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    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
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    "Dann wird die Sache wohl zu einer Überraschungsparty.", stellte Leif nach einer kurzen Schweigeminute fest. "Aber sag am Ende nicht ich hätte dich nicht gewarnt. Auch vor meinen Anwälten."
    Er kannte Alicia. Und er schätzte an ihr genau das was sie im Gericht ausmachte. Nämlich das sie ebenso arrogant und von sich selbst überzeugt war wie der Schwede in seiner gewohnten Umgebung. Wenn man sie auf den ersten Blick nicht ernst nahm, tat man es spätestens wenn sie sprach. Sie würde weder halt vor der Familie machen die hier vor ihm saß, noch vor Luceija. Besonders dieser Gedanke war schwer zu ertragen. Die Möglichkeit das sie die Schuld trug. Jedenfalls vor aller Leute Augen.
    "Ich sollte gehen, denke ich.", entschied der Blonde also schneller als von seinen Gastgebern vorgesehen. "Danke für das Frühstück. Falls wir uns morgen nicht mehr sprechen bevor es losgeht dann-...Ja. Pass einfach auf sie auf, ja? Und auf euch. Die Sache ist nicht so sauber wie sie aussieht und selbst du hast dabei einen Ruf zu verlieren, schätze ich."


    Der Italiener ging dazu über die Hand zur Hälfte aufzustellen und mit den Fingerkuppen gegen die Tischplatte zu trommeln. Tonlos. Aber diesen Effekt brauchte es gar nicht, denn man sah dem Schwarzhaarigen so bereits an, dass er die Richtung als zu gefährlich empfand in die das Gespräch driftete. Dazu trug auch sein tendenziell skeptischer werdende Blick bei, der den Blonden taxierte. Er schnaubte, nutzte die Hand dann als Stütze und schob sich wieder etwas vor. Anstatt zu kommentieren was der Blonde gesagt hatte und die Warnung vor der Aggressivität seiner Anwälte weiter zu konkretisieren, stand er langsam auf. "Mach dir keine Gedanken um meinen Ruf.", retournierte er locker. Er wurde seinem Vater unbewusst immer ähnlicher. "Ich habe nicht vor mich dort zu inszenieren. Nur die Wahrheit zu sagen und einem Freund zu helfen."

    Er kam langsam um den Tisch herum und begegnete einem Leif, der sich selbst von seinem Sitz erhob. Gil griff nach seiner Hand um sie zu schütteln, die andere Hand hielt dabei unterstützend den untersten Teil des Oberarmes seines Gegenübers und sein Blick blieb fest. "Sie ist hier sicher.". Ja. Hier. In diesem Haus. Aber er wusste, dass er sie nicht vor allem schützen konnte, so sehr er es auch wollte. Was nicht bedeutete, dass er es nicht versuchte. Darauf folgte eine recht typische, italienische Geste unter sehr guten Bekannten und Freunden: Seine Hand die an seinem Arm lag griff fest an den Hinterkopf des Großen ohne das Implantat zu berühren, ein Kuss an die Linke und Rechte Wange folgte und für den Moment sah er ihn nochmal an, die Hand stabilisierend weiter am Nacken. "Und Du überstehst das.", machte er ihm Mut. Das Klopfen der Hand unterstützte diese Aussage, bevor er sich von ihm löste und schließlich auch zurücktrat, langsam um den Tisch herum.
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  2. #2
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    Irgendwo da draußen.....
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    Beyo Vhan

    Hanna
    Vincent

    Bevor Beyo groß zum antworten kam, erschien Van Zan auch schon auf der Bildfläche. Der Turianer konnte seine Nervosität auch unter der Kapuze nicht verbergen. Nicht bloß weil er hier draußen war, sondern weil sie im Begriff waren in die Wohnung eines korrupten Polizisten einzubrechen. Sicherlich war besagter Polizist tot, doch wer wusste schon was er vielleicht für Sicherheitsmaßnahmen installiert haben könnte? Sie folgten Van Zan's Anweisung und gingen (trotz der Tatsache dass sie niemanden trafen) bedacht darauf wenig aufzufallen nach oben.
    "Niemand." erwiderte Beyo auf Van Zan's Frage. "Ich habe mich erinnert. Die Party...nachdem Yuhki und seine Männer mich verhaftet hatten wurde ich verhört. Sie haben mich über Nacht dabehalten. Boles, er....hat mich unter Drogen gesetzt. Mich Dinge sagen lassen. Die Dinge die sie selbst vor nicht all zu vielen Stunden im News Network gehört haben. Vorhin erst lief eine Wiederholung dieser Ansprache. Es hat...einen Trigger ausgelöst, wenn man das so sagen kann. Die Tatsache, dass wir ihn tot im Versteck des Killers gefunden haben, hat uns natürlich zur offensichtlichen Schlussfolgerung geführt." Als der Mann in Schwarz dann seine neuesten Erkenntnisse mit ihnen teilte, war Beyo nur noch verunsicherter als zuvor. Also war es ganz offensichtlich keine Gasexplosion gewesen, sondern eine geplante Sprengung. Aber wieso? War der Killer doch Tharok Aritus, und hatte seinen Tod nur vorgetäuscht? Oder aber hatte der wahre Killer ihn, aus welchem Grund auch immer, beseitigt? Aber wieso hielt er Beyo den Tod von Kalio Aritus vor und tötete zugleich seinen Bruder? Es machte keinen Sinn. Nichts von all dem machte irgendeine Art von Sinn. Und so wie er den Kryptogramm-Killer mittlerweile kennengelernt hatte, war das wahrscheinlich sogar beabsichtigt. Er wusste alles über sie, während sie im Dunkeln tappten. Nach jetzigem Ermittlungsstand konnte der Killer jeder sein....und niemand. Ruhigen Schrittes ging die Gruppe den endlos scheinenden Gang weiter, bis sie endlich an der richtigen Tür ankamen. Unruhig warteten er und Ilias ab, bis Van Zan sein Gespräch beendet hatte, und Beyo war umso erstaunter als er direkt im Anschluss tatsächlich die Tür mittels eines Codes öffnete. Er fragte besser gar nicht erst, wie genau ihm das gelungen war. "Ja...." Das Trio trat ein und mit einem leisen Zischen fiel die automatische Tür hinter ihnen wieder zu. Nahezu paranoid starrte der rote Turianer noch einige Sekunden nach dem Schließmechanismus auf das Kontroll-Panel. Doch nichts veränderte sich. Das Schloss war nach wie vor offen, niemand entzog ihnen per Fernzugriff den Fluchtweg. "Also hat der Killer diese Sache tatsächlich nicht vorausgesehen..." murmelte er leise. Das Appartment war größer als es von den äußeren Eindrücken her den Anschein gemacht hatte. Kurz hinter der Eingangstür befand sich auf der rechten Seite die Tür zum Bad. Am Ende des Ganges gabelte dieser sich zu 2 Seiten. Auf der rechten Seite befand sich ein kleiner Wohnbereich samt Küchenzeile. Zur linken war der Schlafbereich. Alles wirkte auf den ersten Blick äußerst aufgeräumt und ordentlich. Nicht gerade das was er erwartet hatte. "Hmmm....." Grübelnd betrat Beyo zunächst den Schlafbereich. Das Bett nahm den größten Teil des handlichen Raumes ein. Links neben dem Bett stand ein kleiner Nachttisch, samt altmodischer Lampe und einem topmodernen Wecker, was einen etwas komischen Kontrast erzeugte. Rechts war an die Wand ein großer Spiegel angebracht. Und daneben ein großer, metallener Schrank. Offensichtlich auch ein extrem modernes, hochtechnisiertes Fabrikat. Sicherlich sündhaft teuer. Woher hatte Boles das Geld für derlei Dinge gehabt? Da er genauso gut auch hier anfangen konnte, drückte der Turianer den 'Öffnen'-Knopf. Mit einem leisen Surren begann sich das Möbelstück in der Mitte zu teilen und fuhr zu beiden Seiten auf. "Gah - !" Der Turianer stolperte vor Schreck 2 Schritte zurück und fand sich einen Moment später mit dem Rücken liegend auf dem Bett wieder. Entgeistert starrte er auf das, was sich ihm da bot: Neben Hosen, Hemden und anderen normalen Kleidungsstücken stand in der Mitte des Schrankes platziert eine Schneiderpuppe, samt einer Verkleidung die er nur all zu gut kannte. Es schauderte ihn, als sein Blick den der leblosen Maske traf. Fast schon fühlte es sich so an, als würde diese zurückstarren, als würde sie samt des dunklen Mantels gleich heruntersteigen und ihn angreifen, so wie der Killer es bei ihm zu Hause getan hatte. War Boles selbst etwa der Killer gewesen? Hatte er sich selbst umgebracht, im Wissen dass sein Plan dank ausgiebiger Vorbereitung so oder so aufgehen würde? "Nein!" Er verbannte diesen verrückten Gedankengang sofort wieder aus seinem Kopf. Bilder von Kyron's Tod schwirrten ihm durch den Kopf. Auch er hatte ein Exemplar dieses bizarren Kostüms angehabt als er von Beyo unwillentlich erschossen worden war. "Wie viele davon gibt es bitte?" murmelte der Turianer, während er sich langsam wieder vom Bett aufrappelte. Gleichzeitig wurde ihm unwohl. Etwas nagte an ihm, flößte ihm noch mehr Angst ein als zuvor bereits. Sie waren hier nicht sicher. Er wusste nicht wieso, aber er hatte so eine Vorahnung dass bald noch jemand hier eintreffen würde....sie mussten schnell weiter suchen!

