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    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • Kabalen und Intrigen

    [Bild: VR_Gladis_1.png] Ihr war flau im Magen als ihr Blick seinem Weg folgte. Sollte sie also hier und heute ihre Freiheit verlieren? Und bei dem Verfolgen des Korporals erkannte sie eine Konstruktion, die wie ein Galgen aussah. Sicher war sich Glandis nicht. Aber sie mussten die Gerätschaft ausprobiert haben, denn es baumelte ein Sack daran. Ihr war das bisher nicht aufgefallen. Doch dort in der Mitte des Platzes, bei den Soldaten war sie noch nicht direkt gewesen. Ihre Wege hatte das Wasser gesucht und somit auch ihr Blick.

    Die Dalish war zugleich ratlos. Denn sie wusste nicht, was sie machen sollte. Zu den Pferden zu gehen war eigentlich eine gute Idee. Dort würde sie bei den Tieren ein wenig Abwechslung finden. Aber zu den Pferden gehen konnte auch wie eine Flucht aussehen. Zu dem musste ja Aril mal vom Kommandanten wieder kommen. Ihre Begleiterin konnte ja nicht wissen wo sie sich aufhielt. Es würde Zeit in einer Suche verloren gehen. Also schaute sie auf ihre Angelrute, prüfte die Zeit und beschloss hier an ihrem selbst errichteten Rastplatz zu Warten.

    In ihrem Innersten machte sich ein eigenartiges Gefühl breit. Ein Gefühl was aus der Erkenntnis gespeist wurde, dass sie selbst nicht viel tun würde können. Und es passte ihr überhaupt nicht. Werder das hier sitzen zu müssen, nach der Gedanke an den Eid. Den sie nicht einmal kannte.



    [Bild: VR_Begl_a.png] „Bitte erklärt es mir, Kommandant. Was habt ihr mit Glandis vor? Sie wird den Eid schwören und mit mir kommen, dann ist sie eine rechtmäßige Kriegerin Fereldens.“

    Drusus Nerva stutzte als er den Namen Glandis hörte und schaute noch einmal in seinen Papieren nach und musste laut lachen: »Ha!« »Ha!« »Ha!«. Dann fing er sich und hatte immer noch so ein Leuchten aus dem Lachen in den Augen: »Sage ich es doch. Diese elfischen Namen. Ja. Gwess, so hat sie die Stute aus den Beständen des Militärs gerufen.«

    Dann wurde er wieder der, der er immer war. Die Spuren des Lachens in seinem Gesicht waren weggewischt. Seine Augen wurden schmal als er zu Aril sagte: »In Ferelden hängt man den, der den Truppen ein Pferd stiehlt. Und so würde ich das Brandzeichen auf der braunen Stute auch einschätzen. Das Tier gehört dem Militär.«

    Er schaute auf Aril und wartete einen Moment bis er sagte: »Wer zu den Truppen gehört, kann auch deren Pferde reiten.« Dann begann er sein Spiel mit dem Stift zu wiederholen, so wie es am gestrigen Tag auch geschehen war. Dabei sagte er eher beiläufig, ohne Aril direkt anzusehen: »Ich kann einem meiner Soldaten und das wäre Glandis dann auch den Befehl erteilen euch nach Hause zu bringen.« Hier schaute er wieder direkt auf, suchte den Blickkontakt. Er sagte mit stahlharter Mine: »Mylady, wenn ihr nach dem Gelöbnis noch da seid, könnte das also geschehen. Aber ihr werdet selber wissen, was ihr tun möchtet.«

    Er vermied es jetzt in den Facetten auszumalen, welch schwierige Situation für die beiden Festgehaltenen eingetreten war. Entweder reiste Aril rechtzeitig ab. Doch dafür musste sie Glandis aufgeben. Oder sie blieb und ihr Reiseziel würde sich erheblich ändern. Wobei bei allem nicht sicher war, ob der Kommandant nach dem Gelöbnis Aril noch ziehen lassen würde.

    Dann sah er zu seinem Wachposten und sagte: »Tom Shields du warst ja auch ein hiesiger Bauer und hast geschworen.« »Ja, habe ich …« antwortete der Angesprochene. Und dieser fügte noch hinzu: »Es wäre sonst der Galgen gewesen.« Dann nahm er Haltung ein. Was bei Tom so eine Sache war.

    »Richtig,« antwortete der Kommandant. »Für einen Bauern macht er seine Sache gut. Doch Glandis, die hier mehrere Stunden im Schatten gestanden hat, wird für den Posten hier eine enorme Verstärkung darstellen. Denn die Gefahr, die um uns herum zunimmt, die habt ihr Mylady ja treffend beschrieben. Also entscheidet ob ihr abreist oder zusehen wollt, wie hier ein Eid auf die Truppen geschworen wird.«

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    [Bild: Pd3emXcS7L16I9W4GhFeieobenohne_klein.jpg] & [Bild: Artur_mal_ohne_Helm_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg][Bild: Mealla_portrait.jpg]

    "Und so wurde das Missverständnis aufgeklärt. Jean und Jeanette wurden nach Hause gebracht und bekamen dort vermutlich eine gehörige Tracht Prügel. Die freundliche alte Dame schenkte mir dann aus Dankbarkeit sogar ihr Rezept für den leckeren Pfefferkuchen.", endete Feia die Geschichte und machte ein zufriedenes Gesicht. Ungläubige Kindergesichter starrten sie an.
    "Diese Geschichte hat einen ganz anderen Verlauf genommen als ich dachte.", merkte Lester kritisch an. Feia lächelte amüsiert. "Wem sagst du das, jetzt überlege mal wie es mir ging.", erwiderte sie und lachte peinlich berührt.
    "Wie schmeckt Pfefferkuchen?", fragte Thekla neugierig. Feia schüttelte ihr Haar zurecht und strich sich nachdenklich durch eine Strähne.
    "Hm. Süß, aber gleichzeitig würzig. Sie schmecken nach Geborgenheit, Zuhause. ein Gefühl als ob man sich in sein warmes Bett legen würde."
    , erklärte sie schwärmerisch. Ihr Gesicht wurde ernst. "In welches ihr euch jetzt begeben solltet, so war die Abmachung.", forderte sie mit einer gewissen Strenge. "Aber..",wollte sie Bulstryk unterbrechen, doch Feia erhob sich jetzt. "Kein aber, sonst ergeht es euch wie den beiden Geschwistern. Wir sehen uns morgen wieder.", verkündete sie in einem endgültigen Tonfall. Ein leichtes Murren ging durch die Kinderschar, doch alle erhoben sich langsam.
    "Gute Nacht Feia, danke für die Geschichte.", verabschiedete sich Thekla und auch der Rest murmelte eine Verabschiedung.
    "Gute Nacht, schlaft gut ihr Lieben.", verabschiedete Feia sie freundlich und lächelte.
    "Das nächste Mal erzähle ich ihnen vom Sandmann.", überlegte sie, beschloß es aber sein zu lassen. Die Kinder hatten vermutlich schon genügend Material für Alpträume.
    Die Elfe drehte sich wieder zur Felswand um und kletterte das kurze Stück des Palantin wieder empor. Oben ließ sie sich am Rand nieder und schaute in den Sternenhimmel. Die Nacht war so ruhig und friedlich. Dennoch lauerte das Böse in ihr, außerhalb der Mauern. Noch fern von den Kindern in ihren Betten. So sollte es bleiben.
    Ein Geräusch erklang hinter ihr, von der Halles des Lords. Der blonde Bärtige von der Gruppe hatte mit einem lauten Knall die Tür hinter sich geschloßen. An die Wand der Halle gestützt trank er aus seinem Horn und schnaubte verächtlich, so laut das es selbst die entfernte Elfe hören konnte. Feia wandte sich wieder dem Sternenhimmel zu. Schien wohl nicht besonders harmonisch in der Halle zu laufen.

    *

    "Die Möglichkeit besteht, doch genauso gut kann die Brut noch weiter südlich sein und fernab unserer Pfade lauern.", erwiderte Artur auf das in seiner Meinung nach wenig schlagkräftige Argument der Magierin. "Sicher ist jedoch, dass wenn die Brut erstmal diesen Ort erreicht hat, eine Flucht unmöglich ist. Ich bezweifle das es unter diesem Ort auch Tunnel gibt durch die wir mit knapper Not entkommen können.", fügte er an, sie an ihre letzte Belagerungssituation mit der Brut erinnernd.
    Jedoch war es damals eindeutig eine größere Streitmacht gewesen, nicht die Hauptstreitmacht, aber dennoch mehr als eine bloßer Zug von Plünderern. "Die Frage die sich hier stellt..", wollte er ansetzen als sich plötzlich Larissa zu Wort meldete.
    Artur hörte der Dalish nachdenklich zu, natürlich hatte sie Recht. Letztendlich sah er seine Verantwortung jedoch zuerst für seine Gruppe, die Bekämpfung der Brut war ein Aspekt den man eh nicht umgehen konnte.
    "Die Frage ist, mit was wir es hier zu tun haben.", nahm er seinen Satz gegenüber Nimue wieder auf. "Wenn es eine richtige Armee der Brut ist, wird dieser Ort nicht zu halten sein. Dann alle hier fallen wie die Ähren unter der Sense. Und wir mit ihnen.", erklärte Artur mit Nachdruck. "Jedoch, glaube ich das nicht. Es klingt mehr nach einer marodierenden Abteilung. Die Hauptstreitmacht wird wohl kaum so weit in den Westen marschieren. Nicht wenn die großen Städte eures Landes durch den Bürgerkrieg so einfach zu stürmen sind.", fügte er etwas entgegenkommender an.
    "Wenn wir hierbleiben, so wird das nicht für ewig sein können. Ihr könnt das vielleicht, aber ich kann nicht den ganzen Krieg dieses Dorf verteidigen.", sprach er nachdenklich und sah die Zauberin eindringlich an.
    "Doch ich will der Sache, eine Chance geben. Euretwegen und weil es richtig ist. Nutzt ihr die solange die Zeit der Ruhe um Mealla Genesung zu unterstützen. Wir werden sie brauchen falls die Brut eintrifft. Und Morgana, falls ihr Zustand überhaupt in die Hände von Heilern gehört.", beschloß er abschließend. Vielleicht brauchte die Hexe ja auch nur etwas Ruhe.
    Artur wandte sich von Nimue ab, wieder Lord Ulfric und seinen Männern zu.
    "Ich nehme euer Angebot an. Jedoch unter Vorbehalt, denn ich kann nicht den ganzen Krieg in Berewic verbringen. Vorerst eine Woche biete ich euch an. Ich will erst wissen wo die Brut in euren Landen aufgetaucht ist und in welcher Zahl. Wie weit sie noch von diesem Ort entfernt sind. Ich werde euch bei der Vorbereitung der Verteidigung unterstützen, soweit ich es vermag. Und wenn die Brut kommt, soll sie an diesem Ort branden wie Wasser auf Fels. Wenn es eine plündernde Horde ist, wird sie abziehen und sich ein leichteres Ziel suchen.", verkündete Artur seine Entscheidung. Er hoffte das er sie nicht bereuen würde.

    Morgana war durch Larissas und jetzt Arturs Rede wieder in einen Zustand der geistigen Anwesenheit gelangt, jedoch hatte sie den Eindruck das ihr ein paar Informationen fehlten. Sie beugte sich zu Mealla herüber.
    "Was ist jetzt passiert?", fragte sie die Elfe leise. "Wir kämpfen wohl gegen Dunkle Brut.", antwortete diese, darauf hoffend bis dahin wieder ordentlich kämpfen zu können. "Schon wieder?", erwiderte Morgana stoisch und seufzte innerlich.


