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    Korsar der myrt. Krone  Yared's Avatar
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    Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
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    Fort Rhobars Wacht, Nordwestliches Hochplateau, Nordmar, Provinz des Großreichs Rhobars III.

    „Ihr wollt was?“ Hätte Sweers einen Schluck aus seinem Krug im Mund gehabt, er hätte sich gewaltig verschluckt.
    Yared blieb nüchtern. „Dass Ihre Truppen das Lager räumen. Ziehen Sie sich zum Feuerclan zurück.“ Nachdem Halfgar von ihnen gegangen war, gab er nun den Wortführer ihrer Abordnung.
    „Mit Verlaub, das kann nicht Euer ernst sein. Wir haben eine Grenze zu sichern.“
    „Eine Grenze, die derzeit kein lebender Ork überqueren wird.“, warf Isegrim ungefragt ein. Yared hatte ihn nicht von seinem Plan überzeugen müssen. Vielleicht war er doch besseres Soldatenmaterial, als der Nordmarer sich selbst je eingestehen würde.
    „Das ist doch nur das Geschwätz Eures Knappen, den der Nekromant kontrolliert.“, keifte der königliche Beamte Virgil.
    „Nicht mehr, und ich zweifle kein Bisschen an seiner Einschätzung. Der Nekromant ist ein untoter Ork. Er manipuliert den Tod und den Geist. Beides hat Magister Callum hier bestätigt. Und wir haben mehr als einen Bericht, dass die Orks selbst mehrfach Ziel des Nekromanten waren“, entgegnete Yared.
    Der feiste Magier war weit weniger feist als noch zu ihrer Ankunft im Lager. Die Arbeit mit Halfgar hatte ihn sichtlich gezeichnet und so hielt er sich zurück, was Widerspruch anbelangte. Er hatte das Werk des Nekromanten persönlich erleben dürfen. Nein, das Problem stand diesmal auf der anderen Flanke der gegenüberliegenden Tischseite.
    „Wisst Ihr, was es kostet ein befestigtes Lager, wie Rhobars Wacht aufzubauen? Wenn das Lager geräumt wird, wird es uns später tausende Myrtanische Gulden kosten, es wieder in Betrieb zu nehmen.“
    „Herr Virgil, bei allem Respekt, dieses Lager ist keinen Pfifferling mehr wert. Die Grenze steht bloß. Der Nekromant hat da draußen wer weiß wie viele der orkischen Vorposten übernommen und sammelt vermutlich gerade seine Kräfte um Rhobars Wacht früher oder später mit untoten Orkkriegern zu überrennen.“ Yared wandte sich von dem Beamten zum Garnisonskommandanten. „Major Sweers, Eure Soldaten haben gegen Untote keine Chance. Im besten Fall verlieren wir zwei Drittel der Besatzung dabei, den übrigen die Flucht in den Süden zu ermöglichen. Das sind unnötige Verluste, die, was das Lager angeht, zum gleichen Ergebnis führen.“
    Major Rickert Sweers nickte wissend. Hinter Virgil von Bragas Augen ratterten die Zahlen. Dann sah man regelrecht, wie er zur Erkenntnis gelangte. Sein Mundwinkel verzogen sich hämisch. Gerade als er sein Gegenargument aussprechen wollte - das einzig denkbare und ein dazu ziemlich menschenverachtendes - traf ihn der harte Blick des Majors.
    Niemand der Anwesend wollte es hören, niemand würde es berücksichtigen, selbst wenn er es aussprach. Virgil von Braga machten einen zweiten Versuch anzusetzen, schluckte ihn dann jedoch hinunter, als er Kaldrin grimmig und demonstrativ auf den Boden spucken sah.
    „Dann sind wir uns ja einig.“, meinte Zarah zufrieden.
    Yared nahm von ihr mehrere versiegelte Briefe entgegen und reichte sie an Major Sweers weiter. „Das ist der Untersuchungsbericht. Übergebt dies an den Generalquartiermeister der Grenztruppen im Hammerclan. Er soll es an den Stab weiterleiten.“
    „Des Weiteren ordne ich für Euch, Isegrim, Fronturlaub an.“ Yared übergab dem etwas verdutzt dreinschauenden Isegrim einen weiteren versiegelten Umschlag. Darin würde er Anweisungen, eine Kopie des Berichts und eine Legitimation finden für den Fall, dass er sich höherer Stelle gegenüber würde ausweisen müssen. „Nach den Strapazen der letzten Wochen habt Ihr Euch das mehr als verdient, Isegrim. Ihr werdet Magister Callum, Major Sweers und Herrn Virgil von Braga begleiten.“ Der Paladin traute den drei Lagerverantwortlichen nicht genug, um sich nicht doppelt abzusichern.
    "Ihr werdet im Morgengrauen aufbrechen und nur das nötigste mitnehmen. Wenn möglich brecht die Schneebretter in den Pässen hinter Euch ab. Falls der Nekromant schneller reagiert, als wir denken, möchte ich, dass ihm jeder Stein im Weg liegt, dessen Ihr habhaft werden könnt!"