    Marco Lagos

    Stephen/Lucia

    Das Scheppern hatte aufgehört. Offenbar hatte man draußen aufgegeben sich Zutritt zu verschaffen. Einige Fluggäste flüsterten wild durcheinander. Auch Marco sah Connor und Lucia zunächst nur verwirrt an. Doch im nächsten Moment passierte es bereits. Ein lauter Knall, gepaart mit einer Druckwelle, erschütterte das gesamte Schiff. Der plötzliche Druck riss Marco von den Füßen, sein Bogen fiel ihm aus der Hand. Seine Ohren pfiffen, Dreck wirbelte umher, die Sicht war verschwommen. Er bewegte seinen Kopf und checkte sein unmittelbares Blickfeld ab. Offenbar war niemand ernsthaft verletzt. Er wollte gerade versuchen sich aufzurichten, als ein gleichmäßiges Klonk, Klonk die Geräuschkulisse durchschnitt. Aus der Trümmerwolke stolzierte ein Mann hervor. Er schien bereits in die Jahre gekommen, sein Haar war grau und sein Gesicht zierten einige Narben. Doch das auffälligste war wohl seine metallene Beinprothese, welche bis über das Knie reichte. In der linken Hand hielt er fest einen Gehstock umklammert. Die rechte hingegen hielt eine Waffe. Neben ihm her lief ein großer, bulliger, schwarzer Kerl, dessen Gesicht ein dümmliches Grinsen zierte. Auch er führte eine Waffe mit sich, allerdings war es keine Pistole, sondern ein großes Sturmgewehr, welches er in beiden Händen hielt. Und hinter ihnen kamen noch mehr bewaffnete Gestalten aus der Staubwolke hervor. "Piraten...." Instinktiv versuchte Marco an seinen Bogen zu greifen, doch er lag zu weit weg. Der ältere Kerl bemerkte dies sofort. "Lass das lieber sein, Freundchen." "Ve'eh'te 'eisende! Im Namen unse'es Captains, dem 'oten Ko'sa' möchten wi' sie bitten 'uhe zu bewah'en!" "Was mein Freund Baba damit sagen möchte: Keiner bewegt sich, außer wir erlauben es! Ansonsten gibt es Tote!" Panik brach aus. Mit einer kleinen Salve aus dem Sturmgewehr brachte der Dunkelhäutige die Menge wieder zum Schweigen. "Ganz ruhig. Also, verehrte Reisende: Ich lege ihnen nahe, sofort alles was sie an Wertsachen haben an uns abzutreten. Vielleicht ist unser Captain dann guter Laune genug um sie wieder ziehen zu lassen." Marco traute sich nicht mehr als den Kopf zu bewegen. Sein Blick suchte nach Lucia und Stephen. Sie mussten irgendwas tun.

    Abu

    Der Flug war gut verlaufen. Abu hatte sich dieses Mal eine teurere Maschine geleistet, die noch etwas schneller am Ziel war als der Rest. Zwar hatte er die gesamte Reise über an seinen Onkel denken müssen, doch nun wo er in London angekommen war hatte er sich langsam ein wenig beruhigt. Er hatte den Vertretungsarzt schwören lassen, dass man ihn sofort benachrichtigen würde, wenn eine Veränderung eintrat (ob positiv oder negativ). Abdul hätte zudem sicherlich gewollt, dass er seinem Freund Leif in einer derartigen Situation beistand. Also legte er nun sein ganzes Vertrauen in die Justiz der Citadel, auf dass sie diesen Killer möglichst schnell dingfest machen würden, er würde derweil Leif beim Kampf gegen die hiesige Justiz unterstützen.
    Das Taxi brachte ihn schnell zu dem Hotel, wo er noch während des Fluges per App ein Zimmer gebucht hatte. Auf dem Zimmer angekommen packte er das wenige was er mitgenommen hatte schnell aus und schrieb dann sofort Leif eine Nachricht.

    "Hallo Leif,

    ich weiß nicht ob du meine Nachricht, die ich dir noch auf Protheus hinterlassen habe, gelesen hast, du hattest mir keine Antwort geschrieben. Offenbar musstest du ebenso schnell abreisen wie ich. Ich bin jetzt jedenfalls in London, vor wenigen Minuten erst gelandet. Sag mir Zeit und Ort und wir treffen uns, bereden das weitere Vorgehen.

    Bis dann,

    Abu"
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    Der Italiener ging dazu über die Hand zur Hälfte aufzustellen und mit den Fingerkuppen gegen die Tischplatte zu trommeln. Tonlos. Aber diesen Effekt brauchte es gar nicht, denn man sah dem Schwarzhaarigen so bereits an, dass er die Richtung als zu gefährlich empfand in die das Gespräch driftete. Dazu trug auch sein tendenziell skeptischer werdende Blick bei, der den Blonden taxierte. Er schnaubte, nutzte die Hand dann als Stütze und schob sich wieder etwas vor. Anstatt zu kommentieren was der Blonde gesagt hatte und die Warnung vor der Aggressivität seiner Anwälte weiter zu konkretisieren, stand er langsam auf. "Mach dir keine Gedanken um meinen Ruf.", retournierte er locker. Er wurde seinem Vater unbewusst immer ähnlicher. "Ich habe nicht vor mich dort zu inszenieren. Nur die Wahrheit zu sagen und einem Freund zu helfen."

    Er kam langsam um den Tisch herum und begegnete einem Leif, der sich selbst von seinem Sitz erhob. Gil griff nach seiner Hand um sie zu schütteln, die andere Hand hielt dabei unterstützend den untersten Teil des Oberarmes seines Gegenübers und sein Blick blieb fest. "Sie ist hier sicher.". Ja. Hier. In diesem Haus. Aber er wusste, dass er sie nicht vor allem schützen konnte, so sehr er es auch wollte. Was nicht bedeutete, dass er es nicht versuchte. Darauf folgte eine recht typische, italienische Geste unter sehr guten Bekannten und Freunden: Seine Hand die an seinem Arm lag griff fest an den Hinterkopf des Großen ohne das Implantat zu berühren, ein Kuss an die Linke und Rechte Wange folgte und für den Moment sah er ihn nochmal an, die Hand stabilisierend weiter am Nacken. "Und Du überstehst das.", machte er ihm Mut. Das Klopfen der Hand unterstützte diese Aussage, bevor er sich von ihm löste und schließlich auch zurücktrat, langsam um den Tisch herum.


    Der Schwede war gegangen, kaum eine Minute nach der ungewohnt innigen Verabschiedung des Italieners. Abu's Nachricht war ihm bereits aufgefallen als er sich ein Taxi hatte rufen wollen, ihm stattdessen aber ein Hausbutler, der den klischeehaften Namen James trug, auf Vigilios Geheiß nachgeeilt war und ihm versicherte ihn zu dessen Apartment zu bringen. Auf der Rückbank eines beschämend dekadenten Wagens antwortete er seinem Freund, versicherte ihm ihn abzuholen und bat er dann den Butler um seine Mithilfe.
    "Ist es ein Problem wenn wir den Umweg zum Four Seasons machen und einen Kollegen abholen?"
    Der graue Brite bejahte und präsentierte bereits mit wenigsten Worten seinen durchschlagenden Akzent, bevor er geschickt in eine andere Richtung fädelte.


    Zora hatte sich eine Weile lang nicht vom Tisch gelöst und auch den Arzt nur mit einem steifen Nicken verabschiedet. Wirklich mehr konnte sie ihm nicht zugestehen, nachdem sie Luceijas Geschichte immer noch zu interpretieren versuchte. Irgendwann begann sie eher geistesabwesend damit ihren Teil des Frühstücks zu räumen, ihre Tochter behutsam auf den Arm zu nehmen und nach oben ins Bett ihres Zimmers zu bringen. Vigilio war nicht mehr mit seinem Gast selbst beschäftigt, sondern gab James, der gerade erst seinen Dienst hatte antreten wollen, die genau Anweisung wo dieser auch noch hinzubringen war. Ein dezentes Seufzen konnte die Blonde sich nicht verkneifen, als sie die mit zahllosen Kinderbildern ausgestatteten vier Wände ihrer Tochter wieder verließ, die Treppe zurück nach unten nahm und den Geräuschen des Schwarzhaarigen ein weiteres Mal ins Esszimmer folgte. Er begann endlich zu genießen wofür er sich so lange in der Küche hergegeben hatte und sie blieb wortlos, als sie den Stuhl auf den sie sich setzte, leicht ihm zu wandte, die nackten Beine übereinander schlug und Vigilio reserviert ansah.
    "Bevor ich dir diese Frage jetzt stelle, erinnere ich dich an eines, Darling.", begann sie klarer Worte. "Ich bin die Mutter deiner Tochter, die ich dir geboren habe, weil ich zweifelsohne der Ansicht bin das du, Vigilio, die unerwartete Liebe meines Lebens bist, aber-...Ich habe meinen Ehemann auf derartige Äquivalente einer Drohung durch einen Außenstehenden noch nie so reagieren sehen wie heute. Was ist das, was dieser Arzt dir ausmacht? In welcher Welt kann er ernsthaft behaupten seine Anklage könnte deinen Ruf in Unordnung bringen? Und glaub bitte nicht das sei alles was ich von eurer Unterhaltung mitbekommen hätte, Gil. Du vergisst wem du gegenüber sitzt."
    So you can drag me through hell
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    Der Schwede war gegangen, kaum eine Minute nach der ungewohnt innigen Verabschiedung des Italieners. Abu's Nachricht war ihm bereits aufgefallen als er sich ein Taxi hatte rufen wollen, ihm stattdessen aber ein Hausbutler, der den klischeehaften Namen James trug, auf Vigilios Geheiß nachgeeilt war und ihm versicherte ihn zu dessen Apartment zu bringen. Auf der Rückbank eines beschämend dekadenten Wagens antwortete er seinem Freund, versicherte ihm ihn abzuholen und bat er dann den Butler um seine Mithilfe.
    "Ist es ein Problem wenn wir den Umweg zum Four Seasons machen und einen Kollegen abholen?"
    Der graue Brite bejahte und präsentierte bereits mit wenigsten Worten seinen durchschlagenden Akzent, bevor er geschickt in eine andere Richtung fädelte.


