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Game of Thrones #12

  1. #381 Reply With Quote
    Deus EfBieEi's Avatar
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    Er will halt keinen Schreibtischjob sondern selbst Hand anlegen.

    Außerdem hat er Dany nur abgestochen um seine wahre Familie zu schützen.

    Trotzdem witziger Beitrag.
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  2. #382 Reply With Quote
    Forentroll  Harbinger's Avatar
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    Quote Originally Posted by Peregrine View Post
    In heutiger Zeit wäre Jon der Prototyp des faulen antriebslosen Teenagers der am liebsten den ganzen Tag zu Hause vor der Konsole hockt.
    Arbeiten (sprich Kommandant der Nachtwache sein) will er nicht,
    der Verantwortung gegenüber seiner Familie kommt er auch nicht nach (sprich, die Tagaryen-Dynastie wieder aufbauen),
    das Mädchen das in ihn verliebt ist interessiert ihn auch nicht, er sticht das arme Ding sogar ab nachdem sie die ganze Drecksarbeit für ihn erledigt und dabei praktisch alles verloren hat was ihr etwas bedeutet hat, 2 Drachen tot, BFF Missandei tot, ihr väterlicher Freund und Berater tot, und ihre geistige Gesundheit hat sich zuletzt auch in die ewigen Jagdgründe verabschiedet.
    Spätestens seit Staffel 8 geht mir der Kerl unglaublich auf den Zeiger.
    Sorry, aber um diese Erkenntnis zu erlangen, muss man die Serie wohl mindestens mit zwei geschlossenen Augen geschaut haben. Jon war meines Erachtens nach immer eher der Typ pflichtbewust und selbstlos, hat sich immer bereitwillig der guten Sache verpflichtet und stand immer dafür in vorderster Front. Ihm irgendwie "Faulheit" vorzuwerfen, nur weil er die prestigeträchtigen Führungspositionen abgelehnt hat, zeugt nicht gerade von Verständnis, dabei ging es immer um seine Bescheidenheit, er hat immer andere Leute als besser dafür geeignet gesehen.
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

    Steckt nicht ein klein wenig John Bartlett in jedem von uns?


    Harbinger is offline

  3. #383 Reply With Quote
    #17  Forenperser's Avatar
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    Irgendwo da draußen.....
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    Die Gründe für die Tötung von Dany sind auch seeehr vereinfacht dargestellt, um es freundlich auszudrücken^^
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  4. #384 Reply With Quote
    Schwertmeister
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    Quote Originally Posted by Peregrine View Post
    In heutiger Zeit wäre Jon der Prototyp des faulen antriebslosen Teenagers der am liebsten den ganzen Tag zu Hause vor der Konsole hockt.
    Arbeiten (sprich Kommandant der Nachtwache sein) will er nicht,
    der Verantwortung gegenüber seiner Familie kommt er auch nicht nach (sprich, die Tagaryen-Dynastie wieder aufbauen),
    das Mädchen das in ihn verliebt ist interessiert ihn auch nicht, er sticht das arme Ding sogar ab nachdem sie die ganze Drecksarbeit für ihn erledigt und dabei praktisch alles verloren hat was ihr etwas bedeutet hat, 2 Drachen tot, BFF Missandei tot, ihr väterlicher Freund und Berater tot, und ihre geistige Gesundheit hat sich zuletzt auch in die ewigen Jagdgründe verabschiedet.
    Spätestens seit Staffel 8 geht mir der Kerl unglaublich auf den Zeiger.
    Er ist ein schlechter Stratege. Truppen sollte er keine führen, da er sie mit relativer Sicherheit in den Tod schicken wird und er vorne mit dabei, beim sich übertölpen lassen. Das war sicher nicht seine Stärke.

    Aber das was Du da schreibst, sehe ich in so ziemlich jeden Punkt anders. Erst mal ist er damit aufgewachsen, ein Bastard zu sein, was in der Welt, in der die Geschichte spielt, sehr entscheidend ist. Was dabei sehr gut rüber kommt, ist, dass er dennoch viel von seinem Vater gelernt und übernommen hat. Das wird ihm dabei auch geholfen haben, die eigentliche Gefahr zu erkennen und das zur Abwehr dieser Gefahr alles andere untergeordnet werden muss. Und genau das hat er getan. Er ist nicht König des Nordens geworden, weil er es wollte, sondern weil er die Gefahr durch den Nachtkönig abwehren wollte. Danach hat er das Knie gebeugt, weil er wusste, dass nur eine einzige Sache wichtig ist. Vergessen wollen wir hier auch nicht, dass er dafür sogar bereits gestorben ist. Er hat die Nordlinge hinter die Mauer geführt trotz des Widerwillens etlicher Kameraden, die ihn dafür am Ende ermorden ließen.

