach unten.
    Schmerzhaft landete sie auf ihrem rechten Arm, spürte außer einem Taubheitsgefühl nichts mehr, nahm den verletzten linken und zog sich an dem Geländer hoch, welches sich nun bei ihr befand. "Nicht so...nicht so....."
    "Braelyn."
    Sie vernahm die verhasste Stimme und blickte auf. Blickte in das Gesicht des roten Turianers, welches ebenso lädiert aussah wie ihres es sicher war. Sah das Blut, was immer noch an seinem Mund klebte, die blauen, durchdringenden Augen.
    "Aaargh!" Sie schlug nach ihm, verfehlte ihn. Spürte, wie sie sich kaum halten konnte. Er trat auf sie zu. Sie hob die andere Hand, zielte auf den verbundenen rechten Arm, welchen der rote Turianer in Schutzstellung vor sich hielt, vergrub die Klauen in ihn.
    Der Turianer verzog keine Miene. Er bewegte den Arm in Richtung seines Körpers, zog sie damit nah an sich heran. Nur wenige Zentimeter trennten ihre Gesichter. "Genug!"
    3 kurze Schläge trafen ihre Schläfe. Den letzten Rest der Kraft verlierend rutschte Braelyn stöhnend zu Boden, schaffte es kaum sich auf den Knien zu halten, klammerte sich nur mit einer Hand weiter an dem Geländer fest.
    Beyo richtete seine Pistole auf sie. Aus dem Augenwinkel heraus sah sie, wie der Rest der Gruppe wieder auf dieser Ebene ankam. Sie verstand nicht, was gesagt wurde, sah nur wie einige scheinbar einschreiten wollten, andere jedoch hielten sie zurück. Keiner sagte ein Wort.
    "Ich schätze....." hustete die Killerin leise und spuckte weiter Blut aus. "....es ist nur passend, dass es so endet." Sie war in diesen Tunneln aufgewachsen. Abschaum, am Rande der Gesellschaft, von niemandem beachtet. Nun, wo es zu Ende ging, kannte jeder ihren Namen.
    "Du hast es fast geschafft Beyo......" murmelte sie wie im Delirium. "Mit mir stirbt auch deine Vergangenheit."
    Der Turianer zeigte keinerlei Regung. Wie eine Statue stand er vor ihr, die Waffe fest umgriffen, der Arm kerzengrade, die Augen fixierten sie, fest und entschlossen. Wie vor all den Jahren, als er ihr Leben zerstört hatte.
    "Ich weiß nicht, worauf du wartest." flüsterte sie. "Du hast bewiesen dass du es kannst.....also los....tu es."
    Er erwiderte nichts. "TU ES!" schrie sie ihn an. Mit einem mal überkam sie ein Schwall der Emotionen. Bilder von damals, aus besseren Tagen. Ihr ganzes Leben, wie in Zeitraffer.
    "Tu es....." schluchzte sie leise. "Vielleicht....sehe ich ihn dann endlich wieder....."
    Der Finger bewegte sich am Abzug.
    Pang

    Beyo Vhan

    Einige Stunden zuvor

    "Warum? Warum kommst du damit wieder zu mir? Nach allem was passiert ist.....hast du nicht Angst, dass ich es noch schlimmer mache?"
    "Natürlich habe ich das. Aber weißt du, wovor ich noch mehr Angst habe? Dass du etwas anderes, noch destruktiveres versuchst. So gebe ich dir wenigstens die Chance, es diesmal richtig zu machen."
    Beyo zögerte, bevor er in den Kommunikator sprach.
    "Ich.....weißt du, ich habe es nie wirklich verstanden. Ich war immer dankbar über deine Freundschaft, aber ich habe nie verstanden wieso. Malkizan....Javed......ich, wir alle drei, haben dir damals so viel angetan. Haben deinen Ruf zerstört, dich verletzt. Du wusstest was wir taten und konntest es nicht beweisen. Und nachdem die Beweise fort waren, hast du mir einfach geholfen, wieder auf den rechten Weg zu kommen. Wieso?"
    "Ich habe einfach mehr gesehen in dir Beyo. Mehr als....das. Was vergangen ist, kann man nicht ungeschehen machen. Was zählt, ist das Hier und Jetzt. Aber um deine Vergangenheit hinter dir zu lassen, musst du noch eine Sache lernen: Dir selbst zu vergeben."
    Karvas Worte trafen ihn wie ein Paukenschlag. "Du....du lässt das so klingen als wäre es einfach!"
    "Tue ich das? Dann tut es mir Leid, dass du mich missverstehst. Es nicht nicht einfach. Es ist das Schwerste überhaupt. Aber umso wichtiger ist es, dass du es tust. Denn wie sollen andere dir vergeben, wenn du es nicht kannst?"

