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    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
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    "Ich schätze nur auf diese Form des Luxus legt sie schlicht keinen Wert.",
    schlug Leif den Vorschlag aus und legte den Kopf leicht schief. "Aber ich ziehe diese Idee in Betracht, wenn sie am Ende doch derselben Meinung ist wie du. Bis dahin-...Kriegst du einen Termin mit dieser alten Lady für mich?"


    Vigilio trank weiter und schien immer gelassener in dem zu werden was er tat. Eingängig stützte er seinen Kopf mit der Hand ab und mit der anderen nutzte er die Projektionsfläche des Tisches weiter um an die Adresse der Frau eine Nachricht zu verfassen, die er super routiniert einzutippen schien. "Schon dabei..am besten kurzfristig, mh? Dann kriegen wir den anderen Termin auch möglichst schnell durch. Tu mir den Gefallen noch und werd dir im Klaren darüber ob du das wirklich tun willst. Ich spring dir nicht an den Hals wenn du morgen anrufst und sagst, dass es ne dumme Idee war. Aber danach schon. Du rufst mich...Idealerweise am Wochenende an und sagst mir wie du dich entscheidest, dann schick ich dir den Termin mit der Frau und wir fliegen nach Venedig. Bring deine ausschlaggebendsten Arbeiten mit wenn du kannst.", verkündete der Italiener in einem gestenreichen Redeschwall und fand zwischendrin tatsächlich die Zeit diverses einzutippen.
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  2. #2
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    Vigilio trank weiter und schien immer gelassener in dem zu werden was er tat. Eingängig stützte er seinen Kopf mit der Hand ab und mit der anderen nutzte er die Projektionsfläche des Tisches weiter um an die Adresse der Frau eine Nachricht zu verfassen, die er super routiniert einzutippen schien. "Schon dabei..am besten kurzfristig, mh? Dann kriegen wir den anderen Termin auch möglichst schnell durch. Tu mir den Gefallen noch und werd dir im Klaren darüber ob du das wirklich tun willst. Ich spring dir nicht an den Hals wenn du morgen anrufst und sagst, dass es ne dumme Idee war. Aber danach schon. Du rufst mich...Idealerweise am Wochenende an und sagst mir wie du dich entscheidest, dann schick ich dir den Termin mit der Frau und wir fliegen nach Venedig. Bring deine ausschlaggebendsten Arbeiten mit wenn du kannst.", verkündete der Italiener in einem gestenreichen Redeschwall und fand zwischendrin tatsächlich die Zeit diverses einzutippen.


    "Ich bin mir bereits sicher, aber um den Seelenheil nicht zu gefährden rufe ich dich gerne nochmal an. Ganz nebenbei schätze ich unsere Telefonate ja immer sehr.", frotzelte der Schwede grinsend und mit einem irgendwie recht eigentümlichen Zwinkern, dachte er an dieses Gespräch das er von Proteus aus mit dem Bruder seiner Freundin geführt hatte.
    "Außerdem steht das Haus nicht zwingend in Verbindung mit meinem Angebot. Ich will es mir ohnehin ansehen und wenn du mitkommen würdest, wäre ich dir wirklich dankbar."
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  3. #3
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    "Ich bin mir bereits sicher, aber um den Seelenheil nicht zu gefährden rufe ich dich gerne nochmal an. Ganz nebenbei schätze ich unsere Telefonate ja immer sehr.", frotzelte der Schwede grinsend und mit einem irgendwie recht eigentümlichen Zwinkern, dachte er an dieses Gespräch das er von Proteus aus mit dem Bruder seiner Freundin geführt hatte.
    "Außerdem steht das Haus nicht zwingend in Verbindung mit meinem Angebot. Ich will es mir ohnehin ansehen und wenn du mitkommen würdest, wäre ich dir wirklich dankbar."


    "Aaah..verstehe.", sah er auf und lächelte hinterhältig. "Du brauchst jemanden, der dir die Sizilianer übersetzt. Na wundert mich nicht. Das Communicator-Modul für die kleinen Dialekte lässt noch ziemlich zu wünschen übrig und je südlicher zu gehst desto eher hauen sie offensichtliche Ausländer wie dich übers Ohr."
    Ein sanftes Lachen verriet ihn. Und er Griff zurück zum Whiskey solange noch irgendwas in der Flasche war.
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  4. #4
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    Die Küste war Neths Lieblingsort. Die letzten Tage über hatte er die Stadt ausgekundschaftet, mal mit Luna, mal nicht, hier und dort Sehenswürdigkeiten bestaunt, hier und dort Souvenire gekauft und so weiter und so fort.
    Aber der Blick aufs Meer war trotzdem sein Höhepunkt. Nila’Silai lag in einer natürlich Bucht, so dass zur rechten und linken sich Landmassen erstreckten. Auf der linken fanden sich Berge und wie der orangene Salarianer bereits wusste, fand sich auf einem davon eine Burg. Als er sie besucht hatte, hatte man ihm erklärt, dass sie der ursprüngliche Anfang der Stadt gewesen ist. Ursprünglich als Handelsniederlassung gegründet, entwickelte sie sich aufgrund der Vorteile, die ein natürlicher Hafen einem bot, schnell in eine wachsende und prosperierende Stadt – bis heute galt Nila’Silai als einer der wichtigsten Häfen von Thessia und Neth konnte Schiffe sehen, die entweder im Hafen zu seiner rechten ankerten, oder sich aufmachten die Meere zu bereisen oder das Gegenteil taten.
    Direkt vor ihm fand sich ein Strand. Nicht einer der Strände, den die Bewohner zur Erholung nutzten und aufgrund der Multi-Millionenbevölkerung der Stadt hoffnungslos überfüllt war, sondern ein weniger erschlossener, ein wilder Strand. Er befand sich in dem unbewohnten Teil der Stadt, der zwischen alter Festung und der Stadt selbst lag. Der Salarianer hatte hier schon mehrmals mit Luna gebadet, aber heute war er allein und schaute nur auf die Stille des Meeres, sich an das Geländer der Promenade haltend.
    Er seufzte zufrieden.
    „Du bist echt schwer zu finden für einen Salarianer in einer Stadt voller Asari, weißt du das?“, fragte ihn plötzlich eine Stimme von hinten.
    Neth blickte sich um und blickte in die Augen eines dunklen Salarianers, der blaue Kleidung trug. Er grinste Neth an und irgendwie kam ihm das Gesicht bekannt vor. Es dauerte nur eine oder zwei Sekunden, bevor er „Oktopus…“, wisperte. Er hatte den Agenten des Shadow Brokers, dem er die Daten über die Reaper gestohlen hatte schon fast vergessen. So unwichtig erschien dem orangenen Salarianer dieses kleine Detail, berücksichtigend was er seit dem in Begleitung mit Sahenia und Yelyna erlebt hatte.
    „Schön, dass du dich an mich erinnerst.“, erklärte der andere Salarianer und gesellte sich an das Geländer an dem Neth gestanden hatte, „Das erspart mir Erklärungen…zumindest einen Teil davon.“
    Neth blickte ihn mit einem neugierigen Blick an. Er brauchte die unausgesprochene Frage nicht zu stellen. „Ich bin aus zwei Gründen hier, Neth Elaren.“, erklärte Oktopus, „Zwei Arbeitgebern um genauer zu sein. Dem Broker und deiner Bardess.“
    Der orangene Salarianer blinzelte einmal mit seinen Augen. „Sie hat dich geschickt?“, fragte er verwundert, „Ich dachte es sollte eine ‚Sie‘ sein…?“
    „Sollte es auch, aber der Broker mischte sich ein und bot mich als Bote an.“, erklärte der dunkle Salarianer als wäre es selbstverständlich, „Der Broker ist auch daran interessiert, was ihr da unten gefunden gehabt.“
    Nun gesellte sich Fassungslosigkeit in die Mimik des helleren Salarianers und er ergriff das Geländer. „Ich dachte der Broker wusste was da unten ist.“, hakte er nach.
    „Er hatte eine Ahnung.“, erklärte der Oktopus, „Auch wenn er über Cerberus‘ Einmischung recht überrascht war. Das passiert ihm sehr, sehr, sehr selten, musst du wissen.“
    „Man wird nicht der beste Informationshändler einer Galaxie, wenn man sich leicht überraschen lassen kann.“, gab sich Neth selbst die offensichtliche Erklärung, „Also ich hoffe doch, dass der Broker diese Informationen nicht nur verlangen und hinterher verschließen will. Ich bin so ziemlich durch die Hölle gegangen um sie zu bekommen und…“, er blickte den anderen Salarianer ernst an, „…ich will hier nicht aufhören. Das ist zu groß. Zu wichtig. Verstehst du das?“
    Oktopus kicherte. „Mehr als du denkst.“, erklärte er und er lehnte sich am Geländer herunter, „Keine Sorge – der Broker will nur eine Kopie. Das Original geht an den Klan…und noch mehr.“, er drehte seinen Kopf ebenfalls zum orangenen Salarianer um, „Lust für den Broker zu arbeiten?“
    Neths Augen weiteten sich. Er blickte den anderen Salarianer sprachlos an. Erst nach einer Weile schloss und öffnete er seinen Augen wieder und er blickte den anderen Salarianer erneut an. „Keine Lust.“, erklärte er, „Es macht keinen Spaß Dinge zu ergründen, wenn jemand bereits denkt alle Antworten zu kennen. Ich fühle mich zwar geehrt, aber nein danke.“
    Oktopus kicherte. „Genau das hat der Broker gesagt, würdest du mir antworten.“, erklärte er sein Gekicher und erhob sich, „Ok aber einer Zusammenarbeit wirst du nicht entrinnen können. Dein Klan hat bereits zugesagt. Was du für sie über die ganze Sache hier auf Thessia herausfindest, erfährt auch der Broker.“
    Neth zuckte mit den Achseln. „Von mir aus…“, antwortete er und blickte wieder aufs Meer, „…solange du mich nicht störst.“
    „Ich doch nicht.“, antwortete Oktopus und kicherte erneut.
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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    Nathan Hudson & Thadera Cas'tivera

