Page 4 of 4 « First 1234
Results 61 to 70 of 70
  1. #61 Reply With Quote
    Ehrengarde numberten's Avatar
    Join Date
    Nov 2014
    Location
    Dresden
    Posts
    2,885

    Elisabeta Kretulesco (Vlad)




    Name: Elisabeta Ekaterina Vlad Dracula Prinzessin Kretulesco
    Tarnname: Drac, Contesă, Drache
    Geschlecht: weiblich
    Geburtsdatum: 2.11.1990
    Geburtsort: Sighisoara/Schäßburg (Rumänien)
    Kultureller Hintergrund: Rumänin
    Position: Special Agent bei Abstergo Europe (Knight)/ Gräfin
    Zivilstand: ledig
    Sexuelle Orientierung: hetero

    Größe:1,80 m
    Gewicht: 62 kg
    Augenfarbe: braun
    Haarfarbe: tiefschwarz
    Frisur: verschiedene Frisuren, normal lang und offen
    Hautfarbe: hell
    Körperbau: schlank aber im Training
    Waffen: Beretta 92A1, Moderne Armbrust, FNP 90, Stilett
    Gesinnung: neutral böse
    Religion: Rumänisch-orthodoxe Kirche
    Mag: Dominieren, Gewinnen, Aufstieg, Eleganz
    Mag nicht: Verlieren, Stillosigkeit, Assassinen
    Ziel: Den Namen der Familie ehren, Assassinen nachhaltig schwächen
    Ängste: Familie entehren, Niederlage

    Stärken:
    - kühle und überlegene Planerin
    - Kontakte über die ganze Welt, vornehmlich Adel
    - hervorragende Kämpferin
    - manipulativ und intelligent

    Schwächen:
    - äußerst rücksichtslos im Vorgehen
    - übertriebener Ehrgeiz
    - schlechte Verliererin
    - nachtragend
    - kann sehr herablassend sein

    Sprachfertigkeiten:
    - Rumänisch (Muttersprache)
    - Englisch, Deutsch (sehr gut)
    - Französisch, Italienisch, Russisch (gut)

    Fähigkeiten/ Erfahrung:
    - elitäre Erziehung und Erfahrung in gehobener Gesellschaft
    - Waffenspezialistin (Pistole, Armbrust, Messer)
    - beherrscht Sambo
    - Führerschein (Auto, Flugzeug)
    - Klettererfahrung
    - Teilnehmerin zahlreicher Tanzwettbewerbe.
    - ehemalige Fechterin (rumänischer Traditionssport)
    Immobilien:
    Familienanwesen bei Sighisoara
    Schloss Schenkdorf südlich von Berlin (Neuerwerb, wird derzeit restauriert)
    Stadtvilla in Bukarest

    Fahrzeuge:
    Aston Martin DB Superleggera
    Toyota Land Cruiser
    Tecnam P2006T

    Karriere:
    "Du bist eine Nachkommin von Dracul, dem Drachen. Unsere Familie dient dem Orden schon seit Jahrhunderten und das mit Stolz und Würde!"
    Als Nachfahrin des legendären aber auch berüchtigten Vlad III.Drăculea, wurde Elisabeta in eine Adelsfamilie geboren welche dem Orden schon über hunderte von Jahren stets gedient hatte. Auch im 21. Jahrhundert, jetzt unter dem Namen Abstergo existiert der Orden und die rumänische Adlige trat bereitwillig in die Fußstapfen ihrer Vorfahren. Aufgewachsen im Stammsitz der Familie in Siebenbürgen, wurde Elisabeta schon von Kindheit trainiert, zur charmanten Adligen, aber auch kaltblütigen Killerin. Nach einem Studium in Oxford wurde sie bei Abstergo eingestellt, eine reine Formsache jedoch erfüllte sie dennoch alle Anforderungen mit Bravour.
    Schließlich wurde sie einer der Knights und bekam den Titel den sie als ihr Geburtsanrecht ansah, Vlad. Stolz erfüllte sie, als sie die Position ausfüllte die ihre Blutlinie häufig aber nicht ungebrochen besetzt hatte. Seitdem verrichtet sie ihre Aufträge, erfolgreich und effizient. Abstergo Europe weiß das sie sich auf Elisabeta verlassen kann und die Rumänin ist bestrebt ihre Loyalität mit weiteren Aufstiegen entlohnen zu lassen. Der Führungswechsel bei Abstergo Europe hat sie zwar nicht nach oben gebracht, dennoch sieht sie den Umschwung mit Optimismus. Sie ist entschlossen den neuen Vorsitzenden nach Kräften zu unterstützen. Und den alten Vorsitzenden zu finden. Und zu töten.

    Bevorzugter Einsatzort: Rumänien, Moldawien, Bulgarien, Serbien, Kosovo, Mazedonien, Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina

    Farbcode:#ff3366

    Inhaltsverzeichnis


    numberten is offline Last edited by numberten; 01.04.2019 at 01:39.
  2. #62 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,662
    Kaiser Septimius Severus
    (11. April 145 n.Chr. – 4.Februar 211 n.Chr.)

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Grundlegendes:
    Lucius Septimius Severus Pertinax Augustus wurde am 11.April 145 bzw. 146 in Leptis Magna (heute in Lybien) geboren, 173 n.Chr. vom Kaiser zum Senator erhoben und im April 193 n.Chr. zum Kaiser ausgerufen – wobei er seine Konkurrenten erst 197 n.Chr. endgültig besiegen konnte. Er starb während eines Britannienfeldzugs im hohen Alter von 65 Jahren am 4.Februar 211 an natürlichen Ursachen.
    Septimius Severus war der erste römische Kaiser, der aus Nordafrika stammte. Sein Vater war römisch-punischer Herkunft, während seine Mutter ursprünglich aus Italien stammte. Er entstammte dem Ritterstand, konnte sich aber später – dank Vitamin B – hocharbeiten. Er heiratete zweimal, wobei nur seine zweite Ehe mit der Syrerin Julia Domna zu zwei Söhnen führte, die die beiden Eltern lange genug überleben sollten: die beiden späteren Kaiser Caracalla und Geta.

    Frühe Jahre und Persönliches:
    Septimius Severus verbrachte den größten Teil seiner Kindheit in seiner Heimatstadt Leptis Magna. Er lernte dort neben seiner Muttersprache auch Latein und Griechisch kennen, wobei er bis zu seinem Tod einen starken punischen Akzent beim Sprechen haben sollte. Mit 18 (Jahr: 162/3) entschied er sich nach Rom umzuziehen um seine politische Karriere zu fördern. Dort konnte er sich dank guter Kontakte schnell die Gunst des Kaisers sichern, aber zwei Dinge hinderten seinen Fortschritt in den 160ern: seine Jugend (erst mit 25 durfte er sich um politische Ämter bewerben) und die Antoninische Pest. 166 n.Chr. kehrte er deswegen nach Leptis Magna zurück und blieb dort bis die schlimmste Phase der Seuche 169 n.Chr. vorüber war. Da es durch die Pest zu einem großen Personalmangel in der römischen Oberschicht kam, konnte Septimius Severus mit dem Erreichen seines 25ten Lebensjahrs (Jahr: 170) eine rasche und erfolgreiche Karriere beginnen, die ihn in den frühen 190ern sogar die Statthalterschaft über die Provinzen Pannoniens ermöglichte.
    Septimius Severus soll von kleiner Gestalt gewesen sein, was er aber durch seine Kräftigkeit kompensiert wurde. Er soll einen hellwachen und sehr lebhaften Charakter besessen haben, wobei er auch äußerst abergläubisch gewesen sein soll, so dass er kaum eine wichtige Entscheidung traf ohne vorher einen Seher nach seinem Horoskop gefragt zu haben (so soll er auch seine Ehefrau Julia Domna kennengelernt haben, da ihr Horoskop ihr vorausgesagt hatte, dass sie einen König heiraten würde). Obwohl ihm sehr gute Ideen nachgesagt wurden, dachte Septimius Severus immer, dass er weniger Bildung genossen hatte, als von Nöten gewesen wäre, weswegen er in den meisten Diskussionen und Gesprächen eher wortkarg gewesen sein soll. Zu seinen Freunden war er wohlwollend, zu seinen Feinden mehr als nur gnadenlos (er soll sogar mal die Leiche eines Konkurrenten entweiht haben, nachdem dieser Selbstmord begangen haben soll); was andere über ihn hielten, war ihm egal, solange er am Ende sein Ziele erreichen konnte. Gegen Ende seines Lebens soll eine Gichterkrankung den arbeitsamen Mann häufiger zur Bettruhe gezwungen haben.

    Aufstieg:
    Mit der Statthalterschaft von Pannonien im Jahre 193 n.Chr. kontrollierte Septimius Severus nicht nur eine Armee, sondern obendrein hoch erfahrene Legionäre, die in den Markommanenkriegen gedient hatten. Aus diesem Grund war er in einer äußerst günstigen Situation, als er vom Mord an Kaiser Commodus am 31. Dezember 192 hörte. Trotzdem soll er seinen Hut erst ins Rennen geworfen haben, nachdem der erste Nachfolger des Kaisers – Pertinax – ebenfalls im März 193 ermordet worden war. Er zog mit seinen zwei Legionen nach Italien, während sich bereits drei weitere Konkurrenten auf ihn einstellten.
    In Rom hatte Didius Iulianus die Kaiserwürde in einer Versteigerung gewonnen – ein von allen Quellen als unwürdiges Spektakel verwünschtes Ereignis. In Syrien war Pescennius Niger zum Kaiser ausgerufen wurden, in Britannien Clodius Albinus. Den letzteren gewann Septimius Severus auf seine Seite indem er ihm die Würde eines Caesars anbot – also dem Rang des offiziellen Nachfolgers.
    Ohne größere Opposition – weil Didius Iulianus vorher ebenfalls ermordet worden war – gelang ihm die Eroberung Roms, bevor er in den Osten ging und Pescennius Niger in mehreren Schlachten – aber vor allem der zweiten Schlacht am Issos – bezwang. Erst hinterher wendete er sich offen gegen Clodius Albinus, den er aller Wahrscheinlichkeit nach von Anfang an nicht zum Nachfolger machen wollte, da Septimius Severus äußerst dynastisch gedacht hatte. In einem weiteren äußerst blutigen Feldzug konnte Septimius Severus seinen Konkurrenten im Westen besiegen und ihn schlussendlich in den Selbstmord zwingen. Somit war er 197 n.Chr. der alleinige Herrscher des Imperiums und Begründer eine neuen Dynastie: der der Severer.

