Results 1 to 7 of 7

Was sagt deine Faszination für Thief über dich aus?

  1. #1 Reply With Quote
    Schon mal gewundert? Warum seid ihr ausgerechnet bei diesem Game hängen geblieben? Damit meine ich keine Wertschätzung des Gameplays oder der Storyline. Hier geht es um eure Persönlichkeit. Selbsteinschätzung, Dinge die ihr damals noch nicht wissen konntet und dennoch ihren Einfluss genommen haben. Was hat zu euch gesprochen, dass ihr euch diesem Titel nicht entziehen konntet? Worin fandet ihr die Inspiration?

    Ist es die Figur des Antihelden? Der Gefallene, der im Schatten lebt und doch für das Licht arbeitet. Habt ihr darin etwas wiedererkannt, ohne dass euch diese Ebene bewusst war? Zufall? Oder alles doch nur Überinterpretation?


    Das Forum ist so tot... "Hier. Nimm diesen Heiltrank."
    Bullseye is offline

  2. #2 Reply With Quote
    Für mich persönlich? Ich bin Scheidungskind gewesen und Dark Project war meine Welt wo ich mich zurückgezogen habe. Zwar hatte Garrett niemanden als er klein war, aber irgendwie hatte ich mich auch so gefühlt. Nur bin ich nicht auf die kriminelle Laufbahn gesteuert

    Es gab zwar danach viele Spiele die meine Fazination erregten, aber irgendwie fühl ich mich nach all den Jahren immernoch sehr wohl in der Welt von Thief. Das Spiel selbst übermittelt sowieso sehr viel Freiheit, obwohl es in Kapiteln erzählt wird.
    Es ist die Entscheidungsfreiheit die einen den Spielraum lässt. Früher noch alles niedergemacht an Gegner, die ich mich getraut habe und heute meisterlicher Schleicher der ohne K.O. durch kommt.

    Das Spiel hat mir die Angst vor dem unbekannten in der Dunkelheit genommen, denn was lernen wir hier? Dunkelheit ist dein Freund :P
    Außerdem hätte ich sonst nicht jenen Namen als anonymen Nickname angenommen
    Garrett-TMT is offline

  3. #3 Reply With Quote
    Schwertmeister Nagual-Adynata's Avatar
    Join Date
    Jan 2018
    Posts
    755
    Das ist eine gute Frage...

    Ich selbst konnte mit Thief ein Spiel spielen, in welches ich eintauchen konnte, da ich das Setting und die Bilder mag.

    Vor allem aber kann ich dabei eine Art "Gesellschaftsflucht" simulieren. Weg von dem aggressiven Getöse der Gesellschaft, von dem grellen Licht und der Dauerbeschallung hin zu einer Art Selbstbestimmung in den Schatten (einschließlich ein wenig Selbstjustiz...); Durch Garrett konnte ich mir das Gefühl vermitteln, Ruhe zu finden, das eigene Tempo vorzulegen (meistens) und in den Schutz der Schatten einzutauchen. Keiner sieht mich, keiner hört mich (hoffentlich). Mich entspannt das.

    Also so eine Art bequemen Eskapismus, wie wohl viele der Videospiele.

    Andere Spiele (allen voran die TES-Teile) spiele ich meistens ähnlich. Schleicher, die sich nach Möglichkeit unbemerkt durch die Schatten bewegen.

    Vielleicht neige ich in der Realität auch dazu, denn ich will meistens in Frieden gelassen werden und garantiert nirgendwo im Mittelpunkt stehen. Mich nervt das eher. Vielleicht auch ein Grund, warum ich meinen Geburtstag nie feiere und ihn in Ruhe allein mit meiner Frau verbringe (meistens machen wir dann was besonderes wie "schick" Essen gehen oder so). Ich liebe es einfach, ein "unsichtbarer" Beobachter zu sein, der seinen Kram macht ohne weiter behelligt zu werden. Das ist auch der Grund, warum ich auf keinem der "sozialen" Netzwerke unterwegs bin (sofern man dieses hier nicht dazu zählen möchte).

    Und das Versteckspiel hat Thief irgendwo am deutlichsten thematisiert, weshalb es mir bis heute gut tut, das zu spielen.
    Nagual-Adynata is offline

  4. #4 Reply With Quote
    General happycamper's Avatar
    Join Date
    Aug 2010
    Location
    Sector ZZ9 Plural Z Alpha
    Posts
    3,091
    Wie schon in einem anderen Thread beschrieben hab ich Thief: TDP zuerst über meinen Bruder kennengelernt.
    Ich kann mich nur schemenhaft erinnern wie ich TDP das erste Mal einige Jahre später selbst gespielt hab.