    Irgendwie begann Saenia sich schuldig zu fühlen. Die Art und Weise wie der Mensch antwortete, seine Mimik und Gestik, die so leserlich waren wie die eines Kindes dank der Menge an Alkohol, die er wohl intus hatte, sprachen alle dieselbe Geschichte: Wut. Und zwar scheinbar auf sie gerichtet. Die Turianerin wusste nicht, was sie davon halten sollte, fühlte sich aber ziemlich unwohl aufgrund dieses Umstandes. Ich hoffe, dass er seine Wut lange genug kontrollieren kann…schoss es ihr durch den Kopf, während sie dem Menschen zuhörte.
    „Der soll keinen Gerichtssaal von Innen sehen.", beendete der Mensch seine Ansprache, während die Turianerin den Koffer sicher neben sich verstaute.
    Saenia verschränkte ihre Arme, bevor sie kurz einen Blick durch die Bar warf – eine Asari in Kleindung einer Zivilistin war gerade hereingetreten. Noch eine Informantin? vermutete die Turianerin, bevor sie zur Antwort ansetzte: „Damit stehen sie nicht allein, Hudson. Da können sie sicher sein.“, erklärte Saenia versuchend beruhigend auf den Agent einzuwirken, „Es gibt inzwischen eine ziemlich lange Liste von Leuten, die dieses Vorgehen begrüßen würden. Aber vergessen sie nicht was aktuell Priorität hat: Be- …unseren Bekannten…“, ersetzte sie, versuchend den Namen nicht laut auszusprechen, „…vor diesem Gerichtsaal – wenn nicht schlimmeren – zu bewahren. Und zurzeit ist der einzige der das kann ein lebender Killer…verstehen sie das?“, wobei sie das letzte vor allem hinzufügte, weil sie sich nicht sicher war, ob Hudson in seinem aktuellen Zustand überhaupt zu rationalen Überlegungen fähig war, „Das letzte was wir aktuell brauchen ist eine Leiche mehr, die auf Be…unseren Bekannten zurückfallen könnte.“, sie atmete laut ein und aus, „Können sie sich am Riemen halten?“
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    Delia Hall

