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    Heldin Avatar von AeiaCarol
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    Oh, er spielte so, so gerne mit ihr. Ebenso wie sie es noch vor Jahren mit ihm gemacht hatte. Er, Nathan, dieser dümmliche Idiot, ganz offensichtlich nie gut genug für sie, ganz egal, unter wie vielen Kerlen sie schon gelegen, wie viele Stiche und Narben ihr Körper bereits hatte. Nein, er war nie an Luceija herangekommen. Nicht auf die eine oder die andere Weise. Nun aber hatte endlich er diesen längeren Hebel in der Hand und damit erhob er sich, grinsend und gab nicht viel mehr als schwammige Informationen preis: "Alles was du brauchen wirst, um es zu ertragen, Baby.", nuschelte er und umrundete bereits die Theke, hinter der ein länglicher Gang zu den Toiletten führte, da stellte sich ihm die Kellnerin samt Tablett in den Weg.
    "Nich' in fünf Jahren, Freak.", knurrte sie Nathan an.
    Er zog verärgert die Brauen zueinander, die stumme Forderung einer Erklärung formend.
    "Wenn ich was mehr hasse, als stinkende, irische Ärsche, dann einen Grapscher wie dich.", kam sie seiner 'bitte' nach und nickte gen Tür. "Mach dass du Land gewinnst. Zum pissen und applaudieren kannst du das siffige Scheißhaus am Waldrand nehmen."
    Viel einwenden konnte er nicht. Worte hierfür gab es viele, aber er war erst vor Stunden so knapp einer erneuten Haftstrafe, dank Bewährung wäre er unmittelbar hinter schwedische Gardienen gesandt worden, entgangen, dass er lediglich Luceija grimmig ansah, seine Lederjacke vom Stuhl raffte und nur sehr, sehr kurz stehenblieb.
    "Ich warte nicht ewig, Luci. Komm mit oder besorg dir deinen Scheiß woanders.", blaffte er und verschwand so rasch, wie ihn seine Füße ihn trugen. Die Empfehlung der Kellnerin, die kaum so alt war, wie sie vorlaut schien, bekam er daher gar nicht mehr mit. Sie schob einen erneuten Whisky über die Theke zu Luceija.
    "Aufs Haus.", bemerkte sie nickend. "Ohne Eis kann ich den schließlich keinem Menschen verkaufen. Und wenn du mich fragst, solltest du ihn langsam trinken. Dann hat sich hoffentlich auch dieser irische Hund verpisst."
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  2. #102 Zitieren
    La fionda dei cereali  Avatar von Luceija
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    Zitat Zitat von AeiaCarol Beitrag anzeigen
    Oh, er spielte so, so gerne mit ihr. Ebenso wie sie es noch vor Jahren mit ihm gemacht hatte. Er, Nathan, dieser dümmliche Idiot, ganz offensichtlich nie gut genug für sie, ganz egal, unter wie vielen Kerlen sie schon gelegen, wie viele Stiche und Narben ihr Körper bereits hatte. Nein, er war nie an Luceija herangekommen. Nicht auf die eine oder die andere Weise. Nun aber hatte endlich er diesen längeren Hebel in der Hand und damit erhob er sich, grinsend und gab nicht viel mehr als schwammige Informationen preis: "Alles was du brauchen wirst, um es zu ertragen, Baby.", nuschelte er und umrundete bereits die Theke, hinter der ein länglicher Gang zu den Toiletten führte, da stellte sich ihm die Kellnerin samt Tablett in den Weg.
    "Nich' in fünf Jahren, Freak.", knurrte sie Nathan an.
    Er zog verärgert die Brauen zueinander, die stumme Forderung einer Erklärung formend.
    "Wenn ich was mehr hasse, als stinkende, irische Ärsche, dann einen Grapscher wie dich.", kam sie seiner 'bitte' nach und nickte gen Tür. "Mach dass du Land gewinnst. Zum pissen und applaudieren kannst du das siffige Scheißhaus am Waldrand nehmen."
    Viel einwenden konnte er nicht. Worte hierfür gab es viele, aber er war erst vor Stunden so knapp einer erneuten Haftstrafe, dank Bewährung wäre er unmittelbar hinter schwedische Gardienen gesandt worden, entgangen, dass er lediglich Luceija grimmig ansah, seine Lederjacke vom Stuhl raffte und nur sehr, sehr kurz stehenblieb.
    "Ich warte nicht ewig, Luci. Komm mit oder besorg dir deinen Scheiß woanders.", blaffte er und verschwand so rasch, wie ihn seine Füße ihn trugen. Die Empfehlung der Kellnerin, die kaum so alt war, wie sie vorlaut schien, bekam er daher gar nicht mehr mit. Sie schob einen erneuten Whisky über die Theke zu Luceija.
    "Aufs Haus.", bemerkte sie nickend. "Ohne Eis kann ich den schließlich keinem Menschen verkaufen. Und wenn du mich fragst, solltest du ihn langsam trinken. Dann hat sich hoffentlich auch dieser irische Hund verpisst."


    Die Show hatte sich Luceija einfach mit angesehen. Herausgerückt aus der Welt. Nicht nur im übertragenen Sinne neben sich, sondern so deutlich neben sich, dass sie glaubte, sie könne sich selbst über die Schulter und in ihr Whiskeyglas schauen. Wie eine weitere, unbeteiligte Person, die sie längst nicht mehr war. Mit einer Hand hielt sie dieses Glas weiter fest, die andere strich, noch während sich Nathan mit der Kellnerin stritt und Luceija zu einer weiteren, nutzlosen Person machte, über ihre Lippen. Spürten den Kuss dieses so absolut anderen Mannes auf ihren rauen Lippen nachwirken, als habe sich eine Spur hierauf gelegt. Als lägen sie unter einer Schicht begraben, die sie wieder zu dem machten, was sie vor allem war. Vor Leif. Selbst vor Beyo. Sie wieder zu etwas machten, was man hätte "Werkseinstellung" nennen können. Sie kippte dieses Gläschen ein weiteres Mal so unkonventionell für sie, beließ den Lippen dann diese salbende Whiskeyschicht auf und leckte sie sich.

    "Ich warte nicht ewig, Luci. Komm mit oder besorg dir deinen Scheiß woanders.", klang es zu ihrer Seite und sie nickte als Zeichen, dass sie gehört hatte. Die Kellnerin fixierte sie schließlich und ihr, aus irgendeinem Grund, schenkte sie ein leichtes Lächeln, vielleicht aus Dankbarkeit für den erneuten Whiskey. "Der Krach ist bei ihm lauter als das Chaos.", versicherte sie der Fremden das Verhalten eines Mannes, dass sie nicht mehr vorhersagen konnte. Wer würde schon wissen was wirklich aus diesem Schmierlappen geworden war. Denn auch sie hatte sich irgendwie verändert, oder? Oder war sie gleich geblieben? Gleich verbissen, gleich egoistisch und, wie hatte sie das Gericht genannt, skrupellos? Herzlos? Das Zittern ihrer Hände, das nicht von Angst herrührte, die Frau ihr gegenüber aber vermutlich missinterpretierte, entschied für Luceija. Entschied für die Schwarzhaarige, die weder einen Sergio noch einen Leif im Nacken hatte, der für reine Medikamente sorgte, noch auf die Schnelle einen Dealer mit GUTEM Zeug in London fand der kein Zivilbulle war. Sie überwies eine Creditsumme, die zufällig gewählt und vermutlich zu hoch war. Und das war ihre Entscheidung. Die, auf den Rat der gutherzigen Dame zu verzichten und dem 'irischen Hund' nach draußen zu folgen. Was auch immer er haben würde war sicherlich besser als weiter ohne Stoff in London zu sein. Wen kümmerte es schon noch, wenn sie die Beine für irgendjemanden ein weiteres Mal breit machte. Wen kümmerte schon, ob und wie sie sich verkaufte, ob und wann, sich jemals wirklich etwas ändern konnte. Zukunft war nur ein fehlgeleiteter Begriff von Leuten wie Vigilio mit ihrem scheiß Goldlöffel in der verzogenen Fresse. Zukunft war in ihrem Fall ein kühler, erinnerungsschwangerer Park, der, irgendwo am Rand lag und vermutlich zu weit weg diese Toilette beherbergte, zu welcher der Ire unterwegs war. Ja, es war eine Form der Selbstbestrafung dass sie ging. Die Schuhe auf dem Tresen hinterlassend, die sie der Frau, kurzerhand, einfach schenkte.
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  3. #103 Zitieren
    Heldin Avatar von AeiaCarol
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    Die Show hatte sich Luceija einfach mit angesehen. Herausgerückt aus der Welt. Nicht nur im übertragenen Sinne neben sich, sondern so deutlich neben sich, dass sie glaubte, sie könne sich selbst über die Schulter und in ihr Whiskeyglas schauen. Wie eine weitere, unbeteiligte Person, die sie längst nicht mehr war. Mit einer Hand hielt sie dieses Glas weiter fest, die andere strich, noch während sich Nathan mit der Kellnerin stritt und Luceija zu einer weiteren, nutzlosen Person machte, über ihre Lippen. Spürten den Kuss dieses so absolut anderen Mannes auf ihren rauen Lippen nachwirken, als habe sich eine Spur hierauf gelegt. Als lägen sie unter einer Schicht begraben, die sie wieder zu dem machten, was sie vor allem war. Vor Leif. Selbst vor Beyo. Sie wieder zu etwas machten, was man hätte "Werkseinstellung" nennen können. Sie kippte dieses Gläschen ein weiteres Mal so unkonventionell für sie, beließ den Lippen dann diese salbende Whiskeyschicht auf und leckte sie sich.

    "Ich warte nicht ewig, Luci. Komm mit oder besorg dir deinen Scheiß woanders.", klang es zu ihrer Seite und sie nickte als Zeichen, dass sie gehört hatte. Die Kellnerin fixierte sie schließlich und ihr, aus irgendeinem Grund, schenkte sie ein leichtes Lächeln, vielleicht aus Dankbarkeit für den erneuten Whiskey. "Der Krach ist bei ihm lauter als das Chaos.", versicherte sie der Fremden das Verhalten eines Mannes, dass sie nicht mehr vorhersagen konnte. Wer würde schon wissen was wirklich aus diesem Schmierlappen geworden war. Denn auch sie hatte sich irgendwie verändert, oder? Oder war sie gleich geblieben? Gleich verbissen, gleich egoistisch und, wie hatte sie das Gericht genannt, skrupellos? Herzlos? Das Zittern ihrer Hände, das nicht von Angst herrührte, die Frau ihr gegenüber aber vermutlich missinterpretierte, entschied für Luceija. Entschied für die Schwarzhaarige, die weder einen Sergio noch einen Leif im Nacken hatte, der für reine Medikamente sorgte, noch auf die Schnelle einen Dealer mit GUTEM Zeug in London fand der kein Zivilbulle war. Sie überwies eine Creditsumme, die zufällig gewählt und vermutlich zu hoch war. Und das war ihre Entscheidung. Die, auf den Rat der gutherzigen Dame zu verzichten und dem 'irischen Hund' nach draußen zu folgen. Was auch immer er haben würde war sicherlich besser als weiter ohne Stoff in London zu sein. Wen kümmerte es schon noch, wenn sie die Beine für irgendjemanden ein weiteres Mal breit machte. Wen kümmerte schon, ob und wie sie sich verkaufte, ob und wann, sich jemals wirklich etwas ändern konnte. Zukunft war nur ein fehlgeleiteter Begriff von Leuten wie Vigilio mit ihrem scheiß Goldlöffel in der verzogenen Fresse. Zukunft war in ihrem Fall ein kühler, erinnerungsschwangerer Park, der, irgendwo am Rand lag und vermutlich zu weit weg diese Toilette beherbergte, zu welcher der Ire unterwegs war. Ja, es war eine Form der Selbstbestrafung dass sie ging. Die Schuhe auf dem Tresen hinterlassend, die sie der Frau, kurzerhand, einfach schenkte.


    Für eine dieser siffigen Waldtoiletten, besetzt von allen Keimen dieser Galaxie, war das fest verankerte Häuschen erstaunlich geräumig. Mit Waschbecken, typischerweise in gebürstetem Stahl, wie die Kloschüssel selbst und sichtbarer Treffpunkt von Fixern. Die Wände waren unleserlich besprüht und der Spiegel der aufgehangen worden war, war bereits blind. Die Toilette selbst hatte weder Deckel noch Abfluss, sodass sich der Müll an ihrem Grund zählen ließ. Unterschieden werden konnte er sowohl in Drogenbesteck, als auch die Verpackung von Schokoriegeln für Kinder. Eine regelrechte Historie also und beinahe so auffällig, wie die Urinspritzer rund um den Pott selbst herum. Nathan war nicht zimperlich, aber er war wenigstens ein bisschen froh ein Kerl zu sein, der die Tür nunmehr offen stehen ließ, seine Hose öffnete und tat, wofür er hier war.

