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    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • Auf des Messers Schneide

    [Bild: VR_Gladis_1.png] [Bild: VR_Begl_b.png]
    »Tom, mich schickt Korporal Bernardo! Ich soll mich sofort, unverzüglich beim Kommandanten melden! Weißt Du warum?«

    Was es war, dass den rekrutierten Bauern antworten lies, wird man wohl nicht erfahren. Vielleicht war das gleiche Los, die Gemeinschaft der Unterstellten zu denen er ja auch aus der Sicht von Korporal Bernardo gehörte oder einfach nur eine Unachtsamkeit, die Tom Shields antworten ließen. Aber die Dalish musste bei ihm einen Punkt getroffen haben, der sie gleichsetzte und dass, obwohl sie anderen Rassen angehörten und auch aus der Sicht von Tom einen anderen Stand aufwiesen. Er ein bodenständiger freier Bauer aus einen der hiesigen Dörfer und sie eine Herumziehende, einen Dalish, ein Spitzohr. Aber beim Militär werden solche Stände nicht geachtet, ja nicht geduldet. Hier wurde auf Disziplin geschaut. Und zumindest das schien bei Tom Spuren hinterlassen zu haben. Vielleicht war er auch nur ein hilfsbereiter Typ, dessen Schicksal anderer nicht gleichgültig war. Doch all diese Dinge sind dem Verborgenen bestimmt. Sie werden nicht an das Licht der Öffentlichkeit gelangen.

    So sagte dann der Wachposten: »Ich weiß es nicht …«. Dann trat er zur Seite und flüsterte eher: »Passt auf, er wirkt gereizt, seit dem Mylady hier so unter Waffen rausgegangen ist.« Die Dalish antwortete: »Danke Tom!« Sie dachte sich nur noch »Er ist ein feiner Kerl …«, drückte ihm die Hand und öffnete die Tür …

    [Bild: VR_Begl_a.png] Drusus Nerva traute seinen Augen nicht. Zuerst senkte sich die Türklinke und dann stand diese Dalish in seinem Zimmer. Die, die es schon einmal geschafft hatte, aber dabei den Schatten genutzt hatte. Diesmal trat sie frei in sein Zimmer, das Zimmer des Kommandanten. Er wollte noch hochspringen und nach seinem Wachposten schreien, da erkannte er, dass diese Person sich einen Stuhl genommen hatte … Er ahnte was kommen würde und setzte sich. Er hatte sogar die Nerven sein kleines Messer, mit welchem er den Federkiel anschnitt, in die Hand zu nehmen … und sagte herablassend: »Ach die neue Rekrutin!«

    Glandis musste grinsen. Denn sie sah seine zuckende Halsschlagader und wusste, sie hatte nur wenige Worte. Danach würde das Blatt kippen und der Kommandant von dieser dreisten Frechheit sich erholt haben. Aber sie hatte die wenigen Worte und sie wusste, besser sie glaubte, dass er keine Chance haben würde. So oder so! Doch das konnte er noch nicht wissen. Somit war sie die Gelassene, die Ruhige und für den Bruchteil zog sie all den Mut, den sie brauchte hier aus dieser Umgebung. Da, wo er mit Aril seine Spielchen getrieben hatte, da, wo er meinte mehr zu sein, als ihm zustand. Und so begann sie zu sprechen:

    »Kommandant! Ich werde jetzt die Stuhllehne unter die Türklinke klemmen …«

    Diese wenigen Worte reichten aus, um bei Nerva, dem Kommandanten ein Gedankenwirrwarr zu verursachen. Egal was in seinem Kopf gerade passierte, er hatte die Kontrolle über die Situation und über sich verloren. Ihm war nicht einmal bewusst, dass das kleine Messerchen, welches er so wunderbar geschickt drehen konnte, aus den Händen glitt. Er hörte es nicht einmal, wie es auf die Tischplatte fiel. Er hatte nur große, aufgerissene Augen für Glandis. Die wusste in diesem Augenblick, dass sie gewonnen hatte. Zumindest für den Moment …

