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  1. #21 Zitieren
    Felllecker  Avatar von Moonlord
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    @maekk03: Deine Darstellung von Elsweyr mit den verhuschten Kätzchen und den bösen Thalmor könnte trotzdem sehr gut als Hintergrund taugen. Wir brauchen nur eine zweite Partei, die gleichzeitig agiert, und das könnte eine "Befreiungs-" bzw. Rückeroberungsaktion des Kaiserreichs sein. Unser neuer Held gehört zu dieser Gruppe, womit seine Rasse wieder egal wäre, denn selbst "vernünftige" Altmer können ja gegen die Thalmorherrschaft kämpfen.
    Es wäre sogar denkbar, dass unser Held zu Beginn aus den Klauen der Thalmor flieht oder (durch Widerstandskämpfer) befreit wird, um die Tradition des Gefängnisstarts zu wahren.
    Moonlord ist offline
  2. #22 Zitieren
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    Zitat Zitat von maekk03 Beitrag anzeigen
    Wobei ich mich meine zu erinnern, dass es schon vor einiger Zeit bereits einmal eine Fake-Meldung betreffend TES VI gegeben hat, die genau das selbe behauptet hat.

    Persönlich stelle ich mir es auch schwierig vor ein TES in einen von den Thalmor besetzten Gebiet anzusiedeln.

    Bretonen, Kaiserliche, Redguard, Nord, oder Dunmer, Orks in den von Thalmor besetzten Elsweyr zu verkörpern wäre daher genauso spaßig, wie das Leben eines Juden, der für alle den Judenstern sichtbar trägt, in Deutschland zu Zeit des dritten Reiches (ich hoffe ihr seht mir diesen Vergleich nach).

    Was die übliche Rassenwahl von TES VI in diesen Falle auf zwei bis drei Rassen beschränken würde, nämlich Altmer, Khajiit und Bosmer. Letztere aber nur in der Rolle der entrechteten Sklaven oder als Handlanger des Thalmor-Geheimdienstes. Kajerre in irgendwelchen Gilden und bei Fraktionen, mit Ausnahme des Wiederstandes, könnte der Spieler als Bosmer auch nicht machen, da die Thalmor eine Kariere eines solchen minderwertigen Elfen nicht zulassen würden. Schließlich fanden in Valenwald ja bereits Säuberungsaktionen statt, welche die unreinen Bosmer ausdüngen sollten.

    Alles in allen würde es mich daher sehr überraschen, wenn Bethesda Elsweyr tatsächlich für ein TES VI vorsieht. Bevor dieses geschehen kann MÜSSEN erst die Thalmor vom Angesicht der Welt getilgt werden.
    Vielleicht wird es aber eben die Hauptquest, Elsweyr aus der Versklavung durch die THalmor zu befreien, ja, ENDLICH, gerade im Kontrast zu Skrim, könnten wir den Thalmor mal wirklich den Arsch versohlen.
    Und wir müssen ja diese ganzen Rassen niht darstellen, sollte Bethesda weiterhin kaum mehr Bezug auf usere Rassenwahl als 1-2 Dialoge oder QUests nehmen.
    Wir werden vermutlich weiterhin der (Ex)Gefangene sein (das würde ich auch nicht missen wollen ), der durch Schicksalshand die Freiheit erlangt, als einziger bis auf Beleidigungen nicht von den NAchteilen seiner Art betroffen ist (in SKyrim habe ich als Kajiit nicht ein einziges Mal gehört, dass ich aufgrund meiner Rasse irgendwo niht hinein dürfe, wenn man die Orkfestungen beiseite lässt), der es zum Anführer aller "Gilden", aber mal wieder nicht zum offiziellen Herrscher der Region schafft.

    Wer versucht, ein P&P gemäß intensiv/realistisches RPG zu spielen, wir vermutlich wirklich vor starken Herausforderungen stehen, aber die wenig sensible Umwelt und die vorgegbenen Quests erlösen einem zum GLück von dieser RPG-Intensität und stellen einen vermutlich wieder vor die Wahl: Kämpfer (Nord, Ork, Rhodwardone), Magier (Hochelf, Bretone), Dieb (Kajiit), Assasine (Bosmer), oder eine Mischung aus allem (Dunmer, Argonier).
    Seidoss ist offline
  3. #23 Zitieren
    Mythos
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    Zitat Zitat von Moonlord Beitrag anzeigen
    @maekk03: Deine Darstellung von Elsweyr mit den verhuschten Kätzchen und den bösen Thalmor könnte trotzdem sehr gut als Hintergrund taugen. Wir brauchen nur eine zweite Partei, die gleichzeitig agiert, und das könnte eine "Befreiungs-" bzw. Rückeroberungsaktion des Kaiserreichs sein. Unser neuer Held gehört zu dieser Gruppe, womit seine Rasse wieder egal wäre, denn selbst "vernünftige" Altmer können ja gegen die Thalmorherrschaft kämpfen.
    Es wäre sogar denkbar, dass unser Held zu Beginn aus den Klauen der Thalmor flieht oder (durch Widerstandskämpfer) befreit wird, um die Tradition des Gefängnisstarts zu wahren.
    Das Problem ist, dass der Widerstandskämpfer, sollte er nicht zu den Altmer, Bosmer, oder Khajitt gehören, in ganz Elsweyr sofort als ein solcher erkannt wird.

    Ein Bretone, Kaiserlicher, Redguard, Nord, oder Dunmer, Orks müsste sich nur in der Öffentlichkeit blicken lassen, und schon wüssten alle: 'Ein Spion! Ein Widerstandskämpfer!' Was zur Folge hätte, dass der Spieler dieser Rassen nahezu keinerlei Kommunikation mit den Einheimischen hätte, abseits der Mitglieder des Wiederstandes, da die Zivilbevölkerung entweder zu eingeschüchtert, zu hirngewaschen, oder Stiefellecker der Thalmor wären. Was das Spielerlebnis ebenso einsam gestalten würde, wie seinerzeit das Dasein eines Vampirs in TES III ohne Mods. Denn auch dort wollten 99% aller NPC nicht mehr mit den PC reden, weil sie ihn sofort als Vampir erkannten.
    Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass er beständig von den Thalmor angegriffen werden würde, sobald sie von seiner Anwesenheit erfahren. Stellt euch ein TES vor, wo der Spieler sofort von allen Wachen angegriffen wird, sobald er eine Stadt betritt, und 99% der Einwohner als einzige Reaktion ihn gegenüber rufen: 'Verschwindet! Ich will nicht mit Euch gesehen werden!' bzw. : 'Er IST hier! Wachen! Wachen! Ergreift ihn!'

    Ein solches Szenarium wäre womöglich für ein Stealth-Spiel, der Marke: 'Metal Gear Solid' interessant, und somit für einen TES Ableger, aber nicht für ein vollwertiges TES selber.

    Weswegen ich die einzige Möglichkeit, ein von Thalmor besetztes Elsweyr zum Schauplatz von TES VI zu machen, darin sehe,
    • dass Bethesda den Szenarium jegliche Glaubwürdigkeit nimmt, indem die Thalmor selbst bei einen Bretonen, Kaiserlichen, Redguard, Nord, oder Dunmer, Orks von einen braven Bürger ihres Reiches ausgehen, und daher nichts gegen ihn unternehmen. Was im völligen Wiederspruch zum eigentlichen Szenarium stände.
      (Aber, Hey, Bethesda traue ich dieses zu! Siehe unten!)
    • dass Bethesda das Szenarium soweit erweitert, dass bereits die Hälfte Elsweyr wieder unter Kontrolle des Kaiserreiches ist, und somit ein Art Ost/West Deutschland zu Zeiten des kalten Krieges Szenarium entstehen würde, wo der Spieler auf Seiten der Westmächte *räusper* versucht unbemerkt den Osten zu infiltrieren, und dort Gefahr läuft jederzeit entdeckt und ausgeschaltet zu werden, im Westen sich aber völlig frei bewegen kann.
    Von diesen beiden Szenarium würde ich zweiteres vorziehen. Allerdings ist dieses fast schon zu Ambitioniert für Bethesda Verhältnisse.

    Denn diese haben in TES V ja selbst einen Legionär des Kaiserreiches, in Legionsrüstung, vor Ulfric und den Sturmmänteln, sowie in den von ihnen kontrollierten Gebieten, herumturnen lassen, ohne dass diese an seiner Anwesenheit Anstoß nahmen. Sie haben den feindlichen Soldaten sogar völlig arglos weiterhin ihre Quest anvertraut, so als sei er ein ganz normaler Bürger. Gleiches gilt natürlich auch für General Tullius und den Kaiserreich, sollte man als Sturmmantel, in deren Rüstung, vor ihnen herumtanzen.
    Reaktionen auf den offensichtlichen Feind in ihrer Mitte? Fehlanzeige.

    Daher tippe ich, sollte TES VI tatsächlich in den von Thalmor besetzten Elsweyr stattfinden, auf ersteres. Die Thalmor werden als böse rassistische, faschistische Besatzermacht da gestellt werden, die sich an den offenbaren Feind in ihrer Mitte nicht im geringsten stören. Jegliche Glaubwürdigkeit zu Gunsten der völligen Freiheit des Spielers geopfert. Mehr noch als in TES V, das diesbezüglich bereits auf wackeligen Beinen stand (nicht nur im Bezug zur fehlenden Reaktion des Kaiserreiches/ der Sturmmäntel auf einen feindlichen Soldaten in ihrer Mitte. Sondern auch im Bezug zum Umgang mit den Khajiit, wo alle Khajitt vor den Toren der Städte verbleiben mussten, mit Ausnahme des Spieler-Khajiit ).

    Deshalb hoffe ich, dass es nicht dazu kommen wird, und TES IV in einen Teil von Tamriel stattfinden wird, wo derartige Eingeständnisse nicht nötig sind, da die faschistische Herrschaft der Thalmor dort nicht existiert.

    Wie ich bereits mehrmals gesagt habe, hat sich Bethesda mit der Einführung der Thalmor selber ein Bein gestellt. Denn diese sind derart einseitig böse, und derart rassistisch und faschistisch in ihrer Umsetzung, dass ein glaubhaftes TES in deren Herrschaftsgebieten eigentlich nicht möglich ist.

    Weswegen ich auch hoffe, dass sie bald wieder vom Erdboden Tamriels verschwinden.