    Herrschaft:
    Septimius Severus hatte seine Herrschaft der Armee zu verdanken, ein Umstand dem er sich bestens bewusst war. Unter seiner Herrschaft kam es daher zu einigen Reformen der Armee: so wurde die Gesamtanzahl von 30 auf 33 Legionen erhöht, der Sold aller Soldaten, vom Frischling bis zum Veteran, und aller Offiziere wurde erhöht – wodurch die Militärlaufbahn deutlich attraktiver wurde – und zum ersten Mal seit Jahrhunderten wurde eine feste Truppe in der Nähe der Stadt Rom stationiert – bis dahin war es üblich, dass Italien wenn möglich demilitarisiert bleiben sollte. Nun stand eine 30.000 Mann starke Truppe nur wenige Kilometer entfernt von der Hauptstadt um jederzeit eingreifen zu können, falls der Kaiser sie benötigte.
    Unter seiner Herrschaft kam es auch zu häufigeren Feldzügen. So griff er bereits im Jahre 195 – als die Lage mit Clodius Albinus noch nicht geklärt war – das erste Mal das Partherreich an, bevor er nach 197 einen richtigen Feldzug startete. Dieser endete nicht nur mit der Eroberung, Plünderung und Zerstörung der parthischen Hauptstadt Seleukia-Ktesiphon, sondern auch mit der Wiedererrichtung der Provinz Mesopotamien im Osten – eine Tat, die zuletzt der Kaiser Traian (98 – 117) vollführt hatte. Während der Kaiser in den Jahren zwischen 202/3 und 208 in erster Linie in Rom weilte, zog er hinterher nach Britannien als es dort zu erneuten Überfällen der Pikten gekommen war – obwohl er bereits zu dieser Zeit so sehr an Gicht litt, dass er nicht reiten konnte. Er nahm sich vor Schottland zu erobern um so die Sicherheit des Imperiums auf der Insel langfristig zu garantieren – eine Tat die durch seinen verfrühten Tod nie zustande kam, da seine Nachfolger sich niemals darum bemüht hatten.

    Während der Kaiser beim Volk und vor allem der Armee äußerst beliebt war, hasste der Senat ihn. Dieser Hass war einvernehmlich. Der Kaiser hielt den Senat für eine korrupte Institution, die dem Reich mehr schadete als nützte. Der Senat fing an ihn zu hassen, weil er bereits von Anfang an gegen seine Angehörige vorging, indem der Kaiser viele von ihnen hinrichten ließ, als er nach seinem Sieg gegen seine Gegenkaiser den Senat von Anhängern seiner Feinde säuberte. Durch die Etablierung einer Garnison römischer Truppen in der Nähe der Stadt, sicherte er sich auch ein Druckmittel gegen den die adlige Oberschicht nichts effektiv unternehmen konnte – die Prätorianer, die Leibgarde des Kaisers die häufig bei Nachfolgekrisen im Mittelpunkt standen, mit wechselvollen Loyalitäten, war durch Septimius Severus aufgelöst worden und durch seine eigenen loyalen Truppen aus den Grenzprovinzen ersetzt worden.
    Zusätzlich schuf sich der Kaiser sehr viele Feinde durch eine Günstlingswirtschaft, indem er Männer aus Nordafrika oder Syrien (vor allem Familienmitglieder seiner Frau) in die Posten steckte, dessen ursprüngliche Träger er vorher hatte hinrichten lassen. So kam es auch zum Aufstieg des Gaius Fulvius Plautianus, der selbst in der Bevölkerung von Rom wegen seines gnadenlosen Regierens verhasst war, und dessen Tochter mit dem Sohn des Septimius Severus verheiratet wurde – eine Ehe die auf gegenseitigen Hass beruhte und nach dem Tod des Kaisers auch tödlich enden würde. Plautianus soll bis 205 einer der mächtigsten Männer Roms gewesen sein, bis er aufgrund einer geplanten Verschwörung hingerichtet worden ist – vermutlich eine Intrige, die von Caracalla gesponnen worden war um sich des unliebsamen Schwiegervaters zu entledigen.

    Rom war im Jahre 191 n.Chr. einem Großbrand zum Opfer gefallen, weswegen es Septimius Severus‘ Aufgabe war die Stadt wieder aufzubauen – und seine Bautätigkeit in der Hauptstadt wurde wohl nur durch seine Bautätigkeit in seiner Heimatstadt Leptis Magna übertrumpft. Diese Stadt erlebte nicht nur ihre große Blütezeit unter diesem Kaiser, sondern es war die Zeit der Severer, die von der heutigen Forschung als der Zeitraum beschrieben wird, wo die Provinzen in Afrika vom Status einer Kolonie – im modernen Sinne verstanden – zu richtigen, erfolgreichen Provinzen des Imperiums aufstiegen. Durch seinen Einsatz für diese Provinzen – vor allem Afrika – kann man Septimius Severus als einen der Förderer dieser Entwicklung sehen.
    Mit Septimius Severus beginnt auch die stärkere Bedeutung orientalischer Kulte und Praktiken im Imperium. Diese kamen vor allem von der Familie seiner Ehefrau, die ja aus Syrien stammte. Der Aufstieg ihrer Familie sollte unter anderem auch die restliche Herrschaftszeit der Severer prägen. Obwohl sich der Kaiser aber für die Förderung neuer Religionen im Sinne des Synkretismus einsetzte, gehörten die monotheistischen Religionen, die ebenfalls aus dem Orient stammten – wie das Christentum – nicht zu seinen Lieblingen. So soll es unter seiner Herrschaft deutlich häufiger als zuvor zu Anklagen gegen Christen gekommen sein, aufgrund der Weigerung dem Kaiser zu huldigen.

    Letzte Jahre:
    Seine letzten Jahre verbrachte Septimius Severus in Britannien auf dem Feldzug. Seine Armee konnte Erfolge verbuchen, auch wenn ein langfristiger Sieg ausblieb. Es kam häufiger zum Streit mit seinem Sohn Caracalla, der sogar laut einigen Quellen an einer Stelle zu einer Morddrohung des Sohnes führte – er soll sein Messer bereits gezückt haben. Am Ende starb der Kaiser aber aufgrund seines Alters am 4.Februar 211 in Eburacum (heute York). Da Caracalla kein Interesse daran hatte Schottland zu erobern und eh nicht wie sein Vater ein Kaiser der Soldaten war – das er überhaupt da war, lag vor allem daran, dass er sich die Loyalität der Truppen sichern wollte – brach er den Feldzug zügig ab und kehrte mit der Asche seines Vaters nach Rom zurück.

    Hier findet ihr wieder zum Inhaltsverzeichnis
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline
  3. #63 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,662
    Pertinax
    (1.August 126 n.Chr. – 28.März 193 n.Chr.)



    Grundlegendes
    Publius Helvius Pertinax (lat. für „Geizig“) Augustus wurde am 1.August 126 n.Chr. in Alba Pompeia (heute Alba, Piemont, Italien) als der Sohn eines Freigelassenen geboren und regierte 86 Tage des Jahres 193 n.Chr. als Kaiser des Römischen Imperiums. Er wurde am 28.März 193 n.Chr. ermordet.
    Als er zum Kaiser erhoben wurde war er bereits 66 Jahre alt und wird als korpulent mit wallenden Bart und zurückgestrichenen Haaren beschrieben, was auch auf seinen Büsten zu erkennen ist. Er soll ein mittelmäßiger Redner gewesen sein, der aber nie mit Komplimenten sparte – wobei das scheinbar das einzige war, womit er nicht sparte. Er war mit der Flavia Titiana verheiratet, der Tochter des späteren Stadtpräfekten von Rom, und hatte mit ihr einen Sohn, der nach seinem Vater benannt worden war.