    Zora hatte sich eine Weile lang nicht vom Tisch gelöst und auch den Arzt nur mit einem steifen Nicken verabschiedet. Wirklich mehr konnte sie ihm nicht zugestehen, nachdem sie Luceijas Geschichte immer noch zu interpretieren versuchte. Irgendwann begann sie eher geistesabwesend damit ihren Teil des Frühstücks zu räumen, ihre Tochter behutsam auf den Arm zu nehmen und nach oben ins Bett ihres Zimmers zu bringen. Vigilio war nicht mehr mit seinem Gast selbst beschäftigt, sondern gab James, der gerade erst seinen Dienst hatte antreten wollen, die genau Anweisung wo dieser auch noch hinzubringen war. Ein dezentes Seufzen konnte die Blonde sich nicht verkneifen, als sie die mit zahllosen Kinderbildern ausgestatteten vier Wände ihrer Tochter wieder verließ, die Treppe zurück nach unten nahm und den Geräuschen des Schwarzhaarigen ein weiteres Mal ins Esszimmer folgte. Er begann endlich zu genießen wofür er sich so lange in der Küche hergegeben hatte und sie blieb wortlos, als sie den Stuhl auf den sie sich setzte, leicht ihm zu wandte, die nackten Beine übereinander schlug und Vigilio reserviert ansah.
    "Bevor ich dir diese Frage jetzt stelle, erinnere ich dich an eines, Darling.", begann sie klarer Worte. "Ich bin die Mutter deiner Tochter, die ich dir geboren habe, weil ich zweifelsohne der Ansicht bin das du, Vigilio, die unerwartete Liebe meines Lebens bist, aber-...Ich habe meinen Ehemann auf derartige Äquivalente einer Drohung durch einen Außenstehenden noch nie so reagieren sehen wie heute. Was ist das, was dieser Arzt dir ausmacht? In welcher Welt kann er ernsthaft behaupten seine Anklage könnte deinen Ruf in Unordnung bringen? Und glaub bitte nicht das sei alles was ich von eurer Unterhaltung mitbekommen hätte, Gil. Du vergisst wem du gegenüber sitzt."


    Er schnaubte Wellen von Genugtuung und verbrauchten Atem in dieses Wunderwerk italienischer Backkunst. Zu lange hatte er die Cornetti nicht mehr selbst gemacht, tatsächlich auch etwas, was sein Vater ihm beigebracht hatte, sondern sonst immer vorgefüllt wie jeder andere aus dem Supermercato gekauft. Das war kein Vergleich. Die Aprikosenkonfitüre ergänzte sich perfekt zu den eingeriebenen Orangenschalen im selbstgerollten und ewig geruhten Blätterteig. Alles, was diesen Geschmack noch übertraf waren die Beine seiner Blonden Ehefrau, auf die er umweglos ein Auge, vorbei am Gebäck in seiner Hand, warf. Der Weg ihren Körper nach oben war langsam, aber er hätte auch noch langsamer sein können entschied sich der Italiener, als er an ihrem Gesicht angekommen war und währenddessen gelassen weiterkaute und sogar die eine Augenbraue hob, kaum, dass sie mit diesem "bevor ich dir diese Frage stelle" angefangen hatte. Er reagierte mit diesem abfälligen Schnauben-Lachen, dass er Leif auch schon am Telefon gewidmet hatte und sah von Zora ab ins Hörnchen, dass er kurz darauf komplett verspeiste und sich kauend, aber äußerlich unheimlich entspannt zurücklehnte und die Hände abklopfte. "Das hat er doch eben gesagt.", antwortete Vigilio gelassen und lies sich nichts davon anmerken, dass hinter den Aussagen durchaus mehr steckte. Nichts, worüber er sprach. Niemals. Es existierte nicht. Vigilio deutete stattdessen kauend einem Mann hinterher, der den Raum längst verlassen hatte. "Luceija wird Lügen und sowohl sein Anwalt als auch der Staatsanwalt werden nach Scheiße graben. Überall. Bei ihr, bei mir, selbst bei dir." Er lachte diese Tatsache freudlos vom Frühstückstisch. "Du glaubst doch nicht, dass die darauf verzichten Leuten werden aus dieser Anklage möglichst noch etwas mehr zu machen und der Presse zu geben weshalb sie anrücken werden. Hm? Du solltest das doch kennen, tesoro.", gab er zu verstehen und legte während seiner Erzählung die Hand an ihr nacktes Knie und strich mit dem Daumen über die feine Haut. Kaum hatte er diesen Spitznamen ausgesprochen, landete dieselbe Hand mit dem Daumen an ihrer Unterlippe und ihr entgegen ein gewohnt super-charmantes Lächeln.
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    Er schnaubte Wellen von Genugtuung und verbrauchten Atem in dieses Wunderwerk italienischer Backkunst. Zu lange hatte er die Cornetti nicht mehr selbst gemacht, tatsächlich auch etwas, was sein Vater ihm beigebracht hatte, sondern sonst immer vorgefüllt wie jeder andere aus dem Supermercato gekauft. Das war kein Vergleich. Die Aprikosenkonfitüre ergänzte sich perfekt zu den eingeriebenen Orangenschalen im selbstgerollten und ewig geruhten Blätterteig. Alles, was diesen Geschmack noch übertraf waren die Beine seiner Blonden Ehefrau, auf die er umweglos ein Auge, vorbei am Gebäck in seiner Hand, warf. Der Weg ihren Körper nach oben war langsam, aber er hätte auch noch langsamer sein können entschied sich der Italiener, als er an ihrem Gesicht angekommen war und währenddessen gelassen weiterkaute und sogar die eine Augenbraue hob, kaum, dass sie mit diesem "bevor ich dir diese Frage stelle" angefangen hatte. Er reagierte mit diesem abfälligen Schnauben-Lachen, dass er Leif auch schon am Telefon gewidmet hatte und sah von Zora ab ins Hörnchen, dass er kurz darauf komplett verspeiste und sich kauend, aber äußerlich unheimlich entspannt zurücklehnte und die Hände abklopfte. "Das hat er doch eben gesagt.", antwortete Vigilio gelassen und lies sich nichts davon anmerken, dass hinter den Aussagen durchaus mehr steckte. Nichts, worüber er sprach. Niemals. Es existierte nicht. Vigilio deutete stattdessen kauend einem Mann hinterher, der den Raum längst verlassen hatte. "Luceija wird Lügen und sowohl sein Anwalt als auch der Staatsanwalt werden nach Scheiße graben. Überall. Bei ihr, bei mir, selbst bei dir." Er lachte diese Tatsache freudlos vom Frühstückstisch. "Du glaubst doch nicht, dass die darauf verzichten Leuten werden aus dieser Anklage möglichst noch etwas mehr zu machen und der Presse zu geben weshalb sie anrücken werden. Hm? Du solltest das doch kennen, tesoro.", gab er zu verstehen und legte während seiner Erzählung die Hand an ihr nacktes Knie und strich mit dem Daumen über die feine Haut. Kaum hatte er diesen Spitznamen ausgesprochen, landete dieselbe Hand mit dem Daumen an ihrer Unterlippe und ihr entgegen ein gewohnt super-charmantes Lächeln.


    Zora lächelte dieses halbseitige Lächeln das sie nur zeigte wenn sie etwas mehr wusste als man ihr zugedacht hatte. Wenn sie der Überzeugung war das irgendwo auf ihrer Seite noch ein Hebel war dem deutlich längere Reichweite gelang als dem ihres Gegenübers. Sie spiegelte Vigilio. Achtete seine Worte mit zuckersüßen Blicken und schien sogar zu nicken, neigte den Kopf aber tatsächlich nur um ihre ungeschminkt weichen Lippen in ihrer gesamten Fülle über die zärtliche Geste seines Daumens fahren zu lassen und ihn dieses winzige Stück in sich aufzunehmen.
    Ja-...Es war nett was er da sagte. Nichts desto trotz hob die Britin ihr Bein unbemerkt, streckte ihren Fuß und legte ihn unmittelbar zwischen die Beine ihre Ehemannes auf dessen Stuhl. Der dunkle Stoff seiner Hose ergab sich unter dem Druck ihrer Zehen und die grünen Augen des Schwarzhaarigen trafen auf eine völlig anders gesinnte Frau vor sich.
    "Ich bin die Presse, Vigilio.", raunte sie und hatte von seinem Daumen abgelassen. "Und weil ich früher oder später wirklich alles erfahre, rate ich dir deine Geheimnisse nicht vor den Falschen zu hüten. Wenn du zu spät um Hilfe rufst, wird mein erstes Ziel der Schutz unserer Tochter sein. Aber ich schätze dieser Position bist du dir im Zweifel bewusst."
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    Zora lächelte dieses halbseitige Lächeln das sie nur zeigte wenn sie etwas mehr wusste als man ihr zugedacht hatte. Wenn sie der Überzeugung war das irgendwo auf ihrer Seite noch ein Hebel war dem deutlich längere Reichweite gelang als dem ihres Gegenübers. Sie spiegelte Vigilio. Achtete seine Worte mit zuckersüßen Blicken und schien sogar zu nicken, neigte den Kopf aber tatsächlich nur um ihre ungeschminkt weichen Lippen in ihrer gesamten Fülle über die zärtliche Geste seines Daumens fahren zu lassen und ihn dieses winzige Stück in sich aufzunehmen.
    Ja-...Es war nett was er da sagte. Nichts desto trotz hob die Britin ihr Bein unbemerkt, streckte ihren Fuß und legte ihn unmittelbar zwischen die Beine ihre Ehemannes auf dessen Stuhl. Der dunkle Stoff seiner Hose ergab sich unter dem Druck ihrer Zehen und die grünen Augen des Schwarzhaarigen trafen auf eine völlig anders gesinnte Frau vor sich.
    "Ich bin die Presse, Vigilio.", raunte sie und hatte von seinem Daumen abgelassen. "Und weil ich früher oder später wirklich alles erfahre, rate ich dir deine Geheimnisse nicht vor den Falschen zu hüten. Wenn du zu spät um Hilfe rufst, wird mein erstes Ziel der Schutz unserer Tochter sein. Aber ich schätze dieser Position bist du dir im Zweifel bewusst."


