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  1. #221 Reply With Quote
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
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    Der Professor hatte seine Worte nicht einmal beendet, da begann er zu lachen. Nicht etwa der Spanier, sondern Leif selbst. So unangepasst und tiefdunkel, dass es ihm selbst einen Schauer über den Rücken jagte. Oder war es etwa die Erinnerung an etwas, das Luceija gesagt, ja, zugegeben hatte? "Verzeihung...", bat der Schwede um Entschuldigung und sah erfreut in das Gesicht des Neurochirurgen, "Sie sprechen von hochbezahlten Anwälten und meiner Verhandlung, Professor.", erläuterte er weiter. "Ihnen ist die Komik dieser Warnung zweifelsfrei nicht bewusst, aber wissen Sie, wo wir gerade beim Thema unberechenbar waren, möchte ich Ihnen gerne davon berichten, wie Luceija meiner Anwältin und langjährigen Freundin auf der Toilette des Gerichtsgebäudes eine Waffe in den Rachen gesteckt hat und, laut eigener Aussage, bereit war zu schießen.", sagte Leif und im Laufe seiner Ausführung wurden seine Worte immer trockener und freudloser. "Sie dürfen sich darauf verlassen, dass mir bewusst ist, worauf ich mich einlasse. Insbesondere was Ihr Subjekt angeht. Als Arzt verstehe ich Ihre Sorgen zu alldem, aber für den Moment kann ich Ihnen allen die nicht nehmen. Außer Miss Wexler-...", Leif wandte sich an die Analystin, "Der von Ihnen genannte Multi-Medikamenten-Cocktail ist nicht nur untragbar teuer, ich halte ihn für einen der Gründe der Stagnation. Insbesondere dann, wenn Luceija sich so ungehemmt an allen möglichen Arten von Drogen vergreift. Leider haben die Apoptosebeschleuniger starke Schmerzmittel erforderlich gemacht und dieser Teufelskreis wird sich schwer durchbrechen lassen. Die Nebenwirkungen eines Entzuges, womit ich schon das langsame, kontinuierliche Senken der Medikamente meine, welche unser langfristiges Ziel begünstigt, wird ihr kaum gefallen. Es wird mehr als einfache Überzeugungsmaßnahmen brauchen, um sie milde zu stimmen. Vielleicht aber auch Härte, ich kann sie hierbei noch nicht einschätzen, aber ich bin mir sicher, dass ich sie auch in dieser Phase noch ausreichend kontrollieren kann, wenn die Vorarbeit stimmt."



    Ein tiefes Brummen war ein bestätigendes und in irgendeiner Form abschließendes Zeichen. Wie immer hatte der Professor eine exzellente, gedankliche Vorarbeit mit in dieses Gespräch genommen und mit seiner Expertise die Fragen herausgekitzelt, die wirklich relevant waren. Denn Zeit war nicht nur generell in der Arbeitswelt Credits, bei Cerberus war es das umso mehr und es wäre lächerlich davon auszugehen, der Alte habe heute nur diesen Mann mit dem er sich befassen musste. Überhaupt bewegte sich die ganze Diskussion äußerst effizient, aber er schien sich im Klaren darüber, dass insbesondere ein Faktor noch nicht ausreichend klar gestellt war:
    "Sie müssen sich darüber im Klaren sein, Doktor Svensson, dass wir Sie in diesem Projekt zweifelsohne für den richtigen Mann halten. Allerdings schwingt wie bei so vielen das Gedankengut des Allianz Militärs mit und auch, wenn sie bereits sagten und wir wissen, dass sie unsere Überzeugungen nicht gänzlich teilen, sollten Sie sich sicher sein, dass sie Professor Vicuñas Aussage glauben schenken können. Wir sind offen für Leute wie Sie, Doktor. Wir respektieren, was Sie tun, wir respektieren Ihre Kenntnisse, Ihre Fähigkeiten und die daraus resultierende Expertise. Wenn Sie uns helfen können, dann helfen wir auch Ihnen. Ein ganz simples Geben und Nehmen. Aber wir sind nicht wie die Allianz. Wenn Sie diesen Deal mit uns eingehen, dann verlassen wir uns auf Sie. Und ich rate Ihnen sehr, unsere Gutmütigkeit nicht über zu strapazieren oder gar auszunutzen.

    Sowohl für Sie selbst, als auch für Wohlbefinden von Miss Ascaiath."


    Der Blick des Alten wurde sehr deutlich. Denn das, was er da sagte, war die Spitze eines Eisberges, dessen Gresse in seiner Gänze kaum zu erfassen war. Es würde Konsequenzen haben, wenn er sich nicht an den Plan hielt. Und es waren keine, die ihm gefielen. Keine einfache Kündigung oder finanzielle Strafen.
    "Wenn Sie Teil dessen werden, bleiben sie es. Das einzige, was wir Ihnen nicht bieten, sind Hintertüren. Sind Sie sich dessen absolut bewusst, Doktor Svensson?"
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    Ein tiefes Brummen war ein bestätigendes und in irgendeiner Form abschließendes Zeichen. Wie immer hatte der Professor eine exzellente, gedankliche Vorarbeit mit in dieses Gespräch genommen und mit seiner Expertise die Fragen herausgekitzelt, die wirklich relevant waren. Denn Zeit war nicht nur generell in der Arbeitswelt Credits, bei Cerberus war es das umso mehr und es wäre lächerlich davon auszugehen, der Alte habe heute nur diesen Mann mit dem er sich befassen musste. Überhaupt bewegte sich die ganze Diskussion äußerst effizient, aber er schien sich im Klaren darüber, dass insbesondere ein Faktor noch nicht ausreichend klar gestellt war:
    "Sie müssen sich darüber im Klaren sein, Doktor Svensson, dass wir Sie in diesem Projekt zweifelsohne für den richtigen Mann halten. Allerdings schwingt wie bei so vielen das Gedankengut des Allianz Militärs mit und auch, wenn sie bereits sagten und wir wissen, dass sie unsere Überzeugungen nicht gänzlich teilen, sollten Sie sich sicher sein, dass sie Professor Vicuñas Aussage glauben schenken können. Wir sind offen für Leute wie Sie, Doktor. Wir respektieren, was Sie tun, wir respektieren Ihre Kenntnisse, Ihre Fähigkeiten und die daraus resultierende Expertise. Wenn Sie uns helfen können, dann helfen wir auch Ihnen. Ein ganz simples Geben und Nehmen. Aber wir sind nicht wie die Allianz. Wenn Sie diesen Deal mit uns eingehen, dann verlassen wir uns auf Sie. Und ich rate Ihnen sehr, unsere Gutmütigkeit nicht über zu strapazieren oder gar auszunutzen.

    Sowohl für Sie selbst, als auch für Wohlbefinden von Miss Ascaiath."


    Der Blick des Alten wurde sehr deutlich. Denn das, was er da sagte, war die Spitze eines Eisberges, dessen Gresse in seiner Gänze kaum zu erfassen war. Es würde Konsequenzen haben, wenn er sich nicht an den Plan hielt. Und es waren keine, die ihm gefielen. Keine einfache Kündigung oder finanzielle Strafen.
    "Wenn Sie Teil dessen werden, bleiben sie es. Das einzige, was wir Ihnen nicht bieten, sind Hintertüren. Sind Sie sich dessen absolut bewusst, Doktor Svensson?"



    "Das bin ich. Auch wenn ich ihnen angehört habe, gehört meine Loyalität längst nicht mehr der Allianz.", antwortete Leif unumwunden und sah sein Gegenüber an. "Ich werde alles tun, solange es Luceija schützt. Das wissen Sie jetzt. Wenn dieses Projekt also die gewünschten Endergebnisse liefert, will ich, dass Ihr Subjekt bei mir bleibt. Luceija wird ihre Überzeugung für Cerberus nie aufgeben, aber ihre-...wie wollen wir es nennen...? Schuld? Ist beglichen. Keine Tests, keine endgültige Lösung. Das ist alles, was ich von Ihnen will. Können Sie mir das geben?", wollte der Schwede wissen und mit einer plötzlich nahenden Erleichterung, machte sich der Akzent des Schweden in dessen Stimme breit. Er lächelte. "Wie gesagt-...Ich halte Sie nicht für ein Monster.", wiederholte er und sah den Alten nach dem kurzen Moment einer Sekunde wieder in die Augen. "Ich gehe sogar davon aus, dass ich Ihrem Wort diesbezüglich trauen kann."

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    "Das bin ich. Auch wenn ich ihnen angehört habe, gehört meine Loyalität längst nicht mehr der Allianz.", antwortete Leif unumwunden und sah sein Gegenüber an. "Ich werde alles tun, solange es Luceija schützt. Das wissen Sie jetzt. Wenn dieses Projekt also die gewünschten Endergebnisse liefert, will ich, dass Ihr Subjekt bei mir bleibt. Luceija wird ihre Überzeugung für Cerberus nie aufgeben, aber ihre-...wie wollen wir es nennen...? Schuld? Ist beglichen. Keine Tests, keine endgültige Lösung. Das ist alles, was ich von Ihnen will. Können Sie mir das geben?", wollte der Schwede wissen und mit einer plötzlich nahenden Erleichterung, machte sich der Akzent des Schweden in dessen Stimme breit. Er lächelte. "Wie gesagt-...Ich halte Sie nicht für ein Monster.", wiederholte er und sah den Alten nach dem kurzen Moment einer Sekunde wieder in die Augen. "Ich gehe sogar davon aus, dass ich Ihrem Wort diesbezüglich trauen kann."



    Der Italiener beugte sich, mit beiden Armen auf dem Tisch, leicht nach vorne. Besah das potenzielle, neue Mitglied dieser Organisation und musterte ihn dazu, als wolle er wissen, ob es noch etwas letztes gab, dass er verschwiegen hatte. Tatsächlich aber ließ der Alte das Gespräch noch einmal Revue passieren. Überlegte genau, wie hoch das Risiko war jemanden wie ihn in diese Reihen zu lassen und wägt es mit allen Informationen ab, die sie zu Doktor Svensson bereits gesammelt hatten. Er schnaubte langsam, blies viel Luft durch die Nase nach draußen und lehnte sich wieder zurück. Zu seiner rechten gewandt neigte er den Kopf und hielt die Hand mit der Innenfläche nach Außen vor sein Gesicht, sodass der Professor, der nun näher rückte und sich ihm entgegen lehnte, seine Meinung zum Ausgang dieses Abends geben konnte. Leif aus seiner Position hörte ein Flüstern, aber kein Inhalt. Selbiges Prozedere führte er nach wenigen Augenblicken mit Miss Wexler durch, deren kantige Gesichtszüge und stechenden Augen im Gegensatz zum Professor Leif genauestens beobachteten, als könne sie zuschnappen und ihn wie ein Wolf reißen. Die Absprache mit ihr dauerte in etwa doppelt so lange wie mit dem Professor. Zuletzt überflog der Alte die Runde mit seinen Blicken und blieb an Cypher hängen. Er musste nicht sprechen um ihm mitzuteilen, was zu erwarten war und ein Nicken ging von dem blutjungen Schweden aus. Dann ein schwaches Lächeln, dass er an seinen Landsmann richtete.