    [Bild: zq0QcywsNnimueblaurot_klein.jpg]

    „Das… tut mir sehr leid“, sagte Ulfric. Aus seiner Stimme klang echte Betroffenheit, die sogar seine Augen erreichte. Larissa nickte. „Auch mein Clan ist nicht mehr.“ Sie wusste nicht, warum sie diesem fremden Lord das mitzuteilen wünschte. Ulfric strahlte sehr viel Empathie aus. Seine Worte waren freundlich, sein Auftreten ehrlich. Trotz seiner Jugendhaftigkeit wirkte er überlegt. „Ich danke Euch, Herr“, sagte die Elfe und schlug die Augen nieder. Vermutlich hätten andere Elfen die Dalish dafür gescholten. In ihrem Clan hatte stets die Meinung geherrscht, dass Larissa sich zu viel für die Shemlen und zu wenig für die Jagd interessierte. Der Gedanke an das, was ihre Clanbrüder und Schwestern wohl dazu sagen würden, wenn sie wüssten, dass sie nun mit Menschen und Flachohren reiste, amüsierte und beschämte sie gleichermaßen. In diesem Moment trat Artur wieder auf den Plan und sprach an Ulfric gewand: „Ich nehme euer Angebot an. Jedoch unter Vorbehalt, denn ich kann nicht den ganzen Krieg in Berewic verbringen.“ Das war einerseits sinnig, andererseits auch merkwürdig. Als Söldner fand Artur das Geld dort, wo gekämpft wurde. Andererseits wäre hier vielleicht eine sichere Möglichkeit, sich sein Silber zu verdienen ohne im Auge des Sturms fechten zu müssen. Arturs militärische Expertise ließ ihn dann auch gleich eine vorerst entmutigende Lageeinschätzung abgeben. Er ließ aber durchblicken, dass er nicht für eine verlierende Seite kämpfen würde. „Gut. Ihr könnt uns unterstützen“, sagte Ser Peredur und betonte dabei das letzte Wort bewusst. Es war klar, dass er die Verteidigung dieses Ortes nicht alleinig in die Hände eines Söldners legen würde. „Wunderbar!“ Ulfric klatschte einmal in die Hände, dass die Hunde aufmerkend die Köpfe hoben. „Wunderbar! Ich danke Euch, Ser! Vielen Dank! Es soll Euch und Euren Gefährten wohlergehen. Und über Eure Bezahlung macht Euch bitte keine Gedanken!“

    Eine merkwürdige Stimmung hatte sich unter den Anwesenden breitgemacht. Ein Teil der Dörfler schien durchaus erleichtert, dass Artur ihnen in der Schlacht zur Seite stand. Vermutlich sahen sie in ihm einen Helden ähnlich dem silbernen Ritter Calenhad. Anderen stand der Zweifel ins Gesicht geschrieben. „Söldner? Hier? Und was, wenn wir ihre Bedingungen nicht erfüllen?“ Das sagten ihre Gesichter in unterschiedlicher Deutlichkeit. Auch die fereldische Natur der Skepsis gegenüber allem Fremden – ob nun der Rasse oder des Landes – stach selbst in Zeiten der Not, wie ein schmutziger Dorn durch Leinenkleidung. Lord Ulfric war jedoch derart erleichtert, dass er befahl eine Flasche des besten Weines zu bringen. Das brachte auch Haesten wieder zurück – seine Ansichten hatte er jedoch nicht draußen gelassen. „Die Dunkle Brut hat den König getötet und den Großteil seiner Armee. Ich bin kein Feigling aber das hier ist…“ „Wir haben die Brut schon bekämpft“, nahm Nimue das Argument von Larissa auf. „Dann solltet ihr euch vielleicht allesamt den Grauen Wächtern anschließen!“, spottete Haesten. „Ihr könnt gehen, Haesten. Niemand hält Euch auf“, sagte Nimue kalt. Der Krieger zögerte einen Moment. „Ich hätte vielleicht nicht mitkommen sollen. Ich dachte, ihr reist nach Orzammar, wo gute Kämpfer für gutes Geld streiten. Menschen dienen Adligen als Leibwächter oder kämpfen in Arenen.“ „Oder sie kämpfen gegen die Dunkle Brut“, erwiderte Nimue mit einem bösen Lächeln. Haestens Pranke winkte ab. „Egal. Ich bin hier und wie es scheint werde ich noch etwas bleiben.“ Er schielte zu den jungen Mädchen, die den Part der Schankmaiden übernahmen und trank einen starken Schluck Wein. „Dann mache ich es mir hier wenigstens angenehm.“ Er stand aus und entfernte sich, um in eine entfernte Ecke des Palastgebäudes zu pinkeln. „Ich hoffe, dass er keine Dummheiten macht“, seufzte die Magierin.

    Während Lord Ulfric sich aus der misslichen Lage des Dorfes gerettet sah und mehr und mehr dem heiteren Feiern, dem Lachen und dem Singen zusprach gesellte sich Ser Peredur zu Artur und zu Nimue. Er hatte mitbekommen, dass die Rothaarige die treibende Kraft hinter der Unterstützung des Dorfes war. „Ihr seid eine Magierin, oder?“, wandte sich der ältere Ritter an sie. Nimue nickte. Viele normale Bürger des Königreichs begegneten den Magiern mit einer Mischung aus Furcht und Skepsis gemischt mit Aberglaube. Sie glaubten, dass Magier die Milch sauer und das Vieh krank werden ließen und dass sie ihre Widersacher in Kröten verwandelten und dann in einen Kochtopf warfen. Derlei Vorgehen war Nimue gänzlich fremd. Ritter wiederum betrachteten die Magie nicht selten als Affront gegen den Erbauer selbst und verachteten ihre Kampfmagie. In Peredurs Augen flackerte eben jener feindselige Argwohn der offenkundig mit dem Gefühl des Dankes focht. „Ich bin eine Magierin des Zirkels“, bestätigte Nimue. „Ich bin eine Heilerin“, fügte sie hinzu. Die Erfahrung hatte gezeigt, dass die Menschen auf diese Bezeichnung freundlicher reagierten. Auch in diesem Fall sollte die Erfahrung Recht behalten. „Das ist gut. Vernichtung haben wir genug in diesem Ort, aber auch genug Verletzte, um die es sich zu bemühen gilt“, sagte Peredur. „Ich danke Euch für Euren Einsatz, Lady…“ „Seren.“ Peredur nickte. „Dank auch Euch, Ser van Markham.“ Er straffte sich. „Die Ehre gebietet es mir, ehrlich zu sein: Ich mag Kämpfer Eures Schlages nicht. Das Söldnertum ist opportunistisch und hat mit der Pflicht eines Ritters wenig gemein. Dennoch bin ich froh darüber, dass Ihr uns hier unterstützt und sei es nur wegen des Goldes.“ Ser Peredur füllte seinen mitgebrachten Tonbecher mit starkem Bier auf. Nimue rümpfte die Nase. Die Augen des Ritters waren wach, seine Nase aber hatte den typischen Rotton eines dem Alkohol zugetanen Mannes. „Wenn Ihr Zeit findet, Lady, so schaut bitte nach unseren Verwundeten und Kranken.“ „Bringt mich im Morgengrauen zu Ihnen, dann schaue ich, was ich tun kann“, stimmte Nimue zu. „Habt Dank.“ Es vergingen ein paar Momente, in denen nur das Geräusch der Feiernden zu hören war, während Peredur mehrfach seinen Becher zum Munde führte. „Wir sind nicht völlig schutzlos hier und unsere Lage nicht so verzweifelt, wie der junge Lord sie dargestellt hat“, sagte Peredur plötzlich. Scheinbar hatte ihn der Gedanke in den vergangenen Minuten bewegt. „Wir haben tapfere Herzen hier, ein paar alte und ein paar junge Kämpfer. Unsere Holzfäller können gut mit der Axt umgehen und unsere Jäger sind geschickte Bogenschützen. Außerdem seid ihr nicht die einzigen Reisenden, die uns helfen. Eine fremdländische Elfe zum Beispiel ist geschickt im Umgang mit Fallen aller Art und eine fereldische Kriegerin führt ihr Schwert so geschickt wie grausam. Ich plane eben diese erfahrenen Krieger, die Ihr nun unterstützt, in Kampfeinheiten zu unterteilen.“ Er nickte, seinen eigenen Plan bestätigend. „Als Ritter habt Ihr eine natürliche Autorität und schon die Geschichten über die schwarze Rüstung werden den Männern Hoffnung auf ein Überleben geben.“ Erwartungsvoll sah er Artur an. Vielleicht, so dachte Nimue, erwartete er Widerspruch.
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    „Das… tut mir sehr leid“, sagte Ulfric. Aus seiner Stimme klang echte Betroffenheit, die sogar seine Augen erreichte. Larissa nickte. „Auch mein Clan ist nicht mehr.“ Sie wusste nicht, warum sie diesem fremden Lord das mitzuteilen wünschte. Ulfric strahlte sehr viel Empathie aus. Seine Worte waren freundlich, sein Auftreten ehrlich. Trotz seiner Jugendhaftigkeit wirkte er überlegt. „Ich danke Euch, Herr“, sagte die Elfe und schlug die Augen nieder. Vermutlich hätten andere Elfen die Dalish dafür gescholten. In ihrem Clan hatte stets die Meinung geherrscht, dass Larissa sich zu viel für die Shemlen und zu wenig für die Jagd interessierte. Der Gedanke an das, was ihre Clanbrüder und Schwestern wohl dazu sagen würden, wenn sie wüssten, dass sie nun mit Menschen und Flachohren reiste, amüsierte und beschämte sie gleichermaßen. In diesem Moment trat Artur wieder auf den Plan und sprach an Ulfric gewand: „Ich nehme euer Angebot an. Jedoch unter Vorbehalt, denn ich kann nicht den ganzen Krieg in Berewic verbringen.“ Das war einerseits sinnig, andererseits auch merkwürdig. Als Söldner fand Artur das Geld dort, wo gekämpft wurde. Andererseits wäre hier vielleicht eine sichere Möglichkeit, sich sein Silber zu verdienen ohne im Auge des Sturms fechten zu müssen. Arturs militärische Expertise ließ ihn dann auch gleich eine vorerst entmutigende Lageeinschätzung abgeben. Er ließ aber durchblicken, dass er nicht für eine verlierende Seite kämpfen würde. „Gut. Ihr könnt uns unterstützen“, sagte Ser Peredur und betonte dabei das letzte Wort bewusst. Es war klar, dass er die Verteidigung dieses Ortes nicht alleinig in die Hände eines Söldners legen würde. „Wunderbar!“ Ulfric klatschte einmal in die Hände, dass die Hunde aufmerkend die Köpfe hoben. „Wunderbar! Ich danke Euch, Ser! Vielen Dank! Es soll Euch und Euren Gefährten wohlergehen. Und über Eure Bezahlung macht Euch bitte keine Gedanken!“

    Eine merkwürdige Stimmung hatte sich unter den Anwesenden breitgemacht. Ein Teil der Dörfler schien durchaus erleichtert, dass Artur ihnen in der Schlacht zur Seite stand. Vermutlich sahen sie in ihm einen Helden ähnlich dem silbernen Ritter Calenhad. Anderen stand der Zweifel ins Gesicht geschrieben. „Söldner? Hier? Und was, wenn wir ihre Bedingungen nicht erfüllen?“ Das sagten ihre Gesichter in unterschiedlicher Deutlichkeit. Auch die fereldische Natur der Skepsis gegenüber allem Fremden – ob nun der Rasse oder des Landes – stach selbst in Zeiten der Not, wie ein schmutziger Dorn durch Leinenkleidung. Lord Ulfric war jedoch derart erleichtert, dass er befahl eine Flasche des besten Weines zu bringen. Das brachte auch Haesten wieder zurück – seine Ansichten hatte er jedoch nicht draußen gelassen. „Die Dunkle Brut hat den König getötet und den Großteil seiner Armee. Ich bin kein Feigling aber das hier ist…“ „Wir haben die Brut schon bekämpft“, nahm Nimue das Argument von Larissa auf. „Dann solltet ihr euch vielleicht allesamt den Grauen Wächtern anschließen!“, spottete Haesten. „Ihr könnt gehen, Haesten. Niemand hält Euch auf“, sagte Nimue kalt. Der Krieger zögerte einen Moment. „Ich hätte vielleicht nicht mitkommen sollen. Ich dachte, ihr reist nach Orzammar, wo gute Kämpfer für gutes Geld streiten. Menschen dienen Adligen als Leibwächter oder kämpfen in Arenen.“ „Oder sie kämpfen gegen die Dunkle Brut“, erwiderte Nimue mit einem bösen Lächeln. Haestens Pranke winkte ab. „Egal. Ich bin hier und wie es scheint werde ich noch etwas bleiben.“ Er schielte zu den jungen Mädchen, die den Part der Schankmaiden übernahmen und trank einen starken Schluck Wein. „Dann mache ich es mir hier wenigstens angenehm.“ Er stand aus und entfernte sich, um in eine entfernte Ecke des Palastgebäudes zu pinkeln. „Ich hoffe, dass er keine Dummheiten macht“, seufzte die Magierin.

    Während Lord Ulfric sich aus der misslichen Lage des Dorfes gerettet sah und mehr und mehr dem heiteren Feiern, dem Lachen und dem Singen zusprach gesellte sich Ser Peredur zu Artur und zu Nimue. Er hatte mitbekommen, dass die Rothaarige die treibende Kraft hinter der Unterstützung des Dorfes war. „Ihr seid eine Magierin, oder?“, wandte sich der ältere Ritter an sie. Nimue nickte. Viele normale Bürger des Königreichs begegneten den Magiern mit einer Mischung aus Furcht und Skepsis gemischt mit Aberglaube. Sie glaubten, dass Magier die Milch sauer und das Vieh krank werden ließen und dass sie ihre Widersacher in Kröten verwandelten und dann in einen Kochtopf warfen. Derlei Vorgehen war Nimue gänzlich fremd. Ritter wiederum betrachteten die Magie nicht selten als Affront gegen den Erbauer selbst und verachteten ihre Kampfmagie. In Peredurs Augen flackerte eben jener feindselige Argwohn der offenkundig mit dem Gefühl des Dankes focht. „Ich bin eine Magierin des Zirkels“, bestätigte Nimue. „Ich bin eine Heilerin“, fügte sie hinzu. Die Erfahrung hatte gezeigt, dass die Menschen auf diese Bezeichnung freundlicher reagierten. Auch in diesem Fall sollte die Erfahrung Recht behalten. „Das ist gut. Vernichtung haben wir genug in diesem Ort, aber auch genug Verletzte, um die es sich zu bemühen gilt“, sagte Peredur. „Ich danke Euch für Euren Einsatz, Lady…“ „Seren.“ Peredur nickte. „Dank auch Euch, Ser van Markham.“ Er straffte sich. „Die Ehre gebietet es mir, ehrlich zu sein: Ich mag Kämpfer Eures Schlages nicht. Das Söldnertum ist opportunistisch und hat mit der Pflicht eines Ritters wenig gemein. Dennoch bin ich froh darüber, dass Ihr uns hier unterstützt und sei es nur wegen des Goldes.“ Ser Peredur füllte seinen mitgebrachten Tonbecher mit starkem Bier auf. Nimue rümpfte die Nase. Die Augen des Ritters waren wach, seine Nase aber hatte den typischen Rotton eines dem Alkohol zugetanen Mannes. „Wenn Ihr Zeit findet, Lady, so schaut bitte nach unseren Verwundeten und Kranken.“ „Bringt mich im Morgengrauen zu Ihnen, dann schaue ich, was ich tun kann“, stimmte Nimue zu. „Habt Dank.“ Es vergingen ein paar Momente, in denen nur das Geräusch der Feiernden zu hören war, während Peredur mehrfach seinen Becher zum Munde führte. „Wir sind nicht völlig schutzlos hier und unsere Lage nicht so verzweifelt, wie der junge Lord sie dargestellt hat“, sagte Peredur plötzlich. Scheinbar hatte ihn der Gedanke in den vergangenen Minuten bewegt. „Wir haben tapfere Herzen hier, ein paar alte und ein paar junge Kämpfer. Unsere Holzfäller können gut mit der Axt umgehen und unsere Jäger sind geschickte Bogenschützen. Außerdem seid ihr nicht die einzigen Reisenden, die uns helfen. Eine fremdländische Elfe zum Beispiel ist geschickt im Umgang mit Fallen aller Art und eine fereldische Kriegerin führt ihr Schwert so geschickt wie grausam. Ich plane eben diese erfahrenen Krieger, die Ihr nun unterstützt, in Kampfeinheiten zu unterteilen.“ Er nickte, seinen eigenen Plan bestätigend. „Als Ritter habt Ihr eine natürliche Autorität und schon die Geschichten über die schwarze Rüstung werden den Männern Hoffnung auf ein Überleben geben.“ Erwartungsvoll sah er Artur an. Vielleicht, so dachte Nimue, erwartete er Widerspruch.


