Page 14 of 15 « First ... 37101112131415 Last »
Results 261 to 280 of 288
  1. #261 Reply With Quote
    Schwertmeister Khardim's Avatar
    Join Date
    May 2009
    Posts
    851
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Forenperser View Post
    Captain Kaneko Yuhki

    Als der Japaner hörte, dass seine Familie sicher war, konnte er nicht anders und drehte auf halbem Wege wieder um. An der selben Stelle angekommen, an welcher er eben noch mit dem kroganischen Ungetüm um sein Leben gekämpft hatte, von welcher der Asari-Spectre und die anderen beiden bereits abgerückt waren, sah er wie hinter dem langsam die Treppe runterkommenden Nathaniel Hudson seine Frau auftauchte, sichtlich traumatisiert und schmutzig, aber am Leben, an den Händen die beiden Kleinen. "Kaneko!" Schluchzend und sich vergessend ließ sie sich in seine Arme fallen. "Dem Himmel sei Dank, es ist endlich....ich dachte wir kommen nie mehr lebend da raus....." "Ruhig Marlene.....es ist vorbei." Er wartete einige Momente ehe sie sich beruhigt hatte, dann umarmte er seine beiden Töchter. Jemma, die Größere von beiden schluchzte und hatte offenbar Probleme damit ihre Atmung zu kontrollieren. Die kleine Anzu hingegen war ruhig. Viel zu ruhig. Ihre Augen waren weit aufgerissen, als würde sie durch ihn hindurchstarren. In ihrem Gesicht sah man noch Spuren von fremdem Blut.....
    "Alles ist gut.....niemand wird euch mehr wehtun....kommt....." Er nahm seine jüngere Tochter vorsichtig auf den Arm und hielt sie absichtlich so, dass sie keinen Blick auf den massakrierten Korganer-Körper erhaschen konnte. Erst jetzt fiel ihm auf, dass Guesarie Linyria immer noch hier lag. Sie hatten sie einfach zurückgelassen!
    "Hudson?" Er brauchte gar nicht zu Ende sprechen, sein Kollege war bereits dabei die massige Asari (nicht ohne ein wenig Mühe) vom Boden aufzuheben. Diese Sache hatte sie alle schon so viel gekostet. Und nun wurde ein Mitglied des Teams einfach zum Sterben zurückgelassen? Wenn dies der Preis für diesen Job war, dann war der Captain jetzt schon froh, ihn bald nicht mehr haben zu müssen.

    "Thomen!" Sie waren unten angekommen. Krzeminski, welcher den Download mittlerweile vollständig abgeschlossen hatte, war gerade dabei die Verletzungen im Gesicht seines Freundes zu untersuchen. "Captain!" Beide schienen offenbar erleichtert darüber, dass ihr Boss seine Familie wohlbehalten wieder hatte. "Fühlen Sie sich imstande zu fliegen?" "Ja Sir." "Mitkommen. Krzeminski, rufen Sie eine Ambulanz und helfen Sie Hudson, sie zu stabilisieren. Wir wollen nicht noch jemanden verlieren!" Er deutete auf die Asari in Hudsons Armen, welcher hinter ihnen die Treppen runter stieg. "Sir!"
    Thomen ging einige Schritte voraus, hielt die Waffe griffbereit. "O'Grady, auf den Straßen nach wie vor alles frei?" "Alles sauber, Sir. Drehe weiterhin meine Runden."
    Sie verließen das Gebäude und gingen zügig in Richtung der in leichter Entfernung geparkten Skycars. "Thomen, Sie fliegen meine Familie aufs Revier! Und sie lassen sich dort auch durchchecken, ehe Sie wieder hier auftauchen!" "Kommst du nicht mit uns?" "Ich habe hier noch etwas zu erledigen....bitte, steigt schnell ein. Ich verspreche, ich komme bald nach!"
    Trotz offensichtlichem Unwohlsein stiegen alle drei schließlich ein. Dann setzte auch Thomen sich auf den Fahrersitz und begann den Motor warmlaufen zu lassen.
    "Das ist erledigt....." Dem Japaner fiel ein Stein vom Herzen. Dann sah er mit kritischem Blicke zurück zu dem Gebäude, in den obersten Stock.....
    "Jetzt bleibt nur noch zu hoffen......"

    Captain Karvas Rarkin

    Der letzte große Knall hatte nur wenige Meter entfernt stattgefunden. Danach Stimmengewirr und ein Schuss. Innerlich betete der Turianer, dass Yuhki's Familie es lebend raus geschafft hatte. Schritte. Die Stimmen kamen näher. Immer mehr. Sie versammelten sich vor der Tür. Braelyn's Fassung bröckelte sichtlich immer mehr. In jeder anderen Situation hätte er sich darüber gefreut.....aber jetzt war nicht nur sie gefährdet, sondern der ganze Plan.
    Sie konnten sie jetzt noch nicht erledigen. Ansonsten würden sie diese Bomben niemals rechtzeitig finden. "Komm schon Schlampe.....du musst doch noch irgendeine Idee in der Hinterhand haben, nach all dem Geprahle über deine Intelligenz."
    Und sie hatte auch eine. Das Messer immer noch feste an seine Kehle gedrückt, führte die Mörderin die Hand, welche die Pistole umklammerte, an ihren linken Unterarm und tippte ein wenig ungelenk auf der aufflashenden Oberfläche des Omni-Tools herum. Es piepte, und an der Tür blinkte kurz ein Licht in der Mitte auf. Verwirrung überkam Karvas, ehe sein Hirn in Bruchteilen einer Sekunde schaltete.
    "Vorsicht!"
    Zischend sauste die Tür auf und sofort flogen Projektile quer durch den Raum. Er sah mehrere Gestalten in Deckung springen, während Braelyn weiter blitzschnell, unaufhörlich abdrückte, ehe die Waffe überhitzte. Und ebenso schnell wie sie aufgesprungen war, schlug die Tür nun krachend wieder zu. Wütend presste die blasse Turianerin ihm die Klinge noch fester an den Hals. Sie hatte nicht einen ihrer Feinde getroffen, dank ihm. Jetzt jedoch kam Leben in die Sache. Schwere Schläge donnerten an das andere Ende der Tür. Karvas vermutete den Asari-Spectre. Sie hatte endgültig genug von Braelyn's Spielen."Bitte....."
    Plötzlich hörte er etwas dröhnen. Und mit einem lauten Knall zersprang hinter ihnen das Glas der Sichtscheibe.
    "Boss!" Ein weiterer Turianer, gepanzert und auf dem Rücken ein Sturmgewehr, kam in den Raum gesprungen. "Wir müssen hier weg!"
    Die Tür wackelte bedrohlich. "Geben Sie mir Deckung während ich ihn verlade!" knurrte Braelyn und zog Karvas mit Gewalt an den Handfesseln auf die Füße. Eine letzte Erschütterung, und die Tür brach endgültig in sich zusammen. Der Söldner reagierte sofort: Ohrenbetäubendes Sperrfeuer prasselte ratternd durch den Raum und zwang Karvas' Verbündete abermals in Deckung zu gehen. Die Killern trieb ihn an, schubste ihn hastig in Richtung des Skycars, welches ruhig vor der zerbrochenen Sichtscheibe des Raumes schwebte und schubste ihn mit dem Gesicht voran auf die Hinterbank.
    "Vielen Dank!" Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern schoss sie den Mann, der gerade sein Leben riskierte hatte um seine Auftraggeberin zu retten, von hinten nieder, während sie schon am Steuer saß.
    Bevor T'Saari und die anderen reagieren konnten, heulte der Antrieb bereits auf und das Skycar flog mit einem solchen Schwung los, dass Karvas feste gegen die Sitzbank gepresst wurde. "Jetzt haben wir dich Miststück....."

    Officer Niall O'Grady

    Yuhki's Familie samt Thomen war gerade im Begriff mit dem Skycar abzuheben. Es war bei dieser Sache schon so viel schief gelaufen. Er selbst hatte keinen allzu kleinen Anteil daran....
    Deshalb war es gut zu wissen, dass wenigsten der Captain seine Familie wieder hatte.
    "Hm?" Etwas piepte auf der Radaranzeige. Der junge Ire öffnete die Seitenklappe des Skycars wieder und sah, was sich näherte.
    "Fremdes Skycar im Anflug! Wiederhole, Skycar im Anflug auf den vierten Stock des Gebäudes!" Keine 2 Sekunden später war es auch schon seitlich in die Sichtscheibe nahe des Plattforms der Feuerleiter gerammt. Niall sah durch das Zielfernrohr. Das Sichtfeld in den Raum war nicht klar. Er konnte nur ein schwaches Aufhellen erkennen, was auf Mündungsfeuer schließen ließ. Tatsächlich hörte er im Teamfunk auch klar einschlagende Projektile. Angestrengt spähte er und erkannte dass etwas auf die Hinterbank verladen wurde. Oder besser gesagt jemand. Rarkin! Und dann setzte sich eine zweite nur allzu bekannte Person nach vorne. "Gavros im Schussfeld! Wiederhole, habe freie Schussbahn auf Gavros! Erbitte Abschusserlaubnis!" Diese rauschte auch sofort durch den Funk. Der Finger am Abzug bewegte sich.....
    "Nicht schießen!" Niall erstarrte in der Bewegung. "Captain?!" "Wiederhole: Nicht schießen!" "Aber Captain! Ich habe freies Schussfeld! Sie hat Rarkin! So eine Chance bekommen wir nie wieder!" Stimmengewirr durch den Funk, andere Stimmen brüllten ihn durch den Kugelhagel an zu schießen. Plötzlich wurde ein lautes, ohrenbetäubendes Tinnitus-Geräusch durch den Kanal gejagt, offenbar von Seiten des Captains. "O'Grady.....Niall! Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe....ich bin nicht genug da gewesen, weder für Sie, noch für den Rest meiner Leute! Aber bitte, bei allem was heilig ist, wenn Sie mir vertrauen.....tun sie das nicht!"
    Seine Hand zitterte. Und mit einer ruckartigen Bewegung setzte sich das feindliche Gefährt in Bewegung und war innerhalb weniger Sekunden außer Reichweite.
    Sie war weg.....Braelyn Gavros war ihnen wieder entkommen!
    Eine gute halbe Minute saß er bewegungslos da, ungläubig über das, was gerade passiert war. Dann, schlagartig, überkam ihn die pure, blanke Wut. Er drehte das Skycar und landete es, unweit der Position wo Yuhki immer noch stand. Er stieg aus und sah, dass bereits ein Teil der Gruppe ebenso auf ihn zugelaufen kam.
    "Captain, was zur Hölle?!" Er nahm das Scharfschützengewehr und richtete es ohne nachzudenken auf den Japaner.

    Braelyn Gavros

    Sie hatte es geschafft. Sie hatten alles, was sie hatten gegen sie aufgebracht und es war doch nicht genug gewesen. Doch die Zeit drängte. Ihre Männer waren alle erledigt....nun, bis auf eine Ausnahme. Sie musste die Sache jetzt zu Ende bringen.
    "Gavros hier.....ich komme jetzt zu Ihnen! Sind die Bomben nach wie vor sicher?"
    Die Bestätigung kam am anderen Ende der Leitung. "Nun, Rarkin, jetzt dauert es nicht mehr lange.....aber keine Sorge! Ich werde dafür sorgen, dass Sie noch lange genug leben um zu sehen wie ihre geliebte Station in Flammen aufgeht.....und dann können Sie sich fragen, wie viele Leben Sie hätten retten können, hätten Sie Beyo nicht geholfen, sein kleines Geheimnis zu wahren. Der selbe Mann der sie selbst damals gedemütigt hat, als Sie ihm zu nahe kamen! Wie tief kann man bitte sinken, sie erbärmlicher Feigling?"
    Während sie redete merkte die blasse Turianerin nicht, wie dem Captain hinter ihr ein breites Grinsen über das Gesicht kam.


    Beyo Vhan

    Seitlicher Stand. Das rechte Auge zugekniffen. Der Arm gerade gestreckt. Der Finger des Turianers glitt sanft über den Abzug. Und mit einem halblauten Pang fand das Projektil ihr Ziel.
    "Bravo!" Sarkastisch klatschte das körperlose Figment neben ihm Beifall.
    "Du hast also nicht alles von damals verlernt! Aber bist du auch bereit, diese Kugel in etwas lebendigeres zu befördern als ein Graffiti? Dieses ganze sentimentale Gerede....darauf hörst du doch nicht wirklich, oder?"
    Der rote Turianer wusste nun sehr genau was er war. Was getan werden musste, wohin diese Kugel gehörte. Doch noch konnte er nichts tun. Er musste auf Karvas vertrauen, auf den Plan.

    Sein Omni-Tool begann zu piepen. So schnell es aufgrund des immer noch ungewohnten Gefühls mit der linken Hand ging, öffnete Beyo die holografische Oberfläche und sah den blinkenden Punkt, der sich über die Karte bewegte. "Dann mal los...."

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)



    Nein!!!“ Die Projektile schlugen dumpf aber sinnlos auf das Skycar. Seeva schrie, feuerte ihr Magazin leer, schmiss die Schrotflinte, warf einen Warp – doch es nützte nichts. Gavros flog fort, entkam, wieder einmal. „Warum haben Sie nicht geschossen?“, brüllte sie in den Funk. Gemeint war O’Grady, der gemeldet hatte, dass er Gavros im Visier gehabt hatte. Seeva hatte ihm sofort: „Feuern Sie! Erschießen Sie Gavros!“ befohlen. Doch der Scharfschütze zögerte und ließ die Killerin somit entkommen. „Yuhki!“ In Seeva brodelte rechtschaffender Zorn, nein es war gar grausiger Hass, auf. Dieser verfluchte Mensch hatte doch seine Familie zurück! Er hatte Seevas Befehle mehrfach missachtet und war dennoch als der einzige Sieger aus dieser Geschichte gegangen. Wie viele Leben hatte er gerettet? Drei? Und wie viele hatte er damit verdammt? Und das alles ohne einen erkennbaren Grund. Außer, er paktierte mit Gavros, um seine Familie zu retten. „Los! Raus hier!“, schrie die Asari ihre Begleiter an. Dann öffnete sie den Funk und wiederholte den Befehl. „Raus, raus, raus!

    Die Mission war ein Desaster, meinte Hanna während sie neben einer gehetzten Asari hersprintete. Sie hatte gut angefangen, war aber schnell gekippt. Keiner von den Captains hielt sich an die notwendige Befehlskette und die meisten der Teammitglieder schienen entweder keine Profis zu sein oder lediglich Profis in eigener Sache. Vox, van Zan, Cas’Tivera – was für ein Haufen. Sie passten besser in die Groschenromane des 21. Jahrhunderts, die von revolverschwingenden Cowboys, als in eine taktische Operation. Hanna konnte den Frust des Spectre verstehen, sprach der Asari aber zugleich die Fertigkeit der Führung ab. Auch T’Saari war für die Agentin eine Enttäuschung. Die Hartherzigkeit zeigte Entschlossenheit, aber ihre Unfähigkeit einen Sieg einzufahren entmachtete die Ideologisierung, mit welcher sich die Spectre gerne schmückten. Jetzt hieß es: zurück. „Es ist noch nicht vorbei“, sagte die Blondine im Laufschritt zu der Asari. „Wir können Gavros verfolgen.“ „Das ist mein Plan, Agent“, gab die Blaue zurück und legte noch einen Zahn zu.

    Draußen angekommen krachte es heftig. Yuhkis Frau schrie laut auf, die Kinder begannen zu weinen, als Seeva den Japaner mit einem biotisch geladenen Fausthieb die Nase brach. Sein eigener Mann, O’Grady, hielt ihn mit seinem Gewehr in Schach und das war der einzige Grund, warum sich der Scharfschütze nicht blutend neben Yuhki wiederfand. „Was haben Sie sich dabei gedacht?“, brüllte der Spectre. Es lag eigentlich nicht in Seevas Natur so aufbrausend zu werden, doch Yuhki hatte den Bogen nun deutlich überspannt. Die Asari stieß Marlene Yuhki fort, als sie versuchte den aufgebrachten Spectre von ihrem Mann fernzuhalten. Hudson fing die Frau geschickt auf, starrte aber entsetzt als Seeva ihren Fuß auf der Kehle des Japaners positionierte. „Ma’am“, merkte O’Grady unsicher an. Der Sniper war offenbar hin- und hergerissen. „Sie haben zehn Sekunden um mir zu erklären, was das rechtfertigen könnte. Zehn Sekunden, sonst sieht Ihre Familie dabei zu, wie Ihr Genick bricht!“ Hinter Seeva hob ein Skycar ab. Der Spectre hatte Hanna befohlen mit Saenia und van Zan zusammen die Verfolgung aufzunehmen, während Vox weitere Skycars akquirierte. Seeva hob den Fuß leicht. „Sprechen Sie“, knurrte sie und begann im Kopf von Zehn rückwärts zu zählen.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post
    Seeva I , Die Chaos-Cops, die Terroristin und der Rächer , Seeva II & Yuhki

    Den Weg hoch zu finden war leichter gesagt als getan. In der riesigen Halle selbst schien es keinen weiteren Weg hochzugeben, außer dem, den sie gekommen waren. Aus diesem Grund hatte sich die Turianerin mit ihrem menschlichen Begleiter eine der wenigen Türen angeschaut – und dabei ein Treppenhaus entdeckt. Es führte bis ganz nach oben und war durch meterdicke Mauern vom Rest des Geländes geschützt. Vermutlich der Notausgang…, dachte sich die Turianerin, als sie die Treppen hochgingen.
    Es ist eine Sackgasse.“, informierte sie Syren plötzlich, „Der Fahrstuhl ist defekt und wir beide sitzen fest. Kein Feindkontakt zumindest. Sucht einen anderen Weg hoch.

    Saenia nickte Hudson zu und zusammen gingen sie statt durch die nächstgelegene Tür einfach weiter nach oben. Die Tür aus dem Treppenhaus führte sie in einen größeren Raum, der bisschen was von einer Mensa hatte, mit einer Theke die sie von der Küche trennte, die am anderen Ende des Raumes war. Der Raum war in Dunkel gehüllt mit Ausnahme vom Küchenbereich, aus dem auch Geräusche herüberklangen – Kampfgeräusche.
    Saenia und Hudson koordinierten sich mit Handzeichen und schalten alle Taschenlampen aus, bevor sie sich zügig zwischen den Tischen hindurch auf die Theke zubewegten. Auf dem Weg dorthin fiel der Turianerin der seltsam künstlich klingende Klang der Kampfgeräusche auf, als würden sie nicht von der Küche selbst kommen. Ebenso bemerkte sie kaum Bewegungen im Licht und konnte Murmeln heraushören, sowas wie „Ja, mach sie fertig!“ oder „Das hat die blaue Schlampe verdient!“.
    Als sie die Theke erreichten, erfuhren sie den Grund für diese Seltsamkeiten: sechs der Kriminellen standen dort Seite an Seite nebeneinander, direkt vor sich ein Tisch mit Terminal auf dem ein Film zu laufen schien. Erst beim näheren Hinsehen erkannte Saenia aber, dass es sich hierbei um die Aufnahme einer Kamera handelte, denn sie konnte Thadera oder Hanna sehen, wie sie gegen einen riesigen Kroganer antraten. „Los, los!“, feuerte einer der zuschauenden Kriminellen den Kroganer an, so gebannt vom Gezeigten, dass er seine nähere Umgebung in keinster Weise im Auge hatte. Seine Kumpel schienen das auch nicht besser zu handhaben und einer von ihnen hatte sogar seine Waffe auf der Theke zurückgelassen. Es war daher ein einfaches sich um diese Gauner zu kümmern, nachdem sie leise über die Theke gehüpft waren: zwei verloren ihr Bewusstsein nach einem herzhaften Schlag mit einem Gewehrkolben, zwei weitere mussten angeschossen werden, einer bei der Flucht, und die letzten zwei ergaben sich einfach, Hände nach oben, niedergekniet und um Gnade winselnd.

    Als die Gefangenen fest verzurrt und mit Medi-Gel eingerieben waren, gingen die beiden weiter. Sie brauchten nicht lange und erreichten eine weitere Treppe, die nun direkt nach oben führte.
    Ein Schuss ertönte und die beiden blieben abrupt stehen, bevor sie sich langsam, Waffe im Anschlag, nach oben bewegten. „Wir haben die Geiseln gefunden. Sie sind sicher.“, war plötzlich im Funk Syrens Stimme zu hören, genauso wie außerhalb des Funkes. Bevor sich die beiden den Kopf darüber zerbrechen konnten, schwang jemand vor sie, Waffe erhoben – und blieb stehen. Es war Van Zan und sie hatten zu den beiden wieder aufgeschlossen.

    *

    Syren war gerade wieder auf dem Weg zurück zu den anderen, als er den Krach hörte. Er hatte ein paar Wagen organisieren können und sie würden in fünf Minuten hier sein, aber auf einen Kampf so schnell nachdem Gavros einmal wieder entkommen war, war er nicht bereit gewesen. Als er um die Ecke kam, sah er den Grund für den Kampf: Seeva ‚befragte‘ Yuhki, auch wenn es eher wie ein Verhör klang.
    Er senkte seine Waffe und schloss sich den anderen Anwesenden an, bemerkte dabei, dass Yuhkis Familie noch hier war.
    Er trat zu den beiden, den Mädchen die Sicht auf das Gezeigte raubend, als Yuhki seine Geschichte zum Besten gab. Sie klang anfänglich unglaublich, aber als klar wurde, dass Rarkin dahintersteckte, fing der Turianer an ihr Glaubwürdigkeit zu schenken – wie scheinbar jeder der Zuhörer. Der Japaner präsentierte am Ende das gewünschte Signal mit Karte und hatte damit endgültig die Aufmerksamkeit der Spectre auf sich gezogen. In just diesem Moment kam auch die Ambulanz wie auch die vom Politiker organisierten Skycars.
    Commander, es ist Zeit zu gehen.“, erklärte Syren mit ruhiger Stimme und ergriff die Schulter der Spectre, „Wir brauchen ihn immer noch lebendig. Oder wollen sie noch einmal von ihm überrascht werden?“, er zog die Asari sanft vom Hals des Japaners, bevor er diesem hochhalf, „Sie kommen mit, aber nur um alle Einzelheiten von Rarkins Plan zu erklären – und wehe sie lassen irgendetwas aus, Captain.“, der Japaner nickte nur, „Und schicken sie uns und dem anderen Team dieses Programm.“, wobei er auf die Karte mitsamt Signal verwies, bevor er an Seeva gewandt hinzufügte, „Wir können uns später um ihn kümmern. Jetzt haben wir keine Zeit zu verlieren, wenn wir Gavros aufhalten wollen.


    Sie sahen grade noch die Rücklichter des abhebenden SkyCars, als sie in den Raum eindrangen wie ein gestauter Fluss, der seinen Damm überwunden hat. Das Dröhnen der Masseneffektmotoren war kaum laut genug, um den vor Wut verzerrten Schrei der Spectre zu übertönen. Blindlings, ohne eine Spur der ansonsten perfekten Kontrolle feuerte sie auf das bereits außer Reichweite fliegende SkyCar. Vincent ließ seinen Blick über den Raum schweifen, eine weggeworfene Pistole hier, ein toter Turianer dort, keine Gefahr mehr. Er holsterte seine Waffen und lehnte sich gegen den Rahmen der aufgebrochenen Tür.
    Wieder ein Schuss in den Ofen.

    Los! Raus hier!“, befahl T’Saari und fegte selbst als erstes aus dem Raum. Der Rest der Truppe folgte, die einen eifriger als die anderen. Der Mann in Schwarz folgte als Schlusslicht und hörte von den wütenden Tiraden der Spectre nur Wortfetzen.
    War die ganze Sache noch seine Zeit wert? Gavros war praktisch vernichtet, sie hatten ihr letztes Aufgebot aufgerieben und sie in die Flucht geschlagen. Es war nur eine Frage der Zeit bis Ilias, T’Saari oder Vox sie endgültig zur Strecke bringen würden. Vincent schaute auf den gepanzerten Rücken des Turainers, der einige Schritte vor ihm ging. Diese Fanatiker hatten einen derartigen Hass auf Gavros kultiviert, dass sie sie bis ans Ende der Galaxie jagen würden, falls nötig. Vorausgesetzt, dass die Killerin nur geblufft hatte und nicht binnen der nächsten Stunden die komplette Station in die Luft sprengen würde.
    Aber war das wirklich noch seine Sorge? War ihm die Rache wichtig genug, um sich auf die nächste Etappe der Schnitzeljagd zu machen? Reichte der Sieg nach Punkten nicht aus, musste es die vollkommene Vernichtung sein? Niemand würde sein Verschwinden bemerken, er konnte sich seine Tasche schnappen und wäre in zwei Stunden von der Citadel verschwunden. Einfach alles hinter sich lassen. Sollten die Aliens doch machen, was sie wollten. Heimflug Richtung Erde, den Winter bei Dad verbringen und sich sicher sein können, dass er ein paar Monate lang kein Wort hören würde und seine Ruhe hätte.
    Ruhe
    Vincent lachte unwillkürlich auf, der Luftzug durch seine gebrochene Nase verursachte ein merkwürdiges Grunzen. Er drückte im Laufen den Rücken durch, sodass seine wieder eingekugelte Schulter knackte und schloss mit ein paar Schritten zu den anderen auf.
    Er wollte keine Ruhe, er wollte eins klar machen: In dieser Wüste regierte der Mann in Schwarz.

    Sie trabten aus der Lagerhalle, vor dem Haupttor hatten die restlichen Kräfte einen Sammelpunkt eingerichtet. T’Saari winkte Vincent, Cas’Tivera und Ilias heran. „Sie drei nehmen die Verfolgung auf. Ilias, Ihr Kommando. Sie halten mich auf dem Laufenden.
    Sie bemannten ein SkyCar und hoben ab, Ilias übernahm das Steuer mit Cas’Tivera als Kopilotin. Der Mann in Schwarz machte es sich derweil auf der Rückbank bequem und überflog seine Nachrichten. Vas hatte Germain auftreiben können und wartete mit ihm im Präsidium auf Chen.
    ,,Sollte sie die Gelegenheit dazu bieten, schlage ich Miss Cas’Tivera für das Enterkommando vor.“, verkündete der Mann in Schwarz in die angespannte Stimmung im Cockpit. Nach ihrem letzten Nahkampf mit Gavros erschien die Asari ihm am besten dazu geeignet, mit der Killerin auf Tuchfühlung zu gehen. ,,Wir könnten natürlich auch längs gehen und Gavros mit einer vollen Breitseite auf den Meeres.. pardon, Stationsgrund schicken. Ihre Entscheidung, Captain Ilias.“
    Noch bevor jemand Vincent für seine exzellente Piratenperformance loben konnte, zeigte das HUD des SkyCars eine Datenübertragung an. Bruchteile von Sekunden später leuchtete ein heller Punkt auf der Stationskarte auf, der sich rasch bewegte und vom Lagerhaus entfernte. Ilias beschleunigte das SkyCar.
    Quote Originally Posted by BlackShial View Post
    Khardim ist unser Äquivalent für Brüste oder eben Hintern.
    Schön anzusehen und man denkt gern daran
    Khardim is offline

  2. #262 Reply With Quote
    Held Shepard Commander's Avatar
    Join Date
    Mar 2012
    Location
    Schleswig-Holstein
    Posts
    5,153
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Khardim View Post




    Sie sahen grade noch die Rücklichter des abhebenden SkyCars, als sie in den Raum eindrangen wie ein gestauter Fluss, der seinen Damm überwunden hat. Das Dröhnen der Masseneffektmotoren war kaum laut genug, um den vor Wut verzerrten Schrei der Spectre zu übertönen. Blindlings, ohne eine Spur der ansonsten perfekten Kontrolle feuerte sie auf das bereits außer Reichweite fliegende SkyCar. Vincent ließ seinen Blick über den Raum schweifen, eine weggeworfene Pistole hier, ein toter Turianer dort, keine Gefahr mehr. Er holsterte seine Waffen und lehnte sich gegen den Rahmen der aufgebrochenen Tür.
    Wieder ein Schuss in den Ofen.

    Los! Raus hier!“, befahl T’Saari und fegte selbst als erstes aus dem Raum. Der Rest der Truppe folgte, die einen eifriger als die anderen. Der Mann in Schwarz folgte als Schlusslicht und hörte von den wütenden Tiraden der Spectre nur Wortfetzen.
    War die ganze Sache noch seine Zeit wert? Gavros war praktisch vernichtet, sie hatten ihr letztes Aufgebot aufgerieben und sie in die Flucht geschlagen. Es war nur eine Frage der Zeit bis Ilias, T’Saari oder Vox sie endgültig zur Strecke bringen würden. Vincent schaute auf den gepanzerten Rücken des Turainers, der einige Schritte vor ihm ging. Diese Fanatiker hatten einen derartigen Hass auf Gavros kultiviert, dass sie sie bis ans Ende der Galaxie jagen würden, falls nötig. Vorausgesetzt, dass die Killerin nur geblufft hatte und nicht binnen der nächsten Stunden die komplette Station in die Luft sprengen würde.
    Aber war das wirklich noch seine Sorge? War ihm die Rache wichtig genug, um sich auf die nächste Etappe der Schnitzeljagd zu machen? Reichte der Sieg nach Punkten nicht aus, musste es die vollkommene Vernichtung sein? Niemand würde sein Verschwinden bemerken, er konnte sich seine Tasche schnappen und wäre in zwei Stunden von der Citadel verschwunden. Einfach alles hinter sich lassen. Sollten die Aliens doch machen, was sie wollten. Heimflug Richtung Erde, den Winter bei Dad verbringen und sich sicher sein können, dass er ein paar Monate lang kein Wort hören würde und seine Ruhe hätte.
    Ruhe
    Vincent lachte unwillkürlich auf, der Luftzug durch seine gebrochene Nase verursachte ein merkwürdiges Grunzen. Er drückte im Laufen den Rücken durch, sodass seine wieder eingekugelte Schulter knackte und schloss mit ein paar Schritten zu den anderen auf.
    Er wollte keine Ruhe, er wollte eins klar machen: In dieser Wüste regierte der Mann in Schwarz.

    Sie trabten aus der Lagerhalle, vor dem Haupttor hatten die restlichen Kräfte einen Sammelpunkt eingerichtet. T’Saari winkte Vincent, Cas’Tivera und Ilias heran. „Sie drei nehmen die Verfolgung auf. Ilias, Ihr Kommando. Sie halten mich auf dem Laufenden.
    Sie bemannten ein SkyCar und hoben ab, Ilias übernahm das Steuer mit Cas’Tivera als Kopilotin. Der Mann in Schwarz machte es sich derweil auf der Rückbank bequem und überflog seine Nachrichten. Vas hatte Germain auftreiben können und wartete mit ihm im Präsidium auf Chen.
    ,,Sollte sie die Gelegenheit dazu bieten, schlage ich Miss Cas’Tivera für das Enterkommando vor.“, verkündete der Mann in Schwarz in die angespannte Stimmung im Cockpit. Nach ihrem letzten Nahkampf mit Gavros erschien die Asari ihm am besten dazu geeignet, mit der Killerin auf Tuchfühlung zu gehen. ,,Wir könnten natürlich auch längs gehen und Gavros mit einer vollen Breitseite auf den Meeres.. pardon, Stationsgrund schicken. Ihre Entscheidung, Captain Ilias.“
    Noch bevor jemand Vincent für seine exzellente Piratenperformance loben konnte, zeigte das HUD des SkyCars eine Datenübertragung an. Bruchteile von Sekunden später leuchtete ein heller Punkt auf der Stationskarte auf, der sich rasch bewegte und vom Lagerhaus entfernte. Ilias beschleunigte das SkyCar.
    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post
    Seeva I , Die Chaos-Cops, die Terroristin und der Rächer , Seeva II & Yuhki

    Den Weg hoch zu finden war leichter gesagt als getan. In der riesigen Halle selbst schien es keinen weiteren Weg hochzugeben, außer dem, den sie gekommen waren. Aus diesem Grund hatte sich die Turianerin mit ihrem menschlichen Begleiter eine der wenigen Türen angeschaut – und dabei ein Treppenhaus entdeckt. Es führte bis ganz nach oben und war durch meterdicke Mauern vom Rest des Geländes geschützt. Vermutlich der Notausgang…, dachte sich die Turianerin, als sie die Treppen hochgingen.
    Es ist eine Sackgasse.“, informierte sie Syren plötzlich, „Der Fahrstuhl ist defekt und wir beide sitzen fest. Kein Feindkontakt zumindest. Sucht einen anderen Weg hoch.

    Saenia nickte Hudson zu und zusammen gingen sie statt durch die nächstgelegene Tür einfach weiter nach oben. Die Tür aus dem Treppenhaus führte sie in einen größeren Raum, der bisschen was von einer Mensa hatte, mit einer Theke die sie von der Küche trennte, die am anderen Ende des Raumes war. Der Raum war in Dunkel gehüllt mit Ausnahme vom Küchenbereich, aus dem auch Geräusche herüberklangen – Kampfgeräusche.
    Saenia und Hudson koordinierten sich mit Handzeichen und schalten alle Taschenlampen aus, bevor sie sich zügig zwischen den Tischen hindurch auf die Theke zubewegten. Auf dem Weg dorthin fiel der Turianerin der seltsam künstlich klingende Klang der Kampfgeräusche auf, als würden sie nicht von der Küche selbst kommen. Ebenso bemerkte sie kaum Bewegungen im Licht und konnte Murmeln heraushören, sowas wie „Ja, mach sie fertig!“ oder „Das hat die blaue Schlampe verdient!“.
    Als sie die Theke erreichten, erfuhren sie den Grund für diese Seltsamkeiten: sechs der Kriminellen standen dort Seite an Seite nebeneinander, direkt vor sich ein Tisch mit Terminal auf dem ein Film zu laufen schien. Erst beim näheren Hinsehen erkannte Saenia aber, dass es sich hierbei um die Aufnahme einer Kamera handelte, denn sie konnte Thadera oder Hanna sehen, wie sie gegen einen riesigen Kroganer antraten. „Los, los!“, feuerte einer der zuschauenden Kriminellen den Kroganer an, so gebannt vom Gezeigten, dass er seine nähere Umgebung in keinster Weise im Auge hatte. Seine Kumpel schienen das auch nicht besser zu handhaben und einer von ihnen hatte sogar seine Waffe auf der Theke zurückgelassen. Es war daher ein einfaches sich um diese Gauner zu kümmern, nachdem sie leise über die Theke gehüpft waren: zwei verloren ihr Bewusstsein nach einem herzhaften Schlag mit einem Gewehrkolben, zwei weitere mussten angeschossen werden, einer bei der Flucht, und die letzten zwei ergaben sich einfach, Hände nach oben, niedergekniet und um Gnade winselnd.