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    [Bild: KtgE3tZmvNOrh3xHiLarissa_klein.jpg] & [Bild: zq0QcywsNnimueblaurot_klein.jpg]

    Der alte Ritter Peredur füllte sich seinen Becher nach, schwenkte ihn einen Moment und erkaufte sich so die Zeit, die er zum Überlegen seiner Antwort brauchte. „Ja, dieser Weg ist beliebt bei den Reisenden. Bei vielen. Die anderen sind einfach nicht eingeladen worden.“ Er zuckte die Achseln. „Ich weiß nicht wieso. Vielleicht weil die eine ne Elfe ist oder weil sie eben nicht neu sind. Vielleicht auch, weil es die Vorräte erschöpft. Manche hier essen für drei Männer“, knurrte der Ritter und warf einen Seitenblick auf Larissa, die als kleinste und schmalste Person der Gruppe mal wieder die Portionen von Haesten, Artur und Mealla gemeinsam vertilgte. „Aber Ihr werdet sie sicherlich in den kommenden Tagen kennenlernen.“ Er streckte die alten Glieder, die geräuschvoll knackten. „Es ist spät. Betet, dass die Brut uns nicht schon in dieser Nacht angreift.“

    *

    Haesten erwachte als goldenes Sonnenlicht die Seite seines Gesichts beschien, die nicht auf der Holztischplatte lag. Er grunzte wütend, als der ihm aus der Hand rollende Zinnbecher mit lautem Widerhall auf vom Tisch fiel und auf den Boden schlug. Das Festmahl war vorüber, der Krieger hatte das Ende nicht erlebt und stellte nun fest, dass er allein war. Fast allein. Ein paar Dorfbewohner, die ihren Dienst hier anstatt auf den Wällen ableisteten, wuselten umher und räumten auf, was vom Fest übriggeblieben war. Zweifellos hofften sie auf etwas vom Schmaus. Der Seefahrer stöhnte, sein Schädel schmerzte und er sehnte sich nach seiner Frau, die ihm nach einer durchzechten Nacht immer einen Sud aus Kräutern gekocht hatte. Er sah sich um, roch das kräftige Gemisch aus Harz und abgebranntem Holz. Er erhob sich, grunzte und packte seine Streitaxt, die er in die Bank getrieben hatte. „Wo sind denn die anderen?“

    *

    Den Krieger Pendragon in der Halle schlafen zu lassen war wohl die klügste Entscheidung gewesen, dachte Larissa. Haesten hätte entweder gepöbelt oder gekotzt. So herrschte Ruhe im Haus und die Gruppe konnte etwas schlafen. Larissa hatte es sich beim Feuer gemütlich gemacht, mit Blick auf die Vordertür und Bogen mit aufgelegtem Pfeil im Schoß. Dieser Ort machte sie nervös genug, um freiwillig eine stille Wache zu halten. Die Dämmerung des Morgens, die schwach durch die Ritze zwischen Tür und Fußboden sickerte, weckte die Elfe auf. Der goldene Schnitt der Sonne wirbelte Staub vom Fußboden auf. Larissa drehte sich rekelnd auf dem Bärenfell, hörte einen Knochen im Rücken knacken. Sie hoffte, dass Morgana im warmen Bett einen besseren Schlaf hatte, als die Nächte davor. Ihre Freundin sah so blass und müde aus, als müsse sie den ganzen Tag über schlafen. Larissa wünschte sich, sie könnte Morgana in einen Clan der Dalish führen, sie sich unter den wachsamen Augen eines Hüters unter einem Baum oder in einem Aravel ausruhen. Das wäre besser als in dieser von dunkler Brut umspülten Ortschaft auf Genesung zu hoffen.