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    Drachentöter Shakuras's Avatar
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    Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
    Shakuras is offline

    Vengard - Heilige Mutterkirche Innos'

    Seitdem der Rat der Sieben Shakuras gefordert und über seine Position im Gefüge der Kirche neu entschieden hatte, war der Hohe Feuermagier damit beschäftigt sich ein genaueres Bild über das geprägte Glaubensleben und seine Brüder und Schwestern in persona zu verschaffen. Die Lehren der Götter und die ihres Herren und Schöpfers Innos waren die der Unendlichkeit und unverrückbar. Ihre Worte und Seine Taten waren das Heilsversprechen an die Menschheit, seinen Avatar. Es aber jenen nahe zu bringen, den Starken wie den Schwachen, es so aufzubereiten und zu sprechen, damit sie alle es begreifen, verstehen und den heiligen Geist sich einverleiben konnten, dass es ihnen Richtung gab, das war die Wesensaufgabe der Kirche und seiner Erwählten, und die war nicht immer einfach und unterschied sich. Unterschiede, denen Shakuras nur zu gerne nachging.
    Sie verdeutlichten zumeist die Befindung und die Glaubensstärke der Bevölkerung und gaben einen Eindruck vom Charakter der Stadt, der waltenden Kirche und nicht zuletzt vom Prediger selbst. So machte sich der Alte still bekannt und zog Vergleiche zu den Häusern, die er kannte und welche, die er miterleben durfte wie der Tempel im Minental oder das einstmals strikt verkündende Kloster auf Khorinis. In seiner grauen Robe ließ Shakuras kein Gebet aus, keine Messe und Predigt und wohnte ihr bei als Zuhörer oder half beim Ministrieren. Letzteres um ein Signal zu senden, da das Ministrieren der unteren Ränge zuzuordnen war, 'Er war wie sie, nicht zu fein und eine Aufgabe eine Aufgabe'.
    Die Nachsorge und Seelsorge nahm er wie kein Zweiter wahr. Das Leid anderer zu erfahren, war schon immer eine Herzensangelegenheit von ihm.
    Er nutzte die Zeit und machte sich vertraut mit der gewaltigsten und hiesigen Gottesgemeinde. Nicht alles was er auffnahm, stimmte ihn zufrieden.
    Auch hier nicht im Hauptsitz in Vengard der Heiligen Mutterkirche Innos'.
    Es spielten Einflüsse eine Rolle, die er überdenken musste.

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    Kämpfer Isegrim's Avatar
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    Nordmar, weit südlich der Nordgrenze

    Der Zug erstreckte sich über einige hundert Meter. In geordneten Zweierreihen marschierten die Soldaten dahin, während die Offiziere auf den wenigen Kaltblütern ritten, die das Fort zur Verfügung hatte. Isegrim, der vom Reiten so wenig Ahnung hatte wie von Ausdruckstanz, marschierte knapp dahinter, hüllte sich jedoch neben warmen Fell und Pelz auch noch in düsterstes Schweigen. Jegliche Versuche der Menschen die in seiner Nähe marschierten, ein Gespräch zu beginnen, ignorierte er komplett. Vielmehr war der Mund nicht mehr als eine schmale Linie im Gesicht, die Augen loderten hingegen vor unterdrückter Wut. Als Yared der Lagerführung sein weiteres Vorgehen erklärt hatte, war Isegrim noch klar auf seiner Seite gewesen. Eine Notbesatzung die zurück bliebe und gegebenenfalls nach einer Möglichkeit suchen würde, dem Nekromanten ins Handwerk zu pfuschen. Zu dem Zeitpunkt war der Soldat aber davon ausgegangen, Teil dieser Besatzung zu sein. Erst mitten im Disput mit Virgil von Braga und Rickert Sweers hatte der Paladin ihn jedoch mit dem Befehl überrascht, ebenfalls nach Süden zurückzukehren. Fronturlaub hatte er es genannt. Für Isegrim hatte es sich wie eine Verbannung angefühlt. Als wollte der Kapitän ihm damit deutlich machen: An unserer Seite ist kein Platz für dich.
    »Isegrim« Rickert Sweers war abgestiegen und hatte einem Adjutanten die Zügel des Pferdes gereicht. »Auf ein Wort.«
    »Bitte«, knurrte er.
    »Pfeift drauf, was Virgil sagt. Er ist ein Beamter, ein Funktionär. Jongleur von Zahlen und Statistiken. Der himmelschreiende Beweis dafür, dass das Großreich ein Bürokratiemonster werden wird, wenn am Arsch des Schneewüste ein Kaufmann halb adeliger Herkunft einen gewissen Ton angibt.«
    Der Offizier spuckte aus und schüttelte den Kopf. »Ihr habt Euch verdammt gut geschlagen und ja, ich weiß, das am Pass war eine Katastrophe. Zum Teil aber auch mein Fehler. Hätte Euch nicht Brabant zumuten dürfen. Guter Lagerunteroffizier, klasse in der Ausbildung ... im Einsatz aber überheblich und vorschnell. Ich entschuldige mich für diese Wahl.«
    Er kratzte sich die ergrauende Halbglatze. »Ich will damit sagen: Ihr hättet in meiner Kompanie in Trelis durchaus einen Platz, so Ihr wollt. Der Orden wird dies sicherlich unterstützen. Trelis ist kein schlechter Ort und dort gibt es mehr als genug Ritter, die einen Mann wie Euch in ihren Dienst stellen würden.«
    Aber der Soldat nickte nur, antwortete nicht. Sweers schritt noch einige Minuten neben ihm her, wartete vergebens auf eine Antwort.
    »Überlegt es Euch«, verabschiedete er sich nur und kehrte an die Spitze zurück.
    Isegrim hatte es sich schon überlegt. Der Eisenwolf hatte sich entschieden.