    [Bild: Artur_mal_ohne_Helm_mini.jpg]

    Auf einmal kam eine gewisse Feierstimmung auf, auf jeden Fall wenn man den jungen Lord als Stimmungsbarometer nehmen wollte. Morgana hätte in besserer Verfassung gewiss ein paar Kommentare für Artur gehabt, jetzt jedoch war sie damit beschäftigt ihren Kopf nicht auf den Tisch abzulegen. Stattdessen ruhte ihre rechte Wange auf ihrer flachen Hand, während diese dabei immer ein Stück verrutschte und ihr dann kurz kleine rote Knautschflecken verpasste. Die Hexe korrigierte diese Position immer dann wenn es ihr auffiel, während ihre freie Hand um den Kelch mit dem guten Wein geklammert war. Aus diesem nahm sie ab und zu einen Schluck, während ihr älterer Sitznachbar ihr ein paar seiner Kriegsgeschichten zum Besten gab. Morgana quittierte die Erzählung seiner Heldentaten sporadisch mit einem wohlmeinenden Nicken oder einem müden Lächeln. Mehr Aufmerksamkeit schien der alte Haudegen auch nicht zu benötigen, unterbrach er seine Erzählung nur selten. Wenn er dies tat, dann offensichtlich nur um ein winziges Stück näher an die Schwarzhaarige heranzurücken, oder ihren scheinbar nicht leerer werdenden Kelch nachzufüllen.

    Mealla beobachtete kurz skeptisch wie Haesten sich in einer Ecke erleichterte, bevor sie nachdenklich ihren eigenen Weinkelch schwenkte. Es wunderte sie das der Seemann nicht abreiste, trotz seiner gegenteiligen Aussagen. Eine Art Ehrenkonflikt, oder Angst davor alleine weiterzureisen. Vielleicht beschloß er auch nur den Abend zu genießen und dann am frühen Morgen abzureisen. Die Elfe könnte es ihm nicht verübeln, wäre auch bei ihr wohl der erste Gedanke gewesen. Sie war keine Söldnerin, im klassischen Sinne. Nicht dafür da auf dem Wall Wehr zu stehen. Behutsam setzte sie den Kelch an ihre Lippen, ließ den Rebensaft ihre Kehle hinabgleiten. Klackend stellte sie das Gefäß wieder ab.
    Letztendlich war es egal. Sie war verletzt, fast pleite und in einem fremden Land. Und die einzigen Gründe warum sie überhaupt noch lebte standen gerade in der Halle und unterhielten sich mit dem älteren Ritter. Es gab keine Entscheidung für Mealla. Nur die Hoffnung. Hoffnung auf schnelle Genesung, ihrem Waffenarm und das es der Erbauer zur Abwechslung mal wieder gut mit ihr meinen würde.

    Holzfäller. Jäger. Das was Artur an "Kämpfern" erwartet hatte. Auf offenem Felde praktisch nutzlos, aber hier wo es um die Verteidigung von Heim und Hof ging. Standen die Chancen besser, ein besetzter Wall war immer besser als ein unbesetzter.
    "Nun ich schätze Ehrlichkeit und ich werde sie euch gerne vergelten.", erwiderte Artur freundlich. "Früher habe ich selbst so gedacht wie ihr und wenn ich ein Ritter mit Lehen wäre würde ich wohl wieder so denken.", fügte er lächelnd an.
    "Sicher, ich werde euch unterstützen, wie von euch angedacht. In dem Sinne wie ich der Verteidigung am nützlichsten sein kann.", erklärte Artur selbstbewusst. Gleichzeitig ließ er durchscheinen das er über seine Nützlichkeit letztendlich selbst entscheiden würde. "Was eure Leute aus meiner Anwesenheit ziehen, liegt nicht komplett in meiner Hand. Doch habe ich in der Vergangenheit schon Männer in die Schlacht geführt.", merkte der Ritter souverän an.
    "Offensichtlich habt ihr in eurem Ort viel Glück mit Reisenden. Oder liegt es an dem einnehmenden Wesen eures Lords? Wo sind diese anderen Reisenden von denen ihr sprecht? Hat Lord Ulfric es nicht für nötig gehalten sie zu dieser Feier einzuladen? Oder haben sie sich schon für eure Sache in den Kampf gestürzt?", erkundigte sich Artur höflich. Der Ritter war neugierig was dieser Ort außer Waldarbeitern und alten Kämpen aufzubieten hatte.
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    [Bild: Aril_Ava.png]


    Auf seinen Fehler hin musste der Kommandant laut lachen. »Ha!« »Ha!« »Ha!«. »Sage ich es doch. Diese elfischen Namen. Ja. Gwess, so hat sie die Stute aus den Beständen des Militärs gerufen.«
    Aril nickte kurz angebunden.
    Und wie es angefangen hatte, so plötzlich hörte es wieder auf. Er wurde wieder bitter ernst und musterte Aril kritisch.
    »In Ferelden hängt man den, der den Truppen ein Pferd stiehlt. Und so würde ich das Brandzeichen auf der braunen Stute auch einschätzen. Das Tier gehört dem Militär.«

    Aril verstand die Drohung, aber sparte sich wieder zu erklären, wie sie zu Gwess gekommen waren. Das hatte sie nun schon oft genug erklärt.

    »Wer zu den Truppen gehört, kann auch deren Pferde reiten.« Er begann wieder mit dem Stift zu spielen und meinte eher nebensächlich: »Ich kann einem meiner Soldaten und das wäre Glandis dann auch den Befehl erteilen euch nach Hause zu bringen. Mylady, wenn ihr nach dem Gelöbnis noch da seid, könnte das also geschehen. Aber ihr werdet selber wissen, was ihr tun möchtet.«

    Die letzten beiden Sätze sagte er so kalt und hart, dass es keinen Zweifel daran gab, wie gleichgültig ihm das Schicksal der beiden Damen war.

    Die Adlige wägte schnell ihre Optionen ab. Entweder sie verschwand so schnell es ging, oder sie bleib und bezeugte Glandis' Eid, mit der Gefahr, dass Nerwa ihr hinterher einen ganz anderen Befehl gab. Falls er nicht ein Exempel an ihr statuieren würde.
    Der kurze Dialog zwischen Nerwa und Shields bestätigte Arils Befürchtungen:
    »Tom Shields du warst ja auch ein hiesiger Bauer und hast geschworen.« »Ja, habe ich … Es wäre sonst der Galgen gewesen.«

    Aril verspürte ein wenig Mitleid mit ihm. Eine Wahl hatte er zwar gehabt, aber mit zwei sehr ungleichwertigen Optionen.

    »Richtig. Für einen Bauern macht er seine Sache gut. Doch Glandis, die hier mehrere Stunden im Schatten gestanden hat, wird für den Posten hier ein enorme Verstärkung darstellen. Denn die Gefahr, die um uns herum zunimmt, die habt ihr Mylady ja treffend beschrieben. Also entscheidet ob ihr abreist oder zusehen wollt, wie hier ein Eid auf die Truppen geschworen wird.«

    Aus irgendeinem Grund schöpfte Aril bei diesen Worten Mut. Glandis war stark und erfahren. Nerwa wäre ein Narr, wenn er Aril ziehen ließ und dabei ihre Gefährte exekutieren wollte. Er konnte mit einem Ärger rechnen, sobald Aril in die Heimat zurückgekehrt war.
    Und sie konnte sie einfach nicht zurücklassen. Sie hatten so viel gemeinsam durchgestanden, das hier war nicht das Ende.

    "Ich werde zusehen. Und danach euch bitten, mir Glandis zuzuteilen auf meinem weiteren Weg." sagte Aril entschlossen.

    Sie sah sich auf dem Platz um. Aus irgendeinem Grund hatte sie den Galgen in der Mitte noch nie wahrgenommen....
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    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • Weggang und Ankunft

    [Bild: VR_Begl_a.png] „ Ich werde zusehen. Und danach euch bitten, mir Glandis zuzuteilen auf meinem weiteren Weg“, hörte Drusus Nerva die Frau sagen, die eben ein Frühstück bei ihm bekommen hatte. Er antwortete nicht. Der Kommandant dieses hier kleinen Postens der Fereldischen Truppen sagte auch nichts, als sich Aril ihre Sachen nahm. Er sah zu, wie sie ihre Rüstung anzog. Es war eine sehr gut gefertigte, verbesserte Lederrüstung. Ebenso griff sie sich ohne die Spur eines Wartens oder Zögerns die beiden Schwerter. Das Kurzschwert zuerst und dann folgte das Langschwert. Dann war sie weg. Beim Gehen hatte Tom Shield kurz zu ihm gesehen. Ein kurzes Nicken seinerseits hatte gereicht und sein Soldat hatte die Tür freigegeben.

    Der Kommandant überlegte kurz, ob er einen Fehler begangen hatte. Er kam zu dem Ergebnis »Nein!« Doch sicher war er sich nicht, ob er nicht doch zwei Spione vor sich hatte. Für ihn war die Elfe die Gerissenere von den beiden. Denn wer so lange im Schatten stehen konnte, zwei Dolche zu seinen Waffen zählte, der kämpfte aus dem Hinterhalt. Schnell, effektiv, gnadenlos. Für ihn war sie der Kopf. Er würde es ja sehen ob sie schwören würde. Eine bessere Probe gab es für ihn nicht. Ob er sie anschließend tatsächlich mit Aril gehen lassen würde, das, ja das war noch nicht geschrieben …




    [Bild: VR_Gladis_1.png] Glandis fuhr mit der Hand durch ihr rosenblondes Haar. Ein Blick auf ihr Zeitmessprovisorium zeigte ihr, dass es ein wenig Zeit gab, bis zu der Stunde, wo sie sich entscheiden musste. Sie erhob sich, um doch zu den Pferden zu gehen. Tiere sind für kleine Gesten sehr dankbar. Sie brauchte jetzt einfach die Nähe von jemanden, wo sie sich wohlfühlen konnte. Bei der Frage, was denn nun mit Aril sei, sah sie sie. Die Dalish musste sich die Augen reiben. Aril stand voll unter Waffen mit ihrer Rüstung bekleidet auf dem Hof. Sie staunte nicht schlecht und lief rasch zu ihr.

    Der Weg war kurz. So konnte sie nicht außer Atem kommen. Vor ihr stehend musste sie Aril einfach umarmen. Zu viel war geschehen. Die Lederrüstung fühlte sich kalt an und ein Schauern ging durch den Körper der Dalish.

    Sie schaute ihr ins Angesicht, als sie fragte: »Wie geht es Dir? Und wieso hast du deine Waffen wieder?«

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    [Bild: Aril_Ava.png] Aril kam ohne weitere Schwierigkeiten und ohne von Shields gehindert zu werden aus der Kommandantenhütte heraus.
    Bis zuletzt hatte sie damit gerechnet, dass Nerwa seine Meinung änderte, dass er ihre Dreistigkeit zu aufmüpfig fand - es gab sicherleich genügend Dinge, die ihn hatten misstrauisch werden lassen.
    Doch anstelle der Erleichterung stellte sich nur ein weiteres Spannungsgefühl bei ihr ein. Sie hatte den Klauen von Nerwa nun entkommen können, war frei davonzureiten, so sie das wollte, aber was war nun mit Glandis?
    Sie sollte vereidigt werden, ein wahrer Soldat Fereldens.
    Die Adlige hatte schon einige Vereidigungen miterlebt, aber alle innerhalb ihres Bannorns und von jungen ausgebildeten Kriegern, die das Erwachsenenalter erreicht hatten und nun offiziell zum Soldat gemacht wurden.
    Es war - wenn man das Training gt absolvierte - im Prinzip eine Formsache, denn Soldaten wurden immer gebraucht.
    Zu oft fanden Kabbeleien zwischen Teyrnairs statt, die Soldaten benötigten, und wenn dann noch eine Verderbnis mit Dunkler Brut aufwartete konnte man nie genug Männer haben.