    Mich hat damals fasziniert dass das Spiel so anders war als was ich bisher kannte.
    Es war meist ruhig und dann kamen die spannenden Momente wo es galt nicht entdeckt zu werden und irgendwo vorbei zu schleichen.
    Wie ich meinem Bruder noch zugesehn hab, hab ich fast gar nichts von der Story mitbekommen. Aber sobald ich das Spiel selber gespielt hab, hat mich das auch mitgerissen.

    Ich würde mich auch so als ruhige, eher introvertierte Person bezeichnen, ähnlich wie Nagual. Aber unterschiedlich ist, dass sich das nicht unbedingt in meiner Spielwahl widerspiegelt (meine ich zumindest).
    Heutzutage spiele ich oft Dota 2. Sonst komm ich zu fast nix mehr, vllt ne kurze Nostalgierunde eines älteren Spiels wie Zeliard oder History Line (hab ich letztens wiederentdeckt).
    Was ich jedoch zu einer versteckten Leidenschaft gemacht hab, ist dass ich mich hier und da im Schleichen versuche.
    Ich bin zwar leicht überdurchschnittlich groß und schwer, aber mit ein wenig Technik und Vorsicht funktioniert das auch recht gut.

    Jetzt hab ich viel geschwafelt und bin nur wenig auf die eigentliche Frage eingegangen
    Also meine Faszination für Thief sagt über mich aus dass ich es auch gern mal ruhiger hab und gerne Möglichkeiten erkunde.
    Auch bei vielen RPGs kann ich es nicht lassen dass wenn ein Teil des Levels/auf der Karte noch nicht erforscht wurde, dann muss ich dort hin!
    Eine gute Geschichte erlebe ich auch gerne, was sich auch in meiner Faszination zu Fantasybüchern widerspiegelt.

    happycamper is offline

  5. #5 Reply With Quote
    Ritter Zheradon's Avatar
    Join Date
    Oct 2007
    Posts
    1,159
    Bei mir könnte es daran liegen, dass ich Dunkelheit mag. Ich fürchte sie nicht sondern fühle mich eher geschützt durch sie. Und obwohl ich eher extrovertiert bin mag ich es auch gerne, Abends draußen die ruhige Dunkelheit zu geniessen.

    Zudem gefällt mir einfach dieses einzigartige Setting: Großes Abenteuer mit ungewissem Verlauf aber mit der Fähigkeit, stets die Kontrolle über sich zu haben, ist atmosphärisch beruhigend.


    @Bullseye grüße an den ehemaligen Moderator des Forums
    Zheradon is offline

  6. #6 Reply With Quote
    Ehrengarde The Trickster's Avatar
    Join Date
    Mar 2014
    Posts
    2,672
    Keine Ahnung. Ich liebe diese düstere Stimmung des grausamen Mittelalters. Ich liebe auch Antihelden, bspw. gehört auch Chronicles of Riddick zu meinen Lieblinsspielen. Generell mag ich aber einfach solche kultigen charakterspiele. Man merkt einfach, dass die Entwickler ihren Spaß daran hatten, und die Ideen da frei gesprüht haben. Etwas, was ich an den heutigen Spielen oft vermisse.

    Was sagt das alles über mich aus? Keine Ahnung. Vielleicht einfach, dass ich Geschmack habe.
    Did you think those ancient phrases were mere words, Manfool? Look at me!
    I am The Woodsie Lord, The Trickster of legend!
    The Trickster is offline

  7. #7 Reply With Quote
    Schwertmeister Nagual-Adynata's Avatar
    Join Date
    Jan 2018
    Posts
    755
    Quote Originally Posted by Zheradon View Post
    Bei mir könnte es daran liegen, dass ich Dunkelheit mag. Ich fürchte sie nicht sondern fühle mich eher geschützt durch sie.
    Guter Punkt, hatte ich selbst vergessen zu erwähnen.
    Nagual-Adynata is offline Last edited by Nagual-Adynata; 17.04.2019 at 12:41.

Posting Permissions

  • You may not post new threads
  • You may not post replies
  • You may not post attachments
  • You may not edit your posts
  •