    Er zog scharf die Luft ein. SEHR scharf. Aber was er auch tat war ihr Grinsen zu erwidern. Es brauchte keinen Seitenblick um dessen sicher zu sein, dass es hier ein geschützter Rahmen war und blieb, deshalb lies er es zumindest eine Weile zu und behielt dieses ziemlich charmante Lächeln super aufrecht. Wahrscheinlich sah wenigstens SIE, dass er ein wenig ins Schwitzen kam, vielleicht war aber auch der Gesichtsausdruck das Zeichen dafür, das leichte, tieffrequente Lachen, kaum, dass der Daumen wieder seiner war. Er schüttelte mit diesem Ausdruck leicht den Kopf, lehnte sich auf dem Stuhl weit zurück und legte die rechte Hand an ihren schmalen, weichen Fuss und den Ansatz ihrer Zehen, wobei der linke Arm über die Lehne des Stuhles Platz fand. "Ziemlich gut, dass ich für dich dann bereits ein offenes Buch bin, mh?", lies er sich auf dieses Spiel ein und ging einhändig in eine leichte Massage jenes Fusses ein, ungeachtet dessen, dass der Ort, wo jener auflag, alles andere als unangenehm war und, wenn es nach ihm ginge, nicht so schnell von dort weg müsste. "Ich mache mir keine Sorgen. Es gibt nichts handfestes, was diese - deine Leute - aufgreifen könnten. Und ich werde ihnen auch kein Futter geben um neue Geschichten zu spinnen." Seine zweite Hand folgte an ihren Fuss, er lächelte sie mit diesem gewissen Unterton in seinen grellgrünen Augen an und widmete sich diesem Fuss ziemlich ausführlich mit beiden Händen. "Wie lange musste ich weg sein um beinahe zu vergessen wie unverschämt heiß du in diesem Bademantel aussiehst?", seufzte er, der Blick veränderte sich nicht.
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    Er zog scharf die Luft ein. SEHR scharf. Aber was er auch tat war ihr Grinsen zu erwidern. Es brauchte keinen Seitenblick um dessen sicher zu sein, dass es hier ein geschützter Rahmen war und blieb, deshalb lies er es zumindest eine Weile zu und behielt dieses ziemlich charmante Lächeln super aufrecht. Wahrscheinlich sah wenigstens SIE, dass er ein wenig ins Schwitzen kam, vielleicht war aber auch der Gesichtsausdruck das Zeichen dafür, das leichte, tieffrequente Lachen, kaum, dass der Daumen wieder seiner war. Er schüttelte mit diesem Ausdruck leicht den Kopf, lehnte sich auf dem Stuhl weit zurück und legte die rechte Hand an ihren schmalen, weichen Fuss und den Ansatz ihrer Zehen, wobei der linke Arm über die Lehne des Stuhles Platz fand. "Ziemlich gut, dass ich für dich dann bereits ein offenes Buch bin, mh?", lies er sich auf dieses Spiel ein und ging einhändig in eine leichte Massage jenes Fusses ein, ungeachtet dessen, dass der Ort, wo jener auflag, alles andere als unangenehm war und, wenn es nach ihm ginge, nicht so schnell von dort weg müsste. "Ich mache mir keine Sorgen. Es gibt nichts handfestes, was diese - deine Leute - aufgreifen könnten. Und ich werde ihnen auch kein Futter geben um neue Geschichten zu spinnen." Seine zweite Hand folgte an ihren Fuss, er lächelte sie mit diesem gewissen Unterton in seinen grellgrünen Augen an und widmete sich diesem Fuss ziemlich ausführlich mit beiden Händen. "Wie lange musste ich weg sein um beinahe zu vergessen wie unverschämt heiß du in diesem Bademantel aussiehst?", seufzte er, der Blick veränderte sich nicht.


    Längst nicht ganz verlor sich die Skepsis der Britin, deren Züge sich dennoch entspannten. Sie neigte den Kopf, ließ sich die hellen Strähnen über den Stoff des Bademantel oberhalb ihrer Schulter ergießen und lächelte sanft.
    "Meine Leute werden rein gar nichts finden.", versicherte sie dem Italiener in hörbar weicherem Ton. "Ich wasche unsere Schmutzwäsche weit bevor sie jemand zwischen die Finger bekommen kann. Und Svensson-...", sie schnaubte verächtlich und warf einen gleichzeitig wenig kongruenten Blick auf Vigilios Geste, "...Der Typ dürfte Jahrzehnte im Kloster verbracht haben, so sauber ist er. Selbst wenn er verurteilt wird, kann ich ihn heiligsprechen lassen, glaub mir. Dieser Teil unserer Pressestelle tanzt ausreichend nach meiner Pfeife."
    Jeder tat das. Und scheinbar besaß nur ausgerechnet ihr Mann ausreichend Verstand - oder List - sie in den wichtigsten Momenten auszuhebeln. Die Britin hatte nicht überhört wie er geschickt versuchte diese Sache ganz zu den Akten zu legen und fixierte ihn. Nicht mehr die Hand die sie berührte, sondern die sie ungeniert abtastenden grünen Augen.
    "In diesem Bademantel?", spottete sie und fuhr sich unfreiwillig mit der Zunge über die obere Zahnreihe. Dabei lehnte sie sich weiter zurück und gewährte so keinerlei Einblick. "Solltest du es immer noch auf einen Sohn neben unserer wunderschönen Tochter abgesehen haben, dann hast du ab jetzt hoffentlich eine Menge Zeit mich von dieser irrsinnigen Idee zu überzeugen."
    Provokant grinsend deutete sie mit einem Nicken zur Uhr an der Wand.
    "Bedauerlicherweise bleibt dir bis zu meiner Verabredung mit deiner Schwester nur eine halbe Stunde und diese hoffentlich bis dahin menschenleere Küche."

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    Längst nicht ganz verlor sich die Skepsis der Britin, deren Züge sich dennoch entspannten. Sie neigte den Kopf, ließ sich die hellen Strähnen über den Stoff des Bademantel oberhalb ihrer Schulter ergießen und lächelte sanft.
    "Meine Leute werden rein gar nichts finden.", versicherte sie dem Italiener in hörbar weicherem Ton. "Ich wasche unsere Schmutzwäsche weit bevor sie jemand zwischen die Finger bekommen kann. Und Svensson-...", sie schnaubte verächtlich und warf einen gleichzeitig wenig kongruenten Blick auf Vigilios Geste, "...Der Typ dürfte Jahrzehnte im Kloster verbracht haben, so sauber ist er. Selbst wenn er verurteilt wird, kann ich ihn heiligsprechen lassen, glaub mir. Dieser Teil unserer Pressestelle tanzt ausreichend nach meiner Pfeife."
    Jeder tat das. Und scheinbar besaß nur ausgerechnet ihr Mann ausreichend Verstand - oder List - sie in den wichtigsten Momenten auszuhebeln. Die Britin hatte nicht überhört wie er geschickt versuchte diese Sache ganz zu den Akten zu legen und fixierte ihn. Nicht mehr die Hand die sie berührte, sondern die sie ungeniert abtastenden grünen Augen.
    "In diesem Bademantel?", spottete sie und fuhr sich unfreiwillig mit der Zunge über die obere Zahnreihe. Dabei lehnte sie sich weiter zurück und gewährte so keinerlei Einblick. "Solltest du es immer noch auf einen Sohn neben unserer wunderschönen Tochter abgesehen haben, dann hast du ab jetzt hoffentlich eine Menge Zeit mich von dieser irrsinnigen Idee zu überzeugen."
    Provokant grinsend deutete sie mit einem Nicken zur Uhr an der Wand.
    "Bedauerlicherweise bleibt dir bis zu meiner Verabredung mit deiner Schwester nur eine halbe Stunde und diese hoffentlich bis dahin menschenleere Küche."



    Seine Antwort auf diese mehr als genaue Andeutung war ein eigenartigerweise unverändert charmantes, aber breites Lächeln. Dieses halbseitige, ascaiathsche Lächeln. Hinter dem immer mehr steckte als man für gewöhnlich hätte ahnen können. Ihre süße, aber etwas verklärte Sicht über Svensson ließ ihn tatsächlich ein wenig lachen, aber nicht weiter in diese Richtung kommentieren. "Ich schätze die Verurteilung können wir kaum abwenden. Egal wie gut wir diese Sache glattbügeln konnten." Sein Gesichtsausdruck passte kaum zu diesem eher ernsten und bedrückenden Thema, sondern repräsentierte, wie gierig er sie aus den grünen Augen heraus ansah. "Du weißt, dass er uns was verheimlicht. Und ich bin mir noch nicht sicher, ob es mir gefallen wird.", drehte er den Spieß ohne mit der Wimper zu zucken um. Anstatt sich jedoch nur weiter von ihrem wohlplatzierten Fuss ablenken zu lassen, fuhr er diesen viel eher langsam bis zur Kniekehle ab nach oben, ehe seine andere Hand es ihm an ihrem anderen Bein nachmachte und er sie mit einem mal urplötzlich ganz an den vordersten Rand des Stuhles zog. So, sich ihr entgegen lehnend, war sie nah genug, dass sie seinen Atem spüren konnte als er umweglos ihren Hals anpeilte und sich dabei mit dem Kopf durch die blonden, perfekten Haare grub, bis er sie fast in den Nacken küsste und dabei raunte: "...und was die andere Sache angeht: Ich habe...VIEL Zeit. Sehr viel Zeit."
    Kaum, dass sie hätte reagieren können, griff seine rechte Hand weit genug an ihrem Schenkel nach oben, bis er seine grössere Hand unter ihren nackten Hintern schieben konnte, ihn mit einem raunen voll umfasste weil die andere Hand ebenfalls folgte und sie schließlich, mit einem unerwarteten und festen Ruck, noch während der Küsse, von ihrem Stuhl anhob und sie zu sich auf seinen eigenen Schoss zog. Es gab ihm diesen Moment, in dem er sich aus den Blonden Haaren befreien konnte, sich noch etwas weiter zurücklehnte um ihr Gesicht zu sehen und schließlich einseitig so halten zu können, bis er schließlich ihre Lippen mit seinen eroberte.
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    Der Schwede war gegangen, kaum eine Minute nach der ungewohnt innigen Verabschiedung des Italieners. Abu's Nachricht war ihm bereits aufgefallen als er sich ein Taxi hatte rufen wollen, ihm stattdessen aber ein Hausbutler, der den klischeehaften Namen James trug, auf Vigilios Geheiß nachgeeilt war und ihm versicherte ihn zu dessen Apartment zu bringen. Auf der Rückbank eines beschämend dekadenten Wagens antwortete er seinem Freund, versicherte ihm ihn abzuholen und bat er dann den Butler um seine Mithilfe.
    "Ist es ein Problem wenn wir den Umweg zum Four Seasons machen und einen Kollegen abholen?"
    Der graue Brite bejahte und präsentierte bereits mit wenigsten Worten seinen durchschlagenden Akzent, bevor er geschickt in eine andere Richtung fädelte.