    Hall bewegt sich gut…dachte der Turianer als er darauf wartete, dass sie angriff. Es dauerte eine Weile – hat sie Angst oder überlegt sie sich einen Plan? – bis die Menschenfrau schlussendlich zum Angriff überging. Galba hatte zwar nachgelesen, dass Taekwondo eine vor allem auf Tritten beruhende Kampfkunst war, aber doch war er im ersten Moment überrascht, dass Delia mit einem Tritt anfing. Nicht dass es lange dauerte, sich daran zu gewöhnen: den ersten Tritt fing er einfach ab; der zweite war eine Finte, wodurch sie einen Treffer landen konnte; auch der dritte traf, auch wenn dieses Mal aus Absicht – Galba nutzte die zulange Drehung um sie nach hinten zu schicken.
    Du bist schwächer als ich, also nutze deine Stärken…dachte sich Galba, als er mit dem zweiten Schlag verfehlte, ihren Konter abwehrte und sie mit seinem eigenen Konter auf die Matte legte. Schon? dachte Galba enttäuscht und wollte den K.O-Schlag setzen, als die Menschenfrau zu seiner Überraschung schnell wieder auf die Beine kam und wegsprang. Immerhin. dachte sich der Turianer zufrieden und fing obendrein an zu grinsen. Zeitgleich setze sein Mund das fort, was er schon den ganzen bisherigen Kampf über gemacht hat: er verspottete Delia um sie wütend zu machen. Bislang hatte sich die Menschenfrau gut dagegen gehalten.
    Er ließ sie noch einmal angreifen, bevor er selbst zum Gegenangriff überging, der darin endete, dass sie erneut auf der Matte liegen blieb – nicht aber ohne vorher Galba einen ziemlich kräftigen Tritt ins Gesicht zu verpassen. Nicht schlecht…dachte er sich, als er den Kiefer überprüfte, das erste Mal, dass es wehtat. Er blickte auf die laut atmende Menschenfrau hinunter, verspottete sie erneut und dachte darüber nach, das Ganze hier abzubrechen, als Delia doch noch auf die Füße kam. Sturheit, eine Supereigenschaft. dachte sich Galba freudig, bevor er sie dazu aufforderte ihn anzugreifen. Sie ließ sich nicht lange bitten und dieses Mal konnte Galba eindeutig Verärgerung in ihren Augen erkennen.
    Aber scheinbar gab sie ihre bisherige Taktik auf. Sie trat einfach nur noch zu, als wenn sie versuchen würde eine Delle in Galbas natürliche Rüstung zu drücken. Schade…dachte sich der Turianer, als er einen weiteren Tritt ablockte und sie erneut mit der flachen Hand wegstieß, Der Spaß scheint vorbei zu sein…oder vielleicht…
    Er gab ihr eine letzte Chance. „Sind ihnen ihre Tricks ausgegangen, Hall?“, fragte er provokativ, „Nur noch wie ein Stier durch die Wand. Alle Ausbildung vergessen, alles Erreichte vergeudet.“, er grinste bösartig, „Sie sind nur noch ein Tier, Hall. Eines was sich selbst nicht im Zaun hat. Eines, dass am Ende sogar ihre Liebsten umbringen wird, nur weil sie sich nicht kontrollieren können.“, er wehrte wieder einen Angriff spielend ab, da sie so einfach vorauszusehen waren, „Wie gefällt ihnen der Gedanke? Ihre Liebsten, tot in ihren Armen liegend und sie sind die Mörderin?“
    Galba wusste zwar nicht, was den Ausschlag gab, aber die Menschenfrau wurde plötzlich noch wilder und die Wut war ihr klar aufs Gesicht geschrieben. Ihre Tritte wurden schneller, aber noch unpräziser und sie fing sogar an häufiger ihre Hände zu benutzten. Der Turianer hatte Schwierigkeiten alle ihre Angriffe abzuwehren, als er im Augenwinkel etwas erkannte: biotische Energie sammelte sich um eine ihrer Hände. Instinktiv wollte Galba die kurze Distanz zurücklegen um sie am Angriff zu hindern, als die biotische Energie zerbarst und die Menschenfrau zum dritten Mal auf die Matte geworfen wurde. Der Turianer blickte auf sie herab und sah zu seiner Erleichterung eine Atmung. Sie öffnete sogar recht schnell wieder ihre Augen und wollte sich wieder aufrappeln.
    „Die erste Runde ist vorbei, Hall.“, erklärte er ohne auf eine Reaktion ihrerseits zu warten, „Die zweite Runde machen wir, wenn sie sich wieder im Zaum halten. Ich hoffe ich muss nicht erklären warum...“, hat nicht geklappt, verdammt, „Ruhen sie sich aus.“, er blickte zu den anderen beiden rüber und erkannte, dass die Salarianerin deutlich besser aussah als zuvor, „Elaren, sie sind als nächste dran.“
    Routh sah ein bisschen unglücklich über diese Wahl aus, aber sie gehorchte trotzdem. Delia verließ laut atmend die Matte, während die Salarianerin ihren Platz einnahm. „Sind die Regeln dieselben?“, fragte sie, während Galba sich zum Waffenschrank der Halle aufmachte, dort kurz herumkramte und ein Messer hervorholte. Mit diesem kam er zur Salarianerin zurück.
    „Ich weiß, dass sie Waffenspezialistin sind.“, erklärte er, „Daher nein, bisschen andere Regeln. Ihre erste Runde ist dieselbe wie bei Hall – Nahkampf ohne jedwede Vorteile bis jemand nicht mehr aufstehen kann oder ich den Kampf abbreche.“, er übergab ihr das Messer, so dass sie es wegstecken konnte, „In der zweiten Runde werden sie dieses Messer gegen mich verwenden. Mal sehen ob sie diese Waffe auch drauf haben.“, er fing an zu grinsen, „Also bereit, dann los.“
    Der Turianer hob seine Arme in Abwehrstellung hoch und bereitete sich auf den Angriff vor. Zu seiner Überraschung hatte die Salarianerin die kurze Distanz bereits überwunden und zielte mit einer flachen Hand in Richtung seines Halses. Freches Biest…dachte sich Galba, während er einen Schritt zurücksprang, wodurch der Angriff in die Leere ging. Der Turianer musste böse grinsen, als die Salarianerin ihren Angriff schnurstracks fortsetzte und ihn mit schnellen Schlägen bombardierte. Ihre Präzision dabei war beeindruckend: jeder Angriff war gegen einen körperlichen Schwachpunkt gerichtet. Das reicht nicht…dachte sich der Turianer und fing eine Hand seiner Angreiferin ab und schickte sie mit einem Schlag seiner flachen Hand auf die Matte.
    „Ich hoffe das war noch nicht alles.“, verspottete er sie, „Wo bleibt der Stolz ihres Klans? Sie werden doch nicht gegen einen Menschen verlieren.“
    Routh kam schnell auf die Beine, mit einer Grazie, die bei ihrer hart aussehenden Schale kaum zu glauben war, und ging wieder zum Angriff über. Zunächst sah es dabei so aus, als würde sie dieselbe Taktik wie zuvor nutzen – also schnelle Schläge auf körperliche Schwachpunkte. Galba erkannte aber, dass sie dazu übergegangen war häufiger Finten einzusetzen, wodurch sie ihn häufiger aus dem Hinterhalt her treffen konnte. Auch hier blieb sie präzise wie ein Skalpell und als sie den Turianer in seinen Hals traf, musste dieser sogar anfangen zu würgen.
    „Wollen sie mich umbringen Elaren?“, fragte er leicht scherzhaft, aber da es wie ein Krächzen klang, blickte ihn die Salarianerin leicht verunsichert an, „Sie können angreifen aber sie haben eindeutig zwei Schwächen. Soll ich sie ihnen zeigen?“
    Ohne auf eine Antwort zu warten ging Galba nun in die Offensive über. Routh war zunächst überrascht, hob aber schnell ihre Arme um sich zu verteidigen. Galba hielt sich kaum zurück und sprengte ihre Verteidigung mit schierer Muskelkraft. „Erster Schwachpunkt: ihnen fehlt die Kraft.“, erklärte er ihr, während er sie zurückdrängte, immer wieder ihre Verteidigung aufbrechend, „Zweiter Schwachpunkt: soll das eine ordentliche Verteidigung sein?“, und nur um das zu bestätigen schickte er sie mit einem wuchtigen Schlag auf die Matte.
    „Bleiben sie liegen Elaren.“, befahl er ihr, als sie versuchte sich aufzurappeln, „Die erste Runde ist vorbei. Sie zu besiegen macht nicht so viel Spaß wie bei Hall.“, sie zuckte mit ihren Augen, wirkte über diese Bemerkung verärgert, auch wenn die Mimik schwer zu lesen war, „Ich hoffe sie machen sich besser bei Runde 2.“, er warf Cruz einen Blick zu, „Bleiben nur noch sie – ich hoffe sie kämpfen so gut wie sie Massen von Nahrung vertilgen können, Cruz.“
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    "Aaah..verstehe.", sah er auf und lächelte hinterhältig. "Du brauchst jemanden, der dir die Sizilianer übersetzt. Na wundert mich nicht. Das Communicator-Modul für die kleinen Dialekte lässt noch ziemlich zu wünschen übrig und je südlicher zu gehst desto eher hauen sie offensichtliche Ausländer wie dich übers Ohr."
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    Übers Ohr hauen? Leif grinste breit. Ein bisschen zu selbstgefällig. Wie teuer konnte dieses uralte Haus einer gefühlt noch älteren Frau schon sein? Ganz zu schweigen davon das es ein hübscher Fleck sein musste, aber bei Weitem nicht an die Faszination großer Metropolen wie seiner Heimatstadt heranreichen konnte. Also nickte er die Bemerkung seines Kumpanen nur mit einem säuselnden "Sicher" vom Tisch und fischte nicht ganz unvorbereitet nach seinem Sakko.
    "Da ich dir leider nicht weiter glauben machen kann arm zu sein wie eine Kirchenmaus, geb ich mir die Ehre. Aber gleich danach muss ich wirklich los. Der Tag morgen wird nicht weniger schlimm. Du solltest auch langsam einen Gang runterschalten."
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    Übers Ohr hauen? Leif grinste breit. Ein bisschen zu selbstgefällig. Wie teuer konnte dieses uralte Haus einer gefühlt noch älteren Frau schon sein? Ganz zu schweigen davon das es ein hübscher Fleck sein musste, aber bei Weitem nicht an die Faszination großer Metropolen wie seiner Heimatstadt heranreichen konnte. Also nickte er die Bemerkung seines Kumpanen nur mit einem säuselnden "Sicher" vom Tisch und fischte nicht ganz unvorbereitet nach seinem Sakko.
    "Da ich dir leider nicht weiter glauben machen kann arm zu sein wie eine Kirchenmaus, geb ich mir die Ehre. Aber gleich danach muss ich wirklich los. Der Tag morgen wird nicht weniger schlimm. Du solltest auch langsam einen Gang runterschalten."