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    Kämpfer Isegrim's Avatar
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    Nordmar, zwischen Feuerclan und Hammerclan

    »Herhören, Männer!«
    Vor seinem Zelt sprach Major Sweers zu seinen Offizieren. Aus irgendeinem Grund hatte sich Isegrim unter sie gemischt, was zu verschiedenen Reaktionen geführt hatte. Anerkennendes Grinsen von Sweers, der Isegrims Anwesenheit natürlich als Bestätigung seines Angebotes verstand und halblautes, wütendes Murren der Offiziere, dass der Mann, der für den Tod zehn guter Männer verantwortlich war sowie für den schwarzmagischen Mord an einem Inquisitor, an ihrer Seite stand. Isegrim tat, was er gut konnte: Er ignorierte es. Er wollte nur am Sprachrohr der Entscheidungen stehen, Informationen als einer der Ersten erhalten. Denn sein Plan für sein weiteres Vorgehen stand fest. Ganz ohne Frage.

    »Also, herhören, Offiziere: Meine Absicht ist es, die Kolonne aufzuteilen. Der Feuerclan ist näher an unserer derzeitigen Position, weshalb schweres Gerät und Ausrüstung dorthin kommen. Ebenso wie die restlichen Teile. Herr Virgil, Ihr und Callum werdet dort ebenfalls mitgehen. Meldet Euch zügigst im Kloster. Mein Stab und ich werden uns ebenfalls im Feuerclan einrichten und auf Nachricht von Sir Yared von Geldern warten.« Der Blick des Majors fiel auf Isegrim, ein leichtes Grinsen auf den Zügen. »Ihr, Bruder Isegrim vom Orden, werdet die Berichte, eine Nachricht von mir und Grüße an den Verbindungsoffizier im Hammerclan, Hauptmann Barthon, weitergeben.« Der Major wandte sich wieder allen zu: »Leutnant Zadwik?«
    Ein junger, schlanker Offizier in Reiteruniform trat vor. »Hier, Herr Major!«
    Der Major nickte. »Ihr habt das stärkste und ausdauerndste Pferd. Ihr werdet Bruder Isegrim in den Hammerclan bringen. Verstanden?«
    »Mit Verlaub, Herr Major, aber ...« Der Blick Zadwiks ging zu Isegrim, der ihn herausfordernd ansah und sehr böse grinste. »Jawohl, Herr Major, verstanden, Herr Major.«
    Sweers nickte zufrieden. »Dann los, Ausführung! Ich will noch vor Mittag im Feuerclan sein!«

    Der Leutnant trat zu Isegrim. »Pass auf, Kumpel, das sage ich dir nur einmal ...«
    Der Meisterdieb hob die Hand. »Gemach. Bruder Isegrim für Euch, Herr Leutnant. Eine gewisse Distanz ist wohl zu wahren, nicht wahr?«
    Zadwik errötete, war in die Falle getappt. Isegrim als mahnendes Beispiel aller Disziplin tadelte einen Offizier, der vor nicht allzu vielen Monden noch in der Ausbildung gewesen war. Etwas, das ihn diebisch freute. »Spart Euch Eure Drohungen und Verwünschungen. Oder stellt Euch zumindest hinten an und wartet einige Stunden. Brechen wir auf, ich will endlich aus dieser verfluchten Ödnis raus.«
    Der Offizier schnaubte arrogant und wandte sich ab. Der Eisenwolf zeigte die Zähne. Lauernd, abwartend.
    Last edited by Isegrim; 04.05.2019 at 20:45.