    Was die Drecksarbeit betrifft, bleibt meiner Meinung nach festzuhalten, dass der Kampf gegen den Nachtkönig klar verloren war. Drachen hin, Armee der Sturmtochter her. So klar, dass alles andere in Westeros ebenfalls verloren gewesen wäre. Der Nachtkönig hätte sich nach einen Erfolg im Norden nicht mal mehr zeigen müssen und wäre nur mit noch mehr Untoten gen Königsmund gezogen. Da hätte Cersei mit ihrer eingekauften Elitearmee rein gar nichts entgegenzusetzen gehabt. Und nehmen wir mal an Daenerys hätte nicht mitgemacht. Hätte das Bündnis verweigert. Sie hätte den eisernen Thron erobert, nur um ihn kurz danach zu verlieren, eben gegen den Nachtkönig. Vor der Schlacht behauptet sie gegenüber Sansha, dass nicht sie Jon benutzt, sondern umgekehrt. Dabei hat sie allerdings klar gelogen. Denn sie hat sehr wohl begriffen, dass es kein Freundschaftsdienst für Jon war, sondern die einzige Möglichkeit überhaupt, um an den eisernen Thron zu kommen. Ein sehr riskantes Unterfangen. Man konnte sehen, wie wenig die Armeen des Bündnisses ausrichten konnte.

    Das blöde ist ja, dass die Untoten mehr werden und nicht weniger. Man muss mal festhalten, dass es pures Glück einer einzelnen Person, ohne Frage fähigen Person für diesen Job, war, das ganze in einem Sieg umzumünzen. Aber festhalten können wir von den Streitkräften her hätte es keine deutlichere Niederlage sein können. Ohne dieses plötzliches Ende der Schlacht wären alle dort umgekommen, um anschließend für den Nachtkönig zu kämpfen und zwar incl. allen Drachen.

    Aber wenn man nicht kämpft, so wohl die Aussage, hat man auf jeden Fall verloren. Jon Schnee überhaupt ist es zu verdanken, dass eine derartige Armee zu Stande kam. Und fast wäre es durch Cerseis Dummheit oder Machtgeilheit schief gegangen. Wie gesagt half nur das pure Glück. Vielleicht hätten ihre Truppen beitragen können, dass es nicht nur aufs Glück ankam.
    Aber die Truppen, die da waren, dass allein ist in Jon Schnees Verantwortung. Nur dafür alleine hat er sich in mehrfach in Lebensgefahr begeben und dafür hat er sich auch umbringen lassen. Ihm vorzuwerfen, dass er seiner Verantwortung nicht nachkommt, kann deshalb nicht falscher sein.

    Das er am Ende dann diese Bürde losgeworden ist und quasi endlich frei leben kann, wer soll es ihm verdenken?
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  5. #385 Reply With Quote
    Ritter Progrinator's Avatar
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    Quote Originally Posted by Peregrine View Post
    In heutiger Zeit wäre Jon der Prototyp des faulen antriebslosen Teenagers der am liebsten den ganzen Tag zu Hause vor der Konsole hockt.
    Arbeiten (sprich Kommandant der Nachtwache sein) will er nicht,
    der Verantwortung gegenüber seiner Familie kommt er auch nicht nach (sprich, die Tagaryen-Dynastie wieder aufbauen),
    das Mädchen das in ihn verliebt ist interessiert ihn auch nicht, er sticht das arme Ding sogar ab nachdem sie die ganze Drecksarbeit für ihn erledigt und dabei praktisch alles verloren hat was ihr etwas bedeutet hat, 2 Drachen tot, BFF Missandei tot, ihr väterlicher Freund und Berater tot, und ihre geistige Gesundheit hat sich zuletzt auch in die ewigen Jagdgründe verabschiedet.
    Spätestens seit Staffel 8 geht mir der Kerl unglaublich auf den Zeiger.
    Die hatten auch keine andere Wahl. Umsolänger es dauert bis man den nachtkönig aufgehalten hat, um so stärker würde seine streitkraft werden. Da der Nachtkönig imun gegen feuer ist, und einen eisspeer so werfen kann, dass er damit einen drachen töten kann, ist es meiner meinung nach sehr eindeutig, dass Däny ´keine andere wahl hätte. Wenn sie nicht in den Norden gegangen wäre, wäre es ein rein Igoistischer Akt gewesen und sie wäre am ende auch drauf gegangen.

