Seite 9 von 9 « Erste ... 256789
Ergebnis 161 bis 172 von 172
  1. #161 Zitieren
    Heldin Avatar von AeiaCarol
    Registriert seit
    Jun 2011
    Ort
    Stockholm
    Beiträge
    5.875
    "Du hast so viel mehr zerstört, als gerettet, Luci.", sagte Leif und schüttelte sanft den Kopf. Ja...Es war ein Vorwurf. Einer, der ihr Schluchzen nur verstärkte, als ihre Beine sie aufrichteten, auf einen zitternden Körper stellten, den Kopf gegen die Scheibe der Trennwand gedrückt und so bitterlich weinend, dass es selbst jeden Unbeteiligten zerrissen hätte. Nur Leif war nicht dieser Unbeteiligte, sondern der, der ihr das antat. Der so sehr wollte, dass es wie früher wurde und der keinen Weg dorthin fand. Weil alles was sie noch hatten, wie ein Labyrinth aus Lügen und unausgesprochenen Dingen daherkam.
    "Ich will eine Menge, weißt du?", fragte er sie so völlig unpassend und noch deplatzierter wirkte er, der sich die Schuhe auszog, Hosen und alles darunterliegende folgen ließ und schließlich sein Hemd aufknöpfte. "Ich will dich unbedingt hassen, für das was du getan hast. Ob es eine Lüge vor Gericht war oder ein Theater, perfekt gespielt während unserer gesamten Zeit, aber ich-...ich will diese eine Sache mehr als alles andere.", sagte er ihr und selbst seine erneuten Tränen waren nicht mehr weit, als er zu ihr trat. Nicht ganz unter den Wasserstrahl, aber dicht genug, um ihr Gesicht zu sehen. Erahnen zu können, ob sie das hier wollte. Es war kein Sex, keine von einer Lust getriebene Sehnsucht, sondern die bloße Sucht nach dieser Zeit, von der er sich nicht verabschieden konnte. Die er zurück wollte. Mit jeder Berührung, wie seine Hand nun ihre Wange berührte. Ihr Haar, ihre Schulter, gefolgt vom Oberarm, bis hin streichend zu den Fingerspitzen.
    "Ich will nicht-...Nicht das. Ich fasse dich nicht an, wenn du es nicht willst, aber ich...es soll sich wenigstens noch ein einziges Mal normal anfühlen. Kannst du das ertragen?"

    Vielleicht spielte sie wieder perfekt. Vielleicht war sie zu schwach oder sie hatte nichts als die Wahrheit gesprochen. Leif konnte nichts davon wissen, nicht einmal mehr schätzen, welche Option es war, er konnte nur hier sein. Bei ihr. Sie anfassen und mit Blicken darum flehen, sie möge dasselbe tun. Ihn in den Arm nehmen, ihre nasse Haut auf seine legen und ihn überall küssen, wie sie es immer schon getan hatte, als er noch dieses Gefühl hatte, wirklich und aufrichtig von ihr geliebt zu werden. Denn dieses Gefühl, kannte keinerlei Konkurrenz.
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol ist offline

  2. #162 Zitieren
    La fionda dei cereali  Avatar von Luceija
    Registriert seit
    Oct 2009
    Ort
    Köln, DE
    Beiträge
    10.942
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von AeiaCarol Beitrag anzeigen
    "Du hast so viel mehr zerstört, als gerettet, Luci.", sagte Leif und schüttelte sanft den Kopf. Ja...Es war ein Vorwurf. Einer, der ihr Schluchzen nur verstärkte, als ihre Beine sie aufrichteten, auf einen zitternden Körper stellten, den Kopf gegen die Scheibe der Trennwand gedrückt und so bitterlich weinend, dass es selbst jeden Unbeteiligten zerrissen hätte. Nur Leif war nicht dieser Unbeteiligte, sondern der, der ihr das antat. Der so sehr wollte, dass es wie früher wurde und der keinen Weg dorthin fand. Weil alles was sie noch hatten, wie ein Labyrinth aus Lügen und unausgesprochenen Dingen daherkam.
    "Ich will eine Menge, weißt du?", fragte er sie so völlig unpassend und noch deplatzierter wirkte er, der sich die Schuhe auszog, Hosen und alles darunterliegende folgen ließ und schließlich sein Hemd aufknöpfte. "Ich will dich unbedingt hassen, für das was du getan hast. Ob es eine Lüge vor Gericht war oder ein Theater, perfekt gespielt während unserer gesamten Zeit, aber ich-...ich will diese eine Sache mehr als alles andere.", sagte er ihr und selbst seine erneuten Tränen waren nicht mehr weit, als er zu ihr trat. Nicht ganz unter den Wasserstrahl, aber dicht genug, um ihr Gesicht zu sehen. Erahnen zu können, ob sie das hier wollte. Es war kein Sex, keine von einer Lust getriebene Sehnsucht, sondern die bloße Sucht nach dieser Zeit, von der er sich nicht verabschieden konnte. Die er zurück wollte. Mit jeder Berührung, wie seine Hand nun ihre Wange berührte. Ihr Haar, ihre Schulter, gefolgt vom Oberarm, bis hin streichend zu den Fingerspitzen.
    "Ich will nicht-...Nicht das. Ich fasse dich nicht an, wenn du es nicht willst, aber ich...es soll sich wenigstens noch ein einziges Mal normal anfühlen. Kannst du das ertragen?"

    Vielleicht spielte sie wieder perfekt. Vielleicht war sie zu schwach oder sie hatte nichts als die Wahrheit gesprochen. Leif konnte nichts davon wissen, nicht einmal mehr schätzen, welche Option es war, er konnte nur hier sein. Bei ihr. Sie anfassen und mit Blicken darum flehen, sie möge dasselbe tun. Ihn in den Arm nehmen, ihre nasse Haut auf seine legen und ihn überall küssen, wie sie es immer schon getan hatte, als er noch dieses Gefühl hatte, wirklich und aufrichtig von ihr geliebt zu werden. Denn dieses Gefühl, kannte keinerlei Konkurrenz.


    Nichts konnte diese Panik irgendwie schmälern. Es war ein Schauer, der ihr durch den Körper fuhr, von der obersten Haarwurzel bis hinab in den kleinsten Zeh und so unbeschreiblich, dass Wörter dazu hätten erfunden werden müssen um es zu definieren. Zunächst bekam sie aber einfach keine Luft. Wegen der tausenden und abertausenden Tränen, dem dichten Nebel dieses viel zu heißen Wassers, dass ihre Haut in den zarten Rotton tauchte, dass sie anders nie trug. Aber auch weil so viel auf einmal geschah womit sie nicht umgehen konnte. Jedes einzelne Wort, dass aus Leifs Mund kam, zog eine tiefe Schneise in das, was von ihrer Person noch irgendwie existent war. Auch wenn sie dachte, sie habe jede Träne schon geweint, schaffte er es, neue aus dem schwachen Körper hervorzuholen, ihr Emotionen zu entlocken die längst erkaltet schienen. So wie jetzt, als sie eine regelrechte Achterbahnfahrt miterlebte, sie nicht wusste, was er sich hieraus erhoffte, ob das Zeichen, dass er hier zu ihr in diese Dusche stieg und entgegen allen Glaubens keinen Sex forderte, Zeichen genug war, dass er ihr genug glaubte und traute um zu akzeptieren, dass sie ihn liebte oder es aber einfach nur der Schwall der Gewohnheit war. Alles was sie nicht hatte, auch, wenn sie Angst empfand, war Angst vor ihm. Trotz seiner beachtlichen Körpergröße mit der er sie stets um Längen überragte, trotz seines Auftretens, dass im Normalfall schon etwas einschüchterndes haben konnte.

    Luceija weinte selbst noch, als er längst vor ihr Stand, sein Gesicht vom selben Nebel der Hitze umfasst wurde und sie beobachten konnte, wie sich das feinperlige Wasser auf seine helle Haut legte. Diese für sie so perfekten Haare nass wurden und sich jedes Überbleibsel dieser Parkhütte aus ihnen wusch. Sie besah ihn mit so großen, tränengespickten Augen und brach bei jeder einzelnen Berührung des Mannes in tausende Teile. Schon die erste, die mit dieser rechten Hand folgte, die er an ihre Wange legte, erfüllte sie mit so viel Schmerz und Hoffnung zur selben Zeit, die gar kein Platz in ihr zu haben schienen. Wie aus einem Instinkt heraus drückte sich ihr Kopf gegen diese Wärme und bildete sich selbst längst ein, dass sie beide nichts auseinander gebracht hatte. Wenigstens für diese wenigen Sekunden. Die, die seine andere Hand über die Schulter und den Arm hinunter brachte, bis er es schaffte, ihre zittrigen Finger zu erreichen und sich dieser Schauer maximierte. Wasser perlte von ihren Lippen, mit Sicherheit sah sie nach dem, was Nathan hinterlassen hatte, keineswegs ansehnlich aus. Aber dieser Teil ihres Hirns schien auszufallen, als sie mit diesen leisen Schluchzern näher kam und ihn unverhofft, aber so unheimlich langsam und übertrieben vorsichtig ein einzelner Kuss auf Brusthöhe traf, die sie erreichte, ohne sich hoch zu strecken. Die Hand, die er nicht hielt, folgte und längst lädierte Fingerkuppen legten sich so vorsichtig daneben. Berührten diese Haut. Fuhren erschreckend langsam nach oben, bis sie selbst seine Schulter traf und die vergleichsweise winzige Hand an den Übergang zwischen Nacken und Schulter legte und hielt. Langsam ihren Kopf hob und ihm schließlich, irgendwann, in seine Augen sah. Sichtlich zerstört. Aber nichts sagte. Garnichts. Sondern einfach nur näher kam. Nah genug, dass sie ihn vorsichtig zu ihr nach unten bitten konnte, ohne einen großen Druck ausüben zu müssen und vor, so exakt vor, diesen perfekten Lippen hielt, von denen längst selbst das Duschwasser perlte. "Alles...was wir hatten war echt.", versicherte sie mit weinerlicher, flüsternder Stimme. Und hängte dann, mit einem letzten Blick in seine Augen an: "Das hier...ist echt." Und ergab sich schließlich in diesem einen, einzigen, weltbewegenden und in jeder Hinsicht perfekten, langsamen Kuss.
    Luceija ist offline

  3. #163 Zitieren
    Heldin Avatar von AeiaCarol
    Registriert seit
    Jun 2011
    Ort
    Stockholm
    Beiträge
    5.875
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von Luceija Beitrag anzeigen

    Nichts konnte diese Panik irgendwie schmälern. Es war ein Schauer, der ihr durch den Körper fuhr, von der obersten Haarwurzel bis hinab in den kleinsten Zeh und so unbeschreiblich, dass Wörter dazu hätten erfunden werden müssen um es zu definieren. Zunächst bekam sie aber einfach keine Luft. Wegen der tausenden und abertausenden Tränen, dem dichten Nebel dieses viel zu heißen Wassers, dass ihre Haut in den zarten Rotton tauchte, dass sie anders nie trug. Aber auch weil so viel auf einmal geschah womit sie nicht umgehen konnte. Jedes einzelne Wort, dass aus Leifs Mund kam, zog eine tiefe Schneise in das, was von ihrer Person noch irgendwie existent war. Auch wenn sie dachte, sie habe jede Träne schon geweint, schaffte er es, neue aus dem schwachen Körper hervorzuholen, ihr Emotionen zu entlocken die längst erkaltet schienen. So wie jetzt, als sie eine regelrechte Achterbahnfahrt miterlebte, sie nicht wusste, was er sich hieraus erhoffte, ob das Zeichen, dass er hier zu ihr in diese Dusche stieg und entgegen allen Glaubens keinen Sex forderte, Zeichen genug war, dass er ihr genug glaubte und traute um zu akzeptieren, dass sie ihn liebte oder es aber einfach nur der Schwall der Gewohnheit war. Alles was sie nicht hatte, auch, wenn sie Angst empfand, war Angst vor ihm. Trotz seiner beachtlichen Körpergröße mit der er sie stets um Längen überragte, trotz seines Auftretens, dass im Normalfall schon etwas einschüchterndes haben konnte.

