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Was ist Sozialismus oder hat der Kapitalismus gewonnen?

  1. #1 Reply With Quote
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    Ich sprach vom hier und heute, und nicht davon, wer sich irgendwann einmal links genannt hat.
    Verzeih mir, ich vergass für einen Moment dass alle linken Schlächter in Wahrheit natürlich gar nicht links waren weil vom Linken ja nur das Wahre und Gute kommt und linke Extremisten bekanntlich niemals lügen, bedrohen und morden würden um ihre Ziele zu erreichen.

    Im hier und heute grüssen dann halt stattdessen Venezuela oder Kuba.
    I get up in the evening, and I ain't got nothing to say
    I come home in the moring, I go to bed feeling the same way
    I ain't nothing but tired, man I'm just tired and bored with myself
    Hey there baby, I could use just a little help

    You can't start a fire, you can't start a fire without a spark
    This gun's for hire even if we're just dancing in the dark
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  2. #2 Reply With Quote
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    Verzeih mir, ich vergass für einen Moment dass alle linken Schlächter in Wahrheit natürlich gar nicht links waren weil vom Linken ja nur das Wahre und Gute kommt und linke Extremisten bekanntlich niemals lügen, bedrohen und morden würden um ihre Ziele zu erreichen.

    Im hier und heute grüssen dann halt stattdessen Venezuela oder Kuba.
    Kuba ist eines der sichersten und best versorgtesten Länder in der Karibik. Von Wikipedia:

    According to the Human Development Index, Cuba has high human development and is ranked the eighth highest in North America, though 67th in the world.[20] It also ranks highly in some metrics of national performance, including health care and education.[21][22] It is the only country in the world to meet the conditions of sustainable development put forth by the WWF.[23]
    Oder würdest du etwa lieber im kapitalistischen Haiti leben? Kuba hat, ganz klar, demokratische Defizite aber trotz anhaltender Sanktionen und unzähligen Akten der Sabotage seitens der USA gehört es zu den erfolgreichsten Staaten in seiner Region und ein Beweis dafür, dass die Privatwirtschaft nicht alternativlos ist. Und von der grausamen, kapitalistischen Diktatur, die in Kuba vor Der Kommunistischen Partei an der Macht war, brauchen wir gar nicht erst anfangen. Kritisier es, so viel du willst, Kritik an der Rechtstaatlichkeit und demokratischen Entwicklung von Kuba ist durchaus gerechtfertigt, alles in allem ist es aber eine sozialistische Erfolgsgeschichte.

    Venezuela ist ein kapitalistisches Land und die sozialistische Regierung hat bisher wenig getan um die Privatwirtschaft abzuschaffen. Sie hat Umverteilungen auf den Weg gebracht, wovon die Venezolanische Arbeiterklasse auch profitiert hat. Trotzdem ist die Regierung von Chavez und Maduro bestenfalls sozialdemokratisch.

    Willst du jetzt noch mit Nord Korea kommen?
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  3. #3 Reply With Quote
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    @ Raider

    Ich fürchte, ich muss dir widersprechen.
    Cuba hat von Venezuela Erdöl im Tausch gegen militärisches und medizinisches Personal
    erhalten, welches es dann auf dem internationalen Markt verkauft hat, um Einnahmen
    zu generieren.
    Es ist also kein "erfolgreicher" revolutionärer Staat, wenn du mich fragst. Jeder betrunkener
    Kirmesboxer auf dem Jahrmarkt hätte auf solch eine Idee kommen können.

    Ich schätze motzel möchte lieber darauf hinweisen, daß der Sozialismus und all seine
    Spielformen, mehr oder weniger zum Totalausfall führen, gerne Verbunden mit einem gut
    geölten Überwachungs- und Repressionsapparat.

    Frage:
    - Was passiert, wenn man den Sozialismus in der Wüste einführt?
    - Erst mal nichts, danach wird der Sand knapp.

    Cheers!
    wildundgesetzlos is offline

  4. #4 Reply With Quote
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    Oder würdest du etwa lieber im kapitalistischen Haiti leben? Kuba hat, ganz klar, demokratische Defizite aber trotz anhaltender Sanktionen und unzähligen Akten der Sabotage seitens der USA gehört es zu den erfolgreichsten Staaten in seiner Region und ein Beweis dafür, dass die Privatwirtschaft nicht alternativlos ist. Und von der grausamen, kapitalistischen Diktatur, die in Kuba vor Der Kommunistischen Partei an der Macht war, brauchen wir gar nicht erst anfangen. Kritisier es, so viel du willst, Kritik an der Rechtstaatlichkeit und demokratischen Entwicklung von Kuba ist durchaus gerechtfertigt, alles in allem ist es aber eine sozialistische Erfolgsgeschichte.