    [/COLOR]


    "Das ging aber schnell!" Der Iraner hatte gerade noch Zeit gehabt sich im Bad ein wenig frisch zu machen, als es draußen schon klingelte und der Rezeptionist ihm per Sprechanlage mitteilte dass jemand draußen auf ihn wartete. Mit noch halb nassen Haaren lief er hinunter, stürzte dabei mehrfach beinahe über die steilen Stufen und staunte nicht schlecht als er das Gefährt sah, aus welchem sein Freund in draußen zuwinkte. Der Fahrer, ein etwas seltsam dreinblickender, einäugiger Mann, gestikuliert ihm nur wortlos schnell einzusteigen, und kaum saß er hinten neben Leif drückte der Kerl auch bereits aufs Gas und sie düsten los. "Hallo Leif. Tut mir Leid dass ich nicht sofort mitgekommen bin." sagte der Iraner zu seinem Freund während er sich noch anschnallte. "Es....gab ein Problem mit Abdul zu Hause...."
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    Leif hatte zuerst überrascht, dann sorgenvoll auf seinen Freund gesehen, der neben ihm einstieg. Er hatte diese Idee von wenigstens einem friedlichen Abend in London gehabt und jetzt schien sie ihm wichtiger denn je.
    "So wie du aussiehst brauchst du die nächsten vierundzwanzig Stunden um das mit mir zu teilen. Andererseits ist die Tatsache das wir Proteus endlich hinter uns lassen ein Grund anzustoßen. Naja. Wenigstens das.", bemerkte er letztlich bitter und sah kurz an Abu vorbei auf den Zwischensitz.
    "Was hältst du von dem Zeug das du früher geraucht hast und Alkohol? James fährt uns erst was holen und bringt uns dann in meine Unterkunft. Keine Arbeit, kein Tageslicht, bis wir zum Gericht müssen. Und du erzählst mir jedes Detail, klar?"
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  11. #11
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    “Ich hoffe, dass war es jetzt wirklich mit der Befragung?", flüsterte Sahenia zu den beiden. Neth hoffte das auch – das sich diese Polizistin übergeben hat, hat ihn unsicher gemacht. Den Blicken der anderen nach zu deuten schien das bei ihnen auch der Fall zu sein.
    Der Salarianer versuchte daher ein erleichtertes Aufatmen zu unterdrücken, als die Polizei-Einsatzleiterin den dreien doch erlaubte zu gehen – auch wenn sie vorerst Thessia nicht verlassen dürften. Als wäre das unumgehbar…dachte sich Neth zufrieden, dass alles geklappt hatte, wie er gehofft hatte.
    ”So, was nun?”, fragte die junge Asari unsicher.
    „Nun ich wäre ja dafür, wenn wir zu dem Car zurückkehren, dass ich gemietet habe.“, erklärte der Salarianer zuversichtlich, während sich die Hündin zu ihm gesellte – Sie wedelte sogar mit dem Schwanz – „Ich würde gerne zu meinem Schiff zurückkehren und die…“, er blickte misstrauisch zu den Polizisten, die aber längst außer Hörreichweite waren, „…heruntergeladenen Daten analysieren und den Trojaner im Auge behalten.“
    Der kurze Weg zurück zum schwebenden Minivan dauerte nicht lange, genauso wie das gemeinsame Einsteigen. Als sie in der Luft waren, fragte Neth die beiden anderen: „Also wo soll ich euch hinbringen?“
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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  12. #12
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    Leif hatte zuerst überrascht, dann sorgenvoll auf seinen Freund gesehen, der neben ihm einstieg. Er hatte diese Idee von wenigstens einem friedlichen Abend in London gehabt und jetzt schien sie ihm wichtiger denn je.
    "So wie du aussiehst brauchst du die nächsten vierundzwanzig Stunden um das mit mir zu teilen. Andererseits ist die Tatsache das wir Proteus endlich hinter uns lassen ein Grund anzustoßen. Naja. Wenigstens das.", bemerkte er letztlich bitter und sah kurz an Abu vorbei auf den Zwischensitz.
    "Was hältst du von dem Zeug das du früher geraucht hast und Alkohol? James fährt uns erst was holen und bringt uns dann in meine Unterkunft. Keine Arbeit, kein Tageslicht, bis wir zum Gericht müssen. Und du erzählst mir jedes Detail, klar?"


    "Also...." Abu lehnte sich in dem mehr als gemütlichem Ledersofa zurück und nahm einen tiefen Zug aus der Wasserpfeife. Der Tabak schmeckte wirklich gut. Aprikose hatte er schon länger nicht mehr geraucht. "....zu jedem anderen Anlass wäre das hier ein klasse Ort um bei einem Urlaub auszuspannen." sprach er, während er seinem Freund spaßhaft eine große Wolke ins Gesicht blies. Diese Wohnung war wirklich wie aus einem Film-Set entnommen. Er wollte lieber gar nicht wissen wie viel all das Zeug hier gekostet hatte.
    Aber es war leider kein schöner Anlass der sie hierher geführt hatte. Und er war jetzt dran mit erzählen. Also nahm er vorsorglich schon mal einen großen Schluck aus der Schnapsflasche. "Der Morgen auf Protheus, du weißt schon....das Frühstück, und wie ich auf einmal fluchtartig den Saal verlassen habe. Ich habe gerade bloß arglos in meiner News-App die aktuellen Nachrichten der Citadel nachgelesen. Irgendein Verrückter treibt gerade auf der Station sein Unwissen. Er hat schon dutzende Leute brutal ermordet. Alle sagen es wäre dieser rote Turianer. Du weißt schon, Vhan." Er holte ein paar Mal tief Luft, sah Leif in die Augen und nahm noch einen Schluck. "Er...hat Abdul angegriffen. Meinen Onkel, Leif! Mitten in der Klinik! Hat ihn einfach so niedergestochen! Warum? Was für eine Person will einen Arzt töten? Noch dazu ihn ? Er hat nie im Leben jemandem was getan...." Die Wirkung des Alkohols zeigte schon ein wenig Wirkung, Abu begann beim Reden leicht zu lallen. Energisch wischte er sich über das Gesicht. "Ich bin natürlich sofort los geflogen, zu ihm.....er hatte Glück, ist einigermaßen stabil.....aber niemand konnte mir sagen wann er wieder aufwacht. Und ob er nicht irgendwelche Schäden davon trägt....." Es selbst nochmal alles zu wiederholen zu müssen war irgendwie schlimmer als es bloß zu hören.
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  13. #13
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    Delia Hall

    Galba blieb langsam stehen und drehte sich zu seinem Team um. Es war einziges Trauerspiel: Cruz und Elaren atmeten so heftig, als könnten sie nicht atmen und beide hatten ihre Arme in die Hüften gestemmt, um sich einigermaßen aufrecht zu halten; auch Delias Atmung war deutlich lauter geworden als zuvor, auch wenn sie bei weitem nicht so stark war wie bei den beiden. Trotzdem versuchte sie ihre Anstrengung durch das Bewegen von Armen und Beinen zu verschleiern.
    Der Turianer schüttelte seinen Kopf ganz leicht. „Das Frühstück ist nicht vor 0800 vorgesehen.“, erinnerte er seine Truppe, „Bis dahin bleiben wir hier und trainieren. Eure bisherigen Noten in Sachen Ausdauer sind: Unzufrieden, Unzufrieden und Ausreichend.“, wobei er dabei mit seinem Finger von Cruz über Routh und dann zum Abschluss zu Delia schwenkte, „Ich erwarte, dass es mindestens ein Befriedigend ist, bevor wir die Nylea verlassen. Also legt euch ins Zeug.“, er drehte sich von ihnen weg und ging Richtung Trainingsmatte, wobei die drei ihm zunächst nur nachblickten. Kurz davor blieb er stehen und drehte seinen Kopf zu den dreien zurück, bevor er sie anbellte: „Wo bleibt ihr?! Bewegt eure Ärsche zum Nahkampftraining, und zwar dalli!“
    So schnell wie ihre aktuelle Verfassung es erlaubte, liefen sie zur Matte hin. Galbe blickte sie mit einem grimmigen Gesicht an, bevor er verächtlich schnaubte. „Also normalerweise würde ich mir jetzt den mit der schlechtesten Note herauspicken um mit ihm oder ihr anfangen…“, erklärte er seinen Leuten, „…aber da ich keine Lust auf ein Besuch bei der Krankenstation wegen Herzproblemen – noch vor dem Frühstück! – riskieren möchte, habt ihr drei heute Glück: Freiwillige dürfen zuerst drankommen.“, er grinste, „Also wer will?“
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    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
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    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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    Ein einziger, sehr tiefer und erschrockener Atemzug. Ähnlich dem einer Ertrinkenden. Und schon war sie wach und saß schlagartig aufrecht im Bett. Sie war aus diesem unendlichen und tiefen Schwarz aufgetaucht wie aus einem Ozean, der sie drohte zu verschlingen. Anstatt dass sie das Wasser aushustete, atmete sie schwer - sehr schwer. Schweiß klebte an ihrem Körper. Sie schien regelrecht durchnässt. Ihre langen Strähnen hafteten an ihrem Gesicht. Und unendlich lange warf die Italienerin verwirrte und orientierungslose Blicke in den mit Graustich versehenen, ungewohnten Raum, der sich wie ein Fremdkörper um sie schloss. Ihr Herz klopfte erbarmungslos schnell und konkurrierte mit ihrem Atem. Es brauchte so lange bis sich Luceija darüber klar war, WO genau sie war. Bis sich ihre Finger entspannten, die sich heftigst ins weiße Laken unter ihr getrieben hatten. Sie zitterte unweigerlich und wusste auch schnell, woher es kam. Das bodentiefe Fenster unweit ihres Bettes war leicht zur Seite geschoben geöffnet worden und bließ eine kühle Morgenluft auf ihren unbekleideten Körper, der den Weg niemals unter die Bettdecke gefunden hatte. Sie stöhnte verwirrt, bis sie die Kopfschmerzen empfing die sich in ihren Schädel gehämmert hatten. "Leif..", flüsterte sie einen Namen in den Raum, der nicht zurückhallte. Ihre Augenbrauen zogen sich fragend und skeptisch und enttäuscht zusammen, so viele Bilder rieselten auf sie ein wenn sie sich umsah, wenn sie den Geruch einatmete, der scheinbar im Raum lag, wenn sie sah, dass der Holobildschirm im Standby bläulich flackerte und sie auf einem halb-zerkrumpelten Bademantel lag, der sie vor dem Einschlafen noch getragen hatte.
    "...das kann nicht sein..", winselte sie atemlos. "...das geht garnicht..!" Sie sah sich um, wieder und wieder und nur langsam zog sie den Bademantel dabei wieder über ihre Haut, die unter der kühlen Luft eine Gänsehaut ausbildete. Sofort, wie auf Kommando, liefen ihr Tränen die Wangen hinunter und sie hatte absolut jede Mühe, sich auf diese kraftlosen Beine zu hieven. Aber sie wollte sich umsehen, wollte wissen, ob sie Wahnsinnig geworden war, was sie unweigerlich geworden sein musste. Sie stand, auf wackeligen Beinen, und ihr Unterleib rebellierte mit heftig ziehendem Schmerz, den sie mit dem Auflegen ihrer Hand versuchte zu kompensieren. Kaum dass sie stand sah sie in die Richtung die sie bisher nicht hatte ausmachen können. Sah in eine Ecke des Raumes die in fahlem Licht lag und ließ Hoffnung schüren wo einfach keine war. Denn da war nichts. Niemand. Sie war alleine. Und sie hatte sich etwas vorgemacht. Eingebildet. Konnte es das sein? Konnte ein Kopf solche Illusionen formen? Konnte er solche Szenarien spinnen? Sie griff an ihre eigene Wange, spürte die Tränen, die frisch aus ihren Augenhöhlen gekrochen waren daran haften, und schien zu glauben sie könne die Spuren dieses Gefühls, der Berührung rekonstruieren oder zurückholen, wenn sie sich nur an der selben Stelle anfasste. Ihre Augen schlossen sich und sie stand verloren im Raum. Sie konnte nicht atmen. Und sie glaubte, dass es auch keinen Sinn mehr machte. Jeder Atemzug war kälter als der Nächste. Übelkeit hatte sie zurückerobert. Und sie versuchte sich daran zu erinnern, wie real es war. Wie er sie, in diesem Traum, an der Wange berührt hatte. Wie er sie geküsst hatte und legte die Finger dazu an ihre eigenen Lippen. Es war so...so unendlich real gewesen. Es hatte sich so angefühlt wie es sich hatte anfühlen müssen. ER hatte sich real angefühlt. Sie hatte die Muskeln an seinen Armen gespürt, die feinen Härchen darauf und - ja...sein Haar. Dieser dünne Film von Regen der auf ihnen lag und ihn nach Wald und Natur riechen lies.. . Sie spürte es, wenn sie die Augen schloss, aber niemals..wirklich niemals war die Art der Berührung der selbe Realitätspegel den sie in diesem Traum erreicht hatte. Sie kannte diese Drogen nicht. Aber sie wollte sie wieder. Doch selbst wenn: Würde sie sich dann überhaupt noch erinnern können? Oder war es nur ein Zeichen dafür, dass sie ihn bereits zu vergessen begann..?