    Als die Gefangenen fest verzurrt und mit Medi-Gel eingerieben waren, gingen die beiden weiter. Sie brauchten nicht lange und erreichten eine weitere Treppe, die nun direkt nach oben führte.
    Ein Schuss ertönte und die beiden blieben abrupt stehen, bevor sie sich langsam, Waffe im Anschlag, nach oben bewegten. „Wir haben die Geiseln gefunden. Sie sind sicher.“, war plötzlich im Funk Syrens Stimme zu hören, genauso wie außerhalb des Funkes. Bevor sich die beiden den Kopf darüber zerbrechen konnten, schwang jemand vor sie, Waffe erhoben – und blieb stehen. Es war Van Zan und sie hatten zu den beiden wieder aufgeschlossen.

    *

    Syren war gerade wieder auf dem Weg zurück zu den anderen, als er den Krach hörte. Er hatte ein paar Wagen organisieren können und sie würden in fünf Minuten hier sein, aber auf einen Kampf so schnell nachdem Gavros einmal wieder entkommen war, war er nicht bereit gewesen. Als er um die Ecke kam, sah er den Grund für den Kampf: Seeva ‚befragte‘ Yuhki, auch wenn es eher wie ein Verhör klang.
    Er senkte seine Waffe und schloss sich den anderen Anwesenden an, bemerkte dabei, dass Yuhkis Familie noch hier war.
    Er trat zu den beiden, den Mädchen die Sicht auf das Gezeigte raubend, als Yuhki seine Geschichte zum Besten gab. Sie klang anfänglich unglaublich, aber als klar wurde, dass Rarkin dahintersteckte, fing der Turianer an ihr Glaubwürdigkeit zu schenken – wie scheinbar jeder der Zuhörer. Der Japaner präsentierte am Ende das gewünschte Signal mit Karte und hatte damit endgültig die Aufmerksamkeit der Spectre auf sich gezogen. In just diesem Moment kam auch die Ambulanz wie auch die vom Politiker organisierten Skycars.
    Commander, es ist Zeit zu gehen.“, erklärte Syren mit ruhiger Stimme und ergriff die Schulter der Spectre, „Wir brauchen ihn immer noch lebendig. Oder wollen sie noch einmal von ihm überrascht werden?“, er zog die Asari sanft vom Hals des Japaners, bevor er diesem hochhalf, „Sie kommen mit, aber nur um alle Einzelheiten von Rarkins Plan zu erklären – und wehe sie lassen irgendetwas aus, Captain.“, der Japaner nickte nur, „Und schicken sie uns und dem anderen Team dieses Programm.“, wobei er auf die Karte mitsamt Signal verwies, bevor er an Seeva gewandt hinzufügte, „Wir können uns später um ihn kümmern. Jetzt haben wir keine Zeit zu verlieren, wenn wir Gavros aufhalten wollen.
    Quote Originally Posted by Forenperser View Post
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)




    Captain Kaneko Yuhki

    Er hatte damit gerechnet. Mit Verwirrung und Wut. Aber jetzt in den Lauf einer Waffe zu starren, die Waffe seines eigenen Mitarbeiters, eines jungen, vielversprechenden Cops der bislang trotz aller Unannehmlichkeiten immer zu ihm aufgesehen hatte, das war ein Gefühl dass er sich niemals zuvor hätte erträumen können.
    "O'Grady, nehmen Sie das Ding runter!" "Ich hatte sie! Was für ein Spiel spielen Sie hier?!"
    Yuhki's Frau und Kinder stiegen wieder aus dem Skycar, gefolgt von Thomen. "Verdammt....." Warum waren sie nicht bereits gestartet? Wieso musste seine Familie das jetzt noch mitansehen und hören? Waren sie nicht bereits genug traumatisiert worden?
    Die Szenerie wurde unterbrochen. Noch bevor er irgendetwas sehen konnte, traf ihn die biotische Wucht des Schlags ins Gesicht und riss ihn von den Füßen. Der Spectre platzierte den Fuß auf seiner Kehle und Yuhki versuchte schnappend Luft zu holen.
    "Hey! Hey, ganz ruhig!" Während O'Grady noch unsicher das Gewehr sinken ließ, richtete Thomen jetzt die eigene Waffe auf T'Saari. "Waffe runter!" bellte der Japaner hustend. Jedes weitere Worte konnte ihn das Leben kosten. Doch er würde nicht zulassen, dass diese Sache noch seine Männer betreffen würde.
    "Es gibt einen Plan!" redete er schnell weiter und versuchte den Fuß der Asari angestrengt einige Centimeter von sich wegzuschieben um wenigstens ein wenig besser reden zu können. "Ich sagte Ihnen bereits, was Gavros vorhat! Sie hat immer noch eine unbekannte Zahl Bomben irgendwo versteckt, und sie will die zentrale Energieversorgung des Hafens zerstören!" Er hustete.
    "Was nützt es uns sie zu erledigen und die Dinger gehen trotzdem hoch? Und hätten wir sie gefangen genommen, hätte sie es uns niemals verraten....."
    "Was ist mit Rarkin, Captain?" warf jetzt der junge Ire ein, immer noch aufgebracht. "Haben Sie ihn einfach für diesen Plan geopfert?!"
    "Der Plan ist von Rarkin!" Der Japaner spürte, wie der Druck auf seinem Hals etwas nachließ. Das hatte offenbar ihre Aufmerksamkeit erhascht. "Er ist damit zu mir gekommen.....er wollte sich gefangen nehmen lassen, und führt uns durch einen Tracker zu den Bomben.....und er wollte nicht, dass irgendjemand außer uns beiden etwas davon weiß.....es sollte möglichst glaubhaft aussehen. Gavros ist zu intelligent um derlei Risiken weiter einzugehen."
    "Risiken? Captain, diese Sache hätte auch ganz nach hinten losgehen können!"
    Dessen war er sich bewusst. Es war ein verzweifelter Plan gewesen. Aber es hatte funktioniert. Und nun konnten sie die Sache endlich zu Ende bringen. Vorsichtig, immer noch am Boden liegend, begann er sein Omni-Tool zu aktivieren und projizierte ein Bild. Auf der holografischen Karte sah man, wie ein roter Punkt sich langsam fortbewegte.
    Die Szenerie wurde unterbrochen durch eine laute Sirene. "Endlich....." Die angeforderte Ambulanz war da.
    "Hey! Hierher! Wir brauchen Hilfe!" hörte er Krzeminski rufen, welchen er im Augenwinkel mit Guesarie Linyria im Arm auf die Sanitäter zulaufen sah.
    Yuhki sah der Asari feste in die Augen und wartete ihre Entscheidung ab.

    Marco Lagos

    "Das hilft nicht wirklich Großer." erwiderte Marco in einem halb-spaßigem Ton. Bei seiner nächsten Äußerung musste er einmal kurz schwer ausatmen. "Den ganzen Konzern zerschlagen? Puh, da haben wir was vor uns....vor allem wenn es nur bei uns hier bleibt."
    Oder hatte er etwa eine Armee von Söldnern in der Hinterhand?
    Je weiter sie gingen, desto greller wurden die vielen Lichter der Station. Marco, der immer noch ein wenig die Nachwirkungen des Alkohols spürte, kniff leicht die Augen zusammen.
    "Aber mal so ganz unschuldig gefragt.....wie hoch meinst du, wird der Profit für dich ausfallen, sollten wir die Firma wirklich zerschlagen?"


    Yuhki sang. „Es gibt einen Plan“, behauptete er während, sein Kopf rot anlief. Seeva traute dem Ganzen nicht. Männer in seiner Situation hatten ihr schon häufiger irgendetwas erzählt, nur damit sie nicht starben. Genützt hatte es selten. Auch Yuhki war in den Spectre-Augen dem Tod näher als dem Leben, denn das was der Polizist einen „Plan“ nannte klang eher nach den mentalen Auswüchsen eines dümmlich naiven Vorchadieners. Trotzdem nahm sie den Druck vom Hals des andere. Eine fingierte Geiselnahme, damit eine Psychopathin auf Rachefeldzug den vermeintlichen Schutzschild zu brauchen und… „Was, wenn Gavros nicht zu den Bomben unterwegs ist? Was meinen Sie wird ihre letzte Tat mit dem Captain sein?“, fragte Seeva ohne eine Antwort zu erwarten. Jeder der hier anwesenden konnte sich ein ungefähres Bild von dem machen, was die Turianerin mit einem hilflosen Gefangenen veranstalten würde, der versucht hatte ihre Rache zu verhindern. Hinter Seeva landeten Sanitätswagen. Himmelblau-weißliche Rettungskräfte strömten aus den Wagen und eilten zur Szenerie. Das alles war gar nichts, wenn Gavros nicht aufgehalten wurde. Man hätte sie erschießen müssen, wer sagt denn, dass die Bomben mit einem Timer liefen? Sicherlich würde sie kein Risiko eingehen und warten, bis sie in einem Schiff war, um die Explosion aus dem Orbit zu genießen. „Bitte, lassen Sie meinen Mann gehen“, wimmerte ungehört Yuhkis Frau. Unter sichtlicher Anstrengung aktivierte der Japaner sein Omnitool und überspielte ein rot leuchtendes Signal auf einer holografischen Karte an Seeva. Sie grünen Augen der Asari prüften sie, dann zog sie unvermittelt das Bein zurück. Der Captain hatte die Wahrheit gesagt und obwohl sie es kaum glauben konnte: Sein Plan funktionierte wirklich. Ob Rarkin nun atmete oder nicht, zumindest bewegte er sich – in einem Skycar.

    „Commander, es ist Zeit zu gehen.“ Syren Vox‘ große Klauenhand legte sich beschwichtigend auf Seevas Schulter. Ohne zu erklären, was sie tat, streamte der Spectre die Echtzeitkarte auf das Tool von Agent Ilias und Saenia Serox. Die Sympathie der Asari für den Politiker wuchs mächtig, als dieser Yuhki in einer Tirade militärischer Manier seines Platzes verwies. „Wir können uns später um ihn kümmern. Jetzt haben wir keine Zeit zu verlieren, wenn wir Gavros aufhalten wollen“, endete Vox. Seeva nickte zustimmend. „Sie haben Recht, Mister Vox.“ Sie berührte kameradschaftlich seine Schulter, ehe sie laut Anweisungen ausgab. Ilias und ihr Team verfolgten Gavros; Seeva, Yuhki und Vox bemannten ein weiteres, sehr schnelles aber stromlinienförmiges und dadurch sehr schmales Skycar während sich Hudson und die anderen Cops ein letztes Fahrzeug teilen sollten, sobald die Lage hier unter Kontrolle war. Yuhki und seine Frau verabschiedeten sich schluchzend. Er käme wieder, versprach der Japaner ohne es zu wissen. Seeva öffnete den Funk. „Gilles, sind Sie da?“ Ein paar Sekunden lag herrschte Schweigen, dann knackte es. „Ja, bin ich.“ „Haben Sie es rausgeschafft?“ „Offensichtlich. Wieso interessiert Sie das?“ Seevas Augen huschten aus dem Boden umher, als würde sie dort etwas suchen ohne es zu finden. „Sie können uns jetzt erneut unterstützen. Bringen wir es zum Abschluss.“ „Keine Chance“, erwiderte Gilles mit spottendem Unterton. „Ich habe meinen Arsch lange genug für Sie ins Feuer gehalten, Commander T’Saari. Aber ich bin keiner von Ihrer Heldentruppe. Unsere Wege trennen sich hier.“ Der Spectre bedauerte es fast, schließlich hatte sich Nathan Gilles als wertvoller Verbündeter entpuppt. Andererseits hatte sie über ihn, ebenso wie über viele andere Mitglieder des Angriffsteams, keine Befehlsgewalt. „Verstehe ich. Danke für Ihre Kooperation, Mister Gilles.“ „Sie halten sich an Ihren Teil der Vereinbarung?“ „Ist schon erfüllt. Jetzt muss nur noch Gavros verschwinden, dann haben Sie Ihren Frieden.“ Ein schweres Seufzen war auf der anderen Seite der Leitung zu hören. „Ich wüsste es sehr zu schätzen, wenn diese Schlampe nicht mehr Zeit in dieser Welt verbringt, als sie sich selbst verschafft“, sagte der Killer. Seeva sagte nichts. „Sollte jemals ein Mordauftrag über Sie an mich herangetragen werden, lehne ich ab“, sagte Gilles. Die Asari hörte ihn lachen. „Außer natürlich, man bietet mir eine Million. Dann sind sie fällig.“ Seeva spürte, wie sie lächelte. „Viel Glück“, sagte sie und schloss den Funkkanal.

    *

    Das Skycar war nicht auf Komfort ausgelegt. Das störte nicht, denn mit der Panzerung und Bewaffnung wäre selbst ein Luxusschlitten einengend gewesen. „Wie in den alten Zeiten“, dachte Hanna und grinste unwillkürlich. Eingepfercht wie eine Sardine, immer in vollem Kampfanzug in kleine Fahrzeuge – rein, raus, rein, raus. Und immer bereit zum Gefecht sein. Die Blondine spürte, wie Adrenalin ihren Körper flutete. In Hannas Schoß wippte eine von Hannas Pistolen. Man konnte keine Pistole aus dem Tiefziehholster ziehen, wenn man ein Fahrzeug steuerte und Hanna wollte auf alles vorbereitet sein. Plötzlich flammte eine Karte auf dem HUD des Skycar auf, das sich mit ihrem Omnitool verknüpft hatte. Dann öffnete sich der Funkkanal. „Ilias, hier T’Saari: Ich habe Ihnen eine Karte geschickt, die den Standort von Captain Rarkin und damit Braelyn Gavros zeigt. Folgen Sie den Koordinaten aber lassen Sie sich nicht entdecken. Wir sind auf dem Weg.“ „Verstanden“, gab Hanna zurück. Das Signal lag links von Hannas aktueller Flugroute. Trotz der sperrigen Panzerung und Bewaffnung riss Hanna das Lenkrad souverän zur Seite und wechselte die Richtung.
    Shepard Commander is offline

  3. #263 Reply With Quote
    #17  Forenperser's Avatar
    Join Date
    Sep 2008
    Location
    Irgendwo da draußen.....
    Posts
    29,352
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by eis engel View Post
    Der Kroganer lachte. Er hatte sich schon fast gedacht, dass dies nicht sonderlich hilfreich war, dennoch hatte es ihm Spaß gemacht, den Menschen zu verunsichern.
    Crusher deutete in Richtung eines Vehikels, einem kleinen, für Omega Verhältnisse noch recht gut in Schuss gehaltenen Transporter und die beiden gingen nebeneinander her.
    "Wenn du für den Rest deines Lebens Ruhe vor denen haben willst, haben wir keine andere Wahl, als den kompletten Konzern zu zerschlagen..." erklärte der Kroganer und öffnete die Türen des Transporters.
    Er blickte über die Schulter, bevor er zur Fahrerseite weiter ging.
    "Ich habe kein Profit davon. Aber nachdem Stephen dich nicht getötet hat, haben es diese Bastarde nun auch auf uns abgesehen und ich bin nicht gewillt sie damit davon kommen zu lassen." sagte er und stieg auf der Fahrerseite ein.
    "Alle einsteigen. Wird Zeit das ihr die restliche Truppe kennen lernt."


    Marco Lagos

    "Ulkiger Kerl, dein Freund." bemerkte Marco als er neben Stephen Platz nahm und das Skycar sich erhob. "Erfrischend frei und gerade heraus."
    Dennoch hatte er noch kein vollständiges Vertrauen zu ihm, wie auch (um ehrlich zu sein) mit allen hier. Es war einfach seine persönliche Macke, er brauchte lange ehe er jemanden vollständig an sich ran ließ.
    "Es sei denn ist es Alkohol im Spiel....." Peinlich berührt dachte er an die kurze Szene im Flieger und hoffte inständig, dass Liz ihn nicht so bald darauf ansprechen würde.
    Der Flug ging nicht besonders lange. Nun war Marco wirklich gespannt, wen er noch alles treffen würde.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post
    Den Weg hoch zu finden war leichter gesagt als getan. In der riesigen Halle selbst schien es keinen weiteren Weg hochzugeben, außer dem, den sie gekommen waren. Aus diesem Grund hatte sich die Turianerin mit ihrem menschlichen Begleiter eine der wenigen Türen angeschaut – und dabei ein Treppenhaus entdeckt. Es führte bis ganz nach oben und war durch meterdicke Mauern vom Rest des Geländes geschützt. Vermutlich der Notausgang…, dachte sich die Turianerin, als sie die Treppen hochgingen.
    Es ist eine Sackgasse.“, informierte sie Syren plötzlich, „Der Fahrstuhl ist defekt und wir beide sitzen fest. Kein Feindkontakt zumindest. Sucht einen anderen Weg hoch.

    Saenia nickte Hudson zu und zusammen gingen sie statt durch die nächstgelegene Tür einfach weiter nach oben. Die Tür aus dem Treppenhaus führte sie in einen größeren Raum, der bisschen was von einer Mensa hatte, mit einer Theke die sie von der Küche trennte, die am anderen Ende des Raumes war. Der Raum war in Dunkel gehüllt mit Ausnahme vom Küchenbereich, aus dem auch Geräusche herüberklangen – Kampfgeräusche.
    Saenia und Hudson koordinierten sich mit Handzeichen und schalten alle Taschenlampen aus, bevor sie sich zügig zwischen den Tischen hindurch auf die Theke zubewegten. Auf dem Weg dorthin fiel der Turianerin der seltsam künstlich klingende Klang der Kampfgeräusche auf, als würden sie nicht von der Küche selbst kommen. Ebenso bemerkte sie kaum Bewegungen im Licht und konnte Murmeln heraushören, sowas wie „Ja, mach sie fertig!“ oder „Das hat die blaue Schlampe verdient!“.
    Als sie die Theke erreichten, erfuhren sie den Grund für diese Seltsamkeiten: sechs der Kriminellen standen dort Seite an Seite nebeneinander, direkt vor sich ein Tisch mit Terminal auf dem ein Film zu laufen schien. Erst beim näheren Hinsehen erkannte Saenia aber, dass es sich hierbei um die Aufnahme einer Kamera handelte, denn sie konnte Thadera oder Hanna sehen, wie sie gegen einen riesigen Kroganer antraten. „Los, los!“, feuerte einer der zuschauenden Kriminellen den Kroganer an, so gebannt vom Gezeigten, dass er seine nähere Umgebung in keinster Weise im Auge hatte. Seine Kumpel schienen das auch nicht besser zu handhaben und einer von ihnen hatte sogar seine Waffe auf der Theke zurückgelassen. Es war daher ein einfaches sich um diese Gauner zu kümmern, nachdem sie leise über die Theke gehüpft waren: zwei verloren ihr Bewusstsein nach einem herzhaften Schlag mit einem Gewehrkolben, zwei weitere mussten angeschossen werden, einer bei der Flucht, und die letzten zwei ergaben sich einfach, Hände nach oben, niedergekniet und um Gnade winselnd.

    Als die Gefangenen fest verzurrt und mit Medi-Gel eingerieben waren, gingen die beiden weiter. Sie brauchten nicht lange und erreichten eine weitere Treppe, die nun direkt nach oben führte.
    Ein Schuss ertönte und die beiden blieben abrupt stehen, bevor sie sich langsam, Waffe im Anschlag, nach oben bewegten. „Wir haben die Geiseln gefunden. Sie sind sicher.“, war plötzlich im Funk Syrens Stimme zu hören, genauso wie außerhalb des Funkes. Bevor sich die beiden den Kopf darüber zerbrechen konnten, schwang jemand vor sie, Waffe erhoben – und blieb stehen. Es war Van Zan und sie hatten zu den beiden wieder aufgeschlossen.

    *

    Syren war gerade wieder auf dem Weg zurück zu den anderen, als er den Krach hörte. Er hatte ein paar Wagen organisieren können und sie würden in fünf Minuten hier sein, aber auf einen Kampf so schnell nachdem Gavros einmal wieder entkommen war, war er nicht bereit gewesen. Als er um die Ecke kam, sah er den Grund für den Kampf: Seeva ‚befragte‘ Yuhki, auch wenn es eher wie ein Verhör klang.
    Er senkte seine Waffe und schloss sich den anderen Anwesenden an, bemerkte dabei, dass Yuhkis Familie noch hier war.
    Er trat zu den beiden, den Mädchen die Sicht auf das Gezeigte raubend, als Yuhki seine Geschichte zum Besten gab. Sie klang anfänglich unglaublich, aber als klar wurde, dass Rarkin dahintersteckte, fing der Turianer an ihr Glaubwürdigkeit zu schenken – wie scheinbar jeder der Zuhörer. Der Japaner präsentierte am Ende das gewünschte Signal mit Karte und hatte damit endgültig die Aufmerksamkeit der Spectre auf sich gezogen. In just diesem Moment kam auch die Ambulanz wie auch die vom Politiker organisierten Skycars.
    Commander, es ist Zeit zu gehen.“, erklärte Syren mit ruhiger Stimme und ergriff die Schulter der Spectre, „Wir brauchen ihn immer noch lebendig. Oder wollen sie noch einmal von ihm überrascht werden?“, er zog die Asari sanft vom Hals des Japaners, bevor er diesem hochhalf, „Sie kommen mit, aber nur um alle Einzelheiten von Rarkins Plan zu erklären – und wehe sie lassen irgendetwas aus, Captain.“, der Japaner nickte nur, „Und schicken sie uns und dem anderen Team dieses Programm.“, wobei er auf die Karte mitsamt Signal verwies, bevor er an Seeva gewandt hinzufügte, „Wir können uns später um ihn kümmern. Jetzt haben wir keine Zeit zu verlieren, wenn wir Gavros aufhalten wollen.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Khardim View Post

    Sie sahen grade noch die Rücklichter des abhebenden SkyCars, als sie in den Raum eindrangen wie ein gestauter Fluss, der seinen Damm überwunden hat. Das Dröhnen der Masseneffektmotoren war kaum laut genug, um den vor Wut verzerrten Schrei der Spectre zu übertönen. Blindlings, ohne eine Spur der ansonsten perfekten Kontrolle feuerte sie auf das bereits außer Reichweite fliegende SkyCar. Vincent ließ seinen Blick über den Raum schweifen, eine weggeworfene Pistole hier, ein toter Turianer dort, keine Gefahr mehr. Er holsterte seine Waffen und lehnte sich gegen den Rahmen der aufgebrochenen Tür.
    Wieder ein Schuss in den Ofen.

    Los! Raus hier!“, befahl T’Saari und fegte selbst als erstes aus dem Raum. Der Rest der Truppe folgte, die einen eifriger als die anderen. Der Mann in Schwarz folgte als Schlusslicht und hörte von den wütenden Tiraden der Spectre nur Wortfetzen.
    War die ganze Sache noch seine Zeit wert? Gavros war praktisch vernichtet, sie hatten ihr letztes Aufgebot aufgerieben und sie in die Flucht geschlagen. Es war nur eine Frage der Zeit bis Ilias, T’Saari oder Vox sie endgültig zur Strecke bringen würden. Vincent schaute auf den gepanzerten Rücken des Turainers, der einige Schritte vor ihm ging. Diese Fanatiker hatten einen derartigen Hass auf Gavros kultiviert, dass sie sie bis ans Ende der Galaxie jagen würden, falls nötig. Vorausgesetzt, dass die Killerin nur geblufft hatte und nicht binnen der nächsten Stunden die komplette Station in die Luft sprengen würde.
    Aber war das wirklich noch seine Sorge? War ihm die Rache wichtig genug, um sich auf die nächste Etappe der Schnitzeljagd zu machen? Reichte der Sieg nach Punkten nicht aus, musste es die vollkommene Vernichtung sein? Niemand würde sein Verschwinden bemerken, er konnte sich seine Tasche schnappen und wäre in zwei Stunden von der Citadel verschwunden. Einfach alles hinter sich lassen. Sollten die Aliens doch machen, was sie wollten. Heimflug Richtung Erde, den Winter bei Dad verbringen und sich sicher sein können, dass er ein paar Monate lang kein Wort hören würde und seine Ruhe hätte.
    Ruhe
    Vincent lachte unwillkürlich auf, der Luftzug durch seine gebrochene Nase verursachte ein merkwürdiges Grunzen. Er drückte im Laufen den Rücken durch, sodass seine wieder eingekugelte Schulter knackte und schloss mit ein paar Schritten zu den anderen auf.
    Er wollte keine Ruhe, er wollte eins klar machen: In dieser Wüste regierte der Mann in Schwarz.

    Sie trabten aus der Lagerhalle, vor dem Haupttor hatten die restlichen Kräfte einen Sammelpunkt eingerichtet. T’Saari winkte Vincent, Cas’Tivera und Ilias heran. „Sie drei nehmen die Verfolgung auf. Ilias, Ihr Kommando. Sie halten mich auf dem Laufenden.
    Sie bemannten ein SkyCar und hoben ab, Ilias übernahm das Steuer mit Cas’Tivera als Kopilotin. Der Mann in Schwarz machte es sich derweil auf der Rückbank bequem und überflog seine Nachrichten. Vas hatte Germain auftreiben können und wartete mit ihm im Präsidium auf Chen.
    ,,Sollte sie die Gelegenheit dazu bieten, schlage ich Miss Cas’Tivera für das Enterkommando vor.“, verkündete der Mann in Schwarz in die angespannte Stimmung im Cockpit. Nach ihrem letzten Nahkampf mit Gavros erschien die Asari ihm am besten dazu geeignet, mit der Killerin auf Tuchfühlung zu gehen. ,,Wir könnten natürlich auch längs gehen und Gavros mit einer vollen Breitseite auf den Meeres.. pardon, Stationsgrund schicken. Ihre Entscheidung, Captain Ilias.“
    Noch bevor jemand Vincent für seine exzellente Piratenperformance loben konnte, zeigte das HUD des SkyCars eine Datenübertragung an. Bruchteile von Sekunden später leuchtete ein heller Punkt auf der Stationskarte auf, der sich rasch bewegte und vom Lagerhaus entfernte. Ilias beschleunigte das SkyCar.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Yuhki sang. „Es gibt einen Plan“, behauptete er während, sein Kopf rot anlief. Seeva traute dem Ganzen nicht. Männer in seiner Situation hatten ihr schon häufiger irgendetwas erzählt, nur damit sie nicht starben. Genützt hatte es selten. Auch Yuhki war in den Spectre-Augen dem Tod näher als dem Leben, denn das was der Polizist einen „Plan“ nannte klang eher nach den mentalen Auswüchsen eines dümmlich naiven Vorchadieners. Trotzdem nahm sie den Druck vom Hals des andere. Eine fingierte Geiselnahme, damit eine Psychopathin auf Rachefeldzug den vermeintlichen Schutzschild zu brauchen und… „Was, wenn Gavros nicht zu den Bomben unterwegs ist? Was meinen Sie wird ihre letzte Tat mit dem Captain sein?“, fragte Seeva ohne eine Antwort zu erwarten. Jeder der hier anwesenden konnte sich ein ungefähres Bild von dem machen, was die Turianerin mit einem hilflosen Gefangenen veranstalten würde, der versucht hatte ihre Rache zu verhindern. Hinter Seeva landeten Sanitätswagen. Himmelblau-weißliche Rettungskräfte strömten aus den Wagen und eilten zur Szenerie. Das alles war gar nichts, wenn Gavros nicht aufgehalten wurde. Man hätte sie erschießen müssen, wer sagt denn, dass die Bomben mit einem Timer liefen? Sicherlich würde sie kein Risiko eingehen und warten, bis sie in einem Schiff war, um die Explosion aus dem Orbit zu genießen. „Bitte, lassen Sie meinen Mann gehen“, wimmerte ungehört Yuhkis Frau. Unter sichtlicher Anstrengung aktivierte der Japaner sein Omnitool und überspielte ein rot leuchtendes Signal auf einer holografischen Karte an Seeva. Sie grünen Augen der Asari prüften sie, dann zog sie unvermittelt das Bein zurück. Der Captain hatte die Wahrheit gesagt und obwohl sie es kaum glauben konnte: Sein Plan funktionierte wirklich. Ob Rarkin nun atmete oder nicht, zumindest bewegte er sich – in einem Skycar.

    „Commander, es ist Zeit zu gehen.“ Syren Vox‘ große Klauenhand legte sich beschwichtigend auf Seevas Schulter. Ohne zu erklären, was sie tat, streamte der Spectre die Echtzeitkarte auf das Tool von Agent Ilias und Saenia Serox. Die Sympathie der Asari für den Politiker wuchs mächtig, als dieser Yuhki in einer Tirade militärischer Manier seines Platzes verwies. „Wir können uns später um ihn kümmern. Jetzt haben wir keine Zeit zu verlieren, wenn wir Gavros aufhalten wollen“, endete Vox. Seeva nickte zustimmend. „Sie haben Recht, Mister Vox.“ Sie berührte kameradschaftlich seine Schulter, ehe sie laut Anweisungen ausgab. Ilias und ihr Team verfolgten Gavros; Seeva, Yuhki und Vox bemannten ein weiteres, sehr schnelles aber stromlinienförmiges und dadurch sehr schmales Skycar während sich Hudson und die anderen Cops ein letztes Fahrzeug teilen sollten, sobald die Lage hier unter Kontrolle war. Yuhki und seine Frau verabschiedeten sich schluchzend. Er käme wieder, versprach der Japaner ohne es zu wissen. Seeva öffnete den Funk. „Gilles, sind Sie da?“ Ein paar Sekunden lag herrschte Schweigen, dann knackte es. „Ja, bin ich.“ „Haben Sie es rausgeschafft?“ „Offensichtlich. Wieso interessiert Sie das?“ Seevas Augen huschten aus dem Boden umher, als würde sie dort etwas suchen ohne es zu finden. „Sie können uns jetzt erneut unterstützen. Bringen wir es zum Abschluss.“ „Keine Chance“, erwiderte Gilles mit spottendem Unterton. „Ich habe meinen Arsch lange genug für Sie ins Feuer gehalten, Commander T’Saari. Aber ich bin keiner von Ihrer Heldentruppe. Unsere Wege trennen sich hier.“ Der Spectre bedauerte es fast, schließlich hatte sich Nathan Gilles als wertvoller Verbündeter entpuppt. Andererseits hatte sie über ihn, ebenso wie über viele andere Mitglieder des Angriffsteams, keine Befehlsgewalt. „Verstehe ich. Danke für Ihre Kooperation, Mister Gilles.“ „Sie halten sich an Ihren Teil der Vereinbarung?“ „Ist schon erfüllt. Jetzt muss nur noch Gavros verschwinden, dann haben Sie Ihren Frieden.“ Ein schweres Seufzen war auf der anderen Seite der Leitung zu hören. „Ich wüsste es sehr zu schätzen, wenn diese Schlampe nicht mehr Zeit in dieser Welt verbringt, als sie sich selbst verschafft“, sagte der Killer. Seeva sagte nichts. „Sollte jemals ein Mordauftrag über Sie an mich herangetragen werden, lehne ich ab“, sagte Gilles. Die Asari hörte ihn lachen. „Außer natürlich, man bietet mir eine Million. Dann sind sie fällig.“ Seeva spürte, wie sie lächelte. „Viel Glück“, sagte sie und schloss den Funkkanal.

    *

    Das Skycar war nicht auf Komfort ausgelegt. Das störte nicht, denn mit der Panzerung und Bewaffnung wäre selbst ein Luxusschlitten einengend gewesen. „Wie in den alten Zeiten“, dachte Hanna und grinste unwillkürlich. Eingepfercht wie eine Sardine, immer in vollem Kampfanzug in kleine Fahrzeuge – rein, raus, rein, raus. Und immer bereit zum Gefecht sein. Die Blondine spürte, wie Adrenalin ihren Körper flutete. In Hannas Schoß wippte eine von Hannas Pistolen. Man konnte keine Pistole aus dem Tiefziehholster ziehen, wenn man ein Fahrzeug steuerte und Hanna wollte auf alles vorbereitet sein. Plötzlich flammte eine Karte auf dem HUD des Skycar auf, das sich mit ihrem Omnitool verknüpft hatte. Dann öffnete sich der Funkkanal. „Ilias, hier T’Saari: Ich habe Ihnen eine Karte geschickt, die den Standort von Captain Rarkin und damit Braelyn Gavros zeigt. Folgen Sie den Koordinaten aber lassen Sie sich nicht entdecken. Wir sind auf dem Weg.“ „Verstanden“, gab Hanna zurück. Das Signal lag links von Hannas aktueller Flugroute. Trotz der sperrigen Panzerung und Bewaffnung riss Hanna das Lenkrad souverän zur Seite und wechselte die Richtung.


    Captain Kaneko Yuhki

    Die Zeit drängte. Hektisch koordinierte Yuhki die eintreffenden Wagen. Linyria wurde sofort abtransportiert, Thomen ließ sich seine Verletzungen von einem anderen EMT untersuchen. Gleichzeitig begann die eintreffende Verstärkung damit, sämtliche festgesetzten, noch lebenden Söldner entweder in andere Ambulanzen oder direkt in die Streifenwagen zu verteilen. Auch Yuhki's Familie wurde auf dessen Drängen von einer Ambulanz mitgenommen. Schließlich hatten sie viele Stunden in der Gewalt dieser Wahnsinnigen verbrach.
    "Keine Tatortuntersuchung oder Leichenräumung! Das kommt später! Sperrt das ganze Gebäude und dann Abmarsch! Die Gegend ist noch zu unsicher und wir werden anderswo gebraucht!"
    Yuhki ordnete sämtliche verfügbaren Streifen an, die weitere Zufahrt zum Präsidiumshafen abzusperren. Für eine Evakuierung fehlten jetzt Zeit und Ressourcen, aber sie konnten wenigstens verhindern, dass die potenzielle Opferzahl noch weiter steigen würde. Der Executor hatte zwar zuvor explizit kein OK für so etwas gegeben, aber das war jetzt auch egal. Ab nun galt alles oder nichts.
    Jeder hatte seine Aufgabe. Inklusive ihnen.....alle verbleibenden Mitglieder der Eingreiftruppe verteilten sich auf die restlichen 2 Skycars. Yuhki setzte sich ans Steuer und nahm seine 3 Männer mit, während der Spectre mit dem Rest losflog.
    Der Japaner hatte inzwischen allen Teammitgliedern noch einmal seinen und Rarkin's Plan durchgegeben, sowie die Verbindung zu dem Tracker, den der Turianer bei sich trug.

    Officer Tomasz Krzeminski

    "Bist du sicher dass du ok bist?" fragte Krzeminski seinen besten Freund, der neben ihm auf der Rückbank saß. "Es ist in Ordnung, wirklich. Der EMT sagte, es ist nur eine kleine Fleischwunde, sowie einige Prellungen, nichts was etwas Medi-Gel nicht abklingen lassen kann. Ich hatte extremes Glück, ohne die Rüstung.....wäre es nicht so glimpflich ausgegangen."
    Jeffrey lehnte sich ein wenig zurück und grinste mit einem Mal völlig unerwartet. "Was bitte ist so komisch?" "Hm? Ach, nichts, gar nichts.....es ist was anderes. Liza und ich wollten es dir eigentlich schon längst erzählt haben, aber dann kam diese ganze Sache dazwischen."
    "Mir was erzählen? "Sie ist.....nun, wie es aussieht werden wir bald Eltern."
    Ein überraschter Ausruf aller 3 Zuhörenden war die Antwort. "Meinen Glückwunsch!" "Toll!" "Wow, Jeff, das....das ist großartig!""Tja, schätze mal ich werde ihr irgendwann einmal von diesem verrückten Abenteuer erzählen können."
    Ein Mädchen also. Tomasz freute sich ungeheuer für seinen Freund. Er selbst wollte seinen Sohn nach dieser Sache so bald es ging wiedersehen.