    Venezuela ist ein kapitalistisches Land und die sozialistische Regierung hat bisher wenig getan um die Privatwirtschaft abzuschaffen. Sie hat Umverteilungen auf den Weg gebracht, wovon die Venezolanische Arbeiterklasse auch profitiert hat. Trotzdem ist die Regierung von Chavez und Maduro bestenfalls sozialdemokratisch.
    Ich habe ein wenig den Eindruck, du neigst dazu, Kuba seine Defizite in Sachen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit viel leichter nachsehen zu wollen, da es sich dem Sozialismus verschrieben hat, denn Staaten, die sich dem Kapitalismus zugewandt haben.

    Trotz deines Hinweises, dass Kritik hier angebracht und gerechtfertigt ist, scheinst du mir mit kapitalistischen Staaten deutlich härter ins Gericht zu gehen, wenn sie Defizite in demokratischer Entwicklung und Rechtssdtaatlichkeit aufweisen. Dort rufst du schon ganz gerne zu einem Umsturz auf, hier ist es trotzdem eine "sozialistische Erfolgsgeschichte".

    Das scheint mir mit zweierlei Maß gemessen und vor allem parteiisch betrachtet. Bitte äußere dich noch einmal zu diesem Bedenken, damit ich mich hierzu nicht bestätigt sehen muss.

    „Die Menschen bedienen sich ihrer Vernunft nur dazu, um ihre Ungerechtigkeiten zu rechtfertigen, und die Sprache dient ihnen allein dazu, ihre Gedanken zu verbergen.“

    Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord
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  5. #5 Reply With Quote
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    Ich habe ein wenig den Eindruck, du neigst dazu, Kuba seine Defizite in Sachen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit viel leichter nachsehen zu wollen, da es sich dem Sozialismus verschrieben hat, denn Staaten, die sich dem Kapitalismus zugewandt haben.

    Trotz deines Hinweises, dass Kritik hier angebracht und gerechtfertigt ist, scheinst du mir mit kapitalistischen Staaten deutlich härter ins Gericht zu gehen, wenn sie Defizite in demokratischer Entwicklung und Rechtssdtaatlichkeit aufweisen. Dort rufst du schon ganz gerne zu einem Umsturz auf, hier ist es trotzdem eine "sozialistische Erfolgsgeschichte".

    Das scheint mir mit zweierlei Maß gemessen und vor allem parteiisch betrachtet. Bitte äußere dich noch einmal zu diesem Bedenken, damit ich mich hierzu nicht bestätigt sehen muss.
    Hart ins Gericht gehe ich, in erster Linie, mit kapitalistischen Staaten, die stabile Demokratien hatten und in denen die Menschenrechte respektiert wurden, in denen sie aber mittlerweile immer weiter unterminiert werden. Das sind Staaten wie die USA, wie Italien, im Grunde auch wie der Türkei, auch wenn die Demokratie dort fast immer ziemlich holprig war. Ich bin, allem in allem für den Widerstand gegenüber antidemokratischen und antirechtsstaatlichen Strömungen in demokratischen Rechtsstaaten. Und wenn diese Strömungen in diesen Staaten die Regierung bilden, dann bin ich für den Widerstand gegen diese Regierungen.

    Dir mag aufgefallen sein, dass ich darin auch in erster Linie Bezug auf westliche Staaten nehme und Afrikanische oder Asiatische Staaten, die keine demokratische Geschichte haben meistens ausnehme. Und vielleicht ist es ein Zeichen für ein zu eurozentrisches Weltbild, dass ich das tue aber der Fall der entwickelten westlichen Welt und deren Modelldemokratien halte ich für ein extrem drängendes Problem das uns, hier, jetzt betrifft. Da ist es höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen.

    Gut, Staaten wie Saudi Arabien, die eine imperialistische Achse mit westlichen Ländern wie den USA bilden erwähne ich ebenfalls sehr gerne einmal aber auch das ist ein Problem, das uns betrifft.
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  6. #6 Reply With Quote
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    Ich kann es insofern gut verstehen, dass du an demokratische Staaten mit ehemals großem Wert auf Rechtsstaatlichkeit höhere Anforderungen stellst, als an Staaten, die Rechtsstaatlichkeit und Demokratie eh nie wirklich beachtet haben. Dies macht für mich durchaus Sinn und würde ich nicht mal eurozentrisch sehen. Nur logisch. Woher sollen in China oder Saudi-Arabien auch die demokratischen und rechtsstaatlichen Traditionen kommen?

