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  1. #1 Zitieren
    „Ich bin ein Karpfen“   Avatar von Dark_Bauer
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    Hallo.

    In einem Video des Piranhanbecken TV wurde über einen Projektstart gesprochen. In diesem Video wurden dann Punkte aufgelistet, die in ein Spiel sollen <- frei aus dem Kopf wieder gegegeben, kann auch falsch liegen aber es geht mir um einen anderen, spezielleren Punkt:

    Klimazonen

    Müssen wir verschiedene Klimazonen haben?
    Es kam in dem Video so rüber, dass man diese verschiedenen Zonen (Wüste, Wald, Eis) haben müsse.
    Dass die Spieler es wollen.
    Aber ist das wirklich so?
    Sowas wirkt doch eher so, als würden Entwickler dann wieder nur eine Liste abarbeiten (wie es in Risen und Elex an einigen Stellen anmutet).

    Hängt das nicht mit dem Setting und der Story zusammen?
    Haben wir in Elex wirklich bspw. das Ödland/„Wüstengebiet“ gebraucht? Es ist zwar Loretechnisch irgendwie noch erklärbar aber natürlich wirkt das alles ja nicht.
    Muss es nicht viel mehr sich natürlich in die Welt einfügen und passen?

    Da komm ich gedanklich wieder zurück nach G3, dessen Welt mir bis heute am natürlichsten vorkommt.
    Ich glaube nicht, dass sich da das Studio dachte „wir brauchen jetzt unbedingt drei Klimazonen“, sondern dass sich das automatisch beim Design der Welt ergeben hat.
    Zumindest wirkt es so.

    Selbst in G2 fand ich das tropische Hinterland der Insel schon sehr merkwürdig.


    Wird uns Spielern tatsächlich langweilig, wenn wir den Großteil des Spiels in der gleichen Region verbringen?
    In G1 hat es etwa ja auch gepasst. Wohingegen in G2 dann wieder irgendwie Eis ins Minental kam (war ja der Drache schuld).

    In einem Oblivion aber verbringen wir ~100h hauptsächlich nur im Wald und Grünland.

    Aber in Elex bräuchten wir dann wieder sogar 5 verschiedene Zonen. Die sind zwar toll gebaut. Aber auch wirklich nötig?

    Und nun diskutiert, meine Schäfchen!
    Dark_Bauer ist offline

  2. #2 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von Weltenschmerz
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    Ich finde sie gar nicht nötig.

    Lieber eine (glaubwürdige) Klimazone mit allen Ausprägungen als mehrere unglaubwürdig aneinandergehängte.

    In Gothic 2 war der Canyon z.b. toll. Keine eigne Klimazone aber eine spezielle Gegend in der aktuellen Klimazone.

    Skyrim ist auch ein gutes Beispiel. Man hat nur eine Klimazone die sich über das ganze Land erstreckt. Dort aber vom eisigen Norden über hohe Bergen bis in den herbstlichen Wald im Süden.

    In Elex hätte es mir besser gefallen wenn es nicht diese hart abgegrenzten Zonen gegeben hätte sondern vielleicht nur eine große Wüste. Bei dne Klerikern ist diese eben von Vulkanischer aktivität geprägt und bei den Berserkern von ihnen bepflanzt. Am Meer oder an Flüssen hätte man sie grüner machen können.
    Das klingt jetzt ganz ähnlich wie Elex ohnehin ist... aber in Elex sieht es eher so aus als wären da 3 unterschiedliche Kontinentalplatten gerade eben aneinandergedriftet. (Wenn mich da jemand verstehen kann)
    Ich bin sowas von Sig.
    Weltenschmerz ist gerade online

  3. #3 Zitieren
    Kämpfer Avatar von llEill
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    Also ich brauche keine x verschiedenen Klimazonen, mir würde eine gemäßigte Zone bereits reichen.
    Womit ich wahrscheinlich nichts anfangen könnte, wäre ein Spiel in einer vulkanischen Zone (die ausschließlich so aussieht wie die Umgebung des Klerikerhorts).
    Eine Landschaft, die mir beim Erkunden hin und wieder mal einen kleinen Panoramablick oder eine ins Auge stechende Sehenswürdigkeit gewährt, reicht mir bereits vollkommen.
    In Gothic 3 haben die drei Zonen super gepasst, doch ich bin sicher wenn die Welt nur aus der gemäßigten Zone bestanden hätte und dafür Story und Quests ein wenig mehr Aufwand erfahren hätten, wäre das Spiel ebenso toll geworden