    Zitat Zitat von Seidoss Beitrag anzeigen
    Und wir müssen ja diese ganzen Rassen niht darstellen, sollte Bethesda weiterhin kaum mehr Bezug auf usere Rassenwahl als 1-2 Dialoge oder QUests nehmen.
    Und kannst du dir den Aufschrei der Empörung vorstellen, wenn die TES Spieler plötzlich nur noch drei Rassen zur Verfügung haben. Besonders, wenn diese drei Rassen ausgerechnet Altmer, Bosmer und Khajiit sind, welche nicht unbedingt ... die beliebtesten unter den TES Spieler sind. Bethesda würde alleine, um einen großen Anteil an TES Spieler nicht zu vergraulen, ihre Rassenauswahl nicht derart und besonders nicht auf diese drei beschränken.

    Mag sein, dass dir die Rassenwahl egal ist, da du, laut deiner eigenen Aussage, bei TES sowieso kein Wert auf Rollenspiel im Kopf legst. Es gibt, so mein Eindruck, aber genügend TES Spieler, die dieses tun. Ebenso genügend Spieler, die einen gewisses Eye-Candy bei ihrer Spielfigur voraussetzen (siehe zahlreicher Beauty-Mods). Und nicht zu vergessen die Spieler, welche sich mit den eigenen HC nicht identifizieren können, wenn er kein Mensch ist.

    Dein Vorschlag würde nach den Mainstream-Erfolg von TES IV-V, aus TES VI ein Nischenprodukt machen, und das ist das letzte was Bethesda möchte.
    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (10.01.2018 um 13:33 Uhr)
  4. #24 Zitieren
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    Zitat Zitat von maekk03 Beitrag anzeigen
    Und kannst du dir den Aufschrei der Empörung vorstellen, wenn die TES Spieler plötzlich nur noch drei Rassen zur Verfügung haben. Besonders, wenn diese drei Rassen ausgerechnet Altmer, Bosmer und Khajiit sind, welche nicht unbedingt ... die beliebtesten unter den TES Spieler sind. Bethesda würde alleine, um einen großen Anteil an TES Spieler nicht zu vergraulen, ihre Rassenauswahl nicht derart und besonders nicht auf diese drei beschränken.

    Mag sein, dass dir die Rassenwahl egal ist, da du, laut deiner eigenen Aussage, bei TES sowieso kein Wert auf Rollenspiel im Kopf legst. Es gibt, so mein Eindruck, aber genügend TES Spieler, die dieses tun. Ebenso genügend Spieler, die einen gewisses Eye-Candy bei ihrer Spielfigur voraussetzen (siehe zahlreicher Beauty-Mods). Und nicht zu vergessen die Spieler, welche sich mit den eigenen HC nicht identifizieren können, wenn er kein Mensch ist.

    Dein Vorschlag würde nach den Mainstream-Erfolg von TES IV-V, aus TES VI ein Nischenprodukt machen, und das ist das letzte was Bethesda möchte.
    Ich fürchte, du hast mich gründlich missverstanden:
    Die Spieler können sich in ihren Köpfen RPG-intensive Vorstellungen machen, wie sie wollen, dazu regt die Welt an sich ja auch grundlegend an.
    ABER im tatsächlichen Spielverlauf ist dies bisher nie berücksichtigt worden: OK, bis TES IV hatte man +5Punkte in Beliebtheit bei NPCs der eigenen Rasse, in Oblivion mag der global fame Wert auch sein übriges getan haben.
    In Skyrim muss man zugute halten, dass bei den Orkfestungen auf die eigene Rasse eingegangen wird, aber im völligen Kontrast dazu steht die Tatsache, dass man als Kajiit nicht an einem einzigen Stadttor aufgehalten wird - Die Kajit dürfen eigentlich nicht in die Städte!

    Was ich damit sagen will, ist eben:
    Egal, wie sehr sich die Spieler in die Welt reinsteigern (negativ formuliert / in die Welt eintauchen und sich mit ihren Helden identifizieren (positiv formuliert) : Bisher ist TES darauf nie wirklich eingegangen.
    D.h. ich gehe fest davon aus, dass selbst in einem von den Thalmor besetzten Elsweyr alle Rassen problemlos spielbar sein werden; der Held wieder der eine seiner Art/Rasse ist, der bis auf 1-2 Wachenmonologe in jede Stadt darf - oder in keine; der nicht gleich als Widerständler erkannt wird - oder ständig auf der FLucht ist.
    Aber die Wahl der Rasse wird - wenn Bethesda nicht plötzlich erhebliche Sprünge macht was die Auswirkungen der Rassenwahl betrifft - mal wieder sogut wie keine, vor allem kaum bis gar keine Quest/Storyrelevanten Auswirkungen haben.
    Seidoss ist offline
  5. #25 Zitieren
    Mythos
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    Zitat Zitat von Seidoss Beitrag anzeigen
    Ich fürchte, du hast mich gründlich missverstanden:
    Dann entschuldige ich mich. Ich hatte deinen Text zu verstanden, dass du vorschlägst dass Bethesda nur die Rassen für TES VI anbietet, welche in diesen recht speziellen Szenarium noch Sinn machen.


    ...
    Aber die Wahl der Rasse wird - wenn Bethesda nicht plötzlich erhebliche Sprünge macht was die Auswirkungen der Rassenwahl betrifft - mal wieder sogut wie keine, vor allem kaum bis gar keine Quest/Storyrelevanten Auswirkungen haben.
    Das mit jeden darauffolgenden TES der Rollenspielanteil geringer wird, um den Mainstream-Spieler nicht zu verärgern, ist, denk ich, jeden bewusst.

    Man stelle sich einmal vor der Mainstream-Spieler müsste seine Handlungen an seine Charakterwerte, Klasse und Fähigkeiten anpassen, und Taten hätten Konsequenten.
    Die einzige Reaktion dieses Spieler wäre wahrscheinlich: 'Wie, ich kann nicht tun und lassen was ich will? Das Spiel ist schlecht!'
    Schon seit längeren habe ich den Eindruck, dass der Mainstream-Spieler glaubt, ein Rollenspiel definiert sich dadurch, dass man völlige Freiheit hat, und somit jederzeit seinen Charakter so spielen kann, wie man sich diesen vorstellt, statt an Charakterwerte, Konsequenzen etc. gebunden zu sein.
    Weswegen ich auch den Begriff 'Rollenspiel im Kopf' für diese Spieler nutzte, denn im Spiel selber findet schon lange kein Rollenspiel mehr statt. Siehe fehlende Konsequenzen auf Charakterwerte, Klasse, Fähigkeiten und Entscheidungen.

    Das man das OpenWorld Konzept durchaus mit einen auf Charakterwerte, Klasse, und Fähigkeiten basierenden CRPG kombinieren kann, inklusive Konsequenzen für Entscheidungen und Taten, hat Obsidian seinerzeit bewiesen als es im Auftrag von Bethesda 'Fallout: New Vegas' erschuf.
    Ironischerweise ist 'FO: New Vegas' genau das Spiel, das, so mein Eindruck, die Hauptzielgruppe von Bethesda ablehnt, da es ihnen die gewünschte völlige Freiheit der üblichen Bethesda Open World Spiele nimmt.
    Weswegen ich auch wenig Hoffnung habe, dass Bethesda zukünftig stärker in diese Richtung entwickeln wird.

    Die Schattenseite dieser Entwicklung ist aber, dass die Weltumsetzung von TES mit jeden Ableger mehr und mehr an Glaubwürdigkeit verliert. Bethesda versucht beständig eine Nation voller Konflikte zu erschaffen, sei es im kleinen bei den Gilden, oder im Großen bei politischen Auseinandersetzungen. Eigentlich die perfekte Kulisse für ein gutes Rollenspiel. Nur, dass im Falle von TES keine Handlung des Spielers Konsequenzen haben darf, um seine völlige Freiheit, jederzeit die Rolle verkörpern zu können, die er will, nicht zu gefährden. Was dazu führt dass Bethesda Welten mehr und mehr Vergnügungsparks gleichen, dessen verschiedenen Aktrationen nebeneinander her existieren ohne sich irgendwie zu beeinflussen.
    Bethesdas TES Teile bestehen mittlerweile nicht mehr aus einer zusammenhängenden Welt, sondern aus vielen kleinen separaten, die unabhängig voneinander existieren, z.B. die Welt der Kriegergilde, die Welt der Magiergilde, die Welt der Hauptquest etc. Über all diesen Welten schwebt dann der allmächtige, unantastbare Playercharakter. Und seine Allmacht, seine Unantastbarkeit, ist der Tod jeglicher Glaubwürdigkeit der Welt.

    Bereits TES V knirschte an allen Ecken und Kanten mit seiner Umsetzung von Himmelsrand, bedenkt man, dass sowohl der dort herrschende Bürgerkrieg, als auch der Rassismus der Nord gegenüber anderen Rassen, denn PC völlig ausschloss.
    Konnte man dieses noch irgendwie damit rechtfertigen, dass der PC als Drachenblut eine Art Sonderstellung einnahm, und ganz Himmelsrand aufgrund seines Dasein als Superheld duckte, wird dieses Rechtfertigung für die Unantastbarkeit des PC, spätestens in einer von den Thalmor kontrollierten Nation nicht mehr funktionieren. Denn diese Faschisten werden sich nicht im geringsten darum kümmern, dass mit den PC jetzt Superman persönlich vor ihnen steht.
    Beziehungsweise sie SOLLTEN sich nicht darum kümmern. Tun sie es doch, und schenken den PC erneut die selber Unantastbarkeit wie ihre Vorgänger in TES V, wird Bethesda denn letzten Funken Glaubwürdigkeit der Welt opfern, der ihrer Reihe noch geblieben ist.

    Wird dieses den Mainstream, und somit die Hauptzielgruppe von TES, stören? Nein, die Glaubwürdigkeit der Welt interessiert diese Spieler nicht. Sie wollen nur zocken... ohne sich Gedanken um irgendetwas machen zu müssen.

    Persönlich HOFFE ich aber, dass es nicht soweit kommt, und Bethesda sich für TES VI eine anderes Gebiet aussucht, als eine von den Thalmor kontrollierte Nation. Denn bei mir ist das Fehler der Glaubwürdigkeit der Welt durchaus ein Kriterium um ein Spiel nicht zu spielen.

    (Weswegen, und das muss ich bei der Gelegenheit zugeben, das letzte TES, das mich seinerzeit wirklich überzeugt hat, TES III war. Seitdem wird die Umsetzung der Charaktere, samt zu vergebener Quest, in den TES Spielen immer besser, und die Glaubwürdigkeit der Welt immer schlechter...)

    maekk03 ist offline
  6. #26 Zitieren
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    Da muss ich dir leider zustimmen: Meine Hoffnung, dass von Teil zu Teil durch die steigenden technischen Möglichkeiten (engine, Grafik, etc.) und die seit Oblivion gezeigte Bereitschaft - die mich damals sehr erfreut hatte - (fast) alles zu synchronisieren, auch die Sensibilität der Welt auf den Spieler steigen würde, wurde enttäuscht: bei Skyrim!
    Oblivion war vor allem diesbezüglich ein Schock, dass so viele Talente weggefallen sind (was man sicher sowohl positiv als auch negativ bewerten kann).
    Positiv waren jedoch Dinge wie der knappe Kommentar des Kaisers zu meinem Sternzeichen oder Baurus Kommentar zu unserer Klasse. Das sind Details, auf die es mir ankommt.
    Insofern muss ich Skyrim doch zumindest die wenigen, aber immerhin erst seit Skyrim vorhandenen Kommentare (der Wachen) anrechnen, die auf den Questerfolg des Helden wenigstens einmalig, manchmal redundant eingehen.