    Wieder nahm sich der Alte Zeit und trug alle Informationen in seinem Kopf zusammen. Die Stille war so dick und schwer, dass man sie hätte mit einem Messer zerteilen können.
    "Wenn Sie es schaffen, prüfbare, reale Endergebnisse zu unseren Bedingungen aus Subjekt 37c herauszuholen, dann gebe ich Ihnen mein Wort: Keine weiteren Tests. Keine..'endgültige' Lösung.", sagte er deutlich und sah keine Sekunde von den Augen des schwedischen Mediziners ab. "Sie werden die Vorgaben, sowie finanzielle Unterstützung erhalten, die wir für eine zufriedenstellende Erfüllung des Projektes als maximal entrichtbar erachten. Miss Wexler lässt Ihnen hierfür alle nötigen Unterlagen zukommen. Der Professor wird Ihnen als Ansprechpartner zur Seite gestellt, an den Sie sich sowohl für die Entrichtung der medizinischen Bestellungen wenden, als auch monatliche, komplette Berichte senden. Details hierzu wird er Ihnen ebenfalls übermitteln. Wir werden Subjekt 37c selbst über die Weiterführung des Projekts an der Seite eines permanenten Mediziners unterrichten. Für alles weitere sind Sie verantwortlich, Doktor Svensson. Wir verlassen uns auf Ihren Erfolg.", schloss der Alte ab, stand langsam auf und seine Kollegen folgten diesem Beispiel. "Willkommen bei Cerberus, Doktor.", hielt der Alte Leif die Hand hin.
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    Der Italiener beugte sich, mit beiden Armen auf dem Tisch, leicht nach vorne. Besah das potenzielle, neue Mitglied dieser Organisation und musterte ihn dazu, als wolle er wissen, ob es noch etwas letztes gab, dass er verschwiegen hatte. Tatsächlich aber ließ der Alte das Gespräch noch einmal Revue passieren. Überlegte genau, wie hoch das Risiko war jemanden wie ihn in diese Reihen zu lassen und wägt es mit allen Informationen ab, die sie zu Doktor Svensson bereits gesammelt hatten. Er schnaubte langsam, blies viel Luft durch die Nase nach draußen und lehnte sich wieder zurück. Zu seiner rechten gewandt neigte er den Kopf und hielt die Hand mit der Innenfläche nach Außen vor sein Gesicht, sodass der Professor, der nun näher rückte und sich ihm entgegen lehnte, seine Meinung zum Ausgang dieses Abends geben konnte. Leif aus seiner Position hörte ein Flüstern, aber kein Inhalt. Selbiges Prozedere führte er nach wenigen Augenblicken mit Miss Wexler durch, deren kantige Gesichtszüge und stechenden Augen im Gegensatz zum Professor Leif genauestens beobachteten, als könne sie zuschnappen und ihn wie ein Wolf reißen. Die Absprache mit ihr dauerte in etwa doppelt so lange wie mit dem Professor. Zuletzt überflog der Alte die Runde mit seinen Blicken und blieb an Cypher hängen. Er musste nicht sprechen um ihm mitzuteilen, was zu erwarten war und ein Nicken ging von dem blutjungen Schweden aus. Dann ein schwaches Lächeln, dass er an seinen Landsmann richtete.

    Wieder nahm sich der Alte Zeit und trug alle Informationen in seinem Kopf zusammen. Die Stille war so dick und schwer, dass man sie hätte mit einem Messer zerteilen können.
    "Wenn Sie es schaffen, prüfbare, reale Endergebnisse zu unseren Bedingungen aus Subjekt 37c herauszuholen, dann gebe ich Ihnen mein Wort: Keine weiteren Tests. Keine..'endgültige' Lösung.", sagte er deutlich und sah keine Sekunde von den Augen des schwedischen Mediziners ab. "Sie werden die Vorgaben, sowie finanzielle Unterstützung erhalten, die wir für eine zufriedenstellende Erfüllung des Projektes als maximal entrichtbar erachten. Miss Wexler lässt Ihnen hierfür alle nötigen Unterlagen zukommen. Der Professor wird Ihnen als Ansprechpartner zur Seite gestellt, an den Sie sich sowohl für die Entrichtung der medizinischen Bestellungen wenden, als auch monatliche, komplette Berichte senden. Details hierzu wird er Ihnen ebenfalls übermitteln. Wir werden Subjekt 37c selbst über die Weiterführung des Projekts an der Seite eines permanenten Mediziners unterrichten. Für alles weitere sind Sie verantwortlich, Doktor Svensson. Wir verlassen uns auf Ihren Erfolg.", schloss der Alte ab, stand langsam auf und seine Kollegen folgten diesem Beispiel. "Willkommen bei Cerberus, Doktor.", hielt der Alte Leif die Hand hin.


    Leif nickte schlicht alles ab, was sein Gegenüber ihm noch sagte, denn für viel mehr fehlte ihm die Zeit, bevor sich alle erhoben. Jedenfalls alle bis auf Cypher, den er leicht entgeistert ansah, der schlicht den Anschluss verpasst zu haben schien und schließlich quälend langsam in die Senkrechte fand, da seine rasenden Finger nicht aufhören konnten etwas zu tippen, bis er sie schließlich mit einem letzten Anschlag abschloss, was er zuvor getan hatte und grinste. Natürlich ungesehen von allen anderen, die Leif ansahen. Und vielleicht war es gut so, dass der schwedische Landsmann ihn auf diese Weise beschäftigt hatte, denn die Floskel des Willkommens seitens des Alten war schwer zu schlucken, als der Arzt selbst ihm die Hand gab. Wieder nicht voller Begeisterung, aber er konnte seine Abneigung gegen diese Form der Höflichkeit bestens verbergen, vor allem da Wexler nur knapp nickte, bevor sie als erste abmarschierte und der Professor dasselbe zu denken schien wie Leif und sich ebenfalls nur mit einem nicken beteiligte, während der sein Jackett schloss. "Danke. Es wird eine besondere Freude sein, unter Professor Vicuña an diesem Projekt zu arbeiten. Kommen Sie vorbei, wann immer Sie Zeit finden sollten. Ich bin ein Fan.", grinste Leif und man wusste nicht so sicher, wie ernst er diese Bemerkung meinte, obwohl die Formulierung vollkommen ehrlich war.
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    Leif nickte schlicht alles ab, was sein Gegenüber ihm noch sagte, denn für viel mehr fehlte ihm die Zeit, bevor sich alle erhoben. Jedenfalls alle bis auf Cypher, den er leicht entgeistert ansah, der schlicht den Anschluss verpasst zu haben schien und schließlich quälend langsam in die Senkrechte fand, da seine rasenden Finger nicht aufhören konnten etwas zu tippen, bis er sie schließlich mit einem letzten Anschlag abschloss, was er zuvor getan hatte und grinste. Natürlich ungesehen von allen anderen, die Leif ansahen. Und vielleicht war es gut so, dass der schwedische Landsmann ihn auf diese Weise beschäftigt hatte, denn die Floskel des Willkommens seitens des Alten war schwer zu schlucken, als der Arzt selbst ihm die Hand gab. Wieder nicht voller Begeisterung, aber er konnte seine Abneigung gegen diese Form der Höflichkeit bestens verbergen, vor allem da Wexler nur knapp nickte, bevor sie als erste abmarschierte und der Professor dasselbe zu denken schien wie Leif und sich ebenfalls nur mit einem nicken beteiligte, während der sein Jackett schloss. "Danke. Es wird eine besondere Freude sein, unter Professor Vicuña an diesem Projekt zu arbeiten. Kommen Sie vorbei, wann immer Sie Zeit finden sollten. Ich bin ein Fan.", grinste Leif und man wusste nicht so sicher, wie ernst er diese Bemerkung meinte, obwohl die Formulierung vollkommen ehrlich war.


    Sowohl der Alte, kurz nach dem Händedruck, als auch die Blonde Controllerin nach dem bestätigenden Nicken, verschwanden nicht im Gang aus dem Leif ursprünglich kam, sondern in einem Nebenraum. Der Professor, der mit einem beinahe verlegenen Lächeln noch einmal sein Brillengestell zurück auf die Nase schob, nickte und bedankte sich und bat mit "Kontaktieren Sie mich bitte sobald Sie wissen, wo Sie unterkommen. Ich schicke Ihnen alle Unterlagen zu, die Sie meinerseits brauchen." Dann verschwand auch er hinter der Tür, die die anderen nahmen. Nur noch der sehr dürre, hochgewachsene und offensichtlich super-junge Schwede stand noch etwas verloren und mit seinem Laptop unter dem Arm im Raum. Er lächelte breit. "Var väldigt bra! Lief doch ganz gut!", gab er zu verstehen und stand mit der Hand in der Hosentasche neben Leif. "Attityden, jag menar. Die Einstellung, meine ich." Wieder lächelte er. Dann, als keine all zu große Reaktion seitens Leif zu erwarten war und er nicht wusste, ob Leif nicht wusste, dass sie ebenfalls zusammenarbeiten würden, hängte er an. "Oh! Jag ska låsa upp de accessor Sergio hade tidigare. Jag är Henrik. Achso! Ich soll dir die Zugänge freischalten, die Sergio vorher hatte. Ich bin Henrik.", wirkte er lockerer und spielte eine coole Attitüde in sein Auftreten, ähnlich wie bei einem Superheldenauftritt die er heute Vormittag zahlreich gebinged hatte, und hängte an: "Nu är det säkert att säga det. Eh. Hur som helst. Ring mig Cypher om någon tittar på. Jetzt ist es ja sicher das zu sagen. Eh. Trotzdem. Nenn mich Cypher wenn jemand zusieht."
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  6. #226 Reply With Quote
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    Dras Erash

    Hätte Yenni ernsthafte Absichten gehabt, ihre Pilgerreise zu beenden und zur Flotte zurückzukehren, dann wäre das hier etwas gewesen, das ihrem Stil entsprochen hätte. Jeder Quarianer hat eine Schwäche für Schiffe, das liegt in ihrer Natur, und ihre Augen leuchteten bei dem Anblick des imposanten Turianerkreuzers. Dann begann sie zu lachen. "Du willst also dem Rat und den Turianern einen Kreuzer unter der Nase wegschnappen? Wie willst du den mit sieben Leuten fliegen?" Oh was wäre das für ein traumhaftes Geschenk für die Flotte gewesen. Zu schade, dass sie sich vom Gedanken der Rückkehr verabschiedet hatte. Sie pilgerte auf ihre ganz eigene Weise. Dann kam ihr ein Gedanke: "Hat dieses Ding auch Jäger an Bord? Ich würde so gern mal einen Jäger fliegen ..."

    "Konzentrier dich Yenni!" Sie grinste immer noch breit, als sie schließlich den Mund hielt und Dras zunickte. "Solange du dir bewusst bist, dass ich kein Muskel-Kroganer bin, der sich direkt in die Massen stürzt, haben wir einen Deal." Ooooh, das konnte großartig werden. Ob sie eine Wette abschließen sollte? "Zeig mir diese ... Immobilie." Sie entfernte sich ein paar Schritte und griff nach einer kleinen Reisetasche, die sie dort gelagert hatte, und warf sich diese über die Schulter. Dann schloss sie zum Batarianer auf und sie setzten sich in Bewegung. "Ich muss sagen, es ist selten, dass der Boss sich die Ehre gibt, mit ins Schlachtfeld zu treten. Für gewöhnlich überlassen sie sowas den Handlangern ihrer Handlanger." Sie musterte den Batarianer auffällig von oben nach unten. Er wirkte irgendwie ... ausgezehrt. "Du bist doch nicht Biotiker, oder? Können Batarianer überhaupt Biotik?"
    "Never be cruel, never be cowardly.
    And never ever eat pears!
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    Ulpox Galba

    Als sie die Nachricht erreichte, dass sie ihr Ziel fast erreicht hatten, konnte Delia nicht ganz verhindern, eine gewisse Nervosität zu verspüren. Immerhin war das hier ihr erster Außeneinsatz und es war immer noch ein Nervenkitzel, neue Planeten anzufliegen und aus dem All auf sie herabzuschauen. Als sie nun die Kommandozentrale der Nylea betraten, in die Galba sie bestellt hatte, wanderte Delias Blick entsprechend sofort auf den Monitor, der das Abbild einer Gartenwelt darstellte. Land- und Wassermassen verteilten sich fast gleichmäßig und insgesamt machte sie einen friedlichen Eindruck. Die daneben aufgeführten Daten verrieten allerdings eine Unannehmlichkeit: erhöhte Schwerkraft. Sie versuchte, sich an ihren Unterricht von damals zu erinnern: ab wie viel G wurde der Kampfeinsatz nachweislich erschwert?