    Aril hatte nur eine kurze Strecke zurückgelegt, da lief ihr schon Glandis entgegen und schloss sie in die Arme. Die Überraschung auf dem Gesicht der Elfe war eindeutig, auch ohne ihre Frage: »Wie geht es Dir? Und wieso hast du deine Waffen wieder?«

    Die junge Frau lächelte freudlos und legte die Hand auf Glandis' Arm. "Er glaubt uns. Zumindest Teile unserer Geschichte. Ich vermute, bei dir ist er sich nicht sicher. Du sollst zum Soldaten vereidigt werden."
    Nun konnte Aril die Erleichtreung und Freude der Wendung der Ereignisse doch spüren und fuhr ein gutes Stück fröhlicher fort: "Und da er mir freies Geleit gewährt hat, kannst du dann als Soldatin mit mir kommen. Das heißt - wenn er den Befehl dazu gibt."

    Sie spürte, dass die Dalish mit der bevorstehenden Vereidigung noch nicht viel anfangen konnte und unsicher war.
    Ungefragt erklärte Aril ihr den Ablauf in einigen Sätzen. Sie würde einige Sätze nachsprechen und nach diesen Regeln leben müssen, einen Treueid zu diesem Teyrnair ablegen und dessen Gesetze befolgen.
    "Ich glaube, er will dich prüfen. Wenn du den Eid ablehnst, dann bist du zu gefährlich für ihn. Aber wenn du ihn annimmst, dann hat er dich auf seiner Seite und wir können hoffentlich ganz korrekt von hier abreisen."

    Aril suchte den Blick der Dalish und fragte, was ihr am meisten Sorgen bereitete: "Was meinst du? Willst du es tun?"
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    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • Gedankenwirrwarr

    [Bild: VR_Gladis_1.png] Sie hatte tatsächlich Aril wiedergefunden. Und sie hatte ihre Begleiterin gefragt: »Wie geht es Dir? Und wieso hast du deine Waffen wieder?« Denn es war für die Dalish schon erstaunlich sie so in vollständiger Rüstung und mit alle ihren Waffen zu sehen. Sie hingegen trug ihr Leinenhemd und eine lederne Hose mit Stiefeln. Die Rüstung, ihre Rüstung aus Dragoleder, die sie aus der Truhe ihres Vaters hatte, die lag beim Kommandanten.

    Aber was bekam sie zu hören? „Er glaubt uns. Zumindest Teile unserer Geschichte. Ich vermute, bei dir ist er sich nicht sicher. Du sollst zum Soldaten vereidigt werden.“ Sie schaute Aril in die Augen und wusste nicht, was sie sagen, besser fragen sollte. Sie war vor geraumer Zeit gegangen. Noch vor dem Frühstück. Und jetzt wo sie wieder da war, erklärte sie ihr irgendwelche Dinge. Glandis kam sich vor, als wenn einer von der Mannschaft vor ihr stehen würde. Doch sie verkniff sich direkt zu fragen. Denn es konnte ja auch ein schreckliches Verhör stattgefunden haben. So eins in der Art, wie sie gestern aus dem Schatten heraus mitverfolgen konnte. Drusus Nerva hatte seine Prinzipien. Und wenn Aril jetzt behauptete, er glaube ihnen, hätte man auch lachen können. Das würde er nie und nimmer tun. Ihnen glauben. Warum sollte er das? Die einfachste Variante, wäre doch für ihn ein Zeitvertreib. Er hatte hier in diesem winzigen Flecken die Macht, er hatte das Sagen. Seit Tagen war nichts passiert. Da tauchen zwei Frauen auf. Die vorgeben nach Ostagar zu wollen. Das war sicherlich für ihn interessant und eine willkommene Abwechslung. Und wenn sie richtig darüber nachdachte, hatte er ja immer nur mit Aril gesprochen nicht mit ihr selbst. Demnach konnte die Zusage, sie gehen zu lassen, auch nur für …

    Weiter kam sie nicht in ihren Gedanken. Denn Aril sagte zu ihr: „Und da er mir freies Geleit gewährt hat, kannst du dann als Soldatin mit mir kommen. Das heißt - wenn er den Befehl dazu gibt."“ Sie nickte nur. Aril sagte das, was erstaunlicherweise gerade ihre Gedanken gewesen waren. Aber sie sagte nichts dazu, ob sie nun etwas zu essen bekommen hatte. Sie sagte auch nichts, wie es ihr ergangen war. Aber sie hatte indirekt erklärt, warum sie ihre Ausrüstung nebst Waffen wiederhatte.

    Danach begann eine der schon mehrfach erlebten Vorträge über den Sinn von Schwüren, des Ablaufes bei einem Eid und zur Bedeutung bis zum Befolgen von Gesetzen. Wiederum glaubte die Dalish eine aus dem hiesigen Kommando vor sich zu haben. Woher wollte Aril wissen, ob sie das nun interessierte. Dann hörte Glandis ihre Nachbarin sagen: „Ich glaube, er will dich prüfen. Wenn du den Eid ablehnst, dann bist du zu gefährlich für ihn. Aber wenn du ihn annimmst, dann hat er dich auf seiner Seite und wir können hoffentlich ganz korrekt von hier abreisen.“ Glandis riss die Augen auf. Die Tatsache, dass sie überhaupt keine Wahl hatte, den Schwur auf die Truppen abzulehnen und welche Konsequenzen ein Ausschlagen haben würde, dass war ihr so nicht bewusst gewesen. Weiterhin sagte sie sich, dass es wohl doch ein schweres Verhör für Aril gewesen sein musste. Wie konnte sie nur auf die Idee kommen, dass Glandis gehen konnte? Es war doch besser jetzt zu fliehen ohne Eid. Nachher würden sie bei gleichen Dingen ja per Steckbrief gesucht werden können. Sie wäre dann eine Fahnenflüchtige. Aber sie kam nicht zu ende mit ihren Gedanken. Denn Aril fragte sie: „Was meinst du? Willst du es tun?“

    Glandis schaute sie an und überlegte zum ersten Mal, ob sie wirklich das sagen sollte, was sie dachte. Ein merkwürdiges Gefühl machte sich bei ihr vom Bauche aus auf den Weg. So sagte sie eher ruhig: »Aril, hast du überhaupt schon etwas gegessen?« Und nach einer Pause, die sich nahm für einen raschen, aber guten Einfall fuhr sie fort: »Ich sollte schon meine Sachen, meine Rüstung anhaben, wenn ich schwören soll. So hier im Hemd, ist das angemessen?«

    Den anderen Gedanken, ob ihr Vater, also George Nuemb immerhin vom mittleren Adel, sie nicht aus dem Schwur eines einfachen Kommandanten entlassen könnte, diesen Gedanken behielt sie vorerst für sich.

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    Nicashisha Shenanigans  Moku's Avatar
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    Faren | Baum

    Was bisher geschah: Tia - Grazile Untotenmeuchelmörderin

    [Bild: kOhI9ET9IVJdhEfaren.png]Ein wenig beeindruckt, beobachtete Faren durch gläserne Augen wie die Elfe zum allen ersten Mal seitdem er sie kannte – zumindest soweit er sich erinnern konnte – ihr Schwert benutzte um zu kämpfen. Ein wenig kam Mutterstolz in ihm auf als ein Teil der verrotteten Restflüßigkeit der Leiche in sein Gesicht spritzte. Er musste zugeben, dass er tatsächlich schon ein wenig daran gezweifelt hatte, dass die Frau wusste, wofür das Schwert überhaupt gut war; dass sie es nur zur Abschreckung mit sich herum führte.
    Jetzt wusste er, dass sie zumindest damit treffen konnte.
    In einem nächsten Gedanken fragte er sich, ob der scheinbare Mutterstolz, den er empfand nicht in Wirklichkeit nur davon kam, dass er zuviel Zeit mit seiner Sklavin-zum-Verkauf verbrachte und sowas wie umgekehrtes Starkhaven-Syndrom oder Seheron-Syndrom oder wie das hieß entwickelte.
    Er hatte nicht allzu viel Zeit den Gedanken zu verfolgen, nicht dass er besonders viel Wert darauf legte, denn es begann an den Umhang zwischen seinen Fingern zuruckeln. Offensichtlich weil die Elfe der Meinung war, dass es endlich Zeit für einen Rückzug war.
    Sicherlich hatte sie damit nicht unrecht. Obwohl sie vermutlich sogar hinkend die schlürfende Meute abhängen konnten, sollten sie sich langsam auf den Weg machen. Sie würden einfach am Morgen wiederkommen, um das Lager zu plündern.
    Gerade als er sich am Umhang hochhangeln wollte, sprang die Elfe in einer Drehung hinter ihm. Irritiert folgte er mit den Augen ihre Bewegung, bemerkte wie sie das Bein hob – für einen kurzen Augenblick dachte er, dass sie ihn treten wollte. Er konnte sich kaum vorstellen, dass sie zu soetwas fähig war. Sklaven waren sicherlich darauf trainiert, ihren Meistern keinen Schafen zuzufügen. Dachte er zumindest, sonst würden seiner Meinung nach deutlich mehr Sklaven Amok laufen.
    Tatsächlich hatte sie den Fuß aber nur gehoben, um einen Untoten zu treten, der just in diesem Moment an Farens Körper hochkletterte und den Faren trotz des Gestankes nicht bemerkt hatte. Lag vermutlich daran, dass noch immer sein Erbrochenes und faulige Fleischstücke vor ihm auf den Boden lagen. Der Fuß der Elfe fuhr auf den Kopf des Untoten nieder und trat mehrmals nach. Offensichtlich konnte sie mit ihrem Schwert auch besser Zielen als mit ihrem Fuß, da sie hin und wieder Farens Hintern erwischte, was er wohl oder übel hinnehmen musste. Sie versuchte ihn schließlich zu retten. Auf ihre wie erwartet unbeholfenen Art.
    Nach einigen Tritten zerplatzte dann der Schädel und der Untote blieb reglos liegen. Noch mehr Gülle benetzte nun ihre Klamotten.
    Faren resignierte.
    Er war sich sicher, dass er nach dieser Sache nicht mehr um ein Bad herumkommen würde.
    „Das war ja mal hilfreich, Elfe,“ entfuhr es ihm, statt eines ‚Dankes‘, das jedes Wesen bei gesundem Menschenverstand herausgebracht hätte.
    Faren besaß keinen gesunden Menschenverstand.
    Er war froh, dass er sowas wie Straßenschläue sein eigenen nennen konnte.
    Langsam in der Verfassung sich aufzurichten, schob er die nun hoffentlich tote untote Leiche von seinem Körper, versuchte nicht einmal irgendwelche Hautfetzen von seiner Kleidung zu streichen. Etwas taumelnd stand er auf, noch immer ein wenig benommen von der Bombe.
    „Nun denn, Weib, steh‘ hier nicht so rum, wir müssen weiter,“ befahl er in einem netten Tonfall, drehte sich in irgendeine Richtung, die von den Untoten wegführte und setzte sich langsam in Bewegung.
    Hinter sich hörte er ein Schlürfen.
    Er hoffte es war die Elfe und nicht irgendeine neue Überraschung.


    Vitus | Alle guten Dinge

    Was bisher geschah: Jo - Lustmolch in Spé

    [Bild: 8fpNsU0vitus.png]Vitus wusste nicht, was passierte.
    Die gesamte Situation war so lächerlich.
    Er wusste nicht einmal wie er auf die Frage des Hauptmannes reagieren sollte. Nicht dass er tatsächliche eine Möglichkeit hatte darauf überhaupt zu reagieren, hatte Jo die Situation schließlich sofort ansich gerissen.
    In einem Moment war er im ‚schützenden‘ Arm des Ritters, im nächsten in Jos. Und als wäre das nicht schlimm genug, musste der Grünschnabel auch noch das Maul noch weiter aufreißen.
    Es war alles so absurd.
    Und unerträglich.
    Wann hatte er sich das letzte Mal so gedemütigt gefühlt?
    Noch vor seiner Templerausbildung, das war klar.
    Jo hatte die unglaubliche Fähigkeit all die Hebel zu betätigen, die sein Blut in Wallungen brachte, und das nicht im positiven Sinne. Er hatte es geschafft als sie sich zum ersten Mal in der Bar trafen, als sie sich danach im Wald trafen und selbst als sie gemeinsam unterwegs waren.
    Der gleiche irrationale Verdruß, den er bei den Gedanken an seinen Schwestern spürte.
    Vielleicht projezierte er, vielleicht brauchte er nur ein Ablassventil, vielleicht war Jo auch einfach zu weit gegangen.
    Noch bevor der Hauptmann mit seinem Schwert auf die Pöbelleien des Jungspundes reagieren konnte, packte Vitus Jo an seinen Schultern und schleuderte ihn mit voller Wucht nach hinten.
    Jo schien von seinem plötzlichen Ausbruch überrascht und stolperte zurück.
    „Ist das dein Ernst?“ knurrte er erbost, stieß den anderen erneut an der Schulter, nicht nur, um etwas Abstand zu dem Schwert des Hauptmannes zu gewinnen, sondern einfach weil er eine gewisse Genugtuung aus der Pöbelei gewann. Ein Relikt seiner Raufzeit. Eine Zeit, die er in diesem Moment mehr unbewusst heraufbeschwörte.
    „Wer hier wohl keine Manieren gelernt hat,“ sprach er erbost weiter.
    Mit einem festen Griff packte er den noch mit seinem Gleichgewicht kämpfenden Jo am linken Oberarm und schleuderte ihn herum, sodass er mit dem Rücken zu ihnen stand. Die Fäuste in den roten Stoff geballt, hob der Ex-Templerkommandant den Surcot hoch und tat das, was der Depp – und seine Schwestern damals – verdient hatte.
    Er trat ihn mit voller Wucht in den Hintern.
    Das war auch schon alles, was es brauchte um die Wut, die ihn temporär den Verstand vernebelt hatte, verpuffen zu lassen.
    Das – und die Tatsache, dass Jo gegen das Gelände des bodentiefen Fensters stieß und einen Augenblick später irgendwie verschwunden war.
    Im Nachhinein dachte Vitus, dass er eventuell etwas überreagiert hatte. Fragezeichen?
    So im Nachhinein, so überlegte Vitus, war Jos unmanierliches Verhalten einfach nur sein Versuch gewesen, ihn von dem Hauptmann wegzubekommen? Vielleicht? Fragezeichen Fragezeichen.
    „Lady Vitalina?“
    Vitus ignorierte den anderen Mann.
    Mit forcierter Ruhe ließ er den Surcot wieder fallen, versuchte das Geschehen vor seinem inneren Auge Revue passieren zu lassen, denn nein, es konnte nicht sein, dass er Jo aus Erbauer-wusste welchem Stockwerk aus dem Fenster gestoßen hatte.
    Vitus strich die Falten auf dem Unterrock glatt und starrte dann einen Moment fasziniert auf einen unleidigen Fleck an einem seiner Ärmel, bevor er letztendlich jegliches Gehabe fallen ließ und mit wenigen, schnellen Schritten den Abstand zum Gelände überbrückte und innerlich soetwas wie betend den Kopfnach draußen streckte.
    Er wurde umgehend von Jos farbenfrohen Gefluche begrüßt.
    Natürlich hatte der Templerrekrut mehr Glück als Verstand – was sicherlich kein Maßstab war.
    Vitus entließ den Atem, von dem er nicht einmal bemerkt hatte, dass er ihn gehalten hatte, bevor er realisierte, dass es da eventuell noch ein anderes Problem gab, das bewaffnet genau hinter ihm stand.
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  9. #349 Reply With Quote
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    vorheriger Post: Eid oder Verrat ~ Antwort von: Aril