    Zurück zu Oblivion:
    Was mich sehr gestört hat, war auch, dass ich Erzmagier war und eine Diebesgildenquest erledigte, erwischt wurde, als ich irgendeinen Schlossmagus beklaute - und plötzlich aus der Magiergilde ausgestoßen wurde, weil der Magus zufälligerweise deren Mitglied war.
    Mir ist ja klar, dass man auch als Erzmagier nicht tun und lassen können sollte, was man will, aber dass sich der feine Herr [hab seinen Namen vergessen] mit einem unhöflichen Tonfal wagt, mir: Seinem f**** Vorgesetzten, der ihm und der ganzen Gilde, gewissermaßen ganz Cyrodiil den Arsch gerettet und die Totenbeschwörer vernichtet hat, zu erzählen, was ih für 'gerechtfertigterweise harte Strafen' erdulden müsse, war mir doch etwas zu wenig beachtung meiner Leistungen.

    Mhm, ich muss an dieser Stelle Skyrim doch wieder loben: Hier gibt es wenigstens den Thanetitel, der in wenigen Fällen eine solche Würdigung darstellt.

    Vergleichbar damit - was mir wirklich gut an Oblivion gefiel und ich bei Skyrim absolut vermisse - ist das fame/infame System Oblivions: OK, es gab noch keine Stadtwahenkommentare zu dem, was ich gemacht habe, aber meine Beliebtheitspunkte bei den meisten NPCs stiegen mit meinen Famepunkten an.
    Auf der anderen Seite erinnere ich mich an eine Daedraquest, die man nur machen konnte, wenn man genug infamepunkte hatte - Geil!


    Aber wie man sieht, haben Oblivion uns Skyrim Neureungen erfahren im Vergleich zu Morrowind, die sehr gut sind/Waren, aber leider hat man nicht alles gute behalten, wodurch nicht wirklich eine Steigerung des RPG-Feelings von Teil zu Teil erreiht wird, fast schon trotzdem weiter abschwächt, weil an zu vielen anderen Stellen vereinfacht wurde.

    Ein tolles Element der Magiergilde in Oblivion war das Sammeln der Empfehlungsschreiben.
    Die Unterrichtsstunde bei Tolfdir ist witzig.

    Aber das alles kommt noh nicht heran an die mystiche Welt Morrowind, an die Tatsache, dass man wirklich sich seinen Aufstieg von Rang zu Rang verdienen muss, nicht indem man nah jeder Quest gleih eine Rangerhöhung bekam, sondern man musste zusätzlich bestimmte Fähigkeiten beherrschen. Das war echtes Aufstiegsfeeling.

    Sowieso scheint mir Morrowind trotzt oder vllt. wegen der unglauclichen Größe und Vielfalt der Welt am stimmigsten, am intensivsten.

    Wie gesagt: Oblivion und Skyrim haben beide je eigene Elemente, die ich sehr positiv (auch) im Kontrast zu Morrowind vergleichen kann (ich habe TES 1-2 nie gespielt, kann also nur zwischen 3-5 vergleichen), aber in der Gesamtheit überzeugen beide Spiele nicht, und dass obwohl das Kampfsysten sich vom Würfelsystem der P&P-Artigkeit endlich wegentwickelt hatte, sodass man nicht in einen Gegner reinläuft, bis man sich nicht mehr weiter fortbewegen kann, man den Gegner also definitif berührt, 3-10mal auf schlagen drückt, und nur 1x trifft XD.

    Es ist ein bisschen zu vergleihen mit Diablo II vs Diablo III, wo es sogar noch krasser ist: Das Kampf- und Levelsystem, die Grafik, die Monologe und Dialoge auch die süßen kleinen zwischen den NPCs, die für Diabloverhältnisse riesige Story... in allen einzelnen Elementen finde ich Diablo III mit Abstand besser als Diablo II... aber aus rgendeinem Grund, fehlt die Atmosphäre, da kommt III einfach nicht an den II. Teil ran, ich weiß nicht, wieso.
    Und ähnlich geht es mir auch mit TES 4-5 vs 3.
    Seidoss ist offline
  7. #27 Zitieren
    Mythos
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    Zitat Zitat von Seidoss Beitrag anzeigen
    Insofern muss ich Skyrim doch zumindest die wenigen, aber immerhin erst seit Skyrim vorhandenen Kommentare (der Wachen) anrechnen, die auf den Questerfolg des Helden wenigstens einmalig, manchmal redundant eingehen
    Wobei ich es diesbezüglich nicht gut finde, dass es die Wachen waren, welche die Taten des Spielers reflektiert haben. Beim nächsten TES wünsche ich mir, dass solche Kommentare von der Zivilbevölkerung kommen. Klatsch und Tratsch ist schließlich die Aufgabe des Bürgers. Zudem entstand dadurch in TES V der Eindruck, dass nur die Wachen von den Taten des Drachenblutes gehört hatten, und die Bevölkerung diesbezüglich völlig arglos war.

    Daher würde ich sagen: Schritt in die richtige Richtung von Seiten Bethesda, aber falsch umgesetzt.
    Zurück zu Oblivion:
    Was mich sehr gestört hat, war auch, dass ich Erzmagier war und eine Diebesgildenquest erledigte, erwischt wurde, als ich irgendeinen Schlossmagus beklaute - und plötzlich aus der Magiergilde ausgestoßen wurde, weil der Magus zufälligerweise deren Mitglied war.
    Mir ist ja klar, dass man auch als Erzmagier nicht tun und lassen können sollte, was man will, aber dass sich der feine Herr [hab seinen Namen vergessen] mit einem unhöflichen Tonfal wagt, mir: Seinem f**** Vorgesetzten, der ihm und der ganzen Gilde, gewissermaßen ganz Cyrodiil den Arsch gerettet und die Totenbeschwörer vernichtet hat, zu erzählen, was ih für 'gerechtfertigterweise harte Strafen' erdulden müsse, war mir doch etwas zu wenig beachtung meiner Leistungen.
    Was erwartest du? Die Magiergilde kürt doch jeden dahergelaufenen, selbst wenn er überhaupt keinerlei Zauber, beherrscht zum Erzmagier. Dementsprechend ist der Titel auch nichts wert. Und da wunderst du dich wirklich, dass sie deinen PC beim ersten Vergehen vor die Türe setzten und sich einen anderen Erzmagier suchen?



    Abgesehen davon finde ich deine Kritik etwas widersprüchlich. Auf der einen Seite forderst du mehr Konsequenzen in TES, was deine Taten betrifft (worin ich dir zustimmen), auf der anderen kritisierst du, dass du der Magiergilde verwiesen wirst, wenn du im Auftrag des Diebesgilde ein Mitglied ersterer bestielst.

    Das mag zwar etwas unglücklich, in deinen speziellen Falle als Erzmagier, gewesen sein, aber war einer der wenigen Momente, wenn nicht sogar der einzige, wo die Taten des PC in TES IV tatsächlich Konsequenzen mit sich zogen.

    Vergleichbar damit - was mir wirklich gut an Oblivion gefiel und ich bei Skyrim absolut vermisse - ist das fame/infame System Oblivions: OK, es gab noch keine Stadtwahenkommentare zu dem, was ich gemacht habe, aber meine Beliebtheitspunkte bei den meisten NPCs stiegen mit meinen Famepunkten an.
    Auf der anderen Seite erinnere ich mich an eine Daedraquest, die man nur machen konnte, wenn man genug infamepunkte hatte - Geil!
    Ich meine mich erinnern zu können, dass bereits die Wachen in TES IV die Charakterwerte und Taten des PC kommentierten. Während in TES V nur noch die Taten reflektiert werden. Womit TES auch diesbezüglich einen Rückschritt erlitten hat.

    In TES VI werden dann, ausgehend von der Entwicklung, nicht einmal mehr die Wachen die Taten des PC reflektieren. Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt.

    Die beste Umsetzung, was den Ruf betrifft, hat beim Open World Konzept noch Obsidian mit 'FO: NW' abgeliefert mMn. Jeder Ort und jede Fraktion hatte ein separates Rufsystem, und je nachdem wie hoch oder niedrig der PC bei diesen stand, reagierten Mitglieder des Ortes oder der Fraktion anderes auf ihn.
    maekk03 ist offline
  8. #28 Zitieren
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    Gab es eigentlich bei Morrowindirgendwelche Reaktionen, rechtlichen vor- oder NAchteile oder Gesprächsoptionen, die sich im Verlauf der Quests auch außerhalb der direkt betrofenen Fraktionen/Personen, wie der einzelnen Gilden, gezeigt haben? Oder hatte sich das ausschließlich im Rahmen eines Gobal-fame Systems in den Beliebtheitspunkten niedergeschlagen?
    Ich erinnere mich da nicht mehr genau.
    Seidoss ist offline
  9. #29 Zitieren
    Mythos
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    Zitat Zitat von Seidoss Beitrag anzeigen
    Gab es eigentlich bei Morrowindirgendwelche Reaktionen, rechtlichen vor- oder NAchteile oder Gesprächsoptionen, die sich im Verlauf der Quests auch außerhalb der direkt betrofenen Fraktionen/Personen, wie der einzelnen Gilden, gezeigt haben? Oder hatte sich das ausschließlich im Rahmen eines Gobal-fame Systems in den Beliebtheitspunkten niedergeschlagen?
    Ich erinnere mich da nicht mehr genau.
    Nein, TES III ist bezüglich der Nebenquest noch reaktionsarmer als seine Nachfolger.

    Mit steigenden guten Ruf reagieren die NPC allgemein positiver auf den PC, sprich der Begrüßungssatz im ersten Dialog wird immer zuvorkommender, und der Sympathiebalken ist dann höher. Und per Sprachausgabe rufen die NPC dann bei Zeiten: 'Ich habe bereits von Euch gehört. Seid mir aufs herzlichste Willkommen!'
    Umgekehrt ist die Reaktion natürlich bei sinkenden Ruf, was letztendlich dazu führen kann, dass bestimmte NPC nicht mehr mit den PC reden, da er in ihren Augen ein Verbrecher ist.