    Aber es lastet schwer auf meinem Gemüt, zu sehen, wie du in einem Post Kuba demokratische Defizite und Mängel an Rechtsstaatlichkeit vorwirfst, es aber trotzdem als "Erfolgsgeschichte" benennst.

    Ich mein, in Kuba hat sich viel staunenswertes zugetragen und der Sozialismus hat dort einen Weg genommen, der sehr viel weniger fürchterlich war, als in Russland oder anderswo. Aber eine Erfolgsgeschichte scheint mir zu hoch gegriffen zu sein, eben auch wegen dieser genannten Mängel und Defizite.



    Wie schaut sie eigentlich aus, deine Notbremse, von der du sprichst?

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    Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord
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  7. #7 Reply With Quote
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    Ich kann es insofern gut verstehen, dass du an demokratische Staaten mit ehemals großem Wert auf Rechtsstaatlichkeit höhere Anforderungen stellst, als an Staaten, die Rechtsstaatlichkeit und Demokratie eh nie wirklich beachtet haben. Dies macht für mich durchaus Sinn und würde ich nicht mal eurozentrisch sehen. Nur logisch. Woher sollen in China oder Saudi-Arabien auch die demokratischen und rechtsstaatlichen Traditionen kommen?

    Aber es lastet schwer auf meinem Gemüt, zu sehen, wie du in einem Post Kuba demokratische Defizite und Mängel an Rechtsstaatlichkeit vorwirfst, es aber trotzdem als "Erfolgsgeschichte" benennst.

    Ich mein, in Kuba hat sich viel staunenswertes zugetragen und der Sozialismus hat dort einen Weg genommen, der sehr viel weniger fürchterlich war, als in Russland oder anderswo. Aber eine Erfolgsgeschichte scheint mir zu hoch gegriffen zu sein, eben auch wegen dieser genannten Mängel und Defizite.



    Wie schaut sie eigentlich aus, deine Notbremse, von der du sprichst?
    Sache ist, in den meisten sozialistischen Staaten war ein liberaler Sozialismus nie eine realistische Option. Und vergiss nicht: Auch praktisch alle sozialistischen Staaten entstanden in Ländern, die keine demokratische Tradition hatten. Und in den meisten dieser Staaten verbesserte sich die Situation der meisten Leute dadurch auch. Für mich sind die Errungenschaften des diktatorischen Sozialismus ein Zeichen dafür, was unter einem demokratischen Sozialismus erreicht werden könnte. Hast du dich mal mit Cybersyn, dem technologischen Rahmen der wirtschaftlichen Planung in Allende's Chile beschäftigt? Es zeigte vielversprechend Resultate, bis Allende geputscht und das Projekt abgebrochen wurde. Das war in den 70er. Stell dir vor, wie man mit moderner Technologie darauf aufbauen könnte.

    Du kennst meine Antwort darauf, was ich unter dieser Notbremse verstehe. Unerbittliche, antifaschistische Politik. Antifaschistische Strafverfolgung, Runderneuerung der Behörden, Verbot rechtsradikaler Parteien und sobald die unmittelbare Gefahr unter Kontrolle gebracht wurde, langfristige Reformen des Bildungswesens, der Medien, des Sozialstaat und so weiter, die ein Wiederaufleben unmöglich machen. Ich glaube, man könnte auf einem Jahrzehnt von konsequentem Antifaschismus ein Jahrhundert stabiler Demokratie aufbauen.
    Raider is offline

  8. #8 Reply With Quote
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    Frage:
    - Was passiert, wenn man den Sozialismus in der Wüste einführt?
    - Erst mal nichts, danach wird der Sand knapp.
    Frage: Was ist Sozialismus?
    smiloDon is offline

  9. #9 Reply With Quote
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    @ Raider

    Frage:
    - Was passiert, wenn man den Sozialismus in der Wüste einführt?
    - Erst mal nichts, danach wird der Sand knapp.

    Cheers!





    Moors

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    Frage: Was ist Sozialismus?
    Eine Wunschvorstellung, die mit der realen Welt nichts zu tun hat.


    Moors
    Moors is offline Last edited by smiloDon; 30.06.2019 at 12:44.