    „Fragt“, kam es trocken von Galba und Delia hatte das Gefühl, er habe ihre Gedanken gelesen. Für einen Moment weigerte sie sich, die Frage zu stellen, denn sie wollte nicht dumm erscheinen, aber es half auch nichts, unvorbereitet in den Einsatz zu gehen. "Wird die Schwerkraft ein Problem werden, Sir?", fragte sie also schließlich und ließ den Blick noch einmal über das Bild des Planeten schweifen. "Haben wir außerdem mit besonderen Wetterbedingungen zu rechnen?" Ein weiterer kurzer Moment, dann fügte sie schließlich hinzu: "Wie ist das Gelände beschaffen? Besteht das gesamte Einsatzgebiet aus Dschungel?"
    "Never be cruel, never be cowardly.
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    Sowohl der Alte, kurz nach dem Händedruck, als auch die Blonde Controllerin nach dem bestätigenden Nicken, verschwanden nicht im Gang aus dem Leif ursprünglich kam, sondern in einem Nebenraum. Der Professor, der mit einem beinahe verlegenen Lächeln noch einmal sein Brillengestell zurück auf die Nase schob, nickte und bedankte sich und bat mit "Kontaktieren Sie mich bitte sobald Sie wissen, wo Sie unterkommen. Ich schicke Ihnen alle Unterlagen zu, die Sie meinerseits brauchen." Dann verschwand auch er hinter der Tür, die die anderen nahmen. Nur noch der sehr dürre, hochgewachsene und offensichtlich super-junge Schwede stand noch etwas verloren und mit seinem Laptop unter dem Arm im Raum. Er lächelte breit. "Var väldigt bra! Lief doch ganz gut!", gab er zu verstehen und stand mit der Hand in der Hosentasche neben Leif. "Attityden, jag menar. Die Einstellung, meine ich." Wieder lächelte er. Dann, als keine all zu große Reaktion seitens Leif zu erwarten war und er nicht wusste, ob Leif nicht wusste, dass sie ebenfalls zusammenarbeiten würden, hängte er an. "Oh! Jag ska låsa upp de accessor Sergio hade tidigare. Jag är Henrik. Achso! Ich soll dir die Zugänge freischalten, die Sergio vorher hatte. Ich bin Henrik.", wirkte er lockerer und spielte eine coole Attitüde in sein Auftreten, ähnlich wie bei einem Superheldenauftritt die er heute Vormittag zahlreich gebinged hatte, und hängte an: "Nu är det säkert att säga det. Eh. Hur som helst. Ring mig Cypher om någon tittar på. Jetzt ist es ja sicher das zu sagen. Eh. Trotzdem. Nenn mich Cypher wenn jemand zusieht."


    Leif musterte das schmale Kerlchen eindringlich und taxierte seine ganze, irgendwie komisch anmutende Gestalt. Er antwortete schließlich mit einem Grinsen und nickte. "Ja, eller hur? Tack för tipset, förresten, Henrik. Ja, nicht wahr? Danke für den Tipp übrigens, Henrik.", sagte er und sah den anderen dreien durch den Raum hinterher, ehe er - ohne seine Landessprache zu verwenden - fragte: "Wie lange bist du an der Sache mit Luceija schon beteiligt?"

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    Leif musterte das schmale Kerlchen eindringlich und taxierte seine ganze, irgendwie komisch anmutende Gestalt. Er antwortete schließlich mit einem Grinsen und nickte. "Ja, eller hur? Tack för tipset, förresten, Henrik. Ja, nicht wahr? Danke für den Tipp übrigens, Henrik.", sagte er und sah den anderen dreien durch den Raum hinterher, ehe er - ohne seine Landessprache zu verwenden - fragte: "Wie lange bist du an der Sache mit Luceija schon beteiligt?"


    "Wie lang?", sah er fragend zurück und verzog nachdenklich das Gesicht. "Solang ich schon bei Cerberus bin, schätze ich. Nicht mein einziges Gebiet aber-..da kommen schon ein paar Jahre zusammen. Fünf? Sechs Jahre vielleicht? Aber ich hatte mit ihr nie so ultra viel zu tun. Hab ihr wie den anderen ein paar Infos geshared als sie auf der Citadel irgendwelchen....Turianern oder so nachgejagt ist aber das wars. War immer n ziemlich knappes Gespräch über Comm. Aber...ich kenn Gil ziemlich gut! Wir arbeiten hauptsächlich zusammen. Also ich für ihn, manchmal fühlt sichs an wie andersrum. Und ich schätze ich war die letzten vier Jahre öfter in London bei seiner Familie als bei meiner! Fuck...ich vermisse Klämma mit Surströmming..", seufzte er tief und gab einen Jammerlaut von sich. Und vielleicht würde er sich noch erinnern, dass Gil einmal von ihm erzählt hatte.
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    "Wie lang?", sah er fragend zurück und verzog nachdenklich das Gesicht. "Solang ich schon bei Cerberus bin, schätze ich. Nicht mein einziges Gebiet aber-..da kommen schon ein paar Jahre zusammen. Fünf? Sechs Jahre vielleicht? Aber ich hatte mit ihr nie so ultra viel zu tun. Hab ihr wie den anderen ein paar Infos geshared als sie auf der Citadel irgendwelchen....Turianern oder so nachgejagt ist aber das wars. War immer n ziemlich knappes Gespräch über Comm. Aber...ich kenn Gil ziemlich gut! Wir arbeiten hauptsächlich zusammen. Also ich für ihn, manchmal fühlt sichs an wie andersrum. Und ich schätze ich war die letzten vier Jahre öfter in London bei seiner Familie als bei meiner! Fuck...ich vermisse Klämma mit Surströmming..", seufzte er tief und gab einen Jammerlaut von sich. Und vielleicht würde er sich noch erinnern, dass Gil einmal von ihm erzählt hatte.


    Etwas irritiert und belustigt spitzte Leif die Lippen und war froh, dass wenigstens irgendwer hier so freimütig mit ihm sprach. Doch viel mehr wollte er nicht wissen, geschweige denn hatte er vor, noch mehr Zeit hier zu verbringen. Er nickte und erkannte plötzlich eine unbändige Erleichterung darüber, dass das hier hinter ihm lag. "Apropos Gil-...", meinte er, "..bevor unser guter Freund sich da draußen die Hose nass macht, sollte ich wieder zu ihm gehen. Du sagtest, du kümmerst dich um den Zugang zu den Daten und Unterlagen von Vittore?"
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    Etwas irritiert und belustigt spitzte Leif die Lippen und war froh, dass wenigstens irgendwer hier so freimütig mit ihm sprach. Doch viel mehr wollte er nicht wissen, geschweige denn hatte er vor, noch mehr Zeit hier zu verbringen. Er nickte und erkannte plötzlich eine unbändige Erleichterung darüber, dass das hier hinter ihm lag. "Apropos Gil-...", meinte er, "..bevor unser guter Freund sich da draußen die Hose nass macht, sollte ich wieder zu ihm gehen. Du sagtest, du kümmerst dich um den Zugang zu den Daten und Unterlagen von Vittore?"


    "Ja säkert. Här är... Ja sicher. Hier ist...", antwortete der Schwede und kramte in seiner Hosentasche nach etwas, was in einer kleinen Schachtel lag und reichte es ihm. "...schon mal das Modul. Ich schick dir die Location später zu, ich muss dich erstmal registrieren. Oh und du solltest deine Mails besser sichern. Der Name der Freundin ist höllisch unsicher.", sagte er frei heraus, klopfte ihm auf die Schulter und verließ den Raum mit einem breiten, zufriedenen Lächeln - auch zu einem anderen Ausgang.
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  12. #232 Reply With Quote
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    Beyo

    Er hatte sich so oft vorgestellt, wie es wohl sein würde sie wiederzusehen. Nun stand sie endlich wieder vor ihm. Nur wenige Meter.....und doch schien sie weiter von ihm entfernt zu sein als je zu vor. Sie zögerte. Sah ihn an. Mit etwas in den Augen das ihn mehr schmerzte, als all die physischen wie psychischen Qualen die er in den letzten Tagen hatte erdulden müssen. Sie fürchtete sich. Vor dem was sie über ihn gehört hatte. Vor ihm.
    "Hör zu...." fing er stockend an, fand dabei kaum die richtigen Worte. "Ich.....ich....ich weiß nicht was du schon alles gehört hast aber.....ich bin nicht der Mörder nach dem sie suchen, okay? Die Öffentlichkeit weiß das jetzt. Diese Person, sie.....sie hat mir das angehängt.....ich habe....hör zu, ich habe einen Fehler gemacht! Nicht nur einen.....in der Vergangenheit....ich weiß nicht wo ich am besten - "
    Yelyna unterbrach ihn. Und als er ihre Frage hörte, spürte er wie sich seine Kehle langsam verschloss. Die Atmung ging schnell, seine Zunge klebte ihm im Mund fest. Mit einem Mal kam der ganze Horror von vor ca 4 Tagen wieder zurück.
    "Er ist....Kyron ist......er ist.......tot."
    Wie ein Donnerschlag ging dieser Satz in die Runde. Entsetzte Augen blickten ihn an.
    "Ich wollte das nicht! Es war eine Falle! Sie....hatte das alles so geplant!" fügte er hastig hinzu, während er sich zusammenreißen musste nicht völlig seine Fassung zu verlieren. "Braelyn.....d-die Mörderin.....sie hat Kyron entführt......ihn gefesselt, wie Sie verkleidet und bereit gestellt......mich....mich hat sie unter Drogen gesetzt und mir scharfe Munition untergejubelt.....ich habe nicht klar denken und sehen können! Er ist.....oh Geister...."
    Zitternd hielt er sich mit der verbliebenen Hand an dem Haufen Kisten fest um nicht den Halt zu verlieren. Er konnte seinen Gefühlsausbruch nicht mehr zurückhalten.
    Er sah nur noch Kyron's weit aufgerissene Augen vor sich und all das dunkle Blut.


