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Adobe CC Testversionen verlängern - Wie save ist das?

  1. #1 Reply With Quote
    Waldläufer ZetaZero's Avatar
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    Hallo,

    bei meiner Frage handelt es sich nur um theoretische Inhalte und diese Disskussion soll ausschließlich im Rahmen der Forenregeln geführt werden.

    Seit 3 Jahren gibt es vermehrt Videos im Internet, auch auf YouTube, wie gezeigt wird, wie man angeblich eine Testversion von Adobe Creative Cloud Software resetten kann, da es vermutlich einen Schlüssel gibt, der sich mit dem Editor umschreiben lassen soll. Wie bei dem Start jeder neuen Testversion ist es erforderlich, sich einzuloggen und die Software ist dann 7 Tage nutzbar. Da man sich einloggt, müsste doch irgendwas in der Adobe-ID vermerkt werden, oder was passiert da?

    Kommt Adobe gar nicht dahinter?
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  2. #2 Reply With Quote
    Forschungsreisender  jabu's Avatar
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    Es dürfte doch weniger darum gehen, illegale Nutzung durch Privatpersonen zu erschweren, sondern vielmehr darum, versehentliche bzw. illegale Nutzung auf Arbeitsplätzen zu verhindern. Die allermeisten Unternehmen könnten sich das Risiko einer augenfälligen illegalen Nutzung nicht leisten, schon weil Mitarbeiter etwas ausplaudern könnten. Wenn sich für ein Unternehmen oder eine sonstige Organisation die Nutzung der Software lohnt, dann wird es also dafür zahlen, auch wenn die Hürde zum Austricksen noch so gering ist.

    Demgegenüber ist es eher schädlich, wenn man Jugendliche bzw. Nachwuchskräfte aussperrt, denn die machen mit ihrer illegalen Nutzung kräftig Werbung, und man würde sich selbst ins Knie schießen, wenn der Nachwuchs sich, wenn er dann in den entsprechenden Positionen angelangt ist, wo er über die Anschaffung von Software mitentscheiden darf, längst an andere Tools und Workflows gewöhnt hat.

    Solche Software verlangt einem immerhin einiges an Einarbeitung ab. So ein paar Jahre illegale oder kostenlose Nutzung dürften also bei vielen schon nötig sein, damit sich die Software später überhaupt verkauft. Sie würde sich wohl schlecht verkaufen, wenn die Unternehmen keinen Nachwuchs finden, der damit umgehen kann.

    Demnach gehe ich davon aus, dass es sich bei der Leichtigkeit der Umgehung solcher Hürden (wie es immer wieder vorkommt) in der Regel um bewusste Entscheidungen der Unternehmen handelt. Wer dermaßen komplexe Produkte entwickelt, ist doch nicht doof, sondern normalerweise ganz schön clever.
    jabu is offline Last edited by jabu; 04.01.2019 at 20:43.

  3. #3 Reply With Quote
    Waldläufer ZetaZero's Avatar
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    Danke für deine ausführliche Antwort.

    Das klingt an sich logisch, aber es steht dann im Widerspruch dazu, dass Adobe Mitte 2016 die Testversionen von 30 Tagen auf eine Woche reduziert hat.

    Zudem gibt es extra Preise für Schüler, Studierende & Auszubildende: 20 Euro im Monat. Und unter diesen Leuten verdienen eventuell auch die ersten etwas damit. Eine Strafe bei rechtwidriger Nutzung liegt meistens im 4 stelligen Bereich. Das lässt sich mit dem Anbieten der Schüler-Abos erster nach mindestens 4 Jahren einnehmen.
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  4. #4 Reply With Quote
    Forschungsreisender  jabu's Avatar
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    Quote Originally Posted by Questa View Post
    Das klingt an sich logisch, aber es steht dann im Widerspruch dazu, dass Adobe Mitte 2016 die Testversionen von 30 Tagen auf eine Woche reduziert hat.
    Irgendwo liegt das betriebswirtschaftliche Optimum. Firmen experimentieren gerne mit den zugrundeliegenden Faktoren (es fehlt der empirische Beleg), um sich eben diesem Optimum anzunähern, weil dieser Punkt wegen zu vieler und teils komplexer Einflussgrößen nicht mit genügender Schärfe vorauskalkulierbar ist. Auf der einen Seite verliert man was, auf der anderen gewinnt man was. Es gibt also kein Schwarz und Weiß.