    Damit will ich sagen, dass es mir sogar lieber wäre, wenn wir nur eine oder zwei Klimazonen hätten und dafür der Rest des Spiels etwas mehr Aufmerksamkeit erfährt.
    ...doch die Entscheidung für Elex 2 dürfte bereits vor einiger Zeit gefallen sein^^
    llEill ist offline

  4. #4 Zitieren
    Legende Avatar von Pursuivant
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    Zitat Zitat von Dark_Bauer Beitrag anzeigen
    Müssen wir verschiedene Klimazonen haben?
    Es kam in dem Video so rüber, dass man diese verschiedenen Zonen (Wüste, Wald, Eis) haben müsse.
    Dass die Spieler es wollen.
    Aber ist das wirklich so?
    Sowas wirkt doch eher so, als würden Entwickler dann wieder nur eine Liste abarbeiten (wie es in Risen und Elex an einigen Stellen anmutet).
    Grundsätzlich habe ich nichts gegen Klimazonen, wenn sie denn organisch in die Welt passen. In Oblivion gab es eigentlich keine wirklichen Zonen. Grundsätzlich war es gemäßigtes Klima, von boreal bis mediterran. Vor allem gab es Zwischenabstufungen, die den Übergang realistisch machten. Anders ist auch in Skyrim nicht - nur das dort mediterran fehlt. Gleiches gilt auch für Gothic 3 - es gab da auch diese Übergangszonen. Damit wirkt das Ganze wie organisch gewachsen und ist klimatechnisch auch erklärbar.

    Zitat Zitat von Dark_Bauer Beitrag anzeigen
    Hängt das nicht mit dem Setting und der Story zusammen?
    Haben wir in Elex wirklich bspw. das Ödland/„Wüstengebiet“ gebraucht? Es ist zwar Loretechnisch irgendwie noch erklärbar aber natürlich wirkt das alles ja nicht.
    Muss es nicht viel mehr sich natürlich in die Welt einfügen und passen?

    Da komm ich gedanklich wieder zurück nach G3, dessen Welt mir bis heute am natürlichsten vorkommt.
    Ich glaube nicht, dass sich da das Studio dachte „wir brauchen jetzt unbedingt drei Klimazonen“, sondern dass sich das automatisch beim Design der Welt ergeben hat.
    Zumindest wirkt es so.
    In ELEX sind die Übergänge zu abrupt und manchmal auch lächerlich. Ich kann mich noch an einen Quest erinnern - Elexsammeln mit einer Tussi - da ging' s hoch in die Berge, auf der linken Straßenseite alles vergletschert auf der rechten sprossen Blümchen. Das wirkt dann sehr aufgesetzt und lächerlich

    Zitat Zitat von Dark_Bauer Beitrag anzeigen
    Wird uns Spielern tatsächlich langweilig, wenn wir den Großteil des Spiels in der gleichen Region verbringen?
    In G1 hat es etwa ja auch gepasst. Wohingegen in G2 dann wieder irgendwie Eis ins Minental kam (war ja der Drache schuld).

    In einem Oblivion aber verbringen wir ~100h hauptsächlich nur im Wald und Grünland.
    Mir ist es völlig egal ob nur eine bestimmte Vegetationszone oder 5, wenn sie denn passen. Ich konnte die Beta von FO 76 zocken. Da gibt es nur eine Vegetationszone und langweilig war das Game bestimmt nicht.
    Pursuivant ist offline

  5. #5 Zitieren
    Ritter Avatar von Todesglubsch
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    Ich muss hier an die "große Liste der JRPG-Klischees" denken.
    "Es gibt immer einen Eisdungeon, einen Feuerdungeon, einen Giftdungeon ... und eine Kanalisation. Immer."

    @Thema
    Wir brauchen keine Klimazonen, wir brauchen Abwechslung.
    Man kann auch innerhalb einer Klimazone-Abwechslung schaffen. Analog zum anderen Thread hätten wir hier dann halt den Wald, den die Berserker begrünt haben, dann vielleicht ein urbane Gebiet und zu guter Letzt ein industrielles Gebiet, durch den Meteoreinschlag etwas kahler und dank der besetztenden Outlaws nicht durch Berserker begrünt.

    Natürlich können Klimazonen den Anschein erwecken, dass das spielbare Gebiet größer ist. Im Falle von Elex haben sie aber IMO auch nicht viel gebracht und die Fraktionen, samt Albs, sitzen sich einfach zu sehr auf der Pelle.
    Todesglubsch ist offline

  6. #6 Zitieren
    Provinzheld
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    Hallo.