    Stimmt doch gar nicht. er ist am ende doch zur Nachtwache gegangen. Seine Familie ist die Stark Familie. Daher sehe ich da auch keinen anspruch drin. Zudem hat er das schwarz der nachtwache am ende angelegt, wodurch er darauf eh keinen anspruch mehr hat. Davor wollte Däny eher die Fäden in der Hand halten.

    Sie hat ja nicht die ganze Drecksarbeit getan. Im Norden hat auch Jon gekämpft. Im Süden hat auch wiederum Jon gekämpft. Sie hat eher alles getan, um so abstößig wie nur möglich für Jon zu sein. Sie war am e nde ein Monster das aufgehalten werden musste. Sie wäre als nächstes in den Norden gegangen und hätte vom Norden ein kniefall verlangt, diesen hätte Sansa niemals gemacht und wäre damit von Däny zu tode verurteilt worden. Die einzige Möglichkeit das zu verhindern, wäre es gewesen, was er gemacht hat. Andernfalls, hätte der Norden viele verluste zu beklagen. Evtl- hätte sie auch jeden getötet.
    uus
    Wenn es nach däny geht, wäre sie am liebsten in der 7 Staffel schon mit ihren Drachen nach königsmund gegangen und hätte bereitwillig ein Inferno eingegangen, nur um am Ende auf den Thron zu sein.

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  6. #386 Reply With Quote
    Held eddievedder's Avatar
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    Na, was sagt man dazu? Scheint fast so, als ob D&D sich die Inspiration für ihr Ende noch von anderer Stelle als nur GRRM geholt haben...

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Und noch ein Artikel über dieselbe Thematik.


    Hat jemand die Panem-Filme gesehen und kann das so bestätigen, oder ist das zu weit hergeholt?
    "ich hab grad nen thread gelöscht, in dem mangelnde meinungsfreiheit hier im forum angeprangert wird und behauptet wird, wir würden negative kritik unterdrücken."
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  7. #387 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by eddievedder View Post
    Na, was sagt man dazu? Scheint fast so, als ob D&D sich die Inspiration für ihr Ende noch von anderer Stelle als nur GRRM geholt haben...

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Und noch ein Artikel über dieselbe Thematik.


    Hat jemand die Panem-Filme gesehen und kann das so bestätigen, oder ist das zu weit hergeholt?



    Habe Panem nie gesehen, bis auf die letzte halbe Stunde vom letzten Teil.
    Und selbst dass war reiner Zufall.

    Was ich auch bezüglich der doch sehr oberflächlichen Ähnlichkeiten, auch hier anwenden würde.
    Sowas ist einfach Zufall. Kreative Menschen (Autoren, Schreiber) denken einfach oft in sehr ähnlichen Mustern.
    Abgesehen davon. Muss man auch immer bedenken, die visuelle Umsetzung hat der Regisseur zu verschulden.
    Also ist eher der dafür verantwortlich, wenn sich das GoT Ende und das Ende von Panem optisch etwas ähneln.
    Gelöscht!!!
    Faye is offline

  8. #388 Reply With Quote
    Deus EfBieEi's Avatar
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    Quote Originally Posted by Faye View Post
    Habe Panem nie gesehen, bis auf die letzte halbe Stunde vom letzten Teil.
    Und selbst dass war reiner Zufall.

    Was ich auch bezüglich der doch sehr oberflächlichen Ähnlichkeiten, auch hier anwenden würde.
    Sowas ist einfach Zufall. Kreative Menschen (Autoren, Schreiber) denken einfach oft in sehr ähnlichen Mustern.
    Abgesehen davon. Muss man auch immer bedenken, die visuelle Umsetzung hat der Regisseur zu verschulden.
    Also ist eher der dafür verantwortlich, wenn sich das GoT Ende und das Ende von Panem optisch etwas ähneln.
    Für die letzte und für die dritte Episode haben die Showrunner Regie geführt.
    EfBieEi is offline

  9. #389 Reply With Quote
    Schwertmeister Justice's Avatar
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    Quote Originally Posted by EfBieEi View Post
    Für die letzte und für die dritte Episode haben die Showrunner Regie geführt.
    Whoops.
    Let justice be done, and let the world perish.
    Justice is offline

  10. #390 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by EfBieEi View Post
    Für die letzte und für die dritte Episode haben die Showrunner Regie geführt.
    Okay....

    Jetzt wäre noch abzuklären ob die Beiden ...Panem Fans sind?