    Für einen kurzen Augenblick keimte in Sahenia ein winziger Hoffnungsschimmer auf, als Beyo ihnen erzählte, dass er nicht der Serienmörder war nach dem gesucht wurde - nur um Sekunden später jegliche Hoffnungen im Keim zu ersticken. Nicht nur das er für dieses Massaker mit verantwortlich war, hatte er auch noch Kyron getötet und selbst wenn es unter Einfluss von Drogen, Täuschung und Manipulation geschah, war er derjenige, der den Abzug gedrückt hatte. Er war ein Mörder und daran gab es nichts zu beschönigen.
    Tausend Gedanken schossen ihr durch den Kopf. Von der ersten Begegnung mit Beyo in diesem einen Club, wo sie Arina tot vorfanden und er seine Hilfe angeboten hatte. Dann die Jagd nach den Mördern und schließlich der schöne Abend zu viert, wo sie Kyron kennen gelernt hatten. Während tief in ihrem inneren ihr Herz in tausend Teile zu zerbringen drohte und ihr fast den Atem raubte.
    Sahenia wusste nicht, was sie denken, noch was sie fühlen sollte. Ein großes schwarzes Loch, eine Leere die sie nie zuvor verspürte.
    Sie wollte weinen, sie wollte laut schreien. Doch nichts davon geschah.
    Wie eine lehre Hülle stand sie da und traute sich kaum Beyo an zu sehen, selbst als dieser seinen Gefühlsausbruch nicht mehr zurück halten konnte und sich an den Kisten fest hielt, zeigte sie keinerlei Reaktion.
    "Fehler in der Vergangenheit, der jetzt zu diesem Massaker geführt hat? Hast du mir deshalb nie etwas davon erzählt? entgegnete sie kalt und völlig emotionslos, ohne ihn einmal an zu schauen.
    "Wer bist DU eigentlich?"

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  13. #233 Reply With Quote
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    Für einen kurzen Augenblick keimte in Sahenia ein winziger Hoffnungsschimmer auf, als Beyo ihnen erzählte, dass er nicht der Serienmörder war nach dem gesucht wurde - nur um Sekunden später jegliche Hoffnungen im Keim zu ersticken. Nicht nur das er für dieses Massaker mit verantwortlich war, hatte er auch noch Kyron getötet und selbst wenn es unter Einfluss von Drogen, Täuschung und Manipulation geschah, war er derjenige, der den Abzug gedrückt hatte. Er war ein Mörder und daran gab es nichts zu beschönigen.
    Tausend Gedanken schossen ihr durch den Kopf. Von der ersten Begegnung mit Beyo in diesem einen Club, wo sie Arina tot vorfanden und er seine Hilfe angeboten hatte. Dann die Jagd nach den Mördern und schließlich der schöne Abend zu viert, wo sie Kyron kennen gelernt hatten. Während tief in ihrem inneren ihr Herz in tausend Teile zu zerbringen drohte und ihr fast den Atem raubte.
    Sahenia wusste nicht, was sie denken, noch was sie fühlen sollte. Ein großes schwarzes Loch, eine Leere die sie nie zuvor verspürte.
    Sie wollte weinen, sie wollte laut schreien. Doch nichts davon geschah.
    Wie eine lehre Hülle stand sie da und traute sich kaum Beyo an zu sehen, selbst als dieser seinen Gefühlsausbruch nicht mehr zurück halten konnte und sich an den Kisten fest hielt, zeigte sie keinerlei Reaktion.
    "Fehler in der Vergangenheit, der jetzt zu diesem Massaker geführt hat? Hast du mir deshalb nie etwas davon erzählt? entgegnete sie kalt und völlig emotionslos, ohne ihn einmal an zu schauen.
    "Wer bist DU eigentlich?"


    Schlimmer noch als all die plötzlich wieder neu durchlebten Ereignisse der letzten Tage war ihre Reaktion. Sie sah ihn an, kalt, anklagend, sprach ohne auch nur einen Funken der Wärme, die er so an ihr vermisst hatte.
    Etwas war gerade zwischen ihnen zerbrochen. Und er wusste nicht im Geringsten, wie er ihre Frage beantworten sollte.
    "Jemand der sein ganzes Leben lang nur davon gelaufen ist...." murmelte er schließlich. "Vor seinen Freunden, vor seinen Feinden.....und am allermeisten vor sich selbst."
    Und nun, wo er sich gerade dazu entschlossen hatte das nicht mehr zu tun....war er wieder im Begriff alles zu verlieren was ihm noch wichtig war. Es war egal, wie er es anstellte. Alles was er berührte ging zu Bruch.
    Schwach blickte er in Nia's Gesicht. Er wusste nicht, wie er alle Fragen die ihr sicherlich auf der Seele brannten jetzt auf einmal beantworten sollte.....spielte es überhaupt eine Rolle? So wie es aussah hatte er sich ihre Verachtung nun bereits verdient....
    Noch schmerzhafter jedoch war gerade der Anblick ihrer Freundin Yelyna. Sie schien wie in Trance zu sein. Hatte noch nicht richtig realisiert, was er ihr gerade gesagt hatte. Kyron war tot. Ihr Freund war tot. Getötet dank ihm.....durch ihn.
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  14. #234 Reply With Quote
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    "Ja säkert. Här är... Ja sicher. Hier ist...", antwortete der Schwede und kramte in seiner Hosentasche nach etwas, was in einer kleinen Schachtel lag und reichte es ihm. "...schon mal das Modul. Ich schick dir die Location später zu, ich muss dich erstmal registrieren. Oh und du solltest deine Mails besser sichern. Der Name der Freundin ist höllisch unsicher.", sagte er frei heraus, klopfte ihm auf die Schulter und verließ den Raum mit einem breiten, zufriedenen Lächeln - auch zu einem anderen Ausgang.


    "Was du nicht sagst-...", kommentierte Leif leise und mit einem Grinsen, als der junge Kerl flux ebenfalls verschwand. Der Schwede selbst wandte die schmale Schachtel in seiner Hand, betrachtete sie kurz mit gehobener Braue, entschied sich jedoch, zuerst die Tür nach draußen zu nehmen, um Vigilio zu erlösen, bevor er öffnete, was Cypher ihm hier anvertraut hatte.
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
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  15. #235 Reply With Quote
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    "Was du nicht sagst-...", kommentierte Leif leise und mit einem Grinsen, als der junge Kerl flux ebenfalls verschwand. Der Schwede selbst wandte die schmale Schachtel in seiner Hand, betrachtete sie kurz mit gehobener Braue, entschied sich jedoch, zuerst die Tür nach draußen zu nehmen, um Vigilio zu erlösen, bevor er öffnete, was Cypher ihm hier anvertraut hatte.


    Vigilio machte dieses Warten mürbe. Und dass man ihn hier außen vor gelassen hatte? Sauer. Kaum, dass die Türe zugegangen war und der Neapolitaner auf der falschen Seite dieser stand, begann er, Diskussionen mit der blonden Russin zu führen und Erklärungen zu verlangen. Aber immer wieder gab es die selbe Antwort: Zu befangen. Luceija, als seine Schwester, wäre kein Thema, dass er behandeln könne und dabei rational blieb. Eine Umschreibung für zu temperamentvoll, vielleicht. Und auch wenn es nicht falsch war und er dies einsah, macht es ihn wahnsinnig nicht im Notfall eingreifen zu können. Verdammt, hier ging es um mehr als ein kleines Briefing oder ein Statusupdate irgendwelcher Observationsaufgaben. Es ging um Leben. Wichtige Leben, nicht diese verdammt nebensächlichen. Die seiner Familie.

    Der Neapolitaner wartete exakt vor der Tür darauf, dass der Blonde zurück kam. Und als es so weit war sprang er auf und taxierte den Schweden so sehr mit Blicken, dass er wirklich keine Regung verpassen konnte. War es gut oder schlecht gelaufen? "...und?", fragte er nur und hob leicht eine Braue.
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  16. #236 Reply With Quote
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    Vincent hatte, wenn er ehrlich zu sich war, nicht darüber nachgedacht, dass Vhans Erscheinen so schlecht von Ilias und T’Saari goutiert werden würde. Vermutlich war es ihm einfach egal gewesen und jetzt war es das ohnehin, denn der Turianer stand wie ein roter Elefant mitten im Raum und wurde eifrig, wenn auch wenig freundlich, angesprochen. Der Mann in Schwarz holte sich derweil einen Stuhl aus der Küche, stellte ihn an den niedrigen Couchtisch im Wohnzimmer und setzte sich mit überschlagenen Beinen. Er hielt sich aus den Begrüßungsritualen am Eingang raus, nickte nur einmal kurz, als Vox eintrat und die Runde komplettierte. Die meiste Aufmerksamkeit schenkte er dem ihm noch unbekannten Menschen und tippte scheinbar gedankenverloren auf seinem OmniTool herum. Er ahnte, woher dieser ihn kannte und es war keine gute Ahnung. Er streifte sie Schöße seines Mantels zur Seite, sodass sein rechter Tiefziehholster frei lag.
    ,,Dann lassen Sie mal hören, wo Gavros steckt. Und vielleicht auch noch, was sie dazu treibt, diese Information zu verraten.“, sprach er den Dunkelhaarigen durch den Raum hindurch an.


    Alle beisammen. Ein eigentümlicher Zusammenschluss von Individuen, der sich hier in Hannas Wohnung ausbreitete. Manche mehr und manche weniger geeignet für die kommenden Kämpfe. Aber alle verband ihr Ziel: Gavros‘ Ende. Hanna nippte an dem Bier, dass sie sich geholt hatte. Gilles stellte sich dar, schüttelte Hände, grinste. Und Seeva T’Saaris wache Augen überflogen dieses merkwürdige Szenario. Fragen wurden gestellt und die meisten wandten sich an den Unbekannten.
    Der Mann schaute zu T’Saari, die leicht nickte. „Mein Name ist Nathan Gilles. Ich arbeite für Gavros beziehungsweise ich habe für sie gearbeitet. Jetzt… arbeite ich wohl für die Spectre.“ Er setzte ein süffisantes Grinsen auf. „Was Ihre Frage angeht, Mister van Zan, die ist leicht zu beantworten: Ich lebe gerne. Und Gavros ist die typische Art Individuum, die es vorzieht sich selbst mitsamt allen, die sie zu fassen kriegt in den Abgrund zu stürzen.“ Er wedelte mit der Hand. „Metaphorisch gesehen.“
    Gilles aktivierte eine Holokarte in Orange, ein grün blinkendes Gebäude ließ alle Anwesenden wissen, wo die Turianerin zu finden war. „Viele Wachen aber keine automatischen Geschütze oder Plasmasperren“, erklärte der Killer. „Ich sehe zwei Wege. Erstens: Sie stürmen den Laden. Zweitens: Sie geben sich als die Kerle aus, die ich seit Tagen anheuere und kommen so hinein. In beiden Fällen würde ich Ihnen die Türen öffnen.“ „Muss mit viel Widerstand gerechnet werden?“, fragte Hanna das Naheliegendste ab. Gilles zuckte die Achseln. „Es sind, wie gesagt, viele Typen mit guten Waffen. Alle gekauft von Gavros. Aber die meisten von den Kerlen sind typische Omega-Wegwerf-Ware. Echte Killer hat sie höchstens zwei oder drei in ihren Reihen – mich nicht mitgezählt.“ „Wo werden Sie sein?“, fragte jemand nach. „Im Innern der Basis. Ich gebe Ihnen den Zugangscode aber für den Fall, dass er nicht funktioniert öffne ich von Innen. Ich habe keinerlei Interesse daran, dass Sie versagen. Gavros hat ihr letztes Geld verbraucht und – wie wir Menschen sagen – ihr letztes Pulver verschossen. Sie bereitet das Ende vor. Ihr Ende. Und ich zweifle nicht daran, dass sie mich mit in den eben erwähnten Abgrund zerrt, sollte es ihr gefallen.“ „Verdient hättest du es“, dachte Hanna grimmig und fragte: „Und Ihr Part endet dann?“ Gilles nickte zufrieden. „Nein, tut er nicht.“
    Der Attentäter schaute zu der Asari, die seine Hoffnung auf einen geräuschlosen Abgang gerade vernichtete. Ihre Stimme war kalt und eisern, ebenso wie ihr Blick. „Bitte?“ „Sie werden uns im Kampf unterstützen. Wenn es so viele Gegner sind, wie Sie sagen, dann müssen wir sie schnell erledigen. Gavros darf nicht noch einmal entkommen.“ Gilles erhob sich heftig. „Das war nicht der Deal.“ „Er ist es jetzt“, sagte Seeva und stand ebenfalls auf, wenn auch betont langsam. Heftiges Kopfschütteln untermalte den Unwillen des Mannes. „Ich sitze da drinnen doch wie auf dem Präsentierteller.“ „Sie wollen meine Autorität als Spectre? Ich will Ihre Fähigkeiten als Killer. Kämpfen Sie mit uns und ich lösche Ihren Namen aus allen Akten, die im System wabern.“ Seeva warf den Anwesenden einen mahnenden Blick zu. Hanna grinste hinter der gehobenen Bierdose. Es war sicherlich nicht die klügste Idee, sich von einem eigentlich gegnerischen Attentäter den Rücken decken zu lassen, andererseits wies Gilles zu viele opportunistische Merkmale auf, als dass das Risiko dem unbestrittenen Nutzen nicht gerecht wäre. Der Mensch knirschte geräuschvoll mit den Zähnen, Seeva betrachtete ihn eindringlich, sah die Rädchen in einem Kopf rattern. Dann lächelte sie heimlich. Sie kannte seine Entscheidung noch vor ihm. „Einverstanden.“

    Damit war der erste Teil des Plans geschmiedet und jeder hier eingeweiht. Fast jeder.