    Meiner Meinung nach sind verschiedene Klimazonen in einem einzigen Spiel nicht wirklich nötig. Erstens sind die Gebiete eines Spiel für gewöhnlich viel zu klein, um mehr als zwei Klimazonen auch nur anzustreifen, wobei man genaugenommen auch nur den Übergang zwischen diesen beiden realistisch/natürlich darstellen könnte.
    Zweitens wirkt es für mich nur nach dem abarbeiten einer Featureliste, die irgendein Nadelstreifenanzugträger mittels Statistiken von erfolgreichen Games erstellt hat, nach dem Motto: include this for guaranteed success.
    Die einzig sinnvolle Ausnahme wäre eine kleine Zone innerhalb einer natürlichen Klimazone, in der eine Katastrophe oder ein anderes Ereignis mit ähnlich großer Auswirkung stattgefunden hat. Dort müsste der Übergang zwischen den beiden Zonen dann auch nicht mehr fließend sein.

    Ich finde, dass verschiedene Klimazonen in einem Spiel nur dann wirklich sinnvoll eingefügt werden können, wenn:
    1. das Spiel ein so großes Gebiet umfasst, dass es realistisch/natürlich wirkt und auch Sinn macht.
    2. das Spiel eine Reisemöglichkeit beinhaltet, mit der man weit auseinanderliegend getrennte Gebiete erreichen kann, z.B. Teleporter, Flugzeug, Schiff oder Raumschiff.
    Viperfdl ist gerade online

  7. #7 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von der hofnarr
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    Natürlich muss ein Spiel keine verschiedenen Klimazonen haben damit es gut ist – vor allem ein Spiel mit Substanz ist sicher nicht davon abhängig. Aber Schrott-Spiele brauchen das unbedingt, weil ja irgendeine Abwechslung vorhanden sein muss, damit ein Zocker einigermaßen am Ball bleibt. Ja – und die meisten Spiele sind halt Schrott-Spiele; einfach nur Schrott; belangloses Zeugs; die sind nicht einmal in der Lage einen einfachen Spannungsbogen aufzubauen.

    Wieso nur bekommen solche langweiligen Spielkonzepte Kohle von Publishern?
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    der hofnarr ist offline

  8. #8 Zitieren
    Provinzheld
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    Zitat Zitat von der hofnarr Beitrag anzeigen
    Wieso nur bekommen solche langweiligen Spielkonzepte Kohle von Publishern?
    Publisher finanzieren in erster Linie einen Entwickler der mit großer Sicherheit auch ein fertiges und funktionierendes Produkt abliefern kann. Das sind i.d.R. bereits etablierte Entwickler mit "ausgelutschten" Mitarbeitern, welche 0815 Konzepte mit unnötigen "Unique Selling Points" anreichern um von fehlenden Einfallsreichtum abzulenken.
    Es geht also weniger um die Inhalte des Spiels, als viel mehr um die Wahrscheinlichkeit überhaupt ein Spiel zu bekommen.

    Ich kann z.B. ein ARPG konzipieren, welches sowohl technisch und finanziell machbar, als auch in jeglichem Aspekt besser als Elex ist.
    Zwischen Konzept und realisierten Produkt liegen dann aber noch etliche Ungewissheiten.
    Finde ich die richtigen Mitarbeiter? Gibt es unerwartete technische Probleme? Hat man alle Marketing Fettnäpfchen ausgeschloßen? Reicht das geplante Budget? Funktioniert das Konzept wirklich so gut wie berechnet? ...
    Da ist es wahrscheinlicher, dass bei PB weniger solcher Risiken auftreten bzw. besser damit umgegangen wird, als bei einem völligen Neueinsteiger.

    Sofern also THQ Nordic oder ein anderer Publisher nicht plötzlich ihre Risikofreudigkeit entdecken und mein Projekt finanzieren, musst du dich leider mit den langweiligen Konzepten von PB begnügen.
    Cepheiden ist offline

  9. #9 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von der hofnarr
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    Zitat Zitat von Cepheiden Beitrag anzeigen
    Publisher finanzieren in erster Linie einen Entwickler der mit großer Sicherheit auch ein fertiges und funktionierendes Produkt abliefern kann. Das sind i.d.R. bereits etablierte Entwickler mit "ausgelutschten" Mitarbeitern, welche 0815 Konzepte mit unnötigen "Unique Selling Points" anreichern um von fehlenden Einfallsreichtum abzulenken.
    Es geht also weniger um die Inhalte des Spiels, als viel mehr um die Wahrscheinlichkeit überhaupt ein Spiel zu bekommen.
    Aha. Nun ja, da muss wohl etwas wahres dran sein, sonst gäbe es nicht soviel belangloses Zeugs auf dem Marktplatzo.