    Luceija weinte selbst noch, als er längst vor ihr Stand, sein Gesicht vom selben Nebel der Hitze umfasst wurde und sie beobachten konnte, wie sich das feinperlige Wasser auf seine helle Haut legte. Diese für sie so perfekten Haare nass wurden und sich jedes Überbleibsel dieser Parkhütte aus ihnen wusch. Sie besah ihn mit so großen, tränengespickten Augen und brach bei jeder einzelnen Berührung des Mannes in tausende Teile. Schon die erste, die mit dieser rechten Hand folgte, die er an ihre Wange legte, erfüllte sie mit so viel Schmerz und Hoffnung zur selben Zeit, die gar kein Platz in ihr zu haben schienen. Wie aus einem Instinkt heraus drückte sich ihr Kopf gegen diese Wärme und bildete sich selbst längst ein, dass sie beide nichts auseinander gebracht hatte. Wenigstens für diese wenigen Sekunden. Die, die seine andere Hand über die Schulter und den Arm hinunter brachte, bis er es schaffte, ihre zittrigen Finger zu erreichen und sich dieser Schauer maximierte. Wasser perlte von ihren Lippen, mit Sicherheit sah sie nach dem, was Nathan hinterlassen hatte, keineswegs ansehnlich aus. Aber dieser Teil ihres Hirns schien auszufallen, als sie mit diesen leisen Schluchzern näher kam und ihn unverhofft, aber so unheimlich langsam und übertrieben vorsichtig ein einzelner Kuss auf Brusthöhe traf, die sie erreichte, ohne sich hoch zu strecken. Die Hand, die er nicht hielt, folgte und längst lädierte Fingerkuppen legten sich so vorsichtig daneben. Berührten diese Haut. Fuhren erschreckend langsam nach oben, bis sie selbst seine Schulter traf und die vergleichsweise winzige Hand an den Übergang zwischen Nacken und Schulter legte und hielt. Langsam ihren Kopf hob und ihm schließlich, irgendwann, in seine Augen sah. Sichtlich zerstört. Aber nichts sagte. Garnichts. Sondern einfach nur näher kam. Nah genug, dass sie ihn vorsichtig zu ihr nach unten bitten konnte, ohne einen großen Druck ausüben zu müssen und vor, so exakt vor, diesen perfekten Lippen hielt, von denen längst selbst das Duschwasser perlte. "Alles...was wir hatten war echt.", versicherte sie mit weinerlicher, flüsternder Stimme. Und hängte dann, mit einem letzten Blick in seine Augen an: "Das hier...ist echt." Und ergab sich schließlich in diesem einen, einzigen, weltbewegenden und in jeder Hinsicht perfekten, langsamen Kuss.




    Niemand konnte so perfekte Lügen formen. Leute einnehmen und im Bruchteil einer Sekunde wieder zu willigen Werkzeugen formen. Niemand. Oder doch? War Leif dieses Werkzeug, vorgeführt und doch so rasch wieder in die Hand genommen? Sehenden Auge in ein Messer rennend, das ihm das Herz zweifellos aus der Brust trennen würde? Wahrscheinlich war es gleichgültig. Würde es werden. Denn dieser Kuss war so atemberaubend, so tiefgehend, wohltuend und schmerzlich zugleich, dass er drohte, alles zu überschreiben. Jede Träne der Trauer, jeden Zweifel, der sich doch noch regte. Fast erlegte, aber zu stark, um einfach zu vertrauen. Es würde hochkommen. Es MUSSTE hochkommen, seinen Weg an die Oberfläche finden und schließlich eine Wahrheit finden, die ihn nicht vollends zerstörte oder nur noch diese eine Aufgabe hatte.
    "Ich weiß es nicht mehr-...", gab er zu und seine Stimme zitterte unfreiwillig so stark, dass seine Worte diesem Beispiel folgten. "Ich liebe dich und ich-...ich will dich...", konnte er keinen klaren Gedanken fassen oder formulieren und sich ebenso wenig von ihren Lippen lösen. Nicht endgültig. Das hier konnte zu einem der letzten Momente dieser Art werden. In seinem ganzen verdammten Leben.
    "Können wir...Kann es sich noch einmal anfühlen wie immer?", fragte er sie leise. Küsste sie erneut und legte seine Hände um ihr Gesicht. Strich ihr Haar zurück und betrachtete sie unter diesem heißen Schauer, der nicht allein dem Wasser geschuldet war. "Ich weiß, dass dieser Tag eine Farce war.", gab er zu und dachte dabei nicht zu weit. "Aber ich wünsche mir nichts mehr von dir, als dass du mir noch einmal alles von dir gibst, Luceija."
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol ist offline

  4. #164 Zitieren
    Held Avatar von Rabenkopf
    Registriert seit
    May 2013
    Ort
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Beiträge
    5.382
    Beyo & Hanna

    Saenia hielt inne. Sie hatte ihre Rüstung bereits zur Hälfte angezogen, als sie einen Blick auf den Tisch vor sich warf: ihre Waffen lagen dort, eine rote Brawler und Crossfire, beide gereinigt, überprüft und vollgeladen, während eine Reihe von Thermomagazinen zum Mitnehmen bereitlagen. Als wenn ich in den Krieg ziehen würde…dachte sich die Turianerin, sich an das letzte Mal erinnernd, als sie dies machen musste, damals war der Captain meine Verstärkung, sie nahm einen Atemzug, Und heute muss ich auf einen paranoiden Gangster, eine dahergelaufene Asari mit Aggressionsproblemen, einen selbstmörderischen Turianer mit mehr Wahnwitz als Vernunft und einer lautstarken Ex-C-Sec Agentin, dessen Finger doch zu gerne nahe am Abzug herumwackelt, vertrauen. Und keinen von ihnen kenne ich länger als eine Woche…sie seufzte, Nicht zu vergessen, es gibt kein Plan B
    Bereit?“, fragte eine Stimme hinter ihr und sie blickte sich um. Syren stand in der Tür.
    So bereit wie man sein kann.“, antwortete sie nach einem kurzen Moment des Zögerns und setzte das Anziehen ihrer Rüstung fort.
    Er trat in den Raum hinein. „Ich und Aelius haben das Logistische geklärt.“, fing er an zu erzählen, während er näher trat, „Flugmittel, Absetzpunkte, Exfiltration…das ganze Programm. Alles ist überprüft worden und wird demnächst einsatzbereit sein.“, er blieb vor ihr stehen, so dass sie einen Blick hoch zu seinem Gesicht riskierte, „Wie fühlst du dich?

    Saenia zögerte erneut. „Ich bin bereit.“, erklärte sie schlussendlich, sich den Torso der Rüstung greifend.
    Lass mir dir helfen.“, erklärte Syren und half ihr in diesen Teil des Anzugs, wodurch sein Gesicht ihrem äußerst nah war, „Das letzte Mal, dass du mir keinen reinen Wein aufgetischt hast, war als wir damals dieses Piratennest ausgenommen haben, nicht wahr?“, fing er an zu erzählen, sich auf die Aufgabe konzentrierend, „Die Sache mit Käpt’n Sonstwas…dieser Batarianer…du erinnerst dich sicherlich.“, wobei er sie nun anschaute, lächelnd und mit einem Finger auf den Teil seines Gesichts verweisend, der die alte Brandwunde trug.
    Sie blickte ihn eine Weile an, dann nahm sie einen tiefen Atemzug und nickte. „Ich fühl mich wie auf dem Weg in eine Selbstmordmission.“, erklärte sie schlussendlich, „Geringe Chancen auf Erfolg und Überleben. Nicht das das der Aspekt ist, der mich stört – auf Invictus bei den Rangern hatten wir schon schlimmeres erlebt.“, Syren nickte zufrieden, als der Torso fest war, „Es ist eher das Team, mit dem ich in den Kampf ziehe. Normalerweise kann ich mich auf meine Kameraden verlassen, aber dieses Mal…“, sie ließ das Ungesagte in der Luft hängen.

    Dieses Mal hast du vier Überraschungs-Eier, wo du nicht weißt, ob dort was Süßes oder Saures drinsteckt.“, resümierte Syren und blickte sie an, „Und natürlich mich.
    Die Turianerin machte große Augen. „Sie, Sir?“, fragte sie überrascht.
    Plan B.“, erklärte er zufrieden schmunzelnd, „Ich behalte euch Vier im Auge. Wollte es nur nicht in Anwesenheit einer Fremden und Beyo ausposaunen – es soll unsere kleine Überraschung sein und hoffentlich ist der Killer genauso überrascht.“, er seufzte, „Das ist zumindest das Beste worauf ich kommen konnte ohne gleich in den Nachrichten zu verkünden, wo der berühmt-berüchtigte Killer steckt.“, er blickte ihr wieder in die Augen, „Aelius wird versuchen, Nachrichten über das was dort passieren wird, so lange wie möglich zu unterdrücken, aber ich vermute die Gangs in der Umgebung werden es eher früher als C-Sec oder die Presse erfahren. Ihre Einmischung wird entweder ein Segen oder eine Qual werden…lassen wir uns darauf hoffen, dass sie unser Plan C werden können.
    Saenia blickte ihn mit ernstem Blick an. „Danke, Sir.“, erklärte sie, versuchend die Emotionen zu unterdrücken.
    Er lächelte und legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Du hast doch nicht geglaubt, dass ich dich vor der Höhle des Löwen in Stich lassen würde, oder…?“, murmelte er, „Solange der Killer nicht dingfest gemacht wurde, wird keiner von uns abtreten. Wir werden es schaffen und überleben, so wie immer…
    Sie ergriff seinen Unterarm, ganz leicht. „So wie immer…“, tönte sie zurück.

    Kurze Zeit später…

    Die Menschenfrau war die Erste, die da war. Saenia kam nachdem auch Van Zan eingetroffen war – er hatte ja schon vor zwei Stunden seine Bereitschaft verkündet und sah entsprechend ungeduldig aus. Syren kam noch vor dem roten Turianer, der irgendwie erfrischt aussah. Da hat jemand die Dusche entdeckt, dachte sich Saenia und verschränkte die Arme, bevor – wie aufs Stichwort – Beyo und Hanna mal wieder anfingen zu zanken. Saenia schüttelte nur den Kopf über dies.
    Wie ist der Plan?“, fragte Hanna plötzlich an Syren gewandt.
    Nichts an ihm verriet, dass er seine Ausrüstung auch vorbereitet hatte – er sah genauso aus wie zwei Stunden zuvor. „Aelius…“, wandte er sich an den anderen Turianer, der bereits vor dem Holo-Projektor stand und anfing herumzutippen, „Erleuchte die Anderen.
    Der Plan sieht wie folgt aus…“, fing er an und erzählte allen die notwendigen Details mithilfe des Holo-Projektors.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf ist offline

  5. #165 Zitieren
    La fionda dei cereali  Avatar von Luceija
    Registriert seit
    Oct 2009
    Ort
    Köln, DE
    Beiträge
    10.942
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von AeiaCarol Beitrag anzeigen



    Niemand konnte so perfekte Lügen formen. Leute einnehmen und im Bruchteil einer Sekunde wieder zu willigen Werkzeugen formen. Niemand. Oder doch? War Leif dieses Werkzeug, vorgeführt und doch so rasch wieder in die Hand genommen? Sehenden Auge in ein Messer rennend, das ihm das Herz zweifellos aus der Brust trennen würde? Wahrscheinlich war es gleichgültig. Würde es werden. Denn dieser Kuss war so atemberaubend, so tiefgehend, wohltuend und schmerzlich zugleich, dass er drohte, alles zu überschreiben. Jede Träne der Trauer, jeden Zweifel, der sich doch noch regte. Fast erlegte, aber zu stark, um einfach zu vertrauen. Es würde hochkommen. Es MUSSTE hochkommen, seinen Weg an die Oberfläche finden und schließlich eine Wahrheit finden, die ihn nicht vollends zerstörte oder nur noch diese eine Aufgabe hatte.
    "Ich weiß es nicht mehr-...", gab er zu und seine Stimme zitterte unfreiwillig so stark, dass seine Worte diesem Beispiel folgten. "Ich liebe dich und ich-...ich will dich...", konnte er keinen klaren Gedanken fassen oder formulieren und sich ebenso wenig von ihren Lippen lösen. Nicht endgültig. Das hier konnte zu einem der letzten Momente dieser Art werden. In seinem ganzen verdammten Leben.
    "Können wir...Kann es sich noch einmal anfühlen wie immer?", fragte er sie leise. Küsste sie erneut und legte seine Hände um ihr Gesicht. Strich ihr Haar zurück und betrachtete sie unter diesem heißen Schauer, der nicht allein dem Wasser geschuldet war. "Ich weiß, dass dieser Tag eine Farce war.", gab er zu und dachte dabei nicht zu weit. "Aber ich wünsche mir nichts mehr von dir, als dass du mir noch einmal alles von dir gibst, Luceija."


