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    nomina nuda tenemus
    Don-Esteban's Avatar
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    Apr 2001
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    Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
    Don-Esteban is offline
    Esteban erwachte. Er erwachte aus einem langen Schlaf. Er hatte geschlafen, wie er noch nie zuvor geschlafen hatte. Woher er das wusste, wo doch Schlaf sich im Allgemeinen dadurch auszeichnet, dass das eigene Bewußtsein in unbekannte Sphären entglitt? Er wusste es nicht. Er behauptete es. Behauptung war das Wesen der Magie, die ständig Dinge behauptete, seien sie auch noch so bizarr und abartig, nie gesehen und nicht vorstellbar. Magier behaupteten sie einfach und ließen sie dann wahr werden. Indem sie ganz einfach genug Überzeugungskraft aufbrachten, um die Welt an die Existenz dieser bizarren, abartigen, nie gesehenen und nicht vorstellbaren Dinge glauben zu lassen. So funktionierte Magie. Zufrieden, an diesem Tag schon vor dem Aufstehen eine Definition, schön und vollkommen und für Lehrbücher geeignet in die Welt entlassen zu haben, stand er nun wirklich auf. Es war verdächtig still im Kastell. Er hörte es. Er spürte es. Magie spürte es und er las die Magie.

    Es war zu ruhig. Und gerade in dieser allgemeinen Ruhe, als nichts sein Denken störte, schoss ihm ein bestimmter Gedanke durch den Kopf. Vielleicht hatte er darauf gewartet, den richtigen Moment abzupassen, indem er die volle Aufmerksamkeit des Magiers bekam. Also beschloss er - und er war ganz von selbst darauf gekommen - einen schon seit Jahren gehegten Plan umzusetzen. Doch dazu würde ein wenig Hilfe nicht schaden, soviel war klar.

    Esteban ließ die Vorhänge beiseite gleiten, Licht flutete in den prachtvoll eingerichteten Raum, ließ die kunstvoll geschnitzten Bettpfosten in warmen Tönen aufleuchten, brach sich in den unzähligen, feinen, langen Fäden des weichen Teppichs, wurde in dem geheimnisvollen Spiegel reflektiert, mit dessen Hilfe meditate, als sie hier noch zu wohnen pflegte, die bemerkenswertesten Dinge veranstaltete, ließ die Reliefs der Wandtäfelungen, deren geschnitzten Bilder irgendwelche Geschichten erzählten, hell und dunkel hervortreten, kurzum: es ließ den gesamten Raum besonders wirken.

    Der Magier glitt in seine Robe, schaute sich noch einmal um und verließ dann den Raum mit einem kurzen Lächeln.

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    Priester des ZuX  Hirni's Avatar
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    In den Tiefen Nosgoths (Osnabrück- Sutthausen)
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    Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
    Hirni is offline
    Schwer nach vorne über gebeugt, dabei die linke Hand auf der linken unteren Wirbelsäulengegend haltend, schlurfte Hirni durch die Gänge. Beinahe wie ein Zombie bewegte er sich. Mindestens so flink und behände könnte man sagen. Er wusste nicht, was da los war, aber seit einigen Wochen hatte er große Probleme mit dem Rücken. Aufrecht gehen war so gut wie nicht möglich, sich bücken oder in die Hocke gehen ebenfalls nicht. "Gefühltes Alter: Achtzig, und dabei kurz vor dem Tod." dachte er sich.
    "Bei Beliar, was habe ich mir da bitte ausgerenkt? Jeden einzelnen Knochen im Rücken, oder wie?"

    Von jetzt auf gleich kam das. Morgens beim Aufstehen machte es zack, wie ein Schlag durch seine Glieder. Und ab da war das behände Leben des Mit-Dreißigers vorbei.
    Seit dem benötigte er für den Gang in das Refektorium 45 Minuten statt zehn. Und das lag nicht daran, das sich die Gänge im Kastell ständig verschoben. Eher lag das an seinem verschobenen Rückgrat.
    Für einen Gang über Treppen musste er sich sehr anstrengen. Und für den Besuch aufs Stille Örtchen rechnete er auch schon das dreifache an Zeit ein.