    "Bitte nicht..", flüsterte sie auf Sizilianisch ins Nichts und setzte sich auf den Boden, mit dem Rücken gegen die Kommode und begann diesen Morgen mit dem alles vernichtenden Gefühl der Trauer und des Verlustes. Begleiter, die sie nun nicht mehr los werden würde. Die sie sekündlich mehr zerfraßen und sie hier sitzen, kauern ließen. Weinen ließen. Realisieren ließen, dass es das nun war. Tag 1 ohne ihn. Ein Tag von noch so vielen die folgen mussten.. .
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    Sahenia

    “Ich hoffe, dass war es jetzt wirklich mit der Befragung?", flüsterte Sahenia zu den beiden. Neth hoffte das auch – das sich diese Polizistin übergeben hat, hat ihn unsicher gemacht. Den Blicken der anderen nach zu deuten schien das bei ihnen auch der Fall zu sein.
    Der Salarianer versuchte daher ein erleichtertes Aufatmen zu unterdrücken, als die Polizei-Einsatzleiterin den dreien doch erlaubte zu gehen – auch wenn sie vorerst Thessia nicht verlassen dürften. Als wäre das unumgehbar…dachte sich Neth zufrieden, dass alles geklappt hatte, wie er gehofft hatte.
    ”So, was nun?”, fragte die junge Asari unsicher.
    „Nun ich wäre ja dafür, wenn wir zu dem Car zurückkehren, dass ich gemietet habe.“, erklärte der Salarianer zuversichtlich, während sich die Hündin zu ihm gesellte – Sie wedelte sogar mit dem Schwanz – „Ich würde gerne zu meinem Schiff zurückkehren und die…“, er blickte misstrauisch zu den Polizisten, die aber längst außer Hörreichweite waren, „…heruntergeladenen Daten analysieren und den Trojaner im Auge behalten.“
    Der kurze Weg zurück zum schwebenden Minivan dauerte nicht lange, genauso wie das gemeinsame Einsteigen. Als sie in der Luft waren, fragte Neth die beiden anderen: „Also wo soll ich euch hinbringen?“

    Während die Einsatzleiterin nach weiterer Verstärkung funkte, hatten die anderen Polizisten alle Hände voll zu tun den Tatort ab zu riegeln und Beweise sicher zu stellen.
    Sichtlich erleichtert darüber, dass die Befragung nun erstmal vorbei war, entspannten sich die beiden Asari ein wenig, auch Neth und Luna schienen deutlich entspannter zu sein, als zuvor.
    Der Salarianer schlug schließlich vor zum gemieteten Car zurück zu kehren, womit die beiden Asari mehr als einverstanden waren und zustimmend mit dem Kopf nickten.
    „…heruntergeladenen Daten analysieren und den Trojaner im Auge behalten.“ sagte er leise, während er misstrauisch zu den Polizisten rüber sah.
    "Gute Idee! Bin echt mal gespannt, was da noch alles an Daten zu finden ist!" gab die junge Asari mit einem hoffnungsvollen Lächeln zurück.
    Sie hatten es nicht weit bis zum Minivan und so wie alle drin waren, setzte sich das Vehicel in Bewegung.
    „Also wo soll ich euch hinbringen?“
    "Ins Zentrum!" antworteten Sahenia und Yelyna gleichzeitig und Sahenia gab Neth die Koordinaten.

    Kaum eine Viertelstunde später hatten sie das Zentrum erreicht und Neth landete.
    "Danke, für deine Hilfe. Und gib Bescheid, wenn du interessante Infos hast, du hast ja meine Kontaktdaten." verabschiedete sich Sahenia fürs erste und die beiden Asari stiegen aus.

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    Marco Lagos

    Stephen/Lucia

    Das Scheppern hatte aufgehört. Offenbar hatte man draußen aufgegeben sich Zutritt zu verschaffen. Einige Fluggäste flüsterten wild durcheinander. Auch Marco sah Connor und Lucia zunächst nur verwirrt an. Doch im nächsten Moment passierte es bereits. Ein lauter Knall, gepaart mit einer Druckwelle, erschütterte das gesamte Schiff. Der plötzliche Druck riss Marco von den Füßen, sein Bogen fiel ihm aus der Hand. Seine Ohren pfiffen, Dreck wirbelte umher, die Sicht war verschwommen. Er bewegte seinen Kopf und checkte sein unmittelbares Blickfeld ab. Offenbar war niemand ernsthaft verletzt. Er wollte gerade versuchen sich aufzurichten, als ein gleichmäßiges Klonk, Klonk die Geräuschkulisse durchschnitt. Aus der Trümmerwolke stolzierte ein Mann hervor. Er schien bereits in die Jahre gekommen, sein Haar war grau und sein Gesicht zierten einige Narben. Doch das auffälligste war wohl seine metallene Beinprothese, welche bis über das Knie reichte. In der linken Hand hielt er fest einen Gehstock umklammert. Die rechte hingegen hielt eine Waffe. Neben ihm her lief ein großer, bulliger, schwarzer Kerl, dessen Gesicht ein dümmliches Grinsen zierte. Auch er führte eine Waffe mit sich, allerdings war es keine Pistole, sondern ein großes Sturmgewehr, welches er in beiden Händen hielt. Und hinter ihnen kamen noch mehr bewaffnete Gestalten aus der Staubwolke hervor. "Piraten...." Instinktiv versuchte Marco an seinen Bogen zu greifen, doch er lag zu weit weg. Der ältere Kerl bemerkte dies sofort. "Lass das lieber sein, Freundchen." "Ve'eh'te 'eisende! Im Namen unse'es Captains, dem 'oten Ko'sa' möchten wi' sie bitten 'uhe zu bewah'en!" "Was mein Freund Baba damit sagen möchte: Keiner bewegt sich, außer wir erlauben es! Ansonsten gibt es Tote!" Panik brach aus. Mit einer kleinen Salve aus dem Sturmgewehr brachte der Dunkelhäutige die Menge wieder zum Schweigen. "Ganz ruhig. Also, verehrte Reisende: Ich lege ihnen nahe, sofort alles was sie an Wertsachen haben an uns abzutreten. Vielleicht ist unser Captain dann guter Laune genug um sie wieder ziehen zu lassen." Marco traute sich nicht mehr als den Kopf zu bewegen. Sein Blick suchte nach Lucia und Stephen. Sie mussten irgendwas tun.