    Warum die das so eng angezogen haben und dabei geblieben sind, weiß ich natürlich nicht, weswegen ich bloß spekulieren kann. Doch eines dürfte ziemlich sicher sein, nämlich dass es sehr unterschiedliche Kunden gibt, die sich grob in Gruppen einteilen lassen, was eine ziemlich heterogene Landschaft ergeben dürfte, die sich nicht mehr mit ein paar Pauschalaussagen abbilden lässt, wobei auch Verkaufspsychologie eine Rolle spielen dürfte (z.B.: Kunde soll sich schnell entscheiden, damit er nicht auf "dumme" Gedanken (die manchmal die klügeren sind, man bedenke nur mal die Alternative, seine SVGs mit JavaScript zu animieren ) kommt).

    Ein Platzhirsch lebt von Verdrängung, wozu auch gehört, dass er zuerst wahrgenommen wird und dass sich Kunden blind darauf verlassen, dass er jedes Problem lösen wird, was sich im Nachhinein zwar bewahrheiten kann aber nicht muss, da es sich um eine auf Wunschdenken basierende Projektion des Kunden handelt, wie bei jedem anderen Produkt, das man noch nicht wirklich durchmessen konnte, auch. Aber beim Platzhirsch macht man sich seltsamerweise weniger Gedanken darüber, ob dieser Wunsch auch aufgeht. Und es ist bequem, sich diese nicht zu machen und erst gar nicht ernsthaft nach Alternativen Ausschau zu halten, weil man eben eher davon ausgeht, dass ein "Premium"-Produkt (was auch eine Projektion ist) hält, was es verspricht, nein, was man selber hineinprojeziert. Warum eigentlich? Werbung funktioniert also doch.

    Damit habe ich nicht gesagt, dass das Produkt des Platzhirsches nicht die Erwartungen erfüllt, kann ja glücken, sondern dass interessanterweise dieses hier als selbstverständlich hineinprojeziert wird, während Alternativen ausgeblendet werden.

    Die Zielgruppe der geschäftlichen Nutzer unterliegt häufig Zeitdruck (Chef will wissen, welche Software jetzt genommen wird), womit diese eine Woche einigermaßen kohärent sein könnte, sodass der Zeitdruck dann in einem spitzen Trichter mündet, wo man sich plötzlich entscheiden muss, was dann umso leichter fällt, je frischer noch der überwältigende Eindruck der neuen Software ist, während man noch gar nicht herausfinden könnte, wo sich u.U. Sackgassen ergeben.
    Demgegenüber kann man auch beim besten Willen in einem Monat nicht genug lernen, sodass es für Lernende ziemlich egal sein dürfte, wie lange die Evaluierungsphase dauert, zumal sie sich beliebig verlängern lässt. Ich denke, dass das den Widerspruch größtenteils auflöst.

    Zudem gibt es extra Preise für Schüler, Studierende & Auszubildende: 20 Euro im Monat.
    Ganz schön happig. Ich hätte mir das nicht leisten können. Aber so funktioniert diese spezielle Art von Mischkalkulation. Warum sollte man von denjenigen, die es sich leisten können (Sohn/Tochter von Beruf, was weiß ich), nicht nehmen, was man kriegen kann? Wer eh genug Kohle zum Rausschmeißen hat, will sich nicht mit den Nebeneffekten von Illegalität herumschlagen. Alle anderen müssen es, aber man wäre dumm, wenn man diejenigen verlieren würde, zumal es viele Autodidakten, aktuell nicht Eingeschriebene und weitere Personen gibt, die aus dem Raster herausfallen, wobei schon genügen kann, dass ihre Lehranstalt nicht anerkannt wird. Ich weiß zwar nicht, wie das bei Adobe ist, aber woanders habe ich das schon erlebt.