    Erste Jahre:
    Pertinax‘ Vater war ein freigelassener und relativ erfolgreicher Wollhändler, der seinem Sohn nicht nur das Handwerk beibrachte, sondern auch seinen Spitznamen verlieh: Pertinax bedeutet hartnäckig und zäh – was wohl der Vater gemeint hatte – aber eben auch geizig – was spätere Zeitgenossen darin sehen würden, da sein Charakter sehr zu dieser Beschreibung passte. Als Pertinax erwachsen wurde, wurde er zunächst Lehrer – ein Job, den er aber schnell an den Nagel hängte, aufgrund der miesen Bezahlung. 161 n.Chr. ging er daher in die Armee, wo er nicht nur im Partherkrieg (161 – 166) teilnahm, sondern in diversen Garnisonen quer durch das Imperium versetzt wurde, recht schnell als Truppenkommandeur. In dieser Zeit hatte er auch ersten Kontakt mit der kaiserlichen Familie in Form von Claudius Pompeianus.
    Aufgrund von Hofintrigen musste er 168 seine militärische Karriere zunächst ablegen und begann eine zivile Karriere – inzwischen bereits im Stand eines Ritters. Aufgrund seiner militärischen Fähigkeiten aber wurde er recht zügig wieder in die Armee versetzt, wo er Seite an Seite mit Claudius Pompeianus in den Markomannenkriegen diente – als Lohn dafür machte der Kaiser ihn zum Senator. Bis 182 diente er an mehreren Brennpunkten des Imperiums, wodurch er ordentlich militärische Erfahrung sammelte und häufig auch als Statthalter diverser Provinzen diente.
    182 fiel er aufgrund angeblicher verräterischer Umtriebe in Ungnade beim neuen Kaiser Commodus, wodurch er gezwungen war seine militärische Laufbahn zu beenden – auch wenn er für kurze Zeit wieder reaktiviert wurde um erfolglos meuternde Truppen aus Britannien 185 bis 187 zu beruhigen. Bis der amtierende Prätorianerpräfekt Perennis (einer der drei Favoriten des Kaisers Commodus) ihn 185 zwang aus dem öffentlichen Leben zurückzutreten, war er in den 180ern äußerst aktiv im Senat, wodurch er sich den Respekt von deren Mitgliedern aufgrund seiner recht pro-republikanischen Ansichten erwarb.
    Daraufhin diente er ein Jahr lang als Prokonsul von Afrika, bevor er 189 n.Chr. zum Stadtpräfekten von Rom ernannt wurde – die Position, die er zum Neujahr von 192 auf 193 n.Chr. haben würde.

    Aufstieg und Herrschaft:
    Als die Hauptorganisatoren der Ermordung von Kaiser Commodus – der Prätorianerpräfekt Aemilius Laetus und des Kaisers Kämmerer Eclectus – am 31. Dezember 192 n.Chr. an der Türschwelle des Pertinax ankamen, dachte dieser, sie kämen um ihn zu ermorden – stattdessen boten sie ihm die Kaiserwürde an. Dieses Angebot war aber an eine Bedingung geknüpft: nur wenn Pertinax die Prätorianergarde für ihre Dienste entsprechend bezahlte, würden sie ihn zum Kaiser ausrufen. Pertinax gab dieses Versprechen ab. Er wurde zum Lager der Prätorianer geführt und dort zum Kaiser ausgerufen.
    Viele im Senat hofften, dass mit ihm ein neuer Nerva (96 – 98) an die Macht gekommen war, denn er war wie dieser ein ehrwürdiger Greis mit pro-republikanischen Ansichten, der sogar von Anfang an seine Frau und seinen Sohn von den Fesseln der Macht fernhielt (Flavia Titiana beispielsweise wurde nie zur Kaiserin erhoben), und der in Folge der Ermordung eines tyrannischen Kaisers (bei Nerva war es Kaiser Domitian (81 -96)) zum Kaiser erhoben worden ist. Der Prätorianerpräfekt Laetus, den die Prätorianer als neuen Kaiser abgelehnt hatten, bevor er zu Pertinax gegangen war, hoffte indes darauf, dass der neue Kaiser ihm das Regieren überlassen würde – ein Wunsch, der sich nie erfüllen würde.
    Der Kaiser hatte derweil diverse Löcher zu stopfen. Zum einen war der Staatshaushalt leer und die Prätorianer verlangten für seine Ernennung Kompensation. Zum anderen grassierte die Korruption. Pertinax erkannte im Zweiteren den Grund für das Erstere – oder zumindest einen der Gründe, denn der andere war die Verschwendungssucht von Kaiser Commodus gewesen. Er verkaufte den Privatbesitz seines Vorgängers um schnell an Geld zu kommen, denn die Prätorianer waren ungeduldig. Daraufhin fing er an gegen den kaiserlichen Hofapparat vorzugehen und der in erster Linie aus Freigelassenen bestand – seiner Meinung nach die Hauptübeltäter für die Korruption. Ebenso führte er eine Geldreform durch. Mit diesen Maßnahmen machte er sich zwar beim Volk relativ beliebt, aber immer mehr Stützen der Macht sahen in ihm einen Feind. Laetus wiederum gefiel es keineswegs, dass Pertinax so unabhängig von seinen Ratschlägen regierte – es braute sich also ein Sturm zusammen.

    Verschwörung und Tod:
    Bereits am 3. Januar – also drei Tage nach seiner Kaisererhebung – soll es zu einer Intrige gegen Pertinax gekommen sein, die sich aber schnell in Luft auflöste. Im Frühmärz 193 n.Chr. hingegen kam es zu einer richtigen Intrige, die von diversen Offizieren der Prätorianer organisiert wurde, als der Kaiser in Ostia weilte um die Getreideversorgung der Stadt zu organisieren. Quintus Sosius Falco, ein Konsul, sollte zum neuen Kaiser erhoben werden, aber die Verschwörung wurde verraten. Pertinax verschonte Falco, ließ aber dafür viele der an der Verschwörung beteiligten Offiziere hinrichten. Dies steigerte die bereits hohe Unzufriedenheit der Prätorianergarde, die von ihrem Präfekten Laetus noch heimlich angefacht wurde.
    Am 28.März 193 n.Chr. stürmten 300 Prätorianer die Innenräume des kaiserlichen Palastes (angeblich weil sie nur die Hälfte ihres Lohnes erhalten hatten), wo zu der Zeit Pertinax und sein Kämmerer Eclectus – der an der Ermordung von Commodus beteiligt gewesen ist – anwesend waren. Weder die Leibwache noch die kaiserlichen Beamten taten etwas dagegen, nach einigen Berichten sollen sie die 300 sogar angefeuert haben. Pertinax versuchte die 300 mit einer Rede umzustimmen, aber der Anführer des Trupps – ein Mann namens Tausius – soll einen Speer auf die Brust des Kaisers geworfen und ihn auf diese Weise schwer verwundet haben – daraufhin griffen die 300 an. Eclectus, der versuchte den Kaiser noch zu retten, wurde ebenfalls ermordet. Nachdem die Tat verrichtet war, schnitten die Prätorianer Pertinax‘ Kopf ab, spießten ihn auf eine Lanze und paradierten damit durch die Straßen Roms – diese Tat gilt als Zenit der Macht der Prätorianergarde.

    Hier findet ihr wieder zum Inhaltsverzeichnis
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline
  4. #64 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,662
    Didius Iulianus
    (30.Januar 133 n.Chr. – 1.Juni 193 n.Chr.)



    Grundlegendes:
    Marcus Didius Severus Iulianus wurde am 30. Januar 133 n.Chr. in Mailand in eine äußerst reiche Familie geboren, kaufte sich im März/April 193 n.Chr. die Kaiserwürde und herrschte die nächsten 66 Tage lang. Er wurde am 1.Juni 193 n.Chr. ermordet.
    Er verbrachte viele Jahre seiner Jugend im Haushalt der Domitia Lucilla, der Mutter des späteren Kaisers Marcus Aurelius (161 – 180). Aufgrund ihrer Erziehung und Kontakte fing sein politisches Leben äußerst erfolgreich an. Um 153 n.Chr. heiratete Didius Iulianus Manila Scantilla mit der er eine Tochter haben sollte, Didia Clara.

    Erste Jahre:
    Er stieg die Ämterlaufbahn mit den beginnenden 160er Jahren schnell auf: so wurde er bereits 162 n.Chr. Prätor, bevor er das Oberkommando einer ganzen Legion bekam. In den 170ern diente er vor allem als Statthalter in diversen Provinzen, war 175 n.Chr. Konsul – mit seinen späteren kaiserlichen Vorgänger Pertinax – und konnte sich im zweiten Markomannenkrieg militärisch auszeichnen, bevor er nach Italien zurückkehrte und anfing zivile Ämter zu übernehmen. Genauso wie sein späterer Vorgänger Pertinax soll er wegen verräterischer Umtriebe gegen den Kaiser Commodus 182 n.Chr. angeklagt worden sein, aber hinterher freigesprochen worden. Daraufhin wurde er wieder Statthalter von diversen Provinzen, wobei er zwischen 189 und 190 die Provinz Afrika verwaltete – ein Jahr nach seinem späteren Vorgänger Pertinax.

    Aufstieg und Herrschaft:
    Nach der Ermordung des Pertinax wusste die Prätorianergarde nicht was sie tun sollte, da sich ein enormer Volkszorn gegen sie gebildet hatte. Am Ende entschieden sie sich für das wohl schamvollste – laut historischer Quellen – Ereignis der römischen Kaisergeschichte: sie versteigerten den Kaisertitel an den meistbietenden. Die einzigen Bieter: Titus Flavius Sulpicianus – Schwiegervater des Pertinax – und Didius Iulianus. Der zweite konnte die Prätorianer am Ende davon überzeugen ihn zu wählen, indem er ihnen Angst vor möglichen Racheakten des Suplicianus machte – und 25.000 Sesterzen für jeden Prätorianer versprach. Die Prätorianer brachten Didius Iulianus daraufhin zum Senat und zwangen diesen ihn zum Kaiser zu ernennen – genauso wie dessen Ehefrau und Tochter.
    Trotz aller Versprechungen blieb der Volkszorn gegen den neuen Kaiser, der bei jedem öffentlichen Auftritt von den Zuhörern verspottet und verhöhnt wurde, wenn nicht sogar bedroht, bestehen, wodurch die anderen drei Konkurrenten, die gerade dabei waren ihre Truppen gegen ihn zu marschieren, an Legitimität gewannen. Aufgrund dessen gingen die meisten Versuche des Didius Iulianus das Reich zu regieren – scheinbar hat er das nötige Know-How besessen – im heranziehenden Bürgerkrieg unter.
    Septimius Severus, der am nächsten war, marschierte als erster in Italien ein, nachdem er sich die Unterstützung seines Konkurrenten Clodius Albinus zugesichert hatte. Es kam zu diversen Scharmützeln, aber nichts schwerwiegendes, denn trotz Erklärung zum Staatsfeind, bot sich Septimius Severus kein nennenswerter Widerstand. Didius Iulianus wiederum versuchte inzwischen eine Mauer um die Stadt Rom zu bauen und nutzte dafür die Prätorianer, während er zeitgleich anfing die Garde militärisch auszubilden. Die Garde hatte nämlich bisher praktisch kaum militärische Erfahrung machen können und sträubte sich wo sie nur konnte vor der Arbeit an der Mauer oder vor dem Training. Erschwerend kam hinzu, dass der Kaiser seine Geldversprechen nur teilweise in der Lage gewesen war einzuhalten, wodurch sich obendrein noch diese Unzufriedenheit unter die Mitglieder der Prätorianergarde breitmachte. Da half es auch nichts, dass der Kaiser Laetus – den Präfekten, der aktiv an der Ermordung von Commodus und Pertinax beteiligt gewesen war – hinrichten ließ.