    Zitat Zitat von Cepheiden Beitrag anzeigen
    Ich kann z.B. ein ARPG konzipieren, welches sowohl technisch und finanziell machbar, als auch in jeglichem Aspekt besser als Elex ist.
    Zwischen Konzept und realisierten Produkt liegen dann aber noch etliche Ungewissheiten.
    Finde ich die richtigen Mitarbeiter? Gibt es unerwartete technische Probleme? Hat man alle Marketing Fettnäpfchen ausgeschloßen? Reicht das geplante Budget? Funktioniert das Konzept wirklich so gut wie berechnet? ...
    Da ist es wahrscheinlicher, dass bei PB weniger solcher Risiken auftreten bzw. besser damit umgegangen wird, als bei einem völligen Neueinsteiger.
    Hier verstehe ich dich nicht so ganz. Wenn du ein ARPG welches technisch und finanziell machbar ist und Elex überlegen ist, konzipieren kannst, wieso machst du es nicht? Ich meine, jeder Publisher würde dir doch dafür die Tür öffnen.

    Zitat Zitat von Cepheiden Beitrag anzeigen
    Sofern also THQ Nordic oder ein anderer Publisher nicht plötzlich ihre Risikofreudigkeit entdecken und mein Projekt finanzieren, musst du dich leider mit den langweiligen Konzepten von PB begnügen.
    Es ist wahr, dass mich Elex nicht sonderlich interessieren konnte; deshalb habe ich es auch noch nicht gekauft und auch nicht gespielt, aber meine Meinung über Klimazonen und die daraus resultierende Kritik an so einigen RPG's, oder Action-Games zielte eigentlich nicht auf Elex. Soweit ich das beurteilen kann, macht Elex durchaus einige Dinge richtig. Da ist also schon eine gewisse Substanz da, die sich aber leider nicht besonders entfalten konnte. Vielleicht können die PB hier und da an Elex 2 noch etwas herum schrauben – schauen wir mal.
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    der hofnarr ist offline

  10. #10 Zitieren
    General Avatar von Aun
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    Zitat Zitat von Dark_Bauer Beitrag anzeigen
    Hallo.

    Da komm ich gedanklich wieder zurück nach G3, dessen Welt mir bis heute am natürlichsten vorkommt.
    Ich glaube nicht, dass sich da das Studio dachte „wir brauchen jetzt unbedingt drei Klimazonen“, sondern dass sich das automatisch beim Design der Welt ergeben hat.
    Zumindest wirkt es so.
    Glaube ich nicht. Ich glaube genau da hat der Quark mit den Klimazonen angefangen. In G3 ist es nicht so schlimm weil die Klimazonen einigermaßen logisch angeordnet sind, das wars aber auch schon. G3 war ja sowieso viel zu groß. Ein Levelmesh der Größe von G3 mit der Qualität von Gothic 2 oder Risen zu befüllen hätten die nie und nimmer hinbekommen. Deswegen auch Höhentools statt Handarbeit. Das bedeutet dass eine gute Welt viel kleiner hätte sein müssen was die drei Klimazonen schon wieder hätte komisch wirken lassen.

    Ich ich habe auch extrem das Gefühl dass da Listen abgearbeitet werden anstatt dass sich da jemand hinsetzt und sich überlegt was da wirklich *Sinn* macht. Inzwischen würde ich mir fast wünschen sie würden das Worldbuilding irgendwie outsourcen. Vllt an die Person die für die englische Übersetzung zuständig ist?
    Aun ist offline

  11. #11 Zitieren
    Provinzheld
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    Zitat Zitat von der hofnarr Beitrag anzeigen
    Ich meine, jeder Publisher würde dir doch dafür die Tür öffnen.
    Für ein Konzept? Nein.
    Ein Konzept ist wenig wert, wenn es fraglich ist, ob es überhaupt ein Team gibt welches es zuverlässlich realisieren kann. Vielleicht für einen Prototypen. Daran arbeite ich zur Zeit. Wäre ja schön, wenn du zumindest insofern Recht hast, und man bei den Publishern doch auf Inhalte guckt. Allerdings handelt es sich um ein 3D open world RPG - d.h. man benötigt schon ca. 20 Leute um das in angemessener Zeit zu produzieren und da fällt der Zuschlag wohl eher zu etablierten Teams.