    Sein Stabkampf Training? War Eingeschlafen.
    Seine Magie-Lehre? So gut wie nicht mehr existent.
    Gänge an die Frische Luft? Bloß nicht zu viel bewegen!
    Irgendwelche Abenteuer? Es war schon Abenteuer genug, so zu laufen und dabei nicht umzufallen.

    "Bin ich vielleicht eingerostet? Zu sehr im Trott des Nichts Tuns? Denn sind wir mal ehrlich, seit meiner Magie-Lehre Im Frühjahr ist für mich gar nichts mehr passiert. Aber wen wundert es? Der Sommer war so verdammt unerträglich heiß? Da konnte man doch nur Faulenzen und nichts machen..." rechtfertigte er sich selber für den Müßiggang der letzten Wochen. Ach was, Monate waren das.
    "Vielleicht schaue ich mal in der Bibliothek nach, was man so gegen Rückenprobleme machen kann. Ich darf da ja mittlerweile wieder eintreten."
    Und so setzte er sich langsam in Bewegung Richtung des Schmökerraumes. Seine Sperre, die er für das angerichtete Chaos dort bekommen hatte, war schon lange wieder vorüber. Alles war wieder an seinem Platz, die Dämonen hatten mit ihm Nachsicht als er sich kleinlaut entschuldigte.
    "Vielleicht ist das ja auch jetzt ihre Strafe fürs aufräumen? Vielleicht sitzt einer der Geflügelten in meiner Wirbelsäule und stimmt dort ein Liedchen an? Wenn die Schmerzen im Kopf bei der Kommunikation mit Ihnen schon so fies sind, ist ein Lied in meinem Rücken wahrscheinlich ein Ähnliches Feuerwerk der Pein." argwöhnte er, Schritt für Schritt fortsetztend. Langsam wollte er so ans Ziel gelangen, wie ein Alter Greis.

  3. View Forum Posts #123
    Archipoeta Dumak's Avatar
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    nur in der Phantasie
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Dumak is offline
    »Tandaradei, tandaradei ... «, sang Dumak und spielte ein wenig auf seiner goldverzierten Laute herum.
    »Was reimt sich nur auf Tandaradei?«
    Er saß im Hof des Kastells, der eher ein Park oder Garten war. Nicht allzu groß, doch wunderbar in seiner Ruhe, die er ausstrahlte. Und diese Ruhe übertrug sich auf alle, die in ihm wandelten.
    »Als ich dich sah, schlug mein Herz so wie immer,
    Du bist eben nur irgendein Frauenzimmer.
    Deine Liebe ist mir einerlei,
    Tandaradei, tandaradei.«
    Ja, Tandaradei war wirklich ein schlechtes Reimwort. Damit konnte nichts Gutes entstehen. So wie Käsefüße oder Mehlsuppe.

    »Ja, etwas gutes Essen könnte ich jetzt wirklich vertragen«, fand der Barde, als ihm diese Gedanken durch den Kopf gingen.
    »Zum Glück ist das hier ja ganz einfach.«
    Er legte die Laute beiseite, auf den steinernen Sims des Wasserbeckens, an dessen Rand er saß. Niemand würde sie entwenden, hier im Kastell war es eben anders als da draußen in der Welt. Es gab keinen Hunger, es gab keine Missgunst und anscheinend konnten diese Schwarzmagier auch den Tod aufhalten. Jedenfalls vermutete er es. Wozu sonst sollten sie ausgerechnet den Totengott anbeten, als nicht um von ihm die Verlängerung ihrer Leben zu erbitten? Das war ja wohl glasklar.