    Tod:
    Alle Versuche mit Septimius Severus zu verhandeln führten zu nichts und als der Heranmarschierende den Prätorianern Straffreiheit versprach, falls sie Didius Iulanus den Rücken zukehrten, tat die Garde das mit Freude (die Straffreiheit wurde aber später nicht eingehalten, da Septimius Severus nach seinem Sieg zunächst die Garde auflöste und hinterher gegen deren Mitglieder Klage erhob und viele von ihnen hinrichten ließ.). Hinterher rief der Senat auch Septimius Severus schnell zum Kaiser aus und Didius Iulianus wurde abgesetzt. Dieser floh in seinen Palast und verschanzte sich dort, bis ein vom Senat eingeschleuster Soldat den Kaiser ermordete. Laut Cassius Dio sollen seine letzten Worte diese gewesen sein: „Aber welches Übel soll ich getan haben? Wen soll ich getötet haben?“ Seine Leiche wurde hinterher seiner Frau und Tochter übergeben, die ihn im Grabmal seines Urgroßvaters beerdigten.

    Hier findet ihr wieder zum Inhaltsverzeichnis
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline
  5. #65 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,662
    Pescennius Niger
    (135/140 – 194)

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Grundlegendes:
    Gaius Pescennius Niger Iustus Augustus wurde entweder im Jahr 135 oder 140 möglicherweise in Aquinum (Aquino, Italien) geboren und ließ sich am 9.April 193 n.Chr. zum Kaiser ausrufen. Er wurde im Jahre 194 ermordet.
    Über seine frühen Jahre ist so gut wie gar nichts bekannt bzw. nur in eher unglaubwürdigen Quellen belegt. Er soll ein Ritter gewesen sein, der sich hochgedient hatte und diverse Ämter erreicht hatte – so soll er auch eine Zeitlang in Ägypten gedient haben. Gesichert ist, dass er unter Kaiser Commodus (180 – 192) zum ersten Mal Konsul wurde und somit in den Rang eines Senators aufstieg. Er soll eine Familie gehabt haben, über die aber noch weniger gesicherte Fakten bekannt sind.

    Aufstieg und Bürgerkrieg:
    Als am 31.Dezember 192 n.Chr. Kaiser Commodus ermordet worden ist, war Pescennius Niger der Gouverneur von Syrien. Dort war er auch, als er zunächst von der Ermordung von Pertinax Ende März/Anfang April 193 n.Chr. erfuhr und hinterher von der Versteigerung des Kaisertitels. Ebenso hörte er davon, dass das Volk von Rom ihn zum Kaiser ausrief, da er als äußerst populär galt. Ob er oder sein späterer Konkurrent Septimius Severus als erste sich am 9.April 193 n.Chr. zum Kaiser ausrufen ließen, ist Bestandteil von Diskussionen, aber dass er diesen Schritt scheinbar schon vor der Ermordung des Pertinax geplant zu haben scheint, wird bei der ordentlichen Durchführung mitsamt offizieller Versammlung der Truppen vor Ort recht deutlich.
    Der Bürgerkrieg zwischen beiden Thronanwärtern begann aber erst so richtig, als Septimius Severus im Juni 193 n.Chr. Didius Iulianus entsorgt hatte und offiziell vom Senat zum Kaiser ernannt worden war. Pescennius Niger wiederum fokussierte sich darauf seine Macht im Osten auszubauen: so erklärten sich viele Provinzen in der heutigen Türkei, Syrien, Judea und Arabia für ihn; seine Truppen konnten Byzantion (heute Istanbul) erobern; leider kämpften die Anhänger von Septimius Severus und Pescennius Niger die ganze Zeit des Bürgerkriegs um die Kontrolle über Ägypten.

    Septimius Severus marschierte gen Ost nachdem er seine Macht in Rom relativ stabilisiert hatte und schickte diverse Generäle voraus, während Pescennius Niger versuchte in Thrakien einzumarschieren (Septimius Severus soll erst an Ort und Stelle angekommen sein, als der Feldzug bereits vorbei war). Das erste militärische Aufeinandertreffen im Herbst 193 endete mit einer Niederlage des Pescennius Niger und zwang ihn sein Hauptquartier in Byzantion zu räumen und sich nach Nikäa (heute Iznik) zurückzuziehen, während Byzantion belagert wurde (die Stadt sollte erst 195 n.Chr. gefallen und hinterher von Septimius Severus zerstört worden sein). Eine zweite Niederlage bei Nikäa im Spätdezember 193 zwang Pescennius Niger Ganz-Kleinasien zu räumen und sich hinter die befestigen Pässe des Taurus-Gebirges zurückzuziehen.
    Die Konsequenz seiner Niederlagen war eindeutig: immer mehr Städte und Provinzen im Osten erklärten sich für Septimius Severus. Im Februar 194 erklärte sich obendrein Ägypten und Arabien für Septimius Severus, wodurch die Macht und Möglichkeiten des Pescennius Niger immer weiter schwanden. Die endgültige Entscheidung erfolgte aber nach der Niederlage in der zweiten Schlacht am Issos im Mai 194 n.Chr., wodurch für Pescennius Niger nur noch die Flucht nach Parthien übrig blieb. Leider fasste man ihn, köpfte ihn und stellte den Kopf später in Rom zur Schau. Mit seinen Tod verlor seine Familie auch jeglichen Besitz und seine Frau und Kinder wurden hingerichtet.

    Der Beiname:
    Niger ist Lateinisch und bedeutet ‚Schwarz‘. Das kontrastiert sich sehr gut zu einem anderen Gegenkaiser des Septimius Severus, Clodius Albinus, denn Albinus kommt von albus was ‚weiß‘ bedeutet. Es gibt heute Stimmen, die ihn als einen Schwarzafrikaner sehen wollen, aber leider gibt es nicht wirklich Hinweise darauf ob er es nun war oder nicht. Die eher unzuverlässige Quelle Historia Augusta liefert als einzige den offiziellen Grund für diesen Beinamen: sein Nacken soll dunkel gefärbt gewesen sein, im Kontrast zu seinem restlichen Körper.

    Hier findet ihr wieder zum Inhaltsverzeichnis
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline
  6. #66 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,662
    Clodius Albinus
    (140 n.Chr. – 19.Februar 197)

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Grundlegendes:
    Decimus Clodius Septimius Albinus wurde um das Jahr 140 oder 150 n.Chr. in Hadrumentum (heute Sousse, Tunesien) als Teil einer reichen römischen Oberschicht geboren und im April 193 n.Chr. zum Kaiser ausgerufen. Er beging am 19.Februar 197 n.Chr. Selbstmord.
    Alles was wir über Clodius Albinus wissen muss mit äußerster Vorsicht genossen werden, denn das meiste davon stammt aus der späteren Severischen Propaganda, die ihn nicht nur als ehrlosen Schurken darstellte, sondern auch als Säufer, Schürzenjäger und Autor erotischer Werke – wobei letzteres tatsächlich heutzutage bestätigt werden kann. Lange Zeit wusste man nicht wie Clodius Albinus aussah, denn die meisten Büsten sahen denen des Septimius Severus äußerst ähnlich und es dauerte lange bis die Forschung eine der Büsten eindeutig ihm zuordnen konnten. Er soll eine Frau und mehrere Söhne gehabt haben, auch wenn ihre Namen nicht überliefert worden sind.

    Aufstieg und Bürgerkrieg:
    Nur wenig über seine Jugendzeit ist bekannt, aber da er zu einer reichen und traditionsbewussten römischen Familie gehörte – trotz der Herkunft aus Nordafrika – kann man davon ausgehen, dass er die typische Politkarriere der Zeit durchlaufen ist. Er startete dabei als Ritter, stieg aber später zum Senator auf. Als 175 n.Chr. Avidius Cassius gegen den Kaiser Marcus Aurelius (161 – 180) rebellierte, gehörte Clodius Albinus zu den einzigen Statthaltern der Region (er verwaltete die Provinz Bithynien, heute Nordwesttürkei) der sich diesem nicht anschloss – wodurch er später vom Kaiser für die Treue geehrt wurde. Unter Kaiser Commodus (180 – 192) kämpfte er an der Seite seines späteren Konkurrenten Pescennius Niger gegen die Sarmaten an der Donaugrenze, bevor er eine Reihe von Statthalterschaften erhielt – für die Jahre 192/3 war er der Statthalter von Britannien.
    Nach der Ermordung von Kaiser Commodus und seines ersten Nachfolgers Pertinax ließ sich Clodius Albinus von den Legionen aus Britannien und Gallien zum Kaiser ausrufen. Für das Versprechen der offizielle Nachfolger zu werden schloss er ein Bündnis mit Septimius Severus und die Truppen von beiden bezwangen im Folgenden ihren gemeinsamen Widersacher Pescennius Niger. Lange Zeit wurde Clodius Albinus für diesen Deal Naivität vorgeworfen, denn Septimius Severus hatte bereits zwei Söhne, aber möglicherweise war es sein Kalkül, dass sein Landsmann (beide Männer stammten aus Nordafrika) vorzeitig sterben würde – Caracalla, ältester Sohn des Septimius Severus, war damals gerade mal 5, weswegen Clodius Albinus sich gute Chancen auf die Alleinherrschaft ausrechnen konnte, falls sein Adoptivvater starb.