    Die Druckwelle rieß auch Stephen und Lucia von den Beinen, doch während die rothaarige am Boden liegen blieb, zog sich Stephen umständlich an einem Sitz hoch und griff gleichzeitig nach seinem Gewehr, welches direkt neben ihm zu Boden gefallen war. Er sah zu Lucia, die in Embryo Haltung am Boden lag und mit beiden Händen ihre Ohren zu hielt. Auch seine Ohren pfiffen, doch er versuchte dieses laute, unangenehme Geräusch zu ignorieren.
    Die Staubwolke legte sich langsam und Stephen versuchte sich einen Überblick zu verschaffen. Alle Reisende hatte es von den Beinen gerissen und die meisten flüsterten wild durcheinander. Einige von ihnen versuchten sich sogar unter den Sitzen zu verstecken, als ein Mann aus der Trümmerwolke stolzierte.
    Stephen duckte sich und schlich zwischen den Sitzen durch, um auf eine bessere Schussposition zu kommen.
    "Lass das lieber sein, Freundchen." gab der gauhaarige von sich. Stephen hielt inne und suchte Marco. Doch der blieb in Deckung und rührte sich nicht.
    "Fuck!" fluchte der Blondschopf kaum hörbar vor sich hin und vermutete, dass Marco nicht an seinen Bogen heran kam.
    "Ve'eh'te 'eisende! Im Namen unse'es Captains, dem 'oten Ko'sa' möchten wi' sie bitten 'uhe zu bewah'en!" "Was mein Freund Baba damit sagen möchte: Keiner bewegt sich, außer wir erlauben es! Ansonsten gibt es Tote!"
    Panik brach aus, doch eine kleine Salve aus dem Sturmgewehr brachte die Menge gleich zum schweigen.
    "Ganz ruhig. Also, verehrte Reisende: Ich lege ihnen nahe, sofort alles was sie an Wertsachen haben an uns abzutreten. Vielleicht ist unser Captain dann guter Laune genug um sie wieder ziehen zu lassen." sprach der grauhaarige weiter. Im Hintergrund tauchten noch weitere bewaffnete Piraten auf. Ein paar wenige Passagiere folgten den Anweisungen und gaben ihre Wertgegenstände freiwillig her. Andere blieben unter ihren Sitzen versteckt und rührten sich nicht, und wieder andere weigerten sich die Gegenstände her zu geben und wurden für den Ungehorsam mit Schläge in den Magen bestraft...
    Stephen, der bislang unentdeckt blieb, beobachtete das ganze aus seiner Deckung heraus und wägte die Situation ab.
    "Ihr weigert euch? Alle gefangen nehmen!" befahl der grauhaarige seinen Leuten.
    Stephen suchte erneut Marco, doch dieser wurde gerade von Baba aus der Deckung gezerrt.
    Nach und nach wurde ein Passagier nach dem anderen gefangen genommen und aus dem Schiff gebracht, auch Lucia.
    "Verdammt!" fluchte der Blondschopf, als zwei dieser Piraten sich seiner Position näherten.
    "He..." Stephen schaltete den ersten Piraten aus. Der andere Pirat knallte Stephen seine Waffe an die Schläfe und er verlor das Bewusstsein....

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    Seine Antwort auf diese mehr als genaue Andeutung war ein eigenartigerweise unverändert charmantes, aber breites Lächeln. Dieses halbseitige, ascaiathsche Lächeln. Hinter dem immer mehr steckte als man für gewöhnlich hätte ahnen können. Ihre süße, aber etwas verklärte Sicht über Svensson ließ ihn tatsächlich ein wenig lachen, aber nicht weiter in diese Richtung kommentieren. "Ich schätze die Verurteilung können wir kaum abwenden. Egal wie gut wir diese Sache glattbügeln konnten." Sein Gesichtsausdruck passte kaum zu diesem eher ernsten und bedrückenden Thema, sondern repräsentierte, wie gierig er sie aus den grünen Augen heraus ansah. "Du weißt, dass er uns was verheimlicht. Und ich bin mir noch nicht sicher, ob es mir gefallen wird.", drehte er den Spieß ohne mit der Wimper zu zucken um. Anstatt sich jedoch nur weiter von ihrem wohlplatzierten Fuss ablenken zu lassen, fuhr er diesen viel eher langsam bis zur Kniekehle ab nach oben, ehe seine andere Hand es ihm an ihrem anderen Bein nachmachte und er sie mit einem mal urplötzlich ganz an den vordersten Rand des Stuhles zog. So, sich ihr entgegen lehnend, war sie nah genug, dass sie seinen Atem spüren konnte als er umweglos ihren Hals anpeilte und sich dabei mit dem Kopf durch die blonden, perfekten Haare grub, bis er sie fast in den Nacken küsste und dabei raunte: "...und was die andere Sache angeht: Ich habe...VIEL Zeit. Sehr viel Zeit."
    Kaum, dass sie hätte reagieren können, griff seine rechte Hand weit genug an ihrem Schenkel nach oben, bis er seine grössere Hand unter ihren nackten Hintern schieben konnte, ihn mit einem raunen voll umfasste weil die andere Hand ebenfalls folgte und sie schließlich, mit einem unerwarteten und festen Ruck, noch während der Küsse, von ihrem Stuhl anhob und sie zu sich auf seinen eigenen Schoss zog. Es gab ihm diesen Moment, in dem er sich aus den Blonden Haaren befreien konnte, sich noch etwas weiter zurücklehnte um ihr Gesicht zu sehen und schließlich einseitig so halten zu können, bis er schließlich ihre Lippen mit seinen eroberte.



    "Bevor ich hier eingeheiratet habe, wollte ich immer nach Vancouver ziehen. Schätze jetzt ist der beste Zeitpunkt.". Es war der Kommentar einer Frau, die gerade beim Sex mit ihrem Mann erwischt wurde. Sich Dinge dabei vorstellte, die man nur zu gerne nur unter sich und verdeckt hielt. Alles dafür tat, dass sie geheim blieben, aber eben nicht an die Person gingen, über die man jene Fantasien sponn. Die, die nun hier saß, mit an einem Küchentisch, an dem neben gegessen eben noch andere Dinge getan wurden und ungeniert aber leblos ihren Espresso trank, während sich das Ehepaar wieder hektisch herrichtete und versuchte die Situation zu kaschieren. Luceija aber hatte es nicht weiter interessiert. Sie sah es als eine Art Kompliment, lächelte es kurz mit diesem Schwachen Zucken ihrer Mundwinkel fort.

    Was sie allerdings interessierte war, dass der ohnehin schon kleine Espresso, an dem sie nur genippt hatte, jetzt leer in ihrer Hand lag nachdem Zora ihn ungefragt ausgetrunken hatte. Luci murrte unzufrieden und stand langsam und unter einem kurzen Seufzen auf um sich, viel zu langsam, wieder der Küchenzeile zuzuwenden und noch einmal nach der Espressokanne zu greifen um sich nachzuschenken. Vigilio stand schräg hinter ihr und sah, trotz der anstrengenden Aktivität, nach nur geringstem Aufwand wieder perfekt aus wie vorher - nur eben mit diesem deutlichen 'Glow' der schwer zu beschreiben war. Er schien um Worte zu ringen, vielleicht, um die Situation zu erklären, aber Luceija kam ihm bei seinen Versuchen schnell entgegen: "Non c'è bisogno di spiegare nulla. Du musst auch nichts erklären." Sie stellte die Kanne zurück, griff sich die Tasse und drehte sich um, wobei sie sich schließlich gegen die Küchenzeile lehnte. "Ne sei sicuro? Sicher?" "Sicuro. Lei è tua moglie. Troverei strano se non avessi rapporti sessuali. Sicher. Sie ist deine Frau. Ich würde es seltsam finden wenn ihr keinen Sex hättet." Sie trank einen Schluck Espresso. "Non è questo che intendo.. Das meine ich nicht..", schob er dazwischen und lehnte sich neben ihr mit der Hand an die Arbeitsplatte. "Lo so. Ich weiß." Tatsache war, sie wollte gar nicht erst darüber sprechen. Es interessierte sie nämlich wirklich nicht. Vigilio schien diese Reaktion sichtlich zu verwundern, beließ es jedoch dabei. Sein skeptischer Blick hielt sich, als er einen Moment brauchte um sich im Raum neu zu orientieren und die Hand nochmals routiniert durch seine Haare über den Kopf fahren lies. Er blickte den Gang hinunter - seine Frau war vor Scham irgendwohin verschwunden. Er vermutete das Badezimmer oder hinauf um nach der Tochter zu sehen, mit der er heute seinen Tag verbringen würde, während Luceija und seine Frau, zu aller Peinlichkeit, noch gemeinsam verabredet waren um sie entsprechend für die Verhandlung einzukleiden. Alles wichtige, taktische Punkte um den gewünschten Eindruck zu hinterlassen und gewisse Spuren zu verdecken, die er nun, als er aus den Augenwinkeln zur Seite zu ihr sah und auf ihre Handgelenke linste, entdeckte und dabei eines der Cornetti auf einen Teller hievte und es Luci unter die Nase hielt. Die Blonde hatte recht gehabt. Sie sah aus wie... "Non ho fame, Gil. Ich habe keinen Hunger, Gil." . "A me non importa. Non rimango qui in giro per ore per tutti a ignorare i miei coretti. Das ist mir egal. Ich stehe hier nicht Stunden herum damit alle meine Cornetti ignorieren.", schien er sich künstlich zu beschweren und fing sich schließlich Lucis Blick, die ihn erst, Sekundenlang, einfach nur ansah. Dann sah sie auf das Hörnchen auf dem Teller, überlegte kurz, nahm es schließlich zögerlich an und schnaubte kurz. Sie biss ab, kaute, stellte fest, dass es die Nutellafüllung war und atmete kurz, beinahe wohlig aus. Kaum war der erste Bissen getan und die Halbitalienerin damit versorgt, entspannte sich ihr Bruder, empfing aber in Kürze ihre Hand an der rechten Schulter und die Lippen der Schwarzhaarigen an der rechten Wange für einen kurzen Kuss. "Ben fatto, ragazzo grande. Gut gemacht, Großer."

    Sie ließ ihn mit einem leicht verklärten und verwirrten Blick zurück. Und Vigilio hob fragenden Blickes die Achseln zu einem Zucken.