  10. #10 Reply With Quote
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    Eine Wunschvorstellung, die mit der realen Welt nichts zu tun hat.


    Moors
    Entäuschende Antwort, tbh.

    Ich bin ja auch kein Freund von dem, was ich als Sozialismus begreife.
    Aber einen genaueren Blick sollte uns gerade der Gegenstand unserer Ablehnung wert sein. Damit wir etwas haben, womit wir unsere Ablehnung begründen können.

    „Die Menschen bedienen sich ihrer Vernunft nur dazu, um ihre Ungerechtigkeiten zu rechtfertigen, und die Sprache dient ihnen allein dazu, ihre Gedanken zu verbergen.“

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  11. #11 Reply With Quote
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    Entäuschende Antwort, tbh.
    Es erinnert mich an das hysterische Gegacker, denn Diskussion möchte ich es nicht nennen, auf die Äußerungen von Herrn Kühnert über seine Vorstellungen eines demokratischen Sozialismus'. Dass seine Vorstellungen nichts mit dem historischen Realsozialismus der DDR zu tun haben, wird dabei geflissentlich totgeschwiegen.
    Man kann ja dazu stehen, wie man möchte. Aber hier haben wir wenigstens Zeit und Raum, dies zu diskutieren!
    smiloDon is offline

  12. #12 Reply With Quote
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    Es erinnert mich an das hysterische Gegacker, denn Diskussion möchte ich es nicht nennen, auf die Äußerungen von Herrn Kühnert über seine Vorstellungen eines demokratischen Sozialismus'. Dass seine Vorstellungen nichts mit dem historischen Realsozialismus der DDR zu tun haben, wird dabei geflissentlich totgeschwiegen.
    Man kann ja dazu stehen, wie man möchte. Aber hier haben wir wenigstens Zeit und Raum, dies zu diskutieren!
    Naja, wenn ich mich so an diesen Kühnert-Fanthread zurückerinnere, dann war Moors Oneliner vielleicht doch das kleinere Übel...


    Aber du hast schon Recht. Hier hat man so viele schöne Möglichkeiten vor Publikum seine Ansichten darzulegen, sogar grenzwertige, ggf sogar radikale Ansichten werden hier bis zu einem sehr weiten Grad toleriert. Und dann nutzt man diese Möglichkeiten für solche billigen Allgemeinplätze.


    @ Raider

    Tschuldige, habe deine Antwort vorhin überlesen und eben erst bemerkt.


    Cybersyn kenne ich nicht. Im allgemeinen befasse ich mich lieber mit Geschichte, die weiter zurückreicht. 1933 ist meist Schluss.

    Taugt der Wikipediaartikel dazu etwas (ich nehme mal einfach an, dass es ihn gibt) oder kannst du weitere, interessante Quellen dazu empfehlen, damit ich mich belesen kann?

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  13. #13 Reply With Quote
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    Entäuschende Antwort, tbh.

    Ich bin ja auch kein Freund von dem, was ich als Sozialismus begreife.
    Aber einen genaueren Blick sollte uns gerade der Gegenstand unserer Ablehnung wert sein. Damit wir etwas haben, womit wir unsere Ablehnung begründen können.
    Tja, Die Realität richtet sich halt nicht nach den Vorstellungen, die jemand hat. Wenn du einen genaueren Blick haben willst, dann schau dir die letzten 200 Jahre der Geschichte an.
    Was war erfolgreich, was nicht. Dann festzustellen, das dieser Sozialismus, aus welchen Gründen auch immer, harmlos ausgedrückt, eben nicht sonderlich erfolgreich war. Dass das Ergebnnis dieser Gesellschaftsform fast immer im diktatorisch geendet ist. Ohne nennenswertes Ergebnis für die breite Schicht. Wenn das nicht als Ablehnung reicht, nun denn, dann erübrigt sich jede weitere Diskussion. Wenn einem die Realität nicht passt, warum auch immer, gibt es nichts mehr zu argumentieren.


    Moors
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  14. #14 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Moors View Post
    Tja, Die Realität richtet sich halt nicht nach den Vorstellungen, die jemand hat. Wenn du einen genaueren Blick haben willst, dann schau dir die letzten 200 Jahre der Geschichte an.
    Was war erfolgreich, was nicht. Dann festzustellen, das dieser Sozialismus, aus welchen Gründen auch immer, harmlos ausgedrückt, eben nicht sonderlich erfolgreich war. Dass das Ergebnnis dieser Gesellschaftsform fast immer im diktatorisch geendet ist. Ohne nennenswertes Ergebnis für die breite Schicht. Wenn das nicht als Ablehnung reicht, nun denn, dann erübrigt sich jede weitere Diskussion. Wenn einem die Realität nicht passt, warum auch immer, gibt es nichts mehr zu argumentieren.