    Wahrscheinlicher ist da eher Crowdfunding.


    Zitat Zitat von der hofnarr Beitrag anzeigen
    Es ist wahr, dass mich Elex nicht sonderlich interessieren konnte; deshalb habe ich es auch noch nicht gekauft und auch nicht gespielt, aber meine Meinung über Klimazonen und die daraus resultierende Kritik an so einigen RPG's, oder Action-Games zielte eigentlich nicht auf Elex.
    Elex ist aber schon ein krasses Beispiel für ein Abarbeiten von Klimazonen die in ihre 4 Ecken geklatscht wurden und sich dabei unglaubwürdig nahe kommen.
    Cepheiden ist offline

  12. #12 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von der hofnarr
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    Zitat Zitat von Cepheiden Beitrag anzeigen
    Für ein Konzept? Nein.
    Ein Konzept ist wenig wert, wenn es fraglich ist, ob es überhaupt ein Team gibt welches es zuverlässlich realisieren kann. Vielleicht für einen Prototypen. Daran arbeite ich zur Zeit. Wäre ja schön, wenn du zumindest insofern Recht hast, und man bei den Publishern doch auf Inhalte guckt. Allerdings handelt es sich um ein 3D open world RPG - d.h. man benötigt schon ca. 20 Leute um das in angemessener Zeit zu produzieren und da fällt der Zuschlag wohl eher zu etablierten Teams.

    Wahrscheinlicher ist da eher Crowdfunding.
    Publisher sind Unternehmen und Unternehmen werden von Menschen geführt. Menschen müssen- und können auch überzeugt werden, wenn man etwas von ihnen will. Ich denke also es müsste möglich sein, auch ohne Team, einen Publisher für ein Game-Konzept zu interessieren. Entscheidend ist wohl hierbei die Präsentation. Mit ein paar DIN A4 Seiten kann man- und darf man da wohl nicht ankommen. Art-Works, 3D-Animationen, vielleicht sogar eine Internet-Seite und so weiter, muss man vermutlich zeigen können, natürlich entsprechend verpackt. Für Crowdfunding dürfte es da wahrscheinlich nicht anders sein – da wollen die Menschen auch überzeugt werden. Für ein vorgelesenes Konzept wird man mutmaßlich nicht mal einen Apfel und 'n Ei bekommen.

    Sein wir ehrlich – schon ein brauchbarer, konkreter Haupt-Handlungsstrang eines RPG's, oder ARPG's kann einen zur Verzweiflung bringen, geschweige denn ein annehmbarer Entwurf der Hauptcharakteren. Daraus folgen dann die Art-Works: Aussehen, Kleidung, Landschaften, Architektur, Waffen, Monster etc.. Hierbei muss man natürlich für ein Konzept nicht alles machen, aber schon die richtungweisenden Entwürfe müssen richtig gut sein damit jemand überhaupt anbeißt. Und wie sieht es mit den Spielregeln und der Balance aus? Das ist ein ganzes Kapitel für sich, vielleicht sogar zwei. Halbgare Spielregeln und eine verkorkste Balance, kann die beste Lore lächerlich machen. Selbst erfahrene Entwickler tun sich da schwer. Mit dem Kampfsystem möchte ich gar nicht erst anfangen. Nur mal soviel: Ich habe G3 unter anderem nicht zu ende gespielt, weil das Nah-Kampfsystem überhaupt keinen Spaß gemacht hat.

    Das sind alles Punkte die man für ein brauchbares Konzept berücksichtigen muss. Kannst du so ein Konzept entwerfen? Wenn ja- und ich will das nicht anzweifeln, dann dürftest du wohl auch ohne Team, zumindest auf offene Ohren bei den Publishern stoßen – sag ich jetzt einfach mal.