    »Ich sah dich an, mein Herze schlug,
    Es schlug mir bis zum Halse
    So schön als obs ein Feentrug
    Ein Schimmerbild aus andrer Zeit
    So schienst du mir und warst es auch
    du lächeltest aus Freundlichkeit
    und dies, das war dein Zauber
    ein Zauber für die Ewigkeit,
    denn er wird niemals blass«

    Er erhob sich.
    »Mhm, das hat sich ja kaum gereimt. Ich bin wirklich ganz außer Übung.«
    Vielleicht lag es am leeren Magen. Jetzt hörte er auch ein Geräusch, als ob Wasser rauschte.
    Das war aber ein komisches Magenknurren.

  4. View Forum Posts #124
    Abenteurer brunnendämon's Avatar
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    brunnendämon is offline
    "mir hat es aber gefallen. kannst du nicht noch mehr von solchen dingen singen?"
    aus dem tiefen wasser des brunnens war plötzlich eine frauengestalt aufgetaucht, die nassen haare bedeckten schultern und brüste, mit großen augen schaute sie den menschen an, der diese worte gesungen hatte.

  5. View Forum Posts #125
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    nur in der Phantasie
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Dumak is offline
    »Huch! Wer bist du denn?«
    Dumak hatte sich blitzartig umgedreht, als ihn plötzlich eine Frauenstimme von hinten ansprach und starrte die Frau im Wasser einen Augenblick lang an.
    »Und was machst du da im Wasser? Ich glaube nicht, dass man dort drin baden darf. Habs mir jedenfalls nie getraut. Die Dämonen hier im Kastell sind auf jeden Fall ziemlich streng, was solche Dinge angeht. Das kann ich dir sagen!«
    Und verwundert fügte er hinzu: »Jedenfalls habe ich dich hier noch nie gesehen. Ich dachte schon, das Kastell ist ganz leer außer mir und Nienor.«
    Das war ja alles sehr seltsam hier. Das Hungergefühl war jedenfalls wie weggeblasen.

  6. View Forum Posts #126
    Abenteurer brunnendämon's Avatar
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    brunnendämon is offline
    "nienor?", fragte der dämon neugierig.
    "ach, ist ja egal", entschied er dann mit glockenheller stimme.
    "singst du mir nun noch was oder nicht? und außerdem wohne ich hier, ich bade nicht. und das will ich dir auch nicht raten! niemand badet ungestraft in meiner wohnung. ich ziehe ihn hinab und dann muss er die unordnung, die er angerichtet hat, wieder richten und alles sauber machen und von schlamm und moos und algen reinigen. und ich bin sehr genau in diesen dingen.
    und jetzt bitte singen!", sagte sie in bestimmtem tonfall.

  7. View Forum Posts #127
    Archipoeta Dumak's Avatar
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    nur in der Phantasie
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Dumak is offline
    »Oh ... Äh... Ähm ...«, stotterte Dumak.
    Unterwasser putzen wollte er auf keinen Fall.
    »Ich werd hier ganz bestimmt nicht baden«, versicherte er. War ja klar, die Dämonen waren sehr genau in diesen Dingen. Ob das hier auch einer war? Wenigstens verursachte sie keine Kopfschmerzen wie die ganzen anderen Dämonen in den dunklen Gängen mit ihrem ewigen enervierenden flap flap flap, wenn sie ihre Flügel langsam bewegten. So langsam, dass das niemals zum Fliegen gereicht hätte und trotzdem schwebten sie immer ein, zwei Fuß über dem Boden.
    Außerdem sah die Frau viel, viel schöner aus als die hässlichen Dämonen mit ihren Fratzen voller schiefer Hauer, die aus ihren unförmigen Mäulern ragten und ihren narbenverzierten Gesichtern. Mit ihren blutunterlaufenen Schweinsaugen und ihren stachel- und hornbewehrten Köpfen. Ja, viel schöner!
    »Achso, ja, singen. Moment.«
    Er zeigte auf seine Laute.
    »Das da brauche ich dazu. Mein Muskinstrument. Eine Laute«, erklärte er überflüssigerweise.
    »Ja, was sing ich nur. Lass mich kurz überlegen.«
    Er kratzte sich am Kopf. Seine Zuhörerin machte einen ungeduldigen Eindruck. Das war gar nicht gut. Fieberhaft ging er sein Repertoire durch.
    »Ah, ich hätte da was.«
    Und er begann, mit den Fingern über die Saiten der Laute zu gleiten. Eine sanfte, langsame Melodie ertönte.