    Moors
    Was siehst du denn überhaubt als Kriterium für Erfolg in der Geschichte an?

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  15. #15 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by smiloDon View Post
    Es erinnert mich an das hysterische Gegacker, denn Diskussion möchte ich es nicht nennen, auf die Äußerungen von Herrn Kühnert über seine Vorstellungen eines demokratischen Sozialismus'. Dass seine Vorstellungen nichts mit dem historischen Realsozialismus der DDR zu tun haben, wird dabei geflissentlich totgeschwiegen.
    Man kann ja dazu stehen, wie man möchte. Aber hier haben wir wenigstens Zeit und Raum, dies zu diskutieren!

    Falls du mich mit dem "hysterischen" Gegacker gemeinst haben solltest, dann erstens habe ich mich meines Wissens hier nie weiter zu den Äußerungen des Herrn Kühnert geäußert, zweitens durchaus den Eindruck, wenn hier was geschrieben wird, was nicht ins linke/Grüne Weltbild past, hier dann das von dir postulierte "hysterische" Gegacker zu lesen ist.
    Der Vorschlag des herrn Kühnert fand ich von der Idee her nicht mal schlecht, aber genauso war mir klar, dass das nie passieren wird. Eben weil die Verhältnisse nicht so sind um dieser Idee eine Überlebenschance zu geben. Einmal mehr: Wunsch und Wirklichkeit.
    Um diese Idealbild des Sozialismus zu erfüllen, müsste eine neue Sorte Mensch entstehen. Da aber die Natur(Evolution) nunmal nach der Devise handelt, der Fitteste, Schlauste, Gerissenste, etc, überlebt, gibt es keinen realen Ansatz, dass dieser Traum jemals Wirklichkeit werden könnte. So isses nunmal. Egal, ob es den Gutmeinenden....das meine ich nicht sarkastisch......so gefällt oder nicht. Sorry....



    Moors

    Quote Originally Posted by Seelenschnitte View Post
    Was siehst du denn überhaubt als Kriterium für Erfolg in der Geschichte an?
    Das was sich über längere Zeit in der Regel durchsetzt. Und wenn man sich die Menscheitsgeschichte anschaut, war es immer der Egoismus, die Gier nach Macht und als Grundlage dazu die Gier nach Geld. Egal in welchem Gesellschaftsmodell. Sehr schön zu beobachten an der Entwicklung hier bei uns. Als Schlagwort" Die soziale Marktwirtschaft" Eine großartige Idee, infolge derer tatsächlich auch bisherige Bevölkerungsteile (Arbeiter und Angestellte) zu relativem Wohlstand und gesichertem Leben kommen konnten. Und wie du ja selbst feststellen kannst, ist diese doch eigentlich wirklich gute System "soziale Marktwirtschaft" immer mehr langsam am absterben.
    Weil halt die alten Mechanismen wieder greifen. Mehr Geld, mehr Macht, zunehmende sozialen Unterschiede. Das ist sozusagen ein Naturzustand.
    Dabei darf man dann eines nicht vergessen, die zu diesem relativen Wohlstand gekommenen sind in aller Regel nicht bereit davon was abzugeben um mehr sozialen Ausgleich zu schaffen. Nee, die wollen dass das so bleibt und wehren sich mit aller Macht dagegen, da was zu ändern. Auch da, erst kommt das Essen, dann die Moral. Moral dann, wenn sie an dem geliebten monemtanen Zustand nichts ändert.
    Wenn Sozialismus bedeutet, dass ich meine zwei Wohnungen, die ich mir mehr oder weniger hart erarbeite habe um auch meine Rententage in Ruhe verbringen zu können, hergeben soll, um jemnd anderem eine Wohnung zu verschaffen, dann wirst du kaum Zustimmung finden. Zum Schluß noch eine einfache Festellung: es ist unsagbar geil soviel Geld zu haben, dass einem kaum ein anderer ans Bein pissen kann. Das ist wahre und echte Unabhängigkeit. Wer das mal erfahren hat, dem kann man nicht mit Sozialismus kommen. Traurig vielleicht aber wahr.


    Moors
    Moors is offline Last edited by smiloDon; 30.06.2019 at 14:20.