    „Hat jemand Vhan gesehen?“
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  17. #237 Reply With Quote
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    "Der Präsidiums-Hafen?" fragte Karvas Rarkin ungläubig. Yuhki nickte. "Das Herz der Station hat sie gesagt....ich habe sämtliche möglichen Anschlagspunkte im Präsidium analysiert....dort wird sie zuschlagen, ich bin mir absolut sicher."
    "Das ist doch absurd." sagte Rarkin, während er im Raum auf und ab ging. "Wir hatten doch bereits festgehalten dass Sie für derart große Ziele nicht mehr genug Sprengstoff auf Lager haben kann! Abgesehen davon bekommt Sie den niemals ins Präsidium geschmuggelt."
    "Das muss sie auch nicht."
    Yuhki tippte auf seinem Omni-Tool und fuhr die große, holografische Bildfläche hoch. Eine große, rotfarbene Linie hob sich aus der gelblichen 3D-Projektion hervor. Sie führte vom dünnen Präsidiumsring verschlängelt weiter bis auf einen der Arme. Dem Maßstab nach musste sie kilometerlang sein.
    "Das ist die Hauptleitung. Sämtliche Energieversorgungen des Hafens laufen hier zusammen. Sie führt tief in die Keeper-Tunnel und von da aus in unzähligen Verzweigungen weiter. Bis in den Tayseri-Arm hinein."
    Der vernarbte Turianer schluckte. Offenbar begriff er, was Sache war. "Sie will sie sprengen....?"
    "Der Schluss liegt nah."
    "Und die Versorgungsnetzwerke können auch nicht helfen." ergänzte Krzeminski. "Es muss um die Hauptleitung herum unzählig unkartografierte Tunnelzugänge geben, die aufgrund der Keeper-Gesetze nie näher untersucht wurden. Gavros könnte von überall zuschlagen.....das Resultat wäre das gleiche."
    "....wie schlimm wären die Schäden, würde das gelingen Captain?" fragte Thomen unsicher.
    "Wie schlimm fragen Sie? Himmel, Thomen, es würde die Explosion des Green Heart's wie einen Silvesterunfall aussehen lassen!" Der Schweiß rann dem Japaner über die kahle Stirn.
    "Die Magnete in den Dockingstationen würden ausfallen.....die Signale und die Beleuchtung....der Fluglotsenfunk wäre unterbrochen, Aufzüge, Schleusen.....es wäre eine Katastrophe mit Folgen, die ich mir nicht einmal annäherend ausmalen kann!"
    Karvas nickte mit bitterem Gesichtsausdruck. "Die Zahl der Todesopfer wäre....nein, ich will es mir nicht vorstellen! Wir dürfen das nicht zulassen!"
    "Aber was sollen wir tun?" schnaubte Yuhki. "Wir haben keine handfesten Beweise.....der Executor kann nicht auf Vermutung hin den größten Dreh- und Angelpunkt der Station lahmlegen....gerade jetzt wollen viele Leute von hier fort. Aber selbst wenn wir sämtliche Starts von der Station einfrieren würden, die Schiffe docken hier minütlich an!" Es war wie ein leibhaftiger Alptraum. Fieberhaft ratterte das Gehirn des Captains. Egal wie, sie mussten diese Verbrecherin daran hindern!
    "Aber hören Sie, Yuhki....egal was wir unternehmen....Sie sollten diese Sache erst einmal T'Saari melden, ehe wir wie auch immer fortfahren."
    Er hatte Recht. Auch wenn ihnen von oberster Stelle vorerst die Hände gebunden waren, der Spectre sollte zumindest Bescheid wissen. Vielleicht würde ihr diese Erkenntnis helfen, oder aber sie hatte selbst welche gemacht die ihnen helfen würden.
    Yuhki nahm seinen Kommunikator und wählte. Es klingelte an....einmal....zweimal...
    "Los doch, nimm ab verdammt nochmal!" zischte er angespannt.


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    Quote Originally Posted by numberten View Post
    Yuika

    Aufmerksam beobachtete Yuika das umliegende Gelände durch das Zielfernrohr ihrer Mantis. Vor ihr lag das Zielobjekt, ein verlassenes Gebäude. Scheinbar verlassen, denn am Fuß des vierstöckigen Gebäudes konnte man einige Gestalten auf den Straßen entdecken. Die Japanerin sondierte das halbe Dutzend Handlager, die am Eingang des Gebäudes herumlungerten. Ab und zu tauchten auch zwei weitere Bewaffnete auf, welche sich dann nach einem kurzem Plauderstündchen aufmachten. Nach längerer Beobachtung schienen sie die beiden umliegenden Straßen zu patrouillieren. Insgesamt fand Yuika nicht unbedingt das sie besonders viel hermachten. Sie waren zwar wachsam, aber nicht besonders motiviert, oder wirkten professionell in ihrem Treiben. Jemand mit Kenntnissen hätte sich anders aufgestellt, anders die Umgegend im Auge behalten. Ein paar von ihnen mochten Söldner sein, ihren Arsch schon ins Feuer gehalten haben. Aber Profis waren es nicht.

    Sie schüttelte verächtlich den Kopf, wenn sie wollte hätte sie mindestens zwei der Männer von hier oben bequem ausknipsen können. Dann jedoch wären sie wohl im Gebäude verschwunden, dessen Haupteingang durch eine Barrikade verstärkt worden war. Und im Gebäude, wo dann hinter jeder Ecke ein Gegner lauern konnte, dort sähe es anders aus.
    Sie zuckte mit den Schultern. Zum Glück war das nicht ihr Problem, sie hatte keine Intention sich mit den Burschen anzulegen. Die Japanerin zog das Gewehr wieder zurück ins Zimmer und legte es vorsichtig unter der Fensterbank ab. Sie klappte den Visor über ihrem rechten Auge hoch und ging dann vorsichtig vom Fenster weg. Langsam ließ sie sich an der grauen Wand ihres Beobachtungsposten nieder und setzte sich behutsam ab. Glücklicherweise waren die Gebäude um das Zielobjekt tatsächlich leer, dass erleichterte ihr die Arbeit sehr. An sich verwunderlich das es überhaupt leerstehende und verfallene Gebäude auf einer Raumstation gab, aber seit dem Geth Angriff waren wohl die Gelder etwas ungleichmäßig verteilt worden.
    Ihre Finger glitten über der urban-grauen Panzerung des linken Arms und aktivierten das Omnitool. Diese leuchtete in mattorange auf umhüllte den Unterarm der Japanerin. Ihre Finger flogen über das Display und plötzlich materialisierte sich eine kleine runde Drohne. Die Drohne war etwa so groß wie ein menschlicher Augapfel und leuchtete anfangs in einem matten Orange, fast ins braune übergehend. Yuika aktivierte ein Programm und die Farbe der Drohne flackerte. Plötzlich schien sie zu schimmern, wurde kurz fast transparent. Dann nahm sie die steingraue Farbe der Wand vor sich an, schwebte dann zu der Japanerin und nahm dabei die Farbe der Panzerung an. Die Japanerin lächelte zufrieden und aktivierte einen kleines Display auf dem Omnitool. Zuerst konnte sie ihr eigenes Gesicht darauf erkennen, was daran lag das die Drohne jetzt auf Höhe ihres Gesichts flog. Ein kurzer Fingerstreich, dann flog sie aus dem Zimmer.

    Die Japanerin ließ die Drohne zunächst vorsichtig das Gebäude umrunden, wobei sie am Boden kurz wieder die Patrouille erkennen konnte. Nach der ersten Umrundung hatte sie schon mehrere Zugänge neben dem Haupteingang entdeckt. Es gab mindestens zwei Hintertüren, eine schien verschweißt an der anderen standen zwei Wachposten. Außerdem hatte sie zwei Feuerleitern entdeckt, wobei eine zu metallenen Außenplateaus führte. Die andere war nur eine simple Leiter, welche entlang der Häuserwand führte. Insgesamt machte das Gebäude doch einen recht verfallenen Eindruck. Risse in der Fassade, eingeschlagene Fenster und Schäden an der Feuerleiter.
    Yuika ließ die Drohne nach oben steigen, zum Dach. Immerhin dort schien es keinen Zugang zu geben, von dem zentralen Aufbau der Hausbelüftung mal abgesehen. Sie bezweifelte jedoch das die Luftschächte breit genug für eine Person waren. Jedoch bot es einen hervorragenden Zugang für eine kleine Drohne, auch wenn es die zahlreichen Fenster wohl auch getan hätten.
    Die Japanerin packte einen rosa Kaugummi aus und steckte in ihrem Mund. Gleichmäßig kauend fokussierte sie sich wieder auf die Steuerung. Lautlos schwebte die Spionagedrohne durch einen engen Belüftungsschlitz in den dunklen Luftschacht. Aufgrund der unzureichenden Beleuchtung konnte die Japanerin jedoch auch nur wenig beim steuern erkennen.
    „Also gut, wollen wir ein wenig Licht wagen.“, murmelte Yuika und aktivierte ein schwaches Licht im Umfeld der Drohne. Wenig überraschend zeigte die Drohne einen Schacht. Ein leichtes Flackern fuhr kurz über den Monitor. Die Asiatin fluchte kurz, aufgrund der Wände konnte es später noch Verbindungsschwierigkeiten geben. Das Bild stabilisierte sich jedoch schnell wieder.