    Und ja-...Dieses Grinsen kam. Wissend und voller niederträchtiger Vorfreude, denn diese Schritte in seinem Rücken, die an der Schwelle zu diesem Häuschen vernahm, waren kaum von einem verirrten Spaziergänger. Sie war es. Barfuß, wie Nathan sah, als er über die Schulter blickte. Und wieder grinste, nur anders. Falsch und zahm. Seine Gesinnung war eine vollkommen andere.
    "Hab vorhin was neues von 'nem Typ hier im Park bekommen. Gelartig, wird problemlos von jeder Schleimhaut aufgenommen. Wirkt rasend schnell, aber macht nur sehr kurz Spaß. Danach ist's vorbei. Willst du's probieren? Soll 'n paar Herzprobleme mit sich bringen-...Manchmal.", erklärte er schulterzuckend und pisste ungerührt weiter. "Und mach die scheiß Tür zu, wenn du reinkommst. Hier schwirren immer wieder Bullen rum."
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  4. #104 Zitieren
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    Zitat Zitat von AeiaCarol Beitrag anzeigen

    Für eine dieser siffigen Waldtoiletten, besetzt von allen Keimen dieser Galaxie, war das fest verankerte Häuschen erstaunlich geräumig. Mit Waschbecken, typischerweise in gebürstetem Stahl, wie die Kloschüssel selbst und sichtbarer Treffpunkt von Fixern. Die Wände waren unleserlich besprüht und der Spiegel der aufgehangen worden war, war bereits blind. Die Toilette selbst hatte weder Deckel noch Abfluss, sodass sich der Müll an ihrem Grund zählen ließ. Unterschieden werden konnte er sowohl in Drogenbesteck, als auch die Verpackung von Schokoriegeln für Kinder. Eine regelrechte Historie also und beinahe so auffällig, wie die Urinspritzer rund um den Pott selbst herum. Nathan war nicht zimperlich, aber er war wenigstens ein bisschen froh ein Kerl zu sein, der die Tür nunmehr offen stehen ließ, seine Hose öffnete und tat, wofür er hier war.

    Und ja-...Dieses Grinsen kam. Wissend und voller niederträchtiger Vorfreude, denn diese Schritte in seinem Rücken, die an der Schwelle zu diesem Häuschen vernahm, waren kaum von einem verirrten Spaziergänger. Sie war es. Barfuß, wie Nathan sah, als er über die Schulter blickte. Und wieder grinste, nur anders. Falsch und zahm. Seine Gesinnung war eine vollkommen andere.
    "Hab vorhin was neues von 'nem Typ hier im Park bekommen. Gelartig, wird problemlos von jeder Schleimhaut aufgenommen. Wirkt rasend schnell, aber macht nur sehr kurz Spaß. Danach ist's vorbei. Willst du's probieren? Soll 'n paar Herzprobleme mit sich bringen-...Manchmal.", erklärte er schulterzuckend und pisste ungerührt weiter. "Und mach die scheiß Tür zu, wenn du reinkommst. Hier schwirren immer wieder Bullen rum."


    In weiser Voraussicht hätte Luceija die Schuhe anbehalten oder mitnehmen sollen. Sie hatte schließlich die starke Ahnung gehabt, wohin es gehen würde und dieses siffige, kleine Dreckshaus war noch schlimmer als die typischen Rasthauspissrinnen, die man konsultieren MUSSTE, wenn man Stundenlang unterwegs war und dringend Erleichterung brauchte. Aber schon immer war Luceija eine Frau, die diesen massiven Ekel irgendwie...nicht abstellen aber zumindest beiseite schieben konnte. Natürlich wären die Schuhe dennoch sinnvoll gewesen, aber bei dem, was sie hier vor hatte und dabei, wie sie gedachte dafür zu bezahlen, war diese Örtlichkeit kaum das Schlimmste. Und auch nicht schlimmer als ein Omega, wo man nie so recht wusste, ob es Exkremente oder synthetische Mittel oder Getränke unterschiedlichster Alienrassen waren, über die man trat. Und auch das hatte sie irgendwie überlebt. Wenn sie das hier nicht überlebte, dann war es so. Sie zeigte kaum eine Reaktion des Ekels oder der Abstoßung, als sie in diese recht geräumige Kammer eintrat, kaum eine, als ihre nackten Füße in die beginnende Pfütze aus irgendwas traten und auch kaum eine nennenswerte, dass Nathan hier die Schüssel mit weiterem Urin füllte. Nichts, was sie nicht schon gesehen hatte. Und nichts was sie nicht ausblenden konnte wenn sie so gierig nach neuen Mitteln wurde, dass man ihre Unruhe förmlich spürte. Sie wollte und sie brauchte nun irgendetwas. Etwas, das knallte, etwas, das schnell ging, dass -...sie aufhören ließ zu denken und über Situationen zu philosophieren über die sie keine Macht mehr hatte. "Klar. Gib her. Ich hatte vor nem Monat oder so X-Likalalphalin angedreht bekommen, dass mir fast die Nerven durchgebrannt hat, so extrem kanns kaum sein. Hatte noch nicht die richtige Dosis.", sagte sie und lehnte sich gegen die beschmierte Wand aus semiphilosophischen Weisheiten.
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  5. #105 Zitieren
    Schwertmeister Avatar von Khardim
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    Zitat Zitat von Forenperser Beitrag anzeigen
    Captain Yuhki
    Er verstand den Ärger der Asari. Vielleicht war er auch ein wenig voreingenommen weil es seine Leute waren, aber trotz allem Ärger den sie angerichtet hatten - Niall O'Grady würde unter keinen Umständen irgendwelche unbeteiligten Zivilisten töten, dessen war er sich sicher. Dennoch nickte er auf die Anmerkung hin. Oh ja, diese Sache würde definitiv noch Konsequenzen für ihn haben - und tief im Inneren war er auch froh darüber. Gerade als der Spectre anfangen wollte das nächste von ihr geplante Vorgehen gegen den Killer zu erläutern, wurden sie gestört.

    Erst auf Aufforderung von T'Saari ging er schließlich an den Kommunikator. Hatte er Angst? Vielleicht vor einem weiteren Anruf des Killers, der wieder jemanden brutal ermordet hatte, wie Lonnie? Doch es war nicht der Killer. „Captain Yuhki?“ "Lohra? Was ist los?" „Hier ist jemand, der Sie sprechen möchte. Jemand namens Caine, der behauptet Sie zu kennen. Ein Journalist?“
    Auch das noch. Gerade jetzt kam der Kerl wieder zurück, vermutlich um Infos für eine Fortsetzung seiner Story zu bekommen. Konnte man es ihm verübeln? Er sah zunächst fragend zu der Asari. Diese sah ihn einige Momente nur ernst an, nickte dann jedoch. "Ja....ja, in Ordnung Lohra. Schicken Sie ihn zu mir ins Büro." Das Herz schlug ihm nun nur noch umso mehr bis zum Hals. Denn jetzt saß er wahrlich in einer Zwickmühle. Entweder der Öffentlichkeit falsche Informationen geben.....oder seine Familie gefährden. Beides war ein Problem. Ob T'Saari dabei bleiben wollte?
    Beyo Vhan

    Auch Beyo konnte es kaum glauben dass Hanna ihm einmal zustimmte. Wenngleich auch nicht zu 100%, aber das war wohl zu viel verlangt. Mit einem Mal nahm die Sache Fahrt auf. Van Zan hatte einen Kontakt der diesen Freddie überprüfen würde, der Asari wurden die Handschellen abgenommen und sie stimmte Beyo sogar zu, ihn bei dem frontalen Ablenkungsmanöver zu unterstützen. Den Mann im Schwarz im Rücken zu haben war vielleicht nicht die größte Versicherung, aber wenigstens war Sorax auch dabei. Ihr vertraute der rote Turianer unter allen Anwesenden noch am meisten. Syren Vox indes zoomte die Projektion der Tunnel näher ran und fragte Hanna, welchen Weg sie nehmen wollte. Diese schien sich auch sofort mit den Blaupausen gut zurechtzufinden und fragte Vox nebenbei nach dem geeigneten Ausrüstungsmaterial. Bei ihrer zweiten Anmerkung jedoch wurde der rote Turianer sichtbar unruhiger.
    "Wie viel Zeit wir haben? Woher sollen wir das wissen? Ich würde sagen, im Zweifelsfall so wenig wie nur möglich! Wer weiß wann der Killer sich wieder meldet. Vielleicht erst in 3 Stunden, vielleicht aber auch schon in 10 Minuten! Wir sollten ihm keine Gelegenheit zur weiteren Vorbereitung geben." Während er noch sprach, bremste er sich innerlich. Und noch bevor jemand etwas erwidern konnte, sprach er bereits wieder. "Wissen Sie was, egal. Sie haben Recht. Ja, sie alle haben Recht. Wir können nichts dem Zufall überlassen. Und wir sollten jede noch so kleine Vorbereitungsmöglichkeit nutzen." Er holt tief Luft und trat dann einige Schritte zurück, in Richtung der Tür. "Ich weiß, dass ich bislang nicht wirklich hilfreich war. Deshalb überlasse ich den Rest der Planung ihnen allen. Holen sie sich alle nötige Ausrüstung, klären sie das mit dem Kontakt vor Ort, tun sie einfach alles, was sie glauben tun zu müssen. Ich bitte sie nur darum, tun sie es so schnell es möglich ist. Nicht meinetwegen, sondern für das Leben meiner Assistentin Mheynira. Ich werde mich kurz auf mein Zimmer zurückziehen. Es...gibt noch eine wichtige Sache die ich vorher erledigen muss."