    Jetzt

    Der Lauf der Waffe rauchte. Die Zeit schien stillzustehen. Die Augen des Turianers starrten auf die Stelle, an der das Projektil eingeschlagen war. Es waren nicht die einzigen.
    "....wieso?" Braelyn starrte verständnislos auf die geschwärzte Stelle im Boden, wenige Handbreit vor ihr. "Du bist - "
    "Nein. Bin ich nicht!"
    Angewidert warf Beyo die Waffe von sich. Sah, wie sie über das Geländer fiel und ins bodenlose Nichts verschwand. "Das ist was ich war." Er kniete sich zur ihr auf Augenhöhe. "Was ich war! Früher!"
    Er starrte auf seine Handfläche, betrachtete das angetrocknete Blut und verdeckte es, indem er die Faust ballte. "Das ist nicht mehr was ich bin....."
    Ihre Blicke trafen sich. "Du kannst mich für das, was ich getan habe, bis an dein Lebensende hassen....." hauchte er. "Ich bin fertig damit, es selbst zu tun....."
    Natürlich würde Kalio's Tod weiter auf ihm lasten. Ebenso wie all die anderen Leben, die er zerstört hatte. Nichts konnte das, was geschehen war rückgängig machen. Aber jetzt....hier und heute.....konnte er endlich damit aufhören.....konnte damit beginnen, das Richtige zu tun. Angefangen bei ihr.
    "Ma'am.....Captain....." Mit langsamen Schritten ging er auf die Gruppe zu. "Nehmen Sie sie mit....sorgen sie dafür dass sie ins Gefängnis kommt.....lebend....."
    Er warf einen Blick über die Schulter zurück zu ihr. "Es hat genug Tote gegeben....."
    Captain Yuhki kämpfte mit sich. Man spürte, dass es ihm schwer fiel. Auch er hatte Leute verloren. Doch nach einem kurzen Blick zu T'Saari sah er Beyo an und nickte schließlich.
    Braelyn machte keine Anstalten mehr zu fliehen. Wo wenige Minuten zuvor noch Starrsinn und Kampfeslust bis zum Ende gewesen war, war nun nichts mehr. Ihre Augen waren leer und kraftlos. Sie hatte so viel auf Spiel gesetzt und alles verloren.....und nun, wo es zu Ende war, hatte sie sogar falsch bei ihm gelegen. Ihr letzter Triumph war ihr aus den Händen geglitten.
    Der Captain und der Asari-Spectre entfernten sich mit ihrer Gefangenen. Zurück blieb die sechsköpfige Gruppe, die verschiedener wohl nicht hätte sein können. Und doch waren sie diesen Weg gemeinsam zu Ende gegangen. Zu Ende.
    "Heh....." Beyo wusste nicht, wie ihm geschah. Seine Gesichtszüge gehorchten ihm nicht mehr. Er begann zu lachen. Nicht laut oder voller Freude. Vielmehr realisierte er erst, was gerade geschehen war.
    "Es ist vorbei....wir....wir haben es wirklich geschafft....."
    Kaum zwei Wochen waren vergangen, seit diese verrückte Geschichte ihren Lauf genommen hatte. Seit Saenia Sorax zu ihm ins Büro gekommen war und ihn zu der Wohltätigkeitsfeier eingeladen hatte.....und doch war mehr passiert, als innerhalb eines ganzen Jahres.....oder mehr......
    Mit einem Mal kamen die Tränen. Emotionen überschwemmten den Turianer, unkontrollierbar und von allen Seiten.
    Tränen der Freude, Tränen der Erleichterung.....aber auch des Verlustes. Ja, nun, wo alles vorbei war und die ganze Last von ihm abfiel, kamen auch all die anderen Sachen zurück. Kyron war immer noch tot. Ebenso wie all die anderen......
    Er verspürte einen starken Schmerz. Das Adrenalin flaute ab. Sein Körper war in den letzten Tagen und Stunden durch die Hölle gegangen. Die Kraft in den Beinen versagte ihm und er glitt unsanft am Geländer herunter in Sitzposition. Seine Sicht verschwamm, er vernahm den eigenen Atem laut im Gehörgang. Langsam und unkontrolliert fielen ihm die Augen zu.