    Aus der Ruhe gezogen vom plötzlichen Drang des Schwedens ins nahe Apartment zurück zu kehren, reckte der Italiener den Kopf und begradigte damit auch schnell den Rest seines Körpers. Er lehnte sich zurück und packte in aller Ruhe den Rahmen wieder zusammen, indem er die festen Glieder löste und sie beweglich werden lies und das Armband schließlich wieder um sein Handgelenk band - mit etwas längerem Anlauf als erwartet. "Keine Sorge Leif - ich bin morgen wach genug um mir den Schwachsinn anzuhören den der Rest der Zeugen noch loswerden will."
    Und gerade als er in Ruhe selbst sein Sakko wieder richten wollte und bereits vom Tisch aufgestanden war - nicht, ohne aus dem Sakko eine kleine Creditcard zu fischen und sie auf den Tisch zu werfen um damit für beide zu bezahlen - fiel ihm etwas ein. Er sammelte seine Sinne und hielt dafür kurz Inne. Leif, der gerade vor ihm den Bereich in welchem sie sassen verlassen wollte, hielt Vigilio am Arm fest. "Eine Frage noch.", wirkte er etwas weniger entspannt als zuvor. "Hältst du es für möglich, dass das Video irgendwie geleakt wurde?" Dabei sah er dem Schweden nicht in die Augen sondern behielt den Blick unauffällig nach unten und ins Leere gerichtet.
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    Längst hatte sich Luceija ihrer Schwägerin angeschlossen. Die Augenlider fielen zu und ihr Körper trieb ohne eigene Anstrengung durch das kühle, leicht-beleuchtete Wasser eines immer-perfekten Pools. Sie lächelte dieses sanfte Lächeln, dass ihren Schmerz durchschnitt und sie wenigstens für Sekunden über die Plattform ihrer Erinnerungen schickte und sich mit einem wohlwollenden aber auch unendlich schmerzenden Gefühl zurück dort hin schickte, wo alles wenigstens für den Moment perfekt schien.
    "Eigentlich..ist er nicht so.", flüsterte sie leise und lies ihre Stimme von diesem wundervollen sizilianisch ummanteln. "Eigentlich ist er ziemlich ruhig. Er gibt sich mit so wenigen Dingen zufrieden..und scheint jedes einzelne davon zu schätzen. Er hat diese...ruhigen und präzisen, großen Hände. Mit denen er sich Zeit lässt dich anzufassen, als..könnte er sich jede Unebenheit auf deiner Haut dadurch einprägen. Und er hat dieses...perfekte, leichte Lächeln dass alles dunkle in einem auslöscht. Versteht jeden beschissen-schlechten Witz den man macht..und hat diese Gabe die man erst so spät bemerkt, wenn man realisiert, dass man sich durch ihn überhaupt erst so frei gefühlt hat, Witze zu machen.. ."
    Sie hatte kaum bemerkt, dass sie bei wie hypnotisiert diese Bewegungen ausgeführt hatte - zu jeder Erinnerung die sie mit geschlossenen Augen durchlebte waren da ihre Finger der rechten Hand die das Equivalent von Leifs Händen auf Zora wiederspiegelten. Die sie unbewusst sanft über ihr Gesicht führte, beim Lächeln ein weiteres Mal über die Lippen und bei den Händen schließlich ihre Hände berührt hatte, so als könne sie ihre Erinnerung so auf die blonde Schwägerin übertragen. Dort, auf der Spitze Zoras Finger, ließ sie ihre nun liegen. Und flüsterte, als Tränen sie längst weiter überschwemmten, "Er hat mir einen Sinn gegeben. Mir und meinem scheiß Leben. Und ich wünschte ich könnte ihn hassen und ihn auf diese Arroganz und Überheblichkeit reduzieren wie du aber...ich kann es nicht."
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    Aus der Ruhe gezogen vom plötzlichen Drang des Schwedens ins nahe Apartment zurück zu kehren, reckte der Italiener den Kopf und begradigte damit auch schnell den Rest seines Körpers. Er lehnte sich zurück und packte in aller Ruhe den Rahmen wieder zusammen, indem er die festen Glieder löste und sie beweglich werden lies und das Armband schließlich wieder um sein Handgelenk band - mit etwas längerem Anlauf als erwartet. "Keine Sorge Leif - ich bin morgen wach genug um mir den Schwachsinn anzuhören den der Rest der Zeugen noch loswerden will."
    Und gerade als er in Ruhe selbst sein Sakko wieder richten wollte und bereits vom Tisch aufgestanden war - nicht, ohne aus dem Sakko eine kleine Creditcard zu fischen und sie auf den Tisch zu werfen um damit für beide zu bezahlen - fiel ihm etwas ein. Er sammelte seine Sinne und hielt dafür kurz Inne. Leif, der gerade vor ihm den Bereich in welchem sie sassen verlassen wollte, hielt Vigilio am Arm fest. "Eine Frage noch.", wirkte er etwas weniger entspannt als zuvor. "Hältst du es für möglich, dass das Video irgendwie geleakt wurde?" Dabei sah er dem Schweden nicht in die Augen sondern behielt den Blick unauffällig nach unten und ins Leere gerichtet.


    Der Schwede war so sehr mit seinem Gleichgewicht und dem Anziehen seines Sakkos beschäftigt, dass die Hand an seinem Arm ihn ernsthaft aufschreckte. Mehr noch als die Frage, deren Sinn er nicht verstand und die er mit einem Stirnrunzeln quittierte.
    "Da-...Dieses Video?", fragte er ob der Betonung Vigilios trotzdem noch einmal und wertete den Gesichtsausdruck der ihm zuteil wurde als ein klares Ja, auf welches er den Kopf schüttelte.
    "Ich habe es deinem Kontakt geschickt-...Cypher? Er hat mir einen Abzug davon übermittelt, der absolut sicher sein soll. Alles andere habe ich vernichtet. Wieso fragst du? Traust du ihm nicht mehr?"

    Dieser Fall sollte wirklich, wirklich nicht eintreten. Denn wenn Leifs Erinnerungen hieran der auf dem Band wiedergegebenen Realität entsprachen, dann-...Sah es sehr dunkel für sie beide aus.
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    Der Schwede war so sehr mit seinem Gleichgewicht und dem Anziehen seines Sakkos beschäftigt, dass die Hand an seinem Arm ihn ernsthaft aufschreckte. Mehr noch als die Frage, deren Sinn er nicht verstand und die er mit einem Stirnrunzeln quittierte.
    "Da-...Dieses Video?", fragte er ob der Betonung Vigilios trotzdem noch einmal und wertete den Gesichtsausdruck der ihm zuteil wurde als ein klares Ja, auf welches er den Kopf schüttelte.
    "Ich habe es deinem Kontakt geschickt-...Cypher? Er hat mir einen Abzug davon übermittelt, der absolut sicher sein soll. Alles andere habe ich vernichtet. Wieso fragst du? Traust du ihm nicht mehr?"

    Dieser Fall sollte wirklich, wirklich nicht eintreten. Denn wenn Leifs Erinnerungen hieran der auf dem Band wiedergegebenen Realität entsprachen, dann-...Sah es sehr dunkel für sie beide aus.


    Etwas länger sah Vigilio beinahe taub in Leifs Augen. Er schien durch ihn hindurch zu sehen, während in seinem Kopf alle Möglichkeiten abliefen und beschrieben, wie oder eben wie nicht dieses Video in andere Hände gelangte. Cypher wollte er dabei nicht auf diese Liste setzen, aber er musste alle Möglichkeiten um ihn herum absichern. Er überlegte, ob es Leif getan hatte - unbewusst. Seine Leitungen, die Verbindungen ungesichert waren und Leute wie das Team um den Staatsanwalt vielleicht auch unsaubere Methoden benutzen wollten um ihm seine Zulassung abzuknöpfen. Er wusste es nicht genau, aber er würde nicht müde werden in alle Richtungen zu denken um diese äußerst unangenehme Überraschung zu vermeiden.
    "Doch. Doch, ich traue ihm.", sagte er sicher und war sich auch sicher. Cypher war ein langjähriger Freund der Familie. Mitglied von Cerberus noch aus Zeiten vor seine Volljährigkeit. Man bließ ihm, dem beispiellosen Hacker, regelrecht Zucker und Credits in den Hintern um ihn garnicht erst auf die Gedanken kommen zu lassen Cerberus zu verraten und er hatte auch nie Zeichen in diese Richtung angedeutet. Vorallem war er Hayden mittlerweile wie ein weiterer Sohn ans Herz gewachsen. Wobei sie ohnehin ein viel zu großes Herz hatte und sowohl Henrik als auch Donal direkt adoptiert hätte wenn es Gaius nicht missfallen würde.
    "Gut, dass du alles andere vernichtet hast.", er klopfte dem Schweden auf die Schulter und ließ seinen Arm los. Machte stattdessen anstalten, gemeinsam nach unten und draußen zu gehen. "Dann ist es äußerst unwahrscheinlich, dass irgendjemand irgendetwas davon findet und gegen uns - gegen dich - verwenden kann."
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    Etwas länger sah Vigilio beinahe taub in Leifs Augen. Er schien durch ihn hindurch zu sehen, während in seinem Kopf alle Möglichkeiten abliefen und beschrieben, wie oder eben wie nicht dieses Video in andere Hände gelangte. Cypher wollte er dabei nicht auf diese Liste setzen, aber er musste alle Möglichkeiten um ihn herum absichern. Er überlegte, ob es Leif getan hatte - unbewusst. Seine Leitungen, die Verbindungen ungesichert waren und Leute wie das Team um den Staatsanwalt vielleicht auch unsaubere Methoden benutzen wollten um ihm seine Zulassung abzuknöpfen. Er wusste es nicht genau, aber er würde nicht müde werden in alle Richtungen zu denken um diese äußerst unangenehme Überraschung zu vermeiden.
    "Doch. Doch, ich traue ihm.", sagte er sicher und war sich auch sicher. Cypher war ein langjähriger Freund der Familie. Mitglied von Cerberus noch aus Zeiten vor seine Volljährigkeit. Man bließ ihm, dem beispiellosen Hacker, regelrecht Zucker und Credits in den Hintern um ihn garnicht erst auf die Gedanken kommen zu lassen Cerberus zu verraten und er hatte auch nie Zeichen in diese Richtung angedeutet. Vorallem war er Hayden mittlerweile wie ein weiterer Sohn ans Herz gewachsen. Wobei sie ohnehin ein viel zu großes Herz hatte und sowohl Henrik als auch Donal direkt adoptiert hätte wenn es Gaius nicht missfallen würde.
    "Gut, dass du alles andere vernichtet hast.", er klopfte dem Schweden auf die Schulter und ließ seinen Arm los. Machte stattdessen anstalten, gemeinsam nach unten und draußen zu gehen. "Dann ist es äußerst unwahrscheinlich, dass irgendjemand irgendetwas davon findet und gegen uns - gegen dich - verwenden kann."