    TENDER - Erode
    [Video]

    Ihr lächerlich-weinerliches Gesicht verzog sich zu dieser zarten Skepsis. Denn Luceija wurde vor eine Aufforderung gestellt, die sie dachte nicht erfüllen zu können. Denn ihre Antwort war klar: "Was soll ich dir von mir noch geben, was dir nicht sowieso schon gehört..?" Und sie klang so verzweifelt wie in jedem Wort davor. Aber diese Hände die ihr Gesicht hielten ließen sie längst willenlos werden. Und im Moment hätte sie vermutlich, in blinder Hoffnung, absolut alles für ihn getan, was er irgendwie verlangt hätte. Selbst...das. Obwohl es alles andere als schmerzlos wäre. Besonders nicht nach heute. War es das, was er meinte? Wollte? Sie war sie nicht sicher, was sie sonst hätte tun sollen, wie sie sich ihm derartig öffnen könnte, dass er verstand..
    "Schließ die Augen..", flüsterte sie ihm zu und als er es tat, startete sie etwas, dass sie selbst nicht wirklich verstand. Es war einfach nur das, was ihr Herz ihr befahl. Wozu sie einen Drang verspürte, was sie unweigerlich als das richtige empfand, als sie so weit oben an seinem Kopf beide Hände ansetzte. Es war Glück, dass er sich ohnehin in ihre Richtung gebeugt hatte, denn so war es kein Problem für die Sizilianerin die Finger regelrecht am Scheitel der blonden, längst nassen, Haare anzusetzen. Und von hieraus traten ihre Finger einen langen Weg an. Einen, bei dem sie ihn nicht nur nachzeichnete, sondern ihn komplett neu malte. Wahrscheinlich, davon ging sie stark aus, war es nicht im Geringsten das, was Leif sich von 'gib mir alles von dir' zunächst erhofft hatte. Aber sie zog es weiter. Beobachtete ihn akribisch dabei, wie sie jeden Zentimeter seines Gesichtes unter ihren Fingerkuppen berührte und besonders sanft über diese perfekten Lippen strich. Bevor sie weiter zogen, den Hals entlang, über die Schultern hinweg, wo sich ihre Hände erstmals trennten, um jeweils seinen linken und seinen rechten Arm hinab zu streichen, noch deutlicher als zuvor. Als sie die Hände erreichte, nahm sie seine zwischen ihre, hob sie sanft an und legte sie zurück an sich und an ihr Gesicht.
    Doch auch hier stoppte sie nicht. Sondern strich seine Hände, die sie auf sich hinterlassen hatte, damit zurück über ihn, zurück zu den Schultern, wo sie sich wieder trafen und diesmal auf die Brust übergingen. Ihre Berührungen wurden noch zärtlicher, obwohl es kaum noch intimer werden konnte. Aber jeden Zentimeter zu ergründen bedeutete auch, diese Zeit aufzuwenden die sie zweifelsohne brauchte. Alleine schon um zu wissen, was sie an ihm verlor. Welche Perfektion in jedem winzigen bisschen dieses Mannes lag, obwohl er kaum etwas davon anerkennen wollte.
    Der Weg war längst nicht zu Ende. Auch nicht, als ihre Hände über seine Taille hinwegglitten. Und endlich, ENDLICH, diese intensiven und gefühlvollen Küsse folgten, die an der Brust begannen und sich langsam tiefer bewegten. Insbesondere auf Höhe dieser Wunden hielt sie etwas länger inne. Versuchte zu heilen, was auch immer sie glaubte heilen zu können und ließ aus diesem beinahe schon ritualähnlichen Prozedere nichts, noch nichts, äußerst sexuelles werden. Das hier war..mehr? So viel mehr.
    Luceija ist offline

  6. #166 Zitieren
    Held Avatar von Shepard Commander
    Registriert seit
    Mar 2012
    Ort
    Schleswig-Holstein
    Beiträge
    5.065
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von Forenperser Beitrag anzeigen

    Captain Yuhki

    Er verstand den Ärger der Asari. Vielleicht war er auch ein wenig voreingenommen weil es seine Leute waren, aber trotz allem Ärger den sie angerichtet hatten - Niall O'Grady würde unter keinen Umständen irgendwelche unbeteiligten Zivilisten töten, dessen war er sich sicher. Dennoch nickte er auf die Anmerkung hin. Oh ja, diese Sache würde definitiv noch Konsequenzen für ihn haben - und tief im Inneren war er auch froh darüber. Gerade als der Spectre anfangen wollte das nächste von ihr geplante Vorgehen gegen den Killer zu erläutern, wurden sie gestört.

    Erst auf Aufforderung von T'Saari ging er schließlich an den Kommunikator. Hatte er Angst? Vielleicht vor einem weiteren Anruf des Killers, der wieder jemanden brutal ermordet hatte, wie Lonnie? Doch es war nicht der Killer. „Captain Yuhki?“ "Lohra? Was ist los?" „Hier ist jemand, der Sie sprechen möchte. Jemand namens Caine, der behauptet Sie zu kennen. Ein Journalist?“
    Auch das noch. Gerade jetzt kam der Kerl wieder zurück, vermutlich um Infos für eine Fortsetzung seiner Story zu bekommen. Konnte man es ihm verübeln? Er sah zunächst fragend zu der Asari. Diese sah ihn einige Momente nur ernst an, nickte dann jedoch. "Ja....ja, in Ordnung Lohra. Schicken Sie ihn zu mir ins Büro." Das Herz schlug ihm nun nur noch umso mehr bis zum Hals. Denn jetzt saß er wahrlich in einer Zwickmühle. Entweder der Öffentlichkeit falsche Informationen geben.....oder seine Familie gefährden. Beides war ein Problem. Ob T'Saari dabei bleiben wollte?







    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)






    Beyo Vhan

    Auch Beyo konnte es kaum glauben dass Hanna ihm einmal zustimmte. Wenngleich auch nicht zu 100%, aber das war wohl zu viel verlangt. Mit einem Mal nahm die Sache Fahrt auf. Van Zan hatte einen Kontakt der diesen Freddie überprüfen würde, der Asari wurden die Handschellen abgenommen und sie stimmte Beyo sogar zu, ihn bei dem frontalen Ablenkungsmanöver zu unterstützen. Den Mann im Schwarz im Rücken zu haben war vielleicht nicht die größte Versicherung, aber wenigstens war Sorax auch dabei. Ihr vertraute der rote Turianer unter allen Anwesenden noch am meisten. Syren Vox indes zoomte die Projektion der Tunnel näher ran und fragte Hanna, welchen Weg sie nehmen wollte. Diese schien sich auch sofort mit den Blaupausen gut zurechtzufinden und fragte Vox nebenbei nach dem geeigneten Ausrüstungsmaterial. Bei ihrer zweiten Anmerkung jedoch wurde der rote Turianer sichtbar unruhiger.
    "Wie viel Zeit wir haben? Woher sollen wir das wissen? Ich würde sagen, im Zweifelsfall so wenig wie nur möglich! Wer weiß wann der Killer sich wieder meldet. Vielleicht erst in 3 Stunden, vielleicht aber auch schon in 10 Minuten! Wir sollten ihm keine Gelegenheit zur weiteren Vorbereitung geben." Während er noch sprach, bremste er sich innerlich. Und noch bevor jemand etwas erwidern konnte, sprach er bereits wieder. "Wissen Sie was, egal. Sie haben Recht. Ja, sie alle haben Recht. Wir können nichts dem Zufall überlassen. Und wir sollten jede noch so kleine Vorbereitungsmöglichkeit nutzen." Er holt tief Luft und trat dann einige Schritte zurück, in Richtung der Tür. "Ich weiß, dass ich bislang nicht wirklich hilfreich war. Deshalb überlasse ich den Rest der Planung ihnen allen. Holen sie sich alle nötige Ausrüstung, klären sie das mit dem Kontakt vor Ort, tun sie einfach alles, was sie glauben tun zu müssen. Ich bitte sie nur darum, tun sie es so schnell es möglich ist. Nicht meinetwegen, sondern für das Leben meiner Assistentin Mheynira. Ich werde mich kurz auf mein Zimmer zurückziehen. Es...gibt noch eine wichtige Sache die ich vorher erledigen muss."

    Die automatische Tür des Besprechungsraums schloss sich hinter ihm. Er begab sich zügigen Schrittes zum Aufzug. Einige Momente dauerte es, bis dieser schließlich ankam. Er war leer. Offensichtlich war die Crew gerade größtenteils auf ihren Posten. Beyo drückte auf das höhere Deck, wo sein Zimmer sich befand und beschleunigte den Vorgang ein wenig indem er die "Schließen"-Taste drückte. Langsam setzte sich der Aufzug in Bewegung. Das Kontrolllicht leuchtete, nur noch eine Ebene, dann war er da. Ding "Was soll denn das jetzt?" Oben angekommen war er. Doch aus irgendeinem Grund öffneten sich die Türen nicht. "Dämliche Technik." Verärgert drückte er ein paar Mal auf den "Öffnen"-Knopf, schlug dann sogar dagegen als nichts passierte. Plötzlich gingen die Lichter aus. "Was zur - " Mit einem lauten Knarzen setzte der Lift sich wieder in Bewegung. Jedoch nicht im normalen Tempo. Und vor allem nicht in die richtige Richtung. "Ungh!" Unsanft fiel der rote Turianer auf den kalten Metallboden. Die kleine Kontrollleuchte war das einzige was die Aufzugskabine halbwegs aufhellte. Immer weiter ging es runter. Das letzte Stockwerk war der Frachtraum. Und so schnell wie er sich in Bewegung gesetzt hatte, so unheilvoll langsam kroch der Aufzug nun nahezu die letzten Meter nach unten. Beyo war heiß und kalt vor Aufregung. Was ging hier nur vor sich?
    Endlich glitten die Türen auf. Der Frachtraum sah so aus, wie man es von einem Schiff dieser Größe eben erwartete. Er war sehr geräumig, eine Menge Kisten standen herum. Und er war kaum beleuchtet. Nahezu gespenstig war die Atmosphäre. Instinktiv griff der Turianer an seine Carnifex-Pistole. In geduckter Haltung bewegte er sich langsam vorwärts. "Hallo?" Er fuhr herum. Hatte er da nicht etwas gehört? "Wer ist dort?" Schritte? "Ist dort jemand?"
    >>Jemand?<<
    Schnappatmung überkam den Turianer. Hinter einer der größeren Kisten, vielleicht 5 Meter entfernt, sah er sie. Die maskierte Gestalt, die ihn schon so lange terrorisierte, kam langsamen Schrittes aus den Schatten marschiert. Wie ein Raubtier schritt sie auf ihn zu. "Bleiben Sie stehen! Keinen Schritt weiter, sonst bringe ich Sie um!" >>Oh, wirklich?<< antwortete der Killer lachend. "Nehmen Sie die Maske ab! Sofort!" >>Wie du willst...<<
    Wie in Zeitlupe griff der Killer mit beiden Händen an den Kopf und zog die Maske herunter. Beyo, der gerade noch vor Angst gezittert hatte, stand nun völlig bewegungslos wie vom Donner gerührt an seiner Position.
    "Das....das kann nicht sein. Das ist doch nicht möglich...."
    "Ist es nicht?" erwiderte sein Gegenüber nur leise und sah ihn breit lächelnd an. Die grauen, gefühlslosen Augen bohrten sich nahezu in Beyo's Fleisch.
    "Ich habe es gesehen....ich hab dich sterben sehen!"
    "Schon komisch.....ihr habt euch meinen Körper damals nie so genau angeguckt. Ich schätze ihr wart geistig damals so aufgewühlt, dass ihr nicht richtig rational denken konntet, hm? Trotzdem.....sehr unvorsichtig!"
    Bamm
    Mit einem Schmerzensschrei ließ Beyo die eigene Waffe fallen und griff sich an die Schulter, wo das Projektil eingeschlagen war.
    "Komm schon Beyo!"
    Er feuerte weiter. Beyo kniff die Zähne zusammen und rollte trotz des stechenden Schmerzes 2 Meter links von sich hinter einer der halbhohen Kisten in Deckung.
    "Wie oft hast du Leute jetzt schon nach einem scheinbar sicheren Tod zurückkommen sehen?!"
    Die Projektile schlugen weiter ein.
    "Soweit ich gehört habe....hat man dir doch schon einmal in den Kopf geschossen! Einmal sogar ins Herz! Und sieh dich an!" Immer mehr Schüsse prallten an der Metallkiste ab. Und endlich hörte Beyo das erwartete Klicken des leeren Magazins. Den Schmerz so gut es ging ignorierend spurtete er ohne einen Moment zu zögern aus der Deckung zu seiner noch in unmittelbarer Nähe liegenden Waffe. Er hob sie auf und zielte. Aber ins Leere.
    "Wa - "
    Noch bevor er sich umorientieren konnte, spürte er den Griff von hinten um seinen Hals. Keuchend ließ er seine Waffe los und versuchte sich reflexmäßig aus dem Würgegriff zu befreien. Mit voller Wucht wurde er auf den harten Boden geschleudert und kam mit dem Kopf zuerst auf. Dann spürte er wieder einen Griff um seinen Hals, diesmal von 2 Händen. Er wurde hochgehoben und gegen die nächste Wand gedrückt. Wie ein Ertrinkender strampelte er mit den Beinen, trat nach ihm, versuchte mit beiden Händen vergeblich den Griff des grauen Turianers zu lösen.
    Seine Sicht verschwamm bereits, als er in Brustnähe in eine der zahlreichen Taschen seines Feindes etwas stecken sah, das wie der Griff eines Messers aussah. So schnell er konnte griff er zu, zog es heraus und versenkte es mit aller Kraft in der linken Schulter seines Gegenübers. Vor Schmerzen keuchend ließ dieser ihn los. Beyo wartete nicht darauf dass er sich berappelte, sondern stach noch einmal zu, diesmal in seine linke Seite. Während der Graue noch schmerzerfüllt aufschrie, hatte Beyo bereits beide Arme um das Genick des Turianers geschlungen. "Na was ist los Beyo?" keuchte dieser schließlich, offensichtlich unter Schmerzen und kaum in der Lage zu atmen, doch immer noch grinsend. "Willst du mich wieder töten? Dann solltest du es diesmal aber auch richtig machen! Denn diesmal spiele ich keine Spielchen! Ich werde jeden einzelnen aus deinem geliebten Umfeld finden und für deine Vergehen leiden lassen! Deine Mutter! Deinen Freund Karvas! Diese kleine Asari-Schlampe! Alle werden für dich büßen, genau wie Kyron für dich - "
    Krack
    Leblos fiel der massige Körper zu Boden, gefolgt von Beyo, welcher kraftlos mit dem Rücken an der Wand herunterrutschte. Ungläubig über das was gerade passiert war vergrub er das Gesicht in den Handflächen, konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten.