    Yuika ließ zunächst die Drohne ganz nach unten fliegen. Der Luftschacht war größtenteils intakt, hatte jedoch einige Löcher und Risse bekommen. Im Erdgeschoß nutzte sie eines dieser Löcher in der Filteranlage und verließ den Schacht, zeitgleich schaltete sie wieder das Licht aus. Sofort bemerkte sie in einiger Entfernung eine Wache und ließ die Drohne an die Decke schweben. Vorsichtig manövrierte sie über den Flur, vorbei an mehreren Wachen. An einigen Gangkreuzungen hatte man sich provisorische Deckungen eingerichtet, ansonsten konnte sie nicht besonders viele Vorkehrungen erkennen. Keine schwereren Waffen, keine Kameras. Ein paar Türen waren verschlossen, die meisten standen jedoch einfach auf, wenn überhaupt noch Türen vorhanden waren. Keine Anzeichen von Drogen oder anderen Handelswaren an denen eine Gang Interesse hätte. Und abseits der Bewaffnung schien es auch keine großen Waffenvorräte zu geben. Einfache Handfeuerwaffen, Granaten. Damit konnte man einen Gangkrieg anfangen, aber dazu würde man sich dann auch aus dem Haus bewegen. Hier war nichts zu erkennen was eine so starke Bewachung wert war.
    Sie nutzte einen Deckenschacht, um sich in das zweite Stockwerk zu bewegen. Hier war auch Bewachung, aber deutlich weniger als im Erdgeschoß. Ansonsten war auch hier nichts Besonderes, eingeschlagene Fenster, löchrige Wände. Ein paar verwittere Gangmarkierungen waren an die Wand gepinselt, aber sicher nicht von den derzeitigen Besitzern. Manche der Fenster waren verbarrikadiert, im zweiten Stock sogar auf der Seite mit der Feuerleiterplattform. Die Wachbereitschaft war verbesserungswürdig, die meisten spielten Karten oder plauderten miteinander. Allerdings waren es nicht wenig Wachen. Nachdem sie sich mit der Drohne einen Weg durch das Treppenhaus in den dritten Stock gesucht hatte, bemerkte sie wieder das Flackern. Je weiter sie sich im Inneren des Gebäudes bewegte, desto anfälliger wurde die Drohne. Die Entfernung, kombiniert mit den dicken Wänden verstärkte das Rauschen. Yuika kaute genervt auf dem Kaugummi herum, bis sich das Bild wieder stabilisiert hatte.
    Auch im dritten Stockwerk waren wieder vereinzelt Wachen, ein paar beobachteten sogar von den Fenstern aus die umliegenden Straßen. Jedoch schien man auch hier keine interessanten Waren oder ähnliches zu lagern.

    Der Zugang zum vierten Stock war bei beiden Treppenhäusern gesichert. Ein Hinweis das hier etwas Interessantes gelagert sein musste. Die Japanerin navigierte die Drohne entlang der Wandecke und ließ sie dann vorsichtig über den Wachmann fliegen. Behutsam steuerte sie den Flur entlang, immer wieder durch Rauschen gestört. Angespannt kaute Yuika stärker auf ihrem Kaugummi herum, konzentriert auf das schlechte Bild starrend. Dann verbesserte sich das Bild wieder und zeigte eine geschlossene Tür. Vor der Tür stand erneut ein Wachposten. Sie flog an der Tür vorbei, jedoch schien es nur einen Zugang in diesem Raum zu geben. Plötzlich öffnete sich die Tür und einer der Söldner kam heraus, dem Wachposten etwas sagend. Aufgrund fehlenden Audios konnte die Japanerin nicht hören was es war. Der Mann runzelte genervt die Stirn, ging dann aber durch die offene Tür, während der andere seinen Posten einzunehmen schien. Die Möglichkeit ignorierend dann nicht mehr hinauszukommen, flog die Asiatin die Drohne in den Raum.


    Dieser war schwach beleuchtet, im Hintergrund lief auf einem Monitor irgendein Extranet Programm. Der Wachposten warf einen Blick in die Ecke des Raumes, blaffte wohl etwas und setzte sich dann vor den Monitor. Die Japanerin schaute hingegen in die Ecke und sah..ein flackerndes Bild.
    „Baka!“, fluchte sie leise und tippte etwas auf dem Omnitool. Langsam verbesserte sich das Bild. Die Asiatin entdeckte drei Gestalten, zwei Kinder und eine erwachsene Frau. Alle drei waren Menschen und was noch wichtiger war gefesselt und geknebelt.
    „Sieh an, davon hat der Glatzkopf nichts erzählt. Wer zum Teufel seid ihr?“, murmelte die Japanerin und betrachtete die Gefangenen.
    Die Frau war vermutlich Anfang 40, die Kinder schätzte Yukai zwischen 5 und 10. Schwer zu sagen bei dem störenden Flackern. Eine Verwandtschaft schien vorhanden, auch wenn die Kinder im Gegensatz zu der vermeintlichen Mutter asiatische Gene zu besitzen schienen. Beim Betrachten der beiden Kinder fror plötzlich das Bild ein, Yuika flucht erneut. Doch auch nach einigen Versuchen bekam sie kein neue Verbindung, das Rauschen war zu stark geworden. Grummelnd deaktivierte sie die Drohne, was bedeutete das sie sich in dem Raum dematerialisieren würde. Nachdenklich ließ sie ihre Aufnahmen der Drohne von vorne durchlaufen. Sie war sich nicht ganz sicher womit sie es hier zu tun hatte. Eine Entführung? Dafür waren es doch recht viele Wachen, aber wer wusste schon wessen Familie das war. Je mehr sie überlegte, desto sicherer war sie sich das sie es hier nicht mit der Vorbereitung eines Gangkrieges zu tun hatte. Schwer zu sagen was das hier war, oder zu was diese Aufzeichnungen nutze waren. Aber das war letztendlich nicht ihre Entscheidung. Sondern die ihrer Auftraggeberin.


    Maran und Aeghor waren wieder in eine Diskussion über Mietrecht und Eigentumsschutz vertieft, weswegen Katharina auf Durchzug geschaltet hatte. Die Arbeit ging voran, sie hatten schon den Kauf einiger Objekte in die Wege geleitet, vornehmlich in den Green Meadows. Hinsichtlich der Tips hatten sie mehr Zeit, dort würden in absehbarer Zeit wohl nicht die Preise steigen. Allerdings waren sie auch schon seit gestern am Diskutieren, Kathys Gesicht war aufgequollen als hätte sie die Nacht durchgefeiert. Salarianer mochten ja nur eine Stunde Schlaf am Tag brauchen, sie sicherlich nicht. Vom ganzen Kaffee hatte sie schon leichtes Sodbrennen und dieses juristische Geschwurbel ließ den Kopf brummen. Aber es war nötig, also ertrug sie es mit stoischer Gelassenheit und kurzem Einnicken. Plötzlich bemerkte sie das ihr Omnitool blinkte, eine willkommene Abwechslung. Die Halbasiatin verließ kurz das Büro und nahm den Anruf an. Es war Yuika. Sofort war sie wieder wach.
    „Ja bitte?“ „Ich habe das Gebäude untersucht für deren Schutz die Söldner angeworben werden.“, erklärte die Japanerin.
    „Sehr schön. Wissen sie jetzt womit wir es zu tun haben?“ „Nicht richtig Orlowski-san. Am besten bilden sie sich ihre eigene Meinung. Ich sende ihnen meine Aufzeichnungen.“ Kurz darauf ploppte eine Videodatei auf der Oberfläche des Omnitools auf.
    Kathy spielte sie ab und verfolgte aufmerksam den Flug der Drohne. Als das Bild bei den gefesselten Kindern einfror kratzte sie nachdenklich am Kopf. „Eine Entführung? Keine Schmuggelwaren, keine Waffen, keinerlei Aktionen?“, fragte sie nochmal skeptisch nach.
    „Sie haben das gesehen was ich gesehen habe. Und ich konnte keine großen Aktivitäten außerhalb bemerken. Ein paar Türen waren natürlich verschlossen, aber es deutet nur wenig darauf hin, dass sie sich für einen Gangkrieg rüsten. Soll ich sie weiter observieren?“, fragte die Japanerin arbeitsam. Katharina überlegte kurz. Natürlich konnte sie die Japanerin weiter dort ausharren lassen, vielleicht sogar persönlich in das Gebäude eindringen lassen. Aber das klang nach einem Verlustgeschäft. An diesem Ort war zweifellos etwas im Gange, aber nichts was unmittelbar ihre Geschäfte beeinflussen würde. Es war wohl sinniger ihr Augenmerk mehr auf die Akteure in den Tips zu richten.
    „Nein, nicht nötig. Unterstützten sie lieber ihre Schwester, ich denke das ist lohnender.“
    Wie sie wünschen. Haben sie Anordnungen für das Video? Ich schätze, wenn sie es an einen Informationsbroker verkaufen, könnten sie eventuell etwas Gewinn machen.“, schlug die Yuika vor. Vielleicht waren die Frau und die Kinder ja wirklich die Familie von jemand wichtigen, diese Person würde für solche Informationen sicherlich zahlen.

    Kathy betrachtete erneut die Bilder der gefesselten Familie. Eine Idee keimte in ihr auf. „Nein. Wir verhalten uns wie rechtschaffene Bürger. Lassen sie das Material anonym C-Sec zukommen.“, verkündete sie entschlossen und lächelte schmal. Am anderen Ende gab es kurz eine Pause. „Sind sie sicher?“ „Ja, senden sie es den Behörden zusammen mit dem Standort und unterstützen sie dann ihre Schwester.“
    Die Japanerin bestätigte kurz und legte dann auf. Kathy deaktivierte das Omnitool. Es war nicht komplett auszuschließen das diese Bewaffneten ihr später nicht noch Schwierigkeiten machten. Außer natürlich, C-Sec schickte ein Squad, um diese Familie zu befreien und nebenbei das Gebäude dort auszuräuchern. Dann waren sie für niemanden mehr ein Problem. Ein zufriedenes Lächeln umspielte den Mund der Halbasiatin. Etwas besser gelaunt ging Kathy zurück ins Büro, der Immobilienmarkt wartete auf sie.


    Yuika war zwar ein wenig verwundert über die Anweisung, jedoch nicht unzufrieden. Sie hatte nichts dagegen, wenn jemand der Familie dort drinnen half. Sie überlegte an wen bei C-Sec sie das Video am besten schicken sollte. Aufgrund der aktuellen Lage konnte es leicht untergehen. Nach kurzer Recherche hatte sie sich entschlossen. Das 12. Revier schien eine gute Wahl, größtenteils Menschen das erhöhte für die Japanerin die Chance das man sich tatsächlich der Sache annahm. Außerdem war der Leiter des Reviers ein Japaner, für Yuika ein weiterer Pluspunkt. Zuerst löschte sie ihre eigene elektronische Signatur und alle Hinweise auf sich selbst aus dem Video. Dann schickte sie es mit den Koordinaten des Gebäudes über einen verschlungenen Pfad von Servern schließlich an die Revierleitung. Ihr Teil war getan, der Rest lag in anderen Händen.