    Aber dass die NPC, außerhalb der zuständigen Quest, ihn auf seine Taten direkt ansprechen existiert nur beim Fortschreiten der Hauptquest. Siehe z.B.:

    'Die Nachricht von Euch und den Prophezeiungen hat sich verbreitet. Die meisten Leute denken, es sei nur ein harmloser Aberglaube, nicht wert, dass man sich darüber aufregt. Im Tempel sind sie natürlich anderer Ansicht. Sie sagen, Ihr seid alle Ketzer. Eine schwierige Situation.'

    'Ihr seid der Prophezeite? Seltsame Zeiten. Wann werdet Ihr zum Roten Berg aufbrechen, um dem Teufel Dagoth Ur entgegenzutreten? Wenn Ihr geht, geht Ihr mit unserem Segen.'

    'Die Pest ist verschwunden. Einfach spurlos verschwunden. Der Himmel über dem Roten Berg ist wieder blau. Wir alle sind Euch zu großem Dank verpflichtet.'


    Was immerhin mehr IST, als man über die Reaktion der NPC's im Bezug zur Hauptquest in TES IV und TES V sagen kann. Das undankbare Pack in Cyrodiil oder Himmelsrand bemerkt nicht einmal dass der PC ihnen gerade allen den Arsch gerettet hat, bzw. interessiert sich nicht dafür, und lässt dementsprechend jegliche Reaktion oder gar Dankbarkeit diesbezüglich missen. Weswegen ich die Hauptquest in TES IV und TES V auch als extrem unbefriedigend empfinde.
    Ich meine mein PC rettet die Welt... und keiner dankt es ihm?

    Das ist, als würde man selbstlos als Zivilist in ein brennendes Haus rennen, um dort einige Menschen herauszuholen, und kaum hat man es wieder mit diesen aus den Flammen herausgeschafft, reagieren alle Beteiligten bzw. Anwesenden so als hätte es niemals diesen Zwischenfall gegeben.

    Hier erschlägt Bethesdas 'keine Konsequenzen' Politik bei TES IV und V jeglichen Grund die Hauptquest überhaupt anzugehen. Denn... um einmal die philosophische Frage mit den Baum ('Wenn ein Baum im Wald umfällt, und niemand bemerkt es, ist der Baum dann umgefallen?') umzuinterpretieren: 'Wenn die Welt gerettet wurde, und niemand bemerkt es, wurde die Welt dann gerettet?'
    Eine Quest verliert doch jegliche Bedeutung, wenn diese keinerlei Reaktion der Spielwelt hervorruft. Weswegen es mir bei TES IV und V auch stets schwer fällt mich dauerhaft zu motivieren.

    Ein Held wird ja nicht dadurch definiert, dass er Dinge tut, die für jeden selbstverständlich sind und daher keinerlei Beachtung benötigen. Trotzdem hinterlässt TES beständig dieses Gefühl. Womit das Erfolgserlebnis für mich ausbleibt.

    TES hat, von der Lore und den Hintergründen, eine fantastische Welt... und ihre Umsetzung versinkt in Belanglosigkeit.
    Was schlicht wieder beweist, dass Bethesda eine fantastische Kulisse erschaffen kann, aber nicht in der Lage ist diese mit interessanten Inhalt zu füllen.
    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (12.01.2018 um 17:26 Uhr)
  10. #30 Zitieren
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    Interessante Inhalte gibt es schon, aber sie werden zu offen gelassen oder zu billig verkauft.

    Ich finde, das schlimmste, was TES bisher bietet, sind die Gefährten:
    Man macht eine Quest und dann gibt es eine Story-QUest, das nur 2-3 Mal im Wechsel und schon kommt ja quasi der Endkampf.
    Und nach allem, was einem allein der Ladebildschirm ber Isgramor und Wuthard und die Stellung des Herolds der Gefährten in allen Fürstentümern erzält: Wenn man der Wuthrad schwingende Herold ist als PC, dann ist das ja schon (fast) mehr Wert, als das Drachenblut zu sein.
    Aber niemand scheint die Waffe zu erkennen, dafür kommt dann mal ein Soldat um die Ecke, wenn wir Assasine sind und uns erkennt (soviel zum THema Heimlichkeit): Psst, ich weiß wer Ihr seid: Lang lebe Sithis! - aber die wichtigste, legendärste Waffe der Menschheit, das juckt niemanden? Oh je...

    Achso, um Kontrast steht natrlich wieder TES III, wo man nicht nur mehr Handlangeraufgaben beommt, um aufzusteigen sondern auch einen entsprechenden Talentspiegel vorweisen muss.
    Seidoss ist offline
  11. #31 Zitieren
    Mythos
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    Zitat Zitat von Seidoss Beitrag anzeigen
    Interessante Inhalte gibt es schon, aber sie werden zu offen gelassen oder zu billig verkauft.
    Ich würde den Zustand eher als verschenktes Potential bezeichnen. Denn damit ein Inhalt interessant wird muss entsprechendes schon vorhanden sein. Und TES scheitert bereits daran. Selbst TES III ist vergleichsweise langweilig, wenn man die interessante Lore und die bizarre Kulisse außen vor lässt.

    Aber niemand scheint die Waffe zu erkennen, dafür kommt dann mal ein Soldat um die Ecke, wenn wir Assasine sind und uns erkennt (soviel zum THema Heimlichkeit): Psst, ich weiß wer Ihr seid: Lang lebe Sithis! - aber die wichtigste, legendärste Waffe der Menschheit, das juckt niemanden? Oh je...
    Das finde ich, ehrlich gesagt, sehr beunruhigend, dass somit nahezu jede Wache in Himmelsrand ein heimlicher Jünger von Sithis, und Mitglied der dunklen Bruderschaft, ist.

    Was Bethesda sich dabei wohl gedacht hat?

    Achso, um Kontrast steht natrlich wieder TES III, wo man nicht nur mehr Handlangeraufgaben beommt, um aufzusteigen sondern auch einen entsprechenden Talentspiegel vorweisen muss.
    Siehe meinen Beitrag oben: Der Mainstream-Spieler ist der Auffassung, dass ein Rollenspiel sich dadurch definiert, dass man jederzeit die Rolle so spielen kann, wie man sich diese vorstellt. Und da sind Charakterwerte, welche diese Möglichkeiten beschränken, den Spielerlebnis dieser Zielgruppe nur im Weg.
    maekk03 ist offline
  12. #32 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von Fed
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    So, nach längerer Pause muss ich jetzt mal wieder meinen Senf dazu geben:

    Zum eigentlichen Thema dieses Threads, das Drachenblut als Kaiser, habe ich noch folgendes anzumerken. Das Hauptargument gegen diese These ist, dass in der Vergangenheit dem Spieler eine so große Ehre nicht zuteil wurde. Aber ist das denn wirklich so? Immerhin wurde man in Oblivion zu einem Daedraprinzen und das ist schon eine Hausmarke. Und man sollte noch eines bedenken: Niemals zuvor hatte man eine so prominente Heldenrolle wie in Skyrim. Das Drachenblut ist durch Tiber Septim mehr als nur ein lokaler Held, es betrifft das gesamte Kaiserreich. Sehr schön an dem Emblem auf der Verpackung des Spiels zu erkennen. Das Drachenblut ist mit Kaiserreich verhoben. In der Vergangenheit haben Anhänger der imperialen Seite dies als Argument für sich beansprucht, aber meiner Meinung nach, geht es darum nicht. Beide Bürgerkriegsparteien sind im Recht und gleichzeitig auf dem Holzweg. Und nur ein Drachenblut auf dem Thron könnte die Seiten vereinen, den Bürgerkrieg obsolet machen und einen Aufschwung einläuten. Vielleicht war auch das der Grund warum Titus Mede so ein unglaublicher Dummkopf ist. Er ist steht im Kontrast zum "strahlenden" Drachenblut. Und mit maekk03s Anmerkung bezüglich der Umbenennung des Kaisers ist am Ende auch das Rassenproblem gelöst.
    Von der logischen Seite her, gibt es also kein Argument, das dagegen spricht.
    Nur die bisherige Tradition, dass man nicht zum Herrscher wurde, spricht dagegen. Man wird sehen wie es Bethesda am Ende lösen wird, ich wäre allerdings nicht überrascht, wenn das Drachenblut auf dem Thron enden würde. Immerhin hätte ich es auch in Oblivion nicht für möglich gehalten, dass man a, selbst ein Drachenblut spielen wird und b, die Drachen zurückkehren.

    Und zum generellen Gameplay von Bethesda und dem Mangel an Konsequenzen möchte ich auch noch ein paar Punkte anmerken:

    Obwohl ihr im Kern goldrichtig liegt möchte ich doch zwei Punkte etwas relativieren:

    1. Magieunbegabt und Erzmagier: Jedes Drachenblut ist ein Meistermagier, da es die Stimme beherrscht. Das muss man schon amerken
    2. Die Seele, die man den Daedra verschachert: Da das Drachenblut die Seele eines Drachen besitzt, geht sie weder nach Sovengarde noch kann ein Daedra Anspruch darauf erheben. Nur bei drastischen Fehlern und einer langanhaltenden Korruption der Seele ist dies möglich. Viel wahrscheinlicher ist dagegen ein Aufstieg ins Reich der Götter wie einst bei Talos.

    Aber natürlich verstehe ich im Kern eure Aussagen und sehe das ähnlich.

    Neben den bereits erwähnten Schwächen sehe ich den Hauptgrund in der Entwicklung bei den Fokusgruppentests. Gehen wir doch mal ein paar Jahre zurück. Computerspiele, speziell Rollenspiele, waren eine Randerscheinung. Der Markt war klein, die Budgets überschaubar. Und Entwickler waren meist auf ihre Vision bezogen, egal was andere davon denken würden. Gothic ist für mich da ein Paradebeispiel. Vier Kerle wollten ein Spiel machen, das ihnen selbst gefällt. Und es wurde zur damaligen Zeit wohl das immersivste Rollenspiel auf dem Markt.
    Heutzutage entstehen bei den großen Publishern solche Spiele nicht mehr, zuviel steht auf dem Spiel, daher will man das Risiko minimieren und befragt ausgewählte Spieler. Aber genau dieses Ergebnis kann trügerisch sein. Mal ein Beispiel was ich damit meine: Nehmen wir bei Skyrim die Drachenangriffe und bei Fallout die Siedlungsverteidigungen. Wäre ich ein Fokusgruppentester und hätte einen Drachenangriff erlebt, dann hätte ich das Highlight hervorgetan, mit anderen Worten mehr davon. Aber am Ende ist es genau die erhöhte Zahl, die das Feature zerstört, das eigentlich ja Spaß machen sollte. Gleiches gilt für die Siedlungsverteidigungen. Die Burg gegen das Institut zu verteidigen macht Spaß, aber es tausendmal machen zu müssen, eher weniger. Dieses Phänomen gibt es übrigens auch bei Fernsehserien.