    Die automatische Tür des Besprechungsraums schloss sich hinter ihm. Er begab sich zügigen Schrittes zum Aufzug. Einige Momente dauerte es, bis dieser schließlich ankam. Er war leer. Offensichtlich war die Crew gerade größtenteils auf ihren Posten. Beyo drückte auf das höhere Deck, wo sein Zimmer sich befand und beschleunigte den Vorgang ein wenig indem er die "Schließen"-Taste drückte. Langsam setzte sich der Aufzug in Bewegung. Das Kontrolllicht leuchtete, nur noch eine Ebene, dann war er da. Ding "Was soll denn das jetzt?" Oben angekommen war er. Doch aus irgendeinem Grund öffneten sich die Türen nicht. "Dämliche Technik." Verärgert drückte er ein paar Mal auf den "Öffnen"-Knopf, schlug dann sogar dagegen als nichts passierte. Plötzlich gingen die Lichter aus. "Was zur - " Mit einem lauten Knarzen setzte der Lift sich wieder in Bewegung. Jedoch nicht im normalen Tempo. Und vor allem nicht in die richtige Richtung. "Ungh!" Unsanft fiel der rote Turianer auf den kalten Metallboden. Die kleine Kontrollleuchte war das einzige was die Aufzugskabine halbwegs aufhellte. Immer weiter ging es runter. Das letzte Stockwerk war der Frachtraum. Und so schnell wie er sich in Bewegung gesetzt hatte, so unheilvoll langsam kroch der Aufzug nun nahezu die letzten Meter nach unten. Beyo war heiß und kalt vor Aufregung. Was ging hier nur vor sich?
    Endlich glitten die Türen auf. Der Frachtraum sah so aus, wie man es von einem Schiff dieser Größe eben erwartete. Er war sehr geräumig, eine Menge Kisten standen herum. Und er war kaum beleuchtet. Nahezu gespenstig war die Atmosphäre. Instinktiv griff der Turianer an seine Carnifex-Pistole. In geduckter Haltung bewegte er sich langsam vorwärts. "Hallo?" Er fuhr herum. Hatte er da nicht etwas gehört? "Wer ist dort?" Schritte? "Ist dort jemand?"
    >>Jemand?<<
    Schnappatmung überkam den Turianer. Hinter einer der größeren Kisten, vielleicht 5 Meter entfernt, sah er sie. Die maskierte Gestalt, die ihn schon so lange terrorisierte, kam langsamen Schrittes aus den Schatten marschiert. Wie ein Raubtier schritt sie auf ihn zu. "Bleiben Sie stehen! Keinen Schritt weiter, sonst bringe ich Sie um!" >>Oh, wirklich?<< antwortete der Killer lachend. "Nehmen Sie die Maske ab! Sofort!" >>Wie du willst...<<
    Wie in Zeitlupe griff der Killer mit beiden Händen an den Kopf und zog die Maske herunter. Beyo, der gerade noch vor Angst gezittert hatte, stand nun völlig bewegungslos wie vom Donner gerührt an seiner Position.
    "Das....das kann nicht sein. Das ist doch nicht möglich...."
    "Ist es nicht?" erwiderte sein Gegenüber nur leise und sah ihn breit lächelnd an. Die grauen, gefühlslosen Augen bohrten sich nahezu in Beyo's Fleisch.
    "Ich habe es gesehen....ich hab dich sterben sehen!"
    "Schon komisch.....ihr habt euch meinen Körper damals nie so genau angeguckt. Ich schätze ihr wart geistig damals so aufgewühlt, dass ihr nicht richtig rational denken konntet, hm? Trotzdem.....sehr unvorsichtig!"
    Bamm
    Mit einem Schmerzensschrei ließ Beyo die eigene Waffe fallen und griff sich an die Schulter, wo das Projektil eingeschlagen war.
    "Komm schon Beyo!"
    Er feuerte weiter. Beyo kniff die Zähne zusammen und rollte trotz des stechenden Schmerzes 2 Meter links von sich hinter einer der halbhohen Kisten in Deckung.
    "Wie oft hast du Leute jetzt schon nach einem scheinbar sicheren Tod zurückkommen sehen?!"
    Die Projektile schlugen weiter ein.
    "Soweit ich gehört habe....hat man dir doch schon einmal in den Kopf geschossen! Einmal sogar ins Herz! Und sieh dich an!" Immer mehr Schüsse prallten an der Metallkiste ab. Und endlich hörte Beyo das erwartete Klicken des leeren Magazins. Den Schmerz so gut es ging ignorierend spurtete er ohne einen Moment zu zögern aus der Deckung zu seiner noch in unmittelbarer Nähe liegenden Waffe. Er hob sie auf und zielte. Aber ins Leere.
    "Wa - "
    Noch bevor er sich umorientieren konnte, spürte er den Griff von hinten um seinen Hals. Keuchend ließ er seine Waffe los und versuchte sich reflexmäßig aus dem Würgegriff zu befreien. Mit voller Wucht wurde er auf den harten Boden geschleudert und kam mit dem Kopf zuerst auf. Dann spürte er wieder einen Griff um seinen Hals, diesmal von 2 Händen. Er wurde hochgehoben und gegen die nächste Wand gedrückt. Wie ein Ertrinkender strampelte er mit den Beinen, trat nach ihm, versuchte mit beiden Händen vergeblich den Griff des grauen Turianers zu lösen.
    Seine Sicht verschwamm bereits, als er in Brustnähe in eine der zahlreichen Taschen seines Feindes etwas stecken sah, das wie der Griff eines Messers aussah. So schnell er konnte griff er zu, zog es heraus und versenkte es mit aller Kraft in der linken Schulter seines Gegenübers. Vor Schmerzen keuchend ließ dieser ihn los. Beyo wartete nicht darauf dass er sich berappelte, sondern stach noch einmal zu, diesmal in seine linke Seite. Während der Graue noch schmerzerfüllt aufschrie, hatte Beyo bereits beide Arme um das Genick des Turianers geschlungen. "Na was ist los Beyo?" keuchte dieser schließlich, offensichtlich unter Schmerzen und kaum in der Lage zu atmen, doch immer noch grinsend. "Willst du mich wieder töten? Dann solltest du es diesmal aber auch richtig machen! Denn diesmal spiele ich keine Spielchen! Ich werde jeden einzelnen aus deinem geliebten Umfeld finden und für deine Vergehen leiden lassen! Deine Mutter! Deinen Freund Karvas! Diese kleine Asari-Schlampe! Alle werden für dich büßen, genau wie Kyron für dich - "
    Krack
    Leblos fiel der massige Körper zu Boden, gefolgt von Beyo, welcher kraftlos mit dem Rücken an der Wand herunterrutschte. Ungläubig über das was gerade passiert war vergrub er das Gesicht in den Handflächen, konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten.

    Nach einer ganzen Weile endlich schien die Kraft in seinen Körper zurückzukehren. Langsam begann er sich aufzurichten.
    "Wa - ?!"
    Zu seinen Füßen lag keine Leiche mehr. Entsetzt griff er an seine Schulter. Sie war unverletzt.
    "Aaaah. Na, fühlt sich das nicht gleich besser an?"
    Abermals fuhr er herum und war nun kaum mehr überrascht darüber, wer wieder vor ihm stand. Malkizan's Erscheinung drehte grinsend ihren Nacken. "Vielleicht solltest du dich einfach an den Gedanken gewöhnen dass du mich nicht töten kannst Beyo."
    Was ging nur vor? Waren das etwa die Spätfolgen dieser Drogen, die man ihm injiziert hatte? Oder verlor er hier gerade tatsächlich seinen Verstand?
    Ohne die Erscheinung weiter zu beachten ging er in langsamen Schritten zurück zum Aufzug....

    Endlich war er angekommen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass diese ganze verrückte Halluzination nicht einmal 5 Minuten gedauert hatte. Für ihn jedoch hatte es sich angefühlt wie einige Stunden. Aber er musste sich jetzt konzentrieren.
    "So. Na komm schon! Ich kann mir jetzt schlecht ein neues.....oh, sehr gut, es läuft."
    Die Video-Aufnahme Funktion seines Omni-Tools war noch intakt.
    "So. Das ist es also. Ich...weiß schlecht wie ich anfangen soll. Schätze mal jede normale Person macht so etwas nicht spontan....legt sich vorher alle wichtigen Punkte zurecht, die sie erwähnen will. Unglücklicherweise bleibt mir so viel Zeit nicht mehr." Er atmete einige Male tief ein und aus. "Wie auch immer diejenigen, die das hier hören, es nennen wollen....Geständnis....Abschiedsgruß.....Testament?" Wieder musste er stocken. "Es ist nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass es gehört wird. Denn ich weiß nicht....wie diese Sache ausgehen wird. Ich habe schon einiges in meinen 47 Jahren erlebt. Aber so etwas.....noch nie. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Ich habe Angst. Unglaubliche Angst." Seine Hände zitterten. "Aber umso wichtiger ist es, dass diese Worte.....wenn ich diese Sache nicht überleben sollte.....gehört werden....Und ich verlange von niemandem, der sie hört, Mitleid. Nur dass.....dass man mich nicht vergisst....."

    Eine Weile später......

    Die Aufnahme war beendet. Er hatte sogar noch Zeit gehabt, sich im Bad frisch zu machen. Und wie durch ein Wunder hatte der Killer sich nicht gemeldet. Biep Wie auf Kommando klingelte sein Kommunikator. Doch nach dem ersten Schrecken sah er, dass es kein unbekannter Anrufer war. "Ja. Ja, ich komme sofort runter!" Sämtliche Vorbereitungen waren abgeschlossen. Alle waren bereit und warteten jetzt bloß noch auf ihn. Also setzte er sich sofort in Bewegung.

    Alle 4 (mit ihm jetzt 5) für die Mission relevanten Leute standen bereits zusammen und sahen ihn fast alle gleichzeitig kommen. "Gehen wir...."


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    Zitat Zitat von Rabenkopf Beitrag anzeigen
    Hanna

    Laden Sie bitte alle Blaupausen auf mein Omnitool“, bat die Menschenfrau, an Syren gerichtet. Er ließ sich nicht lange bitten, denn kaum hatte sie ihr Gerät freigeschaltet, wurden die Daten auch schon hochgeladen.
    Hanna begann auf der Stelle das Hochgeladene zu studieren, dabei von Zeit zu Zeit etwas murmelnd, während Syren sich an Saenia wandte – die Turianerin hatte die Asari seit der Öffnung der Handschellen nicht aus den Augen gelassen und tat dies auch jetzt nicht. „Was hältst du von dem Plan?“, fragte er sie, so leise sprechend, dass nur sie ihn verstehen konnte.
    Er ist riskant.“, entgegnete die Turianerin, entsprechend leise, ihren Augen weiterhin auf Thadera lassend, „Zu riskant. Unter normalen Umständen gäbe es zu viele No-Gos.
    Ja.“, stimmte Syren ihr nickend zu, „Und es gibt kein Plan B. Ich hasse es ohne ein Plan B solche Risiken einzugehen.
    Nun warf Saenia ihm doch einen Blick zu. „Da sieht man wie gefährlich dieser Killer ist, dass wir bereit sind solche Risiken einzugehen.“, erklärte sie nur und er erwiderte ihren Blick.

    Mr. Vox.“, sprach ihn plötzlich die Menschenfrau wieder an und er wendete sich zu ihr zu, „Was mich mehr interessiert ist die Ausrüstung…“, fing sie an zu erklären.
    Der Turianer nickte instinktiv. „Sofern sie mit Standardausrüstung zu Frieden sind.“, erklärte er und ging erneut zum Holographischen Projektor, wobei er dieses Mal eine Art Untermenu aufrief, dass sich ‚Katalog‘ nannte und aus einer langen Liste, mit Bildern und technischen Daten bestand, „Aelius hat auch Menschen in seiner Truppe.“, fuhr er fort, nur um einen Moment innezuhalten und der Frau einen kurzen Blick rüberzuwerfen, „Auch Frauen. Sie tragen eigentlich ihre eigene, individualisierte Ausrüstung, aber da die meisten dieselbe technische Grundlage aufweisen, dienen die Standardrüstungen als Ersatzteillager.“, er rief den Teil der Liste auf, der die Rüstungen darstellte und durchflog sie kurz, „Viele von ihnen wurden noch nicht ausgeschlachtet. Sie werden also sicherlich etwas für sich finden.“, er trat vom Projektor zurück um die Frau vorzulassen, „Hier finden sie sicherlich auch Waffen und Sprengstoff – und wo all dieses Zeug hier auf dem Schiff gelagert ist.
    Was mich zudem interessiert – und weil wir so fleißig Verbündete sammeln – wie lange haben wir Zeit?“, fragte die Menschenfrau nach einem kurzen durchfliegenden Blick, nachdem sie sich zum Projektor gestellt hatte.
    Syren zuckte mit den Schultern. „Der Anruf war vor wenigen Minuten.“, erklärte er, „Wir wissen, dass der Killer schnell handeln kann – manchmal sogar zu schnell. Wenn er weiß, dass wir kommen, vermutlich keine. Wenn nicht…wir müssen uns zwar vorbereiten, aber mehr als 12 Stunden sollten wir wohl nicht verstreichen lassen. Wir wissen nicht, was er in der Zwischenzeit machen wird – leider kann das nämlich alles und nichts sein.

    Saenia war inzwischen zur Asari und dem Mann in Schwarz getreten, die scheinbar zueinander gefunden haben – heißt sie standen nebeneinander und hatten es noch nicht einmal gemerkt. „Braucht ihr auch Ausrüstung?“, fragte die Turianerin, wobei sie hinterher einen Blick auf die Asari warf, „Es gibt sicherlich auch Schutzkleidung für sich schnell bewegende und Biotik nutzende Mitglieder des Teams.