    [Bild: Aril_Ava.png]
    Aril konnte an Glandis' Blick erkennen, dass etwas nicht stimmte. Die Elfin hütete sich, es direkt anzusprechen, aber die ganze Zeit über fühlte sie ein Misstrauen von ihrer Seite aus, so als ob sie nicht glauben könnte, was gerade passierte.

    „Und da er mir freies Geleit gewährt hat, kannst du dann als Soldatin mit mir kommen. Das heißt - wenn er den Befehl dazu gibt."“ Es folgte lediglich ein Nicken.
    Den Vortrag über Eide und Gesetze nahm sie hin. Irgendetwas an ihrer Haltung aber sagte Aril, dass Glandis sich ungefähr so gut verstanden fühlte, wie sie selbst sich vor ihrem Geschichtslehrer immer gefühlt hatte. Eine Leier nach der anderen und kein Bezug zur Gegenwart.

    Aril riss die Augen auf, als sie erkannte, dass sie sich für Glandis in den seltsamsten, langweiligsten Menschen der Welt verwandelt hatte.
    Sie war vor dem Frühstück abgeholt worden und sicher eine gute Weile weggewesen.
    Und nun stand sie in voller Rüstung vor ihr und erklärte ihr einen Eid, so als ob der notwendig für das Mittagessen wäre.

    Aber auch Glandis hatte Erstaunen in der Mimik, als Aril erklärte, was das Ablehnen des Schwures beudeuten konnte. Auf ihre Frage sagte sie:
    »Aril, hast du überhaupt schon etwas gegessen?« Aril nickte kurz und wartete, bis Gandis zu Ende gesprochen hatte.»Ich sollte schon meine Sachen, meine Rüstung anhaben, wenn ich schwören soll. So hier im Hemd, ist das angemessen?«

    Nun zog die Adlige eine Grimasse. "Nein, es ist kaum angemessen. Wir kümmern uns um deine Rüstung."
    Sie atmete einmal tief durch und nahm sich vor, Glandis deutlich zu zeigen, dass sie gemeinsam an der Lösung tüfteln würden.
    Aber dazu musste sie auch den Rest preisgeben. Auch ihre Angst, ihre Scham und ihr Risiko.
    "Ja, Glandis, ich habe gefrühstückt. Der Hauptmann hat mich dazu eingeladen. Und nachdem ich kein Gift feststellen konnte, habe ich angenommen."
    Sie drehte sich und maß mit verärgertem Blick die Hütte des Kommandanten.
    "Er hat so geredet wie immer. Ich komme mir manipuliert vor." Mit kurzen Sätzen, aber so präzise wie möglich fasste sie das Gespräch mit dem Kommandanten zusammen.
    Sie ließ nichts aus, auch nicht ihr zögern, ihre fast gelungene "Flucht" aus der Hütte und die Umentscheidung, doch das Risiko einzugehen.

    Sie blickte Glandis an und fragte sich, ob Verachtung auf dem Gesicht der Elfe stehen würde. Das alles verschaffte ihr soviel Unsicherheit, wie sie noch nie zuvor verspürt hatte.
    Sie fühlte sich klein und verloren und biss sich auf die Lippen, als sie leise sagte: "Weißt du Glandis, ich habe wieder Angst vor unseren Entscheidungen. Und wenn wir sie jetzt falsch fällen, dann rollen vielleicht doch noch unsere beiden Köpfe."
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  10. #350 Reply With Quote
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    vorheriger Post: Gedankenwirrwarr ~ Antwort von: Aril

    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • eine vertrackte Situation

    [Bild: VR_Gladis_1.png] Aril sagte auf ihre Frage Unterstützung zu: „Nein, es ist kaum angemessen. Wir kümmern uns um deine Rüstung.“

    Dann folgten Worte, Worte und nochmals Worte …

    Glandis hingehen schwirrten die Fragen durch den Kopf. Als erstes fragte sie sich, warum Aril „wir“ gesagt hatte. Es klang für sie, als wenn es mehrere Personen wären. Aber es war doch nur ihre Aril. Es klang so wie das Erklären des Schwurs. Dann erblickte die Dalish in ihren Gedanken Korporal Bernardo und sah sich vor ihm stehen. Aril war neben ihr. Sie beide baten ihrem vermutlich baldigen Vorgesetzten doch vor dem Schwur für eine angemessene Kleidung zu sorgen. Und hier begann bei der Dalish ein Kopfgewirr, welches sie überhaupt nicht mehr zuhören lies. Variante folgte auf Variante. Eine andere Abfolge, jagte die nächste. Eine war …

    Der Korporal ging zum Kommandanten und kam mit ihrer Ausrüstung zurück. Bis auf die Waffen. Die sollte sie erst nach dem Schwur erhalten. Eine andere war …

    Der Korporal ging zum Kommandanten und kam mit ihm zurück. Drusus Nerva begrüßte zuerst Aril mit einem Grinsen: »Ach noch da?« Dann sagte er zu Glandis: »Hör, du kannst den Eid schwören so wie du jetzt bist oder du heiratest des Seilers Tochter … so wie du jetzt bist«, dabei zeigte er auf die galgenähnliche Konstruktion, die in der Mitte des Hofes stand. Und im Gehen erklärte er noch: »Ich weiß nicht, was da eine Rüstung anders machen sollte!« Wenn es in dem Gedankenkarussell zu dieser diese Stelle kam, musste Glandis immer schlucken. Eine andere war …

    Der Korporal ging zum Kommandanten und kam zurück. Er sagte zu ihr …

    „Er hat so geredet wie immer. Ich komme mir manipuliert vor.“ Glandis schaute mit verträumten Augen auf Aril. Sie war zu ihr durchgekommen und sie fragte sich, was wohl da heut Morgen in dem Zimmer des Kommandanten abgelaufen war. Zumindest hatte sie jetzt eine Erklärung für das erst gehört „wir“. Um diese Gespenster im Kopf nicht wieder aufleben zu lassen, konzentrierte sich die Dalish nun auf ihre Begleiterin. Sie hörte, was dort zugetragen hatte. Es machte keine Freude. Und je länger das Gespräch dauerte, um so größer wurde die Frage: »Warum gehen wir nicht?« Dann sagte Aril: „Weißt du Glandis, ich habe wieder Angst vor unseren Entscheidungen. Und wenn wir sie jetzt falsch fällen, dann rollen vielleicht doch noch unsere beiden Köpfe.“

    Sie nickte nur. Sie konnte es nachvollziehenden und wusste nicht aus noch ein. Es war wirklich eine vertrackte Situation. Da kam ihr wie aus heiterem Himmel der eigentliche Grund in den Sinn, warum sie hier jetzt vor Aril stand. Und so fragte Glandis: »Eigentlich wollte ich zu unseren Pferden. Wollen wir nicht nach den Tieren sehen?«

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    [Bild: Aril_Ava.png]

    Aril bemerkte, dass Glandis während ihrer Erzählung geisitg woanders war. Es hinderte sie nicht daran fortzufahren, also tat sie es. Und tatsächlich, bei diesem Satz über Manipulation klärten sich die Augen der Dalish.

    Nach Arils Geständnis schwieg die Elfe, aber sie nickte. Der Adligen fiel ein Stein vom Herzen. Keine Belehrung, kein widerborstiges Verhalten, nicht einmal der Ansatz der Philosophie, dass sie entscheiden und damit leben sollte.
    Vielleicht, weil es hier an Glandis war zu entscheiden.
    Noch ehe die Braunhaarige ihren Gedanken zu Ende gedacht hatte, überraschte sie Glandis:

    »Eigentlich wollte ich zu unseren Pferden. Wollen wir nicht nach den Tieren sehen?«

    Sie dachte jetzt an die Pferde? An Gwess? Nachdem sie bereit gewesen war, die Tiere zurückzulassen?
    Nun, vielleicht nahm sie die Entscheidung wirklich nicht auf die leichte Schulter und wollte sich sicherheitshalber verabschieden.
    Das sollte ihr niemand nehmen.

    Nicht einmal eine Sekunde später schalt sich Aril sebst eine Närrin, da sie ihre Elfenfreundin in Gedanken schon am Galgen baumeln sah. Es gab keinen Grund das anzunehmen!

    Nun, außer...

    "Ja, sehen wir nach ihnen, aber vorsichtig. Die Soldaten werden uns sicher beobachten und darauf vorbereitet sein, dass wir fliehen wollen. Und das wollen wir doch nicht, oder?" fragte sie direkt.

    Sie war auf eine unangenehme Weise dankbar, dass nicht sie vor diese Wahl gestellt worden war, und Glandis tat ihr Leid. Dennoch, der Kommandant verstand keinen Spaß und ihn zu reizen, nachdem er einen für Glandis und Aril akzeptablen Vorschlag gemacht hatte - in dem beide noch am Leben waren - wäre es einfach dumm ihn zu reizen.
    "Und dann sollten wir deine Rüstung besorgen," sagte die Adlige und fügte sanft hinzu: "Du musst diese Entscheidung bald fällen."
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    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • Schatten und Nichts

    [Bild: VR_Gladis_1.png] „Ja, sehen wir nach ihnen, aber vorsichtig. Die Soldaten werden uns sicher beobachten und darauf vorbereitet sein, dass wir fliehen wollen. Und das wollen wir doch nicht, oder?“ Diese Satz reichte aus, um in der Dalish das gerade Erlebte wiederum wachzurütteln. Egal was sie machen würde, es blieb bei einer Situation, bei der sie nicht mehr frei entscheiden konnte. Selbst zu den Pferden gehen war so eine Situation. Das führte bei ihr zu einer Art Verkrampfung. Wenn einem jegliche Option genommen wird, kann man für das Äußerste bereit sein. Doch war Glandis das?

    Wie es so eher trödelnd in Richtung des Stalles ging, so ohne eigenen Antrieb, ohne Motivation, etwas ahnend, was geschehen könnte, erklärte Aril: „Und dann sollten wir deine Rüstung besorgen. Du musst diese Entscheidung bald fällen.“ Dabei spielte es keine Rolle mehr, dass ihre Begleiterin den Punkt zum Entscheiden mit aller Führsorge ausgesprochen hatte. Sie hörte auf zu Gehen, schaute sich um. Dann faste die Dalish mit beiden Händen Aril an und drehte sie zu sich um und war weg. Nur einen Bruchteil später war sie wieder sichtbar. Doch sie stand seitlich von der Adligen, tippte ihr auf die Schulter. Das tat sie wohlwissend welchen Schrecken sie Aril einjagen würde damit. Aber es ging nicht mehr anders. Ihr Innerstes, auch manchmal gut behütet, die Fähigkeit des Schattens, griff mehr und mehr um sich.

    Sie fragte Aril mit kalten Augen: »Warum sollte ich schwören? Und für wen?«

    Sie wartete auf keine Antwort. Denn sie sah nur die aufgerissenen Augen. Sie wusste, was sie angerichtet hatte. Es war schon ein Ding hier vor allen einfach so abzutauchen und auch wenn es nur zwei Schritte waren an anderer Stelle zu erscheinen. Es wirkte unheimlich. Glandis war sich dessen schon bewusst. Aber es war lange her, wo sie ihre Fähigkeit für diese Art genutzt hatte. Selbst beim Übern mit Aril in ihrem Lager am Flussbaum war es etwas anderes gewesen.

    Sie wiederholte ihre Frage: »Aril, warum sollte ich jetzt nicht gehen. Ich kann mir meine Sachen holen. Ich habe eher Sorge um dich.«

    Sie schaute sich um. Aber es schien keiner die beiden beobachtet zu haben. Denn niemand kam auf sie zu. Niemand wollte etwas von ihnen.