    »Gib mir deine Angst,
    Und gib mir dein Leid
    Gib mir all die Fragen,
    Die seit einer Ewigkeit
    Unbeantwortet sind
    Und dich wie ein Riss
    Auseinander ziehen.
    Nun vergiss,
    nun vergiss.

    Gib mir deine Furcht,
    Gib mir deine Qual,
    Gib mir all die Zweifel,
    Egal wie groß ihre Zahl
    Auch angewachsen ist.


    Nun vergiss,
    Nun vergiss.«

  8. View Forum Posts #128
    Abenteurer brunnendämon's Avatar
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    brunnendämon is offline
    "das war sehr schön", befand der brunnendämon.
    "und morgen erzählst du mir von diesem nienor. und singst mir bitte ein neues lied, ja?"
    und mit einem platschen und rauschen verschwand der dämon in den tiefen des brunnens.

  9. View Forum Posts #129
    Archipoeta Dumak's Avatar
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    nur in der Phantasie
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Dumak is offline
    »Ja, das werd ich gerne«, antwortete der verdutzte Barde versonnen und schaute dem Spiel der Wellen noch einige Augenblicke zu.
    Das war ja ein Ding. Selbst im Brunnen im Kastellhof lebte irgendeine seltsame Kreatur.
    Wobei ... seltsam ... ? Sie war wunderschön!
    »Morgen bin ich wieder hier!«, versprach Dumak noch in Richtung des Brunnens und eilte dann ins Kastell, um im Refektorium etwas zu sich zu nehmen und gleichzeitig über das nachzudenken, was er gerade erlebt hatte.

  10. View Forum Posts #130
    Schwertmeister Nienor's Avatar
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    Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
    Nienor is offline
    Regale voller Bücher, endlose Reihen, durch die Gänge ohne Ziel führten. Sie verzweigten sich, führten um Kurven, entfernten sich voneinander und fanden wieder zusammen, wurden von anderen Gängen gekreuzt, waren spiralförmig in sich gewunden und entließen Nienor, die ihnen folgte, am Ende doch wieder aus ihrem gleichförmigen Verlauf, ohne dass ersichtlich wurde, wie dies möglich war. Doch die junge Frau achtete gar nicht auf den seltsamen Weg, den sie eingeschlagen hatte. Stattdessen überflog sie die Buchrücken all der Bücher, die in den zahllosen Regalen standen.
    »Irgendwo hier muss es doch ein Buch darüber geben«, seufzte sie.
    »In dieser Bibliothek soll doch zu allem, was es in der Welt gibt, etwas geschriebenes gesammelt sein.«
    Ratlos lief sie langsam weiter und betrachtete die Buchrücken, sanft mit den Fingern darüber fahrend. Bei einigen Büchern spürte sie ein leichtes Kribbeln. Ob das diejenigen mit Magie auf ihren Seiten waren? Wer weiß, was für Zauber einst dort drin gefangen wurden! War es nicht leichtsinnig, solche Bücher einfach herumstehen zu lassen? Oder war es unwissenden Besuchern vielleicht gar nicht möglich, diese Bücher zu öffnen und die Magie freizulassen?
    Sie getraute sich nicht, das auszuprobieren. Das wäre leichtsinnig gewesen. Dumak hätte es sicher getan. Wenn er denn hätte lesen können. Aber deswegen war sie ja hier. Um für ihn nach etwas zu forschen, das zu wissen ihm bestimmt Freude bereitet hätte.