  16. #16 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Moors View Post
    Was meinst du mit Erfolg?


    Moors
    Sag du es mir.
    Immerhin stammt auch dieser Begriff aus deinem Beitrag, um dessen Verständnis ich mich durch Nachfragen bemühe.

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  17. #17 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Moors View Post
    Der Vorschlag des herrn Kühnert fand ich von der Idee her nicht mal schlecht, aber genauso war mir klar, dass das nie passieren wird. Eben weil die Verhältnisse nicht so sind um dieser Idee eine Überlebenschance zu geben. Einmal mehr: Wunsch und Wirklichkeit.
    Um diese Idealbild des Sozialismus zu erfüllen, müsste eine neue Sorte Mensch entstehen. Da aber die Natur(Evolution) nunmal nach der Devise handelt, der Fitteste, Schlauste, Gerissenste, etc, überlebt, gibt es keinen realen Ansatz, dass dieser Traum jemals Wirklichkeit werden könnte. So isses nunmal. Egal, ob es den Gutmeinenden....das meine ich nicht sarkastisch......so gefällt oder nicht. Sorry....
    Aha! Du weißt also, dass die Ideen des Herrn Kühnert nicht Realität werden, du weißt sogar, dass es eine "neue Sorte von Mensch" für den Sozialismus bräuchte, damit dieser erfolgreich werde.
    Nur eines erklärst du nicht, was Sozialismus ist! Und darauf hätte ich gerne von dir einen Antwort!
    smiloDon is offline

  18. #18 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Seelenschnitte View Post
    Sag du es mir.
    Immerhin stammt auch dieser Begriff aus deinem Beitrag, um dessen Verständnis ich mich durch Nachfragen bemühe.
    Okay, da warst du zu schnell, oder ich zu langsam. Deine Frage habe ich in dem von dir genommenen Beitrag beantwortet und habe diese Frage gelöscht.


    Moors

    Quote Originally Posted by smiloDon View Post
    Aha! Du weißt also, dass die Ideen des Herrn Kühnert nicht Realität werden, du weißt sogar, dass es eine "neue Sorte von Mensch" für den Sozialismus bräuchte, damit dieser erfolgreich werde.
    Nur eines erklärst du nicht, was Sozialismus ist! Und darauf hätte ich gerne von dir einen Antwort!
    Veralbern kannst du dich selbst.



    Moors
    Moors is offline Last edited by smiloDon; 30.06.2019 at 14:19.

  19. #19 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Moors View Post
    Veralbern kannst du dich selbst.
    Nochmal, was ist für dich Sozialismus?
    Der Realsozialismus des Ostblocks? Der Staatskapitalismus Chinas? Chavez' Herrschaft in Venezuela? Oder das Modell in Kuba? Oder Kühnerts Idee zu einem demokratischen Sozialismus?
    Also erkläre dich bitte, was ist Sozialismus?
    smiloDon is offline Last edited by smiloDon; 30.06.2019 at 15:52.

  20. #20 Reply With Quote
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    Wow! Hier ist aber ein Betrieb jetzt. Und wo bleibt ulix?



    @ smilodon

    Was für mich Sozialismus ist, willst du wissen?
    Hmpf!

    Ein Wolken-Kukuksheim, das auf einer kritischen Fehleinschätzung des menschlichen Charakters
    beruht, Studenten aber gerne zum verträumten Dreinschauen und entrücktem Lächeln einlädt.

    Warum funktionierts denn nicht?

    Ganz einfach:
    - Der Mensch ist nicht gleich.
    - Der Mensch ist nicht gerecht.
    - Der Mensch ist per se solidarisch
    - Der Mensch gibt häufig einen Scheiß auf andere
    - Der Mensch hat keine Lust einzustehen und Unterstützung zu zeigen
    - Der Mensch ist ein kein seelenloses Ding, wie eine Ameise, oder eine Biene.

    Das ist Fakt, auch wenn da noch so oft die Internationale gesungen, dünne Fäustchen gen Himmel
    gereckt und rote Fähnchen geschwenkt werden.



    @ Raider

    Meinst du etwa, du kannst Gedanken verbieten? Deine "Notbremse" ist untauglich! Rechts war
    wie eine riesige, eingeschlummerte Bestie, die man selbst geweckt hat und sich jetzt darüber
    beschwert, daß sie munter geworden ist und einem an die Kehle geht.

    Cheers!
    wildundgesetzlos is offline Last edited by wildundgesetzlos; 30.06.2019 at 14:53.

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