    Zitat Zitat von Cepheiden Beitrag anzeigen
    Elex ist aber schon ein krasses Beispiel für ein Abarbeiten von Klimazonen die in ihre 4 Ecken geklatscht wurden und sich dabei unglaubwürdig nahe kommen.
    Wäre Elex ein Geniestreich, dann gäbe es weit weniger negative Kritik darüber und die Fische hätten ein sehr gut gestopftes Polster für Elex 2.
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    der hofnarr ist offline

  13. #13 Zitieren
    Ritter Avatar von Todesglubsch
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    Zitat Zitat von der hofnarr Beitrag anzeigen
    Das sind alles Punkte die man für ein brauchbares Konzept berücksichtigen muss. Kannst du so ein Konzept entwerfen? Wenn ja- und ich will das nicht anzweifeln, dann dürftest du wohl auch ohne Team, zumindest auf offene Ohren bei den Publishern stoßen – sag ich jetzt einfach mal.
    Das ist sehr naiv gedacht. Wenn du ohne jegliches Team, nur mit nem Konzept, mal eben die Zustimmung eines Publishers willst, dann musst du schon ein gefeierter Designer sein, dessen Titel ausnahmslos finanzielle Hits waren. Und selbst dann wirste vermutlich erstmal das Haustier des CEOs vor dem Ertrinken gerettet haben müssen. Mir ist, so ganz spontan, auch kein Fall bekannt, wo irgendein Konzept vorgeschlagen und dann, vom Publisher, ein Team drauf angesetzt wurde. Maximal bekam das bereits vorhandene Team Unterstützung von einem Publisher-Team, aber selbst das ging nie wirklich gut aus.

    Davon abgesehen: Die Zahl der Entwickler die mit ihren Konzepten hausieren gehen, wird doch auch immer geringer. Viele Publisher konzentrieren sich nur noch auf eigene Produktionen und freie Teams konzentrieren sich auf wenige Publisher, mit denen sie Geschäftsbeziehungen pflegen. Großartige Partnerwechsel, wie z.B. bei From Software, die jetzt bei Activision sind, sind eher die Ausnahme. Zudem setzen viele ja mittlerweile auf Kickstarter - entweder, um unabhängig zu werden (Larian), oder um genug Marktwert zu generieren, damit sie ein Sugardaddy kauft (Obsidian).
    Todesglubsch ist offline

  14. #14 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von der hofnarr
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    Zitat Zitat von Todesglubsch Beitrag anzeigen
    Das ist sehr naiv gedacht. Wenn du ohne jegliches Team, nur mit nem Konzept, mal eben die Zustimmung eines Publishers willst, dann musst du schon ein gefeierter Designer sein, dessen Titel ausnahmslos finanzielle Hits waren. Und selbst dann wirste vermutlich erstmal das Haustier des CEOs vor dem Ertrinken gerettet haben müssen. Mir ist, so ganz spontan, auch kein Fall bekannt, wo irgendein Konzept vorgeschlagen und dann, vom Publisher, ein Team drauf angesetzt wurde. Maximal bekam das bereits vorhandene Team Unterstützung von einem Publisher-Team, aber selbst das ging nie wirklich gut aus.

    Davon abgesehen: Die Zahl der Entwickler die mit ihren Konzepten hausieren gehen, wird doch auch immer geringer. Viele Publisher konzentrieren sich nur noch auf eigene Produktionen und freie Teams konzentrieren sich auf wenige Publisher, mit denen sie Geschäftsbeziehungen pflegen. Großartige Partnerwechsel, wie z.B. bei From Software, die jetzt bei Activision sind, sind eher die Ausnahme. Zudem setzen viele ja mittlerweile auf Kickstarter - entweder, um unabhängig zu werden (Larian), oder um genug Marktwert zu generieren, damit sie ein Sugardaddy kauft (Obsidian).
    Mag sein, dass es sehr naiv ist, aber dennoch gibt es immer mal wieder Ausnahmen die die Regeln bestätigen – ich denke so etwas kann es auch in der Games-Branche geben. Die Sache ist doch die, dass ein gut ausgearbeitetes Konzept wie ich es beschrieben habe, für einen einzelnen eigentlich unmöglich ist zu realisieren (ich sage "eigentlich", weil ich nicht ausschließen will, dass es Leute gibt die so etwas hinbekommen könnten). Man müsste ja ein Allround-Talent sein und ziemlich viel Zeit haben. Folglich muss man schon ein kleines Team haben, 3- bis 5 Leute vielleicht, die alle wirklich etwas auf ihrem Gebiet drauf haben müssen, um überhaupt erst mal ein vorzeigbares Konzept machen zu können. Wenn man aber so etwas erst mal in der Tasche hat, dann ist meiner Meinung nach vieles möglich – warum auch nicht? CEOs sind auch nur Menschen und müssen auf's Klo.
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    der hofnarr ist offline Geändert von der hofnarr (07.11.2018 um 01:11 Uhr)