    *

    „Genesung“ war jenes Stichwort, das auch Nimue zum Aufstehen brachte. Die Magierin hatte in Gestalt der Katze in dem beschlagnahmten Zimmer genächtigt, war aber früh wachgeworden. Nachteil der Katzengestalt war die Hellhörigkeit und kaum war Larissa als wohl frühester Vogel aufgewacht, hatten sich auch die drei Lider vor den in der Dunkelheit großen Katzenaugen zurückgezogen. Nachdem Larissa für Katzenverhältnisse zu geräuschvoll gepinkelt hatte, beschloss die Magierin ihre Gestalt zu wechseln, sich zu kämmen, zu waschen und für ihren versprochenen Besuch im Lazarett des Dorfes vorzubereiten. Kräuter, Salben und Wundumschläge sollten sie begleiten. Ser Peredur hatte verdeutlicht, dass die Magie in diesem Landstrich nicht übermäßig geschätzt wurde, weshalb Nimue es als klug erachtete, zumindest ihren Vorteil in den Vordergrund zu stellen. „Guten Morgen“, sagte sie freudlos, als sie der Dalish im geräumigen Wohnraum begegnete, der die Feuerstelle beherbergte und von dem aus es auf die Straße ging. „Euch auch“, antwortete die Elfe. „Habt Ihr auch solchen Hunger wie ich?“ Nimue verneinte, worauf Larissa mit den Schultern zuckte und kräftig in einen Apfel biss, der plötzlich in ihrer Hand erschienen war. „Iff jedenfallf fonn“, mampfte sie, schluckte das Stück Obst herunter und fügte an: „Wenn Ihr wollt, können wir gemeinsam nach Frühstück die Augen offenhalten?!“ Auch das verneinte die Magierin. „Ich habe dem Ritter versprochen, mir die Kranken und Verwundeten anzuschauen. Ihr könnt mich begleiten, wenngleich ich nicht wüsste, wieso Ihr das tun solltet.“ „Hmm“, machte Larissa und grub ihre weißen Zähne erneut ins Fruchtfleisch. Nimue verschränkte die Arme und betrachtete die Elfe. Sie hob fragend eine Braue, worauf Larissa verstand, rasch kaute und antwortete: „Dann geht los und ich schaue, ob ich für uns etwas auftreiben kann. Ein paar Walnüsse zum Beispiel?“ „Das würde mir gefallen“, sagte Nimue und schenkte Larissa ein Lächeln. Die Elfe strahlte daraufhin, machte einen vergnügten Sprung und drehte sich um sich selbst, um ihre Sachen zusammenzusuchen. „Geht schon einmal vor, ich schaue noch nach den anderen“, trällerte die Dalish.

    *

    Die Sonne brach durch die Bäume, die Berewic umstanden, wärmte die Schindeldächer und ließ das Grün des Mooses auf ihnen in gesundem Schein leuchten. Der ganze Wald war von Leben erfüllt, überall zwitscherten die Vögel und ein warmer Wind ließ die Blätter zum Rascheln. Nimue ging den Weg ohne Hast, die Augen nach dem Weg offenhaltend, den Peredur ihr am vergangenen Abend mehr schlecht als recht erklärt hatte. Sie bemerkte Bewohner, die in der Früh in Gemüsebeeten arbeiteten. Die Versorgung des Ortes musste schwerfallen. Eine Gruppe Bewaffneter passierte ihren Weg. Speere, breite Äxte, Armbrüste und Bögen – die Ausrüstung einer schnell auf die Beine gestellten Kampftruppe. Sie begleiteten mehrere Frauen und ältere Kinder, die ihrerseits mit Körben bewaffnet waren. Nimue bemerkte die fragenden, skeptischen Blicke der Bürger. Nimue verharrte auf der Stelle und folgte der kleinen Prozession. „Pilzsammler und Brombeerpflücker“, raunte eine Stimme hinter Nimue. Die Magierin drehte sich um und erkannte Lot, den alten Soldaten, der sie am Vortag aufgelesen hatte. „Sie gehen in den Wald und sammeln so viel es geht. Wir müssen mit dem auskommen, was wir hier haben“, erklärte der Mann. „Keiner weiß, wie lange dieser Kampf noch dauert. Teyrn Loghain hat den König verraten, die Königin wird keine Armee aufstellen, um uns hier zu helfen. Unsere Hoffnung liegt darin, dass die Brut woanders kämpft und von hier abzieht – oder dass der Vater unseren guten Herrn Ulfric mit Truppen anrückt, um seinen Sohn zu holen.“ Lot atmete aus und seufzte dabei. Hoffnungslosigkeit lag in seiner Stimme. „Daran glaube ich aber nicht.“ „Wieso nicht?“, fragte Nimue. „Der Bann hat einen Großteil seiner kämpfenden Männer zum königlichen Heer gesandt – diese Männer und Frauen sind nun entweder tot, gefangen oder von Loghain zwangsrekrutiert. Die Hausgarde unseres Herrn wird kaum genug Leute haben, um sein Anwesen und die nähere Umgebung ausreichend zu schützen. Mit welcher Armee also soll er kommen? Die Brut wiederum, sie ist zahllos. Wir haben sicherlich schon sechzig von den Biestern getötet und es kommen immer noch mehr.“ Nimue nickte verständnisvoll. Dann schwiegen sie beide eine Weile. „Ihr sucht das Lazarett? Dann führe ich Euch hin.“