    Und unter diesen Leuten verdienen eventuell auch die ersten etwas damit.
    Ich weiß nicht, wie das bei den Schülerversionen geregelt ist, aber bei den Evaluierungsversionen darfst du das nicht, siehe hier. Selbst wenn es Schüler mit ihren Schülerversionen dürfen (weiß ich nicht), bezweifle ich doch stark, dass die damit Geld verdienen, von einigen wenigen (mit viel "Vitamin B") mal abgesehen. Die meisten werden sogar niemals im Leben damit Geld verdienen, es sei denn, sie werden sehr speziell geschult, wobei es sich ziemlich oft nicht um richtige öffentliche Hochschulen handelt, sondern um diese seltsamen privatwirtschaftlichen Akademien, wo die Söhne und Töchter von Beruf wegen "Irgendwas mit Medien" herumspielen (oftmals werden diese Akademien gewählt, weil ein richtiges Studium zu anspruchsvoll ist). Und dort, wo Bildung eh gekauft wird, da gebe ich dir völlig Recht, gibt es einiges an Geld zu holen, wo dann eben 20 €/M schon ziemlich wenig ist. Und ja, da gebe ich dir auch Recht, solche Studis haben in der Regel mehr als genug Vitamin B, um sich schon etwas zu "verdienen" *hust*. Adobe wäre dumm, die Kohle nicht aus diesen Milieus abzuholen.

    Eine Strafe bei rechtwidriger Nutzung liegt meistens im 4 stelligen Bereich. Das lässt sich mit dem Anbieten der Schüler-Abos erster nach mindestens 4 Jahren einnehmen.
    Ja, wer es sich leisten kann, wird das als relevant erachten und den Stress meiden, wogegen die anderen das Verfolgungsrisiko mit einkalkulieren und leider den Stress in Kauf nehmen werden. Die machen dann auch Werbung für Adobe, z.B. indem sie sich an Projekten beteiligen, wo man das angeblich unbedingt braucht, weswegen dann z.B. in Foren oder sonst wo im Web darüber gequatsch wird. Und wenn alle darüber reden (derselbe Effekt wie beim Eifohn)...

    Da sich echte Kompetenz (das Konzept ist gemeint, nicht dass ich welche besitzen würde) eben nicht am Beherrschen einer bestimmten Software bemisst und weil ich nicht einsehe, mich in noch mehr Abhängigkeit zu begeben, als ansonsten eh schon unausweichlich ist, ist mir persönlich ziemlich egal, was Adobe fabriziert. Adobe will mir gar nicht verkaufen, was ich brauche, sondern einen Haufen von irgendwas, wovon ich vielleicht mal etwas für ein paar Tage brauchen könnte, wofür ich mich in jahrelange Abhängigkeit begeben soll. Für mich persönlich ist das vollkommen irrational.
    jabu is offline Last edited by jabu; 05.01.2019 at 17:48.

  5. #5 Reply With Quote
    Knight Commander Penthesilea's Avatar
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    Der vergleich mag vll ein wenig hinken aber WinRar verfolgt im Grunde das selbe Prinzip, wie es von jabu bereits beschrieben wurde, oder nicht?
    Dort kann man die 'Testversion ist abgelaufen' Meldung schlichtweg wegklicken und die Software trotzdem verwenden. Das ganze geschieht vor dem Hintergrund, dass ein größeres Interesse daran besteht die Software auf möglichst viele (privat) PCs zu bringen. Dadurch wird erreicht, dass in einem Unternehmen die Angestellten ebenfalls diese Software verwenden wollen und dort ist es dann deutlich einfacher für WinRar, Lizenzen zu verkaufen und dann auch gleich in höherer Stückzahl.
    So lange ein Produkt präsent ist, lässt es sich nunmal einfacher verkaufen und würde diese Strategie nicht aufgehen, würde es WinRar heute vermutlich nicht mehr geben.

    Wie gesagt, der Vergleich mag evtl. ein wenig hinken, da Adobe ein deutlich größeres Unternehmen ist und eine vielzahl von Produkten auf dem Markt hat, dennoch sollte eine ähnliche Strategie genauso funktionieren.
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  6. #6 Reply With Quote
    Ehrengarde The Trickster's Avatar
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    Warum verwenden die entsprechenden Leute eigentlich nicht gleich kostenlose Software wie The Gimp, oder kaufen sich für 54 € Affinity Photo? Echt strange manche Leute...
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  7. #7 Reply With Quote
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    Für Private Zwecke auf jeden Fall ausreichend. Im professionellen bzw. einem Arbeitsumfeld wird aber fast ausschließlich auf Adobe gesetzt, oder für Büroarbeiten auf Microsofts Office.

    Hat man keine Erfahrung mit den Adobe-Anwendungen bzw. MSs Office, dann ist man bei der Jobsuche benachteiligt.

    - Medieval 2 Total War - Gildenführer
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  8. #8 Reply With Quote
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    Für Private Zwecke auf jeden Fall ausreichend. Im professionellen bzw. einem Arbeitsumfeld wird aber fast ausschließlich auf Adobe gesetzt, oder für Büroarbeiten auf Microsofts Office.
    Allerdings in den meisten Fällen grundlos. Ich will gerne zugestehen, dass es sie geben mag, aber ich persönlich habe noch keinen Betrieb gesehen, der die speziellen Funktionen dieser "Profi"-Pakete wirklich gebraucht hätte. Das ist mehr so eine unheilige Trinität aus Traditionsprinzip ("Haben wir immer schon so gemacht"), Hybris ("Wir sind die Besten, also brauchen wir natürlich auch die beste Software") und Nachahmung ("Die anderen nutzen es doch auch"). Wirkliche Gründe gibt es selten, meistens ist es nachträglich rationalisiert.

    Speziell bei Open Source kommt dann noch die Idee dazu, dass man bei gekaufter Software auch jemanden hat, den man am Schlaffittchen packen kann, wenn was schief geht. Wobei natürlich gerne übersehen wird, dass kein KMU jemals wirklich gegen Microsoft, Adobe oder Apple vor Gericht ziehen würde. Die würden einen mit Experten und Anwälten erschlagen und man hätte nur gutes Geld dem schlechten hinterher geschmissen.

    Bei Freelancern ist ein oft genutztes Argument, dass man mit dem Workflow von Software X halt vertraut ist und sich in eine Alternative erst einarbeiten müsste. Zeit sei Geld, und man nutze sie besser, statt dessen Kundenaufträge abzuarbeiten. Eine durchaus nachvollziehbare und nicht dumme Überlegung. Das gilt natürlich nur, wenn die Auftragsbücher auch wirklich so voll sind. Aber das primäre Gegenargument wäre: Wenn die Software eine kritische Infrastruktur ist (z.B. braucht der Grafiker die Bildbearbeitung, um seinen Job machen zu können), wer soll dann die Kontrolle über diese Infrastruktur haben? Bei aktivierungspflichtigen Programmen und noch mehr bei Cloudgelumpe wie Adobe CC, MS Office365 und so Sachen gibt man seinen Betrieb faktisch in die Hände anderer. Die können einem jederzeit den Hahn abdrehen. Und ist sowieso ein ganz tolles Geschäft. Alles, was Geld kostet (Computer, Büro, etc.), gehört mir. Alles, was Geld einbringt (die Produktivsoftware) gehört weiterhin denen. Muss jeder selber wissen, aber ich persönlich hatte da schon vor Jahren keinen Bock mehr drauf und habe bei mir alles auf Open Source umgestellt.
    foobar is offline

  9. #9 Reply With Quote
    Waldläufer ZetaZero's Avatar
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    Ob Adobe einen Vorteil bietet (auch die Preise mit einberechnet), kann wahrscheinlich nur jemand beantworten, der sich in dem Gebiet auskennt. Ich würde ja sagen, ohne mich genauer damit befasst zu haben.

    Bei Adobe sind einige Funktionen ausgereifter und besonders wenn man auf mehrere Programme angewiesen ist,
    funktioniert das Exportieren und Importieren unter den verschiedenen Anwendungen besser. Aber auch bekommt man mit dem Creative Cloud Abo immer neue Updates. Habt ihr denn mitbekommen, welche Neuerungen Illustrator und Photoshop 2019 erhalten haben?

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  10. #10 Reply With Quote
    Forschungsreisender  jabu's Avatar
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    Ob Adobe einen Vorteil bietet (auch die Preise mit einberechnet), kann wahrscheinlich nur jemand beantworten, der sich in dem Gebiet auskennt. Ich würde ja sagen, ohne mich genauer damit befasst zu haben.
    Unter Einberechnung des Preises, für mich eindeutig: Nein.
    Ansonsten: Unter Umständen schon (kommt darauf an, was man braucht).

    Musst du darauf vorbereitet sein, ganz unterschiedliche Kundenaufträge sofort abarbeiten zu können? Oder musst du auf diese Software gedrillt sein? Dann könnte ein umfangreiches Komplettpaket vom Platzhirsch Vorteile haben.

    Oder kannst du es dir erlauben, die zur Aufgabe passenden Tools herauszusuchen und auch mal etwas Zeit mit Ausprobieren (und manchmal auch mit Lernen) zu verbringen? Dann würde ich mich nach Alternativen umsehen und zwar zuerst nach frei verfügbaren.

    Kurzum: Kenne deine Anforderungen! Auf rein deskriptiver Ebene wirst du sie nicht erfahren. Dafür würdest du dir schon die Finger schmutzig machen müssen.

    Bei Adobe sind einige Funktionen ausgereifter
    Sollte hinkommen, wenn du den Gesamtumfang vergleichst. Sonst kann durchaus woanders ein spezielles Tool auch mal ebenbürtig oder sogar besser sein oder einfach nur deinen Zweck genau so gut erfüllen, worauf es doch meistens ankommt.

    Die Frage ist doch: Willst du dich auf eine Software einschießen (Gründe sind denkbar)? Oder weißt du schon ziemlich genau, was du vor hast und suchst dafür eine Software, die den Job tut? Was soll die können?

    und besonders wenn man auf mehrere Programme angewiesen ist, funktioniert das Exportieren und Importieren unter den verschiedenen Anwendungen besser.
    Das würde ich nicht pauschal unterschreiben wollen. Wenn es um spezielle Formate von Kauf- bzw. Mietsoftware geht, wie sie eben genutzt werden, damit man bloß nicht zu anderen Programmen wechselt, so könnte deine Aussage passen. Wenn es aber um Standardformate oder freie Formate geht, so dürftest du auch bei anderen Programmen genügend Unterstützung finden. Zudem lassen sich einige Programme mit Im- und Exportskripten (oder Plug-ins) erweitern, sodass es manchmal nur darauf ankommt, wie gut man im Suchen ist. So gibt es für Formate von Games haufenweise Skripte.

    Bei rechtlich geschützten Formaten könntest du schon eher leer ausgehen, was aber meistens doch nicht zutrifft, denn die Tatsache, dass der eine oder andere Konverter nicht mit ausgeliefert wird, bedeutet nicht, dass solche nicht erhältlich wären. Er darf eben nicht verteilt werden, wogegen es in Einzelfällen sogar legal sein könnte und den Entwicklern einfach nur die gut gefüllte Kriegskasse fehlt, weswegen sie z.B. keine Abmahnungen riskieren können. Wenn du den Konverter selber beschaffst, ist der Anbieter aus dem Schneider. Man kann von kostenloser Software nicht verlangen, dass Lizenzen bezahlt oder unnötige Risiken eingegangen werden.

    Wo ein Wille ist, ist meistens ein Weg, notfalls über einen kleinen Umweg, also über ein anderes Programm. Aber ich kann dir nicht versprechen, dass es für jeden Einzelfall eine solche Möglichkeit gibt. Auch Adobe kann dir nicht versprechen, dass du jedes Format, das dir mal in die Quere kommt, importieren kannst.

    Wenn du Maximalwahrscheinlichkeiten brauchst und dir vorher alles zurechtlegen willst, um für alle Fälle gewappnet zu sein, dann musst du eben zahlen (oder ein sonstiges Lizenzmodell nutzen, wobei kommerzielle Nutzung verboten sein kann).

    Aber auch bekommt man mit dem Creative Cloud Abo immer neue Updates. Habt ihr denn mitbekommen, welche Neuerungen Illustrator und Photoshop 2019 erhalten haben?
    Ist uns denn etwas dermaßen Interessantes entgangen?
    jabu is offline

  11. #11 Reply With Quote
    Waldläufer ZetaZero's Avatar
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    Inzwischen, bei den CC 2019 Programmen wurde die Möglichkeit entfernt. Adobe scheint das insgeheim wohl doch nicht zu wollen ...
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  12. #12 Reply With Quote
    Forschungsreisender  jabu's Avatar
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    Quote Originally Posted by ZetaZero View Post
    Inzwischen, bei den CC 2019 Programmen wurde die Möglichkeit entfernt. Adobe scheint das insgeheim wohl doch nicht zu wollen ...
    Schön dumm von denen, es sei denn, es gibt Alternativen (andere Hintertürchen oder Kostenlosversionen).
    jabu is offline

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