    Die gute Stimmung hielt jedoch nicht lange an, denn sie waren beinahe da. "O'Grady, was soll das Getippe? Sie machen mich nervös!" "Verzeihung." Der junge Ire war offenbar fertig und fuhr sein Omni-Tool wieder herunter. "Captain? Verzeihung dass ich.....die Waffe auf Sie gerichtet habe....ich hätte nicht an Ihnen zweifeln sollen." "Schon gut....wir alle haben Fehler gemacht."Dem stimmte Krzeminski vorbehaltlos zu.
    Das Skycar setzte zur Landung an. Beim Aussteigen sahen sie, dass sie die Letzten waren, der Spectre war offenbar wenige Momente vor ihnen angekommen. Der Pole erkannte die Gegend. Hier hatte diese Sache vor wenigen Tagen quasi erst richtig angefangen......es passte, dass sie nun hier endete.
    Das selbe Industriegebiet, in welchem die Wahnsinnige Gavros einen ganzen Häuserblock gesprengt hatte. In dessen Tunneln sie die Leiche des Verräters Boles gefunden hatten......und Anastasia Nix, Kyron Ursox.....
    Auch hier war ein Eingang zu den Keeper-Tunneln. Ein anderer. Es gab so viele davon. Die Tunnel verliefen durch die ganze Station. Ein kilometerlanger Irrgarten, voller Abzweigungen. Das perfekte Versteck. Doch jetzt nicht mehr.....

    Braelyn Gavros

    "Vorwärts, los!"
    Braelyn schubste den Gefesselten weiter vor sich her. "Keine Sorge Captain." hauchte sie. "Gleich haben Sie es geschafft.....Sie werden ganz vorne mit dabei sein, wenn es losgeht.....es wird das Letzte sein, was Sie sehen werden, um genau zu sein." Sie lachte leise. Jetzt hatten sie die letzte Biegung erreicht. Sie trieb Rarkin durch den großen Raum, in Richtung der beide dicht beieinander liegenden Türen. Dann fuhr sie ihr Omni-Tool hoch und tippte. "Ein paar Momente noch, dann sind die Zünder aktiv....."
    Sie sah ihn triumphierend an. "Was bleibt Ihnen jetzt noch, Captain Rarkin?!" "Genugtuung."
    Ihr Gesichtsausdruck erstarrte. "Was...?" "Ich war nie jemand, der sich an der Unterlegenheit des Gegenübers erfreut. Aber das hier.....das werde ich genießen Gavros."
    "Was reden Sie da?" schrie Braelyn und trat an ihn heran. "Das Gesicht dieses Monster.....dieses gewissenlosen, mörderischen Miststücks....das so von seiner Intelligenz überzeugt ist....dass es nicht die offensichtliche Gefahr bemerkt, welche die ganze Zeit vor ihrer Nase war!"
    Etwas piepte. Mit weit aufgerissenen Augen scannte die entgeisterte Turianerin den Körper ihres Gegenübers und sah das rote Leuchten. "Erwischt, Schlampe!" Plötzlich, ruckartig schnellten die Arme des Turianers von seinem Rücken auseinander und zerrissen die Fesseln. Braelyn konnte kaum entsetzt den Mund öffnen, als sie die metallene Rechte des vernarbten Turianers mit voller Wucht an die Schläfe traf.
    Sie wurde von den Füßen gerissen und kam unsanft auf dem Boden auf. "Nei - "
    Ein weitere Schlag traf sie genau im Gesicht. Sie versuchte sich zur Seite zu rollen, dem nächsten Angriff zu entgehen, doch spürte bereits die kalte, mechanische Hand, welche sich um ihre Kehle schloss. "Grrrch!" Sie strampelte wie eine Ertrinkende, versuchte vergeblich den Griff ihres Feindes zu lockern.
    "Das ist für alle von uns!"
    Ihre Augen weiteten sich und mit einem Mal verzog sich ihr Gesicht. Sie bleckte Karvas die Zähne entgegen und begann ein furchtbar groteskes, luftloses Lachen. "Was - ?"
    Im nächsten Moment spürte Braelyn, wie der Druck nachließ und sah, wie etwas großes Rarkin in die Höhe hob.
    Dieser war ebenso überrascht und unfähig zu reagieren wie sie es vor wenigen Augenblicken gewesen war, und im nächsten Moment schleuderte der Kroganer seinen Körper auch schon mit brachialer Gewalt auf den Boden. Stöhnend blieb er liegen.
    "Wie schnell sich das Blatt wenden kann, nicht wahr?" hauchte sie ihm eng an seinen Gehörgang und tippte dann wieder auf ihrem Omni-Tool. Mit einem lauten Piepen erschien endlich der Timer auf der holografischen Oberfläche.
    "Nein....."
    "Was ist los, Boss? Verschwinden wir?" "Nein....wie es aussieht bekommen wir Besuch. Diese Bomben müssen hochgehen.....sieht so aus als bekämen Sie ihren Wunsch."
    Der Kroganer grinste breit, verstand sofort und begab sich wieder durch die linke Tür aus dem Raum. Braelyn derweil zog ein Messer aus ihrer Innentasche hervor und drückte mit der Spitze direkt unter Rarkin's rechtem Auge auf. "Einige Minuten haben wir wohl noch.....was meinen Sie, wollen wir die Zeit nutzen?"
    Sie begann leise zu lachen.

    Officer Niall O'Grady

    "Schaffen Sie das O'Grady?" "Ja Sir."
    Es war immer klar gewesen, dass dieser Tag kommen würde. Seit er den Kurs beim Räumungskommando absolviert hatte, hatte er gewusst dass er dieses Wissen auch eines Tages anwenden werden musste. Dass Leben von ihm abhängen würden. Auch wenn er sich nie hätte erträumen können, dass es so viele sein würden.
    Er wusste nicht, wie viel Hilfe er kriegen würde. Hanna Ilias kannte sich ebenfalls damit aus, so viel hatte er mitbekommen. Zumindest eine Person. Aber wie viele Sprengsätze pro Kopf machte das? Er durfte gar nicht erst darüber nachdenken.
    "Wenn es zu viele sind, dann muss mir eventuell jemand assistieren....der oder diejenige muss genau tun, was gesagt wird, ansonsten - "
    Der Spectre hob die Hand und gebot allen, zu schweigen. Ein Blick auf den Radar verriet ihm, weshalb. Sie waren am Ziel....das Signal kam genau von hier. Doch wieso war da nichts?
    Der gesamte Raum war vollkommen abgedunkelt und totenstill. Sämtliche Anwesenden aktivierten ihre Omni-Tool Lichter und versuchten ihn auszuleuchten.
    Mit einem Mal wurde der gesamte Raum mit grellem Licht geflutet. Alle schützten instinktiv ihre Augen und verloren die Orientierung.
    "Da sind ja auch schon alle!"
    Gavros!
    "Wie es aussieht habe ich sie alle wieder einmal unterschätzt....doch das ändert gar nichts! Die Bomben sind scharf! Sie können versuchen eine Katastrophe zu verhindern.....oder eine Flucht! So oder so verlieren Sie!"
    Sein Blickfeld wurde wieder schärfer. Er erkannte Gavros. Vor ihr kniete, kraftlos und offenbar schwer verletzt, Karvas Rarkin. Seine rechte Gesichtshälfte, bislang immer die ansehnlichere von beiden, war durchzogen von tiefen, hässlich blutenden Schnittwunden. Die rechten Hand der Killerin bewegte sich.....und wie in Zeitlupe zog sie die Klinge über seinen Hals.
    "Nein!"
    Karvas sackte vornüber, Schüsse fielen, Gavros rannte und stürzte durch die rechte der beiden Türen am Ende des Raums hinter ihr. Und mit einem lauten, mechanischen Geräusch fuhren aus der Decke, dem Boden, sowie beiden Wänden Geschütze hervor. „Deckung!
    Die Gruppe stob auseinander.

    Beyo Vhan

    "Ich hasse diesen Ort....."
    Eng, stickig, dunkel. Das waren diese Tunnel. Zumindest dieser Teil von ihnen. An manchen Stellen war das Innenleben der Citade weitläufiger, nahezu gigantisch. So oder so, wenn diese Sache vorbei war, würde der Turianer niemals wieder hierhin zurückkehren.
    Der rote Punkt auf seiner Karte war immer noch an der selben Stelle, an der er vor einer guten Viertelstunde gewesen war. Er wusste nicht, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war. Karvas.....hoffentlich kam er nicht zu spät.
    Beyo rannte. Die Luft in seinen Lungen brannte wie Feuer, doch er ignorierte es. Seine linke Hand hielt die Waffe fest umklammert.
    "Gleich....." Er kam immer näher. Nicht mehr als 2 Biegungen. Waren das Schüsse, die dort dumpf zwischen den Wänden hallten?
    "Woah!"
    Es waren Schüsse. Und nun sah er auch, auf wen geschossen wurde. Vox, Sorax, Ilias, van Zan, Cas‘ tivera, der Spectre......sowie ein paar altbekannte Polizisten! In der Zwischenzeit musste wohl so einiges passiert sein, dass alle diese Leute nun offenbar zusammenarbeiteten.
    Sein Hirn ratterte. Die automatisierten Geschütze beharkten sämtliche Anwesenden, welche an verstreuten Positionen im Raum in Deckungen gegangen waren, unaufhörlich. Er musste etwas tun!
    "Seitlicher Stand. Gerader Arm. Völlig egal welcher!" Er drückte ab. Einmal, zweimal, dreimal. Die Projektile fanden ihr Ziel. Das dritte genau im Lauf des rotierenden Geschützes. Es gab einen großen Knall und die Einzelteile flogen durch den Raum. Doch der rote Turianer hatte keine Zeit, seinen Glückstreffer zu feiern. Denn der Laserpointer eines weiteren Geschützes vernahm die Bewegung und drehte sich in seine Richtung.
    "Oh, sch - !" Mit einem Hechtsprung landete der Turianer etwas unsanft und wenig elegant auf dem Bauch hinter den Kisten in der Mitte des Raumes. Er drückte sich eng an sie, und erblickte nicht nur eine, sondern direkt 2 Personen, welche sein Ankommen mit nicht gerade großer Begeisterung bedachten.
    "Miss Ilias! Miss T'Saari! Wie schön, Sie wiederzusehen! Ich würde Ihnen ja gerne die Hand geben, aber....." Er hielt seine nicht mehr vorhandene rechte hoch und lachte über seine eigene, gänzlich misslungene Bemerkung, was die todbringenden Blicke nur verstärkte. Er riskierte einen kurzen Blick aus der Deckung heraus und sah nun erst mit Entsetzen, dass Karvas' Körper in einer sich rasch ausbreitenden Blutlache am Ende des Raumes lag. Schwaches Zucken war die einzige Regung.
    "Gibt es hier sowas wie einen Plan?" schrie er durch das anhaltende Geschützfeuer.
    Forenperser is offline

  4. #264 Reply With Quote
    Ehrengarde numberten's Avatar
    Join Date
    Nov 2014
    Location
    Dresden
    Posts
    2,888
    Yuhki/Braelyn Hanna Vincent Syren

    Thadera Cas´tivera

    Thadera saß schweigend auf dem Beifahrersitz, während van Zan auf dem Hintergrund irgendwelche Bemerkungen brachte die sie nicht einordnen konnte. Vermutlich so ein Menschenkram, dieses Volk nutzte sehr gerne Vergleiche aus ihrer Heimat und setzte voraus das andere Spezies sie kannten. Das mit dem Enterkommando verstand sie wiederum, auch wenn man dafür zuerst nahe genug herankommen musste.
    Die Sportlerin bezweifelte es, bisher lief ja wenig nach Plan bei Operation "Schlag ins Wasser". Entweder waren es Unfähigkeiten, oder aktive Sabotage, letztendlich schien Braelyn immer davon zu kommen. Sie war sich nicht sicher wie viel sie zum ersten Punkt beitrug, aber mangelnde Motivation konnte man ihr nicht vorwerfen.
    Jede gelungene Flucht war ein weiterer Stich in ihrem Herzen, eine Verhöhnung der Opfer dieser Schlampe. Vermutlich hätte sie Gilles einfach eine halbe Millionen für ihren Kopf anbieten sollen, das wäre mal eine andere Art von Sabotage gewesen. Leider hätten sie dann vermutlich wirklich das Problem mit den Bomben, so ungern sie dem Plan der beiden Polizisten auch zustimmte. Dennoch sah sie vor ihrem geistigen Auge schon Braelyn mit irren Lachen sich und die Station in die Luft jagen. Die Gelegenheit den Triggerfinger stillzulegen hatte ihnen Rarkin und Yukhi gestohlen.
    Wo immer sie jetzt auch hinflogen, es war die letzte Chance. Die Asari ballte die Fäuste, sie würde diese Chance nutzen. Um jeden Preis.

    Das Signal führte sie in die Adern der Station, weg vom freien Himmel, falls man auf der Citadel überhaupt davon sprechen konnte. Thadera war noch nie in den Tunneln gewesen, wusste aber das sie ein Labyrinth von Gängen waren. Vermutlich hatte man noch immer nicht alle entdeckt und katalogisiert und nur die Keeper wussten wie umfangreich sich die Eingeweide der Station gestalteten. Und diese waren nicht umbedingt gesprächig.
    Sie waren jetzt wieder in voller Kampfstärke, ein kleiner Schar von Kampfgefährten. Zusammengewürfelt aus allen möglichen Winkeln der Galaxis, nur durch ein Ziel verbunden. Braelyn Gavros zu stoppen.

    Sie kamen in einen dunklen Raum, dort wo das Signal herkam. Niemand war da, es roch nach Falle. Mal wieder. Doch bevor jemand Anweisungen erteilen konnte wurde der Raum erhellt. Thadera kniff die Augen zusammen, versuchte sich blinzelnd an das Licht zu gewöhnen. Eine Stimme begann zu sprechen, eine altbekannte Stimme die jeder Anwesende zum verstummen bringen wollte. Thadera hörte, dann sah sie wieder ein wenig. Rarkin, schlimm zugerichtet. Thadera bezweifelte das dies seinem Plan entsprach, doch die Gelegenheit ihn zu fragen würde nicht mehr kommen. Das Messer spielte seinen letzten Satz, ein kurzer Moment der Stille.
    Der letzte Akt begann, wie es sich gehört. Mit donnerndem Getöse.

    Thadera hechtete sofort nach links als sich die Geschütze erhoben und warf sich dann flach auf den Boden. "Scheiße, verdammte Scheiße.", fluchte sie unter dem Dauerfeuer der Turrets. Die Angewohnheit dauernd in Fallen zu laufen wurde ihr langsam lästig. Klar, das ihr sowas passierte, aber diesen ganzen Elitesoldaten und Supersöldnern? Ernüchtert stellte sie fest das es nicht einfach war unter Sperrfeuer einen klaren Gedanken zu fassen, vor allem da sie strukturelle Integrität der sie deckenden Kiste anzweifelte. Was sie nicht bezweifelte war das jede Gliedmaße die aus der Deckung ragten sofort von der automatischen Zielerfassung ins Visier genommen würde. Sie schaute sich um, neben ihr war noch jemand. Einer dieser Polizisten, wie hieß der noch gleich? Konnte sich nicht daran erinnern einander vorgestellt worden zu sein.
    "Officer, schön sie auch hierzuhaben.", bemerkte sie entnervt und lächelte sardonisch. "Jeffrey.", erwiderte dieser knapp und schien nachzudenken. Ob über die derzeitige Situation oder die Lebensentscheidungen die zu dieser geführt hatten, konnte Thadera nicht erkennen.
    Die Sportlerin nickte knapp, schaute dann kurz über die Deckung. Dies wurde sofort mit einer Belastung ihrer Barriere quittiert, doch die Asari erkannte die Quelle. Und konnte einschätzen wie weit das Turret entfernt war. Ihr Blick ging wieder zu dem C-Sec Agent, blieb an seinem Gürtel hängen.
    "Ist das da eine Granate?" Jeffrey nickte. "Eine die Bumm macht, oder nur helles Licht?" "Sie meinen ob es eine Sprenggranate ist?"
    "Ja genau, bin nicht vom Fach und unter Stress." Der Agent schüttelte den Kopf und griff nach hinten. "Nein, aber diese hier. Wieso?"
    "Wie aktiviert man das Ding? Ich bräuchte es mal!", forderte sie ihn auf, wobei die Thematik von Frage und Forderung dem Mann nicht zu gefallen schienen. "Na los, ohne ihnen zu nahe treten, ich denke ich werfe besser als sie."

    Thadera schloss kurz die Augen, rief sich das Bild vor ihrem geistigen Auge. Die Stellung des Geschützes, die Entfernung. Atmete tief durch, wie sie es immer vor einem Zwei Punkte Wurf getan hatte. Ließ biotische Energie durch ihre Hand strömen, langsam und gleichmäßig, wie ein sanfter Bach aus schwarzer Materie. Sie atmete aus, spielte das Bewegungsmuster ab das ihr durch jahrelanges Training in Fleisch und Blut übergegangen war. In einem blauen Bogenwurf segelte die Granate über die Deckung, bis sie nach dem Scheitelpunkt plötzlich beschleunigte. Eine laute Explosion verkündete ihre Detonation und leiser werdendes Geschützfeuer die erfolgreiche Wirkung.
    "Bleiben nur noch..keine Ahnung.", sprach Thadera aufmunternd.

    **

    Takeda Zwillinge

    Interessiert schaute Yuika die Übertragung ihrer Kamera an. Zuerst war lange Zeit nichts passiert, dann ging es jedoch plötzlich zu wie in einem Taubenschlag. Mit jeder Minute wurde ihr bewusster auf was sie durch Zufall gestoßen war. Denn sie erkannte die Asari welche den Menschen malträtierte aus den Nachrichten wieder. Ebenso den Menschen und ein paar der anderen Anwesenden. Sie lächelte ungläubig, hätte sie gewusst das sie auf Braelyn Gavros Versteck gestoßen war, sie hätte sehr viel Geld verdienen können. Das war der Preis des aufrechten Bürgertums. Dann ging es schnell, Fahrzeuge tauchten auf, der Spectre verschwand, zuletzt auch C-Sec mit dem angeheuerten Abschaum. Da keine Gavros dabei war, oder wenigstens deren Leiche, war die Geschichte wohl nicht vorbei. Und alle Aufmerksamkeit weiterhin auf die Terroristin gerichtet. „Gute Jagd.“, murmelte Yuika und meinte es sogar ernst. Sie schloss die Übertragung und startete das Skycar.

    Ungeduldig trommelten die Finger von Airi auf dem Helm, welcher auf ihren Schenkeln ruhte. Die Japanerin trug eine mitternachtsblaue Panzerung, welche deutliche Gebrauchsspuren aufwies. Schrammen und Kratzer zierten die ansonsten glatte Oberfläche, wie Narben auf der Haut. Im Bereich der Beinpanzerung unterbrachen schwarze Brandflecken das dunkle Blau, teils durchgehend dann wie kleine Sommersprossen wirkend. Der rechte Schulterpanzer wies die Abdrücke eines Kiefers aus, welcher augenscheinlich zu einem Reptil gehörte. Ein Kiefer, der nicht stark genug gewesen war, genau wie die anderen Angriffe, welche die Panzerung im Laufe ihres Gebrauchs wohl schon aushalten musste. Nichts was die Integrität der Panzerung gefährdet hatte, ansonsten hätte sie diese schon längst ausgetauscht.
    Nostalgie war fahrlässig, wenn es um den Schutz des eigenen Lebens gings. Nachdenklich drehte sie den Helm in ihren Händen, es war eine Todesmaske von TAAC, verstärkte Frontpanzerung, verbessertes Datenfeedback. Auch der Helm wies mehrere Kratzer und kleine Dellen auf. Im Gegensatz zu der mitternachtsblauen Schale, war die Frontplatte kräftig rot lackiert. Sie zeigte das Gesicht eines Oni, eines japanischen Dämons. Airi schmunzelte, ein Stück Heimat, direkt auf der Panzerung. Und zusammen mit dem Audiopackage der Todesmaske erfüllte es seinen Zweck in Sachen psychologischer Kriegsführung. Zu mindestens, wenn man es mit Abschaum wie in den Pits zu tun hatte.

    Während Yuika neben ihr konzentriert das Skycar durch die Straßen steuerte, lächelte die Japanerin zufrieden. Es hatte sich viel verändert seitdem sie die Erde verlassen hatten. Während sich ihre Schwester immer manchmal etwas schwer tat, Airi hatte sich sehr schnell damit arrangiert. So sehr sie ihre Zwillingsschwester auch liebte, sie steckte immer noch ein wenig in der Vergangenheit fest.
    Traditionen, Ehre und Loyalität, das alles funktionierte nicht mehr wie in Japan. Und selbst funktionierte es nicht mehr wie in früheren Zeiten. Alte Männer die einer vergangenen Epoche lebten, mit überholten Kodizes und veralteten Ritualen. Nicht mehr in der Vergangenheit lebend, doch in der Gegenwart noch nicht angekommen. Träumten von Kirschblüten, Samurais und Geishas. Airi hatte dafür nur wenig übrig, sie trug ihre Irezumi mit Stolz, ebenso wie ihre Schwester. Doch sie lebte in der Gegenwart.
    Ein Katana war schon lange nicht mehr zeitgemäß. Eine elegante Waffe aus zivilisierteren Tagen, doch dennoch ein Relikt. Eine neue Zeit, die Wörtern neue Bedeutung verlieh. Heutzutage verschoss eine Katana hunderte Schrotgeschoße gegen den Gegner, unweit effektiver als ein altes Schwert was keine moderne Panzerung durchdringen konnte.

    Airi löste ebendiese Waffe von ihrem Gürtel und mit einem leichten Zischen entfaltete sich die Schrotflinte in ihren Händen. Sorgsam kontrollierte sie die Waffe, während Yuika das Skycar in einer Gasse parkte.
    „Wir sind da.“, verkündete die Brünette und nickte ihrer Schwester zu. Diese setzte ihren Helm auf, die Augenpartien des Helmes leuchteten gelb auf. Die Japanerin packte entschlossen ihre Waffe und öffnete die Wagentür. „Dann wollen wir mal!“, dröhnte es aus dem stimmverzerrten Audioausgang der Todesmaske.

    Yuika öffnete den Kofferraum und tippte etwas auf ihrem Omnitool. Kurz darauf erhoben sich vier Drohnen surrend aus dem Laderaum. Kurz schwebten diese vor der Japanerin, dann flogen sie los, ihre Positionen einnehmend. Yuika nickte ihrer Schwester zu, dann machte sie sich auf, zu ihrem eigenen Beobachtungsposten. Airi hingegen schritt entschlossen dem Gebäude entgegen. Niemand war zu sehen, doch es würde nicht lange dauern bis irgendwelche Scavenger, Gangmitglieder oder anderes Gesindel auftauchen würde. Oder C-Sec. Momentan war deren Tunnelblick noch auf die Terroristin gerichtet, doch das würde nicht ewig andauern. Dann würde man ein Team zusammenstellen und dieses Gebäude im Krisengebiet sichern. Bis dahin würde sie aber nicht mehr da sein.

    Die Japanerin ging auf die Tür zu, in welcher ein oranges Hologramm leuchtete. Eine kinetische Barriere, wie sie genauer wusste. Etwas effektiver als die holografischen Bänder die man sonst verwendete, da sie immerhin eine Art physischen Widerstand darstellten. In heller leuchtender Schrift teilte die Barriere mit das es sich hier um einen Tatort handelte. Autorität war der eigentliche Schutzfaktor solcher Absperrungen. Allerdings galt diese auf diesem Teil der Citadel nicht viel.
    „Drollig.“, kommentierte Airi den Schriftzug und tippte dann kurz auf ihrem Tool. Mit einem kurzen Blitzen überlastete die schwache Barriere und brach zusammen. Die Söldnerin stieg durch die nun offene Tür und über ein paar Leichen hinweg. Verschiedene Waffen lagen über den Boden verstreut. Das konnten Karesh und seine Leute einsammeln, doch sie hoffte auf einen größeren Fang. Zügig schritt sie durch die verlassenen Gänge, nach Türen Ausschau haltend die nicht eingetreten worden waren. Yuika überwachte mit ihren Drohnen das Äußere des Gebäudes und würde sie vor unerwünschten Ankömmlingen warnen. Sie musste nur auf eventuelle Plünderer achten. Sie erreichte eine Art Kommandozentrale, viele Waffen lagen dort auf dem Boden verstreut. Doch keine Spuren von Blut. Sie schüttelte leicht verächtlich den Kopf und ging weiter.

    „Karesh und seine Leute sind angekommen.“, teilte ihr ihre Schwester über Funk mit. „In Ordnung, sie sollen unten anfangen und die Waffen einsammeln, aber nicht zu viel Zeit damit vertrödeln. Im ersten Stock liegen schwerere Geschütze, sehr zentral gelegen. Ich melde mich, wenn ich etwas Besonderes finde. Bisher alles ruhig.“, antwortete die Japanerin und schritt weiter durch den Flur. Karesh war ein batarianischer „Transportunternehmer“ mit einem gewissen Ruf. Er hielt die Klappe und er kannte sich hervorragend mit allen möglichen Transportwegen auf der Citadel aus. Beides ließ er sich extra vergüten, wodurch er nicht unbedingt billig war. Aber das war nicht Airis Problem.

    Im dritten Stock stolperte sie fast über ein schweres MG, dann entdeckte sie die Überreste des Besitzers. Natürlich, nur ein Kroganer würde so eine Waffe ohne Lafette benutzen. Und dann auch noch nur mit einem Arm. Sie dachte kurz nach, dann zauberte ihr die Erkenntnis ein Lächeln unter ihrem Helm. Ein Zwillingsduo weniger im Söldnergewerbe. Beim Durchschreiten des Ganges, fiel ihr eine kleine Abzweigung auf. Sie endete in einer Sackgasse, in einer massiven Stahltür, um genau zu sein. Leicht verwittert wie die gesamte Bausubstanz des Gebäudes.
    Kein elektronisches Panel, oder Schlüsselkartensystem. Sie griff an den Türhebel. Verschlossen, durch ein normales, massives mechanisches Schloss. Fast schon erfrischend primitiv.
    Die Japanerin aktivierte ihr Omnitool und nahm ein wenig Abstand ein. Ein glühender Plasmastrahl schoss hervor und schmolz sich langsam durch das Metall. Airi führte den Strahl halbkreisförmig durch die Tür. Mit einem heftigen Schlag des Schrotflintenkolbens fiel das Stück heraus. Sie öffnete die Tür. Langsam wurde der dunkle Raum durch ihr Omnitool erleuchtet, bis sie den Lichtschalter fand. Grelles Neonlicht erhellte das Dunkel und gab die Geheimnisse des Raumes preis. Mehrere graue Kisten standen dort, ein paar Waffen waren an die Wand gelehnt. Interessiert trat Airi an einer der Kisten heran und öffnete diese.
    „Jackpot!“, entfuhr es ihr freudig. „Sag Karesh, er soll mit dem Großteil seiner Leute zu meiner Position kommen. Ich denke ich habe den Hauptgewinn gefunden.“, funkte sie ihre Schwester an. Einpacken und verschwinden!


    numberten is online now

  5. #265 Reply With Quote
    Schwertmeister Khardim's Avatar
    Join Date
    May 2009
    Posts
    851
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Yuhki sang. „Es gibt einen Plan“, behauptete er während, sein Kopf rot anlief. Seeva traute dem Ganzen nicht. Männer in seiner Situation hatten ihr schon häufiger irgendetwas erzählt, nur damit sie nicht starben. Genützt hatte es selten. Auch Yuhki war in den Spectre-Augen dem Tod näher als dem Leben, denn das was der Polizist einen „Plan“ nannte klang eher nach den mentalen Auswüchsen eines dümmlich naiven Vorchadieners. Trotzdem nahm sie den Druck vom Hals des andere. Eine fingierte Geiselnahme, damit eine Psychopathin auf Rachefeldzug den vermeintlichen Schutzschild zu brauchen und… „Was, wenn Gavros nicht zu den Bomben unterwegs ist? Was meinen Sie wird ihre letzte Tat mit dem Captain sein?“, fragte Seeva ohne eine Antwort zu erwarten. Jeder der hier anwesenden konnte sich ein ungefähres Bild von dem machen, was die Turianerin mit einem hilflosen Gefangenen veranstalten würde, der versucht hatte ihre Rache zu verhindern. Hinter Seeva landeten Sanitätswagen. Himmelblau-weißliche Rettungskräfte strömten aus den Wagen und eilten zur Szenerie. Das alles war gar nichts, wenn Gavros nicht aufgehalten wurde. Man hätte sie erschießen müssen, wer sagt denn, dass die Bomben mit einem Timer liefen? Sicherlich würde sie kein Risiko eingehen und warten, bis sie in einem Schiff war, um die Explosion aus dem Orbit zu genießen. „Bitte, lassen Sie meinen Mann gehen“, wimmerte ungehört Yuhkis Frau. Unter sichtlicher Anstrengung aktivierte der Japaner sein Omnitool und überspielte ein rot leuchtendes Signal auf einer holografischen Karte an Seeva. Sie grünen Augen der Asari prüften sie, dann zog sie unvermittelt das Bein zurück. Der Captain hatte die Wahrheit gesagt und obwohl sie es kaum glauben konnte: Sein Plan funktionierte wirklich. Ob Rarkin nun atmete oder nicht, zumindest bewegte er sich – in einem Skycar.

    „Commander, es ist Zeit zu gehen.“ Syren Vox‘ große Klauenhand legte sich beschwichtigend auf Seevas Schulter. Ohne zu erklären, was sie tat, streamte der Spectre die Echtzeitkarte auf das Tool von Agent Ilias und Saenia Serox. Die Sympathie der Asari für den Politiker wuchs mächtig, als dieser Yuhki in einer Tirade militärischer Manier seines Platzes verwies. „Wir können uns später um ihn kümmern. Jetzt haben wir keine Zeit zu verlieren, wenn wir Gavros aufhalten wollen“, endete Vox. Seeva nickte zustimmend. „Sie haben Recht, Mister Vox.“ Sie berührte kameradschaftlich seine Schulter, ehe sie laut Anweisungen ausgab. Ilias und ihr Team verfolgten Gavros; Seeva, Yuhki und Vox bemannten ein weiteres, sehr schnelles aber stromlinienförmiges und dadurch sehr schmales Skycar während sich Hudson und die anderen Cops ein letztes Fahrzeug teilen sollten, sobald die Lage hier unter Kontrolle war. Yuhki und seine Frau verabschiedeten sich schluchzend. Er käme wieder, versprach der Japaner ohne es zu wissen. Seeva öffnete den Funk. „Gilles, sind Sie da?“ Ein paar Sekunden lag herrschte Schweigen, dann knackte es. „Ja, bin ich.“ „Haben Sie es rausgeschafft?“ „Offensichtlich. Wieso interessiert Sie das?“ Seevas Augen huschten aus dem Boden umher, als würde sie dort etwas suchen ohne es zu finden. „Sie können uns jetzt erneut unterstützen. Bringen wir es zum Abschluss.“ „Keine Chance“, erwiderte Gilles mit spottendem Unterton. „Ich habe meinen Arsch lange genug für Sie ins Feuer gehalten, Commander T’Saari. Aber ich bin keiner von Ihrer Heldentruppe. Unsere Wege trennen sich hier.“ Der Spectre bedauerte es fast, schließlich hatte sich Nathan Gilles als wertvoller Verbündeter entpuppt. Andererseits hatte sie über ihn, ebenso wie über viele andere Mitglieder des Angriffsteams, keine Befehlsgewalt. „Verstehe ich. Danke für Ihre Kooperation, Mister Gilles.“ „Sie halten sich an Ihren Teil der Vereinbarung?“ „Ist schon erfüllt. Jetzt muss nur noch Gavros verschwinden, dann haben Sie Ihren Frieden.“ Ein schweres Seufzen war auf der anderen Seite der Leitung zu hören. „Ich wüsste es sehr zu schätzen, wenn diese Schlampe nicht mehr Zeit in dieser Welt verbringt, als sie sich selbst verschafft“, sagte der Killer. Seeva sagte nichts. „Sollte jemals ein Mordauftrag über Sie an mich herangetragen werden, lehne ich ab“, sagte Gilles. Die Asari hörte ihn lachen. „Außer natürlich, man bietet mir eine Million. Dann sind sie fällig.“ Seeva spürte, wie sie lächelte. „Viel Glück“, sagte sie und schloss den Funkkanal.

    *

    Das Skycar war nicht auf Komfort ausgelegt. Das störte nicht, denn mit der Panzerung und Bewaffnung wäre selbst ein Luxusschlitten einengend gewesen. „Wie in den alten Zeiten“, dachte Hanna und grinste unwillkürlich. Eingepfercht wie eine Sardine, immer in vollem Kampfanzug in kleine Fahrzeuge – rein, raus, rein, raus. Und immer bereit zum Gefecht sein. Die Blondine spürte, wie Adrenalin ihren Körper flutete. In Hannas Schoß wippte eine von Hannas Pistolen. Man konnte keine Pistole aus dem Tiefziehholster ziehen, wenn man ein Fahrzeug steuerte und Hanna wollte auf alles vorbereitet sein. Plötzlich flammte eine Karte auf dem HUD des Skycar auf, das sich mit ihrem Omnitool verknüpft hatte. Dann öffnete sich der Funkkanal. „Ilias, hier T’Saari: Ich habe Ihnen eine Karte geschickt, die den Standort von Captain Rarkin und damit Braelyn Gavros zeigt. Folgen Sie den Koordinaten aber lassen Sie sich nicht entdecken. Wir sind auf dem Weg.“ „Verstanden“, gab Hanna zurück. Das Signal lag links von Hannas aktueller Flugroute. Trotz der sperrigen Panzerung und Bewaffnung riss Hanna das Lenkrad souverän zur Seite und wechselte die Richtung.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Forenperser View Post

    Marco Lagos

    "Ulkiger Kerl, dein Freund." bemerkte Marco als er neben Stephen Platz nahm und das Skycar sich erhob. "Erfrischend frei und gerade heraus."
    Dennoch hatte er noch kein vollständiges Vertrauen zu ihm, wie auch (um ehrlich zu sein) mit allen hier. Es war einfach seine persönliche Macke, er brauchte lange ehe er jemanden vollständig an sich ran ließ.
    "Es sei denn ist es Alkohol im Spiel....." Peinlich berührt dachte er an die kurze Szene im Flieger und hoffte inständig, dass Liz ihn nicht so bald darauf ansprechen würde.
    Der Flug ging nicht besonders lange. Nun war Marco wirklich gespannt, wen er noch alles treffen würde.