    Die Dalish entschloss sich jetzt doch dem ganzen Hin und Her, dem Zagen und Fragen ein Ende zu setzten. Sie würde Aril noch eine Frage stellen und sich dann entscheiden. Und so hörte sie sich selbst eher wie durch eine Wand reden. Aber sie wusste, diese Frage würde nicht nur alles auf den Kopf stellen. Das wäre zum Beispiel ihr geplantes Reiseziel. Aber es würden sich auch hier in dem kleinen Lager der Fereldischen Truppen die Dinge ändern. Und aus ihrer Sicht endgültig, ohne nochmals Abzuwägen. Der Pfeil war bereit den Bogen, getrieben von der Sehne, die mit aller Kraft bereits gespannt war, zu verlassen.

    »Aril, kann dein Vater mich von dem Schwur entbinden?«

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  13. #353 Reply With Quote
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    [Bild: Aril_Ava.png]
    Aril sah, wie die Elfe immer mehr verkrampfte. Ihre Worte taten ihr Übriges und sie fürchtete schon, Glandis würde einfach den Kopf verlieren und davonlaufen. Mitten über den Platz. Eine leichte Schießübung für jeden Bogenschützen.
    Sie bleib stehen, als sie merkte, dass Glandis ebenfalls stand. Mit beiden Händen berührte die Elfe sie und löste sich in Luft auf.
    Aril schnappte nach Luft. Da tippte ihr etwas von hinten auf die Schulter. Ruckartig und einen Aufschrei gerade noch unterdrückend fuhr sie herum.
    Sie konnte nichts erkennen, aber Glandis musste in den Schatten sein, anders konnte es nicht sein.
    Sie meinte ein leichtes Luftflimmern zu erkennen und versuchte die Größe abzuschätzen, um zumindest etwa in Glandis' Gesicht zu schauen.
    »Warum sollte ich schwören? Und für wen?«

    Aril murmelte gepresst: "Du bist verrückt, weißt du das? Wenn das jemand sieht....!" Sie konnte ein winziges Grinsen ob dieser absurden Situation nicht unterdrücken... Selbst wenn alles ganz klar war, dann kam doch noch etwas Überraschendes.

    Glandis wiederholte nur ihre Frage:»Aril, warum sollte ich jetzt nicht gehen. Ich kann mir meine Sachen holen. Ich habe eher Sorge um dich.«
    Die Adlige stierte immer noch Löcher in die Luft. Sorgen um sie? Ihr wurde eben freies Geleit gewährt, sie hätte gehen können -ganz ohne Schatten!
    Aber das sagte sie nicht. Nicht nur, weil diese Selbstgespräche auffallen könnten, sondern weil ihr nichts dazu einfiel.
    Sie hatte ihre Lösung vorgeschlagen. Sie hatte sich für den Weg zu zweit ausgesprochen.
    Es war offensichtlich, dass Glandis diesem Weg nicht traute. Wahrscheinlich nicht einmal wegen Aril, sondern weil sie die Entscheidung des Kommandanten nicht abschätzen konnte. Aril musste zugeben, dass es für eine Elfe auch ein wenig naiv gewesen wäre bedenkenlos jeden Schwur zu schwören, der gerade verlangt wurde. Misstrauen war hier angebracht, auch wenn es den Weg verkomplizierte.

    Das alles bestätigte die Elfe mit einer Frage:
    »Aril, kann dein Vater mich von dem Schwur entbinden?«

    So es möglich war riss Aril die Augen noch weiter auf.
    Ihr Vater war George Nuemb, Bann eines Bannorns in Highever. Seine Macht in seinem Bannorn war unangefochten - aber über sich war ja noch der Arling der westlichen Hügel. Und dann kam das Teyrnair Gwaren.
    Aber in seinem Bannorn konnte ihr Vater selbst herrschen. Wenn jemand seine Urteile in Frage stellte, dann käme das vor den Arl.
    So gesehen - wer würde sich für die Aufhebung des Schwurs einer Elfe den Aufwand machen?
    Ja, das kann er, antwortete Aril und hoffte, dass sie nicht falsch lag. Letztlich war es ihr Vater, mit ihm konnte sie immer reden!
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    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • Eine Möglichkeit ohne Chance

    [Bild: VR_Gladis_1.png] Sie hatte ihre Begleiterin, die sie auf dem Schlachtfeld vor dem Flüchtlingslager gefunden und gerettet hatte und deren gemeinsamer Weg sie jetzt nach Ostagar führen sollte gefragt:

    »Aril, kann dein Vater mich von dem Schwur entbinden?«

    und sie hatte geantwortet: „Ja, das kann er“

    Aber mehr hatte Aril Nuemb nicht gesagt. Also nichts dazu, dass sie für Glandis ihren Weg, den Bruder, der Befehlshaber bei den Fereldischen Truppen war zu suchen, dafür aufgeben würde. Zumal Nien Nuemb, so wurde ihr Bruder gerufen, zugleich der Vorgesetzte des hiesigen Kommandanten war. Doch wenn die Dalish aus dem Schwur entbunden werden und sie tatsächlich in dem Bannorn in Highever ankommen sollten, dann würde doch zuerst Aril im Fokus stehen. Denn sie war dort ausgerissen. Sie hatte gegen den Rat oder sogar gegen Weisungen ihrer Eltern das Anwesen verlassen. Sicher Eltern sind Eltern und werden ein Kind immer willkommen heißen. Doch das bedeute ja noch lange nicht, dass sie auch das Handeln in Ordnung finden. Es konnte also gut sein, dass die Dalish vor dem Betreten der Liegenschaft abgewiesen, Aril ihrem Vater vorgeführt und mit einer deftigen Strafe belegt würde. Was aus der Sicht der hiesigen Sitten und Gebräuche durchaus als normal einzustufen wäre. Konnte sie dann noch für Glandis reden? Ein gutes Wort einlegen für eine komplizierte Sache? Nämlich diese Person von dem Eid der Truppen zu entbinden? Würde jemand diese Sache nachvollziehen können, wenn sie überhaupt vorgetragen werden könnte?

    Glandis erkannte, sie musste die Sache mit sich selbst klären. Denn dieses jetzt erfahrene „Ja, das kann er“ brachte zweifellos die ihre Frage mit sich, das Reiseziel von Ostagar nach Highever abzuändern. Doch das würde ja alles auf den Kopf stellen, warum Aril unterwegs war. Die Dalish wollte ihre Freundschaft, und so wollte sie die Beziehung zwischen ihr und Aril schon einschätzen, nicht so ausnutzen. Denn Aril war ja auch vor ihrem Zusammentreffen allein auf der Suche nach ihrem Bruder Nien gewesen. Es war zu einfach. Und sie ärgerte sich ein wenig, die Frage überhaupt gestellt zu haben.

    So beschloss sie jetzt nicht auf die Antwort zu reagieren. Sondern das zu tun, was sie ursprünglich vorgehabt hatte: Zu den Pferden zu gehen. Sie hakte Aril unter und nahm sie mit. Auf dem Weg zu der Behausung, bei der die Pferde untergestellt waren, erzählte sie, dass sie schon am heutigen Tage einmal dort gewesen war. Auch davon, wie sie mit dem Posten geredet hatte. Aber sie sagte auch etwas dazu, dass sie aus den Tonnen Äpfel genommen und dafür auch die Erlaubnis hatte. So sagte sie dann auch, als sie in dem Stall waren und mit einem Schnauben der beiden Tiere begrüßt wurden: »Schau Aril, hier habe ich die Äpfel her. Sind noch ein paar ganz gute dabei …«

    Wie sie das sagte, schob sie den hölzernen Deckel zur Seite und griff sich einen grünen Apfel, der noch ohne Druckstellen war. Wie auch in den Stunden zuvor lümmelte der Posten an der Wand und würdigte die Ankommenden keines Blickes. Sie nahm den Apfel heraus und fragte ihre Begleiterin: »Na, willst du auch einen für deinen Schwarzen nehmen?«

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    vorheriger Post: Politik ~ Antwort von: Glandis


    [Bild: Aril_Ava.png]

    Aril erwartete gespannt die Reaktion von Glandis. Würde sie vorschlagen, nach Highever zu reisen, zu Arils Vater an den Hof?
    Was könnte Aril darauf sagen? Damit würde sie ihre gesamten Pläne Nien zu finden endgültig über den Haufen werfen. War sie dazu bereit?

    Ihre Gedanken rasten. Ein "Wenn" gesellte sich zum nächsten "falls" und "dann".
    Was, wenn... ihre Mutter sie direkt in ihr Zimmer sperren ließ?
    Was, wenn... sie nicht angehört würde?
    Was, wenn sie angehört würde und ihr Vater entschied, Glandis nicht zu entbinden?
    Fragen über Fragen und sie konnte nicht mal alle erfassen, geschweige denn beantworten.

    In ihr grüblerisches Nachdenken hinein erzählte Glandis von ihrem bisherigen Tag, wie sie bei den Pferden gewesen war, wie sie sich am Fluss abgelenkt hatte und auch von der nicht so redseligen Wache.
    Aril bemerkte erst nach einigen Schritten, dass sie mit Glandis mitlief, da diese sich untergehakt hatte. Die Pferde waren schon nahe und eben hob Glandis den Tonnendeckel:
    »Schau Aril, hier habe ich die Äpfel her. Sind noch ein paar ganz gute dabei …«
    Der Wachposten lehnte lässig, fast faul an der Wand und ließ den Blick schweifen. Aril bemerkte, dass er sie öfter als notwendig betrachtete. Und Glandis ebenso.
    »Na, willst du auch einen für deinen Schwarzen nehmen?«
    Aril griff beherzt zu und stellte fest, dass die Äpfel sehr fein aussahen. Hätte sie nicht eben gefrühstückt, hätte sie am liebsten selbst reinbeißen mögen.
    "Danke," dankte Aril der Elfin artig, auch um zu zeigen, dass sie aus den Gedanken erwacht war.

    Trovao schien sich sehr über den Besuch zu freuen, er wedelte aufgeregt mit dem Schweif und hatte schon den mächtigen schwarzen Hals zu Aril gebeugt, um sie mit dem Maul anzustupsen.
    Ohne es zu wollen oder zu merken, lächelte Aril selig. Dieser Moment gab ihr Kraft. "Du willst auch heim, nicht wahr?" flüsterte sie.
    "Weißt du, manchmal ist ein geordneter Rückzug die beste Grundlage für einen noch größeren Sieg."

    Sie überließ Trovao den Apfel, der ihn auffraß, dass es nur so schnurpste.
    Die Adlige legte die arme um den Hals des Hengstes und schmiegte sich an ihn. Nach einem innigen Moment drehte sie sich zu Glandis um, um zu sehen, wie es Gwess erging.
    Die Stute erschien ihr wieder kräftig und annähernd gesund. Erschorcken dachte sie an die Worte des Kommandanten und verließ Trovaos Seite, um Gwess zu untersuchen. Sie stellte sich neben Glandis und raunte ihr zu: "Wenn wir Gwess jetzt schön striegeln und streicheln, dann finden wir vielleicht ein Mal, das uns sagt, wem sie einst gehörte. Das kann noch wichtig sein..." Sie schnappte sich den im Stalll befindlichen Striegel, in der Annahme, dass die Elfin lieber von Hand arbeitete und begann in großen Bewegungen vorsichtig den Rücken zu bürsten.
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    vorheriger Post: Eine Möglichkeit ohne Chance ~ Antwort von: Aril

    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • Die Würfel sind aufgenommen

    [Bild: VR_Gladis_1.png] Wie sie so bei den Pferden waren, kam die erwünschte Ablenkung nicht. Die Dalish steckte voller Wirrspiele der Gedanken. Eigentlich konnte sie froh sein, dass es am Tage war. Denn in der Nacht hat so ein Knäuel im Kopf das Potential alles zu verderben. Man dreht sich von der einen auf die andere Seite, sucht etwas zum Unterlegen für den Kopf oder steht auf und läuft ein paar Schritte. Doch man weiß, es wird nicht nützen. Das Knäuel ist verworren da. So kam es, dass Glandis sich irgendwie falsch fühlte an diesem Ort, so wie lange nicht mehr. Es war nicht ihre Welt in der sie stand und bald sich entscheiden musste.

    In diesem Gewusel, in dieses Auf und Ab der Gedanken, in dieses wenn und aber und nochmals wenn platze ein Flüstern: „Du willst auch heim, nicht wahr?“
    »‚Mamae‘«, dieses Wort löste das Knäuel. Sie dachte an ihre Mutter. Ob sie sich auch Sorgen machte, weil sie so weggegangen war? Ob es ihr gut ging …
    Weiter kamen ihre Gedanken nicht. Denn Aril sagte zu ihr: „Weißt du, manchmal ist ein geordneter Rückzug die beste Grundlage für einen noch größeren Sieg.“
    Sie schaute ihre Begleiterin mit großen Augen an. Sie spürte schon, was diese wenigen Worte in ihr auslösten. Die erkannte die Frische, die sich breit machte. Etwas, was sie lange nicht mehr erlebt hatte. Etwas, was einem auch so eine Nacht des geraubten Schlafes vergessen lässt. Und so genoss sie dieses Gefühl, welches sich in ihr Platz schuf. Unfähig etwas zu tun oder zu sagen beobachtete sie die Dinge, die bei den Pferden geschahen. Aril war mit ihrem Schwarzen beschäftigt, kümmerte sich um ihn. Sie schien die Wärme und das Vertrauen, welches von dem Rappen ausging sichtlich zu brauchen und zu genießen. Denn ihr Pferd war ein Teil von dem was sie »zu Hause« nennen konnte. Doch es brach das Gebilde von dem Frieden in ihrem Denken. Ein Satz holte sie zurück: „Wenn wir Gwess jetzt schön striegeln und streicheln, dann finden wir vielleicht ein Mal, das uns sagt, wem sie einst gehörte. Das kann noch wichtig sein ...“
    Glandis verstand nicht, warum sie jetzt an die Wunde dachte. Oder meinte sie etwas anderes? Doch das war der Dalish nicht mehr so wichtig. Sie hatte zu einer Entscheidung gefunden. Sie wusste jetzt was sie wollte und was sie tun würde. Auch was sie bereit war dafür zu opfern, wenn es nicht gelingen sollte.