    Im Jahre 196 n.Chr. verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Septimius Severus und seinem offiziellen Nachfolger zusehends und ein Bote des Kaisers soll sogar versucht haben Clodius Albinus umzubringen. Als der Kaiser den Senat dazu zwang seinen Sohn Caracalla offiziell zum Nachfolger zu erklären und Clodius Albinus zum Staatsfeind, mobilisierte er seine Truppen. Laut einigen Quellen soll er auf diese Weise – er erhielt die Unterstützung aller Truppen in Gallien, Britannien und Spanien – mehrere Zehntausend Männer zusammenbekommen haben, wodurch er zu ernsten Gefahr für den zukünftigen Alleinherrscher Septimius Severus wurde.
    Trotz anfänglicher Erfolge war Clodius Albinus nicht in der Lage die Legionen der Rheingrenze auf seine Seite zu ziehen. Er machte Lugdunum (heute Lyon) zu seinem Hauptquartier und erwartete seinen Widersacher. Es kam zur berüchtigten Schlacht von Lugdunum am 19.Februar 197 n.Chr., die in der heutigen Forschung als die größte, am stärksten umkämpfte und blutigste Schlacht zwischen römischen Truppen der Geschichte bekannt ist – etwa 150.000 Soldaten sollen auf beiden Seiten gestanden haben (die genauen Verluste werden in den Quellen nur als ‚beträchtlich‘ bezeichnet). Obwohl es anfänglich gut für Clodius Albinus auszusehen schien, gewann Septimius Severus schlussendlich die Oberhand und zwang seine Gegner zur Flucht.

    Clodius Albinus floh nach Lugdunum und beging dort Selbstmord. Der Kaiser soll, als er in der Stadt angekommen war, seinen Leichnam nackt vor sich ausbreiten gelassen haben, bevor er mit seinem Pferd über den Leichnam stampfte – eine zusätzliche Demütigung des Mannes. Erst hinterher wurden auch die Ehefrau von Clodius Albinus und seine Söhne hingerichtet und die ganze Familie wurde geköpft, während ihre Leichen in den Fluss Rhône geworfen wurden. Die Köpfe wurden als Abschreckung nach Rom geschickt, damit seine Anhänger wussten was kam – der Kaiser ließ unter anderem im Senat wieder Säuberungen durchführen um jeden Parteigänger des Widersachers zu finden und hinrichten zu lassen.

    Sein Beiname:
    Albinus stammt von Albus, was ‚weiß‘ bedeutet. Das kontrastiert sich sehr gut zu einem anderen Gegenkaiser des Septimius Severus, Pescennius Niger, denn Niger bedeutet ‚schwarz‘. Sein Vater soll ihm diesen Namen gegeben haben, aufgrund seiner überdurchschnittlichen weißen Hautfarbe – für nordafrikanische Verhältnisse jedenfalls.

    Hier findet ihr wieder zum Inhaltsverzeichnis
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline
  7. #67 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,662
    Kaiser Han Huandi
    (132 n.Chr. – 25.Januar 168 n.Chr.)

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Grundlegendes:
    Han Huandi oder Kaiser Huan von Han oder Han Huanti oder bürgerlich Liu Zhi wurde im Jahre 132 n.Chr. als Sohn von Liu Yi geboren, dem Enkel von Kaiser Han Zhangdi (75 – 88) und wurde am 1. August 146 mit 13/14 Jahren von der Kaiserwitwe Liang Na inthronisiert. Er starb nach 22 Jahren Herrschaft mit 36 am 25.Januar 168 n.Chr.

    Aufstieg:
    Sein Vater Liu Yi war bereits vor seiner Geburt ebenfalls ein Spielstein von Palastintrigen gewesen, so dass er zeitweise sogar als Erbe des amtierenden Kaisers angesehen wurde. Bevor das aber passieren konnte, verlor er seine wichtigste Fürsprecherin – die Kaiserwitwe Deng Sui – und wurde von der Nachfolge durch den Kaiser persönlich ausgeschlossen, wobei er genügend Titel erhielt, die er seinem Sohn hinterher vererbte. Als mit dem Tod von Kaiser Han Shundi (125 – 144) und seinem minderjährigen Sohn Han Chondi (144/5) eine Regierungskrise ausbrach, wurde der Siebenjährige Han Zhidi (145/6) von der Kaiserwitwe Liang Na inthronisiert. Dessen Herrschaft wurde aber vom Bruder der Kaiserwitwe, Liang Ji, dominiert, dessen sich der Junge bewusst war, weswegen er den Bruder öffentlich verspottete – dies war vermutlich der Grund warum Liang Ji ihn vergiften ließ. Weil Han Huandi als Kind deutlich einfacher zu beherrschen war als die vom Hof favorisierte Alternative in Form des volljährigen Prinzen Liu Suan, überzeugte Liang Ji seine Schwester Han Huandi – der obendrein mit der gemeinsamen Schwester Liang Nüying verlobt war – zum Kaiser zu machen.

    Die Dominanz von Liang Ji:
    Bis 150 n.Chr. dominierten die Kaiserwitwe Liang Na und ihr Bruder Liang Ji den Hof und somit auch den Kaiser. In diesem Zuge heiratete Han Huandi 148 seine Verlobte Liang Nüying und machte sie zur Kaiserin. Ebenso gingen sie gegen Prinz Liu Suan vor, indem man ihm eine Verschwörung gegen den Kaiser vorwarf. Seine angeblichen Getreuen am Hof wurden hingerichtet und er degradiert, wodurch Prinz Liu Suan sich schlussendlich das Leben nahm. Im Jahre 150 n.Chr. trat Liang Na als Regentin zurück, wodurch die Volljährigkeit des Kaisers offiziell anerkannt wurde, und starb im Verlauf des Jahres. Aufgrund dessen soll Liang Ji endgültig zur mächtigsten Figur am Hofe geworden sein, der seiner Macht durch Gewalt und Korruption Ausdruck verlieh und gegen diverse potentielle Konkurrenten – selbst in der eigenen Familie – vorging.
    Trotzdem konnte Liang Ji den Kaiser nicht vollständig vor Konkurrenten – in Form von Eunuchen und Beamten, die am Hofe dienten – abschirmen. Schon zurzeit wo seine Schwester kaiserliche Regentin war, soll sich Kaiser Han Huandi mit Eunuchen umgeben haben, dessen Rat er bei Entscheidungen suchte. So war der Kaiser auch in einen Skandal zwischen zwei Eunuchen im Jahre 153 beteiligt: der Eunuch Zhu Mu, der versucht hatte einen Konkurrenten namens Zhao Zhong zu diskreditieren, indem er seinem verstorbenen Vater Anmaßungen vorgeworfen hatte (indem er sich mit einer Jadeweste beerdigen ließ, was nur Mitgliedern der kaiserlichen Familie erlaubt war), zog sich aufgrund dessen den Zorn des Kaisers zu, der ihn mit Zwangsarbeit bestrafte.

    Trotzdem konnte sich Liang Ji bis ins Jahr 159 n.Chr. als mächtigste Figur am Hofe halten, was vor allem an der Kaiserin (seiner Schwester) Liang Nüying lag. Diese zog sich aber schlussendlich den Zorn ihres Gatten zu, indem sie einerseits äußerst verschwenderisch lebte und andererseits äußerst eifersüchtig auf jede andere Frau am Hofe – auch offizielle Gemahlinnen – reagierte. So wurde der Kaiserin, die selbst nie einen Sohn zur Welt brachte, vorgeworfen, dass sie sogar schwangere Gemahlinnen ermorden ließ. Als sie im Jahre 159 endgültig die Gunst ihres Gatten verlor, soll sie aufgrund von Depression und Wut das Leben gelassen haben.
    Dadurch verlor Liang Ji seine wichtigste Fürsprecherin und versuchte schnell einen Ersatz zu finden. Er machte seine adoptierte Tochter Liang Mengnü zur kaiserlichen Gemahlin, mit der Hoffnung, dass sie zur Kaiserin aufstieg. Um seine Kontrolle über sie sicherzustellen, versuchte er ihre leibliche Mutter Lady Xuan zu ermorden – erfolglos. Lady Xuan ging zum Kaiser und berichtete diesem von dem Attentatsversuch.
    Der erzürnte Herrscher wiederum nahm nun an einer Verschwörung gegen Liang Ji teil, die von einer Gruppe von Fünf Eunuchen durchgeführt wurde. Diese Verschwörung führte schlussendlich – nachdem die Veröffentlichung durch Liang Ji drohte – dazu, dass der Kaiser offiziell die Rücknahme seiner Macht von Liang Ji proklamierte, die Imperiale Garde mobilisierte und sie gegen die Anhänger von Liang Ji schickte. Diese umzingelten sein Haus und zwangen ihn zur Kapitulation, weswegen er Selbstmord beging. Hinterher wurden die Mitglieder der Familien Liang und Sun – Nutznießer der Dominanz von Liang Ji – verhaftet und abgeschlachtet, deren Besitz verstaatlicht (so dass das Kaiserhaus die jährliche Steuer um 50% reduzieren konnte, weil der Rest durch die Verstaatlichung kompensiert wurde) und ihre Parteigänger am Hof entweder hingerichtet oder abgesetzt, wobei es so viele traf, dass die Regierung für eine gewisse Zeit nicht einmal in der Lage war zu funktionieren. Vermutlich aufgrund der Reduzierung der jährlichen Steuer um 50% wurden die Entmachtung und der Tod von Liang Ji öffentlich gefeiert.