    Und natürlich haben wir Spieler auch einen großen Anteil an der Entwicklung. Durch die Masse an Spielen auf dem Markt ist die Geduld kleiner geworden, weil man so viele Alternativen hat. Ich erinnere mich an die Zeit als Baldurs Gate 2 auf den Markt kam. Viel Konkurrenz gab es da nicht und man war förmlich gezwungen sich in das Spiel einzuarbeiten. Und es wurde am Ende auch belohnt.
    Aber Spiele mit hohem Einarbeitungsfaktor haben es heute sehr schwer sich durchzusetzen, gerade dann, wenn es über das Kampf- und Levelsystem hinausgeht.

    Ich erinnere mich auch gerne an Vampire Bloodlines. Ein Nosferatu hatte eine komplett andere Herangehensweise wie ein Tremere. Aber warum sollten die Entwickler sich heutzutage noch diese Mühe machen. Der Markt ist schnelllebig und die wenigsten Spieler wissen den Aufwand überhaupt zu schätzen.
    Aber das war trotz des Actionanteils noch ein echtes Rollenspiel und das ganz ohne Klassen. So etwas würde mir auch für TES gefallen. Man könnte den Rassen so viele spezielle Eigenschaften geben, die sich neben den klassischen Skillbäumen mitentwickeln. Heute sind die Rassen fast nur noch kosmetischer Natur, ja sogar die Sternzeichen sind nicht mehr permanent. Keine Konsequenzen mehr, keine Unterschiedlichkeit.
    Aber wie schon gesagt Bethesda ist da in prominenter Gesellschaft. In Dragon Age 2 konnte man als Magier auch frei durch die Gegend hüpfen, gesellschaftlich hatte die Klasse keine Auswirkung. Verschenktes Potential.

    Und zu TES VI in Elsweyr:

    Wenn der nächste Teil in einer Aldmeriprovinz spielt, dann wäre Elsweyr eine gute Option. Immerhin haben sich die Katzenmenschen freiwillig angeschlossen und falls Zweifel an ihrer Entscheidung aufkommen, dann würde das ein gutes Setting bieten.
    Fed ist offline Geändert von Fed (18.01.2018 um 05:18 Uhr)
  13. #33 Zitieren
    Felllecker  Avatar von Moonlord
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    Zitat Zitat von Fed Beitrag anzeigen
    Und zu TES VI in Elsweyr:

    Wenn der nächste Teil in einer Aldmeriprovinz spielt, dann wäre Elsweyr eine gute Option. Immerhin haben sich die Katzenmenschen freiwillig angeschlossen und falls Zweifel an ihrer Entscheidung aufkommen, dann würde das ein gutes Setting bieten.
    Na ja, ganz "freiwillig" würde ich das nicht nennen.
    Hier hat Beth das Phänomen des Populismus sehr gut eingebracht. Durch geschickte Argumentation - der Thalmor mit seinen mächtigen Magiern hat angeblich die verschwundenen Monde zurückgebracht - ist es einigen Elfen- und Khajiitpolitikern gelungen, eine Mehrheit für den Anschluss zu gewinnen. Da war wohl die Angst großer Teile der Bevölkerung vor dem Verlust religiöser oder kultureller Werte (Mondanbetung) größer als die Angst vor der Altmerisierung.
    Dass die Khajiit keine vollwertigen Mitglieder des Bundes sind, ist unstrittig.
    Die Erkenntnis, dass das ganze eine Sch***idee war, dürfte also (analog zu einem europäischen Inselstaat) längst bei den ehemaligen Befürwortern des Anschlusses angekommen sein.
    Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann und unter welchen Bedingungen es zu einer Loslösung kommt.

    Sollte TES VI wieder in der Zukunft und nicht in Elsweyr spielen, dann bin ich mir sicher, dass Eslweyr als Ganzes oder in Teilen nicht mehr dem Elfenreich angehört.
    Moonlord ist offline
  14. #34 Zitieren
    Mythos
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    Zitat Zitat von Moonlord Beitrag anzeigen
    Sollte TES VI wieder in der Zukunft und nicht in Elsweyr spielen, dann bin ich mir sicher, dass Eslweyr als Ganzes oder in Teilen nicht mehr dem Elfenreich angehört.
    Ich habe ja auch bereits einige Beiträge zuvor geschrieben, dass ich dieses für die beste Lösung halte. Ein Elsweyr, das zum Teil wieder unter der Herrschaft des Kaiserreiches steht, oder, alternativ, unabhängig geworden ist, wäre die beste Lösung um die übliche Rassenwahl bei TES bestehen zu lassen, ohne dass die Welt jegliche Glaubwürdigkeit verliert.

    Bei den Gebieten/ Städten, welche unter der Thalmor Herrschaft stehen, könnte Bethesda es so designen, dass der PC in diesen Fall zuvor einen Illusionisten aufsuchen MUSS, welcher ihn für den Aufenthalt an diesen Orten die Gestalt eines Khajiit gibt und so die Thalmor und ihre Anhänger täuscht, sollte er kein Altmer oder Khajiit als Rasse sein. Auf diese Weise könnte der PC auch dort dann in typischer TES Tradition agieren, ohne dass Bethesda jegliche Glaubwürdigkeit des Szenariums opfert. Wobei ich hier bewusst die Form eines Khajiit als Vorgabe für die Illusion geben würde, da ein Altmer von den Einwohnern nicht neutral behandelt werden würde.

    Von der Haupthandlung würde sich dann anbieten, dass man durch Sabotageakte, Aufbauen eines Wiederstandnetzwerkes, Spionage und letztendlich militärische Angriffe, Elsweyr im Auftrag des Kaiserreiches zurückerobert. Das mag nicht jeden Spieler schmecken, besonders nicht diejenigen welche sich in TES V bewusst gegen das Kaiserreich entschieden haben, bietet aber die beste Grundlage, damit das Kaiserreich die Thalmor im nachfolgenden Spiel endlich vom Angesicht Nirm fegt. Denn solange die Nationen lediglich ihre Unabhängigkeit bewahren, und jede nur für sich und den eigenen Erhalt kämpft, werden diese faschistischen Hochelfen mit Weltvernichtungsphantasien nicht von der Bildfläche verschwinden.
    Und ich denke, wir sind uns alle einig, dass diese derzeit lediglich ein Störfaktor in TES sind. Denn als zukünftige Hauptantagonisten aller TES-Teile sind die Thalmor einfach zu eindimensional böse, klischeehaft und, ja, auch langweilig.

    Denn den einzigen Unterhaltungswert, welche solche klischeehaften Faschisten bieten, ist der Moment wo sie vom Helden umgehauen werden.
    (Hier wünsche ich mir zukünftig ein wenig mehr schwarzen Humor beim beseitigen der Thalmor durch den Spieler, wie ihn z.B. die Indiana Jones Filme aufweisen, wenn er die Nazis im Dutzend erledigt.)

    Und sobald TES von einen direkten Angriff auf das Herz der Thalmor, Summerset, handelt, wäre dieses auch Gelegenheit endlich den neuen Kaiser einzuführen. Wie Fed es hier vorschlägt. Solange er nicht persönlich gezeigt wird, sondern nur seine Truppen etc. von ihn sprechen, spricht nichts dagegen, dass Bethesda ab dann andeutet (wie auch die Identität von Sheogorad in TES V nur angedeutet wurde), dass es sich hierbei um das Drachenblut aus TES V handelt.

    Es wäre schon ein verdammter Zufall, wenn Bethesda in TES V ein Drachenblut zurückbringt, und sie es nicht nutzen um ihn zum neuen Kaiser zu krönen.
    Denn die Drachenschreie des PC hätte TES V auch einfach damit erklären können, dass dieser sie auf die selbe Weise erlernt hat wie u.a. Ulfric Sturmmantel.
    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (19.01.2018 um 11:32 Uhr)
  15. #35 Zitieren
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    Zitat Zitat von Fed Beitrag anzeigen
    Gothic ist für mich da ein Paradebeispiel. Vier Kerle wollten ein Spiel machen, das ihnen selbst gefällt. Und es wurde zur damaligen Zeit wohl das immersivste Rollenspiel auf dem Markt.
    Die Gothic Spielereihe ist auch einer einer absoluten Favouriten und bringt mich auf eine Idee etwas im FOlgenden zu schreiben, was Gothic und die aktuelle Debatte aufgreift und sich dem Threadthema wieder etwas annähert, hoffentlich

    Ich finde es gut, dass mit Sturmmantel vs Kaiserliche mal wieder ein Entscheidungssystem eingeführ wurde, auch wenn die Konsequenzen (leider) gering bleiben.
    Das gabs ja zuletzt bei den Ratshäusern in Morrowind und blieb trotz der beschwörenden Worte im Ladebildschirm von Oblivion "du kannst dir sowohl Freunde als auch Feinde machen, wenn du einer Gilde beitrittst" in TES IV aus.
    Ich finde es gut dass es hier wieder eingeführt wird, erinnert mich ein bisschen auch an Gothic II: Man kann der Diebesgilde beitreten, muss man aber nicht, aber wenn man der Miliz beitritt bekommt man aktiv die Quest, sie zu vernichten - das ist dynamisches Rollenspiel!

    Insofern sollte man bei der Frage, wem man nun beitritt - Kaiserliche oder Sturmmänte, und welche hypothetischen Auswirkungen das auf die Zuunft Tamriels hat - doch die (geringen) Möglichkeiten des RPG wahrnehmen, die Skyrim bietet (auch wenn sie letztlich in den Köpfen der Spieler bleiben) und es sollte man sich nicht (immer) für sich selbst, sondern für seinen Helden fragen: Wie empfindet mein Held?

    Eine bereits von mir angedeutete und sehr schlichte herangehensweise wäre bspw:

    1)Nord:
    1.1 Die Kaiserlichen wollten mich hinrichten, kriechen vor den Elfen und nehmen mir Thalos Weg => Ich gehe zu den Sturmmänteln.
    1.1 "Ich verstehe die Frage nicht, die Armee war schon immer in Himmelsrand" + Talos, der Nord, hat das Kaiserreich begründet. Dennoch befindet sich das KAiserreich derzeit in einem so schlechten Zustand, dass es nur wenig Fürsprache von mir erhält... aber letztlich: Ich habe mit den Drachen viel wichtigere Dinge am Hals als die Frage, welche Götter man nun anbeten darf, und welche nicht. Daher verhalte ih mich neutral, sorge für einen Waffenstillstand und mein Spieler arf sich dann in seinem Kopf vorstellen, wie er es shafft, aus einem tämporeren Waffenstillstand einen dauerhaften Frieden zu gewährleisten - vllt. als Tiber Setim II.