    "Hrch!" Wie ein Stromschlag überkam ihn die Dosis Medigel. Er erkannte nicht wer es war, der neben ihm kniete und sie ihm verabreichte. Ebenso konnte er nicht genau sagen, wer sich nun vor ihn stellte und ihm die Hand anbot. Er ergriff sie und wurde sofort wieder auf die Füße gezogen. Die neue Kraft belebte seinen Körper. Er spürte, dass die meisten Blicke auf ihm ruhten.
    "Ich weiß nicht wie es ihnen allen geht...." begann er. "Aber ich....könnte jetzt etwas zu trinken vertragen......"


    Der Mann in Schwarz schaute zu Sorax hoch, die ihn mit sanfter Gewalt bei der Schulter gepackt hatte. Sie war die Erste aus dem heutigen Team, die er persönlich kennen gelernt hatte und nach allem, was in den letzten Tagen geschehen war, konnte er nicht mehr nur eine unterentwickelte außerirdische Echse in ihr sehen. Sie und Vox hatten bei der Jagd nach Gavros den gleichen Einsatz gezeigt, wie er selbst und alle anderen, sie begegneten einander auf Augenhöhe.
    Der Captain…Mr. Vox wird sicherlich mit ihnen ein Wort darüber wechseln wollen, was es mit dieser ‚Übertragung‘ auf sich hat. Keine Sorge – noch sind wir alle Freunde, oder nicht?
    ,,Gewiss. Und als Ihr und Mister Vox‘ Freund schätze ich das Vertrauen, das mir entgegen gebracht wird.“, antwortete Vincent lakonisch, während T’Saari mittlerweile Gavros‘ öffentliche Züchtigung für beendet erklärte und die Killerin mit Yuhki zusammen abführte. ,,Was die Unterredung mit Mister Vox angeht, komme ich gern auf Sie zurück, sobald ein bisschen Zeit ins Land gegangen ist. Es wird nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird, Sie kennen das ja.“. Der Mann in Schwarz zuckte mit den Schultern und setzte die Redewendung als bekannt voraus.
    Plötzlich kam es erneut zu einem Handgemenge, Gavros befreite sich aus T’Saaris Griff, versuchte zu fliehen, stolperte und stürzte vom Steg. Mit einem unterdrückten Schmerzenslaut kam sie auf einer tieferen Ebene zum Liegen.
    ,,Hört das den nie auf…?“ Vincent zog eine seiner Waffen, wurde aber von Sorax gehindert, auf Gavros zu zielen. Die Turianerin lenkte seinen Blick mit einem Kopfnicken auf Vhan, der auf seine Nemesis zuging, woraufhin es erneut zu einem Kampf oder eher einem Gerangel kam; beide Kontrahenten waren weit jenseits ihrer Grenzen. Vincent holsterte seine Pistole, woraufhin Sorax sein Handgelenk losließ. ,,Wenn er es versaut und sie ihn als Geisel nimmt, beende ich es. Ein Schuss, zwei Sorgen weniger.“, sagte er leise. Die Turianerin schwieg.
    Vhan versaute es nicht, zumindest nicht so, wie befürchtet. Gavros gab sich schlussendlich doch geschlagen und wurde wieder abgeführt und Vhan bekam einen seiner berüchtigten emotionalen Zusammenbrüche. Lachen, Heulen, stumpfer Humor, alles wie immer. ,,Irgendein Seelenklempner wird noch ein Vermögen an dem verdienen.“
    Quote Originally Posted by BlackShial View Post
    Khardim ist unser Äquivalent für Brüste oder eben Hintern.
    Schön anzusehen und man denkt gern daran
    Khardim is offline

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