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    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post

    Alle beisammen. Ein eigentümlicher Zusammenschluss von Individuen, der sich hier in Hannas Wohnung ausbreitete. Manche mehr und manche weniger geeignet für die kommenden Kämpfe. Aber alle verband ihr Ziel: Gavros‘ Ende. Hanna nippte an dem Bier, dass sie sich geholt hatte. Gilles stellte sich dar, schüttelte Hände, grinste. Und Seeva T’Saaris wache Augen überflogen dieses merkwürdige Szenario. Fragen wurden gestellt und die meisten wandten sich an den Unbekannten.
    Der Mann schaute zu T’Saari, die leicht nickte. „Mein Name ist Nathan Gilles. Ich arbeite für Gavros beziehungsweise ich habe für sie gearbeitet. Jetzt… arbeite ich wohl für die Spectre.“ Er setzte ein süffisantes Grinsen auf. „Was Ihre Frage angeht, Mister van Zan, die ist leicht zu beantworten: Ich lebe gerne. Und Gavros ist die typische Art Individuum, die es vorzieht sich selbst mitsamt allen, die sie zu fassen kriegt in den Abgrund zu stürzen.“ Er wedelte mit der Hand. „Metaphorisch gesehen.“
    Gilles aktivierte eine Holokarte in Orange, ein grün blinkendes Gebäude ließ alle Anwesenden wissen, wo die Turianerin zu finden war. „Viele Wachen aber keine automatischen Geschütze oder Plasmasperren“, erklärte der Killer. „Ich sehe zwei Wege. Erstens: Sie stürmen den Laden. Zweitens: Sie geben sich als die Kerle aus, die ich seit Tagen anheuere und kommen so hinein. In beiden Fällen würde ich Ihnen die Türen öffnen.“ „Muss mit viel Widerstand gerechnet werden?“, fragte Hanna das Naheliegendste ab. Gilles zuckte die Achseln. „Es sind, wie gesagt, viele Typen mit guten Waffen. Alle gekauft von Gavros. Aber die meisten von den Kerlen sind typische Omega-Wegwerf-Ware. Echte Killer hat sie höchstens zwei oder drei in ihren Reihen – mich nicht mitgezählt.“ „Wo werden Sie sein?“, fragte jemand nach. „Im Innern der Basis. Ich gebe Ihnen den Zugangscode aber für den Fall, dass er nicht funktioniert öffne ich von Innen. Ich habe keinerlei Interesse daran, dass Sie versagen. Gavros hat ihr letztes Geld verbraucht und – wie wir Menschen sagen – ihr letztes Pulver verschossen. Sie bereitet das Ende vor. Ihr Ende. Und ich zweifle nicht daran, dass sie mich mit in den eben erwähnten Abgrund zerrt, sollte es ihr gefallen.“ „Verdient hättest du es“, dachte Hanna grimmig und fragte: „Und Ihr Part endet dann?“ Gilles nickte zufrieden. „Nein, tut er nicht.“
    Der Attentäter schaute zu der Asari, die seine Hoffnung auf einen geräuschlosen Abgang gerade vernichtete. Ihre Stimme war kalt und eisern, ebenso wie ihr Blick. „Bitte?“ „Sie werden uns im Kampf unterstützen. Wenn es so viele Gegner sind, wie Sie sagen, dann müssen wir sie schnell erledigen. Gavros darf nicht noch einmal entkommen.“ Gilles erhob sich heftig. „Das war nicht der Deal.“ „Er ist es jetzt“, sagte Seeva und stand ebenfalls auf, wenn auch betont langsam. Heftiges Kopfschütteln untermalte den Unwillen des Mannes. „Ich sitze da drinnen doch wie auf dem Präsentierteller.“ „Sie wollen meine Autorität als Spectre? Ich will Ihre Fähigkeiten als Killer. Kämpfen Sie mit uns und ich lösche Ihren Namen aus allen Akten, die im System wabern.“ Seeva warf den Anwesenden einen mahnenden Blick zu. Hanna grinste hinter der gehobenen Bierdose. Es war sicherlich nicht die klügste Idee, sich von einem eigentlich gegnerischen Attentäter den Rücken decken zu lassen, andererseits wies Gilles zu viele opportunistische Merkmale auf, als dass das Risiko dem unbestrittenen Nutzen nicht gerecht wäre. Der Mensch knirschte geräuschvoll mit den Zähnen, Seeva betrachtete ihn eindringlich, sah die Rädchen in einem Kopf rattern. Dann lächelte sie heimlich. Sie kannte seine Entscheidung noch vor ihm. „Einverstanden.“

    Damit war der erste Teil des Plans geschmiedet und jeder hier eingeweiht. Fast jeder.

    „Hat jemand Vhan gesehen?“


    "Sie geht nicht ran!" murmelte der Japaner zähneknirschend und beendete die Übertragung wieder, nachdem es sicherlich zum 10. Mal angeklingelt hatte. "Was machen wir jetzt?" "Vielleicht sollten wir - "
    Bzzzt
    Yuhki's Posteingang meldete sich. Aufgeregt öffnete er ihn sofort, hoffend dass es vielleicht T'Saari war. Doch er wurde enttäuscht. "Ugh....was ist denn das jetzt?" schnaubte er verärgert. Musste sich ausgerechnet jetzt einer dieser Cyber-Trolle einen Scherz erlauben?
    "Was ist denn?" Rarkin kam, um ebenfalls einen Blick auf die Nachricht zu bekommen. Sie war leer. Nur im Anhang war eine größere Video-Datei. "Dort draußen treibt eine Wahnsinnige ihr Unwesen und irgendwelche Kinder finden es witzig über anonyme Verschlüsselungen Scherznachrichten zu verschicken! Was ist nur - "
    "Nein, nicht, warten Sie!" Blitzschnell ergriff der Turianer sein Handgelenk und hielt ihn davon ab den "Lösch"-Button zu drücken. "Was soll das denn?" "Sehen wir es uns doch erstmal an....wer weiß denn schon was es ist....." Etwas verärgert blickte Yuhki Rarkin an. Da dieser aber offenbar nicht locker ließ, gab er schließlich nach. "Also schön, wenn Sie meinen...."
    Das Video fing langweilig an. Eine Fernaufnahme auf ein Gebäude, leicht in die Jahre gekommen, offenbar in einer ärmeren Gegend. "Wir verschwenden Zeit!" Gereizt machte der Japaner nochmal Anstalten die Datei zu löschen, doch Rarkin hielt ihn davon ab. "Warten Sie doch einfach mal!"
    Im nächsten Moment musste Yuhki sich eingestehen, dass der Instinkt des Turianers richtig gelegen hatte. Es war nicht einfach nur ein leerstehendes Gebäude. Die Aufnahme, offenbar von einer kleinen Drohne aus gemacht, ging näher an die Szenerie heran und offenbarte die extreme Bewachung des Hauses. "Was in aller.....kann es sein...." Ihm kam ein Verdacht. Das Video ging weiter. Immer mehr bewaffnete, offensichtlich nicht saubere Individuen wurden gezeigt, wie auch provisorische Befestigungen, auf mehreren Stockwerken des Gebäudes. Jedoch trug kein einziger irgendeine Art von Uniform, Abzeichen oder eine sonstige Kennzeichnung, welche vielleicht auf eine Gang-Zugehörigkeit hinweisen konnte.
    Auf dem obersten Stockwerk, das vierte nach der Zählung des Japaners, wurde das Bild zunächst für einen Moment schlechter, bevor es sich wieder stabilisierte. Die Drohne war jetzt ganz dicht an einem der Männer dran und folgte ihm in einem Raum, der zuvor noch verschlossen gewesen war. Yuhki keuchte auf, stolperte einen Schritt zurück und hielt sich an der Lehne seines Stuhles fest, auf welchen er sich fallen ließ. Thomen und Krzeminski, alarmiert durch die Reaktion ihres Vorgesetzten, kamen um nun auch einen Blick auf das Bild zu erhaschen.
    "Oh mein Gott." "Captain, ist das ihre - "
    "Ja!" Jemma, die kleine Anzu und seine Frau Marlene! Sie lebten tatsächlich noch! Yuhki's Atmung ging schnappend, der Schweiß rann ihm über den kahlen Schädel, ihm wurde heiß und kalt. Plötzlich noch ein Rauschen, das Bild flackerte, dann war das Video zu Ende. "Nein!"
    Panisch tippte er auf seinem Tool herum, darauf hoffend dass es an seinem Gerät lag. Doch die Aufnahme war tatsächlich beendet.
    "Das kann nicht sein! Es muss doch noch mehr dort drin sein!"
    "Sehen Sie mal Captain!" Thomen zeigte auf den Namen der Video-Datei. "Das sieht doch aus wie Koordinaten!" Er hatte Recht. Yuhki hatte der Zahlenfolge zuvor keine Beachtung geschenkt, hatte sie als zufällige Aneinanderreihung einer Spam-Datei abgetan. "Mal sehen....." Eilig tippte er die Zahlenfolge in sein Navigationsprogramm. Keine 2 Sekunden später piepte es. "Bingo! Das ist mitten in den Tips Captain!" rief Krzeminski. Yuhki nickte entschlossen. In ihm tobte eine Mischung aus Erleichterung und Aufregung. Sie hatten sie gefunden! Wer auch immer dieser anonyme "Spender" war, er hatte ihm den Aufenthaltsort seiner Familie verraten.....und den von Braelyn Gavros. Diese war zwar nicht auf der Aufnahme drauf gewesen, aber der Schluss lag nahe. "Ich rufe sofort meine Leute zusammen! Rarkin, Sie müssen - " "Stop, nicht! Yuhki, seien Sie vernünftig!" Der vernarbte Turianer legte ihm freundlich, aber bestimmt eine Hand auf die Schulter. "Fast alle verfügbaren Beamten sind dort draußen mit Sicherheitskontrollen für die Mengen beschäftigt! Außerdem können wir da nicht einfach mit einer Armee antanzen!"
    Er hatte ja Recht. Das würde zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Gavros wäre über alle Berge ehe sie auch nur eintreffen würden und seine Familie.....nein, daran durfte er nicht mal denken!
    Dem Spectre Bescheid geben. Das war die einzig vernünftige Sache.

    T'saari, bitte um schnellstmögliche Kontaktaufnahme! Starke Indizien für Braelyn Gavros' nächstes Anschlagsziel vorhanden, ebenso wie direkter Beweis auf ihren aktuellen Standort!
    Yuhki


    Er schickte die Nachricht ab. "Trotzdem....wir können nicht einfach tatenlos rumsitzen! Wenn Sie sich nicht meldet....." Beide dachten fieberhaft nach. "Wenn wir das tun.....muss es ein kleines Team sein! Klein aber schlagkräftig!" Rarkin tippte auf seinem eigenen Tool herum. "Ich habe Jezz hierhin beordert....ebenso wie Hudson. Er hat in dieser Sache sicherlich auch noch einiges aus der Welt zu schaffen."
    Als Hudson's Name fiel sahen sich Thomen und Krzeminski für einen Moment peinlich berührt an. "Könnten Sie beide uns bitte für ein paar Minuten alleine lassen?" Seine beiden Mitarbeiter gehorchten und verließen den Raum. Yuhki war etwas irritiert. "Was gibt es denn? Trauen Sie den beiden nicht? Ich versichere Ihnen - " "Darum geht es nicht. Es ist etwas anderes. Hören Sie zu......"