    Captain Kaneko Yuhki

    Die Zeit drängte. Hektisch koordinierte Yuhki die eintreffenden Wagen. Linyria wurde sofort abtransportiert, Thomen ließ sich seine Verletzungen von einem anderen EMT untersuchen. Gleichzeitig begann die eintreffende Verstärkung damit, sämtliche festgesetzten, noch lebenden Söldner entweder in andere Ambulanzen oder direkt in die Streifenwagen zu verteilen. Auch Yuhki's Familie wurde auf dessen Drängen von einer Ambulanz mitgenommen. Schließlich hatten sie viele Stunden in der Gewalt dieser Wahnsinnigen verbrach.
    "Keine Tatortuntersuchung oder Leichenräumung! Das kommt später! Sperrt das ganze Gebäude und dann Abmarsch! Die Gegend ist noch zu unsicher und wir werden anderswo gebraucht!"
    Yuhki ordnete sämtliche verfügbaren Streifen an, die weitere Zufahrt zum Präsidiumshafen abzusperren. Für eine Evakuierung fehlten jetzt Zeit und Ressourcen, aber sie konnten wenigstens verhindern, dass die potenzielle Opferzahl noch weiter steigen würde. Der Executor hatte zwar zuvor explizit kein OK für so etwas gegeben, aber das war jetzt auch egal. Ab nun galt alles oder nichts.
    Jeder hatte seine Aufgabe. Inklusive ihnen.....alle verbleibenden Mitglieder der Eingreiftruppe verteilten sich auf die restlichen 2 Skycars. Yuhki setzte sich ans Steuer und nahm seine 3 Männer mit, während der Spectre mit dem Rest losflog.
    Der Japaner hatte inzwischen allen Teammitgliedern noch einmal seinen und Rarkin's Plan durchgegeben, sowie die Verbindung zu dem Tracker, den der Turianer bei sich trug.

    Officer Tomasz Krzeminski

    "Bist du sicher dass du ok bist?" fragte Krzeminski seinen besten Freund, der neben ihm auf der Rückbank saß. "Es ist in Ordnung, wirklich. Der EMT sagte, es ist nur eine kleine Fleischwunde, sowie einige Prellungen, nichts was etwas Medi-Gel nicht abklingen lassen kann. Ich hatte extremes Glück, ohne die Rüstung.....wäre es nicht so glimpflich ausgegangen."
    Jeffrey lehnte sich ein wenig zurück und grinste mit einem Mal völlig unerwartet. "Was bitte ist so komisch?" "Hm? Ach, nichts, gar nichts.....es ist was anderes. Liza und ich wollten es dir eigentlich schon längst erzählt haben, aber dann kam diese ganze Sache dazwischen."
    "Mir was erzählen? "Sie ist.....nun, wie es aussieht werden wir bald Eltern."
    Ein überraschter Ausruf aller 3 Zuhörenden war die Antwort. "Meinen Glückwunsch!" "Toll!" "Wow, Jeff, das....das ist großartig!""Tja, schätze mal ich werde ihr irgendwann einmal von diesem verrückten Abenteuer erzählen können."
    Ein Mädchen also. Tomasz freute sich ungeheuer für seinen Freund. Er selbst wollte seinen Sohn nach dieser Sache so bald es ging wiedersehen.

    Die gute Stimmung hielt jedoch nicht lange an, denn sie waren beinahe da. "O'Grady, was soll das Getippe? Sie machen mich nervös!" "Verzeihung." Der junge Ire war offenbar fertig und fuhr sein Omni-Tool wieder herunter. "Captain? Verzeihung dass ich.....die Waffe auf Sie gerichtet habe....ich hätte nicht an Ihnen zweifeln sollen." "Schon gut....wir alle haben Fehler gemacht."Dem stimmte Krzeminski vorbehaltlos zu.
    Das Skycar setzte zur Landung an. Beim Aussteigen sahen sie, dass sie die Letzten waren, der Spectre war offenbar wenige Momente vor ihnen angekommen. Der Pole erkannte die Gegend. Hier hatte diese Sache vor wenigen Tagen quasi erst richtig angefangen......es passte, dass sie nun hier endete.
    Das selbe Industriegebiet, in welchem die Wahnsinnige Gavros einen ganzen Häuserblock gesprengt hatte. In dessen Tunneln sie die Leiche des Verräters Boles gefunden hatten......und Anastasia Nix, Kyron Ursox.....
    Auch hier war ein Eingang zu den Keeper-Tunneln. Ein anderer. Es gab so viele davon. Die Tunnel verliefen durch die ganze Station. Ein kilometerlanger Irrgarten, voller Abzweigungen. Das perfekte Versteck. Doch jetzt nicht mehr.....

    Braelyn Gavros

    "Vorwärts, los!"
    Braelyn schubste den Gefesselten weiter vor sich her. "Keine Sorge Captain." hauchte sie. "Gleich haben Sie es geschafft.....Sie werden ganz vorne mit dabei sein, wenn es losgeht.....es wird das Letzte sein, was Sie sehen werden, um genau zu sein." Sie lachte leise. Jetzt hatten sie die letzte Biegung erreicht. Sie trieb Rarkin durch den großen Raum, in Richtung der beide dicht beieinander liegenden Türen. Dann fuhr sie ihr Omni-Tool hoch und tippte. "Ein paar Momente noch, dann sind die Zünder aktiv....."
    Sie sah ihn triumphierend an. "Was bleibt Ihnen jetzt noch, Captain Rarkin?!" "Genugtuung."
    Ihr Gesichtsausdruck erstarrte. "Was...?" "Ich war nie jemand, der sich an der Unterlegenheit des Gegenübers erfreut. Aber das hier.....das werde ich genießen Gavros."
    "Was reden Sie da?" schrie Braelyn und trat an ihn heran. "Das Gesicht dieses Monster.....dieses gewissenlosen, mörderischen Miststücks....das so von seiner Intelligenz überzeugt ist....dass es nicht die offensichtliche Gefahr bemerkt, welche die ganze Zeit vor ihrer Nase war!"
    Etwas piepte. Mit weit aufgerissenen Augen scannte die entgeisterte Turianerin den Körper ihres Gegenübers und sah das rote Leuchten. "Erwischt, Schlampe!" Plötzlich, ruckartig schnellten die Arme des Turianers von seinem Rücken auseinander und zerrissen die Fesseln. Braelyn konnte kaum entsetzt den Mund öffnen, als sie die metallene Rechte des vernarbten Turianers mit voller Wucht an die Schläfe traf.
    Sie wurde von den Füßen gerissen und kam unsanft auf dem Boden auf. "Nei - "
    Ein weitere Schlag traf sie genau im Gesicht. Sie versuchte sich zur Seite zu rollen, dem nächsten Angriff zu entgehen, doch spürte bereits die kalte, mechanische Hand, welche sich um ihre Kehle schloss. "Grrrch!" Sie strampelte wie eine Ertrinkende, versuchte vergeblich den Griff ihres Feindes zu lockern.
    "Das ist für alle von uns!"
    Ihre Augen weiteten sich und mit einem Mal verzog sich ihr Gesicht. Sie bleckte Karvas die Zähne entgegen und begann ein furchtbar groteskes, luftloses Lachen. "Was - ?"
    Im nächsten Moment spürte Braelyn, wie der Druck nachließ und sah, wie etwas großes Rarkin in die Höhe hob.
    Dieser war ebenso überrascht und unfähig zu reagieren wie sie es vor wenigen Augenblicken gewesen war, und im nächsten Moment schleuderte der Kroganer seinen Körper auch schon mit brachialer Gewalt auf den Boden. Stöhnend blieb er liegen.
    "Wie schnell sich das Blatt wenden kann, nicht wahr?" hauchte sie ihm eng an seinen Gehörgang und tippte dann wieder auf ihrem Omni-Tool. Mit einem lauten Piepen erschien endlich der Timer auf der holografischen Oberfläche.
    "Nein....."
    "Was ist los, Boss? Verschwinden wir?" "Nein....wie es aussieht bekommen wir Besuch. Diese Bomben müssen hochgehen.....sieht so aus als bekämen Sie ihren Wunsch."
    Der Kroganer grinste breit, verstand sofort und begab sich wieder durch die linke Tür aus dem Raum. Braelyn derweil zog ein Messer aus ihrer Innentasche hervor und drückte mit der Spitze direkt unter Rarkin's rechtem Auge auf. "Einige Minuten haben wir wohl noch.....was meinen Sie, wollen wir die Zeit nutzen?"
    Sie begann leise zu lachen.

    Officer Niall O'Grady

    "Schaffen Sie das O'Grady?" "Ja Sir."
    Es war immer klar gewesen, dass dieser Tag kommen würde. Seit er den Kurs beim Räumungskommando absolviert hatte, hatte er gewusst dass er dieses Wissen auch eines Tages anwenden werden musste. Dass Leben von ihm abhängen würden. Auch wenn er sich nie hätte erträumen können, dass es so viele sein würden.
    Er wusste nicht, wie viel Hilfe er kriegen würde. Hanna Ilias kannte sich ebenfalls damit aus, so viel hatte er mitbekommen. Zumindest eine Person. Aber wie viele Sprengsätze pro Kopf machte das? Er durfte gar nicht erst darüber nachdenken.
    "Wenn es zu viele sind, dann muss mir eventuell jemand assistieren....der oder diejenige muss genau tun, was gesagt wird, ansonsten - "
    Der Spectre hob die Hand und gebot allen, zu schweigen. Ein Blick auf den Radar verriet ihm, weshalb. Sie waren am Ziel....das Signal kam genau von hier. Doch wieso war da nichts?
    Der gesamte Raum war vollkommen abgedunkelt und totenstill. Sämtliche Anwesenden aktivierten ihre Omni-Tool Lichter und versuchten ihn auszuleuchten.
    Mit einem Mal wurde der gesamte Raum mit grellem Licht geflutet. Alle schützten instinktiv ihre Augen und verloren die Orientierung.
    "Da sind ja auch schon alle!"
    Gavros!
    "Wie es aussieht habe ich sie alle wieder einmal unterschätzt....doch das ändert gar nichts! Die Bomben sind scharf! Sie können versuchen eine Katastrophe zu verhindern.....oder eine Flucht! So oder so verlieren Sie!"
    Sein Blickfeld wurde wieder schärfer. Er erkannte Gavros. Vor ihr kniete, kraftlos und offenbar schwer verletzt, Karvas Rarkin. Seine rechte Gesichtshälfte, bislang immer die ansehnlichere von beiden, war durchzogen von tiefen, hässlich blutenden Schnittwunden. Die rechten Hand der Killerin bewegte sich.....und wie in Zeitlupe zog sie die Klinge über seinen Hals.
    "Nein!"
    Karvas sackte vornüber, Schüsse fielen, Gavros rannte und stürzte durch die rechte der beiden Türen am Ende des Raums hinter ihr. Und mit einem lauten, mechanischen Geräusch fuhren aus der Decke, dem Boden, sowie beiden Wänden Geschütze hervor. „Deckung!
    Die Gruppe stob auseinander.

    Beyo Vhan

    "Ich hasse diesen Ort....."
    Eng, stickig, dunkel. Das waren diese Tunnel. Zumindest dieser Teil von ihnen. An manchen Stellen war das Innenleben der Citade weitläufiger, nahezu gigantisch. So oder so, wenn diese Sache vorbei war, würde der Turianer niemals wieder hierhin zurückkehren.
    Der rote Punkt auf seiner Karte war immer noch an der selben Stelle, an der er vor einer guten Viertelstunde gewesen war. Er wusste nicht, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war. Karvas.....hoffentlich kam er nicht zu spät.
    Beyo rannte. Die Luft in seinen Lungen brannte wie Feuer, doch er ignorierte es. Seine linke Hand hielt die Waffe fest umklammert.
    "Gleich....." Er kam immer näher. Nicht mehr als 2 Biegungen. Waren das Schüsse, die dort dumpf zwischen den Wänden hallten?
    "Woah!"
    Es waren Schüsse. Und nun sah er auch, auf wen geschossen wurde. Vox, Sorax, Ilias, van Zan, Cas‘ tivera, der Spectre......sowie ein paar altbekannte Polizisten! In der Zwischenzeit musste wohl so einiges passiert sein, dass alle diese Leute nun offenbar zusammenarbeiteten.
    Sein Hirn ratterte. Die automatisierten Geschütze beharkten sämtliche Anwesenden, welche an verstreuten Positionen im Raum in Deckungen gegangen waren, unaufhörlich. Er musste etwas tun!
    "Seitlicher Stand. Gerader Arm. Völlig egal welcher!" Er drückte ab. Einmal, zweimal, dreimal. Die Projektile fanden ihr Ziel. Das dritte genau im Lauf des rotierenden Geschützes. Es gab einen großen Knall und die Einzelteile flogen durch den Raum. Doch der rote Turianer hatte keine Zeit, seinen Glückstreffer zu feiern. Denn der Laserpointer eines weiteren Geschützes vernahm die Bewegung und drehte sich in seine Richtung.
    "Oh, sch - !" Mit einem Hechtsprung landete der Turianer etwas unsanft und wenig elegant auf dem Bauch hinter den Kisten in der Mitte des Raumes. Er drückte sich eng an sie, und erblickte nicht nur eine, sondern direkt 2 Personen, welche sein Ankommen mit nicht gerade großer Begeisterung bedachten.
    "Miss Ilias! Miss T'Saari! Wie schön, Sie wiederzusehen! Ich würde Ihnen ja gerne die Hand geben, aber....." Er hielt seine nicht mehr vorhandene rechte hoch und lachte über seine eigene, gänzlich misslungene Bemerkung, was die todbringenden Blicke nur verstärkte. Er riskierte einen kurzen Blick aus der Deckung heraus und sah nun erst mit Entsetzen, dass Karvas' Körper in einer sich rasch ausbreitenden Blutlache am Ende des Raumes lag. Schwaches Zucken war die einzige Regung.
    "Gibt es hier sowas wie einen Plan?" schrie er durch das anhaltende Geschützfeuer.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by numberten View Post
    Yuhki/Braelyn Hanna Vincent Syren

    Thadera Cas´tivera

    Thadera saß schweigend auf dem Beifahrersitz, während van Zan auf dem Hintergrund irgendwelche Bemerkungen brachte die sie nicht einordnen konnte. Vermutlich so ein Menschenkram, dieses Volk nutzte sehr gerne Vergleiche aus ihrer Heimat und setzte voraus das andere Spezies sie kannten. Das mit dem Enterkommando verstand sie wiederum, auch wenn man dafür zuerst nahe genug herankommen musste.
    Die Sportlerin bezweifelte es, bisher lief ja wenig nach Plan bei Operation "Schlag ins Wasser". Entweder waren es Unfähigkeiten, oder aktive Sabotage, letztendlich schien Braelyn immer davon zu kommen. Sie war sich nicht sicher wie viel sie zum ersten Punkt beitrug, aber mangelnde Motivation konnte man ihr nicht vorwerfen.
    Jede gelungene Flucht war ein weiterer Stich in ihrem Herzen, eine Verhöhnung der Opfer dieser Schlampe. Vermutlich hätte sie Gilles einfach eine halbe Millionen für ihren Kopf anbieten sollen, das wäre mal eine andere Art von Sabotage gewesen. Leider hätten sie dann vermutlich wirklich das Problem mit den Bomben, so ungern sie dem Plan der beiden Polizisten auch zustimmte. Dennoch sah sie vor ihrem geistigen Auge schon Braelyn mit irren Lachen sich und die Station in die Luft jagen. Die Gelegenheit den Triggerfinger stillzulegen hatte ihnen Rarkin und Yukhi gestohlen.
    Wo immer sie jetzt auch hinflogen, es war die letzte Chance. Die Asari ballte die Fäuste, sie würde diese Chance nutzen. Um jeden Preis.

    Das Signal führte sie in die Adern der Station, weg vom freien Himmel, falls man auf der Citadel überhaupt davon sprechen konnte. Thadera war noch nie in den Tunneln gewesen, wusste aber das sie ein Labyrinth von Gängen waren. Vermutlich hatte man noch immer nicht alle entdeckt und katalogisiert und nur die Keeper wussten wie umfangreich sich die Eingeweide der Station gestalteten. Und diese waren nicht umbedingt gesprächig.
    Sie waren jetzt wieder in voller Kampfstärke, ein kleiner Schar von Kampfgefährten. Zusammengewürfelt aus allen möglichen Winkeln der Galaxis, nur durch ein Ziel verbunden. Braelyn Gavros zu stoppen.

    Sie kamen in einen dunklen Raum, dort wo das Signal herkam. Niemand war da, es roch nach Falle. Mal wieder. Doch bevor jemand Anweisungen erteilen konnte wurde der Raum erhellt. Thadera kniff die Augen zusammen, versuchte sich blinzelnd an das Licht zu gewöhnen. Eine Stimme begann zu sprechen, eine altbekannte Stimme die jeder Anwesende zum verstummen bringen wollte. Thadera hörte, dann sah sie wieder ein wenig. Rarkin, schlimm zugerichtet. Thadera bezweifelte das dies seinem Plan entsprach, doch die Gelegenheit ihn zu fragen würde nicht mehr kommen. Das Messer spielte seinen letzten Satz, ein kurzer Moment der Stille.
    Der letzte Akt begann, wie es sich gehört. Mit donnerndem Getöse.

    Thadera hechtete sofort nach links als sich die Geschütze erhoben und warf sich dann flach auf den Boden. "Scheiße, verdammte Scheiße.", fluchte sie unter dem Dauerfeuer der Turrets. Die Angewohnheit dauernd in Fallen zu laufen wurde ihr langsam lästig. Klar, das ihr sowas passierte, aber diesen ganzen Elitesoldaten und Supersöldnern? Ernüchtert stellte sie fest das es nicht einfach war unter Sperrfeuer einen klaren Gedanken zu fassen, vor allem da sie strukturelle Integrität der sie deckenden Kiste anzweifelte. Was sie nicht bezweifelte war das jede Gliedmaße die aus der Deckung ragten sofort von der automatischen Zielerfassung ins Visier genommen würde. Sie schaute sich um, neben ihr war noch jemand. Einer dieser Polizisten, wie hieß der noch gleich? Konnte sich nicht daran erinnern einander vorgestellt worden zu sein.
    "Officer, schön sie auch hierzuhaben.", bemerkte sie entnervt und lächelte sardonisch. "Jeffrey.", erwiderte dieser knapp und schien nachzudenken. Ob über die derzeitige Situation oder die Lebensentscheidungen die zu dieser geführt hatten, konnte Thadera nicht erkennen.
    Die Sportlerin nickte knapp, schaute dann kurz über die Deckung. Dies wurde sofort mit einer Belastung ihrer Barriere quittiert, doch die Asari erkannte die Quelle. Und konnte einschätzen wie weit das Turret entfernt war. Ihr Blick ging wieder zu dem C-Sec Agent, blieb an seinem Gürtel hängen.
    "Ist das da eine Granate?" Jeffrey nickte. "Eine die Bumm macht, oder nur helles Licht?" "Sie meinen ob es eine Sprenggranate ist?"
    "Ja genau, bin nicht vom Fach und unter Stress." Der Agent schüttelte den Kopf und griff nach hinten. "Nein, aber diese hier. Wieso?"
    "Wie aktiviert man das Ding? Ich bräuchte es mal!", forderte sie ihn auf, wobei die Thematik von Frage und Forderung dem Mann nicht zu gefallen schienen. "Na los, ohne ihnen zu nahe treten, ich denke ich werfe besser als sie."

    Thadera schloss kurz die Augen, rief sich das Bild vor ihrem geistigen Auge. Die Stellung des Geschützes, die Entfernung. Atmete tief durch, wie sie es immer vor einem Zwei Punkte Wurf getan hatte. Ließ biotische Energie durch ihre Hand strömen, langsam und gleichmäßig, wie ein sanfter Bach aus schwarzer Materie. Sie atmete aus, spielte das Bewegungsmuster ab das ihr durch jahrelanges Training in Fleisch und Blut übergegangen war. In einem blauen Bogenwurf segelte die Granate über die Deckung, bis sie nach dem Scheitelpunkt plötzlich beschleunigte. Eine laute Explosion verkündete ihre Detonation und leiser werdendes Geschützfeuer die erfolgreiche Wirkung.
    "Bleiben nur noch..keine Ahnung.", sprach Thadera aufmunternd.

    **

    Takeda Zwillinge

    Interessiert schaute Yuika die Übertragung ihrer Kamera an. Zuerst war lange Zeit nichts passiert, dann ging es jedoch plötzlich zu wie in einem Taubenschlag. Mit jeder Minute wurde ihr bewusster auf was sie durch Zufall gestoßen war. Denn sie erkannte die Asari welche den Menschen malträtierte aus den Nachrichten wieder. Ebenso den Menschen und ein paar der anderen Anwesenden. Sie lächelte ungläubig, hätte sie gewusst das sie auf Braelyn Gavros Versteck gestoßen war, sie hätte sehr viel Geld verdienen können. Das war der Preis des aufrechten Bürgertums. Dann ging es schnell, Fahrzeuge tauchten auf, der Spectre verschwand, zuletzt auch C-Sec mit dem angeheuerten Abschaum. Da keine Gavros dabei war, oder wenigstens deren Leiche, war die Geschichte wohl nicht vorbei. Und alle Aufmerksamkeit weiterhin auf die Terroristin gerichtet. „Gute Jagd.“, murmelte Yuika und meinte es sogar ernst. Sie schloss die Übertragung und startete das Skycar.

    Ungeduldig trommelten die Finger von Airi auf dem Helm, welcher auf ihren Schenkeln ruhte. Die Japanerin trug eine mitternachtsblaue Panzerung, welche deutliche Gebrauchsspuren aufwies. Schrammen und Kratzer zierten die ansonsten glatte Oberfläche, wie Narben auf der Haut. Im Bereich der Beinpanzerung unterbrachen schwarze Brandflecken das dunkle Blau, teils durchgehend dann wie kleine Sommersprossen wirkend. Der rechte Schulterpanzer wies die Abdrücke eines Kiefers aus, welcher augenscheinlich zu einem Reptil gehörte. Ein Kiefer, der nicht stark genug gewesen war, genau wie die anderen Angriffe, welche die Panzerung im Laufe ihres Gebrauchs wohl schon aushalten musste. Nichts was die Integrität der Panzerung gefährdet hatte, ansonsten hätte sie diese schon längst ausgetauscht.
    Nostalgie war fahrlässig, wenn es um den Schutz des eigenen Lebens gings. Nachdenklich drehte sie den Helm in ihren Händen, es war eine Todesmaske von TAAC, verstärkte Frontpanzerung, verbessertes Datenfeedback. Auch der Helm wies mehrere Kratzer und kleine Dellen auf. Im Gegensatz zu der mitternachtsblauen Schale, war die Frontplatte kräftig rot lackiert. Sie zeigte das Gesicht eines Oni, eines japanischen Dämons. Airi schmunzelte, ein Stück Heimat, direkt auf der Panzerung. Und zusammen mit dem Audiopackage der Todesmaske erfüllte es seinen Zweck in Sachen psychologischer Kriegsführung. Zu mindestens, wenn man es mit Abschaum wie in den Pits zu tun hatte.

    Während Yuika neben ihr konzentriert das Skycar durch die Straßen steuerte, lächelte die Japanerin zufrieden. Es hatte sich viel verändert seitdem sie die Erde verlassen hatten. Während sich ihre Schwester immer manchmal etwas schwer tat, Airi hatte sich sehr schnell damit arrangiert. So sehr sie ihre Zwillingsschwester auch liebte, sie steckte immer noch ein wenig in der Vergangenheit fest.
    Traditionen, Ehre und Loyalität, das alles funktionierte nicht mehr wie in Japan. Und selbst funktionierte es nicht mehr wie in früheren Zeiten. Alte Männer die einer vergangenen Epoche lebten, mit überholten Kodizes und veralteten Ritualen. Nicht mehr in der Vergangenheit lebend, doch in der Gegenwart noch nicht angekommen. Träumten von Kirschblüten, Samurais und Geishas. Airi hatte dafür nur wenig übrig, sie trug ihre Irezumi mit Stolz, ebenso wie ihre Schwester. Doch sie lebte in der Gegenwart.
    Ein Katana war schon lange nicht mehr zeitgemäß. Eine elegante Waffe aus zivilisierteren Tagen, doch dennoch ein Relikt. Eine neue Zeit, die Wörtern neue Bedeutung verlieh. Heutzutage verschoss eine Katana hunderte Schrotgeschoße gegen den Gegner, unweit effektiver als ein altes Schwert was keine moderne Panzerung durchdringen konnte.

    Airi löste ebendiese Waffe von ihrem Gürtel und mit einem leichten Zischen entfaltete sich die Schrotflinte in ihren Händen. Sorgsam kontrollierte sie die Waffe, während Yuika das Skycar in einer Gasse parkte.
    „Wir sind da.“, verkündete die Brünette und nickte ihrer Schwester zu. Diese setzte ihren Helm auf, die Augenpartien des Helmes leuchteten gelb auf. Die Japanerin packte entschlossen ihre Waffe und öffnete die Wagentür. „Dann wollen wir mal!“, dröhnte es aus dem stimmverzerrten Audioausgang der Todesmaske.

    Yuika öffnete den Kofferraum und tippte etwas auf ihrem Omnitool. Kurz darauf erhoben sich vier Drohnen surrend aus dem Laderaum. Kurz schwebten diese vor der Japanerin, dann flogen sie los, ihre Positionen einnehmend. Yuika nickte ihrer Schwester zu, dann machte sie sich auf, zu ihrem eigenen Beobachtungsposten. Airi hingegen schritt entschlossen dem Gebäude entgegen. Niemand war zu sehen, doch es würde nicht lange dauern bis irgendwelche Scavenger, Gangmitglieder oder anderes Gesindel auftauchen würde. Oder C-Sec. Momentan war deren Tunnelblick noch auf die Terroristin gerichtet, doch das würde nicht ewig andauern. Dann würde man ein Team zusammenstellen und dieses Gebäude im Krisengebiet sichern. Bis dahin würde sie aber nicht mehr da sein.

    Die Japanerin ging auf die Tür zu, in welcher ein oranges Hologramm leuchtete. Eine kinetische Barriere, wie sie genauer wusste. Etwas effektiver als die holografischen Bänder die man sonst verwendete, da sie immerhin eine Art physischen Widerstand darstellten. In heller leuchtender Schrift teilte die Barriere mit das es sich hier um einen Tatort handelte. Autorität war der eigentliche Schutzfaktor solcher Absperrungen. Allerdings galt diese auf diesem Teil der Citadel nicht viel.
    „Drollig.“, kommentierte Airi den Schriftzug und tippte dann kurz auf ihrem Tool. Mit einem kurzen Blitzen überlastete die schwache Barriere und brach zusammen. Die Söldnerin stieg durch die nun offene Tür und über ein paar Leichen hinweg. Verschiedene Waffen lagen über den Boden verstreut. Das konnten Karesh und seine Leute einsammeln, doch sie hoffte auf einen größeren Fang. Zügig schritt sie durch die verlassenen Gänge, nach Türen Ausschau haltend die nicht eingetreten worden waren. Yuika überwachte mit ihren Drohnen das Äußere des Gebäudes und würde sie vor unerwünschten Ankömmlingen warnen. Sie musste nur auf eventuelle Plünderer achten. Sie erreichte eine Art Kommandozentrale, viele Waffen lagen dort auf dem Boden verstreut. Doch keine Spuren von Blut. Sie schüttelte leicht verächtlich den Kopf und ging weiter.

    „Karesh und seine Leute sind angekommen.“, teilte ihr ihre Schwester über Funk mit. „In Ordnung, sie sollen unten anfangen und die Waffen einsammeln, aber nicht zu viel Zeit damit vertrödeln. Im ersten Stock liegen schwerere Geschütze, sehr zentral gelegen. Ich melde mich, wenn ich etwas Besonderes finde. Bisher alles ruhig.“, antwortete die Japanerin und schritt weiter durch den Flur. Karesh war ein batarianischer „Transportunternehmer“ mit einem gewissen Ruf. Er hielt die Klappe und er kannte sich hervorragend mit allen möglichen Transportwegen auf der Citadel aus. Beides ließ er sich extra vergüten, wodurch er nicht unbedingt billig war. Aber das war nicht Airis Problem.

    Im dritten Stock stolperte sie fast über ein schweres MG, dann entdeckte sie die Überreste des Besitzers. Natürlich, nur ein Kroganer würde so eine Waffe ohne Lafette benutzen. Und dann auch noch nur mit einem Arm. Sie dachte kurz nach, dann zauberte ihr die Erkenntnis ein Lächeln unter ihrem Helm. Ein Zwillingsduo weniger im Söldnergewerbe. Beim Durchschreiten des Ganges, fiel ihr eine kleine Abzweigung auf. Sie endete in einer Sackgasse, in einer massiven Stahltür, um genau zu sein. Leicht verwittert wie die gesamte Bausubstanz des Gebäudes.
    Kein elektronisches Panel, oder Schlüsselkartensystem. Sie griff an den Türhebel. Verschlossen, durch ein normales, massives mechanisches Schloss. Fast schon erfrischend primitiv.
    Die Japanerin aktivierte ihr Omnitool und nahm ein wenig Abstand ein. Ein glühender Plasmastrahl schoss hervor und schmolz sich langsam durch das Metall. Airi führte den Strahl halbkreisförmig durch die Tür. Mit einem heftigen Schlag des Schrotflintenkolbens fiel das Stück heraus. Sie öffnete die Tür. Langsam wurde der dunkle Raum durch ihr Omnitool erleuchtet, bis sie den Lichtschalter fand. Grelles Neonlicht erhellte das Dunkel und gab die Geheimnisse des Raumes preis. Mehrere graue Kisten standen dort, ein paar Waffen waren an die Wand gelehnt. Interessiert trat Airi an einer der Kisten heran und öffnete diese.
    „Jackpot!“, entfuhr es ihr freudig. „Sag Karesh, er soll mit dem Großteil seiner Leute zu meiner Position kommen. Ich denke ich habe den Hauptgewinn gefunden.“, funkte sie ihre Schwester an. Einpacken und verschwinden!


    Ohrenbetäubend laut prasselten die Geschosse der Geschütztürme gegen den grauen Container, hinter den sich Vincent gerade noch hatte werfen können. Der ganze Raum war eine laut brüllende Hölle aus Dauerfeuer und dem Geschrei der Einsatzgruppe, die nun hinter Kisten, Fässern und ähnlichem behelfsmäßige Deckung gefunden hatte.
    ,,Wer baut denn bitte so einen Raum?!“, schrie der Mann in Schwarz. Ob er mit sich selbst oder den beiden Turianern neben sich sprach, wusste niemand. Die Gruppe war mal wieder in eine von Gavros Fallen getappt, von denen eine bizarrer als die andere zu sein schien. Inzwischen hätte es ihn nicht mehr gewundert, wenn der Raum als nächstes abgeriegelt und geflutet werden würde. Eventuell gar mit Säure. Ihre Deckung stand relativ weit am Rand des Raums, zu einer der Ecken hin. Sollten von dort aus plötzlich Säure oder ähnliche Spielerein eindringen, wäre es wenigstens schnell vorüber.

    Vincent versuchte, um die Ecke des Containers zu spähen, wurde von funkenstiebendem Gegenfeuer aus einem der Türme jedoch zurück in die Deckung getrieben. ,,Scheiße!“
    Die Türme am Boden konnten sie mit geschickten Manövern durch die verschiedenen Deckungen ausspielen und einkreisen, doch die Geschütze an Decke und Wänden hatten ein freies Schussfeld auf alles, was sich bewegte. Einer davon musste irgendwo schräg über ihnen jenseits des Containers an der Decke montiert sein, wenn er seiner Erinnerung aus dem Moment des Abtauchens und seinem ohnehin schon malträtiertem Gehör Glauben schenken durfte. Wäre es ihm bloß um reinen Erkenntnisgewinn gegangen, so hätte er nur seinen Kopf aus der Deckung nehmen müssen, um Gewissheit zu haben, doch hegte der Mann in Schwarz zusätzlich den in Moment als durchaus ambitioniert zu betrachtenden Wunsch, lebend aus diesem Raum heraus zu kommen.
    ,,Vox, Sorax, haben Sie Sicht?“
    Grimmiges Kopfschütteln von seinen beiden Leidensgenossen. Die Turianer hatten sich mit gezogenen Waffen hinter dem Container abgehockt, bereit Gegenfeuer zu eröffnen, doch selbst ihre Helme würden unter dem Stakkato der Geschütztürme wie Eierschalten zerbersten.