    2) Hochelf:
    Als Hochelf gehe ich natürlich zur Armee, wenn ich mich überhaupt in derart unwissenschaftliche und profane Angelegenheiten einmische.
    Das Kaisserreich gewährleistet den Schutz aller Rassen, Reisefreiheit und fördert den Wohlstand und daher auch die Wissenschaft in ganz Tamreil.
    OK, meine Kollegen von den Thalmor sind etwas aschomäßig drauf, aber das muss mich nichts angehen: Ob Thalmor oder Bandit: Wer mir krumm kommt, den verwandel ich in einen Aschehaufen und falls die Thalmor ihre Ideologie dauerhaft durckdrücken können sollten, bin ich als Hochelf ja auch auf der sicheren Seite. => Kaiserliche Armee

    3) Khajiit:
    Die Leute lassen Khajiit nicht in die Stadt, weil sie sagen, wir sind Diebe und Schmuggler und das betrifft allte Städte in Himmelsrand, egal ob sie kaiserlich oder sturmmäntelich dominiert sind => Alle hassen mein Volk, ich habe größere Proleme: Ich bleibe neutral.
    Seidoss ist offline
  16. #36 Zitieren
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    Zitat Zitat von Seidoss Beitrag anzeigen
    Wie empfindet mein Held?
    Ich denke bereits die erste Szene in TES V ist SEHR bemüht die Sturmmäntel positiv zu inszenieren und, im Gegensatz, das Kaiserreich im negativen Licht stehen zu lassen.

    Während in TES III-IV nicht gesagt wird, warum der PC sich als Häftling des Kaiserreiches befindet, und somit sein Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen womöglich nicht unbegründet ist, macht TES V unmissverständlich klar, dass dieses Mal der PC ZU UNRECHT vom Kaiserreich inhaftiert wurde, und, um das somit entstehende negative Bild zu vervollständigen, soll er zur Krönung gleich noch als Unschuldiger von diesen hingerichtet werden. Dabei darf der Spieler zuvor einer ersten Enthauptung beiwohnen, in welcher ein Nord in der Rolle des, bis zum Tode, noblen Freiheitskämpfer vom dekadent dargestellten Soldaten hingerichtet wird. Als kleiner Zuckerguss am Rande wird der Spieler zudem gleich einmal Zeuge, wie einem weiterer zu Unrecht verhafteter Zivilist vom Kaiserreich bei seinen Fluchtversucht in den Rücken geschossen und dabei getötet wird.

    Gleichzeitig begrüßen die Sturmmäntel den zu unrecht angeklagten PC sofort als Bruder im Geiste, und erklären ihnen, dass sie versuchen das Volk von der, gerade vortrefflich demonstrierten, Gewaltherrschaft des Kaiserreiches zu befreien.

    Hier wird, bereits in der Einleitung, versucht von Beginn an ein negatives Bild des Kaiserreiches zu zeichnen und den Spieler auf Seiten der Sturmmäntel zu ziehen, und gleichzeitig den PC wenig Grund zu geben sich den Kaiserreich anzuschließen. Denn seien wir ehrlich: Wer von uns würde sich noch auf Seiten des Kaiserreiches stellen, wenn wir durchgemacht hätten, was der PC in der Einleitung durchgemacht hat?

    Lediglich Hadvars enthusiastische Rede, auf den Weg nach Flussheim, sorgt dafür, dass das Kaiserreich wieder in ein etwas besseres Licht gerückt wird. Aber DAFÜR müsste der PC sich erst einmal Hadvar anschließen, statt, was in der Situation nachvollziehbarer ist, mit Ralof die Flucht zu versuchen.
    Und selbst mit Hadvars enthusiastische Rede wirkt Bethesdas Versuch, das Kaiserreich nun plötzlich als vertretbare Alternative zu inszenieren, sehr bemüht.

    Nach der, extrem einseitigen, Darstellung in der Einleitung versucht Bethesda zwar anschließend einen Graubereich zu erschaffen, indem, nachdem das Kaiserreich unverhohlen als die Bösen inszeniert wurden, jetzt auch die Sturmmäntel einige negative Punkte zugesprochen bekommen, wie z.B. der offenbare Rassismus der Sturmmäntel (der gleichzeitig aber dadurch wieder neutralisiert wird, dass in der Hochburg der Sturmmäntel selber eine Altmer herumläuft, die stolz verkündet, dass auch die Sturmmäntel allen Rassen eine Chance geben, wenn sie diese nur ergreifen. ) oder die Tatsache, dass Ulfric ursprünglich ein Schläfer der Thalmor war, bevor ihn der Ehrgeiz packte ein eigenes unabhängiges Himmelsrand zu gründen.
    Nachhaltiger in Erinnerung bleiben wird den Spieler, und, vom Rollenspielstandpunkt aus auch den PC, allerdings das extrem negative Bild des Kaiserreiches aus der Einleitung.

    Da überrascht es fast schon, dass auf den Titelbildschirm, sowie den Packungsmotiv, das Symbol des Kaiserreiches abgebildet ist. Denn wirklich viel Pro-Kaiserreich, welche das Symbol als Hauptmotiv rechtfertigen würde, findet man im TES V nicht vor.

    Aber vielleicht ging Bethesda hier ebenso vor wie beim später erschienenen FO4. Auch auf diesen Titelmotiv prangt die Rüstung der Bruderschaft des Stahl, obwohl Bethesda im Spiel alles versucht um diese unsympathisch erscheinen zu lassen und als Feindbild aufzubauen (Mehr noch, als die, als Blumenkinder getarnten, Doktor Mengele Verschnitte des Institutes! ). Und bei TES V ging es bei der Wahl des Motives lediglich um ein allgemeingültiges Erkennungsmotiv statt seiner Symbolkraft.
    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (19.01.2018 um 13:25 Uhr)
  17. #37 Zitieren
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    Ich gebe natürlich zu, dass der HELD nicht das Vorwissen des SPIELERS hat, dass es ein - wie ich finde skurril-liebevolles - Element der TES Reihe ist, dass ich nicht missen wollen würde, dass man immer aus der Gefangenschaft, also von ganz ganz unten, in die Freiheit (durch Fügung von Deadrahand(III)/Götterhand(IV)/Schicksalshand(V) begibt und dann wenn zwar nicht zum Kaiser dann doch eigentlich stets zur mächtigsten Person der gesamten Provinz hocharbeitet.

    Insofern hast du natürlich Recht.
    Ich als Spieler verzeihe den Kaiserlichen gerne - wie einseitig wäre es, wenn nur die Thalmor (die ebenso Feinde ses Kaiserreichs wie der Sturmmäntel sind!) böse wären?
    Die Kaiserlichen sind feige, lieben ihre Listen und führen Krieg gegen Leute, die nur ihre Freiheit, ihre REchte verteidigen wollen.
    Die Sturmmäntel sind teilweise Rassisten, ihr Anführer ein (ehemaliger) Thalmorschläfer und die ganze hilosophie/Politik zu kurzfristig.

    Letztlich sind beide Fraktionen von so vielen Mängeln behaftet, dass es sich wieder ausgleicht - denn egal ob die Sturmmäntel ihren Lokalscheiss durchführen können oder die Kaiserlichen ihre starken Nordsoldaten abschlachten: Von den positiven Idealen beider Fraktionen profitieren alle "guten" Bürger Tamriels - von den Schattenseiten beider Fraktionen profitieren die Thalmor.
    Seidoss ist offline
  18. #38 Zitieren
    Mythos
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    Zitat Zitat von Seidoss Beitrag anzeigen
    Ich gebe natürlich zu, dass der HELD nicht das Vorwissen des SPIELERS hat, dass es ein - wie ich finde skurril-liebevolles - Element der TES Reihe ist, dass ich nicht missen wollen würde, dass man immer aus der Gefangenschaft, also von ganz ganz unten, in die Freiheit (durch Fügung von Deadrahand(III)/Götterhand(IV)/Schicksalshand(V) begibt und dann wenn zwar nicht zum Kaiser dann doch eigentlich stets zur mächtigsten Person der gesamten Provinz hocharbeitet.
    Mein Kritikpunkt bei TES V besteht aber, wie gesagt darin, dass, anders als in den Vorgängern, von Beginn an das Kaiserreich als Feindbild aufgebaut wird.
    Sowohl für den Spieler als auch für den PC.

    In TES III und TES IV ist der Beginn im Kerker belanglos. Wir erfahren nichts über den Grund warum unser PC dort einsitzt, noch wird den Spieler eine negative Konsequenz gezeigt. Im Gegenteil, im dem Moment, wo er den Charakterbogen verlässt, kann sich unser PC schon Ex-Häftling nennen, und er wird vom Kaiserreich in die Freiheit entlassen. Egal ob aufgrund kaiserlichen Schreiben in TES III oder den Willen des Kaisers selber in TES IV.

    TES V ist diesbezüglich anders. Die Handlung gibt den Spieler vom ersten Moment an zu verstehen, dass die Inhaftierung zu Unrecht geschah, und somit das Kaiserreich der Feind ist. In den nachfolgenden Szenen, bis zum Abschluss der Tutoriell, bemüht sich Bethesda wirklich jedes Verbrechen aufzufahren, welche man mit einen Kaiserreich in Verbindung bringen kann. Auch wird der PC diesmal nicht vom Kaiserreich aus seiner Haft entlassen, sondern muss aus dessen Gewalt fliehen, damit sie ihn nicht einen Kopf kürzer machen. Die Einleitung macht hier unmissverständlich den Spieler klar: 'Das sind die Bösen!' Gleichzeitig präsentiert Bethesda die Sturmmäntel als noble Verteidiger des Volkes, welche nur aus diesen Grund nun zum Henker geführt werden, und sich direkt den PC als Verbündete annehmen, sprich: 'Das sind die Guten!'
    Und dieses einseitige Bild bleibt bestehen, bis der Spieler die Wahl getroffen hat, ob er lieber Hadvar oder Ralof folgt. Doch warum sollte der PC Hadvar folgen, nachdem TES V das Kaiserreich bereits so unmissverständlich verteufelt hat?

    Verstehe mich nicht falsch: Ich habe nichts dagegen, dass ein TES auch einmal so erzählt wird, dass das Kaiserreich die Bösen darstellen.
    Denn das, was dort in der Einleitung stattfindet, ist Willkür der schlimmsten Form und durch nichts zu entschuldigen. Ich meine, da wird eine Gruppe Zivilisten zu Unrecht, ohne Verhandlung oder Beweise, direkt nach der Aufgreifung zum Schafott gebracht. Geht's noch?!
    Doch anschließend will mir die Erzählung weismachen, dass DIESE Regierung überhaupt nicht so übel ist?
    Das ist doch einfach nur misslungen.