    ***

    "Und Sie sind sich sicher dass sie das durchziehen wollen?" fragte Yuhki mit skeptischer Miene. "Wir haben keine Wahl. Ich glaube wir beide sind uns einig darüber, dass Gavros jemand ist die niemals ihre Pläne aufgeben würde, egal unter welchem Druck. Es ist die einzige Möglichkeit sicherzugehen. Deshalb muss die Sache unter uns bleiben, verstehen Sie? Es muss glaubhaft aussehen!"
    Der Japaner seufzte. "Sie und ich waren vielleicht nicht immer einer Meinung, aber ich vertraue Ihnen. Wenn Sie glauben dass es das Richtige ist - " "Absolut." entgegnete Rarkin, mit einem Ton der keinen weiteren Widerspruch zuließ. Dann war es also abgemacht. Diese Sache wurde von Minute zu Minute riskanter.....
    "Huhu, dürfen wir jetzt endlich rein?" hörten sie es hinter der Tür rufen und im nächsten Moment ging sie auf, ohne dass auf eine Antwort gewartet wurde. Herein trat Rarkin's Pilotin Guesarie Linyria, gefolgt von seinen beiden Mitarbeitern, welche offenbar leicht verstört waren von dem doch für ihre Spezies sehr ungewöhnlichen Körperbau der Asari. "Na was is' jetzt Karvas, gehen wir den Schädel dieser Schlampe einschlagen?" Grinsend, und zum Missmut des Japaners immer noch mit einem Glimmstengel im Mund, knackte die Asari mit ihren Fingerknochen und dem Nacken. "Später Jezz." erwiderte ihr Boss. "Einer fehlt noch in unserer illustren Runde. Nun, ich hatte eigentlich noch mit 2 mehr gerechnet, aber Vox und Sorax melden sich gerade nicht."
    Es dauerte keine 5 Minuten, da war er auch schon da. Von Lohra angekündigt trat er in das Büro des Captains ein, offenbar ein wenig überrascht, aber seinem grimmigen Gesichtsausdruck nach zu urteilen voll motiviert.
    "Hudson. Es freut mich sehr, dass Sie einrichten konnten." begrüßte Karvas ihn mit einem freundlichen Lächeln. "Bereit in ein paar Ärsche zu treten?" fügte Linyria grinsend hinzu. "Hudson." Yuhki hielt die Begrüßung knapp. "Hudson, es freut mich sehr dass es Ihnen besser geht." sagte Krzeminski, mit einem Blick auf seine Schulter. "Ehm....." Thomen, der letzte im Bunde, stand unsicher von seinem Stuhl auf und ging zaghaften Schrittes auf den älteren Polizisten zu. Sein Blick war auf den Boden gerichtet. Erst als er direkt vor ihm stand, sah er ihm unsicher in die Augen. "Hören Sie Hudson.....was ich da vor 3 Tagen zu Ihnen sagte...ich habe nicht klar gedacht...es....es tut mir Leid.....Niemand verdient es einen Partner auf diese Weise zu verlieren......bitte.....können Sie mir das verzeihen? Ich würde es gerne wieder gut machen....."
    Dann reichte er ihm die Hand.
    "Hören Sie, egal was für Differenzen zwischen uns geherrscht haben, das klären wir alles später!" Die Zeit saß dem Japaner im Nacken. Der Spectre hatte sich nämlich bislang immer noch nicht zurückgemeldet. Nun war es Zeit, selbst zu handeln. "Als erstes müssen wir - "
    "Captain!"
    Sämtliche Anwesenden im Raum fuhren zusammen, als die Tür des Büros mit einem Mal wieder aufgestoßen wurde.
    "Spencer! Sind Sie noch zu retten? Wir sind hier in einer wichtigen Besprechung!" "Sie sollten besser mit nach draußen kommen, schnell!"
    Spencer stürzte wieder aus dem Raum, Yuhki folgte ihm, hörte wie die anderen ihm dicht hinterher eilten.
    Durch die Glastür sah er bereits, dass sich eine Traube von Polizisten vor dem Eingang versammelt hatten. "Durchlassen! Lasst mich durch! Was ist hier los? Oh....." Jetzt sah er es. Oder eher gesagt, sah ihn. "Heiliger...." Thomen und Krzeminski hatten sich zu ihm durchgekämpft und sahen jetzt ebenfalls was der Grund für die Aufregung war. "O'Grady!"
    Er war es tatsächlich. Doch er sah furchtbar aus. Die Haare ungekämmt, unrasiert und die Kleidung war von oben bis unten mit Schmutz bedeckt. Seine Haut wies an mehreren Stellen Schürfwunden auf. Am verstörendsten jedoch war sein Blick. Dicke, blaue Ringe zierten sein Gesicht, und seine sonst so wachen und aufmerksamen Augen schienen leer und kraftlos. Der einst so hoffnungsvolle und optimistische junge Mann war kaum mehr zu erkennen.
    "O'Grady?...." Langsamen Schrittes ging er auf den Iren zu. Mit einem Male griff dieser an seinen Rücken. Seine Hände umklammerten fest das M-97 Scharfschützengewehr, welches er bei seiner Flucht vor 3 Tagen entwendet hatte. Alle umstehenden Polizisten keuchten auf, einige zogen ihre Waffen. "Nicht schießen! Nein! Runter mit den Waffen, sofort!" brüllte der Japaner. Zögerlich folgten seine Leute dem Befehl. "Ich mache das schon...." Vorsichtig trat er noch einen Schritt auf den Rothaarigen zu. "O'Grady....Niall....es ist in Ordnung, hören Sie? Niemand tut Ihnen etwas! Es ist okay....wir haben alle in den letzten Tagen Fehler begangen." Er sah zu Thomen und Krzeminski und beide nickten. Einige angespannte Momente vergingen. Plötzlich festigte sich der Griff des jungen Polizisten um seine Waffe und mit einer wuchtigen Bewegung schmiss er das Gewehr zu Boden, vor die eigenen Füße. Dann ging er langsam auf die Knie, den Blick stumm zu Boden gerichtet und verschränkte die Hände hinter seinem Kopf.
    Yuhki überwand den letzten Rest Distanz zwischen beiden, beugte sich leicht zu dem Jungen hinunter und streckte seine Hand aus. Dieser brauchte einige Momente um es zu realisieren. "C....captain?"
    Zögerlich ergriff er die massige Hand des Japaners und wurde im nächsten Moment verdattert auf seine Füße gezogen. "Ich.....verstehe nicht?" "Wie ich schon sagte....." erwiderte der Captain ruhig. ".....wir haben alle unsere Fehler gemacht. Zeit sie wieder zu berichtigen!"
    Er legte den Arm beruhigend um den jungen Iren und zog ihn mit sich rein. Thomen, Krzeminski und der Rest seiner "Vertrauten" folgten ihnen, während der Rest seiner Leute zunächst einmal verdutzt vor dem Revier stehen blieb. Wieder in seinem Büro angekommen, was nun ziemlich voll mit Leuten war, wartete er bis die Tür wieder geschlossen war und fuhr dann mit Reden fort.
    "Was sie getan haben tut Ihnen Leid? Dann kommen sie genau zum richtigen Zeitpunkt um es wieder gutzumachen! Hören Sie zu......"
    Forenperser is offline Last edited by Forenperser; 16.06.2019 at 21:58.

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    Vigilio machte dieses Warten mürbe. Und dass man ihn hier außen vor gelassen hatte? Sauer. Kaum, dass die Türe zugegangen war und der Neapolitaner auf der falschen Seite dieser stand, begann er, Diskussionen mit der blonden Russin zu führen und Erklärungen zu verlangen. Aber immer wieder gab es die selbe Antwort: Zu befangen. Luceija, als seine Schwester, wäre kein Thema, dass er behandeln könne und dabei rational blieb. Eine Umschreibung für zu temperamentvoll, vielleicht. Und auch wenn es nicht falsch war und er dies einsah, macht es ihn wahnsinnig nicht im Notfall eingreifen zu können. Verdammt, hier ging es um mehr als ein kleines Briefing oder ein Statusupdate irgendwelcher Observationsaufgaben. Es ging um Leben. Wichtige Leben, nicht diese verdammt nebensächlichen. Die seiner Familie.

    Der Neapolitaner wartete exakt vor der Tür darauf, dass der Blonde zurück kam. Und als es so weit war sprang er auf und taxierte den Schweden so sehr mit Blicken, dass er wirklich keine Regung verpassen konnte. War es gut oder schlecht gelaufen? "...und?", fragte er nur und hob leicht eine Braue.


    "Naja-...", bemerkte Leif, der mit den Schultern zuckte und unfreiwillig verbarg, wie erleichtert er war, "...du hättest ja sagen können, dass die schon einen lieblings-Schweden im Team haben.", frotzelte er und lächelte schließlich. Er klopfte dem Italiener locker auf die Schulter und nickte. "Hohe Erwartungen, Gilo, aber-...Wir werden das Kind schon irgendwie schaukeln, nicht?", fragte er und dabei musste er sich selbst daran erinnern, dass er kaum noch eine andere Wahl hatte, als all das hier zu einem Erfolg zu machen.
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  19. #239 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Forenperser View Post

    Shell

    Shell wusste nicht recht ob er ihre Bewunderung für seinen verstorbenen Vorgänger herzerwärmend oder eher leicht unheimlich finden sollte.
    Fast schon hörte es sich nach einem geheimen Verlangen an.....
    Wenigstens war sie ehrlich in ihrer Aussage.
    "Nun die....die Bilder die in jedem Fall klar sind....zeigen Schmerzen....und Verlust....unglaublichen Verlust.....aber er hat in in Stärke umgewandelt....hat es als Antrieb genutzt....."
    Er griff sich kurz unwillkürlich an den Kopf. Mit einem Mal waren so viele Eindrücke auf einmal auf ihn zugestürmt. "Himmel.....ich....ich hatte keine Ahnung.....wie gnadenlos er - ......."
    Schockiert schüttelte er sich und versuchte die brutalen Eindrücke loszuwerden. Verbrecher oder nicht, er war sich nicht sicher ob er jemals dazu in der Lage sein würde, Personen derlei Dinge anzutun....
    "Ich schätze wir können wohl nur abwarten, wie viel von ihm am Ende in mir sein wird....."


    "Wovon genau sprichst du?", fragte die Asari und sah ihr Gegenüber mit geneigtem Kopf an. "Ich dachte diese Erinnerungen verschwinden?", wollte sie weiter wissen. Ihre Stimme war ruhig und doch so forschend, ohne das Übermaß ihrer Neugier zuzugeben. War es vielleicht eher so, dass die Grenzen zwischen dem jungen Batarianer und seinem Vorbild mehr und mehr verschwammen, dem existenten Exemplar vormachend, er habe nicht weiter, als unbändige Kopfschmerzen und wuchernde Erinnerungen an ein Leben, dass nie seines gewesen war?
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    Die unbändige Wut in ihr nahm weiter zu. Knallte gedanklich so viele Beleidigungen an den Kopf ihres Bruders, dass sie den Überblick darüber verlor. Ihr Innerstes schrie in unendlicher Länge. "Es ist mir scheiß egal ob er-..!", entgegnete sie mit einer Inbrunst die nur von eben jenen, aufgestauten, eiskalten Tränen durchbrochen wurden. Sie holte Luft, versuchte bei Sinnen zu bleiben. Es dauerte gefühlte Minuten, bis sie wieder genug Kraft hatte zu sprechen. Und hatte unterdessen keine Ahnung mehr, ob ihr Gesprächspartner überhaupt noch in der Leitung war. "...ich weiß nicht was ich jetzt machen soll..", sagte - nein, weinte sie. Ungeschönt frustriert. Und deutlich nicht auf eine Weise die vermuten lassen würde, ausschließlich ein freier Sonntag bliebe ungenutzt. Und am meisten schämte sie sich für sich selbst. Für diese lächerliche, andauernde Schwäche. Für das kümmerliche, letzte bisschen dass sie war und sich wie ein verachtenswerter Wurm in dieser widerlichen Traurigkeit windete.


    Zora wusste es auch nicht. Und wenn sie zugab, wie es wirklich war, dann war da ein durchaus starkes Gefühl, vollkommen präsent, wenn auch nicht Überhand nehmend, dass eine gewisse Gleichgültigkeit verspürte. Ja, sie hatte diese Sache mit Vigilio geklärt. Lautstark, auch anderweitig, aber-...Luceija war ein vollkommen anderes Thema. Sie rief in einem so unpassend bitteren Moment an, dass die Britin eine Weile lang schweigen musste. Nichts zu sagen vermochte und man glauben konnte, sie wäre längst nicht mehr in der Leitung. "Soll ich zu dir kommen?", fragte sie schließlich freudlos, auch wenn das Angebot ein aufrichtiges war.
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