    Das dieses Thema so plötzlich wieder auf dem Tisch landete beunruhigte Leif. Dieses nie dagewesene, nervöse Lächeln umspielte seine Lippen, während er seinen Arm aus der Haltung Vigilios Hand löste und den Kragen seines Hemds unnötigerweise zurechtzupfte.
    "Wie kommst du überhaupt darauf?", wollte er wissen und tat bis zur Antwort auf diese Frage keinen weiteren Schritt, welcher ihn als nächste Konsequenz die Treppe hinunter und sehr bald hinaus unter Londons Regen geführt hätte. Draußen war es längst Dunkel und eine nasskalte Nacht machte sich mit trommelnden Tropfen gegen die Fensterscheiben bemerkbar.
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    Das dieses Thema so plötzlich wieder auf dem Tisch landete beunruhigte Leif. Dieses nie dagewesene, nervöse Lächeln umspielte seine Lippen, während er seinen Arm aus der Haltung Vigilios Hand löste und den Kragen seines Hemds unnötigerweise zurechtzupfte.
    "Wie kommst du überhaupt darauf?", wollte er wissen und tat bis zur Antwort auf diese Frage keinen weiteren Schritt, welcher ihn als nächste Konsequenz die Treppe hinunter und sehr bald hinaus unter Londons Regen geführt hätte. Draußen war es längst Dunkel und eine nasskalte Nacht machte sich mit trommelnden Tropfen gegen die Fensterscheiben bemerkbar.


    "Der Anwalt. Dieser Talbot. Hast du seine Anspielung nicht bemerkt? Vielleicht ist das Paranoia, deshalb will ich dich damit nicht unnötig weiter verrückt machen, aber...ich fürchte wir müssen etwas besser aufpassen. Oder uns für diesen Fall irgendetwas zurechtlegen."
    Er log den Schweden nicht an, dazu hatte er auch keinerlei Interesse. Aber er wollte den Blonden auch nicht zusätzlich verrückt machen.
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    Marco Lagos

    Alles ging sehr schnell. Doch sie waren noch lange nicht sicher. Marco scannte den bewusstlosen Körper des Captains und schaffte es sich eine Karte des Schiffes herunterzuladen. "Wir haben noch einige Gänge vor uns." Also setzten sie sich sofort ins Bewegung. "Captain? Ist alles in Ordnung?" Wie auf Kommando kam eine Dreiergruppe um die Ecke gelaufen. Offenbar hatte der Rothaarige eine Art Alarm-System gehabt das aktiviert worden war nachdem er ohnmächtig geworden war. "Alle runter." Marco griff an seinen Gürtel und befestigte den Sprengsatzaufsatz an seinem nächsten Pfeil. Nun würde sich ja zeigen ob der Prototyp was taugte....
    Er spannte, legte und und ließ die Sehne schwirren. Die Druckwelle schleuderte alle 3 feindlichen Ziel, welche völlig überrascht wurden, durch die Luft und ließ sie gegen die nächste Wand knallen. Regungslos fielen sie zu Boden. "Weg hier!"

    Captain Kaneko Yuhki

    "Wie alt bist du Kleiner?" "Ich werde bald 15....glaube ich." "Was soll das heißen glaubst du? Wie heißt du? Wer sind deine Eltern?" "Nun, meine Freunde nennen mich alle Lonnie.....und meine Eltern, keine Ahnung. Ich habe sie nie kennengelernt, bin draußen aufgewachsen." Natürlich. Eigentlich hätte er sich das beim Äußeren des Jungen gleich denken können. "Du bist eine - " "Schachtratte, genau." "Und was glaubst du kannst du mir über den Kryptogramm-Killer erzählen dass ich nicht schon weiß?" "Erst einmal dass er nicht Beyo Vhan sein kann." Der Japaner atmete ein paar Male tief ein. Seine Geduld wurde bereits jetzt schon auf die Probe gestellt. "Hast du dafür auch irgendeine Art von Beweis?" "Wenn Sie damit irgendeine Art von Video oder Tonaufzeichnung meinen - nein." "Und wieso sollte ich dir dann glauben?" "Die Frage ist doch nicht ob Sie mir glauben können Captain." Mit einer völlig ernsthaften Miene blickte der Junge ihn an. Seine Augen sahen aus wie die eines Menschen, der schon viel in seinem kurzen Leben mitgemacht hatte. "Fragen Sie sich stattdessen ob Sie es sich leisten können mir nicht zu glauben. Gerade in dieser prekären Lage in welcher Sie sich befinden." Der Kopf des Japaners wurde zunehmend roter und er ballte die Faust fest zusammen. "Nun sag endlich was du sagen willst! Was weißt du über den Killer? Wer ist er?" "Ich weiß nicht wer er ist. Er hat uns seinen Namen nicht verraten und wir haben ihn immer nur mit dieser Maske gesehen, mit der er jetzt auch im Fernsehen aufgetreten ist." Uns? Wir? Yuhki's Verwirrung nahm stetig zu. "Er inspiziert die Schächte der Station schon seit Monaten. Noch bevor diese ganze Mord-Sache angefangen hatte. Das Tunnelsystem ist unser aller Zuhause, aber ich habe noch nie jemanden gesehen der sich so gut auskennt. Er scheint wirklich jeden noch so kleinen Zwischengang, jeden Keeper-Tunnel, ach, einfach alles auswendig zu kennen. Oder aber er hat sich in sämtliche Stationsterminals gehackt und sich nach und nach eine Karte zusammengestellt. Keine Ahnung." "Das heißt dieser Irre schleicht schon seit Monaten dort unten rum und du kommst jetzt erst um das zu melden?!" Wütend richtete der Captain sich aus seinem Stuhl auf. "Wir haben bei uns einen Kodex." erklärte der Teenager unbeeindruckt ruhig weiter. "Niemand verpfeift einen Bruder oder eine Schwester an die Oberwelt." "Wie? Dieser Kerl....ist auch eine Schachtratte?" "Zumindest muss er einmal eine gewesen sein." erwiderte Lonnie. "Er kennt unsere Regeln....benutzt Slang-Ausdrücke und Code-Wörter....und hat uns sogar mehrfach Essen mitgebracht. Auch nachdem er....nunja....damit angefangen hat." Also war der Killer ein Kinderfreund. Yuhki musste sich zusammenreißen nicht in einer Mischung aus Amüsement und Abscheu loszulachen. "Komm endlich zum Punkt! Wieso kann der Kerl nicht Beyo Vhan sein?" "Er hat seine Pläne nie mit uns geteilt wenn wir ihn gesehen haben.....aber einmal habe ich ein paar Wortfetzen aufgeschnappt als er in sich selbst hinein gemurmelt hat....und ich bin ziemlich sicher dass ich Beyo Vhan's Namen verstanden habe." "Ist das alles? Verzeih Junge, aber das ist nicht mal - " "Lassen Sie mich doch einfach mal zu Ende reden! Die Wohltätigkeitsfeier....Sie wissen schon, von Syren Vox, vor 2 Nächten? Als Sie Beyo Vhan festgenommen haben. An diesem Abend, keine 2 Minuten vor Ende der Veranstaltung, da war er unten in den Schächten. Kein Zweifel. Ich habe ihn mit eigenen Augen gesehen, und mindestens 3 meiner Freunde auch!" Wie ein Hammerschlag traf den Japaner dieser Satz. Es brauchte zwei, drei tiefe Atemzüge bis er schließlich etwas erwidern konnte. ".....wieso jetzt Kleiner? Warum kommst du zu mir und verrätst den Kerl? Was hat dich dazu bewogen? Du weißt, was es für dich bedeutet?" Lonnie wandte den Blick von Yuhki ab und betrachtete für einige Momente stumm seine nackten Füße. "Ich konnte nicht mehr.....konnte einfach nicht mehr wegsehen. Meinen Freunden war es egal....viele von ihnen hassen sämtliche Leute an der Oberfläche, machen sie verantwortlich für ihre miserable Lage....aber es ist einfach nicht richtig. Egal was für Gründe dieser Kerl auch haben mag, er hat nicht das Recht dazu all diese Leute umzubringen....und es einem Unschuldigen in die Schuhe zu schieben." Seine Hände zitterten leicht. "Und um ganz ehrlich zu sein.....ich hatte Angst vor ihm. Habe es immer noch." Nun erhob sich Captain Yuhki aus seinem Sitz und ging langsam auf den Jungen zu. Mit einer deutlich ruhigeren und nahezu väterlichen Miene legte er ihm eine Hand auf die Schulter. "Du hast das Richtige getan Kleiner. Hör zu, ich brauch ein wenig Zeit um das alles zu verifizieren und die notwendigen Schritte in die Wege zu leiten.....ich möchte dich darum bitten, wieder zurück in die Tunnel zu gehen und Augen und Ohren offen zu halten. Nimm das hier mit." Er zog einen Kommunikator aus der Tasche und legte ihn in die Hand des Jungen. Mit einem Mal hatte diese ganze Sache eine völlig unerwartete Wende genommen.....

