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Youtube Videos in Deutsch oder Englisch?

  1. #1 Reply With Quote
    Krieger
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    Wenn ihr Youtube Videos sucht, meinetwegen z.b. Programmier-Tutorials aber auch anderes,
    gebt ihr jemals deutsche Suchbegriffe ein oder sucht ihr alles auf englisch?
    Ich selbst suche immer auf englisch, daher würde ich, wenn ich es nicht extra darauf anlege, deutsche Videos gar nicht finden.

    Wie ist das bei euch?
    Wenn man einen Programmier-Kanal machen wollte, besser in deutsch oder in englisch?
    Gothicforum is offline

  2. #2 Reply With Quote
    Ehrengarde Plasquar's Avatar
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    Ich suche 95% aller Videos in Englisch, weil man da eine größere Auswahl bekommt und schneller wechseln kann, falls einem die ersten paar nicht zusagen.
    Wenn du fließend Englisch kannst, würde ich deinen Kanal (glaube, das hast du vor?) auf Englisch machen. Damit erreicht man halt einfach mehr Leute.

    Und man lernt dabei selbst etwas. Man lernt bei Vokabeln nie aus.
    Let's Plays:
    Gothic 2 - Nostalgic Edition (Deutsch)
    Gothic 2 - Odyssee 2.5 (Deutsch)
    Gothic 2 - Returning 2.0 AB Nightmare (Live) (Deutsch)
    Diverse kurze Gothic 1/2 Mods (Deutsch)

    Gothic Livestreams (Start abends um 18:00 Uhr) auf Twitch.
    Installationshilfen und alles, was mit Gothic zu tun hat auf meinem Discord: https://discord.gg/CuxRAy3.
    Plasquar is offline

  3. #3 Reply With Quote
    Krieger
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    Jun 2012
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    Braucht Youtube eigentlich noch Java-Tutorials (Einsteiger bis Intermediate)
    (gut strukturiert mit gutem Überblick, habe ich bisher nicht soo gesehen)
    oder gibt es da schon genug, die wirklich gut und hilfreich sind?
    Gothicforum is offline Last edited by Gothicforum; 23.08.2018 at 13:13.

  4. #4 Reply With Quote
    Forschungsreisender  jabu's Avatar
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    Was habe ich mich dort schon durch Tutorials gewühlt, und fast alles war Kloppmist. Ich glaube, dass YT nicht einfach noch mehr Tutorials braucht, sondern bessere!

    Die Akustik:
    Die Qualen beginnen schon dort, wo Leute einfach anfangen, ohne ihre Akustik zu überprüfen (zu leise mit starkem Rauschen, übersteuert etc.). Ich bin nicht pingelig, aber man sollte schon konzentriert folgen können. Wenn man zig Folgen macht, was wohl nötig ist, denn reine Einstiegshilfen gibt es reichlich, dann sollte es sich doch lohnen, vorher ein gescheites Mikrofon zu besorgen (und nicht erst ab Folge 20). Das muss gar nicht teuer sein.
    Was meistens rauscht wie die Pest: Mikrofon ohne Verstärker am Mikrofoneingang einer billigen On-Board-Soundlösung oder im Laptop eingebautes Mikrofon. Falls das deine Vorausetzungen sind, vergiss es. Die Resultate mit Headsets sind auch teils furchtbar, aber nicht alle. Sie sind i.d.R. furchtbar, wenn sie über keinen Mikrofonverstärker verfügen.

    Die Stimme:
    Wenn man noch eine pubertäre Fistelstimme hat, sollte man vielleicht warten, bis man geübter oder älter ist. Es ist aber längst nicht so schlimm, wenn sich wenigstens ordentlich artikuliert wird. Das kann vieles ausgleichen! Mit zunehmendem Alter legen sich die Probleme größtenteils. Es sollte auch helfen, wenn man sich vorher "warmspricht" oder etwas singt. Man kann also etwas tun.
    Viel schlimmer sind diese "Hey, Leudde.."-Quatschköppe, die sich mit aller Gewalt selbst vermarkten wollen und nichts auf die Kette kriegen und die ganze Zeit über mit ihren Überbetonungen nerven.
    Angenehm sind ruhige Sprecher, die sich voll auf die Sache konzentrieren und so sprechen, wie das Problem gelagert ist.

    Die Zielgruppe:
    Völlige Programmieranfänger haben einen erhöhten Bedarf an Hilfestellungen auf dem Gebiet, was Programmieren überhaupt ist, wie man sich gescheite Tools beschafft und einrichtet usw.
    Umsteiger von einer Sprache auf eine andere werden wohl am Anfang mit einer Kurzeinführung zu den sprachspezifischen sowie softwaretechnischen Besonderheiten gut bedient sein.
    Wer schon mit den Grundlagen vertraut ist, wird das vielleicht überspringen wollen.
    Man könnte sich also darüber Gedanken machen, wie man das Tutorial entsprechend strukturiert.

    Die Erwartungen:
    Man möchte wohl schon frühzeitig wissen, worauf man sich einlässt, damit man nicht seine Zeit verbrennt. Deswegen sollte schon von Anfang an zumindest grob erkennbar sein, wie die Sache verlaufen wird, strukturell, thematisch sowie bezüglich der Anforderungen. Muss ich Übungen absolvieren? Ohne selber zu kodieren, lernt man schlecht. Andere suchen aber genau das, um sich abends bequem etwas reinzuziehen, ohne die Tastatur zu gebrauchen. Das sind dann eher Leute mit Vorkenntnissen. Sollte man alle mitnehmen? Oder setzt das didaktische Konzept bestimmte Eigenleistungen voraus? Normalerweise bleibt dann mehr hängen. Erwartet der Teilnehmer, dass er sich auch mal anstrengen darf? Wie kriege ich die Leute in die Spur, die nur zugucken wollen? Aha, nachher auflösen und vormachen! Wann? Damit sind wir schon beim nächsten Punkt.

    Das didaktische Konzept:
    Wie sollten Wissen und Fertigkeiten vermittelt werden? Wo sind Eigenleistungen des Lernenden angebracht? Wo sind Wiederholungen angebracht? Wie kann ich Zusammenhänge (zumindest erst mal einfach) gleich an Ort und Stelle vermitteln (damit keine Verständnislücken entstehen), anstatt sie komplett auf später zu verschieben?
    Denn der Mensch lernt assoziativ. Wenn man also losgelöste Details erzählt, dann sind die jeweils bald vergessen. Zusammenhang ist also ganz wichtig. Aber der darf nicht zu komplex werden, weil er sonst verwirren könnte. Doch Leute, die kaum Komplexität handhaben können, steigen gerade bei den besten Konzepten aus. Da sind wir bei unterschiedlichen Fähigkeiten angelangt. Muss ich es jedem recht machen? Meine Meinung: Nein, denn darunter würde die Qualität leiden. Programmierung ist nicht erlernbar, wenn man es jedem recht machen will. Doch es sollte für die meisten Leute gut sein, möglichst einfach und gründlich zu erklären! Denn wer das nicht braucht, kommt i.d.R. auch ohne ein Tutorial zurecht. Und damit kommen wir zum vorerst letzten Punkt:

    Die Daseinsberechtigung:
    Was macht mein Tutorial besonders? Warum sollten sich das Leute angucken, obwohl es doch so viele andere gibt? Wer etwas Englisch kann, müsste mit dem Textmaterial von Oracle gut bedient sein. Für mich ist das weniger anstrengend, als einem Video zu folgen, denn das Tempo bestimme ich, und ich bekomme mehr in kürzerer Zeit rein und das auch detaillierter und wohl am fehlerärmsten. Also, was machst du so gut, dass das besser funktioniert (an dich selbst gerichtet)? Ich will das nicht absprechen, aber man sollte zumindest wissen, was man besser macht, damit es auch klappt. Falls man das weiß, nur zu! Eine bessere Struktur wäre ein Punkt. Die Frage wäre dann aber, ob das genügt, also ob da inhaltlich oder didaktisch noch was geht.
    Ein etwas anderer Fall ist, dass man durch das Tutorial vor allem selber lernen will. Dann muss man es doch nicht gleich veröffentlichen. Wenn man einmal durch ist, wird man sicherlich haufenweise Selbstkritik finden, also Dinge, die man nie wieder so machen würde. Das wäre die Chance, es dann noch einmal zu machen und dann richtig!

    Das sind erst mal grob meine ersten Gedanken dazu.
    Die Kurzfassung: Also nein, YT braucht nicht noch irgendein weiteres Java-Tutorial. Aber wenn es gut ist oder wenn es dir guttut, warum nicht.
    jabu is offline

  5. #5 Reply With Quote
    Kämpfer Tray's Avatar
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    sehr guter Beitrag!
    Unterschreibe ich so.
    [SIGPIC][/SIGPIC]
    Tray is offline

  6. #6 Reply With Quote
    Krieger
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    Gute Antwort, deckt sich auch mit meiner eigenen Meinung.
    Sehr schön vernünftig und nachvollziehbar argumentiert.

    Gibt es eignentlich irgendeine Möglichtkeit/Anlaufstelle, um rauszufinden, wie viele Leute (z.B. in Deutschland)
    Java können und wieviele Java lernen wollen?
    Vermute fast nein, aber so viel Arbeit in etwas zu stecken komplett blind dafür, wie groß das Publikum ist,
    ist vielleicht auch bisschen gewagt.
    Gothicforum is offline

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