  15. #15 Zitieren
    Provinzheld Avatar von captain clegg
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    Unterschiedliche Klimazonen sind zwar ganz nett, und Winterlandschaften finde ich generell immer sehr schön (Xacor aber irgendwie nicht so sehr, etwas Sonne ist schon okay)
    Grundsätzlich denke ich, sollten diese dann irgendwie auch etwas “realistischer” umgesetzt werden, was die Handhabung der Kleidung betrifft.
    Dies fand ich in Gothic 3 schon unbefriedigend. Wenn man mit fetten Rüstungen durch Wüsten läuft, oder im Gegenzug kurzärmelig durch den Winter pilgert sollte dies Auswirkungen auf den Lebensbalken oder der Ausdauer haben. In Gothic 3 gab es da zwar einen Perk zu erlernen, ob der Auswirkungen hatte weiss ich nicht mehr.
    Finde es schon komisch, dass in der Wüste (zugegeben neben vielen kurzärmeligen Rüstungen) hauptsächlich Leder und Metall getragen wird.
    Mad Bob zum Beispiel sitzt den ganzen Tag mit fetter Rüstung in der Sonne.
    Für mich ist es irgendwie störend fett angekleidet durch Wüsten zu laufen oder mich im Kampfmodus zu befinden.
    born to lose - live to win
    captain clegg ist offline

  16. #16 Zitieren
    Ritter Avatar von Todesglubsch
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    Zitat Zitat von der hofnarr Beitrag anzeigen
    CEOs sind auch nur Menschen und müssen auf's Klo.
    CEOs sind aber deshalb CEOs, weil sie nicht mal eben einem unerfahrenen, unbekannten, selbsternannten Alleskönner mal eben ein Spiel finanzieren. Und wie gesagt, mir ist keine Ausnahme bekannt.

    Nehmen wir doch mal den Typen von Stardew Valley: Er fand nach seinem Abschluss keinen Job und hat halt an Stardew gebastelt, zur Übung und damit er was zum Vorzeigen hat. Erst als das Spiel ziemlich weit fortgeschritten war und Aufmerksamkeit von den Spielern hatte stieg ein winziger Publisher ein. Sprich: Als kein Risiko mehr bestand, fand sich ein Interessent. Du brauchst mehr als ein Konzept und ein paar Testanimationen.

    Hurz, selbst wenn du ein Team hast, kannst du nicht einfach mal mit nem reinen Konzept hausieren gehen. Im besten Fall nimmt der Publisher es an - und macht dann jede Menge Änderungen daran, weil er das so für besser hält. Siehe Sacred 3.
    Todesglubsch ist offline

  17. #17 Zitieren
    Kämpfer Avatar von llEill
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    Zitat Zitat von captain clegg Beitrag anzeigen
    Unterschiedliche Klimazonen sind zwar ganz nett, und Winterlandschaften finde ich generell immer sehr schön (Xacor aber irgendwie nicht so sehr, etwas Sonne ist schon okay)
    Grundsätzlich denke ich, sollten diese dann irgendwie auch etwas “realistischer” umgesetzt werden, was die Handhabung der Kleidung betrifft.
    Dies fand ich in Gothic 3 schon unbefriedigend. Wenn man mit fetten Rüstungen durch Wüsten läuft, oder im Gegenzug kurzärmelig durch den Winter pilgert sollte dies Auswirkungen auf den Lebensbalken oder der Ausdauer haben. In Gothic 3 gab es da zwar einen Perk zu erlernen, ob der Auswirkungen hatte weiss ich nicht mehr.
    Finde es schon komisch, dass in der Wüste (zugegeben neben vielen kurzärmeligen Rüstungen) hauptsächlich Leder und Metall getragen wird.
    Mad Bob zum Beispiel sitzt den ganzen Tag mit fetter Rüstung in der Sonne.
    Für mich ist es irgendwie störend fett angekleidet durch Wüsten zu laufen oder mich im Kampfmodus zu befinden.
    Wirklich? Also sowas ist mir eigentlich immer egal. Würde es wahrscheinlich sogar eher unpraktisch finden, wenn ich in einem Ahnengrab im Norden irgendeine dicke Rüstung finde, nachdem ich 1000 Skelette zerlegt habe und die dann im nächsten Akt nicht tragen kann, weil es dem namenlosen Helden ansonsten in der Wüste zu heiß ist^^
    llEill ist offline

  18. #18 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von der hofnarr
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    Zitat Zitat von Todesglubsch Beitrag anzeigen
    CEOs sind aber deshalb CEOs, weil ...
    Ich stimme dir grundsätzlich zu, aber ich finde von vornherein zu sagen: "Es geht nicht.", ist doch keine Option. Wenn man ein gut ausgearbeitetes Konzept zustande gebracht hat und davon überzeugt ist, dann sollte man sich bewegen. Nur wer sich bewegt, kann auf Chancen hoffen. Ein Konzept in einer Schublade hat einen ständigen Wert von genau 0.
    Gandalf: "Flieht, Ihr Narren!"