    Sie trat ganz nah an Aril und flüsterte ihr ins Ohr: »Aril, ich habe mich entschieden.« Sie machte eine Pause. Denn sie wollte sicher sein, dass der Posten sie nicht belauschte. Doch der lümmelte immer noch an der Wand. Ganz konnte sie ihn nicht sehen, denn er wurde teilweise von dem Kopf von Gwess verdeckt. Aber seine Beinhaltung war die eines dösenden Menschen. So trat sie noch ein Stück näher heran, streichelte ihr braune Stute und flüsterte: »Du solltest jetzt gehen. Nimm Dein Pferd und nutze das zugesagte Geleit.« Nochmals schaute sie sich prüfend um, aber es gab keine Anzeichen, dass sie nicht weitersprechen konnte. »Ich, eine freie Dalish, werde für die Shemlen nicht schwören!«

    Sie trat etwas vor und sagte dann laut »‚Solas: Ir abelas‘« Was aus ihrer Sicht ein „Tut mir leid“ war, doch sie wusste, was sie tun würde. Da war es in ihrem Verständnis für Aril besser zu gehen.

    VRanger is offline Last edited by VRanger; 08.02.2020 at 06:31. Reason: verlinkt
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    vorheriger Post: Brandmale ~ Antwort von: Aril

    [Bild: Aril_Ava.png]
    Auf Arils Vorschlag hin die Stute nach Brandmalen zu untersuchen, folgte ein eher verständnisloser Gesichtsausdruck. Doch bevor Aril dazu etwas sagen konnte, hatte Glandis schon die Partei ergriffen.
    Sie trat dicht an Aril heran und flüserte ihr ins Ohr: »Aril, ich habe mich entschieden.« Aril stellte mit einem kurzen Blick über die Schulter sicher, dass der Wachposten sie nicht belauschte. Zwar standen beide Pferde zwischen ihnen, aber wer konnte schon wissen, was die Lümmel sich herausnahmen!
    Glandis schien das Gleiche zu denken und fuhr leise fort »Du solltest jetzt gehen. Nimm Dein Pferd und nutze das zugesagte Geleit.« Nach einem neuerlichen Blick rundherum stellte sie klar: »Ich, eine freie Dalish, werde für die Shemlen nicht schwören!«

    Sie trat aus dem SChatten der Pferde hervor und sagte mit mit normaler Stimme: »‚Solas: Ir abelas‘«

    Nun hob der Wachposten den Kopf und blickte in ihre Richtung. Dabei war sein Gesichtsausdruck immer noch genauso leer wie zuvor auch. Er sprach ganz offensichtlich kein Dalish.
    Nun, Aril auch nicht, aber sie hatte Glandis immer wieder reden gehört, hatte ein paar Worte aneigenen können und diese Worte waren nicht oft gefallen und der Tonfall hatte etwas Abschließendes, Bedauerndes.
    Sie wusste es nicht, aber hätte sie raten müssen, dann hättte sich auf eine Verabschiedung oder eine Entschuldigung getippt.

    Verabschiedung?!
    Über das Elfische und den Wachposten hinweg hatte sie kurz völlig ausgeblendet, dass Glandis sie gebeten hatte, das freie Geleit zu nutzen.
    Kurz zögerte Aril.
    In dieser kurzen Zeitspanne schoss ihr all das durch den Kopf, was Glandis nun "falsch" machen könnte.
    Würde sie offen fliehen, für jedermann sichtbar?
    Würde sie sich etwa an jemandem rächen, dem Kommandanten vielleicht?
    Würde sie... sich opfern?

    Und so fest wie Glandis' Entschluss anscheinend stand, so gelangte Aril auch zu ihrem. Glandis konnte besser auf sich selbst aufpassen als irgendjemand, den Aril kannte.
    Wenn sie nun Aril anwies loszureiten, dann hatte sie etwas vor, wahrscheinlich irgendeine Form von Flucht.
    Um es zu diskutieren war keine Zeit und neugierige Ohren lauschten.
    Also nickte Aril, wollte einen Abschied nicht zu offensichtlich vor dem Wachmann darstellen und legte Glandis nur beide Hände auf die Schulter.
    Sie wollte vieles sagen, alles zu lang, zu emotional und zu geheim für den Soldaten.
    Deshalb sagte sie nur das, was sie sich selbst zusammengereimt hatte und das irgendwie in ihrem Kopf war. "Mae, ma serannas."

    Wahrscheinlich war die Aussprache falsch. Und die Reihung der Wörter. Hoffentlich hatte Glandis es überhaupt verstanden!

    Sie holte Luft und wandte sich von Glandis ab, tätschelte im Vorbeigehen Gwess einmal ein der Flanke, und überprüfte ihr Sattelzeug auf Trovao. Es war nur lose aufgelegt und sorgfältig gurtete sie es zu, sodass der Sattel nicht rutschte aber Trovao auch nicht eingeschnürt wurde.
    Die Decke aus Eichhörnchenfell schüttelte sie kurz auf, rollte sie energisch zusammen und knotete den dafür vorgesehenehn Ledergurt, der am hinteren Ende des Sattels hing, darum.
    Dann zog sie erst ihr Schwert, dann den Dolch und verstaute beides Nacheinander in den Waffenfutteralen des Sattels neben ihren Füßen.
    So vorbereitet tastete sie nach ihrem Stiefel, in dem das Stilett steckte und fasste auf ihre Burst, wo sich warm das Amulett abzeichnete.
    Dann führte sie Trovao am Wachposten vorbei und sagte kurz angebunden. "Ich werde mein vom Kommandant zugesagtes freies Geleit nutzen. Lasst das Tor öffnen."

    Ohne sich um potentiellen Protest zu kümmern, stieg sie gewandt in den Sattel und überblickte den Wachposten.
    Sie warf einen Blick zurück zu Glandis, dann drehte sie sich nach vorn und ließ Trovao langsam durch das Lager, auf das Tor zu, gehen.
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  18. #358 Reply With Quote
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    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Quote Originally Posted by numberten View Post

    [Bild: Artur_mal_ohne_Helm_mini.jpg]

    Auf einmal kam eine gewisse Feierstimmung auf, auf jeden Fall wenn man den jungen Lord als Stimmungsbarometer nehmen wollte. Morgana hätte in besserer Verfassung gewiss ein paar Kommentare für Artur gehabt, jetzt jedoch war sie damit beschäftigt ihren Kopf nicht auf den Tisch abzulegen. Stattdessen ruhte ihre rechte Wange auf ihrer flachen Hand, während diese dabei immer ein Stück verrutschte und ihr dann kurz kleine rote Knautschflecken verpasste. Die Hexe korrigierte diese Position immer dann wenn es ihr auffiel, während ihre freie Hand um den Kelch mit dem guten Wein geklammert war. Aus diesem nahm sie ab und zu einen Schluck, während ihr älterer Sitznachbar ihr ein paar seiner Kriegsgeschichten zum Besten gab. Morgana quittierte die Erzählung seiner Heldentaten sporadisch mit einem wohlmeinenden Nicken oder einem müden Lächeln. Mehr Aufmerksamkeit schien der alte Haudegen auch nicht zu benötigen, unterbrach er seine Erzählung nur selten. Wenn er dies tat, dann offensichtlich nur um ein winziges Stück näher an die Schwarzhaarige heranzurücken, oder ihren scheinbar nicht leerer werdenden Kelch nachzufüllen.

    Mealla beobachtete kurz skeptisch wie Haesten sich in einer Ecke erleichterte, bevor sie nachdenklich ihren eigenen Weinkelch schwenkte. Es wunderte sie das der Seemann nicht abreiste, trotz seiner gegenteiligen Aussagen. Eine Art Ehrenkonflikt, oder Angst davor alleine weiterzureisen. Vielleicht beschloß er auch nur den Abend zu genießen und dann am frühen Morgen abzureisen. Die Elfe könnte es ihm nicht verübeln, wäre auch bei ihr wohl der erste Gedanke gewesen. Sie war keine Söldnerin, im klassischen Sinne. Nicht dafür da auf dem Wall Wehr zu stehen. Behutsam setzte sie den Kelch an ihre Lippen, ließ den Rebensaft ihre Kehle hinabgleiten. Klackend stellte sie das Gefäß wieder ab.
    Letztendlich war es egal. Sie war verletzt, fast pleite und in einem fremden Land. Und die einzigen Gründe warum sie überhaupt noch lebte standen gerade in der Halle und unterhielten sich mit dem älteren Ritter. Es gab keine Entscheidung für Mealla. Nur die Hoffnung. Hoffnung auf schnelle Genesung, ihrem Waffenarm und das es der Erbauer zur Abwechslung mal wieder gut mit ihr meinen würde.

    Holzfäller. Jäger. Das was Artur an "Kämpfern" erwartet hatte. Auf offenem Felde praktisch nutzlos, aber hier wo es um die Verteidigung von Heim und Hof ging. Standen die Chancen besser, ein besetzter Wall war immer besser als ein unbesetzter.
    "Nun ich schätze Ehrlichkeit und ich werde sie euch gerne vergelten.", erwiderte Artur freundlich. "Früher habe ich selbst so gedacht wie ihr und wenn ich ein Ritter mit Lehen wäre würde ich wohl wieder so denken.", fügte er lächelnd an.
    "Sicher, ich werde euch unterstützen, wie von euch angedacht. In dem Sinne wie ich der Verteidigung am nützlichsten sein kann.", erklärte Artur selbstbewusst. Gleichzeitig ließ er durchscheinen das er über seine Nützlichkeit letztendlich selbst entscheiden würde. "Was eure Leute aus meiner Anwesenheit ziehen, liegt nicht komplett in meiner Hand. Doch habe ich in der Vergangenheit schon Männer in die Schlacht geführt.", merkte der Ritter souverän an.
    "Offensichtlich habt ihr in eurem Ort viel Glück mit Reisenden. Oder liegt es an dem einnehmenden Wesen eures Lords? Wo sind diese anderen Reisenden von denen ihr sprecht? Hat Lord Ulfric es nicht für nötig gehalten sie zu dieser Feier einzuladen? Oder haben sie sich schon für eure Sache in den Kampf gestürzt?", erkundigte sich Artur höflich. Der Ritter war neugierig was dieser Ort außer Waldarbeitern und alten Kämpen aufzubieten hatte.


    [Bild: KtgE3tZmvNOrh3xHiLarissa_klein.jpg] & [Bild: zq0QcywsNnimueblaurot_klein.jpg]

    Der alte Ritter Peredur füllte sich seinen Becher nach, schwenkte ihn einen Moment und erkaufte sich so die Zeit, die er zum Überlegen seiner Antwort brauchte. „Ja, dieser Weg ist beliebt bei den Reisenden. Bei vielen. Die anderen sind einfach nicht eingeladen worden.“ Er zuckte die Achseln. „Ich weiß nicht wieso. Vielleicht weil die eine ne Elfe ist oder weil sie eben nicht neu sind. Vielleicht auch, weil es die Vorräte erschöpft. Manche hier essen für drei Männer“, knurrte der Ritter und warf einen Seitenblick auf Larissa, die als kleinste und schmalste Person der Gruppe mal wieder die Portionen von Haesten, Artur und Mealla gemeinsam vertilgte. „Aber Ihr werdet sie sicherlich in den kommenden Tagen kennenlernen.“ Er streckte die alten Glieder, die geräuschvoll knackten. „Es ist spät. Betet, dass die Brut uns nicht schon in dieser Nacht angreift.“

    *

    Haesten erwachte als goldenes Sonnenlicht die Seite seines Gesichts beschien, die nicht auf der Holztischplatte lag. Er grunzte wütend, als der ihm aus der Hand rollende Zinnbecher mit lautem Widerhall auf vom Tisch fiel und auf den Boden schlug. Das Festmahl war vorüber, der Krieger hatte das Ende nicht erlebt und stellte nun fest, dass er allein war. Fast allein. Ein paar Dorfbewohner, die ihren Dienst hier anstatt auf den Wällen ableisteten, wuselten umher und räumten auf, was vom Fest übriggeblieben war. Zweifellos hofften sie auf etwas vom Schmaus. Der Seefahrer stöhnte, sein Schädel schmerzte und er sehnte sich nach seiner Frau, die ihm nach einer durchzechten Nacht immer einen Sud aus Kräutern gekocht hatte. Er sah sich um, roch das kräftige Gemisch aus Harz und abgebranntem Holz. Er erhob sich, grunzte und packte seine Streitaxt, die er in die Bank getrieben hatte. „Wo sind denn die anderen?“

    *

    Den Krieger Pendragon in der Halle schlafen zu lassen war wohl die klügste Entscheidung gewesen, dachte Larissa. Haesten hätte entweder gepöbelt oder gekotzt. So herrschte Ruhe im Haus und die Gruppe konnte etwas schlafen. Larissa hatte es sich beim Feuer gemütlich gemacht, mit Blick auf die Vordertür und Bogen mit aufgelegtem Pfeil im Schoß. Dieser Ort machte sie nervös genug, um freiwillig eine stille Wache zu halten. Die Dämmerung des Morgens, die schwach durch die Ritze zwischen Tür und Fußboden sickerte, weckte die Elfe auf. Der goldene Schnitt der Sonne wirbelte Staub vom Fußboden auf. Larissa drehte sich rekelnd auf dem Bärenfell, hörte einen Knochen im Rücken knacken. Sie hoffte, dass Morgana im warmen Bett einen besseren Schlaf hatte, als die Nächte davor. Ihre Freundin sah so blass und müde aus, als müsse sie den ganzen Tag über schlafen. Larissa wünschte sich, sie könnte Morgana in einen Clan der Dalish führen, sie sich unter den wachsamen Augen eines Hüters unter einem Baum oder in einem Aravel ausruhen. Das wäre besser als in dieser von dunkler Brut umspülten Ortschaft auf Genesung zu hoffen.