    Eine heftige Explosion erschütterte den Raum, direkt gefolgt von einer Musteränderung im monotonen Gewehrfeuer. Ein Geschütz war ausgeschaltet worden, wie auch immer, von wem auch immer. Der Mann in Schwarz schätzte den Abstand zur Wand und den Winkel ein, in dem das Deckengeschütz über ihm in etwa stand. Wenn er sich flach auf den Boden legte, würde er vielleicht zum Ausgang kriechen können, ohne von dem Geschütz erfasst zu werden. Wenn er sich jedoch verrechnete würde er hingegen mit dem Gesicht nach unten und dem Rücken zum Gegner auf den Boden genagelt werden. Kein gutes Nutzen-Risiko-Verhältnis. Sein Blick wanderte suchend über Boden, Decke und Wand des Raums auf der Suche nach einem anderen Fluchtweg, doch wusste er im Prinzip schon, dass es keinen geben würde. Ihr einziger Weg war der des Kopfes, der durch die Wand ging.
    ,,Wand…“, sprach Vincent seinen letzten Gedanken halblaut aus. Er betrachtete erneut die dunklen Metallplatten, aus denen irgendeine vorsintflutliche Zivilisation die Citadel zusammengefügt hatte und die Decke, Boden und Wände dieser Todesfalle bildeten. Dann schloss er die Augen und versuchte sich den Raum so gut es ging vorzustellen, seine Höhe, seine Ausdehnung und die Positionen der Geschütze.
    Der Mann in Schwarz lehnte sich mit dem Rücken gegen den Container, um möglichst stabil zu sein und zog eine seiner Pistolen. Vor seinem geistigen Auge verdichteten sich seine Überlegungen zu einer Linie, die er so klar sehen konnte als wäre sie in die Luft gezeichnet worden. Er legte beide Hände an die Waffe und atmete aus.
    Laut bellend schleuderte die M-77 drei Projektile hinaus, die einander in Sekundenbruchteilen folgten. Die hohen Töne, mit denen die Kugeln in der Raumecke an beiden Wänden abprallten, erinnerten Vincent an ein Glockenspiel. Die Querschläger folgten der erdachten Linie und fanden ihr Ziel. Eine weitere Stimme im Orchester des Todes verstummte.
    ,,Kommen wir jetzt weiter?“, rief er Vox und Sorax zu. Ohne das Geschütz über ihnen sollten sie nun mehr Bewegungsfreiraum haben.
    Quote Originally Posted by BlackShial View Post
    Khardim ist unser Äquivalent für Brüste oder eben Hintern.
    Schön anzusehen und man denkt gern daran
    Khardim is offline

  6. #266 Reply With Quote
    Burgherrin Glorichen's Avatar
    Join Date
    Apr 2007
    Location
    Time And Relative Dimensions In Space
    Posts
    1,663
    Ulpox Galba

    Konzentriert lauschte das Team den Ausführungen des Turianers. Mit viel Glück würden die Piraten, oder was immer sie waren, also nicht so bald wieder auftauchen - mit etwas Pech allerdings schon. Oder eines dieser raubkatzenartigen Biester. Delia saugte die Informationen geradezu in sich auf - denn je mehr Wissen sie über die Situation und den Planeten hatte, desto sicherer fühlte sie sich. Das war schon immer so gewesen.
    "Im Idealfall landen wir also, schnappen und den Wissenschaftler und sind schneller wieder auf der Nylea, als der Feind uns bemerken kann", resümierte sie dann und betrachtete das Hologram des Planeten. "Oder wird von uns erwartet, dass wir auch Aufklärung betreiben?"
    "Never be cruel, never be cowardly.
    And never ever eat pears!
    Remember, hate is always foolish,
    and love is always wise.
    Laugh hard. Run fast. Be kind."
    - 12th Doctor -


    Glorichen is offline

  7. #267 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,663
    Delia Hall

    Es war wieder Delia die weitere Anmerkungen machte. „Nicht die Nylea, Hall.“, korrigierte sie der Turianer, „Die Nylea hat ihre eigene Mission – wir haben ein Rendezvous mit einem salarianischen Schiff, das uns in ein bis zwei Tagen abholen soll. Genauer Treffpunkt wird noch bekannt gegeben, liegt aber irgendwo außerhalb des Planeten.“, er blieb für einen Moment still, bevor er hinzufügte, „Aber ja, im Idealfall soll es wohl so ablaufen. Aber es passiert selten, dass alles nach Plan läuft. Wenn wir vor Ort sind werden wir uns an die Anweisungen des örtlichen Sicherheitschefs halten – er ist normalerweise die Person, die am besten Bescheid weiß.“, er grübelte kurz nach, bevor er hinzufügte, „Ich schicke euch alle Daten die noch zur Verfügung stehen an die Tools, auch die Dossiers zum örtlichen Personal. Falls noch Fragen aufkommen, stellt sie unterwegs – wir sehen uns in einer Stunde im Hangar, abflugbereit. Ihr könnt wegtreten.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline

  8. #268 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,663
    Das Dreckige Halbe Dutzend , Die Sportlerin und ihre Mörderzwillinge & Man in Black: Wanted

    Der Flug war kürzer gewesen, als die Turianerin erwartet hatte. Ihr Zielort wiederum weckte das seltsame Gefühl des Déjà-vus: ein Keeper-Tunnel. Es gab nur einen Weg hinein und die ganze Truppe nahm ihn – ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, ob es sich hierbei nicht um einen Hinterhalt halten könnte. Oder vielleicht dachten doch alle genau an das, wohl wissend aber, dass es sowieso kein Entrinnen gab – sie betraten die Höhle der Löwin und Saenia hoffte innig, dass es das allerletzte Mal war.
    Syren und seine Mitstreiterin hielten sich zu rechten, auch die Wände dort im Auge behaltend, während Van Zan hinter ihnen herrschritt, wie ein Mann, bei dem jedes verdächtige Geräusch Gefahr bedeuten konnte. Die C-Sec Agents hielten die linke Flanke, begleitet von der Asari-Sportlerin, die sich zwischen den Männern aufhielt. Angeführt wurden sie von T’Saari, nur begleitet von der blonden Menschenfrau, die sich in der Mitte des Ganges hielten. Die Spectre hatte vorm Verlassen der Wagen Entschlossenheit ausgestrahlt, aber es könnte sich hierbei auch nur um Gereiztheit handeln.

    Das Signal führte die ganze Gruppe in einen dunklen Raum und T’Saari gebot mit erhobener Faust allen stehenzubleiben. Saenia hob bereits ihre Crossfire um mit deren Taschenlampe bisschen mehr Details zu zeigen, als der Raum plötzlich grell erleuchtet wurde. Jeder musste seine Augen schützen und es dauerte wenige Herzschläge bis jeder so viel erkennen konnte, dass sie sich orientieren konnten – und ein Bild des Grauens sich ihnen präsentierte: Gavros stand mitten im Raum, triumphierend, und zu ihren Füßen befand sich Rarkin, bei dem mehr Blut als Haut zu erkennen war. „So oder so verlieren Sie!“, schrie die Killerin und schlitzte dem Turianer bereits nach wenigen Worten die Kehle auf.
    Ein Schrei war zu hören, jeder feuerte auf der Stelle, aber doch verfehlte jeder. Die hellhäutige Turianerin sprintete nach rechts, direkt durch eine Tür und war bereits verschwunden – aber nicht ohne vorher der Gruppe ein Geschenk zu hinterlassen: automatisierte Geschütze fuhren aus allen freien Oberflächen des Raumes heraus und ihre Laserpointer fingen an ihre Ziele zu suchen. Ohne einen Moment des Zögerns sprang jeder hinter die nächste Deckung, die sich finden ließ: T’Saari und Ilias hinter ein paar Kisten weiter vorn, Thadera und ihre C-Sec-Eskorte rettete sich hinter ein paar Hindernisse weiter links und die beiden Turianer wie auch ihr menschlicher Anhang bei einem größeren, grauen Container zu ihrer rechten. ,,Scheiße!“, konnte man den Mann in Schwarz fluchen hören, denn der Raum hatte sich in eine Todesfalle verwandelt.

    Die Gruppe versuchte immer wieder zu erkennen um wie viele Geschütze es sich handelte, aber das Feuer sorgte kontinuierlich dafür, dass ihre Schilde perforiert werden konnten, bevor sie nur anfangen konnten zu zählen. Fest stand: es gab welche vor ihnen auf dem Boden, welche an der Decke und auch welche an den Wänden. Gesunder Turianerverstand erlaubte es zu schätzen, dass an den Wänden nicht mehr als jeweils einer sein konnte, an Boden und Decke maximal zwei oder drei – der Raum war von vornherein nicht sehr groß gewesen.
    Plötzlich ertönte eine Explosion von ihrer Linken und instinktiv wollten die Turianer nachschauen, aber das Anvisieren der Geschütze belehrte sie schnell eines Besseren und sie zogen ihre Köpfe zurück. Hinterher konnten sie irgendein Feuer von ihrer Rechten hören, wussten aber nichts damit anzufangen, weswegen sie es zunächst ignorierten – bis sie bemerkten, dass das Zählen plötzlich einfacher wurde: zwei der Bodengeschütze waren ausgefallen, wie auch immer, und nur noch ein drittes stand bereit. An der Decke war nur ein Geschütz zu sehen, während die beiden Turrets an den Wänden sich noch voller Funktionsfähigkeit erfreuten.
    Okay, es sind nur noch vier Geschütze übrig und…“, wollte Syren gerade erläutern, als zu ihrer Rechten das Feuern einer Pistole zu hören war und die beiden Turianer sich auf der Stelle umdrehten: der Mensch hatte gegen die Wand geschossen. War es aber zunächst verwirrend, wurde es schnell verblüffender: die Kugeln prallten von der Wand ab, rikoschettierten aufwärts und trafen das Deckengeschützt, bevor sie es außer Funktion setzten. ,,Kommen wir jetzt weiter?“, fragte Van Zan wegen des Lärms schreiend, als hätte er gerade nicht ein Manöver vollbracht, das jeden Geometrie-Lehrer vor Stolz platzen lassen würde.

    Okay, es sind nur noch drei Geschütze übrig…“, korrigierte sich der Politiker, unter seinem Helm schmunzelnd, „…und wir kommen hier erst weiter wenn wir alle von ihnen ausgeschaltet haben. Aber nun gibt es mehr tote Winkel, danke dafür, Van Zan.
    Saenia hatte wieder einen Blick nach oben geworfen und festgestellt, dass nun mehr als genug Zeit übrig war um die Position genau zu erkennen. Sie drehte sich zum Mann in Schwarz um. „Kann ich mal durch.“, sagte sie, drückte ihn aber bereits weg und nahm nun seine Position direkt neben der Wand ein. Sie atmete einmal ein, dann wieder aus, dann sprang sie auf und schoss eine ganze Salve auf das Geschütz an der linken Außenwand – sie lag selbst in so einem toten Winkel, dass die anderen beiden Geschütze viel zu lange brauchten um auf sie zu zielen. Die erste Salve machte seine Sache bereits ziemlich gut das Geschütz unfähig zu machen, weswegen die zweite vor allem der Sicherheit diente – diese Waffe würde so schnell nicht mehr feuern. „Bleiben noch zwei.“, erklärte die Turianerin zufrieden und versteckte sich wieder hinter ihre Deckung.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline

  9. #269 Reply With Quote
    Held Shepard Commander's Avatar
    Join Date
    Mar 2012
    Location
    Schleswig-Holstein
    Posts
    5,153
    Gavros & Co.

    Thadera

    Van Zan

    Vox & Sorax


    Geschütztürme. Ein Wort wie ein Fluch, ein Fluch, dessen melodisch-dumpfes Grollen das Ausspeien von Myriaden von Projektilen war. „Wie viele verfluchte Asse hat das Miststück denn noch im Ärmel?“, fragte Hanna, ohne gehört zu werden. Es glich einem Wunder, dass die Keeper eine Montage der Geschütze in den Tunneln zugelassen hatten. Diese düstere Ironie war Gavros‘ Rettung. Ein weiteres ihrer Asse war hässlich. Hätte Seeva nicht selbst das Hirn des massigen Kroganers verteilt, so hätte sie schwören können, dass er wiederauferstanden war. Hatte die Turianerin sich etwa mit dem Klonen beschäftigt? Das Spectre-Archiv enthielten einen Bericht über eine Kroganer-Klon- und Forschungsanlagen auf dem Planeten Virmire. Hatte sich Gavros auf solche Pfade begeben? Der Spectre versuchte sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Rhythmisch donnerten die Geschosse gegen die Deckungen, hinter die das Team geflüchtet war. "Fuck!" Hanna riss die Waffe herum, als eine turianische Gestalt direkt bei ihnen landete. Eigentlich hätte klar sein müssen, dass es sich nicht um Gavros handelte - die Aktion war an Dilettantismus kaum zu überbieten. "Vhan? Scheiße, was wollen Sie denn hier?", fragte die Blonde rufend. Dieser Kerl war wirklich ein Unglücksbringer. Seeva bedachte den Turianer mit einem bösen Blick, der ihn in einer ordentlichen Welt wieder ans Krankebett gebunden hätte. Sie sparte sich jeglichen Kommentar. Für sie zählte nicht der Turianer in ihrem Rücken, sondern der, der vor ihren Augen in einem der beiden Gänge verschwand.

    Ein heftiger Knall unterbrach das Dauerfeuer – ein Geschütz verstummte. Hanna lugte rasch hinter der Kiste hervor, überschaute die Lage und zog sich wieder zurück. Ihr Kampfvisor scannte noch vier Geschütze. Er zeiget auch: Die Vitaldaten ihrer Verbündeten waren positiv. Jemand musste das Abwehrsystem lahmgelegt haben. „Cas’Tivera!“, rief Seeva der Blondine erklärend zu. Diese nickte anerkennend. Die Sportlerin erwies sich zunehmend als effektives Teammitglied. Mit einem Mal explodierte ein zweites Geschütz – der Grund war von Hannas Position nicht auszumachen. „Wo ist der Kroganer?“, fragte Seeva an Hanna gewandt. Diese schüttelte den Kopf; er war – ebenso wie Gavros – nicht auf dem Radar. Dann sah Hanna etwas, was sie zugleich verwirrte, belustigte und beeindruckte. Saenia Serox sprang in die Höhe und feuerte mehrfach auf die Geschütze. Turianer hatten eine immense Sprungkraft, die Taktik war klug. Eine weitere automatische Abwehr war vernichtet, die Verteidigung von Gavros verringerte sich Stück für Stück. Seeva öffnete den Funk. „An alle: gute Arbeit. Halten Sie die Augen nach dem Kroganer offen, wenn Sie drin sind.“ Die Asari schob ihre Schrotflinte in die Halterung, ballte die Fäuste. Sie spürte die Biotik von ihrem Schädel aus durch ihren Körper peitschen. Ihre Energie wallte blau leuchtend auf. „Gavros darf nicht entkommen.

    Seeva trat hinter dem Container hervor, die Hände hoch gehoben. Die Kraft ihrer Biotik ließ den Raum zu ihren Füßen erzittern, als sie den biotischen Schild zog, der wie eine blau-weiße Mauer zwischen den Geschützen und ihrem Team erhob. Projektile donnerten wie Dampfwalzen auf den Schild und jeder Schuss war wie ein Stein, der auf Seevas Nacken gelegt wurde. Einzeln bedeutungslos, in der Menge aber überschwemmend. „Laufen Sie! Alle!

    Hanna war die erste, die aus der Deckung brach und zu dem Ausgang sprintete, durch den der Kryptogrammkiller verschwunden war. Die anderen folgten ihr dicht auf den Versen – selbst Yuhki. Der Japaner hatte eine eigentümliche Entschlossenheit, die seiner Angst um die Familie gewichen war. Jetzt war es Rachedurst, der ihn antrieb – oder Verzweiflung. Hanna hielt ihr Gewehr im Anschlag, sicherte den schlauchartigen Gang ab, der sich vor ihr öffnete und gab dann Saenia Serox das Zeichen, weiter vorzurücken während sie sie deckte. „Vorrücken! Und achtet auf den Kroganer; der ist hier irgendwo…“ Hier stank es.

    Die Gruppe flüchtete sich in den Schutz des Tunnels. "Auf die Geschütze schießen!", rief Hanna. In diesem Moment brach Seevas Schild zusammen. Der Spectre war sofort weg. Die versammelte Truppe nahm die Türme unter Beschuss, musste sich aber sofort zurückziehen, um aus dem Feuerwinkel der Geschütze zu entkommen. "Ich glaube, ich habe eins", sagte Thommen. Im hinteren Teil des Raumes bewegte sich eine der Kisten. Der biotische Wirbel verriet, dass T'Saari die Kiste mit ihrer Biotik bewegte und als mobilen Schutz nutzte. "Ausschalten, sofort!"
    Shepard Commander is offline Last edited by Shepard Commander; 15.11.2019 at 18:54.

  10. #270 Reply With Quote
    #17  Forenperser's Avatar
    Join Date
    Sep 2008
    Location
    Irgendwo da draußen.....
    Posts
    29,352
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by numberten View Post
    Thadera saß schweigend auf dem Beifahrersitz, während van Zan auf dem Hintergrund irgendwelche Bemerkungen brachte die sie nicht einordnen konnte. Vermutlich so ein Menschenkram, dieses Volk nutzte sehr gerne Vergleiche aus ihrer Heimat und setzte voraus das andere Spezies sie kannten. Das mit dem Enterkommando verstand sie wiederum, auch wenn man dafür zuerst nahe genug herankommen musste.
    Die Sportlerin bezweifelte es, bisher lief ja wenig nach Plan bei Operation "Schlag ins Wasser". Entweder waren es Unfähigkeiten, oder aktive Sabotage, letztendlich schien Braelyn immer davon zu kommen. Sie war sich nicht sicher wie viel sie zum ersten Punkt beitrug, aber mangelnde Motivation konnte man ihr nicht vorwerfen.
    Jede gelungene Flucht war ein weiterer Stich in ihrem Herzen, eine Verhöhnung der Opfer dieser Schlampe. Vermutlich hätte sie Gilles einfach eine halbe Millionen für ihren Kopf anbieten sollen, das wäre mal eine andere Art von Sabotage gewesen. Leider hätten sie dann vermutlich wirklich das Problem mit den Bomben, so ungern sie dem Plan der beiden Polizisten auch zustimmte. Dennoch sah sie vor ihrem geistigen Auge schon Braelyn mit irren Lachen sich und die Station in die Luft jagen. Die Gelegenheit den Triggerfinger stillzulegen hatte ihnen Rarkin und Yukhi gestohlen.
    Wo immer sie jetzt auch hinflogen, es war die letzte Chance. Die Asari ballte die Fäuste, sie würde diese Chance nutzen. Um jeden Preis.

    Das Signal führte sie in die Adern der Station, weg vom freien Himmel, falls man auf der Citadel überhaupt davon sprechen konnte. Thadera war noch nie in den Tunneln gewesen, wusste aber das sie ein Labyrinth von Gängen waren. Vermutlich hatte man noch immer nicht alle entdeckt und katalogisiert und nur die Keeper wussten wie umfangreich sich die Eingeweide der Station gestalteten. Und diese waren nicht umbedingt gesprächig.
    Sie waren jetzt wieder in voller Kampfstärke, ein kleiner Schar von Kampfgefährten. Zusammengewürfelt aus allen möglichen Winkeln der Galaxis, nur durch ein Ziel verbunden. Braelyn Gavros zu stoppen.

    Sie kamen in einen dunklen Raum, dort wo das Signal herkam. Niemand war da, es roch nach Falle. Mal wieder. Doch bevor jemand Anweisungen erteilen konnte wurde der Raum erhellt. Thadera kniff die Augen zusammen, versuchte sich blinzelnd an das Licht zu gewöhnen. Eine Stimme begann zu sprechen, eine altbekannte Stimme die jeder Anwesende zum verstummen bringen wollte. Thadera hörte, dann sah sie wieder ein wenig. Rarkin, schlimm zugerichtet. Thadera bezweifelte das dies seinem Plan entsprach, doch die Gelegenheit ihn zu fragen würde nicht mehr kommen. Das Messer spielte seinen letzten Satz, ein kurzer Moment der Stille.
    Der letzte Akt begann, wie es sich gehört. Mit donnerndem Getöse.

    Thadera hechtete sofort nach links als sich die Geschütze erhoben und warf sich dann flach auf den Boden. "Scheiße, verdammte Scheiße.", fluchte sie unter dem Dauerfeuer der Turrets. Die Angewohnheit dauernd in Fallen zu laufen wurde ihr langsam lästig. Klar, das ihr sowas passierte, aber diesen ganzen Elitesoldaten und Supersöldnern? Ernüchtert stellte sie fest das es nicht einfach war unter Sperrfeuer einen klaren Gedanken zu fassen, vor allem da sie strukturelle Integrität der sie deckenden Kiste anzweifelte. Was sie nicht bezweifelte war das jede Gliedmaße die aus der Deckung ragten sofort von der automatischen Zielerfassung ins Visier genommen würde. Sie schaute sich um, neben ihr war noch jemand. Einer dieser Polizisten, wie hieß der noch gleich? Konnte sich nicht daran erinnern einander vorgestellt worden zu sein.
    "Officer, schön sie auch hierzuhaben.", bemerkte sie entnervt und lächelte sardonisch. "Jeffrey.", erwiderte dieser knapp und schien nachzudenken. Ob über die derzeitige Situation oder die Lebensentscheidungen die zu dieser geführt hatten, konnte Thadera nicht erkennen.
    Die Sportlerin nickte knapp, schaute dann kurz über die Deckung. Dies wurde sofort mit einer Belastung ihrer Barriere quittiert, doch die Asari erkannte die Quelle. Und konnte einschätzen wie weit das Turret entfernt war. Ihr Blick ging wieder zu dem C-Sec Agent, blieb an seinem Gürtel hängen.
    "Ist das da eine Granate?" Jeffrey nickte. "Eine die Bumm macht, oder nur helles Licht?" "Sie meinen ob es eine Sprenggranate ist?"
    "Ja genau, bin nicht vom Fach und unter Stress." Der Agent schüttelte den Kopf und griff nach hinten. "Nein, aber diese hier. Wieso?"
    "Wie aktiviert man das Ding? Ich bräuchte es mal!", forderte sie ihn auf, wobei die Thematik von Frage und Forderung dem Mann nicht zu gefallen schienen. "Na los, ohne ihnen zu nahe treten, ich denke ich werfe besser als sie."

    Thadera schloss kurz die Augen, rief sich das Bild vor ihrem geistigen Auge. Die Stellung des Geschützes, die Entfernung. Atmete tief durch, wie sie es immer vor einem Zwei Punkte Wurf getan hatte. Ließ biotische Energie durch ihre Hand strömen, langsam und gleichmäßig, wie ein sanfter Bach aus schwarzer Materie. Sie atmete aus, spielte das Bewegungsmuster ab das ihr durch jahrelanges Training in Fleisch und Blut übergegangen war. In einem blauen Bogenwurf segelte die Granate über die Deckung, bis sie nach dem Scheitelpunkt plötzlich beschleunigte. Eine laute Explosion verkündete ihre Detonation und leiser werdendes Geschützfeuer die erfolgreiche Wirkung.
    "Bleiben nur noch..keine Ahnung.", sprach Thadera aufmunternd.

    **

    Takeda Zwillinge

    Interessiert schaute Yuika die Übertragung ihrer Kamera an. Zuerst war lange Zeit nichts passiert, dann ging es jedoch plötzlich zu wie in einem Taubenschlag. Mit jeder Minute wurde ihr bewusster auf was sie durch Zufall gestoßen war. Denn sie erkannte die Asari welche den Menschen malträtierte aus den Nachrichten wieder. Ebenso den Menschen und ein paar der anderen Anwesenden. Sie lächelte ungläubig, hätte sie gewusst das sie auf Braelyn Gavros Versteck gestoßen war, sie hätte sehr viel Geld verdienen können. Das war der Preis des aufrechten Bürgertums. Dann ging es schnell, Fahrzeuge tauchten auf, der Spectre verschwand, zuletzt auch C-Sec mit dem angeheuerten Abschaum. Da keine Gavros dabei war, oder wenigstens deren Leiche, war die Geschichte wohl nicht vorbei. Und alle Aufmerksamkeit weiterhin auf die Terroristin gerichtet. „Gute Jagd.“, murmelte Yuika und meinte es sogar ernst. Sie schloss die Übertragung und startete das Skycar.

    Ungeduldig trommelten die Finger von Airi auf dem Helm, welcher auf ihren Schenkeln ruhte. Die Japanerin trug eine mitternachtsblaue Panzerung, welche deutliche Gebrauchsspuren aufwies. Schrammen und Kratzer zierten die ansonsten glatte Oberfläche, wie Narben auf der Haut. Im Bereich der Beinpanzerung unterbrachen schwarze Brandflecken das dunkle Blau, teils durchgehend dann wie kleine Sommersprossen wirkend. Der rechte Schulterpanzer wies die Abdrücke eines Kiefers aus, welcher augenscheinlich zu einem Reptil gehörte. Ein Kiefer, der nicht stark genug gewesen war, genau wie die anderen Angriffe, welche die Panzerung im Laufe ihres Gebrauchs wohl schon aushalten musste. Nichts was die Integrität der Panzerung gefährdet hatte, ansonsten hätte sie diese schon längst ausgetauscht.
    Nostalgie war fahrlässig, wenn es um den Schutz des eigenen Lebens gings. Nachdenklich drehte sie den Helm in ihren Händen, es war eine Todesmaske von TAAC, verstärkte Frontpanzerung, verbessertes Datenfeedback. Auch der Helm wies mehrere Kratzer und kleine Dellen auf. Im Gegensatz zu der mitternachtsblauen Schale, war die Frontplatte kräftig rot lackiert. Sie zeigte das Gesicht eines Oni, eines japanischen Dämons. Airi schmunzelte, ein Stück Heimat, direkt auf der Panzerung. Und zusammen mit dem Audiopackage der Todesmaske erfüllte es seinen Zweck in Sachen psychologischer Kriegsführung. Zu mindestens, wenn man es mit Abschaum wie in den Pits zu tun hatte.

    Während Yuika neben ihr konzentriert das Skycar durch die Straßen steuerte, lächelte die Japanerin zufrieden. Es hatte sich viel verändert seitdem sie die Erde verlassen hatten. Während sich ihre Schwester immer manchmal etwas schwer tat, Airi hatte sich sehr schnell damit arrangiert. So sehr sie ihre Zwillingsschwester auch liebte, sie steckte immer noch ein wenig in der Vergangenheit fest.
    Traditionen, Ehre und Loyalität, das alles funktionierte nicht mehr wie in Japan. Und selbst funktionierte es nicht mehr wie in früheren Zeiten. Alte Männer die einer vergangenen Epoche lebten, mit überholten Kodizes und veralteten Ritualen. Nicht mehr in der Vergangenheit lebend, doch in der Gegenwart noch nicht angekommen. Träumten von Kirschblüten, Samurais und Geishas. Airi hatte dafür nur wenig übrig, sie trug ihre Irezumi mit Stolz, ebenso wie ihre Schwester. Doch sie lebte in der Gegenwart.
    Ein Katana war schon lange nicht mehr zeitgemäß. Eine elegante Waffe aus zivilisierteren Tagen, doch dennoch ein Relikt. Eine neue Zeit, die Wörtern neue Bedeutung verlieh. Heutzutage verschoss eine Katana hunderte Schrotgeschoße gegen den Gegner, unweit effektiver als ein altes Schwert was keine moderne Panzerung durchdringen konnte.

    Airi löste ebendiese Waffe von ihrem Gürtel und mit einem leichten Zischen entfaltete sich die Schrotflinte in ihren Händen. Sorgsam kontrollierte sie die Waffe, während Yuika das Skycar in einer Gasse parkte.
    „Wir sind da.“, verkündete die Brünette und nickte ihrer Schwester zu. Diese setzte ihren Helm auf, die Augenpartien des Helmes leuchteten gelb auf. Die Japanerin packte entschlossen ihre Waffe und öffnete die Wagentür. „Dann wollen wir mal!“, dröhnte es aus dem stimmverzerrten Audioausgang der Todesmaske.

    Yuika öffnete den Kofferraum und tippte etwas auf ihrem Omnitool. Kurz darauf erhoben sich vier Drohnen surrend aus dem Laderaum. Kurz schwebten diese vor der Japanerin, dann flogen sie los, ihre Positionen einnehmend. Yuika nickte ihrer Schwester zu, dann machte sie sich auf, zu ihrem eigenen Beobachtungsposten. Airi hingegen schritt entschlossen dem Gebäude entgegen. Niemand war zu sehen, doch es würde nicht lange dauern bis irgendwelche Scavenger, Gangmitglieder oder anderes Gesindel auftauchen würde. Oder C-Sec. Momentan war deren Tunnelblick noch auf die Terroristin gerichtet, doch das würde nicht ewig andauern. Dann würde man ein Team zusammenstellen und dieses Gebäude im Krisengebiet sichern. Bis dahin würde sie aber nicht mehr da sein.

    Die Japanerin ging auf die Tür zu, in welcher ein oranges Hologramm leuchtete. Eine kinetische Barriere, wie sie genauer wusste. Etwas effektiver als die holografischen Bänder die man sonst verwendete, da sie immerhin eine Art physischen Widerstand darstellten. In heller leuchtender Schrift teilte die Barriere mit das es sich hier um einen Tatort handelte. Autorität war der eigentliche Schutzfaktor solcher Absperrungen. Allerdings galt diese auf diesem Teil der Citadel nicht viel.
    „Drollig.“, kommentierte Airi den Schriftzug und tippte dann kurz auf ihrem Tool. Mit einem kurzen Blitzen überlastete die schwache Barriere und brach zusammen. Die Söldnerin stieg durch die nun offene Tür und über ein paar Leichen hinweg. Verschiedene Waffen lagen über den Boden verstreut. Das konnten Karesh und seine Leute einsammeln, doch sie hoffte auf einen größeren Fang. Zügig schritt sie durch die verlassenen Gänge, nach Türen Ausschau haltend die nicht eingetreten worden waren. Yuika überwachte mit ihren Drohnen das Äußere des Gebäudes und würde sie vor unerwünschten Ankömmlingen warnen. Sie musste nur auf eventuelle Plünderer achten. Sie erreichte eine Art Kommandozentrale, viele Waffen lagen dort auf dem Boden verstreut. Doch keine Spuren von Blut. Sie schüttelte leicht verächtlich den Kopf und ging weiter.

    „Karesh und seine Leute sind angekommen.“, teilte ihr ihre Schwester über Funk mit. „In Ordnung, sie sollen unten anfangen und die Waffen einsammeln, aber nicht zu viel Zeit damit vertrödeln. Im ersten Stock liegen schwerere Geschütze, sehr zentral gelegen. Ich melde mich, wenn ich etwas Besonderes finde. Bisher alles ruhig.“, antwortete die Japanerin und schritt weiter durch den Flur. Karesh war ein batarianischer „Transportunternehmer“ mit einem gewissen Ruf. Er hielt die Klappe und er kannte sich hervorragend mit allen möglichen Transportwegen auf der Citadel aus. Beides ließ er sich extra vergüten, wodurch er nicht unbedingt billig war. Aber das war nicht Airis Problem.

    Im dritten Stock stolperte sie fast über ein schweres MG, dann entdeckte sie die Überreste des Besitzers. Natürlich, nur ein Kroganer würde so eine Waffe ohne Lafette benutzen. Und dann auch noch nur mit einem Arm. Sie dachte kurz nach, dann zauberte ihr die Erkenntnis ein Lächeln unter ihrem Helm. Ein Zwillingsduo weniger im Söldnergewerbe. Beim Durchschreiten des Ganges, fiel ihr eine kleine Abzweigung auf. Sie endete in einer Sackgasse, in einer massiven Stahltür, um genau zu sein. Leicht verwittert wie die gesamte Bausubstanz des Gebäudes.
    Kein elektronisches Panel, oder Schlüsselkartensystem. Sie griff an den Türhebel. Verschlossen, durch ein normales, massives mechanisches Schloss. Fast schon erfrischend primitiv.
    Die Japanerin aktivierte ihr Omnitool und nahm ein wenig Abstand ein. Ein glühender Plasmastrahl schoss hervor und schmolz sich langsam durch das Metall. Airi führte den Strahl halbkreisförmig durch die Tür. Mit einem heftigen Schlag des Schrotflintenkolbens fiel das Stück heraus. Sie öffnete die Tür. Langsam wurde der dunkle Raum durch ihr Omnitool erleuchtet, bis sie den Lichtschalter fand. Grelles Neonlicht erhellte das Dunkel und gab die Geheimnisse des Raumes preis. Mehrere graue Kisten standen dort, ein paar Waffen waren an die Wand gelehnt. Interessiert trat Airi an einer der Kisten heran und öffnete diese.
    „Jackpot!“, entfuhr es ihr freudig. „Sag Karesh, er soll mit dem Großteil seiner Leute zu meiner Position kommen. Ich denke ich habe den Hauptgewinn gefunden.“, funkte sie ihre Schwester an. Einpacken und verschwinden!


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Khardim View Post
    Ohrenbetäubend laut prasselten die Geschosse der Geschütztürme gegen den grauen Container, hinter den sich Vincent gerade noch hatte werfen können. Der ganze Raum war eine laut brüllende Hölle aus Dauerfeuer und dem Geschrei der Einsatzgruppe, die nun hinter Kisten, Fässern und ähnlichem behelfsmäßige Deckung gefunden hatte.
    ,,Wer baut denn bitte so einen Raum?!“, schrie der Mann in Schwarz. Ob er mit sich selbst oder den beiden Turianern neben sich sprach, wusste niemand. Die Gruppe war mal wieder in eine von Gavros Fallen getappt, von denen eine bizarrer als die andere zu sein schien. Inzwischen hätte es ihn nicht mehr gewundert, wenn der Raum als nächstes abgeriegelt und geflutet werden würde. Eventuell gar mit Säure. Ihre Deckung stand relativ weit am Rand des Raums, zu einer der Ecken hin. Sollten von dort aus plötzlich Säure oder ähnliche Spielerein eindringen, wäre es wenigstens schnell vorüber.

    Vincent versuchte, um die Ecke des Containers zu spähen, wurde von funkenstiebendem Gegenfeuer aus einem der Türme jedoch zurück in die Deckung getrieben. ,,Scheiße!“
    Die Türme am Boden konnten sie mit geschickten Manövern durch die verschiedenen Deckungen ausspielen und einkreisen, doch die Geschütze an Decke und Wänden hatten ein freies Schussfeld auf alles, was sich bewegte. Einer davon musste irgendwo schräg über ihnen jenseits des Containers an der Decke montiert sein, wenn er seiner Erinnerung aus dem Moment des Abtauchens und seinem ohnehin schon malträtiertem Gehör Glauben schenken durfte. Wäre es ihm bloß um reinen Erkenntnisgewinn gegangen, so hätte er nur seinen Kopf aus der Deckung nehmen müssen, um Gewissheit zu haben, doch hegte der Mann in Schwarz zusätzlich den in Moment als durchaus ambitioniert zu betrachtenden Wunsch, lebend aus diesem Raum heraus zu kommen.
    ,,Vox, Sorax, haben Sie Sicht?“
    Grimmiges Kopfschütteln von seinen beiden Leidensgenossen. Die Turianer hatten sich mit gezogenen Waffen hinter dem Container abgehockt, bereit Gegenfeuer zu eröffnen, doch selbst ihre Helme würden unter dem Stakkato der Geschütztürme wie Eierschalten zerbersten.

    Eine heftige Explosion erschütterte den Raum, direkt gefolgt von einer Musteränderung im monotonen Gewehrfeuer. Ein Geschütz war ausgeschaltet worden, wie auch immer, von wem auch immer. Der Mann in Schwarz schätzte den Abstand zur Wand und den Winkel ein, in dem das Deckengeschütz über ihm in etwa stand. Wenn er sich flach auf den Boden legte, würde er vielleicht zum Ausgang kriechen können, ohne von dem Geschütz erfasst zu werden. Wenn er sich jedoch verrechnete würde er hingegen mit dem Gesicht nach unten und dem Rücken zum Gegner auf den Boden genagelt werden. Kein gutes Nutzen-Risiko-Verhältnis. Sein Blick wanderte suchend über Boden, Decke und Wand des Raums auf der Suche nach einem anderen Fluchtweg, doch wusste er im Prinzip schon, dass es keinen geben würde. Ihr einziger Weg war der des Kopfes, der durch die Wand ging.
    ,,Wand…“, sprach Vincent seinen letzten Gedanken halblaut aus. Er betrachtete erneut die dunklen Metallplatten, aus denen irgendeine vorsintflutliche Zivilisation die Citadel zusammengefügt hatte und die Decke, Boden und Wände dieser Todesfalle bildeten. Dann schloss er die Augen und versuchte sich den Raum so gut es ging vorzustellen, seine Höhe, seine Ausdehnung und die Positionen der Geschütze.
    Der Mann in Schwarz lehnte sich mit dem Rücken gegen den Container, um möglichst stabil zu sein und zog eine seiner Pistolen. Vor seinem geistigen Auge verdichteten sich seine Überlegungen zu einer Linie, die er so klar sehen konnte als wäre sie in die Luft gezeichnet worden. Er legte beide Hände an die Waffe und atmete aus.
    Laut bellend schleuderte die M-77 drei Projektile hinaus, die einander in Sekundenbruchteilen folgten. Die hohen Töne, mit denen die Kugeln in der Raumecke an beiden Wänden abprallten, erinnerten Vincent an ein Glockenspiel. Die Querschläger folgten der erdachten Linie und fanden ihr Ziel. Eine weitere Stimme im Orchester des Todes verstummte.
    ,,Kommen wir jetzt weiter?“, rief er Vox und Sorax zu. Ohne das Geschütz über ihnen sollten sie nun mehr Bewegungsfreiraum haben.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post

    Der Flug war kürzer gewesen, als die Turianerin erwartet hatte. Ihr Zielort wiederum weckte das seltsame Gefühl des Déjà-vus: ein Keeper-Tunnel. Es gab nur einen Weg hinein und die ganze Truppe nahm ihn – ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, ob es sich hierbei nicht um einen Hinterhalt halten könnte. Oder vielleicht dachten doch alle genau an das, wohl wissend aber, dass es sowieso kein Entrinnen gab – sie betraten die Höhle der Löwin und Saenia hoffte innig, dass es das allerletzte Mal war.
    Syren und seine Mitstreiterin hielten sich zu rechten, auch die Wände dort im Auge behaltend, während Van Zan hinter ihnen herrschritt, wie ein Mann, bei dem jedes verdächtige Geräusch Gefahr bedeuten konnte. Die C-Sec Agents hielten die linke Flanke, begleitet von der Asari-Sportlerin, die sich zwischen den Männern aufhielt. Angeführt wurden sie von T’Saari, nur begleitet von der blonden Menschenfrau, die sich in der Mitte des Ganges hielten. Die Spectre hatte vorm Verlassen der Wagen Entschlossenheit ausgestrahlt, aber es könnte sich hierbei auch nur um Gereiztheit handeln.