    Nach einer ganzen Weile endlich schien die Kraft in seinen Körper zurückzukehren. Langsam begann er sich aufzurichten.
    "Wa - ?!"
    Zu seinen Füßen lag keine Leiche mehr. Entsetzt griff er an seine Schulter. Sie war unverletzt.
    "Aaaah. Na, fühlt sich das nicht gleich besser an?"
    Abermals fuhr er herum und war nun kaum mehr überrascht darüber, wer wieder vor ihm stand. Malkizan's Erscheinung drehte grinsend ihren Nacken. "Vielleicht solltest du dich einfach an den Gedanken gewöhnen dass du mich nicht töten kannst Beyo."
    Was ging nur vor? Waren das etwa die Spätfolgen dieser Drogen, die man ihm injiziert hatte? Oder verlor er hier gerade tatsächlich seinen Verstand?
    Ohne die Erscheinung weiter zu beachten ging er in langsamen Schritten zurück zum Aufzug....

    Endlich war er angekommen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass diese ganze verrückte Halluzination nicht einmal 5 Minuten gedauert hatte. Für ihn jedoch hatte es sich angefühlt wie einige Stunden. Aber er musste sich jetzt konzentrieren.
    "So. Na komm schon! Ich kann mir jetzt schlecht ein neues.....oh, sehr gut, es läuft."
    Die Video-Aufnahme Funktion seines Omni-Tools war noch intakt.
    "So. Das ist es also. Ich...weiß schlecht wie ich anfangen soll. Schätze mal jede normale Person macht so etwas nicht spontan....legt sich vorher alle wichtigen Punkte zurecht, die sie erwähnen will. Unglücklicherweise bleibt mir so viel Zeit nicht mehr." Er atmete einige Male tief ein und aus. "Wie auch immer diejenigen, die das hier hören, es nennen wollen....Geständnis....Abschiedsgruß.....Testament?" Wieder musste er stocken. "Es ist nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass es gehört wird. Denn ich weiß nicht....wie diese Sache ausgehen wird. Ich habe schon einiges in meinen 47 Jahren erlebt. Aber so etwas.....noch nie. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Ich habe Angst. Unglaubliche Angst." Seine Hände zitterten. "Aber umso wichtiger ist es, dass diese Worte.....wenn ich diese Sache nicht überleben sollte.....gehört werden....Und ich verlange von niemandem, der sie hört, Mitleid. Nur dass.....dass man mich nicht vergisst....."

    Eine Weile später......

    Die Aufnahme war beendet. Er hatte sogar noch Zeit gehabt, sich im Bad frisch zu machen. Und wie durch ein Wunder hatte der Killer sich nicht gemeldet. Biep Wie auf Kommando klingelte sein Kommunikator. Doch nach dem ersten Schrecken sah er, dass es kein unbekannter Anrufer war. "Ja. Ja, ich komme sofort runter!" Sämtliche Vorbereitungen waren abgeschlossen. Alle waren bereit und warteten jetzt bloß noch auf ihn. Also setzte er sich sofort in Bewegung.

    Alle 4 (mit ihm jetzt 5) für die Mission relevanten Leute standen bereits zusammen und sahen ihn fast alle gleichzeitig kommen. "Gehen wir...."


    Eine der Leuchtstoffröhren flackerte. Kaum merklich, nur bei sehr genauem Hinsehen. Bald würde ein Keeper aufkreuzen und diesen kleinen Fehler in der Matrix unbemerkt reparieren. Doch vorerst flackerte sie – unbemerkt. Ebenso wenig wie die Leuchtstoffröhre im Empfangsraum des 12. Reviers oben links in der Ecke ließ sich Ethan Caine anmerken, dass er im Kopf seine Notizen durchging und ihnen die neugewonnenen Daten hinzufügte. Er legte sich seine Fragen zurecht während er auf der Wartebank lässig mit dem Fuß wippte. Das man ihn vorlassen würde, daran hatte der Journalist keinen Zweifel. Allerdings würde er jedes Wort des Captains sorgsam abwiegen müssen. Keine Minute später rief ihn jene Turianerin zu sich, bei der er sich anfangs vorgestellt hatte. „Captain Yuhki empfängt Sie. Sie finden ihn…“ Ethan hob die Hand. „Danke, ich kenne den Weg“, sagte er und lächelte. Die Turianerin beließ es bei einem Nicken.

    Ethan Caine hatte eine Fähigkeit. Die Fähigkeit, die ihn vermutlich zu einem ausgezeichneten Polizisten hätte werden lassen können, hätte er nicht eine tiefgründige Aversion gegen jederlei Schuss- und Stichwaffen – oder Waffen im Allgemeinen. Ethan Caine konnte die Verunsicherung eines Menschen auf den ersten Blick erkennen, eine Lüge förmlich riechen. Er betrat das Büro und schon die Aura des Raumes hatte sich seit dem ersten Besuch um einhundertachtzig Grad gedreht. War es vormals eine Kommandozentrale oder wenn man es theatralisch möchte ein Tempel der Gerechtigkeit gewesen wirkte es nun kaum mehr als eine Höhle, in die sich ein angeschossenes Tier zurückgezogen hatte. Dass Yuhki selbst die meisten der ihn verwundenden Kugeln abgeschossen hatte setzte der Aussichtslosigkeit der Lage noch die Krone auf. Der Journalist warf einen Blick auf die Frau schräg links hinter Yuhki. Sie lehnte in einiger Entfernung am Schreibtisch des Captains. Ethan war sofort klar, wer hier das Kommando hatte. Er betrachtete die Frau genau und überlegte, wo er sie schon einmal gesehen hatte. Er schloss die Augen, den Bruchteil einer Sekunde später öffnete er sie wieder. Dann lächelte er – professionell. Ethan durchmaß den Raum, streckte die Hand im Herankommen aus und packte die von Yuhki. Sie war warm, nass, schwach. „Schön, dass es so rasch geklappt hat, Captain“, sagte Ethan schwungvoll. Dann wandte er sich zu der Asari. Während der Zeit, in der er sein Buch „Die blauen Engel der Sterne“ geschrieben und auf Thessia gelebt hatte, hatte er gelernt die Unterschiedlichkeiten der Asari zu erkennen. Sie waren nicht weniger individuell als die Menschen. „Freut mich, Sie zu treffen, Commander T’Saari. Mein Name ist Ethan Caine.“ Die Asari schien überrascht, dass er sie zuordnen konnte, ließ sich diesen Umstand jedoch nur kurz anmerken. „Die Freude ist ganz meinerseits, Mister Caine. Ihr Artikel über den Kryptogrammkiller war sehr gelungen.“ Ethans Lächeln wurde ein wenig breiter und ehrlicher. „Danke. Damit haben Sie das Thema auch direkt angesprochen, Commander.“ Wieder wandte er sich zu Yuhki. Der Japaner war bleicher als beim letzten Mal. Er wirkte sogar dünner. „Captain, ich habe ein zwei Quellen gehört, die mir berichteten in einer Cop-Bar gab es eine Schießerei. Darin verwickelt war nach Angaben dieser – hoch zuverlässigen und voneinander unabhängigen – Quellen Beamte, die unter Ihrem Kommando stehen. Ist das wahr?“ Warum lange um den heißen Brei herumreden?
    Shepard Commander ist offline

  7. #167 Zitieren
    Heldin Avatar von AeiaCarol
    Registriert seit
    Jun 2011
    Ort
    Stockholm
    Beiträge
    5.875
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von Luceija Beitrag anzeigen
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)



    TENDER - Erode
    [Video]

    Ihr lächerlich-weinerliches Gesicht verzog sich zu dieser zarten Skepsis. Denn Luceija wurde vor eine Aufforderung gestellt, die sie dachte nicht erfüllen zu können. Denn ihre Antwort war klar: "Was soll ich dir von mir noch geben, was dir nicht sowieso schon gehört..?" Und sie klang so verzweifelt wie in jedem Wort davor. Aber diese Hände die ihr Gesicht hielten ließen sie längst willenlos werden. Und im Moment hätte sie vermutlich, in blinder Hoffnung, absolut alles für ihn getan, was er irgendwie verlangt hätte. Selbst...das. Obwohl es alles andere als schmerzlos wäre. Besonders nicht nach heute. War es das, was er meinte? Wollte? Sie war sie nicht sicher, was sie sonst hätte tun sollen, wie sie sich ihm derartig öffnen könnte, dass er verstand..
    "Schließ die Augen..", flüsterte sie ihm zu und als er es tat, startete sie etwas, dass sie selbst nicht wirklich verstand. Es war einfach nur das, was ihr Herz ihr befahl. Wozu sie einen Drang verspürte, was sie unweigerlich als das richtige empfand, als sie so weit oben an seinem Kopf beide Hände ansetzte. Es war Glück, dass er sich ohnehin in ihre Richtung gebeugt hatte, denn so war es kein Problem für die Sizilianerin die Finger regelrecht am Scheitel der blonden, längst nassen, Haare anzusetzen. Und von hieraus traten ihre Finger einen langen Weg an. Einen, bei dem sie ihn nicht nur nachzeichnete, sondern ihn komplett neu malte. Wahrscheinlich, davon ging sie stark aus, war es nicht im Geringsten das, was Leif sich von 'gib mir alles von dir' zunächst erhofft hatte. Aber sie zog es weiter. Beobachtete ihn akribisch dabei, wie sie jeden Zentimeter seines Gesichtes unter ihren Fingerkuppen berührte und besonders sanft über diese perfekten Lippen strich. Bevor sie weiter zogen, den Hals entlang, über die Schultern hinweg, wo sich ihre Hände erstmals trennten, um jeweils seinen linken und seinen rechten Arm hinab zu streichen, noch deutlicher als zuvor. Als sie die Hände erreichte, nahm sie seine zwischen ihre, hob sie sanft an und legte sie zurück an sich und an ihr Gesicht.
    Doch auch hier stoppte sie nicht. Sondern strich seine Hände, die sie auf sich hinterlassen hatte, damit zurück über ihn, zurück zu den Schultern, wo sie sich wieder trafen und diesmal auf die Brust übergingen. Ihre Berührungen wurden noch zärtlicher, obwohl es kaum noch intimer werden konnte. Aber jeden Zentimeter zu ergründen bedeutete auch, diese Zeit aufzuwenden die sie zweifelsohne brauchte. Alleine schon um zu wissen, was sie an ihm verlor. Welche Perfektion in jedem winzigen bisschen dieses Mannes lag, obwohl er kaum etwas davon anerkennen wollte.
    Der Weg war längst nicht zu Ende. Auch nicht, als ihre Hände über seine Taille hinwegglitten. Und endlich, ENDLICH, diese intensiven und gefühlvollen Küsse folgten, die an der Brust begannen und sich langsam tiefer bewegten. Insbesondere auf Höhe dieser Wunden hielt sie etwas länger inne. Versuchte zu heilen, was auch immer sie glaubte heilen zu können und ließ aus diesem beinahe schon ritualähnlichen Prozedere nichts, noch nichts, äußerst sexuelles werden. Das hier war..mehr? So viel mehr.