    [Bild: Pd3emXcS7L16I9W4GhFeieobenohne_klein.jpg][Bild: Artur_mal_ohne_Helm_mini.jpg][Bild: Mealla_portrait.jpg]

    Feia summte heiter eine fröhliche Melodie, während ihre Hände sachte aber mit Druck den Pistill in der Mörserschale kreisen ließ. Konzentriert fügte sie ein paar Blätter einer Pflanze hinzu und drückte diese mit der runden Oberfläche des Stößels sanft an und zerrieb sie mit der körnigen Masse. Die Elfe war schon eine ganze Weile wach und unterstützte die alte Hortensie bei ihren Arbeiten. Hortensie war die hiesige Kräuterfrau, welche normalerweise in einer kleinen Hütte unweit des Dorfes wohnte. Jedoch, die Brut hatte bei ihr einen raschen Umzug angestoßen und nun wohnte sie in einer freien Wohnung und half mit ihren Kenntnissen bei der Versorgung der Verwundeten. Feia konnte nicht unbedingt sagen das sie sich viel der Heilung von verschiedenen Wehwechen verschrieben hatte. Ihr Kopf war voll von Gebräuen und Reagenzien welche jemanden große Schmerzen und Entbehrungen bereiten konnte. Ein zuschnüren der Luftröhre, ein Blättern der Haut oder das stocken des Herzens. Wolken aus Feuer, Eis und Gift, der Tod verkorkt in kleine Phiolen. Doch eine Kenntnisse des einen setzte auch Wissen über die Gegenseite voraus. Und das alte Buch welches sie damals von Krautfuß bekommen hatte, beinhaltete Pflanzen jedweden Metiers. Sie erinnerte sich noch gut daran wie er es ihr damals das erste Mal gegeben hatte und auch als er ihr es komplett überlassen hatte. Als sie es schon mit zahlreichen Notizen versehen hatte, etwas was er ihr beim ersten Mal ausdrücklich verboten hatte. Ein Herbarium der Universität von Val Royeaux, in den Händen einer Stadtelfe. Wenn man so wollte war Feia die erste elfische Absolventin dieser Universität, im Fach Alchemie.
    Das Schicksal war voller Ironie, bitterer wie heiterer. Sie vermisste den verschrobenen alten Mann.
    Die schwarzhaarige Elfe hatte ihre Haare zu einem sehr inkonsequenten Dutt hochgebunden, einzelne Strähnen hingen komplett herab, das lädierte Ohr war von Locken verdeckt. Sie trug neben ihrer Stoffhose eine ausgebleichte graues Hemd, welches schon zahlreiche Flecken, teilweise Brandflecken aufwies.
    Hinter ihr war eine kleine Hütte, Dampf stieg aus einem kleinen Schornstein. Vor der Hütte stand ein Backofen, aus welchem der Geruch von feinem Gebäck sich seinen Weg in die Freiheit bahnte, untermalt von einem schmackhaften Hauch von Zimt.
    Im Backofen waren Zimtschnecken, die sie mit dem schmalen Vorrat von Gewürzen für die Kinder backen wollte. In der Hütte köchelte eine Destille, in welchem sie aus allerlei Pflanzenresten Alkohol brannte. Feia hatte Erfahrung in dem destillieren von Alkohol gesammelt und die Destille war für den allgemeinen Bedarf vom alten Tibor beschlagnahmt worden. Das Ergebnis diente als Lösungsmittel für verschiedene Tränke, Reinigung von Wunden und Steigerung der Moral. Die Insassen des unweit liegenden Feldlazarettes hatten alle drei nötig. Feia selbst freute sich helfen zu können und auch wenn ihr wohl immer noch Misstrauen entgegenschlug, spürte sie häufig die Dankbarkeit. Vor allem von der oft überforderten Kräuterfrau, allerdings war der eh alles egal. Plötzlich landete mit einem dumpfen Geräusch ein Weidenkorb neben dem aufgeschlagenen Herbarium der Elfe. Feia erblickte die kleine Thekla, welche sie zum Sammeln von Kräuter aus dem Lager geschickt hatte.
    "Ich habe alles was du wolltest Feia, auf jedenfall denke ich das.", erklärte sie stolz, aber mit leichter Unsicherheit.
    Die Elfe lächelte und schaute kurz den Inhalt des Korbes, verglich ihn mit ihren Unterlagen. Sie nickte anerkennend.
    "Das sieht gut aus, ich danke dir mein Schatz. Hast du schnell alles gefunden?". Thekla nickte selbstbewusst, dann schnupperte sie angeregt und sah die Elfe mit leuchtenden Augen an.
    "Sind das die Simtschnecken die hier so gut riechen?", fragte sie aufgeregt. Feia lachte amüsiert und nickte dann.
    "Zimtschnecken mein Liebes und ja sie sind noch im Ofen. Wenn ich fertig bin kriegst du eine und darfst dem Rest der Bande auch eine bringen. Abgemacht?", erwiderte sie gutmütig. Thekla nickte hocherfreut.