    Das Signal führte die ganze Gruppe in einen dunklen Raum und T’Saari gebot mit erhobener Faust allen stehenzubleiben. Saenia hob bereits ihre Crossfire um mit deren Taschenlampe bisschen mehr Details zu zeigen, als der Raum plötzlich grell erleuchtet wurde. Jeder musste seine Augen schützen und es dauerte wenige Herzschläge bis jeder so viel erkennen konnte, dass sie sich orientieren konnten – und ein Bild des Grauens sich ihnen präsentierte: Gavros stand mitten im Raum, triumphierend, und zu ihren Füßen befand sich Rarkin, bei dem mehr Blut als Haut zu erkennen war. „So oder so verlieren Sie!“, schrie die Killerin und schlitzte dem Turianer bereits nach wenigen Worten die Kehle auf.
    Ein Schrei war zu hören, jeder feuerte auf der Stelle, aber doch verfehlte jeder. Die hellhäutige Turianerin sprintete nach rechts, direkt durch eine Tür und war bereits verschwunden – aber nicht ohne vorher der Gruppe ein Geschenk zu hinterlassen: automatisierte Geschütze fuhren aus allen freien Oberflächen des Raumes heraus und ihre Laserpointer fingen an ihre Ziele zu suchen. Ohne einen Moment des Zögerns sprang jeder hinter die nächste Deckung, die sich finden ließ: T’Saari und Ilias hinter ein paar Kisten weiter vorn, Thadera und ihre C-Sec-Eskorte rettete sich hinter ein paar Hindernisse weiter links und die beiden Turianer wie auch ihr menschlicher Anhang bei einem größeren, grauen Container zu ihrer rechten. ,,Scheiße!“, konnte man den Mann in Schwarz fluchen hören, denn der Raum hatte sich in eine Todesfalle verwandelt.

    Die Gruppe versuchte immer wieder zu erkennen um wie viele Geschütze es sich handelte, aber das Feuer sorgte kontinuierlich dafür, dass ihre Schilde perforiert werden konnten, bevor sie nur anfangen konnten zu zählen. Fest stand: es gab welche vor ihnen auf dem Boden, welche an der Decke und auch welche an den Wänden. Gesunder Turianerverstand erlaubte es zu schätzen, dass an den Wänden nicht mehr als jeweils einer sein konnte, an Boden und Decke maximal zwei oder drei – der Raum war von vornherein nicht sehr groß gewesen.
    Plötzlich ertönte eine Explosion von ihrer Linken und instinktiv wollten die Turianer nachschauen, aber das Anvisieren der Geschütze belehrte sie schnell eines Besseren und sie zogen ihre Köpfe zurück. Hinterher konnten sie irgendein Feuer von ihrer Rechten hören, wussten aber nichts damit anzufangen, weswegen sie es zunächst ignorierten – bis sie bemerkten, dass das Zählen plötzlich einfacher wurde: zwei der Bodengeschütze waren ausgefallen, wie auch immer, und nur noch ein drittes stand bereit. An der Decke war nur ein Geschütz zu sehen, während die beiden Turrets an den Wänden sich noch voller Funktionsfähigkeit erfreuten.
    Okay, es sind nur noch vier Geschütze übrig und…“, wollte Syren gerade erläutern, als zu ihrer Rechten das Feuern einer Pistole zu hören war und die beiden Turianer sich auf der Stelle umdrehten: der Mensch hatte gegen die Wand geschossen. War es aber zunächst verwirrend, wurde es schnell verblüffender: die Kugeln prallten von der Wand ab, rikoschettierten aufwärts und trafen das Deckengeschützt, bevor sie es außer Funktion setzten. ,,Kommen wir jetzt weiter?“, fragte Van Zan wegen des Lärms schreiend, als hätte er gerade nicht ein Manöver vollbracht, das jeden Geometrie-Lehrer vor Stolz platzen lassen würde.

    Okay, es sind nur noch drei Geschütze übrig…“, korrigierte sich der Politiker, unter seinem Helm schmunzelnd, „…und wir kommen hier erst weiter wenn wir alle von ihnen ausgeschaltet haben. Aber nun gibt es mehr tote Winkel, danke dafür, Van Zan.
    Saenia hatte wieder einen Blick nach oben geworfen und festgestellt, dass nun mehr als genug Zeit übrig war um die Position genau zu erkennen. Sie drehte sich zum Mann in Schwarz um. „Kann ich mal durch.“, sagte sie, drückte ihn aber bereits weg und nahm nun seine Position direkt neben der Wand ein. Sie atmete einmal ein, dann wieder aus, dann sprang sie auf und schoss eine ganze Salve auf das Geschütz an der linken Außenwand – sie lag selbst in so einem toten Winkel, dass die anderen beiden Geschütze viel zu lange brauchten um auf sie zu zielen. Die erste Salve machte seine Sache bereits ziemlich gut das Geschütz unfähig zu machen, weswegen die zweite vor allem der Sicherheit diente – diese Waffe würde so schnell nicht mehr feuern. „Bleiben noch zwei.“, erklärte die Turianerin zufrieden und versteckte sich wieder hinter ihre Deckung.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Geschütztürme. Ein Wort wie ein Fluch, ein Fluch, dessen melodisch-dumpfes Grollen das Ausspeien von Myriaden von Projektilen war. „Wie viele verfluchte Asse hat das Miststück denn noch im Ärmel?“, fragte Hanna, ohne gehört zu werden. Es glich einem Wunder, dass die Keeper eine Montage der Geschütze in den Tunneln zugelassen hatten. Diese düstere Ironie war Gavros‘ Rettung. Ein weiteres ihrer Asse war hässlich. Hätte Seeva nicht selbst das Hirn des massigen Kroganers verteilt, so hätte sie schwören können, dass er wiederauferstanden war. Hatte die Turianerin sich etwa mit dem Klonen beschäftigt? Das Spectre-Archiv enthielten einen Bericht über eine Kroganer-Klon- und Forschungsanlagen auf dem Planeten Virmire. Hatte sich Gavros auf solche Pfade begeben? Der Spectre versuchte sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Rhythmisch donnerten die Geschosse gegen die Deckungen, hinter die das Team geflüchtet war. "Fuck!" Hanna riss die Waffe herum, als eine turianische Gestalt direkt bei ihnen landete. Eigentlich hätte klar sein müssen, dass es sich nicht um Gavros handelte - die Aktion war an Dilettantismus kaum zu überbieten. "Vhan? Scheiße, was wollen Sie denn hier?", fragte die Blonde rufend. Dieser Kerl war wirklich ein Unglücksbringer. Seeva bedachte den Turianer mit einem bösen Blick, der ihn in einer ordentlichen Welt wieder ans Krankebett gebunden hätte. Sie sparte sich jeglichen Kommentar. Für sie zählte nicht der Turianer in ihrem Rücken, sondern der, der vor ihren Augen in einem der beiden Gänge verschwand.

    Ein heftiger Knall unterbrach das Dauerfeuer – ein Geschütz verstummte. Hanna lugte rasch hinter der Kiste hervor, überschaute die Lage und zog sich wieder zurück. Ihr Kampfvisor scannte noch vier Geschütze. Er zeiget auch: Die Vitaldaten ihrer Verbündeten waren positiv. Jemand musste das Abwehrsystem lahmgelegt haben. „Cas’Tivera!“, rief Seeva der Blondine erklärend zu. Diese nickte anerkennend. Die Sportlerin erwies sich zunehmend als effektives Teammitglied. Mit einem Mal explodierte ein zweites Geschütz – der Grund war von Hannas Position nicht auszumachen. „Wo ist der Kroganer?“, fragte Seeva an Hanna gewandt. Diese schüttelte den Kopf; er war – ebenso wie Gavros – nicht auf dem Radar. Dann sah Hanna etwas, was sie zugleich verwirrte, belustigte und beeindruckte. Saenia Serox sprang in die Höhe und feuerte mehrfach auf die Geschütze. Turianer hatten eine immense Sprungkraft, die Taktik war klug. Eine weitere automatische Abwehr war vernichtet, die Verteidigung von Gavros verringerte sich Stück für Stück. Seeva öffnete den Funk. „An alle: gute Arbeit. Halten Sie die Augen nach dem Kroganer offen, wenn Sie drin sind.“ Die Asari schob ihre Schrotflinte in die Halterung, ballte die Fäuste. Sie spürte die Biotik von ihrem Schädel aus durch ihren Körper peitschen. Ihre Energie wallte blau leuchtend auf. „Gavros darf nicht entkommen.

    Seeva trat hinter dem Container hervor, die Hände hoch gehoben. Die Kraft ihrer Biotik ließ den Raum zu ihren Füßen erzittern, als sie den biotischen Schild zog, der wie eine blau-weiße Mauer zwischen den Geschützen und ihrem Team erhob. Projektile donnerten wie Dampfwalzen auf den Schild und jeder Schuss war wie ein Stein, der auf Seevas Nacken gelegt wurde. Einzeln bedeutungslos, in der Menge aber überschwemmend. „Laufen Sie! Alle!

    Hanna war die erste, die aus der Deckung brach und zu dem Ausgang sprintete, durch den der Kryptogrammkiller verschwunden war. Die anderen folgten ihr dicht auf den Versen – selbst Yuhki. Der Japaner hatte eine eigentümliche Entschlossenheit, die seiner Angst um die Familie gewichen war. Jetzt war es Rachedurst, der ihn antrieb – oder Verzweiflung. Hanna hielt ihr Gewehr im Anschlag, sicherte den schlauchartigen Gang ab, der sich vor ihr öffnete und gab dann Saenia Serox das Zeichen, weiter vorzurücken während sie sie deckte. „Vorrücken! Und achtet auf den Kroganer; der ist hier irgendwo…“ Hier stank es.

    Die Gruppe flüchtete sich in den Schutz des Tunnels. "Auf die Geschütze schießen!", rief Hanna. In diesem Moment brach Seevas Schild zusammen. Der Spectre war sofort weg. Die versammelte Truppe nahm die Türme unter Beschuss, musste sich aber sofort zurückziehen, um aus dem Feuerwinkel der Geschütze zu entkommen. "Ich glaube, ich habe eins", sagte Thommen. Im hinteren Teil des Raumes bewegte sich eine der Kisten. Der biotische Wirbel verriet, dass T'Saari die Kiste mit ihrer Biotik bewegte und als mobilen Schutz nutzte. "Ausschalten, sofort!"


    Captain Kaneko Yuhki

    Die Zusammenarbeit der ungleichen Kampfgefährten war enorm effektiv. Yuhki musste neidlos anerkennen, dass in den letzten Jahren nicht einmal Teil einer so fähigen Truppe gewesen war. Manchmal reichten steife Regulationen und Vorschriften eben aus nicht um weiterzukommen. Das wusste er nun, und das bekräftigte nur seinen Beschluss, nach dieser Sache seinen Posten abzutreten. Er wusste auch schon sehr genau an wen.

    Ilias und T'Saari gaben den Befehl und die Gruppe preschte vor in den Schutz des Tunnels. Es waren nur noch 2 Geschütze übrig. "Ich glaube ich habe eins!" "Sehr gut Thomen!"
    Er spähte aus der Deckung. "Auf 3 springe ich raus und ziehe die Zielautomatik auf mich! 1....2.....3!"
    Yuhki sprang, der Laserpointer visierte ihn an, doch im nächsten Bruchteil der Sekunde prasselte eine ganze Salve von Schüssen auf den letzten Geschützturm ein und er explodierte.
    Einige nutzten die Atempause um kurz Luft zu holen. Yuhki und der neu eingetroffene Beyo Vhan jedoch rannte zurück in den Raum und kamen nahezu zeitgleich beim am Boden liegenden Rarkin an. Die dunkle Blutlache wurde langsam immer größer.
    "Karvas!"
    "Es.....hrch....zu spät..... dürft sie nicht.....davonkommen....lasst mich zurück....."
    Der vernarbete Turianer röchelte und versuchte mit einer Hand schwach den Blutfluss an seinem Hals zu stoppen.
    "Können sie vergessen." erwiderte Yuhki ruppig, während er über sein Omni-Tool Medigel spendete. Krzeminski, der jetzt ebenfalls bei ihnen kniete, begann einen Druckverband aus dem tragbaren Erste-Hilfe-Gürtel um den verwundeten Hals des Turianers festzuziehen. "Er braucht einen Arzt!" "Ich weiß! Das wird die Blutung nur vorübergehend stoppen. Krzemisnki, bringen sie Rarkin hier raus und funken sie einen Notarzt an!" "Alleine, Sir?"
    Der Japaner winkte in Richtung der Gruppe. "Hudson, Sie helfen ihm! Seien vorsichtig, aber schnell! Wir verlieren heute niemanden mehr!"
    Die 2 begannen Rarkin vorsichtig vom Boden zu heben und setzten sich in Bewegung. T'Saari drängte zum Weitermarsch. Sie wollte Gavros um keinen Preis entkommen lassen und Yuhki stimmte ihr dabei völlig zu.
    "Stopp! Wir können ihr nicht einfach folgen!" O'Grady stellte sich der Gruppe in den Weg. "Sie haben gehört, was Gavros gesagt hat! Die Bomben ticken!" Der Sensor an seinem Omni-Tool blinkte. "Die Bomben müssen den anderen Tunnel entlang sein....ich weiß, es ist eine schwere Entscheidung, aber die Sicherheit der Station hat höhere Priorität!"
    Yuhki war beeindruckt von der Vernunft seines jungen Mitarbeiters. "Aber wir können sie auch nicht einfach entkommen lassen.....wenn sie jetzt flieht, dann retten wir zwar heute unschuldige Leben, aber sie wird weiter töten!" "Wir müssen uns aufteilen!" sagte jetzt Thomen.
    "Nein!" Alle Anwesenden sahen auf den roten Turianer. Keiner schien wirklich froh über sein plötzliches Wiederauftauchen zu sein. Mit Vhan hatte diese ganze Sache schließlich angefangen.
    "Sie haben eben gesehen, mit was für Mitteln Braelyn bereit ist sich zu schützen! Wer weiß was als letzte Front bei den Bomben auf sie wartet! Sie alle müssen sich darum kümmern, sonst sind wir, ebenso wie hunderte von Unschuldigen tot! Ich.......ich werde mich um sie kümmern."
    "Sie? Vhan, wie glauben Sie Gavros alleine stoppen zu können? Noch dazu mit nur einer Hand?" schimpfte Yuhki, gereizt über diese absurde Idee.
    "Ich werde sie nicht stoppen können.....aber vielleicht kann ich sie ein wenig hinhalten."
    Einige der Anwesenden wollten weiteren Widerspruch einlegen, doch Vhan nahm ihnen die Entscheidung aus der Hand und sprintete bereits los.
    "Gehen Sie!"


    Officer Niall O'Grady

    Keiner sagte ein Wort. Schweigend folgte die Gruppe der Führung des Asari-Spectres durch den engen, schlecht ausgeleuchteten Tunnel. Niemand wollte es zugeben, aber was er und Vhan gesagt hatten, ergab Sinn. Die Bomben waren die oberste Priotät. Und was Gavros anging, so konnten sie alle nur hoffen dass der rote Turianer lange genug gegen sie überleben würde.
    "Da!" Der Tunnel war zu Ende. Und er führte in einen Raum, den man eigentlich kaum noch als solchen bezeichnen konnte. Es war vielmehr eine Halle. Weit, breit und vor allem hoch. Die Größe des Innenlebens der Station wurde nun erst wirklich ersichtlich. Noch interessanter als die Architektur jedoch war das Gerät in der Mitte des Raums. Ein unförmiger Haufen Tech, in der Mitte ein Display, der eine Zeitangabe von etwas über 15 Minuten zeigte und sekündlich runterzählte.
    "Verdammt!" Es war keinerlei Eingabe-Möglichkeit auszumachen. Stattdessen führten mehrere Kabel in verschiedene Richtungen des Raumes an die Wände. Über dicke, mit Metall verkleidete Knotenpunkte führten diese weiter hoch, direkt in die weit oben liegende Decke. O'Grady schluckte. So wie er es beurteilen konnte, waren die Bomben direkt oberhalb an den dicken, kilometerlangen Energieverbindungen fixiert und durch das Gerät in der Mitte des Raumes synchron geschaltet. Wie lange musste es gedauert haben, all das alleine fertigzustellen? Wie viel böse Energie musste ein Individuum antreiben, einen solchen Wahnsinn zu fabrizieren?
    Sobald diese Bomben hochgingen, war es unwichtig ob die Explosion selbst sie erwischen würde. Er konnte sich nicht vorstellen, dass die Lebenserhaltung hier unten weiter funktionieren würde, sie würden alle qualvoll ersticken. Von dem was oben passieren würde ganz abgesehen. Sie mussten also handeln!
    "Jemand muss mir - "
    Er stockte im Satz. Wie ein leises Donnergrollen spürten alle die sich nähernden Erschütterungen. Und dann sahen sie, wie sich etwas großes durch die Tunnelöffnung auf der gegenüberliegenden Wand zwängte. Das, wovor der Spectre sie über den Funk gewarnt hatte.
    Der Kroganer war riesig. Wie ein Raubtier, das seine dem Tod geweihte Beute kurz vor dem Sprung fixierte, beäugte er sie aus seinem verbleibenden, linkend Auge. Es war nicht das einzige, was ihm fehlte - er hatte keinen rechten Arm! In seiner linken Hand hielt er mühelos umklammert einen gewaltigen, kroganischen Kriegshammer, der offenbar eigens modifiziert war, mit einer mindestens ein Meter langen Klinge, befestigt an dessen Ende. "Das kann doch nicht sein....."
    Ein, lautes, rasselndes Lachen entfuhr dem Kroganer. "Oh ja, ich habe es gehört. Ihr habt meinen Bruder erledigt, nicht wahr? Er war schon immer der Schwächere von uns beiden gewesen....."
    Er ließ die Klinge hinter sich mit einem furchtbaren Geräusch über den Boden schleifen. "Endlich kriege ich - "
    Eine Salve von Schüssen und biotischen Explosionen unterbrach ihn. Von der Wucht der Angriffe getroffen stolperte er kurz einige Schritte zurück. Dann jedoch, ohne irgendein Zeichen von Schmerz, erhob er den Kopf wieder und bleckte grinsend die Zähne. "Haaargh!" Mit unglaublicher Geschwindigkeit stürmte der Koloss voran, stieß sich ab, sprang und schwang den gewaltigen Kriegshammer über seinen Kopf.
    Die Gruppe stob auseinander, keine Sekunde zu früh. Der gesamte Raum schien unter der Wucht des Aufpralls zu beben.
    "O'Grady!" Der junge Ire rappelte sich auf, ließ das Scharfschützengewehr liegen und lief in Richtung der gegenüberliegenden Seite des Raums. "Noch bevor hier alles hochgeht werden euren Innereien im ganzen Raum verteilt sein!" hörte er den Kroganer hinter sich brüllen. Hektisch kniete er sich vor einen der Knotenpunkte und brach die Metallverkleidung auf.


    Beyo Vhan

    Die Luft in seinen Lungen brannte. Sein Puls raste so sehr, dass er das Pochen bis zur Halsschlagader spürte. Doch er rannte weiter. Der Gang schien endlos weiterzuführen. Und sie hatte bereits einen Vorsprung!
    "Komm schon!" Der Turianer kniff für einen Moment die Augen zusammen und zwang sich mit aller Kraft weiter vorwärts.
    "Hurgh!"
    Er spürte die Wucht des Metalls in seiner Brust, wurde zurückgeschleuderte und landete unsanft auf seinem Rücken. "Verdammt!" Schmerzhaft richtete er sich auf. Er war direkt gegen ein Geländer gelaufen.
    "Muss wohl mein persönliches Glück sein...." Immer noch mit leicht stechendem Gefühl sah er über das Geländer. "Woah!"
    Diesmal war es wohl tatsächlich Glück gewesen. Glück, dass dieses Geländer überhaupt da gewesen war. Hier ging es weit runter. So tief, dass man den Grund in der Dunkelheit gar nicht erkennen konnte. Beyo hatte keine Ahnung gehabt, wie tief sie sich mittlerweile im Innenleben der Station befinden mussten. Rings durch den gewaltigen "Raum" verlief eine Vielzahl von Treppen, Wartungsgängen und dicken Metallrohren. Plötzlich erblickten seine Augen etwas. Adrenalin durchströmte ihn, ließ ihn den Schmerz vergessen, neue Kraft durchflutete dafür seinen Körper. Er stürzte los, das Ziel vor Augen wie ein Varren der Blut gerochen hatten.

    "Braelyn!" Seine Stimme hallte wie ein Donnerschlag. Die blasse Turianerin, die ihn bislang nicht bemerkt hatte, und sich noch in einiger Entfernung zu ihm befand, erstarrte in ihrer Bewegung. Langsam drehte sie sich um, während Beyo weiter die Distanz zwischen beiden überwand.
    "Du.....?" Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. "Du hast es tatsächlich geschafft?" "Keine Bewegung!" brüllte Beyo, die Waffe auf sie gerichtet. "Oder was?" Sie breitete die Arme aus. "Glaubst du wirklich - "
    Bamm
    Ein lauter Schmerzensschrei erstickte ihre nächsten Worte. Völlig überraschte starrte seine ehemalige Sekretärin auf ihre blutende Schulter, die der Streifschuss hinterlassen hatte. "Keine-Bewegung!"
    "Arrh!" Sie tat das genaue Gegenteil. Blitzschnell hechtete sie den Steg entlang der die beiden voneinander trennte. Nicht in einer geraden Linie, sondern agil wie ein Raubtier von Seite zu Seite hechtend wobei sie sich duckte und so verhindernte, dass Beyo eine klare Schusslinie auf sie bekam. Als der Turianer das Messer auf ihn zufliegen sah, war es bereits zu spät. Es traf den Lauf seiner Waffe, diese entglitt ihm, und bevor er weiter reagieren konnte, traf ihn die rechte Faust der Killerin direkt an seine Schläfe.
    Forenperser is offline Last edited by Forenperser; 17.11.2019 at 19:58.

  11. #271 Reply With Quote
    Ehrengarde numberten's Avatar
    Join Date
    Nov 2014
    Location
    Dresden
    Posts
    2,888
    Seeva Vincent Syren Krüppelkeile

    So schnell wie er aufgetaucht war, so schnell verschwand er auch wieder. Beyo Vhan, das Phantom der Keeper Tunnel. Thadera war in mehrfacher Hinsicht überrascht. Das der Turianer plötzlich wieder da war und noch mehr das ihm niemand jetzt einen gezielten Schuss ins Bein verpasste. Auch von sich selbst, das sie ihn nicht einfach in eine Stase sperrte. Oder ihm hinterherlief, sie wäre sicherlich schneller gewesen.
    Stattdessen ging sie mit dem Rest, dorthin wo die Bomben waren. Bomben welche Teile der Citadel zerstören konnten. Deren Entschärfung viele Leben retten konnte. Sicherlich, ein wichtigeres Ziel als Rache. Doch der fade Beigeschmack blieb erhalten.
    Vielleicht ließ sich Bralelyn ja Zeit, den roten Turianer mit seinem verbliebenen Arm zu Tode zu prügeln. es beschützte zwar ein Kroganer die Bomben, doch es war immer nur noch EIN Kroganer. Und sie zu acht, eine einfache Rechnung in Augen der Sportlerin.

    Dutzende Kabel die sich über Metalleitungen die Wände hinauf schlängelten, dort wo wohl die Bomben lagen. Keine optimale Lage zum Entschärfen. Thadera hatte mit dieser Geschichte eh nichts zu tun, also hielt sie Ausschau nach dem noch unsichtbaren Feind. Bevor sie etwas sehen konnte, hörte sie es. Scharren von Metall an Metall, schweres Atmen. Ein gutturales und grimmiges Knurren. Ein animalisches Geräusch, verursacht wie von einem prähistorischen Raubtier. Schwere Schritte die sich schnell aus dem Dunklen der Station näherten.
    "Papi?", schoß es ihr aus unerfindlichen Gründen durch den Kopf. Die Albernheiten ihres Unterbewusstseins unbestätigt lassend, zwängte sich plötzlich der Kroganer aus dem Türrahmen. Erneut war die Sportlerin überrascht, war es doch der Bursche den sie heute schon durch die Luft geschmissen hatte. Wenn auch seine Abbildung jenseits der Spiegelachse, war doch der Arm auf der anderen Seite.
    Die Tatsache das dieser Arm einen schweren Kriegshammer trug, unterstrich diese Erkenntnis. Thaderas Laune verbesserte sie jedoch nicht.
    "Der hat aber auch immer seine tägliche Portion Varren bekommen.", dachte sie angesichts der massigen Statur und schleuderte ihm ein biotisches Geschoß entgegen. Auch der Rest des Teams eröffnete das Feuer, doch der Körper der Echse war mit einer massiven Panzerung umhüllt. Jeder Treffer schien seine Laune nur zu bessern, sein Lächeln zu verbreitern. Der kroganische Blutrausch, in fleischgewordener Gestalt.
    Der Hammer fiel und stob die Gruppe auseinander. Hirv ließ den Hammer kreisen und die blanke Klinge schnitt durch die Luft, auf der Suche nach Fleisch und Blut.
    Thadera phaste schnell biotisch nach links als sich Klinge näherte, ein blauer Streif der sich durch den Raum bewegte. Zum Stehen kommend, entlud sie die durch die Bewegung angesammelte Energie nach vorne, dem Kroganer entgegen. Durch seine schiere Größe davon recht unbeeindruckt, fixierte das Auge des Söldners die Sportlerin. Mit einem Satz, den Hammer über Kopf schwingend sprang er auf sie zu. Diese führte einen biotischen Stoß aus, welcher jedoch aufgrund des Gewichtes erneut nicht seine komplette Wirkung erreichte. Hirv wurde im Sprung nach hinten gestoßen, doch die Gegenkraft schob auch Thadera nach hinten. Das Ergebnis war eine unsanfte Landung des Kroganers und ein Hammer der auf den Boden aufschlug, die Asari verfehlend. Verhaltenes Feuer prasselte auf den gepanzerten Rücken der Echse ein. Das Risiko einen Verbündeten durch Querschläger zu treffen war groß. Auch der Einsatz einer Singularität entfiel im engen Nahkampf.
    Der Kroganer hingegen hatte keine Verbündeten, niemand auf den er achten musste. Nur pulsierende Lebewesen deren Gedärme er verteilen wollte.
    Thadera vollführte einen biotischen Sprung, an dem Söldner vorbei um ein freieres Schußfeld zu ermöglichen. Normalerweise würde sie den Nahkampf suchen, doch der Kroganer hatte ihr gegenüber eindeutig den Vorteil.

    Jedoch auch einen Nachteil, nur einem Arm. Schwer gepanzert wie der verbliebene Arm war, wusste das die Echse wohl auch. Diese griff nun die Gruppe von Beamten an, immer den Kontakt zum nächsten Ziel suchend. Keine Möglichkeiten für ein koordiniertes Feuer lassend. Thomen wurde durch den Arm der Bestie beiseite geschleudert, doch die Klinge verfehlte glücklicherweise ihr Ziel.
    Thadera atmete durch, fokussierte Hirv. Blau leuchtende Energie pulsierte erneut durch ihren Körper, sammelte sich an ihren Fäusten. Wie zwei kleine schwarze Löcher schienen diese das Licht zu verschlingen.
    Thadera atmete aus, erster Atemstoß, sie setzte sich in Bewegung aus dem toten Winkel des Einäugigen.
    Zweiter Atemstoß, sie war fast am Kroganer, der Kopf des Riesen drehte sich langsam. Dritter Atemstoß, der biotische Faustschlag der linken Hand traf den Übergang der Armpanzerung zwischen Oberarm und Ellbogen. Schmerz bohrte sich durch Thaderas Körper, ein Knacken erreichte ihren Gehörgang.
    Vierter Atemstoß, die rechte Faust segelte nach vorne, traf erneut die Stelle. Erneut knackte es, doch diesmal klang es anders. Rotlackierte Teile flogen durch die Luft, als sich die Ellbogenpanzerung verabschiedete. Der Griff des Kroganers schien sich kurz um seinen Hammer zu lockern. Die Sportlerin setzte zum dritten Schlag an, doch nun traf sie wuchtig der Arm des Kroganers und schleuderte sie nach hinten.
    Thadera schlitterte nach hinten, bemüht sich abzufangen. bis sie kniend zum stehen kam. Die linke Hand fühlte sich taub an, pochte lautstark. Die Asari schmeckte Eisen, spuckte Blut aus. Richtete sich langsam wieder auf. Dann stürmte sie wieder auf das Kampfgeschehen zu.


    numberten is online now Last edited by numberten; 17.11.2019 at 01:23.

  12. #272 Reply With Quote
    Schwertmeister Khardim's Avatar
    Join Date
    May 2009
    Posts
    851
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post
    Das Dreckige Halbe Dutzend , Die Sportlerin und ihre Mörderzwillinge & Man in Black: Wanted

    Der Flug war kürzer gewesen, als die Turianerin erwartet hatte. Ihr Zielort wiederum weckte das seltsame Gefühl des Déjà-vus: ein Keeper-Tunnel. Es gab nur einen Weg hinein und die ganze Truppe nahm ihn – ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, ob es sich hierbei nicht um einen Hinterhalt halten könnte. Oder vielleicht dachten doch alle genau an das, wohl wissend aber, dass es sowieso kein Entrinnen gab – sie betraten die Höhle der Löwin und Saenia hoffte innig, dass es das allerletzte Mal war.
    Syren und seine Mitstreiterin hielten sich zu rechten, auch die Wände dort im Auge behaltend, während Van Zan hinter ihnen herrschritt, wie ein Mann, bei dem jedes verdächtige Geräusch Gefahr bedeuten konnte. Die C-Sec Agents hielten die linke Flanke, begleitet von der Asari-Sportlerin, die sich zwischen den Männern aufhielt. Angeführt wurden sie von T’Saari, nur begleitet von der blonden Menschenfrau, die sich in der Mitte des Ganges hielten. Die Spectre hatte vorm Verlassen der Wagen Entschlossenheit ausgestrahlt, aber es könnte sich hierbei auch nur um Gereiztheit handeln.

    Das Signal führte die ganze Gruppe in einen dunklen Raum und T’Saari gebot mit erhobener Faust allen stehenzubleiben. Saenia hob bereits ihre Crossfire um mit deren Taschenlampe bisschen mehr Details zu zeigen, als der Raum plötzlich grell erleuchtet wurde. Jeder musste seine Augen schützen und es dauerte wenige Herzschläge bis jeder so viel erkennen konnte, dass sie sich orientieren konnten – und ein Bild des Grauens sich ihnen präsentierte: Gavros stand mitten im Raum, triumphierend, und zu ihren Füßen befand sich Rarkin, bei dem mehr Blut als Haut zu erkennen war. „So oder so verlieren Sie!“, schrie die Killerin und schlitzte dem Turianer bereits nach wenigen Worten die Kehle auf.
    Ein Schrei war zu hören, jeder feuerte auf der Stelle, aber doch verfehlte jeder. Die hellhäutige Turianerin sprintete nach rechts, direkt durch eine Tür und war bereits verschwunden – aber nicht ohne vorher der Gruppe ein Geschenk zu hinterlassen: automatisierte Geschütze fuhren aus allen freien Oberflächen des Raumes heraus und ihre Laserpointer fingen an ihre Ziele zu suchen. Ohne einen Moment des Zögerns sprang jeder hinter die nächste Deckung, die sich finden ließ: T’Saari und Ilias hinter ein paar Kisten weiter vorn, Thadera und ihre C-Sec-Eskorte rettete sich hinter ein paar Hindernisse weiter links und die beiden Turianer wie auch ihr menschlicher Anhang bei einem größeren, grauen Container zu ihrer rechten. ,,Scheiße!“, konnte man den Mann in Schwarz fluchen hören, denn der Raum hatte sich in eine Todesfalle verwandelt.

    Die Gruppe versuchte immer wieder zu erkennen um wie viele Geschütze es sich handelte, aber das Feuer sorgte kontinuierlich dafür, dass ihre Schilde perforiert werden konnten, bevor sie nur anfangen konnten zu zählen. Fest stand: es gab welche vor ihnen auf dem Boden, welche an der Decke und auch welche an den Wänden. Gesunder Turianerverstand erlaubte es zu schätzen, dass an den Wänden nicht mehr als jeweils einer sein konnte, an Boden und Decke maximal zwei oder drei – der Raum war von vornherein nicht sehr groß gewesen.
    Plötzlich ertönte eine Explosion von ihrer Linken und instinktiv wollten die Turianer nachschauen, aber das Anvisieren der Geschütze belehrte sie schnell eines Besseren und sie zogen ihre Köpfe zurück. Hinterher konnten sie irgendein Feuer von ihrer Rechten hören, wussten aber nichts damit anzufangen, weswegen sie es zunächst ignorierten – bis sie bemerkten, dass das Zählen plötzlich einfacher wurde: zwei der Bodengeschütze waren ausgefallen, wie auch immer, und nur noch ein drittes stand bereit. An der Decke war nur ein Geschütz zu sehen, während die beiden Turrets an den Wänden sich noch voller Funktionsfähigkeit erfreuten.
    Okay, es sind nur noch vier Geschütze übrig und…“, wollte Syren gerade erläutern, als zu ihrer Rechten das Feuern einer Pistole zu hören war und die beiden Turianer sich auf der Stelle umdrehten: der Mensch hatte gegen die Wand geschossen. War es aber zunächst verwirrend, wurde es schnell verblüffender: die Kugeln prallten von der Wand ab, rikoschettierten aufwärts und trafen das Deckengeschützt, bevor sie es außer Funktion setzten. ,,Kommen wir jetzt weiter?“, fragte Van Zan wegen des Lärms schreiend, als hätte er gerade nicht ein Manöver vollbracht, das jeden Geometrie-Lehrer vor Stolz platzen lassen würde.