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    Nordmar, zwischen Feuerclan und Hammerclan

    Eine seltsame Angelegenheit als zweiter Mann auf einem Pferd zu reiten. Und Bewunderung für die Kraft und Ausdauer des Tieres weckte es ebenso in dem Soldaten, der sich an dem Leutnant festhielt und sich dabei unwohl fühlte, da der Kerl ihn grundsätzlich einfach nicht leiden konnte, nein, ganz im Gegenteil, es war klare Verachtung, die Zadwik ihm entgegen brachte. Brabant war mein Vetter, hatte der Offizier ihm vor dem Aufsitzen gesagt, du hast das Blut meiner Familie vergossen, Isegrim. Danach waren keine weiteren Worte mehr gefallen, die Meilen waren an ihnen vorbei gezogen. Nordmar im späten Frühling war eine wunderbare Erfahrung. Der Schnee war dahin, was blühen konnte blühte und die Tannen kleideten sich in frischeres, gesünderes Grün als in der dunklen Winterzeit. Im Vergleich zur Nordgrenze war es hier lebendig und angenehm. Angenehm zumindest bis Zadwik das Pferd zügelte, anhielt und Isegrim mit einem Kopfnicken zu verstehen gab, dass sie absitzen würden. Isegrim bemerkte die blasse, verhärtete Miene des Reiters und machte sich innerlich schon bereit. Bereit zum Kampf, bereit zur Entscheidung über Leben und Tod.
    Schweigend stand Isegrim da, während der Reiter das Pferd einige Meter entfernt anband. Dann kehrte er zurück, zog den Säbel.
    »Los«, waren nur seine Worte.
    »Du willst einen Mann des Ordens erschlagen?«, fragte der Soldat und hob eine Augenbraue, »Der Bestandteil deines Befehls vom Major ist? Offizieren der Myrtanischen Armee scheint ja wenig heilig zu sein.«
    »Spotte nicht, Isegrim. Du bist so wenig ein Mann des Ordens wie mein Gaul da hinten ein reinblütiger Varantiner ist.« Er spuckte aus. »Zieh blank, es entscheidet sich hier. Ich komme aus einem Hause, wo Blut noch etwas wert ist, wo vergossenes Blut gesühnt werden muss.«
    Isegrim schüttelte lachend den Kopf. »Bist du zufällig ein Sohn vom großen Fyresgrimson?«, fragte er, »Das hätten nämlich seine Worte sein können.«
    Der Ordensbruder zog die Klinge, hielt sie fast schon locker in der Hand. Zadwik nickte bestätigend und sprang dann vor, schlug zu. Isegrim ging zuerst in die Defensive, wenngleich das sein Plan war. Er ließ sich scheinbar zurücktreiben, wählte jedoch so das Gelände seiner Wahl, drehte Zadwik so, dass dieser auf wesentlich lockererem Boden stand als Isegrim. Dann parierte er, ging zum Gegenangriff über. Schnelle, wilde Schläge, wie Yared sie zwar nicht gemocht hatte, aber ihm dennoch ein gewisses Talent attestiert hatte. Nur das der Meisterdieb diesmal weit vorsichtiger vorging. Er ließ seinen Zorn in den Kampf mit einfließen. Die Trauer über Halfgars Verlust, die irgendwo in ihm saß, der Hass auf den Nekromanten, die Enttäuschung über Yared. All dies stärkte ihn. Schlag um Schlag trieb er gegen Zadwik, sodass dessen anfängliche Sicherheit schnell große Brüche bekam. Als die Klingen einmal besonders laut gegeneinander schlugen, hörten die Kämpfenden wie ein Seil riss, ein Pferd wieherte und lautstark davon galoppierte.
    Den Moment ungläubiger Überraschung nutzte Isegrim für eine widerwärtige Taktik. Er schlug dem Offizier mit Wucht die Stahlklinge ins linke Bein, oberhalb des Knies. Tief drang sie ein, Blut spritzte. Zadwik ging schreiend zu Boden, ließ die Waffe fallen.
    Einen Augenblick stand der Eisenwolf da, überlegte der Beute Gnade zu erweisen. Dann spuckte er jedoch nur aus.
    »Da, Zadwik«, knurrte er und deutete in die Richtung, nach Südosten, »ist der Hammerclan.«
    »Da«, er deutete nach Norden, »ist dein Gaul mit deiner Ausrüstung hin. Auch mit Verbandsmaterial.«
    Dann wandte Isegrim sich Richtung Hammerclan ab und ließ den blutenden und schreienden Mann zurück.