    Bethesda ist so bemüht, im Zuge des derzeitigen Trend an Dark-Fantasy Settings, das Kaiserreich in einen Graubereich zu versenken, dass es pechschwarz wird. Es spricht in TES V absolut NICHTS für das Kaiserreich, außer der Theorie, dass dieses die Thalmor zurückschlagen und womöglich auch vernichten kann, sobald es wieder genügend Befürworter gefunden hat. Ja, sehr schön...

    Hätte ich keinen Faible für römische Kultur in Medien, würde ich nicht an den Bild des Kaiserreiches aus TES I-IV festhalten, und ich allgemein bei Spielen einen starken Drang nach Ordnung und Gesetz verspüren, würde ich ein großes Verlangen haben, sämtliche Vertreter des Kaiserreiches in Himmelrand umzuhauen.
    (Und wo mein Drachenblut schon dabei ist, würde er als nächstes auch die Sturmmäntel niedermetzeln, da mir ihre engstirnige, impulsive Lebensart zuwider ist, und ich allgemein kein Freund von Anarchie oder des Klischee-Wikinger bin, welche diese verkörpern.) Danach wäre Himmelsrand zweifelsohne ein bessere Ort für alle dort lebenden.

    Letztlich sind beide Fraktionen von so vielen Mängeln behaftet,
    Mängel sind von Nöten, um eine Fraktion aus den Licht der Perfektion zu reißen. Allerdings bestehen die Mängel, sowohl bei der Umsetzung des Kaiserreiches, als auch der Sturmmänteln, nicht in eventuellen Schattenseiten, welche diese Fraktionen durchaus interessant machen könnten, sondern schlicht darin, dass beide extrem oberflächlich, nichtssagend und seicht geschrieben worden sind.

    Bethesda begeht den selben Fehler, welche u.a. auch Bioware begeht, wenn es in ihren Spielen versucht Fraktionen im Graubereich zu erschaffen. Statt jeden Vorzug auch mit seiner negativen Konsequenz zu konfrontieren, wie es eigentlich nachvollziehbar wäre, beginnt Bethesda beiden Fraktionen willkürlich schlechte Taten zuzuschreiben, die in keinerlei Zusammenhang zu ihren guten Taten stehen, als wäre es ein Streitgespräch unter Kindern (oder Politikern ) wer mehr Dreck am Stecken hat.

    Ein Beispiel: Statt zu sagen, dass eine starke Überwachung der Bevölkerung zwar erhöhte Sicherheit bringt, aber die Bürger auch in ihren Rechten extrem einschränkt, würde Bethesda schreiben, dass eine starke Überwachung der Bevölkerung zwar erhöhte Sicherheit bringt, aber die verantwortliche Regierung Hundewelpen im Regenfass ertränkt.

    Und hoffe du verstehst an diesen Beispiel, was ich meine. Weswegen ich auch keine der beiden Fraktionen interessant geschrieben finde. Dazu sind sie zu stark auf den leichten Konsum ausgerichtet. Sie sollen den Spieler vor eine Wahl stellen ohne ihn zu fordern.
    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (19.01.2018 um 14:38 Uhr)
  19. #39 Zitieren
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    Also ich finde das nicht so besonders schlimm, dass die Kaiserlichen anfangs nicht so sympatisch dargestellt werden, aber Ralof uns befreit:

    Das erinnert mich gaaaaaaanz stark an den Anfang von Risen I, wo die Söldner oder Banditen oder wie die sich nennen ein Gefühl von Freiheit vermitteln.....ja, oder man lässt sich von den Paladinartigen Stadtleuten niederknüppeln und ins Kloster zwangsversetzen XD.

    Egal, man kann sich jeder Fraktion anschließen.

    Allerdings muss man auch sagen, wenn man von Risen wieder auf Gothic geht, dass der Gothic Protagonist ja sehr abgebrühtist und in so fern jede Fraktion Sinn ergibt, die seinen Interessen am besten nützt: Der Miliz beizutreten wäre doch ein schöner Spott, als Feuermagier müssen einem alle die Stiefel lecken und als Söldner trifft man die meisten seiner alten Kameraden.

    Vielleicht wurde ein ähnliches Konzept in Skyrim auch angedacht: Die Kaiserlichen haben einen Fehler begangen und von Anfang an wird klargestellt: Die Eine Frau ist die Böse, weil sie uns hinrichten lässt, aber Hadvar ist eigentlich dagegen und entschuldit sich bei uns mit Worten, dass wir wenigstens anständig begraben werden - was für einige Leute in Himmelsrand ein wichtiges Thema zu sein scheint (siehe Thalosverehrung oder Kodlak und sein Sovengardeproblem).

    Sprich: Auch die Kaiserlichen werden von Anfang an nur eher böse dargestellt, aber es wird gezeigt, dass das auch von Person zu Person unterschiedlich ist.

    Ich kann immer wieder nur auf den hochelfischen Legaten im Lager:Rift verweisen, der sich speziell um die Thalmor beobachten zu können nach Himmelsrand hat versetzen lassen.
    Apropos: "Es ist das Kaiserreich, das den Bund von Himmelsrand fernhält, aber das vergessen die Sturmmantelrebelln (natürlich/immer) gerne." - (fast) wörtlich so gehört von einem Soldaten der Kaiserlichen Armee.

    Das soll jetzt keine Pro-Kaiserreichs Propaganda werden, denn ich denke, dass du grundsätzlich Recht hast mit deiner Kritik an Bethesda, dass der Fehler nicht daran liegt, eine (zu große) Menge an personellem Versagen einzelner SOldaten zu eine Makel des Reiches an sich hochzustilisieren.

    Der Wahre Mist den Bethesda gemacht hat, ist aber, dass sie bei aller Zaubermacht der Hochelfen, bei aller Unterschätzung deren Bedrohung durch die Klingen, etc., es keine befriedigende Erklärung gibt, wie/wieso der Aldmeribund das Kaiserreich in die Knie zwingen konnte, denn selbst wenn ab der 4. Ära das Kaiserreich sich an Rom von 3xx-4xx n. CHr. orientiert, wenn die Zentralverwaltungstrukturen langsam zu bröseln beginnen (FUnny fact nebenbei: Die Goten waren bereits seit Jahrzenten bis Jahrhunderten römisch akkulturisiert und noch der Nachfolger des römischen Generals Alarich, Theoderich, war Adoptivsohn es oströmischen Kaisers; Auch CHilderich und CHlodwig waren noch römische Offiziere und haben sich zwar in der Realpolitik von niemanden mehr reinreden lassen, aber waren immernoch darauf bedacht, durch bis heute noch überlieferten Briefwechsel sich vom (halt inzwischen ost)römishen Kaiser legitimieren zu lassen): Ich hätte als Kaiser den Orks, die zumindest vor Skyrim noch über eine solide Magieresistenz verfügt haben, Summerset als Lehen versprochen oder den Bretonen, die gegen die - ebenfalls bis Skyrim - magieanfälligen Hochelfen einfach eine Horde Atrnachren geschickt hätten. Man kann das beliebig weiterspinnen und dass die Argonier und Dunmer ihre eigenen Sachen gemacht haben recht als Erklärung auch nicht aus.

    Sprich: Ich stimme dir voll und ganz zu in deiner Kritik an diesem Dark-Fantasy Trend, denn das Kaiserreich das ich bis TES IV kennengelernt habe, wäre niemals gegen ein paar arrogante Aylaiden in die Knie gegangen - dass sie gegen eine Übermacht an Daedra in Oblivion nicht viel ausrichten konnten, halte ich übrigens nicht für ein Argument zur These "die waren ja schon immer untätig" oder so ähnliches habe ich bereits im Forum schon gelesen.
    Seidoss ist offline
  20. #40 Zitieren
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    Zitat Zitat von Seidoss Beitrag anzeigen
    Also ich finde das nicht so besonders schlimm, dass die Kaiserlichen anfangs nicht so sympatisch dargestellt werden...
    Ich persönlich lasse mich auch nicht von den Anfang derart stark beeinflussen.
    (Ehrlich gesagt, habe ich beim ersten Spieldurchgang nur die schnicken Rüstungen der Legion im Tutorial gesehen und wusste bereits welche der beiden Fraktionen ich mich anschließe)
    Aber ich merke auch, was Bethesda hier (bewusst oder unbewusst) versucht. Nämlich den Spieler vom ersten Moment an in Richtung Sturmmäntel zu führen.

    Bei FO 4 genau der selbe S...eiß. Nachdem Bethesda in FO 3 sich von den Fans der Vorgänger die Kritik gefallen lassen musste, dass die Bruderschaft des Stahls dort viel zu sehr als noble Ritter dargestellt wurden, und diese durchgehend positive Darstellung nicht zu Lore passt, hat Bethesda in FO 4 die Bruderschaft derart negativ inszeniert, dass sie sogar schlimmer wirken als, mit den Institut, eine Gruppe Wissenschaft mit Doktor Mengele Mentalität.
    Wobei sich die Bruderschaft keinerlei solcher Verbrechen schuldig macht. Bethesda lässt sie nur schlimmer erscheinen.
    Schlicht um die Spieler von Beginn an auf Seiten der Railroad, und somit der Synth, zu ziehen.

    Bethesda kann keine Graubereiche erschaffen. Die Autoren fallen beständig in das bewährte Gut vs. Böse Schema zurück, wollen den Spieler beständig in Richtung der, in Augen Bethesdas, Guten drängen, und, sobald sie diese Einseitigkeit bemerken, schreiben sie den Guten noch eine Handvoll negative Aspekte zu (die aber nicht ausschlaggebend sind), damit sie behaupten können sie hätten einen Graubereich erschaffen.

    Diese Form von Kritikpunkte halten mich zwar weder vom Spielen ab, noch davon meine eigene Entscheidung zu treffen, egal wie sehr Bethesda versucht mich in die 'richtige' Richtung zu lotsen. Es gibt aber genügend Spieler welche deshalb genau die Fraktion unterstützen, welche Bethesda ihnen derart offensichtlich nahelegt. Was auch der Grund ist, warum, mitunter, bei diesen typischen, mittlerweile ermüdenden, Sowieso vs. Sowieso Diskussionen es (fast) nie objektiv oder sachlich zugeht. Die eine Partei von Spielern fühlt sich durch Bethesdas Führung bestätigt die 'richtige' Wahl getroffen zu haben, und die Gegenpartei kann ihre Entscheidung nur aufgrund von Informationen argumentieren, die es vielleicht in der Lore selber gibt, aber nicht im Spiel. Was letztendlich dazu führt, dass diese Diskussionen immer sehr hitzig verlaufen. Leider. Denn beide Argumentationsseiten basieren auf unterschiedlichen Quellen.