    Okay, es sind nur noch drei Geschütze übrig…“, korrigierte sich der Politiker, unter seinem Helm schmunzelnd, „…und wir kommen hier erst weiter wenn wir alle von ihnen ausgeschaltet haben. Aber nun gibt es mehr tote Winkel, danke dafür, Van Zan.
    Saenia hatte wieder einen Blick nach oben geworfen und festgestellt, dass nun mehr als genug Zeit übrig war um die Position genau zu erkennen. Sie drehte sich zum Mann in Schwarz um. „Kann ich mal durch.“, sagte sie, drückte ihn aber bereits weg und nahm nun seine Position direkt neben der Wand ein. Sie atmete einmal ein, dann wieder aus, dann sprang sie auf und schoss eine ganze Salve auf das Geschütz an der linken Außenwand – sie lag selbst in so einem toten Winkel, dass die anderen beiden Geschütze viel zu lange brauchten um auf sie zu zielen. Die erste Salve machte seine Sache bereits ziemlich gut das Geschütz unfähig zu machen, weswegen die zweite vor allem der Sicherheit diente – diese Waffe würde so schnell nicht mehr feuern. „Bleiben noch zwei.“, erklärte die Turianerin zufrieden und versteckte sich wieder hinter ihre Deckung.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Gavros & Co.

    Thadera

    Van Zan

    Vox & Sorax


    Geschütztürme. Ein Wort wie ein Fluch, ein Fluch, dessen melodisch-dumpfes Grollen das Ausspeien von Myriaden von Projektilen war. „Wie viele verfluchte Asse hat das Miststück denn noch im Ärmel?“, fragte Hanna, ohne gehört zu werden. Es glich einem Wunder, dass die Keeper eine Montage der Geschütze in den Tunneln zugelassen hatten. Diese düstere Ironie war Gavros‘ Rettung. Ein weiteres ihrer Asse war hässlich. Hätte Seeva nicht selbst das Hirn des massigen Kroganers verteilt, so hätte sie schwören können, dass er wiederauferstanden war. Hatte die Turianerin sich etwa mit dem Klonen beschäftigt? Das Spectre-Archiv enthielten einen Bericht über eine Kroganer-Klon- und Forschungsanlagen auf dem Planeten Virmire. Hatte sich Gavros auf solche Pfade begeben? Der Spectre versuchte sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Rhythmisch donnerten die Geschosse gegen die Deckungen, hinter die das Team geflüchtet war. "Fuck!" Hanna riss die Waffe herum, als eine turianische Gestalt direkt bei ihnen landete. Eigentlich hätte klar sein müssen, dass es sich nicht um Gavros handelte - die Aktion war an Dilettantismus kaum zu überbieten. "Vhan? Scheiße, was wollen Sie denn hier?", fragte die Blonde rufend. Dieser Kerl war wirklich ein Unglücksbringer. Seeva bedachte den Turianer mit einem bösen Blick, der ihn in einer ordentlichen Welt wieder ans Krankebett gebunden hätte. Sie sparte sich jeglichen Kommentar. Für sie zählte nicht der Turianer in ihrem Rücken, sondern der, der vor ihren Augen in einem der beiden Gänge verschwand.

    Ein heftiger Knall unterbrach das Dauerfeuer – ein Geschütz verstummte. Hanna lugte rasch hinter der Kiste hervor, überschaute die Lage und zog sich wieder zurück. Ihr Kampfvisor scannte noch vier Geschütze. Er zeiget auch: Die Vitaldaten ihrer Verbündeten waren positiv. Jemand musste das Abwehrsystem lahmgelegt haben. „Cas’Tivera!“, rief Seeva der Blondine erklärend zu. Diese nickte anerkennend. Die Sportlerin erwies sich zunehmend als effektives Teammitglied. Mit einem Mal explodierte ein zweites Geschütz – der Grund war von Hannas Position nicht auszumachen. „Wo ist der Kroganer?“, fragte Seeva an Hanna gewandt. Diese schüttelte den Kopf; er war – ebenso wie Gavros – nicht auf dem Radar. Dann sah Hanna etwas, was sie zugleich verwirrte, belustigte und beeindruckte. Saenia Serox sprang in die Höhe und feuerte mehrfach auf die Geschütze. Turianer hatten eine immense Sprungkraft, die Taktik war klug. Eine weitere automatische Abwehr war vernichtet, die Verteidigung von Gavros verringerte sich Stück für Stück. Seeva öffnete den Funk. „An alle: gute Arbeit. Halten Sie die Augen nach dem Kroganer offen, wenn Sie drin sind.“ Die Asari schob ihre Schrotflinte in die Halterung, ballte die Fäuste. Sie spürte die Biotik von ihrem Schädel aus durch ihren Körper peitschen. Ihre Energie wallte blau leuchtend auf. „Gavros darf nicht entkommen.

    Seeva trat hinter dem Container hervor, die Hände hoch gehoben. Die Kraft ihrer Biotik ließ den Raum zu ihren Füßen erzittern, als sie den biotischen Schild zog, der wie eine blau-weiße Mauer zwischen den Geschützen und ihrem Team erhob. Projektile donnerten wie Dampfwalzen auf den Schild und jeder Schuss war wie ein Stein, der auf Seevas Nacken gelegt wurde. Einzeln bedeutungslos, in der Menge aber überschwemmend. „Laufen Sie! Alle!

    Hanna war die erste, die aus der Deckung brach und zu dem Ausgang sprintete, durch den der Kryptogrammkiller verschwunden war. Die anderen folgten ihr dicht auf den Versen – selbst Yuhki. Der Japaner hatte eine eigentümliche Entschlossenheit, die seiner Angst um die Familie gewichen war. Jetzt war es Rachedurst, der ihn antrieb – oder Verzweiflung. Hanna hielt ihr Gewehr im Anschlag, sicherte den schlauchartigen Gang ab, der sich vor ihr öffnete und gab dann Saenia Serox das Zeichen, weiter vorzurücken während sie sie deckte. „Vorrücken! Und achtet auf den Kroganer; der ist hier irgendwo…“ Hier stank es.

    Die Gruppe flüchtete sich in den Schutz des Tunnels. "Auf die Geschütze schießen!", rief Hanna. In diesem Moment brach Seevas Schild zusammen. Der Spectre war sofort weg. Die versammelte Truppe nahm die Türme unter Beschuss, musste sich aber sofort zurückziehen, um aus dem Feuerwinkel der Geschütze zu entkommen. "Ich glaube, ich habe eins", sagte Thommen. Im hinteren Teil des Raumes bewegte sich eine der Kisten. Der biotische Wirbel verriet, dass T'Saari die Kiste mit ihrer Biotik bewegte und als mobilen Schutz nutzte. "Ausschalten, sofort!"


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Forenperser View Post







    Captain Kaneko Yuhki

    Die Zusammenarbeit der ungleichen Kampfgefährten war enorm effektiv. Yuhki musste neidlos anerkennen, dass in den letzten Jahren nicht einmal Teil einer so fähigen Truppe gewesen war. Manchmal reichten steife Regulationen und Vorschriften eben aus nicht um weiterzukommen. Das wusste er nun, und das bekräftigte nur seinen Beschluss, nach dieser Sache seinen Posten abzutreten. Er wusste auch schon sehr genau an wen.

    Ilias und T'Saari gaben den Befehl und die Gruppe preschte vor in den Schutz des Tunnels. Es waren nur noch 2 Geschütze übrig. "Ich glaube ich habe eins!" "Sehr gut Thomen!"
    Er spähte aus der Deckung. "Auf 3 springe ich raus und ziehe die Zielautomatik auf mich! 1....2.....3!"
    Yuhki sprang, der Laserpointer visierte ihn an, doch im nächsten Bruchteil der Sekunde prasselte eine ganze Salve von Schüssen auf den letzten Geschützturm ein und er explodierte.
    Einige nutzten die Atempause um kurz Luft zu holen. Yuhki und der neu eingetroffene Beyo Vhan jedoch rannte zurück in den Raum und kamen nahezu zeitgleich beim am Boden liegenden Rarkin an. Die dunkle Blutlache wurde langsam immer größer.
    "Karvas!"
    "Es.....hrch....zu spät..... dürft sie nicht.....davonkommen....lasst mich zurück....."
    Der vernarbete Turianer röchelte und versuchte mit einer Hand schwach den Blutfluss an seinem Hals zu stoppen.
    "Können sie vergessen." erwiderte Yuhki ruppig, während er über sein Omni-Tool Medigel spendete. Krzeminski, der jetzt ebenfalls bei ihnen kniete, begann einen Druckverband aus dem tragbaren Erste-Hilfe-Gürtel um den verwundeten Hals des Turianers festzuziehen. "Er braucht einen Arzt!" "Ich weiß! Das wird die Blutung nur vorübergehend stoppen. Krzemisnki, bringen sie Rarkin hier raus und funken sie einen Notarzt an!" "Alleine, Sir?"
    Der Japaner winkte in Richtung der Gruppe. "Hudson, Sie helfen ihm! Seien vorsichtig, aber schnell! Wir verlieren heute niemanden mehr!"
    Die 2 begannen Rarkin vorsichtig vom Boden zu heben und setzten sich in Bewegung. T'Saari drängte zum Weitermarsch. Sie wollte Gavros um keinen Preis entkommen lassen und Yuhki stimmte ihr dabei völlig zu.
    "Stopp! Wir können ihr nicht einfach folgen!" O'Grady stellte sich der Gruppe in den Weg. "Sie haben gehört, was Gavros gesagt hat! Die Bomben ticken!" Der Sensor an seinem Omni-Tool blinkte. "Die Bomben müssen den anderen Tunnel entlang sein....ich weiß, es ist eine schwere Entscheidung, aber die Sicherheit der Station hat höhere Priorität!"
    Yuhki war beeindruckt von der Vernunft seines jungen Mitarbeiters. "Aber wir können sie auch nicht einfach entkommen lassen.....wenn sie jetzt flieht, dann retten wir zwar heute unschuldige Leben, aber sie wird weiter töten!" "Wir müssen uns aufteilen!" sagte jetzt Thomen.
    "Nein!" Alle Anwesenden sahen auf den roten Turianer. Keiner schien wirklich froh über sein plötzliches Wiederauftauchen zu sein. Mit Vhan hatte diese ganze Sache schließlich angefangen.
    "Sie haben eben gesehen, mit was für Mitteln Braelyn bereit ist sich zu schützen! Wer weiß was als letzte Front bei den Bomben auf sie wartet! Sie alle müssen sich darum kümmern, sonst sind wir, ebenso wie hunderte von Unschuldigen tot! Ich.......ich werde mich um sie kümmern."
    "Sie? Vhan, wie glauben Sie Gavros alleine stoppen zu können? Noch dazu mit nur einer Hand?" schimpfte Yuhki, gereizt über diese absurde Idee.
    "Ich werde sie nicht stoppen können.....aber vielleicht kann ich sie ein wenig hinhalten."
    Einige der Anwesenden wollten weiteren Widerspruch einlegen, doch Vhan nahm ihnen die Entscheidung aus der Hand und sprintete bereits los.
    "Gehen Sie!"


    Officer Niall O'Grady

    Keiner sagte ein Wort. Schweigend folgte die Gruppe der Führung des Asari-Spectres durch den engen, schlecht ausgeleuchteten Tunnel. Niemand wollte es zugeben, aber was er und Vhan gesagt hatten, ergab Sinn. Die Bomben waren die oberste Priotät. Und was Gavros anging, so konnten sie alle nur hoffen dass der rote Turianer lange genug gegen sie überleben würde.
    "Da!" Der Tunnel war zu Ende. Und er führte in einen Raum, den man eigentlich kaum noch als solchen bezeichnen konnte. Es war vielmehr eine Halle. Weit, breit und vor allem hoch. Die Größe des Innenlebens der Station wurde nun erst wirklich ersichtlich. Noch interessanter als die Architektur jedoch war das Gerät in der Mitte des Raums. Ein unförmiger Haufen Tech, in der Mitte ein Display, der eine Zeitangabe von etwas über 15 Minuten zeigte und sekündlich runterzählte.
    "Verdammt!" Es war keinerlei Eingabe-Möglichkeit auszumachen. Stattdessen führten mehrere Kabel in verschiedene Richtungen des Raumes an die Wände. Über dicke, mit Metall verkleidete Knotenpunkte führten diese weiter hoch, direkt in die weit oben liegende Decke. O'Grady schluckte. So wie er es beurteilen konnte, waren die Bomben direkt oberhalb an den dicken, kilometerlangen Energieverbindungen fixiert und durch das Gerät in der Mitte des Raumes synchron geschaltet. Wie lange musste es gedauert haben, all das alleine fertigzustellen? Wie viel böse Energie musste ein Individuum antreiben, einen solchen Wahnsinn zu fabrizieren?
    Sobald diese Bomben hochgingen, war es unwichtig ob die Explosion selbst sie erwischen würde. Er konnte sich nicht vorstellen, dass die Lebenserhaltung hier unten weiter funktionieren würde, sie würden alle qualvoll ersticken. Von dem was oben passieren würde ganz abgesehen. Sie mussten also handeln!
    "Jemand muss mir - "
    Er stockte im Satz. Wie ein leises Donnergrollen spürten alle die sich nähernden Erschütterungen. Und dann sahen sie, wie sich etwas großes durch die Tunnelöffnung auf der gegenüberliegenden Wand zwängte. Das, wovor der Spectre sie über den Funk gewarnt hatte.
    Der Kroganer war riesig. Wie ein Raubtier, das seine dem Tod geweihte Beute kurz vor dem Sprung fixierte, beäugte er sie aus seinem verbleibenden, linkend Auge. Es war nicht das einzige, was ihm fehlte - er hatte keinen rechten Arm! In seiner linken Hand hielt er mühelos umklammert einen gewaltigen, kroganischen Kriegshammer, der offenbar eigens modifiziert war, mit einer mindestens ein Meter langen Klinge, befestigt an dessen Ende. "Das kann doch nicht sein....."
    Ein, lautes, rasselndes Lachen entfuhr dem Kroganer. "Oh ja, ich habe es gehört. Ihr habt meinen Bruder erledigt, nicht wahr? Er war schon immer der Schwächere von uns beiden gewesen....."
    Er ließ die Klinge hinter sich mit einem furchtbaren Geräusch über den Boden schleifen. "Endlich kriege ich - "
    Eine Salve von Schüssen und biotischen Explosionen unterbrach ihn. Von der Wucht der Angriffe getroffen stolperte er kurz einige Schritte zurück. Dann jedoch, ohne irgendein Zeichen von Schmerz, erhob er den Kopf wieder und bleckte grinsend die Zähne. "Haaargh!" Mit unglaublicher Geschwindigkeit stürmte der Koloss voran, stieß sich ab, sprang und schwang den gewaltigen Kriegshammer über seinen Kopf.
    Die Gruppe stob auseinander, keine Sekunde zu früh. Der gesamte Raum schien unter der Wucht des Aufpralls zu beben.
    "O'Grady!" Der junge Ire rappelte sich auf, ließ das Scharfschützengewehr liegen und lief in Richtung der gegenüberliegenden Seite des Raums. "Noch bevor hier alles hochgeht werden euren Innereien im ganzen Raum verteilt sein!" hörte er den Kroganer hinter sich brüllen. Hektisch kniete er sich vor einen der Knotenpunkte und brach die Metallverkleidung auf.


    Beyo Vhan

    Die Luft in seinen Lungen brannte. Sein Puls raste so sehr, dass er das Pochen bis zur Halsschlagader spürte. Doch er rannte weiter. Der Gang schien endlos weiterzuführen. Und sie hatte bereits einen Vorsprung!
    "Komm schon!" Der Turianer kniff für einen Moment die Augen zusammen und zwang sich mit aller Kraft weiter vorwärts.
    "Hurgh!"
    Er spürte die Wucht des Metalls in seiner Brust, wurde zurückgeschleuderte und landete unsanft auf seinem Rücken. "Verdammt!" Schmerzhaft richtete er sich auf. Er war direkt gegen ein Geländer gelaufen.
    "Muss wohl mein persönliches Glück sein...." Immer noch mit leicht stechendem Gefühl sah er über das Geländer. "Woah!"
    Diesmal war es wohl tatsächlich Glück gewesen. Glück, dass dieses Geländer überhaupt da gewesen war. Hier ging es weit runter. So tief, dass man den Grund in der Dunkelheit gar nicht erkennen konnte. Beyo hatte keine Ahnung gehabt, wie tief sie sich mittlerweile im Innenleben der Station befinden mussten. Rings durch den gewaltigen "Raum" verlief eine Vielzahl von Treppen, Wartungsgängen und dicken Metallrohren. Plötzlich erblickten seine Augen etwas. Adrenalin durchströmte ihn, ließ ihn den Schmerz vergessen, neue Kraft durchflutete dafür seinen Körper. Er stürzte los, das Ziel vor Augen wie ein Varren der Blut gerochen hatten.

    "Braelyn!" Seine Stimme hallte wie ein Donnerschlag. Die blasse Turianerin, die ihn bislang nicht bemerkt hatte, und sich noch in einiger Entfernung zu ihm befand, erstarrte in ihrer Bewegung. Langsam drehte sie sich um, während Beyo weiter die Distanz zwischen beiden überwand.
    "Du.....?" Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. "Du hast es tatsächlich geschafft?" "Keine Bewegung!" brüllte Beyo, die Waffe auf sie gerichtet. "Oder was?" Sie breitete die Arme aus. "Glaubst du wirklich - "
    Bamm
    Ein lauter Schmerzensschrei erstickte ihre nächsten Worte. Völlig überraschte starrte seine ehemalige Sekretärin auf ihre blutende Schulter, die der Streifschuss hinterlassen hatte. "Keine-Bewegung!"
    "Arrh!" Sie tat das genaue Gegenteil. Blitzschnell hechtete sie den Steg entlang der die beiden voneinander trennte. Nicht in einer geraden Linie, sondern agil wie ein Raubtier von Seite zu Seite hechtend wobei sie sich duckte und so verhindernte, dass Beyo eine klare Schusslinie auf sie bekam. Als der Turianer das Messer auf ihn zufliegen sah, war es bereits zu spät. Es traf den Lauf seiner Waffe, diese entglitt ihm, und bevor er weiter reagieren konnte, traf ihn die rechte Faust der Killerin direkt an seine Schläfe.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by numberten View Post
    Seeva Vincent Syren Krüppelkeile

    So schnell wie er aufgetaucht war, so schnell verschwand er auch wieder. Beyo Vhan, das Phantom der Keeper Tunnel. Thadera war in mehrfacher Hinsicht überrascht. Das der Turianer plötzlich wieder da war und noch mehr das ihm niemand jetzt einen gezielten Schuss ins Bein verpasste. Auch von sich selbst, das sie ihn nicht einfach in eine Stase sperrte. Oder ihm hinterherlief, sie wäre sicherlich schneller gewesen.
    Stattdessen ging sie mit dem Rest, dorthin wo die Bomben waren. Bomben welche Teile der Citadel zerstören konnten. Deren Entschärfung viele Leben retten konnte. Sicherlich, ein wichtigeres Ziel als Rache. Doch der fade Beigeschmack blieb erhalten.
    Vielleicht ließ sich Bralelyn ja Zeit, den roten Turianer mit seinem verbliebenen Arm zu Tode zu prügeln. es beschützte zwar ein Kroganer die Bomben, doch es war immer nur noch EIN Kroganer. Und sie zu acht, eine einfache Rechnung in Augen der Sportlerin.

    Dutzende Kabel die sich über Metalleitungen die Wände hinauf schlängelten, dort wo wohl die Bomben lagen. Keine optimale Lage zum Entschärfen. Thadera hatte mit dieser Geschichte eh nichts zu tun, also hielt sie Ausschau nach dem noch unsichtbaren Feind. Bevor sie etwas sehen konnte, hörte sie es. Scharren von Metall an Metall, schweres Atmen. Ein gutturales und grimmiges Knurren. Ein animalisches Geräusch, verursacht wie von einem prähistorischen Raubtier. Schwere Schritte die sich schnell aus dem Dunklen der Station näherten.
    "Papi?", schoß es ihr aus unerfindlichen Gründen durch den Kopf. Die Albernheiten ihres Unterbewusstseins unbestätigt lassend, zwängte sich plötzlich der Kroganer aus dem Türrahmen. Erneut war die Sportlerin überrascht, war es doch der Bursche den sie heute schon durch die Luft geschmissen hatte. Wenn auch seine Abbildung jenseits der Spiegelachse, war doch der Arm auf der anderen Seite.
    Die Tatsache das dieser Arm einen schweren Kriegshammer trug, unterstrich diese Erkenntnis. Thaderas Laune verbesserte sie jedoch nicht.
    "Der hat aber auch immer seine tägliche Portion Varren bekommen.", dachte sie angesichts der massigen Statur und schleuderte ihm ein biotisches Geschoß entgegen. Auch der Rest des Teams eröffnete das Feuer, doch der Körper der Echse war mit einer massiven Panzerung umhüllt. Jeder Treffer schien seine Laune nur zu bessern, sein Lächeln zu verbreitern. Der kroganische Blutrausch, in fleischgewordener Gestalt.
    Der Hammer fiel und stob die Gruppe auseinander. Hirv ließ den Hammer kreisen und die blanke Klinge schnitt durch die Luft, auf der Suche nach Fleisch und Blut.
    Thadera phaste schnell biotisch nach links als sich Klinge näherte, ein blauer Streif der sich durch den Raum bewegte. Zum Stehen kommend, entlud sie die durch die Bewegung angesammelte Energie nach vorne, dem Kroganer entgegen. Durch seine schiere Größe davon recht unbeeindruckt, fixierte das Auge des Söldners die Sportlerin. Mit einem Satz, den Hammer über Kopf schwingend sprang er auf sie zu. Diese führte einen biotischen Stoß aus, welcher jedoch aufgrund des Gewichtes erneut nicht seine komplette Wirkung erreichte. Hirv wurde im Sprung nach hinten gestoßen, doch die Gegenkraft schob auch Thadera nach hinten. Das Ergebnis war eine unsanfte Landung des Kroganers und ein Hammer der auf den Boden aufschlug, die Asari verfehlend. Verhaltenes Feuer prasselte auf den gepanzerten Rücken der Echse ein. Das Risiko einen Verbündeten durch Querschläger zu treffen war groß. Auch der Einsatz einer Singularität entfiel im engen Nahkampf.
    Der Kroganer hingegen hatte keine Verbündeten, niemand auf den er achten musste. Nur pulsierende Lebewesen deren Gedärme er verteilen wollte.
    Thadera vollführte einen biotischen Sprung, an dem Söldner vorbei um ein freieres Schußfeld zu ermöglichen. Normalerweise würde sie den Nahkampf suchen, doch der Kroganer hatte ihr gegenüber eindeutig den Vorteil.

    Jedoch auch einen Nachteil, nur einem Arm. Schwer gepanzert wie der verbliebene Arm war, wusste das die Echse wohl auch. Diese griff nun die Gruppe von Beamten an, immer den Kontakt zum nächsten Ziel suchend. Keine Möglichkeiten für ein koordiniertes Feuer lassend. Thomen wurde durch den Arm der Bestie beiseite geschleudert, doch die Klinge verfehlte glücklicherweise ihr Ziel.
    Thadera atmete durch, fokussierte Hirv. Blau leuchtende Energie pulsierte erneut durch ihren Körper, sammelte sich an ihren Fäusten. Wie zwei kleine schwarze Löcher schienen diese das Licht zu verschlingen.
    Thadera atmete aus, erster Atemstoß, sie setzte sich in Bewegung aus dem toten Winkel des Einäugigen.
    Zweiter Atemstoß, sie war fast am Kroganer, der Kopf des Riesen drehte sich langsam. Dritter Atemstoß, der biotische Faustschlag der linken Hand traf den Übergang der Armpanzerung zwischen Oberarm und Ellbogen. Schmerz bohrte sich durch Thaderas Körper, ein Knacken erreichte ihren Gehörgang.
    Vierter Atemstoß, die rechte Faust segelte nach vorne, traf erneut die Stelle. Erneut knackte es, doch diesmal klang es anders. Rotlackierte Teile flogen durch die Luft, als sich die Ellbogenpanzerung verabschiedete. Der Griff des Kroganers schien sich kurz um seinen Hammer zu lockern. Die Sportlerin setzte zum dritten Schlag an, doch nun traf sie wuchtig der Arm des Kroganers und schleuderte sie nach hinten.
    Thadera schlitterte nach hinten, bemüht sich abzufangen. bis sie kniend zum stehen kam. Die linke Hand fühlte sich taub an, pochte lautstark. Die Asari schmeckte Eisen, spuckte Blut aus. Richtete sich langsam wieder auf. Dann stürmte sie wieder auf das Kampfgeschehen zu.


    Das Licht in dem hohen Raum war diffus, es schien als käme das Licht von überall und nirgends gleichzeitig. Die dicken Kabel, die die Zündvorrichtung mit den weiter oben montierten Bomben verbanden, verschwanden bereits einige Meter über ihnen im Halbschatten der Halle. Als sich aus dem selben Halbschatten eine massige, bedrohlich grunzende Gestalt schälte, brauchten sie alle einen Moment um zu erkennen, was da kam.
    Der Mann in Schwarz maß den Kroganer von Kopf bis Fuß, betrachtete die fest gefügte, rote Panzerung, die die Bestie am Leibe trug und warf dann einen Blick auf seine Waffen. Er mochte es vielleicht schaffen, die Bestie damit in die Knie zu zwingen, aber es würde ein Tod durch tausend Nadelstiche werden, vielleicht sogar zehntausend. Vincent legte seinen Mantel ab und warf ihn beiseite. Beweglichkeit war alles.

    Der Kroganer stürmte auf sie los, ignorierte das konzentrierte Feuer, das sie ihm entgegensetzten. Wo die Projektile nicht abprallten, drangen sie in seine Panzerplatten ein, ohne sie durchschlagen zu können. Es war als versuchten sie eine Lawine mit einem Laubpuster aufzuhalten. Der gewaltige Hammer ihres Gegners schlug in den Pulk und ließ sie auseinanderspringen wie einen Schwarm Mücken. Vincent gewann Abstand, schlug einen Haken und lief im Bogen um die rechte Flanke des Kroganers. Im Augenwinkel nahm er Cas’tivera wahr, die sich just in diesem Moment wie ein blauer Komet auf ihren Feind stürzte. Ihre Faust zog einen glühenden Schweif nach sich, als sie auf den Waffenarm des Kroganers eindrosch, Metallteile flogen durch die Luft und schlugen scheppernd rundherum auf. Bevor sie einen weiteren Treffer landen konnte, wurde sie abgeworfen und weggestoßen, die Asari konnte sich jedoch fangen und ging sofort wieder zum Angriff über.
    Vincent rannte weiter, umrundete den Kroganer auf einem Orbit mit gut zwölf Meter Radius im Uhrzeigersinn. Zu seiner Rechten sah er erneut Cas’tivera blau aufleuchten, eine Supernova aus Fleisch und Blut. Er setzte seinen Weg fort. Wenn der Kroganer in der Mitte des Ziffernblattes stand, kam die Asari von sechs Uhr angeschossen. Der Mann in Schwarz wollte nach zwölf.
    Die anderen Teammitglieder verteilten sich so gut es der Raum zu ließ in sicherem Abstand und beharkten den Kroganer mit ihren Waffen. Immer wenn das Ungetüm vorstürmte und einem von ihnen zu nahe kam, mussten die anderen das Feuer einstellen, um den Angegriffenen nicht zu gefährden. Es war ein chaotisches Gerenne und Gefeuere, T’Saari brüllte Befehle, um das Team zu koordinieren doch war ihr Feind der Inbegriff einer Schocktruppe: Schwer bewaffnet und überwältigend schnell.
    Er erreichte seine Position. Vincent zog, als Cas’tivera grade im Sprung zu ihrem zweiten Angriff war. ,,High noon...“ Aus Mündungen groß und schwarz wie Bergwerksschächte feuerte Vincent alles was die Magazine hergaben auf die rechte Schläfe des Kroganers. Die Kugeln schlugen im selben Augenblick ein, als Cas’tiveras Schwinger krachend seine linke traf. Der biotische Knall war ohrenbetäubend und kam als krachendes Echo Sekundenbruchteile später von Decke und Wänden zurück. Ihr Feind taumelte, wurde auf ein Knie gezwungen und stöhnte auf. Doch er ging nicht zu Boden, blockte die Asari mit seinem Kriegshammer ab und versuchte, wieder auf die Beine zu kommen. ,,Jetzt!“, rief Vincent und setzte seine Kanonade fort.
    Quote Originally Posted by BlackShial View Post
    Khardim ist unser Äquivalent für Brüste oder eben Hintern.
    Schön anzusehen und man denkt gern daran
    Khardim is offline

  13. #273 Reply With Quote
    #17  Forenperser's Avatar
    Join Date
    Sep 2008
    Location
    Irgendwo da draußen.....
    Posts
    29,352
    Beyo Vhan

    "Nicht gut genug Beyo." hauchte Braelyn an sein Ohr.
    Beyo versuchte den Arm, den sie von hinten um seinen Hals geschlungen hatte mit der verbleibenden Hand wegzudrücken. Doch gleichzeitig spürte er, wie sie mit der freien Hand in blitzschneller Abfolge mehrere Druckpunkte an seiner Hüfte traf. Ihm blieb die Luft weg, er verkrampfte und röchelte laut. Sie beendete ihren Klammergriff, doch bevor er auch nur daran denken konnte, sich aufzurichten spürte er den Tritt gegen seinen Brustkorb. "Gaargh...."
    Er hustete schmerzhaft und spuckte Blut. "Ich habe es dir gesagt. Ich bin besser als du!" Mit einem kalten Lächeln beugte sich die Turianerin über ihn. "Du hast mir so viel genommen.....aber ich werde dir noch viel mehr nehmen. Sobald diese Bomben hochgehen und du noch mehr Unschuldige auf dem Gewissen hast....werde ich deiner kleinen blauen Freundin auch einen Besuch abstatten!"
    Beyo griff sich schmerzhaft an die Brust und versuchte sich langsam wieder aufzurichten.
    "Bring mich nicht zum lachen." spottete sie. "Wir wissen beide, dass du nicht dazu in der Lage bist. Und selbst wenn du es wärst, könntest du es nicht. Du bist ein Feigling!"
    Mit einem Mal schien die Zeit stillzustehen. Wie ein Donnergrollen hallte dieses eine Wort in ihm wider. Der Turianer hob den Kopf und blitzte sie aus hasserfüllten Augen an.
    "Du kannst mich nicht töten, Beyo!"
    Blut spritzte. Um wenige Milimeter verfehlten rasiermesserscharfe Klauen die violett-farbenen Augen und zogen eine hässliche Furche über das blasse Gesicht. Überrascht aufkeuchend stolperte sie zurück. Im nächsten Moment erfüllten ohrenbetäubende Schmerzensschreie den Gehörgang des Turianers. Er spürte den zerreißenden Stoff zwischen den Zähnen, schmeckte den metallernen Geschmack. Es dauerte einige Sekunden, ehe der Adrenalinstoß nachließ und er den Kiefer aufgrund der verzweifelten Ellbogenstöße nahe seines Genicks wieder lockern musste. Immer noch rasend vor blinder Wut und Hass spuckte er wieder Blut aus, diesmal jedoch nicht sein eigenes. Braelyn hielt sich zitternd die rechte Schulter, die selbe die erst kurz zuvor ein Projektil gestreift hatte. Schwer atmend und aus weit aufgerissenen Augen sah sie ihn an.
    "Doch Braelyn......" entfuhr es knurrend seinen Kiefermandibeln. "Doch das kann ich!"
    Die Angst seiner Gegnerin wandelte sich, wurde zur selben Rage wie die, welche seinen geschundenen Körper gerade antrieb. Brüllend wie 2 wilde Tiere stürmten die beiden Feinde aufeinander zu.
    Forenperser is offline Last edited by Forenperser; 17.11.2019 at 20:39.

  14. #274 Reply With Quote
    #17  Forenperser's Avatar
    Join Date
    Sep 2008
    Location
    Irgendwo da draußen.....
    Posts
    29,352
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by numberten View Post
    So schnell wie er aufgetaucht war, so schnell verschwand er auch wieder. Beyo Vhan, das Phantom der Keeper Tunnel. Thadera war in mehrfacher Hinsicht überrascht. Das der Turianer plötzlich wieder da war und noch mehr das ihm niemand jetzt einen gezielten Schuss ins Bein verpasste. Auch von sich selbst, das sie ihn nicht einfach in eine Stase sperrte. Oder ihm hinterherlief, sie wäre sicherlich schneller gewesen.
    Stattdessen ging sie mit dem Rest, dorthin wo die Bomben waren. Bomben welche Teile der Citadel zerstören konnten. Deren Entschärfung viele Leben retten konnte. Sicherlich, ein wichtigeres Ziel als Rache. Doch der fade Beigeschmack blieb erhalten.
    Vielleicht ließ sich Bralelyn ja Zeit, den roten Turianer mit seinem verbliebenen Arm zu Tode zu prügeln. es beschützte zwar ein Kroganer die Bomben, doch es war immer nur noch EIN Kroganer. Und sie zu acht, eine einfache Rechnung in Augen der Sportlerin.

    Dutzende Kabel die sich über Metalleitungen die Wände hinauf schlängelten, dort wo wohl die Bomben lagen. Keine optimale Lage zum Entschärfen. Thadera hatte mit dieser Geschichte eh nichts zu tun, also hielt sie Ausschau nach dem noch unsichtbaren Feind. Bevor sie etwas sehen konnte, hörte sie es. Scharren von Metall an Metall, schweres Atmen. Ein gutturales und grimmiges Knurren. Ein animalisches Geräusch, verursacht wie von einem prähistorischen Raubtier. Schwere Schritte die sich schnell aus dem Dunklen der Station näherten.
    "Papi?", schoß es ihr aus unerfindlichen Gründen durch den Kopf. Die Albernheiten ihres Unterbewusstseins unbestätigt lassend, zwängte sich plötzlich der Kroganer aus dem Türrahmen. Erneut war die Sportlerin überrascht, war es doch der Bursche den sie heute schon durch die Luft geschmissen hatte. Wenn auch seine Abbildung jenseits der Spiegelachse, war doch der Arm auf der anderen Seite.
    Die Tatsache das dieser Arm einen schweren Kriegshammer trug, unterstrich diese Erkenntnis. Thaderas Laune verbesserte sie jedoch nicht.
    "Der hat aber auch immer seine tägliche Portion Varren bekommen.", dachte sie angesichts der massigen Statur und schleuderte ihm ein biotisches Geschoß entgegen. Auch der Rest des Teams eröffnete das Feuer, doch der Körper der Echse war mit einer massiven Panzerung umhüllt. Jeder Treffer schien seine Laune nur zu bessern, sein Lächeln zu verbreitern. Der kroganische Blutrausch, in fleischgewordener Gestalt.
    Der Hammer fiel und stob die Gruppe auseinander. Hirv ließ den Hammer kreisen und die blanke Klinge schnitt durch die Luft, auf der Suche nach Fleisch und Blut.
    Thadera phaste schnell biotisch nach links als sich Klinge näherte, ein blauer Streif der sich durch den Raum bewegte. Zum Stehen kommend, entlud sie die durch die Bewegung angesammelte Energie nach vorne, dem Kroganer entgegen. Durch seine schiere Größe davon recht unbeeindruckt, fixierte das Auge des Söldners die Sportlerin. Mit einem Satz, den Hammer über Kopf schwingend sprang er auf sie zu. Diese führte einen biotischen Stoß aus, welcher jedoch aufgrund des Gewichtes erneut nicht seine komplette Wirkung erreichte. Hirv wurde im Sprung nach hinten gestoßen, doch die Gegenkraft schob auch Thadera nach hinten. Das Ergebnis war eine unsanfte Landung des Kroganers und ein Hammer der auf den Boden aufschlug, die Asari verfehlend. Verhaltenes Feuer prasselte auf den gepanzerten Rücken der Echse ein. Das Risiko einen Verbündeten durch Querschläger zu treffen war groß. Auch der Einsatz einer Singularität entfiel im engen Nahkampf.
    Der Kroganer hingegen hatte keine Verbündeten, niemand auf den er achten musste. Nur pulsierende Lebewesen deren Gedärme er verteilen wollte.
    Thadera vollführte einen biotischen Sprung, an dem Söldner vorbei um ein freieres Schußfeld zu ermöglichen. Normalerweise würde sie den Nahkampf suchen, doch der Kroganer hatte ihr gegenüber eindeutig den Vorteil.