  11. View Forum Posts #131
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    niederer Dämon is offline
    Ein Dämon erschien, einer der wachen Geister und Bewahrer von Kastell und Bibliothek. Aus dem Nichts tauchte er auf, so als ob er sich schon immer an dieser Stelle aufgehalten hätte und nur eben beschloss, in diesem Moment für menschliche Augen sichtbar zu werden.

    Was suchst du in der Bibliothek und warum rufst du die Dämonen?

    Seine Schwingen, bedeckt mit lederartiger, teils schuppiger Haut, bewegten sich mit einem langsamen flap-flap-flap.

  12. View Forum Posts #132
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    Nienor is offline
    Die Stimme in ihrem Kopf war unangenehm. Weniger, weil sie schmerzte, es war vielmehr, weil es sich anfühlte, als hätte jemand ihren Körper übernommen und formte nun Gedanken in ihrem Hirn, ohne sie vorher um Erlaubnis zu fragen. Es war eine Art von geistiger Gewalt.
    Nienor zwang sich zur Ruhe.
    »Ich suche Bücher über Amazonen«, antwortete sie.

  13. View Forum Posts #133
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    niederer Dämon is offline
    Amazonen sind ein Mythos.

    flap flap flap

  14. View Forum Posts #134
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    Nienor is offline
    »Ja, heutzutage vielleicht«, räumte Nienor ein.
    »Aber einst waren sie sehr real«, widersprach sie dann.
    »Es gab sie wirklich! Ich weiß es, denn ich war damals für kurze Zeit selbst eine von ihnen. Doch heute sind ihre Spuren verweht. Ich möchte mehr über ihr Verschwinden wissen, über ihre Zauber.«

  15. View Forum Posts #135
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    niederer Dämon is offline
    Wir haben dieses Werk über Amazonen.

    flap flap


    In seinen Krallen erschien ein Buch, es sah nicht alt und abgegriffen aus, sondern wirkte nahezu unbenutzt. In helles Leinen gebunden statt dem sonst üblichen Leder.

    Ihre Zauber werden dir nichts nützen.

    flap

  16. View Forum Posts #136
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    Vorsichtig nahm sie das Buch, das der Dämon ihr hin hielt, entgegen.
    »Ich weiß, ich kann nicht zaubern, ich bin keine Magierin.«
    Dann fiel ihr noch etwas ein.
    »Was meinst du mit ›die Dämonen rufen‹? Waren es die Bücher, die ich berührte und bei denen ich etwas seltsames fühlte? Sind dies die Welten, aus denen ihr kommt? Ich werde es nicht mehr tun, sie nicht mehr einfach so anfassen«, versprach sie.

  17. View Forum Posts #137
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    niederer Dämon is offline
    Du musst nicht durch die Bibliothek wandern und in den Regalen suchen, die Bücher kommen auf Zuruf zu dir.

    Der Dämon verblasste wieder, und verschwand.

  18. View Forum Posts #138
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    Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
    Nienor is offline
    »Ich weiß«, rief sie dem Schattenwesen hinterher, »aber ich wollte nicht, dass sie einfach so auf den Boden fallen und habe lieber selber gesucht.«

    Nienor war sich nicht sicher, ob der Dämon das noch gehört hatte. Zufrieden drückte sie das Buch an sich und wanderte wieder zurück dorthin, wo die Leseplätze sich befanden mit ihren Lampen und Fackeln aus bläulich schimmerndem Erz.

  19. Visit Homepage View Forum Posts #139

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    Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
    Don-Esteban is offline
    Nichts zu suchen, stand ihm im Sinn, doch führte den Hohepriester sein Weg auf irgendeine Weise in die Bibliothek. Vorher hatte er das Können des unermüdlichen Küchendämons genossen. Esteban fragte sich, was dieser wohl so dachte, wenn er nicht die Wünsche der Gäste zu erfüllen hatte. Verschwand er ins Nichts? Besuchte er die heimatliche Sphäre Beliars? Früher, vor vielen Jahren hatte er für viele Gäste sorgen müssen. Heutzutage konnte er sich die Zeit damit vertreiben, monatelang einfach gegen eine Wand zu starren. Befriedigte ihn das? Oder tat er stattdessen etwas ganz anderes? Hatte Zeit überhaupt die gleiche Bedeutung für ihn wie für die Menschen? Machte er sich so seine Gedanken darüber oder blendete er alles aus? War er überhaupt fähig, das eine oder andere zu tun? Oder nur eine Inkarnation, einzig und allein dazu da, die Essenswünsche der Refektoriumsgäste zu erfüllen?