    Hier würde es schlicht helfen, wenn Bethesda zukünftig bei verfeindeten Parteien nach den Beispiel von mir oben vorgehen würde, und schlicht zeigen, dass jede positiver Affekt auch einen daraus logisch resultierenden Nachteil mit sich bringt, statt nach den kindlichen Vorgehen zu fragen, wer die Sandburg mehr kaputt gemacht hat.
    Aber womöglich ist dieses bereits einigen Spielern zu anspruchsvoll, wer weiß...
    Oder Bethesda kann, wie ich bereits geschrieben habe, einfach keine Graubereiche erschaffen.

    Wie auch immer: Ich wollte nur noch einmal verdeutlichen, warum die Wahl in TES V, ob man die Sturmmäntel oder das Kaiserreich unterstützt, wenig gehaltvoll ist.

    Sprich: Ich stimme dir voll und ganz zu in deiner Kritik an diesem Dark-Fantasy Trend, denn das Kaiserreich das ich bis TES IV kennengelernt habe, wäre niemals gegen ein paar arrogante Aylaiden in die Knie gegangen - dass sie gegen eine Übermacht an Daedra in Oblivion nicht viel ausrichten konnten, halte ich übrigens nicht für ein Argument zur These "die waren ja schon immer untätig" oder so ähnliches habe ich bereits im Forum schon gelesen.
    Naja, laut Bethesda verliefen die Ereignisse ja wie folgt: (*Achtung Ironie*)

    Die mystische Morgenröte, Anhänger Merunes Dagon, ermordeten den Kaiser, sowie seine drei Söhne, die in Wahrheit Gestaltwandler im Dienste Merunes Dagon waren und den Deadra-Prinz zur Machtergreifung über Tamriel verhelfen sollten. Mit deren Ermordung wollte die mystische Morgenröte Merunes Dagon zur Herrschaft über Tamriel verhelfen.

    Zuvor schlachtete der todkranke, gebrechliche, 90 jährige Kaiser Uriel Septin VII noch hunderte von Kultisten nieder, als er zusammen mit den Klingen aus den Kaiserpalast heraus, durch die Straßen der Kaiserstadt, bis zum Staatsgefängnis eilte, um dort durch einen Geheimgang innerhalb einer Zelle in die Kanalisation der Stadt zu gelangen, um so heimlich und unbemerkt aus den Palast (kein Schreibfehler! ) zu fliehen. Er erlag letztendlich den Gift eines vergifteten Dolches, welcher ihn einer der hunderten von Assassinen, die gleichzeitig zur selben Zeit auf Uriel Septin VII angesetzt worden war, zufügte, gerade als sie den Ausgang der Kanalisation erreicht, und somit die Stadttore hinter sich gelassen hatten.

    Durch den Tod des Kaisers, sowie seine Söhne, konnten die Drachenfeuer nicht wieder entzündet werden, weil dieses nur einen reinrassigen, und somit Inzest frönenden, Nachfahren von Tiper Septin möglich war. Denn die nordische Blutlinie der Septins war mit Mitgliedern, wie z.B. den von einer Altmer abstammenden Kaiser Pelagius II, der dunmerischen Kaiserin Katariah, sowie ihren halbdunmerischen Sohn und nachfolgenden Kaiser Uriel Lariat/Septim, stets rein und unbefleckt geblieben und ließ sich bis zur heiligen Alessi, einer Ureinwohnerin Cyrodiils, zurückverfolgen.

    Als die Oblivion-Krise ausbrach, war Cyrodiil dieser schutzlos ausgeliefert, weil das Kaiserreich das Herzland,völlig ungeschützt, ohne jegliche Militärmacht, zurückgelassen hatte. Da sämtliche Truppen in den Provinzen stationiert waren.

    Weil die Bevölkerung der nicht menschlichen Provinzen zu dieser Zeit alleine auf sich gestellt gegen die Invasion der Dremora kämpfen mussten, da das Kaiserreich alle Truppen bei Ausbruch der Oblivion-Krise im Herzland stationiert hatte, sagten sie sich von sich aus von den Kaiserreich los. Denn warum sollten sie noch Bestandteil des Reiches sein, wenn man sie nicht einmal vor einer Invasion der Dremora beschützen konnte? Den Kaiserreich wurde fortan schlicht der Zugang verwehrt.

    Vor seinen Tod ließ Martin Septin noch verkünden, dass hiermit die dritte Ära ende, ebenso wie seine Blutlinie, und das Kaiserreich fortan zur Republik werden solle.

    Auf Summersetz ergriffen inzwischen die Thalmor die Macht, indem sie schlicht behaupteten, dass sie es waren, welche die Oblivion-Krise durch ihre Magie beendet hatten und nicht Martin Septin durch sein Selbstopfer. Was die Bevölkerung ihnen umgehend glaubte und die Thalmor zu ihren neuen Führern kürte. Anschließend verbreiteten die Thalmor ihre Lehre, dass die ganze Schöpfung ein Fehler, von den Göttern ungewollt, sei und somit Wege gefunden werden müssten diese wieder rückgängig zu machen. Dann würden die Altmer, als einziges Element Nirms aus der Essenz der Götter selber bestehend, als solche zu diesen zurückkehren. Gleichzeitig lehrten die Thalmor auch die Ideologie, dass alle anderen Rassen aus diesen Grund minderwertig, da von den Göttern nicht gewollt, seien und die Thalmor begannen sogenannte 'Säuberungsmaßnahmen' in ihren Machtbereichen.

    Das Kaiserreich war, ungeachtet Martin letzten Worten, völlig orientierungslos nach den Tod der Septin-Blutlinie, da es ohne Kaiser niemanden hatte, der das Kaiserreich lenkte. Als Kanzler Ocato diese Aufgabe auf sich nehmen und somit das Kaiserreich wieder führen und somit stabilisieren wollte, wurde er von den Thalmor ermordet. Worauf das Kaiserreich wieder wie ein kopfloses Huhn herumrannte.

    Inzwischen stürzte der Mond, welcher als Ministerium der Wahrheit Jahrhunderte lang über Vivec geschwebt hatte, auf die darunter liegende Stadt, weil niemand in der Lage war die Schwebezauber zu erneuern wie es bisher in den letzten Jahrhunderten gehandhabt worden war.
    Der Sturz aus der Höhe von ca. 10 Metern löschte eine derartige Druckwelle beim Aufprall auf den Erdboden aus, dass selbst der rote Berg explodierte und somit ganz Vvardenfell vernichtet wurde.

    Nachdem die Dunmer von sich aus, aus reiner Herzensgüte heraus, erkannt hatten, dass Sklaverei falsch ist, als Zeichen der Aussöhnung daraufhin derart erleuchtend, völlig selbstlos, allen Argonier und Khajiit ihre Freiheit schenkten, und Helseth zum gütigsten und vom Volk geliebtesten Herrscher in der Geschichte der Dunmer aufgestiegen war (wie die Rappenkurier in TES IV zu berichten weiß ), sahen die Argonier ihre Chance gekommen um sich an den Dunkelelfen für alle diese Pein zu rächen. Die Vernichtung Vvardenfells und die mit der Explosion des roten Berges daherkommenden Naturkatastrophen hatten die Nation der Dunmer soweit geschwächt, dass die Argonier Morrowind komplett überrennen konnten, und sämtliche Dunmer abzuschlachten, welche nicht rechtzeitig die Flucht in die umliegenden Provinzen gelang.

    Lange Zeit galten die Dunmer daher als heimatlos. Zuflucht fanden sie u.a. in Solstheim, wo die dort, während der Oblivion-Krise stationierten, Soldaten des Kaiserreiches ihnen halfen ein neues Leben aufzubauen.

    Eine Mondfinsternis versetzte die Kahjitt in Elsweyrs in Panik. Da das Katzenvolk den Eindruck hatte der Mond hätte sich in seine Bestandteile aufgelöst. Schließlich war er nicht mehr am Himmel zu sehen. Als die Mondfinsternis vorbei war erklärten die Thalmor, dass sie es waren, welche den Mond wieder an den Himmel gezaubert hätten, worauf sich Elsweyrs dankbar darüber, ihren geliebten Mond zurück zu haben, den Thalmor anschloss.

    Nachdem die Thalmor auch Valenwald auf ähnliche Weise unter ihre Kontrolle gebracht hatten, griffen sie das verbliebene Kaiserreich an. Dieses war noch immer Kopflos aufgrund der Unfähigkeit seines neu gekrönten Kaisers Titus Mede I (und suchte noch immer seine Armeen ), und bestand nur noch aus den Provinzen Himmelsrand, Hochfels und Hammerfell. Den gottgleichen Streitmächte der Thalmor, bestehend aus Altmer-Soldaten, Bosmer und Khajiit, derart unterlegen musste das Kaiserreich das Herzland Cyrodiil den Thalmor überlassen, und Titus Mede I floh nach Himmelsrand. Die Kaiserstadt fiel unter die Kontrolle der Thalmor.

    Nach Himmelsrand zurückgetrieben übernahm sein Sohn, Titus Mede II, die Führung des Kaiserreiches und vertrieb die Thalmor durch Unterstützung der Nord wieder aus Cyrodiil. Die Kaiserstadt war wieder unter Kontrolle des Kaiserreiches. Aus Angst vor einen Rückschlag der Thalmor unterzeichnete Titus Mede II einen Friedensvertrag, das sogenannte Weißgoldkonkordat, welches den Thalmor kampflos Hammerfell übereignete und zudem die Anbetung von Tallos verbot.

    Die Einwohner von Hammerfell weigerten sich den Vertrag anzuerkennen und rebellierten gegen die Besatzung durch die Thalmor. Unterstützt wurden sie von den dort stationierten Legionen, welche gemeinsam mit den Redguard die Thalmor aus Hammerfell wieder vertrieben, und angewidert vom Titus Mede II Tat, sich vom Kaiserreich lossagten und die Unabhängigkeit Hammerfells erklärten. Womit das Kaiserreich auch die dort stationierten Legionen verlor.

    Worauf den Kaiserreich nur noch Himmelsrand und Hochfels als Provinz blieb. Womit wir bei der Ausgangssituation von TES V angekommen sind.


    Und jetzt behaupte noch einmal, dass das nicht alles von vorne bis hinten als Erzählung durchdacht, ohne Wiedersprüche und völlig nachvollziehbar ist.

    Am besten akzeptiert man einfach, dass die Lore von TES ein extrem wackeliges, mitunter brüchiges, Gerüst ist.
    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (19.01.2018 um 20:49 Uhr)
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