    "Artur, wo wollt ihr hin?", fragte Mealla freundlich und schritt immer noch etwas steif und ungelenk auf den Ritter zu. Dieser trug seinen Gambeson, mit Schwert und hatte sich gerade zum gehen aufgemacht. Er drehte sich zu ihr um.
    "Das Dorf erkunden, insbesondere die Befestigungen. Ich möchte sehen worauf ich mich eingelassen habe."
    Mealla kommentierte seinen nachdenklichen Tonfall mit einem sardonischen Lächeln. Sie trat einen Schritt auf ihn zu.
    "Wir uns eingelassen haben. Mitgehangen, mitgefangen. So sagt man doch.", erwiderte sie und lachte trocken.
    "Darf ich euch begleiten? Ich will nicht den ganzen Tag im Bett verbringen und so hat Morgana etwas Ruhe. Unsere Schwarzhaarige scheint momentan tatsächlich mal zu schlafen.", fragte sie vorsichtig.
    "Keine Sorge. Ich humpel nicht mehr und schaffe es sicherlich auch die Palisaden zu besteigen. Falls nicht bin ich noch nutzloser als ich mich in den letzten Tagen fühlte.", fügte sie mit leichter Bitterkeit an und streckte sich. Unter der blauen Bude konnte man noch ein paar Verbände erkennen. Diese dienten jedoch inzwischen mehr als Wickel und waren vornehmlich der Vorsicht geschuldet. Viele Stellen leuchteten immer noch in gelb, grün, braun und violett. Doch sie hatte schon schlimmeres erlebt. Artur schaute die Elfe kurz an, dann nickte er zustimmend und lächelte freundlich.
    "Sicher, es würde mich freuen. Außerdem ist die Sichtweite einer Bogenschützin nicht verkehrt und Larissa ist wohl unterwegs.", antwortete er. "Dann bin ich die eure Elfe, ich verhalte mich unaufällig. Keine Sorge, Herr Ritter."