    Es war dieses häufige Gefühl, das Leif beschlich. Dieses 'nicht-verstehen' der Tatsache, dass er diese Hände jetzt spüren durfte. Das sie nicht längst von einem Mann geliebt wurde, der so viel anders war als er. Weniger Vorwürfe parat hatte, weniger ihr ganzes bisheriges Leben wertete, eben weniger-...Leif war. Etwas, das er sich selbst viel zu oft wünschte, während jede neue Spur ihrer Hände ihm ein scharfes Einatmen entlockte und den Blonden dieses wiederholte "Ich liebe dich...", säuseln ließ, da war sie über seine Taille hinaus und, ja-...Er wusste nicht wirklich, was hieraus wurde, aber er wusste, dass er nichts anderes wollte, als sie überall am eigenen Körper zu spüren, sie selbst anzufassen, wozu er aber kaum in der Lage war, während ihre Nähe ihn in diesem Moment auf eine so perfekte Weise einfror.
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol ist offline

  8. #168 Zitieren
    Nostalgia Master  Avatar von Forenperser
    Registriert seit
    Sep 2008
    Ort
    Irgendwo da draußen.....
    Beiträge
    29.029
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von eis engel Beitrag anzeigen
    Lagos schien es wenig zu überraschen, dass Stephen von der Sache mit Lucia wusste. Er konnte es ihm auch irgendwie nicht verübeln, schließlich musste er ihn von Anfang an anlügen, zumal da noch ein unangenehmes Gespräch, bzw. Geständnis im Raum stand. Aber dies war jetzt weder der richtige Zeitpunkt, noch der richtige Ort dafür.
    Auf Lagos Frage hin, sah Stephen ihn ernst an.
    "Als erstes werden wir wohl heraus finden müssen, wer da alles hinter Ihnen her ist und da dies mit hoher Wahrscheinlichkeit skrupellose Mörder sind, werden wir sie wohl töten müssen, nachdem wir die Infos haben. Es sei denn, Sie hätten einen besseren Vorschlag, wie wir mit diesen Leuten verfahren sollen und dabei auch sicher gehen, dass die uns nicht an die Führungsetage von ExoGeni ausliefern?!"


    Marco Lagos

    Ihm wurde heiß und kalt. Also war das tatsächlich der Plan! "Ja!" stöhnte er entsetzt auf die Frage. "Wir finden Beweise und liefern sie den Behörden aus! Wer weiß schon wie viele Leute in dieser Sache drin hängen! Wir können doch nicht einfach Massenmord begehen, egal was diese Leute angerichtet haben! Sonst sind wir danach ebenso fällig!" Mord war Mord, egal wer das Ziel war. Und gerade jetzt, wo die Station scheinbar bereits in Aufruhr war.....
    "Ich habe ja immer noch die leise Hoffnung dass die Firma als ganzes gerettet werden kann....." Seine ganze Existenz hing an diesem Job.

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von Khardim Beitrag anzeigen

    Ein Geist von Betriebsamkeit und Aktivität mischte sich unter die Gesellschaft und ergriff nach und nach die Anwesenden, nachdem man sich nun geeinigt zu haben schien. Die nach wie vor bescheidene Ausgangssituation, den Mangel an Informationen und das in hell leuchtenden Buchstaben warnende Wort FALLE, das wie mit einem Zauberstab über die ganzen Tips gemalt zu stehen schien wurden als unabänderliche Umstände ignoriert statt als Probleme wahrgenommen, die nach einer Lösung riefen.
    Immerhin hatte man sich auf Vincents Aufteilung der Teams geeinigt. "Was sie wollen mich im Team haben? Ohne mir vorher ein paar Elektroden an die Nippel geklemmt zu haben?", fragte die Asari schnippisch, konnte aber nicht verbergen, dass sie froh war, um eine intensivere Befragung herumgekommen zu sein. Vincent ging auf ihre Provokation nicht ein und bedachte sie mit dem Blick, der sonst für Unappetitliches, das man unter seinem Schuh fand, zum Einsatz kam. Wenn er sich recht erinnerte, lief in Cas’Tiveras Genpool noch irgendwo ein Kroganer Amok und auch wenn die Asari für gewöhnlich Reinblüter unter sich verachteten hatte der Mann in Schwarz für diese besondere Promenadenmischung vor sich noch mehr Abneigung als für einen gewöhnlichen Spitzel. Wenn er ihren Kopf schon nicht mit Hammer und Meißel bearbeiten durfte war er vor ihm, in seinem Blick- und vor allem Schussfeld deutlich besser aufgehoben als anderswo. ,,Also gut, sieht aus als hätten wir ein Date Vhan. Da Mister van Zhan unseren Rücken deckt, sind wir garantiert so sicher wie im Schoß der Göttin." ,,Sie haben sich gewiss schon von genug kurzfristigen Bekannten decken lassen, um darüber zuverlässig urteilen zu können.“, gab Vincent zurück und wandte sich von der gefesselten Asari ab, um sich Ilias’s Einschätzung ihres Zugangsweges anzuhören.
    Die Agentin schien bereits eine konkrete Vorstellung davon zu haben, wie sie reinkommen würde und legte sich Pläne zurecht, um auf das reagieren zu können, was sie drinnen vorfinden würde. Wie aktuell die Daten von Vox waren und wie viel der Killler über diese Gänge wusste, war jedoch eine weitere Unbekannte auf der langen Liste der Unwägbarkeiten. Wenn es wirklich eine Falle war, hätte Ilias wenig Chance zu überleben.

    Eine Nachricht tauchte auf Vincents OmniTool auf, eine Notiz von Vas:
    Code:
    Wenn vor Ort Ärger wartet, weiß die Quelle nichts davon. Quelle versiegt
    Der Mann in Schwarz verzog kurz den Mundwinkel. Nicht das erhoffte, aber vermutlich das einzige zu erwartende Ergebnis: Wenn Freddy nichts wusste hieß das, dass die Luft wirklich rein war oder das Freddy eine Null war und von Vox überschätzt worden war. Wenn er etwas gewusst hätte, hätte Vas es herausbekommen. Insgesamt waren sie also nur um eine Ahnung, nicht um eine Gewissheit reicher.

    Vincent ging zu Vox, der sich grade mit Sorax beriet. ,,Freddy will keine Gefahren für uns in den Tips gesehen haben. Glauben Sie, dass der Killer ohne seine Kenntnis Fallen oder größere Verbände dort verstecken könnte?“ Der Turianer bestätigte mit einem Kopfnicken, dass er Vincents Frage gehört hatte, antwortete aber nicht direkt sondern verwies auf Sorax, die grade zu Cas’Tivera hinzugetreten war und zwischen ihr und dem Mann in Schwarz hin- und herschaute. „Braucht ihr auch Ausrüstung? Es gibt sicherlich auch Schutzkleidung für sich schnell bewegende und Biotik nutzende Mitglieder des Teams.
    Vincent musste nicht überlegen. Wenn es keine Falle war, würden sie zu fünft über den Killer herfallen, wenn es eine war würde ihnen keine Ausrüstung der Welt den Hals retten können. ,,Ich habe alles, was ich brauche. Nur die Peilsender, die Sie in meinen Waffen installiert haben dürfen Sie gerne deaktivieren, ansonsten mache ich das selbst, wenn alles vorbei ist.“ Er hatte keine Ahnung, ob seine Waffen wirklich verwanzt waren, aber an ihrer Stelle hätte er es getan, als er auf der Krankenstation bewusstlos war. ,,Von mir aus kann es losgehen. Was sagen Sie zu der Info von Ihrem Informanten, Vox? Angeblich sei alles sauber in den Tips.“


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von numberten Beitrag anzeigen
    Vincent Vox I II

    "Aber keine Dummheiten begehen, nicht wahr?"
    , sagte die Turianerin als diese Thadera endlich von diesen lästigen Kästen erlöste.
    "Aber ich doch nicht.", bedankte die Asari mit einem unschuldigenden Lächeln und strich sich kurz mit ihren Händen über die nun freien Handgelenke. Ein blaues Leuchten umspielte kurz ihre Handflächen, als Versicherung das wieder so alles war wie es sein sollte. Thadera sah diese Bestätigung ihrer Biotik als ausreichend an und unterließ weitere Versuche. Immerhin wollte sie die Turianerin nicht unnötig nervös machen, oder bestimmten Personen hier im Raum einen Vorwand liefern auf sie zu schießen.

    Der Großteil der Anwesenden begann sofort geschäftig auszusehen, oder nützliche Dinge zu planen oder veranlassen. Thadera tat weniger in dieser Richtung. Tatsächlich tat sie überhaupt nichts, sie sah auch nicht besonders viel was sie tun konnte. Sie kannte zwar viele Leute, aber niemanden der in so einer Situation nützlich sein würde und auch viel Geld nützte nichts wenn man niemanden anheuern konnte. Sie hätte vielleicht ein paar Telefonate führen können, bezweifelte jedoch das diese zielführend sein würden. Außerdem hatte sie keine Lust das jemand ihre Privatgespräche abhörte und so wie sie die Anwesenden einschätzte, würde man das ganz sicher versuchen.
    Während sich die Sportlerin ein wenig den Kopf zermarterte ob sie vielleicht doch etwas sinnvolles tun konnte, sprach sie plötzlich Saenia. Wobei viel mehr sie und Vincent, die Asari hatte beim Nachdenken überhaupt nicht gemerkt, dass sie inzwischen neben Mister "Arschgeige" van Zan stand. Während dieser die Frage nach Ausrüstung mit seiner symphischen Mischung aus "Ich traue eh niemanden" und "Ich bin hier jedem überlegen", beantwortete dachte die Asari erstmal über die Frage nach. "Ein Sporttrikot?", schoß es ihr spontan durch den Kopf, hütete es jedoch diese Frage auszusprechen. Jedoch hatte sie nun wirklich keine Erfahrung mit Rüstungen und so ein Ding würde ihr ohne Training wohl mehr schaden als nutzen. Und wenn ihr jemand eine Waffe in die Hand drückte wäre sie zwar gefährlich, aber wohl eher für Leute die neben ihr standen.
    Nachdem der Mensch seine Einsatzbereitschaft verkündet hatte und nun wieder Vox behelligte, beschloß die Asari Saenia zu antworten.
    "Ich gebe zu, ich kenne mich da nicht so aus. Und habe auch keine Erfahrung mit Rüstungen. Haben sie etwas leichtes und bedienerfreundliches zum Schutz, was mich nicht einschränkt? Ansonsten verlasse ich mich lieber auf meine Barrieren und Biotik.", entgegnete die Sportlerin kooperativ und lächelte entwaffnend.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von Rabenkopf Beitrag anzeigen
    Van Zan & Thadera

    ,,Freddy will keine Gefahren für uns in den Tips gesehen haben. Glauben Sie, dass der Killer ohne seine Kenntnis Fallen oder größere Verbände dort verstecken könnte?“, fragte Van Zan Syren ganz plötzlich, an ihn und die junge Menschenfrau herantretend. Glücklicherweise wurde er schnell von Saenia über etwas anderes angesprochen, so dass Syren über das Gesagte kurz nachdenken konnte.

    Natürlich lehnte der Mann in Schwarz die Frage nach Ausrüstung ab, wie die Turianerin es sich irgendwie gedacht hatte. Dass er scheinbar von den Wanzen wusste, erschütterte sie zwar, aber sie dankte den Geistern, dass sie als Turianerin geboren worden war – ihr Gesicht blieb steinhart. Kann er es dann selbst machen…entschloss sie sich ihm keine Blöße zu zeigen und wendete sich stattdessen der Asari zu, die nun nähertrat, während er sich wieder Syren vornahm.

    Dieser hatte eine Antwort parat. „In den Tips passiert nichts ohne das Freddy davon hört.“, erklärte Syren mit bestimmter Stimme, „Deswegen war doch C-Sec niemals in der Lage die Lüge von der Wahrheit zu trennen. Wenn er meint, dass es keine Fallen gibt, dann können wir davon ausgehen, dass es keine Fallen gibt – selbst keine, die über die Tunnel geschickt worden sind. Woher glauben sie hatte ich die ersten Hinweise darauf, dass es diese Tunnel gibt, hm? Ich hab zwar hinterher meinen eigenen, von ihm unabhängigen Nachforschungen gemacht, aber der Impuls kam ursprünglich von ihm.“, beschloss der Turianer seiner Erklärung, darauf hoffend, dass das den misstrauischen Geist des Menschen zumindest teilweise befriedigte – wenn nicht, hatte er Pech gehabt.

    Saenia dachte kurz über die Frage der Asari nach. „Wir haben Schutzkleidung in Aelius‘ Sortiment, die quasi wie normale Kleidung aussieht und sich auch so anfühlt.“, erklärte sie schlussendlich, „Kein Ersatz für richtige Rüstung mit Schilden, aber sie könnte den Unterschied zwischen tödlichen Treffer und schwerer, aber behandelbarer Fleischwunde bedeuten. Und im Kampf gegen einen Messerstecher ist sie auch ganz nützlich – kann ich aus eigener Erfahrung bestätigten, trage so etwas tagtäglich bei der Arbeit, mitten in der Stadt.“, sie nahm einen Atemzug, „Also interessiert?