    Die letzten Jahre:
    Als eine der ersten Maßnahmen des zu seiner Macht zurückgekehrten Kaisers war es Liang Mengnü – wegen der die ganze Sache erst ins Rollen gebracht wurde – doch noch zur Kaiserin zu erheben und ihren Familiennamen – weil der Kaiser den Namen Liang nicht mochte – zu ändern, zu ihrem Familiennamen, den sie vor ihrer Adoption geführt hatte: Deng.
    Obwohl mit der Absetzung von Liang Ji Hoffnung für eine bessere Herrschaft verbunden worden war, änderte sich nicht so viel. Die fünf Eunuchen, mit deren Hilfe er Liang Ji absetzen konnte, wurden reich belohnt und blieben bis zu ihrem natürlichen Tod (der letzte stirbt etwa 165 n.Chr.) in äußerst mächtigen Positionen. Obendrein verschärfte der Kaiser die Macht von Beamten und Eunuchen, indem er ab 161 n.Chr. damit anfing Beamtenposten und Posten in der Imperialen Garde – aufgrund von Bauernrevolten – zu verkaufen (eine Praxis, die sein Nachfolger auf die Spitze treiben würde). Zusätzlich muss noch erwähnt werden, dass der Kaiser auch äußerst korrupt war und auf jede Form von Kritik mit Jähzorn und Hinrichtungen reagierte (so passiert, als der lokale Magistrat Li Yun im Jahre 159 in einer Petition gegen die Korruption der Eunuchen in der Art und Weise verwies, dass er in seinem Text die Worte ‚Ist der Kaiser blind geworden?‘ verwendet. Er und ein Freund wurden daraufhin hingerichtet).
    Selbst wenn der Kaiser hier und da versuchte gegen die Macht der Eunuchen am Hof vorzugehen, so war ihm nie ein langfristiger Erfolg beschieden. So begann im Jahre 165 ein Zyklus von Degradierung und Wiedereinsetzung in Macht und Würden von diversen Eunuchen am Hofe, der sich bis zum Ende des Kaisers Herrschaft fortsetzen würde, falls nicht sogar darüber hinaus.

    Vor seinem Dahinscheiden im Jahre 168 kam es noch zu zwei größeren Skandalen, die de Erwähnung wert sind. So starb die Kaiserin Deng Mengnü nachdem sie aufgrund von Streitigkeiten mit einer Favoritin des Kaisers – Gemahlin Guo – in Ungnade gefallen war. Hinterher versuchte er die Gemahlin Tian Sheng zur Kaiserin zu machen, wurde aber von den Beamten am Hofe unter Druck gesetzt, weil diese von niedriger Geburt war, so dass er am Ende die Gemahlin Dou Miao zur Kaiserin erhob (obwohl er sie scheinbar nicht wirklich ausstehen konnte). Dadurch konnte man wieder erkennen, wer die eigentliche Macht am Hofe hatte, selbst bei so etwas ‚trivialen‘ wie die Wahl der Kaiserin.
    Der andere Skandal war eine Konfrontation mit dem Gouverneur der Hauptstadtprovinz: Li Ying. Dieser hatte einen Wahrsager verhaften und hinrichten lassen, weil dieser seinen Sohn dazu verführt hatte einen Mann umzubringen, und das obwohl eine kaiserliche Begnadigung äußerst wahrscheinlich war. Er wurde verhaftet, woraufhin 200 Studenten eine Petition unterschrieben, wo sie um seine Freilassung baten – woraufhin der Kaiser auch diese verhaften ließ. Sie wurden zwar nicht hingerichtet, mussten aber über ein Jahr lang im Kerker schmoren, bevor gemäßigtere Kräfte am Hof ihre Freilassung erreichen konnte – im Austausch für den Verlust ihrer Bürgerrechte. Dieser Skandal galt als der erste der zwei Partisanen-Prohibitionen.

    Tod:
    Am 25.Januar 168 n.Chr. starb Kaiser Han Huandi ohne eine Erben zu hinterlassen. Seine Ehefrau, Kaiserin Dou Miao, übernimmt auf der Stelle die Führung der Regierung und lässt seine letzte Favoritin, Gemahlin Tian Sheng, hinrichten. Sie ist es dann auch, die den Elfjährigen Liu Hong – Mitglied der kaiserlichen Familie – zum neuen Kaiser Han Lingdi erhebt und somit die Nachfolge regelt.

    Hier findet ihr wieder zum Inhaltsverzeichnis
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline
  8. #68 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,662
    Faber in Aegypto ("Schmied in Ägypten")

    Name: Babylas
    Beruf: Gladiatorausbilder
    Stellung im Orden: Faber (Schmied)
    Örtlichkeit: Alexandria und Umgebung
    Geburtsdatum: Irgendwann 118
    Grund für Ausscheiden: schlechtverheilte Beinverletzung, hinkt deswegen
    Lebensgeschichte:
    Babylas fing als griechischer Sklave an, an seine Eltern konnte er sich nicht erinnern. Bereits als Kind bewies er eine ausgesprochene Kaltblütigkeit und Grausamkeit gegenüber Tieren und seinen Mitmenschen, während er zeitgleich Talent im Kampf bewies. So entdeckten ihn die Leute des Ordens und fingen mit seiner Ausbildung an.
    Nach seiner Ausbildung diente er zunächst einem Tribunus, bevor ein Dux ihn entdeckte und an sich nahm. Das Interesse an seiner Person war es, die die Aufmerksamkeit des Deus auf den Plan rief – und er war es, der Babylas dann zum Gladius machte. 15 Jahre lang diente er in dieser Eliteeinheit, nicht einmal gab es Grund für Beschwerde, selbst wenn seine Blutrünstigkeit sogar unter seinesgleichen legendär wurde. Die Verborgenen von Rom nannten ihn ‚den grinsenden Tod‘, denn immer wenn sie es mit ihm zu tun bekamen, fing er bösartig zu grinsen an. Es passierte während er einen Auftrag für den Deus absolvierte, dass er seiner Berufung Adieu sagen musste: er hob ein Versteck der Verborgenen im Norden Italiens aus, als Anführer einer Einheit von Gladii und ließ niemanden am Leben. Leider gelang es einem seiner Widersacher ihn schwer am Bein zu verletzen und er schwebte eine Zeit lang in Lebensgefahr.

    Er überlebte und behielt als Erinnerung die Wunde an seinem Bein, die ihn auf ewig zum Krüppel machte. Er schied aus dem Kreis der Gladii aus, wurde aber als Dank für seine Dienste vom Deus zum Faber ernannt – ein Trostpreis für einen Mann, dem das Töten mehr Spaß machte, als alles andere in der Welt.
    Hinterher zog er durch das Imperium, versuchend seine Arbeit so gewissenhaft wie möglich nachzugehen, bevor er sich in Unterägypten niederließ – vermutlich auch um den Verborgenen ihre Unwissenheit zu präsentieren. Anfangs versuchte er mit der Arbeit zurecht zu kommen, auf eine neue Art Freude zu entwickeln, aber das endete in Frustration und einem Gefühl des Verdurstens. Schnell fing er an mehr zu tun als nur seine Arbeit und diejenigen die er ausbildete, durften es als erste zu spüren bekommen…

    Hier findet ihr wieder zum Inhaltsverzeichnis
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline Last edited by Rabenkopf; 26.02.2019 at 11:15.
  9. #69 Reply With Quote
    Held Rabenkopf's Avatar
    Join Date
    May 2013
    Location
    Ein dunkler Ort zum Pläne schmieden
    Posts
    5,662
    Flaminius Dio

    Grundlagen:
    Name: Costas Flaminius Dio
    Ruf-/Spitzname(n): Flaminius Dio, Heiler, Doktor, Papa
    Geschlecht: männlich
    Geburtsdatum: Juni 134
    Geburtsort: Alexandria, Provinz Ägypten, Imperium Romanum
    Eltern: Mutter – Erifili Gazis (September 118) ; Vater – Orestes Flaminius Regulus (Oktober 110 – November 164)
    Geschwister: Orestes (Juli 132 – Oktober 132), Kleopatra (Mai 136 – Juli 137), Berenike Flaminia Sullina (März 138), Timon (November 140 – Januar 143), Doris (Dezember 147 – November 164), Antikles Flaminius Naso (Dezember 162)
    Freunde: Sklaven Paris und Helena, diverse Kollegen
    Kultureller Hintergrund: Graeco-römisch
    Gesellschaftliche Position: Senator
    Zivilstand: Ledig
    Kinder: 2 uneheliche Söhne (geboren: 149 & 151) – Kein Kontakt; 1 uneheliche Tochter (152) – kein Kontakt, 1 unehelicher Sohn (154) – Verstorben (155), 1 uneheliche Tochter – Irene (Dezember 159), anerkannt
    Sexuelle Orientierung: heterosexuell
    Sexuelle Erfahrung: sehr viel vor der Geburt von Irene
    Beruf: Arzt
    Familienstammbaum:
    Väterliche Linie:
    Großvater: Aulus Flaminius Caelistius (Juli 79 – Februar 141)
    Großmutter: Iphigenia Kafatos (März 93 – Oktober 114)
    Mütterline Linie:
    Großvater: Tisandros Gazis (April 96 – Mai 145)
    Großmutter: Helle Matraxia (September 101 – November 128)
    Tante: Hekaline Gazis (November 128)
    Onkel: Sostratos Gazis (Juni 122)
    Diverse Cousins, kaum Kontakt