    Luceija hatte sich zurück nach oben gearbeitet, die Dusche aufgesucht und sich irgendwie zu reinigen versucht. Versucht war dabei genau der Termini der zu benutzen war, denn ihre Haltung und die Langsamkeit ihrer Aktionen schien jegliche Depression in ihr zu visualisieren. Warum sie das ganze tat wusste sie nicht, vielleicht, weil die Umgebung sie unbewusst dazu drang. Sie sah allerdings nicht in den Spiegel und vermied ihre Reflektion generell um jeden Preis. Irgendwo lag ihre Tasche in diesem Zimmer, aus der sie noch halbwegs saubere Kleidung fand die sie anziehen konnte: Die enge, dunkelblaue Jeans die bis zu den Knöcheln reichte und ein ziemlich simples, weißes T-Shirt. Die Lederjacke und ihre allseits geliebten Stiefel zierten den Rest dieses sehr simplen Outfits mit dem sie nun wieder im unteren Geschoss angekommen war. Dort war der Vater-Tochter-Tag offenbar schon voll im Gange: Die Sizilianerin brach in ein Szenario, dass sie vermutlich irgendwann hätte berühren müssen, wäre dieses Innere nicht derartig ausgetrocknet. Vigilio saß auf dem Boden vor der Couch auf dem Teppich, seine kleine Tochter hinter ihm, sodass die Beine neben seinem Kopf herunterbaumelten. Er sah zugegeben...etwas erschlagen aus. Wenn man dieses Ding als Waffe bezeichnet hätte, dass die kleine Emma hinter ihm hielt dann könnte man auch meinen dass er tatsächlich in einer ziemlich seltsamen Art der Folter stand. Tatsächlich aber hatte seine Tochter neuerdings einen unsäglichen Spaß daran, dem Italiener die heißgeliebte Frisur zu rui-..verbessern. Mit diesem super-ungefährlichen, dicken Kamm mit dicken, abgerundeten Zähnen zog sie semiprofessionell erste Kämmversuche durch und frisierte ihren Vater kurzerhand neu. Kaum, dass er sich bewegte beklagte sie sich "Rimanere seduti! Sitzen bleiben!"
    Er war machtlos unter der Fuchtel seiner Kleinen und genau das sah man ihm auch an. Seufzend saß er auf dem Boden wie ein Besoffener, der heute aber keinen Tropfen Alkohol genossen hatte, verlor aber kaum was von seiner coolen-Daddy-Art, wenn er mit dem halboffenen Hemd und der schwarzen Anzughose dasaß. Sehr dicke Klammern die an Haarspangen erinnerten und die Kleine kaum recht halten konnte, hatte sie quer in seine Strähnen geschoben und ihn so mit den pinken, blauen und grünen Accessoires verschönert. "Frag nicht.", kommentierte er lediglich Richtung Luci, als er diese sah und fing sich den...skeptischsten Blick überhaupt ein.
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  18. #18
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    "Also...." Abu lehnte sich in dem mehr als gemütlichem Ledersofa zurück und nahm einen tiefen Zug aus der Wasserpfeife. Der Tabak schmeckte wirklich gut. Aprikose hatte er schon länger nicht mehr geraucht. "....zu jedem anderen Anlass wäre das hier ein klasse Ort um bei einem Urlaub auszuspannen." sprach er, während er seinem Freund spaßhaft eine große Wolke ins Gesicht blies. Diese Wohnung war wirklich wie aus einem Film-Set entnommen. Er wollte lieber gar nicht wissen wie viel all das Zeug hier gekostet hatte.
    Aber es war leider kein schöner Anlass der sie hierher geführt hatte. Und er war jetzt dran mit erzählen. Also nahm er vorsorglich schon mal einen großen Schluck aus der Schnapsflasche. "Der Morgen auf Protheus, du weißt schon....das Frühstück, und wie ich auf einmal fluchtartig den Saal verlassen habe. Ich habe gerade bloß arglos in meiner News-App die aktuellen Nachrichten der Citadel nachgelesen. Irgendein Verrückter treibt gerade auf der Station sein Unwissen. Er hat schon dutzende Leute brutal ermordet. Alle sagen es wäre dieser rote Turianer. Du weißt schon, Vhan." Er holte ein paar Mal tief Luft, sah Leif in die Augen und nahm noch einen Schluck. "Er...hat Abdul angegriffen. Meinen Onkel, Leif! Mitten in der Klinik! Hat ihn einfach so niedergestochen! Warum? Was für eine Person will einen Arzt töten? Noch dazu ihn ? Er hat nie im Leben jemandem was getan...." Die Wirkung des Alkohols zeigte schon ein wenig Wirkung, Abu begann beim Reden leicht zu lallen. Energisch wischte er sich über das Gesicht. "Ich bin natürlich sofort los geflogen, zu ihm.....er hatte Glück, ist einigermaßen stabil.....aber niemand konnte mir sagen wann er wieder aufwacht. Und ob er nicht irgendwelche Schäden davon trägt....." Es selbst nochmal alles zu wiederholen zu müssen war irgendwie schlimmer als es bloß zu hören.


    Leif hatte sich bereits auf dem Sofa des von mehreren Zimmern zugänglichen Wohnzimmers breitgemacht und seinem Freund zugehört. Den Schnaps den Abu trank lehnte er kategorisch ab. Wenigstens fürs Erste.
    "Vhan?", fragte er am Ende der Erzählungen ungläubig. "Dem traue ich längst viel zu, aber was hat der mit Abdul zutun?"
    Die Sache schien ihm irgendwie schwammig. Wenig nachvollziehbar und ohne ein konkret gestecktes Ziel, obgleich er den Turianer wirklich nicht kannte, wie er dank Vigilio jetzt wusste. Dem Profil nach war es wohl also wenigstens möglich das er getan hatte was man ihm vorwarf.
    "Außerdem kann ich notfalls über Nacht hinfliegen und ihn mir auch ansehen. Ich würde nicht behaupten du hättest seine Situation nicht einschätzen können, aber-...Objektive Meinung und so. Ich sollte mir wenigstens seine Akten ansehen. Hast du was dabei?"
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  19. #19
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    Die Britin hatte sich erst mit einem sehr gebührenden Abstand zu ihrer Schwägerin eine Dusche gegönnt. Sie ließ sich ganz bewusst viel zu viel Zeit dafür um sich eine Maske aufzusetzen, die ihre potenziell wiederkehrende Schamesröte kaschieren würde, ohne künstlich zu wirken. Ihre Haare umsorgte sie mit einer lächerlich aufwändigen Kur und ihren Schrank durchsuchte sie zu lange, um am Ende nur die Kombination aus einem zartgrauen Sakko, einem weißen Shirt und einer tiefdunklen Jeans zu tragen.

    Wie sie wenige Schritte später, die Treppe hinab und mit Blick ins Wohnzimmer erfuhr, hätte sie sich die ganze Arbeit überhaupt nicht selbst machen müssen. Sie mied Luceijas direkte Nähe und Augenkontakt, während sie dennoch halb über deren Schulter auf ihre Tochter spähen musste.
    "Ich hoffe mein Kind wird in der Schule nicht gehänselt, weil es mit zwei Müttern groß wird.", kommentierte Zora lakonisch und beneidete ihren Ehemann nicht um seine Rolle als Model, als welches er mit absoluter Sicherheit noch Stunden zur Verfügung würde stehen müssen. Bis er sich irgendwann mit Kindercola oder dem Angebot neuer, überteuerter Spielzeuge würde freikaufen können, hatte die Britin anderes vor. Unlängst war diese Aufgabe wenig angenehm geworden, womit sie sich an Luceija wandte.
    "Wenn du nichts einzuwenden hast würde ich vorschlagen wir machen uns auf den Weg."
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  20. #20
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    Die Britin hatte sich erst mit einem sehr gebührenden Abstand zu ihrer Schwägerin eine Dusche gegönnt. Sie ließ sich ganz bewusst viel zu viel Zeit dafür um sich eine Maske aufzusetzen, die ihre potenziell wiederkehrende Schamesröte kaschieren würde, ohne künstlich zu wirken. Ihre Haare umsorgte sie mit einer lächerlich aufwändigen Kur und ihren Schrank durchsuchte sie zu lange, um am Ende nur die Kombination aus einem zartgrauen Sakko, einem weißen Shirt und einer tiefdunklen Jeans zu tragen.

    Wie sie wenige Schritte später, die Treppe hinab und mit Blick ins Wohnzimmer erfuhr, hätte sie sich die ganze Arbeit überhaupt nicht selbst machen müssen. Sie mied Luceijas direkte Nähe und Augenkontakt, während sie dennoch halb über deren Schulter auf ihre Tochter spähen musste.
    "Ich hoffe mein Kind wird in der Schule nicht gehänselt, weil es mit zwei Müttern groß wird.", kommentierte Zora lakonisch und beneidete ihren Ehemann nicht um seine Rolle als Model, als welches er mit absoluter Sicherheit noch Stunden zur Verfügung würde stehen müssen. Bis er sich irgendwann mit Kindercola oder dem Angebot neuer, überteuerter Spielzeuge würde freikaufen können, hatte die Britin anderes vor. Unlängst war diese Aufgabe wenig angenehm geworden, womit sie sich an Luceija wandte.
    "Wenn du nichts einzuwenden hast würde ich vorschlagen wir machen uns auf den Weg."


    Wieder war da dieses leichte aber wenig lebendige Grinsen als sie ihren Bruder ansah und die Situation als wirklich aussichtslos zu beschreiben wusste. Der der zurück kam schrie ein leises "Bitte bring mich um", als die Kleine immer wieder und wieder die Frisur ihres eitlen Vaters mit viel zu stark in die Strähnen geschobenen Klammern zerstörte. Als Vigilio hingegen Zora erblickte und er den Kommentar der Blondine herunterschluckte, hob er die Augenbrauen betont langsam und wedelte mit der rechten Hand herrscherisch. "Bevor ihr geht muss mir jemand einer dieser kitschigen Frauenzeitschriften in die Hand drücken. Kein Friseurbesuch ohne den neusten Klatsch von Lord und Lady Whatever und den ultimativen Schminktipps. Ohne Anleitung seh ich sonst nachher noch total lächerlich aus.", pfiff er und erntete ein Kopfschütteln seiner Schwester, die schwach lachte und sich abwandte. Aus irgendeinem Grund ertrug sie den Anblick von Emma nicht. Sie wusste nicht, woher dieses Gefühl kam, aber es war einfach kein gutes. Oder zumindest kein gewohntes. Vigilio hatte es zudem tunlichst vermieden sie zu sehr auf ihre Nichte zu fokussieren, obwohl er nicht vermeiden konnte, dass ihre Distanz ihm ein bisschen weh tat. Aber jetzt, wo die kleine Friseurin an ihm herumwerkelte und beinahe schon gehässig lachte wie sie ihren Vater "verschönerte", hatte er keine Zeit weiter darüber nachzudenken.
    "Ja..ist wahrscheinlich besser.", nickte die Schwarzhaarige knapp und wartete schließlich im Gang auf die, noch immer ziemlich mit Schamesröte gesegnete Britin.
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