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    Kämpfer Isegrim's Avatar
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    Hammerclan

    Noch vor einigen Wochen hätte sich vielleicht eine mahnende Stimme des Gewissens gemeldet, hätte die Tat verurteilt und den Dieb gezwungen, kehrt zu machen und Zadwik zu versorgen und dann zum Hammerclan zu bringen. Aber vor einigen Wochen war Isegrim auch noch hoffnungsvoller gewesen, hatte ernsthaft in Betracht gezogen, dem Orden dienen zu können trotz seiner Verfehlungen in der Vergangenheit. Dann war der Nekromant gekommen, dann die Zweifel und Yareds persönlicher Verrat, zumindest sah der Meisterdieb die Entscheidung des Paladins als einen solchen an. Im Hammerclan kam der Soldat wie ein Abenteurer an. Den Wappenrock des Ordens hatte er abgelegt und irgendwo ins Gebüsch geworfen, mit einer Mischung aus Wut und Scham. Dann hatte er die restlichen Meter zurückgelegt und sich bei den Brückenwächtern gemeldet als Söldner. Die Wächter - Orkjäger mit dem myrtanischen Überwurf - hatten ihn mit düsteren Blicken belegt, ehe sie ihn durchließen.

    Götter, ist das schon wieder länger her. Zehn Jahre, denke ich. Bevor ich Vater tötete. Hier besorgte ich das Fell und die Tünche und machte aus einem Bärenfell das eines Eisbären. Der Meisterdieb lächelte fast versonnen. In den Jahren hatte sich der Clan natürlich verändert. Viele der großen Krieger hatten es nicht ertragen können, unter Rhobar und der Garde zu dienen. Also hatten sie sich aufgemacht um einen Rebellenkönig zu unterstützen, der nun über eine zerstörte Stadt, eine Burg und das verdammte Stewark herrschte. Die Entscheidung war also ziemlich dämlich gewesen, die die Krieger damals getroffen hatten. Vom Regen in die drachenverheerte Traufe.

    Seine Schritte lenkten ihn zum Gebäude, in dem die örtliche Kommandantur untergebracht war. Am Eingang gab Isegrim die Berichte und Briefe ab, erklärte dem Soldaten, wohin sie mussten ... und verschwand. Richtung Taverne. Trinken, er wollte endlich wieder richtig und viel trinken. Und dann würde er weiter sehen. Vielleicht etwas klauen, mal wieder tun, was ein Meisterdieb so tat.

    Der Eisenwolf ist wieder im Spiel. Vielleicht ... vielleicht kann ich endlich die Krähe ausfindig machen und sie rupfen wie eine Gans.

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    Drachentöter Shakuras's Avatar
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    Das Spiel der Farben, wenn das Anlitz Innos' steigt, die Nacht und Dunkelheit vertreibt, sich langsam grellt von Ost nach West, gut Ding und Schöpfung bald erhellt.
    Das Invitatorium noch auf den Lippen, die Wache schon gehalten, das täglich Lob gepriesen, die Gebete noch folgend derer Drei.
    Das Wort und die Schrift sollen unser Mana sein. Der Saft aus dem das Leben ist. Es gibt uns Feuer. Gerechtigkeit. Und Wahrheit.

    Sacht schien die Sonne durch die Arkaden des Tempels. Warm waren ihre Strahlen. Der Alte in Grau saß mit übergeschlagenen Beinen auf einer Holzbank, die qualmende Pfeife mit würzigen Tabak im Mundwinkel, den knorrigen Hirtenstab an der rechten Schulterbeuge angelehnt - in der Linken, ein kleines und welkes Buch aufgeschlagen. Keine fünfzehn Schritt geradewegs von ihm entfernt Brüder und Schwestern im Glauben, die sich im Stabkampf maßen. Krachend schlugen mal um mal die Novizenstäbe aufeinander, einer Schulroutine von Angriff und Abwehr folgend. Interessiert schaute Shakuras zu und erkannte die Lerneinheiten wieder. Sie bildeten ein solides System. Eins, das sein damaliger Lehrer und der Baal schon immer gemieden hatte. Seine Basis und Stärke, in die er auch Shakuras unterwies, war die der Individualität bei gleichzeitiger Effektivität. Täuschung und beherrschte Spielerei gepaart mit Wirkungstreffern. Lächelnd und unter dem Gedröhne aufeinander hämmernder Starkhölzer erinnerte sich der Greis an seine Lehrzeit im alten funkelnden Sumpf.