    Organisation: Ordo biformis Dei
    Tarnname: Lassus Hippopotamus („Müdes Nilpferd“)
    Rang: Sectator
    Direkter Vorgesetzter: Dux Arcanorum

    Status: NPC

    Aussehen:

    Charakterportrait:
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)

    Größe: 1,65 m
    Gewicht: 73 kg
    Augenfarbe: braun
    Haarfarbe: hellbraun
    Haarlänge: kurz
    Haarstruktur: glatt
    Frisur: Halbglatze
    Gesichtsbehaarung: Rasiert
    Hautfarbe: hell, gebräunt
    Körperbau: Leichtes Übergewicht, beim genaueren Hinsehen ist Bauch zu erkennen
    Besonderes:
    - Kleinere Pockennarben entlang seines Körpers verteilt
    Kleidung:
    - Togas in unterschiedlichen Farben, mal mit Tunika, mal ohne
    Besitz:
    - Landgut außerhalb Alexandrias
    - Praxis in Alexandria

    Hintergrund:

    Dio wurde in die römischstämmige Familie Flaminius geboren, die seit seinem Großvater – dem aus dem Senatorenstand stammenden Aulus Flaminius Caelistius – in Alexandria lebte. Lange Zeit war er der einzige Sohn der Familie, bis sein kleiner Bruder Naso geboren wurde – zwei Jahre vor dem Tod des Vaters. Regulus, Dios Vater, war ein angesehener Anwalt, Jurist und Redner, der aufgrund des Vermächtnisses seines äußerst geschäftstüchtigen, eigenen Vaters Caelistius, wie auch durch das Vermögen der Familie seiner Frau – selbst wenn er es nie zugegeben hat – zur Oberschicht der Stadt gehörte. Er konnte dieses Vermögen dadurch erweitern, dass man ihm immer wieder Geschenke machte, wenn man seinen Rat suchte – und das war oft der Fall, dank seines Ansehens. Obendrein lebte er niemals über seine Verhältnisse, wodurch sein endgültiges Vermögen schlussendlich größer war, als das seines eigenen Vaters.
    Dio war keineswegs der Sohn, den sich Regulus erwünscht hatte, aber lange Zeit der einzige wirkliche Erbe, weswegen der Vater alles versuchte um ihn einigermaßen vorzubereiten. Dio bekam die besten Lehrer und durfte relativ früh den Beruf seines Vaters kennenlernen – und langweilte sich dabei zu Tode. Als Mitglied der alexandrinischen Oberschicht waren ihm lange Zeit nur zwei Dinge wichtig: Vergnügen und – als er alt genug war – Mädchen.

    Bei dem anderen Geschlecht war er sogar recht erfolgreich, auch weil ihm die Standesunterschiede nicht wirklich interessierten – wer weiß also ob sein Erfolg nicht auch an seinem Vermögen gelegen hat. Einige der Mädchen wurden bei diesen Eskapaden schwanger. Er selbst war bereit für die Kinder Verantwortung zu übernehmen, aber sein Vater wollte nicht mit der Schande leben, dass sein Sohn uneheliche Kinder in die Welt brachte, obendrein von Leuten, die nicht Teil seines Standes waren – aus diesem Grund weiß Dio bis heute nicht, was mit den Kindern passiert ist.
    Erst bei der vierten Schwangerschaft stellte er sich schlauer an, indem er diese vor seinen Eltern geheim hielt. Leider endete diese Sache desto trotz tragisch: Mutter wie Kind, ein Sohn, starben bei der schweren Geburt. Diese Tragödie traf Dio tief und bewog ihn dazu den Zeiten der Vergnügungen Ade zu sagen – erst jetzt begann er sein Studium ernst zunehmen.

    Auf diese Weise fand er seinen Weg in die Medizin, das Fach, was ihn am meisten reizte und seine Wissbegierde herausfordern sollte. Sein eidetisches Gedächtnis und seine ausgesprochenes Talent beim Diagnostizieren von Krankheiten sorgten aber schnell dafür, dass er einen Lehrer nach dem anderen verschliss – er wollte alles lernen, was es über Medizin in seiner Welt zu wissen gab. Dabei musste er schnell feststellen, dass das Lernen von Lehrern seine Grenzen hatte, weswegen er anfing in einer Praxis in Alexandria zu arbeiten um Praxiserfahrung zu sammeln. Dort lernte er dann auch die Liebe seines Lebens kennen: Irene.
    Er verliebte sich Hals über Kopf in die junge Frau, die aus der alexandrinischen, einheimischen Mittelschicht stammte, war aber nie in der Lage sie zu heiraten – seinen eigenen Vater konnte er nur mit einem zölibatären Lebensstil von etwaigen Heiratsplänen abbringen, während ihr Vater Irenes Zukunft bereits durchgeplant hatte. Und da kam Dio nun mal nicht vor. Das hinderte die beiden jungen Liebenden nicht, sich heimlich zu treffen, wodurch es zu dem kam, was kommen musste: im Dezember 159 n.Chr. – da war Dio bereits 25 Jahre alt – wurde seine Tochter geboren, die er nach seiner großen Liebe benannte. Leider verstarb die Mutter an den Folgen der Geburt – das Herz des werdenden Arztes konnte nur durch seine Liebe für seine neugeborene Tochter zusammengehalten werden.

    Im folgenden Jahr eröffnete sein Vater ihm ein Geheimnis: er war ein Mitglied des Ordo bioformis Dei. Mit seiner Fachkenntnis – mit der er bereits den meisten Ärzten Alexandrias Konkurrenz machte – und seinem Talent, hatte er die Aufmerksamkeit des Ordens auf sich gelenkt. Der Orden bot ihm eine einmalige Gelegenheit: er würde Dio Dinge zeigen und beibringen können, die über die Medizin seiner Zeit weit hinausgehen würde. Im Austausch dafür musste der junge Arzt nur dem Orden beitreten – was er dann auch tat. Er erhoffte sich auf diese Weise nicht nur seine Wissbegierde zu stillen, sondern auch neue Methoden zu entwickeln um jedwede Krankheit zu besiegen – zum Beispiel solche, die Mütter und ihre Neugeborenen bei der Geburt erleiden mussten.
    Er fing an Studienreisen im Namen des Ordens durchzuführen – auch wenn erst nachdem seine Tochter über die gefährlichste Phase hinaus war, denn ansonsten hätte er sich nie von ihr trennen können. So sammelte er Wissen, auch bei anderen berühmten Medizinern seiner Zeit, wie dem Arzt Galenos, dem Leibarzt der Kaiser. Aber er entwickelte auch neue Methoden, wobei der Orden ihm riet die meisten für sich zu behalten – damit der Orden von diesem Wissen profitierte. Wann immer irgendein medizinisches Rätsel zu lösen war, so schickte der Orden Dio los um es zu untersuchen – aufgrund dessen wurde er schnell dem Dux Arcanorum selbst unterstellt.

    Als er vom Ausbruch der Antoninischen Pest erfuhr, schickte der Orden ihn nach Osten. Man warnte ihn vor der Gefahr der Krankheit, weswegen er sich entsprechende Sicherheitsvorkehrungen überlegte – trotzdem hätte die Pest ihn um ein Haar sein Leben gekostet, als er an ihr in Antiochia erkrankte. Als Andenken an diese Nahtoderfahrung trägt er immer noch diverse Narben, die an seinem Körper zu erkennen sind.
    Im Jahr 167 n.Chr. erhielt er Nachricht, dass er nach Alexandria zurückkehren solle – was er bereitwillig tat, denn er wollte seine Tochter unbedingt wiedersehen. Er solle auf eine Person warten, die im Verlauf des Jahres in der Stadt eintrudeln sollte – was aber genau geplant war, verriet man ihm nicht. Noch jedenfalls nicht.

    Persönliches:

    Gesinnung: rechtschaffen neutral
    Religion: Alle Gottheiten, die etwas mit Medizin zu tun haben: Apollon, Asklepios, Imhotep, Isis, etc.
    Mag: Neue Rezepte entdecken oder kennenlernen (Essen wie Medizin), das Sammeln von Wissen, seine Freunde, Irene
    Mag nicht: Krank sein, Untätig sein, Hungrig sein, Verreisen
    Ziel: Jede Krankheit heilen zu können
    Ängste: Irene zu verlieren, Krankheit zu begegnen, die er nicht heilen kann
    Stärken:
    - Eidetisches Gedächtnis
    - Talentierter Arzt
    - Wissbegierig
    Schwächen:
    - Irene (würde alles für sie tun)
    - Arzt, kein Kämpfer
    - Kann nicht gut mit Patienten – kein Menschenfreund
    Sprachfertigkeiten:
    - Griechisch, Latein (aufgewachsen mit)
    - Orientalische Dialekte (Erste Erfahrungen)
    Ausbildung:
    - hervorragende Lehrer in allen Fächern
    - ausgebildeter Mediziner
    Fähigkeiten:
    - Lesen und Schreiben
    - Diagnostiker
    - Heilkräutermischer

    Farbcode:
    #8b8878

    Hier findet ihr wieder zum Inhaltsverzeichnis
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline Last edited by Rabenkopf; 18.03.2019 at 10:31.
  10. #70 Reply With Quote
    Moderator eis engel's Avatar
    Join Date
    Jun 2009
    Location
    Im Schnee
    Posts
    4,413
    Chaac


    Chaac´s sind Special Agents, die der lateinamerikanischen Ältesten von Abstergo als Bodyguards, Vertraute und/ oder als loyale Vollstrecker dienen.