    Jedoch auch einen Nachteil, nur einem Arm. Schwer gepanzert wie der verbliebene Arm war, wusste das die Echse wohl auch. Diese griff nun die Gruppe von Beamten an, immer den Kontakt zum nächsten Ziel suchend. Keine Möglichkeiten für ein koordiniertes Feuer lassend. Thomen wurde durch den Arm der Bestie beiseite geschleudert, doch die Klinge verfehlte glücklicherweise ihr Ziel.
    Thadera atmete durch, fokussierte Hirv. Blau leuchtende Energie pulsierte erneut durch ihren Körper, sammelte sich an ihren Fäusten. Wie zwei kleine schwarze Löcher schienen diese das Licht zu verschlingen.
    Thadera atmete aus, erster Atemstoß, sie setzte sich in Bewegung aus dem toten Winkel des Einäugigen.
    Zweiter Atemstoß, sie war fast am Kroganer, der Kopf des Riesen drehte sich langsam. Dritter Atemstoß, der biotische Faustschlag der linken Hand traf den Übergang der Armpanzerung zwischen Oberarm und Ellbogen. Schmerz bohrte sich durch Thaderas Körper, ein Knacken erreichte ihren Gehörgang.
    Vierter Atemstoß, die rechte Faust segelte nach vorne, traf erneut die Stelle. Erneut knackte es, doch diesmal klang es anders. Rotlackierte Teile flogen durch die Luft, als sich die Ellbogenpanzerung verabschiedete. Der Griff des Kroganers schien sich kurz um seinen Hammer zu lockern. Die Sportlerin setzte zum dritten Schlag an, doch nun traf sie wuchtig der Arm des Kroganers und schleuderte sie nach hinten.
    Thadera schlitterte nach hinten, bemüht sich abzufangen. bis sie kniend zum stehen kam. Die linke Hand fühlte sich taub an, pochte lautstark. Die Asari schmeckte Eisen, spuckte Blut aus. Richtete sich langsam wieder auf. Dann stürmte sie wieder auf das Kampfgeschehen zu.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Khardim View Post
    Das Licht in dem hohen Raum war diffus, es schien als käme das Licht von überall und nirgends gleichzeitig. Die dicken Kabel, die die Zündvorrichtung mit den weiter oben montierten Bomben verbanden, verschwanden bereits einige Meter über ihnen im Halbschatten der Halle. Als sich aus dem selben Halbschatten eine massige, bedrohlich grunzende Gestalt schälte, brauchten sie alle einen Moment um zu erkennen, was da kam.
    Der Mann in Schwarz maß den Kroganer von Kopf bis Fuß, betrachtete die fest gefügte, rote Panzerung, die die Bestie am Leibe trug und warf dann einen Blick auf seine Waffen. Er mochte es vielleicht schaffen, die Bestie damit in die Knie zu zwingen, aber es würde ein Tod durch tausend Nadelstiche werden, vielleicht sogar zehntausend. Vincent legte seinen Mantel ab und warf ihn beiseite. Beweglichkeit war alles.

    Der Kroganer stürmte auf sie los, ignorierte das konzentrierte Feuer, das sie ihm entgegensetzten. Wo die Projektile nicht abprallten, drangen sie in seine Panzerplatten ein, ohne sie durchschlagen zu können. Es war als versuchten sie eine Lawine mit einem Laubpuster aufzuhalten. Der gewaltige Hammer ihres Gegners schlug in den Pulk und ließ sie auseinanderspringen wie einen Schwarm Mücken. Vincent gewann Abstand, schlug einen Haken und lief im Bogen um die rechte Flanke des Kroganers. Im Augenwinkel nahm er Cas’tivera wahr, die sich just in diesem Moment wie ein blauer Komet auf ihren Feind stürzte. Ihre Faust zog einen glühenden Schweif nach sich, als sie auf den Waffenarm des Kroganers eindrosch, Metallteile flogen durch die Luft und schlugen scheppernd rundherum auf. Bevor sie einen weiteren Treffer landen konnte, wurde sie abgeworfen und weggestoßen, die Asari konnte sich jedoch fangen und ging sofort wieder zum Angriff über.
    Vincent rannte weiter, umrundete den Kroganer auf einem Orbit mit gut zwölf Meter Radius im Uhrzeigersinn. Zu seiner Rechten sah er erneut Cas’tivera blau aufleuchten, eine Supernova aus Fleisch und Blut. Er setzte seinen Weg fort. Wenn der Kroganer in der Mitte des Ziffernblattes stand, kam die Asari von sechs Uhr angeschossen. Der Mann in Schwarz wollte nach zwölf.
    Die anderen Teammitglieder verteilten sich so gut es der Raum zu ließ in sicherem Abstand und beharkten den Kroganer mit ihren Waffen. Immer wenn das Ungetüm vorstürmte und einem von ihnen zu nahe kam, mussten die anderen das Feuer einstellen, um den Angegriffenen nicht zu gefährden. Es war ein chaotisches Gerenne und Gefeuere, T’Saari brüllte Befehle, um das Team zu koordinieren doch war ihr Feind der Inbegriff einer Schocktruppe: Schwer bewaffnet und überwältigend schnell.
    Er erreichte seine Position. Vincent zog, als Cas’tivera grade im Sprung zu ihrem zweiten Angriff war. ,,High noon...“ Aus Mündungen groß und schwarz wie Bergwerksschächte feuerte Vincent alles was die Magazine hergaben auf die rechte Schläfe des Kroganers. Die Kugeln schlugen im selben Augenblick ein, als Cas’tiveras Schwinger krachend seine linke traf. Der biotische Knall war ohrenbetäubend und kam als krachendes Echo Sekundenbruchteile später von Decke und Wänden zurück. Ihr Feind taumelte, wurde auf ein Knie gezwungen und stöhnte auf. Doch er ging nicht zu Boden, blockte die Asari mit seinem Kriegshammer ab und versuchte, wieder auf die Beine zu kommen. ,,Jetzt!“, rief Vincent und setzte seine Kanonade fort.


    Captain Kaneko Yuhki

    Es war wie ein Tanz mit dem Tod höchstpersönlich. Keiner blieb mehr als 2 Sekunden lang an der selben Stelle. Der Kroganer, auch wenn er wie ein wild gewordener Berserker kämpfte, erkannte sofort die Schwachstellen seiner Gegner und stürmte ständig in verschiedene Richtungen um keinem auch nur einen Moment der Ruhe und Taktik zu gönnen.
    "Wir müssen Sie von den beiden fernhalten!" Ilias und O'Grady waren beide, so gut es ihnen inmitten des Tumults möglich war, konzentriert dabei die Leitungen an den Knotenpunkten zu entschärfen. Beide hatten schon ein paar hinter sich, aber es waren noch lange nicht alle. "Ich brauche hier noch etwas!" schrie O'Grady.
    Der Kroganer hatte gerade die Sportlerin Cas´tivera abgeschüttelt und widmete seine Aufmerksamkeit jetzt den beiden Schutzlosen. Der in schwarz gekleidete Mensch jedoch unterstützte die Asari, als sie wieder zum Gegenangriff überging und gedeckt vom gemeinsamen Dauerfeuer des restlichen Teams schafften sie es tatsächlich, die Panzerung des Monsters ausreichend zu schädigen und es in die Knie zu zwingen.
    Der Asari-Spectre hob die Hand und alle stellten ihr Feuer ein. Sie begann blau zu leuchten, biotische Energie strömte durch ihren gesamten Körper sodass man die Vibration deutlich am eigenen Körper spürte. Und mit einem gewaltigen, knallenden Sturmangriff raste sie durch den halben Raum und traf den Kroganer volle Breitseite. Es gab ein hässliches Knirschen, Yuhki sah wie ein großer Teil der Brustpanzerung in tausend Teile zerbröselte. Der Kroganer röchelte und hielt die gewaltige Waffe in Schutzhaltung vor sich. Die Asari griff mit einer leuchtenden Hand an die Waffe, schob sie zur Seite und zog mit der anderen ihre Schrotflinte, hielt sie dem Koloss direkt in sein Gesicht, wie zuvor bei dem anderen.
    Mit einem Mal blitzten die Zähne des Kroganers auf. Er hob einen Fuß, verlagerte sichtlich seine gesamte, gewaltige Masse und trat so feste auf dass sämtliche Umstehende das Gleichgewicht verloren. Yuhki fiel zu Boden, dem überraschten Spectre glitt die Schrotflinte aus den Händen. Instinktiv griff sie nun mit beiden Händen nach dem gewaltigen Kriegshammer, versuchte ihn dem Gegner zu entreißen. Keiner der Anwesenden traute sich zu schießen, da sie im Schussfeld war.
    "Du siehst stark aus...." grölte der Kroganer, zog sie dann mit einem gewaltigen Ruck zu sich auf Augenhöhe. "Aber du bist nicht stark."
    Er schwang die Waffe und T'Saari wurde unkontrolliert durch die Luft geschleudert, knallte mit dem Rücken an die Wand unweit der Position an der Yuhki selbst sich gerade aufrichtete und rutschte an ihr herunter. Ihr Feind nutzte den Moment der Schwäche sofort aus, ignorierte den wieder beginnenden Beschuss und ließ die Waffe in seiner Hand herumdrehen. Wie einen Speer hielt er sie empor, zielte und schleuderte.
    "Nein!"

    Der Japaner streckte seine Hand aus und schrie. Sah, wie die gewaltige Klinge ein Ziel fand. Sich von hinten durch den Rücken bohrte und vorne am Brustbereich wieder hervorkam. Sah die geweiteten Augen und den geöffneten Mund seines Mitarbeiters, der erst jetzt realisierte was er getan hatte. Er wurde emporgehoben, mit einem unbarmherzigen Schwung warf der Kroganer ihn von sich und widmete seine Aufmerksamkeit wieder dem Ziel, das er eigentlich hatte treffen wollen. T'Saari hatte sich wieder etwas berappelt und errichtete eine Barriere. Der Kroganer presste das Klingenende gegen die blaue Blase und schob die todbringende Waffe heiser lachend langsam voran.
    "Thomen!" Alles um sich vergessend lief der Captain zu dem leblosen Körper. Er rüttelte an ihm, versuchte Medigel zu verabreichen. "Thomen! Jeffrey! Jeffrey! Verdammt nochmal, bleiben sie wach! Bleiben Sie - "
    Es war zu spät. Das Blut floss unkontrollierbar aus der breiten Fleischwunde und die Augen des blonden Polizisten registrierten ihn bereits nicht mehr. Er war tot.
    Der Japaner bebte. Tief einatmend griff er nach dem M-99 Saber, zog es aus den leblosen Händen seines Mitarbeiters. Brüllend rannte er vorwärts und feuerte. Der Kroganer hatte indes den blauen Schutzwall beinahe durchdrungen. Die mit rotem Blut benetzte Klinge kam Centimeter für Centimeter dem Brustbereich der Asari näher.
    "Aaugh!" Er heulte auf. Eines von Yuhki's Geschossen hatte ihn durchs Gesicht gestreift, gefährlich nahe an seinem verbliebenen Auge. Ohne nachzudenken schwang er die Waffe und traf den Captain direkt mit der Griffstange im Bauchbereich. Yuhki keuchte auf und wurde wieder einige Meter zurückgeschleudert, spürte den Schmerz der ihn am Aufstehen hinderte. Doch sein Angriff hatte das bewirkt, was er sollte:
    Er hatte T'Saari den nötigen Augenblick zum Kräfte sammeln verschafft.
    Forenperser is offline Last edited by Forenperser; 17.11.2019 at 21:59.

  15. #275 Reply With Quote
    Held Shepard Commander's Avatar
    Join Date
    Mar 2012
    Location
    Schleswig-Holstein
    Posts
    5,153
    Ein letzter Blick in den Spiegel. Stechend blaue Augen musterten die Figur im Spiegel. Ethan strich sich die Falten vom Hemd glatt und richtete den Kragen. Dann griff er nach seinem Jackett. „Ich bin weg. Bis später, Liebling“, rief er. Seine Partnerin, die Asari Ribana, tauchte im Türrahmen auf und lächelte ihn an. „Viel Spaß, Schatz!“ Ethan lächelte zurück. „Denkst du an die Einladung der Frasers heute Abend?“ Der Journalist unterdrückte ein Seufzen, nickte schicksalsergeben. „Natürlich, Liebling.“ Ribana durchmaß den Flur mit schnellen Schritten, drückte ihre blauen Lippen auf die Seinen. Sie lösten sich mit einem feuchten Schmatzen. „Ich denke an dich.“ Er spürte ihre Hand seinen Kragen in Unordnung bringen, tippte ihre Nasenspitze mit dem Zeigefinger an und sagte: „Ich vermisse dich schon jetzt.“ Ein abgedroschener Spruch, der seine Wirkung jedoch nicht verfehlte. Ein letzter Kuss, dann war Ethan mitsamt seinem Datenpad verschwunden.

    *

    Das Apollo’s Café war eine von einer gefühlten Millionen Ruheoasen, auf denen die Citadeler dem Stress des in der Station naturgegebenen Stresses entkommen konnten. Sensorisch-entspannende Musik waberte durch die weitausladenden Räumlichkeiten. An runden Tischen bestellte die bunt gemischte Gästeschar aus einem Sammelsurium bekannter und unbekannter Drinks ihre Favoriten. Omnipräsenter Kaffeeduft überlagerte das geschäftige Kommen und Gehen. Ethan schaute sich kurz in dem belebten Laden um, dann fand er, wonach er gesucht hatte. Ein Mann in seinem Alter, der eine Tasse schwenkte. Die makellose Uniform verriet ihn als Mann des Militärs. Ethan bahnte sich in schnellem Schritt seinen Weg durch den Laden, wich zwei Turianern aus und schenkte der brünetten Kellnerin dabei ein aufmerksames Lächeln. Dann war er bei dem Tisch angekommen, schaute zu dem Mann herab, der ihn nun seinerseits ansah und breit zu lächeln begann. „Eth, da bist du ja!

    Der Uniformierte erhob sich und die beiden Männer umarmten sich, wie es sich für alte Freunde ziemte. „Duncan, ist wieder einmal viel zu lange her“, antwortete der Journalist. Die beiden setzten sich und lächelten für einige Sekunden schweigend. „Man, Ethan“, sagte Duncan Armitage, um die Stille zu überwinden. „Es freut mich, dich zu sehen.“ „Wie geht es Sam und der Kleinen?“, fragte der Ire, nachdem er zustimmend genickt hatte. „Gut. Bestens. Wächst und gedeiht, also meine Tochter. Sam geht es auch gut. Sie hat viel zu tun. Und wie geht es…“ „Ribana.“ „Genau! Ribana?“ „Gut“, antwortete Ethan schulterzuckend. Einen Moment Schweigen. „Ich habe gesehen, dass du wieder geschrieben hast. Ich dachte du bist zum Dozenten geworden“, wechselte Duncan das Thema. „Bin ich auch. Aber diese Story ist mir förmlich in den Schoß gefallen. Ich konnte nicht widerstehen.“ Duncan nickte verständlich, obwohl er keine Ahnung davon hatte. „Das ist auch einer der Gründe für unser Treffen… Aber lass uns doch erst einmal bestellen.“
    Shepard Commander is offline

  16. #276 Reply With Quote
    Neuling Natsch's Avatar
    Join Date
    Nov 2019
    Location
    Neuss, DE
    Posts
    9
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    Ein letzter Blick in den Spiegel. Stechend blaue Augen musterten die Figur im Spiegel. Ethan strich sich die Falten vom Hemd glatt und richtete den Kragen. Dann griff er nach seinem Jackett. „Ich bin weg. Bis später, Liebling“, rief er. Seine Partnerin, die Asari Ribana, tauchte im Türrahmen auf und lächelte ihn an. „Viel Spaß, Schatz!“ Ethan lächelte zurück. „Denkst du an die Einladung der Frasers heute Abend?“ Der Journalist unterdrückte ein Seufzen, nickte schicksalsergeben. „Natürlich, Liebling.“ Ribana durchmaß den Flur mit schnellen Schritten, drückte ihre blauen Lippen auf die Seinen. Sie lösten sich mit einem feuchten Schmatzen. „Ich denke an dich.“ Er spürte ihre Hand seinen Kragen in Unordnung bringen, tippte ihre Nasenspitze mit dem Zeigefinger an und sagte: „Ich vermisse dich schon jetzt.“ Ein abgedroschener Spruch, der seine Wirkung jedoch nicht verfehlte. Ein letzter Kuss, dann war Ethan mitsamt seinem Datenpad verschwunden.

    *

    Das Apollo’s Café war eine von einer gefühlten Millionen Ruheoasen, auf denen die Citadeler dem Stress des in der Station naturgegebenen Stresses entkommen konnten. Sensorisch-entspannende Musik waberte durch die weitausladenden Räumlichkeiten. An runden Tischen bestellte die bunt gemischte Gästeschar aus einem Sammelsurium bekannter und unbekannter Drinks ihre Favoriten. Omnipräsenter Kaffeeduft überlagerte das geschäftige Kommen und Gehen. Ethan schaute sich kurz in dem belebten Laden um, dann fand er, wonach er gesucht hatte. Ein Mann in seinem Alter, der eine Tasse schwenkte. Die makellose Uniform verriet ihn als Mann des Militärs. Ethan bahnte sich in schnellem Schritt seinen Weg durch den Laden, wich zwei Turianern aus und schenkte der brünetten Kellnerin dabei ein aufmerksames Lächeln. Dann war er bei dem Tisch angekommen, schaute zu dem Mann herab, der ihn nun seinerseits ansah und breit zu lächeln begann. „Eth, da bist du ja!

    Der Uniformierte erhob sich und die beiden Männer umarmten sich, wie es sich für alte Freunde ziemte. „Duncan, ist wieder einmal viel zu lange her“, antwortete der Journalist. Die beiden setzten sich und lächelten für einige Sekunden schweigend. „Man, Ethan“, sagte Duncan Armitage, um die Stille zu überwinden. „Es freut mich, dich zu sehen.“ „Wie geht es Sam und der Kleinen?“, fragte der Ire, nachdem er zustimmend genickt hatte. „Gut. Bestens. Wächst und gedeiht, also meine Tochter. Sam geht es auch gut. Sie hat viel zu tun. Und wie geht es…“ „Ribana.“ „Genau! Ribana?“ „Gut“, antwortete Ethan schulterzuckend. Einen Moment Schweigen. „Ich habe gesehen, dass du wieder geschrieben hast. Ich dachte du bist zum Dozenten geworden“, wechselte Duncan das Thema. „Bin ich auch. Aber diese Story ist mir förmlich in den Schoß gefallen. Ich konnte nicht widerstehen.“ Duncan nickte verständlich, obwohl er keine Ahnung davon hatte. „Das ist auch einer der Gründe für unser Treffen… Aber lass uns doch erst einmal bestellen.“


    Peyton trat mit einem beschäftigten Ausdruck im Gesicht hinter die Theke, korrigierte kurz die Bestellung bei der sie sich verschrieben hatte und gab sie an die Küche - und damit Bryna weiter. "Der Kunde fragt ob du das bitte mit etwas mehr Liebe als beim letzten Mal machen kannst.", sprach Peyton mit gedämpfter Stimme, ein feistes Grinsen auf den Lippen, wissend, wie ihre Arbeitskollegin reagieren würde. "Nur weil ich Mal mit ihm geschlafen hab, braucht sein Essen keine Liebe!", knurrte sie zurück und taxierte die Brünette mit einem warnenden Ausdruck in den Augen. "Guck mich nicht so an, selber Schuld! Die Citadel ist ein Dorf - irgendwann läuft man sich Mal über den Weg.", erwiderte Peyton und griff nach der nächsten fertigen Bestellung und verließ den Thekenbereich, froh darum, solche Probleme nicht zu haben.

    Mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen brachte sie die Bestellung zu einen runden Tisch an welchem ein junges Paar saß. "Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit.", wieder das Lächeln, dann wandte sie sich diskret ab und überblickte einmal ihre Kunden, abschätzend wer demnächst wohl noch einmal nachgeschenkt haben wollen würde. Dabei fiel ihr ein Mann im mittleren Alter auf, der sich zu einem anderen gesellte den sie bereits bedient hatte. Peyton nickte ihm höflich zu als ihre Blicke sich kreuzten, ließ ihnen aber noch einen kurzen Moment Zeit sich zu begrüßen.

    Dreckiges Geschirr hinter die Theke bringend, hörte sie ihre Kollegin immer noch leise fluchen, wohl besonders viel.. Liebe in ihre Arbeit legend. Nichts sagend, schob Peyton das Geschirr in die Spülmaschine, wusch sich kurz die Hände, ehe sie - ohne einen weiteren Kommentar - wieder heraus trat und auf die beiden Herren zuging. "Ich wünsche Ihnen einen guten Tag.", begrüßte sie den Neuankömmling. "Wissen Sie schon, was sie gerne hätten?", ein weiteres Lächeln huschte über ihre Lippen.
    SO ONE - TWO - THREE
    TAKE MY HAND AND COME WITH ME
    BECAUSE YOU LOOK SO FINE
    THAT I REALLY WANNA MAKE YOU MINE

    Natsch is offline

  17. #277 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,663
    T'Saari , Die Chaos-Cops II: Die Rache des Blutigen Turianers! , Thadera haut den Krogi , McCrees verschollener Partner , The Predator, Starring: Beyo Vhan & The Krogan strikes back!

    Aufteilen!“, rief Syren, genauso wie T’Saari als das riesige Ungetüm sich daran machte sie anzugreifen, „Haltet sie von den Bombenspezialisten fern!“, fügte Syren aber noch hinzu, während alle anfingen das Feuer zu eröffnen.
    Diese Strategie funktionierte: Ilias und O’Grady arbeiteten an den Bomben, während der Rest den Kroganer beharkte. Zunächst war es die ehemalige Sportlerin, die versuchte die Echse im Nahkampf niederzuringen, dann half ihr von allen möglichen Personen der Mann in Schwarz, der zuvor seinen schwarzen Mantel zurückgelassen hatte. Die Bestie wurde auf die Knie gezwungen, bevor T’Saari einen direkten Angriff auf ihn verübte, den Kroganer scheinbar brechend.
    Einen Moment lang waren sie dem Sieg so nahe, dann verloren sie wieder alles: T’Saari wurde weggeschleudert und der Kroganer brachte einen der C-Sec Agents um. Syren fluchte innerlich, während sein Blick zur Bombenuhr ging – noch 5 Minuten bis alles hochging. Die beiden Menschen hatten im Schatten der Kämpfe einige der Zünder entschärfen können, aber sie hatten gerade Mal die Hälfte und O’Grady schien abgelenkt vom Tod seines Kameraden. „Konzentrieren sie sich! Wir haben nicht mehr viel Zeit.“, befahl der Turianer dem Menschen und dieser gehorchte. Er selbst musste in diesem Moment sein Feuer einstellen, als Yuhki plötzlich auf den Kroganer schießend zurannte.

    Saenia erreichte Thadera, die äußerst müde und angeschlagen wirkte. Sie zückte ein Medi-Gel und verabreichte es der Asari. „Können sie ihre Angriffe mit T’Saari koordinieren?“, fragte die braune Turianerin an die Asari gewandt, „Eine Biotikerin scheint bei diesem Riesen nicht auszureichen!
    In diesem Moment wurde der C-Sec Captain weggeschleudert und der Kroganer griff wieder die Spectre an.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline

  18. #278 Reply With Quote
    Held Shepard Commander's Avatar
    Join Date
    Mar 2012
    Location
    Schleswig-Holstein
    Posts
    5,153
    Beyo

    Thadera

    Van Zan

    Rabe

    Die Struktur der Bomben war überraschend simple. Hanna mutmaßte, dass Gavros nicht erwartet hatte, dass jemals jemand außer ihr Hand an die Sprengsätze legen würde. „Selbst batarianische Enterkommandos entwickeln kompliziertere Sprengfallen“, dachte die Blondine. Der Stress, der mit der Operation am offenen Herzen einherging, war unterschwellig. Sie spürte ihn wie sanfte Wogen, die gegen ihre Brust schlugen. Stärker war das Gefühl der Sucht – Hannas Lust auf eine Zigarette steigerte sich mit jedem entschärften Sprengsatz. Mittlerweile hatte sie einen trockenen Mund und das Gefühl unbändigen Durstes. Während um sie herum geschossen und geschrien wurde dachte Hanna nur daran, auch noch die restlichen Totbringer zu entschärfen, um ihre geschundene Lunge endlich mit einem weiteren Glimmstengel torpedieren zu können. Ein Querschläger peitschte dicht neben Hannas Kopf entlang, so dicht, dass es pfiff. „Ey, passt auf ihr Idioten!“, rief Hanna laut, obwohl sie wohl niemand hören konnte. Sie hob zwei Kabel an, drückte eine Reihe an Knöpfen und löste eine Verbindung. Der Zähler am Sprengsatz verstummte, die Zahlen blieben stehen: 4:57. Hanna schaute zur nächsten pilzähnlichen Metallkuppel. „Noch genug Zeit“, dachte sie, ging aus der Hocke und lief zum nächsten Ziel.

    Seeva konnte nicht sagen, welcher Teufel sie geritten hatte, Beyo die Killerin alleine verfolgen zu lassen und die Bomben aufzusuchen. Nun war sie um ihre Entscheidung froh. Der Kroganer war ein härterer Brocken als sein Spiegelbild zuvor – und ihre Truppe schrumpfe. Thomen starb. Der einzige Trost mochte sein, dass er schnell und hoffentlich schmerzlos starb. Er erkaufte ihnen Zeit. Seeva sammelte Kraft und pfefferte dem im Gesicht verletzten Kroganer ein biotisches Geschoss entgegen. Der Koloss taumelte. Gedämpft hörte sie Vox etwas rufen, ihr dröhnte vom dauerhaften Abfeuern das Gehör. Die Asari rappelte sich auf, sammelte ihre Schrotflinte auf, schoss das Magazin leer und warf sie beiseite. Ähnlich wie zuvor die Sportlerin griff der Spectre an, stieß den Kroganer zurück während sie zeitgleich ihre Pistole vom Gürtel zog. Sie zwängte die Waffe zwischen die aufgebrochenen Panzerstücke, in die Cas’tivera eine Bresche geschlagen hatte. Mehrfach drückte sie ab, pumpte Projektile in das Fleisch der Bestie. Sicherlich nicht tödlich, aber schmerzhaft. Ihr Gegner machte einen kräftigen Schritt zur Seite, stieß die Asari damit fort. Der Spectre kam ins Straucheln, wich zurück und duckte sich unter einem unkontrollierten Schwung des Streithammers weg. T’Saari feuerte die letzten beiden Projektile auf die Schädelplatte des Kroganers ab, wich rückwärts aus und fingerte ein Thermomagazin vom Gürtel. Während sie nachlud sah sie in des Kroganers Rücken O’Grady fluchen und auf der Bombe herumdrücken. Wäre Hanna Ilias nicht mitgekommen, wäre es egal ob der Kroganer oder das Team den Sieg in diesem Kampf erringen würde – sie wären tot. Die ehemalige Elitesoldatin zeigte, dass sie nichts von dem Gelernten vergessen hatte und arbeitete doppelt so effektiv, wie der Polizist. Der Kroganer schwächelte, seine Schläge wurden langsamer, weniger wild. Der Kampf neigte sich dem Ende.
    Shepard Commander is offline

  19. #279 Reply With Quote
    Held Shepard Commander's Avatar
    Join Date
    Mar 2012
    Location
    Schleswig-Holstein
    Posts
    5,153
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Natsch View Post
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)



    Peyton trat mit einem beschäftigten Ausdruck im Gesicht hinter die Theke, korrigierte kurz die Bestellung bei der sie sich verschrieben hatte und gab sie an die Küche - und damit Bryna weiter. "Der Kunde fragt ob du das bitte mit etwas mehr Liebe als beim letzten Mal machen kannst.", sprach Peyton mit gedämpfter Stimme, ein feistes Grinsen auf den Lippen, wissend, wie ihre Arbeitskollegin reagieren würde. "Nur weil ich Mal mit ihm geschlafen hab, braucht sein Essen keine Liebe!", knurrte sie zurück und taxierte die Brünette mit einem warnenden Ausdruck in den Augen. "Guck mich nicht so an, selber Schuld! Die Citadel ist ein Dorf - irgendwann läuft man sich Mal über den Weg.", erwiderte Peyton und griff nach der nächsten fertigen Bestellung und verließ den Thekenbereich, froh darum, solche Probleme nicht zu haben.

    Mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen brachte sie die Bestellung zu einen runden Tisch an welchem ein junges Paar saß. "Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit.", wieder das Lächeln, dann wandte sie sich diskret ab und überblickte einmal ihre Kunden, abschätzend wer demnächst wohl noch einmal nachgeschenkt haben wollen würde. Dabei fiel ihr ein Mann im mittleren Alter auf, der sich zu einem anderen gesellte den sie bereits bedient hatte. Peyton nickte ihm höflich zu als ihre Blicke sich kreuzten, ließ ihnen aber noch einen kurzen Moment Zeit sich zu begrüßen.

    Dreckiges Geschirr hinter die Theke bringend, hörte sie ihre Kollegin immer noch leise fluchen, wohl besonders viel.. Liebe in ihre Arbeit legend. Nichts sagend, schob Peyton das Geschirr in die Spülmaschine, wusch sich kurz die Hände, ehe sie - ohne einen weiteren Kommentar - wieder heraus trat und auf die beiden Herren zuging. "Ich wünsche Ihnen einen guten Tag.", begrüßte sie den Neuankömmling. "Wissen Sie schon, was sie gerne hätten?", ein weiteres Lächeln huschte über ihre Lippen.


    Die Kellnerin erschien an ihrem Tisch, noch bevor sie nach ihr winken konnten. „Oh, sehr aufmerksam“, sagte Duncan und lächelte, wie er immer zu lächeln pflegte. „Ich würde sagen, wir teilen uns eine Kanne guten alten Kaffees von der Erde, oder?“ „Auf jeden Fall“, sagte Ethan ehrlich begeistert. Die beiden Männer waren auf dem Ursprungsplaneten der Menschheit geboren, stammten also direkt aus der Wiege und bewahrten sich die kleinen Erinnerungen an ihren Heimatplaneten bei jeder Gelegenheit. Kaffee, obwohl er vermutlich nicht besonders anders als der künstliche Kaffee der Citadel schmeckte, gehörte dazu. „Dann eine Kanne von Ihrem besten Kaffee des Planeten Erde. Brasilianisch, wenn möglich“, erklärte Duncan.
    Shepard Commander is offline

  20. #280 Reply With Quote
    Neuling Natsch's Avatar
    Join Date
    Nov 2019
    Location
    Neuss, DE
    Posts
    9
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post

    Die Kellnerin erschien an ihrem Tisch, noch bevor sie nach ihr winken konnten. „Oh, sehr aufmerksam“, sagte Duncan und lächelte, wie er immer zu lächeln pflegte. „Ich würde sagen, wir teilen uns eine Kanne guten alten Kaffees von der Erde, oder?“ „Auf jeden Fall“, sagte Ethan ehrlich begeistert. Die beiden Männer waren auf dem Ursprungsplaneten der Menschheit geboren, stammten also direkt aus der Wiege und bewahrten sich die kleinen Erinnerungen an ihren Heimatplaneten bei jeder Gelegenheit. Kaffee, obwohl er vermutlich nicht besonders anders als der künstliche Kaffee der Citadel schmeckte, gehörte dazu. „Dann eine Kanne von Ihrem besten Kaffee des Planeten Erde. Brasilianisch, wenn möglich“, erklärte Duncan.


    Das Gespräch zwischen den beiden Männern knapp verfolgend, nickte Peyton als sie sich für eine Kanne brasilianischen Kaffee entschieden. "Die Herren haben Geschmack! Wir haben gerade noch eine Lieferung brasilianischen Bohnenkaffee bekommen..", sagte sie mit einem vergnügten Ausdruck in den braunen Augen während sie sich eine kleine Notiz machte. "Dauert einen Moment..", verabschiedete Peyton sich dann mit einem sachten Lächeln auf den Lippen, bereits drei Schritte in Richtung der Theke gehend.

    "Oh Bryna, das sieht aber nicht nach viel Liebe aus - das kannst du persönlich abliefern.", Peyton rümpfte leicht die Nase als sie.. das Erzeugnis ihrer turianischen Arbeitskollegin musterte. "Das soll ein turianischer Brunch sein?", fragte sie weiter, die einzelnen Lebensmittel nicht einmal erraten könnend. "Ach du hast keine Ahnung von unseren Essgewohnheiten, Missy.", knurrte die andere hinter der Theke. "Das was du isst sieht nie so aus...", sprach die 22jährige unschuldig während sie die Kaffeebohnen in den Automaten gab, der sie mahlen würde. "Soll ich das echt selbst abliefern?!", fragte Bryna nach und Peyton nickte. "Ich bitte darum. Mit Liebe.", antwortete die Jüngere geschäftig, sich kurz auf die Zehenspitzen stellend um den Füllstand des Automaten zu prüfen. Zufrieden verschloss sie die Maschine und betätigte einen Knopf. Das Geräusch von zermahlenden Bohnen hallte durch das Café. Dabei glitt ihr Blick wieder neugierig durch das Café, den verschiedenen Gesprächen lauschend die Bruchstückhaft an ihre Ohren getragen wurden.
    SO ONE - TWO - THREE
    TAKE MY HAND AND COME WITH ME
    BECAUSE YOU LOOK SO FINE
    THAT I REALLY WANNA MAKE YOU MINE

    Natsch is offline

Page 14 of 15 « First ... 37101112131415 Last »

Posting Permissions

  • You may not post new threads
  • You may not post replies
  • You may not post attachments
  • You may not edit your posts
  •