    Ein Geist von Betriebsamkeit und Aktivität mischte sich unter die Gesellschaft und ergriff nach und nach die Anwesenden, nachdem man sich nun geeinigt zu haben schien. Die nach wie vor bescheidene Ausgangssituation, den Mangel an Informationen und das in hell leuchtenden Buchstaben warnende Wort FALLE, das wie mit einem Zauberstab über die ganzen Tips gemalt zu stehen schien wurden als unabänderliche Umstände ignoriert statt als Probleme wahrgenommen, die nach einer Lösung riefen.
    Immerhin hatte man sich auf Vincents Aufteilung der Teams geeinigt. "Was sie wollen mich im Team haben? Ohne mir vorher ein paar Elektroden an die Nippel geklemmt zu haben?", fragte die Asari schnippisch, konnte aber nicht verbergen, dass sie froh war, um eine intensivere Befragung herumgekommen zu sein. Vincent ging auf ihre Provokation nicht ein und bedachte sie mit dem Blick, der sonst für Unappetitliches, das man unter seinem Schuh fand, zum Einsatz kam. Wenn er sich recht erinnerte, lief in Cas’Tiveras Genpool noch irgendwo ein Kroganer Amok und auch wenn die Asari für gewöhnlich Reinblüter unter sich verachteten hatte der Mann in Schwarz für diese besondere Promenadenmischung vor sich noch mehr Abneigung als für einen gewöhnlichen Spitzel. Wenn er ihren Kopf schon nicht mit Hammer und Meißel bearbeiten durfte war er vor ihm, in seinem Blick- und vor allem Schussfeld deutlich besser aufgehoben als anderswo. ,,Also gut, sieht aus als hätten wir ein Date Vhan. Da Mister van Zhan unseren Rücken deckt, sind wir garantiert so sicher wie im Schoß der Göttin." ,,Sie haben sich gewiss schon von genug kurzfristigen Bekannten decken lassen, um darüber zuverlässig urteilen zu können.“, gab Vincent zurück und wandte sich von der gefesselten Asari ab, um sich Ilias’s Einschätzung ihres Zugangsweges anzuhören.
    Die Agentin schien bereits eine konkrete Vorstellung davon zu haben, wie sie reinkommen würde und legte sich Pläne zurecht, um auf das reagieren zu können, was sie drinnen vorfinden würde. Wie aktuell die Daten von Vox waren und wie viel der Killler über diese Gänge wusste, war jedoch eine weitere Unbekannte auf der langen Liste der Unwägbarkeiten. Wenn es wirklich eine Falle war, hätte Ilias wenig Chance zu überleben.

    Eine Nachricht tauchte auf Vincents OmniTool auf, eine Notiz von Vas:
    Code:
    Wenn vor Ort Ärger wartet, weiß die Quelle nichts davon. Quelle versiegt
    Der Mann in Schwarz verzog kurz den Mundwinkel. Nicht das erhoffte, aber vermutlich das einzige zu erwartende Ergebnis: Wenn Freddy nichts wusste hieß das, dass die Luft wirklich rein war oder das Freddy eine Null war und von Vox überschätzt worden war. Wenn er etwas gewusst hätte, hätte Vas es herausbekommen. Insgesamt waren sie also nur um eine Ahnung, nicht um eine Gewissheit reicher.

    Vincent ging zu Vox, der sich grade mit Sorax beriet. ,,Freddy will keine Gefahren für uns in den Tips gesehen haben. Glauben Sie, dass der Killer ohne seine Kenntnis Fallen oder größere Verbände dort verstecken könnte?“ Der Turianer bestätigte mit einem Kopfnicken, dass er Vincents Frage gehört hatte, antwortete aber nicht direkt sondern verwies auf Sorax, die grade zu Cas’Tivera hinzugetreten war und zwischen ihr und dem Mann in Schwarz hin- und herschaute. „Braucht ihr auch Ausrüstung? Es gibt sicherlich auch Schutzkleidung für sich schnell bewegende und Biotik nutzende Mitglieder des Teams.
    Vincent musste nicht überlegen. Wenn es keine Falle war, würden sie zu fünft über den Killer herfallen, wenn es eine war würde ihnen keine Ausrüstung der Welt den Hals retten können. ,,Ich habe alles, was ich brauche. Nur die Peilsender, die Sie in meinen Waffen installiert haben dürfen Sie gerne deaktivieren, ansonsten mache ich das selbst, wenn alles vorbei ist.“ Er hatte keine Ahnung, ob seine Waffen wirklich verwanzt waren, aber an ihrer Stelle hätte er es getan, als er auf der Krankenstation bewusstlos war. ,,Von mir aus kann es losgehen. Was sagen Sie zu der Info von Ihrem Informanten, Vox? Angeblich sei alles sauber in den Tips.“
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    Der Schwede sollte es leid sein, jetzt noch nach ihr zu suchen. Der Tag war zu warm und irrsinnig gewesen, um nicht völlig übermüdet, mit Gedanken am Rande des Wahnsinns, durch London zu irren. Dabei hatte er Vigilios Bitte entsprochen, zu diesem Pub zu streunen. Es war die einfachste Option sich hieran zu beteiligen, die eigene Sorge zu stillen und doch zu wissen, dass er sie nicht wiedersehen musste, weil sie schlicht nicht hier sein würde. Es war - ironischerweise - einer dieser Plätze, die sie besucht hatten und somit würde Luceija sich mit großer Sicherheit fernhalten, wenn der urige Schauplatz nicht zu einer Art 'Revier' gehörte, das sie abdeckte.

    Bevor er aus dem Dunkel ins Innere trat, kaum fünf, sechs, Leute waren erst anwesend, zog er sich sein Sakko von den Schultern, legte es sich über den Unterarm und nickte schließlich einer der vorbeirauschenden Kellnerinnen zu, während er die andere, gleich hinter dem Tresen, fokussierte.
    "Ich such nach einer Frau.", bemerkte er ganz pauschal und die Frau zog verwirrt die Brauen zusammen, während sie ein Glas polierte. "Schon über'n Bordell nachgedacht?", erwiderte sie. Leif grinste halbseitig falsch und setzte sich.
    "Schwarze Haare, irgendwie nicht sehr groß-...Denke ich und naja...", er verharrte in seinen Gedanken. Was gab es schon zu sagen? Wunderschön? Begleitet von einem Akzent, der so absolut charakteristisch für sie war? Etwas zu vorlaut, aber doch so lächerlich liebenswert? Ja, es stimmte alles. Leif aber behielt es für sich. Er zuckte mit den Schultern, als die Kellnerin schon längst verneint hatte, auch wenn sie ihn eindringlich gemustert hatte, bevor sie es tat. Er war also um diese Sache herum gekommen. Gott sei Dank? Der Blonde hatte keine verdammte Ahnung.
    "Können Sie mir ein Taxi rufen, bitte? Irgendwas, was schnell da ist, wenn's geht.", bat der Arzt, legte sich sein Jackett auf ein Bein und tastete mit den Augen die Regale ab. "Und machen Sie mir einen Whisky, nur ohne Eis. Das muss man hier in London ja immer erst abbestellen.", frotzelte Leif und eigentlich sollte da ein charmantes Lächeln auf seinen Lippen liegen, aber entweder war er viel zu müde oder die verdammte Kellnerin hatte die beschissenste Laune seit dem letzten Krieg. Sie musterte ihn noch einmal eingehend, bevor sie sprach, statt ihn zu bedienen.
    "Schwarze Haare, ja?", hakte sie nach.
    Leif nickte entkräftet.
    "Akzent vielleicht? Mit 'nem anderen Typen hier? Trinkt den Whisky auch ohne Eis?", bohrte sie weiter.
    Der Akzent hatte ihn fast stutzig gemacht, aber bei der letzten Frage begann er leise zu lachen.
    "Oh Gott, nein, sie hasst es und beschwert sich über die Art wie ich ihn in einem Zug trinke, als-...", plapperte er drauf los und lächelte sogar dabei, erwischte sich aber nicht, als diese wirklich eigenartige Frau hinter der Bar ihm ohne Vorwarnung Schuhe auf den Tresen stellte. Ihr Blick war fragend und Leif glaubte zuerst an einen üblen Brauch, glaubte aber etwas zu erkennen, während er die Teile musterte.
    "Ich hab vor fünf, vielleicht sechs Minuten einen Typen aus der Bar geworfen, der eine zierliche Schwarzhaarige begrapscht hat, die ihren Whisky OHNE Eis trinkt, Mister.", machte sie ihm deutlich und ja, Leif wurde aufmerksamer. Und besorgter. Viel, viel zu besorgt, als es wohl angebracht war.
    "Und sie ist jetzt-...Wo?", fragte der Schwede nach, dem der Titel eines gebürtigen Londoners ebenfalls hörbar abgesprochen werden konnte.
    "Ihm hinterher. Kaum ne Minute danach. Der Typ wollte hier aufs Klo, aber ich hab ihn wegen seiner Aktion, wie gesagt, rausgeworfen und ihm die siffige Waldhütte da hinten empfohlen.", sie nickte aus der halb verglasten Tür heraus, weiter Richtung Park. Dort wo Bäume und Dunkelheit jedes Geschehen verschluckten.
    Leif dachte nicht wirklich länger nach. Er murmelte lediglich einen steifen Dank, raffte sein Sakko in einer, die Schuhe in der anderen Hand zusammen und stürmte Richtung Tür.
    "Wenn die nicht Ihrer Lady gehören, hätte ich die Schuhe gerne wieder!", rief die Kellnerin, der er keine Aufmerksamkeit mehr schenkte, als er ins Freie eilte.

    Er sah sich um. Es führten keine Schleichwege von diesem Ort weg, es gab keine Art Hinterhof, sondern tatsächlich nur den direkten Weg durch den Park oder zurück auf eine der großen Straßenarme. Wäre Luceija dorthin gegangen, hätte er sie theoretisch treffen müssen. Hoffentlich.
    So war alles, was ihm blieb, geradeaus zu gehen. Rein ins Dunkel, aber nicht zu rasch, um nicht den Überblick über die andere Option oder angrenzende Büsche und Sträucher zu verlieren.
    "Luci?", rief er, wenig hoffend auf Antwort und versuchte es doch weiter. "Luceija?", zum zweiten.

    Er erinnerte sich nicht einmal daran, wann er sie zum letzten Mal bei ihrem Namen genannt hatte. Er klang ernst und abgeklärt aus seinem Mund-...Oder?
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    "Aber keine Dummheiten begehen, nicht wahr?"
    , sagte die Turianerin als diese Thadera endlich von diesen lästigen Kästen erlöste.
    "Aber ich doch nicht.", bedankte die Asari mit einem unschuldigenden Lächeln und strich sich kurz mit ihren Händen über die nun freien Handgelenke. Ein blaues Leuchten umspielte kurz ihre Handflächen, als Versicherung das wieder so alles war wie es sein sollte. Thadera sah diese Bestätigung ihrer Biotik als ausreichend an und unterließ weitere Versuche. Immerhin wollte sie die Turianerin nicht unnötig nervös machen, oder bestimmten Personen hier im Raum einen Vorwand liefern auf sie zu schießen.

    Der Großteil der Anwesenden begann sofort geschäftig auszusehen, oder nützliche Dinge zu planen oder veranlassen. Thadera tat weniger in dieser Richtung. Tatsächlich tat sie überhaupt nichts, sie sah auch nicht besonders viel was sie tun konnte. Sie kannte zwar viele Leute, aber niemanden der in so einer Situation nützlich sein würde und auch viel Geld nützte nichts wenn man niemanden anheuern konnte. Sie hätte vielleicht ein paar Telefonate führen können, bezweifelte jedoch das diese zielführend sein würden. Außerdem hatte sie keine Lust das jemand ihre Privatgespräche abhörte und so wie sie die Anwesenden einschätzte, würde man das ganz sicher versuchen.
    Während sich die Sportlerin ein wenig den Kopf zermarterte ob sie vielleicht doch etwas sinnvolles tun konnte, sprach sie plötzlich Saenia. Wobei viel mehr sie und Vincent, die Asari hatte beim Nachdenken überhaupt nicht gemerkt, dass sie inzwischen neben Mister "Arschgeige" van Zan stand. Während dieser die Frage nach Ausrüstung mit seiner symphischen Mischung aus "Ich traue eh niemanden" und "Ich bin hier jedem überlegen", beantwortete dachte die Asari erstmal über die Frage nach. "Ein Sporttrikot?", schoß es ihr spontan durch den Kopf, hütete es jedoch diese Frage auszusprechen. Jedoch hatte sie nun wirklich keine Erfahrung mit Rüstungen und so ein Ding würde ihr ohne Training wohl mehr schaden als nutzen. Und wenn ihr jemand eine Waffe in die Hand drückte wäre sie zwar gefährlich, aber wohl eher für Leute die neben ihr standen.
    Nachdem der Mensch seine Einsatzbereitschaft verkündet hatte und nun wieder Vox behelligte, beschloß die Asari Saenia zu antworten.
    "Ich gebe zu, ich kenne mich da nicht so aus. Und habe auch keine Erfahrung mit Rüstungen. Haben sie etwas leichtes und bedienerfreundliches zum Schutz, was mich nicht einschränkt? Ansonsten verlasse ich mich lieber auf meine Barrieren und Biotik.", entgegnete die Sportlerin kooperativ und lächelte entwaffnend.