    "Du erregst Aufsehen, Lehrling." Corristo! Augenblicklich war Shakuras wieder im Hier und Jetzt. Der Existenz der Stimme Lüge strafend, guckte sich Shakuras verwundert nach ihr um. "Bei Innos! Du bist es wirklich.." Ein breites Grinsen und herzhaft lachend fielen sie sich in die Arme. Ihre Verbundenheit zueinander, die prägende Zeit in der Barriere; Sie hatte nach allem kein Schaden genommen. Es war ein Moment der Ewigkeit und Brüderlichkeit, der von beiden nicht losgelassen werden wollte.

    "Wie lange schon, Meister?"
    Der ältere Hochmagier und Ratsherr wog ab, und bedauerte.
    "Zu lange schon, Shakuras."
    Es wurde ruhig um sie, als sie sich eindringlich in die Augen blickten...

    Das letzte Lebenszeichen von Corristo und seinen Brüdern hatte Shakuras auf Papier in den Händen gehalten. Neben der Audienz, in der Corristos Anwesenheit ihn gänzlich verwirrt zurückließ.
    Shakuras sah sie vor seinem geistigen Auge vor dem Haupttor des Alten Lagers stehen. Und wie sie fortgegangen waren. Ins Ungewisse und nicht Wiederkehrend.

    "Gehen wir eine Weile. Ich will es Dir erklären."

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    Drachentöter Shakuras's Avatar
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    Vengard

    Ihr Weg führte sie quer durch die ganze Stadt. Das Tempelviertel, das Handwerker- und Händlerviertel, der Markt, die Gegenden von Arm und Reich. Der Hafen. Der Ratsherr wusste dabei immer die Ecken und Winkel der Bezirke zu nehmen, die ruhig und weniger umtriebig waren. Abseits der großen Straßen gingen sie, meist in zweiter oder dritter Reihe zu den pulsierenden Schlagadern von Vengard, und unterhielten sich. Das Tagewerk, die Geschäfte und die Ausrufe, die eine Hauptstadt zu bieten hatte, das Aufstöhnen von Menschen unter schweren Lasten harter Arbeit, das Poltern knarzender Holzräder auf unebenem Pflaster und Grund - all das hörten sie nicht weiter und beschäftigte sie auch nicht. Es waren ihre Worte und Geschichten, die für sie nun Bedeutung trugen.

    Das Abendrot zeichnete sich schon ab, als sie wieder für einen seltenen Moment Halt machten und inne hielten. Der Wind wurde rauer.
    Flach ruhten Shakuras' Hände auf den steinernden Zinnen der Burgwacht, während er nachdenklich etwas weit Draußen von dieser Stadt und Lande anvisierte.
    "Rodriguez, Torrez, Damarok und Drago."
    "Sie leben, ja. Sie haben ihre ganz eigene Aufgabe gefunden und sind berufen. Eine Aufgabe, die auch Dir ähnlich sieht, Shakuras. Sie wandern und leben und sind in allen vier Himmelsrichtungen des Reiches verteilt."
    "Wann hast Du zuletzt von ihnen gehört?"
    "Erst vor Kurzem, noch vor eurer Abreise aus Thorniara muss es gewesen sein, das Bruder Damarok schrieb. Ihm geht es gut, aber er sorgt sich derzeit um den Norden."
    "Der Norden?" Shakuras runzelte die Stirn und wandte sich zum Priester. "Was ist mit dem Norden?"
    "Das weiß ich nicht genau, noch nicht. Aber er schrieb von Unsicherheiten." Corristo wirkte ernster. "Aber ich bin mir sicher, er wird dem auf den Grund gehen und es richten.", fügte er vertrauensvoll an. Ohne an Haltung zu verlieren, lehnte sich der einstige Anführer der Feuermagier gegen die Schützenmauer und machte das zentrale und beschienene Fenster der Burg aus, hinter diesem sich der Thronsaal des Königs erstreckte. Der Graue folgte dem Blick seines alten Meisters und raunte tief.
    "Wann bist Du IHN das letzte Mal begegnet?" Der Priester meinte den König, wen sonst. Shakuras überlegte.
    "Hmmm... Im Schläfertempel auf Khorinis. Unsere Wege trennten sich nach der Verbannung des Erzdämons Krushak und als die Steine von der Decke regneten..." Ein Schatten, der sich bei aufflackernden Kerzenschein im Fenster abbildete und wieder verschwand. "Der Mann mit Schwert und Erzrüstung, jetzt unser aller König." Shakuras lachte erheitert auf und schüttelte den Kopf. Wie wirr die Geschichten doch manches Mal waren und wohin sie führten.
    "Innos' Wege." Sie schauten sich vielsagend an und waren insgeheim froh darum, dass es so kam wie es gekommen ist.
    "Wollen wir weiter, alter Freund?", eröffnete der Ratsherr und wies in unbestimmte Richtung.
    "Immer doch - und wenn Du schon dabei bist, erzähle mir bitte nochmal das Erlebnis mit dem Dämon, der sie gefangen hielt. Er war also in weiblicher Gestalt und hauste in diesem Berg?..."

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    Kämpfer Isegrim's Avatar
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    Isegrim is offline

    Hammerclan

    Der Hammerclan war schon immer Isegrims liebster Ort in Nordmar gewesen. Zum einen war es die schiere Fülle an Waren und Menschen gewesen, etwas das ihm auch vor Jahren schon zu Beginn seiner Zeit als Straßendieb und Bettler im wahrsten Sinne des Sprichwortes in die Hände gespielt hatte. Im Wolfsclan waren die Leute zu geschickt und vorsichtig gewesen, im Feuerclan zu stolz und zu gefährlich. Im Hammerclan hingegen hatten sich damals nur Schürfer und Bergarbeiter getummelt, hier und da ein paar Orkjäger, mehr nicht. Dazu eine Taverne, geführt von einer hübschen Dame und genug trinkfreudige Idioten, die man hatte ausnehmen können. Fast wurde Isegrim nostalgisch, als er so durch den Clan wanderte. Der Sitz des nordmarischen Statthalters war natürlich hier, in einem Langhaus nahe dem prächtigen Bau des Clanlords. Das war eine Bedingung gewesen. Nicht größer als die Halle des gewählten Führers des Clans. Die Nordmarer waren sture und stolze Untertanen und so, wie die "Südlinge" hier behandelt wurden, war auch abzusehen, dass es wohl noch Generationen dauern würde, ehe Nordmar, Myrtana und Varant sich selbst und gegenseitig als gleichbedeutend betrachten würden.

    Wie es seine Art war, hatte Isegrim natürlich gleich Kontakt zu Hehlern und Schmugglern gesucht, hatte geschaut, wo es was zu holen gab, wer gute oder nicht ganz so gute Schlösser und Wachen besaß. Im Allgemeinen hatten es die Nordmarer nicht so mit Hauswachen. Die war der Besitzer meist selbst, bewaffnet mit einer Langaxt oder einem Breitschwert. Hier kannte man keine Keller, keine Dachböden, keine unterirdischen Lagerräume. Will sagen: Hier war die Diebeskunst nur durch einen Meister wirklich gewinnbringend auszuführen. Aber nun, zufällig war Isegrim ja gerade das.

    Das etwaige schlechte Gewissen über seine kurzfristige Abkehr von den Dingen, die ihm vor Kurzem noch wichtig gewesen waren, störte ihn nur marginal. Er war nun mal der Verratene, nicht der Verräter. Ihn hatte man wie ein altes Weib weggeschickt, zum Urlaub im Süden, fernab der wichtigen Vorgänge. Sein Lord hatte ihn verstoßen, weil er nicht taugte. Also taugte er nicht für den Orden. Ragnars Einschätzung war falsch gewesen. Ein Narr war sein älterer Bruder, zu glauben das man einem bissigen Wolf einen Wappenrock überwerfen und so zum Haushund machen konnte.

    Grinsend und kopfschüttelnd trank Isegrim sein Bier. Ein Ziel hatte er sich gesetzt. Erz. Magisches Erz. Erzielte auf einigen Märkten im Osten - Khorinis oder Argaan - gute Preise, da sonst nur über den strengen nordmarischen Verkauf gehandelt wurde. Und die Konditionen waren - in den meisten Fällen - nahezu drakonisch. Aber zum Glück gab es ja Diebe wie ihn, die ehrliche und unehrliche Preise umgingen.

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    So Far, So Good, So What!  Mani's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Mani is offline

    Nordmar, irgendwo außerhalb des Hammerclans

    Die Umgebung rund um den Hammerclan war immer schon ein gefährliches Plaster gewesen. Mit dem Frühling war der Schnee zwar verschwunden. Eine Gefahr weniger. Dennoch wurden deshalb die Biester nicht weniger. Früher war Mani öfters mit seinem Vater auf der Jagd gewesen. Der Alte hielt sich ja immerhin für den besten Jäger in ganz Nordmar, was den beiden nicht nur einmal zum Verhängnis wurde. Seitdem war der Nordmann in der freien Wildnis doppelt so wachsam. Ein Rudel aggressiver Wölfe konnten auch den gewiefesten Schwertkämpfer gefährlich werden.