    Draußen angekommen sahen sie Mordred, welcher vermutlich auch noch nicht seit Ewigkeiten auf den Beinen war.
    "Lord Aromaki, welch Freude euch zu sehen. Wolltet ihr euch auch im Dorf umsehen? Ser Artur und ich wollten uns den Ort unseres zukünftigen Gefechtes näher begutachten.", begrüßte ihn Mealla freundlich und lächelte charmant.
    "Wollt ihr uns vielleicht begleiten? Falls ich nicht mehr den beschwingten Schritt des Nevarraners folgen kann, könntet ihr mich dann unaufällig stützen.", erkundigte sich Mealla verschmitzt und lachte erneut etwas trocken. Ihre Stimme war von den letzten Tagen etwas ausgetrocknet, dennoch war sie momentan gutgelaunt. Über das warum war sich die Elfe auch selbst nicht ganz im klaren.
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    [Bild: Aril_Ava.png]

    Aril hatte einen ihr unbekannten Soldaten vor sich, der recht gelangweilt am Tor stand und zu ihr aufblickte.
    In seinen Augen flackerte etwas wie Erkennen, aber er rührte sich nicht. Er stand nur weiter da und starrte sie an.
    "Ich bin Lady Aril Nuemb und Drusus Nerwa sicherte mir freies Geleit zu. Öffnet das Tor," sagte sie bestimmt. "Jawohl!" sagte der Soldat zackig und fügte noch ein stammeliges "Mylady..." hinzu. Er war also schon instruiert worden, vermutete Aril, sonst hätte er die Aussage verifizieren lassen.

    Während er sich am Tor zu schaffen machte blickte Aril noch einmal hinter sich. Dieses kleine provisorische Lager, die Soldaten in den Rüstungen, die teilweise ebenso provisorisch waren, der Stall, die Hütte, der Fluss... das alles war das genaue Gegenteil von ihrem Lager am Flussbaum geworden und obwohl dieser Ort nichts dafür konnte, verabscheute sie ihn mittlerweile.

    Sie schüttelte das Unbehagen ab und griff wieder die Zügel.
    Das Tor war geöffnet und Aril ritt hindurch.

    Ihre Gedanken eilten schon zum nächsten Punkt. Wenn denn nun wirklich ein Angriff der Brut bevorstand, wenn sie wirklich kamen, wie Glandis es gesehen hatte, sollte sie dann nicht schleunigst verschwinden?
    Nein, sagte sie sich. Nicht solange ich nicht genau weiß, ob Glandis flieht oder einen anderen Plan hat. Sie wird meine Spur sehen und ihr folgen können. Ich werde außer Sichtweite auf sie warten.
    In einem normalen Schritt ließ sie Trovao auf eine ferne Baumgrenze zulaufen, die Deckung versprach. Dort konnte sie sich verbergen und beobachten. Das Gras war ein wenig hochstehend, hier weideten normalerweise auch keine Schafe um es kurz zu halten. Die Spur würde gut zu erkennen sein, sie hielt sich abseits der bereits vorgetrampelten Pfade.

    Ihre Gedanken schwirrten von der Brut zurück zu Glandis und wieder weg. Es war ein heilloses Durcheinander, in das sie da geraten waren.
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    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • Ein Siegelwunsch

    [Bild: VR_Gladis_1.png] [Bild: VR_Begl_a.png]

    »Kommandant! Ich werde jetzt die Stuhllehne unter die Türklinke klemmen …«

    Diese wenigen Worte, und vermutlich waren es auch nur die, für die sie Zeit gehabt hatte, diese wenigen Worte hatten Drusus Nerva kalt erwischt. Man kann jetzt nicht sicher sagen was es war. Vielleicht hatte er eine gute Phantasie. So konnte er sich vorstellen, wie sie in den Schatten gehen würde und in Windeseile bei ihm sein konnte. Er wusste auch, dass mit einem Stuhl unter der Türklinke diese so verkeilt war, dass Posten … vielleicht fragte er sich auch, wie Glandis an Tom Shields, seinem Posten, vorbeigekommen war …, dass seine Soldaten brauchen würden die Situation zu erkennen und dann die Tür aufzubrechen.

    Doch er würde, wenn er rasch und präzise die Gedanken ordnen könnte in so einer Situation, auch erkennen, dass er schreien musste. Er musste um Hilfe rufen, damit seine Soldaten erkannten, der Kommandant ist in Gefahr. Aber vielleicht lebte Tom Shields nicht mehr und so würde sein Schrei verhallen. Doch kam der Stuhl unter die Klinke, würde er sein Leben zweifellos verwirken.

    Aber der Kommandant war jetzt kein Bauerntölpel, der zum ersten Mal in seinem Leben in eine brenzliche Situation geriet. Er hatte schon im Kampf das eine oder andere aushalten müssen. Entscheidungen waren zu treffen. Seine waren schon die richtigen gewesen, sonst stände er heute nicht in diesem Rang einem Teil der Fereldischen Truppen vor. Aber er war überrascht worden und hatte noch keine Idee, wie er aus dieser für ihn brenzligen Situation kommen sollte. Und so beschloss er nicht um Hilfe zu rufen, Zeit zu gewinnen. In diesen Moment der ersten Klarheit erkannte er die Sticke in Glandis Hand …

    Glandis hielt den Stuhl so, wie sie ihn aufgenommen hatte. Sie musste schauen, was er machen würde. Für sie war es wichtig, dass er sich in diese für ihn neue Situation fügte. Also keine Hilfe rief. Sie hoffte, dass er sich ruhig verhielt. Denn dann würde sie mehr Zeit haben die Dinge vorzutragen und würde von Reaktion auf Reaktion entscheiden. Sie war in einer aus ihrer Sicht bescheidenen Situation. Gut, sie war an dem Wachposten mit einem Trick vorbeigekommen. Sie konnte in den Schatten gehen und er wäre somit unmittelbar in einer sehr verzwickten Situation. Er würde sie nicht mehr sehen, aber auch den Stuhl nicht so ohne weiteres beseitigen können. Aber sie hatte nur ein Jagdmesser. Ein Messer, was schon als Waffe zu gebrauchen war, aber ihre Dolche lagen auf der Kommode, die im Rücken von Drusus Nerva stand. Hätte sie diese zurück, dann würden hier hereinkommende Soldaten es nicht gut mit ihr haben. Doch was war, wenn sie schlau waren und nicht alle durch die Tür rannten, sondern draußen noch ein Paarstärke warteten … Aber sie sah auch die Utensilien, mit denen Drusus Nerva zu schreiben pflegte.

    Die Dalish beschloss das Pokerspiel weiter zu betreiben. So sprach sie: »Kommandant! Ich habe eure Bedingung erfüllt. Bin geblieben, so wie Mylady …«

    Hier stockte sie ein wenig. Denn sie hätte fast »Aril« gesagt. Aber sie hatte ja die Rolle einer Bediensteten angenommen und da wäre dieser Fauxpas ein schlechter Beginn geworden.

    Der Angesprochene wusste nicht, was die kurze Pause zu bedeuten hatte. Aber sie war zu knapp, als dass er auf die Idee kommen würde, jetzt zu antworten. Doch er dachte sofort, dass sie sich beschweren wollte. Nur die Stricke in ihrer Hand sahen eben nicht nach einer Beschwerde aus …

    »... nehmt ein Pergament, schreibt: „Der Besitzer hat freies Geleit“, unterschreibt und siegelt dieses.«, hörte die Dalish sich sagen und war auf die Reaktion gespannt ...
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