    Mit solchen und ähnlichen eher melancholischen Gedanken, die doch nur ins Nichts führten, wanderte der Magier durch die leeren Gänge und plötzlich bemerkte er das typische Prickeln beim Durchschreiten des Dimensionstores zur Bibliothek. Und schon war er darin.
    ›Was nützen diese vielen Bücher, wenn sie keiner liest?‹, fragte er sich, seinen trübsinnigen Gedanken weiter folgend. ›Das Wissen der Welt, angesammelt an einer Stelle und keiner interessiert sich dafür. Gibt es überhaupt noch Menschen, die sich überhaupt für diese Welt interessieren, für ihren Ursprung, ihren Fortgang, das, was sich in ihr befindet? Es gibt doch so viel, was staunenswert ist, einzigartig, was bewahrt werden sollte.‹ Aber darüber, was in diese Kategorie fiel, gab es sicher unterschiedliche Ansichten. Noch vor Jahren hatte er zum Beispiel ohne zu Zögern Razoren und Snapper mit Hilfe seiner Magie getötet, sobald er ihnen ansichtig wurde. ›Doch mittlerweile‹, spann er den Gedanken weiter, ›würde er dies nur noch tun, um sich zu verteidigen. Denn hatte nicht alles in dieser Welt ein Recht auf die eigene Existenz. Welcher Hybris war der Mensch anheim gefallen, sich zum Herrn der gesamten Welt aufzuschwingen? Wo war die alte Ordnung geblieben? Als sich Gruppen mit klar umrissenen Zielen fanden? Als sich Freund und Feind deutlich aus dem Nebel des Ungewissen schälten? Als es überhaupt noch Freund und Feind gab.‹

    Regalreihen umsäumten ihn, während er durch die Bibliothek wanderte und in immer düsterere Gedanken verfiel. Es schien ihm bald, als würde eine ganze Welt zusammenstürzen, verschwinden, in den Nebel des Vergessens eintauchen und nie wieder an die Oberfläche gespült werden. War es das, was ihn so lange beschäftigt hatte? Am Ende ein Nichts? Durch die Finger zerronnen wie trockener Sand?

    Bläuliches Licht tauchte vor dem Magier auf und störte seine düsteren Gedanken. Hier befanden sich die Leseplätze. Einst saßen hier immer wieder Besucher, die Wissen in der Sammlung der großen Bibliothek suchten, heute war es – wie so oft – sicher leer.

    Um so mehr erstaunte es Esteban, dass hier doch jemand saß, über ein Buch gebeugt. Er sah weißes Haar, das glatt über Schultern fiel. Eben strich sich der Leser eine Strähne zurück. Es war eine Leserin, erkannte er dann. Es war Nienor.
    »Was führt Euch denn in die Bibliothek?«, fragte er überrascht.

  20. View Forum Posts #140
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    Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
    Nienor is offline
    Nienor schreckte hoch.
    »Ich ... «
    Es war der Schwarzmagier, der sie aus den Fängen des untoten Königs unter dem Weißaugengebirge gerettet hatte.
    »Esteban? Ihr seid es ... Ich lese ein Buch über die Amazonen und ihre Magie«, antwortete sie dann.
    Sie seufzte.
    »Aber ich verstehe so wenig. Von Magie habe ich keine Ahnung und die Beschreibung der Zauber will mir nicht in den Kopf. Alles verschwimmt. So als ob sich das Buch nicht lesen lassen will.«

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