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von Shepard Commander Beitrag anzeigen

    Der Plan wackelte. Man hatte Hanna nicht genug Zeit zugestanden, um sich externe Verstärkung zu organisieren. Sie würde also auf sich allein gestellt sein. Die Blondine hustete trocken während sie auf dem Weg zur Waffenkammer war. Solange ihr ihre Gesundheit kein Strich durch die Rechnung machte, sollten antrainierte Professionalität und störrische Härte die ausbleibende Rückendeckung kompensieren. Sie hustete erneut und plötzlich wurde ihr bewusst, wie sträflich sie ihre Gesundheit vernachlässigt hatte. Einen Moment spielte sie mit dem Gedanken Will Hunter eine Nachricht zu schicken und ihr medizinisches Serum noch heute entgegenzunehmen. Andererseits kam es auf die paar Stunden ohnehin nicht an. Sollte der Plan scheitern, wäre sie ohnehin eine tote Frau – schwarze Lungen hin oder her.

    Gut, die nehme ich.“ Die Mandibeln des Waffenmeisters zuckten nur kurz, dann legte er die Panzerung auf den Ausrüstungstisch. Es war eine einfache Standard-Militärrüstung – Modell „Scorpion V“ von Hahne-Kedar. Moderate Panzerung mit wenig Einschränkung und der Möglichkeit der Modifikation. Angesichts der Tendenz des Killers mit unangenehmen Überraschungen aufzuwarten entschied die Agentin sich zusätzlich für einen Helm mit Atemfilter. „Ein Schildadapter brauche ich auch noch, möglichst hoch“, erklärte Hanna. „Dazu zusätzliche Taschen und Munitionclips für den Gürtel. Welche Waffen haben Sie?“ Der Turianer tippte ihre „Bestellung“ in ein Datenpad, dann grummelte er leise und winkte sie mit sich. Hanna folgte, steckte sich eine Zigarette an und sog den warmen Rauch in ihre Lungen. Es kratzte. Merkwürdig, es kratzte sonst nie.

    Die Blondine entschied sich für das M-15 Vindicator – berühmt für hohe Präzision und Durchschlagskraft. Die Situation vorbereitend wählte Hanna noch die M-22 Eviscator-Schrotflinte. Sollte der Killer ihr zu nahe kommen würde sie mit seinem Blut die Wand neu streichen. Ein unwillkürliches Lächeln huschte bei diesem martialischen Gedanken über ihre blassen Lippen. „Warum grinsen Sie?“, fragte der Turianer und bewies damit ein ausgeprägtes Verständnis für menschliche Mimik. „Ich habe mir gerade vorgestellt, wie ich jemanden umbringe“, antwortete Hanna. „Ah, verstehe“, sagte der Turianer. Sein Tonfall verriet, dass er bei derlei Gedanken ebenfalls lächelte. Trotz der geringen Zeitspanne, die Vox ihr gesetzt hatte herrschte ein merkwürdiger Mangel an Dringlichkeit während Hanna und der Waffenmeister die Ausrüstung inspizierten. „Diese Granaten…“ „…sind turianischer Herkunft. Einfach an eine Oberfläche heften, diese Knöpfe hier mit allen drei Fingern gleichzeitig drücken und sich zügig entfernen. Gut geeignet zum Öffnen von verschlossenen Türen.“ Turianer lächelten nie, auch wenn sie danach aussahen, dachte Hanna bei sich, nickte und blies Rauch in die Luft. Die beiden schaute zu, wie er sich rasch verflüchtigte, dann fuhren sie fort. Hanna bekam noch zwei weitere schwere Sprengstoffpakete. Sie würde diese nur im äußersten Notfall nutzen, doch Haben war besser als Brauchen. „Viel Glück“, wünschte der Turianer, nachdem Hanna die gesamte Ausrüstung in eine große Tasche gepackt hatte. „Meiner Erfahrung nach gibt es so etwas wie Glück nicht“, gab die Blondine zurück. Der Waffenmeister zuckte die Achseln. „Dann eben: Gute Jagd!“

    *

    Zwei Stunden später.

    Hanna betrat die Kommandozentrale und fand sie verlassen vor, von ein paar geschäftig auf Terminals starrenden Turianern einmal abgesehen. Die Panzerung angelegt, Gewehr, Schrotflinte, Pistolen und Messer an ihren Positionen und den Helm unter den Arm geklemmt musste sie jedoch nicht lange warten, bis auch der Rest eintraf. Selbst Nathaniel Hudson war dort. Er sah besser aus und in seinen Augen brannte etwas, das sowohl Entschlossenheit als auch Rachsucht sein konnte. Beyo Vhan kam als Letzter. Das Grau seiner Haut hatte die Farbe blassen Betons angenommen. Hanna wusste nicht, ob es die Furcht war oder aber ob der Kampf mit ihr von ihm einen höheren Tribut forderte als angenommen. Vielleicht war er auch betrunken. Hanna hatte unzählige Male mit und gegen Betrunkene gekämpft. Zumindest der Rest der Truppe hatte Fassung bewahrt. Vox‘ Rolle in dieser Operation war Hanna nach wie vor schleierhaft. Der turianische Waffenmeister hatte erzählt, dass Vox dereinst selbst ein tüchtiger und brauchbarer Soldat gewesen war, ehe er das Schwert gegen die Feder ausgetauscht hatte und seine Schlachtfelder die öffentliche Bühne nannte. Er hätte also durchaus mitkommen können, doch Hanna vermutete, dass ihm die ganze Sache zu heiß wäre. Schießereien in Armenvierteln waren für Politiker, die sich für das Wohl der gesellschaftlichen Unterschicht einsetzte kaum förderlich. Saenia Sorax würde seine Augen und Ohren sein – und sein Abzugfinger. Hanna legte ihren Helm auf das Pult vor ihr, die behandschuhten Hände prüften den Sitz des zum Dutt gebundenen Haares. Sie war zufrieden und nickte, als seien damit alle Vorbereitungen abgeschlossen, Syren Vox zu. Er und van Zan hatten zuletzt geheimnistuerisch die Köpfe zusammengesteckt und Hanna erwartete nun, dass das Ergebnis dieser Unterredung mit dem Rest des „Teams“ geteilt wurde. „Gehen wir“, ließ plötzlich der rote Turianer vernehmen. Hanna nahm ihren Helm in beide Hände, nicht jedoch als Zeichen des Aufbruchs. „Dann gehen Sie doch schon einmal vor, Sie Genie“, schlug sie vor. Beyo sagte nichts. „Na los. Hopp, hopp, hopp, kleiner Grashüpfer.“ Hanna untermalte das Gesagte mit hüpfenden Bewegungen ihrer Finger ehe sie verächtlich zischte und sich wieder Vox zuwandte. „Wie ist der Plan?“ Flugmittel, Absetzpunkt und Exfiltration waren Dinge, deren Strukturierung Hanna der turianischen Präzision überlassen hatte. Nun würde sich zeigen, ob ihr Vertrauen enttäuscht werden würde.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von Rabenkopf Beitrag anzeigen
    Saenia hielt inne. Sie hatte ihre Rüstung bereits zur Hälfte angezogen, als sie einen Blick auf den Tisch vor sich warf: ihre Waffen lagen dort, eine rote Brawler und Crossfire, beide gereinigt, überprüft und vollgeladen, während eine Reihe von Thermomagazinen zum Mitnehmen bereitlagen. Als wenn ich in den Krieg ziehen würde…dachte sich die Turianerin, sich an das letzte Mal erinnernd, als sie dies machen musste, damals war der Captain meine Verstärkung, sie nahm einen Atemzug, Und heute muss ich auf einen paranoiden Gangster, eine dahergelaufene Asari mit Aggressionsproblemen, einen selbstmörderischen Turianer mit mehr Wahnwitz als Vernunft und einer lautstarken Ex-C-Sec Agentin, dessen Finger doch zu gerne nahe am Abzug herumwackelt, vertrauen. Und keinen von ihnen kenne ich länger als eine Woche…sie seufzte, Nicht zu vergessen, es gibt kein Plan B
    Bereit?“, fragte eine Stimme hinter ihr und sie blickte sich um. Syren stand in der Tür.
    So bereit wie man sein kann.“, antwortete sie nach einem kurzen Moment des Zögerns und setzte das Anziehen ihrer Rüstung fort.
    Er trat in den Raum hinein. „Ich und Aelius haben das Logistische geklärt.“, fing er an zu erzählen, während er näher trat, „Flugmittel, Absetzpunkte, Exfiltration…das ganze Programm. Alles ist überprüft worden und wird demnächst einsatzbereit sein.“, er blieb vor ihr stehen, so dass sie einen Blick hoch zu seinem Gesicht riskierte, „Wie fühlst du dich?

    Saenia zögerte erneut. „Ich bin bereit.“, erklärte sie schlussendlich, sich den Torso der Rüstung greifend.
    Lass mir dir helfen.“, erklärte Syren und half ihr in diesen Teil des Anzugs, wodurch sein Gesicht ihrem äußerst nah war, „Das letzte Mal, dass du mir keinen reinen Wein aufgetischt hast, war als wir damals dieses Piratennest ausgenommen haben, nicht wahr?“, fing er an zu erzählen, sich auf die Aufgabe konzentrierend, „Die Sache mit Käpt’n Sonstwas…dieser Batarianer…du erinnerst dich sicherlich.“, wobei er sie nun anschaute, lächelnd und mit einem Finger auf den Teil seines Gesichts verweisend, der die alte Brandwunde trug.
    Sie blickte ihn eine Weile an, dann nahm sie einen tiefen Atemzug und nickte. „Ich fühl mich wie auf dem Weg in eine Selbstmordmission.“, erklärte sie schlussendlich, „Geringe Chancen auf Erfolg und Überleben. Nicht das das der Aspekt ist, der mich stört – auf Invictus bei den Rangern hatten wir schon schlimmeres erlebt.“, Syren nickte zufrieden, als der Torso fest war, „Es ist eher das Team, mit dem ich in den Kampf ziehe. Normalerweise kann ich mich auf meine Kameraden verlassen, aber dieses Mal…“, sie ließ das Ungesagte in der Luft hängen.

    Dieses Mal hast du vier Überraschungs-Eier, wo du nicht weißt, ob dort was Süßes oder Saures drinsteckt.“, resümierte Syren und blickte sie an, „Und natürlich mich.
    Die Turianerin machte große Augen. „Sie, Sir?“, fragte sie überrascht.
    Plan B.“, erklärte er zufrieden schmunzelnd, „Ich behalte euch Vier im Auge. Wollte es nur nicht in Anwesenheit einer Fremden und Beyo ausposaunen – es soll unsere kleine Überraschung sein und hoffentlich ist der Killer genauso überrascht.“, er seufzte, „Das ist zumindest das Beste worauf ich kommen konnte ohne gleich in den Nachrichten zu verkünden, wo der berühmt-berüchtigte Killer steckt.“, er blickte ihr wieder in die Augen, „Aelius wird versuchen, Nachrichten über das was dort passieren wird, so lange wie möglich zu unterdrücken, aber ich vermute die Gangs in der Umgebung werden es eher früher als C-Sec oder die Presse erfahren. Ihre Einmischung wird entweder ein Segen oder eine Qual werden…lassen wir uns darauf hoffen, dass sie unser Plan C werden können.
    Saenia blickte ihn mit ernstem Blick an. „Danke, Sir.“, erklärte sie, versuchend die Emotionen zu unterdrücken.
    Er lächelte und legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Du hast doch nicht geglaubt, dass ich dich vor der Höhle des Löwen in Stich lassen würde, oder…?“, murmelte er, „Solange der Killer nicht dingfest gemacht wurde, wird keiner von uns abtreten. Wir werden es schaffen und überleben, so wie immer…
    Sie ergriff seinen Unterarm, ganz leicht. „So wie immer…“, tönte sie zurück.

    Kurze Zeit später…

    Die Menschenfrau war die Erste, die da war. Saenia kam nachdem auch Van Zan eingetroffen war – er hatte ja schon vor zwei Stunden seine Bereitschaft verkündet und sah entsprechend ungeduldig aus. Syren kam noch vor dem roten Turianer, der irgendwie erfrischt aussah. Da hat jemand die Dusche entdeckt, dachte sich Saenia und verschränkte die Arme, bevor – wie aufs Stichwort – Beyo und Hanna mal wieder anfingen zu zanken. Saenia schüttelte nur den Kopf über dies.
    Wie ist der Plan?“, fragte Hanna plötzlich an Syren gewandt.
    Nichts an ihm verriet, dass er seine Ausrüstung auch vorbereitet hatte – er sah genauso aus wie zwei Stunden zuvor. „Aelius…“, wandte er sich an den anderen Turianer, der bereits vor dem Holo-Projektor stand und anfing herumzutippen, „Erleuchte die Anderen.
    Der Plan sieht wie folgt aus…“, fing er an und erzählte allen die notwendigen Details mithilfe des Holo-Projektors.