    "Alles, was ein Mensch sich vorstellen kann, werden andere Menschen verwirklichen können."
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    Der Blonde war wenig zuversichtlich aber dennoch, weit konnte Luceija nicht gekommen sein. Nicht mit oder ohne ihre Begleitung, die kaum auf die einzige Ausweichmöglichkeit einer Toilette gegangen sein mochte. Leif ekelte der alleinige Gedanke daran, was zweifelsohne seines Berufes schuld war und dennoch war da irgendetwas. Ein Gefühl, ein regelrechter Magnet, eher in Richtung Böschung, die knapp vor einem kleinen Wassertümpel lag, im Wind rauschte, unlängst so stark, dass der Schwede glaubte, die Natur selbst wolle ihn bei dieser Suchaktion täuschen. Taub, blind und hilflos machen. Stattdessen war sie es, die diesen Schrei zu ihm trug. Spitz und gleichzeitig so erbärmlich, aber nicht zu orten, dass Leif sich umdrehte. Verdammte Scheiße, es konnte nicht wirklich dieses Ding sein, das hoffentlich seit Generationen niemand mehr benutzt hatte, denn andernfalls war er besser umgehend gestorben. Er kam wieder. Dieser Laut, der regelrecht rhythmisch wurde. Sich lokalisieren ließ und ja, tatsächlich, er führte ihn dorthin, wo Leif niemals hinwollte. Persönlicher konnte seine Hölle wohl kaum sein.
    "Luceija?", rief er, diesmal deutlich lauter. Zugehend auf die Hütte, die nur eine Tür besaß, aus so lächerlich dickem Metall, als wolle sie einen Hochsicherheitstrakt schützen. Etwas dahinter regte sich und ja, dieser Schrei war definitiv von dort gekommen, aber es würde wohl nicht rein zufällig der seiner Ex-Freundin sein. Gott bewahre, bitte nicht.
    "Luci?!", rief Leif sie abermals und war fast an besagter Tür. "Um Himmels Willen, mach bitte kein verdammtes Spiel daraus!", legte er nach, bereute seine Worte aber sofort, als er glaubte ihre Stimme in eben einer der ersticken Schreie zu erkennen. Endlich - fast - direkten Kontakt, hämmerte er gegen die geschlossene Tür.
    "Luceija, bist du da drin?"
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    ,,Freddy will keine Gefahren für uns in den Tips gesehen haben. Glauben Sie, dass der Killer ohne seine Kenntnis Fallen oder größere Verbände dort verstecken könnte?“, fragte Van Zan Syren ganz plötzlich, an ihn und die junge Menschenfrau herantretend. Glücklicherweise wurde er schnell von Saenia über etwas anderes angesprochen, so dass Syren über das Gesagte kurz nachdenken konnte.

    Natürlich lehnte der Mann in Schwarz die Frage nach Ausrüstung ab, wie die Turianerin es sich irgendwie gedacht hatte. Dass er scheinbar von den Wanzen wusste, erschütterte sie zwar, aber sie dankte den Geistern, dass sie als Turianerin geboren worden war – ihr Gesicht blieb steinhart. Kann er es dann selbst machen…entschloss sie sich ihm keine Blöße zu zeigen und wendete sich stattdessen der Asari zu, die nun nähertrat, während er sich wieder Syren vornahm.

    Dieser hatte eine Antwort parat. „In den Tips passiert nichts ohne das Freddy davon hört.“, erklärte Syren mit bestimmter Stimme, „Deswegen war doch C-Sec niemals in der Lage die Lüge von der Wahrheit zu trennen. Wenn er meint, dass es keine Fallen gibt, dann können wir davon ausgehen, dass es keine Fallen gibt – selbst keine, die über die Tunnel geschickt worden sind. Woher glauben sie hatte ich die ersten Hinweise darauf, dass es diese Tunnel gibt, hm? Ich hab zwar hinterher meinen eigenen, von ihm unabhängigen Nachforschungen gemacht, aber der Impuls kam ursprünglich von ihm.“, beschloss der Turianer seiner Erklärung, darauf hoffend, dass das den misstrauischen Geist des Menschen zumindest teilweise befriedigte – wenn nicht, hatte er Pech gehabt.

    Saenia dachte kurz über die Frage der Asari nach. „Wir haben Schutzkleidung in Aelius‘ Sortiment, die quasi wie normale Kleidung aussieht und sich auch so anfühlt.“, erklärte sie schlussendlich, „Kein Ersatz für richtige Rüstung mit Schilden, aber sie könnte den Unterschied zwischen tödlichen Treffer und schwerer, aber behandelbarer Fleischwunde bedeuten. Und im Kampf gegen einen Messerstecher ist sie auch ganz nützlich – kann ich aus eigener Erfahrung bestätigten, trage so etwas tagtäglich bei der Arbeit, mitten in der Stadt.“, sie nahm einen Atemzug, „Also interessiert?
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
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    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
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    Der Blonde war wenig zuversichtlich aber dennoch, weit konnte Luceija nicht gekommen sein. Nicht mit oder ohne ihre Begleitung, die kaum auf die einzige Ausweichmöglichkeit einer Toilette gegangen sein mochte. Leif ekelte der alleinige Gedanke daran, was zweifelsohne seines Berufes schuld war und dennoch war da irgendetwas. Ein Gefühl, ein regelrechter Magnet, eher in Richtung Böschung, die knapp vor einem kleinen Wassertümpel lag, im Wind rauschte, unlängst so stark, dass der Schwede glaubte, die Natur selbst wolle ihn bei dieser Suchaktion täuschen. Taub, blind und hilflos machen. Stattdessen war sie es, die diesen Schrei zu ihm trug. Spitz und gleichzeitig so erbärmlich, aber nicht zu orten, dass Leif sich umdrehte. Verdammte Scheiße, es konnte nicht wirklich dieses Ding sein, das hoffentlich seit Generationen niemand mehr benutzt hatte, denn andernfalls war er besser umgehend gestorben. Er kam wieder. Dieser Laut, der regelrecht rhythmisch wurde. Sich lokalisieren ließ und ja, tatsächlich, er führte ihn dorthin, wo Leif niemals hinwollte. Persönlicher konnte seine Hölle wohl kaum sein.
    "Luceija?", rief er, diesmal deutlich lauter. Zugehend auf die Hütte, die nur eine Tür besaß, aus so lächerlich dickem Metall, als wolle sie einen Hochsicherheitstrakt schützen. Etwas dahinter regte sich und ja, dieser Schrei war definitiv von dort gekommen, aber es würde wohl nicht rein zufällig der seiner Ex-Freundin sein. Gott bewahre, bitte nicht.
    "Luci?!", rief Leif sie abermals und war fast an besagter Tür. "Um Himmels Willen, mach bitte kein verdammtes Spiel daraus!", legte er nach, bereute seine Worte aber sofort, als er glaubte ihre Stimme in eben einer der ersticken Schreie zu erkennen. Endlich - fast - direkten Kontakt, hämmerte er gegen die geschlossene Tür.
    "Luceija, bist du da drin?"




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    Irgendetwas oder irgendjemand klopfte an diese Scheiß Türe, vehement, nicht so, als wolle die Person in naher Zukunft damit aufhören. Sie hatte zu sehr geschrien, dessen war er sich nun sicher gewesen. Diese kleine Nutte konnte die Fresse einfach nicht halten - eigentlich noch nie - nun aber im speziellen nicht, was ihn wenigstens zum Teil lobte. Es bewies ihm scheinbar, dass er das hier mehr als gut beherrschte und sich seine Exfreundin selbst jetzt, nach weiß Gott wie vielen Jahren noch zu Eigen machen konnte. Für ein paar Drogen, die sie nie von ihm erhalten würde, war sie dumm genug gewesen hier zu ihm rein zu kommen, was sie im Grunde ja regelrecht als Freiwild markierte. Und sie gehen zu lassen, wenn er mit ihr fertig war und sich irgendwann, nach weiteren Stößen bis zum Ende, aus ihr verabschiedete, stand sowieso nicht auf dem Plan. Aufzumachen hingegen war auch keine Option, weshalb er schon im ersten Moment, in dem die Schritte, die Rufe und das Klopfen näher kamen, die große Hand wieder auf den Mund der Sizilianerin presste. Es war Glück. Glück und Zufall, dass sie sich lösen konnte oder sein Pech, dass sich seine Hand an ihrem Mund verschob. Denn der nächste Ruf, den Sie aussandte, war "LEIF?!". Den sie weinte und schrie. Bevor er den Griff erneuern konnte. "VERPISS DICH VERDAMMT! HIER IST BESETZT!", rief er, entließ die Schwarzhaarige aber weder aus seinem Griff, noch stellte er auch nur eine seiner Bewegungen ein - ohnehin schon viel zu nah am Ziel um jetzt aufzuhören - dazu übermannte ihn sein hormonbesetzter Geist zu sehr und die Genugtuung, die Luci ihm brachte, ebenso.

    Luci hatte ihn gehört. Neben all den Schreien durch die zerreißenden Schmerzen, nach den ganzen Lauten, die sich unfreiwillig aus ihrem Körper drückten, waren diese Worte, die die junge Frau hörte, ihr eigener Name in dieser Stimme, aus diesem Mund, eine verdammt gute Illusion. Ihr unheimlich schneller Atem der bei jedem Stoß von weiteren Lauten durchzogen wurde, prallte gesammelt gegen Nathans Hand der sie schweigen lassen wollte, aber zu wissen, oder zumindest zu glauben, dass ER dort war, dass Leif dort war, nach ihr gesucht hatte und ihre vermutlich einzige Rettung aus dieser Hölle war, ließ sie lauter werden und sich erstmalig wieder gegen den Iren wehren. "Halt endlich dein VERDAMMTES Maul!", umklammerte Nathan ihren Kiefer und Mund noch mehr, fast so, als wolle er ihn einhändig brechen.

    "Ist er das?", fragte Nathan dreckig, grinste dieses falsche, gelbe Grinsen in Lucis Gesicht und schwitzte zunehmends. Lachen folgte, ehe er mit dem Mann hinter der Türe, hinter der er sich sicher zu fühlen schien, nochmals kommunizierte. "Sie ist beschäftigt!", lachte er. Und setzte mit weiteren Bewegungen nach.
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    Irgendetwas oder irgendjemand klopfte an diese Scheiß Türe, vehement, nicht so, als wolle die Person in naher Zukunft damit aufhören. Sie hatte zu sehr geschrien, dessen war er sich nun sicher gewesen. Diese kleine Nutte konnte die Fresse einfach nicht halten - eigentlich noch nie - nun aber im speziellen nicht, was ihn wenigstens zum Teil lobte. Es bewies ihm scheinbar, dass er das hier mehr als gut beherrschte und sich seine Exfreundin selbst jetzt, nach weiß Gott wie vielen Jahren noch zu Eigen machen konnte. Für ein paar Drogen, die sie nie von ihm erhalten würde, war sie dumm genug gewesen hier zu ihm rein zu kommen, was sie im Grunde ja regelrecht als Freiwild markierte. Und sie gehen zu lassen, wenn er mit ihr fertig war und sich irgendwann, nach weiteren Stößen bis zum Ende, aus ihr verabschiedete, stand sowieso nicht auf dem Plan. Aufzumachen hingegen war auch keine Option, weshalb er schon im ersten Moment, in dem die Schritte, die Rufe und das Klopfen näher kamen, die große Hand wieder auf den Mund der Sizilianerin presste. Es war Glück. Glück und Zufall, dass sie sich lösen konnte oder sein Pech, dass sich seine Hand an ihrem Mund verschob. Denn der nächste Ruf, den Sie aussandte, war "LEIF?!". Den sie weinte und schrie. Bevor er den Griff erneuern konnte. "VERPISS DICH VERDAMMT! HIER IST BESETZT!", rief er, entließ die Schwarzhaarige aber weder aus seinem Griff, noch stellte er auch nur eine seiner Bewegungen ein - ohnehin schon viel zu nah am Ziel um jetzt aufzuhören - dazu übermannte ihn sein hormonbesetzter Geist zu sehr und die Genugtuung, die Luci ihm brachte, ebenso.

    Luci hatte ihn gehört. Neben all den Schreien durch die zerreißenden Schmerzen, nach den ganzen Lauten, die sich unfreiwillig aus ihrem Körper drückten, waren diese Worte, die die junge Frau hörte, ihr eigener Name in dieser Stimme, aus diesem Mund, eine verdammt gute Illusion. Ihr unheimlich schneller Atem der bei jedem Stoß von weiteren Lauten durchzogen wurde, prallte gesammelt gegen Nathans Hand der sie schweigen lassen wollte, aber zu wissen, oder zumindest zu glauben, dass ER dort war, dass Leif dort war, nach ihr gesucht hatte und ihre vermutlich einzige Rettung aus dieser Hölle war, ließ sie lauter werden und sich erstmalig wieder gegen den Iren wehren. "Halt endlich dein VERDAMMTES Maul!", umklammerte Nathan ihren Kiefer und Mund noch mehr, fast so, als wolle er ihn einhändig brechen.

    "Ist er das?", fragte Nathan dreckig, grinste dieses falsche, gelbe Grinsen in Lucis Gesicht und schwitzte zunehmends. Lachen folgte, ehe er mit dem Mann hinter der Türe, hinter der er sich sicher zu fühlen schien, nochmals kommunizierte. "Sie ist beschäftigt!", lachte er. Und setzte mit weiteren Bewegungen nach.


    Welche beschissene Nummer lief hier eigentlich? Er, verwundert und verstört gleichermaßen, hatte sein Klopfen zwischenzeitlich eingestellt, lauschend-...auf diese wiederkehrende Männerstimme angesprungen, wobei er nur einmal sie hörte. Luci, absolut und zweifelsfrei Luceija, die ihn unmittelbar aus dieser Starre weniger Sekunden herausholte.
    "Mach die beschissene Tür auf!", knurrte Leif und versetzte selbiger einen Tritt auf Höhe des Schlosses. Es brachte wenig und die Sache ließ sich nur richten, wenn er mehrere Minuten hätte, sich darum zu kümmern. Biotik war die absolute Option, aber-...Sie brachte die Tür lediglich nach innen und konnte ebenso Luceija treffen, wie diesen-...Was auch immer für ein Stück Scheiße es war, das hörbar Dinge tat, die Leif sich nicht im Entferntesten vorstellen wollte. Im Zweifel Minute, um Minute, um-...Nein. Er schlug ein weiteres Mal gegen die Tür. Verzweifelter, den Tränen nah, diesmal wieder aus diesem anderen Grund, der immer wie ein Schwert über ihnen schwebte und sie heimsuchte: Diese gottverdammte Sorge um sie. Wie, wie verdammt sollte er sich hierfür nicht schon wieder die Schuld geben? Es war unmöglich. Leif legte beide Hände auf die Tür und lehnte selbst seine Stirn dagegen.
    "Luci-...", sagte er deutlich, schrie aber nicht mehr. Beim besten Willen nicht. Er war kurz vor einem dieser Zusammenbrüche, die er in der Zeit mit ihr schon viel zu oft erlebt hatte, "...ich brauch deine Hilfe, Süße, okay?", unterbrach er ihre Schreie wieder und wieder. Es war eine so ganz neue Art, wie sie ihm hiermit das Herz zerriss. Wäre es leichter gewesen, sie in anderer Rolle in diesem Szenario anzutreffen? Vielleicht. Keine Ahnung. Was machte es schon aus, jetzt, wo er ihr nicht helfen könnte.
    "Versuch die Tür aufzumachen. Nur diesen winzigen Hebel, versuch-...", was stellte er sich eigentlich vor? Besser nichts. In welcher Lage, Position oder-...Wie auch immer sie hinter dieser Tür aussah, lag jenseits jeder Vorstellungskraft, wenn er sie SO hörte. Es schien klar, aber-...Er wollte an etwas weniger Grausamkeit denken und daran glauben, sie könne diesen Typen IRGENDWIE von sich wälzen, damit es nicht Leif war, der die verdammte Tür ins Innere sprengte und sie dabei noch umbrachte.
    "Ich bin bei dir, Luci, aber bitte, bitte versuch die Tür zu öffnen. Sobald sie offen ist, bist du bei mir sicher."
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    Welche beschissene Nummer lief hier eigentlich? Er, verwundert und verstört gleichermaßen, hatte sein Klopfen zwischenzeitlich eingestellt, lauschend-...auf diese wiederkehrende Männerstimme angesprungen, wobei er nur einmal sie hörte. Luci, absolut und zweifelsfrei Luceija, die ihn unmittelbar aus dieser Starre weniger Sekunden herausholte.
    "Mach die beschissene Tür auf!", knurrte Leif und versetzte selbiger einen Tritt auf Höhe des Schlosses. Es brachte wenig und die Sache ließ sich nur richten, wenn er mehrere Minuten hätte, sich darum zu kümmern. Biotik war die absolute Option, aber-...Sie brachte die Tür lediglich nach innen und konnte ebenso Luceija treffen, wie diesen-...Was auch immer für ein Stück Scheiße es war, das hörbar Dinge tat, die Leif sich nicht im Entferntesten vorstellen wollte. Im Zweifel Minute, um Minute, um-...Nein. Er schlug ein weiteres Mal gegen die Tür. Verzweifelter, den Tränen nah, diesmal wieder aus diesem anderen Grund, der immer wie ein Schwert über ihnen schwebte und sie heimsuchte: Diese gottverdammte Sorge um sie. Wie, wie verdammt sollte er sich hierfür nicht schon wieder die Schuld geben? Es war unmöglich. Leif legte beide Hände auf die Tür und lehnte selbst seine Stirn dagegen.
    "Luci-...", sagte er deutlich, schrie aber nicht mehr. Beim besten Willen nicht. Er war kurz vor einem dieser Zusammenbrüche, die er in der Zeit mit ihr schon viel zu oft erlebt hatte, "...ich brauch deine Hilfe, Süße, okay?", unterbrach er ihre Schreie wieder und wieder. Es war eine so ganz neue Art, wie sie ihm hiermit das Herz zerriss. Wäre es leichter gewesen, sie in anderer Rolle in diesem Szenario anzutreffen? Vielleicht. Keine Ahnung. Was machte es schon aus, jetzt, wo er ihr nicht helfen könnte.
    "Versuch die Tür aufzumachen. Nur diesen winzigen Hebel, versuch-...", was stellte er sich eigentlich vor? Besser nichts. In welcher Lage, Position oder-...Wie auch immer sie hinter dieser Tür aussah, lag jenseits jeder Vorstellungskraft, wenn er sie SO hörte. Es schien klar, aber-...Er wollte an etwas weniger Grausamkeit denken und daran glauben, sie könne diesen Typen IRGENDWIE von sich wälzen, damit es nicht Leif war, der die verdammte Tür ins Innere sprengte und sie dabei noch umbrachte.
    "Ich bin bei dir, Luci, aber bitte, bitte versuch die Tür zu öffnen. Sobald sie offen ist, bist du bei mir sicher."


    Der zu schnelle Atem prallte weiter gegen die Hand, die ihr Gesicht zu zerquetschen drohte. Darüber hinweg warf Luceija Nathan diesen eindeutigen Blick zu. Als wäre sie irgendwie erwacht, als hätte wenigstens für ein paar Sekunden diese Stimme eine Starre gelöst. Sie sah diesem Arschloch in die Augen, mit eigenen, von Panik geweiteten und Tränen überlaufenen, die bei den Platzwunden im Gesicht allerdings kaum auffielen. Noch immer sah sie nur einäugig wirklich etwas, aber es reichte für diese stumme Konversation. Nathan hörte nicht auf. Er war zu nah an "seinem Ziel", eines, dass ihr die Schreie immer mehr aus den Lungen trieb. "Denk garnicht erst dran, Baby, du bleibst schön bei mir.", knurrte er, laut genug, dass ein Lauschender es verstehen würde. Nichts desto trotz...er hatte ja absolut keine Ahnung, nicht mal den Ansatz dessen, was Luceija gerade empfand. Neben den offensichtlichsten Dingen. Neben den Schmerzen. Sie hatte seinen Namen auf den Lippen gehabt, sich aber niemals erträumt, dass er es noch wagen würde auch nur in ihrer Nähe zu landen. Nicht nach dem, was sie getan hatte. Nicht nach heute. Nach einem Tag der immer schlimmer wurde und sie hier schwitzend unter, oder besser vor, diesem widerlichen Exfreund liegen ließ. Ihr Wimmern wurde lauter. Eine Kommunikation allerdings unmöglich. Auch wenn sie sich umsah, die Türe war für SIE eine Unendlichkeit weit entfernt. Dennoch, versuchte sie es. Versuchte sich mit hektischen Bewegungen zu lösen, ihn abzuwimmeln, aber jedes Mal, wenn Sie es versuchte, packte er fester zu oder wurde schneller. Unnachgiebiger und härter.

    Womit sie allerdings nicht gerechnet hatte war das unendlich überzogene Ego eines Drogensüchtigen der vollständig High war. "Aber..", keuchte er, beinahe am Ziel, "...ich hab ein Scheiß Dankbares Angebot für dich, Arschloch.", brüllte er nach draußen. Und in einem Moment geschah alles so unfassbar schnell. Mit einem deutlichen, heftigen Ruck glitt er aus ihr, riss sie am Kopf herum vom Waschbecken und drehte sie vor sich. Die einzige Waschmöglichkeit im Raum war tief genug, dass Nathan selbst sich breitbeinig setzen konnte um Luci vor sich zu bringen und weiter zu machen, wo er aufgehört hatte. Ihre Schreie dämpfte er erneut mit der Hand, aber hörbar war deutlich, dass hier im Inneren etwas vorging. Nur war fraglich ob Leif diese Änderung gefallen würde. Seine hauptsächliche bis auf diesen Positionswechsel war das Ziehen eines Klappmessers mit beachtlich großer Klinge. Im Nu war es einsatzbereit und bohrte sich mit dem spitzen Ende so in Lucis Hals, dass es dort die Haut schon aufbohrte. "SCHÖN AUFPASSEN", rief er keuchend an Lucis Ohr vorbei an den Mann, den er durch die Tür nicht erahnen konnte und dennoch, sein Drogenbesetztes Blut lies ihn gierig Auflachen beim Gedanken, dass dieser Typ, der seiner Ex offenbar nahe genug stand um hier zu sein, noch eine nette Show lieferte. "Sonst verpasst du Pisser das beste - das absolute Finale."
    Sein Fuß war lang genug um die Klappe zur Seite zu reißen, der Tür damit den Schutz zu nehmen und diese Kombination, die Luci und er hier einnahmen und die ihn zum Schwitzen brachte, dem zu offenbaren, der hier wohl keine Sekunde warten konnte, bis sie fertig waren.
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  13. #113 Zitieren
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    Das erste was Leif sah, waren die Augen seiner Freundin. Und auch der gedankliche Schwenk zwischen der Bezeichnung ihrer Person fiel ihm auf, doch sie war gleichgültig. Genau dann, als er sah, wie voll von Blut sie waren. Wie ihre Haare herab hingen, sich mit ihrem Körper bewegten und-...Gott, es war schlimmer als befürchtet. Nackt, stinkend. Widerwärtiger noch, als er dieses Gegenstück am Waschbecken sah. Sich andeutend, durch jeden Ruck, mit dem er etwas mit Luceija tat, das Leif nie ertragen würde so wiederzusehen. Und ja, er WOLLTE wegsehen, aber stattdessen sah er in die Augen der Sizilianerin. Dann in die des Fremden, der so gehässig grinste, wie er dumm gewesen war, Leif diese Tür aufzumachen. Er ging langsam zwei Schritte, erhob sich eine kleine Stufe in den Türrahmen und sah nicht auf das buchstäbliche Treiben herab, sondern fokussierte dieses ekelhaft schmierige Gesicht.
    "Nimm das scheiß Messer weg...", knurrte Leif leise und versuchte jeden Laut Luceijas zu überhören. Wenigstens für den Moment, indem er die Hände nach ihr hätte ausstrecken können und doch nutzlos war.
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  14. #114 Zitieren
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    Das erste was Leif sah, waren die Augen seiner Freundin. Und auch der gedankliche Schwenk zwischen der Bezeichnung ihrer Person fiel ihm auf, doch sie war gleichgültig. Genau dann, als er sah, wie voll von Blut sie waren. Wie ihre Haare herab hingen, sich mit ihrem Körper bewegten und-...Gott, es war schlimmer als befürchtet. Nackt, stinkend. Widerwärtiger noch, als er dieses Gegenstück am Waschbecken sah. Sich andeutend, durch jeden Ruck, mit dem er etwas mit Luceija tat, das Leif nie ertragen würde so wiederzusehen. Und ja, er WOLLTE wegsehen, aber stattdessen sah er in die Augen der Sizilianerin. Dann in die des Fremden, der so gehässig grinste, wie er dumm gewesen war, Leif diese Tür aufzumachen. Er ging langsam zwei Schritte, erhob sich eine kleine Stufe in den Türrahmen und sah nicht auf das buchstäbliche Treiben herab, sondern fokussierte dieses ekelhaft schmierige Gesicht.
    "Nimm das scheiß Messer weg...", knurrte Leif leise und versuchte jeden Laut Luceijas zu überhören. Wenigstens für den Moment, indem er die Hände nach ihr hätte ausstrecken können und doch nutzlos war.


    Das erste was Luci sah, war Blut. Dahinter...kam eine weitere Schicht Blut. Und dann, irgendwo hinter dieser rötlichen Kulisse, dieser Mann, der sich, noch immer im verdammt teuersten und besten Anzug, im Türrahmen erhob und so beeindruckend für sie war wie jedes Mal wieder wenn sie ihn erkannte. Auch, wenn dieses Mal so anders war. So gänzlich falsch. Und er eigentlich nicht derjenige sein sollte der das hier sah. Und so sah. Antworten hätte sie nichts können, die Hand Nathans nahm ihr noch immer die Worte und dämpfte die zu lauten Geräusche. Aber ER meldete sich zu Wort. Lachte nun tiefkehlig, unterbrach sich mit angestrengtem Schnauben. "Das Arschloch aus dem Gericht, na herzlichen Glückwunsch, Luci, damit hast du WIRKLICH vergessen wo du eigentlich herkommst.", raunte er.
    Wie zur Untermalung von Leifs Drohung drückte er die Spitze des Klappmessers ein bisschen tiefer an die Kehle seiner...ihrer BEIDER Ex. Was alles noch viel surrealer und widerlicher machte. So sehr, dass ein Tropfen Blut die helle Haut hinab rann, wo noch kein Blut war, wohl aber die aufgerissene Bluse, die ebenso wie eine mangelnde, intakte Hose, kaum noch Schutz bot. "Ich wär dumm, oder..? Warte einfach noch...ne Minute. Ich bin gleich fertig. Siehs als Wiedergutmachung fürs Versauen meiner Kippe, scheiß Wichser."
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  15. #115 Zitieren
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    Es war eine dumme Idee. Eine unpräzise, dümmliche Eingebung, aber sie kam so rasch über den Körper des Schweden, dass nicht einmal sein Geist sein Vorhaben hätte zurücksetzen können. Seine Hand, blau, rasch den ganzen Arm einnehmend, was an sich schon beängstigend wirken mochte, hob sich kaum einen Zentimeter. Drohte diesem Stück Scheiße kaum so sehr, wie der Blick des Arztes selbst es tat, während sein Körper den ihm Unbekannten fixierte. Seine Finger sich wohl gefühlt fester um den Schaft des Messers schließen würden, während sein Arm in ein Gefühl übergehen dürfte, als reiße man ihn ihm jeden Moment vom Körper. Bildlich, passierte nichts. Keine Bewegung, kein Laut, nur diese beängstigende Starre des Mannes, dessen Stöße langsamer wurden. Dessen Augen vor Erschrecken wuchsen, während Leif in Wirklichkeit kaum Kraft hatte, lange mit dieser Biotik zu experimentieren.
    "Lass deine beschissenen Finger von ihr. Jetzt.", sagte er tonlos und fixierte weiter und weiter, regelrecht von innen heraus, diesem fremden Körper, wie den einer Marionette am Haken.
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  16. #116 Zitieren
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    Zitat Zitat von AeiaCarol Beitrag anzeigen
    Es war eine dumme Idee. Eine unpräzise, dümmliche Eingebung, aber sie kam so rasch über den Körper des Schweden, dass nicht einmal sein Geist sein Vorhaben hätte zurücksetzen können. Seine Hand, blau, rasch den ganzen Arm einnehmend, was an sich schon beängstigend wirken mochte, hob sich kaum einen Zentimeter. Drohte diesem Stück Scheiße kaum so sehr, wie der Blick des Arztes selbst es tat, während sein Körper den ihm Unbekannten fixierte. Seine Finger sich wohl gefühlt fester um den Schaft des Messers schließen würden, während sein Arm in ein Gefühl übergehen dürfte, als reiße man ihn ihm jeden Moment vom Körper. Bildlich, passierte nichts. Keine Bewegung, kein Laut, nur diese beängstigende Starre des Mannes, dessen Stöße langsamer wurden. Dessen Augen vor Erschrecken wuchsen, während Leif in Wirklichkeit kaum Kraft hatte, lange mit dieser Biotik zu experimentieren.
    "Lass deine beschissenen Finger von ihr. Jetzt.", sagte er tonlos und fixierte weiter und weiter, regelrecht von innen heraus, diesem fremden Körper, wie den einer Marionette am Haken.


    "Was-..in...aller...verdammte SCHEIßE!?", schrie er auf. Urplötzlich. Dieser Typ, der eine Menge Frechheit und ein unendliches, riesiges Maul hatte, hatte nun vor allem eins: Ein Problem. Er glaubte, auf den Moment entweder clean zu werden oder aber SO high zu sein, dass er sich den Phantomschmerz einbildete. "STELL DAS AB! AH SCHEIßE STELL DAS AB ODER ICH STECH SIE AB ICH SCHWÖRS DIR!" Tatsächlich versuchte er das auch in dem Moment, in dem das Gefühl in seinem Arm zur absoluten Unerträglichkeit wurde. Für ihn war die Sache ab hier durch, ohne, dass er es bemerkte. Denn der Arm gehorchte ihm nicht mehr und versteifte zunehmends vom Schmerz. "Was ist das für ein Typ du beschissene Nutte, was hast du mit so Freaks zu tun?!"

    Er hatte keine Wahl mehr und bald, schwand die Kraft um dieses Messer...und es fiel klirrend zu Boden in eine der vielen Urin-Wasserpfützen, in der Luci barfuß stand.
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  17. #117 Zitieren
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    Das Messer ergab sich polternd dem Boden und für die erste Sekunde, in der Leif begriff, dass es sich nicht mit einer zerreißenden Endgültigkeit in den Hals der Italienerin gebohrt hatte, atmete er. Ein, aus-...Nichts weiter. Nur diese winzige, lebenserhaltende Maßnahme, die ihm die Kraft gab, sich weiter in dieser Situation zurechtzufinden und - wider eigener Einschätzung - nicht sofort auf dieses Stück Scheiß loszugehen, sondern Luceija zu berühren. Viel sanfter, als er glaubte fähig zu sein, packte Leif sie am Arm und zog sie mit einem Ruck von diesem Mann. Tränen benetzten ihr Gesicht, aber ihr Wimmern war zu einem stummen Zittern ihrer Lippen verkommen, vielleicht, weil die Angst sie übermannt hatte.

    Der Schwede zog sie nach draußen. So, wie sie war, halb bekleidet und weg von diesem Mann, der keine unmittelbare Priorität hatte und noch zu beschäftigt mit der eigenen Panik war. Es war unvermeidlich, dass Leif dabei in ihre grünen Augen sah. Ja, er hatte Mitleid. Aber er hatte leider auch diese Ahnung, wie sich all das hier aufgebaut hatte und es riss sein Herz dort in Stücke, wo nichts mehr hätte sein dürfen. Er schloss die Augen für den Bruchteil einer Sekunde und bückte sich schließlich. Zog zurück an seinen Platz, was von ihrer Kleidung übrig war und legte Luceija sein Jackett um, so viel zu groß und einnehmend, aber diesen Schutzmantel bildend, den sie unweigerlich brauchen würde. Und dann begann ein Automatismus, den Leif nicht einmal jetzt, nach diesem Tag, stoppen konnte. Er nahm sie in den Arm. Nicht distanzierter, wenn auch unweigerlich anders, was irgendwie der Situation entsprach, denn er legte die eigene Stirn oben auf ihren Schopf und atmete erneut tief aus. Roch ihren Duft, flüsterte, fühlte sich vollständiger und wurde immer ruhiger.
    "Schon gut.", nahm er sie ein und ließ seine Arme sie weit umschließend, fest an sich pressen und jeden Teil ihres Körpers schützen, den dieses Schwein sich zu Eigen gemacht hat.
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  18. #118 Zitieren
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    Das Messer ergab sich polternd dem Boden und für die erste Sekunde, in der Leif begriff, dass es sich nicht mit einer zerreißenden Endgültigkeit in den Hals der Italienerin gebohrt hatte, atmete er. Ein, aus-...Nichts weiter. Nur diese winzige, lebenserhaltende Maßnahme, die ihm die Kraft gab, sich weiter in dieser Situation zurechtzufinden und - wider eigener Einschätzung - nicht sofort auf dieses Stück Scheiß loszugehen, sondern Luceija zu berühren. Viel sanfter, als er glaubte fähig zu sein, packte Leif sie am Arm und zog sie mit einem Ruck von diesem Mann. Tränen benetzten ihr Gesicht, aber ihr Wimmern war zu einem stummen Zittern ihrer Lippen verkommen, vielleicht, weil die Angst sie übermannt hatte.

    Der Schwede zog sie nach draußen. So, wie sie war, halb bekleidet und weg von diesem Mann, der keine unmittelbare Priorität hatte und noch zu beschäftigt mit der eigenen Panik war. Es war unvermeidlich, dass Leif dabei in ihre grünen Augen sah. Ja, er hatte Mitleid. Aber er hatte leider auch diese Ahnung, wie sich all das hier aufgebaut hatte und es riss sein Herz dort in Stücke, wo nichts mehr hätte sein dürfen. Er schloss die Augen für den Bruchteil einer Sekunde und bückte sich schließlich. Zog zurück an seinen Platz, was von ihrer Kleidung übrig war und legte Luceija sein Jackett um, so viel zu groß und einnehmend, aber diesen Schutzmantel bildend, den sie unweigerlich brauchen würde. Und dann begann ein Automatismus, den Leif nicht einmal jetzt, nach diesem Tag, stoppen konnte. Er nahm sie in den Arm. Nicht distanzierter, wenn auch unweigerlich anders, was irgendwie der Situation entsprach, denn er legte die eigene Stirn oben auf ihren Schopf und atmete erneut tief aus. Roch ihren Duft, flüsterte, fühlte sich vollständiger und wurde immer ruhiger.
    "Schon gut.", nahm er sie ein und ließ seine Arme sie weit umschließend, fest an sich pressen und jeden Teil ihres Körpers schützen, den dieses Schwein sich zu Eigen gemacht hat.


    Zola Blood - Good Love
    [Video]

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    Das Verständnis für sich und ihren Körper war ihr genommen worden. Als hätte sie vergessen wie man sich richtig bewegt, wie man sich unter Schmerzen richtig bewegt, schien sie sich nur wirklich, wie eingefroren, lösen zu können, als sie dieser sanfte Griff sowohl tatsächlich als auch symbolisch aus der unweigerlich misslichen, und für sie am Ende tödlichen Lage befreite. Automatisiert platschten die recht kleinen, baren Füße über den beschmierten Fliesenquader, in dessen Rillen sich überall die abartig stinkende Suppe unzähliger urinierender sammelte. Eine letzte Berührung hatte ihr ein schmerzliches Stöhnen entzogen, der Griff jetzt um ihren Arm, der sie hier herausführte, als ziehe sie jemand aus einem undurchdringlichen Labyrinth, forderte nichts außer schweren Atem und das unkontrollierte Zittern. Diese letzte Geste jedoch, die sie so unerwartet traf und wie bei einem Vulkan die Lava alle längst vergessenen Gefühle die sie bereits begraben hatte, wieder nach oben schossen ließ, überwältigte die Italienerin völlig. Zittrig hatte sie ihn erst nicht ansehen können. Es sich nicht getraut und vielleicht auch geglaubt, nicht 'würdig' zu sein das jemals wieder zu tun. Aber die bekannte Sakko-Geste? Die Umarmung? Sie sprengten einen frisch gezogenen Rahmen. Drückten die Sizilianerin mit der blutverschmierten Wange gegen seine Brust und ließen sie dieses zittrige Atmen verlieren und, wenigstens kurz, ihre Hand in das einst perfekt-weiße Hemd zu krallen. Ihr Blick ging der Position wegen nach Rechts, einen Weg dieses Parks entlang den sie fast nicht sah. Alles war noch immer rot, blutüberlaufen. Vermutlich geschwollen. Sie wollte gar nicht wissen, WIE sie für ihn sichtbar ausgesehen hatte und noch immer tat. Sie schluchzte ein apathisches, selbst für sie so fernes Schluchzen, dass von irgendwo einfach herangerollt kam.