    Vorgesetzte: Yana Suarez

    Einsatzgebiet:


    Aktuelle Mitglieder:

    Deus da chuva
    Gott des Regens

    [Bild: SKQiqjdu_400x400.jpg]

    Name: Adriano Lopez
    Tarnnamen: Lupus (Wolf)
    Geschlecht: männlich
    Geburtsdatum: 20. Januar 1992 (26 Jahre)
    Geburtsort: Duque de Caxias
    Kultureller Hintergrund: Brasilianer
    Gesellschaftliche Position: Special Agent bei Abstergo Lateinamerika
    Zivilstand: ledig
    Sexuelle Orientierung: hetero

    Größe: 1,85m
    Gewicht: 85kg
    Augenfarbe: braun
    Haarfarbe: schwarz
    Frisur: s. Bild
    Gesichtsbehaarung: s. Bild
    Hautfarbe: hell
    Körperbau: durchtrainiert

    Waffen: Pistole, Sturmgewehr, Präzisionsgewehr

    Gesinnung: skrupellos

    Religion:

    Mag: Partys; schöne Frauen

    Mag nicht: hintergangen zu werden

    Ziel: Abstergo unterstützen
    Ängste: keine

    Stärken:
    - ausgezeichneter Schütze
    - charmant
    - guter Taktiker

    Schwächen:
    - Frauen

    Sprachfertigkeiten:
    - Portugiesisch
    - Englisch

    Fähigkeiten/Erfahrungen:
    - Militärausbildung
    - Spezialausbildung in Gebäudekampf und Scharfschütze
    - Führerschein (Auto, Motorrad, Wasserfahrzeuge)

    Karriere:
    Mit 18 Jahren ging er zum Militär, absolvierte dort die Grundausbildung und machte noch ein paar Spezialausbildungen in Gebäudekampf und schlussendlich zum Scharfschützen.
    Abstergo wurde auf ihn aufmerksam, als er bei einem Einsatz in ihre Operation rein pfuschte und dabei ein paar gefährliche Assassinen im Alleingang erledigte. Daraufhin rekrutierten sie ihn.

    Farbcode: FF3300




    Deus do trovão
    Gott des Donners

    [Bild: MV5BMjIzNTIwNzA0MV5BMl5BanB.gif]
    https://m.media-amazon.com/images/M/...SX1500_AL_.jpg

    Name: Isabell Rodrigues
    Spitzname: Issi
    Tarnnamen: Jaguar (Panthera onca)
    Geschlecht: weiblich
    Geburtsdatum: 03. April 1993 (noch 24 Jahre)
    Geburtsort: Rio de Janeiro
    Kultureller Hintergrund: Brasilianerin
    Gesellschaftliche Position: Special Agent bei Abstergo Lateinamerika
    Zivilstand: ledig
    Sexuelle Orientierung: hetero

    Größe: 1,70m
    Gewicht: 53 kg
    Augenfarbe: grün
    Haarfarbe: braun
    Frisur: Schulterblatt lang
    Gesichtsbehaarung: keine
    Hautfarbe: Sonnen gebräunt
    Körperbau: schlank, trainiert

    Waffen: Pistole, Messer

    Gesinnung: neutral

    Religion:

    Mag: Karneval in Rio, Partys, tanzt gerne Samba, höfliche Menschen und liebt Sportwagen
    Mag nicht: belogen werden

    Ziel: Sicherheit und Ordnung für die Menschen auf der Welt; Frieden
    Ängste: das die Assassinen die Oberhand gewinnen könnten

    Stärken:
    - Improvisationstalent
    - hervorragende Fahrerin (Auto; Motorrad, Jetsky)
    - gute Nahkämpferin

    Schwächen:
    - kann in manchen Situationen einfach nicht die Klappe halten
    - unpünktlich, unzuverlässig

    Sprachfertigkeiten:
    - Portugiesisch
    - Spanisch
    - Italienisch
    - Englisch
    - Deutsch (ein wenig)

    Fähigkeiten/Erfahrungen:
    - Ausbildung zum Specialagent bei Abstergo
    - Nahkampfausbildung (Asiatischer Kampfkünste, einschließlich Klingentraining)
    - Führerschein (Auto, Motorrad, Jetsky)

    Karriere:
    Issi wuchs mehr oder weniger auf den Straßen von Rio de Janeiro auf und lernte dort die brutalen Gestze der Straße und wenn sie überleben wollte, dass sie stärker sein musste. Im zarten Alter von 15 wurde sie schließlich von einem Abstergo Agent aufgegriffen, der ihr Talent erkannte und ihr eine Ausbildung bot. Dort lernte sie dann auch Yana Suarez kennen und freundete sich mit ihr an. Issi absolvierte die Ausbildung zum Specialagent mit bravur und wurde schließlich auf Wunsch von Yana ihr als Bodyguard, Vetraute und loyale Vollstreckerin zugeteilt.

    Farbcode: 40D0E0




    Deus da fertilidade
    Gott der Fruchtbarkeit

    [Bild: sgbhsfdHG5r.bmp]

    Name: Nivia Silva
    Spitzname: Niv
    Tarnnamen: Arara-azul-grande (Hyazinthara)
    Geschlecht: weiblich
    Geburtsdatum: 21. Februar 1993 (noch 24 Jahre)
    Geburtsort: São Paulo
    Kultureller Hintergrund: Brasilianerin
    Gesellschaftliche Position: Special Agent bei Abstergo Lateinamerika
    Zivilstand: ledig
    Sexuelle Orientierung: hetero

    Größe: 1.65m
    Gewicht: 50 kg
    Augenfarbe: braun
    Haarfarbe: Natur schwarz, sonst wechselnd s. Bild
    Frisur: s. Bild
    Gesichtsbehaarung: keine
    Hautfarbe: dunkel
    Körperbau: schlank, trainiert

    Waffen: Pistole, Schrotflinte

    Gesinnung: chaotisch

    Religion:

    Mag: nette, ehrliche Menschen; liebt die Farbe blau und den Karneval in Rio; tanzt gerne Samba
    Mag nicht: belogen werden

    Ziel: Abstergo bei ihren Zielen zu unterstützen und die Tiere zu retten
    Ängste: Ihre Ziele nicht zu erreichen

    Stärken:
    - Intelligent
    - freundlich
    - immer gut gelaunt

    Schwächen:
    - manchmal etwas ungeduldig
    - keine gute Nahkämpferin

    Sprachfertigkeiten:
    - Portugiesisch
    - Spanisch
    - Italienisch
    - Englisch
    - Deutsch (ein wenig)

    Fähigkeiten/Erfahrungen:
    - gute Schützin, bevorzugte Pistolen und Schrotflinten
    - Grundausbildung bei der Polizei
    - Weitere Ausbildungen bei Abstergo
    - Führerschein (Auto)

    Karriere:
    Niv wuchs in einem behüteten Zuhause auf. Ihre Eltern waren beide bei der Polizei von São Paulo und als sie alt genug war, machte sie ebenfalls dort die Grundausbildung. Doch eckte sie mit ihrer ungeduldigen und flippigen Art bei ihren Kollegen und als ihre Eltern dann auch noch von Assassinen getötet wurden und die Polizei nichts unternahm, verließ Niv die Truppe, um die Mörder auf eigene Faust zu suchen. Dort traf sie schließlich auf Adriano Lopez, der die Mörder bereits erledigt hatte und als dieser von Abstergo rekrutiert wurde, flehte sie den Abstergo Rekrutierer ebenfalls an sie mit zu nehmen. Sie hatte Glück das Abstergo Lateinamerika dringend neue Mitglieder brauchte, so das der Agent sich bereit erklärte, sie bei Abstergo auf zu nehmen. Nach einigen Spezialausbildungen wurde sie schließlich Specialagent und Yana Suarez zu geteilt.

    Farbcode: 006699




    Deus da agricultura
    Gott der Landwirtschaft

    [Bild: q49YiD8OS4fd7e3e1fa325feac1af1a4f906.gif]
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Name: Nahuel Navarro
    Tarnnamen: Tigre (Tiger)
    Geschlecht: männlich
    Geburtsdatum: 13. Januar 1993 (25 Jahre)
    Geburtsort: Buenos Aires, Argentinien
    Kultureller Hintergrund:
    Gesellschaftliche Position: Special Agent bei Abstergo Lateinamerika (noch nicht!!)
    Zivilstand: ledig
    Sexuelle Orientierung: hetero

    Größe: 1,86m
    Gewicht: 80kg
    Augenfarbe: blau
    Haarfarbe: blond
    Frisur: s. Bild
    Gesichtsbehaarung: ab und zu Dreitagebart, sonst s. Bild
    Hautfarbe: hell bis Sonnengebräunt
    Körperbau: athletisch, trainiert
    Waffen:
    Gesinnung:
    Religion:
    Mag/Mag nicht:
    Ziel/Ängste:
    Stärken:

    Schwächen:

    Sprachfertigkeiten:
    - Spanisch
    - Italienisch
    - Deutsch (ein wenig)
    - Englisch


    Fähigkeiten/Erfahrungen:


    Karriere:

    Farbcode: FFFF99

    REST FOLGT!!!!!

    Hier gehts zurück zum Inhaltsverzeichnis

    ~•~ Lavoriamo al buio per servire la luce... siamo assassini ~•~
    ~AC-Forum ~•~ AC-RPG ~•~ ME-RPG ~•~ Skyrim-RPG ~
    eis engel is offline Last edited by eis engel; 10.11.2019 at 23:31.
Page 4 of 4 « First 1234

Posting Permissions

  • You may not post new threads
  • You may not post replies
  • You may not post attachments
  • You may not edit your posts
  •