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  1. Beiträge anzeigen #41 Zitieren
    Badewannen-Mod Avatar von Juli Karen
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    Juli Karen ist gerade online
    Ich bin Raucher und halte mich für sehr tolerant gegenüber Nichtrauchern.

    Ich rauche nicht, wenn andere neben mir essen.

    Ich rauche´nicht ungefragt in fremden Wohnungen, bzw. nutze - wenn vom Wohnungsinhaber erlaubt und sofern vorhanden - den Balkon oder die Terasse. Wenn Rauchen innerhalb nicht möglich, gehe ich vor die Haustür.

    Ich stecke mir in der Öffentlichkeit - ausser in Rauchergruppen - keine Kippe direkt in Menschenmengen an, sondern seile mich freiwillig etwas ab.


    Aber irgendwo muss der Spass auch sein Ende haben.

    Ich sehe nicht ein, auf Nichtraucher Rücksicht zu nehmen, wenn sie von selber auf mich als bereits abseits stehenden Raucher zugehen. Zum einen, weil ich das Recht auf Rauchen an Orten habe, wo kein explizites Rauchverbot besteht und zum anderen, weil es die Nichtraucher sind, welche sich aktiv in die "Gefahrenzone" begeben.


    Und was die Vorbildfunktion betrifft:

    Niemand ist perfekt und daher kann es von niemandem verlangt werden.

    Die Vorbildfunktion hört nicht auf, nur weil ich als Erzieher - in meiner Pause und fernab der Kita oder in meiner Freizeit - rauche und ein Kind mich dabei zufällig sieht. Es ist schlicht Realität, wie Betrunkene, Schläger, Kriminelle auch.

    Ich missachte meine Vorbildfunktion erst, wenn ich meine Schutzbefohlenen nicht aufkläre, welche Folgen das Rauchen hat/haben kann und dass es auch Menschen gibt, die von dieser Sucht nicht wieder loslassen können.
    Dank & Gruß, JK
    -------------------------------------------------------------------
    (Entschuldigt bitte, aber ich kann mit Freundschaftslisten nicht viel anfangen. Daher sind Freundschaftsanfragen an mich zwecklos! Sorry)

    "2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die Dummheit des Menschen.
    Aber beim Universum bin ich mir noch nicht sicher!" (A. Einstein)

  2. Beiträge anzeigen #42 Zitieren
    Mythos Avatar von Drachenei
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    Drachenei ist offline
    Zitat Zitat von smiloDon Beitrag anzeigen
    Es stinkt aber nur der Raucher. Rücksichtnahme würde bedeuten, dass er auf die Ausübung seines Lasters zumindest temporär verzichtet.
    1.: Bevor das ersta Mal jemand Tabak verbrannte und den Rauch inhalierte, hat nichts gestunken? Wage ich zu bezweifeln. Es stinkt eine ganze Menge, vieles davon menschlichen Ursprungs, das wenigste davon (Tabakrauch eingeschlossen) für jeden gleichermaßen. Aber nur bei Rauchern fühlen manche Menschen sich berufen und berechtigt, zu intervenieren. Diese selektiv sensibilisierte Wahrnehmung ist es z.B. auch, die Leute Zeitungen durchblättern lässt, um bei Berichten über Straftaten gezielt nach Hinweisen über einen Migrationshintergrund des/der Täter suchen. Ist keiner da, wird ein solcher Hintergrund angenommen. (Vergleichsweise gilt bei Rauchern natürlich bei allem negativen, das ihnen je wiederfahren könnte: "Das kommt vom Rauchen!".). Wird er klar ausgeschlossen, gilt: "Kann man nix machen. Shit happens!". Toleranz geht anders.

    2.: Ich übe kein Laster aus. Um das in Form von Rauchen zu tun, müßte ich schon Deine Definition und damit die zugrunde liegende Weltsicht übernehmen. Überzogener kann eine Forderung gar nicht sein.

    3.: Rücksichtnahme von Raucherseite schließt Du als Möglichkeit also aus? Denn als Rücksichtnahme gilt für Dich ja nur, (zumindest temporär) kein Raucher zu sein. "Willst du nicht meinesgleichen sein, dann schließ dich halt zuhause ein!". Für gegenseitige Rücksichtnahme ist schon ein Entgegenkommen von beiden Seiten nötig. Das von Deiner Seite muß mir irgendwie entgangen sein.

    Apubecs Vorschlag der Vorsicht und gegenseitigen Rücksichtnahme und Toleranz ist der vernünftigste, der hier bisher gemacht wurde. Leben und leben (oder sterben - je nach Gusto) lassen. Aber das zugestandene Existenzrecht von beiden Seiten an beide Seiten, als das, was sie sind, ist nun mal die Minimalvoraussetzung für einen Konsens. Und genau das vermisse ich hier.
    Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga

  3. Beiträge anzeigen #43 Zitieren
    Auserwählter Avatar von Seelenschnitte
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    Seelenschnitte ist offline
    Hach, das erinnert mich an eine lustige Unterhaltung im PF. Dort hat mal ein Nutzer davon erzählt, die Raucher wären Kämpfer für die Freiheit und müssten sich gegen autokratische Nichtraucher zur Wehr setzen, um die Freiheit in die Welt zu tragen. Insofern gelte ich sehr gerne als despotischer Unterdrücker der Freiheit. Die Menschen werden eh eher selten der Verantwortung gerecht, welche mit der Freiheit stets verbunden ist.
    Beispielsweise ist ja nichts dabei, wenn jemand für sich seine Zigarette pafft, diese Freiheit steht jedem zu. So wie ich mir gerne die Freiheit nehme, diese Ekelbilder im Einkaufsmarkt interessiert zu betrachten. Trotzdem verstehe ich, dass mein Vati diese Bilder nicht gerne ansehen mag und reibe sie ihm darum auch nicht unter die Nase. Aus Rücksicht auf sein Befinden.
    Leider habe ich es eher selten erlebt, dass Raucher Rücksicht auf die Befindlichkeiten Anderer nehmen und sich nicht darum scheren, ob ihr Rauch jemanden stören könnte. Das kann ich nicht anders nennen, als Rücksichtslos und unverantwortlich. Wenn jemand aber mit seiner Freiheit unverantwortlich umgeht, dann wird diese Freiheit, früher oder später, verschwunden sein. Das passiert im Großen, wenn ein Volk seine Freiheit demokratischer Wahlen unverantwortlich handhabt und im Kleinen, wenn Leute ihre Freiheit rücksichtslos und zum Ärgernis Anderer ausleben.

    Insofern mach ich mir da keine Sorgen.
    per pedes

  4. Beiträge anzeigen #44 Zitieren
    Mythos Avatar von Drachenei
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    Drachenei ist offline
    Zitat Zitat von Seelenschnitte Beitrag anzeigen
    Hach, das erinnert mich an eine lustige Unterhaltung im PF. Dort hat mal ein Nutzer davon erzählt, die Raucher wären Kämpfer für die Freiheit und müssten sich gegen autokratische Nichtraucher zur Wehr setzen, um die Freiheit in die Welt zu tragen. Insofern gelte ich sehr gerne als despotischer Unterdrücker der Freiheit. Die Menschen werden eh eher selten der Verantwortung gerecht, welche mit der Freiheit stets verbunden ist.
    Beispielsweise ist ja nichts dabei, wenn jemand für sich seine Zigarette pafft, diese Freiheit steht jedem zu. So wie ich mir gerne die Freiheit nehme, diese Ekelbilder im Einkaufsmarkt interessiert zu betrachten. Trotzdem verstehe ich, dass mein Vati diese Bilder nicht gerne ansehen mag und reibe sie ihm darum auch nicht unter die Nase. Aus Rücksicht auf sein Befinden.
    Leider habe ich es eher selten erlebt, dass Raucher Rücksicht auf die Befindlichkeiten Anderer nehmen und sich nicht darum scheren, ob ihr Rauch jemanden stören könnte. Das kann ich nicht anders nennen, als Rücksichtslos und unverantwortlich. Wenn jemand aber mit seiner Freiheit unverantwortlich umgeht, dann wird diese Freiheit, früher oder später, verschwunden sein. Das passiert im Großen, wenn ein Volk seine Freiheit demokratischer Wahlen unverantwortlich handhabt und im Kleinen, wenn Leute ihre Freiheit rücksichtslos und zum Ärgernis Anderer ausleben.

    Insofern mach ich mir da keine Sorgen.
    Fehlerhafte Formulierung bei der Grundannahme (obgleich jedoch in der späteren Ausführung das richtige gemeint ist): Verantwortung ist nicht an Freiheit gebunden, sondern an Macht. Unterschied: Freiheit wird in Anspruch genommen, Macht ausgeübt. Und um dieses Grenzgebiet geht es letztlich in der ganzen Debatte. Das Hauptaugenmerk der Machtausübung liegt in der Einflußnahme. Das der Freiheit im Unbehelligtsein. Im öffentlichen Raum führen die Überschneidung von beidem zur Notwendigkeit konsensbasierter Regeln. Der Raucher beansprucht (im Rahmen seiner Möglichkeiten und imo zurecht) die Freiheit, seine Atemluft nach seinen Vorlieben zu gestalten. Dies beinhaltet Rauch. Der Nichtraucher beansprucht die gleiche Freiheit (natürlich ebenfalls zurecht). Und dies schließt Rauch aus. Und hier gilt es dann eben, sorgfältig abzuwägen, unter sorgfältiger Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeiten. Das geht jedoch nur, solange die Debatte nicht durch Hetze, Extrempositionen und Übertreibungen aufgepeitscht und vergiftet wird. Beide Seiten beanspruchen berechtigt ein angemessenes Maß an Freiheit. Das sollte sich doch eigentlich machen lassen. Sind die Möglichkeiten, einander aus dem Weg zu gehen, auf dem bestmöglichen Stand? Wäre ein Mundschutz, wie er z.B. in schadstoffbelasteten asiatischen Städten immer beliebter wird, keine Option? Er höbe zumindest die Glaubwürdigkeit der geplagten Nichtraucher an und würde sie vom Vorwurf des ideologischen Tunnelblickes entlasten. Und hier kommen wir nun zum eigentlichen Problem: Geht es Antirauchern wirklich um ihre Freiheit? Oder um Machtausübung? Der Raucher hat daran kein Interesse. Kein Raucher hat jemals eine Zigarette des Effektes auf Nichtraucher wegen angezündet. Wo läge da auch der Sinn? Der Raucher strebt keine Einflußnahme auf die Lebensweise anderer an. Er sieht seine Freiheit nicht als höherrangig an, als die der Nichtraucher. Wohl aber als gleichrangig. Können jene Nichtraucher, die in der Debatte mittlerweile aggressiv die Meinungsführerschaft beanspruchen, das auch von sich behaupten?
    Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga

  5. Beiträge anzeigen #45 Zitieren
    Ritter
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    Apubec ist offline
    Zitat Zitat von Juli Karen Beitrag anzeigen
    Ich bin Raucher und halte mich für sehr tolerant gegenüber Nichtrauchern.

    Ich rauche nicht, wenn andere neben mir essen.

    Ich rauche´nicht ungefragt in fremden Wohnungen, bzw. nutze - wenn vom Wohnungsinhaber erlaubt und sofern vorhanden - den Balkon oder die Terasse. Wenn Rauchen innerhalb nicht möglich, gehe ich vor die Haustür.

    Ich stecke mir in der Öffentlichkeit - ausser in Rauchergruppen - keine Kippe direkt in Menschenmengen an, sondern seile mich freiwillig etwas ab.


    Aber irgendwo muss der Spass auch sein Ende haben.

    Ich sehe nicht ein, auf Nichtraucher Rücksicht zu nehmen, wenn sie von selber auf mich als bereits abseits stehenden Raucher zugehen. Zum einen, weil ich das Recht auf Rauchen an Orten habe, wo kein explizites Rauchverbot besteht und zum anderen, weil es die Nichtraucher sind, welche sich aktiv in die "Gefahrenzone" begeben.


    Und was die Vorbildfunktion betrifft:

    Niemand ist perfekt und daher kann es von niemandem verlangt werden.

    Die Vorbildfunktion hört nicht auf, nur weil ich als Erzieher - in meiner Pause und fernab der Kita oder in meiner Freizeit - rauche und ein Kind mich dabei zufällig sieht. Es ist schlicht Realität, wie Betrunkene, Schläger, Kriminelle auch.

    Ich missachte meine Vorbildfunktion erst, wenn ich meine Schutzbefohlenen nicht aufkläre, welche Folgen das Rauchen hat/haben kann und dass es auch Menschen gibt, die von dieser Sucht nicht wieder loslassen können.
    Bester Beitrag!
    Zitat Zitat von Apubec Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit
    § 1 Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme
    Oder anders ausgedrückt Toleranz von beiden Seiten!
    Ich bin zwar Nichtraucher, aber wenigstens hat es einer verstanden.
    Alles andere macht ein Miteinander unmöglich.

    Zitat Zitat von Drachenei Beitrag anzeigen
    Wenn etwas und jemand so gezielt herausgepickt und zum Feindbild aufgebaut wird, dann geht nicht um eine reale Bedrohung, sondern um Hetze - und nichts weiter.
    Das ist allgegenwärtig und allgemein gültig!
    Es gibt kein gut und böse, kein Richtig und kein Falsch, nur Entscheidungen und Konsequenzen.

  6. Beiträge anzeigen #46 Zitieren
    Kriegerin Avatar von Eispfötchen
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    Eispfötchen ist offline
    Ich bin mittlerweile auch toleranter als früher, aber wenn ich mir die Beiträge hier so ansehe, frage ich mich, ob das überhaupt gut ist. Vielleicht sollte ich zurückrudern und wieder strikter sein? Wenn beide Seiten auf einander Rücksicht nehmen, fein, aber was wenn nicht? Das passiert mir oft genug, was also tun? Der Logik in dieser Diskussionsrunde nach währe ja folgendes Möglich.
    Situation:
    Ich stehe in einer langen Warteschlange, wo abzusehen ist, dass es bestimmt noch eine halbe Stunde dauern wird, bis ich an die Reihe komme. Hinter und / oder vor mir zündet sich jemand eine Zigarette an, ohne zu fragen oder sonstwie auf die anderen Menschen um sich herum rücksicht zu nehmen. Diese Person hat die Toleranz der anderen Menschen um sich herum also misbraucht und verhält sich rücksichtslos. Es entsteht Geruchsbelästigung und vielleicht sogar eine gewisse Art von Körperverletzung. Wenn ich diese Person jetzt darauf anspreche könnte es sein, dass diese Person die Zigarette wegwerft und austritt, aber dieses Verhalten tritt in der Realität so gut wie nie auf, denn meistens sind sich Raucher ja durchaus bewusst, dass sie in einer Schlange stehen wo eben auch andere Leute stehen und ganz gewiss wollen sie nicht ihre kostbare Zigarette austreten. Viel wahrscheinlicher ist also, dass sie anfangen zu pöbeln, sich zu "wehren", wie man es denn wagen kann sie belehren zu wollen oder vorschreiben zu wollen was man zu tun oder zu lassen hat. Von mir aus kann diese Person ja auch rauchen, aber eben nicht da wo ich stehen muss. Wenn ich weggehe, geht ja mein Platz in der ewig angestandenen Schlange verloren. Laut Logik hier in der Diskussion hat diese Person die gegenseitige Toleranz also gebrochen, dann kann ich das ja im Gegenzug auch tun und dieser Person eine Ohrfeige verpassen. Das ist auch eine Art von Körperverletzung.

    So weit zur Theorie. In der Realität sieht es dann so aus: rauchende Person regt sich auf, warum ich ihn Ohrfeige und schlägt zurück, was ich mir dann natürlich auch nicht bieten lassen kann. Es entsteht eine Klopperei, bei der Augenzeugen dann anführen werden, dass ICH angefangen hätte, eben wegen meiner Ohrfeige.
    Meiner Meinung nach geht es also um eine öffentliche Wahrnehmung. Die hier teilweise beschworene angebliche Hetze gegen Raucher ist meinen Erfahrungen nach nicht wirklich existent, eher der Schutz der Raucher. Wer sagt denn mal etwas, wenn Leute im Restaurant, in der Schlange, an der Bushaltestelle rauchen, vor einem Gebäude rauchen wo dann jeder durch muss, der rein oder raus will? Erfahrungsgemäß niemand. Alle erwarten, dass man das eben hinzunehmen hat. Nach dem Motto: Ist eben so. Wenn ich früher mal was gesagt habe, galt ich immer gleich als Extrem.

    Also gegenseitige Rücksichtnahme ja, aber es müsste eben auch eine Regelung geben was man als Nichtraucher machen darf, um sich gegen ungewollten Rauch zu wehren.

  7. Beiträge anzeigen #47 Zitieren
    Mythos Avatar von Drachenei
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    Drachenei ist offline
    Zitat Zitat von Eispfötchen Beitrag anzeigen
    Ich bin mittlerweile auch toleranter als früher, aber wenn ich mir die Beiträge hier so ansehe, frage ich mich, ob das überhaupt gut ist. Vielleicht sollte ich zurückrudern und wieder strikter sein? Wenn beide Seiten auf einander Rücksicht nehmen, fein, aber was wenn nicht? Das passiert mir oft genug, was also tun? Der Logik in dieser Diskussionsrunde nach währe ja folgendes Möglich.
    Situation:
    Ich stehe in einer langen Warteschlange, wo abzusehen ist, dass es bestimmt noch eine halbe Stunde dauern wird, bis ich an die Reihe komme. Hinter und / oder vor mir zündet sich jemand eine Zigarette an, ohne zu fragen oder sonstwie auf die anderen Menschen um sich herum rücksicht zu nehmen. Diese Person hat die Toleranz der anderen Menschen um sich herum also misbraucht und verhält sich rücksichtslos. Es entsteht Geruchsbelästigung und vielleicht sogar eine gewisse Art von Körperverletzung. Wenn ich diese Person jetzt darauf anspreche könnte es sein, dass diese Person die Zigarette wegwerft und austritt, aber dieses Verhalten tritt in der Realität so gut wie nie auf, denn meistens sind sich Raucher ja durchaus bewusst, dass sie in einer Schlange stehen wo eben auch andere Leute stehen und ganz gewiss wollen sie nicht ihre kostbare Zigarette austreten. Viel wahrscheinlicher ist also, dass sie anfangen zu pöbeln, sich zu "wehren", wie man es denn wagen kann sie belehren zu wollen oder vorschreiben zu wollen was man zu tun oder zu lassen hat. Von mir aus kann diese Person ja auch rauchen, aber eben nicht da wo ich stehen muss. Wenn ich weggehe, geht ja mein Platz in der ewig angestandenen Schlange verloren. Laut Logik hier in der Diskussion hat diese Person die gegenseitige Toleranz also gebrochen, dann kann ich das ja im Gegenzug auch tun und dieser Person eine Ohrfeige verpassen. Das ist auch eine Art von Körperverletzung.

    So weit zur Theorie. In der Realität sieht es dann so aus: rauchende Person regt sich auf, warum ich ihn Ohrfeige und schlägt zurück, was ich mir dann natürlich auch nicht bieten lassen kann. Es entsteht eine Klopperei, bei der Augenzeugen dann anführen werden, dass ICH angefangen hätte, eben wegen meiner Ohrfeige.
    Meiner Meinung nach geht es also um eine öffentliche Wahrnehmung. Die hier teilweise beschworene angebliche Hetze gegen Raucher ist meinen Erfahrungen nach nicht wirklich existent, eher der Schutz der Raucher. Wer sagt denn mal etwas, wenn Leute im Restaurant, in der Schlange, an der Bushaltestelle rauchen, vor einem Gebäude rauchen wo dann jeder durch muss, der rein oder raus will? Erfahrungsgemäß niemand. Alle erwarten, dass man das eben hinzunehmen hat. Nach dem Motto: Ist eben so. Wenn ich früher mal was gesagt habe, galt ich immer gleich als Extrem.

    Also gegenseitige Rücksichtnahme ja, aber es müsste eben auch eine Regelung geben was man als Nichtraucher machen darf, um sich gegen ungewollten Rauch zu wehren.
    Beispiel Schlange: "Hm. Da drüben steht keiner, und ich habe die Schlange im Blick. Können sie mir meinen Platz freihalten?".

    Wer übrigens hatte die Raucher doch gleich vor die Gebäude verbannt? Eines muß unbedingt endlich aus den Köpfen raus: "Die Raucher könnten ja genausogut auch einfach nicht rauchen.". Nein. Genau das ist eben gerade keine Option, und beim Drängen darauf anstelle der Suche nach anderen Lösungen, ist die Grenze eben klar überschritten. Die entscheidende Frage ist also: Wohin? Es sollte auch bedacht werden: Im Regen geht die Zigarette aus. Also: Wie teilen wir den Raum auf, ohne daß das heilige Feuer erlischt und ohne daß Nichtraucher Rauch wegatmen, für den sie gar nicht bezahlt haben? Was spräche gegen Raucherlounges? Mit Luftschleuse, positioniert, wo keiner durch muß und mit bequemen Sitzmöbeln, für die Raucher, die häufiger dort zugegen sind, sicherlich zusammenlegen würden? Aber nein, da spielt ja dann wieder die vermaledeite Ideologie mit rein: "Raucher sind Sünder, und wenn Sünder schon unbedingt sündigen müssen, sollen sie sich dabei wenigstens schlecht fühlen.".

    Einigungen wären durchaus möglich. Aber nicht, solange eine Seite die andere als Missionsgebiet betrachtet oder ihr gar die Existenzberechtigung abspricht. Daß das so nichts werden kann, sieht man am Nahostkonflikt.
    Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga

  8. Beiträge anzeigen #48 Zitieren
    Forenkater Avatar von Matteo
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    Matteo ist offline
    Zitat Zitat von Drachenei Beitrag anzeigen
    Unterschied: Freiheit wird in Anspruch genommen, Macht ausgeübt. Und um dieses Grenzgebiet geht es letztlich in der ganzen Debatte. Das Hauptaugenmerk der Machtausübung liegt in der Einflußnahme. Das der Freiheit im Unbehelligtsein. Im öffentlichen Raum führen die Überschneidung von beidem zur Notwendigkeit konsensbasierter Regeln. Der Raucher beansprucht (im Rahmen seiner Möglichkeiten und imo zurecht) die Freiheit, seine Atemluft nach seinen Vorlieben zu gestalten. Dies beinhaltet Rauch. Der Nichtraucher beansprucht die gleiche Freiheit (natürlich ebenfalls zurecht). Und dies schließt Rauch aus. Und hier gilt es dann eben, sorgfältig abzuwägen, unter sorgfältiger Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeiten. Das geht jedoch nur, solange die Debatte nicht durch Hetze, Extrempositionen und Übertreibungen aufgepeitscht und vergiftet wird. Beide Seiten beanspruchen berechtigt ein angemessenes Maß an Freiheit. Das sollte sich doch eigentlich machen lassen. Sind die Möglichkeiten, einander aus dem Weg zu gehen, auf dem bestmöglichen Stand? Wäre ein Mundschutz, wie er z.B. in schadstoffbelasteten asiatischen Städten immer beliebter wird, keine Option? Er höbe zumindest die Glaubwürdigkeit der geplagten Nichtraucher an und würde sie vom Vorwurf des ideologischen Tunnelblickes entlasten. Und hier kommen wir nun zum eigentlichen Problem: Geht es Antirauchern wirklich um ihre Freiheit? Oder um Machtausübung? Der Raucher hat daran kein Interesse. Kein Raucher hat jemals eine Zigarette des Effektes auf Nichtraucher wegen angezündet. Wo läge da auch der Sinn? Der Raucher strebt keine Einflußnahme auf die Lebensweise anderer an. Er sieht seine Freiheit nicht als höherrangig an, als die der Nichtraucher. Wohl aber als gleichrangig. Können jene Nichtraucher, die in der Debatte mittlerweile aggressiv die Meinungsführerschaft beanspruchen, das auch von sich behaupten?
    Keiner behauptet dass der Raucher raucht um Nichtraucher zu ärgern. Aber Fakt ist: Der Raucher greift eben sehr wohl in die Lebensweise des Nichtrauchers ein, denn dadurch dass er in Anwesenheit eines Nichtrauchers raucht, nimmt er letzterem die Möglichkeit seine "Atemluft nach seinen Vorlieben zu gestalten" wie du es so schön ausdrückst. Dass du aus simplen Bedürfnis des Nichtrauchers, nicht durch Rauch belästigt zu werden den Wunsch nach Machtausübung gegenüber Rauchern ableitest ist hahnebüchener Unsinn und eine typische Verdrehung des Täter-Opfer Verhältnisses.
    Oder willst du dich ernsthaft darauf berufen, dir gegenüber werde Macht ausgeübt, weil dir untersagt wird andere zu schädigen?
    Mal als Analogie: Würdest du auch sagen, es wäre ein angemessenes Maß an Freiheit, wenn jeder in der öffentlichkeit laut Musik hört und diejenigen die es stört können ja Ohrstöpsel tragen?

    Zitat Zitat von Drachenei Beitrag anzeigen
    Wer übrigens hatte die Raucher doch gleich vor die Gebäude verbannt? Eines muß unbedingt endlich aus den Köpfen raus: "Die Raucher könnten ja genausogut auch einfach nicht rauchen.". Nein. Genau das ist eben gerade keine Option
    Warum ist das keine Option?
    Geändert von Matteo (15.08.2018 um 23:02 Uhr)

  9. Beiträge anzeigen #49 Zitieren
    Ritter Avatar von Meister Bratwurst
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    Meister Bratwurst ist offline
    Zitat Zitat von Drachenei Beitrag anzeigen
    Beispiel Schlange: "Hm. Da drüben steht keiner, und ich habe die Schlange im Blick. Können sie mir meinen Platz freihalten?".

    Wer übrigens hatte die Raucher doch gleich vor die Gebäude verbannt? Eines muß unbedingt endlich aus den Köpfen raus: "Die Raucher könnten ja genausogut auch einfach nicht rauchen.". Nein. Genau das ist eben gerade keine Option, und beim Drängen darauf anstelle der Suche nach anderen Lösungen, ist die Grenze eben klar überschritten. Die entscheidende Frage ist also: Wohin? Es sollte auch bedacht werden: Im Regen geht die Zigarette aus. Also: Wie teilen wir den Raum auf, ohne daß das heilige Feuer erlischt und ohne daß Nichtraucher Rauch wegatmen, für den sie gar nicht bezahlt haben? Was spräche gegen Raucherlounges? Mit Luftschleuse, positioniert, wo keiner durch muß und mit bequemen Sitzmöbeln, für die Raucher, die häufiger dort zugegen sind, sicherlich zusammenlegen würden? Aber nein, da spielt ja dann wieder die vermaledeite Ideologie mit rein: "Raucher sind Sünder, und wenn Sünder schon unbedingt sündigen müssen, sollen sie sich dabei wenigstens schlecht fühlen.".

    Einigungen wären durchaus möglich. Aber nicht, solange eine Seite die andere als Missionsgebiet betrachtet oder ihr gar die Existenzberechtigung abspricht. Daß das so nichts werden kann, sieht man am Nahostkonflikt.
    raucherlounges unterstütze ich voll wären diese dann aber nicht sowas wie eine europäische shisha-bar?
    Zitat Zitat von Cleanboy Beitrag anzeigen
    Fettleibige Schaden der Umwelt Und sind eine Gefahr für ihre Mitmenschen.
    Desweiteren sondern sie, gerade bei den jetzigen hitzewellen, eine enorme körperwärme ab, das Risiko einen Hitzschlag in der Nähe solch einer Person zu bekommen ist nicht gering.

  10. Beiträge anzeigen #50 Zitieren
    Kriegerin Avatar von Eispfötchen
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    Eispfötchen ist offline
    Beispiel Schlange: "Hm. Da drüben steht keiner, und ich habe die Schlange im Blick. Können sie mir meinen Platz freihalten?".
    Hätte ich überhaupt kein Problem dem Rauch den Platz frei zu halten. Würde ich machen, wenn er dafür dann weg geht. Meistens macht das keiner, aber könnte ich ja mal vorschlagen, wenn sich mal wieder neben mir einer eine Zigarette anzündet.

    Wer übrigens hatte die Raucher doch gleich vor die Gebäude verbannt?
    Ist ja auch in Ordnung. Aber was spricht denn dagegen von der Tür wegzugehen und es sich unter einem schattigen Bäumchen gemütlich zu machen? Gerade der Eingang ist die dümmste Idee, da damit überhaupt keinem geholfen ist. Alle Menschen müssen ja trotzdem durch den Rauch. Ich sehe da einfach nur Faulheit, nach dem Motto: "Uh, wir müssen vor die Tür, aber wir gehen nur minimal so weit wie wir müssen, ohne darüber nachzudenken, ob das überhaupt sinnvoll ist."
    Ich sage es noch mal ganz klar. Es geht nicht darum, dass Leute überhaupt nicht mehr rauchen. Das können sie ja auch weiterhin. Es geht darum, dass sie nicht da rauchen wo ständig andere Leute damit geärgert werden.

    P.S. Laute Musik halte ich nur dann für vergleichbar wenn die mitten in der Nacht angestellt wird, so dass man nicht schlafen kann und auch das nur wenn es immerzu ist, man also gar nicht mehr zum schlafen kommt, ohne Ohrstöpsel. Erst dann hätte das auch Auswirkungen auf die Gesundheit.

    raucherlounges unterstütze ich voll
    [Bild: s_034.gif]
    wären diese dann aber nicht sowas wie eine europäische shisha-bar?
    [Bild: s_067.gif]
    Gibt es doch im Prinzip schon. Einige Kneipe haben sich auf Raucher als Gäste spezialisiert und der Qaulm steht in der Luft. Ist auch in Ordnung, wer das nicht möchte, geht halt nicht rein. Gibt genug Alternativen.

  11. Beiträge anzeigen #51 Zitieren
    Mythos Avatar von Drachenei
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    Drachenei ist offline
    Zitat Zitat von Eispfötchen Beitrag anzeigen
    Ist ja auch in Ordnung. Aber was spricht denn dagegen von der Tür wegzugehen und es sich unter einem schattigen Bäumchen gemütlich zu machen? Gerade der Eingang ist die dümmste Idee, da damit überhaupt keinem geholfen ist. Alle Menschen müssen ja trotzdem durch den Rauch. Ich sehe da einfach nur Faulheit, nach dem Motto: "Uh, wir müssen vor die Tür, aber wir gehen nur minimal so weit wie wir müssen, ohne darüber nachzudenken, ob das überhaupt sinnvoll ist."
    Ich sage es noch mal ganz klar. Es geht nicht darum, dass Leute überhaupt nicht mehr rauchen. Das können sie ja auch weiterhin. Es geht darum, dass sie nicht da rauchen wo ständig andere Leute damit geärgert werden.
    Was dagegen spricht, ist nicht nur Faulheit (und warum sollte einem Raucher diese nicht zustehen?), sondern auch noch andere Faktoren: Zum einen ist man angehalten, Raucherpausen möglichst kurz zu halten. Je weiter der Weg, desto kontraproduktiver. Zudem sind die Aschenbecher meist neben der Tür platziert. Und das hat oft noch einen ganz anderen Grund: Die Raucher sollen zur Schau gestellt werden. Was ist wohl abschreckender? Ein paar Raucher, die gemütlich in einem Gartenpavillon sitzen (Habe ich mal in einer Fortbildungseinrichtung gesehen. Ein paar Raucher unter den Teilnehmern hatten das kurzerhand zu ihrem Projekt gemacht, und somit nebenbei die Einrichtung aufgewertet.), oder solche, die - stehend und Wind und Wetter trotzend - den Preis für ihre unbeliebte Leidenschaft zahlen? Weitere Gründe: Eingangsbereiche sind windgeschützter und oft zumindest z.T. überdacht. Es ist Quatsch, dort zu rauchen, wo kein Feuer angeht oder weiterbrennt.

    Möglich wäre durchaus so einiges - wenn man die Situationen problemlösungsorientiert angeht, anstatt alberne Machtspielchen zu spielen. Und nie vergessen: Der Ton macht die Musik. Unterbreite den Rauchern in der Schlange besagten Vorschlag das nächste Mal doch einfach mal - ohne Vorwurf oder Kommandoton. Du magst überrascht sein, wie kooperativ unsereins ist. Wenn man Rauchern allerdings blödkommt, ruft das natürlich die gleiche Reaktion hervor, wie bei jedem anderen auch.
    Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga

  12. Beiträge anzeigen #52 Zitieren
    Ritter Avatar von Weltenschmerz
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    Weltenschmerz ist offline
    Ach bin ich froh dass sich dieses ganze Raucher-Thema bald erledigt haben wird.
    Dann muss man nicht mehr darüber diskutieren ob es ok ist wenn einen raucher durch ihre blße anwesenheit vergiften.
    Ich bin sowas von Sig.

  13. Beiträge anzeigen #53 Zitieren
    Legend Avatar von Heinz-Fiction
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    Heinz-Fiction ist offline
    Ich verstehe die ganze Aufregung um das Raucherthema gar nicht. In den über 10 Jahren, die ich jetzt rauche, wurde ich nur einmal dumm angemacht wegen dem Rauch bzw. dem Geruch direkt nach dem Rauchen, und die Beschwerde kam von jemanden, der sowieso nicht ganz richtig im Kopf ist. Ich wüsste nicht, was dagegen spricht, in einer Warteschlange nicht zu rauchen. Wer es ne halbe Stunde nicht ohne Kippe aushält, sollte sich lieber Gedanken um sein eigenes Suchtverhalten machen, als sich über die vermeintliche Machtausübung von Nichtrauchern zu beschweren. Ich halte es mit dem Rauchen exakt so wie Juli Karen weiter oben - da wird sich kaum einer drüber beschweren, weder der Raucher noch der Nichtraucher.
    Allerdings bin ich schon der Meinung, dass es (gekennzeichnete) Raucherkneipen oder ähnliche Etablissements geben sollte, sofern sich das überhaupt rechnet. Ist ja niemand gezwungen, so ein Lokal zu betreten.

  14. Homepage besuchen Beiträge anzeigen #54 Zitieren
    Mythos Avatar von Orkjäger XD
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    Orkjäger XD ist offline
    Zitat Zitat von Wocky Beitrag anzeigen
    Jap. Und rauchenden, trinkenden, dicken, nicht sporttreibenden, carnivoren Eltern, muss umgehend das Sorgerecht entzogen werden.
    Es sei denn, sie gehen Sonntags in die Kirche. Das gliche alles wieder aus.
    Aber nur gegen eine kleine monetäre Zuwendung versteht sich

    Zitat Zitat von Meister Bratwurst Beitrag anzeigen
    Die Erzieher werden dafür bezahlt den Kindern zu zeigen was gefährlich/ungefährlich, fies und freundlich ist, das ist deren Job.
    Das würde ich eher als Job der Eltern bezeichnen

  15. Beiträge anzeigen #55 Zitieren
    Auserwählter Avatar von Seelenschnitte
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    Seelenschnitte ist offline
    @Drachenei

    Um Frei sein zu können brauchst du eine gewisse Macht. Die nennt man heute gerne Durchsetzungsvermoegen, hat aber auch noch andere Aspekte. Du übst also Macht aus um Freiheit in Anspruch nehmen zu können. Insofern sind sogar Beide nicht von der Verantwortung zu trennen. Du musst deine Macht verantwortlich ausüben um dann deine Freiheit sinnvoll in Anspruch nehmen zu können. Und wie könnte die Ausübung sinnvoll sein, wenn sie unverantwortlich passiert?
    Da die Macht hier aber nur ein Mittel zum Zweck ist, spar ich mir meist sie zu erwähnen. Man muss so ein Thema ja nicht unnötig aufblasen, selbst, wenn kann die Macht dazu hat. Ich finde sowas unverantwortlich.

    Manche Menschen genießen tatsächlich die Macht, Anderen die, wie du sagst, Luftgestalltung zu beeinflussen. Ich habe da ein gutes Dutzend Raucher erlebt, die dies tun. Aber sicherlich geht das in beide Richtungen. Geht halt um die soziale Komponente und da sind wir, Raucher wie Nichtraucher, (Antiraucher halte ich für eine provokante Übertreibung, gut, dass du dich davon so eindeutig distanziert hast)alle nur Menschen.

    Fast möchte ich ja die Nichtraucher dazu auffordern, Mitleid mit den Rauchern zu haben. Immerhin ist das Rauchen eine Belastung für den Geldbeutel, die Gesundheit und die klare Menschenvernunft. Aber das würde wohl zu weit gehen.
    per pedes

  16. Beiträge anzeigen #56 Zitieren
    Kriegerin Avatar von Eispfötchen
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    Eispfötchen ist offline
    Man kann sich ja auch selbst einteilen wie oft man zum rauchen geht, dafür kann man dann länger sitzen bleiben. (Fairerweise sollten sich hier die Nichtraucher ein Beispiel nehmen und während ihrer Arbeitszeit auch einfach mal Pausen zwischendurch einlegen.) Zehn meter weiter sind in wenigen Sekunden gelaufen, das ist also kein wirklich realistisches Argument, dass es zu viel Zeit brauchen würde, mal etwas weg zu gehen. Aschenbecher kann man auch einfach mitnehmen, oder versetzen.
    Bei mir auf Arbeit gibt es eine Abteilung, die es sich ein Stück ab vom Eingang gemütlich gemacht hat. Draußen gibt es eine Überdachung mit Bänken und solchen großen Stehaschenbecher wo locker mehrere Tausend Kippen reinpassen würden. Wer dazustoßen möchte, kann das gerne machen. Die Nichtraucher müssen nicht durch einen zugequalmten Eingangsbereich. Manche anderen Abteilungen versuchen ähnliche Konzepte, andere bleiben vor der Tür hocken. Alles Eigeninitiative, man hat es doch selbst in der Hand.


    @Drachenei
    Die Raucher sollen zur Schau gestellt werden.
    Vom wem? Irgendwie sind das immer dubiose Leute, die das machen, oder wie? Mich beschleicht der Verdacht, dass du da arg viel Hinterlist in die Köpfe anderer Leute hineininterpretierst. Von wegen zur Schau stellen und was weiß ich. Ich sehe da keine geheimen Verschwörungen um die Raucher auszugrenzen, es ist ganz einfach Abneigung, aufgrund des Verhaltens einzelner Individuen: Kippen herumschmeißen, "sich freiraum schaffen mittels Rauch". ... hm... vielleicht kann man sich das als Raucher nicht vorstellen, ich versuch mal eine Analogie. Nehmen wir mal an, ich als Nichtraucher würde jetzt anfangen alle Naselang Bonbon und Kaugummipapier auf den Boden zu schmeißen und mich nicht weiter drum kümmern. Warum sollte ich auch? ICH lass es einfach mal liegen. Das können ja ANDERE weg machen. Damit ich meinen Freiraum bekomme schubse ich jeden von mir weg, der einen Radius unter zwei Metern zu mir unterschreitet und wenn sie dann trotzdem noch mal wiederkommen kriegen sie auf die Fresse.
    So ... wenn ich so wäre, dann könnte man sich doch bestimmt vorstellen, dass es gewisse Leute gibt, die eine Abneigung gegen mich entwickeln würden. Meinst du nicht? Es ist ja nicht so, dass die Leute erfahren, oh ... du bist Raucher, ne geh weg, sondern, sie urteilen nach dem Verhalten z.B. eben Kippen rumschmeißen, in Gegenwart von anderen Leuten ihren Rauch in die Luft blasen und das wird dann abgewertet, eben weil es unsozial ist. Genauso wie viele andere unsoziale Dinge eben auch abgewertet werden. Wer sich wie ein Arschloch verhält wird in aller Regel auch wie ein Arschloch behandelt, ganz egal, ob Raucher oder nicht. Man hat selbst in der Hand wie man gesehen wird, dazu braucht man keine ominösen Verschwörungen. Wer sich als Raucher tolerant verhält (wie das hier auch schon einige offenbart haben) wird in aller Regel auch von seinen Mitmenschen nicht abgewertet und auch nicht anders gesehen als andere Nichtraucher.

  17. Beiträge anzeigen #57 Zitieren
    Mythos Avatar von Turambars
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    Turambars ist offline
    Zitat Zitat von Drachenei Beitrag anzeigen
    Wer übrigens hatte die Raucher doch gleich vor die Gebäude verbannt?
    Die Raucher selbst haben es zu verantworten durch rücksichtslosigkeit oder weil sie nicht gegen das Volksbegehren gestimmt haben

  18. Beiträge anzeigen #58 Zitieren
    Halbgott Avatar von Lemimus
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    Lemimus ist offline
    Also ich finde, Raucher sollten nur neben anderen Rauchern, also neben Erwachsenen stehen. Denn damit belästigen sie ja niemanden und erst recht keine Kinder.
    Welches Jahr haben wir denn? 1387? Ach, leckt mich doch!!

    Die Geschichte schreibt der Sieger, doch die Geschichten schreiben alle.

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