    Und mal unter uns allen hier....
    Wer hat den beiden Eimerköpfen erlaubt auch noch Regie zu führen?

    Sollten sie Panem Fans sein, dann ist es wirklich ziemlich offensichtlich.
    Fängt schon bei den sehr ähnlichen Kameraperspektiven, aus dem Bildvergleich, an....
    Gelöscht!!!
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  11. #391 Reply With Quote
    praise the o)))  Tawarien's Avatar
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    Ich würde jetzt nicht GoT nicht unterstellen, eine panemesque Optik kopiert zu haben, sondern GoT und Panem eine riefenstahlesque.
    Tawarien is offline

  12. #392 Reply With Quote
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    Ich würde auch eher sagen sie bedienen sich bei den gleichen Vorbildern.

    Und zusätzlich: Wieviele Möglichkeiten gibt es denn zb. eine tote Frau darzustellen?
    Klar liegen beide auf dem Rücken weil es einfach bei beiden erforderlich ist.
    Ich bin sowas von Sig.
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  13. #393 Reply With Quote
    Burgherrin
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    Quote Originally Posted by Weltenschmerz View Post
    Ich würde auch eher sagen sie bedienen sich bei den gleichen Vorbildern.

    Und zusätzlich: Wieviele Möglichkeiten gibt es denn zb. eine tote Frau darzustellen?
    Klar liegen beide auf dem Rücken weil es einfach bei beiden erforderlich ist.

    Mein Beitrag war auch eher sarkastischer Natur.

    Sowas kommt immer mal vor. Nennt man "Sich inspirieren lassen".

    Eben, vor allem da Jon sie wohl nicht mit dem Gesicht auf dem Boden liegen lassen würde, wie ein Stück Abfall.
    Die meisten Menschen in Filmen, in entsprechend dramaturgisch inszenierten Szenen, sterben so.

    Da hatte jemand in den sozialen Netzwerken einfach mal wieder zu viel Zeit, und Langeweile.
    Gelöscht!!!
    Faye is offline

  14. #394 Reply With Quote
    Held eddievedder's Avatar
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    Na ja, es geht ja nicht nur um die Optik und Inszenierung, sondern vor allem um die inhaltlichen Ähnlichkeiten... was passiert warum, und welche Konsequenzen folgen daraus. Und da sind die Parallelen doch ziemlich eindeutig, wenn man sich beide Links mal durchliest.

    Und nicht, dass das was heißen muss, aber es gibt ja einige GoT-Darsteller, die auch in den Panem-Filmen mitwirken, deswegen könnte ich mir schon vorstellen, dass die beiden Showrunner sich angeguckt haben, was ihre Darsteller da so machen.
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  15. #395 Reply With Quote
    Ehrengarde Weltenschmerz's Avatar
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    Quote Originally Posted by eddievedder View Post
    Na ja, es geht ja nicht nur um die Optik und Inszenierung, sondern vor allem um die inhaltlichen Ähnlichkeiten... was passiert warum, und welche Konsequenzen folgen daraus. Und da sind die Parallelen doch ziemlich eindeutig, wenn man sich beide Links mal durchliest.

    Und nicht, dass das was heißen muss, aber es gibt ja einige GoT-Darsteller, die auch in den Panem-Filmen mitwirken, deswegen könnte ich mir schon vorstellen, dass die beiden Showrunner sich angeguckt haben, was ihre Darsteller da so machen.
    Wenn ich mir nur ein paar Eckpunkte herauspicke und die noch passend formuliere dann finde zu jeder klassischen Geschichte parallelen.
    Man kann D&D vieles vorwerfen, die groben Handlungspunkte kommen aber von George R.R. Martin - und wenn du wissen möchtest wovon sie inspiriert sind würde ich dir den Herr der Ringe nahelegen (da wirst du nämlich wirklich fündig)
    Ich bin sowas von Sig.
    Weltenschmerz is offline

  16. #396 Reply With Quote
    Held eddievedder's Avatar
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    Quote Originally Posted by Weltenschmerz View Post
    Wenn ich mir nur ein paar Eckpunkte herauspicke und die noch passend formuliere dann finde zu jeder klassischen Geschichte parallelen.
    Klar geht das, wenn man die Messlatte nur tief genug anlegt, aber manche Geschichten sind sich von Natur aus nun mal ähnlicher als andere, ohne dass man lange suchen muss. "Romeo und Julia" hat offensichtlich mehr gemeinsam mit "Tristan und Isolde" oder "Pyramus und Thisbe", als mit, sagen wir mal, der Odyssee oder dem Gilgamesch-Epos. Und in diesem Fall geht es ja nicht mal um die gesamte Geschichte, sondern nur um einen ausgewählten Ausschnitt, dem Ende, und das hat nun mal leider mehr gemeinsam mit Hunger Games als zum Beispiel mit dem vom Herrn der Ringe. Da muss man auch nicht sonderlich viel selektieren oder besonders gewitzt umformulieren. Ich kann das ja gerne noch mal aufzeigen, vielleicht hilft's ja:

