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Wissenschaftsdebatte aus " Wiederholt sich 1933?"

  1. #41 Reply With Quote
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    Ich habe nur indirekt mit Übersetzungen zu tun und ich bin auch kein studierter Sprachwissenschaftler. Ich verfasse meine Dokumente in deutscher Sprache, muss dabei aber andere Sprachen und vor allem andere Kulturen im Blick behalten. Dabei arbeite ich mit englischen Muttersprachlern zusammen, deren Sichtweise ich dazu mal erfragen könnte. Aber zunächst mal meine Gedanken...

    Die Sprache ist mächtig, mächtiger, als uns manchmal bewusst ist. Noch mächtiger sind Bilder. Sie verändert die Anwender, sie programmiert ständig Milliarden von Gehirnen um, dem Einzelnen, dem Wissenden, ist das mehr oder weniger bewusst. Und da ist das „Sie“ und „You“ mir gerade ein willkommenes Beispiel. Englische Muttersprachler gehen schneller dazu über, den Vornamen eines neuen Kontakts zu verwenden, während das in Deutschland generell unüblich ist. Warum ist das so? Wegen der Sprache, wenn du mich fragst. Wegen des Fehlens der formellen, distanzierten Anrede im Englischen. Daran sieht man sehr deutlich, wie Sprache die Sprachanwender (die Wähler, das Volk, ...) sehr gründlich und schnell umprogrammieren kann. Irgendwo hatte ich hier mal einen Link dazu, wo es darum ging, wie erschreckend schnell ein Volk (in dem Fall ging es um eine italienische Provinz) sich durch eine geänderte (An)Sprache, durch einen Rechtsruck verändert von einer Willkommenskultur zum Abweisen von Flüchtlingsbooten und dem Wegschauen beim Ertrinken im Mittelmeer.

    Es gibt nun durchaus auch im Englischen die formelle Anrede, die dort mehr im Kontext ersichtlich ist, aber wenn man im Englischen förmlich bleibt, muss man wiederum die sprachkulturellen Unterschiede mit in Betracht ziehen. Wenn du nämlich bei der in Deutschland üblichen Förmlichkeit und Distanziertheit bleibst, kann es dir passieren, dass du als reserviert wahrgenommen wirst oder sogar, dass du es nicht für nötig hältst, freundlich zu sein. Hier hat sich auf der Sprachebene eine kulturelle Differenz herausgearbeitet, die sehr wahrscheinlich darin begründet liegt, dass es im Englischen keinen sprachlichen Unterschied zwischen Du und Sie gibt.
    Hallo DWS,

    herzlichen Dank für dein Wissen. Es deckt sich mit dem meinen und stellt eine weitere Facette des "rule Brittania" dar über welche nachzudenken mir angebracht erscheint.

    MfG
    Mhytor
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  2. #42 Reply With Quote
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    Was ist das?
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  3. #43 Reply With Quote
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    Was ist das?
    Hallo,

    was meinst du? "Rule Brittania"? Darüber weiß Wikipedia etwas .

    https://de.wikipedia.org/wiki/Rule,_Britannia!



    Wenn du willst, bin ich bereit näher zu erklären, was ich mich da im Moment bewegt, aber das würde vermutlich eher keine Wissenschaftsdebatte werden.

    MfG
    Mhytor
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  4. #44 Reply With Quote
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    Wie trifft man eine Tontaube in 6 Mrd. km Entfernung bei einem Zeitversatz der Steuersignale von 6h (6 Lichtstunden). Spannender als ein Thriller.
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  5. #45 Reply With Quote
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    Wie trifft man eine Tontaube in 6 Mrd. km Entfernung bei einem Zeitversatz der Steuersignale von 6h (6 Lichtstunden). Spannender als ein Thriller.
    Die Planetenbahnen kann man recht genau berechnen, ist der Satellit einmal auf dem Weg, muss nicht dauernd nachgesteuert werden.
    smiloDon is offline

  6. #46 Reply With Quote
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    Ach ja, habe ich vergessen zu erwähnen, sorry. Mit der Tontaube war nicht Pluto gemeint, sondern ein schwer auszumachendes, relativ kleines Objekt in einer noch höheren Umlaufbahn (im Kuipergürtel) : Ultima Thule, mit einer Umlaufzeit von 298 Jahren. https://de.wikipedia.org/wiki/(486958)_2014_MU69

    Nachdem New Horizons an Pluto vorbei war, wurde Ultima Thule als nächstes Ziel ausgemacht. Das allerdings dauerte einige Jahre an Berechnungen und Beobachtungen auf verschiedenen Kontinenten. Die Tontaube konnte man nur immer dann ausmachen, wenn sie vor einem Stern vorbeiflog und dabei ein kurzes "Flackern" auslöste. Die ersten Beobachtungsversuche und Berechnungen über einen langen Zeitraum gingen daneben, aber die Wissenschaftler gaben nicht auf, reisten um die halbe Welt, um den richtigen Beobachtungswinkel und die richtige Sekunde des Flackerns zu erwischen. Dann richteten sie die Sonde darauf aus und erwischten es auch. Die Daten dazu werden noch ausgewertet. Das dürfte auch noch ein paar Jahre dauern. Hoffnung dabei u.a. eine Erklärung zur Entstehung der Planeten. Dazu gibt es ja Theorien, die durch Ultima Thule (bzw. die 2 zusammenhaftenden Kugeln) bestätigt werden könnten.
    DWS is offline Last edited by DWS; 11.08.2019 at 20:55.

  7. #47 Reply With Quote
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    Ach ja, habe ich vergessen zu erwähnen, sorry. Mit der Tontaube war nicht Pluto gemeint, sondern ein schwer auszumachendes, relativ kleines Objekt in einer noch höheren Umlaufbahn (im Kuipergürtel) : Ultima Thule, mit einer Umlaufzeit von 298 Jahren. https://de.wikipedia.org/wiki/(486958)_2014_MU69

    Nachdem New Horizons an Pluto vorbei war, wurde Ultima Thule als nächstes Ziel ausgemacht. Das allerdings dauerte einige Jahre an Berechnungen und Beobachtungen auf verschiedenen Kontinenten. Die Tontaube konnte man nur immer dann ausmachen, wenn sie vor einem Stern vorbeiflog und dabei ein kurzes "Flackern" auslöste. Die ersten Beobachtungsversuche und Berechnungen über einen langen Zeitraum gingen daneben, aber die Wissenschaftler gaben nicht auf, reisten um die halbe Welt, um den richtigen Beobachtungswinkel und die richtige Sekunde des Flackerns zu erwischen.Dann richteten sie die Sonde darauf aus und erwischten es auch. Die Daten dazu werden noch ausgewertet. Das dürfte auch noch ein paar Jahre dauern. Hoffnung dabei u.a. eine Erklärung zur Entstehung der Planeten. Dazu gibt es ja Theorien, die durch Ultima Thule (bzw. die 2 zusammenhaftenden Kugeln) bestätigt werden könnten.
    den Part mit den Tontauben in der Deko fand ich extrem schwach und unpassend. hat auf mich den Eindruck hinterlassen als ob man künstlich Spannung erzeugen wollte um den Amerikaner nicht zu langweilen. Naja, moderne Doku eben.

    Das die Damen und Herren aber soweit um die Welt reisten nur um die vermutete (und mehrmals korrigierte) Umlaufbahn zu bestätigen ist schon recht beeindruckend.
    Das grösste Hindernis des Lebens ist die Erwartung, die sich auf den naechsten Tag richtet.
    Du verlierst dadurch das Heute.
    BreaZ is offline

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