    Beyo Vhan

    Beyo reagierte nicht auf Hanna's Beleidigung. Nicht weil er derlei Äußerungen ihrerseits mittlerweile gewohnt war, sondern viel mehr weil er gerade selbst ein Lachen zurückhalten musste. Hanna funkelte ihn wütend und leicht irritiert an. "Verzeihung. Es ist nur - " kicherte der Turianer unkontrolliert. Sie hatte sich für diesen Einsatz offenbar bereits voll eingekleidet. "In diesem Ding sehen sie aus.....sehen sie aus wie - " Wie eine wandelnde Blechdose hatte er sagen wollen, sparte es sich jedoch aufgrund ihres immer finsterer werdenden Gesichtsausdrucks lieber. Und auch wegen der nicht zu verachtenden Waffen, über die sie nun drohend mit ihren Fingern fuhr. "Ist ja schon gut. Sind sie eigentlich immer so steif?" sagte er beschwichtigend im freundlichen Ton. Es war seltsam, dass er ausgerechnet jetzt über derlei alberne Dinge lachen konnte. War das vielleicht eine Art Schutzmechanismus wegen all der schrecklichen Dinge die passiert waren und vielleicht noch passieren würden?
    "Wissen Sie was?" wisperte er ihr noch schnell zu, als es bereits darum ging den Plan zu besprechen. "Wenn diese Sache vorbei ist sollten wir mal zusammen einen trinken gehen. Ich zahle." Er zwinkerte und hoffte dass dieses Angebot nicht von ihr falsch verstanden werden würde. Jedoch war diese Gefahr, nach all den Konflikten welche die 2 in so kurzer Zeit bereits gehabt hatten, wohl relativ gering.

    Ca 20 Minuten später.....

    Das Skycar setzte sich langsam aus dem Massenverkehr ab und begann meterweise leicht an Höhe zu verlieren. Unter ihnen erstreckten sich die Green Meadows. Der Teil der Citadel, mit dem alles angefangen hatte. Im weitesten Sinne jedenfalls. Die Wohltätigkeits-Gala......sie war erst einige Tage her und doch fühlte es sich bereits an wie eine ganz andere Zeit. Dort hatte Captain Yuhki ihn verhaftet und diese verrückte Geschichte mit dem Kryptogramm-Killer hatte ihren Lauf genommen.
    Von der äußeren Betrachtung her wirkte dieser Stadtteil völlig unscheinbar. Aber das war wohl auch der Grund für all die sozialen Probleme hier. Niemand wollte einen genaueren Blick darauf werfen, ließ die sozial Benachteiligten einfach in ihrer kleinen Welt zurück und hoffte dass sie ihre Probleme nicht in die privilegierteren Distrikte mitbrachten. "Wow!" Unter all den kleineren Gebäuden und teils immer noch nicht beseitigten Trümmern stach plötzlich ein großes Gebäude stark hervor. Das Green Heart. Von diesem topmodernen, kürzlich erst fertig gestellten Zentrum aus sollte der Bezirk wieder auferstarken. Soziale Programme, ein Jugendzentrum, eine freiwillige Bauhelfer-Initiative, günstige Einkaufsmöglichkeiten......hier hatte man alle erdenklichen Hilfsaktionen zugleich untergebracht.
    Doch nur noch wenige hundert Meter hinter dem Herz der Meadows lag schon das Ziel ihres Flugs: Die Devil's Tips. Und gegen diese sahen sogar die Meadows noch wie ein attraktiver Wohnort aus. Anhand eines Fotos von oben würden Unwissende diesen Distrikt wohl viel eher als Teil von Omega einschätzen als einen Teil der Citadel. Es war nahezu gespenstisch. Die Beleuchtung war an vielen Stellen kaum vorhanden. Dicke, stinkende Rauchschwaden verhüllten die Sicht teils vollkommen, weshalb Beyo von Saenia Sorax's ruhiger Steuerhand umso beeindruckter war.
    Auf der Rückbank des silbernen Rover's saßen, eng aneinander gequetscht und offensichtlich mehr als unzufrieden mit dieser Situation, Vincent van Zan und die Asari Thadera. Beyo kam nicht umhin aufgrund dieses äußerst amüsanten Bildes wieder ein wenig vor sich hinzukichern, weshalb die beiden für einen Moment aufhörten sich gegenseitig mit todbringenden Blicken von der Seite anzustarren, sondern stattdessen ihn durch den Rückspiegel fixierten. "Ich glaube Mister van Zan und Miss Cas‘ tivera machen uns beiden bald große Konkurrenz Miss Ilias." gab er belustigt durch den Funkverkehr durch. Am anderen Ende der Leitung hörte er nur ein gereiztes Schnauben. "Ist ja schon gut." antwortete er schnell und verkniff sich das nächste Lachen. Durch die seitliche Sichtscheibe sah er, wie das Skycar in welchem Hanna mit Nate Hudson und dem Turianer Aelius als Piloten saß, langsam runter ging. Sie hatten also den Ort erreicht, wo Hanna in das unterirdische System einsteigen musste. "Miss Ilias? Viel Erfolg!" funkte der Turianer, diesmal mit völlig ernster Stimme.
    Gleichzeitig ließ er seinen Sitzgurt mehrmals nervös auf und zu schnappen. Denn sie waren nun auch am Ziel. Während Sorax den Landevorgang einleitete, warf der rote Turianer einen Blick auf die Karte, welche nach der Einsatzbesprechung sämtliche Teilnehmer sich auf ihr jeweiliges Omni-Tool geladen hatten. Nicht einmal 30 Meter von ihrer Landeposition aus entfernt lag das Gebäude. Dort, wo der Killer sich versteckt hatte....dort wo er seine Assistentin Mheynira gefangen hielt. Welche hoffentlich noch lebte.
    "Nun, Miss Cas‘ tivera?" murmelte er langsam an die Asari gewandt, nachdem alle ausgestiegen waren. "Nun kommt unser Einsatz....." Der Mann in Schwarz und die Turianern machten sich derweil offenbar sofort an die Arbeit die eigenen Waffen auszupacken und die Position zu sichern.

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von Shepard Commander Beitrag anzeigen

    Eine der Leuchtstoffröhren flackerte. Kaum merklich, nur bei sehr genauem Hinsehen. Bald würde ein Keeper aufkreuzen und diesen kleinen Fehler in der Matrix unbemerkt reparieren. Doch vorerst flackerte sie – unbemerkt. Ebenso wenig wie die Leuchtstoffröhre im Empfangsraum des 12. Reviers oben links in der Ecke ließ sich Ethan Caine anmerken, dass er im Kopf seine Notizen durchging und ihnen die neugewonnenen Daten hinzufügte. Er legte sich seine Fragen zurecht während er auf der Wartebank lässig mit dem Fuß wippte. Das man ihn vorlassen würde, daran hatte der Journalist keinen Zweifel. Allerdings würde er jedes Wort des Captains sorgsam abwiegen müssen. Keine Minute später rief ihn jene Turianerin zu sich, bei der er sich anfangs vorgestellt hatte. „Captain Yuhki empfängt Sie. Sie finden ihn…“ Ethan hob die Hand. „Danke, ich kenne den Weg“, sagte er und lächelte. Die Turianerin beließ es bei einem Nicken.

    Ethan Caine hatte eine Fähigkeit. Die Fähigkeit, die ihn vermutlich zu einem ausgezeichneten Polizisten hätte werden lassen können, hätte er nicht eine tiefgründige Aversion gegen jederlei Schuss- und Stichwaffen – oder Waffen im Allgemeinen. Ethan Caine konnte die Verunsicherung eines Menschen auf den ersten Blick erkennen, eine Lüge förmlich riechen. Er betrat das Büro und schon die Aura des Raumes hatte sich seit dem ersten Besuch um einhundertachtzig Grad gedreht. War es vormals eine Kommandozentrale oder wenn man es theatralisch möchte ein Tempel der Gerechtigkeit gewesen wirkte es nun kaum mehr als eine Höhle, in die sich ein angeschossenes Tier zurückgezogen hatte. Dass Yuhki selbst die meisten der ihn verwundenden Kugeln abgeschossen hatte setzte der Aussichtslosigkeit der Lage noch die Krone auf. Der Journalist warf einen Blick auf die Frau schräg links hinter Yuhki. Sie lehnte in einiger Entfernung am Schreibtisch des Captains. Ethan war sofort klar, wer hier das Kommando hatte. Er betrachtete die Frau genau und überlegte, wo er sie schon einmal gesehen hatte. Er schloss die Augen, den Bruchteil einer Sekunde später öffnete er sie wieder. Dann lächelte er – professionell. Ethan durchmaß den Raum, streckte die Hand im Herankommen aus und packte die von Yuhki. Sie war warm, nass, schwach. „Schön, dass es so rasch geklappt hat, Captain“, sagte Ethan schwungvoll. Dann wandte er sich zu der Asari. Während der Zeit, in der er sein Buch „Die blauen Engel der Sterne“ geschrieben und auf Thessia gelebt hatte, hatte er gelernt die Unterschiedlichkeiten der Asari zu erkennen. Sie waren nicht weniger individuell als die Menschen. „Freut mich, Sie zu treffen, Commander T’Saari. Mein Name ist Ethan Caine.“ Die Asari schien überrascht, dass er sie zuordnen konnte, ließ sich diesen Umstand jedoch nur kurz anmerken. „Die Freude ist ganz meinerseits, Mister Caine. Ihr Artikel über den Kryptogrammkiller war sehr gelungen.“ Ethans Lächeln wurde ein wenig breiter und ehrlicher. „Danke. Damit haben Sie das Thema auch direkt angesprochen, Commander.“ Wieder wandte er sich zu Yuhki. Der Japaner war bleicher als beim letzten Mal. Er wirkte sogar dünner. „Captain, ich habe ein zwei Quellen gehört, die mir berichteten in einer Cop-Bar gab es eine Schießerei. Darin verwickelt war nach Angaben dieser – hoch zuverlässigen und voneinander unabhängigen – Quellen Beamte, die unter Ihrem Kommando stehen. Ist das wahr?“ Warum lange um den heißen Brei herumreden?


    Captain Kaneko Yuhki

    Der Captain hatte gerade erst die Erlaubnis erteilt dass Caine eintreten konnte, da stand er auch bereits in seinem Büro. Das ganze Erscheinungsbild dieses Mannes strahlte eine unerbittlich investigative Aura aus. Und natürlich ließ der Grund seines Hierseins auch nicht lange auf sich warten, denn nach der kurzen Begrüßung legte der Reporter sofort seine Karten auf den Tisch. Yuhki fühlte sich völlig deckungslos. Er atmete einige Male tief ein und aus, ehe er schließlich antwortete. "Sie haben, richtig gehört, ja." Wieso die Sache noch leugnen? Er war wohl am besten beraten, ebenfalls zu Beginn alle Karten auf den Tisch zu legen. Seine Karriere war so oder so nach dieser Sache vorbei. "3 meiner Beamten haben die Sache in ihre eigene Hand genommen.....und haben dabei Grenzen überschritten die kein Beamter je überschreiten sollte. 2 von ihnen befinden sich bereits in Haft, hier auf dem Revier. Der dritte ist bislang noch nicht gefunden worden. Aber wir werden ihn finden." Der Japaner sah einmal kurz zu der Asari um sich abzusichern. Dann fuhr er fort. "....und....es hat sich herausgestellt dass Damian Boles.....der Kollege der tot in den Tunnel gefunden wurde.....mit dem Killer gemeinsame Sache gemacht hat."
    Forenperser ist offline

  9. #169 Zitieren
    Burgherrin Avatar von Glorichen
    Registriert seit
    Apr 2007
    Ort
    Time And Relative Dimensions In Space
    Beiträge
    1.631
    Ulpox Galba

    Während Delia ihre zweite Portion aß, ließ David den Blick wiederholt durch die Messe schweifen und brummelte etwas Unverständliches. "Mmmmh?", fragte Delia und hörte auf zu kauen, um ihren Kameraden forschend anzusehen. Sie schluckte hinunter: "Was ist?"
    Der Filipino verzog das Gesicht: "Also entweder, Galba isst einfach gar nicht - was mich jetzt auch nicht überraschen würde - oder er war so schnell, dass wir ihn verpasst haben. Keine Spur zu sehen." Delia hob eine Augenbraue und sah sich ebenfalls um: tatsächlich war der Turianer nicht zu sehen, obwohl es ein Leichtes gewesen wäre, ihn unter den vielen Asari zu erkennen. "Vielleicht irgendeine turianische Disziplin-Diät oder so", murmelte David. "Oder er ist ein Geist", spottete Routh, die es offenbar unnötig fand, sich über so etwas Gedanken zu machen.
    David brummte zur Antwort etwas Undefinierbares, doch Delia entging das Zucken seiner Mundwinkel nicht.