    Nathan schrie im inneren der Kabine. "VERDAMMTE SCHEIßE!!!", brüllte er alles zusammen. Erst im zweiten oder dritten Moment, als die Konzentration Leifs nicht mehr primär auf diesem Mann lag, flachte der Schmerz ab, den er großäugig begutachtete, die Hand vor seinen Augen drehte, fassungslos, dass dieser Arm noch da zu sein schien nach dem, wie er sich angefühlt hatte. Er knurrte tieffrequent. Drückte sein heraushängendes Werkzeug zurück in die Hose und diese die Hüfte hoch. Auch, wenn er damit heute nichts mehr hatte anstellen können, kotzte es ihn maßlos an, dass dieser blonde Hurensohn ihn genau DANN unterbrochen hatte, wenn er gerade die Ziellinie überschreiten wollte. Seiner Ex klar machen wollte, dass sie immer noch ihm gehörte wenn er das wollte und dass die scheiß-feige Geste, ihn anzuschießen, nichts war, dass er ihr vergab. Und dass er das Flittchen abstechen wollte lag noch immer auf seinem Plan. Vorerst aber musste er diesen Typen mit seinen billigen Tricks ausbluten lassen wie ein Schwein. Knurrend tastete er den widerlich siffigen Boden mit der Hand nach dem Messer ab, welches er fand, beinahe hinter dem bis zur Oberkante vollgepissten Klo, es fest umgriff und sich dann mit einer riesigen Scheißwut aufbaute. "Komm SOFORT hier her zurück Luci ich bin noch nicht fertig mit dir!", blaffte er aus der offen stehenden Tür, aus welcher er zumindest den hochgewachsenen Blonden Snob noch in aller Fülle sah. "Was bist du für ein Geisteskranker Sack, huh?!", giftete er nun Leif an. "Man klaut einem Typen nicht seinen Fick wenn man mittendrin steckt!", sagte er beinahe schon so, als müsse er Leif eine unter Männern vereinbarte Regel erklären, die er noch nicht kannte. Mit der Pseudo-Ruhe in der Stimme des vollkommen mit Drogen vollgepumpten Bastards. "Jetzt KOMM schon, lass mich fertig machen oder ich stech dich zuerst ab und dann die Kleine - hinterher."
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  19. #119 Zitieren
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    Zola Blood - Good Love
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    Das Verständnis für sich und ihren Körper war ihr genommen worden. Als hätte sie vergessen wie man sich richtig bewegt, wie man sich unter Schmerzen richtig bewegt, schien sie sich nur wirklich, wie eingefroren, lösen zu können, als sie dieser sanfte Griff sowohl tatsächlich als auch symbolisch aus der unweigerlich misslichen, und für sie am Ende tödlichen Lage befreite. Automatisiert platschten die recht kleinen, baren Füße über den beschmierten Fliesenquader, in dessen Rillen sich überall die abartig stinkende Suppe unzähliger urinierender sammelte. Eine letzte Berührung hatte ihr ein schmerzliches Stöhnen entzogen, der Griff jetzt um ihren Arm, der sie hier herausführte, als ziehe sie jemand aus einem undurchdringlichen Labyrinth, forderte nichts außer schweren Atem und das unkontrollierte Zittern. Diese letzte Geste jedoch, die sie so unerwartet traf und wie bei einem Vulkan die Lava alle längst vergessenen Gefühle die sie bereits begraben hatte, wieder nach oben schossen ließ, überwältigte die Italienerin völlig. Zittrig hatte sie ihn erst nicht ansehen können. Es sich nicht getraut und vielleicht auch geglaubt, nicht 'würdig' zu sein das jemals wieder zu tun. Aber die bekannte Sakko-Geste? Die Umarmung? Sie sprengten einen frisch gezogenen Rahmen. Drückten die Sizilianerin mit der blutverschmierten Wange gegen seine Brust und ließen sie dieses zittrige Atmen verlieren und, wenigstens kurz, ihre Hand in das einst perfekt-weiße Hemd zu krallen. Ihr Blick ging der Position wegen nach Rechts, einen Weg dieses Parks entlang den sie fast nicht sah. Alles war noch immer rot, blutüberlaufen. Vermutlich geschwollen. Sie wollte gar nicht wissen, WIE sie für ihn sichtbar ausgesehen hatte und noch immer tat. Sie schluchzte ein apathisches, selbst für sie so fernes Schluchzen, dass von irgendwo einfach herangerollt kam.


    Nathan schrie im inneren der Kabine. "VERDAMMTE SCHEIßE!!!", brüllte er alles zusammen. Erst im zweiten oder dritten Moment, als die Konzentration Leifs nicht mehr primär auf diesem Mann lag, flachte der Schmerz ab, den er großäugig begutachtete, die Hand vor seinen Augen drehte, fassungslos, dass dieser Arm noch da zu sein schien nach dem, wie er sich angefühlt hatte. Er knurrte tieffrequent. Drückte sein heraushängendes Werkzeug zurück in die Hose und diese die Hüfte hoch. Auch, wenn er damit heute nichts mehr hatte anstellen können, kotzte es ihn maßlos an, dass dieser blonde Hurensohn ihn genau DANN unterbrochen hatte, wenn er gerade die Ziellinie überschreiten wollte. Seiner Ex klar machen wollte, dass sie immer noch ihm gehörte wenn er das wollte und dass die scheiß-feige Geste, ihn anzuschießen, nichts war, dass er ihr vergab. Und dass er das Flittchen abstechen wollte lag noch immer auf seinem Plan. Vorerst aber musste er diesen Typen mit seinen billigen Tricks ausbluten lassen wie ein Schwein. Knurrend tastete er den widerlich siffigen Boden mit der Hand nach dem Messer ab, welches er fand, beinahe hinter dem bis zur Oberkante vollgepissten Klo, es fest umgriff und sich dann mit einer riesigen Scheißwut aufbaute. "Komm SOFORT hier her zurück Luci ich bin noch nicht fertig mit dir!", blaffte er aus der offen stehenden Tür, aus welcher er zumindest den hochgewachsenen Blonden Snob noch in aller Fülle sah. "Was bist du für ein Geisteskranker Sack, huh?!", giftete er nun Leif an. "Man klaut einem Typen nicht seinen Fick wenn man mittendrin steckt!", sagte er beinahe schon so, als müsse er Leif eine unter Männern vereinbarte Regel erklären, die er noch nicht kannte. Mit der Pseudo-Ruhe in der Stimme des vollkommen mit Drogen vollgepumpten Bastards. "Jetzt KOMM schon, lass mich fertig machen oder ich stech dich zuerst ab und dann die Kleine - hinterher."


    Es sprengte diesen eigenwillig komischen Moment, den Leif doch zweifelsohne genossen hatte, völlig. Jenes Geschrei von diesem Kerl, der sich für irgendetwas beachtenswertes hielt, als er aus dieser Hütte kam und Leif ansah. Diesen einen, aber bemerkenswerten Satz, der sich dem Schweden sofort ins Gedächtnis brannte und der sich so falsch anhörte, weil er hierbei von Luceija sprach.
    "Man klaut einem Typen nicht seinen Fick wenn man mittendrin steckt!", verkündete Nathan.
    Der Blonde hingegen sah auf. Verlor sein Gesicht nicht länger im rabenschwarzen Haar seiner Liebe und schnaubte erzürnt. Schließlich ließ er sie los, regelrecht reflexartig.
    "Wie bitte?", fragte er den Mann, dessen Akzent er nicht ganz zuordnen konnte. Musste er auch nicht. Sehr viel länger würde er nicht reden, aber wenigstens einige letzte Worte hatte er, indem er ebenfalls ein feixendes "Wie bitte?", ausrief und Leif damit zweifellos nachäffen wollte. "Ich sagte: Wenn 'n Typ auf 'nem beschissenen Klo fickt, dann lässt man ihn verdammt nochmal in Ruhe und sucht sich seine eigene Hu-...", er sprach es nicht aus, weil er nicht mehr dazu kam. Leif schlug in jenem Moment mit der Faust zu, in welchem der Kerl das Messer hob, um ihm ein weiteres Mal zu drohen. Trat ihm ihm voller Wucht gegen die Kniescheibe, ließ ihn rückwärts taumeln und brachte ihn überraschend mit dem folgenden Tritt in den Unterleib auf die Knie. Der Schwede umfasste die Hand seines Gegenübers, zog das Messer heraus und warf es achtlos auf den Rasen, bevor er seinen Schuh durch einem weiteren Tritt mit dem Gesichts dieses Abschaums vertraut machte.
    "Steh auf, du Bastard.", knurrte Leif von oben herab. "Ich werd' dich nicht heulend und auf den Knien liegend umbringen."


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  20. #120 Zitieren
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    Zitat Zitat von AeiaCarol Beitrag anzeigen
    Es sprengte diesen eigenwillig komischen Moment, den Leif doch zweifelsohne genossen hatte, völlig. Jenes Geschrei von diesem Kerl, der sich für irgendetwas beachtenswertes hielt, als er aus dieser Hütte kam und Leif ansah. Diesen einen, aber bemerkenswerten Satz, der sich dem Schweden sofort ins Gedächtnis brannte und der sich so falsch anhörte, weil er hierbei von Luceija sprach.
    "Man klaut einem Typen nicht seinen Fick wenn man mittendrin steckt!", verkündete Nathan.
    Der Blonde hingegen sah auf. Verlor sein Gesicht nicht länger im rabenschwarzen Haar seiner Liebe und schnaubte erzürnt. Schließlich ließ er sie los, regelrecht reflexartig.
    "Wie bitte?", fragte er den Mann, dessen Akzent er nicht ganz zuordnen konnte. Musste er auch nicht. Sehr viel länger würde er nicht reden, aber wenigstens einige letzte Worte hatte er, indem er ebenfalls ein feixendes "Wie bitte?", ausrief und Leif damit zweifellos nachäffen wollte. "Ich sagte: Wenn 'n Typ auf 'nem beschissenen Klo fickt, dann lässt man ihn verdammt nochmal in Ruhe und sucht sich seine eigene Hu-...", er sprach es nicht aus, weil er nicht mehr dazu kam. Leif schlug in jenem Moment mit der Faust zu, in welchem der Kerl das Messer hob, um ihm ein weiteres Mal zu drohen. Trat ihm ihm voller Wucht gegen die Kniescheibe, ließ ihn rückwärts taumeln und brachte ihn überraschend mit dem folgenden Tritt in den Unterleib auf die Knie. Der Schwede umfasste die Hand seines Gegenübers, zog das Messer heraus und warf es achtlos auf den Rasen, bevor er seinen Schuh durch einem weiteren Tritt mit dem Gesichts dieses Abschaums vertraut machte.
    "Steh auf, du Bastard.", knurrte Leif von oben herab. "Ich werd' dich nicht heulend und auf den Knien liegend umbringen."



    Er verlor die scheiß Luft, nach der Nathan immer und immer wieder rang. "What-..the...", selbst zum anschließenden 'Fuck' kam er nicht, denn er keuchte nur noch und hielt sich beidhändig das, was bis eben noch kerzengerade und bereit war, komplett zunichte. Er jaulte derartig auf, dass sein Geschrei wie Wolfsgeheul durch den Park klang. "AaaaaaaARSCHLOCH!", entschied er sich. Der Tritt gegen sein Gesicht machte ihn schummrig und ließ ihn zu deutliche Sterne sehen. Wenigstens einen Moment lang brauchte er um sich neu zu orientieren, um die bereite Haltung seines Kontrahenten auszumachen und spuckte ihm Blut vor die Füße und - tatsächlich gewollt, auf die Schuhe. Ein Zahn kam mit. Taumelnd war er noch halb in den Knien, tat aber sein Bestes um sich endlich zu erheben und dem Blonden Paroli zu bieten. Statt aber direkt aufzustehen und weiter zu machen, lachte er dunkel auf, tiefdunkel, und ließ plötzlich einen Jubelschrei erklingen. "JA man - du willst es nich anders, huh? Was ist, Luci? Lässt du deine Kämpfe jetzt von deinen lausigen Bettgeschichten lösen? Gott, selbst DU hattest mal mehr Eier." Wieder dieses Lachen. NOCH verging es ihm nicht. NOCH. Stattdessen nutzte er die Kraft nach oben, sprang Leif regelrecht an und schmiss ihn zu Boden. Nicht weniger als wilde Raserei ließ ihn zuschlagen. "Ganz Recht. Ich hab sie schon flach gelegt als sie Leuten wie dir noch ins Gesicht gespuckt hat. Hat richtig gutes Geld auf der Straße gegeben.", grinste er breit. Und BREIT war das Stichwort. Er ließ offen was er meinte, Tatsache war, dass er das Dealen meinte aber Leif ruhig implizieren ließ, dass er sie hatte anschaffen lassen.

    Wo er zuschlug war schon garnicht mehr ersichtlich. Ausschließlich, dass er definitiv unterlegen war.
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