    *

    „Genesung“ war jenes Stichwort, das auch Nimue zum Aufstehen brachte. Die Magierin hatte in Gestalt der Katze in dem beschlagnahmten Zimmer genächtigt, war aber früh wachgeworden. Nachteil der Katzengestalt war die Hellhörigkeit und kaum war Larissa als wohl frühester Vogel aufgewacht, hatten sich auch die drei Lider vor den in der Dunkelheit großen Katzenaugen zurückgezogen. Nachdem Larissa für Katzenverhältnisse zu geräuschvoll gepinkelt hatte, beschloss die Magierin ihre Gestalt zu wechseln, sich zu kämmen, zu waschen und für ihren versprochenen Besuch im Lazarett des Dorfes vorzubereiten. Kräuter, Salben und Wundumschläge sollten sie begleiten. Ser Peredur hatte verdeutlicht, dass die Magie in diesem Landstrich nicht übermäßig geschätzt wurde, weshalb Nimue es als klug erachtete, zumindest ihren Vorteil in den Vordergrund zu stellen. „Guten Morgen“, sagte sie freudlos, als sie der Dalish im geräumigen Wohnraum begegnete, der die Feuerstelle beherbergte und von dem aus es auf die Straße ging. „Euch auch“, antwortete die Elfe. „Habt Ihr auch solchen Hunger wie ich?“ Nimue verneinte, worauf Larissa mit den Schultern zuckte und kräftig in einen Apfel biss, der plötzlich in ihrer Hand erschienen war. „Iff jedenfallf fonn“, mampfte sie, schluckte das Stück Obst herunter und fügte an: „Wenn Ihr wollt, können wir gemeinsam nach Frühstück die Augen offenhalten?!“ Auch das verneinte die Magierin. „Ich habe dem Ritter versprochen, mir die Kranken und Verwundeten anzuschauen. Ihr könnt mich begleiten, wenngleich ich nicht wüsste, wieso Ihr das tun solltet.“ „Hmm“, machte Larissa und grub ihre weißen Zähne erneut ins Fruchtfleisch. Nimue verschränkte die Arme und betrachtete die Elfe. Sie hob fragend eine Braue, worauf Larissa verstand, rasch kaute und antwortete: „Dann geht los und ich schaue, ob ich für uns etwas auftreiben kann. Ein paar Walnüsse zum Beispiel?“ „Das würde mir gefallen“, sagte Nimue und schenkte Larissa ein Lächeln. Die Elfe strahlte daraufhin, machte einen vergnügten Sprung und drehte sich um sich selbst, um ihre Sachen zusammenzusuchen. „Geht schon einmal vor, ich schaue noch nach den anderen“, trällerte die Dalish.

    *

    Die Sonne brach durch die Bäume, die Berewic umstanden, wärmte die Schindeldächer und ließ das Grün des Mooses auf ihnen in gesundem Schein leuchten. Der ganze Wald war von Leben erfüllt, überall zwitscherten die Vögel und ein warmer Wind ließ die Blätter zum Rascheln. Nimue ging den Weg ohne Hast, die Augen nach dem Weg offenhaltend, den Peredur ihr am vergangenen Abend mehr schlecht als recht erklärt hatte. Sie bemerkte Bewohner, die in der Früh in Gemüsebeeten arbeiteten. Die Versorgung des Ortes musste schwerfallen. Eine Gruppe Bewaffneter passierte ihren Weg. Speere, breite Äxte, Armbrüste und Bögen – die Ausrüstung einer schnell auf die Beine gestellten Kampftruppe. Sie begleiteten mehrere Frauen und ältere Kinder, die ihrerseits mit Körben bewaffnet waren. Nimue bemerkte die fragenden, skeptischen Blicke der Bürger. Nimue verharrte auf der Stelle und folgte der kleinen Prozession. „Pilzsammler und Brombeerpflücker“, raunte eine Stimme hinter Nimue. Die Magierin drehte sich um und erkannte Lot, den alten Soldaten, der sie am Vortag aufgelesen hatte. „Sie gehen in den Wald und sammeln so viel es geht. Wir müssen mit dem auskommen, was wir hier haben“, erklärte der Mann. „Keiner weiß, wie lange dieser Kampf noch dauert. Teyrn Loghain hat den König verraten, die Königin wird keine Armee aufstellen, um uns hier zu helfen. Unsere Hoffnung liegt darin, dass die Brut woanders kämpft und von hier abzieht – oder dass der Vater unseren guten Herrn Ulfric mit Truppen anrückt, um seinen Sohn zu holen.“ Lot atmete aus und seufzte dabei. Hoffnungslosigkeit lag in seiner Stimme. „Daran glaube ich aber nicht.“ „Wieso nicht?“, fragte Nimue. „Der Bann hat einen Großteil seiner kämpfenden Männer zum königlichen Heer gesandt – diese Männer und Frauen sind nun entweder tot, gefangen oder von Loghain zwangsrekrutiert. Die Hausgarde unseres Herrn wird kaum genug Leute haben, um sein Anwesen und die nähere Umgebung ausreichend zu schützen. Mit welcher Armee also soll er kommen? Die Brut wiederum, sie ist zahllos. Wir haben sicherlich schon sechzig von den Biestern getötet und es kommen immer noch mehr.“ Nimue nickte verständnisvoll. Dann schwiegen sie beide eine Weile. „Ihr sucht das Lazarett? Dann führe ich Euch hin.“
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    vorheriger Post: Schatten und Nichts ~ Antwort von: Aril

    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • Ein stiller Gruß für ein Dankeschön

    [Bild: VR_Gladis_1.png] »Tom, mich schickt Korporal Bernardo! Ich soll mich sofort, unverzüglich beim Kommandanten melden! Weißt Du warum?«, fragte die Dalish den Wachposten vor der Tür von Drusus Nerva.

    Und in dem Moment, wo dieser das Ansinnen in seinen Kopf verarbeitete, zogen die letzten Minuten an Glandis vorbei.

    „Mae, ma serannas.“

    Das hatte Aril gesagt, als sie mit ihrem Pferd den Stall verlassen hatte. Die Dalish kannte die Worte. Sie wusste um deren Bedeutung. Aber dass sie mal in diesem Lande aus dem Munde einer Adligen hören würde, „Ja, meinen Dank“, damit hatte sie nicht gerechnet. Und so stand sie auch eher wie eine Salzsäule und sah die Dinge, die geschahen. Aril verabschiedete sich von der braunen Stute. Sie tätschelte Gwess und der ging es ganz gut dabei. Denn sie wedelte paar Mal mit ihrem Pferdeschwanz. Dann griff sich ihre Begleiterin den Sattel für ihr Pferd. Es war schon erstaunlich, wie händisch und geschickt da eine Decke geprüft und anschließend Gurte festgeschnallt wurden. Glandis sah, wie Aril zum Prüfen einen Finger zwischen dem Bauchgurt und Trovao steckte. Der Rappe lies es geschehen. Das Pferd musste die Prozedur kennen, von der sich seine Reiterin von dem richtigen Maß der Enge überzeugte. Denn der Sattel sollte halten, nicht rutschen, aber auch nichts einschnüren. Glandis war auf diesem Gebiet viel zu unerfahren und sah mit Interesse zu. Die Dalish sah auch, wie die Waffen, die nun Aril vom Kommandanten wiedererlangt hatte, am Sattel befestigt wurden. All dies hielt der Rappe aus. Dann war es soweit. Gern hätte Glandis Aril in den Arm genommen und gedrückt. Aber sie konnte nicht. Sie war immer noch überrascht, dass sie ihren Ratschlag »Du solltest jetzt gehen. Nimm Dein Pferd und nutze das zugesagte Geleit.« so konsequent umsetzte. Denn in Wirklichkeit rasten die Gedanken durch den Kopf der Dalish. Sie sah sich Dinge ausführen, Varianten durchgehen, um schließlich bei Drusus Nerva im Zimmer zu stehen. Sie sah sich auch einen Stuhl unter den Türgriff stellen, verwarf aber diese Idee wieder. Und so kam es, dass sie wie eine Salzsäule dastand, während die, die ihr das Leben gerettet hatte, im Begriff war zu gehen.

    Glandis sah auch, wie Aril sich an die Brust griff. Dort pflegte sie ihr Amulett zu tragen, welches die Dalish ihr geschenkt hatte. Und in Geiste griff sich Glandis auch an die Brust und spürte die Leere nehmen ihrem Herzen. Denn dort gab es kein Amulett mehr. Und so schickte sie einen stillen Gruß, bei dem die Lippen nur zu tun, als wenn sie sich bewegen, an Aril. Es waren lieb gemeinte Worte.

    Dann wurde der Rappen am Zügel an dem Wachposten vorbeigeführt. Doch dieser lümmelte noch immer so an der Wand, als wenn es die normalste Sache der Welt wäre. Vermutlich zu ihrer Versicherung erklärte Aril: „Ich werde mein vom Kommandanten zugesagtes freies Geleit nutzen. Lasst das Tor öffnen."

    Glandis kam nicht dazu mitzugehen. Sie brauchte eine Weile, bis sie es realisiert hatte. Sie war jetzt allein. Und wie dieser Gedanke sich manifestiert hatte, lief sie an die Seite, wo die Tonne mit den Äpfeln stand. Dort lagen ein paar Stricke. Alle schon in einem solchen Zustand, mit denen man keine Kiste mehr ziehen wollte. Aber sie brauchte jetzt so etwas. Sie griff nach dem Besten und schnitt mehrere Stücke ab und nahm sich einem Apfel mit. Zu dem Posten hatte sie noch gesagt: »Melde mich bei Korporal Bernardo, falls mich jemand suchen sollte.«

    Und wie sie so in den Stall zurückschaute, kam ihr der Gedanke … Gwess … ein Klapps … die Stute würde Trovao folgen. Aber es wäre etwas, wo sie das Pferd ins Ungewisse schicken würde. Auf der anderen Seite konnte hier für sie eine Falle entstehen, wenn ihr Plan gelingen sollte. Doch das war eine Geschichte, die erst noch geschrieben werden sollte. Auf dem Hofe angekommen, sah sie Aril nicht mehr. Die musste wohl ihr freies Geleit bekommen haben.

    Schließlich stand sie vor Tom Shields, dem Wachposten vor der Tür von Drusus Nerva und erklärte: »Tom, mich schickt Korporal Bernardo! Ich soll mich sofort, unverzüglich beim Kommandanten melden! Weißt Du warum?«

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    VRanger is offline Last edited by VRanger; 16.02.2020 at 10:09. Reason: verlinkt
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    [Bild: Aril_Ava.png]

    Aril ritt gemessenen Schrittes durch das Lager. Sie hoffte, noch irgendetwas von der Elfe mitzubekommen, aber bei ihrem Weggang war Glandis stocksteif stehen geblieben. Sie wollte nicht riskieren, dass man ihr irgendeinen Trick unterstellte, deshalb drehte sie sich nicht um, bis sie ein gutes Stück vom Stall weg war. Drusus' Hütte hatte sie schon passiert und hielt geradlinig auf das Tor zu. Jetzt wagte sie einen kurzen Blick über die Schulter, getarnt als ein Rundumblick. Einige Soldaten machten sich am großen Feuer zu schaffen, ein paar andere kümmerten sich um den Waffenbestand, hier und da stand einer zur Wache herum - vor Nerwas Hütte, am Stall und natürlich auch am Tor - und sie sah auch hier und da einen mit flottem Schritt hin und her laufen, die anscheinend Nachrichten überbrachten.

    Sie erblickte Glandis auf dem Weg zur Tür von Drusus Nerwa, sie war schon fast da.
    Die Dalish hatte einen Plan, soviel stand fest.
    Gleichwohl war sie offenbar überrascht gewesen, wie fraglos Aril ihrem Befehl, ihrer Bitte besser, gehorcht hatte.
    Wie genau sie nun vorhatte Gwess zu befreien, falls überhaupt, konnte Aril sich nicht in den wildesten Fantasien ausmalen.

    Und deshalb tat sie das, was das einzig logische war: Sie hielt auf das Tor zu und war schon fast angekommen, bremte den Schritt von Trovao noch ein wenig, damit der Wachmann das Tor öffnen konnte.
    Sie hoffte, dass es hier nun nicht zu Diskussionen kommen würde - das könnte sie nun wirklich am allerwenigsten brauchen.
    Fawks is offline Last edited by Fawks; 20.02.2020 at 22:41. Reason: Titel hinzugefügt
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