    Dennoch senkte sich Schweigen über den Tisch. Delia beendete ihre Mahlzeit, Routh war ohnehin weiterhin nicht gesprächsfreudig und David schien nach der Rüge am Morgen zwar nicht eingeschüchtert, aber zumindest etwas geerdet. Schließlich erhoben sie sich, als die Menschenfrau fertig war und steuerten gemeinsam erneut die Trainingshalle an. Doch auch die war leergefegt. Wie versprochen hatten die Asari Galba die Räumlichkeiten freigehalten, doch auch der Turianer war noch nicht zu sehen. Delia hatte halb damit gerechnet, anzukommen und sich einer Batterie an neuen Trainingsmethoden und -möglichkeiten gegenüberzusehen. Doch die Halle lag ruhig und leer vor ihnen.
    Unschlüssig standen sie einen Moment im Eingang, dann ging David voraus und begann, den Schießstand zu inspizieren. Mehrere Trainingswaffen waren fein säuberlich daneben aufgereiht und der Pilot fuhr mit den Fingern über die Griffe. "Sniper, Schrotflinte, Schwere Pistole, Maschinenpistole, Sturmgewehr ... alles da ... Hey! Sogar zwei von diesen berühmten Asari-Schwertern!" Er deutete darauf und strahlte wie ein Kind an Weihnachten. "Gerne würde ich mal sehen, wie die Asari damit kämpfen."
    Routh ging zielstrebig auf die Waffen zu, griff nach einem Scharfschützengewehr und testete die Waffe fachmänisch, lugte durch das Visier und betrachtete sie von außen. Delia dagegen näherte sich mit langsameren Schritten und verschränkten Armen. Natürlich hatte sie auf Grissom eine ausführliche Ausbildung an den Standardwaffen der Allianz genossen - oder eher: erfahren. Das Gewicht einer Schweren Pistole war ein vertrautes Gefühl, doch sie hatte immer die Biotik bevorzugt. Sie erreichte Routh und beobachtete die geübten Handgriffe der Salarianerin: "Eine Scharfschützin, also?", fragte sie interessiert und die Salarianerin nickte. "Respekt", sagte sie und meinte es ehrlich. "Eine der Waffen, die ich nie wirklich erlernt habe. Man sagt, es sei recht persönlich, weil man seinen Gegner dabei quasi ins Gesicht sehen kann." Routh sagte nichts, der Gesichtsausdruck unergründlich. Und da Delia ihn nicht lesen konnte, fügte sie hinzu: "Es ist ein bisschen wie bei der Biotik, da ist man auch manchmal sehr nah dran - aber es geht schneller. Manchmal frage ich mich, was besser ist ..."
    "Never be cruel, never be cowardly.
    And never ever eat pears!
    Remember, hate is always foolish,
    and love is always wise.
    Laugh hard. Run fast. Be kind."
    - 12th Doctor -


    Glorichen ist offline

  10. #170 Zitieren
    La fionda dei cereali  Avatar von Luceija
    Registriert seit
    Oct 2009
    Ort
    Köln, DE
    Beiträge
    10.942
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von AeiaCarol Beitrag anzeigen

    Es war dieses häufige Gefühl, das Leif beschlich. Dieses 'nicht-verstehen' der Tatsache, dass er diese Hände jetzt spüren durfte. Das sie nicht längst von einem Mann geliebt wurde, der so viel anders war als er. Weniger Vorwürfe parat hatte, weniger ihr ganzes bisheriges Leben wertete, eben weniger-...Leif war. Etwas, das er sich selbst viel zu oft wünschte, während jede neue Spur ihrer Hände ihm ein scharfes Einatmen entlockte und den Blonden dieses wiederholte "Ich liebe dich...", säuseln ließ, da war sie über seine Taille hinaus und, ja-...Er wusste nicht wirklich, was hieraus wurde, aber er wusste, dass er nichts anderes wollte, als sie überall am eigenen Körper zu spüren, sie selbst anzufassen, wozu er aber kaum in der Lage war, während ihre Nähe ihn in diesem Moment auf eine so perfekte Weise einfror.


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Tränen konnte sie längst nicht kontrollieren und so war es dann eben, dass sie still weiter weinte. Niemand hätte sie ohnehin je auf das hier, so eine Situation, vorbereiten können. Niemals hätte irgendjemand geglaubt, dass Luci lang genug lebte um so weit zu kommen, dass sie eines Tages in dieser Dusche stand und absolut jede Regung, jedes seufzen, jedes traktieren seiner Lippe, jedes Wimmern, und verdammt, jedes Wort ihres Exfreundes derartig vergötterte, dass es schmerzte an den Moment zu denken wenn es vorbei war. Jeder Moment mit ihm schien den anderen zu übertreffen. Sowohl in der Art wie schrecklich manche von ihnen wurden, als auch der Art, wie beispiellos diese waren. Sie, die, nachdem sie alle Bereiche seines Körpers berührt hatte, vor ihm auf die Knie gesunken war um selbst jeden Fuß zu berühren und unzählige Minuten später nach oben kam, die Beine zurück nach oben schritt und schließlich auch ihre Hände zwischen seine Beine führte und berührte. Anders als sonst. Nicht auf diese herausfordernde, befriedigende Weise. Als tatsächlich jeder Zentimeter erreicht worden schien und sie ein perfektes Bild jeder seiner Körperstellen gespeichert hatte. Mit den selben, langsamen Bewegungen schritt sie diesen alle Nähe maximierenden Schritt an ihn heran und...nunja. Tat für eine Weile nichts anderes, als ihren Kopf gegen seine Brust zu lehnen. Das Wasser zu fühlen, dass über ihn hinweg rann, den Atem zu hören den er in seine Lunge nahm und wieder ausstieß und zu hören, wie sein Herz in seinem Inneren schlug. Sie wusste, was auf ihren Lippen lag. Sie wusste, dass sie ihn nicht nur für perfekt hielt, sondern dass er es war.

    Es dauerte für ihn wahrscheinlich eine Ewigkeit, bis sie zurück an eine Art Ausgangspunkt kam. Ihre Hand zurück an seine Wange legte aber ihn nicht aufforderte, die Augen wieder zu öffnen. Nein, sie lächelte sogar in all der Trauer, als sie die Entspannung Leifs registrierte. Zog ihn wieder nur diese kurze Strecke zu sich, weit genug um erst ihren Daumen über seine Lippen streichen zu lassen und sie dann selbst zu besetzen. Ohne jeglichen Druck. Ohne jeglichen Zwang oder eisernes Fordern.

    Sie drehte sich. Irgendwann inmitten alldem drehte sie sich. Griff sich so zärtlich wie möglich seine Hände und büßte nichts von der Nähe ein die sie teilten, als sie beide Arme um ihren Körper legte. Sich selbst und auch irgendwie ihn schützend. Spürbar mit einer Gänsehaut. Spürbar mit einem sanften zittern als sie selbst ihre Augen schloss und diese ausgezeichneten, unvergleichlichen Chirurgenhände begann, in ähnlicher Präzision, über ihren eigenen Körper zu führen. "Ich wünschte du könntest mir glauben, wie sehr ich dich liebe.."
    Luceija ist offline

  11. #171 Zitieren
    Moderator Avatar von eis engel
    Registriert seit
    Jun 2009
    Ort
    Im Schnee
    Beiträge
    3.750
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von Rabenkopf Beitrag anzeigen
    Sahenia & Yelyna

    Yelyna schien seine bohrenden Fragen nicht gut aufzunehmen – dabei hatte er versucht sie so wenig beschuldigend wie möglich zu formulieren, da sie auch nicht als Beschuldigung dienen sollten. Leider kam der beschuldigende Ton immer von der Art der Fragen und dafür konnte der Salarianer beim besten Willen nichts – die Sprache der Asari war nun mal nicht so elegant verschachtelt, wie die salarianischen Dialekte, die es jedem erfahrenen Zuhörer auf der Stelle klar machen konnten, worum es dem Sprecher wirklich ging. Neth hatte obendrein versuchst es möglichst einfach zu formulieren, damit der Translator die Bedeutung nicht verdrehte – erfolglos wie es zu sein schien.
    Sahenia reagierte zurückhaltender, selbst wenn auch sie den eher missmutigen Ton nicht aus ihrer Stimme verbannen konnte. Immerhin sind sie keine guten Schauspieler…dachte sich Neth, während er dem Gesagten zuhörte, Leviathan? Ein Reaper-Artefakt, was Gedankenkontrolle durchführen kann? Das erinnert mich an einige der Gerüchte, die ich beim Recherchieren gelesen habe…
    "Oder was genau möchtest du wissen?", fragte die Asari schlussendlich sehr direkt.
    Immerhin scheint sie verstanden haben, worum es mir ging…dachte sich der Salarianer halbwegs zufrieden über die Reaktion, auch wenn sie seiner Meinung nach eher weniger direkt hätte ausfallen können, Sei’s drum. Wenn sie es nur so versteht….
    War dies deine erste Begegnung mit den Reapern?“, fragte er, vorsichtig formulierend, „Oder wie hast du überhaupt von ihnen erfahren bzw. warum glaubst du, dass es sie wirklich gibt? Hat Cerberus dort auch schon eine Rolle gespielt?“, er schlürfte bisschen von seinem Tee, auf die Antworten wartend.

    Yelyna wollte schon wieder ein bissiges Kommentar abgeben, als Sahenia ihr von der Seite einen mahnenden Blick zu warf.
    Irgendwie scheint ihr der Kaffee nicht besonders gut zu bekommen. dachte sich die jüngere der beiden Asari, denn anders konnte sie sich Yelyna´s Verhalten allmählich nicht mehr erklären. Sie schüttelte nur kurz den Kopf und wandte sich schließlich mit einem freundlichen Lächeln an Neth.
    "Ich habe die Protheaner studiert und bekam darüber Kontakt zu einer anderen Asari, Liara T´Soni. Ich weiß nicht, ob dir der Name etwas sagt?! Zum ersten mal hörte ich von den Reapern beim Geth-Angriff vor gut 2 Jahren auf die Citadel und zwar von Liara T´Soni. Zwei weitere Bekannte von mir, zwei Asari Elite Soldatinnen bestätigten Liara´s Theorie, die bei dem Angriff auf die Citadel dabei waren. Ich begann damit die Reaper zu studieren, auch wenn ich von allen Seiten für verrückt gehalten wurde. Wusstest du, dass die Massenportale und die Citadel von den Reapern gebaut wurde? Und das die Reaper vor 50 000 Jahren die Protheaner vernichtet haben?"
    Sie warf dem Salarianer einen neugierigen Blick zu, ehe sie weitersprach.
    "Als ich kürzlich auf der Citadel war, wo ich eigentlich die beiden ehemaligen Elitesoldatinnen besuchen wollte, wurde eine von beiden getötet und meine Nachforschungen brachten mich zu Reaper-Kultisten, bzw. wie ich später heraus gefunden hatte, verehrten die die Leviathane. Was das aber für Wesen waren/ sind, weiß ich noch nicht. Aber ich habe dort Reaper-Tec gefunden. Das nächste malhier geriet ich jetzt mit dir an ähnliche Technologie, aber zum ersten mal an Cerberus Leute." erklärte die Asari knapp, aber geduldig.
    eis engel ist offline

  12. #172 Zitieren
    Moderator Avatar von eis engel
    Registriert seit
    Jun 2009
    Ort
    Im Schnee
    Beiträge
    3.750
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Zitat Zitat von Forenperser Beitrag anzeigen

    Marco Lagos

    Ihm wurde heiß und kalt. Also war das tatsächlich der Plan! "Ja!" stöhnte er entsetzt auf die Frage. "Wir finden Beweise und liefern sie den Behörden aus! Wer weiß schon wie viele Leute in dieser Sache drin hängen! Wir können doch nicht einfach Massenmord begehen, egal was diese Leute angerichtet haben! Sonst sind wir danach ebenso fällig!" Mord war Mord, egal wer das Ziel war. Und gerade jetzt, wo die Station scheinbar bereits in Aufruhr war.....
    "Ich habe ja immer noch die leise Hoffnung dass die Firma als ganzes gerettet werden kann....." Seine ganze Existenz hing an diesem Job.

    Stephen glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. Hatte Marco gerade wirklich gesagt, dass er Beweise finden und diese den Behörden ausliefern will? Er wagte ja zu bezweifeln, dass dies so einfach werden würde, zumal ihre Gegener sie mit allen nur erdenklichen Mittel ausschalten würden und da redeten wir nicht davon, dass die sie an die Behörden ausliefern würden.
    "Dann haben wir also einen Plan." mischte sich Violet in das Gespräch und sah zu Marco rüber.
    "Ich werde euch alle Informationen besorgen, die ich aus den ExoGenie Datenbanken bekomme. Den Rest müsst ihr über die Leute heraus bekommen."
    "Die Firma ansich können wir evtl. retten. Bei einigen Leuten bin ich mir da aber nicht so sicher." gab er zu bedenken.
    "Aber versuchen wir es." meinte der Blondschopf schließlich.
    eis engel ist offline

Seite 9 von 9 « Erste ... 256789

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •