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    vorheriger Post: Überraschende Wendung ~ Antwort von: Aril

    Aril & Glandis | Fereldischer Wachposten • Kabalen und Intrigen

    [Bild: VR_Gladis_1.png] Ihr war flau im Magen als ihr Blick seinem Weg folgte. Sollte sie also hier und heute ihre Freiheit verlieren? Und bei dem Verfolgen des Korporals erkannte sie eine Konstruktion, die wie ein Galgen aussah. Sicher war sich Glandis nicht. Aber sie mussten die Gerätschaft ausprobiert haben, denn es baumelte ein Sack daran. Ihr war das bisher nicht aufgefallen. Doch dort in der Mitte des Platzes, bei den Soldaten war sie noch nicht direkt gewesen. Ihre Wege hatte das Wasser gesucht und somit auch ihr Blick.

    Die Dalish war zugleich ratlos. Denn sie wusste nicht, was sie machen sollte. Zu den Pferden zu gehen war eigentlich eine gute Idee. Dort würde sie bei den Tieren ein wenig Abwechslung finden. Aber zu den Pferden gehen konnte auch wie eine Flucht aussehen. Zu dem musste ja Aril mal vom Kommandanten wieder kommen. Ihre Begleiterin konnte ja nicht wissen wo sie sich aufhielt. Es würde Zeit in einer Suche verloren gehen. Also schaute sie auf ihre Angelrute, prüfte die Zeit und beschloss hier an ihrem selbst errichteten Rastplatz zu Warten.

    In ihrem Innersten machte sich ein eigenartiges Gefühl breit. Ein Gefühl was aus der Erkenntnis gespeist wurde, dass sie selbst nicht viel tun würde können. Und es passte ihr überhaupt nicht. Werder das hier sitzen zu müssen, nach der Gedanke an den Eid. Den sie nicht einmal kannte.



    [Bild: VR_Begl_a.png] „Bitte erklärt es mir, Kommandant. Was habt ihr mit Glandis vor? Sie wird den Eid schwören und mit mir kommen, dann ist sie eine rechtmäßige Kriegerin Fereldens.“

    Drusus Nerva stutzte als er den Namen Glandis hörte und schaute noch einmal in seinem Papieren nach und musste laut lachen: »Ha!« »Ha!« »Ha!«. Dann fing er sich und hatte immer noch so ein Leuchten aus dem Lachen in den Augen: »Sage ich es doch. Diese elfischen Namen. Ja. Gwess, so hat sie die Stute aus den Beständen des Militärs gerufen.«

    Dann wurde er wieder der, der er immer war. Die Spuren des Lachens in seinem Gesicht waren weggewischt. Seine Augen wurden schmal als er zu Aril sagte: »In Ferelden hängt man den, der den Truppen ein Pferd stiehlt. Und so würde ich das Brandzeichen auf der braunen Stute auch einschätzen. Das Tier gehört dem Militär.«

    Er schaute auf Aril und wartete einen Moment bis er sagte: »Wer zu den Truppen gehört, kann auch deren Pferde reiten.« Dann begann er sein Spiel mit dem Stift zu wiederholen, so wie es am gestrigen Tag auch geschehen war. Dabei sagte er eher beiläufig, ohne Aril direkt anzusehen: »Ich kann einem meiner Soldaten und das wäre Glandis dann auch den Befehl erteilen euch nach Hause zu bringen.« Hier schaute er wieder direkt auf, suchte den Blickkontakt. Er sagte mit stahlharter Mine: »Mylady, wenn ihr nach dem Gelöbnis noch da seid, könnte das also geschehen. Aber ihr werdet selber wissen, was ihr tun möchtet.«

    Er vermied es jetzt in den Facetten auszumalen, welch schwierige Situation für die beiden Festgehaltenen eingetreten war. Entweder reiste Aril rechtzeitig ab. Doch dafür musste sie Glandis aufgeben. Oder sie blieb und ihr Reiseziel würde sich erheblich ändern. Wobei bei allem nicht sicher war, ob der Kommandant nach dem Gelöbnis Aril noch ziehen lassen würde.

    Dann sah er zu seinem Wachposten und sagte: »Tom Shields du warst ja auch ein hiesiger Bauer und hast geschworen.« »Ja, habe ich …« antwortete der Angesprochene. Und dieser fügte noch hinzu: »Es wäre sonst der Galgen gewesen.« Dann nahm er Haltung ein. Was bei Tom so eine Sache war.

    »Richtig,« antwortete der Kommandant. »Für einen Bauern macht er seine Sache gut. Doch Glandis, die hier mehrere Stunden im Schatten gestanden hat, wird für den Posten hier ein enorme Verstärkung darstellen. Denn die Gefahr, die um uns herum zunimmt, die habt ihr Mylady ja treffend beschrieben. Also entscheidet ob ihr abreist oder zusehen wollt, wie hier ein Eid auf die Truppen geschworen wird.«
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  2. #342 Reply With Quote
    Held Shepard Commander's Avatar
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    [Bild: Pd3emXcS7L16I9W4GhFeieobenohne_klein.jpg] & [Bild: Artur_mal_ohne_Helm_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg][Bild: Mealla_portrait.jpg]

    "Und so wurde das Missverständnis aufgeklärt. Jean und Jeanette wurden nach Hause gebracht und bekamen dort vermutlich eine gehörige Tracht Prügel. Die freundliche alte Dame schenkte mir dann aus Dankbarkeit sogar ihr Rezept für den leckeren Pfefferkuchen.", endete Feia die Geschichte und machte ein zufriedenes Gesicht. Ungläubige Kindergesichter starrten sie an.
    "Diese Geschichte hat einen ganz anderen Verlauf genommen als ich dachte.", merkte Lester kritisch an. Feia lächelte amüsiert. "Wem sagst du das, jetzt überlege mal wie es mir ging.", erwiderte sie und lachte peinlich berührt.
    "Wie schmeckt Pfefferkuchen?", fragte Thekla neugierig. Feia schüttelte ihr Haar zurecht und strich sich nachdenklich durch eine Strähne.
    "Hm. Süß, aber gleichzeitig würzig. Sie schmecken nach Geborgenheit, Zuhause. ein Gefühl als ob man sich in sein warmes Bett legen würde."
    , erklärte sie schwärmerisch. Ihr Gesicht wurde ernst. "In welches ihr euch jetzt begeben solltet, so war die Abmachung.", forderte sie mit einer gewissen Strenge. "Aber..",wollte sie Bulstryk unterbrechen, doch Feia erhob sich jetzt. "Kein aber, sonst ergeht es euch wie den beiden Geschwistern. Wir sehen uns morgen wieder.", verkündete sie in einem endgültigen Tonfall. Ein leichtes Murren ging durch die Kinderschar, doch alle erhoben sich langsam.
    "Gute Nacht Feia, danke für die Geschichte.", verabschiedete sich Thekla und auch der Rest murmelte eine Verabschiedung.
    "Gute Nacht, schlaft gut ihr Lieben.", verabschiedete Feia sie freundlich und lächelte.
    "Das nächste Mal erzähle ich ihnen vom Sandmann.", überlegte sie, beschloß es aber sein zu lassen. Die Kinder hatten vermutlich schon genügend Material für Alpträume.
    Die Elfe drehte sich wieder zur Felswand um und kletterte das kurze Stück des Palantin wieder empor. Oben ließ sie sich am Rand nieder und schaute in den Sternenhimmel. Die Nacht war so ruhig und friedlich. Dennoch lauerte das Böse in ihr, außerhalb der Mauern. Noch fern von den Kindern in ihren Betten. So sollte es bleiben.
    Ein Geräusch erklang hinter ihr, von der Halles des Lords. Der blonde Bärtige von der Gruppe hatte mit einem lauten Knall die Tür hinter sich geschloßen. An die Wand der Halle gestützt trank er aus seinem Horn und schnaubte verächtlich, so laut das es selbst die entfernte Elfe hören konnte. Feia wandte sich wieder dem Sternenhimmel zu. Schien wohl nicht besonders harmonisch in der Halle zu laufen.

    *

    "Die Möglichkeit besteht, doch genauso gut kann die Brut noch weiter südlich sein und fernab unserer Pfade lauern.", erwiderte Artur auf das in seiner Meinung nach wenig schlagkräftige Argument der Magierin. "Sicher ist jedoch, dass wenn die Brut erstmal diesen Ort erreicht hat, eine Flucht unmöglich ist. Ich bezweifle das es unter diesem Ort auch Tunnel gibt durch die wir mit knapper Not entkommen können.", fügte er an, sie an ihre letzte Belagerungssituation mit der Brut erinnernd.
    Jedoch war es damals eindeutig eine größere Streitmacht gewesen, nicht die Hauptstreitmacht, aber dennoch mehr als eine bloßer Zug von Plünderern. "Die Frage die sich hier stellt..", wollte er ansetzen als sich plötzlich Larissa zu Wort meldete.
    Artur hörte der Dalish nachdenklich zu, natürlich hatte sie Recht. Letztendlich sah er seine Verantwortung jedoch zuerst für seine Gruppe, die Bekämpfung der Brut war ein Aspekt den man eh nicht umgehen konnte.
    "Die Frage ist, mit was wir es hier zu tun haben.", nahm er seinen Satz gegenüber Nimue wieder auf. "Wenn es eine richtige Armee der Brut ist, wird dieser Ort nicht zu halten sein. Dann alle hier fallen wie die Ähren unter der Sense. Und wir mit ihnen.", erklärte Artur mit Nachdruck. "Jedoch, glaube ich das nicht. Es klingt mehr nach einer marodierenden Abteilung. Die Hauptstreitmacht wird wohl kaum so weit in den Westen marschieren. Nicht wenn die großen Städte eures Landes durch den Bürgerkrieg so einfach zu stürmen sind.", fügte er etwas entgegenkommender an.
    "Wenn wir hierbleiben, so wird das nicht für ewig sein können. Ihr könnt das vielleicht, aber ich kann nicht den ganzen Krieg dieses Dorf verteidigen.", sprach er nachdenklich und sah die Zauberin eindringlich an.
    "Doch ich will der Sache, eine Chance geben. Euretwegen und weil es richtig ist. Nutzt ihr die solange die Zeit der Ruhe um Mealla Genesung zu unterstützen. Wir werden sie brauchen falls die Brut eintrifft. Und Morgana, falls ihr Zustand überhaupt in die Hände von Heilern gehört.", beschloß er abschließend. Vielleicht brauchte die Hexe ja auch nur etwas Ruhe.
    Artur wandte sich von Nimue ab, wieder Lord Ulfric und seinen Männern zu.
    "Ich nehme euer Angebot an. Jedoch unter Vorbehalt, denn ich kann nicht den ganzen Krieg in Berewic verbringen. Vorerst eine Woche biete ich euch an. Ich will erst wissen wo die Brut in euren Landen aufgetaucht ist und in welcher Zahl. Wie weit sie noch von diesem Ort entfernt sind. Ich werde euch bei der Vorbereitung der Verteidigung unterstützen, soweit ich es vermag. Und wenn die Brut kommt, soll sie an diesem Ort branden wie Wasser auf Fels. Wenn es eine plündernde Horde ist, wird sie abziehen und sich ein leichteres Ziel suchen.", verkündete Artur seine Entscheidung. Er hoffte das er sie nicht bereuen würde.

    Morgana war durch Larissas und jetzt Arturs Rede wieder in einen Zustand der geistigen Anwesenheit gelangt, jedoch hatte sie den Eindruck das ihr ein paar Informationen fehlten. Sie beugte sich zu Mealla herüber.
    "Was ist jetzt passiert?", fragte sie die Elfe leise. "Wir kämpfen wohl gegen Dunkle Brut.", antwortete diese, darauf hoffend bis dahin wieder ordentlich kämpfen zu können. "Schon wieder?", erwiderte Morgana stoisch und seufzte innerlich.


    [Bild: zq0QcywsNnimueblaurot_klein.jpg]

    „Das… tut mir sehr leid“, sagte Ulfric. Aus seiner Stimme klang echte Betroffenheit, die sogar seine Augen erreichte. Larissa nickte. „Auch mein Clan ist nicht mehr.“ Sie wusste nicht, warum sie diesem fremden Lord das mitzuteilen wünschte. Ulfric strahlte sehr viel Empathie aus. Seine Worte waren freundlich, sein Auftreten ehrlich. Trotz seiner Jugendhaftigkeit wirkte er überlegt. „Ich danke Euch, Herr“, sagte die Elfe und schlug die Augen nieder. Vermutlich hätten andere Elfen die Dalish dafür gescholten. In ihrem Clan hatte stets die Meinung geherrscht, dass Larissa sich zu viel für die Shemlen und zu wenig für die Jagd interessierte. Der Gedanke an das, was ihre Clanbrüder und Schwestern wohl dazu sagen würden, wenn sie wüssten, dass sie nun mit Menschen und Flachohren reiste, amüsierte und beschämte sie gleichermaßen. In diesem Moment trat Artur wieder auf den Plan und sprach an Ulfric gewand: „Ich nehme euer Angebot an. Jedoch unter Vorbehalt, denn ich kann nicht den ganzen Krieg in Berewic verbringen.“ Das war einerseits sinnig, andererseits auch merkwürdig. Als Söldner fand Artur das Geld dort, wo gekämpft wurde. Andererseits wäre hier vielleicht eine sichere Möglichkeit, sich sein Silber zu verdienen ohne im Auge des Sturms fechten zu müssen. Arturs militärische Expertise ließ ihn dann auch gleich eine vorerst entmutigende Lageeinschätzung abgeben. Er ließ aber durchblicken, dass er nicht für eine verlierende Seite kämpfen würde. „Gut. Ihr könnt uns unterstützen“, sagte Ser Peredur und betonte dabei das letzte Wort bewusst. Es war klar, dass er die Verteidigung dieses Ortes nicht alleinig in die Hände eines Söldners legen würde. „Wunderbar!“ Ulfric klatschte einmal in die Hände, dass die Hunde aufmerkend die Köpfe hoben. „Wunderbar! Ich danke Euch, Ser! Vielen Dank! Es soll Euch und Euren Gefährten wohlergehen. Und über Eure Bezahlung macht Euch bitte keine Gedanken!“

    Eine merkwürdige Stimmung hatte sich unter den Anwesenden breitgemacht. Ein Teil der Dörfler schien durchaus erleichtert, dass Artur ihnen in der Schlacht zur Seite stand. Vermutlich sahen sie in ihm einen Helden ähnlich dem silbernen Ritter Calenhad. Anderen stand der Zweifel ins Gesicht geschrieben. „Söldner? Hier? Und was, wenn wir ihre Bedingungen nicht erfüllen?“ Das sagten ihre Gesichter in unterschiedlicher Deutlichkeit. Auch die fereldische Natur der Skepsis gegenüber allem Fremden – ob nun der Rasse oder des Landes – stach selbst in Zeiten der Not, wie ein schmutziger Dorn durch Leinenkleidung. Lord Ulfric war jedoch derart erleichtert, dass er befahl eine Flasche des besten Weines zu bringen. Das brachte auch Haesten wieder zurück – seine Ansichten hatte er jedoch nicht draußen gelassen. „Die Dunkle Brut hat den König getötet und den Großteil seiner Armee. Ich bin kein Feigling aber das hier ist…“ „Wir haben die Brut schon bekämpft“, nahm Nimue das Argument von Larissa auf. „Dann solltet ihr euch vielleicht allesamt den Grauen Wächtern anschließen!“, spottete Haesten. „Ihr könnt gehen, Haesten. Niemand hält Euch auf“, sagte Nimue kalt. Der Krieger zögerte einen Moment. „Ich hätte vielleicht nicht mitkommen sollen. Ich dachte, ihr reist nach Orzammar, wo gute Kämpfer für gutes Geld streiten. Menschen dienen Adligen als Leibwächter oder kämpfen in Arenen.“ „Oder sie kämpfen gegen die Dunkle Brut“, erwiderte Nimue mit einem bösen Lächeln. Haestens Pranke winkte ab. „Egal. Ich bin hier und wie es scheint werde ich noch etwas bleiben.“ Er schielte zu den jungen Mädchen, die den Part der Schankmaiden übernahmen und trank einen starken Schluck Wein. „Dann mache ich es mir hier wenigstens angenehm.“ Er stand aus und entfernte sich, um in eine entfernte Ecke des Palastgebäudes zu pinkeln. „Ich hoffe, dass er keine Dummheiten macht“, seufzte die Magierin.

    Während Lord Ulfric sich aus der misslichen Lage des Dorfes gerettet sah und mehr und mehr dem heiteren Feiern, dem Lachen und dem Singen zusprach gesellte sich Ser Peredur zu Artur und zu Nimue. Er hatte mitbekommen, dass die Rothaarige die treibende Kraft hinter der Unterstützung des Dorfes war. „Ihr seid eine Magierin, oder?“, wandte sich der ältere Ritter an sie. Nimue nickte. Viele normale Bürger des Königreichs begegneten den Magiern mit einer Mischung aus Furcht und Skepsis gemischt mit Aberglaube. Sie glaubten, dass Magier die Milch sauer und das Vieh krank werden ließen und dass sie ihre Widersacher in Kröten verwandelten und dann in einen Kochtopf warfen. Derlei Vorgehen war Nimue gänzlich fremd. Ritter wiederum betrachteten die Magie nicht selten als Affront gegen den Erbauer selbst und verachteten ihre Kampfmagie. In Peredurs Augen flackerte eben jener feindselige Argwohn der offenkundig mit dem Gefühl des Dankes focht. „Ich bin eine Magierin des Zirkels“, bestätigte Nimue. „Ich bin eine Heilerin“, fügte sie hinzu. Die Erfahrung hatte gezeigt, dass die Menschen auf diese Bezeichnung freundlicher reagierten. Auch in diesem Fall sollte die Erfahrung Recht behalten. „Das ist gut. Vernichtung haben wir genug in diesem Ort, aber auch genug Verletzte, um die es sich zu bemühen gilt“, sagte Peredur. „Ich danke Euch für Euren Einsatz, Lady…“ „Seren.“ Peredur nickte. „Dank auch Euch, Ser van Markham.“ Er straffte sich. „Die Ehre gebietet es mir, ehrlich zu sein: Ich mag Kämpfer Eures Schlages nicht. Das Söldnertum ist opportunistisch und hat mit der Pflicht eines Ritters wenig gemein. Dennoch bin ich froh darüber, dass Ihr uns hier unterstützt und sei es nur wegen des Goldes.“ Ser Peredur füllte seinen mitgebrachten Tonbecher mit starkem Bier auf. Nimue rümpfte die Nase. Die Augen des Ritters waren wach, seine Nase aber hatte den typischen Rotton eines dem Alkohol zugetanen Mannes. „Wenn Ihr Zeit findet, Lady, so schaut bitte nach unseren Verwundeten und Kranken.“ „Bringt mich im Morgengrauen zu Ihnen, dann schaue ich, was ich tun kann“, stimmte Nimue zu. „Habt Dank.“ Es vergingen ein paar Momente, in denen nur das Geräusch der Feiernden zu hören war, während Peredur mehrfach seinen Becher zum Munde führte. „Wir sind nicht völlig schutzlos hier und unsere Lage nicht so verzweifelt, wie der junge Lord sie dargestellt hat“, sagte Peredur plötzlich. Scheinbar hatte ihn der Gedanke in den vergangenen Minuten bewegt. „Wir haben tapfere Herzen hier, ein paar alte und ein paar junge Kämpfer. Unsere Holzfäller können gut mit der Axt umgehen und unsere Jäger sind geschickte Bogenschützen. Außerdem seid ihr nicht die einzigen Reisenden, die uns helfen. Eine fremdländische Elfe zum Beispiel ist geschickt im Umgang mit Fallen aller Art und eine fereldische Kriegerin führt ihr Schwert so geschickt wie grausam. Ich plane eben diese erfahrenen Krieger, die Ihr nun unterstützt, in Kampfeinheiten zu unterteilen.“ Er nickte, seinen eigenen Plan bestätigend. „Als Ritter habt Ihr eine natürliche Autorität und schon die Geschichten über die schwarze Rüstung werden den Männern Hoffnung auf ein Überleben geben.“ Erwartungsvoll sah er Artur an. Vielleicht, so dachte Nimue, erwartete er Widerspruch.
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    [Bild: zq0QcywsNnimueblaurot_klein.jpg]

    „Das… tut mir sehr leid“, sagte Ulfric. Aus seiner Stimme klang echte Betroffenheit, die sogar seine Augen erreichte. Larissa nickte. „Auch mein Clan ist nicht mehr.“ Sie wusste nicht, warum sie diesem fremden Lord das mitzuteilen wünschte. Ulfric strahlte sehr viel Empathie aus. Seine Worte waren freundlich, sein Auftreten ehrlich. Trotz seiner Jugendhaftigkeit wirkte er überlegt. „Ich danke Euch, Herr“, sagte die Elfe und schlug die Augen nieder. Vermutlich hätten andere Elfen die Dalish dafür gescholten. In ihrem Clan hatte stets die Meinung geherrscht, dass Larissa sich zu viel für die Shemlen und zu wenig für die Jagd interessierte. Der Gedanke an das, was ihre Clanbrüder und Schwestern wohl dazu sagen würden, wenn sie wüssten, dass sie nun mit Menschen und Flachohren reiste, amüsierte und beschämte sie gleichermaßen. In diesem Moment trat Artur wieder auf den Plan und sprach an Ulfric gewand: „Ich nehme euer Angebot an. Jedoch unter Vorbehalt, denn ich kann nicht den ganzen Krieg in Berewic verbringen.“ Das war einerseits sinnig, andererseits auch merkwürdig. Als Söldner fand Artur das Geld dort, wo gekämpft wurde. Andererseits wäre hier vielleicht eine sichere Möglichkeit, sich sein Silber zu verdienen ohne im Auge des Sturms fechten zu müssen. Arturs militärische Expertise ließ ihn dann auch gleich eine vorerst entmutigende Lageeinschätzung abgeben. Er ließ aber durchblicken, dass er nicht für eine verlierende Seite kämpfen würde. „Gut. Ihr könnt uns unterstützen“, sagte Ser Peredur und betonte dabei das letzte Wort bewusst. Es war klar, dass er die Verteidigung dieses Ortes nicht alleinig in die Hände eines Söldners legen würde. „Wunderbar!“ Ulfric klatschte einmal in die Hände, dass die Hunde aufmerkend die Köpfe hoben. „Wunderbar! Ich danke Euch, Ser! Vielen Dank! Es soll Euch und Euren Gefährten wohlergehen. Und über Eure Bezahlung macht Euch bitte keine Gedanken!“

    Eine merkwürdige Stimmung hatte sich unter den Anwesenden breitgemacht. Ein Teil der Dörfler schien durchaus erleichtert, dass Artur ihnen in der Schlacht zur Seite stand. Vermutlich sahen sie in ihm einen Helden ähnlich dem silbernen Ritter Calenhad. Anderen stand der Zweifel ins Gesicht geschrieben. „Söldner? Hier? Und was, wenn wir ihre Bedingungen nicht erfüllen?“ Das sagten ihre Gesichter in unterschiedlicher Deutlichkeit. Auch die fereldische Natur der Skepsis gegenüber allem Fremden – ob nun der Rasse oder des Landes – stach selbst in Zeiten der Not, wie ein schmutziger Dorn durch Leinenkleidung. Lord Ulfric war jedoch derart erleichtert, dass er befahl eine Flasche des besten Weines zu bringen. Das brachte auch Haesten wieder zurück – seine Ansichten hatte er jedoch nicht draußen gelassen. „Die Dunkle Brut hat den König getötet und den Großteil seiner Armee. Ich bin kein Feigling aber das hier ist…“ „Wir haben die Brut schon bekämpft“, nahm Nimue das Argument von Larissa auf. „Dann solltet ihr euch vielleicht allesamt den Grauen Wächtern anschließen!“, spottete Haesten. „Ihr könnt gehen, Haesten. Niemand hält Euch auf“, sagte Nimue kalt. Der Krieger zögerte einen Moment. „Ich hätte vielleicht nicht mitkommen sollen. Ich dachte, ihr reist nach Orzammar, wo gute Kämpfer für gutes Geld streiten. Menschen dienen Adligen als Leibwächter oder kämpfen in Arenen.“ „Oder sie kämpfen gegen die Dunkle Brut“, erwiderte Nimue mit einem bösen Lächeln. Haestens Pranke winkte ab. „Egal. Ich bin hier und wie es scheint werde ich noch etwas bleiben.“ Er schielte zu den jungen Mädchen, die den Part der Schankmaiden übernahmen und trank einen starken Schluck Wein. „Dann mache ich es mir hier wenigstens angenehm.“ Er stand aus und entfernte sich, um in eine entfernte Ecke des Palastgebäudes zu pinkeln. „Ich hoffe, dass er keine Dummheiten macht“, seufzte die Magierin.

    Während Lord Ulfric sich aus der misslichen Lage des Dorfes gerettet sah und mehr und mehr dem heiteren Feiern, dem Lachen und dem Singen zusprach gesellte sich Ser Peredur zu Artur und zu Nimue. Er hatte mitbekommen, dass die Rothaarige die treibende Kraft hinter der Unterstützung des Dorfes war. „Ihr seid eine Magierin, oder?“, wandte sich der ältere Ritter an sie. Nimue nickte. Viele normale Bürger des Königreichs begegneten den Magiern mit einer Mischung aus Furcht und Skepsis gemischt mit Aberglaube. Sie glaubten, dass Magier die Milch sauer und das Vieh krank werden ließen und dass sie ihre Widersacher in Kröten verwandelten und dann in einen Kochtopf warfen. Derlei Vorgehen war Nimue gänzlich fremd. Ritter wiederum betrachteten die Magie nicht selten als Affront gegen den Erbauer selbst und verachteten ihre Kampfmagie. In Peredurs Augen flackerte eben jener feindselige Argwohn der offenkundig mit dem Gefühl des Dankes focht. „Ich bin eine Magierin des Zirkels“, bestätigte Nimue. „Ich bin eine Heilerin“, fügte sie hinzu. Die Erfahrung hatte gezeigt, dass die Menschen auf diese Bezeichnung freundlicher reagierten. Auch in diesem Fall sollte die Erfahrung Recht behalten. „Das ist gut. Vernichtung haben wir genug in diesem Ort, aber auch genug Verletzte, um die es sich zu bemühen gilt“, sagte Peredur. „Ich danke Euch für Euren Einsatz, Lady…“ „Seren.“ Peredur nickte. „Dank auch Euch, Ser van Markham.“ Er straffte sich. „Die Ehre gebietet es mir, ehrlich zu sein: Ich mag Kämpfer Eures Schlages nicht. Das Söldnertum ist opportunistisch und hat mit der Pflicht eines Ritters wenig gemein. Dennoch bin ich froh darüber, dass Ihr uns hier unterstützt und sei es nur wegen des Goldes.“ Ser Peredur füllte seinen mitgebrachten Tonbecher mit starkem Bier auf. Nimue rümpfte die Nase. Die Augen des Ritters waren wach, seine Nase aber hatte den typischen Rotton eines dem Alkohol zugetanen Mannes. „Wenn Ihr Zeit findet, Lady, so schaut bitte nach unseren Verwundeten und Kranken.“ „Bringt mich im Morgengrauen zu Ihnen, dann schaue ich, was ich tun kann“, stimmte Nimue zu. „Habt Dank.“ Es vergingen ein paar Momente, in denen nur das Geräusch der Feiernden zu hören war, während Peredur mehrfach seinen Becher zum Munde führte. „Wir sind nicht völlig schutzlos hier und unsere Lage nicht so verzweifelt, wie der junge Lord sie dargestellt hat“, sagte Peredur plötzlich. Scheinbar hatte ihn der Gedanke in den vergangenen Minuten bewegt. „Wir haben tapfere Herzen hier, ein paar alte und ein paar junge Kämpfer. Unsere Holzfäller können gut mit der Axt umgehen und unsere Jäger sind geschickte Bogenschützen. Außerdem seid ihr nicht die einzigen Reisenden, die uns helfen. Eine fremdländische Elfe zum Beispiel ist geschickt im Umgang mit Fallen aller Art und eine fereldische Kriegerin führt ihr Schwert so geschickt wie grausam. Ich plane eben diese erfahrenen Krieger, die Ihr nun unterstützt, in Kampfeinheiten zu unterteilen.“ Er nickte, seinen eigenen Plan bestätigend. „Als Ritter habt Ihr eine natürliche Autorität und schon die Geschichten über die schwarze Rüstung werden den Männern Hoffnung auf ein Überleben geben.“ Erwartungsvoll sah er Artur an. Vielleicht, so dachte Nimue, erwartete er Widerspruch.


    [Bild: Artur_mal_ohne_Helm_mini.jpg]

    Auf einmal kam eine gewisse Feierstimmung auf, auf jeden Fall wenn man den jungen Lord als Stimmungsbarometer nehmen wollte. Morgana hätte in besserer Verfassung gewiss ein paar Kommentare für Artur gehabt, jetzt jedoch war sie damit beschäftigt ihren Kopf nicht auf den Tisch abzulegen. Stattdessen ruhte ihre rechte Wange auf ihrer flachen Hand, während diese dabei immer ein Stück verrutschte und ihr dann kurz kleine rote Knautschflecken verpasste. Die Hexe korrigierte diese Position immer dann wenn es ihr auffiel, während ihre freie Hand um den Kelch mit dem guten Wein geklammert war. Aus diesem nahm sie ab und zu einen Schluck, während ihr älterer Sitznachbar ihr ein paar seiner Kriegsgeschichten zum Besten gab. Morgana quittierte die Erzählung seiner Heldentaten sporadisch mit einem wohlmeinenden Nicken oder einem müden Lächeln. Mehr Aufmerksamkeit schien der alte Haudegen auch nicht zu benötigen, unterbrach er seine Erzählung nur selten. Wenn er dies tat, dann offensichtlich nur um ein winziges Stück näher an die Schwarzhaarige heranzurücken, oder ihren scheinbar nicht leerer werdenden Kelch nachzufüllen.

    Mealla beobachtete kurz skeptisch wie Haesten sich in einer Ecke erleichterte, bevor sie nachdenklich ihren eigenen Weinkelch schwenkte. Es wunderte sie das der Seemann nicht abreiste, trotz seiner gegenteiligen Aussagen. Eine Art Ehrenkonflikt, oder Angst davor alleine weiterzureisen. Vielleicht beschloß er auch nur den Abend zu genießen und dann am frühen Morgen abzureisen. Die Elfe könnte es ihm nicht verübeln, wäre auch bei ihr wohl der erste Gedanke gewesen. Sie war keine Söldnerin, im klassischen Sinne. Nicht dafür da auf dem Wall Wehr zu stehen. Behutsam setzte sie den Kelch an ihre Lippen, ließ den Rebensaft ihre Kehle hinabgleiten. Klackend stellte sie das Gefäß wieder ab.
    Letztendlich war es egal. Sie war verletzt, fast pleite und in einem fremden Land. Und die einzigen Gründe warum sie überhaupt noch lebte standen gerade in der Halle und unterhielten sich mit dem älteren Ritter. Es gab keine Entscheidung für Mealla. Nur die Hoffnung. Hoffnung auf schnelle Genesung, ihrem Waffenarm und das es der Erbauer zur Abwechslung mal wieder gut mit ihr meinen würde.

    Holzfäller. Jäger. Das was Artur an "Kämpfern" erwartet hatte. Auf offenem Felde praktisch nutzlos, aber hier wo es um die Verteidigung von Heim und Hof ging. Standen die Chancen besser, ein besetzter Wall war immer besser als ein unbesetzter.
    "Nun ich schätze Ehrlichkeit und ich werde sie euch gerne vergelten.", erwiderte Artur freundlich. "Früher habe ich selbst so gedacht wie ihr und wenn ich ein Ritter mit Lehen wäre würde ich wohl wieder so denken.", fügte er lächelnd an.
    "Sicher, ich werde euch unterstützen, wie von euch angedacht. In dem Sinne wie ich der Verteidigung am nützlichsten sein kann.", erklärte Artur selbstbewusst. Gleichzeitig ließ er durchscheinen das er über seine Nützlichkeit letztendlich selbst entscheiden würde. "Was eure Leute aus meiner Anwesenheit ziehen, liegt nicht komplett in meiner Hand. Doch habe ich in der Vergangenheit schon Männer in die Schlacht geführt.", merkte der Ritter souverän an.
    "Offensichtlich habt ihr in eurem Ort viel Glück mit Reisenden. Oder liegt es an dem einnehmenden Wesen eures Lords? Wo sind diese anderen Reisenden von denen ihr sprecht? Hat Lord Ulfric es nicht für nötig gehalten sie zu dieser Feier einzuladen? Oder haben sie sich schon für eure Sache in den Kampf gestürzt?", erkundigte sich Artur höflich. Der Ritter war neugierig was dieser Ort außer Waldarbeitern und alten Kämpen aufzubieten hatte.
    numberten is offline
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