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  1. #341 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
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    Meisterspionin Amany

    Sie brauchten nicht lange um das Gebäude zu verlassen und auf die offene Straße zurückzukehren. Dort blieben sie dann auch alle erst einmal stehen und schauten sich um. „Seht ihr sie?“, fragte Sigurd, zwar diverse Passanten vorbeigehen sehend, aber keines der Gesichter wirkte vertraut – selbst die Bank des Gebäudebesitzers war aktuell leer.
    Nein.“, erklärte Chloe, ihren Kopf schüttelnd, kurz bevor sie etwas erblickte, „Aber vielleicht wissen die etwas.“, und zeigte mit ihrem Finger in die Richtung.
    Auf der anderen Seite der Straße war ein kleines Geschäft, eine Taberna. Sie bestand aus einem kleinen, rechteckigen Raum, der im Erdgeschoss des Gebäudes lag. Drinnen fand sich eine kleine Theke und ein paar Tische für Stehplätze. Man konnte diverse Gäste dabei beobachten wie sie irgendwelche Mahlzeiten verspeisten oder irgendetwas tranken was verdächtig nach unverdünntem Wein aussah, während eine ältere Frau hinter der Theke stand und etwas in einem Topf zubereitete oder mit den Gästen sprach. Chloe ging zu ihr und fragte nach Amany.

    Ob ich so jemanden gesehen haben?“, fragte die Alte auf Griechisch, bereits ihren Kopf schüttelnd, „Keine Ahnung. Ich bin hier ziemlich beschäftigt, Kleine.“, aber sie fügte hinzu, nachdem sie Nilas niedergeschlagenes Gesicht sah, „Aber vielleicht weiß der alte Spanner irgendetwas.
    Wen nennst du hier Spanner?!“, rief plötzlich eine Stimme hinter Sigurd. Aus dem dritten Stock des Gebäudes wo die Gruppe wohnte, saß ein alter, bärtiger Mann am Fenster und sah ziemlich wütend aus.
    Dich du, alter Lustmolch!“, entgegnete die Alte, „Sieh dir doch nur deine Arme an! Sie sind bereits richtig festgewachsen an der Fensterbank!
    Ich bin kein Spanner!“, erwiderte der Alte unwirsch, „Ich genieße nur einen schönen Ausblick auf diese wunderbare Stadt.
    Ah und wie viel von der Stadt kannst du aus dem dritten Stock wohl sehen, hm?“, entgegnete die Alte und verwies nun auf die beiden Mädchen, „Du kannst endlich mal was nützliches mit deiner Zeit anfangen als andauernd auf hübsche Hintern zu starren. Hilf den beiden hier, sonst verpetz ich dich bei deiner Alten bei meinen nächsten Besuch auf dem Friedhof.
    Der Alte starrte nun runter zu Chloe und Nila, die zu ihm aufblickten. „Was wollt ihr?!“, rief er runter.
    Wir suchen eine Freundin von uns.“, erklärte Chloe, „Sie ist mit uns vorher hier angekommen.
    Welche von beiden meint ihr?“, fragte der Alte, sich seinen Bart kratzend, „Die Schwarzhaarige oder die Blonde?
    Die Blonde.
    Ah, die…“, er überlegte nicht lange und zeigte bereits mit dem Finger in die Richtung, „Sie ist in die Richtung gegangen und viel zu schnell um die Ecke verschwunden. Sagt ihr mal, dass sie nächstes Mal langsamer machen soll um ihr Leben mal genießen zu können.
    Danke.“, antwortete Chloe und Nila schloss sich an.

    Sie gingen bereits vor und Sigurd folgte ihnen. „Worum ging es da gerade? Warum hat das so lange gedauert?“, hakte der Jüte nach.
    Der Alte ist ein Lustmolch.“, erklärte Chloe schlicht, kein weiteres Wort mehr sagend, während sie um die Ecke gingen.
    Und weiter?“, fragte Sigurd, aber sie schwieg weiterhin, „Der Kerl hat euch doch hoffentlich nicht angemacht, oder?“, er sah angeekelt nach hinten.
    Nein, nein, er…“, wollte Chloe bereits widersprechen, als sie gegen jemanden stieß, schnell hinzufügend, „Oh, Entschuldigung!
    Hey, pass doch auf!“, erwiderte der Angerempelte. Er war ein junger Mann, in seinen Zwanzigern, braun gebräunt, Grieche und mit einem Oberlippenbärtchen gesegnet, das offenkundig nur sehr langsam wuchs. „Hast du keine Augen im Kopf oder-!“, er brach ab, als er Sigurd erblickte, „Oh,…mach dir nichts raus.“, und so schnell wie ihm diese Worte über die Lippen gekommen waren, verschwand er auch schon um die Ecke.
    Dich dabei zu haben, hat wirklich seine Vorteile.“, sinnierte Chloe auf Latein, „Vielleicht sollten wir mal ausprobieren wie viel man uns durchgehen lassen würde, solange du bei uns bist.
    Sigurd schaute dem jungen Mann hinterher, der sich in einer Gasse mit einem weiteren Mann unterhielt, dabei mehrmals in ihre Richtung zeigend. Der andere Mann war größer und hatte ein Messer in seinem Gürtel, das nicht aussah, als wenn es fürs Kochen gedacht war. „Ja vielleicht.“, erklärte Sigurd abgelenkt, sich fragend ob er die Typen vielleicht mal aufmischen sollte – nur zu Sicherheit. Sie rochen nach Ärger.

    Als er bemerkte, dass Chloe und Nila bereits ein gutes Stück vorangekommen waren, verwarf er diesen Gedanken aber wieder schnell. Er holte die Beiden auf, als die Mädchen angefangen hatten zu lachen – anscheinend hatte einer der beiden ein Witz erzählt oder ähnliches. Sie gingen den Weg weiter, sich weiterhin unterhaltend, während Sigurd kein Wort verstand.
    Plötzlich blieb Nila stehen. „Chloe.... Sigurd.... davorne ist Amany.“, sagte sie und zeigte mit dem Finger in die Richtung. Sie hatte recht – dort stand die Diebin. Sie war offensichtlich noch vor wenigen Momenten in Gedanken gewesen, schreckte aber nun auf. Sie erkannte das Grüppchen auf der Stelle.
    Hallo, Amany, wir haben dich gesucht.“, erklärte Chloe noch bevor die Diebin irgendetwas sagen konnte, „Hast du gerade Zeit?
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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  2. #342 Reply With Quote
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    Der Krieger und seine Baby-Nachwuchsspione

    Hallo, Amany, wir haben dich gesucht.“, erklärte Chloe noch bevor die Diebin irgendetwas sagen konnte, „Hast du gerade Zeit?
    Verwundert blickte Amany die drei abwechselnd, ging erst garnicht auf Chloe ein, während ihr Nila gleich um den Hals fiel. "Hatte ich euch nicht gesagt, dass ihr im Zimmer auf mich warten sollt?" fragte die junge Ägypterin leicht verärgert und enttäuscht, wobei sie Nila wieder auf ihre Füße stellte und sie böse ansah. Ihr Blick fiel erst auf Sigurd, der ratlos da stand. Von ihm erwartete sie auch keine Antwort, er verstand sie so oder so nicht. Dann sah sie zu Nila, die nur zu Boden starrte und schließlich zu Chloe.
    Da offenbar keiner von ihnen gewillt war, ihre Frage zu beantworten, entschloss sie sich das ganze auf später zu verschieben.
    "Warum habt ihr mich denn gesucht, Chloe?" wollte Amany nun doch wissen und lächelte freundlich.
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  3. #343 Reply With Quote
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    Amany

    Nachdem Chloe der Ägypterin anscheinend das Problem geschildert hatte – vermutete Sigurd – wechselte die Diebin ein paar Worte mit den beiden Mädchen und dabei wirkte sie verärgert. Sigurd wusste zwar nicht worum es ging, merkte aber, dass die beiden Mädchen sich zu schämen schienen – am Ende waren sie ja doch nur Kinder. Er erinnerte sich auch noch lebhaft wie er sich geschämt hatte, wenn seine Mutter ihn gescholten hatte. Und das kam häufig vor.
    Am Ende fragte die Ägypterin Chloe erneut etwas und das Mädchen antwortete auf Griechisch: „Er, hier, sucht einen Schmied.“, erklärte er sie, dabei ganz frech mit dem Finger auf den Jüten zeigend, „Ich habe ihm vorgeschlagen dich danach zu fragen – du kennst dich doch aus in Alexandria, oder?
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  4. #344 Reply With Quote
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    Sigurd, Chloe und Nila

    Amany sah erst fragend zum Jüten und anschließend zu Chloe. "Einen Schmied?" hakte die junge Ägypterin verwirrt nach. Wozu zum Teufel brauchten die ein Schmied? Und was für einer? fragte sie sich in Gedanken und blickte grübelnd über die Schulter.
    Dann wandte sie sich wieder den dreien zu. "In der Stadt gibt es fünf Schmiede. Welcher darf es sein?" wollte die junge Ägypterin wissen. Chloe sah kurz zu Sigurd, doch dieser blickte nur planlos drein.
    Er, hier, sucht einen Schmied.“ wiederholte Chloe mit den Schulter zuckend.

    "Wie du meinst." antwortete Amany völlig verwirrt und deutete den drei an, dass sie ihr folgen sollten. Sie führte Sigurd und die Mädchen auf den nahe liegenden Markt, wo verschiedene Händler ihre Waren anboten. Darunter war auch ein Händler Schmied, der Werkzeuge, Nägel und verschiedensten Schmuck im Angebot hatte. "Meinst du das?" hakte Amany nach.
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  5. #345 Reply With Quote
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    Und hinter Tor Nummer 1 ist...

    Amany sah zwar nicht aus, als wenn sie sich sicher wahr, aber sie fing an die Gruppe zu führen. Sie verließen dabei die Nebenstraße und betraten einer der größeren Straßen – und der Verkehr nahm auf der Stelle deutlich zu. Sie waren ja eher am morgen in der Stadt angekommen, aber jetzt war gerade Mittagszeit und hier auf dieser Straße wimmelte es nur so von Leuten, die entweder hier oder da hineilten. Manche waren auf Pferden, andere auf Wagen, die meisten zu Fuß unterwegs; manchmal allein, von Zeit zu Zeit in Gruppen von zwei, drei, fünf, sechs oder mehr Leuten. Der Lärm hatte auch zugenommen und das lag nicht nur an der Bewegung selbst – wenn jemand nicht allein unterwegs war, so redeten man was das Zeug hielt.
    Ihr kleine Gruppe musste sich gerade an einer Gruppe Frauen im mittleren Alter vorbeidrängen, die so sehr in ihr Gespräch vertieft waren, dass sie keine Augen nach vorne gerichtet hatten und fast schon in Sigurd hineingelaufen wären. Der Jüte bemerkte auch, dass die meisten Leute auf Läden zustrebten, die wie diese taberna aussahen – nur war die Auswahl an unterschiedlichen Größen mannigfaltig. Es war Mittagszeit – also gingen die Leute essen. Dass trotzdem nirgendwo der Betrieb abgebrochen wurde, bewies nur einmal mehr wie viele Menschen es in dieser Stadt gab.

    Sie erreichten eine Nische, die voller hölzerner Verkaufsstände war, wobei an den Rändern – wo die Häuser wieder zu finden waren – auch wieder Geschäfte im Erdgeschoss zu finden waren. Amany führte die Gruppe zu einem Stand, wo ein gut gebräunter Mann im mittleren Alter und mit einem stolzen Bart stand. Die Waren waren alle aus Metall und Sigurd fing an sie zu begutachten, ohne überhaupt sich die Mühe zu machen, zu fragen, ob er sie überhaupt anfassen durfte. „Beste Facharbeit, mein Herr.“, erklärte der Verkäufer inzwischen, Griechisch sprechend, „Sie finden keine besseren Nägel in der ganzen Stadt.“, Sigurd ignorierte ihn, was der Verkäufer als ‚Beschäftigt sein‘ interpretierte, weswegen er sich Amany zuwandte, „Und was kann es für euch sein, werte Dame?“, er hob eine Halskette aus Silber hoch, „Vielleicht etwas um euren werten Gatten hier zu verführen?
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
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