    • Tyrann verschanzt sich vor der bevorstehenden Entscheidungsschlacht in seinem Machtzentrum in der Hauptstadt und lässt Zivilisten herein, um sie als menschlichen Schutzschild zu mißbrauchen
    • Protagonist mischt sich unter's verzweifelte Volk und versucht, an den Tyrannen heranzukommen und ihn zu erledigen, um so das Schlimmste zu verhindern und die Schäden zu minimieren *
    • Bevor das allerdings gelingt, entschließt sich die Anführerin ihrer Seite jedoch, auf diesen Schutzschild zu scheißen, und lässt Feuer auf die Zivilbevölkerung regnen
    • Protagonist ist schockiert und verfällt in ein moralisches Dilemma, da er sich nicht mehr sicher ist, auf der richtigen Seite zu stehen. Ein anderer Charakter überzeugt ihn endgültig davon, dass die neue Führerin im Grunde ein ebensolcher Tyrann ist wie der vorige und erledigt werden muss, damit nicht noch mehr Unschuldige sterben
    • Führerin der siegreichen Seite hält Reichsparteitag-Gedächtnisrede und schwört, dass nun ein neues Zeitalter ohne Tyrannei anbricht, ohne sich der Ironie bewusst zu sein, dass sie zu diesem Zweck selbst zur Tyrannin mutiert ist
    • Protagonist, der der neuen Tyrannin zum Sieg verholfen hat, deswegen immer noch ihr Vertrauen genießt und in ihrer Nähe eine Waffe tragen darf, ermordet die nichstahnende Tyrannin noch am selben Tag, an dem ihre Herrschaft begonnen hat
    • Protagonist wird in eine Zelle gesteckt und die verbliebenen Mächtigen sind unentschlossen, was mit ihm passieren soll.
    • Die verbliebenen Mächtigen bilden einen Rat und halten eine Wahl ab, um die neue Führung zu bestimmen. So kommt jemand an die Macht, von dem man dies bis vor kurzem nicht erwartet hätte
    • Die neue Führung bekommt einen Ratgeber an die Seite, der schon der Tyrannin gedient hat, die vom Protagonisten getötet wurde
    • Protagonist wird in's Exil am Arsch der Welt geschickt, was sich jedoch nicht als eche Strafe entpuppt, da er an alter Wirkungsstätte mit alten Freunden den Rest seines Lebens verbringen darf und so eh viel glücklicher ist

      Ende *roll credits*

      * Die einzige wirklich grobe Umformulierung, da hier der Protagonist Arya ist, und nicht wie in den sonstigen Punkten Jon


    Und falls du wirklich wissen möchtest, von welchem anderen Fantasy-Epos Martins Geschichte inspiriert wurde, würde ich dir die "Osten Ard"-Saga von Tad Williams an's Herz legen wollen, auch "Das Geheimnis der Großen Schwerter" oder im Original "Memory, Sorrow and Thorn" und "Dragonbone Chair" genannt. Da gibt es wesentlich mehr Parallelen als zum Herrn der Ringe, von dem Martin sicherlich auch beeinflusst wurde (welcher Fantasy-Autor wurde das schließlich nicht?), aber er hat selbst mal gesagt, dass "Osten Ard" ein wichtiger Grund war, warum er sich überhaupt an ein Fantasy-Werk gewagt hat, ein Genre, mit dem er in der Vergangenheit ein paar Probleme hatte, gerade wegen der ganzen Tolkien-Nachfolger und ihren Fantasy-Klischees:
    I am a huge fan of Tad Williams. Although I loved Tolkien for many years, I had pretty much stopped reading modern fantasy, since so much of it was awful derivative stuff. Then I tried Tad's DRAGONBONE CHAIR, and sat up and said to myself, "Yes! This genre can be terrific, in the hands of a good writer."I would likely never have written A SONG OF ICE AND FIRE without that inspiration.
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    eddievedder is offline Last edited by eddievedder; 10.07.2019 at 20:33.

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