    Auf zum Forum von Silent Dreams!
    der hofnarr ist offline

  19. #19 Zitieren
    Ritter Avatar von Todesglubsch
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    Zitat Zitat von der hofnarr Beitrag anzeigen
    Nur wer sich bewegt, kann auf Chancen hoffen. Ein Konzept in einer Schublade hat einen ständigen Wert von genau 0.
    Bewegen, ja. Aber doch nicht direkt zu nem CEO und Geld und Team fordern. Gleichgesinnte finden, Prototypen entwerfen oder erstmal in der Branche bei einem anderen Projekt arbeiten und währenddessen das eigene Projekt verfeinern und Kontakte knüpfen. Und diese Kontakte sind oftmals nicht die CEOs. Bei den großen Publishern segnen die AFAIK eh keine Projekte ab, dafür sind sie zu wichtig.

    Als Normalsterblicher ohne vorweisbare Erfahrung bekommst du schlicht keine Chance irgendwem mit Entscheidungskraft etwas vorzuschlagen. Daran kannste nichts rütteln. Du sagst ja auch nicht "Hey, ich hab ne Idee für ein tolles Gesetz! Ich geh direkt zur Kanzlerin und schlag es ihr vor! "
    Todesglubsch ist offline

  20. #20 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von der hofnarr
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    Zitat Zitat von Todesglubsch Beitrag anzeigen
    Bewegen, ja. Aber doch nicht direkt zu nem CEO und Geld und Team fordern. Gleichgesinnte finden, Prototypen entwerfen oder erstmal in der Branche bei einem anderen Projekt arbeiten und währenddessen das eigene Projekt verfeinern und Kontakte knüpfen. Und diese Kontakte sind oftmals nicht die CEOs. Bei den großen Publishern segnen die AFAIK eh keine Projekte ab, dafür sind sie zu wichtig.

    Als Normalsterblicher ohne vorweisbare Erfahrung bekommst du schlicht keine Chance irgendwem mit Entscheidungskraft etwas vorzuschlagen. Daran kannste nichts rütteln. Du sagst ja auch nicht "Hey, ich hab ne Idee für ein tolles Gesetz! Ich geh direkt zur Kanzlerin und schlag es ihr vor! "
    Okay – es geht also in erster Linie um Vertrauen. Kann jemand der mit ein paar Seiten daherkommt und behauptet ein super Konzept für ein RPG zu haben, Vertrauen bei einem Verantwortlichen erwecken? Wohl kaum; deshalb habe ich ja weiter oben gesagt, dass so ein Konzept erst mal einiges beinhalten muss. Bei einem Verantwortlichen (es muss ja nicht gleich der CEO sein) muss ja irgendwie der Eindruck entstehen, dass man sich richtig mühe gegeben hat und daraus erfolgt eben, dass man es ernst meint. Wenn man es ernst meint, dann wird man in der Regel auch ernst genommen und wenn man ernst genommen wird, dann hat man zumindest schon einen Fuß in der Tür und ein gesteigertes Selbstbewusstsein. Was danach kommt, steht in den Sternen, wie man so schön sagt. Ein Publisher ist doch ständig an guten Spiel-Konzepten interessiert. Dat is' sein Job. Wenn jemand mit einer tollen Mappe daherkommt und gut gestalteten Unterlagen, warum sollte man so jemanden nicht wenigstens aus Respekt 5 min geben? Man würde die 5 min bekommen – denke ich, das Problem dabei ist aber, dass die meisten nicht einmal in der Lage sind überhaupt erst mal für sich selbst ein ernstzunehmendes Konzept anzufertigen. Von diesem Standpunkt aus gesehen, finde ich es also logisch, dass Publisher in erster Linie denjenigen das Vertrauen schenken, die schon mal ein Spiel fertiggestellt haben dat funktioniert, selbst wenn dieses Spiel einfach Müll ist. Aber das heißt doch noch lange nicht, dass man unbedingt ein Spiel schon gemacht haben muss, um von denen gehört zu werden. Würde die Welt so funktionieren, dann säßen wir wohl immer noch in Höhlen herum und dementsprechend "Haga Huga" grölen.
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