    Decius Vhan

    "Wir müssen die Sache abbrechen." flüsterte Decius Vhan in seinen Kommunikator. Das schummrige Licht des verlassenen Appartments flackerte in unregelmäßigen Abständen wie ein Stroboskop. Immer wieder warf er paranoide Blicke über seine Schulter. "Unmöglich. Wir sind an einem kritischen Punkt angelangt. Jegliches Zögern könnte die ganze Sache gefährden!" "Ich weiß das, sie verdammter Idiot!" Immerhin war all das hier seine Idee gewesen. "Aber es wird gerade viel zu heiß.....man ist mir auf den Fersen, verstehen Sie das? Als ich vorhin das Haus verlassen habe hat mich jemand verfolgt......es hat einiges an Arbeit gebraucht ihn abzuschütteln. Wenn man mich schnappt.....ist die Sache nicht bloß gefährdet, sondern gescheitert. Und Sie, Ich und alle anderen.....kommen umgehend an einen Ort ohne jegliche Wiederkehr." Am anderen Ende der Leitung knackte es. "Also gut. Haben sie sämtliche Daten gesichert und jegliche lokalen Kopien zerstört?" "Habe ich." "Schicken Sie mir alles über den Knotenpunkt Y! Und dann löschen Sie auch ihre Kopie." Kaum war das Gespräch beendet, piepte etwas am Omni-Tool des Turianers. Decius öffnete die holografische Benutzeroberfläche und seine Augen weiteten sich etwas. Ein saditisches Grinsen fuhr über die Züge des Alten. "Er tut es also tatsächlich.....hinterhältiger kleiner Bastard."
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  15. #15
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    "Der Anwalt. Dieser Talbot. Hast du seine Anspielung nicht bemerkt? Vielleicht ist das Paranoia, deshalb will ich dich damit nicht unnötig weiter verrückt machen, aber...ich fürchte wir müssen etwas besser aufpassen. Oder uns für diesen Fall irgendetwas zurechtlegen."
    Er log den Schweden nicht an, dazu hatte er auch keinerlei Interesse. Aber er wollte den Blonden auch nicht zusätzlich verrückt machen.


    "Es wird wohl die Paranoia sein.", versicherte Leif. Ob er es selbst wirklich glaubte, darum konnte sich sein Verstand nicht kümmern, während er akkurat jede Stufe des Pubs einzeln nahm, um dem Schwindel nicht zum Opfer zu fallen.
    "Und ganz nebenbei-...Was sollten wir uns hierfür zurechtlegen?", wollte er nicht ganz ernsthaft wissen und verbot es sich das Horrorszenario durchzugehen, als sie beide im Untergeschoss angekommen waren. Er lehnte sich leicht zu Vigilio vor, der seinen alkoholisierten Atem sehr wohl bemerken dürfte. "Was dieses Video zeigt ist-...Du weißt es. Aus der Nummer käme niemand je wieder raus."
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    "Es wird wohl die Paranoia sein.", versicherte Leif. Ob er es selbst wirklich glaubte, darum konnte sich sein Verstand nicht kümmern, während er akkurat jede Stufe des Pubs einzeln nahm, um dem Schwindel nicht zum Opfer zu fallen.
    "Und ganz nebenbei-...Was sollten wir uns hierfür zurechtlegen?", wollte er nicht ganz ernsthaft wissen und verbot es sich das Horrorszenario durchzugehen, als sie beide im Untergeschoss angekommen waren. Er lehnte sich leicht zu Vigilio vor, der seinen alkoholisierten Atem sehr wohl bemerken dürfte. "Was dieses Video zeigt ist-...Du weißt es. Aus der Nummer käme niemand je wieder raus."


    "...jede Menge privates, dass besser niemand anderes zu Gesicht bekommt. Ja. Ich weiß schon, was du meinst.", versicherte der Brite nochmal mit Nachdruck als er dem Blonden diese Worte halblaut zuflüsterte und seine Finger beschäftigt hielt, indem er der Sonnenbrille einen neuen Ort zum Hängen gab und erstere schließlich in den Taschen seiner Anzughose vergrub. "Uns bleibt wahrscheinlich nichts anderes übrig als zu hoffen, dass es niemand in die Finger bekommen hat. Meine verdammte Karriere ist dann ebenso ruiniert wie jeglicher Ruf. Naja. Zerbrechen wir uns besser nicht den Kopf darüber. Wenn es dazu kommt können wir vermutlich nicht viel mehr machen als die erstbeste Ausrede heranzuziehen oder einfach damit zu leben." Sein hämisches Lachen bestätigte, dass er das dann womöglich nicht mehr konnte. Und Leif vermutlich auch nicht.

    Er biss sich unauffällig in die Innenseite seiner Unterlippe, als sie aus dem Pub liefen und er dem Kellner, der sie vorhin bedient hatte, noch gute Nacht wünschte als sie nach draußen traten. Es war dunkel. Und es regnete. Ein Umstand, den der Italiener mit Fassung trug. Es war eben London.

    "Ich werd ein Taxi nehmen - weißt du, wo du hin musst?"
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    "...jede Menge privates, dass besser niemand anderes zu Gesicht bekommt. Ja. Ich weiß schon, was du meinst.", versicherte der Brite nochmal mit Nachdruck als er dem Blonden diese Worte halblaut zuflüsterte und seine Finger beschäftigt hielt, indem er der Sonnenbrille einen neuen Ort zum Hängen gab und erstere schließlich in den Taschen seiner Anzughose vergrub. "Uns bleibt wahrscheinlich nichts anderes übrig als zu hoffen, dass es niemand in die Finger bekommen hat. Meine verdammte Karriere ist dann ebenso ruiniert wie jeglicher Ruf. Naja. Zerbrechen wir uns besser nicht den Kopf darüber. Wenn es dazu kommen können wir vermutlich nicht viel mehr machen als die erstbeste Ausrede heranzuziehen oder einfach damit zu leben." Sein hämisches Lachen bestätigte, dass er das dann womöglich nicht mehr konnte. Und Leif vermutlich auch nicht.

    Er biss sich unauffällig in die Innenseite seiner Unterlippe, als sie aus dem Pub liefen und er dem Kellner, der sie vorhin bedient hatte, noch gute Nacht wünschte als sie nach draußen traten. Es war dunkel. Und es regnete. Ein Umstand, den der Italiener mit Fassung trug. Es war eben London.

    "Ich werd ein Taxi nehmen - weißt du, wo du hin musst?"


    "Ja.", log Leif und hob den Kopf samt geschlossener Augen in den Himmel. Der langsame Tod der schwellenden Hitze war angenehm. Oder hatte er sie sich mehr eingebildet als dass es am Nachmittag warm geworden wäre? Vielleicht. Der Tag zermürbte ihn ohnehin. Ganz nebenbei oder gerade deswegen kehrte letztlich dieser ungebetene Gast in seinem Kopf zurück. Der Schmerz der ihn seit Jahren plagte, manchmal nur eine Randerscheinung war und ihn doch oft beherrschte. Wann immer sie bei ihm gewesen war, schien er jedoch abzunehmen. Sich zurückzuhalten, um dieses Gefühl in seiner Brust überhand nehmen zu lassen und ihm dieses Leben nicht nur zur Hölle zu machen, die es jetzt wieder war. Jetzt, wo es nicht einmal mehr nur aus ihm und seiner Arbeit bestehen durfte. Denn letztlich, wenn er morgen Pech hatte, war da nur noch er und nichts weiter. Er und dieser Schmerz. Wobei Letzterer an erste Stelle rücken würde. So viel war sicher.
    "Ich weiß wohin.", log er also wieder und öffnete die Augen. Sah Vigilio an, der ihn so unbemerkt abgelenkt hatte und reichte ihm seine Hand, bevor diese spontane und erstaunlich wenig ungelenke Umarmung daraus wurde.


    "Danke.", flüsterte er. Und das war ausnahmsweise die Wahrheit.
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    "Ja.", log Leif und hob den Kopf samt geschlossener Augen in den Himmel. Der langsame Tod der schwellenden Hitze war angenehm. Oder hatte er sie sich mehr eingebildet als dass es am Nachmittag warm geworden wäre? Vielleicht. Der Tag zermürbte ihn ohnehin. Ganz nebenbei oder gerade deswegen kehrte letztlich dieser ungebetene Gast in seinem Kopf zurück. Der Schmerz der ihn seit Jahren plagte, manchmal nur eine Randerscheinung war und ihn doch oft beherrschte. Wann immer sie bei ihm gewesen war, schien er jedoch abzunehmen. Sich zurückzuhalten, um dieses Gefühl in seiner Brust überhand nehmen zu lassen und ihm dieses Leben nicht nur zur Hölle zu machen, die es jetzt wieder war. Jetzt, wo es nicht einmal mehr nur aus ihm und seiner Arbeit bestehen durfte. Denn letztlich, wenn er morgen Pech hatte, war da nur noch er und nichts weiter. Er und dieser Schmerz. Wobei Letzterer an erste Stelle rücken würde. So viel war sicher.
    "Ich weiß wohin.", log er also wieder und öffnete die Augen. Sah Vigilio an, der ihn so unbemerkt abgelenkt hatte und reichte ihm seine Hand, bevor diese spontane und erstaunlich wenig ungelenke Umarmung daraus wurde.


    "Danke.", flüsterte er. Und das war ausnahmsweise die Wahrheit.


    "Gerne." Ein bisschen erstaunt über die plötzliche Nähe und den Dank schien er schon - was auch an der Statur seines Gegenüber liegen mochte. Aber es spielte sich dennoch ein ehrliches Lächeln in sein Gesicht und er erwiderte die Umarmung und schloss sie zudem mit einem Klopfen auf die Schulter ab. Eine Hand hielt ihn noch landestypisch am Hinterkopf und nickte ihm zuversichtlich zu bevor er sich löste. "Keine Panik bekommen. Wir haben die Hälfte schon geschafft. Und du weißt, dass wir dich nicht arbeitslos werden lassen.", versicherte Vigilio und sprach deutlich davon, dass er für ihn schon eine ähnliche oder sogar bessere Arbeit finden würde, wenn er die Zulassung morgen denn verlieren würde. "Es wird besser. Alles."
    Noch ein Schulterklopfen. Dann lief er bereits ein paar Schritte, etwas tapsiger als sonst, rückwärts und sagte: "Nimm die Tube zum Sloane Square auf der anderen Seite der Themse. Sloane Terrace 3. Da hinten ist die Haltestelle London Bridge, von da aus solltest du hinkommen. Lass dich nicht ausrauben!"
    Er hob die Hand nochmal um ihm zuzuwinken, drehte sich aber schon im Ruckwärtsgang..und ging.
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    "Gerne." Ein bisschen erstaunt über die plötzliche Nähe und den Dank schien er schon - was auch an der Statur seines Gegenüber liegen mochte. Aber es spielte sich dennoch ein ehrliches Lächeln in sein Gesicht und er erwiderte die Umarmung und schloss sie zudem mit einem Klopfen auf die Schulter ab. Eine Hand hielt ihn noch landestypisch am Hinterkopf und nickte ihm zuversichtlich zu bevor er sich löste. "Keine Panik bekommen. Wir haben die Hälfte schon geschafft. Und du weißt, dass wir dich nicht arbeitslos werden lassen.", versicherte Vigilio und sprach deutlich davon, dass er für ihn schon eine ähnliche oder sogar bessere Arbeit finden würde, wenn er die Zulassung morgen denn verlieren würde. "Es wird besser. Alles."
    Noch ein Schulterklopfen. Dann lief er bereits ein paar Schritte, etwas tapsiger als sonst, rückwärts und sagte: "Nimm die Tube zum Sloane Square auf der anderen Seite der Themse. Sloane Terrace 3. Da hinten ist die Haltestelle London Bridge, von da aus solltest du hinkommen. Lass dich nicht ausrauben!"
    Er hob die Hand nochmal um ihm zuzuwinken, drehte sich aber schon im Ruckwärtsgang..und ging.


    Die Warnung verflog im Wind. Anderthalb Stunden und kaum zählbare Schritte später erreichte Leif die Brücke. Er hatte von Anfang an auf ein Taxi oder ähnliches verzichten wollen. Ebenso auf Vigilio. Jetzt in diesem Moment brauchte er diese Form der Ruhe. Nur das Geräusch des Wassers und der fahrenden Autos, deren Anzahl spürbar dünner wurde. Der Berufsverkehr der Stadt spielte sich im Untergrund oder der Zeit ab, die Leif im Pub verbracht hatte. Dort wo er diese Entscheidung hatte treffen müssen, spontan und unüberlegt, obgleich er sie nicht bereute. In keinem seiner Gedanken spielte sich ein Szenario ab, in welchem er den Italiener anrufen und davon zurücktreten würde. Er war sich sicher. So sicher und unberührt wie die Wellen unter ihm einen beruhigenden Singsang in den Abendhimmel schickten, während der Schwede hätte Edna anrufen sollen. Oder Abuyin. Vielleicht Sam? Irgendwen eben der ihn hiervon abhalten konnte. Der wusste was besser für ihn war als eine Verbindung zu Cerberus. Doch seine Argumente wären haltlos und doch würde sie niemand leichtfertig abtun können. Denn in jedem Gegenvorschlag selbiger schwang die Konsequenz für die Sizilianerin mit, dessen Option Leif nicht einmal im Ansatz hinnehmen würde. Nicht solange er atmete und an etwas anderes denken konnte als von dieser Brücke zu stürzen. Bläulich beleuchtet und übersprungen vom leichten Wind, der sein Haar zerfurchte, während er Minute um Minute auf diesen Namen starrte, den sein Omnitool blass flackernd vor einem grauen Horizont projizierte. Er musste jemanden anrufen. Nicht um darüber zu reden, sondern um diese Stimme zu hören. Um schlafen zu können, weil sie in einer beinahe idealen Welt auf ihrer Frequenz abnahm und dieses zögerliche falsche "Leif?" durch die Leitung schickte. Vielleicht würde er nicht einmal darauf reagieren. Und noch wahrscheinlicher nahm sie gar nicht erst ab. Seine Herz schien es zu wissen. Eine Faust legte sich darum, bereit zuzudrücken wenn er recht behielt. Wenn sie ihm diesen Gefallen nicht tat, einfach weil sie es nicht konnte.
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol is offline

  20. #20
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    Ulpox Galba

    „Nur noch wie ein Stier durch die Wand. Alle Ausbildung vergessen, alles Erreichte vergeudet. Sie sind nur noch ein Tier, Hall. Eines was sich selbst nicht im Zaun hat. Eines, das am Ende sogar Ihre Liebsten umbringen wird, nur weil Sie sich nicht kontrollieren können.“
    Irgendwie schaffte Galba es, diese Provokation wie eine nüchterne Feststellung klingen zu lassen. Das Grinsen, das er zeigte, nahm Delia gar nicht mehr richtig wahr. Die Tatsache, dass er sich einbildete, sie nur durch diese paar Minuten Kampf analysieren und verstehen zu können, ließ Delia brodeln. Sie brauchte niemanden, der ihr sagte, sie sei unfähig und unkontrolliert. In schlechten Momenten wusste sie es selbst.
    Und ihr stieg ein Bild im Kopf auf, eine Erinnerung aus den Tagen kurz bevor sie auf die Grissom Akademie gehen sollte. Dieser Abend an dem sie verzweifelt gewesen war, sich unfähig und zugleich ausgenutzt gefühlt hatte, die blanke Angst zu einem Soldaten ohne Seele gemacht zu werden. Und Matt, der sie getröstet und ihr gut zugeredet hatte. Bis sie sich entladen hatte. Völlig ohne Absicht, aber auch ohne jegliche Kontrolle. Und wie es ihn gegen die Wand geschleudert hatte.
    Der Moment in dem sie sich bewusst gewesen war, dass diese 'Gabe', von der alle immer sprachen, im Grunde auch ein Fluch war. Als ihr klar geworden war, dass sie gefährlich war.

    „Wie gefällt ihnen der Gedanke? Ihre Liebsten, tot in Ihren Armen liegend und Sie sind die Mörderin?“
    Vielleicht hätte sie sich wieder eingekriegt, denn der folgende Gedanke wäre vermutlich gewesen, dass sie nach Grissom gegangen war, eben genau um diese Kontrolle zu erlernen, nicht mehr gefährlich zu sein.
    Doch die Worte des Turianers trafen ungeschützt dort, wo es weh tat. Worte, die ihr weitere Bilder in den Kopf schossen: Matt, wie er an der Wand zusammensackte; Matt, wie er sich weigerte aus dem Weg zu gehen und in dem Pub zusammengeschlagen wurde; Avil, die sie mühelos gegen die Decke hob und dann fallen ließ; Avil ...
    Wie konnte er es wagen, solche Dinge zu sagen! Wie konnte er sich herausnehmen zu glauben, sie zu kennen, sie zu verstehen. Wie konnte überhaupt jemand so etwas sagen!?
    Atemübungen, Konzentration, Entspannung ... alles vergessen. Wie wild begann Delia auf den Turianer einzuschlagen und zu treten, wollte einfach nur, dass er aufhörte, diese giftigen Worte zu sagen.
    Sie spürte dieses altbekannte Gefühl, dieses Kribbeln in ihrer Hand, dieses Stechen wie wenn man eine gewischt bekommt. Aber sie war nicht bereit, nicht in der Lage, dies zu kontrollieren. Vielmehr gefiel ihr plötzlich der Gedanke, dem Turianer einen ordentlichen biotischen Hieb zu verpassen. Doch Biotik ohne ein gewisses Maß an Selbstkontrolle war nun einmal nie folgsam. Noch bevor sie zu dem gewünschten Schlag ausholen konnte, entlud sie sich, die Biotik in ihrer Hand explodierte in einer kleinen, aber wuchtigen Implosion und schleuderte die Rothaarige rückwärts auf die Matte.

    Auf den Aufprall war sie nicht vorbereitet, und so presste er ihr erneut die Luft aus den Lungen und ließ sie aufkeuchen. Sie biss sich auf die Lippe, riss die Augen auf und wollte direkt wieder loslegen, dem Turianer diesen Sieg nicht gönnen. Doch der stand bereits über ihr und sah auf sie herunter - der Ausdruck in seinen Augen unlesbar. „Die erste Runde ist vorbei, Hall.“ Kein fieses Grinsen, keine Provokation. „Die zweite Runde machen wir, wenn Sie sich wieder im Zaum halten. Ruhen Sie sich aus.“
    Schwer atmend starrte Delia ihren Offizier an, und wusste nicht was sie denken sollte. Sie wusste nicht einmal was sie fühlen sollte. Sie war erschöpft, und schämte sich. Und gleichzeitig war sie verletzt und wütend. Sie spürte Tränen in ihren Augen brennen und war froh, dass Galba sich bereits Routh zugewandt hatte und sie nicht sah. Schwerfällig stand sie auf und verließ die Matte, suchte sich die nächste Wand und ließ sich daran hinunterrutschen, bis sie mit aufgestellten Füßen auf dem Boden saß und sich die Fäuste in die Augen presste. Um keinen Preis wollte sie diese Tränen zulassen. Nicht vor Galba.

    "Bist du okay?"
    Sie sah auf. David stand vor ihr und sah sie aufmerksam an. Er hatte leise gesprochen, damit Galba ihn nicht hören konnte und lächelte sie jetzt aufmunternd an. "Nimm's nicht persönlich. Er ist halt ein harter Hund, oder spielt ihn gerne. Er wollte dich nur testen, schauen wie viel du aushälst, Wo deine Schwächen sind. Jeder gute Offizier sollte das wissen, nur wählen nicht alle die Holzhammer-Methode."
    "Rechtfertigt nicht was er gesagt hat", brummte Delia gedämpft. Sie war nicht bereit, das Ganze zu vergessen. Sie starrte auf ihre rechte Hand und fügte dann hinzu: "Das ist mir eine Ewigkeit nicht mehr passiert. Ich hab mich sonst immer im Griff. Das hätte nicht passieren dürfen ..."
    David legte den Kopf schief und streckte dann eine Hand aus. Sie ergriff sie und ließ sich von ihm wieder auf die Füße ziehen. "Das war der erste Test. Er kennt dein Potenzial, darauf wette ich. Er will nur wissen, wo er dir noch etwas beibringen kann."
    Die Rothaarige warf ihm einen bösen Blick zu, doch der Pilot zuckte nur mit den Schultern. "Ich kenn' solche Typen. Er ist knallhart. Aber die Lehrer, die am strengsten sind, sind meistens die besten."
    Er tätschelte freundschaftlich ihre Wange, so wie man ein Pferd lobt, und zwinkerte ihr dann zu. "Dafür legst du ihn gleich mit deiner Biotik auf die Matte. Er hat vielleicht von deiner Kraft gelesen, aber er hat sie noch nicht gespürt. Es wird ihn umhauen."

    „Bleiben nur noch sie – ich hoffe sie kämpfen so gut wie sie Massen von Nahrung vertilgen können, Cruz“, bellte es von der Matte her und David zwinkerte ihr erneut zu. "Wünsch mir Glück!", grinste er dann und sprach nun wieder laut genug, dass ihn jeder hören konnte. Routh rappelte sich gerade hoch und verließ die Matte, blieb jedoch direkt danach mit verschränkten Armen stehen. Sie wirkte nicht ganz so gleichgültig wie sonst und Delia vermutete, dass auch die Salarianerin ihr Fett wegbekommen hatte. In gewisser Weise war das ein befriedigendes Gefühl und Delia näherte sich wieder der Matte, um nun David zuzusehen. Seine Worte hatten sie etwas beruhigt, doch innerlich war sie immer noch aufgewühlt. Sie nahm sich vor, Galba bei der nächstmöglichen Gelegenheit auf seine Worte anzusprechen.
    Der Pilot hob gerade die Hände wie ein Boxer und fixierte den Turianer, der ihm lässig gegenüberstand. Während sich die beiden Männer umkreisten, atmete Delia einige Male tief durch und rief sich ihre Übungen ins Gedächtnis. Körper entspannen, Atmung beruhigen und kontrollieren, konzentrieren. Den Kampf selbst nahm sie nur halb wahr, hörte die Schläge und das Grunzen bei der Verteidigung. Für einen Moment musste die schmunzeln, denn David schien selbst im Kampf noch viel zu reden. Diverse Flüche und Ausrufe wie "Ha!", "Ja!", "Yiah!" verbanden sich zu einer Art Kriegsgesang, der auch Galba auffiel. "Wenn Sie weiter so viel Luft verschwenden, sind Sie k.o. noch bevor ich Sie überhaupt auf die Matte gelegt habe!", knurrte er, doch der Pilot blieb unbeeindruckt.

    Zwischen den beiden Männern entwickelte sich ein waschechter Faustkampf und eine ganze Weile ging es einigermaßen ausgeglichen hin und her. Bis David so langsam die Kraft verließ und damit auch seine Reaktionsgeschwindigkeit. Galba landete einige gut platzierte Hiebe, nach denen sich der Mensch zwei Schritte zurückzog um zu Atem zu kommen. Galba ließ ihn gewähren und wartete, bis David erneut in die Offensive überging und sie sich erneut einen Schlagabtausch lieferten; bis Galba die Geschichte beendete, indem er dem Philippino die Beine unter dem Körper wegzog. Mit einem Ächzen landete der unvorbereitete Mensch auf der Matte. "Hey! Das ist kein fairer Boxkampf!"
    Der Turianer schnaubte. "Wer hat von einem Boxkampf gesprochen? Auf dem Schlachtfeld heißt die einzige Regel: Überleben. Und wer fair spielt, wird früher oder später besiegt." David rappelte sich hoch und betastete seinen Wangenknochen, der offensichtlich eine Prellung abbekommen hatte. "Erste Runde vorbei, Cruz. Die zweite muss besser werden."
    "Never be cruel, never be cowardly.
    And never ever eat pears!
    Remember, hate is always foolish,
    and love is always wise.
    Laugh hard. Run fast. Be kind."
    - 12th Doctor -


    Glorichen is offline

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