    Da bin ich ja mal gespannt was mich da erwartet. Andarus meinte, dass er nicht weit von hier überfallen wurde. Der Kerl macht mich sowas von stutzig, dachte sich der Rotschopf als er eine Hügel überquerte. Nordmar im Frühling war wirklich ein herrlicher Anblick. Grüne Felder, blühende Blumen und das entspannente Vogelgezwitscher. Einen beträchtlichen Nachteile war dennoch nicht zu verachten. Die verdammten Halsabschneider konnte er natürlich nicht so leicht aufspüren. Wie auch. Ohne Schnee, keine Schneespuren. Da musste das Glück schon auf seiner Seite sein. Laut seinem Auftraggeber würden sich die Banditen nicht weit weg von hier in einer dunklen Höhle verstecken.
    Typisch, Leute vom Untergrund findet man immer in irgendwelche stinkenden und feuchten Höhlen. Damals auf Argaan hatte der ehemalige Söldnerführer auch mit solchen Gaunern zu tun gehabt. Ein Deal konnte ja nicht einfach so auf offener Straße abgeschlossen werden. In den Gassen Setarrifs wurde sein Trieb zur dunklen Seite immer größer, was sich oft nicht als Erschwärnis herausstellte.

    Fast als der Rotschopf schon einen anderen Weg einschlagen wollte hörte er in der Ferne Stimmen. Der Lautstärke nach war eine heftige Diskussion im Gange. Der Nordmann folgte so leise wie möglich der Stimmen nach. Ein Meister des Schleichens war Mani noch nie. Zumindest wurde er durch seine schwarze Lederrüstung nicht eingeschränkt. Er konnte sowieso nie verstehen, wie man eine schwere und plumpe Eisenrüstung einer leichten und praktischen Lederrüstung vorziehen konnte. Nach einigen Meter versteckte sich der Nordmann hinter einem Busch und spähte durch diesen hindurch. In der Öffnung einer Höhle saßen 3 Männer bei einem Lagerfeuer und unterhielten sich lautstark. Na sieh mal einer an. Wenn des nicht die Typen sind die ich suche. Jetzt muss ein Plan her. Hinstürmen und alle drei einfach abmetzeln wird schwierig werden.

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    »Vergiss es, das Lager der Mine ist besser geschützt als der Abort Seiner Majestät!« Der nordmarische Hehler blickte sich vorsichtig um, ehe er fortfuhr. Er und der Eisenwolf hatten sich etwas fernab des Clanlebens getroffen, diskutierend und sich gegenseitig enttäuschend. »Und selbst der würde sein Scheißhaus freiwillig räumen, bräuchten die Schürfer Platz für ihr magisches Erz, so wichtig ist es!«
    Isegrim seufzte und schüttelte den Kopf. »Etwas Risikobereitschaft verlangt die Aufgabe sicherlich«, gab er zu, »Aber die braucht es auch, wenn man sich sturzbesoffen bei einem Orkan entscheidet, sein Dach neu decken zu wollen. Und bei den Göttern, mein Freund, wenn wir an das Erz rankommen, dann können wir unsere Dächer alsbald mit purem Gold decken.«
    »Erstens wäre das zu schwer um als Dach zu dienen, zweitens wird es nicht geschehen, weil du wahnsinnig bist.« Der Hehler lachte und wandte sich zum Gehen. Isegrim machte sich nicht die Mühe, den Feigling aufzuhalten und einen weiteren sinnlosen Versuch zu unternehmen, ihn umzustimmen. Irgendwie hatte der Kerl ja auch recht, die Idee war nicht nur fix sondern auch völlig realitätsfern. Eine Ork-Armee musste damals herbe Verluste hinnehmen, um diese Mine einzunehmen und noch herbere einstecken, um sie wieder zu verlieren. Den Nordmännern und gerade dem König in Vengard war die Ressource zu wichtig, um sie wie eine beschissene Schatulle offen zugänglich für jeden daher gelaufenen Dieb sein zu lassen. Nein, er würde sich wohl einfach eher erreichbaren Zielen zuwenden müssen. Die Erz-Idee war ihm aus Langeweile und Tatendrang gekommen, nicht weil er lang und breit darüber nachgedacht hatte.
    Aber was gibt es sonst Großes auf der Welt?, fragte er sich in Gedanken, Feuerkelche? Unklaubar. Blutkelche? Wären eine nette Idee. Das Auge Innos'? Wurde schon mal geklaut. Die Krone, das Szepter von Varant ... zu nahe am König. Götter, irgendwas muss es doch geben!

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